München
Arnold & Richter (Arri)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin


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Für diese wie immer unvollständige Darstellung wurden betriebliche Dokumente fast allein von den Münchner Arbeiterbasisgruppen (ABG) ausgewertet. Diese sind anfänglich noch der Außerparlamentarischen Opposition (APO) verpflichtet, wobei Arri bereits einer der wenigen betriebe ist, für die spezifische Flugblätter erstellt werden (vgl. 5.8.1969, 6.8.1969, 22.9.1969, 23.9.1969). Eine Betriebsgruppe aber scheint noch nicht zu bestehen.

Dann aber im Verlauf der Auseinandersetzungen innerhalb der Münchener APO (vgl. 6.2.1971) bzw. in der Metalltarifrunde (MTR) 1970 (vgl. 12.10.1970, 13.10.1970) setzt sich vermutlich auch eine Arbeiterbasisgruppe bei Arnold und Richter München für den Wiederaufbau der KPD ein (vgl. Juni 1971), wird von den anderen Betriebsgruppen begrüßt (vgl. Aug. 1971) und bald nicht mehr nur mit allgemeinen Flugblättern zur Metalltarifrunde 1971 bedacht (vgl. 9.8.1971, 4.10.1971, 22.11.1971) bzw. mit Artikeln im Zentralorgan der Münchner Arbeiterbasisgruppen (vgl. Sept. 1971) bzw. ihrer (süd-)bayernweiten Nachfolgeentität (vgl. Okt. 1971) bekannt gemacht, sondern auch mit einer veritablen Betriebszeitung für die Arri München, der mit Verwesien erschlossenen 'Roten Optik' bedacht, die uns zum Glück für die Betriebsbezogenheit dieser Darstellung aus den ersten Jahrgängen halbwegs reichhaltig vorlag (vgl. Okt. 1971, 22.11.1971).

Solch ein einschneidendes Ereignis wird natürlich auch in Regensburg gern kolportiert (vgl. Dez. 1971), ansonsten aber beschränkt sich diese Darstellung über die Herstellung von Hilfsmitteln für die Filmemacherei vor allem auf den Betrieb selbst (vgl. 13.12.1971).

Auch die Betriebsgruppe Arnold und Richter München beteiligt sich an der Erschaffung des damals wohl beliebtesten Mythos der Lehrlingsbewegung in Gestalt der Lehrlinge der Tankstelle Jaster in Limburg (vgl. 17.1.1972), aber natürlich auch an den erfolglosen Abwehrkämpfen gegen die Zulassung des privaten Fernsehens (vgl. 21.2.1972), wobei Bayern dank Franz-Josef Strauss ein Vorreiter der medialen Neuerungen zu sein trachtete.

Die Betriebsgruppe Arnold und Richter München der Arbeiterbasisgruppen trotz solchen Anfeindungen, solidarisiert sich nicht nur mit den türkischen KlassengenossInnen (vgl. 4.3.1972) und opponiert gegen die damals daheim vielfach geläufigen Todesschüsse, sonder befasst sich gar mit der behäbig erscheinenden Konkurrenz von der DKP (vgl. 13.3.1972).

Die Streiks gegen das Mißtrauensvotum finden auch bei Ari statt, vermutlich sowohl von ABG als auch DKP unterstützt (vgl. 26.4.1972).

Die Betriebsgruppe Arri ist damals durchaus ein Vorzeigeprojekt der ABG München (vgl. Apr. 1972), einer oder mehrere ihrer mehr oder minder engen Anhänger ziehen vermutlich auch in den neuen Betriebsrat ein (vgl. 2.5.1972), was bundesweite bzw. zumindest baden-württembergische Beachtung bewirkt (vgl. Juni 1972, 21.6.1972) und langfristig vorbereitet wurde (vgl. 1.2.1972).

Die ABG bleiben bei Arnold und Richter vermutlich recht unangefochten von linksradikaler Konkurrenz tätig (vgl. Aug. 1972, Okt. 1972. 9.10.1972, Nov. 1972, 20.11.1972), unterstützen sicherlich auch die freilich illegalen Kampfmaßnahmen für Weihnachtsgeld (vgl. Nov. 1972, 27.11.1972) sowie die stadtweiten Empörungen gegen den Nationalsozialismus (vgl. 29.1.1973).

Nun mag die IG Metall den von den Arri-KollegInnen gewählten Betriebsrat Wagner nicht mehr ertragen, scheint dieser doch den ABG verbunden (vgl. 30.1.1973, 13.2.1973, März 1973). Dies kann natürlich die Betriebsgruppe der mittlerweile Arbeiterbund heißenden Organisation bei Arri nicht stoppen (vgl. Apr. 1973, 18.6.1973), beteiligt sich doch die dortige Belegschaft offenbar am bundesweiten Arbeiteraufstand für eine Mark mehr die Stunde Zwangsarbeit (vgl. 6.7.1973) und auch Herbert Wagner scheint sich nicht so leicht aus dem Betriebsrat entfernen zu lassen (vgl. 20.8.1973), so dass die Agitation bei Arri weitergeht (vgl. Okt. 1973).

Die betriebliche IG Metall bei Arri scheint nur bescheiden belebt (vgl. 12.11.1973), der Arbeiterbund kämpft weiter (vgl. 19.11.1973), nicht zuletzt um die betriebliche Präsenz des Kollegen Pangerl und des Betriebsrats Wagner (vgl. 2.1.1974, 17.1.1974, 21.1.1974, 4.2.1974) sowie um die Metalltarifrunde (MTR - vgl. 28.1.1974, 11.2.1974, 18.2.1974).

Die IG Metall aber zieht den Ausschluss von Wagner durch (vgl. 8.4.1974), die weitere Entwicklung harrt einer weiteren Auswertung von Dokumenten. Die Betriebsgruppe Arri des Arbeiterbundes scheint zumindest noch bis Anfang 1975 bestanden zu haben (vgl. Nov. 1974, Jan. 1975).

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

05.08.1969:
Die Arbeiterbasisgruppen (ABG) der APO München (vgl. Nov. 1969) verteilen heute und morgen ihr Flugblatt Nr. 2 zur Metalltarifrunde (MTR - vgl. 23.7.1969, 11.8.1969), was zwei Tage dauert. Es werden auch Aufkleber "8% NEIN !" und "8% ist Verrat" zum Anbringen in den Betrieben verteilt.

Laut 'apo press' München (vgl. 8.8.1969) wird vor ca. 30 Münchener Metallbetrieben zur MTR der IGM ein Flugblatt der Arbeiterbasisgruppen der Außerparlamentarischen Opposition München-Nord, -Ost, -Süd, -West und Neuhausen verteilt, in dem zur anstehenden Tarifrunde 15% mehr Lohn und Gehalt gefordert wird.
Quellen: apo press Nr.23/24,München 8.8.1969,S.14ff; ABG: Klassenkampf statt Wahlkampf, München o. J. (1969), S. 21

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06.08.1969:
Bei Arnold und Richter (Arri) München beginnt, laut den Arbeiterbasisgruppen (ABG) der APO München (vgl. Nov. 1969), heute die Unterschriftensammlung gegen die 8 % in der Metalltarifrunde (MTR) und für 15 %.
Q: AB: 10 Jahre Antwort auf die Frage 'Was Tun?'. 10 Jahre Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD, München 1980, S. 22; ABG: Klassenkampf statt Wahlkampf, München o. J. (1969), S. 21

11.08.1969:
Die Arbeiterbasisgruppen (ABG) der APO München (vgl. Nov. 1969) beginnen heute mit dem Verteilen ihres Flugblatt Nr. 3 zur Metalltarifrunde (MTR - vgl. 5.8.1969, 20.8.1969), wozu es bei Arnold und Richter (Arri - vgl. 22.9.1969) eine besondere Fassung der Rückseite zur Unterschriftensammlung gibt.
Q: ABG: Klassenkampf statt Wahlkampf, München o. J. (1969), S. 21

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22.09.1969:
Die Arbeiterbasisgruppen (ABG) der APO München (vgl. Nov. 1969) bzw. die Basisgruppe Nord verteilen bei Arnold und Richter (Arri), wo heute Betriebsversammlung ist, ihr Flugblatt Nr. 1 (vgl. 23.9.1969).
Q: ABG: Klassenkampf statt Wahlkampf, München o. J. (1969), S. 22

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23.09.1969:
Die Arbeiterbasisgruppen (ABG) der APO München (vgl. Nov. 1969) verteilen bei Arnold und Richter (Arri) ihr Flugblatt Nr. 2 (vgl. 22.9.1969). Später (vgl. Nov. 1969) berichten sie über den Verlauf ihrer Kampagne.
Q: ABG: Klassenkampf statt Wahlkampf, München o. J. (1969), S. 22 und 27f.

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12.10.1970:
In München finden, laut ABG, erneut (vgl. 9.10.1970) Warnstreiks der Metaller u.a. bei Arnold und Richter (Arri) statt.
Q: Kommunistische Arbeiter Zeitung Extrablatt, München Nov. 1970, S. 4

13.10.1970:
Heute beteiligen sich, laut 'EXI', 150 bei Arnold und Richter (Arri) in München an einem Warnstreik im Rahmen der Metalltarifrunde (MTR).
Q: Express International Nr. 108, Frankfurt 30.10.1970, S. 4

06.02.1971:
Laut KSB/ML der KPD/ML-ZK findet in München "eine Massendemonstration gegen die US-Aggression in Indochina und gegen die zunehmende faschistische Unterdrückung der Arbeiterklasse und aller demokratischen Kräfte in den USA selbst statt". Ca. 2 000 Menschen nehmen an der Demonstration teil, auch "Genossen aus Spanien, Persien, der Türkei, Griechenland, Italien und aus den arabischen Ländern". Sie folgen einem Aufruf von 11 Organisationen. Zu diesem Zweck wird auch eine Aktionseinheit gebildet, an der sich, laut Rote Zellen, sie selbst, die ABG, die GUPS Palästina, die Kommunistische Jugend Spaniens (JCE), die PCE Spanien, die RSF, der Türkische Kulturbund, die Türkische Proletarische Gemeinschaft und die AELA Lateinamerika beteiligen. Laut ABG beteiligen sich ca. 3 000, darunter ein Arbeiterblock. Die DKP habe mit 150 Leuten, vorwiegend Studenten, eine Kundgebung vor dem Amerikahaus gemacht. Laut Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) der ABG beteiligen sich nur 2 000 und bei der DKP nur 100.
Q: KSB/ML München: Kampf dem Imperialismus, Kampf dem Sozialimperialismus, Kampf den Handlangern des modernen Revisionismus in ABG und Roten Zellen, München o.J. (12.2.1971); Rotes Blatt Nr. 23/24, München 1.2.1971;Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr. 8, München Feb. 1971;Rote Optik Nr. 6, München März 1972

Juni 1971:
Die Nr. 12 der Münchner 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' (vgl. Mai 1971, Juli 1971) der ABG berichtet u.a. aus München von Arnold und Richter (Arri).
Q: Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr. 12, München Juni 1971

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August 1971:
In München gibt die Siemens Betriebsgruppe der ABG die Nr. 5 ihrer 'Auf Draht' (vgl. Juli 1971, Sept. 1971) heraus, die sich u.a. mit Arnold und Richter (Arri) befaßt.
Q: Auf Draht Nr. 5, München Aug. 1971, S. 8

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09.08.1971:
In München geben die ABG vermutlich in dieser Woche die Nr. 2 ihres 'Metallarbeiters' (vgl. 26.7.1971, 23.8.1971) heraus, die sich u.a. auch mit Arnold und Richter (Arri) befaßt.
Q: Metallarbeiter Nr. 2, München 1971, S. 2

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23.08.1971:
Das SALZ Hamburg gibt vermutlich in dieser Woche seinen 'Metallarbeiter' für die Hamburger Metallindustrie Nr. 2 (vgl. 9.8.1971, 6.9.1971) heraus. Es wird berichtet von der Metalltarifrunde (MTR), u.a. von der u.a. bei Arnold und Richter (Arri) München geforderten Vorweganhebung.
Q: Metallarbeiter Nr. 2, Hamburg Aug. 1971, S. 7

September 1971:
In der Münchner 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' Nr. 15 (vgl. Juli 1971, Okt. 1971) wird u.a. berichtet von Arnold und Richter (Arri).
Q: Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr. 15, München Sept. 1971, S. 2

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Oktober 1971:
Die bisherige Münchner 'Kommunistische Arbeiter Zeitung' erscheint mit ihrer Nr. 16 (vgl. Sept. 1971, Nov. 1971). Aus München wird u.a. berichtet von der 'Roten Optik' für Arnold und Richter (Arri).
Q: Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr. 16, München Okt. 1971, S. 2

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Oktober 1971:
In München gibt bei Arnold und Richter (Arri) die Betriebsgruppe der ABG erstmals ihre 'Rote Optik' (vgl. 22.11.1971) unter Verantwortung von Helge Sommerrock heraus, nachdem zuvor bei Arri Flugblätter und der 'Metallarbeiter' verteilt worden waren. Berichtet wird u.a. über das neue BVG, von Audi Heilbronn, über den IGM Ortsverein München und Schwabing sowie von Arri über den Sanitätsraum und den Kantinenausschuss. Beigeheftet ist eine Resolution von 120 Arri-Kollegen zur Metalltarifrunde (MTR)
Q: Rote Optik Nr. 1, München Okt. 1971

04.10.1971:
Vermutlich in dieser Woche geben die ABG in München die Nr. 6 ihres 'Metallarbeiters' (vgl. 20.9.1971, 11.10.1971) unter der Schlagzeile "Ruhe an der Tariffront?" zur Metalltarifrunde (MTR) heraus, befasst sich darin mit den Sitzungen der Konzertierten Aktion (vgl. 17.9.1971) und dem IGM-Tag (vgl. 27.9.1971). Genannt werden die Münchener Delegierten zum IGM-Tag, die außer vom Ortsvorstand auch von Telefonbau Merk, ABKA-Heizungsbau, Arri, BMW, dem Bayrischen Leichtmetallwerk (BLW), der Waggonfabrik Rathgeber AG, der MTU, Siemens Martinstr. und Krauss-Maffei kommen.
Q: Metallarbeiter Nr. 6, München 1971

22.11.1971:
In München geben die ABG vermutlich diese Woche die Nr. 10 des 'Metallarbeiters' (vgl. 8.11.1971, 29.11.1971) heraus. Darin wird u.a. auf die Lage in Baden-Württemberg, im Bezirk Bayern und bei Arnold und Richter (Arri) München eingegangen. Beigeheftet ist das 'KAZ'-Extrablatt zum BVG.
Q: Metallarbeiter Nr. 10, München 1971, S. 2

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22.11.1971:
In München geben die ABG bei Arnold und Richter (Arri) vermutlich in dieser Woche ihre 'Rote Optik' Nr. 2 (vgl. Okt. 1971, 13.12.1971) heraus, die gegen die Abteilungsstempeluhren agitiert, über die Warnstreiks bei BLW und der Südbremse, sowie dem Streikbeschluss bei Zündapp, das Auftreten von Laus, 2. Bevollmächtigter der IGM München und Bürgermeister von Oberschließheim auf der Betriebsversammlung bei Zündapp und die gestrige Gesamtfunktionärsversammlung der IGM berichtet und den Beschluß des Arbeitsgerichts Solingen über die Legalisierung des Lehrlingsstreiks (vgl. 6.6.1971) sowie die Installation einer Kamera an der Lastwagenpforte vermeldet. Gefragt wird: "15 Jahre KPD-Verbot: Demokratie für uns?". Informiert wird über das Verhalten bei Kündigung, protestiert gegen die von Helmut Schmidt angekündigt Mobilmachungsübung (vgl. 30.10.1971) sowie die drohende Ermordung der 18 türkischen Patrioten (vgl. 9.10.1971). Beigeheftet ist das 'KAZ'-Extrablatt zum BVG.
Q: Rote Optik Nr. 2, München Nov. 1971

22.11.1971:
In München geben die ABG vermutlich in dieser Woche ein Extrablatt ihrer 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' (vgl. Nov. 1971, Dez. 1971) unter dem Titel "BVG durchgepeitscht" heraus, welches auch dem 'Metallarbeiter' Nr. 10 und bei Arri der 'Roten Optik' Nr. 2 beigeheftet wird.
Q: Kommunistische Arbeiter Zeitung Extrablatt BVG durchgepeitscht, München 1971

Dezember 1971:
Die Nr. 15 der 'Arbeitersache' für die Regensburger Metallindustrie (vgl. Nov. 1971, Jan. 1972) berichtet u.a. aus München von Arnold und Richter (Arri).
Q: Arbeitersache Nr. 15, Regensburg Dez. 1971, S. 1

13.12.1971:
Vermutlich in dieser Woche gibt in München die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) der ABG die Nr. 3 ihrer 'Roten Optik' (vgl. 22.11.1971, 17.1.1972) heraus. Der Leitartikel beleuchtet, "Wie das BVG von 1952 den Wirtschaftsausschuss bestimmt". Es herrschte "Frischer Wind auf der Betriebsversammlung", überfällig aber ist die Wahl zur Jugendvertretung. Vom Münchner Merkur wird berichtet vom Kampf ums Weihnachtsgeld, von der Metalltarifrunde (MTR) über die Bemühungen der Bundeswehr. Erstmals gibt es die Rubrik "Für den jungen Arbeiter", die sich mit den Lehrlingsaktionen am 24.11. und 11.12.1971 befaßt.

Aufgerufen wird zur IGM-Mitgliederversammlung am 22.12.1971 und zur Bangla Desh bzw. Indiendemonstration am 17.12.1971.
Q: Rote Optik Nr. 3, München Dez. 1971

17.01.1972:
In München gibt die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) der ABG wahrscheinlich in dieser Woche die Nr. 4 ihrer 'Roten Optik' (vgl. 13.12.1971, 1.2.1972) heraus. Der Leitartikel behandelt die kommende Einführung der Gleitenden Arbeitszeit (GLAZ) bzw. Gleitzeit. Kritisiert wird die Finanzpolitik des DGB, der Neue Heimat (NH) und Volksfürsorge unterhalte, aber die Streikkassen knapp halte.

Angekündigt wird die Wahl zur Jugendvertretung am 18.1.1972 sowie die Betriebsratswahl (BRW). Gelobt wird der Kantinenausschuss und der Besuch der Gewerbeaufsicht bei Arri scheint die Einrichtung eines Sanitätsraums zu bewirken. Berichtet wird von der Betriebsversammlung am 22.12.1971, aber auch über MWM Mannheim und über "Terroristische Angriffe auf die Organisationen der Arbeiterklasse" in Form des Mordanschlags gegen den Rechtsschutzsekretär des DGB Erlangen und der Polizeirazzia gegen das Lehrlingszentrum des DGB KV Limburg.

Es wird derselbe Artikel zum Verhalten der Angestellten in der Metalltarifrunde wie in der Siemens Betriebszeitung 'Auf Draht' (vgl. 17.1.1972) abgedruckt. Eingeladen wird zum neuen Arbeiterzirkel der ABG (vgl. 28.1.1972). Beigeheftet ist eine Beilage zu den Auseinandersetzungen in der IG Druck und Papier München.
Q: Rote Optik Nr. 4, München Jan. 1972

01.02.1972:
In München gibt die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) der ABG vermutlich in dieser Woche die Nr. 5 ihrer 'Roten Optik' (vgl. 17.1.1972, 13.3.1972) heraus, die sich im Leitartikel mit der Betriebsratswahl (BRW) sowie in weiteren Beiträgen mit der eigenen Finanzierung, den Parkplätzen, dem "Kapitalistenknecht Nebel", der "Strafabteilung Voigt" für Lehrlinge, dem IGM-Vertrauensleutekörper (VLK), der Betriebsversammlung und der Drucktarifrunde (DTR) 1972 sowie dem Besuch des US-Präsidenten Nixon in der VR China befaßt. Eine Seite ist "Für den jungen Arbeiter".
Q: Rote Optik Nr. 5, München Feb. 1972

21.02.1972:
In München demonstrieren, laut ABG, 5 000 bzw. über 5 000 gegen die Gleichschaltung des Bayrischen Rundfunks. Aufgerufen hätten neben den ABG auch noch RFFU, DJU, VS, SPD, FDP, HU, DruPa und DGB. Im Zentralorgan steht die DKP habe nicht aufgerufen, was von der Arnold und Richter (Arri) Betriebszeitung (vgl. 13.3.1972) übernommen wird, im 'Roten Anzeiger' wird gemeldet, daß dies lediglich aus Schlamperei geschah.
Q: Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr. 21 und Extrablatt Stoppt die Machtergreifung von Strauß und Co in Rundfunk in Fernsehen, München März bzw. Feb. 1972; Roter Widerdruck Nr. 8, München März 1972;Roter Anzeiger Nr. 6, München März 1972;Rote Optik Nr. 6, München März 1972;Roter Aufmucker Nr. 12, München März 1972

04.03.1972:
Zur Münchner Demonstration gegen die Todesurteile in der Türkei ab Lenbachplatz rufen neben der Patriotischen Einheitsfront für eine demokratische Türkei (PEF) u.a. auch die ABG in ihrer 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' und die Aktionseinheit antiimperialistischer Schüler mit einem ihrer 'Münchner Schüler Zeitung' beigelegten Flugblatt auf. Eine Kundgebung soll auf dem Marienhof hinter dem Rathaus stattfinden.

Es beteiligen sich, laut ABG, ca. 1 000, laut ihrer Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) nur 700 daran.
Q: Auf Draht Nr. 12, München März 1972; Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr. 21, München März 1972;Münchner Schüler Zeitung Nr. 7, München Feb. 1972;Rote Optik Nr. 6, München März 1972;Roter Anzeiger Nr. 7, München März 1972;Roter Widerdruck Nr. 8, München März 1972

13.03.1972:
In München gibt die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) der ABG vermutlich in dieser Woche die Nr. 6 ihrer 'Roten Optik' (vgl. 1.2.1972, Apr. 1972) heraus. Der Leitartikel "Partnerschaft oder Klassenkampf" behandelt die Arbeitsgerichtsklage des Betriebsrats gegen Arri. Bei Arri ist nicht nur die IGM sondern auch die RFFU vertreten, nämlich im Kopierwerk, wo immer noch nicht "Gesundheit vor Profit" geht, ebenso wie bei Arri allgemein, was sich auch an den Verbandskästen zeige.

In "Ausbildung für die Ausbeutung" werden die Abschlussprüfungen der Lehrlinge behandelt. Es wird zu der bitteren Erkenntnis gelangt, daß es in München keine einzige IGM Jugendgruppe gibt, was die Betriebsgruppe Zündapp der ABG schon im Feb. 1972 bemerkte.

Berichtet wird von der IGM-Mitgliederversammlung am 14.3.1972, vom Frauentag (vgl. 8.3.1972), vom Besuch des US-Präsidenten Nixon in der VR China, von der Türkeidemonstration (vgl. 4.3.1972) und den jüngsten Todesschüssen in Augsburg (vgl. 7.3.1972), in Baden-Württemberg in Herrenberg bei Böblingen (vgl. 2.3.1972) und Börtlingen bei Göppingen sowie in Hamburg.

Bei Arri erscheine auch seit einiger Zeit, in unregelmäßigen und großen Abständen, die 'Rote Kamera' als Betriebsflugblatt der DKP für die Arri Kollegen. Diese, eine 'neue Sozialdemokratie', habe nicht zu der Rundfunkgesetzdemonstration aufgerufen, was auf einer Linie mit der Spaltung der Vietnamdemonstration am 6.2.1971 liege.
Q: Rote Optik Nr. 6, München März 1972

April 1972:
Das ZK der ABG verfaßt einen Rechenschaftsbericht für die 3.o.MV der ABG im Juni 1972. Darin heißt es u.a., neben der Druckgruppe gibt es auch neue Metallgruppen bei Arnold und Richter (Arri) und Zündapp.
Q: ABG: Rechenschaftsbericht des Zentralkomitees der ABG angenommen von der 3. o. MV Juni 1972, München o.J. (1972)

April 1972:
Die ABG geben die Nr. 22 ihrer 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' (vgl. 3.3.1972, 2.5.1972) heraus, in der u.a. berichtet wird von Arnold und Richter (Arri) München.
Q: Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr. 22, München Apr. 1972, S. 2

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April 1972:
Vermutlich im April gibt in München die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) der ABG ihre 'Rote Optik' Nr. 7 (vgl. 13.3.1972, 15.5.1972) heraus, die uns bisher leider noch nicht vorlag.
Q: Rote Optik Nr. 8, München Mai 1972

26.04.1972:
Heute bzw. Morgen demonstrieren in München, laut ABG, ca. 3 000 gegen den "CDU-Putschversuch". Bei BMW und Arnold und Richter (Arri) finden aus demselben Anlaß Streiks statt.
Q: Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr. 23, München Mai 1972, S. 7; Roter Anzeiger Nr. 9, München Mai 1972, S. 3

02.05.1972:
Die ABG geben ihre 'Kommunistische Arbeiter Zeitung' Nr. 23 (vgl. Apr. 1972, Juni 1972) frühestens heute, aber vermutlich noch in dieser Woche heraus. Die Ergebnisse der Betriebsratswahlen werden u.a. bei Arnold und Richter (Arri) positiv beurteilt.
Q: Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr. 23, München Mai 1972, S. 2

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15.05.1972:
Vermutlich in dieser Woche gibt in München die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) der ABG ihre 'Rote Optik' Nr. 8 (vgl. Apr. 1972, Juni 1972) heraus, die u.a. berichtet vom 1.Mai, vom Internationalen Frauentag (vgl. 8.3.1972), von der ABG-Jugendveranstaltung (vgl. 10.5.1972), vom Vietnamprotest (vgl. 22.4.1972, 13.5.1972), von einer Veranstaltung des IGM Ortsvereins für die Ostverträge (vgl. 21.4.1972), über das eigene Werk und das Arri Zweigwerk in Stefanskirchen sowie über die geringe Beteiligung der Angestellten an der Betriebsratswahl (BRW). Eingeladen wird zum Arbeiterzirkel der ABG (vgl. 16.5.1972) und zum Zirkel für die revolutionäre Arbeiterjugend (vgl. 16.5.1972). Gefordert wird erneut ein Sanitätsraum, aber auch ein Ruheraum für junge Mütter sowie eine Verbesserung der Betriebsrente. Bemängelt wird der Wirtschaftsbericht. "Unzumutbare Arbeitsbedingungen" herrschen in der Galvanik. Zu den Stadtratswahlen (SRW) am 11.6.1972 wird zur Wahl von SPD oder DKP aufgefordert.

Die Jugendseite 'Kämpfende Jugend' berichtet über den 1. Mai sowie über eine Fragebogenaktion des IGM OJA.
Q: Rote Optik Nr. 8, München Mai 1972

Juni 1972:
Die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg gibt die Nr. 5 ihrer 'Arbeiter-Zeitung' (vgl. 27.4.1972, 3.7.1972) heraus. Von den Betriebsratswahlen wird u.a. berichtet von Arnold und Richter (Arri) in München +über die Abwahl kapitalistenfreundlicher SPDler.
Q: Arbeiter-Zeitung Nr. 5, Mannheim Juni 1972, S. 2

Juni 1972:
Vermutlich im Juni gibt in München die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) der ABG ihre 'Rote Optik' Nr. 9 (vgl. 15.5.1972, Juli 1972) heraus, die uns bisher leider noch nicht vorlag.
Q: Rote Optik Nr. 8, München Mai 1972

21.06.1972:
Im 'Klassenkampf' Nr. 22 (vgl. 19.6.1972, 19.7.1972) beschäftigt sich der BKA Freiburg mit den Betriebsratswahlen (BRW): "Bei Ford, Köln, Mannesmann, Lierenfeld, Arri und Zündapp, München und in vielen anderen westdeutschen und westberliner Betrieben flogen Klassenversöhnler aus dem Betriebsrat und wurden fortschrittliche Kollegen gewählt."
Q: Klassenkampf Nr. 22, Freiburg 21.6.1972, S. 5

Juli 1972:
Vermutlich im Juli gibt in München die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) der ABG ihre 'Rote Optik' Nr. 10 (vgl. Juni 1972, Aug. 1972) heraus, die uns bisher leider noch nicht vorlag.
Q: Rote Optik Nr. 8, München Mai 1972

August 1972:
In München gibt die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) der ABG ihre 'Rote Optik' Nr. 11 (vgl. Juli 1972, Sept. 1972) heraus, die im Leitartikel feststellt: "Wir brauchen mehr Lohn!" und berichtet: "Viele Kapitalisten bekommen es jetzt mit der Angst zu tun und versuchen, mit 'freiwilligen' Zugeständnissen den immer lauteren Forderungen auszuweichen. Denn sie wissen, wenn erst einmal gestreikt wird, kommen sie nicht so billig davon.
- Bei Zündapp erhielten fast alle Kollegen etwa 3 % und bei BMW alle Kollegen 20 Pfg. mehr.".

Aus dem eigenen Werk wird u.a. über die Betriebsversammlung, vom Gesundheitsausschuß und dem Wirtschaftsausschuß, aus dem Kopiermaschinenbau und auch aus dem Zweigwerk Stefanskirchen (IGM Ortsverein Rosenheim) berichtet. Gefordert wird ein Sanitäter für den Sanitätsraum.

Gestreikt wurde bei Teves Frankfurt (vgl. 27.7.1972), Klöckner Hagen (vgl. 1.8.1972) und Krupp Rheinhausen (vgl. 24.7.1972). Man befaßt sich mit den Auseinandersetzungen zwischen SBG Regensburg und dem IGM Ortsvorstand, mit der Quick-Redaktion bzw. der Quickaffäre, dem Hafenarbeiterstreik in England, dem DruPa Ortsverein München, einem Treffen der DJO bei München und der Betriebsratswahl bei Daimler Stuttgart-Untertürkheim.

Angekündigt wird eine Sondernummer der 'Kämpfenden Jugend' zur Olympiade. Ein beigelegtes Flugblatt mobilisiert für die Olympiadeaktionen ab 28.8.1972 und die DGB-Demonstration am 1.9.1972.
Q: Rote Optik Nr. 11, München Aug. 1972

September 1972:
In München gibt die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) der ABG vermutlich im September ihre 'Rote Optik' Nr. 12 (vgl. Aug. 1972, 9.10.1972) heraus, die uns bisher leider nicht vorlag.
Q: Rote Optik Nr. 11 und 13, München Aug. 1972 bzw. Okt. 1972

Oktober 1972:
Vermutlich im Oktober geben in München die ABG die Nr. 2 (vgl. Sept. 1972, Nov. 1972) ihres 'Metallarbeiters' - Informationsblatt der ABG für die Metalltarifrunde (MTR) 1972 heraus. Berichtet wird aus München u.a. von Arnold und Richter (Arri).
Q: Metallarbeiter Nr. 2, München o.J. (1972), S. 1

09.10.1972:
In München gibt die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) der ABG ihre 'Rote Optik' Nr. 13 (vgl. Sept. 1972, 20.11.1972) vermutlich in dieser Woche heraus.
Aus dem eigenen Betrieb wird berichtet aus dem Atelier, für das die RFFU zuständig ist und einen 'miesen Filmtarif' gibt, aus den Montageabteilungen, in denen die IGM wirkt, sowie aus dem Kopierwerk, dem Kopiermaschinenbau und der Galvanik. Die Metall-Angestellten haben neue Gehaltsgruppen. Für Frauen gibt es keine Betriebsrente. Eingegangen wird auf das DGB-Frauentreffen Bayern (vgl. 15.10.1972), aufgerufen zur Fahrt nach Passau (vgl. 28.10.1972) und zum neuen Arbeiterzirkel (vgl. 3.11.1972).

Berichtet wird von Enka Glanzstoff in Wuppertal-Barmen und Breda in den Niederlanden sowie vom rechtsextremen Witikobund, den drohenden Steuererhöhungen und den Ausländergesetzen.

Auf der Jugendseite wird berichtet über den IGM OJA, über Feinmechaniker und E-Mechaniker bei Arri sowie über eine Flugblattverteilung vor Kasernen in Erding (vgl. Sept. 1972).
Beigelegt ist der "Wahlaufruf der Kommunisten".
Q: Rote Optik Nr. 13, München Okt. 1972

November 1972:
Vermutlich im November geben in München die ABG die Nr. 4 (vgl. 31.10.1972, 17.4.1973) des 'Metallarbeiters' als Informationsblatt für die Metalltarifrunde (MTR) 1972 heraus, die unter der Schlagzeile "11% - aber kein Prozent weniger" auch berichtet vom Streik bei Arri für Weihnachtsgeld.
Q: Metallarbeiter Nr. 4, München o.J. (1972), S. 2

November 1972:
In München gibt die Betriebsgruppe Zündapp der ABG ihren 'Zündfunken' Nr. 11 (vgl. Okt. 1972, Dez. 1972) heraus, der u.a. berichtet von Arnold und Richter (Arri).
Q: Zündfunke Nr. 11, München Nov. 1972, S. 1

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20.11.1972:
Vermutlich in dieser Woche geben die ABG die Nr. 29 ihrer 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' (vgl. 9.10.1972, Dez. 1972) heraus und berichten u.a. über die eigene Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri - 'Rote Optik').
Q: Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr. 29, München Nov. 1972, S. 2

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20.11.1972:
In München gibt die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) der ABG ihre 'Rote Optik' Nr. 14 (vgl. 9.10.1972, Dez. 1973) vermutlich in dieser Woche mit einem Leitartikel "Kamp um mehr Lohn!" zur Metalltarifrunde (MTR), um die es auch auf der letzten Betriebsversammlung ging heraus. Aus dem eigenen Betrieb wird berichtet von den Vertrauensleutenachwahlen, von der IGM-Mitgliederversammlung am 26.10.1972, aus dem Kopiermaschinenbau, aus dem Rohstofflager, vom Überstundenabbau und über die Lehrlinge, u.a. über deren Weihnachtsgeld. Aus München wird berichtet von Rodenstock und Siemens Hofmannstraße, den Metalllehrlingen und dem IGM OJA, über die IG Druck und Papier sowie über die Gründung des Anti-Strauß-Komitees (ASK - vgl. 17.11.1972, 24.11.1972). Aus Passau wird berichtet vom Strauß-Auftritt (vgl. 28.10.1972).

Aus der Metallindustrie wird berichtet von Ford Köln, VW Wolfsburg und dem IGM Ortsverein (OV), von einem Bundeswehrmanöver wird berichtet aus Wetzlar. Eingegangen wird auch auf den Grundlagenvertrag mit der DDR und den Boykott eines chilenischen Schiffes durch in Frankreich und den Niederlanden. Angekündigt wird zu Weihnachten der tägliche Buchverkauf von 16 bis 19 Uhr im Haidhausenbüro in der Sedanstr. 23. Eingeladen wird zum KAZ-Lesezirkel (vgl. 27.11.1972).
Q: Rote Optik Nr. 14, München Nov. 1972

24.11.1972:
In München wurde bei Arnold und Richter (Arri) eingeladen zur Sitzung des Anti-Strauß-Komitees (ASK) in der Gaststätte Biersteiner in der Orleans- Ecke Elsässerstr.
Q: Rote Optik Nr. 14, München Nov. 1972, S. 7

27.11.1972:
In München wurde bei Arnold und Richter (Arri) eingeladen zum KAZ-Lesezirkel im 'Schwabinger Bierstüberl' in der Nordendstraße 10.
Q: Rote Optik Nr. 14, München Nov. 1972, S. 7

27.11.1972:
Bei Arnold und Richter (Arri) München streiken vermutlich in dieser Woche, laut ABG, 200 nach der Mittagspause eine halbe Stunde lang für mehr Weihnachtsgeld und erreichen einen Teilerfolg.
Q: Der Motor Nr. 1, München Dez. 1972, S. 2

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Dezember 1972:
In München gibt die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) der ABG vermutlich ihre 'Rote Optik' Nr. 15 (vgl. 20.11.1972, 22.1.1973) heraus, die uns leider noch nicht vorlag.
Q: Rote Optik Nr. 14 und 16, München Nov. 1972 bzw. Jan. 1973

15.01.1973:
In München gibt die DKP bei Arnold und Richter (Arri), laut ABG, vermutlich erst in dieser Woche in kleiner Auflage die Dezember-Ausgabe ihrer zentral geschriebenen 'Roten Kamera' heraus, die uns leider noch nicht vorlag.
Q: Rote Optik Nr. 16, München Jan. 1973

22.01.1973:
In München gibt die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) der ABG vermutlich in dieser Woche ihre 'Rote Optik' Nr. 16 (vgl. Dez. 1972, Feb. 1973) heraus, die berichtet von der DKP bei Arri (vgl. 15.1.1973), sowie eingeht auf Frauen, Angestellte, Lehrlinge und den Entwicklungsmaschinenbau und den Kopiermaschinenbau.
Aufgerufen wird zur Antifa-Veranstaltung (vgl. 29.1.1973).
Q: Rote Optik Nr. 16, München Jan. 1973

29.01.1973:
In München führen die ABG in Zusammenarbeit mit KHB/ML und RSF anläßlich des morgigen 40. Jahrestages der Machtergreifung eine Veranstaltung "Wehret den Anfängen" im Schwabinger Bräu mit über 600 Personen durch.
Q: Kämpfende Jugend Flugblatt zur Druck Tarifrunde '73,München o.J. (1973); Rote Optik Nr. 16, München Jan. 1973;Der Motor Nr. 2, München Jan. 1973;Roter Weichensteller Nr. 5, München Feb. 1973

30.01.1973:
Im IG Metall (IGM) Ortsverein München findet, laut ABG, eine Funktionärsversammlung im Gewerkschaftshaus mit Teilnehmern u.a. von Siemens und BMW statt, auf der der Ausschluß des Arnold und Richter (Arri)-Betriebsrates Herbert Wagner wegen ABG-Kontakten befürwortet wird (vgl. 13.2.1973).
Q: Zündfunke Nr. 15, München März 1973

Februar 1973:
In München gibt die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) der ABG vermutlich ihre 'Rote Optik' Nr.17 (vgl. 22.1.1973, März 1973) heraus, die uns leider noch nicht vorlag.
Q: Rote Optik Nr.16 und 18,München Jan. 1973 bzw. März 1973

13.02.1973:
Bei Arnold und Richter (Arri) München wird, laut ABG, der Betriebsrat und IGM-Vertrauensmann Herbert Wagner aus der IG Metall wegen ABG-Kontakten mit Wirkung vom 23.2.1973 ausgeschlossen.
Q: Roter Widerdruck Nr. 20, München März 1973, S. 4; Rote Optik Nr. 18 ,München März 1973;Auf Draht Nr. 24, München März 1973

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März 1973:
In München gibt die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) der ABG ihre 'Rote Optik' Nr. 18 (vgl. Feb. 1973, Apr. 1973) heraus. Berichtet wird über Zündapp, Rohde und Schwarz und Akron in München, die Lehrlinge bei BMW München, über Mannesmann in Duisburg (vgl. 28.2.1973), Hoesch in Dortmund (vgl. 8.2.1973), den IG Metall Ortsverein sowie aus dem eigenen Betrieb über den Ausschluß von Herbert Wagner aus der IG Metall (IGM) (vgl. 13.2.1973), den Entwicklungsmaschinenbau in der Georgenstraße, die Lehrlinge im Motorenbau in der Georgenstraße und die Feinmechanikerlehrlinge.
Q: Rote Optik Nr. 18, München März 1973

April 1973:
In München gibt die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) der ABG ihre 'Rote Optik' Nr. 19 (vgl. März 1973, Mai 1973) mit dem Aufruf zum 1. Mai heraus.
Aus dem eigenen Betrieb wird berichtet vom Kantinenausschuß, von der 150 DM-Forderung zur Metalltarifrunde (MTR), aus dem kaufmännischen Bereich, der Dreherei, dem Werkzeugbau, der Fräserei, dem Materiallager sowie dem Kopiermaschinenbau bzw. auch dessen Lehrlinge. Gewählt wurden die Jugendvertrauensleute. Der Bundesgrenzschutz (BGS) wird als Bürgerkriegsarmee bezeichnet. Von der Chemietarifrunde (CTR) wird berichtet von BASF Ludwigsburg, womit das Werk Ludwigshafen gemeint sein dürfte, von den Streiks der Drucktarifrunde (DTR) wird berichtet von Springer Hamburg und Darmstadt sowie von Kindler und Schiermeyer München, aus der IG Druck vom Unvereinbarkeitsbeschluss mit der RGO.
Aus Italien wird berichtet von der Erkämpfung der 39-Stundenwoche, aus Israel bzw. Libanon über "Terrorismus von Staats wegen", wobei auch der Abschuss einer libyschen Verkehrsmaschine behandelt wird.

Gewürdigt wird das fünfjährige Bestehen der ABG. Aufgerufen wird zum Tischtennisspiel China gegen BRD (vgl. 18.4.1973), der Griechenlandveranstaltung der PAM (vgl. 23.4.1973), dem eigenen neuen Arbeiterzirkel und zur Veranstaltung am 8. Mai 1973.
Q: Rote Optik Nr. 19, München Apr. 1973

Mai 1973:
In München gibt die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) der ABG ihre 'Rote Optik' Nr. 20 (vgl. Apr. 1973, Juni 1973), die uns bisher leider nicht vorlag, vermutlich im Mai heraus.
Q: Rote Optik Nr. 19 und 23, München Apr. 1973 bzw. Aug. 1973

14.05.1973:
In München gibt die Betriebsgruppe Zündapp der ABG ihren 'Zündfunken' Nr. 17 (vgl. 16.4.1973, 18.6.1973) vermutlich in dieser Woche heraus. Eingegangen wird auch auf die Kantinen bei Zündapp, Arnold und Richter (Arri), BMW, Siemens und im Pressehaus Bayerstraße (PHB).
Q: Zündfunke Nr. 17, München Mai 1973, S. 7

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11.06.1973:
Vermutlich in dieser Woche gibt in München die BMW-Betriebsgruppe des AB (ex-ABG) ihren 'Motor' (vgl. Mai 1973, 18.6.1973) mit 2 Seiten unter der Schlagzeile "Weg mit der Benzinsteuererhöhung!" heraus. Berichtet wird auch von der IGM-Mitgliederversammlung bei Arri (vgl. 5.6.1973).
Q: Der Motor Weg mit der Benzinsteuererhöhung!, München o. J. (Juni 1973), S. 1

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11.06.1973:
In München geben die ABG vermutlich in dieser Woche einen 'Metallarbeiter' (vgl. 17.4.1973, Sept. 1973) unter der Schlagzeile "Weg mit der Benzinsteuererhöhung!" zu den Forderungen nach Teuerungszulagen (TZL), wie sie auch bei Arri aufgestellt wurden, heraus.
Q: Metallarbeiter Metaller fordern ihr Recht!, München o.J. (1973), S. 1

18.06.1973:
In München gibt die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) des AB (ex-ABG) ihre 'Rote Optik' Nr. 21 (vgl. Mai 1973, 2.7.1973) in dieser Woche heraus. Gefordert wird "Kampf der Inflation!" wogegen das gleichnamige Komitee (KKI) kämpft, propagiert werden die Forderungen der IGM-Mitgliederversammlung vom 5. Juni 1973. Berichtet wird von der Bezahlung ausländischer Kollegen in Leichtlohngruppen, aus dem Entwicklungsmaschinenbau, der Abteilung Arriflex 16, dem Bau Adalbertstraße, über Fahrradständer, Maurer und die Dekotapeziererei, über den Betriebsurlaub, Unfallgefahr und Brandsicherheit, aus Island und Griechenland sowie aus dem DruPa OV München. Die 'Kämpfende Jugend' fordert "Weg mit dem Stufenplan". Aufgerufen wird zur Irlandveranstaltung (vgl. 24.6.1973) und zum Volksentscheid gegen das Rundfunkgesetzt (vgl. 1.7.1973). Bekanntgegeben wird, offenbar aus einer anderen Zeitung kopiert, die Gründung des Arbeiterbunds (AB).
Q: Rote Optik Nr. 21, München Juni 1973

18.06.1973:
Vermutlich in dieser Woche gibt in München die BMW-Betriebsgruppe des AB (ex-ABG) ihren 'Motor' Nr. 7 (vgl. Mai 1973, Juli 1973) heraus. Berichtet wird u.a. über Arnold und Richter (Arri) München.
Q: Der Motor Nr. 7, München Juni 1973, S. 8

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Juli 1973:
In München gibt die Siemens-Betriebsgruppe des AB (ex-ABG) ihre 'Auf Draht' Nr. 28 (vgl. Juni 1973, Aug. 1973) vermutlich im Juli heraus mit dem Leitartikel "Inflation: Mehr Lohn" zu den wilden Streiks für Teuerungszulagen (TZL) bundesweit bzw. in München dem Warnstreik bei Arri.
Q: Auf Draht Nr. 28, München o. J. (1973), S. 2

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02.07.1973:
In München gibt die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) des AB (ex-ABG) ihre 'Rote Optik' (vgl. 18.6.1973, 9.7.1973) vermutlich Anfang dieser Woche heraus als Extrablatt unter der Überschrift "Kollegen, so geht's nicht!", welches bessere Information durch die Verhandlungskommission verlangt über die auf der IGM-Mitgliederversammlung am 5.6.1973 aufgestellten Forderungen nach 50 Pfg. mehr pro Stunde.
Q: Rote Optik Extrablatt Kollegen, so geht's nicht!, München o. J. (1973)

06.07.1973:
Bei Arnold und Richter (Arri) München findet, laut AB, ein vierzigminütiger Streik für eine Teuerungszulage (TZL) von 50 Pfg. für Arbeiter und 85 DM für Angestellte sowie ein höheres Weihnachtsgeld statt, mit dem eine TZL aber nicht erreicht wird.
Q: Rote Optik Nr. 22 und 23, München Juli 1973 bzw. Aug. 1973; Roter Weichensteller Nr. 10, München Juli 1973;Roter Widerdruck Nr. 24, München Juli 1973, S. 2;Auf Draht Nr. 7, Regensburg Juli 1973;Roter Widerdruck Nr. 19, Regensburg o.J. (Juli 1973), S. 4;Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 37/38, München Juli/Aug. 1973, S. 6

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09.07.1973:
In München gibt die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) des AB (ex-ABG) ihre 'Rote Optik' (vgl. 2.7.1973, 13.7.1973) vermutlich Anfang dieser Woche heraus als Extrablatt unter der Überschrift "'Wir fordern 50 Pfg mehr'!". Berichtet wird von der auf der IGM-Mitgliederversammlung am 5.6.1973 aufgestellten und durch den Vertrauensleutekörper am 3.7.1973 bekräftigten Forderungen nach 50 Pfg. mehr pro Stunde, die dann durch den Streik am 6.7.1973 untermauert wurde. Eingegangen wird darin auf Forderungen nach Teuerungszulagen (TZL) in München bei Rathgeber, Südbremse, bei Siemens Hofmannstraße und Hofmannstraße, beim Münchner Merkur, durch eine Abteilung bei Agfa, durch Lehrlinge von BMW, Man und Südbremse.
Q: Rote Optik Extrablatt 'Wir fordern 50 Pfg mehr'!, München o. J. (1973)

13.07.1973:
In München gibt die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) des AB (ex-ABG) vermutlich Ende dieser Woche ihre 'Rote Optik' Nr. 22 (vgl. 9.7.1973, 20.8.1973) heraus. Berichtet wird vom Streik bei Arri für eine Teuerungszulage (TZL - vgl. 6.7.1973), über die Sicherheitsschuhe, über die Bespitzelung der Zündapp-Betriebsgruppe der ABG, vom Rundfunkgesetz, der Aufrüstung der Polizei und den Unvereinbarkeitsbeschlüssen in der IGM. Angekündigt wird ein Diskussionsabend über die eigene Arbeit.
Q: Rote Optik Nr. 22, München Juli 1973

20.08.1973:
In München gibt die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) des AB (ex-ABG) ihre 'Rote Optik' Nr. 23 (vgl. 13.7.1973, Sept. 1973) vermutlich in dieser Woche heraus. Berichtet wird u.a. von der Betriebsversammlung, von Steuererhöhungen und Gebührenerhöhungen, vom Streik bei Arri für eine Teuerungszulage (TZL - vgl. 6.7.1973), aus Kambodscha, sowie von Pierburg Neuß (vgl. 13.8.1973) und Hella Lippstadt und Paderborn (vgl. 16.7.1973).
Aufgerufen wird zum Antikriegstag (AKT) (vgl. 1.9.1973).
Aus dem eigenen Betrieb wird berichtet, daß Herbert Wagner noch Mitglied des Betriebsrates sei.
Eingegangen wird auch auf das Kopierwerk, die Galvanik, das Materiallager, die Elektrofertigung in der Georgenstraße, die Läpper, die 16'er, die 35'er, die Abteilung Versuch, die Ateliermalerei und die Abteilung Atelier/Dekotapezierei bzw. die Rationalisierung. Gefordert wird ein 13. Monatslohn.
Q: Rote Optik Nr. 23, München Aug. 1973

September 1973:
In München gibt die Betriebsgruppe Arri des AB (ex-ABG) ihre 'Rote Optik' Nr. 24 (vgl. 20.8.1973, Okt. 1973), die uns bisher leider nicht vorlag, vermutlich im September heraus.
Q: Rote Optik Nr. 23 und 25, München Aug. 1973 bzw. Okt./Nov. 1973

Oktober 1973:
In München gibt die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) des AB (ex-ABG) ihre 'Rote Optik' Nr. 25 (vgl. Sept. 1973, 19.11.1973) für Okt./Nov. vermutlich im Oktober heraus.
Berichtet wird von der Metalltarifrunde (MTR), über die bargeldlose Lohnzahlung, das Weihnachtsgeld und die Betriebsschließung zu Weihnachten, über den Nahostkrieg, aus Regensburg vom Siemens Wernerwerk und dem AEG Sachsenwerk sowie aus der IG Metall (IGM) Schwandorf, wo zur Metalltarifrunde (MTR) 180 DM gefordert wurden, einer Kokerei im Saarland bzw. dem Saarbergbau (IGBE-Bereich), und aus München von Südbremse und Siemens Hofmannstraße.
Aus dem eigenen Betrieb wird eingegangen auf die Kantine, die Exportbüros, das Materiallager, die Poliererei, die Abteilung Optik/Zubehör sowie die Abteilung Schneidetische im Zweigwerk Stefanskirchen (Kreis Rosenheim).
Q: Rote Optik Nr. 25, München Okt./Nov. 1973

November 1973:
In München gibt die BMW-Betriebsgruppe des AB (ex-ABG) ihren 'Motor' Nr. 11 (vgl. 29.10.1973, Dez. 1973) heraus. Berichtet wird aus der Münchner Metallindustrie u.a. von Arnold und Richter (Arri) über die 18%-Forderung.
Q: Der Motor Nr. 11, München Nov. 1973, S. 1

12.11.1973:
Bei Arnold und Richter (Arri) München (1 000 Besch.) findet, laut der Betriebsgruppe des AB eine Mitgliederversammlung der IG Metall (IGM) zur Metalltarifrunde (MTR) statt, die von anfangs 13, später 19 der 450 Mitglieder besucht worden sei.
Q: Rote Optik Nr. 26, München Nov. 1973

15.11.1973:
In München führt der AB eine Veranstaltung zur Metalltarifrunde (MTR) (vgl. 14.11.1973) in der Wolfgangseiche durch, an der sich, laut AB, u.a. Beschäftigte von Arri und Südbremse sowie aus den Siemens Werken Balanstraße, Hofmannstraße und Röhrenwerk (Martinstraße bei München) beteiligen.
Q: Auf Draht Nr. 32 und Extrablatt Stabilitätsbeitrag - 25%, München Nov. 1973

19.11.1973:
In München gibt die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) des AB ihre 'Rote Optik' Nr. 26 (vgl. Okt. 1973, Dez. 1973) vermutlich in dieser Woche heraus und befasst sich mit der Metalltarifrunde (MTR), aber auch der Ölkrise. Aus dem IG Metall (IGM) Ortsverein (OV) München wird berichtet von der Vertreterversammlung, von Südbremse, Siemens Hofmannstraße und dem Siemens Röhrenwerk (Martinstraße). Aus dem eigenen Betrieb wird eingegangen auf die IGM-Mitgliederversammlung (vgl. 12.11.1973), die Umweltverschmutzung durch Verbrennen alter Filme, die Abteilung Zubehörmontage, den Bau Adalbertstraße, den Kopiermaschinenbau, den Kantinenausschuß, die Abteilung Elektronik und die Lehrlinge.

Aufgerufen wird zur Chinawoche der GDCF (vgl. 26.11.1973).
Q: Rote Optik Nr. 26, München Nov. 1973

Dezember 1973:
In München gibt die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) des AB ihre 'Rote Optik' Nr. 27 (vgl. Nov. 1973, 2.1.1974), die uns bisher leider nicht vorlag, vermutlich diesen Monat heraus.
Q: Rote Optik Nr. 26 und 28, München Nov. 1973 bzw. Jan. 1974

02.01.1974:
In München gibt die Betriebsgruppe Arri des AB, nach eigenen Angaben, in der ersten Januarwoche, also frühestens heute, ein Flugblatt ihren 'Roten Optik' (vgl. Dez. 1973, 21.1.1974) unter dem Titel "Einigkeit tut not" heraus, das uns bisher leider nicht vorlag.
Q: Rote Optik Nr. 28, München Jan. 1974

17.01.1974:
Bei Arri München wird heute der Betriebsrat Herbert Wagner (Arriflexabteilung 16) entlassen, am 22.1.19174 dann auch Alois Pangerl (Kopiermaschinenbau), die sich beide im Streik (vgl. 6.7.1973) engagiert hatten.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 44, München Feb. 1974, S. 2

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21.01.1974:
In München gibt die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) des AB ihre 'Rote Optik' Nr. 28 (vgl. 2.1.1974, 28.1.1974) vermutlich in dieser Woche heraus. Berichtet wird aus dem eigenen Betrieb von den Streiks im letzten Jahr (vgl. Juli 1973) und den darauf folgenden Kündigungen, wobei bekanntgegeben wird, daß der damals entlassene Betriebsrat Herbert Wagner immer noch im Betrieb sei. Man selbst verteilte ein Flugblatt (vgl. 2.1.1974) und berichtet auch aus den Abteilungen Elektronik, 16er Arriflex, dem Versuch und den Exportbüros, über die Kantinenpreiserhöhung, von der Post Frankfurt (vgl. 18.1.1974), von Pierburg Neuß und dem Prozeß von Franz-Josef Strauß gegen Helge Sommerrock. Aufgerufen wird zum Kampf gegen die Fahrpreiserhöhungen (vgl. 25.1.1974) und zur Jugendvertretungswahl (JVW).
Q: Rote Optik Nr. 28, München Jan. 1974

28.01.1974:
In München gibt die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) des AB ein Extrablatt ihrer 'Rote Optik' (vgl. 21.1.1974, 4.2.1974) unter dem Titel "Betriebsrat - kein Geheimrat!" zur heutigen Betriebsratssitzung heraus. Beigefügt ist ein Aufkleber zur Metalltarifrunde (MTR): "15 - nicht runtergehn!". Eingeladen wird zur eigenen Aussprache über die MTR.
Q: Rote Optik Extrablatt Betriebsrat - kein Geheimrat!, München 28.1.1974

30.01.1974:
In München lud der AB zur Veranstaltung zur Metalltarifrunde (MTR) in die Kaulbachklause ein.
Q: Metallarbeiter Extrablatt, München 30.1.1974; Rote Optik Extrablatt Betriebsrat - kein Geheimrat!, München 28.1.1974, S. 2

Februar 1974:
In München gibt die Betriebsgruppe des AB im Pressehaus Bayerstraße (PHB) ihren 'Roten Aufmucker' Nr. 35 (vgl. 21.1.1974, März 1974) heraus. Eingegangen wird auch auf Arnold und Richter (Arri) München.
Q: Roter Aufmucker Nr. 35, München Feb. 1974, S. 5

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04.02.1974:
In München gibt die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) des AB ein Extrablatt ihrer 'Rote Optik' (vgl. 28.1.1974, 11.2.1974) unter dem Titel "Für Zurücknahme der Kündigungen!" zu den Entlassungen von Herbert Wagner und Alois Pangerl heraus.
Q: Rote Optik Extrablatt Für Zurücknahme der Kündigungen!, München o. J. (1974)

11.02.1974:
In München gibt die Betriebsgruppe Arnold und Richter (Arri) des AB vermutlich in dieser Woche ein Extrablatt ihrer 'Rote Optik' (vgl. 4.2.1974, 18.2.1974) unter dem Titel "Unser Lohn - Arri's Angst" zur Metalltarifrunde heraus.
Q: Rote Optik Extrablatt Unser Lohn - Arri's Angst, München o. J. (1974)

18.02.1974:
In München gibt der AB vermutlich in dieser Woche die Nr. 2 seines 'Metallarbeiters' (vgl. 1.2.1974, März 1974) heraus. Berichtet wird auch von Arri.
Q: Metallarbeiter Nr. 2, München Feb. 1974, S. 3

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18.02.1974:
Bei Arnold und Richter (Arri) München gibt die Betriebsgruppe des AB ihre 'Rote Optik' Nr. 29 (vgl. 11.2.1974, März 1974) vermutlich in dieser Woche heraus. Berichtet wird von der Metalltarifrunde (MTR), aus dem Kopiermaschinenbau, der Abteilung Arriflex 16, der Stahlschweißerei bzw. der Entwicklung Maschinenbau, von der Jugendvertretung und den Feinmechanikerlehrlingen. Aufgerufen wird zur Jugendversammlung, zur Veranstaltung der Kämpfenden Jugend (KJ) des AB (vgl. 23.2.1974) und zum Frauentag (vgl. 9.3.1974). Eingegangen wird auch auf den britischen Bergarbeiterstreik sowie die chinesischen Paracel-Inseln.
Q: Rote Optik Nr. 29, München Feb. 1974

19.02.1974:
Bei Siemens München gibt die Betriebsgruppe des AB frühestens heute und spätestens am 23.2.1974 ihre 'Auf Draht' Nr. 35 (vgl. 21.1.1974) heraus. Berichtet wird u.a. von Arnold und Richter (Arri) München.
Q: Auf Draht Nr. 35, München Feb. 1974, S. 2

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März 1974:
Bei Arri München gibt die Betriebsgruppe des AB ihre 'Rote Optik' Nr. 30 (vgl. 18.2.1974, 8.4.1974), die uns bisher nicht vorlag, vermutlich im März heraus.
Q: Rote Optik Nr. 29 und 31, München Feb. 1974 bzw. Apr. 1974

08.04.1974:
Bei Arnold und Richter (Arri) München gibt die Betriebsgruppe des AB ihre 'Rote Optik' Nr. 31 (vgl. März 1974), die die letzte uns bisher vorliegende Ausgabe ist, vermutlich in dieser Woche heraus. Bekanntgegeben wird der Ausschluß des AB-Mitgliedes und Betriebsrates Herbert Wagner aus der IG Metall (IGM). Eingegangen wird auf monatliche statt 14-tägige Lohnzahlung, die gleitende Arbeitszeit, die bargeldlose Lohnzahlung, die weiblichen Beschäftigten, die Jungarbeiter, die Bohrerei, das Kopierwerk, das Materiallager, den Kamerabau und die Abteilung Versand im Bau Adalbertstraße. Man befaßt sich auch mit dem Werksschutz und der Auflösung der IGM-Ortsverwaltung Köln wegen einer Zusammenarbeit von derem Vorsitzenden Tolusch mit Kommunisten.

Vom DGB Bayern wird berichtet, daß er nur in 4 Städten, wo der AB aktiv ist, seine Maiabzeichen verbreite. Aufgerufen wird zum 1. Mai, wo es wieder keinen Jugendsprecher beim DGB gäbe, sowie zur Jugendvertreterwahl (JVW) und berichtet von der Demonstration gegen den Paragraph 218 (vgl. 6.4.1974), der auch vom HBV OJA abgelehnt wird. Man selbst ist für die Abschaffung des Paragraphen, mindestens aber für die Fristenlösung.
Q: Rote Optik Nr. 31, München Apr. 1974

Mai 1974:
Der AB gibt die Nr. 47 seiner 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' (KAZ) (vgl. Apr. 1974, Juni 1974) heraus. Aus München wird in "Endlich Laufkatze?" berichtet aus dem Materiallager von Arri.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 47, München Mai 1974, S. 3

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November 1974:
Der AB gibt die Nr. 53 seiner 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' (KAZ) (vgl. Okt. 1974, Dez. 1974) heraus mit dem Artikel "ARRI München. Die Leiden des Herrn Nebel" zum Polizeieinsatz am 14.10.1974 gegen den 'Roten Wecker' und die Verkäufer der 'KAZ' vor dem Werkstor.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 53, München Nov. 1974, S. 2

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Januar 1975:
Der AB gibt die Nr. 55 seiner 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' (KAZ) (vgl. Dez. 1974, Feb. 1975) heraus und berichtet u.a. aus München von der eigenen 'Roten Optik' bei Arnold und Richter (Arri).
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 55, München Jan. 1975

Letzte Änderung: 06.08.2016