Regensburg:
'Arbeitersache' - Zeitung der Sozialistischen Betriebsgruppe (1970 - 1974)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 13.11.2015


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Von der 'Arbeitersache' können hier lediglich die ersten Jahrgänge recht vollständig dokumentiert werden, die späteren Jahrgänge sind lückenhaft oder fehlen völlig. Wir bitten um Ergänzungen.

Herausgegeben wird die 'Arbeitersache' zunächst noch von der Betriebsprojektgruppe (BPG), die vermutlich dem SDS entstammte, der sich damals allerdings bereits aufgelöst hatte, so dass die Sozialistische Betriebsgruppe (SBG) Regensburg gebildet wird, deren zentrale Zeitung die 'Arbeitersache' ist.

Die SBG beteiligt sich gemeinsam mit den Arbeiter-Basis-Gruppen (ABG) München, aber später dann auch dem Sozialistischen Initiativkomitee Altötting an der Aktionseinheit zur Metalltarifrunde 1971 und knüpft in der Folge engere Kontakte mit den ABG, übernimmt für diese vermutlich die Betreuung der Kontakte nach Altötting und dehnt ihre Tätigkeit örtlich aus nach Sulzbach-Rosenberg, Weiden und Passau, was sich auch vereinzelt an Hinweisen und Artikeln in der 'Arbeitersache' niederschlägt.

In Regensburg selbst wird die 'Arbeitersache' ergänzt um die Stadtteilzeitung 'Der Konradsiedler' und es werden Stück für Stück die Branchenzeitung 'Roter Widerdruck' für die Druckindustrie, der 'Rote Sachsenwerker' für das AEG Sachsenwerk und die 'Auf Draht' für die beiden Siemens-Werke aus der 'Arbeitersache' ausgegliedert, die dann in den letzten uns vorliegenden Ausgaben nur noch zuständig ist für die beiden Metallbetriebe Händler und Maschinenfabrik Reinhausen (Scheubeck).

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

01.05.1970:
In Regensburg gibt die Betriebsprojektgruppe (BPG) eine Sondernummer ihrer 'Arbeitersache' zum 1. Mai heraus (vgl. 5.10.1970) unter der Schlagzeile "1. Mai. Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse", wobei berichtet wird von Hornschuch Heilbronn, Zinser Ebersbach und der Uhrenindustrie im Raum Schwenningen und auch über die Zustimmung des DGB Regensburg zu den Fahrpreiserhöhungen.
Quelle: Arbeitersache Sdr. Nr. zum 1.Mai 1970, Regensburg 1970

05.10.1970:
Die Sozialistische Betriebsgruppe (SBG) SBG Regensburg gibt vermutlich heute die Nr. 1 ihrer Zeitung 'Arbeitersache' (vgl. 1.5.1970, Nov. 1970) heraus mit dem Leitartikel "Den Lebensstandard der Arbeiterklasse verteidigen!".

In "Streikbericht" wird berichtet von der Metall- bzw. Stahltarifrunde (MTR bzw. STR) u.a. aus:
- Baden-Württemberg aus Brühl von Daimler-Benz (vgl. 28.9.1970), aus Murrhardt von Bosch (vgl. 28.9.1970), aus Reutlingen von Bosch (vgl. 28.9.1970), und aus Stuttgart von Bosch (vgl. 28.9.1970) und Daimler-Benz (vgl. 28.9.1970);
- Niedersachsen (vgl. 29.9.1970);
und aus NRW aus Bielefeld (vgl. 28.9.1970), Dortmund (vgl. 28.9.1970), Düsseldorf (vgl. 28.9.1970), aus Köln von KHD (vgl. 28.9.1970) und aus Wuppertal (vgl. 28.9.1970).

Weitere Artikel sind:
- "Lohn-Preisspirale?";
- "Was will die Arbeitersache?";
- "Wer ist die Betriebsgruppe?";
- "Offener Brief" zu einem Schreiben des IGM-Ortsbevollmächtigten Zimmermann zu einem Flugblatt, das bei der MF Reinhausen, dem AEG Sachsenwerk und Siemens Irler Höhe verteilt worden war;
- "Forderungen, die die Arbeiterklasse stärken!" zur Metalltarifrunde (MTR);
- "Gleicher Lohn für Männer und Frauen!" zur Abschaffung der Leichtlohngruppen 1, 2 und 3, wobei aufgefordert wird: "Siemens-Arbeiterinnen: Berichtet über eure Situation an die ARBEITERSACHE! Information ist der erste Schritt zur Beseitigung von Mißständen."; sowie
- "Tagesanzeiger verhöhnt Metaller" zur Metalltarifrunde (MTR).

Geworben wird für die Atlantis-Buchhandlung in der Wahlenstr. 8, in der das Kursbuch 21, "Kapitalverflechtung in der BRD" erhältlich ist.
Q: Arbeitersache Nr. 1, Regensburg Okt. 1970

November 1970:
In Regensburg erscheint die 'Arbeitersache' der SBG Nr. 2 (vgl. 5.10.1970, Dez. 1970) mit dem Leitartikel "Was zeigt uns der Kampf der Metallarbeiter? Lohnfragen sind Machtfragen" zur Metalltarifrunde (MTR) u.a. in München und Nürnberg.

Weitere Artikel sind:
- "Kinderfeinde. Ein Beispiel von Klassenjustiz" zum Urteil über ein Spielverbot zwischen den Blocks der Neuen Heimat (NH);
- "Bild-Zeitung raus aus den betrieben!" zu den Offenbacher Bildzeitungsaktionen;
- "Die Lage der Arbeiterbwwegung in diesen Landtagswahlen" (LTW - vgl. 22.11.1970), wo die SPD gewählt werden solle;
- "Moskauer Vertrag (1)";
- "Zu den Aussagen des Herrn Zimmermann über den OFFENEN BRIEF" zum IGM-Ortsbevollmächtigten;
- "Lokalpresse gegen Arbeitersache" über eine einstweilige Verfügung gegen die 'Arbeitersache' vom Verlag Tagesanzeiger und dem Chefredakteur der 'Mittelbayrischen Zeitung'; sowie
- ein Leserbrief eines SPD-Mitglieds nebst Antwort.

Geworben wird für die Atlantis-Buchhandlung in der Wahlenstr. 8, in der Karl Marx, "Das Kapital" Bd. 1 erhältlich ist.
Q: Arbeitersache Nr. 2, Regensburg Nov. 1970

Dezember 1970:
Die SBG Regensburg berichtet in der Nr. 3 ihrer 'Arbeitersache' (vgl. Nov. 1970, Jan. 1971) im Leitartikel "Der Krise entgegen. Die Arbeiterklasse muß sich fest zusammenschließen!" u.a. von der Kurzarbeit in einer Reihe von Betrieben u.a. bei Seltmann Weiden und dessen Zweigwerken im Kreis Neustadt/Waldnaab. Berichtet wird darin auch:"
Besserung der 'Arbeitsmoral'. Krupp-Bochum

Bei Krupp in Bochum hängte die Betriebsleitung Listen aus, auf denen die Namen derjenigen vermerkt waren, die wegen Krankheit nicht arbeiten konnten. Gegen diesen druck setzten sich die Kollegen zur Wehr. Die Listen mußten entfernt werden.

Wotan-Werke - Düsseldorf

Bei den Wotan-Werken in Düsseldorf wollten die Kapitalisten das Weihnachtsgeld kürzen, für diejenigen Kollegen, die mehr als 5 Tage im Jahr krank waren. Die Arbeiter streikten gegen diese unverschämten Druckmethoden mit Erfolg. Das Weihnachtsgeld wird für alle Kollegen in voller Höhe ausgezahlt.

Flensburg. Aufmarsch von Werkschutz und Polizei

Obwohl die Kapitalisten Werkschutz und Polizei aufmarschieren ließen, gaben 600 Arbeiter in Flensburg nicht nach und verhinderten durch ihren geschlossenen Streik eine Kürzung der 10%-Lohnerhöhung (Flensburger Schiffbau AG)".

Weitere Artikel sind:
- "SPD-Trick soll die Arbeiter täuschen" zu Flugblättern der SPD bei Hoesch Dortmund und Krupp Bochum;
- "Das neue Betriebsverfassungsgesetz ein neues Unterdrückungsinstrument der Kapitalistenklasse!" zum BVG;
- "Zum reaktionären BVG von 1952. Das Betriebsverfassungsgesetz ist Ergebnis der Niederlage der revolutionären Kämpfe der Arbeiterklasse nach 1945"; sowie
- "Hunde leben besser" zu den Wohnblocks der Stadtbau GmbH in der Aussigerstraße, der Humboldtstraße und der Stifterstraße.
Q: Arbeitersache Nr. 3, Regensburg Dez. 1970

Januar 1971:
Die SBG Regensburg gibt die Nr. 4 ihrer 'Arbeitersache' (vgl. Dez. 1970, Feb. 1971) heraus mit dem Leitartikel "Schluss mit der Augenwischerei der SPD-Regierung", einem Leserbrief zur Neujahrsansprache von Willy Brandt.

Weitere Artikel sind:
- "Moskauer Vertrag (2)";
- "Gegen wen kämpfen die polnischen Arbeiter und Hausfrauen?";
- "Warschauer Vertrag. Unverändertes Ziel der westdeutsch. Imperialisten - Beseitigung des Sozialismus in der DDR";
- "Schiller schenkt Flick 5 Millionen aus Steuermitteln. SPD - Stütze des Kapitalismus" zur Maxhütte Sulzbach-Rosenberg;
- "Siemens a cogné! Siemens greift durch!", ein teils französischer Artikel für die Tunesierinnen bei Siemens in Prüfening; sowie
- Nachrichten aus der MF Reinhusen und dem AEG Sachsenwerk.
Q: Arbeitersache Nr. 4, Regensburg Jan. 1971

Februar 1971:
Die Nr. 5 der Regensburger 'Arbeitersache' (vgl. Jan. 1971, März 1971) der SBG erscheint mit dem Leitartikel "Entlassungen in Regensburg. Siemens-Wernerwerk feuert monatlich 49 Kolleginnen und Kollegen". Im Wernerwerk seien 1970 noch 200 bis 300 Tunesierinnen beschäftigt gewesen, jetzt nur noch 50. Bei den Jugoslawinnen sehe es ähnlich aus. Aus der Münchner Balanstraße seien Abteilungen in das österreichische Villach verlagert worden. Dort sind die Münchner Arbeiterbasisgruppen (ABG) aktiv, die hier erstmals erwähnt werden. Berichtet wird auch: "Auch die Kollegen von SCHEUBECK und vom SACHSENWERK sind nicht sicher vor Kündigungen, Lohnkürzungen oder anderen Nachteilen: Im SACHSENWERK werden sich noch viele daran erinnern, wie 1966/67 ca. 200 Kollegen entlassen worden sind, die meisten Kollegen und vor allem Kolleginnen in ihren Lohngruppen heruntergestuft worden sind und auch schlechtere Arbeitsplätze bekommen haben. Und wenn bei SCHEUBECK jetzt noch keine Krisenzeichen da sind, dann ist das lediglich auf das noch einigermaßen gute Auftragspolster zurückzuführen."

Weitere Artikel sind:
- "Die Krise hat begonnen! … und sie wird täglich schlimmer!";
- "Flexible Altersgrenze";
- "China: Freiheit für das Volk";
- "CDU/CSU macht BVG noch reaktionärer";
- "IGM-Bonzen gegen Arbeiter" zur bundesweiten IGM Vorstandstagung in Hundsbach (vgl. 5.1.1971); sowie
- ein Bericht von der örtlichen MF Reinhausen.

Geworben wird für die Atlantis-Buchhandlung in der Wahlenstraße, in der Karl Marx, "Lohn, Preis und Profit" erhältlich ist.

Von den 4 000 Exemplaren dieser Ausgabe wurden, nach eigenen Angaben, 3 800 verteilt und der Rest verschickt. Bei Siemens Irler Höhe wurde die Verteilung behindert.
Q: Arbeitersache Nr. 5 und 6, Regensburg Feb. 1971 bzw. März 1971, S. 1ff bzw. S. 7

März 1971:
In Regensburg erscheint die 'Arbeitersache' der SBG Nr. 6 (vgl. Feb. 1971, 21.4.1971) unter der Schlagzeile "Siemens-Wernerwerk. Heute Betriebsversammlung. 18 Fragen an den Betriebsrat". Mit dem Siemens Wernerwerk befassen sich auch der Artikel "Kurzarbeit für mindestens 1 000 Arbeiter u. Angestellte" und "Produktionsverlagerung eine neue Form der kapitalistischen Ausbeutung", der auch auf jugoslawisch und für die Tunesier auf französisch erscheint.

Weitere Artikel sind:
- "An die Kollegen. Warum wir die Arbeitersache brauchen";
- "Wer bezahlt die Arbeitersache". Die SBG Regensburg habe im Februar 180 DM aus Spenden von Mitgliedern und Sympathisanten sowie 135 DM aus Spenden eingenommen. Die Mitglieder und Sympathisanten seien Arbeiter und Studenten, während die Verteiler praktischerweise nur Studenten bzw. keine Kollegen aus den 4 Großbetrieben seien;
- "Krisenpreise", wobei eingegangen wird auch auf Krupp Essen, Grundig Augsburg, BASF, Salamander und die Arbeitslosen am Ort;
- "Michelin-Arbeiter erzwingen Wiedereinstellung" in Bad Kreuznach;
- "Skandal bei Siemens-Irlerhöhe";
- "Erfolge durch Einheit" bei Mannesmann Düsseldorf und Duisburg;
- "Was ist faul in Regensburg?" zur unterdurchschnittlichen Lebenserwartung; sowie
- "Wir sind keine Maschinen!!" von der MF Reinhausen.

Die SBG hat nun den Bücher- und Zeitschriftenladen in der Weiße Lamm-Gasse 1 zur Kontaktaufnahme.

Angekündigt wird für den nächsten Mittwoch eine Extranummer "Die Faschisten rüsten".
Q: Arbeitersache Nr. 6, Regensburg März 1971

21.04.1971:
Vermutlich Mitte dieser Woche gibt in Regensburg die SBG die Nr. 7 ihrer 'Arbeitersache' (vgl. März 1971, Mai 1971) heraus mit dem Leitartikel "Maikomitee gegründet" (vgl. 17.4.1971) in dem berichtet wird, dass die SBG ihren Offenen Brief für einen offenen 1. Mai als Extranummer der 'Arbeitersache' auch bei der Maxhütte Sulzbach-Rosenberg sowie in Regensburg vor dem Teppichwerk, vor Südzucker und der Chemiefabrik Heiden verteilt habe.

Weitere Artikel sind:
- "Gegen den Feiertag der 'sozialen Partnerschaft'";
- "Arbeiterverräter Filius" zur Maivorbereitung in Regensburg;
- "D'K'P und rechte Gewerkschafts-Führer - ein Herz und eine Seele" zu der bei den beiden Regensburger Siemens-Werken verteilten 'Roten Frequenz' der DKP, die aber zentral von Nürnberg aus herausgegeben werde;
- "Betriebsrat von Siemens-Irler Höhe kneift" zum 1. Mai;
- "SPD - arbeiterfeindlich" zum 1. Mai;
- "Der Protest wächst" zum 1. Mai in Dortmund, Hamburg und Nürnberg;
- "Missbrauch des 1. Mai" zur faschistischen Deutschen Arbeiterjugend, die in Essen demonstrieren will;
- "Maikomitee in Westberlin";
- "Rationalisierung im Sachsenwerk?" von AEG;
- "Was junge Leute bei Siemens lernen können" vom Siemens Wernerwerk über eine Betriebsbesichtigung durch Volksschüler, die zur Vorbereitung über die 'Arbeitersache' diskutierten;
- "Himmelmeyer lügt" zur Siemens-Dividende;
- "Siemens-Wernerwerk. Das geht nicht nur die Frühschicht an!" zur Betriebsversammlung, die erst kurz vor Arbeitsschluß beginnt;
- "Einnahmen, Ausgaben der Arbeitersache im März", man habe im März 230 DM an Mitgliedsbeiträgen und 149 DM an Spenden eingenommen und sich erstmals Flugblätter mit rotem Druck leisten können;
- "Wie ist das mit dem Kurzarbeitergeld?" zu Siemens;
- "Die Akkordhetze wird verschärft. Siemens-Irlerhöhe";
- "Streik" zur Gutehoffnungshütte Düsseldorf;
- "Streik der Siemens Kollegen in Sulmona", denn aus Italien schickte die Unione einen Brief über die Vorgänge im Siemens (ACE) Werk;
- je ein Artikel auf Französisch und Jugoslawisch u.a. zu Siemens bzw. zum 1. Mai; sowie
- ein Artikel zur MF Reinhausen.

Geworben wird für die Maximilian-Buchhandlung in der Maxstraße 12 und die Atlantis-Buchhandlung in der Wahlenstraße, während die SBG selbst über den Bücher- und Zeitschriftenladen in der Weißen Lamm-Gasse 1 erreichbar ist.
Q: Arbeitersache Nr. 7, Regensburg Apr. 1971

Mai 1971:
Die SBG Regensburg gibt die Nr. 8 ihrer 'Arbeitersache' (vgl. 21.4.1971, Juni 1971) heraus mit dem Leitartikel "DM-Aufwertung - für wen?".

Weitere Artikel sind:
- "Inflation";
- "Himmelmeyer gegen Arbeitersache" zur Strafanzeige gegen die 'Arbeitersache' und dem SPD-Parteiausschlußverfahren gegen den Herausgeber;
- "1. Offener Mai in Regensburg";
- "Solidarität mit den Siemens-Kollegen" zum 1. Mai in München;
- "Klassenkampf in der Schweiz" zum 1. Mai;
- "Der 1. Mai" in Spanien und auf den Philippinen ;
- "Erfolg in Sulmona" im Siemens-Werk in Italien;
- "Streik der Kollegen in Freiburg", wo eine Betriebszelle der klassenbewußten Arbeiter, womit wohl der Bund Kommunistischer Arbeiter (BKA) Freiburg gemeint sein soll, ein Flugblatt bei dem Chemiebetrieb Rhodia verteilt habe;
- "Streik der belgischen Bergarbeiter";
- "Streik bei Renault in Frankreich";
- ein Comic als Werbung für "Lohnarbeit und Kapital" von Karl Marx, das im Zeitschriftenladen an der Steinernen Brücke, Weiße Lammgasse 1 erhältlich sei;
- "Sind Meister kleine Könige?" zu Siemens Irler Höhe;
- "Einnahmen und Ausgaben der Arbeitersache im April", man habe im April aus Mitgliedsbeiträgen 235 DM und aus Spenden und von Sympathisanten 372 DM eingenommen;
- "Endlich ein Kindergarten bei Siemens?" zum Wernerwerk; sowie
- ein Artikel zur Leistungsbeurteilung der Zeitlöhner bei der MF Reinhausen (MR).
Q: Arbeitersache Nr. 8, Regensburg Mai 1971

Juni 1971:
In Regensburg erscheint die 'Arbeitersache' Nr. 9 (vgl. Mai 1971, Juli 1971) der SBG mit dem Leitartikel "Es ist wieder soweit: 'Maßhalten' - Tarifrunde '71" zur Metalltarifrunde (MTR) im Herbst bzw. der aktuellen Chemietarifrunde (CTR) und der Textiltarifrunde in Baden-Württemberg und Hessen.

Weitere Artikel sind:
- "Vor 30 Jahren. 22. Juni 1941" zum Überfall auf die Sowjetunion;
- "Griff zum Faschismus im NATO-Land Türkei", in München sei vor ein paar Wochen die Patriotische Volksfront für eine demokratische Türkei gegründet worden, die sich nun auf die ganze 'BRD' ausgedehnt habe;
- "Siemens: Kampf um den Ertrag - Kampf gegen die Arbeiter";
- "So wirbt Siemens um neue 'Mitarbeiter'… …und das berichten uns Kollegen" aus dem Wernerwerk und von der Irler Höhe;
- "MR und Sachsenwerk: Profite unverändert gut!" zum AEG Sachsenwerk und der MF Reinhausen;
- "Arbeiter verhindern Stillegung" zu den Hüttenwerken Oberhausen (HOAG);
- "Streik in Hannover" zu Conti;
- "Streik in Darmstadt" bei Merck; sowie
- "Warnstreiks der Chemiearbeiter" zur Chemietarifrunde (CTR) in NRW in Köln und in Rheinland-Pfalz.
Q: Arbeitersache Nr. 9, Regensburg Juni 1971

Juli 1971:
In Regensburg erscheint die 'Arbeitersache' Nr. 10 (vgl. Juni 1971, Aug. 1971) der SBG mit dem Leitartikel "Die Lehren aus der Chemie für die Metall-Tarifrunde '71. Kampf dem Lohndiktat - Absicherung unserer Löhne" zur MTR bzw. der Chemietarifrunde (CTR) in Rheinland-Pfalz und Bayern.

Weitere Artikel sind:
- "Kündigungswelle bei Siemens. Korrespondentenbericht aus München" von der Siemens Betriebsgruppe der ABG, der berichtet über die Herausgabe eines Extrablattes der 'Auf Draht' zu den Kündigungen der Ausländer im Werk Balanstraße;
- "Nixons Canossagang in die Volksrepublik China";
- "Wer melkt wen?" zu den Demonstrationen der Bauern;
- "Der Fall Himmelmeyer" zum Siemens Wernerwerk;
- "Fußball: Geldjäger vor!"; sowie
- "§ 218: Viel Wirbel - noch kein Fortschritt".
Q: Arbeitersache Nr. 10, Regensburg Juli 1971

August 1971:
Die SBG Regensburg gibt die Nr. 11 ihrer 'Arbeitersache' (vgl. Juli 1971, . Sept. 1971) heraus mit dem Leitartikel "Lohn - Preis - Profit".

Weitere Artikel sind:
- "SPD-Schlichtinger und unser Wohl" zum Oberbürgermeister bzw. dem geplanten Bosch-Werk;
- "Unsere Aufgaben in der Metallrunde" zur Metalltarifrunde (MTR);
- "Gespräch mit einem Siemens-Vertrauensmann aus München"
- "Aktionseinheit von 12 kommunistischen Organisationen und Gruppen zum einheitlichen Vorgehen in der Metall-Tarif-Kampagne" zur Metalltarifrunde (MTR), deren Plattform gekürzt abgedruckt wird, wobei neben den 11 Gründungsgruppen auch der KB/ML Eutin genannt wird;
- ein Extrablatt, da die 'Arbeitersache' schon im Druck war, unter dem Titel "Aktuelle Nachrichten zur Metalltarifrunde. Sitzung der Tarifkommission für den Bezirk Hamburg" wird von dieser berichtet (vgl. 20.8.1971) und auch noch die Teilnahme des SALZ Cuxhaven, der KAG Oldenburg, des KB Wilhelmshaven und des KB/ML Lübeck vermerkt;
- "Leben wir in einem Polizeistaat?" zum Bankraub in München (vgl. 4.8.1971), der RAF und Petra Schelm in Hamburg (vgl. 15.7.1971, 23.7.1971);
- "Leserbrief zum Fall Himmelmeyer", der den Bericht aus der Juli-Ausgabe unterstützt;
- "Das neue BVG. Reform für die Kapitalisten";
- "15 Jahre KPD-Verbot. Demokratie - für wen?";
- "Sachsenwerk. Wer wird wann entlassen?";
- "MR Kurzstreik" zum Streik in der Fräserei (21 Besch.) der MF Reinhausen, der sich gegen die Zeitmesser wandte; sowie
- "Siemens-Maßnahme" zur Mehrarbeit in der Abteilung 126.
Q: Arbeitersache Nr. 11, Regensburg Aug. 1971

September 1971:
Die SBG Regensburg gibt die Nr. 12 ihrer 'Arbeitersache' (vgl. Aug. 1971, Okt. 1971) heraus mit dem Leitartikel "Seit gestern IGM-Gewerkschaftstag" zum IG Metall Tag (vgl. 27.9.1971).

Weitere Artikel sind:
- "Sachsenwerk. Profit, Profit über alles!" zu den Lehrlingen und Putzfrauen;
- "Sind Einheit und Geschlossenheit veraltet? Sollen wir unsere Kampfmittel 'modernisieren'?" zu einem Artikel im DGB-Jugendmagazin 'ran', der sich mit der Chemietarifrunde (CTR) befasste;
- "Zwischen Reaktion und Revolution" zum Sudan;
- "Der Fall Himmelmeyer zieht Kreise" zur Versammlung der Fachgruppe Heizung und Installateure im IG Metall (IGM) Ortsverein sowie der einschlägigen Kreisgesellengruppe;
- ein Antrag zum IGM-Tag zum Rationalisierungsschutz von der MF Reinhausen; sowie
- "Zentrale kommunistische Zeitung in Bayern". In zwei Wochen solle die bisherige Münchener 'Kommunistische Arbeiter Zeitung' der ABG nun auch für Regensburg erscheinen. Die Oktober-Nummer soll kostenlos verteilt werden. Herausgeber der Zeitung seien einige bayrische ML-Organisationen.
Q: Arbeitersache Nr. 12, Regensburg Sept. 1971

Oktober 1971:
In Regensburg erscheint die Nr. 13 der 'Arbeitersache' (vgl. Sept. 1971, Nov. 1971) der SBG, von der in unserem Exemplar die Seiten 5 bis 8 fehlen, mit dem Leitartikel "Wer bestimmt im Kapitalismus?" zur Mitbestimmung.

Weitere Artikel sind:
- "Arbeitersache - die Zeitung für die Regensburger Metallarbeiter", da die SBG nun gemeinsam mit den ABG München die 'Kommunistische Arbeiter Zeitung' als Zentralorgan herausgibt, verliert die SBG die Funktion des Zentralorgans der SBG und wird sich fortan der Metallindustrie widmen. Der Druckindustrie widmet sich bald ein 'Roter Widerdruck' (vgl. 26.1.1972);
- "Für den jungen Arbeiter. 'Lehrjahre sind keine Herrenjahre'" der von der Aktion Regensburger Lehrlinge berichtet, die von "einigen ÖTV-Kollegen, einigen Postlern und einem Kreis der Jusos ins Leben gerufen" worden sei. Zwei Mitglieder des Juso-Vorstandes hätten hierbei auch der 'Arbeitersache' eine Einladung zukommen lassen;
- ein uns nur teilweise vorliegender Artikel mit dem "Gelderwerb war für ihn Machtbesitz" zu Flick, in dem es zur RAF auch heißt: "Kollegen aus Hamburg berichten uns: Mitglieder von der 'Baader-Meinhof-Gruppe' laufen frei herum. Von vielen, die offiziell polizeilich gesucht werden, weiß die Polizei, wo sie wohnen.";
- "Arbeiter - Spielzeug der DGB-Spitze?" zum landespolitischen Aktionsprogramm des DGB Bayern;
- "Polizei durchsuchte DGB-Büros in Limburg" (vgl. 2.10.1971);
- "MR Sachsenwerk 10 % sind das Mindeste" zur Metalltarifrunde (MTR) bzw. zur MF Reinhausen und dem AEG Sachsenwerk; sowie
- "Warnstreiks in der Metalltarifrunde" in Hamburg (vgl. 14.10.1971).
Q: Arbeitersache Nr. 13, Regensburg Okt. 1971

November 1971:
Für die Regensburger Metallindustrie gibt die SBG die Nr. 14 ihrer 'Arbeitersache' (vgl. Okt. 1971, Dez. 1971) heraus mit dem Leitartikel "BVG durchgepeitscht!".

Weitere Artikel sind:
- "Siemens-Wernerwerk. Entlassungen trotz Stellenangebot"
- "MR. Bilanz widerlegt Unternehmergejammer" zur MF Reinhausen;
- "MR. Betriebsrat, mach die Augen auf!" zur Küche der MF Reinhausen
- "Schluss mit den Verhandlungen" zur Metalltarifrunde (MTR), wobei berichtet wird aus München (vgl. 17.11.1971);
- "Faschisten loben Siemens-Wohnheime" durch die Regierungen von Griechenland, Spanien und der Türkei, wobei berichtet wird aus dem Heim in der Wernerwerkstraße;
- "Darüber wird geschwiegen: jeder 10. Lohn wird gepfändet";
- "Interview des IGM-Zimmermann mit dem 'Ring Christlich-Demokratischer Studenten' (Studentenorganisation der CDU)" dem RCDS;
- ein Leserbrief;
- "Streikrecht für Lehrlinge" (vgl. 16.9.1971);
- "Schmidt will Notstand und Krieg proben" zur Mobilmachungsübung; sowie
- ein Artikel zum AEG Sachsenwerk.
Q: Arbeitersache Nr. 14, Regensburg Nov. 1971

Dezember 1971:
Die Nr. 15 der 'Arbeitersache' für die Regensburger Metallindustrie (vgl. Nov. 1971, Jan. 1972) erscheint mit dem Leitartikel "Metalltarifrunde. Die Kollegen haben gut gekämpft!" zur MTR.

Weitere Artikel sind:
- "Knebelparagraphen" zum BVG;
- "Proteste gegen Schwerpunkttaktik" zur MTR bzw. den Punktstreiks;
- "Siemens. Spiel mit der Angst der Kollegen" zur Abteilung 126 im Werk Irler Höhe;
- "Die Geschäfte des Dr. Suntheimer" zur Glimmerkondensatorenfertigung bei Siemens Balanstraße in München, wo die ABG ihre 'Auf Draht' herausgeben;
- "Mitgliederversammlung längst fällig!" zur IGM;
- "IGM-Essl vergisst seine Partei" auf einer Kundgebung in Nürnberg;
- ein Bildbericht von der BVG-Demonstration in Stuttgart;
- "Kollegenbericht aus Passau. Auch in Passau: Profit Profit über alles!" zur Gründung einer Betriebsgruppe bei der Zahnradfabrik (ZF) in Passau (vgl. Nov. 1971);
- "Siemens-Direktor gefeuert!" zum Chef der Halbleiterproduktion;
- "Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten. Wofür der Fürst kein Geld hat!" zur Fürstlich Thurn und Taxisschen Brauerei (fast 400 Besch. - NGG-Bereich);
- "Tarifrunde IG Druck und Papier. Münchner Kollegen: Handfeste Forderungen" zur Drucktarifrunde (DTR) in die der 'Rote Widerdruck' der ABG München eingreift, während die dortige DruPa-Jugendgruppe die 'Fußnote' herausgebe;
- "Indien: Aggression gegen Pakistan" zu Bangla Desh;
- "Roter Sachsenwerker" zu dessen Erscheinen bei AEG; sowie
- "MR. Da scheiden sich die Geister" zur Bilanz der Maschinenfabrik Reinhausen (Scheubeck).

Aufgerufen wird zur Thälmannveranstaltung am 16.12.1971.
Q: Arbeitersache Nr. 15, Regensburg Dez. 1971

Januar 1972:
Die Nr. 16 der Regensburger 'Arbeitersache' (vgl. Dez. 1971, Feb. 1972) der SBG erscheint mit dem Leitartikel "Betriebsratswahl 1972" zu den BRW.

Weitere Artikel sind:
- "Metallerversammlung. Seit wann bezahlen wir Zimmermanns Gewissen?" zur IGM-Versammlung, auf der auch Kollegen vom AEG Sachsenwerk sprachen;
- "Aufruf Jugendvertreter wählen" zu den JVW;
- "Lehrlingsdemonstration in München" (vgl. 11.12.1972) wobei kundgetan wird, daß in Regensburg eine IGM-Jugendgruppe aufgebaut werden solle;
- "DGB und Bundeswehr" aus der 'Kommunistischen Arbeiterzeitung' (KAZ);
- "Einschüchterungsversuche im Wernerwerk";
- "Filmveranstaltung Ernst Thälmann, Sohn seiner Klasse" in Regensburg (vgl. 16.12.1971);
- "Händler. Kapitalisten leben… …wir arbeiten" zur Weihnachtsfeier für 24 Beschäftigte und zur Villa des Besitzers;
- "Siemens-Betriebsräte" zum Wernerwerk mit den Abschnitten "Himmelmeyer mitschuldig am Raubbau unserer Gesundheit" zur Kantine und "Zwei Tage weg vom Jahresurlaub - Der Betriebsrat unterschreibt" zum Zwangsurlaub über Sylvester;
- ein "Leserbrief Irler Höhe. Otto Mutter prahlt mit Streikbrecherei";
- "Streikverbot" zu VDM Frankfurt;
- ein Leserbrief von der Maschinenfabrik Reinhausen (Scheubeck - MR); sowie
- "Siemens ganz privat" zum Werkschutz.
Q: Arbeitersache Nr. 16, Regensburg Jan. 1972

Februar 1972:
Die Nr. 17 der 'Arbeitersache' (vgl. Jan. 1972, März 1972) der SBG Regensburg erscheint mit dem Leitartikel "Warum Kurzarbeit im Wernerwerk?".

Weitere Artikel sind:
- "IGM-Zimmermann schreibt Drohbriefe";
- "IGM-Jahreshauptversammlung: Vertreterwahl";
- "Demokratie in Gefahr" zur RAF-Fahndung;
- "Kündigungsschutz für Jugendvertreter" zum BVG;
- "Siemens Wernerwerk. Bericht eines Jungarbeiters";
- "Himmelmeyer gegen Demokraten", wobei auch auf die Konradsiedlung eingegangen wird;
- "Fahrpreiserhöhung - WIR zahlen drauf" u.a. zu den Fahrgeldzuschüssen von Siemens;
- ein Leserbrief von der MF Reinhausen;
- "Strauss gegen Arbeiter-Basis-Gruppen. Niederlage für Strauss - Ein Sieg für die Demokratie!" zu FJS bzw. dem Prozeß gegen Helge Sommerrock;
- ein Bericht über das erste Erscheinen des 'Roten Widerdrucks' in Regensburg (vgl. 26.1.1972) sowie aus den DruPa Ortsvereinen München und Regensburg von der Drucktarifrunde (DTR);
- "Dividendenkürzung" zu Siemens;
- "Nixons Bitgang in die VR-China";
- "Stempeluhren zur Kontrolle und Unterdrückung" zum AEG Sachsenwerk aus der die eigenen Betriebszeitung; sowie
- "Irler Höhe. Überstundenstreik".

In einer Beilage werden der Brief der IGM Verwaltungsstelle Regensburg an die Betriebsräte zur 'Arbeitersache' und der Offene Brief der 'Arbeitersache' an die Bevollmächtigten verbreitet.
Q: Arbeitersache Nr. 17, Regensburg Feb. 1972

März 1972:
Die Nr. 18 der Regensburger 'Arbeitersache' (vgl. Feb. 1972, 24.4.1972) der SBG erscheint mit dem Leitartikel "Betriebsratswahlen vor der Tür!" zu den BRW.

Weitere Artikel sind:
- "Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!" zum Aktionskomitee 23. April 1945;
- "Bericht einer ehemaligen DKP-Sympathisantin", in dem es heißt, vor 14 Tagen habe die DKP ihr 'Metall aktuell' (vgl. März 1972) vor mehreren Betrieben verteilt;
- "Flick und Strauß aus dem Rundfunk raus!" wozu es heißt, daß man am letzten Freitag 400 Unterschriften für das Rundfunk Volksbegehren gesammelt habe;
- "Irler Höhe. Wir können uns wehren!" zu den Überstunden
- eine Seite "für den jungen Arbeiter" mit einer "Rechtsinformation";
- "Mutiger Kampf von Antifaschisten", die NPD-Plakate überklebten;
- "IG-Druck-Fürhung bläst zur Kommunisten-Hatz", wobei auch der 'Rote Widerdruck' für die Druckindustrie erwähnt wird (vgl. März 1972;
- "MR 'Vermögensbildung'" zur MF Reinhausen bzw. dem 624-DM-Gesetz;
- "Die skrupellosen Methoden von Griesenbeck… …Himmelmeyer" zum Wernerwerk;
- "Der Schlüssel nach oben!" zu Himmelmeyer bzw. dem Wernerwerk;
- "Beispielhafte Solidarität!" bei der Zahnradfabrik in Passau. Dort bildete sich eine Sympathisantengruppe der ABG München (vgl. Feb. 1972);
- "Faschismus in der Türkei - Verhindert die Todesurteile!";
- "Siemens Geschäftsleitung. Ist das nicht Nötigung? Richtigstellung zur Arbeitersache Nr. 16";
- "Banken = Lohnräuber" zur bargeldlosen Lohnzahlung;
- "Siemens ganz privat. Tausende für einen Spaziergang" zum Besuch des Vorstandsvorsitzenden Plettner;
- ein Artikel über AEG aus dem 'Roten Sachsenwerker'; sowie
- "Händler: Einschüchterungsversuche". Dort wurden Unterschriften gesammelt gegen das Fotografieren von Käufern und Verkäufern der 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung'. Die Unterschriftentafel aber sei gestohlen worden.

Aufgerufen wird zur Veranstaltung zur Pariser Kommune (vgl. 30.3.1972).

Enthalten ist auch eine Beilage "Plattform zum 23. April in Regensburg".
Q: Arbeitersache Nr. 18, Regensburg März 1972

24.04.1972:
Frühestens heute gibt die SBG Regensburg die Nr. 19 ihrer 'Arbeitersache' (vgl. März 1972, Mai 1972) heraus mit dem Leitartikel "1. Mai, internationaler Kampftag der Arbeiterklasse". Aufgerufen wird zum 1. Mai.

Weitere Artikel sind:
- "Wählt Eure Betriebsräte!" zu den Betriebsratswahlen (BRW) am 27.4. bei der MF Reinhausen, dem Sachsenwerk und dem Wernerwerk und am 28.4.1972 bei Händler;
- "Leserbrief. Für die MR zum Nachdenken" zu den BRW;
- "11. Mai 1952: Mord für die Wiederbewaffnung der Imperialisten" zu Phillip Müller;
- "Bundeswehr - ein Werkzeug gegen die Arbeiter" auf der Jugendseite zu mit Händler bzw. der Einziehung der Lehrlinge zur Bundeswehr und der Wehrkunde
- "Großer Erfolg bei BR-Wahl Irler Höhe", da Heidi Pest 1068 Stimmen erhielt.
- "Siemens Bilanz 70/71";
- "Wernerwerk: Wahlrede" von Himmelmeyer;
- "Erfolgreiche Veranstaltung der Sozialistischen Betriebsgruppe. Der erste Arbeiterstaat" zur Pariser Kommune am 30.3.1972;
- "23. April: Machtvolle Demonstration";
- "Völker Indochinas auf dem Weg zum Sieg"; sowie
- "Hetze gegen die Volksrepublik China" im Kommentar der 'Mittelbayrischen Zeitung' am 11.4.1972 zu Vietnam.

Eingeladen wird zum KAZ-Lesezirkel.
Q: Arbeitersache Nr. 19, Regensburg Apr. 1972

Mai 1972:
Eventuell im Mai, vielleicht aber auch schon im April gibt die SBG Regensburg bei Händler ein Flugblatt ihrer 'Arbeitersache' (vgl. 24.4.1972, 22.5.1972) unter dem Titel "Jugendvertreterwahlen" heraus, welches sich diesem, am Erscheinungstage stattfindenden, Ereignis widmet. Ebenfalls vor Händler werden im Mai oder Anfang Juni die beiden Flugblätter der 'Arbeitersache', "Belegschaftsversammlung: Kollegen fordern Rechenschaft!" und "Für einen freigestellten Betriebsrat!" verteilt, wobei das zweite vom Rücktritt des 1. Betriebsratsvorsitzenden in der letzten Woche berichtet und zur heutigen Betriebsversammlung mobilisiert. Man selbst sammele Unterschriften für eine Resolution an den Ortsverein, in der ein freigestellter Betriebsrat gefordert wird. Dabei kommen, nach eigenen Angaben, rund 200 Unterschriften zusammen.
Q: Arbeitersache Nr. 21, Regensburg Juni 1972, S. 4; Roter Sachsenwerker Nr. 7, Regensburg Juni 1972, S. 6;Arbeitersache Jugendvertreterwahlen, Für einen freigestellten Betriebsrat!, Belegschaftsversammlung: Kollegen fordern Rechenschaft!, Regensburg o. J. (1972)

22.05.1972:
Die SBG Regensburg gibt vermutlich in dieser Woche die Nr. 20 ihrer 'Arbeitersache' (vgl. 24.4.1972, Juni 1972) heraus mit dem Leitartikel "Die Vertrauensleutewahlen vorbereiten!" zu den VLW der IGM.

Weitere Artikel sind:
- "Wo bleibt die IGM Mitgliederversammlung?";
- "Bilanz der Betriebsratswahlen" (BRW) die bei Händler wird als großer Erfolg gewertet, ein Vertrauensleutekörper aber müsse aufgebaut werden, während im Siemens Wernerwerk der bisherige Vorsitzende Himmelmeyer wiedergewählt worden sei, wozu gefragt wird: "Wahlschwindel im Wernerwerk?". Zum Siemens-Gerätewerk Irler Höhe, wo die BRW ein großer Erfolg war, werden "Die nächsten Aufgaben" umrissen. Bei der MF Reinhausen gab es eine "Galgenfrist für Eibl";
- "MR. Ein Beispiel, wie Vertrauensleute und Betriebsräte NICHT arbeiten dürfen" zur Arbeitsplatzbewertung;
- die Jugendseite mit dem Artikel "Warum wir gute Jugendvertreter brauchen" zu den Jugendvertreterwahlen (JVW), wozu auch erklärt wird: "Wie wird gewählt?" und mit
- "11. Mai 1952: Für die Wiederbewaffnung der Imperialisten geschah in Essen ein Mord" zur Jugendveranstaltung zu Philipp Müller (vgl. 10.5.1972);
- "Von uns - für den Profit" zu Siemens;
- "WW: Der Schwindel mit den Essensmarken" zur Kantine im Wernerwerk;
- "Ein Platz an der Sonne" zur Auflösung des Prüffelds im Wernerwerk.
- "MZ. Woher Esser die Millionen hat" der mit Hilfe des eigenen 'Roten Widerdruck' berichtet von Pustet und der Mittelbayrischen Zeitung;
- ein Artikel zu den Betriebsratswahlen im AEG Sachsenwerk;
- ein Bericht von der Indochinademonstration (vgl. 19.5.1972);
- "Kuhhandel Nixon - Breschnew";
- "CSU-Zimmermann ging baden!" zu seinem besuch in einer Kneipe in Weichs;
- "Bombenterror der Faschisten" u. a. bei Springer Hamburg bzw. von der RAF;
- "1. Mai"; sowie
- "Stadtratswahlen: Wen wählen?", der für die SPD eintritt.
Q: Arbeitersache Nr. 20, Regensburg Mai 1972

Juni 1972:
Die SBG Regensburg gibt die Nr. 21 ihrer 'Arbeitersache' (vgl. 22.5.1972, 17.7.1972), die uns nur beschädigt vorlag, heraus mit dem Leitartikel "Belegschaft auf dem Vormarsch" zur Firma Händler, wo der Betriebsrat wegen der Geheimabkommen mit der Geschäftsleitung auf der Betriebsversammlung angegriffen wurde (vgl. Mai 1972).

Weitere Artikel sind:
- "Strauss geht baden" zu zur Rede von FJS auf dem Königsplatz in München;
- "IGM Außerordentlicher Gewerkschaftstag", der am 10.6.1972 stattfand;
- die Seite "Für den jungen Arbeiter" mit den Artikeln "'ran' muß sterben" zur DGB-Jugendzeitschrift; und
- "Händler: Jugendvertreter gewählt!"
- "'Flick und Strauss aus dem Rundfunk raus'" zum Rundfunkvolksbegehren vom 27.6. bis 10.7.1972;
- "Das Geschäft mit den Unfällen" zu den Unfallprämien bei Siemens Irler Höhe und Wernerwerk;
- einem Bericht vom Siemens-Wernerwerk über den Betriebsrat bei Händler, der die Kollegen zwischen Ausflug und Sommernachtsfest wählen ließ;
- "Wernerwerk. Eine Hand wäscht die andere" zur Wahl Himmelmeyers in den Gesamtbetriebsrat, die in der Woche vom 8.6.1972 bekanntgegeben wurde;
- "Tödliche Profitgier" zu den Arbeitsunfällen und den Berufskrankheiten;
- "Siemens diesmal nicht ganz privat. Betriebsrat Auburgers Gewerbe" zu dessen Textilienverkauf im Werk Irler Höhe.
- "MR. Warum die Arbeitshetze?" zur MF Reinhausen;
- "Stadtratswahlen";
- "Demonstrations-Aufruf Vietnam" zu Vietnamaktionen in Regensburg (vgl. 27.6.1972, 4.7.1972) aber auch in Altötting (vgl. 1.7.1972) und Passau (vgl. 1.7.1972).

Geworben wird für die Broschüre "Die Geschichte des Hauses Siemens. Die Entstehung eines der größten Monopole Deutschlands".

Beigelegt ist ein Flugblatt der SBG unter dem Titel "Strauß Volksfeind Nr. 1 gegen Arbeiter-Basis-Gruppen".
Q: Arbeitersache Nr. 21, Regensburg Juni 1972

17.07.1972:
Vermutlich in dieser Woche gibt in Regensburg die SBG die Nr. 22 ihrer Metall-Zeitung 'Arbeitersache' (vgl. Juni 1972, 14.8.1972) heraus mit dem Leitartikel "SAB Lohndrückerei" zur Siemens Arbeitsplatzbewertung.

Weitere Artikel sind:
- "Zimmermann ist nicht die IG-Metall", der von der Herausgabe eines Flugblattes des IGM Ortsvorstandes gegen die ABG bzw. die SBG und deren 'Roten Sachsenwerker' berichtet. Daraufhin habe man 155 Unterschriften für eine Durchführung einer Mitgliederversammlung gesammelt. Dem selben Anliegen widmet sich ein beiliegender Offener Brief an den IGM Bevollmächtigten, in dem sich 135 IGM-Mitglieder gegen die Verwendung ihrer Gewerkschaftsbeiträge für derlei Unternehmen einsetzen;
- "DGB-Kongress: Fortschritt von unten - Bremsen von oben" (vgl. 25.6.1972)
- die Seite "Für den jungen Arbeiter" mit den Artikeln "Wernerwerk. Jugendvertreter an Eure Aufgaben!" und
- "Geschäft mit Jesus";
- "Strauss gegen Arbeiter-Basis-Gruppen" zu FJS;
- "Wernerwerk. Klimaanlagen für die Folien - Kollegen im Schwitzkasten" zur Hitze;
- "Fußtritt für 20 Jahre Arbeit" zu den Entlassungen im Wernerwerk;
- "Irler Höhe. Die kleinen und die großen Schmarotzer" über die ausländischen Leiharbeiter bei Siemens;
- "Vor 115 Jahren" zu Clara Zetkin;
- "Die wahren Gewerkschaftsfeinde" zu den UVB bei Daimler Stuttgart-Untertürkheim;
- "Wernerwerk. Gemeinsam neuen Lohnraub verhindern!";
- "Giftpflanzen MR" zur Beobachtung der Flugblattverteiler und der Kollegen bei der MF Reinhausen;
- "Händler: Nochmals: Freistellung des Betriebsrats";
- "Wir waren bereit zum Streik" zur SBG-Veranstaltung (vgl. 27.7.1972);
- "Zur Olympiade 'gerüstet'"; sowie
- "Unterstützung für das vietnamesische Volk" in Altötting, Augsburg, München, Passau und Regensburg.

Eine zweite Beilage ist das Strauß-Flugblatt (vgl. Juni 1972).
Q: Arbeitersache Nr. 22, Regensburg Juli 1972

14.08.1972:
Die SBG Regensburg gibt frühestens in dieser Woche die Nr. 23 ihrer 'Arbeitersache' (vgl. 17.7.1972, 25.9.1972) heraus mit dem Leitartikel "Wir brauchen mehr Lohn" zur Metalltarifrunde (MTR) bzw. den Preissteigerungen, die auch durch die Olympiade bedingt werden.

Weitere Artikel sind:
- "Erfolge" über eine Reihe von Streiks für Teuerungszulagen bei Krupp Rheinhausen (vgl. **.7.1972), ATH Duisburg (vgl. 11.8.1972), Mannesmann Duisburg (vgl. 9.8.1972), Klöckner Hagen (vgl. 1.8.1972), Teves Frankfurt (vgl. 27.7.1972) wurden bei Ford Köln und dem Eisenwerk Neunkirchen angedroht. Gegen Entlassungen demonstrierten bei ENKA Wuppertal 3 000, ebenfalls demonstriert wurde gegen Entlassungen bei Daimler Stuttgart. In München werden nun bei BMW 20 Pf., im Pressehaus Bayerstraße (PHB) 25 Pf. und bei Zündapp 3% mehr gezahlt;
- "England: Streik gegen Klassenjustiz" zu den Hafenarbeitern;
- "IGM-Zimmermann in der Klemme", denn für den Offenen Brief an die IG Metall (vgl. 17.7.1972) wurden weitere 30 Unterschriften gesammelt;
- "Kollegen unseres Vertrauens wählen!" zu den Vertrauensleutewahlen (VLW);
- "Irler Höhe baut" zu Siemens;
- die Seite "Für den jungen Arbeiter" mit den Artikeln "Hetze gegen Demokraten" zu den Zeitungsartikeln vom 8.8.1972 in Bayern gegen die Rote Schülerfront (RSF); und
- "Kinderarbeit für Olympiade";
- "Wernerwerk: Feldplattenfertigung", wo 800 bzw. zunächst 140 Türkinnen neu eingestellt werden sollen, da diese vom Werk Balanstraße München verlegt wird;
- "Betriebsversammlung: Das Gespann Himmelmeyer und Zimmermann" zum Siemens Wernerwerk. Unter den dortigen 4 000 Arbeitern gebe es nur 100 IGM Mitglieder, dafür sei aber dort im August der Verkauf der 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' (KAZ) erhöht worden;
- "Wernerwerk. Vorsicht Gift!" zur Hitze und dem Trichloräthylen;
- "Irler Höhe: Zwangsurlaub - Überstunden";
- "Die Geschichte des Hauses Siemens" zu der Broschüre, die bald vor dem Werk Irler Höhe und dem Wernerwerk verkauft werde;
- "MR Prämie absichern!" zur Gewinnbeteiligung bei der MF Reinhausen;
- "MR: Kantinenpreise";
- "Händler: Drecklöcher für Kollegen - Profit für Händler", zu den 30 bis 40 Spaniern, die auf dem Werksgelände wohnen;
- "Angestellte: Spaltung durch mehr Gehaltsgruppen" zu Händler;
- "Rechenschaftsbericht des Zentralen Komitees der Arbeiter-Basis-Gruppen";
- "Filmveranstaltung für Gewerkschafter" zur eigenen Veranstaltung (vgl. 27.7.1972);
- "Zur Olympiade gerüstet" mit dem Aufruf zur DGB-Demonstration in München am 1.9.1972, wofür man Busplätze anbietet und der Ankündigung einer Sondernummer der 'Kämpfenden Jugend' dazu; sowie
- "Mit Helge Sommerrock gegen Strauss" zu FJS.

Die KAZ ist außer im eigenen Buchladen Union-Buch auch an den Kiosken am Bahnhof, am Neupfarrplatz und in der Landshuter Straße erhältlich.

Beigelegt ist ein Extrablatt der KAZ unter dem Titel "SPD/FDP verschärft Notstandsgesetze".
Q: Arbeitersache Nr. 23, Regensburg Aug. 1972; Kommunistische Arbeiter Zeitung Extrablatt SPD/FDP verschärft Notstandsgesetze, München o.J. (1972)

25.09.1972:
Die SBG Regensburg gibt vermutlich Anfang dieser Woche im IGM-Bereich die Nr. 24 ihrer 'Arbeitersache' (vgl. 14.8.1972, 16.10.1972) heraus mit dem Leitartikel "SPD bangt um Einfluß: In die nächste Tarifrunde ohne gestärkten Vertrauenskörper?" zu den auf den März 1973 verschobenen Vertrauensleutewahlen (VLW) der IGM.

Weitere Artikel sind:
- "Der Feind steht rechts" zum "Massaker in Fürstenfeldbruck" und dem eigenen Eingreifen dazu (vgl. 7.9.1972);
- "Gestärkt in den Lohnkampf!" zur Metalltarifrunde (MTR);
- "1972: Jahr der Frau" mit dem Aufruf wird zum DGB-Frauentreffen in Passau (vgl. 1.10.1972);
- die Rubrik "Für den jungen Arbeiter" mit dem Artikel "Für den Massensport!" zur Olympiade, dabei wird u.a. eingegangen auf die Bänder bei Siemens Irler Höhe sowie die Kontaktiererinnen und den Halbleiterbau im Siemens Wernerwerk;
- "Einheit erkämpfen!" zu den Demonstrationen in München von DGB (vgl. 1.9.1972) und von KPD/ML-ZB und KPD/ML-ZK (vgl. 2.9.1972);
- "Himmelmeyer. Wernerwerk. Gekauft und bestochen", wozu es heißt: "Auch bei der Siedlergemeinschaft Konradsiedlung saß er einmal drin. Aber auf den Protest unter anderem von wachsamen und ehrlichen Demokraten hin, nahm er seinen Hut. Desweiteren bekommt Himmelmeyer sein Fleisch vom Schlachthof fast umsonst und seine Teppiche im Teppichwerk fast um die Hälfte billiger.";
- ein Leserbrief aus dem Siemens Wernerwerk zu Himmelmeyer;
- "Ein Stopper stoppt sich selbst" zum Wernerwerk;
- "Irler Höhe. Wo bleibt der frische Wind?" zum neugewählten Betriebsrat;
- "Irler Höhe. Wir sind der Goldesel" zu den Verbesserungsvorschlägen;
- "Händler: Wußtet ihr schon…" zum IGM-Organisationsgrad von nur rund 10 %;
- "MR. 8-Stundentag?" zur MF Reinhausen;
- ein Leserbrief fragt in dem Tenor 'Was wollt Ihr denn eigentlich?';
- "Roter Sachsenwerker. Kündigung zurückgenommen!" beim AEG Sachsenwerk; sowie
- "So gehts nicht Herr Polizeipräsident!" zur Demonstration zum Domplatz gegen das Verbot einer Veranstaltung des 'Roten Wecker' der ABG.

Aufgerufen wird zur Veranstaltung gegen das KPD-Verbot (vgl. 28.9.1972).
Q: Arbeitersache Nr. 24, Regensburg Sept. 1972

16.10.1972:
Die SBG Regensburg gibt vermutlich in dieser Woche die Nr. 25 ihrer 'Arbeitersache' (vgl. 25.9.1972, 20.11.1972) heraus mit dem Leitartikel "150 Mark mehr" zur Metalltarifrunde (MTR) bzw. Streiks in Wolfsburg, Mannheim/Heidelberg und Saarbrücken.

Weitere Artikel sind:
- "Frauen-Gewerkschaftstag" zum DGB-Frauentreffen in Passau (vgl. 1.10.1972);
- "Irler Höhe: Betriebsversammlung" wobei berichtet wird, dass Arbeiter im Gegensatz zu den Angestellten ihr Weihnachtgeld erst nach Weihnachten bekommen sollen und zum Betriebsrat wird gefragt: "Falsch gewählt?";
- die Rubrik "Für den jungen Arbeiter" mit den Artikeln "Irler Höhe: Jugendversammlung", wobei zum Eintritt in die IGM aufgerufen wird. Beigelegt sind Formulare zum Eintritt in die IG Metall; und
- "Tarifrunde. Lehrlinge fordern" zur MTR;
- "Siemens Wernerwerk. Krankwerden nicht mehr erlaubt"!", der auch erscheint auf Serbokroatisch, Französisch für die TunesierInnen und Türkisch;
- "Inventur vorbei";
- "Wernerwerk. Siemens-Sparmassnahmen";
- "Aus Kommunistischer Arbeiterzeitung. Terror gegen fortschrittliche Ausländer" zum GUPS-/GUPA-Verbot;
- "MR. Endlich 'Schuldiger' gefunden!" zur MF Reinhausen, von berichtet wird über die mittlere Montagehalle und die Verwaltung;
von Händler über die Lehrlinge, den Waggonbau, den Automatenbau und den Antennenbau; sowie
- "Richtig wählen!" Bittere Pille: Trotzdem SPD wählen" zu den Bundestagswahlen (vgl. 19.11.1972).
Q: Arbeitersache Nr. 25, Regensburg Okt. 1972

20.11.1972:
Die SBG Regensburg gibt vermutlich in dieser Woche die Nr. 26 ihrer 'Arbeitersache' (vgl. 16.10.1972, 18.12.1972) heraus mit dem Leitartikel "Mehr Lohn" zu den Bundestagswahlen (vgl. 19.11.1972), bei denen die "Mehrheit des deutschen Volkes" richtig gewählt habe, bzw. zur Metalltarifrunde (MTR).

Weitere Artikel sind:
- "Tagesanzeiger unterlegen! Gerichtsurteil gegen hetze des Tagesanzeiger" wegen dessen Artikel gegen Klaus Grenzheuser vom 11./12.11.1972;
- "Grundvertrag: Ein Wahlgeschenk besonderer Art" zum Ostvertrag mit der DDR;
- "Wernerwerk Heute Betriebsversammlung";
- die Rubrik "Für den jungen Arbeiter" befaßt sich in "Metalljugend einen Schritt vorwärts" mit der IGM-Jugendgruppe (vgl. 4.11.1972);
- "Indochina siegt" mit einem Bild aus Miesbach von der Vietnamdemonstration des VKfFuB;
- "Demokraten gegen Strauß" zu FJS (vgl. 14.11.1972);
- "Wußtet ihr schon?" zur Aussage Himmelmeyers, der Krankenstand der ausländischen Frauen im Wernerwerk sie zu hoch;
- "Wernerwerk. Betriebsratszimmer geschlossen !!";
- "Wernerwerk. Achtung! Wischinsky auf dem Weg nach oben" neben einem Verkehrsschild mit einem Radfahrer;
- "Irler Höhe. Das ist keine Ehre für Gewerkschafter…" zum Schwarzen Brett;
- "Irler Höhe - Wernerwerk. Totale Überwachung" zur Ausweiskontrolle an den Toren;
- "Im Dez.: Wahlboykott" zur Siemens-Aufsichtsratswahl
- "MR Nachhilfe für Schiewe" zur MF Reinhausen über die Schlosserei;
- "Arbeitshetze" bei der MR für die Kontrolleure;
- "Anti-Strauß-Komitee" zum ASK (vgl. 16.11.1972);
- "IGM Höchste Zeit!" zum Eintritt in die IG Metall;
- "Händler. Angemessene Erschwerniszulage!" für den Waggonbau;
- "Die 'Karlstorstürmer' in Regensburg!" zur KPD/ML-ZK. Dazu heißt es: "Vor kurzen wurden an einigen Betrieben Flugblätter der Gruppe 'Roter Morgen' verteilt."; sowie
- "Sieg der Demokraten" zu den Bundestagswahlen.
Q: Arbeitersache Nr. 26, Regensburg Nov. 1972

18.12.1972:
Die SBG Regensburg gibt vermutlich in dieser Woche die Nr. 27 ihrer 'Arbeitersache' (vgl. 20.11.1972, 22.1.1973) heraus mit dem Leitartikel "Angestellten-Gehaltsgruppen", in dem berichtet wird von Siemens und aus dem AEG Sachsenwerk.

Weitere Artikel sind:
- "Lohnfragen sind Machtfragen" zur Metalltarifrunde (MTR) in den Bezirken Unterweser, Bremen und Schleswig-Holstein und bei Daimler-Benz Mannheim;
- "Regierung erpresst Metallarbeiter" zu den angedrohten Steuererhöhungen;
- "Für den jungen Arbeiter" mit den Artikeln "MR. Egon, der Bastler" zur Lehrwerkstatt der MF Reinhausen; und
- "IG Metall-Jugendgruppe" über die Zensur ihres Flugblattes (vgl. 4.11.1972);
- "Kollegenbericht Siemens Wernerwerk. Sind Türkinnen keine Menschen?", der auch auf Türkisch erscheint, zum Wohnheim für türkische Frauen;
- "Siemens Wernerwerk. Wer oben sitzt, ist vor dem Fall nicht sicher" zum Prozeß von Himmelmeyer gegen Klaus Grenzheuser, bei dem die Geschäfte in der Konradsiedlung nun kein Gegenstand mehr seien;
- eine Meldung zur Taschenkontrolle im Werk Irler Höhe;
- "Wernerwerk. Betriebsversammlung";
- "Hausherr für Siemens" zu Himmelmeyer;
- "Leserbrief Siemens" mit Lob aus dem Wernerwerk;
- "Händler Betriebsversammlung";
- "Aktion Roter Punkt. Kampf den Angriffen auf unsern Lohn" zu den Fahrpreiserhöhungen (vgl. 16.12.1972);
- "Unglaubliches aus der IG-Metall" aus Passau wird berichtet über die Razzia zur Ausweisung von Hießberger, der von der DruPa mit dem Aufbau einer Jugendgruppe beauftragt sein, in den Räumen von ABG-Sympathisantengruppe, KHB/ML und RSF, wobei der Heimleiter des IGM-Jugendheims die Unterschriftenlisten entwendet habe und sie der Politischen Polizei übergeben wolle;
- "MR Brotzeitgespräch";
- "CSU will Volksentscheid verhindern" zum Rundfunkgesetz; sowie
- "12 Jahre FNL" zu Vietnam.

Geworben wird für die Broschüre "Mehr Lohn. Kleiner Ratgeber für die Metaller und alle Kollegen die im Lohnkampf stehen", die 50 Pfg. kostet. Morgen werde man vor den Siemenswerken Irler Höhe und Wernerwerk die Broschüre "Geschichte des Hauses Siemens" feilbieten. Angekündigt wird die Herausgabe einer Broschüre zu Himmelmeyer.
Q: Arbeitersache Nr. 27, Regensburg Dez. 1972

22.01.1973:
Die SBG Regensburg gibt vermutlich in dieser Woche die Nr. 28 ihrer 'Arbeitersache' (vgl. 18.12.1972, 26.2.1973) heraus mit dem Leitartikel "Jetzt erst recht kein Stillhalten!" zur Metalltarifrunde (MTR).

Weitere Artikel sind:
- "Angestellten Gehaltsgruppen. Bald sind wir eingruppiert!" zu Siemens München und Regensburg;
- "Auf Draht - neue Zeitung" (vgl. Jan. 1973) für Siemens Irler Höhe und - besonders - das Siemens Wernerwerk. Dadurch ist die 'Arbeitersache' nunmehr nur noch für Händler und die MF Reinhausen zuständig;
- "Discount im Betriebsratszimmer? MR" zum Handel der freigestellten Betriebsräte;
- "MR keine milde Gabe" zu den Zulagen;
- "Für den jungen Arbeiter" mit "Zimmermann sorgt für Rausschmiss", der berichtet über den Leiter der IGM-Jugendgruppe, der beim AEG Sachsenwerk entlassen worden war. Zimmermann (Ortsvorsitzender der IGM) betreibe ein Ausschlußverfahren (UVB) und verhindere die Einstellung;
- "Vietnam - unsere Sache" zu den Vietnamdemonstrationen in Bonn (vgl. 14.1.1973) und Dortmund (vgl. 20.1.1973);
- "Händler nicht kündigen - kämpfen!";
- "Händler Klos wie im Saustall" u.a. über die separaten Toiletten der Ausländer, den Waggonbau und die Putzfrauen.
- "9. Feb.: Himmelmeyer vor Gericht" gegen Klaus Grenzheuser.

Aufgerufen wird zur Antifaveranstaltung (vgl. 30.1.1973), wozu auch ein beigelegtes Flugblatt dient.
Q: Arbeitersache Nr. 28, Regensburg Jan. 1973

26.02.1973:
Die SBG Regensburg gibt vermutlich Anfang dieser Woche die Nr. 29 ihrer 'Arbeitersache' (vgl. 22.1.1973, 12.3.1973) mit sechs Seiten DIN A 4 unter Verantwortung von Klaus Grenzheuser, Goldene Bärenstraße 5 und folgendem Leitartikel zu den VLK-Wahlen (VLW) der IGM bzw. der MTR/STR heraus:"
VERTRAUENSLEUTEWAHLEN: AUFGEWACHT!

Kollegen, wieder hat es sich in der Tarifrunde gezeigt, wie konsequent und kämpferisch Vertrauensleute unsere Interessen vertreten können. Zum Beispiel der Vertrauensleutekörper in Wolfsburg (bei VW, d.Vf.), der in diesem Jahr die fortschrittlichste Forderung aufstellte und der Vertrauenskörper von Hoesch in Nordrhein-Westfalen. Sie waren es, die sich nicht mit dem Abschluß der IG Metall-Spitze abspeisen ließen. Bei Hoesch in Dortmund kam es dann soweit, daß die Kapitalisten acht fortschrittliche Vertrauensleute entlassen wollten, aber die Kapitalisten hatten sich verrechnet! Denn alle Arbeiter standen hinter diesen acht und das Kapital mußte die acht Kollegen wieder einstellen (vgl. 8.2.1973, 22.2.1973, d.Vf.).

DAS IST SOLIDARITÄT!

Das ist die Solidarität, die kein Kapitalist brechen kann!

Den Hoesch-Vertrauensleuten haben es die Kollegen in Dortmund zu verdanken, daß sie jetzt 5 Pfennig mehr rausholten, als abgeschlossen war. Auch deswegen brauchen wir einen guten, aktiven Vertrauenskörper, der immer unsere Interessen vertritt und keine Mauscheleien zuläßt, sondern klar auf unserer Seite steht und nein zur Lohnleitlinien-Politik der SPD sagt, der nein sagt zur Konzertierten Aktion, der nein sagt zu 8, 5%.

Unsere Losung kann nur heißen: Das nächste Jahr mit guten Vertrauensleuten in die Tarifrunde, damit unser Lohn wieder steigt.

Auf IGM-Zimmermann dürfen wir uns bei den jetzt anstehenden Vertrauensleute-Wahlen nicht verlassen!

Bei HÄNDLER 'wollte' IGM-Zimmermann schon zweimal den längst notwendigen Vertrauenskörper aufbauen - geschickt wurde dieser Plan wieder in Grabesgruft versenkt. Aber was angefangen wurde, das kann auch durchgeführt werden, wenn wir uns nur gehörig dahinterklemmen. Es liegt jetzt eben vor allem an uns, daß ein Vertrauenskörper bei Händler aufgebaut wird.

LASSEN WIR UNS NICHT BETRÜGEN!

Auch bei der MR (MF Reinhausen, d.Vf.) dürfen wir uns von der Gewerkschaftsspitze nichts erwarten, sondern müssen fordern, daß in jeder Abteilung Vertrauensleute gewählt werden. Um die Vertrauensleutewahl dürfen sich auch die Betriebsräte nicht herumdrücken. Das Argument, es scheiden so viele aus, die nicht ersetzt werden können, zieht nicht. Es gibt gute Kollegen, die sich zum Vertrauensmann eignen auch bei uns, nur müssen wir sie auffordern und ihnen den Rücken stärken! Klar, daß wir solche wie Eibl auch im Vertrauenskörper nicht brauchen. Bei MR muß sofort eine betriebliche Mitgliederversammlung (zwischen diesem im Original getrennten Wort steht folgende letrasettete Parole: 'IGM-MITGLIEDERVERSAMMLUNG FÜR MR!', d.Vf.) her. Dort wird der Wahlausschuß für die Vertrauensleutewahlen bestimmt. Sonst besteht die Gefahr, daß nur der Vertrauenskörper-Vorstand oder überhaupt nicht neu gewählt wird.

Die Kandidaten für die Vertrauensleute werden selbstverständlich von den Abteilungen aus aufgestellt, auch wird in den Abteilungen gewählt.

JETZT DARÜBER DISKUTIEREN!

Bei HÄNDLER gilts, die Grabesstille zu durchbrechen, und die Vertrauensleute-Wahlen ins Gespräch zu bringen. Aber das allein reicht nicht. Holt euch die Betriebsräte, die in der IG Metall sind. Fordern wir eine betriebliche Mitgliederversammlung! Die Ausrede, es wären ja zweimal zuwenig Kollegen gekommen, zieht nicht! Die IG Metall hat für uns die gewerkschaftlichen Richtlinien zu verteilen, wo sich jeder Kollege davon überzeugen kann, wie notwendig Vertrauensleute sind. Unsere Betriebsräte müssen es jetzt halt auf sich nehmen, und die Kollegen einzeln über Vertrauensleute-Wahlen aufzuklären. Jeder gewerkschaftliche Kollege sollte da mittun, und für seine Abteilung sich nach den geeigneten Kollegen für den Vertrauenskörper umsehen.

Kollegen, Karrieristen brauchen nicht dabei zu sein, die müssen wir schon vorher aussondern. Denn sonst können wir gleich den Moser mit dem Aufbau des Vertrauenskörpers beauftragen! Was meint Ihr, auf welche Weise die Klos besser werden, wie die Sauereien von Moser einzudämmen sind?????

Ohne Vertrauensleute gehts nicht!
Im März (vgl. März 1973, d.Vf.) sind Vertrauensleute-Wahlen!"

Zum Lohnsteuerjahresausgleich wird der bei Siemens in Regensburg und Prüfening verbreitete Artikel (IGM-Bereich - vgl. 23.2.1973), mit Auslassung des Satzes über Siemens und des Wortes "freigestellten" vor Betriebsräte, nachgedruckt.

Berichtet wird von den Fahrpreiserhöhungen in Regensburg (vgl. 21.2.1973, 22.2.1973), dem Münchener Prozeß von Franz Josef Strauß (CSU) gegen Helge Sommerrock (ABG - vgl. März 1973), den Steuererhöhungen der Bundesregierung (vgl. 18.2.1973), eingegangen auf den 75.Geburtstag von Bertolt Brecht (vgl. 10.2.1898) und auf die Währungskrise speziell der USA (vgl. 12.2.1973, 24.2.1973), wozu genaueres in der nächsten 'KAZ' (vgl. März 1973) stehe.

Aufgerufen wird zur nächsten Sitzung der IGM-JG (vgl. 28.2.1973), zum Prozeß gegen Himmelmeyer bei Siemens (vgl. 28.2.1973), zum 1. Mai des DGB (vgl. 26.2.1973) und zur Anti-Strauß-Aktion in Vilshofen (vgl. 7.3.1973).

Berichtet wird von Händler über den:"
STATTHALTER DES ZAREN

Moser suchte mal wieder einen aus der Krankheitsliste aus, ließ den Kollegen zu sich rufen, scheißte ihn zusammen und drohte mit Kündigung wegen zu langer Krankheit.

Damit wir den feinen Stückchen, die sich Moser leistet, besser Einhalt gebieten können, schicken am besten in Zukunft einen von uns mit, wenn er einen Kollegen verhören und rauswerfen will!

Bei den drei Angestellten damals, die zusammen zu Moser gingen ud mehr Gehalt forderten, konnte er es sich zumindest nicht leisten, sie fertigzumachen. Einigkeit nützt und schützt uns.

Außerdem, Kollegen, ist es ein Verbrechen, krank zu sein? Die von uns, die schon mehr Arbeitsjahre auf dem Buckel haben, wissen am besten, was uns Arbeiter krankmacht.

Es ist die gesteigerte Arbeitshetze, die verlängerte Arbeitszeit durch Überstunden, die unser Leben und unsere Gesundheit ruinieren. Schon lange vor dem festgesetzten Rentenalter sind viele von uns pensionsreif.

Die schlimmsten Auswirkungen der kapitalistischen Wirtschaft sind die erschreckend vielen Arbeitsunfälle, die laufend zunehmen. Hier der jetzige Stand (Woche vom 22.2.)". Es folgt ein Zeitungsartikel zu diesem Thema (vgl. 22.2.1973) sowie die Parole:"
WEHREN WIR GEMEINSAM DIE SCHLIMMSTEN ÜBERGRIFFE AB!"

Von der MR wird berichtet:"
BLIND VOR PROFITGIER

Es wurden schon öfters Werkstücke von den Scheubecks bei der Firma Ferro-Stahl reklamiert, und teilweise zurückgenommen. Laut MR-Kapitalisten waren die Stücke nicht nach vorgegebenem Plan gefertigt.

Diesmal kam jemand von Ferro-Stahl selber zur MR, um einiges klarzustellen. Er ließ zuerst den zuständigen Meister reden, der darauf bestand, daß die Werkstücke ungenau seien und nicht in die Vorrichtung paßten.

Dann zog der von Ferro-Stahl die Schablone aus der Tasche, nach der der Auftrag gefertigt worden war. Die Schablone stimmt haargenau auf das Werkstück!

Was falsch war, waren die Angaben für die Schablone, die Scheubecks hatten sich mal wieder vertan. So sieht das in der Profitwirtschaft unvermeidliche Chaos aus.

Die Reklamation an Ferro-Stahl mußte selbstverständlich zurückgenommen werden.

Der entstandene Verlust wird 'sozialisiert', d.h. wir werden noch mehr bei der Arbeit gehetzt, um den Ausschuß reinzuarbeiten.

Immer sollen wir es sein, die die Suppe auslöffeln sollen, die uns die Scheubecks in ihrer Profitgier eingebrockt haben."

Von der MR wird auch berichtet:"
KEINE PRESSLUFTHÄMMER

Im Verwaltungsgebäude bei der MR wird schon lange umgebaut, und unter anderem der Vertrieb vergrößert. Eben sind die Büros fertig geworden. Eine Treppe zum Büro und Fotolabor ist noch in Bau. Die bisherige Hühnersteige, auf der gerade ein Mann Platz hatte, war auch untragbar geworden.

Viele Kollegen dachten schon, jetzt kommt der ohrenbetäubende Lärm von den Preßlufthämmern auf uns zu. Manche fluchten ganz schön. Durch diesen Protest der Kollegen konnte es sich Egon Scheubeck und Co. nicht leisten, den Treppenumbau mit Preßlufthämmern ganz während unserer Arbeitszeit zu machen. Die Arbeit wurde nach Dienstschluß gemacht. Kollegen, schauen wir, daß auch bei den weiteren Umbauten keine Preßlufthämmer uns auf den Ohren liegen!"

Zur MR heißt es auch zum BSE-Bereich:"
GUT GEMACHT!

Den ganzen Winter über sind schon die Maurer und Handwerker im Betrieb. Scheubeck plante mal wieder so großzügig, daß vor einiger Zeit die Maurer ohne Arbeit dastanden. Scheubeck hatte sie aber für länger wegen der Umbauten engagiert, und so mußte dringend Arbeit für sie beschafft werden. Denn Scheubeck zahlt nicht umsonst. Die Maurerkollegen nutzten diese miese Lage der MR-Kapitalisten sehr gut aus, und erzwangen von der Geschäftsleitung eine längst fällige Verbesserung:

Der Fliesenbelag im Gang zur Mechanik wurde endlich erneuert. Auf den neuen Fliesen bleibt der Schmutz nicht so hängen, und der Gang ist leichter zu reinigen.

Was die Kollegen von auswärts fertigbrachten, das bringen wir vom Betrieb gemeinsam erst recht zustande. Jede kleinste Schwäche der Scheubecks ist für uns auszunützen!!

Die Vertrauensleute-Wahl steht an.

Machen wir die Kollegen zu unseren Vertrauensleuten, die sich für die kleinste Forderung für uns stark machen!"

Ebenfalls zur MR heißt es:"
UNFALLGEFAHR!

Vor dem Loch am Aufzug, das durch die Bauarbeiten entstanden ist, wurde zwar jetzt eine Art Warnschranke angebracht, aber reinfallen kann man immer noch. Wenn die Scheubecks schon erweitern, um ihren Profit noch profitabler anzulegen, dann nicht auf unsere Kosten! Das Loch muß schleunigst weg!"

Unserem Exemplar beigeheftet ist ein Aufrufflugblatt des Vietnamkomitees für Frieden und Befreiungskampf (VKfFuB - vgl. 2.3.1973) zum Friedensabkommen (vgl. 27.1.1973).
Q: Arbeitersache Nr. 29, Regensburg Feb. 1973; VKfFuB Regensburg: Vietnamkomitee für Frieden und Befreiungskampf. Mit der Unterzeichnung des …, Regensburg o.J. (1973)

12.03.1973:
Die SBG Regensburg gibt vermutlich in dieser Woche die Nr. 30 ihrer 'Arbeitersache' (vgl. 26.1.1973, 18.4.1973) heraus mit dem Leitartikel "Eine Hilfe für die jungen Kollegen" über die Auflösung der IGM-Jugendgruppe durch die Ortsverwaltung.

Weitere Artikel sind:
- "Der 1. Mai … gehört den Arbeitern… …und nicht dem Kapital!";
- "Scharfer Wind auf der Metallerversammlung!";
- "'Vereinigte Stahlwerke'" zur Fusion von Rheinstahl und Thyssen, aus der 'KAZ';
- "Für den jungen Arbeiter" mit den Artikeln "Händler. Jugendvertreter nicht locker lassen"; und
- "Aktion Jugendgruppe" über deren Gründung;
- "'Ehre Ihrem Andenken'" zum 23.4.1945;
- "Strauss in Vilshofen" (vgl. 7.3.1973); sowie
- "Verteidigt den Sieg der Völker Indochinas!" zum VKfFuB.

Von Händler wird berichtet in "Der 'Landarbeiter'", in "Profitgier" aus dem Waggonbau, wozu auch ein Artikel der 'Peking Rundschau' erscheint und wie folgt über Moser:"
Friseur oder Entlassung

Auch seine unermeßliche Abscheu gegen lange Haare von Lehrlingen (nach seinen Vorstellungen läuft das so: wenn die Haare die 6 cm-Grenze um 1 mm überschreiten, erfolgt Entlassung) sollte er endlich ablegen! Wir schreien ihn ja auch nicht an, nur weil er einen Barras-Normschnitt hat!"

Von der MF Reinhausen (MR) wird berichtet in "Überstunden" aus der Mechanik, in "Mist auf unsere Kosten" aus den Werkstätten, dem Konstruktionsbüro und dem Lager, in "Vertrauensleutewahlen" von den VLW und in "Dauerbaustelle" über das Verwaltungsgebäude.

Eingeladen wird zur Mitgliederversammlung des Anti-Strauß-Komitees (ASK) am 2.4.1973.

Unser Exemplar enthält außerdem eine Beilage der Siemens-Betriebsgruppe der SBG "Vor Gericht geklagt - bald aus dem Betrieb gejagt" über die Entlassung dreier Informanten der SBG aus dem Siemens Wernerwerk Regensburg.
Q: Arbeitersache Nr. 30, Regensburg März 1973; SBG Regensburg-BG Siemens: Vor Gericht geklagt - bald aus dem Betrieb gejagt, Regensburg o.J. (1973)

18.04.1973:
Die SBG Regensburg gibt vermutlich Mitte dieser Woche die Nr. 31 ihrer 'Arbeitersache' (vgl. 12.3.1973, 14.5.1973) für April heraus mit einem Aufruf zum 1. Mai und dem Leitartikel "Beispielhafter Kampf der Drucker" zur Drucktarifrunde (DTR). Berichtet wird darin auch von verschiedenen Streiks in NRW.

Von Händler wird berichtet in "Gerücht" aus Undorf (Kreis Regensburg) über die Ziegelei, die eventuell von Händler übernommen werden soll, in "Bruchbuden" aus den Bürobaracken und in "Konkurrenz" über die Lohnunterschiede.

Von der MF Reinhausen wird berichtet in "Das ist Erpressung" und "Zuviel Prozente" zum Akkord.

Weitere Artikel sind:
- "Presseerklärung" des ZK der ABG zum UVB der IGM vom 16.4.1973;
- "Massenmörder Thieu" Vietnam bzw. zu dessen Besuch in Bonn (vgl. 10.4.1973);
- "Ein Schritt vorwärts" zum eigenen 'Roten Sachsenwerker' bei AEG bzw. den dortigen Vertrauensleutewahlen (VLW);
- "Neues Verbrechen Israels" zur Entführung dreier Palästinenser in Beirut, Libanon;
- "23. April" mit dem Aufruf zum Fackelzug (vgl. 23.4.1973);
- "1. Mai Mitkämpfen!" zum morgen beginnenden Verkauf der Maiabzeichen;
- "Maschinenfabrik Schenyang" zur VR China;
- "1. Mai Aufruf" von Klaus Grenzheuser für die SBG, in dem es auch heißt, es seien schon über 25 000 Maiabzeichen verkauft worden. Aufgerufen wird zur Maiveranstaltung (vgl. 1.5.1973).
Q: Arbeitersache Nr. 31, Regensburg Apr. 1973

14.05.1973:
Die SBG Regensburg gibt vermutlich in dieser Woche die Nr. 32 ihrer 'Arbeitersache' (vgl. Apr. 1973, 25.6.1973) heraus mit dem Leitartikel "Inflation und Preistreiberei zwingen zum Lohnkampf!"

Berichtet wird von Händler über die Vertrauensleutewahl (VLW), über "Wenig Arbeit" sowie über "1. Mai nach Zar Händler's Art!" zum Zwangsurlaub am 30.4.1973.

Von der MF Reinhausen wird berichtet in "Zulage… …absichern!" über die Teuerungszulage (TZL), in "Vertrauensleutekörper gewählt" von den VLW, in "Bierpreis erhöht" u.a. über einen Bierboykott und in "Erfolg" über den Fünfer-Ausschuß.

Weitere Artikel sind:
- "Inflationszulage durchgesetzt" zu den Streiks für Teuerungszulagen (TZL) in Ebersbach (vgl. 9.5.1973) und Mannheim (vgl. 7.5.1973);
- ein Bericht über den Protest gegen den UVB der DruPa in der DJU Berlin;
- "Gewerkschaftsfeindlich" zum UVB der IGM;
- "Kommunisten bleiben drin" zum nicht erfolgten Ausschluss von Hans Zintl aus der DruPa München;
- "Vorwärts und nicht vergessen!" über den Fackelzug in Regensburg (vgl. 23.4.1973);
- "Fahrt nach Mauthausen" (vgl. 12.5.1973);
- "Jede siebte Minute ein schwerer Arbeitsunfall";
- "Was können wir tun?";
- "Breschnew-Besuch: kein Friedenstreffen";
- "Jetzt Metallerversammlung!" für Teuerungszulagen (TZL); sowie
- "Gegen Lohnraub und Entrechtung - Für Frieden, Demokratie und Sozialismus! 1. Mai 73".

Berichtet wird auch:"
Rollkommandos gegen Chaoten

Die Reaktion hat zugeschlagen. Gegen die Mitglieder einer Berliner Gruppe, die sich aus Studentenkreisen rekrutiert und sich größenwahnsinnig 'KPD' nennt. Die große Heldentat war die Besetzung des Bonner Rathaus. Die Reaktion hat das provokatorische Handeln dieser Studentengruppe ausgenützt, und im großen Stil Durchsuchungen und Verhaftungen vorgenommen. Dieser verein hat es geschafft sich selbst ans Messer zu liefern. Und nicht nur sich selbst. Sondern sie hat die Gefahr vergrößert, daß die Reaktion auf die losschlägt, auf die sie es abgesehen: Demokraten und Kommunisten."
Q: Arbeitersache Nr. 32, Regensburg Mai 1973

25.06.1973:
Der AB (ex-SBG) Regensburg gibt vermutlich in dieser Woche die Nr. 33 seiner 'Arbeitersache' (vgl. 14.5.1973, 30.7.1973) heraus mit dem Leitartikel "Kampf der Inflation!" zur Resolution des IGM-Vertrauensleutekörpers im AEG Sachsenwerk, dass die IGM Verhandlungen über einen Inflationszuschlag bzw. eine Teuerungszulage (TZL) einleiten solle. Aufgerufen wird zur Inflationsdemonstration (vgl. 29.6.1973).

Von Händler wird berichtet in "Vertrauenskörper stärken!" aus der Mechanik , in "Alter Zopf ab - alles besser?" zum baldigen Ausscheiden des Unternehmensleiters Moser, über die Kaffeeautomaten und den Brotzeitraum der Lackiererei und in "100 DM Strafe" über eine Geldstrafe wegen Flugblattverteilung vor dem Betrieb.

Von der MF Reinhausen wird in "Kein Akkord!" berichtet aus der Montage und in "Verhandlungen aufnehmen!" eine Teuerungszulage (TZL) gefordert.

Die Seite "Für den jungen Arbeiter" fordert "Weg mit dem Stufenplan", ruft die Lehrlinge der MF Reinhausen zum Eintritt in die IGM auf und berichtet mit Hilfe der 'KAZ' in "7.50 für eine Zigarette" aus der Regensburger Berufsschule II.

Weitere Artikel sind:
- "Kampf der Inflation Streik!", wobei berichtet wird von Streiks bei Vulkan Bremen (vgl. 14.6.1973), Honeywell Dörnigheim (vgl. 5.6.1973), John Deere Mannheim (vgl. 22.5.1973) und MWM Mannheim (vgl. 16.5.1973). In Stuttgart seien Teuerungszulagen bei Bosch und Daimler gezahlt worden, bei Bosch Ansbach fordert VLK diese.
- "Gewerkschaftsausschluss verhindert" zum UVB gegen Hans Zintl in der DruPa München (vgl. 22.5.1973);
- "Vorwärts mit dem Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD" zur Umwandlung der SBG Regensburg in eine Ortsgruppe des AB (vgl. 26.5.1973); sowie
- "Ja zum Volksentscheid am 1. Juli" zum Rundfunkgesetz.

Enthalten ist eine:"
Kurzmeldung

Im Siemens Wernerwerk wurde neulich das erst mal ein Vertrauenskörper gewählt! Dort wie bei uns heißt's jetzt Mitglieder werben!".
Q: Arbeitersache Nr. 33, Regensburg Juni 1973

30.07.1973:
Der AB (ex-SBG) Regensburg gibt vermutlich Anfang dieser Woche die auf Juli/August datierte Nr. 34/35 seiner Metallzeitung 'Arbeitersache' (vgl. 25.6.1973, 31.8.1973) heraus mit dem Leitartikel "Unsere Geduld ist am Ende!" zu den Steuer- und Gebührenerhöhungen bzw. der Inflation und den Teuerungszulagen (TZL).

Von Händler wird berichtet in "Betrifft: Hygiene" über die Wasch- und Duschräume, in "Betrifft: Arbeitsbedingungen" aus der Spritzerei und in "Kleine Story von der Sparsamkeit" von der Milch für die Schweißer in der Spritzerei.

Von der MF Reinhausen wird berichtet in "Akkord in der Montage", in "Kollegenbericht. Eine Viertelstunde abgezogen!" über das Zu-Spät-Kommen und in "Werte verschleudert" aus dem Konstruktionsbüro.

In "Für den jungen Arbeiter" erscheinen die Artikel "1951 - 1973 Weltjugendfestspiele" sowie "Von den Kollegen gewählt, von den Bossen gefeuert" zu den Jugendvertreterentlassungen" und es wird in "'Wunsch'-los glücklich" berichtet von den Lehrlingen der MF Reinhausen.

Weitere Artikel sind:
- "Veranstaltung des Anti-Strauß-Komitees" (ASK - vgl. Juli 1973);
- "24.7. Programm-Diskussion" (vgl. 24.7.1973); sowie
- "Urlaub".

Die nächste 'Arbeitersache' erscheine im September.
Q: Arbeitersache Nr. 34/35, Regensburg Juli/Aug. 1973

31.08.1973:
Vermutlich Ende dieser Woche erscheint ein Flugblatt der Regensburger 'Arbeitersache' (vgl. 30.7.1973, Sept. 1973), welches unter der Schlagzeile "Riesenschwindel" von dem ergebnislosen Abschluß der Verhandlungen der IGM über eine Teuerungszulage (TZL) am 28.8.1973 berichtet.
Q: Arbeitersache Riesenschwindel, Regensburg o.J. (1973)

September 1973:
In Regensburg gibt der AB vermutlich im September die Nr. 36 seiner 'Arbeitersache' (vgl. 31.8.1973, Okt. 1973) für die Metallindustrie heraus, die uns bisher leider noch nicht vorlag.
Q: Arbeitersache Nr. 34/35 und 41, Regensburg Juli/Aug. 1973 bzw. Feb. 1974

Oktober 1973:
In Regensburg gibt der AB vermutlich im Oktober die Nr. 37 seiner 'Arbeitersache' (vgl. Sept. 1973, Nov. 1973) für die Metallindustrie heraus, die uns bisher leider noch nicht vorlag.
Q: Arbeitersache Nr. 34/35 und 41, Regensburg Juli/Aug. 1973 bzw. Feb. 1974

November 1973:
In Regensburg gibt der AB vermutlich im November die Nr. 38 seiner 'Arbeitersache' (vgl. Okt. 1973, Dez. 1973) für die Metallindustrie heraus, die uns bisher leider noch nicht vorlag.
Q: Arbeitersache Nr. 34/35 und 41, Regensburg Juli/Aug. 1973 bzw. Feb. 1974

Dezember 1973:
In Regensburg gibt der AB vermutlich im Dezember die Nr. 39 seiner 'Arbeitersache' (vgl. Nov. 1973, Jan. 1974) für die Metallindustrie heraus, die uns bisher leider noch nicht vorlag.
Q: Arbeitersache Nr. 34/35 und 41, Regensburg Juli/Aug. 1973 bzw. Feb. 1974

Januar 1974:
In Regensburg gibt der AB vermutlich im Januar die Nr. 40 seiner 'Arbeitersache' (vgl. Dez. 1973, 25.2.1974) für die Metallindustrie heraus, die uns bisher leider noch nicht vorlag.
Q: Arbeitersache Nr. 34/35 und 41, Regensburg Juli/Aug. 1973 bzw. Feb. 1974

25.02.1974:
In Regensburg gibt der AB frühestens in dieser Woche die Nr. 41 seiner 'Arbeitersache' (vgl. Jan. 1974) für die Metallindustrie für Februar heraus mit dem Leitartikel "Kein Abschluss ohne Urabstimmung!" zur Metalltarifrunde (MTR) in Hessen, NRW, Bremen/Unterweser, Schleswig-Holstein und Bayern, den Warnstreiks in Frankfurt (vgl. 25.2.1974), einem Streik bei Messerschmitt Augsburg (vgl. Feb. 1974) und den bayrischen Fulguritwerken.

Von Händler wird berichtet in "Fasching bei Händler" von den drei Faschingsfesten und in "Schnellster Weg zum Statthalter" von Moser.

Von der MF Reinhausen wird berichtet in "Anders springt mehr raus" über die Überstunden und in "Geschäftsleitung Mithörer?" über die Überwachung der Telefonate aus dem Betrieb.

In "Für den jungen Arbeiter" befaßt man sich in "0,- DM für Lehrlinge!" mit der Lehrlingsmetalltarifrunde und dem Elektrohandwerk in NRW, in "Rauchen erlaubt!" und in "Nachfolger suchen!" mit Händler und in "Militärischer Vorgeschmack" mit der Lehrwerkstatt der MF Reinhausen in der Holzgartenstraße.

Weitere Artikel sind:
- "Nehmen wir mal an…" zur Lohn-Preis-Spirale;
- "Keine Party ohne Solschenizyn…" aus der 'KAZ';
- "Warum 5 Monate?" über den Schlachthof-Prozeß (vgl. Feb. 1974);
- "England: der große Streik" der Bergarbeiter;
- "…zünftig war's!" beim Weißblauen Ball bzw. der Veranstaltung der Stadtteilgruppe (vgl. 16.2.1974); sowie
- "Frankfurt: Zielscheibe: Demokraten" zum Frankfurter Häuserkampf (vgl. 23.2.1974).

Berichtet wird:"
1. Mai - unter freiem Himmel!

Endlich hat der DGB wieder einen 1. Mai unter freiem Himmel beschlossen. Wir begrüßen diesen Beschluß."
Q: Arbeitersache Nr. 41, Regensburg Feb. 1974

Letzte Änderung: 29.06.2016