Berlin
Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe AEG-Telefunken

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 7.11.2011

Die hier leider nur unvollständig dokumentierte 'Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe AEG-Telefunken' der Westberliner KPD-Aufbauorganisation (KPD/AO) bzw. danach der KPD konzentrierte sich zunächst in ihrer Berichterstattung vor allem auf den AEG-Telefunken Fachbereich R2, dessen Betriebsrat wiederholt gelobt wurde, und innerhalb dessen vor allem auf die Werke Quickborner Straße und Schwedenstraße. Erst später finden sich erste Berichte aus der Brunnenstraße (vgl. 9.9.1970, 7.11.1970) sowie von der Turbine bzw. KWU (vgl. 29.101970) sowie der Ackerstrasse (vgl. 16.11.1970), der Drontheimerstrasse und der Sickingenstrasse (vgl. 23.11.1970).

Für die KWU wird ab Aug. 1971 eine eigene Ausgabe der 'Kommunistische Arbeiterpresse' herausgegeben und im Verlauf des Jahres 1971 verlagert sich der Schwerpunkt der Berichterstattung immer mehr weg vom Fachbereich R2, dessen Beschäftigtenzahl drastisch reduziert wurde, hin zur Sickingenstrasse und vor allem zur Brunnenstraße bzw. den Lehrlingen in der Ackerstrasse und Holländerstrasse. Von den herausgebenden Werkszellen AEG Telefunken der KPD wird in den hier dokumentierten Ausgaben allein die Zelle Brunnenstraße erwähnt.

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

April 1970:
Vermutlich Ende April erscheint in Berlin erstmals die auf April-Mai datierte 'Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe AEG-Telefunken' (KAP) der KPD/AO (vgl. 20.5.1970). Verantwortlich für die 18 Seiten zeichnet Herbert Grün. Außer mit dem 1.Mai, ein Aufruf erscheint auch auf Jugoslawisch, der Forderung von 500 DM für Lehrlinge, die von der Jugendkommission der KPD/AO aufgestellt wurde, mit der Entwicklungshilfe und den Wohnheimen beschäftigt man sich u.a. noch mit der Betriebsgruppe Telefunken, die die 'AEG Betriebskorrespondenz' herausgibt. Hierzu fühlt man sich kompetent, denn:"
Schließlich haben wir selbst lange genug daran mitgearbeitet. … Die Betriebsgruppe konnte den Arbeitern nicht das politische Instrument in die Hand geben, das den Klassenkampf in die organisatorischen Formen hätte bringen können, die den Sturz der Bourgeoisie herbeiführen. Sie wurde ohne die politische und organisatorische Perspektive zu einer unbedeutenden und nicht ernst zu nehmenden Gruppe."
Quelle: Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken Nr. 1, Berlin April-Mai 1970

11.05.1970:
Vermutlich in dieser Woche verteilt die KPD/AO in Berlin bei AEG Telefunken ein zweiseitiges Flugblatt ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken' über die Kambodscha-Demonstration vom 9.5.1970, welches unter der Verantwortung von Jürgen Horlemann u.a. den dort gefallenen Schuß anprangert.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken Mai 1970, Berlin Mai 1970

20.05.1970:
In Berlin gibt die KPD/AO die Nr.2 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse - Ausgabe AEG-Telefunken' (vgl. April 1970, 3.6.1970) mit 12 Seiten heraus, für die Jürgen Horlemann verantwortlich zeichnet.
Außer auf die Befreiung von Andreas Baader (vgl. 14.5.1970) geht man im Leitartikel "Die Situation der westberliner Krankenhäuser" auch auf die Schließung des Bethanienkrankenhauses in Kreuzberg und die Berliner Krankenhäuser allgemein ein, wobei die Existenz von Stadtteilgruppen der KPD/AO in Neukölln, Moabit und Wedding zur Sprache kommt.

Außer von den Mieten in Kreuzberg und Schöneberg im Artikel "Die Ausbeutung der Arbeiterklasse durch Mieten" berichtet man auch: "Die militärische Aggression der USA gegen Indochina will die Errungenschaften der Arbeiter und Bauern zerstören."

Gefordert wird zum Leiter des Werksschutz: "Entmachtet den Arbeiterverräter Schulz!", berichtet wird auch von den Arbeiterinnen bei AEG Quickborner Straße im Märkischen Viertel. Außerdem erscheint ein jugoslawischer Leserbrief (auch auf Deutsch).
Q: Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken Nr. 2, Berlin 20.5.1970

03.06.1970:
In Berlin gibt die KPD/AO bei AEG-Telefunken die Nr.3 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (KAP) heraus, für deren 16 Seiten diesmal Florence Springer verantwortlich ist.

Anscheinend ist gerade eine größere ökonomische Analyse fertig geworden, denn im Leitartikel "Was der westberliner Senat und die DGB-Spitze über Lohnangleichung daherlügen" beschäftigt man sich mit der Lohnstruktur in verschiedenen Gebieten und Branchen, vornehmlich natürlich mit der Elektroindustrie.

Für gleichen Lohn, nämlich für Deutsche und Ausländer, hätten sich auch die wilden Streiks in Baden-Württemberg bei Südrad Ebersbach, Audi NSU, Daimler Mannheim und Stahlwerke Mannheim sowie in Bayern bei Linde Aschaffenburg eingesetzt.

Neben einem Artikel "Der Aufstand in den Ghettos" über die US-amerikanische Black Panther Party (BPP) beschäftigt man sich auch mit den Berliner AEG-Werken, wo es außer um die Hydra im auch auf Serbokroatisch und Italienisch erscheinenden Artikel "Der Kampf um gleichen Lohn hat begonnen", vor allem um die Fehlersucherinnen in der Quickborner Straße geht. Berichtet wird auch vom 1.Mai und in "Das Gesicht das Faschismus" von der Universität Kent, Ohio, der Militärparade (vgl. 23.5.1970) sowie dem Handgranatengesetz (UZwG - vgl. 11.6.1970).
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 3, Berlin 3.6.1970

18.06.1970:
In Berlin gibt die KPD/AO bei AEG-Telefunken die Nr.4 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (KAP - vgl. 3.6.1970, 30.6.1970) heraus, die u.a. zur heutigen Demonstration vor der Villa des Chefs der jugoslawischen Militärmission, der wegen seiner Kollaboration mit der AEG beim Streik in dieser Woche (vgl. 8.6.1970) als AEG-Speichellecker bezeichnet wird, aufruft.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 4, Berlin 18.6.1970

30.06.1970:
In Berlin gibt die KPD/AO bei AEG-Telefunken die Nr.5 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 18.6.1970, 15.7.1970) heraus, die sich außer mit der Demonstration vom 18.6.1970, dem Verbot des SDS Heidelberg (vgl. 19.6.1970, 24.6.1970), den man mit den Roten Zellen Westberlin weitgehend gleichsetzt auch noch mit Cabora Bassa in Mosambik befaßt, weshalb ja der SDS Heidelberg u.a. verboten wurde. Ein weiterer Artikel beschäftigt sich mit der Pharmaindustrie. Die Verantwortung für die 12 Seiten wird von Florence Springer übernommen.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 5, Berlin 30.6.1970

15.07.1970:
In Berlin gibt die KPD/AO die Nr.6 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse - Ausgabe AEG-Telefunken' (vgl. 30.6.1970, 5.8.1970) heraus, für deren 8 Seiten Jürgen Horlemann seinen Namen hergibt. Außer auf das AEG-Werk Brunnenstraße (vgl. 8.7.1970) und den AEG Telefunken Fachbereich R2 in Schwedenstrasse, Märkischem Viertel und Spandau sowie die Lohnsteuervorauszahlung geht man auch auf die Hamburger Werften und die AEG Hamburg ein, wobei man sich in beiden Fällen u.a. mit den Leiharbeitern beschäftigt.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 6, Berlin 15.7.1970

05.08.1970:
In Berlin gibt die KPD/AO bei AEG-Telefunken die Nr. 7 der 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 15.7.1970, 26.8.1970) heraus, für deren 8 Seiten Jürgen Horlemann verantwortlich zeichnet. Der Leitartikel stellt fest: "Arbeiter und Angestellte sollen kommende Krise bezahlen", wobei der Bericht über Pintsch-Bamag (170 Beschäftigte) in Berlin-Moabit durchaus zum Thema gehört. In "'Ist es auch Unsinn, hat s doch Methode…'" geht es um die DGB-Führer wie Sickert und Vetter.

Außer mit Spanien befaßt man sich auch in "Wem nützen die 'Preisbrecher' aus Rumänien" mit rumänischen Bauarbeitern, die außer in Berlin auch in Göppingen in Baden-Württemberg zu finden sind.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 7, Berlin 5.8.1970

26.08.1970:
In Berlin gibt die KPD/AO die Nr. 8 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse - AEG-Telefunken' (vgl. 5.8.1970, 9.9.1970) mit 8 Seiten, Jürgen Horlemann als Verantwortlichem und dem Leitartikel zur MTR "Wir fordern 85 Pfennig mehr für alle Arbeiter und Arbeiterinnen!" heraus. Außer mit dem zurückgetretenen Betriebsrat im AEG Fachbereich R2, zu dem in Berlin u.a. die Werke bzw. Betriebsteile Quickborner Str., Schwedenstr., Kopenhagener Str. und Seeburger Str. gehören, und verschiedenen Betriebsschließungen in Berlin und der 'BRD' (vgl. 20.8.1970) weist man in "Was einigen Leuten an der Arbeit von Kommunisten im Betrieb nicht passt" die Unterstellung in der letzten 'AEG-Betriebskorrespondenz' zurück, daß man über den Streik im Werk Quickborner Str. und Schwedenstr. (vgl. 8.6.1970) Lügen verbreitet habe. Geschildert wird die "Linnhoff-Pleite. 330 Berliner Arbeiter auf der Strasse" (vgl. 20.8.1970).
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 8, Berlin 26.8.1970

09.09.1970:
In Berlin gibt die KPD/AO bei AEG-Telefunken die Nr. 9 als mit 6 Seiten bisher dünnste Ausgabe ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 26.8.1970, 5.10.1970) unter Verantwortung von Jürgen Horlemann heraus. Der Leitartikel "Was hat die Arbeiterklasse von der Tarifrunde der IG Metall zu erwarten?" befaßt sich mit der Metalltarifrunde (MTR). Verglichen wird die Lage in der Elektroindustrie in Berlin und Hamburg. Eine Arbeiterkorrespondenz schildert auch auf Serbokroatisch die "Antreibermethoden bei AEG" in den Werken Quickborner Straße und Brunnenstraße. Weiter geht man auch noch auf das 25jährige Bestehen der DR Vietnam sowie die Lohn-Preis-Spirale ein.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 9, Berlin 9.9.1970

05.10.1970:
In Berlin widmet sich die Nr.10 der 'Kommunistischen Arbeiterpresse - Ausgabe AEG-Telefunken' (vgl. 9.9.1970, 29.10.1970) der KPD/AO auf ihren 8 Seiten unter Verantwortung von Jürgen Horlemann fast ausschließlich der Metalltarifrunde (MTR) mit dem Leitartikel "Unsere Forderung bleibt: 15% plus Lohnangleichung an Westdeutschland gleich 1,30" sowie einer Vielzahl von Streikberichten (vgl. 18.9.1970 bis 1.10.1970). Ansonsten beschäftigt man sich nur noch mit dem BVG.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken ohne Nr.(10), Berlin 5.10.1970

29.10.1970:
In Berlin gibt die KPD/AO die Nr.11 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse - Ausgabe AEG-Telefunken' (vgl. 5.10.1970, 7.11.1970) heraus, die sich auf ihren 8 Seiten (ViSP: Jürgen Horlemann) außer im Leitartikel "Der Vertrauensleutekörper – ein Kampfinstrument der Arbeiterklasse" mit dem VLK Turbine und der Schwedenstraße, sowie in einer Arbeiterkorrespondenz mit dem Zwangsurlaub im AEG-Fachbereich R2 und der Jugendmetalltarifrunde (vgl. 30.10.1970) auch mit dem Streik in den Niederlanden im Rotterdamer Hafen befaßt, wobei die KEN/ML ausnehmend gut wegkommt.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 11, Berlin 29.10.1970

07.11.1970:
In Berlin gibt die KPD/AO vermutlich Ende dieser Woche einen Sonderdruck AEG Telefunken ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 29.10.1970, 16.11.1970) zum Streik in der Brunnenstraße (vgl. 5.11.1970) heraus.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Sonderdruck AEG Telefunken Streik in der Brunnenstraße, Berlin Nov. 1970

16.11.1970:
In Berlin gibt die KPD/AO die Nr. 12 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken' (vgl. 29.10.1970, 23.11.1970) heraus mit 8 Seiten, für die Jürgen Horlemann verantwortlich zeichnet.

Der Leitartikel "Die Kapitalisten sichern ihre Profite auf Kosten der Arbeiter: Kurzarbeit bei AEG" befasst sich mit verschiedenen Betriebs- und Abteilungsschließungen bei AEG und anderen Firmen über die Feiertage, aber auch mit den 600 Entlassungen in der AEG Ackerstraße im September 1970. Der Leitartikel erscheint auch auf Serbokroatisch.

Ein weiterer Artikel widmet sich der Wohnungsmisere und auch auf die Lehrlinge bei AEG Telefunken und im Werk Brunnenstraße (ca. 40) wird eingegangen. In "Kampf dem Lohnraub" wird berichtet vom Streik in der Brunnenstraße (vgl. 5.11.1970), aber auch von Siemens aus dem Bereich Datenverarbeitung, dem Meßgerätewerk und dem Wernerwerk sowie von den 300 Arbeitern der stillgelegten DWM Automatenbau GmbH in Reinickendorf, den 144 von Daimon (vgl. 28.2.1971), von Eternit und NCR:" "Bei NCR in Neukölln zeigt die Erhöhung des Stammkapitals um fast die Hälfte, daß es der Firma vergleichsweise gut geht, trotzdem drücken auch hier die Kalkulatoren auf die Akkordzeiten.".
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 12, Berlin 16.11.1970

23.11.1970:
In Berlin gibt die KPD/AO vermutlich Anfang dieser Woche einen Sonderdruck AEG Telefunken ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 16.11.1970, 10.12.1970) unter der Schlagzeile "Erst Kurzarbeit, jetzt auch Entlassungen bei AEG-Telefunken" zu den beiden am 26.11.1970 anstehenden Betriebsversammlungen (für Ausländer und Deutsche getrennt) heraus, in dem von 700 anstehenden Entlassungen im Fachbereich R2 in Berlin berichtet wird, aber auch im Fachbereich R2 in Celle und Hannover sowie von AEG Sickingenstraße über die Betriebsschließung für einen Monat und aus der Brunnenstraße, wo die Fehlinvestition von 65 Mio. DM für die Halle bereits im ersten Jahr zu Dreiviertel von der Steuer abgeschrieben werden konnte, der Quickbornerstraße, wo nur noch die Zarge montiert und schon Dreiviertel der gemieteten Hallen als Lager genutzt wird, aus der Seeburgerstraße und von der nur gemieteten Hydra in der Drontheimerstraße. Eine Kurzversion des Leitartikels erscheint auch auf Serbokroatisch. Gefragt wird: "Weshalb stehen die Läger voll? Warum drohen Entlassungen?".
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Sonderdruck AEG Telefunken Erst Kurzarbeit, jetzt auch Entlassungen bei AEG-Telefunken, Berlin Nov. 1970

10.12.1970:
In Berlin gibt die KPD/AO die Nr. 13 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken' (vgl. 23.11.1970, Jan. 1971) in einem Umfang von 8 Seiten unter Verantwortung von Jürgen Horlemann heraus mit dem Leitartikel "Die Stärke der Arbeiterklasse liegt in ihrer Einheit – Deshalb Kampf der Spaltung zwischen deutschen und ausländischen Arbeitern", der sich mit den Ausländern, speziell JugoslawInnen, bei AEG, u.a. im Werk Quickborner Str. und in den Wohnheimen befasst und gekürzt auch auf Serbokroatisch erscheint.

Von der Betriebsversammlung im Fachbereich R2 am 26.11.1970 wird über die drohende Verlagerung der Bildplattenproduktion nach Kassel berichtet. Eine Arbeiterkorrespondenz berichtet von der Betriebsversammlung in der Brunnenstraße am 4.12.1970. Aufgerufen wird zum Besuch der Demonstration gegen den US-Imperialismus womit man gleichzeitig gegen den Indochinakrieg und für die Black Panther Partei (BPP) ergreifen kann am 12.12.1970.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 13, Berlin 10.12.1970

Januar 1971:
Vermutlich Anfang Januar erscheint in Berlin von der KPD/AO die 'Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe AEG-Telefunken' (vgl. 10.12.1970, 25.1.1971) Nr. 14, für deren 8 Seiten Jürgen Horlemann die Verantwortung übernimmt. Berichtet wird im Leitartikel über die Spaniendemonstration (19.12.1970), aber auch über die US-Imperialismusdemonstration (vgl. 10.12.1970). Gegen die Todesurteile in Spanien seien Resolutionen verfaßt worden auf der US-Imperialismus Demonstration und von den Vertrauensleuten des Fachbereichs R2 und DWM, sowie vom Jugendschulungslehrgang der IG Chemie.

Ein Artikel widmet sich der Lehrlingsmanteltarifrunde (vgl. 21.12.1970). Von AEG wird berichtet über die Betriebsversammlung in der Turbine (KWU) sowie in einer Arbeiterkorrespondenz "Die faulen Tricks der AEG-Kapitalisten" über die Entlassung eines Italieners bei AEG Quickbornerstraße, da er im Wohnheim in der Grüntaler Straße seine Freundin zu Besuch gehabt hatte. Geworben und zu Spenden aufgerufen wird für die 'Rote Fahne' der KPD/AO, die in einer Auflage von 25 000 verteilt werde und das "Kampfprogramm gegen die Wohnungsmisere" enthält.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 14, Berlin Jan. 1971

25.01.1971:
In Berlin gibt die KPD/AO die Nr.15 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken' (vgl. Jan. 1971, 15.2.1971) heraus unter Verantwortung von Reinhard Pfriem mit 8 Seiten und dem, gekürzt auch auf Serbokroatisch erscheinenden, Leitartikel "Erst Kurzarbeit, jetzt Massenentlassungen. 250 weitere Entlassungen im Fachbereich R2", in dem auf die Kurzarbeit in Quickbornerstraße, Schwedenstraße und Sickingenstraße im November 1970 sowie die angekündigte Entlassung von 192 Arbeitern und ca. 45 Angestellten in der Quickborner- und der Schwedenstraße eingegangen wird. Dazu wird festgestellt: "Der Betriebsrat von AEG-Telefunken, Fachbereich R 2, hat das getan, was ihm im Rahmen des reaktionären Betriebsverfassungsgesetzes möglich war".

In "Der Fachbereich R2 ist keine Ausnahme!" wird berichtet über AEG Sickingenstraße, wo der Fertigungsbereich Senderöhre zu Siemens und der Fertigungsbereich Röntgenröhre zu SEL verschoben werden solle, von AEG Brunnenstraße über den Überstundenstop in GF und KF, von Osram Helmholtzstraße und Werk B über mehr als 100 Entlassungen, von DWM über die Schließung des Automatenbaus und mindestens 60 anstehende Entlassungen im Kompressorenbau, von NCR über Kurzarbeit und Belegschaftsabbau, sowie von Linnhoff, Kämper und Stolzenberg über Stillegung bzw. Aufkauf.

In "Kurzarbeit und Massenentlassungen auch in Westdeutschland" wird berichtet von Conti Hannover über 49 Entlassungen monatlich sowie von Kurzarbeit bei den Deutschen Edelstahlwerke (DEW) von Krupp in Düsseldorf, bei Triumph Miederwaren (GTB-Bereich) und bei Valvo Hamburg, schon jetzt für 300 bis Ende April.

Eine Arbeiterkorrespondenz aus der Schwedenstraße erscheint unter dem Titel "Die Schikanen der AEG-Kapitalisten und ihrer Handlanger". Festgestellt wird: "Der 1. Mai muss der Kampftag der Arbeiterklasse sein". Berichtet wird, auch auf Griechisch, vom Griechenprotest (vgl. 17.1.1971) und eingeladen zur Filmveranstaltung über Spanien (vgl. 29.1.1971).
Q: Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken Nr. 15, Berlin 25.1.1971

15.02.1971:
Frühestens heute, aber noch vor dem 27.2.1971, gibt die KPD/AO in Berlin die auf Februar datierte Nr. 16 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse - AEG Telefunken' (vgl. 25.1.1971, März 1971) heraus, die sich auf ihren 8 Seiten, für die Reinhard Pfriem die Verantwortung trägt, im Leitartikel mit den Abgeordnetenhauswahlen (AW – vgl. 15.3.1971) befasst, die Zwischenüberschriften rufen auf: "Die reaktionäre Politik der SPD-Spitze ständig entlarven" und "Die parlamentarischen Illusionen der SEW aufdecken". Gemeldet wird: "Im Fachbereich R2 konnten Entlassungen durch das entschlossene Auftreten des Betriebsrats vorerst verhindert werden".

Berichtet wird von der AEG Turbine bzw. KWU, von einem Lehrlingskorrespondenten aus dem Werk Brunnenstraße "Über das Berichtsheftführen während der Arbeitszeit", in "Die Kapitalisten werden ihre Versuche, die kommende Krise auf die Arbeiter abzuwälzen, nicht aufgeben" von der Arbeitslosigkeit und von der Demonstration gegen den US-Überfall auf Laos (vgl. 13.2.1971).
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 16, Berlin Feb. 1971

März 1971:
In Berlin gibt die KPD/AO vermutlich Anfang März die Nr.17 ihrer 'Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken' (vgl. 15.2.1971, 29.3.1971) heraus, die zehn Seiten hat und von Reinhard Pfriem verantwortet wird. Berichtet wird im Leitartikel "1. Mai bleibt der Kampftag der Arbeiterklasse", der gekürzt auch auf Serbokroatisch erscheint, über die Gründung des Maikomitees, in "Der Kampf der englischen Arbeiterklasse gegen die Anti-Streik-Gesetze" aus Großbritannien und dem Berliner Siemens-Meßgerätewerk. Position bezogen wird gegen das BVG, wogegen auch die Berliner DGB Jugend ist (vgl. 26.2.1971). Ein Leserbrief von zwei Jugoslawinnen berichtet, auch auf Serbokroatisch, aus dem Wohnheim Hochstraße im Wedding sowie über die Auflösung des Heimes Flottenstraße in Reinickendorf.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 17, Berlin März 1971

29.03.1971:
Vermutlich heute oder in dieser Woche gibt die KPD/AO in Berlin die auf März datierte Nr. 18 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken' (vgl. März 1971, Apr. 1971) heraus, die 10 Seiten dick und von Reinhard Pfriem verantwortet ist.
Der Leitartikel "Die Gewerkschaftsführung versucht mit allen Mitteln, das oppositionelle gewerkschaftliche Maikomitee zu zerschlagen" berichtet über das Maikomitee und dessen Unterstützung durch u.a. eine Resolution von 21 der 29 Vertrauensleute des AEG Telefunken Fachbereichs R2, aber auch von Erpressungen in der IG-Metall gegen diese Resolution und auch in der IG Chemie. Gemeldet wird auch: "SEW sabotiert das gewerkschaftliche Maikomitee", an dem sich auch die PL/PI nicht beteiligt. Aufgerufen wird zur Maikomitee-Veranstaltung (vgl. 1.4.1971).

Von der Berliner AEG kommen Berichte aus der Huttenstraße (AEG Turbine), der Brunnenstraße und, auch auf Serbokroatisch, aus der Sickingenstraße. Aus dem Siemens Meßgerätewerk wird in "Kampf der Siemens-Kollegen für bezahlte Pausen" über die Verteilung eines 'Kommunistische Arbeiterpresse' Sonderdrucks beim Siemens Meßgerätewerk berichtet. Eingegangen wird auch auf den 100. Jahrestag der Pariser Kommune und die US-Invasion in Laos.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 18, Berlin März 1971

April 1971:
Vermutlich im April gibt die KPD/AO in Berlin die Nr. 19 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken' (vgl. 29.3.1971, 18.5.1971) heraus, die uns leider bisher nicht vorlag.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 18 und 20, Berlin März 1971 bzw. 18.5.1971

18.05.1971:
In Berlin gibt die KPD/AO bei AEG Telefunken die Nr. 20 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (KAP - vgl. Apr. 1971, 15.6.1971) heraus mit dem Leitartikel "Zulagenkürzung statt Lohnerhöhung", der gekürzt auch auf Serbokroatisch und Türkisch, über die Zulagenkürzungen bei der AEG aus der Brunnenstraße und auch aus dem Fachbereich R2 aus den Werken Quickbornerstraße und Schwedenstraße berichtet, während bei der KWU die Kampfbereitschaft solches verhindert habe. Eine Arbeiterkorrespondenz aus der KWU berichtet über "20 Duschen für 2 000 Kollegen!".

Berichtet wird über die Maiaktionen (vgl. 23.4.1971, 27.4.1971, 1.5.1971) und die Antifaaktion am 14.5.1971.

Im Bereich Unterhaltungselektronik der AEG stehen in den Werken Hannover, Celle, Kassel-Waldau, Osterode und dem Fachbereich R2 Berlin Kurzarbeit bzw. Entlassungen an.

Geschildert wird anläßlich der Freigabe des DM-Wechselkurses (vgl. 9.5.1971) "Die Stabilitätspolitik der SPD/FDP-Regierung: Ein Angriff auf die Lebensbedingungen der Arbeiterklasse".
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 20, Berlin 18.5.1971

15.06.1971:
In Berlin gibt die KPD/AO spätestens heute die auf Juni datierte Nr. 21 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken' (vgl. 18.5.1971, 17.7.1971) heraus, die auf 8 Seiten unter Verantwortung von Reinhard Pfriem im Leitartikel "Die Ausweitung der Kurzarbeit im R2-Bereich. Ein Lehrstück kapitalistischer Profitmacherei", der gekürzt auch auf Serbokroatisch erscheint, aus dem Werk Schwedenstraße berichtet und sich wiederum mit den Umstrukturierungen im Bereich Unterhaltungselektronik des AEG Konzers befaßt (vgl. 25.5.1971) und auch von den Betriebsversammlungen am 3.5.1971 und 3.6.1971 sowie der Kündigung der Wohnheime Grüntalerstraße und Hochstraße berichtet. Bilder kommen von Renault Frankreich und HOAG Oberhausen.

In "Durch ihre wachsende imperialistische Tätigkeit unterstützt die KWU die faschistischen Regime" wird auf das Engagement der KWU in der Republik Südafrika (Azania) eingegangen und in weiteren Berichten auf die Berliner Werke Brunnen- und Sickingenstraße und die Betriebszeitung 'AEG-Report' von der Geschäftsleitung, wobei auch die Ackerstraße Erwähnung findet.

Aufgerufen wird zum Besuch der heutigen und morgigen Südkoreaveranstaltungen.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 21, Berlin Juni 1971

17.07.1971:
In Berlin gibt die KPD/AO in dieser Woche die Nr. 22 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken' (KAP - vgl. 15.6.1971, 2.8.1971) heraus, die sich auf ihren acht, von Reinhard Pfriem verantworteten, Seiten zuvorderst mit der Chemietarifrunde (CTR) der CPK befaßt.

Berichtet wird außer vom Rücktritt des IGM OJA (vgl. 22.6.1971) auch von der Demonstration bei AEG Kassel (vgl. 13.7.1971) und der Solidaritätsresolution der Berliner IGM JG AEG Telefunken dazu, aber auch von der KWU, aus den AEG Werken Brunnenstraße, auch auf Serbokroatisch aus der Sickingenstraße (vgl. 30.6.1971) und aus dem Fachbereich R2.

Außer mit der Geschäftsleitungsbetriebszeitung 'AEG-Report' befaßt man sich auch noch mit dem Paragraphen 218.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 22, Berlin Juli 1971

02.08.1971:
In Berlin erscheint die 'Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken' (KAP) Nr.23 (vgl. 17.7.1971, 23.8.1971) auf August datiert vermutlich in dieser Woche erstmals durch die KPD und nicht mehr durch die KPD/AO. Dafür werden die acht Seiten auch noch durch vier Seiten mit der Programmatischen Erklärung und dem Aktionsprogramm der KPD ergänzt. Den Leitartikel bildet das Kampfprogramm für die AEG Brunnenstraße, welches wir aus der 'Roten Fahne' (RF - vgl. 13.8.1971) der KPD wiedergeben, wo es mit folgender redaktioneller Einleitung erscheint. Unsere Partei verbindet konkretes Eintreten für die Interessen der Kollegen mit beharrlicher politischer Überzeugungsarbeit. Deren erstes Ergebnis war die antifaschistische Resolution des R2-Bereichs gegen die Terrorprozesse in Burgos (in Spanien - vgl. Dez. 1970,d.Vf.). Im März dieses Jahres (vgl. 22.3.1971,d.Vf.) verabschiedete der gleiche Vertrauensleutekörper die Entschließung zur Gründung des gewerkschaftlichen Maikomitees und für eine oppositionelle gewerkschaftliche Maidemonstration, an deren Vorbereitung und Durchführung unsere Partei entscheidenden Anteil hatte.

Mit der ersten Betriebszeitung (vgl. Aug. 1971,d.Vf.) der Zelle KWU (Turbine) erscheint ein weiteres Kampfprogramm im Bereich des AEG-Konzerns. Damit schaffen wir die Voraussetzung, daß in den kommenden Kämpfen - vor allem der Metalltarifrunde im Herbst - die AEG-Bosse und die IG-Metall-Führung mit ihren Betrugsmanövern auf organisierten Widerstand treffen."

Im Kampfprogramm selber heißt es einleitend:"
Bunte Bilder im AEG-Report, Berichte der kapitalistischen Presse und Verlautbarungen vom Konzernvorstand können nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Kapitalisten auf allen gebieten die Lage der werktätigen Bevölkerung verschlechtern.

IN DER BRUNNENSTRASSE wurden bei der Tariferhöhung vom 1.4.1971 die Ausgleichszulagen gekürzt oder ganz gestrichen.

IM R2-BEREICH wurden ebenfalls Zulagen gestrichen; die Frauen, die von der Schwedenstraße ins Märkische Viertel versetzt wurden, wurden in niedrigere Lohngruppen, teilweise von 3 in 1, eingestuft; noch immer wird dort kurzgearbeitet;

IN DER SICKINGENSTRASSE wurden Frauen in niedrigere Lohngruppen eingestuft; bei 30 Frauen wurde der Lohn um 12 Pfennig gekürzt;

IN DER ACKERSTRASSE wurden 300 Kollegen entlassen und Kurzarbeit eingeführt.

Das ist nur ein Teil der Maßnahmen, die der Vorstand ergreift, um die Profitspannen hochzuhalten. Und er wird dabei solange Erfolg haben, wie sich die Kollegen einzeln diesen Maßnahmen gegenübersehen, wie Gewerkschaftsführung und arbeiterverräterische Betriebsräte das Spiel der Kapitalisten mitmachen. Damit wir nicht ziellos gegen die Maßnahmen des Vorstands, gegen das Kapitulantentum der Gewerkschaftsbonzen und die Arbeiterverräter im Betriebsrat vorgehen, brauchen wir ein Programm, auf dessen Grundlage wir uns alle zusammenschließen können."

Auf dieses Kampfprogramm geht die KPD auch später noch ein (vgl. 19.11.1971).

Berichtet wird aus der Brunnenstraße von der Betriebsversammlung und über die drohende Kurzarbeit in der KF sowie von AEG Sickingenstraße. Weiter beschäftigt man sich mit den Preiserhöhungen im Nahverkehr (BVG), bei Strom (BEWAG) und Gas (GASAG).
Q: Rote Fahne Nr.23 und 30,Berlin 13.8.1971 bzw. 19.11.1971,S.5f bzw. S.5; Kommunistische Arbeiterpresse AEG-Telefunken Nr. 23, Berlin Aug. 1971

23.08.1971:
In dieser Woche erscheint in Berlin die zweite Augustausgabe der 'Kommunistischen Arbeiterpresse AEG Telefunken' der KPD in diesem Monat, die Nr. 24 (vgl. 2.8.1971, 13.9.1971) mit dem, gekürzt auch auf Serbokroatisch erscheinenden, Leitartikel "Die AEG-Kapitalisten sichern ihre Profite auf unsere Kosten", der auch berichtet aus der Ackerstraße, der Brunnenstraße, der Sickingenstraße und dem R2-Bereich. Aus der Sickingenstraße wird berichtet über die am 11.8.1971 ausgestrahlte "Fernsehdiskussion: Akkordarbeiterinnen kamen nicht zu Wort!", wozu auch eine Arbeiterkorrespondenz erscheint.

Zur Metalltarifrunde (MTR) erscheint der Artikel "Gegen kapitalistische Lohndisziplin, gegen Stillhaltepolitik der IGM-Führer: 120 DM mehr für alle!", der berichtet von den linearen Forderungen in der IGM Düsseldorf und bei Klöckner Düsseldorf, bei Hoesch Dortmund, Klöckner Bremen und Ford Köln. Zur MTR soll auch eine Arbeiterrunde im Wedding stattfinden (vgl. 26.8.1971). Berichtet wird: "Erneute Provokation der Faschisten in Westberlin verhindert" (vgl. 13.8.1971).
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG-Telefunken Nr. 24, Berlin Aug. 1971

13.09.1971:
Vermutlich in dieser Woche erscheint in Berlin Nr. 25 der 'Kommunistischen Arbeiterpresse AEG Telefunken' der KPD (vgl. 23.8.1971, 11.10.1971) mit dem, gekürzt auch auf Serbokroatisch erscheinenden, Leitartikel "11% - das ist Verrat! Arbeiter wollen 120 DM!" zur Metalltarifrunde (MTR). Berichtet wird von den IGM-Jugendgruppen (vgl. 2.9.1971, 7.9.1971) und der "Arbeiterrunde im Wedding" zur MTR (vgl. 26.8.1971). Ein Artikel fordert zur MTR: "Gegen Lohn- und Preisstopp-Illusionen. Kämpfen wir für 120 DM!".

Arbeiterkorrespondenzen erscheinen aus dem R2-Bereich und der KF, in einem Einlegeblatt sind diese zur KF auf Türkisch und zum R2-Bereich auf Serbokroatisch abgedruckt.

Abgelehnt wird das "'Bündnisangebot' der KPD/ML", welches die KPD/ML-ZB bei KWU in der 'Roten Turbine' (vgl. 19.8.1971, 10.9.1971) und AEG Brunnenstraße im 'AEG-Arbeiter' veröffentlicht habe.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG-Telefunken Nr. 25, Berlin Sept. 1971

11.10.1971:
Zwischen dem 10. und dem 20. erscheint in Berlin die auf Oktober datierte Nr. 27 der 'Kommunistischen Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken' der KPD (vgl. 13.9.1971, 8.11.1971) mit 8 Seiten DIN A 4, der zwei Seiten auf Türkisch und Serbokroatisch sowie ein zweiseitiger 'Rote Fahne Sonderdruck' mit dem Titel "Rettet das Leben der 18 türkischen Patrioten" beigeheftet sind. Eingegangen wird, im gekürzt auch auf Serbokroatisch erscheinenden Leitartikel "AEG-Telefunken – eine feste Bastion des Rassismus und Kolonialismus in Südafrika" auf das Engagement von AEG in der Republik Südafrika (Azania) und beim Bau des Cabora Bassa Staudammes in Mosambik. Es folgt ein Bericht über die Arbeiterrunde zu den Fahrpreiserhöhungen (vgl. 7.10.1971).

Von der AEG erscheinen Arbeiterkorrespondenzen zur Vorarbeit in der Brunnenstraße und zu den Entlassungen in der dortigen KF1, wobei den ausländischen Kollegen auch zugleich der Platz im Wohnheim gekündigt werde. Geschildert werden, auch auf Türkisch, "Die Wohnverhältnisse der ausländischen Kollegen". Berichtet wird auch in "Betriebsräte verhindern weiterhin zentrale Jugendstunde!" von der entsprechenden Forderung der Lehrlinge der AEG Brunnenstraße. Berichtet wird: "R2-Betriebsversammlung: Augenwischerei der Geschäftsleitung!".

Desweiteren geht man auf vergangene (vgl. 9.10.1971) und zukünftige Demonstrationen (vgl. 20.10.1971) ein, wobei zu letzterer auch der 'Rote Fahne Sonderdruck' aufruft.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken Nr. 27, Berlin Okt. 1971; Rote Fahne Sonderdruck "Rettet das Leben der 18 türkischen Patrioten", Berlin o.J. (1971)

08.11.1971:
Vermutlich heute gibt die KPD in Berlin die Nr. 28 der 'Kommunistischen Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken' (KAP - vgl. 11.10.1971, 15.11.1971) für November heraus, die sich auf ihren 8 Seiten unter Verantwortung von Maria Bergmann und unter der Schlagzeile "Kampf der 7,5%-Schlichtung! Für sofortige Urabstimmung!" u.a. mit der Metalltarifrunde (MTR) befaßt. Hierzu wird eine Urabstimmung gefordert und von einer Reihe von Streiks, u.a. in Hamburg (vgl. 15.10.1971) und bei der MF Losert und Wolf Karlsruhe (vgl. 18.10.1971) berichtet sowie in einer Arbeiterkorrespondenz ("4,5 %-Erpressungsversuch der Kapitalisten!") die sofortige Urabstimmung gefordert. Eingegangen wird auch auf das BVG (vgl. 10.11.1971).

Aufgerufen wird zum Besuch einer Arbeiterrunde zum BVG (vgl. 12.11.1971), die einmal als Aktion der Betriebszelle AEG angekündigt wird, auf einer anderen Seite aber als gemeinsame Aktion dieser Gruppe mit den Zellen Borsig und DWM.

Neben einem Artikel über die Preiserhöhungen bei BVG, Gasag und Bewag (vgl. 23.10.1971), wo die Kampfkomitees bereits 14 000 Unterschriften gesammelt hätten, geht man im weiteren auch noch auf Spanien und den Jugendmonat der IGM ein und veröffentlicht zwei Lehrlingsberichte. Einerseits "Zentrale Jugendstunde wieder verschoben!", wobei der Vorstand der zentralen Betriebsjugendvertretung AEG-Telefunken angegriffen wird und "Ausbildung bei AEG". Die KPD zitiert diesen Bericht auch in ihrer 'Roten Fahne' (RF - vgl. 19.11.1971):"
ARBEITERKORRESPONDENZ
AUSBILDUNG BEI AEG

Während meiner Ausbildung als Elektromechaniker bei AEG Telefunken durchlief ich in den ersten zwei Jahren einen Grundlehrgang, in dem ich die Fähigkeit für meinen späteren Beruf erlernen sollte.

Zu diesen zwei Jahren ist u.a. zu sagen, daß man an Maschinen ausgebildet wird, die derart überaltert sind, daß man sie kaum in einer Werkstatt finden wird. Weiterhin ist zu bemerken, daß die Ausbildung in mechanischen Fähigkeiten wie z.B. Feilen, Drehen, Schweißen, Schmieden, soweit ausgedehnt wurde, daß für die Erlernung der Fähigkeiten, die ich für meinen Beruf in der Praxis brauche, wie z.B. Lesen von Schaltplänen, Aufbau und Verdrahtung von Schaltungen, nur vier Monte übrigblieben.

Das ist die Grundausbildung bei AEG.

Der Konzern hat kein Interesse daran, daß ich eine möglichst breite Ausbildung erhalte. Für ihn bringt es mehr Profit, wenn ich zwei Jahre lang als Hilfsarbeiter arbeite. das hat nichts mehr mit Ausbildung zu tun, das heißt: Hier wird die billige Arbeitskraft 'Lehrling' ausgebeutet.

Das erste, was mir dort vom Ausbildungsleiter erklärt wurde, war, daß die Lehrlinge nur eine Belastung für die Abteilung sind. Was ich davon zu halten hatte, merkte ich gleich darauf:

Ich wurde dem Prüffeld zugeteilt; der Meister zeigte mir meinen Arbeitsplatz und erklärte mir meine Arbeit. Sie bestand darin, die Verdrahtung der Gleichrichterschränke anhand eines Verdrahtungsplanes zu kontrollieren. Diese Beschäftigung führte ich acht Wochen lang aus. Danach kam ich in die Fertigung, dort bestand meine Arbeit aus dem Montieren und Verdrahten von Gleichrichterschränken, aus dem Bestücken von Leiterplatten und Reparieren alter Geräte.

Das war schon nicht mehr die Grundausbildung. Hier sollte ich in die Feinheiten der Produktion eingeführt werden. Der Ausbildungsleiter hätte dabei besser den Namen 'Meister' verdient, denn ausgebildet hat er mich nicht. Worin die Belastung der Abteilung durch mich bestand, ist mir heute noch unklar; denn ich habe genausoviel wie ein Facharbeiter gearbeitet, dabei aber doch viel weniger verdient. Alle Arbeiten, die ich gemacht habe, waren Facharbeiten, aber keine Lehrlingsarbeiten.

War gerade nichts zu tun, dann mußte ich sogar Bier holen gehen oder ausfegen. Das hat nun wirklich nichts mehr mit Ausbildung zu tun. Unter den Lehrlingen geht schon der Spruch um: 'Nach der Lehrzeit sind wir gut im Bier holen und Ausfegen ausgebildet!' Wenn das die Lehrlinge nicht machen würden, hieße das, entweder die Arbeiter kriegen mehr Pausen, oder die Kapitalisten stellen dafür einen Arbeiter ein. Wir Lehrlinge werden vom AEG-Konzern als besonders billige und profitbringende Arbeitskräfte gebraucht.

Eine Ausbildung kriegen wir nur soweit, wie sie dem Konzern selbst nützt.

Während der Zeit in der Fabrik wurde mir von den Meistern und Ausbildungsleitern keine Erklärung über die Funktion und den Verwendungszweck der von mir gefertigten Teile gegeben. Das liegt den AEG-Kapitalisten auch gar nicht im Sinn. Im Sinn liegt ihnen die billige Arbeitskraft und der hohe Verdienst an ihr.

Wir sind ihnen nur deswegen so billig, weil unsere Eltern den Unterschied zwischen unserer 'Vergütung' und unseren Lebenshaltungskosten draufzahlen.

Und dieser Unterschied wird immer größer. Die Eltern, die für 3 1/2 Jahre 'verlängerte Kindheit' nicht aufkommen können, können die Ausbildungshoffnungen für ihr Kind begraben. Deswegen werden viele von uns 'nur' Hilfsarbeiter.

Meiner Meinung nach müssen die, die an uns verdienen, auch unseren Unterhalt zahlen:
EXISTENZLOHN FÜR LEHRLINGE: HEUTE 500 DM!

EINEN ZWEITEN BERUFSSCHULTAG FÜR LEHRLING UND JUNGARBEITER!

Bei den Tarifverhandlungen (MTR,d.Vf.) wollen uns Voigt und Wagner (westberliner IG-Metall-Führer) auf der einen Seite, die Kapitalisten auf der anderen Seite schon wieder von den erwachsenen Kollegen trennen. Wir sind aber auch Arbeiter und gehören zur Arbeiterklasse, auch wenn wir in der Ausbildung stehen! So wie es jetzt ist, fällt es den Kapitalisten leicht, uns gegen die erwachsenen Kollegen als Streikbrecher auszuspielen. Daher brauchen wir das

STREIKRECHT FÜR LEHRLINGE!

GLEICHZEITIGE TARIFVERHANDLUNGEN FÜR LEHRLINGE, ARBEITER UND ANGESTELLTE!"
Q: Rote Fahne Nr.30,Berlin 19.11.1971,S. 2 und 9; Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 28, Berlin Nov. 1971

15.11.1971:
Vermutlich Anfang dieser Woche gibt in Berlin die KPD einen Sonderdruck ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken' (KAP - vgl. 8.11.1971, 6.12.1971) heraus, der sich unter der Schlagzeile "Kampf dem Krisenprogramm der AEG-Kapitalisten" ganz dem 19.11.1971 widmet, wo einerseits die Betriebsversammlung (BV) der Großmaschinenfabrik (GF) des AEG Werkes Brunnenstraße und abends eine Großveranstaltung der KPD zum BVG stattfinden soll. Auf der Rückseite erscheint der Text auf Türkisch und Serbokroatisch.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Sdr.druck Kampf dem Krisenprogramm der AEG-Kapitalisten, Berlin Nov. 1971

01.12.1971:
Vermutlich Mitte dieser Woche gibt die KPD in Berlin die Nr.29 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken' (KAP) (vgl. 15.11.1971, 20.12.1971) heraus, die sich auf ihren 8 Seiten vor allem mit der Metalltarifrunde (MTR) u.a. in Nordbaden/Nordwürttemberg (NB/NW - vgl. 22.11.1971) sowie der Aussperrung bei Daimler-Benz Berlin (vgl. 25.11.1971) und den Solidaritätsstreiks bei Bosch und Schindler befaßt.

Eingegangen wird auch "Das Krisenprogramm der AEG-Kapitalisten", wobei auch berichtet wird von den Betriebsversammlungen in der Brunnenstraße in GF und KF sowie am Hohenzollerndamm in Wilmersdorf. U.a. heißt es auch: "In der Quickborner Straße ist die Arbeitshetze von den Kapitalisten dermaßen gesteigert worden, daß sich sogar der Betriebsrat gezwungen sah, die gefahrenen Serien zu überprüfen.
Im Bereich Bauelemente ist 'die Beschäftigtenzahl rückläufig', das heißt im Klartext: es sollen weitere Entlassungen stattfinden, die Kapitalisten planen wieder die Einführung von Kurzarbeit im Halbleiterwerk in der Sickingenstraße.
In der Ackerstraße sollen nach den Plänen der AEG-Kapitalisten die Kollegen in einigen Abteilungen im nächsten Jahr nur noch zwei Tage in der Woche arbeiten! Dabei soll die Arbeitsleistung bei verkürzter Arbeitszeit enorm erhöht werden!"

Arbeiterkorrespondenzen berichten aus der Brunnenstraße aus KF und SF. Berichtet wird auch über die Aufsichtsratswahl (ArW), die boykottiert werden solle, und Veranstaltungen zum BVG (vgl. 11.11.1971, 19.11.1971).
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 29, Berlin Dez. 1971

20.12.1971:
Vermutlich Anfang dieser Woche gibt in Berlin die KPD die zweite Dezemberausgabe (Nr.30) ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken' (vgl. 1.12.1971, 10.1.1972) heraus mit 8 Seiten und dem Leitartikel "Die Lehre der Metalltarifrunde: Stärken wir die Gewerkschaftsopposition" zur MTR. Berichtet wird über den Streik in der Brunnenstraße und die Betriebsversammlungen (BV) dort und bei AEG Sickingenstraße, die Jugendvertreterwahl in der Sickingenstraße, von der Vietnamsolidarität (vgl. 16.12.1971) und über den Krieg zwischen Indien und Pakistan bzw. Bangla Desh.
In "Das Sanierungsprogramm der AEG-Kapitalisten für den R2-Bereich" heißt es u.a.:"
1. Die Schließung des Werks in Kassel-Waldau ist schon ein Vierteljahr her.
2. Schon vor einiger Zeit wurde das Werk in Spandau (Seeburger Str., d.Vf.) zugemacht; die Kopenhagener Straße dient ohnehin nur als Lager; der Vertrag mit der Hydra ist zum Jahresende gekündigt.
3. Das Cuba-Werk Imperial in Wolfenbüttel mit 1100 Beschäftigten wird geschlossen.
4. Die Produktion in der Quickborner Straße wird stillgelegt.
5. Der Rest der Werke des Fachbereichs 'Rundfunk, Fernsehen, Phone' wird aus dem Konzern ausgegliedert und als 'Telefunken Rundfunk und Elektronik Gmbh' neu gegründet.
Angesichts dieser Schließungen versprechen die AEG-Kapitalsten großmütig: Niemand wird entlassen, nur die Abgänge werden nicht ersetzt. Das sind reine Zwecklügen. Wie war es denn bei den Versetzungen von der Schwedenstraße ins Märkische Viertel? Viele wurden entlassen, bei den ausländischen Kolleginnen und Kollegen wurden die Entlassungen getarnt: Entweder wurden die Wohnheimmietverträge gekündigt; oder die Verträge wurden nicht verlängert. Viele bekamen so schlechte Arbeitsplätze, daß sie von selbst kündigten. Fast alle wurden schlechter bezahlt; Rückstufungen um zwei Lohngruppen waren keine Seltenheit.
Auf diese Weise wurde die Zahl der in der Schwedenstraße und Quickbornerstraße Beschäftigten von 4.200 im April 1970 auf 2.100 bis heute verringert. Schon im Januar schrieben wir in der Kommunistischen Arbeiterpresse, da0 die Zahl der beschäftigten auf 1.500 verringert werden soll.
Für den nicht entlassenen Teil der Kollegen wird die Arbeitshetze noch verschärft. In der Quickborner Straße soll die tägliche Stückzahl der gefertigten Plattenspieler von 600 auf 1000 erhöht werden."
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 30, Berlin Dez. 1971

10.01.1972:
In Berlin erscheint die Nr. 31 der 'Kommunistischen Arbeiterpresse AEG Telefunken' der KPD (vgl. 20.12.1971, 31.1.1972) der Werkszellen AEG der KPD für Januar vermutlich Anfang dieser Woche mit dem Leitartikel "Kampf der BVG-Fahrpreiserhöhung". In "Den gewerkschaftlichen Kampf verstärkt fortsetzen" wird berichtet von der Lehrlingsmetalltarifrunde (LMTR), aufgerufen wird zur Arbeiterrunde zu Vietnam am 13.1.1972. Berichte und Korrespondenzen kommen allein aus der Brunnenstraße und behandeln das Cabora Bassa-Projekt in Mosambik, den Streik in der GF und den Gesundheitsschutz in der KF.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 31, Berlin Jan. 1972

31.01.1972:
Spätestens heute erscheint in Berlin die auf Februar datierte Nr. 32 der 'Kommunistischen Arbeiterpresse AEG Telefunken' der KPD (vgl. 10.1.1972, 21.2.1972) der Werkszellen AEG Telefunken der KPD mit dem Leitartikel zu den "Raus mit den Franke & Co aus dem Betriebsrat! Für die Wahl fortschrittlicher Betriebsräte!" zu den BRW bzw. dem Betriebsratsvorsitzenden und Aufsichtsratsmitglied Franke aus der AEG Brunnenstraße. Eingegangen wird aber auch auf das Halleiterwerk und das Röhrenwerk in der Sickingenstraße sowie den R2-Bereich und die Quickbornerstraße.

Berichte und Korrespondenzen kommen von Loewe (vgl. 18.1.1072) und auch der GF in der AEG Brunnenstraße: "Verbesserungsvorschläge verbessern die Profite". Auf den 8 Seiten berichtet man weiter über die Vietnamkampagne (vgl. 7.1.1972, 15.1.1972), und andererseits über die Wahlen zur Vertreterversammlung der IGM, die Mieterhöhungen in den Wohnheimen der AEG, und die Konzernbilanz, wobei auch auf den Bau von Hochspannungsgleichstromübertragungsgeräten für den Cabora Bassa Damm in Mosambik eingegangen wird. Behandelt werden auch auf Nixons 8-Punkteplan für Vietnam und die 1.DK der LgdI (vgl. 23.1.1972).
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 32, Berlin Feb. 1972

21.02.1972:
Vermutlich Anfang dieser Woche erscheint in Berlin die Nr. 33 der 'Kommunistischen Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken' der KPD (vgl. 31.1.1972, 15.3.1972), die sich auf 8 Seiten unter Verantwortung von Maria Bergmann mit den Fahrpreiserhöhungen (vgl. 25.2.1972, 26.2.1972), wozu auch ein Aufkleber beiliegt, sowie der Arbeiterrunde diesbezüglich (vgl. 18.2.1972), aber auch mit Vietnam (vgl. 12.2.1972) und der Lehrlingsmetalltarifrunde (LMTR) in Handwerk und Industrie befaßt. Eingegangen wird auch auf die Lehrlinge bzw. die Jugendvertreterwahl (JVW) bei AEG Sickingenstraße, den Bergarbeiterstreik in Großbritannien und die Wahl zur Vertreterversammlung der IGM.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 33, Berlin Feb. 1972

15.03.1972:
In Berlin gibt die KPD die Nr. 34 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken' (vgl. 21.2.1972, 30.3.1972) heraus, welche sich auf ihren 8 Seiten mit einer beigehefteten Seite auf Türkisch außer mit der Fahrpreiskampagne (vgl. 5.3.1972) und dem Besuch von Brandt im Iran (vgl. 5.3.1972) ausschließlich mit betrieblichen Angelegenheiten befaßt.
Neben Berichten zu den Betriebsratswahlen (BRW) und der Auflösung der AEG JG der IGM (UVB) beschäftigt man sich hierbei mit einer Reihe von Abteilungen und Fabriken, hauptsächlich im Werk Brunnenstraße, aber auch der Ackerstraße und der Sickingenstraße sowie der neuen Halle der KF in der Roedernallee in Reinickendorf, wo Teile der Stanzerei untergebracht sind.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 34, Berlin 15.3.1972

10.04.1972:
Vermutlich Anfang dieser Woche gibt in Berlin die KPD die Nr. 35 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken' (vgl. 30.3.1972, Mai 1972) heraus, die sich auf ihren 8 Seiten mit dem 1.Mai bzw. dem Maiausschuss Brunnenstraße, den Betriebsratswahlen (BRW) in der Brunnenstraße und den neuen Lehrlingen, die am 4.4. ihre Lehrzeit in der Ackerstraße und Holländerstraße begannen befaßt.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 35, Berlin Apr. 1972

Mai 1972:
In Berlin gibt die KPD die Nr. 36 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken' (vgl. 10.4.1972, Juli 1972) heraus, die auf ihren 6 Seiten u.a. auf den neuen Betriebsrat in der Brunnenstraße (BRW - vgl. 24.4.1972), die Kürzung des Maigeldes, die Ostverträge, die neuen Lehrlinge (vgl. 15.5.1972) und die Demonstration gegen die alliierte Parade (vgl. 13.5.1972) eingeht.

Über das Zentralorgan der KPD, die 'Rote Fahne', wird berichtet, daß diese ab der Nr.43 (vgl. 17.5.1972) wöchentlich erscheinen solle. Bei den letzten 4 Nummern sei die Auflage um 3 000 gesteigert worden.

Spenden für die Zeitung habe man schon 25 000 DM gesammelt, aber die KollegInnen könnten sich natürlich auch noch beteiligen.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 36, Berlin Mai 1972

Juli 1972:
In Berlin gibt die KPD die Nr. 40 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken' (vgl. Mai 1972) mit 6 Seiten und dem Leitartikel "Terror-Gesetze der SPD-Regierung gegen kämpfende Arbeiterklasse gerichtet" heraus. In "Vietnamkampagne erreichte ihren ersten Höhepunkt" wird auch berichtet über die Vietnamausschüsse Brunnenstraße und Drontheimerstraße.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr. 40, Berlin Juli 1972

Valid HTML 4.01 Transitional   Valid CSS


[ Zum Seitenanfang ]   [ Zur nächsten Zwischenübersicht ]   [ Zur Hauptübersicht der Datenbank MAO ]