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Berlin-Moabit: AEG Sickingenstraße

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 8.8.2008

Hier werden betriebliche Materialien von AEG Sickingenstzrasse allein von der KPD/ML-ZB vorgestellt. Die KPD/ML-ZK gibt zwar später an, dort aktiv zu sein (vgl. 3.7.1972), berichtet aber dann, nach unserer wie immer unvollständigen Quellenauswertung, nicht mehr aus den AEG-Werken in der Sickingenstrasse, d.h. dem Anlagenwerk und dem Röhrenwerk. Die in Westberlin im Vergleich zur KPD/AO und auch PL/PI eher kleine KPD/ML-ZB allerdings ist bei AEG Sickingenstrasse ausgesprochen rührig. Sie veröffentlicht dort schon bald nach der Gründung ihres Landesverbandes Westberlin ihr 'Rotes System' (vgl. Aug. 1970, Sept. 1970).

AEG Sickingenstrasse ist schon bald von Kurzarbeit und Abteilungsverlagerungen betroffen (vgl. Nov. 1970, 14.12.1971, 22.3.1971), die KPD/ML-ZB fühlt sich verankert (vgl. 30.11.1970), stößt aber doch auch anfänglich auf Ablehnung (vgl. 19.3.1971), vermag diese aber wohl zu überwinden (vgl. 20.4.1971).

Eventuell wird in der Sickingenstraße auch die 'Kommunistische Arbeiterpresse' der KPD verteilt (vgl. 15.6.1971, 30.6.1971), die aber eher für die AEG Brunnenstraße zuständig ist (vgl. 2.8.1971) und erst später öfter von AEG Sickingenstraße berichtet (vgl. 24.5.1976, 7.7.1976, 11.8.1976, 18.10.1976, 1.12.1976, 22.12.1976), aber zunächst vor allem nur über Lehrlinge (vgl. 21.2.1972, 26.9.1973).

So bleibt die Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB vermutlich Zeit ihres bestehens die einzige am Betrieb aktive ML-Gruppe, fühlt sich dann auch durch das Betriebsrätetreffen mit Willy Brandt angegriffen (vgl. 20.1.1972).


Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

August 1970:
Bei AEG Sickingenstraße Berlin gibt die Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB vermutlich im August die Nr.1 von 'Das Rote System' (vgl. Sept. 1970) heraus, die uns bisher leider noch nicht vorlag.
=Das Rote System Nr.2,Berlin Sept. 1970

September 1970:
In der Nr.2 ihrer Betriebszeitung 'Das rote System' (vgl. Aug. 1970, Okt. 1970) gibt die Betriebsgruppe AEG Sickingenstr. Berlin der KPD/ML-ZB bekannt, daß ab sofort das Zentralorgan der KPD/ML-ZB, die 'Rote Fahne' vor dem Betrieb verkauft werde.
Weiter wird auf den 10 Seiten DIN A 4 unter Verantwortung von Stefanie Endlich in Berlin u.a. eingegangen auf die Ausländerinnen, u.a. aus Griechenland und der Türkei und deren Wohnheime. Es finden sich auch Artikel auf Griechisch, auf Serbokroatisch für Jugoslawen und ein von Isci Köylü stammender Artikel auf Türkisch. Ebenfalls finden die Jungarbeiter und Lehrlinge Beachtung.

Aus Berlin wird berichtet von der IG Metall (IGM) Verwaltungsstelle, aus Baden-Württemberg vom Tarifgebiet Nordbaden und aus NRW von Pierburg Neuß (vgl. Juni 1970) und dem Salzbergbaubetrieb Solvay in Borth (vgl. Aug. 1970).

Ebenfalls im September erscheint die Nr.3 mit 8 Seiten und Stefanie Endlich als Verantwortlicher. Berichtet wird aus der Gitterwickelei (Abteilung 154) sowie von Jungarbeitern und Lehrlingen, besonders den Jungarbeiterinnen. Aus Berlin wird berichtet von der DIAG Reparaturwerft in Spandau (vgl. Sept. 1970). Aus Bremen wird berichtet von der Vulkanwerft (vgl. Sept. 1970).
=Das rote System Nr.2 und 3,Berlin Sept. 1970

September 1970:
Laut KPD/ML-ZB gibt ihr Landesverband Westberlin während der Metalltarifrunde (MTR) im September und Oktober 6 zentrale Flugblätter heraus und dazu 4 Betriebszeitungen. Davon erscheinen 'Der AEG-Arbeiter' in 6 Ausgaben (vgl. ******1970), 'Das Rote System' (AEG Sickingenstraße - vgl. Sept. 1970) in 5 Ausgaben, 'Der Schwartzkopff-Hammer' (vgl. 1.10.1970) in 3 Ausgaben und 'Rotlicht' (Osram - vgl. Sept. 1970) in 3 Ausgaben.
=Der Parteiarbeiter Nr.1,Bochum Jan. 1971

21.09.1970:
Vermutlich in dieser Woche gibt die KPD/ML-ZB in Berlin die Nr.3 des 'Extrablattes der Betriebsgruppen der KPD/ML' (vgl. 1.10.1970) heraus. Berichtet wird aus Berlin u.a. von AEG Sickingenstraße.
=KPD/ML-ZB:Extrablatt der Betriebsgruppen der KPD/ML o.Nr.(3),Berlin o.J. (1970)

Oktober 1970:
In der Nr.4 von 'Das rote System' (vgl. Sept. 1970, Nov. 1970) - Zeitung der Betriebsgruppe AEG Sickingenstr. Berlin der KPD/ML-ZB findet sich der Hinweis, daß diese Zeitung im Verlag der KPD/ML Bochum Bongardstr.15 gedruckt worden sei. Aus dem eigenen Betrieb wird auf den 8 Seiten DIN A 4 unter Verantwortung von Stefanie Endlich in Berlin berichtet über die Gitterwickelei. Aus Bayern wird berichtet von MAN Augsburg (vgl. 20.10.1970) und BMW München (vgl. Okt. 1970), aus NRW von Krupp Essen (vgl. 13.10.1970) und aus Schleswig-Holstein u.a. von der Flenderwerft in Lübeck (vgl. 7.10.1970).
=Das rote System Nr.4,Berlin Okt. 1970

26.10.1970:
In Berlin erscheint die Nr.6 des 'Extrablattes der Betriebsgruppen der KPD/ML' der KPD/ML-ZB (vgl. 9.10.1970, Nov. 1970) vermutlich in dieser Woche mit Nachrichten u.a. über AEG Sickingenstraße.
=KPD/ML-ZB:Extrablatt der Betriebsgruppen der KPD/ML Nr.6,Berlin Okt. 1970

November 1970:
Beim AEG Werk Sickingenstraße in Berlin wird, laut KPD/ML-ZB, die Abteilung Senderöhren stillgelegt und an Siemens verkauft.
=Das Rote System Nr.12,Berlin 20.4.1971

November 1970:
Vermutlich im November gibt die Berliner Betriebsgruppe AEG Sickingenstraße der KPD/ML-ZB die Nr.5 ihres 'Roten Systems' (vgl. Okt. 1970, Dez. 1970) heraus, die uns bisher nicht vorlag.
=Das Rote System Nr.4 und 6,Berlin Okt. 1970 bzw. Dez. 1970

02.11.1970:
In Berlin gibt die KPD/ML-ZB Betriebsgruppe Schwartzkopff in der ersten Novemberwoche die Nr.3 ihres 'Schwartzkopff Hammers' (vgl. 5.10.1970, Dez. 1970) heraus. Berichtet wird u.a. aus dem AEG Werk Sickingenstraße Berlin.
=Der Schwartzkopff Hammer Nr.3,Berlin Nov. 1970

30.11.1970:
Die Betriebsgruppe AEG Westberlin (die KPD/ML-ZB hat zu diesem Zeitpunkt in Berlin zwei Betriebsgruppen in AEG-Werken, die, um die es hier geht, ist die vom Werk Sickingenstr.,d.Vf.) berichtet von einer Betriebsversammlung (BV), die zum ersten Mal, aufgrund der Ankündigung von Kurzarbeit recht gut besucht gewesen sei und vermutlich in dieser Woche stattfindet:"
Der Leiter der Rechtsabteilung der IGM rechnete den Arbeiterinnen vor, was sie während der Kurzarbeit ungefähr an Lohn bekommen würden: mindestens 100 DM weniger! Der IGM-Funktionär machte der Geschäftsleitung zum Vorwurf, sie habe 'mangelnde Weitsicht in der Planung' gezeigt (...). Er empörte sich darüber, daß der Betriebsrat nicht rechtzeitig informiert worden sei. (Später stellte sich heraus, daß er wohl rechtzeitig informiert war, aber die Kolleginnen nicht informiert hatte).

Der IGM-Funktionär lobte den Erfolg der Gewerkschaft bei den Tarifverhandlungen. Die Kolleginnen hielten allerdings nicht viel von seinem Gerede. Äußerst empört aber waren sie, als die Betriebsrätin schließlich die Betriebszeitung der KPD/ML ('Das Rote System',d.Vf.) scharf angriff und die Arbeiterinnen aufforderte, die Zeitung zu bekämpfen und sich zu diesem Zweck enger zusammenzuschließen.

Bei einer Diskussion über die Belegschaftsversammlung am nächsten Tag wandten sich die Arbeiterinnen empört dagegen, sich vorschreiben zu lassen, was sie lesen sollen. Sie würden wieder eine Zeitung nehmen, denn darin würde man wenigstens über das, was im Betrieb vorgeht, informiert.
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.56,Bochum 5.12.1970,S.4

Dezember 1970:
In Berlin gibt die Betriebsgruppe AEG Sickingenstr. der KPD/ML-ZB die Nr.6 von 'Das rote System' (vgl. Nov. 1970, Feb. 1971) mit einem Umfang von 4 Seiten heraus.
Berichtet wird über das Anlagenwerk, die Abteilungen der Maschinenbauer und Werkzeugmacher sowie die Abteilungen Empfängerröhre und Röntgenröhre die eventuell stillgelegt bzw. an SEL oder Siemens übergeben werden sollen.
Von der AEG wird berichtet aus den Werken Quickbornerstraße und Schwedenstraße sowie der V15-Fabrik im Werk Brunnenstraße und der Abteilung Senderöhren in der Sickingenstraße, die an Siemens verkauft werden soll.
=Das Rote System Nr.6,Berlin Dez. 1970

07.12.1970:
Die Nr.5 der 'Roten Fahne' der KPD/ML-ZB (vgl. 23.11.1970, 21.12.1970) berichtet u.a. über die Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB bei AEG-Sickingenstr. ('Das Rote System') in Berlin.
=Rote Fahne Nr.5,Bochum 7.12.1970

14.12.1970:
Bei AEG Berlin-Sickingenstraße beginnt, laut KPD/ML-ZB, im Halbleiterwerk B 2 Kurzarbeit bis zum 15.1.1971.
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.1 bzw. 5,Bochum 6.1.1971 bzw. 20.1.1971,S.2 bzw. S.10

28.12.1970:
Die KPD/ML-ZB berichtet vermutlich aus dieser Woche:"
AEG Telefunken plant die Stillegung des ehemaligen Röhren- und jetzigen Halbleiterwerks B 2 in der Sickingenstraße in West-Berlin. Als Grund wird die verschärfte amerikanische und französische Konkurrenz angegeben. Der Röhrenbereich soll insgesamt von der Siemens AG aufgekauft werden ... wieviele Arbeiter entlassen werden und wieviele von Siemens übernommen werden, ist noch unklar."
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.1,Bochum 6.1.1971,S.2

Februar 1971:
Bei AEG Werk Sickingenstraße Berlin gibt die Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB, nach eigenen Angaben, ein Extrablatt ihres 'Roten Systems' (vgl. Dez. 1970, 1.3.1971) zu den Betriebsratswahlen (BRW) heraus, welches uns bisher noch nicht vorlag.
=Das Rote System Nr.16,Berlin 13.7.1971

01.03.1971:
Beim AEG Werk Sickingenstraße in Berlin gibt die Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB ein zweiseitiges Extrablatt ihres 'Roten Systems' (vgl. Feb. 1971, 8.3.1971) zum Röhrenwerk unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum heraus. Eingegangen wird auch auf die Lehrlinge in den AEG Werken Ackerstraße und Holländerstraße sowie auf den Fachbereich R2.
=Das Rote System Extrablatt,Berlin März 1971

08.03.1971:
Beim AEG Werk Berlin-Sickingenstraße gibt die Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB vermutlich in dieser Woche die Nr.10 ihres 'Roten Systems' (vgl. 1.3.1971, 22.3.1971) mit 10 Seiten unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum heraus. Berichtet wird vom Halbleiterbereich im Röhrenwerk, dem Fachbereich R2 und den Lehrlingen in der Produktion.
=Das Rote System Nr.10,Berlin März 1971

11.03.1971:
In Berlin stellt die Grundorganisation AEG der KPD/AO fest, daß im AEG Werk Sickingenstraße ein Mitglied der bzw. einer, da wollen wir uns lieber nicht so genau festlegen, RG-Restgruppe der KPD/ML arbeite.
=KPD/AO:P.d. GO AEG v. 11.3.71,o.O. (Berlin) o.J. (1971)

19.03.1971:
Beim AEG-Werk Sickingenstr. Berlin führt die KPD/ML-ZB eine Kurzkundgebung durch. Zum Verlauf dieser Aktion heißt es:"
Die meisten von euch reagierten voller Ablehnung und Abwehr."
=Das rote System Nr.11,Berlin März 1971

22.03.1971:
Beim Berliner AEG Werk Sickingenstraße beginnt, laut KPD/ML-ZB, eine Kurzarbeitsphase bis zum 16.4.1971. Zentral wurde angekündigt:"
Bei AEG in Westberlin wird jetzt auch im Röhrenwerk in der Sickingenstraße kurzgearbeitet. Davon sind 2 500 Kollegen und Kolleginnen betroffen."
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.19,Bochum 10.3.1971,S.7;
Der Rote Gartenfelder Nr.5,Berlin 22.4.1971


22.03.1971:
Beim AEG Werk Sickingenstraße in Berlin gibt die Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB vermutlich in dieser Woche die Nr.11 ihres 'Roten Systems' (vgl. 8.3.1971, 20.4.1971) mit 8 Seiten unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum heraus.
Berichtet wird von der eigenen Kurzkundgebung (vgl. 19.3.1971), über die ausländischen Beschäftigten und die drohende Verlagerung der Abteilung Röntgenröhre nach Erlangen in Bayern.

Aus Berlin wird berichtet vom Streik bei KWU (vgl. Apr. 1970) und von NCR aus dem Rohmateriallager.
=Das Rote System Nr.11,Berlin März 1971

29.03.1971:
Vermutlich heute oder in dieser Woche gibt die KPD/AO in Berlin die auf März datierte Nr.18 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken' (vgl. März 1971, Apr. 1971) heraus. Von der Berliner AEG kommen Berichte u.a. aus der Sickingenstraße.
=Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr.18,Berlin März 1971

April 1971:
In Berlin bringt die KPD/ML-ZB die Nr.4 ihrer 'Roten Turbine' für die KWU (vgl. 10.3.1971, Mai 1971) heraus. Aus Berlin wird berichtet über Kurzarbeit u.a. bei AEG Sickingenstraße.
=Rote Turbine Nr.4,Berlin Apr. 1971

April 1971:
In Berlin erscheint die Nr.10 von 'Rotlicht' - Zeitung der Betriebsgruppe Osram der KPD/ML-ZB (vgl. 15.3.1971, 13.5.1971). Aus Berlin wird berichtet über Kurzarbeit u.a. bei AEG Sickingenstraße.
=Rotlicht Nr.10,Berlin Apr. 1971

14.04.1971:
Die Berliner KPD/AO veröffentlicht wahrscheinlich heute die Nr.17 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 24.3.1971, 5.5.1971), man befaßt sich u.a. mit AEG Sickingenstraße.
=Rote Fahne Nr.17,Berlin Apr. 1971

20.04.1971:
Die Berliner Betriebsgruppe AEG Sickingenstr. der KPD/ML-ZB verteilt die Nr.12 ihrer Betriebszeitung 'Das rote System' (vgl. 22.3.1971, 11.5.1971), auf deren 12 Seiten unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum neben Berichten über geplante Entlassungen und Umstrukturierungen (vgl. Nov. 1970) u.a. in der Empfängerröhre und Röntgenröhre sowie die stillgelegte Abteilung Röntgenaufbau, trotz schlechter Erfahrungen (vgl. 19.3.1971) eine Kurzkundgebung vor dem Haupttor für denselben Tag angekündigt wird. Eingegangen wird auch auf das AEG Hydrawerk in der Drontheimer Straße und den Fachbereich R2. Von den Lehrlingen wird berichtet über die Arbeit in der Produktion und den Elektromechanikern.

Über diese Ausgabe heißt es später in Leserbrief:"
Die letzte Ausgabe des 'Roten Systems' wurde gierig gelesen und war im Nu vergriffen."
=Das rote System Nr.12 und 13,Berlin 20.4.1971 bzw. 11.5.1971

23.04.1971:
In der Nr.2 ihres 'Roten Schaltwerkers' (vgl. 22.3.1971, Mai 1971) veröffentlicht die Berliner Betriebsgruppe Siemens-Schaltwerk der KPD/ML-ZB u.a. einen Artikel des KJVD zum 1.Mai, der aber offensichtlich aus einer anderen Betriebszeitung der KPD/ML-ZB ('Das rote System' für AEG Sickingenstr. Berlin) übernommen wurde, denn in ihm heißt es, "in den Betrieben wie hier in der Sickingenstr.".

Auf die Krise wird u.a. eingegangen anhand des Berliner Betriebs AEG Sickingenstraße.
=Der rote Schaltwerker Nr.2,Berlin 23.4.1971

28.04.1971:
In Berlin erscheint die Nr.5 des 'NCR Arbeiters' (vgl. 6.4.1971, 19.5.1971) durch die entsprechende Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB. Aus Berlin wird u.a. berichtet von AEG Sickingenstraße.
=Der NCR Arbeiter Nr.5,Berlin 28.4.1971

10.05.1971:
In Berlin gibt die KPD/ML-ZB das 'Extrablatt der Betriebsgruppen der KPD/ML' Nr.17 (vgl. Apr. 1971) vermutlich in dieser Woche heraus. Berichtet wird auch von den Auswirkungen der Krise in einer Reihe von Berliner Betrieben (u.a. AEG Sickingenstraße).
=KPD/ML-ZB:Extrablatt der Betriebsgruppen der KPD/ML Nr.17,Berlin Mai 1971

11.05.1971:
Die Berliner Betriebsgruppe AEG Sickingenstr. der KPD/ML-ZB gibt die Nr.13 ihres 'Roten Systems' (vgl. 20.4.1971, 1.6.1971) mit 10 Seiten unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum heraus.

Berichtet wird aus Hessen von der Stillegung des AEG Telefunken Phonowerkes in Kassel-Waldau (gegründet Juni 1970, 500 Besch., 85% Frauen) und aus Niedersachsen von den AEG Telefunken Werken in Celle und Hannover, wo u.a. Radiogeräte und Schwarzweißfernseher produziert werden.

Aus Berlin wird berichtet vom AEG Fachbereich R2, der AEG Schwedenstraße und aus dem eigenen Werk von der Halbleiterproduktion, dem Röhrenwerk und dem Anlagenwerk.
Ein Leserbrief befaßt sich u.a. mit der Abteilung 161, den Angestellten und der letzten Ausgabe des 'Roten Systems'.
=Das rote System Nr.13,Berlin 11.5.1971

01.06.1971:
In Berlin gibt die Betriebsgruppe AEG Sickingenstr. der KPD/ML-ZB die Nr.14 ihres 'Roten Systems' (vgl. 11.5.1971, 22.6.1971) mit 12 Seiten unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum heraus, u.a. mit Berichten über die Maidemonstration und die Demonstration gegen den rechtsradikalen BHJ (vgl. 14.5.1971).

Aus dem eigenen Werk wird berichtet von der Abteilung BTA 32 Planiermontage (48 Besch.), von den Ingenieuren und Technikern in der Halbleiter- und Entwicklungsabteilung, vom Röhrenwerk und den Botinnen in der AEG Hauptgeschäftsstelle am Hohenzollerndamm in Wilmersdorf. Eingegangen wird auch auf die Senderproduktion im Anlagenwerk und in Baden-Württemberg in Ulm.

Aus NRW wird berichtet von HOAG Oberhausen (vgl. 21.5.1971), aus Niedersachsen von Conti Hannover (vgl. 7.5.1971).

Aufgerufen wird zu Veranstaltungen der KPD/ML-ZB (vgl. 25.6.1971, 28.6.1971).
=Das rote System Nr.14,Berlin 1.6.1971

07.06.1971:
In Berlin erscheint die Nr.12 des 'Schwartzkopff Hammer' - Zeitung der Betriebsgruppe Schwartzkopff der KPD/ML-ZB (vgl. 14.5.1971, 29.6.1971) frühestens in dieser Woche. Berichte behandeln u.a. AEG Berlin-Sickingenstraße.
=Der Schwartzkopff Hammer Nr.12,Berlin Juni 1971

15.06.1971:
In Berlin gibt die KPD/AO spätestens heute die auf Juni datierte Nr.21 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken' (vgl. 18.5.1971, 17.7.1971) heraus, mit Berichten u.a. aus den Berliner Werken Brunnen- und Sickingenstraße.
=Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr.21,Berlin Juni 1971

22.06.1971:
In Berlin bringt die KPD/ML-ZB Betriebsgruppe AEG Sickingenstr. die Nr.15 ihres 'Roten Systems' (vgl. 1.6.1971, 13.7.1971) mit 14 Seiten unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum heraus, die sich u.a. ausführlich mit der Chemietarifrunde (CTR) in Hessen und Nordrhein befaßt.

Eingegangen wird auch auf das Röhrenwerk, die Lehrlinge, den AEG Fachbereich R2 und die dortige Solidarität mit Carlos Pardo (vgl. 11.6.1971).

Aufgerufen wird zur Veranstaltung der KPD/ML-ZB (vgl. 29.6.1971).
Für den Nachmittag wird der Verkauf der 'Roten Fahne' Nr.12 (vgl. 21.6.1971) angekündigt.
=Das rote System Nr.15,Berlin 22.6.1971

22.06.1971:
In der Nr.7 ihrer Betriebszeitung für KWU-Berlin 'Rote Turbine' (vgl. Mai 1971, 17.7.1971) berichtet die KPD/ML-ZB Betriebsgruppe ua. von AEG Sickingenstraße.
=Rote Turbine Nr.7,Berlin 22.6.1971

30.06.1971:
Im Berliner AEG-Werk Sickingenstraße findet heute, laut KPD/AO, eine Betriebsversammlung statt.
=Kommunistische Arbeiterpresse - AEG Telefunken Nr.22,Berlin Juli 1971

13.07.1971:
In Berlin gibt die KPD/ML-ZB Betriebsgruppe AEG Sickingenstr. die Nr.16 ihres 'Roten Systems' (vgl. 22.6.1971, 19.8.1971) mit 12 Seiten unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum heraus, in der sie u.a. auf den Verlauf der Chemietarifrunde (CTR) und auf die Schließung des AEG-Phonowerks Kassel-Waldau in Hessen eingeht, wo es zu einem Streik und einer Demonstration kam.

Aus Berlin wird berichtet von KWU.

Aus dem eigenen Betrieb wird berichtet vom Anlagenwerk, vom Röhrenwerk, der Halbleiterproduktion, den Frauen, der Bauteilefertigung, den Abteilungen Empfängerröhre, Röntgenröhre und dem Großsenderbau (Abteilung W 234/235).

Angekündigt wird der Verkauf der 'Roten Fahne' (RF) für jeden zweiten Mittwoch.
=Das rote System Nr.16,Berlin 13.7.1971

02.08.1971:
In Berlin erscheint die 'Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken' (KAP) Nr.23 (vgl. 17.7.1971, 16.8.1971) auf August datiert vermutlich in dieser Woche erstmals durch die KPD und nicht mehr durch die KPD/AO. Enthalten ist auch das Kampfprogramm der Zelle, welches wir aus der 'Roten Fahne' (RF - vgl. 13.8.1971) der KPD wiedergeben.
KAMPFPROGRAMM FÜR DIE AEG BRUNNENSTRASSE
...
IN DER SICKINGENSTRASSE wurden Frauen in niedrigere Lohngruppen eingestuft; bei 30 Frauen wurde der Lohn um 12 Pfennig gekürzt".
=Rote Fahne Nr.23,Berlin 13.8.1971,S.5f

19.08.1971:
In Berlin veröffentlicht die Betriebsgruppe AEG Sickingenstr. der KPD/ML-ZB in der Nr.17 ihres 'Roten Systems' (vgl. 13.7.1971, 23.9.1971) auf den 10 Seiten unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum ihr betriebliches Kampfprogramm.
Außerdem wird ein Brief an die SEW zu derem Verhalten bei den Antifa-Aktionen am 13.8.1971 abgedruckt.
=Das rote System Nr.17,Berlin 19.8.1971

27.08.1971:
In der 'Roten Fahne' Nr. 24 (vgl. 13.8.1971, 10.9.1971) veröffentlicht die KPD aus Berlin eine Arbeiterkorrespondenz von AEG Sickingenstraße.
=Rote Fahne Nr.24,Berlin 27.8.1971

23.09.1971:
In Berlin erscheint die Nr.18 von 'Das rote System' - Zeitung der Betriebsgruppe AEG Sickingenstr. der KPD/ML-ZB (vgl. 19.8.1971, 28.9.1971) mit einem Umfang von 10 Seiten unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum. Erstmals findet der Buchladen der KPD/ML-ZB, das Arbeiterbuch, in der Charlottenburger Goethestraße 70 Erwähnung. Berichtet wird von der KWU Berlin und aus dem eigenen Betrieb vom Röhrenwerk, der ehemaligen Abteilung Senderöhre (vgl. Nov. 1970), der Wendelherstellung, den Frauen, den Ausländern, dem Anlagenwerk und dem Relaisbau.
=Das rote System Nr.18,Berlin 23.9.1971

28.09.1971:
Bei AEG Sickingenstraße Berlin gibt die Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB ein zweiseitiges Extrablatt ihres 'Roten Systems' (vgl. 23.9.1971, Okt. 1971) mit einem Aufruf zur Veranstaltung der Betriebsgruppen AEG und KWU (vgl. 5.10.1971) heraus.
=Das Rote System Extrablatt,Berlin 28.9.1971

Oktober 1971:
Vermutlich im Oktober gibt in Berlin die Betriebsgruppe AEG Werk Sickingenstraße der KPD/ML-ZB ihr 'Rotes System' Nr.19 (vgl. 28.9.1971, Nov. 1971) heraus, welches uns bisher noch nicht vorlag.
=Das Rote System Nr.18 und 23,Berlin 23.9.1971 bzw. 15.2.1972

05.10.1971:
Die Berliner Betriebsgruppen KWU und AEG-Sickingenstraße der KPD/ML-ZB rufen für heute zum Besuch einer Informationsveranstaltung anläßlich der Metalltarifrunde (MTR) in der Schultheiß-Gaststätte in der Moabiter Zwinglistraße 7 auf.
=Rote Turbine Nr.12,Berlin 30.9.1971;
Das Rote System Extrablatt,Berlin 28.9.1971


November 1971:
Vermutlich im November gibt in Berlin die Betriebsgruppe AEG Werk Sickingenstraße der KPD/ML-ZB ihr 'Rotes System' Nr.20 (vgl. Okt. 1971, 11.11.1971) heraus, welches uns bisher noch nicht vorlag.
=Das Rote System Nr.18 und 23,Berlin 23.9.1971 bzw. 15.2.1972

11.11.1971:
Beim Berliner AEG Werk Sickingenstraße gibt die Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB ein zweiseitiges Extrablatt ihres 'Roten Systems' (vgl. Nov. 1971, 12.11.1971) zur heutigen Betriebsversammlung (BV) unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum heraus.
=Das Rote System Extrablatt,Berlin 11.11.1971

12.11.1971:
Beim Berliner AEG Werk Sickingenstraße gibt die Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB ein zweiseitiges Extrablatt ihres 'Roten Systems' (vgl. 11.11.1971, 25.11.1971) zur gestrigen Betriebsversammlung (BV) unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum heraus.
=Das Rote System Extrablatt,Berlin 12.11.1971

24.11.1971:
Beim Berliner AEG Werk Sickingenstraße wird heute die 'Rote Fahne' (RF) der KPD/ML-ZB Nr.23 (vgl. 22.11.1971) verkauft. Laut der Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB diskutiert einer der Verkäufer mit zwei Kollegen. Ein Faschist aus der Abteilung Werkzeugbau sei hinzugekommen und habe gehetzt, woraufhin die beiden Kollegen angefangen hätten zu prügeln.
=Das Rote System Extrablatt,Berlin 25.11.1971

25.11.1971:
Die Berliner Betriebsgruppe AEG Sickingenstr. der KPD/ML-ZB geht in einem vierseitigen Extrablatt ihres 'Roten Systems' (vgl. 12.11.1971, Dez. 1971) unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum auf zwei Vorfälle beim 'Rote Fahne' (RF)-Verkauf vor dem Betrieb (vgl. 24.11.1971) ein. Einmal sei eine 'Rote Fahne'-Verkäuferin von zwei Kolleginnen für die gesuchte Guerrillera Marianne Herzog gehalten und durch die Polizei festgenommen worden.
=Das rote System Extrablatt,Berlin 25.11.1971

Dezember 1971:
Vermutlich im Dezember gibt in Berlin die Betriebsgruppe AEG Werk Sickingenstraße der KPD/ML-ZB ihr 'Rotes System' Nr.21 (vgl. 25.11.1971, Jan. 1972) heraus, welches uns bisher noch nicht vorlag.
=Das Rote System Nr.18 und 23,Berlin 23.9.1971 bzw. 15.2.1972

03.12.1971:
Bei KWU Berlin gibt die Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB ein Extrablatt ihrer 'Roten Turbine' (vgl. Dez. 1971, 15.12.1971) heraus. Berichtet wird u.a. aus Berlin von AEG Sickingenstraße.
=Rote Turbine Extrablatt,Berlin 3.12.1971

15.12.1971:
In Berlin streiken, nach Berichten der KPD/ML-ZB, 10 000 Metaller in 14 oder 15 Betrieben gegen das 7,5 Prozent Ergebnis der Tarifrunde, u.a. bei Borsig, Schwartzkopff, Osram und AEG.

Der gestrige Tarifabschluß war laut KPD/ML-ZB sehr niedrig:"
Darauf entstand unter den Westberliner Metallarbeitern eine große Unruhe. Die Kampfentschlossenheit wuchs ständig und die Gewerkschaftsführer mußten befürchten, die Kontrolle über die Bewegung zu verlieren. Deshalb versuchten sie, sich an die Spitze des Kampfes der Westberliner Metaller zu setzen und organisierten für den 15. in vielen Betrieben Proteststreiks. Trotzdem glitt ihnen die Bewegung immer mehr aus der Hand, wie die spontanen 15% Forderungen zeigten. Die IGM-Führer sahen sich gezwungen, die Wiederaufnahme der Verhandlungen mit den Metallkapitalisten durchzusetzen. Gleichzeitig riefen sie für den 16. um 15. 30 Uhr zu einer Kundgebung auf."

"Die Streiks wurden wahrscheinlich von Vertrauensleuten organisiert. Es ging um folgendes: Die IGM-Verhandlungskommission hatte schon dem Ergebnis von Nordwürttemberg/Nordbaden zugestimmt, hatte diese Zustimmung jedoch einen Tag später wieder zurückgezogen, weil die Unruhe in den Betrieben zu groß war und die IGM-Führer in Westberlin das 7,5% Ergebnis schon zu lauthals abgelehnt hatten, wegen des unterschiedlichen Lohnniveaus zur BRD. Die Streiks sollten deshalb für 7,8% geführt werden."

Laut KPD wird heute und morgen gestreikt bei den AEG Werken Brunnenstraße, Sickingenstraße, Schwedenstraße, Quickbornerstraße, Hydra, bei DWM-Waggon Union, Schwartzkopff, KWU, Bosch Photokino, Bosch Elektronik, Osram Helmholtzstraße, Berliner Kupferraffinerie, Gillette, KHD, Siemens Askania und bei Orenstein und Koppel (O+K).

Die RKJ der GIM berichtet:"
In Berlin legen in verschiedenen Betrieben mehrere Tausend Metallarbeiter für eine Stunde die Arbeit nieder. Die Berliner IG Metall verlangt eine 'Überwindung bestehender tariflicher Abstände zu vergleichbaren Tarifgebieten im Bundesgebiet' (SZ, 17.12.1971). Darüber soll im Januar verhandelt werden."
=Was Tun Nr.1,Mannheim 1972,S.9;
Der Schwartzkopff Hammer Nr.25,Berlin 22.12.1971;
Rote Fahne Nr.33,Berlin 31.12.1971;
Der Rote Gartenfelder Nr.18,Berlin 11.1.1972;
Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.97,Bochum 18.12.1971,S.14


20.12.1971:
Vermutlich heute gibt in Berlin die KPD die zweite Dezemberausgabe (Nr.30) ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken' (vgl. 6.12.1971, Jan. 1972) heraus. Berichtet wird u.a. über die Betriebsversammlung (BV) bei AEG Sickingenstraße.
=Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr.30,Berlin Dez. 1971

Januar 1972:
Vermutlich im Januar gibt in Berlin die Betriebsgruppe AEG Werk Sickingenstraße der KPD/ML-ZB ihr 'Rotes System' Nr.22 (vgl. Dez. 1971, 5.2.1972) heraus, welches uns bisher noch nicht vorlag. Eingegangen wird u.a. auf die Abteilung Röhrenaufbau.
=Das Rote System Nr.18 und 23,Berlin 23.9.1971 bzw. 15.2.1972

20.01.1972:
Laut KPD/ML-ZB empfängt Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) in Bonn 60 Betriebsräte, "mit denen er eineinhalb Stunden eine Unterredung hatte. Bei diesem Gespräch waren auch der alte Arbeiterverräter Arendt und DGB-Oberbonze Vetter anwesend". Themen seien das BVG, die Betriebsratswahlen (BRW) und die Kommunistenverfolgung im Betrieb gewesen. U.a. wird über die Lage im Ruhrkohlebergbau gesprochen. Das Treffen kommt auf Initiative des sog. 'Arbeiternehmerbeirats' beim Parteivorstand der SPD zustande. An dem Treffen nehmen u.a. teil: Karl Heinz Trojahn (Zeche Hugo Gelsenkirchen), H. Preuß (Zeche Schlägel und Eisen Herten), Ferdi Nieswandt (Krupp Bochum), W. Tebbe (Hoesch Phoenix Dortmund) aus NRW sowie aus Berlin Betriebsräte von KWU (3), NCR, Schwartzkopff und AEG Sickingenstraße. In den Berliner Betriebszeitungen der KPD/ML-ZB wird als Thema des Treffens die Bekämpfung der KPD/ML-ZB angegeben, denn nicht nur zufällig seien gerade Betriebsräte der Berliner Betriebe anwesend gewesen, in denen es Betriebsgruppen der KPD/ML-ZB gäbe. Die Veranstaltung habe unter dem Motto "Die KPD/ML und die Kommunistenbekämpfung" gestanden.

Die KPD (vgl. 10.3.1972) berichtet:"
Im Januar gab Brandt ein Treffen in seinem Bungalow für 60 Betriebsratsvorsitzende, um noch einmal seine 'Verbundenheit' mit der Arbeiterklasse zu demonstrieren, Hauptabsicht war natürlich, alle SPD-Betriebsräte erneut auf die arbeiterfeindliche Politik der Regierung zu verpflichten."

In Baden-Württemberg berichtet der Bund Kommunistischer Arbeiter (BKA) Freiburg nichts über die KPD/ML sondern nur über die Beeinflussung der BRW.

In Berlin berichten von der Tagung die Betriebsgruppen der KPD/ML-ZB im IGM-Bereich bei KWU (vgl. 26.1.1972, 10.2.1972), NCR (vgl. 3.2.1972) sowie bei Siemens (vgl. 4.2.1972).

In NRW berichten in Dortmund im IGM-Bereich die KPD/ML-ZB Betriebsgruppen Hoesch Westfalenhütte und Phoenix Dortmund (vgl. 9.3.1972, bzw. 13.3.1972 und 10.4.1972) sowie die KPD bei der Hoesch Westfalenhütte (vgl. 8.3.1972).
=Kommunistische Arbeiterpresse Hoesch Westfalenhütte Nr.11,Dortmund 8.3.1972,S.1;
Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.7,Bochum 26.1.1972;
Rote Fahne Nr.38,Dortmund 10.3.1972,S.6;
Rote Turbine Extrablatt,Berlin 26.1.1972 bzw. 10.2.1972;
Der rote Schaltwerker Extrablatt,Berlin 4.2.1972;
Der Rote Gartenfelder Extrablatt,Berlin 4.2.1972;
Der NCR Arbeiter Nr.3,Berlin 3.2.1972;
Die Rote Westfalenwalze Demokratische Wahlen? oder Wahlzauber! und Jetzt erst recht,Dortmund o.J. (März 1972) bzw. o.J. (März 1972),S.7 bzw. S.5;
Das Rote Schwungrad Betriebsratswahlen 1972,Dortmund o.J. (Apr. 1972),S.1;
Klassenkampf Extrablatt Rhodia,Freiburg 28.2.1972,S.2;
Klassenkampf,Freiburg 2.3.1972,S.1


15.02.1972:
In Berlin erscheint die Nr.23 von 'Das rote System' - Zeitung der Betriebsgruppe AEG Sickingenstr. der KPD/ML-ZB (vgl. Jan. 1972, 23.3.1972) mit 10 Seiten unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum heraus. Vom eigenen Werk wird berichtet über die Abteilung Röhrenaufbau und von der Betriebsratswahl (BRW) im Anlagenwerk, wo es während der Metalltarifrunde (MTR) zu einem dreiviertelstündigen Streik im Senderbau gekommen war.

Aus Berlin wird berichtet von der letzten Vietnamdemonstration (vgl. 12.2.1972), aus Schleswig-Holstein von der Flensburger Berufsverbotedemonstration (vgl. 29.1.1972).
=Das rote System Nr.23,Berlin 15.2.1972

21.02.1972:
Vermutlich heute erscheint in Berlin die Nr.33 der 'Kommunistischen Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken' der KPD (vgl. 31.1.1972, 15.3.1972). Eingegangen wird auch auf die Lehrlinge bei AEG Sickingenstraße.
=Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr.33,Berlin Feb. 1972

23.03.1972:
In Berlin erscheint die Nr.24 von 'Das rote System' - Zeitung der Betriebsgruppe AEG Sickingenstr. der KPD/ML-ZB (vgl. 15.2.1972), wobei es sich um die letzte uns bisher vorliegende Ausgabe handelt. Auf den 10 Seiten unter Verantwortung von Horst Kwiatkowski findet sich ein Vorschlag für die betriebliche Einheitsfront, der sich speziell auch an die SEW wendet. Eingegangen wird auf das Anlagenwerk und die dortigen Angestellten sowie auf das Röhrenwerk und die dortigen Angestellten und die Abteilung 161. Für den Nachmittag wird der Verkauf der 'Roten Fahne' Nr.6 (vgl. 20.3.1972) angekündigt.
=Das rote System Nr.24,Berlin 23.3.1972

03.07.1972:
Der 'Rote Morgen' Nr.13 (vgl. 19.6.1972, 17.7.1972) berichtet u.a. über die eigene Betriebszeitung 'Roter Funke' für das Berliner AEG Werk Sickingenstraße (IGM-Bereich).
=Roter Morgen Nr.13,Hamburg 3.7.1972

24.07.1972:
Es erscheint die Nr.15 der 'Roten Fahne' der KPD/ML-ZB (vgl. 10.7.1972, 7.8.1972). Betriebsgruppen bestehen u.a. bei AEG-Sickingenstraße Berlin.
=Rote Fahne Nr.15,Bochum 24.7.1972

26.09.1973:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' Nr.39 (vgl. 19.9.1973, 3.10.1973) heraus. Aus Berlin wird u.a. berichtet von den Lehrlingen im AEG-Röhrenwerk Sickingenstraße.
=Rote Fahne Nr.39,Dortmund 26.9.1973

24.05.1976:
In Berlin protestieren, laut KPD, vermutlich in dieser Woche 21 Beschäftigte von AEG Sickingenstraße N1 (Anlagenwerk) gegen den Ausschluß von Bettina Jantzen (Betriebsrätin bei AEG Brunnenstraße) aus der IGM aufgrund der UVB.
=Rote Fahne Nr.22,Köln 2.6.1976

07.07.1976:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr.27 (vgl. 30.6.1976, 14.7.1976) heraus. Aus Berlin wird u.a. berichtet von AEG Sickingenstraße.
=Rote Fahne Nr.27,Köln 7.7.1976

11.08.1976:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr.32 (vgl. 4.8.1976, 18.8.1976) heraus. Aus Berlin wird u.a. berichtet von AEG u.a. aus dem Anlagenwerk in der Sickingenstraße über Shedhalle und SEW.
=Rote Fahne Nr.32,Köln 11.8.1976

18.10.1976:
In Berlin wird, laut KPD, vermutlich in dieser Woche die weitgehende Stillegung des AEG-Werkes Ackerstraße zum Sommer 1977 bekannt. Lediglich die Angestellten und die Vorfertigung sollen in das Werk Sickingenstraße verlegt werden.
=Rote Fahne Nr.43,Köln 27.10.1976

01.12.1976:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr.48 (vgl. 27.11.1976, 8.12.1976) heraus. Aus Berlin wird u.a. berichtet von der AEG u.a. Werke Ackerstraße und Sickingenstraße, die eigene Zelle und die SEW.
=Rote Fahne Nr.48,Köln 1.12.1976

22.12.1976:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) als Doppelnummer 51/52 (vgl. 15.12.1976, 5.1.1977) heraus. Aus Berlin wird u.a. berichtet durch die Zelle AEG Brunnenstraße u.a. über die 15 Berliner AEG-Werke, u.a. die Sickingenstraße.
=Rote Fahne Nr.51/52,Köln 22.12.1976

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