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Daimler-Benz Westberlin

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin

Materiallage

Es werden hier nur einige der zahlreichen einschlägigen Dokumente des APO-Archivs vorgestellt, dessen Sammlungen zu Daimler-Benz Westberlin allerdings bruchstückhaft sind.

Wichtige Themen und Ereignisse

Die Sozialistischen Betriebsgruppen Tempelhof-NCR-SEL-Daimler-Gillette (SBG), die anfänglich vermutlich die einzige Betriebsgruppe bei Daimler-Benz Westberlin unterhielten, und sich auch am Maikomitee 1970 beteiligten (vgl. Apr. 1970, 27.4.1970), tauchen hier aufgrund Materialmangels und lückenhafter Auswertung nur eher am Rande auf (vgl. Apr. 1971), wobei die Daimler-Benz-Gruppe der SBG sich vermutlich zumindest teilweise der Proletarischen Linken/Parteiinitiative (PL/PI) anschloss, die in der Folge bei Daimler-Benz eine betriebliche Ausgabe ihres 'Klassenkampfs' veröffentlicht (vgl. 12.4.1971, 28.5.1971, 21.6.1971) und auch bei anderen Betrieben von Daimler-Benz berichtet (vgl. 26.4.1971, 21.6.1971), wie dies wiederholt auch die KPD/ML-ZB tut, die bei Daimler-Benz vermutlich ihr stadtweites 'Extrablatt der Betriebsgruppen' (vgl. Nov. 1970, 10.5.1971) verteilt, aber bei Daimler-Benz selbst keine Betriebsgruppe hat.

Auch die PL/PI aber büßt offenbar bald ihre Betriebsgruppe bei Daimler-Benz wieder ein (vgl. 26.6.1971).

Bedeutung gewinnt das Westberliner Daimler-Werk wiederholt in den Metalltarifrunden, so in der MTR 1970 (vgl. 24.9.1970), vor allem aber angesichts der Aussperrung in der MTR 1971 (vgl. 24.11.1971, 25.11.1971), die offenbar durch ein massives Polizeiaufgebot durchgesetzt wird (vgl. 26.11.1971). Die Solidaritätsdemonstration im Wedding (vgl. 30.11.1971) scheint nicht gerade zahlreich besucht, vermutlich mobilisierten aber auch nur die PL/PI und die KJO Spartacus intern (vgl. 28.11.1971, 29.11.1971). Wichtiger scheinen die Solidaritätsstreiks in Westberlin, von denen sowohl die KPD in Westberlin (vgl. 1.12.1971), als auch die Dortmunder KPD/ML-ZB (vgl. 13.12.1971) berichten. Vom Solidaritäts-Autokorso (vgl. 2.12.1971), den u.a. die KPD/ML-ZB organisiert, liegen keine Teilnehmerzahlen vor, die KPD/ML-ZB vermag aber offenbar Freunde bei Daimler-Benz zu gewinnen (vgl. 16.12.1971), obwohl sie die Lage wahrscheinlich falsch eingeschätzt hatte (vgl. 9.2.1972).

Mit der MTR 1973 verfügt nun auch die KPD über Freunde bei Daimler-Benz Marienfelde (vgl. 10.1.1973), aber auch bei der Zentral-Niederlassung (vgl. 14.2.1973), die auch das Maikomitee 1973 unterstützen (vgl. 2.4.1973) und später die Revolutionäre Gewerkschaftsopposition der KPD (vgl. 21.11.1973). Von der IGM-Jugendgruppe Daimler-Benz erfahren wir nur beiläufig durch die Spartacisten (vgl. 20.12.1973), zahlreiche Berichte über Daimler-Benz Westberlin finden sich dagegen bei der KPD (vgl. 16.1.1974), die nicht nur eine Gruppe oppositioneller Gewerkschafter (GOG) aufzubauen trachtet (vgl. Feb. 1974), sondern auch eine Zelle bei Daimler-Benz unterhält (vgl. 12.3.1974, 20.3.1974, 2.4.1974).

Auch das Maikomitee 1974 wird bei Daimler-Benz unterstützt (vgl. 25.3.1974, 1.4.1974, 8.4.1974, 10.4.1974, 15.4.1974), die KPD berichtet nicht nur über ihre Daimler-Zelle (vgl. 22.5.1974), sondern erhält auch Spenden von dort (vgl. 12.6.1974, 26.6.1974), ist vermutlich von politischen Entlassungen betroffen (vgl. 16.9.1974) und beteiligt dann ehemalige Daimler-Beschäftigte an ihrer Arbeiterdelegation, die die VR China besucht (vgl. 11.5.1975).

Bei Daimler-Benz Westberlin kommt es wiederholt zu Gewerkschaftsausschlüssen aus der IG Metall (vgl. 16.6.1975, 3.5.1976), aber auch zu einem tödlichen Arbeitsunfall (vgl. 9.2.1976). Während die KPD 1976 bei Daimler-Benz über eine recht rege Betriebszelle verfügt (vgl. 19.7.1976, 5.8.1976), auch wenn diese von Repressionen betroffen ist (vgl. 10.10.1976), scheint der KABD nicht nur in Westberlin allgemein, sondern auch bei Daimler-Benz damals nur bescheiden vertreten zu sein (vgl. Aug. 1976).

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

Dezember 1969:  Vermutlich im Dezember 1969 geben in Berlin die Sozialistischen Betriebsgruppen von Daimler, Gillette, NCR und SEL erstmals ihre 'Die Sache der Arbeiter' (vgl. März 1970) heraus. Berichtet wird u.a. vom MDW-System bei Daimler-Benz. Über die eigene Herkunft wird bekannt gegeben, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter bisher in den Betriebsgruppen von Daimler, Gillette und NCR sowie dem ITT-Konzern bzw. Standard-Elektrik-Lorenz organisiert waren.
=Die Sache der Arbeiter Nr.1,Berlin Dez. / Jan. (o. J.)

Ausschnitt aus: Die Sache der Arbeiter, Nr. 1, Dez./Jan. 1969/70, Seite 1

Ausschnitt aus:Die Sache der Arbeiter, Nr. 1, Dez./Jan. 1969/70, Seite 3

Ausschnitt aus:Die Sache der Arbeiter, Nr. 1, Dez./Jan. 1969/70, Seite 4


März 1970:  Vermutlich Ende März 1970 geben in Berlin die Sozialistischen Betriebsgruppen von Daimler, Gillette, NCR und SEL ihre 'Die Sache der Arbeiter' Nr.2 (vgl. Dez. 1969, 27.4.1970) heraus. Eingegangen wird in "Wem gehören die Maschinen" auf die Possessionsverhältnisse der Produktivkräfte.

Berichtet wird u.a. von Daimler-Benz über das Prämiensystem.
=Die Sache der Arbeiter Nr.2,Berlin März / Apr. (o. J.)

Ausschnitt aus:Die Sache der Arbeiter, Nr. 2, März/April 1970, Seite 1

Ausschnitt aus:Die Sache der Arbeiter, Nr. 2, März/April 1970, Seite 4

Ausschnitt aus:Die Sache der Arbeiter, Nr. 2, März/April 1970, Seite 5


April 1970:  Vermutlich Anfang April gibt in Berlin ein 'Rotes Maikomitee' einen 4-seitigen 'Aufruf zur roten 1.Mai Demonstration 1970 in Neukölln' heraus. Von dem Komitee, hinter dem sich u.a. die PEI verbirgt, wird folgende Zusammensetzung bekanntgegeben:
- Betriebsgruppen von u.a. Daimler.
=Rotes Maikomitee:Aufruf zur roten 1.Mai Demonstration 1970 in Neukölln,Berlin 1970

27.04.1970:  Vermutlich in dieser Woche gibt in Berlin ein 'Rotes Maikomitee' seine 'Rote 1.Mai Zeitung' Nr.2 heraus. Von dem Komitee, hinter dem sich u.a. die PEI verbirgt, wird folgende Zusammensetzung bekanntgegeben:
- Betriebsgruppen von u.a. Daimler. Aufgerufen wird zur Demonstration am Freitag ab Karl-Marx-Platz.
=Rote 1.Maizeitung Nr.2,Berlin o.J. (1970)

24.09.1970:  Bei Daimler-Benz in Berlin-Marienfelde wird heute, laut PL/PI (vgl. 28.9.1970), anläßlich der Metalltarifrunde (MTR) 1970 gestreikt.
=Klassenkampf Extrablatt Lohnfragen sind Machtfragen,Berlin o.J. (1970)

November 1970:  In Berlin erscheint die Nr.7 des 'Extrablattes der Betriebsgruppen der KPD/ML' der KPD/ML-ZB (vgl. 26.10.1970, Nov. 1970) mit Nachrichten über u.a. Daimler.
=KPD/ML-ZB:Extrablatt der Betriebsgruppen der KPD/ML Nr.7,Berlin Nov. 1970

April 1971:  In Berlin geben die Sozialistischen Betriebsgruppen Tempelhof-NCR-SEL-Daimler-Gillette (SBG) die Nr.9 ihrer Zeitung 'Die Sache der Arbeiter' heraus. Verantwortlich zeichnet Ernst Welters in der Fregestr. 24.
=Die Sache der Arbeiter Nr.9,Berlin Apr. 1971

12.04.1971:  In Berlin erscheint vermutlich in dieser Woche die Nr.12 des 'Klassenkampf - Ausgabe Daimler-Benz Marienfelde' als Zeitung der Betriebszellen und Betriebsgruppen der Proletarischen Linken / Parteiinitiative (PL/PI - vgl. 5.4.1971, 26.4.1971).

Berichtet wird aus Berlin mit dem allgemeinen Artikel 3, der auch in der Ausgabe Fritz Werner Nr. 11 erschien. Eingeladen wird zu den Arbeiterversammlungen am 8., 16. und 23.4.1971.

Berichtet wird aber auch aus dem Berliner IGM-Bereich von Loewe in der Huttenstraße, von Fritz Werner aus der Abteilung 28 und der Montage 02, von Siemens aus dem Dynamowerk und aus dem Wernerwerk Haus 15, von Osram und von DWM Reinickendorf aus Automatenbau, Containerbau und Waggonbau.

Von Daimler-Benz Marienfelde wird berichtet aus der Endmontage.
=Klassenkampf - Ausgabe Daimler-Benz Marienfelde Nr.12,Berlin Apr. 1971

26.04.1971:  In Berlin erscheint vermutlich in dieser Woche die Nr.13 des 'Klassenkampf - Ausgabe Fritz Werner' als Zeitung der Betriebszellen und Betriebsgruppen der Proletarischen Linken / Parteiinitiative (PL/PI - vgl. 12.4.1971, 28.5.1971) ohne Nummerierung. Berichtet wird u.a. von Daimler-Benz Marienfelde aus Lager und Transport.
=Klassenkampf - Ausgabe Fritz Werner o. Nr.,Berlin Apr. 1971

26.04.1971:  In Berlin erscheint vermutlich in dieser Woche die Nr.13 des 'Klassenkampf - Ausgabe SEL' als Zeitung der Betriebszellen und Betriebsgruppen der Proletarischen Linken / Parteiinitiative (PL/PI - vgl. 12.4.1971, 28.5.1971) ohne Nummerierung. Berichtet wird u.a. von Daimler-Benz Marienfelde aus Lager und Transport.
=Klassenkampf - Ausgabe SEL o. Nr.,Berlin Apr. 1971

10.05.1971:  In Berlin gibt die KPD/ML-ZB das 'Extrablatt der Betriebsgruppen der KPD/ML' Nr.17 (vgl. Apr. 1971) heraus. Berichtet wird von den Auswirkungen der Krise in einer Reihe von Berliner Betrieben, u.a. Daimler.
=KPD/ML-ZB:Extrablatt der Betriebsgruppen der KPD/ML Nr.17,Berlin Mai 1971

28.05.1971:  In Berlin erscheint vermutlich Ende dieser Woche die Nr.14 des 'Klassenkampf - Ausgabe Daimler-Benz Marienfelde' für Mai als Zeitung der Betriebszellen und Betriebsgruppen der Proletarischen Linken / Parteiinitiative (PL/PI - vgl. 26.4.1971, 21.6.1971) ohne Nummerierung.

Berichtet wird aus Berlin mit allgemeinen Artikeln, die schon in anderen Ausgaben der Nr. 12 erschienen waren sowie von den GIs der US-Army (vgl. 20.8.1970).

Berichtet wird aber auch aus dem Berliner IGM-Bereich von Fritz Werner, VDK, SEL und Borsig, von Osram B-Werk und Osram S-Werk und von Siemens aus dem Formenbau. Aus dem CPK-Bereich wird berichtet von Spinnstoff Zehlendorf über Ausländer und von Schering Wedding über Lehrlinge.

Von Daimler-Benz Marienfelde (ca. 3 000 Beschäftigte) wird berichtet aus der Baukolonne, aus der Lehrwerkstatt, aus den Hallen 1, 2, 3 und 4, über die Ausländer und über die Waschanlagen in der Halle 2.
=Klassenkampf - Ausgabe Daimler-Benz Marienfelde o. Nr.,Berlin Mai 1971

21.06.1971:  In Berlin erscheint vermutlich in dieser Woche die Nr.15 des 'Klassenkampf - Ausgabe Daimler' für Juni als Zeitung der Betriebszellen und Betriebsgruppen der Proletarischen Linken / Parteiinitiative (PL/PI - vgl. 28.5.1971, 17.7.1971) für Daimler-Benz Marienfelde.

Berichtet wird mit den allgemeinen Artikeln 1, 2 und 3 und von Daimler-Benz Marienfelde aus der Halle 26.
=Klassenkampf Ausgabe Daimler-Benz Marienfelde Nr.15,Berlin Juni 1971

21.06.1971:  In Berlin erscheint vermutlich in dieser Woche ein 'Klassenkampf - Ausgabe Osram B-Werk' für Juni als Zeitung der Betriebszellen und Betriebsgruppen der Proletarischen Linken / Parteiinitiative (PL/PI - vgl. 28.5.1971, 17.7.1971). Es ist eigentlich eine Nr.15, die aber nun als 'Klassenkampf Osram B' Nr.3 erscheint. Berichtet wird u.a. aus Berlin von Daimler-Benz.
=Klassenkampf Ausgabe Osram B Nr.15,Berlin Juni 1971

26.06.1971:  Vom Plenum der Berliner Gruppe Proletarische Linke / Parteiinitiative (PL/PI) zur Bündnis- bzw. Hochschulpolitik (vgl. 12.6.1971) gibt es ein vierseitiges Protokoll auf Brennmatrize.
Da die Zahl der uns bekannt gewordenen betrieblichen Ausgaben des 'Klassenkampfes' von 10 (Siemens - Schaltwerk, DTW, SEL, Spinne, Gillette, Borsig, Osram - Schaltwerk, Osram - B-Werk, Daimler und einer allgemeinen) bei der Nr. 15 im Juni auf 4 (Fritz Werner, Osram S-Werk, KWU, Gillette) im Juli bei der Nr.16 zurückging, vermuten wir einmal, daß sich die PL/PI heute oder auf einem eventuellen anderen Sonderplenum etc. spaltete. Zwar erschienen danach auch wieder 'Klassenkampf' Ausgaben für Borsig und SEL, von den anderen Werken aber sind uns, bisher jedenfalls, keine weiteren betrieblichen Ausgaben bekanntgeworden.
=PL/PI:Plenumsprotokoll vom 26.6.71,Berlin o.J. (1971)

24.11.1971:  Die RKJ der GIM berichtet von den Auswirkungen der Metalltarifrunde (MTR) in Nordbaden-Nordwürttemberg:"
Die Daimler-Benz-AG ... kündigt für morgen die Stillegung ihres Berliner Werkes an."

Die KPD (vgl. 3.12.1971) berichtet von Daimler-Benz Berlin (vgl. 24.11.1971):"
AUSSPERRUNG BEI DAIMLER-BENZ WESTBERLIN

Am Mittwoch, dem 24.11. stand es am schwarzen Brett: ab Donnerstag, 25.11., 23 Uhr 05 wird das Werk 'stillgelegt'."
=Rote Fahne Nr.31,Berlin 3.12.1971,S.2;
Was Tun Nr.11/12,Mannheim Dez. 1971,S.8


25.11.1971:  In Berlin werden, laut KPD, ab 23 Uhr 05 insgesamt 1 600 der 2 400 Arbeiter von Daimler Benz ausgesperrt.

An anderer Stelle berichtet die KPD (vgl. 3.12.1971) von Daimler-Benz Berlin (vgl. 24.11.1971, 26.11.1971):"
AUSSPERRUNG BEI DAIMLER-BENZ WESTBERLIN

Am Mittwoch, dem 24.11. stand es am schwarzen Brett: ab Donnerstag, 25.11., 23 Uhr 05 wird das Werk 'stillgelegt'. 2 000 Arbeiter und Angestellte des Werks in Marienfelde waren von heute auf morgen ohne Lohn. Die IG-Metall-Führer der Westberliner Ortsverwaltung haben diese 'Schließung' mit den Worten richtig bezeichnet: als Aussperrung.

Doch der Geldbeutel der Daimler-Arbeiter kümmerte sie nicht. Wer gedacht hatte, was die IG-Metall-Führer Aussperrung nennen, das behandeln sie auch entsprechend, sah sich getäuscht. Von der sogenannten 'Gemaßregelten-Unterstützung', der Aussperrungsbeihilfe, die die IG-Metall im Falle von Aussperrung an alle organisierten Kollegen zahlt und die genauso hoch ist wie die Streikunterstützung, sahen die Westberliner Daimler-Arbeiter keinen Pfennig."

Die Berliner Proletarische Linke / Parteiinitiative (PL/PI - vgl. 26.11.1971) berichtet von Daimler-Benz Berlin (vgl. 26.11.1971), dass heute in verschiedenen Werken 1 600 der 2 400 Beschäftigten ausgesperrt wurden.

Berichtet wird auch in:
- Berlin im IGM-Bereich bei AEG durch die KPD (vgl. 6.12.1971) und bei Osram durch die KPD/ML-ZB (vgl. 22.2.1972);
- NRW in Bochum im IGM-Bereich bei Opel durch die KPD (vgl. 6.12.1971) und in Dortmund im IGM-Bereich bei Hoesch durch die KPD/ML-ZB auf der Westfalenhütte (vgl. 13.12.1971).
=Klassenkampf Nachrichtendienst Nr.13,Berlin 26.11.1971;
Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr.29,Berlin Dez. 1971,S.*;
Kommunistische Arbeiterpresse Opel Nr.1,Bochum 1971 (Datumsangabe in Vorlage beschädigt),S.1;
Rotlicht Nr.33,Berlin 22.2.1972,S.*;
Rote Fahne Nr.31,Berlin 3.12.1971,S.1f;
Die Rote Westfalenwalze Stillhalten bis 1973? - Nein!,Dortmund o.J. (Dez. 1972),S.1


26.11.1971:  Ab 0 Uhr werden in Nordbaden/Nordwürttemberg 360 000 Metaller in 544 Betrieben ausgesperrt. Die KPD (vgl. 3.12.1971) berichtet:"
AUSSPERRUNG
DIE ANTWORT MUSS JETZT HEISSEN
STREIK
...
Der Bankrott des Reformismus der Gewerkschaftsführer ist offenbar. Auf offenen Lohnraub antworten sie: 'Die Unternehmer provozieren möglicherweise einen Arbeitskampf' (so der Westberliner IGM-Führer Wagner am 26.11.). Bei Polizeitruppen, die zur Garantie von Streikbruch und Aussperrung aufgefahren sind, weisen sie über ihre örtlichen Streikleitungen darauf hin: Die Streikposten sollen sich an die polizeilichen Anweisungen halten ... Die Aussperrungen lehren: Der Aufbau der politischen Partei des Proletariats muß beschleunigt werden.

Sie lehren ein weiteres. Die kapitalistische Friedenspflicht gilt für die Kapitalisten nicht. Das spalterische Prinzip der zeitlich getrennten Verhandlungen in den verschiedenen Tarifbezirken, von Brenner mit den fadenscheinigsten Vorwänden verteidigt, bindet die Kapitalisten selbst nicht. Vier Stunden, nachdem in Westberlin für fast 2 000 Daimler-Arbeiter die Aussperrung beschlossen war, trafen sich Kapitalisten und Gewerkschaftsführer zur nächsten Verhandlung.

Der Weg der gewerkschaftsoppositionellen Kräfte gegen den Verrat von Brenner und Co. ist klar vorgezeichnet: Gegen die zentralisierte Gewalt der Kapitalistenklasse den solidarischen Kampf aller Metallarbeiter! Gleichzeitige Tarifverhandlungen in allen Tarifbezirken!

Der einheitliche und geschlossene Streik aller Metallarbeiter ist die schärfste Waffe gegen die Lohnraubpläne der Kapitalisten!"
=Rote Fahne Nr.31,Berlin 3.12.1971,S.1f

26.11.1971:  Die KPD (vgl. 3.12.1971) berichtet von der MTR der IGM in Berlin (vgl. 25.11.1971, 3.12.1971) im Zusammenhang mit der Aussperrung bei Daimler-Benz Berlin (vgl. 25.11.1971):"
Die Gewerkschaftsführer machten nur schöne Worte und verhandelten weiter mit den Kapitalisten. Statt mit ihnen zu verhandeln und sich beleidigt auf den Rechtsweg zu beschränken: 'Wenn schon die Kapitalisten den Unrechtsweg beschreiten, ist das für uns kein grund, den Rechtsweg zu verlassen!' (Wagner von der Berliner Ortsverwaltung), hätten die Gewerkschaftsführer besser von den Kapitalisten gelernt. Während sich diese einen Dreck scheren um die Friedenspflicht, halten die IG-Metall-Bonzen diese noch hoch, wenn sie selbst nach bürgerlichem Gesetz nicht mehr dazu verpflichtet sind.

Als am Freitag die Tarifkommissionen tagten, nachdem am Tag zuvor die schlichtung gescheitert war, beschlossen sie, keine Kampfmaßnahmen einzuleiten und sich zu vertagen. Voigt und Wagner erklärten: 'Unter Beachtung der Situation im Tarifgebiet Nordbaden/Württemberg (NB/NW,d.Vf.) werden wir am 3.Dezember erneut zur Beratung zusammentreten.'"
=Rote Fahne Nr.31,Berlin 3.12.1971,S.2

26.11.1971:  Die KPD (vgl. 3.12.1971) berichtet von Daimler-Benz Berlin (vgl. 25.11.1971):"
Am Freitag früh versammelten sich 500 Arbeiter vor den verschlossenen Toren. Ihre Versuche, in den Betrieb zu kommen, wurden vom Betriebsrat verhindert. Von der Gewerkschaftsführung keine Unterstützung, keine Versammlung. Es wurden nur Listen ausgehängt, auf denen die Kollegen ihre Unterschrift für Klagen beim Arbeitsgericht geben konnten.

Die Kollegen murrten: 'Die Gewerkschaft müßte was unternehmen.' Aber sie reagierten richtig: innerhalb von 24 Stunden stieg die Zahl der gewerkschaftlich Organisierten sprunghaft an. Einer meinte: 'Jetzt müßte Urabstimmung sein, dann würden erst recht 90 Prozent für den Streik stimmen!'"

Die Berliner Proletarische Linke / Parteiinitiative (PL/PI - vgl. 26.11.1971) berichtet von Daimler-Benz Berlin (vgl. 25.11.1971), dass sich heute in Marienfelde 300 vor dem Haupttor versammeln.

An anderer Stelle berichtet die PL/PI (vgl. Dez. 1971), dass sich 800 Streikwillige, u.a. Lehrlinge, vor dem Tor versammelt hätten, die Polizei aber war mit 15 Mannschaftswagen aufgefahren.
=Klassenkampf Nr.21,Berlin Dez. 1971;
Klassenkampf Nachrichtendienst Nr.13,Berlin 26.11.1971;
Rote Fahne Nr.31,Berlin 3.12.1971,S.2


28.11.1971:  Die Ortsleitung Westberlin der KJO Spartacus verschickt Briefe an ihre Anhänger, in denen eine Demonstration am 30.11.1971 gegen die Aussperrung im örtlichen Daimlerwerk und eine Diskussionsveranstaltung am 29.11.1971 angekündigt werden.
=KJO Spartacus-Ortsleitung Westberlin:ohne Titel,Berlin 28.11.1971

29.11.1971:  In Berlin möchte die KJO Spartacus heute eine Diskussionsveranstaltung bei Max und Moritz, vermutlich zur Aussperrung bei Daimler ***, besuchen.
=KJO Spartacus-Ortsleitung Westberlin:ohne Titel,Berlin 28.11.1971

30.11.1971:  In Berlin ist eine Demonstration am Gesundbrunnen gegen die Aussperrung bei Daimler Marienfelde geplant, zu der u.a. die KJO Spartacus mobilisiert.

Vermutlich von dieser Aktion berichtet die PL/PI (vgl. Dez. 1971) über 350 Teilnehmer.
=KJO Spartacus-Ortsleitung Westberlin:ohne Titel,Berlin 28.11.1971;
Klassenkampf Nr.21,Berlin Dez. 1971


01.12.1971:  Die KPD/ML-ZB gibt ihren 'KND' Nr.92 (vgl. 27.11.1971, 4.12.1971) mit dem Leitartikel "Solidarität mit den streikenden Kollegen in Nordwürttemberg/Nordbaden" heraus. Von Daimler-Benz wird u.a. berichtet aus Berlin.
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.92,Bochum 1.12.1971

01.12.1971:  Bei KWU Berlin gibt die KPD die Nr.6 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 20.12.1971) heraus. Berichtet wird über die Aussperrung bei Daimler Berlin und Düsseldorf und die daraufhin in Berlin erfolgten Solidaritätsstreiks bei Hasse und Wrede, Bosch Photokino und Schindler. =Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe KWU Nr.6,Berlin 1.12.1971

02.12.1971:  In Berlin wird, laut KPD/ML-ZB, ein Autokorso zum Daimlerwerk Marienfelde durchgeführt, um die dort Ausgesperrten zu unterstützen. An anderer Stelle vermeldet die KPD/ML-ZB diese Aktion für morgen. Gefordert wird von der KPD/ML-ZB "der Aufbau einer breiten Solidaritätsfront gegen die Angriffe der Kapitalisten und die Verrätereien der sozialdemokratischen IGM-Führer".
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.95,Bochum 11.12.1971,S.4;
Rote Turbine Extrablatt,Berlin 3.12.1971


13.12.1971:  Die KPD/ML-ZB Betriebsgruppe Hoesch Westfalenhütte Dortmund gibt vermutlich in dieser Woche ihre 'Rote Westfalenwalze' (vgl. Dez. 1971, 10.2.1972) zur Metalltarifrunde (MTR) in Nordbaden-Nordwürttemberg (NB/NW - vgl. 10.12.1971) heraus:"
STILLHALTEN BIS 1973? - NEIN!
...
Selbst die Aussperrung von über 300 000 Metallern in Baden-Württemberg und von 100 000 Automobilarbeitern in der ganzen Bundesrepublik, die mit ein bißchen Kurzarbeitergeld nach Hause geschickt wurden, konnte die Streikfront nicht brechen! Im Gegenteil: die Kampfbereitschaft der Arbeiterklasse wuchs rasch. In verschiedenen Metallbetrieben in Westberlin streikten die Kollegen aus Solidarität mit den ausgesperrten Daimler-Benz Kollegen in Westberlin (vgl. 25.11.1971,d.Vf.). Geldsammlungen für die ausgesperrten Metaller wurden in einigen Betrieben durchgeführt.
...
Während die Metaller auf Brandts Befehl verraten wurden, nahm Brandt in Oslo scheinheilig den 'Friedens'nobelpreis entgegen (vgl. 20.10.1971,d.Vf.). Er läßt sich als Friedensengel feiern, während der Metallerstreik abgewürgt wird, während sein Kriegsminister Schmidt 15% mehr Geld für die Rüstung bekommt, während sein Handlanger Schütz Westberlin mit Hilfe der verräterischen SPD-Führer dem Bonner Machtbereich einverleibt. So soll die westdeutsche Arbeiterklasse getäuscht werden, damit sie den Verrat der SPD-Regierung nicht erkennt, damit sie nicht in den Kampf tritt. Nach dem Lohndiktat sollen die Metaller stillhalten. Bis dann wollen die SPD-Führer ungestört - durch Schmidts Mobilisierungsübungen offen die Kriegsvorbereitungen verstärken, - in der Wirtschaftskrise Massenentlassungen und Lohnraub durchsetzen, - bei den Betriebsrätewahlen (BRW,d.Vf.) die Posten der alten Verräter halten. Darum sollen wir bis 1973 stillhalten! Diese Rechnung muß durchkreuzt werden!

STILLHALTEN BIS 1973? - NEIN!"
=Die Rote Westfalenwalze Stillhalten bis 1973? - Nein!,Dortmund o.J. (Dez. 1972)

16.12.1971:  Die KPD/ML-ZB führt in Berlin in den Moabiter Stephan-Lichtspielen eine Großveranstaltung u.a. zur Metalltarifrunde (MTR) durch, an der, nach eigenen Angaben, 400 Kollegen u.a. von Daimler-Benz teilnehmen.
=Rote Fahne Nr.25,Bochum 20.12.1971;
Der Rote Schaltwerker Nr.13,Berlin 4.2.1972


04.01.1972:  In Berlin gibt die KPD bei Borsig die Nr.7 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 7.12.1971, 25.1.1972) heraus. Eingegangen wird auf die Metalltarifrunde, wobei man u.a. von Daimler in Berlin-Marienfelde berichtet.
=Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe Borsig Nr.7,Berlin 4.1.1972

09.02.1972:  In der Nr.27 ihres 'Schwartzkopff Hammer' (vgl. Jan. 1972, 23.2.1972) gesteht die Berliner Betriebsgruppe Schwartzkopff der KPD/ML-ZB ein:"
Wir wurden von dem Streik der über 10 000 Westberliner (am 15./16.12.1971,d.Vf.) Arbeiter vollkommen überrascht."
Eingegangen wird u.a. auch auf Daimler Benz Berlin.
=Der Schwartzkopff Hammer Nr.27,Berlin 9.2.1972

Juni 1972:  In Berlin erscheint die Nr.22 des 'Klassenkampf' als Zeitung der Proletarischen Linken (PL - vgl. Juli 1972). Berichtet wird aus dem IGM-Bereich u.a. von Daimler Berlin-Marienfelde.
=Klassenkampf Nr.22,Berlin Juni 1972

10.01.1973:  In der 'Roten Fahne' der KPD Nr.2 (vgl. 3.1.1973, 17.1.1973) wird berichtet, in Berlin gäbe es ein Kampfkomitee oppositioneller Gewerkschafter zur Metalltarifrunde, welches sich u.a. mit Daimler Benz Berlin befaßte.
=Rote Fahne Nr.2,Dortmund 10.1.1973

14.02.1973:  Die KPD gibt die Nr.7 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 7.2.1973, 21.2.1973) heraus.
Aus Berlin kommt eine Arbeiterkorrespondenz von der Daimler-Niederlassung.
=Rote Fahne Nr.7,Dortmund 14.2.1973

02.04.1973:  Vermutlich in dieser Woche gibt in Berlin das Maikomitee oppositioneller Gewerkschafter 1973 der KPD seine erste Zeitung '1.Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse' (vgl. 17.4.1973) heraus. Bekanntgegeben wird, daß das Maikomitee von KollegInnen u.a. von Daimler-Benz gebildet worden sei.
=1.Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse Nr.1,Berlin 1973

11.07.1973:  Zu der ab heute erscheinenden 'KVZ' Nr.1 erstellt die Initiative zur Kommunistischen Gruppe Westberlin (IzKG/WB) des KBW eine Ortsbeilage (OBL), in der sie von sich selbst berichtet (vgl. Dez. 1972, 1.5.1973) sowie aus dem Berliner IGM-Bereich u.a. von Daimler-Benz.
=Kommunistische Volkszeitung – Ortsbeilage Westberlin Nr.1,Berlin 1973

21.11.1973:  Die Gewerkschaftsabteilung der KPD organisiert, nach eigenen Angaben, eine Konferenz oppositioneller Gewerkschafter der Autoindustrie mit Teilnehmern u.a. aus Berlin von Daimler-Benz.
=KPD-Gewerkschaftsabteilung:Gegen Lohnraub und Arbeitshetze,Dortmund 1974

20.12.1973:  Auf der Sitzung der Berliner Gruppe der Kommunistischen Gruppe Kompaß wird u.a. über die IGM diskutiert In der Berliner IGM gäbe es momentan Jugendgruppen u.a. bei Daimler.
=Kommunistische Gruppe Kompaß-Gruppe Berlin:Protokoll der Sitzung vom 20.12.73,Berlin 20.12.1973

16.01.1974:  In der Nr.3 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 9.1.1974, 23.1.1974) befaßt sich die KPD u.a. aus Berlin mit Daimler-Benz.
=Rote Fahne Nr.3,Dortmund 16.1.1974

28.01.1974:  Die Zelle Daimler-Benz Berlin der KPD gibt vermutlich in dieser Woche ihre 'Kommunistische Arbeiterpresse' (KAP) Nr.1 (vgl. **.*.1973, **.*.1974) für das Werk Marienfelde (ca. 2 500 Besch.) und die Reparaturbetriebe am Salzufer in Moabit heraus, in der sie sich u.a. mit Ausländern, Türken und den ca. 500 Angestellten befaßt.
=Rote Fahne Nr.8,Dortmund 20.2.1974

Februar 1974:  Das Regionalkomitee (RK) Westberlin beschließt vermutlich im Februar als Parteitagsaufgebot den Aufbau von Gruppen oppositioneller Gewerkschafter (GOG) u.a. bei Daimler-Benz.
=Rote Fahne Nr.9,Dortmund 27.2.1974

12.03.1974:  Die Betriebszelle Daimler Benz Westberlin der KPD gibt die Nr.3 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 2.4.1974) heraus, für deren 8 Seiten Christian Heinrich verantwortlich zeichnet. Außer über die Metalltarifrunde wird auch über den Einsatz von MTM in der Halle 6 und den Kontrollplätzen berichtet. Auch auf die Daimler Reparaturwerkstätten in Berlin wird eingegangen, ebenso wie auf den Programmentwurf der KPD (vgl. 16.3.1974) und den Bergbaustreik in Großbritannien. Ein 'Rote Fahne' Lesetreff finde jeden Donnerstag nahe der U-Bahn Kottbusser Damm statt.
=Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe Daimler Benz Westberlin Nr.3,Berlin 12.3.1974

20.03.1974:  In der Nr.12 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 13.3.1974, 27.3.1974) befaßt sich die KPD u.a. aus Berlin mit der Zelle Daimler-Benz.
=Rote Fahne Nr.12,Dortmund 20.3.1974

25.03.1974:  In Berlin wird vermutlich noch in dieser Woche die Plattform des Maikomitee oppositioneller Gewerkschafter (vgl. 24.3.1974, 1.4.1974) veröffentlicht. Eingegangen wird u.a. auf Daimler-Benz Berlin.
=Maikomitee oppositioneller Gewerkschafter 1974:Plattform,Berlin 1974

01.04.1974:  In Berlin gibt vermutlich in dieser Woche das Maikomitee (MK) oppositioneller Gewerkschafter der KPD (vgl. 25.3.1974) erstmals seine Zeitung '1. Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse' (vgl. 8.4.1974) heraus. Im Maikomitee seien u.a. KollegInnen von Daimler-Benz Marienfelde.
=1. Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse Nr.1,Berlin 1974

02.04.1974:  Bei Daimler Benz Berlin gibt die KPD die Nr.4 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 12.3.1974) mit 4 Seiten heraus. Außer mit dem 1.Mai und der Betriebsversammlung befaßt man sich noch mit den Duschen und Umkleideräumen sowie dem MTM-System und druckt das RGO-Lied ab.
=Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe Daimler Benz Westberlin Nr.4,Berlin 2.4.1974

08.04.1974:  In Berlin gibt vermutlich in dieser Woche das Maikomitee (MK) oppositioneller Gewerkschafter der KPD seine Zeitung '1. Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse' Nr.2 (vgl. 1.4.1974, 15.4.1974) heraus.

Im Maikomitee seien u.a. KollegInnen von Daimler-Benz Marienfelde.
=1. Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse Nr.2,Berlin 1974

10.04.1974:  In der Nr.15 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 3.4.1974, 17.4.1974) befaßt sich die KPD u.a. mit dem Maikomitee (MK), in dem Mitglieder u.a. der IGM, u.a. von Daimler-Benz mitarbeiten.
=Rote Fahne Nr.15,Dortmund 10.4.1974

15.04.1974:  In Berlin gibt vermutlich in dieser Woche das Maikomitee (MK) oppositioneller Gewerkschafter der KPD seine Zeitung '1. Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse' Nr.3 (vgl. 8.4.1974) heraus. Im Maikomitee seien KollegInnen u.a. von Daimler-Benz.
=1. Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse Nr.3,Berlin 1974

22.05.1974:  In der Nr.21 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 15.5.1974, 29.5.1974) berichtet die KPD aus Berlin u.a. von der Zelle Daimler Marienfelde, u.a. über die Halle 6 und die z.T. ausländischen Schleifer in der Halle 1.
=Rote Fahne Nr.21,Dortmund 22.5.1974

12.06.1974:  In der Nr.24 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 5.6.1974, 15.5.1974) berichtet die KPD u.a. über Spenden für den Parteitag (vgl. 26.6.1974). Diese gingen u.a. ein aus Berlin von Daimler Benz.
=Rote Fahne Nr.24,Dortmund 12.6.1974

26.06.1974:  In der Nr.26 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 19.6.1974, 3.7.1974) veröffentlicht die KPD aus Berlin Spenden für den Parteitag u.a. von Daimler Benz.
=Rote Fahne Nr.26,Dortmund 26.6.1974

16.09.1974:  Bei Daimler-Benz Berlin-Marienfelde werden, laut KPD, vermutlich in dieser Woche 6 Kollegen entlassen.
=Rote Fahne Nr.39,Dortmund 25.9.1974

11.05.1975:  Die KPD entsendet eine Delegation in die VR China, deren 10 Teilnehmer u.a. ehemals bei Daimler Berlin waren.
=KPD-OL Dortmund:Arbeiterdelegation aus der VR China zurück!,Dortmund o.J. (Juli 1975),S.1;
Rote Fahne Nr.19,Dortmund 14.5.1975


16.06.1975:  In Berlin werden, laut KPD, durch eine Veröffentlichung in der 'Metall' Nr.11 (vgl. **.*.1975) 24 Ausschlüsse aus der IGM aufgrund der UVB bekanntgegeben, die sich gegen IGM-Mitglieder u.a. von Daimler-Benz richten.
=Rote Fahne Nr.25,Köln 25.6.1975

09.02.1976:  Bei Daimler-Benz Berlin stirbt, laut KPD, vermutlich in dieser Woche ein Schlosser in der Härterei bei einem Arbeitsunfall.
=Rote Fahne Nr.7,Köln 18.2.1976

03.05.1976:  Aus der IGM Berlin werden, laut KPD, vermutlich in dieser Woche aufgrund der UVB 18 Personen ausgeschlossen, und zwar eines bei Daimler-Benz.
=Rote Fahne Nr.19,Köln 12.5.1976

19.07.1976:  Bei Daimler-Benz Berlin gibt, laut KPD, ihre Zelle vermutlich in dieser Woche in Flugblatt u.a. zur Einzelteilfertigung heraus.
=Rote Fahne Nr.30,Köln 28.7.1976

August 1976:  Die Nr.8 von 'Lernen und kämpfen' (vgl. Juli 1976, Sept. 1976) des KABD erscheint. Erwähnt wird u.a. der 'ganz junge Stützpunkt' Berlin. Bei Daimler Berlin halte ein Arbeiter Kontakt zum KABD.
=Lernen und kämpfen Nr.8,o.O. Aug. 1976

05.08.1976:  Die Zelle Daimler-Benz Berlin der KPD gibt ihre 'Kommunistische Arbeiterpresse' (KAP) Nr.26 (vgl. **.**.1976, **.**.1976) heraus, in der sie u.a. aus der Härterei und der Galvanik sowie aus Baden-Württemberg über die Stuttgarter Werke Hedelfingen und Untertürkheim berichtet.
=Rote Fahne Nr.32,Köln 11.8.1976

10.10.1976:  In Berlin führen, laut KPD, ihre Zellen Daimler-Benz und SEL eine gemeinsame Arbeiterrunde "Den Kapitalisten einen heißen Herbst" durch. Aus diesem Anlaß befaßt sich die KPD mit den bei SEL stillgelegten Produktionsbereichen Senderbau und Rohrpost sowie dem stillegungsbedrohten Bereich Postautomation. Von Daimler-Benz wird u.a. berichtet über die Wasserpumpenmontage in Bau 6, die SEW in der Jugendvertretung, die Entlassung und den IGM-Ausschluß (UVB) des kommunistischen Vertrauensmannes Wrede und die Entlassung des Genossen Boguslav.
=Rote Fahne Nr.41,Köln 13.10.1976

Der Beitrag wurde am 6.12.2006 erstellt; letzte Änderungen: 8.1.2009.

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