Berlin-Kreuzberg: DeTeWe Wrangelstraße

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin

Von den Deutschen Telephonwerken (DTW bzw. DeTeWe) wird hier nicht allein vom Westberliner Hauptwerk in Kreuzberg-Wrangelstraße berichtet, sondern natürlich auch von der Außenstelle Siemensstadt sowie der Postmontagestelle. Meist aber geht es um das Hauptwerk in Kreuzberg.

Diese wie immer unvollständige Darstellung stützt sich derzeit einerseits anfänglich auf internes Material der Westberliner Spartacusgruppen sowie auf einige Veröffentlichungen der PL/PI, wird danach aber fast allein durch Publikationen der KPD und ihrer diversen befreundeten Zusammenhänge bestritten.

Der Initiativausschuß für eine revolutionäre Jugendorganisation (IAferJO) als erste hier erwähnte Spartacusgruppe, scheint bei DTW früh aktiv (vgl. 28.12.1968), auch seine Nachfolgegruppe, Spartacus – Initiativausschuß für eine Kommunistische Jugendorganisation (IAfeKJO) bleibt bei DeTeWe offenbar am Ball bzw. Hörer, simuliert dabei eventuell gar der Basisgruppe Kreuzberg eine proletarische Pseudobasis (vgl. 12.4.1969). Zum Jahresende allerdings scheinen die Spartacisten bei DeTewe arg an Substanz verloren zu haben (vgl. 21.12.1969), bleiben aber aktiv (vgl. 9.6.1970, 3.7.1970).

Von den Aktivitäten der KPD/ML – in ihren verschiedenen Versionen – sowie der zugehörigen Jugendgruppen KJVD bzw. Rote Garde – die es auch bei DeTeWe offenbar gab (vgl. ) kann hier zur Zeit nur wenig kundgetan werden (vgl. Nov. 1970, 15.3.1971, 11.4.1972).

Die IG Metall Jugendgruppe DeTeWe zumindest ist in einem Maikomitee aktiv (vgl. 1.3.1971, 12.3.1971, 15.3.1971, 29.4.1971), auf das sich durchaus differierende Strömungen zu beziehen scheinen, ohne daß eine dieser einen DeTeWe-Block auf ihrer Demonstration berichtet.

Von der Proletarischen Linken / Parteiinitiative (PL/PI), die sich auch bei DeTeWe in der betrieblichen Agitation versuchte (vgl. 21.6.1971), wenn auch eventuell nur vorübergehend (vgl. 26.6.1971, 17.7.1971, Sept. 1971, 1.11.1971), aber angesichts ihres antifaschistischen Engagements im benachbarten Neukölln vermutlich der Repression unterliegend (vgl. 10.8.1971). Denn nun beginnt auch die KPD, damals noch als Aufbauorganisation aktiv, mit der Berichterstattung über DeTeWe, die sich zunächst unter anderem im Rahmen der Jugendmetalltarifrunde 1971 vor allem auf die IG Metall Jugendgruppe DeTeWe konzentriert (vgl. 1.7.1971, 2.9.1971), während sich die PL/PI offenbar, aufgrund ihres eher durch die französische Gauche Proletarienne inspirierten Ansatzes mehr auf die JungarbeiterInnen versteifen möchte (vgl. Okt. 1971).

Die KPD dagegen hält es, nach unserer Auswertung von Quellen, mit der noch anerkannten IG Metall Jugendgruppe DeTeWe Westberlin (vgl. 11.11.1971), vermag diese - eventuell gar auf ihrer Linie, dies bedarf weiterer Untersuchungen - einzubinden in die Proteste gegen die Fahrpreiserhöhungen bei der BVG (vgl. 17.1.1972) sowie in die 1. Maikampagne 1972 (vgl. 10.4.1972).

Die Deutschen Telephonwerke (DeTeWe) in Westberlin-Kreuzberg werden nun auch einer der ersten betrieblichen Stützpunkte der Kampagne des nationalen Vietnamkomitees (NVK) der KPD gegen den Vietnamkrieg (vgl. 3.7.1972, Sept. 1972, 2.3.1973), wobei die Basis der KPD immer noch unter den Auszubildenden zu liegen scheint (vgl. 20.9.1972, 4.10.1972). Es werden aber zentrale (vgl. 1.10.1972) und örtliche (vgl. 3.7.1973, 27.11.1973) Treffen der KPD-nahen Betriebsarbeiter beschickt sowie die Metalltarifrunde 1972/73 betrieblich kämpferisch organisiert (vgl. 29.11.1972).

Die IG Metall Jugendgruppe DeTeWe unterstützt natürlich das naheliegende Georg von Rauchhaus (vgl. 2.12.1972) im Bethanien, einige ihrer Mitglieder sind auch im Kampfausschuß zur Jugendmetalltarifrunde (vgl. 2011.1972) aktiv. Neben der KPD gründet daher nun auch ihr Kommunistischer Jugendverband (KJV) eine Betriebszelle bei DeTeWe (vgl. Feb. 1973, 13.2.1973, März 1973, Apr. 1973, 11.4.1973, 17.4.1973), die eine eigene Zeitung herausgibt (vgl. 15.2.1973, 3.4.1973), neben der 'Kommunistischen Arbeiterpresse' der KPD (vgl. März 1973, 30.4.1973, 5.6.1973, 9.7.1973). Das Maikomitee oppositioneller Gewerkschafter 1973 der KPD hat seine Basis wiederum u.a. bei DeTeWe (vgl. 19.3.1973, 2.4.1973).

Neben der KPD gründet nun auch ihr Kommunistischer Jugendverband (KJV) eine Betriebszelle bei DeTeWe (vgl. 13.2.1973, 11.4.1973, 17.4.1973), die eine eigene Zeitung herausgibt (vgl. 15.2.1973, 3.4.1973), neben der 'Kommunistischen Arbeiterpresse' der KPD (vgl. März 1973, 30.4.1973, 5.6.1973, 9.7.1973). Das Maikomitee oppositioneller Gewerkschafter 1973 der KPD hat seine Basis wiederum u.a. bei DeTeWe (vgl. 19.3.1973, 2.4.1973).

Der KJV arbeitet in der IG Metall Jugendgruppe, prangert die Repression bei DeTeWe an (vgl. Juni 1973, 12.6.1973) und agitiert auch bei DeTeWe zur Jugendmetalltarifrunde bzw. Lehrlingsmetalltarifrunde (vgl. 1.6.1973, 8.6.1973, Juli 1973, 2.7.1973).

Es kommt zu mehreren Entlassungen gegen Jugendvertreter (vgl. 3.7.1973, 4.7.1973, 9.7.1973, 18.7.1973, 25.7.1973, 29.8.1973, Sept. 1973, 4.9.1973) und weitere Beschäftigte (vgl. 11.9.1973), wogegen natürlich die KPD und ihre Freunde protestieren (vgl. 12.9.1973, 14.9.1973) und berichten (vgl. 26.9.1973, Okt. 1973, 17.10.1973), sich nun auch als Gruppe oppositioneller Gewerkschafter (GOG) bei DeTeWe organisieren wollen, wobei es zunächst nur zu einem Solidaritätsausschuss kommt (vgl. 9.10.1973, 15.10.1973). Die GOGs sollten damals quasi die Grundeinheiten der RGO der KPD bilden, obwohl diesen nie eine gemeinsame Organisationsstruktur gegeben und sie nur durch die KPD selbst gesteuert wurden.

Bald gibt es dann doch eine GOG DeTeWe (vgl. 7.11.1973). Nachdem das DeTeWe-Werk in Kreuzberg-Wrangelstraße so seitens der KPD gut organisiert ist, wendet sie sich nun auch der Außenstelle Siemensstadt zu (vgl. 12.12.1973). Umgehend kommt es dort ebenfalls zu politischen Entlassungen (vgl. 22.5.1974, Juni 1974, 16.7.1974).

Neben der KPD scheinen auch andere linke Organisationen bei DeTeWe engagiert und es gibt nun neben der auflösten Jugendgruppe DeTeWe, von der der KJV berichtet (vgl. 15.1.1974, Feb. 1974, 1.2.1974), noch eine weitere IGM Jugendgruppe die offenbar für DeteWe zuständig ist (vgl. 20.12.1973).

In der IG Metall kommt es damals, wie in anderen DGB-Gewerkschaften auch zu zahlreichen Ausschlüssen aufgrund der Unvereinbarkeitsbeschlüsse (UVB), wogegen zunächst bei DeTeWe protestiert wird (vgl. Feb. 1974), und auch Berlin-weit (vgl. 7.3.1974, 25.3.1974), die aber auch bei DeTeWe nun anlaufen (vgl. 27.2.1974), zunächst gegen Ulla Heist (vgl. 4.2.1974), die dann zur Gallionsfigur bzw. presserechtlich Verantwortlichen des KPD-nahen Maikomitees 1974 gemacht wird (vgl. 1.4.1974, 8.4.1974, 10.4.1974, 15.4.1974).

Neben der Maivorbereitung (vgl. 23.4.1974) kommt es zur MTM-Einführung (vgl. 22.4.1974, 23.4.1974, 22.5.1974, 29.5.1974) und auch die Wahlen zur Jugendvertretung stehen an (vgl. 8.4.1974, 10.5.1974). Die KPD ergänzt ihre betrieblichen Organisationsstrukturen für DeTeWe nun noch um einen Sympathisantenzirkel bzw. eine Sympathisantengruppe (vgl. 12.6.1974, 26.6.1974, 24.7.1974), während auch die Zelle des KJV aktiv bleibt (vgl. 6.6.1974).

Beschäftigte von DeTeWe Berlin ergreifen somit auf allen Ebenen Partei für die KPD (vgl. 29.6.1974), die weiter ihre 'Kommunistische Arbeiterpresse herausgibt (vgl. 16.7.1974, 14.8.1974, 27.8.1974), darin u.a. auch die Solidarität mit dem damals als Terroristen geltenden Dieter Kunzelmann befürwortend, während der Betrieb eher die Bekundungen der Ablehnung des linken Terrors befördern zu wollen schien (vgl. 21.11.1974).

Der rechte Terror, wie er bei Opel Rüsselsheim und auf der Bremer Vulkanwerft wütet, scheint dagegen dem Betrieb keine bezahlten Freistunden wert, eventuell mangelte es auch nur an der entsprechenden Protestkundgebung des Senats. Dafür aber protestieren Beschäftigte von DeTeWe energisch (vgl. 3.2.1975).

Gleich nach den Betriebsratswahlen (vgl. 20.2.1975, 26.5.1975) kommt es zu neuen Gewerkschaftsausschlüssen aus der IG Metall (vgl. 16.6.1975), was aber bis zum derzeitigen Abschluss der Darstellung die betriebliche Präsenz der KPD, entgegen ihren offenbaren Intentionen, vermutlich nicht auszurotten vermögen (vgl. 23.7.1975, 2.6.1976, 22.9.1976, 15.1.1977).

Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

28.12.1968:
In Berlin beschäftigt sich der IAferJO auf seiner 3.Plenumssitzung u.a. mit dem Lehrlingsarbeitskreis, der bei DTW, BMW (beide IGM-Bereich) und der Reichsbahn (eigentlich GdED-Bereich, aber im FDGB der DDR vertreten) aktiv sei.
Q: IAferJO:Protokoll der 3.Plenumssitzung,Berlin 28.12.1968

12.04.1969:
In Berlin findet ein Plenum von Spartacus - IAfeKJO statt, auf der die drei Bezirksgruppen Bericht erstatten. Die Bezirksorganisation Südost, die über 13 Mitglieder und 3 Kandidaten verfügt, hat 4 Mitglieder (Lehrlinge von DTW) innerhalb der Basisgruppe Kreuzberg placiert.
Q: Spartacus - IAfeKJO:Protokoll der Plenumssitzung vom 12.4.,Berlin 12.4.1969

21.12.1969:
In Berlin findet das 14.Plenum von Spartacus - IAfeKJO (vgl. 2.11.1969, 7.1.1970) statt. Der Lehrlings- und Jungarbeiter Arbeitskreis (LJAK) Metall (IGM-Bereich) berichtet, daß von seinen 22 Mitgliedern und Kandidaten drei suspendiert seien. Man arbeite in den Betriebsgruppen Siemens (25 Mitglieder, davon die Hälfte Studenten) und in der DTW-Jugendgruppe (6 Mitglieder, 1 Spartacus, 1 SALZ) mit.
Q: Spartacus - IAfeKJO:Bericht des LJAK-Metall für das 14.Plenum,Berlin o.J. (1969);
Spartacus - IAfeKJO:Protokoll 14.Plenum,Berlin o.J. (1969)

09.06.1970:
In Berlin endet der Bericht der Leitung von Spartacus - IAfeKJO, der Überblick über den Zeitraum seit dem 24.5.1970 geben soll, mit diesem Tag. Die Metall-Zelle arbeite momentan in der zentralen IGM-Jugendgruppe und denen bei Siemens und DTW, in der Jugendgruppe an der Planck Berufsschule und im zentralen Koordinationsgremium der Jugendgruppen. Auch an der Porsche Berufsschule sei man noch aktiv.
Q: Spartacus - IAfeKJO:Leitungsbericht für den Zeitraum vom 17.Plenum bis zum 9.6.1970,Berlin o.J. (1970)

03.07.1970:
In Berlin berichtet das Leitungsprotokoll von Spartacus - IAfeKJO, welches den Zeitraum vom 19.6.1970 bis heute abdeckt u.a. darüber, daß die Gruppen an den Berufsschulen Planck und Porsche eingegangen seien. Weitergehen würde die Arbeit allerdings bei Siemens und DTW.
Q: Spartacus - IAfeKJO:Leitungsprotokoll 19.6.- 3.7.70,Berlin 3.7.1970

November 1970:
In Berlin erscheint die Nr.7 des 'Extrablattes der Betriebsgruppen der KPD/ML' der KPD/ML-ZB (vgl. 26.10.1970, Nov. 1970) mit Nachrichten über u.a. die Verlagerungen bei DeTeWe von Berlin nach Rendsburg und Osterode.
Q: KPD/ML-ZB:Extrablatt der Betriebsgruppen der KPD/ML Nr.7,Berlin Nov. 1970

01.03.1971:
Ein Komitee für den 1.Mai konstituiert sich in Berlin. Dem Komitee gehören, nach Ansicht des 'Berliner Extra Dienstes' (BED), politisch links orientierte Organisationen an. Unterzeichner des Aufrufs ist u.a. die IGM Jugendgruppe DeTeWe.
Q: Berliner Extra Dienst Nr.17,Berlin ****1971,S.2

03.03.1971:
Vermutlich heute gibt die Berliner KPD/AO die Nr.15 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 1.2.1971, 24.3.1971) heraus. Berichtet wird u.a. über das Berliner Gewerkschaftliche Maikomitee (vgl. 25.2.1971), welches derzeit unterstützt werde u.a. von der IGM-Jugendgruppe DTW.
Q: Rote Fahne Nr.15,Berlin März 1971

12.03.1971:
In Berlin erscheint die 'RPK' Nr.106 (vgl. 6.3.1971, 19.3.1971) mit einem Leitartikel zur Maivorbereitung. Danach wird der Aufruf des am 25.2. gegründeten gewerkschaftlichen Maikomitees u.a. unterstützt von der DeTeWe IGM Jugendgruppe.
Q: Rote Presse Korrespondenz Nr.106,Berlin 12.3.1971

15.03.1971:
Es erscheint die Nr.5 der 'Roten Fahne' der KPD/ML-ZB (vgl. 1.3.1971, 29.3.1971). In "Westberlin: Kampf für den 1. Mai. Gewerkschaftsführer wollen keine offene Kundgebung" wird berichtet, daß sich anläßlich des bevorstehenden 1. Mai in Berlin ein Maikomitee gebildet habe, "das eine offene Kundgebung zum 1. Mai vorbereitet". Zu dem Komitee soll auch gehören die IGM JG von DeTeWe.
Q: Rote Fahne Nr.5,Bochum 15.3.1971

29.04.1971:
In Berlin gibt die Ortsleitung der KJO Spartacus ihren Anhängern schnell noch einmal die Termine und die Linie für die Maitage bekannt. Im von der KJO inspirierten Komitee für gewerkschaftliche Aktionseinheit seien u.a. vertreten die JG DTW.
Q: KJO Spartacus-Ortsleitung Westberlin:ohne Titel,Berlin 29.4.1971

21.06.1971:
In Berlin erscheint vermutlich in dieser Woche die Nr.15 des 'Klassenkampf - Ausgabe DeTeWe' für Juni als Zeitung der Betriebszellen und Betriebsgruppen der Proletarischen Linken / Parteiinitiative (PL/PI - vgl. 28.5.1971, 17.7.1971) unter der Schlagzeile "Frauenarbeit bei DeTeWe", wobei auch auf das Siemens-Schaltwerk Abteilung 69 eingegangen wird.

Von DeTeWe wird berichtet über die Montiererinnen und den Wählerbau (ca. 40 Besch.), mit dem man sich bereits letztes Mal befasst habe. Es gibt auch einen Artikel auf Serbokroatisch.

Berichtet wird mit allgemeinen Artikeln von der Chemietarifrunde der CPK u.a. im Bezirk Nordmark-Berlin, aber auch in Rheinland-Pfalz, im Bezirk Hessen, u.a. bei Merck Darmstadt (vgl. 18.5.1971), im Bezirk Niederrhein, u.a. bei Bayer Leverkusen und in Köln (vgl. 8.6.1971) und über Lehrlinge.

Der Sozialistische Frauenbund (SFB) Westberlin (Kontakt über Isolde Meditsch) habe zusammen mit Frauengruppen in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München, Bonn, Köln und Stuttgart den Kampf gegen den Paragraphen 218 aufgenommen und in "Rückenschmerzen tun so weh!" über Bandscheibenbeschwerden und die Pharmazeutische Industrie.

Berichtet wird auch über Streiks den bei Gonis-Werke Berlin (IGM-Bereich - vgl. 2.6.1971) und im ÖD in Frankfurt (ÖTV-Bereich - vgl. 9.6.1971, 11.6.1971), aus dem IGM-Bereich über die Arbeit der MAN-Betriebsgruppe München (vgl. Mai 1971) und die Institutsbesetzung an der FU Berlin (vgl. 16.6.1971).
Quelle: Klassenkampf Ausgabe DeTeWe Nr.15,Berlin Juni 1971

Berlin_DTW001

Berlin_DTW002

Berlin_Daimler004

Berlin_KWU004

Berlin_PL076

Berlin_Borsig013


26.06.1971:
Vom Plenum der Berliner Gruppe Proletarische Linke / Parteiinitiative (PL/PI) zur Bündnis- bzw. Hochschulpolitik (vgl. 12.6.1971) gibt es ein vierseitiges Protokoll. Da die Zahl der uns bekannt gewordenen betrieblichen Ausgaben des 'Klassenkampfes' von 10 (Siemens - Schaltwerk, DTW, SEL, Spinne, Gillette, Borsig, Osram - Schaltwerk, Osram - B-Werk, Daimler und einer allgemeinen) bei der Nr. 15 im Juni auf 4 (Fritz Werner, Osram S-Werk, KWU, Gillette) im Juli bei der Nr.16 zurückging, vermuten wir einmal, daß sich die PL/PI heute oder auf einem eventuellen anderen Sonderplenum etc. spaltete. Zwar erschienen danach auch wieder 'Klassenkampf' Ausgaben für Borsig und SEL, von den anderen Werken aber sind uns, bisher jedenfalls, keine weiteren betrieblichen Ausgaben bekanntgeworden.
Q: PL/PI:Plenumsprotokoll vom 26.6.71,Berlin o.J. (1971)

01.07.1971:
In Berlin findet, laut KPD, eine Sitzung der IGM Jugendgruppen BBC, Bosch, DTW, AEG Telefunken sowie von Jugendvertretern von Rotaprint und Reiche und Vogel zur Jugendmetalltarifrunde (JMTR) statt.
Q: Rote Fahne Sonderdruck Einheitlicher Existenzlohn für Lehrlinge!,Berlin Aug. 1971

17.07.1971:
In Berlin erscheint vermutlich in dieser Woche die Nr.16 des 'Klassenkampf - Ausgabe DeTeWe' für Juni als Zeitung der Betriebszellen und Betriebsgruppen der Proletarischen Linken / Parteiinitiative (PL/PI - vgl. 21.6.1971, 23.8.1971) unter Verantwortung von Udo Knapp mit einem Leitartikel zur Vermögensbildung.
Von DeTeWe wird berichtet über die Aufsichtsratswahl (ARW) sowie über "Mittelalterliche Arbeitsbedingungen bei DeTewe".

Berichtet wird mit allgemeinen Artikeln von der Chemietarifrunde (CTR) der CPK in Hessen von Degussa, von Caltex Raunheim, von Glanzstoff Kelsterbach über Ausländer, besonders Italiener und von Merck Darmstadt über die Tablettiermaschinen im Pharmabetriebe und die 50 dort arbeitenden Frauen sowie von der CTR in NRW bei CWH Marl (vgl. 24.6.1971, 3.7.1971), bei Bayer Leverkusen, Clouth Köln und Dynamit Nobel Lülsdorf, aber auch von Sarotti Tempelhof (NGG-Bereich); vom Prozeß gegen den 'Klassenkampf' (vgl. Juni 1971), von den Hausbesetzungen in Berlin (vgl. 3.7.1971, 13.7.1971) und über die Fahrpreiserhöhungen bei der BVG.
Q: Klassenkampf Ausgabe DeTeWe Nr. 16, Berlin Juli 1971

Berlin_Siemens_PL_101

Berlin_Fritz_Werner008

Berlin_DTW003

Berlin_Fritz_Werner009

Berlin_Fritz_Werner010

Berlin_Fritz_Werner011


10.08.1971:
Vor DeTeWe Berlin verteilt die Proletarische Linke / Parteiinitiative (PL/PI) vermutlich heute ein erstes Extrablatt ihres 'Klassenkampf' (vgl. 11.8.1971) zur Mobilisierung für die Antifademonstration am 13.8.1971, welches nach ihren Angaben beschlagnahmt wird.
Q: Klassenkampf Faschisten raus aus Westberlin!,Berlin o.J. (Aug. 1971)

September 1971:
In Berlin erscheint für September die Nr.18 des 'Klassenkampf – Ausgabe DeTeWe' (vgl. 25.8.1971, 11.10.1971) unter der Schlagzeile "Warum De-Te-We-Zelle? Warum diese Zeitung?" Berichtet wird "Willbrandt heult mit den Wölfen".

Berichtet wird aus Berlin von Osram Helmholtzstrasse und von SEL über die Lager- und Transportarbeiter. Der Artikel "Das Geschäft mit der Angst" berichtet über die Schließung von Voigtländer Braunschweig. Weitere Artikel behandeln die Berlin-Verhandlungen und die Vermögensbildung.
Q: Klassenkampf – Ausgabe KWU Nr. 18, Berlin Sept. 1971

Berlin_DTW006

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Berlin_KWU031

Berlin_KWU032

Berlin_DTW009

Berlin_DTW008

Berlin_PL082


02.09.1971:
In Berlin möchten, laut KPD, die IGM Jugendgruppen eine Veranstaltung im DGB Haus durchführen, zu der sich ca. 100 bis 120 aus den Jugendgruppen Bosch, BBC, DTW, SEL und AEG Telefunken einfinden. Das DGB Haus aber ist von Polizei versperrt, so daß man zur TU gezogen sei um dort die Veranstaltung durchzuführen.

Die Berliner Proletarische Linke / Parteiinitiative (PL/PI - vgl. 19.9.1971) berichtet über dieselben Jugendgruppen und deren Aussperrung:
"Die Jugendgruppen stehen stark unter dem Einfluß verschiedener Kaderlinien, die sich auf einer Versammlung gegenseitig stritten."

Berichtet wird u.a. in:
- Berlin im IGM-Bereich durch die KPD bei KWU (vgl. 8.9.1971);
- NRW in Dortmund im IGM-Bereich bei Hoesch durch die KPD (vgl. 20.9.1971).
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Hoesch Nr.3,Dortmund Sept. 1971,S.4;
Kommunistische Arbeiterpresse KWU Nr.2,Berlin 8.9.1971;
Rote Fahne Nr.25,Berlin 10.9.1971;
KJV:Agitationsheft Nr.3,Dortmund Feb. 1974;
Klassenkampf Nachrichtendienst Nr.4,Berlin 19.9.1971

Oktober 1971:
Die Berliner Proletarische Linke / Parteiinitiative (PL/PI - vgl. 1.11.1971) berichtet vermutlich aus dem Oktober, dass es in der Berliner IGM die acht Jugendgruppen SEL, BBC, Bosch, Fritz Werner (DIAG), NCR, AEG, DWM und DeTeWe gäbe. Während es in der Berliner IGM 12 507 Mitglieder unter 21 Jahren gäbe, von denen nur 1 800 Lehrlinge seien, würden die Jugendgruppen nur aus Lehrlingen bestehen.
Q: Klassenkampf Nr.20,Berlin Nov. 1971

01.11.1971:
In Berlin erscheint vermutlich in dieser Woche die Nr.20 des 'Klassenkampf' für November als Zeitung der Betriebszellen und Betriebsgruppen der Proletarischen Linken / Parteiinitiative (PL/PI - vgl. 11.10.1971, Dez. 1971). Berichtet wird u.a. aus Berlin von DeTeWe (DTW).
Q: Klassenkampf Nr.20,Berlin Nov. 1971

11.11.1971:
In Berlin findet eine Veranstaltung des DGB LBJA zum BVG statt. Die KPD kündigte die Veranstaltung zuvor in der 'Roten Fahne' (RF - vgl. 5.11.1971) vage an und (vgl. 19.11.1971) berichtet:"
JUNGE GEWERKSCHAFTER BERATEN ÜBR DEN KAMPF GEGEN DAS NEUE BETRIEBSVERFASSUNGSGESETZ
... Es wurden drei Resolutionen eingebracht, zwei davon waren bereits in Jugendgruppen der IG-Metall verabschiedet worden. In diesen Resolutionen wurde der DGB und insbesondere der LJA aufgefordert, dafür zu sorgen, daß eine breite Mobilisierung unter den Kollegen stattfindet zum Kampf gegen das arbeiterfeindliche Gesetz.
...
Die Kollegen setzten nach diesem Auszug fast aller Funktionäre die Diskussion über die Resolutionen fort und verabschiedeten drei Resolutionen, die sich teilweise ergänzten:
Resolution gegen das arbeiterfeindliche Betriebsverfassungsgesetz:
'RESOLUTION

Am 17.September 1971 legte der Bundestagsausschuß für Arbeit und Sozialordnung den Entwurf für die 2. und 3.Lesung des Betriebsverfassungsgesetzes vor.

Dieser Entwurf ist ein weiteres Beispiel dafür, daß dieser Staat - auch unter einer SPD-Regierung - ein Organ des Kapitals gegen die Arbeiterklasse ist. Denn die Ausschußvorlage enthält alle jene Bestimmungen des arbeiterfeindlichen Betriebsverfassungsgesetzes von 1952, mit denen den Betriebsräten die Hände gebunden wurden:

- das Verbot der parteipolitischen Betätigung;

- das Verbot der Vorbereitung oder Durchführung von Arbeitskämpfen 'zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber';

- der Zwang zur 'vertrauensvollen Zusammenarbeit' zum 'Wohl des Betriebes und der Arbeitnehmer', obwohl es gerade in der jetzigen Krise, z.B. in der Stahlbranche erneut deutlich wird, daß es keinen Interessenausgleich zwischen Kapital und Arbeit geben kann.

Außerdem enthält die Ausschußvorlage Verschlechterungen gegenüber dem bisherigen Betriebsverfassungsgesetz, wie z.B. die Verringerung der Anzahl der Betriebsversammlungen und die Einführung eines Beschwerde'rechts', durch das der Einfluß der Vertrauensleute verringert werden soll.

Die wenigen Verbesserungen, wie z.B. die Erhöhung der Zahl der Betriebsräte, die Beteiligung des Jugendvertreters an allen BR-Sitzungen (ohne volles Stimmrecht) oder der beschränkte Zugang der Gewerkschaftsbeauftragten zum Betrieb, können nicht über den arbeiterfeindlichen Charakter dieses Gesetzes hinwegtäuschen.

1952 hatte die Gewerkschaftsführung Kampfmaßnahmen gegen das Adenauer-Betriebsverfassungsgesetz durchgeführt.

Jetzt verhinderte sie sogar die Mobilisierung gegen dieses Gesetz, wie z.B. durch die Weigerung, dem LJA einen Raum für dessen Betriebsverfassungsgesetz-Veranstaltung zur Verfügung zu stellen.

Die Zustimmung der Gewerkschaftsführung zu diesem Gesetz macht erneut deutlich, daß die Forderung nach Gleichstellung von kapital und Arbeit keinen anderen Zweck verfolgt, als Illusionen unter den Kollegen zu schüren und sie vom tatsächlichen Kampf gegen das arbeiterfeindliche Betriebsverfassungsgesetz abzuhalten.

Wir fordern daher die Verwaltungsstelle auf, Mitgliederversammlungen auf Betriebsebene durchzuführen und sich den Fragen der Kollegen zu stellen.

Außerdem fordern wir den DGB-LJA auf, sich nicht dem DGB-Vorstand zu unterwerfen, sondern eine Demonstration gegen das Betriebsverfassungsgesetz
durchzuführen.'

Diese Resolution wurde außerdem von den Jugendgruppen DeTeWe, SEL und AEG-Telefunken (alle IGM,d.Vf.) verabschiedet."
Q: Kommunistische Arbeiterpresse AEG Telefunken Nr.29,Berlin Dez. 1971;
Rote Fahne Nr.29 und 30,Berlin 5.11.1971 bzw. 19.11.1971,S.2 bzw. S.4

17.01.1972:
Die KPD (vgl. 25.2.1972) berichtet vermutlich u.a. aus dieser Woche aus Berlin vom gewerkschaftlichen Aktionskreis gegen die Tariferhöhungen bei BVG, BEWAG und GASAG (vgl. 7.1.1972, 10.2.1972) bzw. vom DGB-LBJA:"
GEWERKSCHAFTLICHES AKTIONSKOMITEE AN DER ARBEIT
...
Inzwischen war die Liste gewerkschaftlicher Beschlüsse gegen die Fahrpreiserhöhungen weiter angewachsen: ... - die IGM-Jugendgruppen von ..., DeTeWe, ... "
Q: Rote Fahne Nr.37,Berlin 25.2.1972,S.3

10.04.1972:
Die KPD (vgl. 19.4.1972) berichtet aus Berlin vermutlich aus dieser Woche von ihrem Maikomitee (MK - vgl. 6.4.1972, 26.4.1972):"
Es bestehen jetzt Maiausschüsse in folgenden Betrieben und Branchen:
... DeTeWe, ... ."
Q: Rote Fahne Nr.41,Dortmund 19.4.1972,S.3

11.04.1972:
In Berlin informieren die Wernerwerks-Betriebsgruppen der KPD/ML-ZB und des KJVD mit einem gemeinsamen Extrablatt ihrer Zeitungen 'Roter Blitz' (vgl. 6.4.1972, 24.4.1972) und 'Der Funke' (vgl. 7.3.1972, 21.4.1972) über die politischen Entlassungen vom Vortag. Das Flugblatt ruft u.a. dazu auf, ein Komitee gegen diese Entlassungen zu bilden, was auch geschieht (vgl. 21.4.1972). Eine Solidaritätsresolution des Komitees ist unterzeichnet von:
- Gruppe junger Gewerkschafter Siemens II,
- Gruppe junger Gewerkschafter Kraftwerkunion (KWU),
- Gruppe junger Gewerkschafter Osram,
- Gewerkschaftsjugendgruppe DeTeWe.
"Diese Solidaritätsresolution ist ein großer Erfolg für die Arbeit des KJVD und des Solidaritätskomitees. Sie wird den Kampf gegen die sozialfaschistischen Bonzen auch innerhalb der Gewerkschaft voranbringen, wodurch der Boden für die proletarische Einheitsfront gegen solche Terrormaßnahmen erheblich verbessert wird."
Q: Der Rote Blitz/Der Funke Extrablatt,Berlin 11.4.1972;
Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.30,Bochum 22.4.1972

28.06.1972:
Bei SEL Berlin gibt die KPD die Nr.2 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. Juni 1972) heraus. Berichtet wird vor allem über die Vietnamkampagne (vgl. 27.6.1972, heute, 7.7.1972, 8.7.1972), wo in den letzten Wochen ca. 180 Vietnamausschüsse (VA) des Nationalen Vietnamkomitees (NVK) gegründet werden konnten, u.a. bei Mannesmann Düsseldorf und in den Berliner Betrieben AEG, Borsig, DWM, Siemens und DTW.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse SEL Nr.2,Berlin Juni 1972

03.07.1972:
Die KPD (vgl. 5.7.1972) berichtet vom NVK u.a. aus dieser Woche:"
ERFOLGE DES NATIONALEN VIETNAMKOMITEES
...
Das Zentralkomitee unserer Partei hat in einer Direktive den Zellen zur vorrangigen Aufgabe gemacht, selbst die Initiative zur Bildung von Vietnam-Ausschüssen, vor allem in den großen Betrieben, zu ergreifen und aktiv in den bereits gegründeten Ausschüssen mitzuarbeiten.

So ist es unter anderem inzwischen in den Betrieben (bis auf Schering, CPK-Bereich, alle IGM-Bereich,d.Vf.) Mannesmann-Lierenfeld Düsseldorf, Opel Bochum, Schering Westberlin, AEG Brunnenstraße, Holländerstraße und Drontheimer Straße Westberlin, DWM, Borsig und DeTeWe gelungen, Ausschüsse einzurichten. Damit wird durchgesetzt, daß die gegenwärtige Vietnam-Kampagne eine Mobilisierung der proletarischen Massen zur Solidarität mit dem kämpfenden vietnamesischen Volk erbringt."
Q: Rote Fahne Nr.50,Dortmund 5.7.1972,S.3

September 1972:
Bei DeTeWe in Berlin gibt die Betriebszelle der KPD die 'Kommunistische Arbeiterpresse' Nr.1 heraus, die sich u.a. mit den ausländischen Kollegen befaßt und den Vietnamausschuß (VA) DTW des NVK propagiert.
Q: Rote Fahne Nr.63,Dortmund 4.10.1972

20.09.1972:
Laut und mit KJVD der KPD/ML-ZB versammeln sich im Berliner Lehrlings- und Schülerzentrum ca. 200 Kollegen aus ca. 15 Betrieben, um ein Vorbereitungskomitee zur Lehrlings-Metalltarifrunde (LMTR) zu gründen. Anwesend waren Vertreter u.a. von DeTeWe. Eine Forderung von 500,-DM Monatslohn für Lehrlinge und Jungarbeiter in der Produktion wird erhoben. Es wird ein Komitee gegründet, dessen Aufgabe es ist, "die Einheitsfront weiter zu organisieren und einheitliche Forderungen aufzustellen".

Davon berichtet auch der KJVD bei Opel Bochum (IGM-Bereich - vgl. 16.10.1972).
Q: Die Presse Warum kündigte Herbert selbst?,Bochum o.J. (1972),S.2;
Der Kampf der Arbeiterjungend Nr.9,Bochum Okt. 1972

01.10.1972:
In Dortmund nehmen, nach eigenen Angaben über 100 Personen an einem Treffen oppositioneller, der KPD-nahestehender Metaller teil. Die Teilnehmer kommen u.a. von DTW Berlin.
Q: Rote Fahne Nr.63,Dortmund 4.10.1972;
Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr.1,Dortmund o.J. (1972),S.36

04.10.1972:
Die KPD veröffentlicht in der Nr.63 ihrer 'Roten Fahne' (RF - vgl. 27.9.1972, 11.10.1972) einen Bericht aus Berlin. Dort gibt es einen Kampfausschuß zur Jugendmetallrunde (JMTR) der IGM, an dem u.a. die Jugendvertretungen (bzw. einzelne Mitglieder) von u.a. DTW sowie die IGM-Jugendgruppe DTW beteiligt sind.
Q: Rote Fahne Nr.63,Dortmund 4.10.1972

20.11.1972:
Der Kommunistische Jugendverband (KJV) der KPD gibt vermutlich in dieser Woche die Nr.3 seiner 'Kämpfenden Jugend' (vgl. 13.10.1972, Jan. 1973) heraus. Aus Berlin wird berichtet von der Jugendmetalltarifrunde (JMTR), u.a. über den Kampfausschuß zur JMTR in dem auch Beschäftigte von DeTeWe arbeiten.
Q: Kämpfende Jugend Nr.3,Dortmund Nov. 1972,S.7

29.11.1972:
In der Nr.71 der 'Roten Fahne' (vgl. 21.11.1972, 6.12.1972) der KPD wird aus Berlin über die Gründung von Kampfausschüssen oppositioneller Gewerkschafter zur Metalltarifrunde u.a. bei DTW berichtet.
Q: Rote Fahne Nr.71,Dortmund 29.11.1972

02.12.1972:
Die Ortsleitung Westberlin der KJO Spartacus informiert ihre Anhänger über die für den 8.12.1972 geplante Rauchhausdemonstration.

Die KJO Spartacus habe Solidaritätsresolutionen für das besetzte Georg von Rauchhaus in Gewerkschaftsgruppen durchsetzen können, u.a. in der IGM Jugendgruppe DTW.
Q: KJO Spartacus-OL Westberlin:ohne Titel,Berlin 2.12.1972

13.12.1972:
Die KPD gibt die Nr.73 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 6.12.1972, 20.12.1972) heraus. Aus Berlin wird u.a. berichtet von der Zelle DeTeWe.
Q: Rote Fahne Nr.73,Dortmund 13.12.1972

24.01.1973:
Die KPD gibt die 'Rote Fahne' Nr.4 (vgl. 17.1.1973, 31.1.1973) heraus. In Berlin interessiert man sich u.a. für DTW.
Q: Rote Fahne Nr.4,Dortmund 24.1.1973

Februar 1973:
Der Kommunistische Jugendverband (KJV) der KPD gibt die Nr.5 des 2. Jahrgangs seiner 'Kämpfenden Jugend' (vgl. 13.10.1972, März 1973) mit dem Leitartikel aus Berlin, "Plattform der Jugendvertretung DeTeWe gegen die Einführung der kapitalistischen Stufenausbildung" heraus.
Q: Kämpfende Jugend Nr.5,Dortmund Feb. 1973,S.1 und 6

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13.02.1973:
In Berlin erscheint ein gemeinsames Flugblatt der Betriebszelle DeTeWe (DTW) der KPD und der Jugendbetriebszelle DeTeWe des KJV gegen den Rausschmiss eines Jugendvertreters. Das Flugblatt ist zugleich das 1. Flugblatt der Betriebszelle des KJV. Verantwortlich zeichnet M. Bergmann.
Q: Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr.2,Dortmund 1973,S.60

15.02.1973:
Die Nr.1 der 'Kommunistischen Jugendpresse - DeTeWe' des KJV erscheint in Berlin (vgl. 13.2.1973).
Q: Revolutionäre Gewerkschafts Opposition Nr.2,Dortmund 1973,S.58

März 1973:
Der Kommunistische Jugendverband (KJV) der KPD gibt die Nr.3/4 seiner 'Kämpfenden Jugend' (vgl. Feb. 1973, Apr. 1973) heraus. Aus Berlin wird u.a. berichtet von DeTeWe.
Q: Kämpfende Jugend Nr.3/4,Dortmund März 1973,S.4

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März 1973:
In Berlin gibt die KPD bei DTW die Nr.6 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (KAP - vgl. 30.4.1973) heraus, für deren 6 Seiten Christian Semler in Dortmund die Verantwortung übernimmt. Eingegangen wird außer auf den 1.Mai, die Vertrauensleutewahlen (VLW) und verschiedene Abteilungen, eine Korrespondenz kommt aus der Löterei, auch auf die Wohnheime für AusländerInnen, speziell für Jugoslawinnen sowie auf das Elektronische Wählsystem (EWS).
Q: Kommunistische Arbeiterpresse DeTeWe Nr.6,Dortmund März 1973

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02.03.1973:
In Berlin besuchen, laut KPD, 600 eine Veranstaltung der VA's Südost (Kreuzberg, Tempelhof, Neukölln, Schöneberg, Postscheckamt, DTW, Kirchl. Mitarbeiter).
Q: Rote Fahne Nr.10,Dortmund 7.3.1973

19.03.1973:
Die KPD berichtet spätestens von Anfang dieser Woche:"
WESTBERLIN: ZWEI MAIKOMITEES - ZWEI LINIEN

Als klare Alternative zu den Maikomitees der Juso- (der SPD,d.Vf.) und SEW-Führer wurde von über 130 Kollegen aus über 30 Betrieben in Westberlin das Maikomitee oppositioneller Gewerkschafter gegründet. Dabei wurde den Kollegen klar, daß es in der Vorbereitung einer kämpferischen 1.Mai-Demonstration in entscheidendem Maße darum gehen muß, die Kollegen aus den verschiedenen Industriebereichen im Kampf gegen die Verschlechterung ihrer Arbeits- und Lebensbedingungen zusammenzuschließen.
...
Im Maikomitee sind Kollegen aus betrieblichen Gremien und Maiausschüssen aus folgenden Betrieben delegiert: ..., DeTeWe, ..."
Q: Rote Fahne Nr.15,Dortmund 11.4.1973,S.7

April 1973:
Der Kommunistische Jugendverband (KJV) der KPD gibt die Nr.5 seiner 'Kämpfenden Jugend' (vgl. März 1973, 28.5.1973) heraus. Aus Berlin wird u.a. berichtet von der Lehrlingsmetalltarifrunde (LMTR) der IGM, u.a. über DeTeWe.
Q: Kämpfende Jugend Nr.5,Dortmund Apr. 1973,S.4

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02.04.1973:
Vermutlich in dieser Woche gibt in Berlin das Maikomitee oppositioneller Gewerkschafter 1973 der KPD seine erste Zeitung '1.Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse' (vgl. 17.4.1973) heraus. Bekanntgegeben wird, daß das Maikomitee von KollegInnen u.a. von DTW gebildet worden sei.

Von DTW wird über die zurück gekämpfte Entlassung von Jugendvertretern berichtet.
Q: 1.Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse Nr.1,Berlin 1973

03.04.1973:
Bei DTW Berlin gibt der KJV der KPD die Nr.2 seiner 'Kommunistischen Jugendpresse' heraus.
Q: Arbeitsgerichtsprozeßunterlagen von DTW gegen Konrad N.,Berlin 4.9.1973

11.04.1973:
Der KJV der KPD gibt frühestens heute seine 'Kämpfende Jugend' (KJ) Nr.5 heraus. Aus Berlin wird u.a. eingegangen auf die IGM Jugendgruppe DTW.
Q: Kämpfende Jugend Nr.5,Dortmund Apr. 1973

17.04.1973:
Die Straßenzelle Manteuffelstraße der KPD in Berlin-Kreuzberg bringt erstmals ihre 'Kommunistische Presse' für die Werktätigen des Wohnbereichs heraus, in der sie sich u.a. mit den Kindern der Gegend und den Lehrlingen bei DTW, wo der KJV mit einer Zelle arbeitet, befaßt.
Q: Rote Fahne Nr.17,Dortmund 25.4.1973,S.8;
Kommunistische Presse' für die Werktätigen des Wohnbereichs Manteuffelstraße Nr.1,Berlin 17.4.1973

30.04.1973:
Vermutlich bereits heute oder noch früher gibt die KPD bei DTW Berlin die auf Mai datierte Nummer 7 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. März 1973, 5.6.1973) die zum Besuch der Maidemonstration und der Großveranstaltung der KPD heute in der Neuen Welt aufruft.
Berichtet wird von der RGO (vgl. 14.4.1973) und in "Die Bonzen zittern um ihre Posten" auch über den Unvereinbarkeitsbeschluß der IGM (vgl. 16.4.1973), wo u.a. die SEW sich für den Ausschluß von 11 Mitgliedern der IGM JG AEG eingesetzt habe.
Bei der Besprechung der Betriebsversammlung kommt der Jugendvertreter A. Henkel sehr gut weg, Themen der Versammlung waren u.a. die Ausländerheime.

Zu den VLW der IGM heißt es: "Zur Vertrauensleute-Wahl: Meistens wirkte die Überrumpelungstaktik".
Q: Kommunistische Arbeiterpresse - DeTeWe Nr.7,Dortmund Mai 1973

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Juni 1973:
Vermutlich im Juni gibt das Regionalkomitee Rhein/Ruhr des KJV der KPD eine Broschüre "Jugendarbeitsschutz - Schutz der Jugend? Schutz der Ausbeutung!" heraus. U.a. heißt es:"
TONNEN BUNT BEDRUCKTES PAPIER SIND EBEN NICHT JENE WAFFEN, MIT DENEN WIR UNSERE SCHUTZRECHTE ERKÄMPFEN!

In vielen Jugendgruppen ist dies erkannt worden. Und dort, wo die Kämpfe schon entflammt sind, wie in Westberlin und anderen Städten, hagelt es dementsprechend Ausschlußverfahren gegen die kämpferischen Kollegen aus der Gewerkschaft, werden die Jugendgruppen aberkannt, rollt die Welle politischer Entlassungen (NCR, Siemens, DeTeWe (alle IGM-Bereich in Berlin,d.Vf.), Hoesch, Mannesmann (IGM-Bereich in Dortmund bzw. Duisburg,d.Vf.) usw.)"
Q: KJV-RK Rhein/Ruhr:Jugendarbeitsschutz - Schutz der Jugend? Schutz der Ausbeutung!,Dortmund 1973

01.06.1973:
In Berlin will heute der Kampfausschuß zur Jugend Metalltarifrunde (JMTR) (vgl. 4.6.1973) eine Veranstaltung bei Max und Moritz durchführen, zu der u.a. durch ein Flugblatt der 'Kämpfenden Jugend' des KJV der KPD mobilisiert wird, welches sich u.a. mit den Betrieben Siemens, SEL, AEG, DTW, KWU und Loewe befaßt.
Q: Kämpfende Jugend Flugblatt,Berlin o.J. (1973)

05.06.1973:
Bei DTW Berlin gibt die KPD die Nr.8 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 30.4.1973, 9.7.1973) mit 8 Seiten und dem Leitartikel "Vorfristige Kündigung der Tarife! 60 pfg. mehr für alle!" heraus, die außer über die IGM-Mitgliederversammlung, den Weihnachtsurlaub (speziell für Ausländer), die Erfolgsbeteiligung, die Befreiungskämpfe in Portugiesisch Afrika bzw. Cabora Bassa in Mosambik, den Breschnewbesuch (vgl. 19.5.1973) und die jüngste Streikwelle (Ford Köln-Niehl und Merkenich, Rheinstahl Duisburg-Meiderich, Mannesmann Heidelberg, AEG und John Deere und Motorenwerke Mannheim), von krone Berlin und Ford Köln über die Forderung nach einer Teuerungszulage (TZL) 60 Pfg. und vorfristiger Kündigung der Tarifverträge auch in einer Korrespondenz aus der DTW-Abteilung Sonderfertigung und in einer weiteren Korrespondenz über die "Erfolgsbeteiligung – ein fauler Köder: Lohnerhöhung wird angerechnet" berichtet.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe DeTeWe Nr.8,Dortmund 5.6.1973

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08.06.1973:
In Berlin wird, laut KPD, durch ihren KJV der Kampfausschuß zur Jugendmetalltarifrunde (JMTR) durch KollegInnen von u.a. DTW gegründet. Uns wurden allerdings bereits zuvor Aktivitäten dieser Gruppe bekannt (vgl. 4.6.1973, 21.6.1973).
Q: Rote Fahne Nr.24,Dortmund 13.6.1973

12.06.1973:
Bei KWU Berlin verteilt die KPD einen vierseitigen Sonderdruck ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. Juni 1973, 20.7.1973). Außer auf den Weihnachtsurlaub wird auch noch auf die Lehrlings-Metalltarifrunde (LMTR) eingegangen, zu der sich, trotz der Ausschlußverfahren gegen die Siemens-Jugendvertreterin und 3 bei DTW, ein regionaler Kampfausschuß gegründet habe (vgl. 21.6.1973).
Q: Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe KWU Sonderdruck,Dortmund 12.6.1973

Juli 1973:
Bei Siemens Berlin gibt die Jugendzelle des KJV der KPD ihre 'Kommunistische Jugendpresse' Nr.9 (vgl. Juni 1973) heraus. Aus Berlin wird u.a. berichtet von DTW.
Q: Kommunistische Jugendpresse - Siemens Nr.9,Berlin Juli 1973

Juli 1973:
Der Kommunistische Jugendverband (KJV) der KPD gibt die Nr.6 seiner 'Kämpfenden Jugend' (vgl. 28.5.1973, Sept. 1973) für Juli heraus. Aus Berlin wird auch berichtet von der Lehrlingsmetalltarifrunde (LMTR) der IGM u.a. über die Ausschlüsse (UVB) bei DeTeWe sowie den Kampfausschuß zur LMTR, in dem auch Jugendliche von DeTeWe arbeiten.
Q: Kämpfende Jugend Nr.7,Dortmund Juli 1973,S.2

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02.07.1973:
Bei DTW Berlin wird ein Flugblatt des dem KJV der KPD nahestehenden Kampfausschusses oppositioneller Gewerkschafter zur Lehrlingstarifrunde verteilt (vgl. 3.7.1973), in dem ein Existenzlohn von 600 DM gefordert wird.

Auf der heutigen Jugendversammlung tritt der Jugendvertreter Konrad N., laut Geschäftsleitung, ebenfalls für diese Forderung ein, was ihm morgen die fristlose Entlassung einbringt. Außerdem sei er noch für Kampfmaßnahmen wie Pausenverlängerungen eingetreten.
Q: DTW:Bitte um Klageabweisung an das Arbeitsgericht,Berlin 4.9.1973

03.07.1973:
In Berlin findet eine Konferenz oppositioneller Gewerkschafter statt, an der sich, laut KPD, ca. 130 Personen aus 50 Betrieben und den Gewerkschaften IGM, CPK, öTV, DruPa, DPG, HBV, DAG, GEW und FDGB beteiligen. Protestiert wird gegen die Ausschlußverfahren bei Krone, DTW, Siemens, AEG, AEG Brunnenstraße, KWU, SEL, der ÖTV und bei Schering, wo ein Solidaritätsausschuß gebildet wurde. Betroffen sind auch Jugendvertreter bei Siemens und DTW sowie die gesamte Jugendvertretung bei Schering.
Q: Rote Fahne Nr.28,Dortmund 11.7.1973

03.07.1973:
Bei DTW Berlin wird der Elektromechaniker Konrad N., der seit Frühjahr 1972 Jugendvertreter war, als mutmaßliches Mitglied der KPD und hinter dem am Vortage verteilten Flugblatt Steckender entlassen (vgl. 4.7.1973).
Q: DTW:Bitte um Klageabweisung an das Arbeitsgericht,Berlin 4.9.1973

04.07.1973:
Bei DTW Berlin informiert ein Flugblatt über die gestrige politische Entlassung. Dieses ist, laut Geschäftsleitung, von Konrad N. unterzeichnet und wird auch von ihm selbst verteilt. Die Jugendvertretung beantragt heute eine Aussetzung der Zustimmung des Betriebsrates zur Entlassung um eine Woche.
Q: DTW:Bitte um Klageabweisung an das Arbeitsgericht,Berlin 4.9.1973

09.07.1973:
Bei DTW Berlin gibt die KPD die Nr.9 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 5.6.1973, Aug. 1973) heraus, die uns bisher nicht vorlag. Enthalten ist dort u.a. ein "Interview mit dem entlassenen Kollegen" (vgl. 3.7.1973)
Q: DTW:Bitte um Klageabweisung an das Arbeitsgericht,Berlin 4.9.1973

18.07.1973:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' Nr.29 (vgl. 11.7.1973, 25.7.1973) heraus.
Aus Berlin wird u.a. berichtet von der Jugendvertretung DTW, deren Mitglied A. entlassen wurde. Hier wurde ein Solidaritätsausschuß gegründet.
Q: Rote Fahne Nr.29,Dortmund 18.7.1973

25.07.1973:
Bei DTW Berlin wird ein Flugblatt des Rote Hilfe Komitees gegen die Entlassung Konrad N.s (vgl. 3.7.1972) verteilt.
Q: DTW:Bitte um Klageabweisung an das Arbeitsgericht,Berlin 4.9.1973

August 1973:
Vermutlich im August gibt die KPD bei DTW Berlin die Nr.10 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 9.7.1973, 11.9.1973) heraus, die uns bisher leider noch nicht zu Gesicht kam.
Q: DTW:Bitte um Klageabweisung an das Arbeitsgericht,Berlin 4.9.1973

29.08.1973:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' Nr.35 (vgl. 22.8.1973, 5.9.1973) heraus. Aus Berlin wird u.a. berichtet von der eigenen Zelle DTW über die Entlassung zweier Jugendvertreter, wogegen 100 Unterschriften gesammelt wurden und ein Solidaritätsausschuß gegründet wurde.
Q: Rote Fahne Nr.35,Dortmund 29.8.1973

September 1973:
Der Kommunistische Jugendverband (KJV) der KPD gibt die Nr.8 seiner 'Kämpfenden Jugend' (vgl. Juli 1973, Okt. 1973) für September mit einem Leitartikel "Fortschrittliche Jugendvertreter gegen Entlassung und Gewerkschaftsausschluss", sowie Einziehungen zur Bundeswehr wie sie u.a. bei DeTeWe Berlin vorkamen, heraus. Genauer berichtet wird dazu u.a. von DeteWe Berlin.
Q: Kämpfende Jugend Nr.8,Dortmund Sept. 1973

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04.09.1973:
In Berlin verfaßt der Rechtsanwalt von DTW eine Bitte um Abweisung der Klage von Konrad N. vor dem Arbeitsgericht gegen seine fristlose Entlassung am 3.7.1973.
Q: DTW:Bitte um Klageabweisung an das Arbeitsgericht,Berlin 4.9.1973

11.09.1973:
Bei DTW Berlin gibt die KPD die Nr.11 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. Aug. 1973, 9.10.1973) mit 6 Seiten unter Verantwortung von Christian Heinrich heraus, die unter der schlagzeile "Jetzt gibt es kein zurückweichen – So führen wir den Kampf für Mark und Pfennig" für die Erkämpfung einer Teuerungszulage (TZL) eintritt, wobei man sich ein Beispiel an den Kollegen von Ford Köln, Philips Aachen und Hella Lippstadt nehmen solle. Auf den Betriebsrat könne man sich nicht verlassen, da dieser die Entlassung der Jugendvertreter sowie die politische Entlassung von Ulla Heist betrieben habe. Dazu gibt es auch ein "Gespräch von zwei Kolleginnen". Berichtet wird über "Spontane Streiks in über 100 Betrieben".
Q: Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe DeTeWe Nr.11,Berlin 11.9.1973

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12.09.1973:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' Nr.37 (vgl. 5.9.1973, 19.9.1973) heraus.
Es berichten die Initiativkomitees gegen politische Entlassungen und Gewerkschaftsausschlüße Düsseldorf und Berlin (vgl. Sept. 1973, 14.9.1973) aus Berlin u.a. von DTW.
Q: Rote Fahne Nr.37,Dortmund 12.9.1973

14.09.1973:
Auf Initiative des Düsseldorfer Initiativausschusses "Arbeiterjugend gegen politische Entlassungen und Gewerkschaftsausschlüsse" (vgl. Sept. 1973) treffen sich, nach eigenen Angaben, über 60 Arbeiterjugendliche u.a. aus Berlin von DTW. Das Komitee gibt vermutlich noch diesen Monat eine Broschüre unter dem eigenen Namen als Titel heraus. Darin wird berichtet von Ausschlüssen bzw. Auflösung von Gewerkschaftsgremien u.a. aus Berlin Berlin von der IGM Jugendgruppe DTW.
Q: Für ein freies Jugendzentrum Nr.2,Dortmund Okt. 1973,S.11;
NKAJgpEuGa:Arbeiterjugend gegen politische Entlassungen und Gewerkschaftsausschlüsse,Remscheid 1973;
Rote Fahne Nr.38,Dortmund 19.9.1973;
Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr.8,Dortmund Okt. 1973

26.09.1973:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' Nr.39 (vgl. 19.9.1973, 3.10.1973) heraus. Aus Berlin wird u.a. berichtet von der Jugendvertretung DTW.
Q: Rote Fahne Nr.39,Dortmund 26.9.1973

Oktober 1973:
Nummer 2 der Reihe 'Agitationsheft des Kommunistischen Jugendverbandes' (Jugendorganisation der KPD) (vgl. Okt. 1973, Feb. 1974) erscheint im Verlag Kämpfende Jugend (Dortmund) unter dem Titel "Kampf dem arbeiterfeindlichen Betriebsverfassungsgesetz!" (BVG).
Berichtet wird u.a. über die Jugendvertretung bei DTW Berlin.
Q: Rote Pressekorrespondenz Nr.35,Dortmund 1973,S.20;
KJV:Agitationsheft Nr.2,Dortmund Okt. 1973

Oktober 1973:
Der Kommunistische Jugendverband (KJV) der KPD gibt die Nr.9 seiner 'Kämpfenden Jugend' (KJ - vgl. Sept. 1973, Nov. 1973) für Oktober heraus und berichtet u.a. aus Berlin von DeTeWe über Gewerkschaftsausschlüsse (UVB).
Q: Kämpfende Jugend Nr.9,Dortmund Okt. 1973,S.5

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09.10.1973:
Bei DTW Berlin gibt die KPD die Nr.12 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 11.9.1973) mit 8 Seiten und einem beiliegenden Flugblatt des Kampfkomitees Bethanien, welches bei uns allerdings nicht mehr beilag, heraus. Auf jeden Fall wird aber über das Kampfkomitee berichtet.
Die Titelseite trägt folgende Schlagzeilen:
"Nach wie vor gilt: Wir brauchen mehr Lohn!
Der Betriebsrat behindert unseren Kampf
Der Betriebsrat muß weg!"
Weiter hinten findet sich dann dafür ein Artikel "Machen wir den Vertrauensleutekörper zum Sprachrohr der Kollegen!". In dessen letzter Sitzung seien die Berufsbetriebsräte mit ihrer Stimmungsmache gegen einen türkischen Vertrauensmann gescheitert. Bei der Verteilung eines Flugblattes der KPD zur Betriebsversammlung sei einer der beiden VerteilerInnen festgenommen worden. Jeden morgen, wenn die KPD Flugblätter verteile, würden die Polizisten seit Monaten mindestens zehn Mal vorbeifahren. Eingetreten wird wiederum für die Notwendigkeit einer Teuerungszulage (TZL). Gegen die politischen Entlassungen und Gewerkschaftsausschlüsse habe sich ein Solidaritätsausschuß DTW gebildet. Dieser sei von Beginn an von KPD und Rote Hilfe Komitee unterstützt worden und sei in seiner Dokumentation "Kampf den politischen Entlassungen" für die Gründung einer Gruppe oppositioneller Gewerkschafter bei DTW eingetreten.
Aufgerufen wird noch zur Baha Targün Veranstaltung am 17.10.1973.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe DeTeWe Nr.12,Berlin 9.10.1973; Rote Fahne Nr.42,Dortmund 17.10.1973

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15.10.1973:
Die Gewerkschaftsabteilung des ZK der KPD gibt vermutlich in dieser Woche ihre auf Oktober datierte 'Revolutionäre Gewerkschaftsopposition' Nr.8 (vgl. 10.9.1973, Feb. 1974) heraus. Bei DTW Berlin wurde ein Solidaritätsausschuß bereits gegründet, eine Gruppe oppositioneller Gewerkschafter (GOG) soll erst noch gebildet werden. Bei den 4 Ausschlußverfahren gegen Mitglieder der Jugendvertretung bei DTW wurden 3 aus der IG Metall (IGM) ausgeschlossen.
Q: Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr.8,Dortmund Okt. 1973

17.10.1973:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' Nr.42 (vgl. 10.10.1973, 24.10.1973) heraus. Das Berliner Solidaritätskomitee gegen politische Entlassungen berichtet von den Jugendvertretungen (JV) bei DWM, DTW, Siemens, Schering, dem IGM OJA und von Krone. Erwähnt wird auch die eigene Zelle DTW (vgl. 9.10.1973).
Q: Rote Fahne Nr.42,Dortmund 17.10.1973

05.11.1973:
In Berlin findet, laut KPD, im Rahmen des Jugendmonats der IGM eine Aufführung des Theaterstücks "Nägel mit Köpfen" statt, die außer von SEL Lehrlingen auch von den Jugendvertretern von DTW besucht wird.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe SEL Nr.19,Berlin Nov. 1973

07.11.1973:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' Nr.45 (vgl. 31.10.1973, 14.11.1973) heraus, in der sie sich u.a. mit dem Kampfkomitee Bethanien in Kreuzberg befaßt. Unterstützt wird es u.a. durch die Gruppe oppositioneller Gewerkschafter (GOG) bei DTW.
Q: Rote Fahne Nr.45,Dortmund 7.11.1973

27.11.1973:
In Berlin führt die KPD vermutlich in dieser Woche eine Konferenz oppositioneller Metaller Berlins mit 50 Teilnehmern aus 16 Betrieben, u.a. Krone, SEL, DTW, Siemens Wernerwerk, Loewe (600 Besch., soll stillgelegt werden), Fritz Werner (1 000 Besch., soll stillgelegt werden) und KWU durch.
Q: Rote Fahne Nr.49,Dortmund 5.12.1973

12.12.1973:
Die KPD gibt ihre Rote Fahne Nr.50 (vgl. 5.12.1973, 19.12.1973) heraus. Die Betriebszelle DTW Berlin berichtet aus der Außenstelle Siemensstadt.
Q: Rote Fahne Nr.50,Dortmund 12.12.1973

19.12.1973:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' Nr.51/52 (vgl. 12.12.1973, 3.1.1974) heraus. Eingegangen wird auch auf DTW.
Q: Rote Fahne Nr.51/52,Dortmund 19.12.1973

20.12.1973:
Auf der Sitzung der Berliner Gruppe der Kommunistischen Gruppe Kompaß wird u.a. über die IGM Jugendgruppe Süd diskutiert, in der man, neben KBW und Sozialistischem Büro, mitarbeiten könne. Diese bestehe seit zwei Jahren und kümmere sich um IBM, DTW, BeMAG, Autoschlosser und den Radio/Fernsehbereich. Die SEW sei nicht in der JG aber leider im OJA. In der Berliner IGM gäbe es momentan folgende Jugendgruppen: Süd, DTW, Solex, Daimler, BBC, TFR, AEG, SEL und zwei bei Siemens.
Q: Kommunistische Gruppe Kompaß-Gruppe Berlin:Protokoll der Sitzung vom 20.12.73,Berlin 20.12.1973

03.01.1974:
In der Nr.1 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 19.12.1973, 9.1.1974) berichtet die KPD, auch aus beiden Werken der Berliner Werkstätten für Behinderte, wo im Werk 1 für Zeiss-Ikon und im Werk 2 für BMW, DTW, Rotaprint, SEL und VW produziert wird.
Q: Rote Fahne Nr.1,Dortmund 3.1.1974

15.01.1974:
Der Kommunistische Jugendverband (KJV) der KPD gibt die Nr.1 seiner 'Kämpfenden Jugend' (KJ - vgl. Dez. 1973, 1.2.1974) mit einem Leitartikel "Kampf der Liquidierung der gewerkschaftlichen Jugendarbeit durch die Bonzen!" heraus, der zu den regionalen Treffen junger Gewerkschafter am 26.1.1974 aufruft und berichtet aus Berlin u.a. von der IGM-Jugendgruppe DeTeWe.
Q: Kämpfende Jugend Nr.1,Dortmund 15.1.1974, S. 1 und 3

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Februar 1974:
Der Kommunistische Jugendverband (KJV) der KPD gibt sein 'Agitationsheft' Nr.3 (vgl. Okt. 1973, März 1974) heraus, welches unter dem Titel "Junge Gewerkschafter gegen Bosse und Bonzen" von den Jugendgruppen (JG) der IG Metall (IGM) in Berlin bzw. deren Auflösung berichtet. Erwähnt werden hierbei u.a. die JGs AEG, AEG Brunnenstraße, DTW, wo auch die Rote Garde (RG) der KPD/ML tätig ist, Siemens (vgl. Jan. 1971), Nord, Osram, NCR und die nie anerkannte JG KWU.
Q: KJV:Agitationsheft Nr.3,Dortmund Feb. 1974

Februar 1974:
Dokumentation des 'Solidaritätskomitees gegen politische Entlassungen, Gewerkschaftsausschlüsse und Berufsverbote':" Weg mit den Unvereinbarkeitsbeschlüssen. Schering, Gewerkschaftsführung und Verfassungsschutz arbeiten Hand in Hand."
Die Broschüre erscheint in Westberlin. Das Komitee steht der KPD nahe. U.a. berichtet die Broschüre über die Oppositionelle Liste 2 in dem Westberliner Betrieb 'Krone GmbH' und über den Ausschluß einiger Mitglieder. Dagegen hätte sich bereits ein breites Solidaritätsbündnis gebildet. Solidaritätskomitees sollen in den Betrieben: SEL, DeTeWe, Flohr-Otis (Fahrstühle und Rolltreppen), Siemens, Klinikum Steglitz und Schering existieren.
Q: Solidaritätskomitee gegen politische Entlassungen,Gewerkschaftsausschlüsse und Berufsverbote:Weg mit den Unvereinbarkeitsbeschlüssen, Schering, Gewerkschaftsführung und Verfassungsschutz arbeiten Hand in Hand,Berlin 1974

01.02.1974:
Der Kommunistische Jugendverband (KJV) der KPD gibt die Nr.2 seiner 'Kämpfenden Jugend' (KJ - vgl. 15.1.1974, 15.2.1974) heraus, die u.a. berichtet aus Berlin von den Botinnen bei DeTeWe.
Q: Kämpfende Jugend Nr.2,Dortmund 1.2.1974,S.3

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04.02.1974:
Bei SEL Berlin gibt die KPD einen vierseitigen Sonderdruck ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (KAP – vgl. 1974) unter dem Titel "Schluß mit dem Gesinnungsterror gegen oppositionelle Gewerkschafter!" heraus, der u.a. zum nationalen Kongreß oppositioneller Gewerkschafter am 14./15.4.1974 aufruft. Aus Berlin wird über die Ausschlüsse aus der IGM u.a. von den JugendvertreterInnen bei DTW und Siemens und der JG AEG sowie dem Revers gegen Ursula Heist berichtet.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe SEL Sonderdruck,Berlin Feb.1974

06.02.1974:
In der Nr.6 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 30.1.1974, 13.2.1974) befaßt sich die KPD Betriebszelle DTW Berlin mit der Jugendvertretung (JV) und dem IGM OJA.
Q: Rote Fahne Nr.6,Dortmund 6.2.1974

13.02.1974:
In der Nr.7 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 19.12.1973, 9.1.1974) befaßt sich die KPD u.a. mit dem Komitee gegen die Gewerkschaftsausschlüsse, welches sich u.a. mit AEG, DTW, Krone, Osram, SEL und der Jugendvertretung (JV) bei Siemens befaßt.
Q: Rote Fahne Nr.7,Dortmund 13.2.1974

27.02.1974:
In der Nr.9 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 20.2.1974, 6.3.1974) befaßt sich die KPD u.a. mit den Unvereinbarkeitsbeschlüssen (UVB) u.a. bei DTW.
Q: Rote Fahne Nr.9,Dortmund 27.2.1974

07.03.1974:
In Berlin führt das Solidaritätskomitee gegen politische Entlassungen, Gewerkschaftsausschlüsse und Berufsverbote (BV) der KPD ein Tribunal gegen die Unvereinbarkeitsbeschlüsse (UVB) mit, laut KPD, ca. 300 Personen durch. Eingegangen wird u.a. auf DTW.
Q: Rote Fahne Nr.9 und 11,Dortmund 27.2.1974 bzw. 13.3.1974

25.03.1974:
In Berlin gibt das Aktionsbündnis (AB) für freie politische Betätigung vermutlich in dieser Woche sein 'Plenum' Nr.1 (vgl. Feb. 1974, 15.4.1974) heraus. Berichtet wird u.a. von den Jugendvertretungen DTW, Krone und Schering (Chemiebereich).
Q: Plenum Nr.1,Berlin o.J. (1974)

01.04.1974:
In Berlin gibt vermutlich in dieser Woche das Maikomitee (MK) oppositioneller Gewerkschafter der KPD (vgl. 25.3.1974) erstmals seine Zeitung '1. Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse' (vgl. 8.4.1974) mit zwei Seiten DIN A 3 heraus. Die presserechtliche Verantwortung übernimmt Ursula Heist. Im Maikomitee seien KollegInnen u.a. von DTW.
Q: 1. Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse Nr.1,Berlin 1974

03.04.1974:
Bei DTW Berlin wird in den nächsten Tagen ein Flugblatt von Burkhard Schäfer und Andreas Philipp mit dem Titel "Kollegen!" verteilt, in dem ausgeführt wird, daß diese heute erfahren hätten, daß die IGM JG SEL eine Liste zu den Jugendvertretungswahlen (JVW) aufgestellt habe ohne die Kollegen zu befragen. Ziel sei andere Kollegen an der Kandidatur zu hindern, weshalb man selbst eine zweite Liste aufstellen müsse. Gefordert wird u.a. ein einheitlicher Existenzlohn von 600 DM, Abschaffung der Leichtlohngruppen 1 und 2, Streikrecht für Lehrlinge, und Übernahme aller Lehrlinge in die zweite Ausbildungsstufe.
Q: Schäfer,Burkhard und Philipp,Andreas:Kollegen!,Berlin o.J. (1974)

08.04.1974:
In Berlin gibt vermutlich in dieser Woche das Maikomitee (MK) oppositioneller Gewerkschafter der KPD seine Zeitung '1. Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse' Nr.2 (vgl. 1.4.1974, 15.4.1974) heraus. Im Maikomitee seien KollegInnen u.a. von DTW.
Q: 1. Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse Nr.2,Berlin 1974

10.04.1974:
In der Nr.15 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 3.4.1974, 17.4.1974) befaßt sich die KPD u.a. mit dem Maikomitee (MK), in dem auch Beschäftigte der DTW aktiv sind.
Q: Rote Fahne Nr.15,Dortmund 10.4.1974

15.04.1974:
In Berlin gibt vermutlich in dieser Woche das Maikomitee (MK) oppositioneller Gewerkschafter der KPD seine Zeitung '1. Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse' Nr.3 (vgl. 8.4.1974) heraus. Im Maikomitee seien KollegInnen u.a. von DTW. Berichtet wird u.a. aus dem Bereich der IG Metall (IGM) von den Unvereinbarkeitsbeschlüssen (UVB) u.a. bei DTW sowie über die IGM Jugendgruppe (JG) und den IGM OJA.
Q: 1. Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse Nr.3,Berlin 1974

22.04.1974:
Bei DTW Berlin erscheinen in einer gemeinsamen Ausgabe die 'Kommunistische Arbeiterpresse' der KPD Nr.18 (vgl. 14.5.1974) und die 'Kommunistische Jugendpresse' des KJV Nr.7 mit zusammen 6 Seiten. Anläßlich der morgigen Betriebsversammlung stellt man die Frage "Was ist mit den Arbeitsplätzen bei DeTeWe?" und fordert "Kampf der kapitalistischen Rationalisierung bei DeTeWe". In Akkordkürzungen und Tabellenzeiten sieht man eine schleichende Einführung des MTM-Systems. Desweiteren beschäftigt man sich mit den Botinnen und der IGM JG, in der Jungarbeiter nicht zugelassen sind. Zu deren Maiveranstaltung vor einigen Tagen seien zwar alle anderen IGM JGs eingeladen worden, im Betrieb aber sei es geheimgehalten worden. Eingegangen wird auch die Gleitzeit, wie es sie in Berlin schon bei Krone gibt. Außer über das Bethanientribunal (vgl. 24.4.1974) wird auch über den 1.Mai berichtet (vgl. 27.4.1974, 29.4.1974, 1.5.1974) wobei man u.a. ausführt:"
Nachdem die Maiplaketten der Gewerkschaftsbonzen schon vom KBW ('Der Metallarbeiter') im Betrieb verkauft werden," suche der DGB jetzt noch Transparentträger für den 1.Mai, daß sollten die Bonzen doch lieber selber tun.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe DeTeWe Nr.18,Berlin 22.4.1974; Kommunistische Jugendpresse - DeTeWe Nr.7,Berlin 22.4.1974

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23.04.1974:
Bei DeTeWe Berlin findet heute eine Betriebsversammlung statt, auf der u.a., jedenfalls wenn es nach der KPD geht, das MTM-System behandelt werden soll.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe DeTeWe Nr.18,Berlin 22.4.1974;
Kommunistische Jugendpresse - DeTeWe Nr.7,Berlin 22.4.1974

23.04.1974:
Bei DeTeWe Berlin gibt die Gruppe oppositioneller Gewerkschafter (GOG) ein Flugblatt "Auch bei Kurzarbeit – Entlassungen, Lohneinbuße und Akkordhetze müssen wir verhindern!" heraus welches für heute 17 Uhr zum Haupteingang der TU zum Malen der Transparente für den 1. Mai aufruft.
Q: GOG DeTeWe: Auch bei Kurzarbeit – Entlassungen, Lohneinbuße und Akkordhetze müssen wir verhindern!, Berlin 30.4.1974

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10.05.1974:
In Berlin besuchen, nach eigenen Angaben, etwa 200 Jugendliche die Veranstaltung des KJV der KPD zu den Jugendvertretungswahlen (JVW), u.a. aus dem Chemiebetrieb Schering, den Druckbetrieben Bundesdruckerei und Mercator, dem Rudolf Virchow Krankenhaus (RVK) aus dem ÖTV-Bereich und den Metallbetrieben AEG, DTW, Krone, Osram, SEL und Siemens.
Q: Rote Fahne Nr.20,Dortmund 15.5.1974

14.05.1974:
Bei DTW Berlin gibt die KPD die Nr. 19 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 22.4.1974, 22.5.1974) mit dem Leitartikel "Kurzarbeit! Fortzahlung des vollen Lohns! Keine Entlassungen!" heraus, die in "1. Mai – KPD. Schlappe für die Bonzen" vom 1. Mai berichtet, aber auch in "'Unternehmerrisiko' im Kapitalismus" von Pohlschröder Dortmund (vgl. 24.4.1974) und zum Besuch einer Arbeiterrunde aufruft (vgl. 22.5.1974). Das Kurzarbeitergeld bedeute Lohnraub. Es erscheint ein Interview mit der im Werk Siemensstadt entlassenen Vertrauensfrau Brigitte H. und festgestellt wird zum Rücktritt Willy Brandts: "Ob Schmidt oder Brandt – gegen die arbeiterfeindliche SPD-Regierung – Sozialismus heißt die Alternative!". Aufgerufen wird "Tod dem Faschismus in Griechenland!" sowie "Kampf der volksfeindlichen Gesundheitspolitik des SPD-Senats!", wobei für Polikliniken, u.a. im Bethanien eingetreten wird.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe DeTeWe Nr. 19, Berlin 14.5.1974

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22.05.1974:
In der Nr.21 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 15.5.1974, 29.5.1974) berichtet die KPD Zelle SEL u.a. über DTW.
Q: Rote Fahne Nr.21,Dortmund 22.5.1974

22.05.1974:
Bei DTW Berlin gibt die KPD einen zweiseitigen Sonderdruck ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 22.4.1974, 16.7.1974) heraus, der sich mit der Rationalisierung u.a. durch MTM und der Entlassung der Vertrauensfrau Brigitte H. in der Zweigstelle Berlin-Siemensstadt befaßt und noch darauf hinweist, daß die für heute angekündigte Arbeiterrunde erst am 29.5.1974 stattfinden soll. Gegen die Rationalisierung helfe nur der Zusammenschluß der einzelnen Abteilungen und der geschlossene Kampf bis hin zum Streik.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe DeTeWe Sonderdruck,Berlin 22.5.1974

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29.05.1974:
In Berlin will heute die Zelle DTW der KPD eine Arbeiterrunde durchführen.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe DeTeWe Sonderdruck,Berlin 22.5.1974

Juni 1974:
Mitte Juni verteilt bei DTW Berlin die GOG den Offenen Brief des Vertrauensmannes Volker Pl. über sein Gespräch mit der IG Metall Ortsverwaltung über den beabsichtigten Ausschluß des Vertrauensmannes Karl Heinz Ge. von der DTW-Zweigstelle Siemensstadt. Die Firma habe Ge. 4 000 DM geboten um ihn zu einer freiwilligen Kündigung zu bewegen. Daraufhin wird auch Pl. mit Entlassung gedroht, was die Gruppe oppositioneller Gewerkschafter bei DeTeWe mit einem einseitigen Flugblatt "Rausschmißdrohung gegen den Vertrauensmann aus der Punktschweißerei" bekannt macht.
Q: Gruppe oppositioneller Gewerkschafter bei DeTeWe: Rausschmißdrohung gegen den Vertrauensmann aus der Punktschweißerei, Berlin o.J. (1974)

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06.06.1974:
Der Kommunistische Jugendverband (KJV) der KPD gibt die Nr.10/11 seiner 'Kämpfenden Jugend' (KJ - vgl. 8.5.1974, 26.6.1974) heraus. Aus Berlin berichtet die Zelle DeTewe.
Q: Kämpfende Jugend Nr.10/11,Dortmund 6.6.1974,S.2 und 9

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12.06.1974:
In der Nr.24 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 5.6.1974, 15.5.1974) berichtet die KPD u.a. über Spenden für den Parteitag (vgl. 26.6.1974). Diese gingen u.a. ein aus Berlin von DTW u.a. von der Sympathisantengruppe.
Q: Rote Fahne Nr.24,Dortmund 12.6.1974

26.06.1974:
In der Nr.26 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 19.6.1974, 3.7.1974) berichtet die KPD u.a. über Spenden für den Parteitag (vgl. 26.6.1974). Diese gingen u.a. ein aus Berlin vom Sympathisantenzirkel DTW.
Q: Rote Fahne Nr.26,Dortmund 26.6.1974

29.06.1974:
Unter den, nach eigenen Angaben, 6 000 Teilnehmern der Kölner Abschlußveranstaltung des ersten Parteitages der KPD befinden sich auch Kollegen von DTW Berlin.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe DeTeWe Nr.20,o.O. (Berlin) 16.7.1974

16.07.1974:
Bei DTW Berlin gibt die KPD die Nr.20 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 22.5.1974, 14.8.1974) mit einem Umfang von 8 Seiten heraus. Eingegangen wird auf die Rausschmißdrohung gegen den Vertrauensmann Volker P. (vgl. Juni 1974), die Kurzarbeit, den Parteitag der KPD (vgl. 29.6.1974), die Fußballweltmeisterschaft, die Kampagne für C.Bistis und P. Stangos in Griechenland, den "Polizeimord an Günther Routhier", die Entlassung des Jugendvertreters Konrad N. im Sommer 1973 (vgl. 3.7.1973), der jetzt bereits in der zweiten Instanz seinen Prozeß gewonnen habe, und die Entlassung des Vertrauensmannes Karl Heinz G. in der Zweigstelle Siemensstadt, bei dem es sich um einen Ingenieur handelt. Dieser sei nicht bereit gewesen zusammen mit seinen Kollegen gegen die Entlassung zu kämpfen, da er von der Firma mit einer Abfindung bestochen worden sei. Dies würde natürlich besonders bei Angestellten bzw. Ingenieuren immer wieder versucht. Deshalb findet sich auch noch ein Artikel "Was für Ingenieure brauchen wir?", worauf die Antwort lautet, daß diese dem Volke dienen müßten. Zum Vertrauensleutekörper wird festgestellt: "Maulkorbordnung muß weg", der Vorsitzende nämlich habe eine neue Geschäftsordnung vorgelegt, nach der der VLK dem Betriebsrat nur Anregungen geben könne und die Amtszeit der VL 4 Jahre betragen solle. Der Betriebsrat sei über jedes Gespräch mit den Vorgesetzten zu informieren.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe DeTeWe Nr.20,o.O. (Berlin) 16.7.1974

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24.07.1974:
In der Nr.30 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 17.7.1974, 31.7.1974) berichtet die KPD über Parteitagsspenden. Diese gingen u.a. ein aus dem IGM-Bereich von DTW Berlin, u.a. vom Sympathisantenzirkel.
Q: Rote Fahne Nr.30,Dortmund 24.7.1974

31.07.1974:
In der Nr.31 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 24.7.1974, 7.8.1974) berichtet die KPD u.a. über DTW Berlin.
Q: Rote Fahne Nr.31,Dortmund 31.7.1974

14.08.1974:
Bei DTW Berlin gibt die KPD heute einen vierseitigen Sonderdruck ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 16.7.1974, 27.8.1974) heraus, der sich u.a. mit der morgigen Vertrauensleutesitzung, den DTW-Postmontagestellen in Berlin (160 Beschäftigte) und Frankfurt, wo insgesamt 300 Entlassungen, davon 80 in Berlin anstehen, den Polizeieinsätzen gegen 'Rote Fahne' Verkäufer, einigen Abteilungen und der Rationalisierung befaßt. Beigeheftet ist ein 'Rote Fahne' Sonderdruck "Vorwärts im Geiste Ernst Thälmanns", der zur Thälmannkampagne mobilisiert (vgl. 16.-18.8.1974).
Q: Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe DeTeWe Sonderdruck,Berlin 14.8.1974;
Rote Fahne Sonderdruck Vorwärts im Geiste Ernst Thälmanns,Berlin o.J. (1974)

14.08.1974:
§§
Bei DTW Berlin gibt die KPD heute einen vierseitigen Sonderdruck ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 16.7.1974, 27.8.1974) heraus, der sich u.a. mit der morgigen Vertrauensleutesitzung, den DTW-Postmontagestellen in Berlin (160 Beschäftigte) und Frankfurt, wo insgesamt 300 Entlassungen, davon 80 in Berlin anstehen, den Polizeieinsätzen gegen 'Rote Fahne' Verkäufer, einigen Abteilungen und der Rationalisierung befaßt. Beigelegt ist ein 'Rote Fahne' Sonderdruck "Vorwärts im Geiste Ernst Thälmanns", der zur Thälmannkampagne mobilisiert (vgl. 16.-18.8.1974).
Q: Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe DeTeWe Sonderdruck,Berlin 14.8.1974; Rote Fahne Sonderdruck Vorwärts im Geiste Ernst Thälmanns,Berlin o.J. (1974)

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15.08.1974:
Bei DTW Berlin soll heute, laut KPD, eine Sitzung des Vertrauensleutekörper (VK) der IG Metall (IGM) stattfinden.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe DeTeWe Sonderdruck,Berlin 14.8.1974

19.08.1974:
In Berlin verfassen vermutlich in dieser Woche, laut KPD, aus der IG Metall (IGM) aufgrund der Unvereinbarkeitsbeschlüsse (UVB) Ausgeschlossene, u.a. von DTW und SEL, einen Offenen Brief an die IGM.
Q: Rote Fahne Nr.35,Dortmund 28.8.1974

27.08.1974:
Bei DTW Berlin gibt die KPD die Nr.21 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 14.8.1974, 20.2.1975) mit 6 Seiten Umfang heraus, auf denen sie sich u.a. mit den Entlassungen in den Postmontagestellen, der Lage in Griechenland, dem ersten Parteitag der KPD (vgl. 29.6.1974), dem "Polizeiterror" in Dortmund, Mannheim und München und der SEW (vgl. 19.8.1974) befaßt. Der Artikel zur SEW trägt den Titel "SEW-Diener zweier Herren!" womit gemeint ist, daß sie außer den Kapitalisten auch der neuen Bourgeoisie in DDR und SU diene. Beigelegt ist ein zweiseitiges Flugblatt der Roten Hilfe e.V. mit dem Titel "Justizsenator Korber bekräftigt widerrechtliche Haft! Freiheit für Kunzelmann", in dem über das Komitee Freiheit für Dieter Kunzelmann, dessen Postkartenaktion und dessen Treff in Neukölln berichtet sowie zur Demonstration am 29.8.1974 aufgerufen wird.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe DeTeWe Nr.21,Berlin 27.8.1974; RHe.V.:Justizsenator Korber bekräftigt widerrechtliche Haft! Freiheit für Kunzelmann,Berlin o.J. (1974)

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28.08.1974:
Bei DTW Berlin soll heute, laut KPD, eine Betriebsversammlung stattfinden.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe DeTeWe Sonderdruck,Berlin 14.8.1974

16.09.1974:
In Berlin findet, laut KPD, vermutlich in dieser Woche ein Prozeß um die Jugendvertretung (JV) von DTW statt.
Q: Rote Fahne Nr.39,Dortmund 25.9.1974

21.11.1974:
In Berlin riefen, laut und ohne KPD, u.a. CDU, FDP, SPD, DGB, DAG, DBB, IHK und Richterbund zu einer Trauerfeier für Drenkmann auf. Im ÖTV-Bereich, bei der Bundesdruckerei (DruPa-Bereich), bei DTW (IGM-Bereich) und Schering (CPK-Bereich) sei den Beschäftigten extra früher freigegeben worden. An Demonstrationen des DGB und der SPD hätten sich jeweils 250 bis 300 Bürger beteiligt.
Q: Rote Fahne Nr.47 und 48,Dortmund 20.11.1974 bzw. 27.11.1974

15.01.1975:
In der Nr.2 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 8.1.1975, 22.1.1975) berichtet die KPD u.a. über ihre Zelle DTW Berlin.
Q: Rote Fahne Nr.2,Dortmund 15.1.1975

22.01.1975:
In der Nr.3 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 15.1.1975, 29.1.1975) berichtet die KPD u.a. von DTW Berlin.
Q: Rote Fahne Nr.3,Dortmund 22.1.1975

03.02.1975:
Gegen die Mordattentate im IGM-Bereich (vgl. 29.1.1975) auf Heinz Scholz von der Vulkanwerft Bremen und **** Dreisbach von Opel Rüsselsheim wird von der KPD nahestehenden Personen spätestens Anfang dieser Woche der folgende Text verfaßt:"
PROTESTERKLÄRUNG

Hiermit protestieren wir aufs schärfste gegen den Mordanschlag auf das KPD-Mitglied und Betriebsrat von der Bremer Vulkan-Wertf, Heinz Scholz, und dem Arbeiter Dreisbach von Opel Rüsselsheim.

Die beiden Mordanschläge wurden zur gleichen Zeit und in der selben Art und Weise durchgeführt.

Ob diese Mordanschläge von faschistischen Organisationen oder direkt von den Opel- und Vulkankapitalisten geplant und in Auftrag gegeben wurden, spielt dabei nicht die Hauptrolle, denn diese Mordanschläge sind mit das Ergebnis der Hetze der Bourgeoisie und ihrer Handlanger in der SPD und Gewerkschaftsführung gegen klassenbewußte und oppositionelle Gewerkschafter.

Heinz Scholz sagte nach dem Mordanschlag: 'Jetzt erst recht! So kriegen sie uns nicht klein!' Diese Worte gelten auch für uns oppositionelle Gewerkschafter und Betriebsratskandidaten.

Wir werden noch entschiedener für die Sache der Arbeiterklasse kämpfen, trotz aller Hetze und allem Terror durch die Reaktion.
...
Ursula Heist, ehem. Jugendvertreterin DeTeWe (DTW,d.Vf.); Kordula Neubauer, ehem. Jugendvertreterin DeTeWe ... ."

Verbreitet wird dieser Text u.a. durch die 'Rote Fahne' (RF - vgl. 5.2.1975) der KPD und in:
- NRW in Dortmund bei Holstein und Kappert (H+K, IGM-Bereich - vgl. 10.2.1975) durch die Ortsleitung (OL) Dortmund der KPD.
Q: KPD-OL Dortmund:Zeitung,Dortmund o.J. (1975),S.3;
Rote Fahne Nr.5,Dortmund 5.2.1975,S.*

05.02.1975:
Die KPD gibt die Nr.5 ihrer 'Roten Fahne' (RF - vgl. 29.1.1975, 12.2.1975) heraus. Aus Berlin wird u.a. berichtet von DeTeWe.
Q: Rote Fahne Nr.5,Dortmund 5.2.1975

20.02.1975:
Bei DeTeWe Berlin gibt die KPD ihre 'Kommunistische Arbeiterpresse' (KAP - vgl. 27.8.1975, **.*.1975) heraus, in der sie sich u.a. mit dem KBW befaßt, der der Ansicht sei, daß die Gewerkschaftsführung gegen die Entlassungen kämpfen solle und mit der KPD/ML, die bei den Betriebsratswahlen (BRW) nicht kandidieren wolle.
Q: Rote Fahne Nr.10,Köln 12.3.1975

26.05.1975:
Bei DeTeWe Berlin finden, laut KPD, vermutlich spätestens in dieser Woche die Betriebsratswahlen (BRW) statt.
Q: Rote Fahne Nr.22,Köln 4.6.1975

28.05.1975:
In der Nr.21 ihrer 'Roten Fahne' (RF - vgl. 21.5.1975, 4.6.1975) berichtet die KPD u.a. über DTW Berlin.
Q: Rote Fahne Nr.21,Köln 28.5.1975

16.06.1975:
In Berlin werden, laut KPD, durch eine Veröffentlichung in der 'Metall' Nr.11 insgesamt 24 Ausschlüsse aus der IGM aufgrund der UVB bekanntgegeben, die sich gegen IGM-Mitglieder aus den Betrieben TFR, Feiler, Daimler-Benz, SEL, Flohr-Otis, Siemens, DTW, Krone, AEG Brunnenstraße, Berthold, Vobra und Osram WM-B richten.
Q: Rote Fahne Nr.25,Köln 25.6.1975

23.07.1975:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr.29 (vgl. 16.7.1975, 30.7.1975) heraus. Aus Berlin wird u.a. berichtet von DTW aus Zusammenbau und Punktschweißerei.
Q: Rote Fahne Nr.29,Köln 23.7.1975

30.07.1975:
In der Nr.30 ihrer 'Roten Fahne' (RF - vgl. 23.7.1975, 6.8.1975) berichtet die KPD u.a. über DTW Berlin.
Q: Rote Fahne Nr.30,Köln 30.7.1975

02.06.1976:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr.22 (vgl. 26.5.1976, 9.6.1976) heraus. Spenden für den Maifonds gingen u.a. ein aus Berlin, u.a. von der Zelle DTW.
Q: Rote Fahne Nr.22,Köln 2.6.1976

22.09.1976:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr.38 (vgl. 15.9.1976, 29.9.1976) heraus, in der sie u.a. aus Berlin berichtet über jugoslawische Arbeiterinnen bei DTW.
Q: Rote Fahne Nr.38,Köln 22.9.1976

15.01.1977:
In Berlin besuchen, laut KPD (vgl. 19.1.1977), über 150 Menschen die eigene Veranstaltung zur MTR der IGM und ÖDTR der ÖTV.

Berichtet wird in diesem Zusammenhang u.a. aus dem IGM-Bereich von DTW.
Q: Rote Fahne Nr.3,Köln 19.1.1977

Letzte Änderungen: 23.6.2011

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