Berlin: Gillette

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin


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Von Gillette Berlin können hier vorerst nur wenige Berichte erschlossen werden. Zunächst agitiert bei Gillette die Basisgruppe Tempelhof (vgl. 3.3.1969, 10.3.1969, 17.3.169, 24.3.1969), und engagiert sich auch die Kündigung des Ingenieurs und IG Metall-Vertrauensleutekörpervorsitzenden Hinrichsen (vgl. 12.5.169, 19.5.1969, 23.5.1969). Dabei kommt es offenbar zu Aktionen, die an der Freien Universität für Eindruck sorgen (vgl. 5.7.1969). Die Basisgruppe Tempelhof führt ihre Agitation fort (vgl. 2.6.1969, 24.6.1969, 30.6.1969, 8.9.1969, 30.9.1969, Okt. 1969) und gegen Ende des Jahres gibt dann eine Betriebsgruppe (vgl. Nov. 1969), die gemeinsam mit weiteren Sozialistischen Betriebsgruppen im Raum Tempelhof arbeitet (vgl. Dez. 1969) und sich auch an der Maikampagne 1970 gemeinsam u.a. mit der PEI beteiligt (vgl. Apr. 1970, 27.4.1970, 29.4.1970).

Diese Betriebsgruppe berichtet wiederholt von Gillette (vgl. 22.6.1970, 1.10.1970), scheint sich aber schon teilweise der PL/PI anzuschließen (vgl. 1.2.1971, 27.2.1971), so dass nun beide Gruppen aus dem Betrieb berichten und dort ihre Publikationen verteilen (vgl. 5.4.1971, 12.4.1971, 19.4.1971), wobei allerdings nur die PL/PI, deren 'Klassenkampf' separat dokumentiert und hier nur mit Verweisen erschlossen wird, weiterhin bei Gillette aktiv geblieben zu sein scheint (vgl. 28.5.1971, Juni 1971, 21.6.1971, 26.6.1971, 17.7.1971).

Später arbeiten bei Gillette offenbar auch Freunde der KPD/ML (vgl. 30.4.1972, 1.5.1972, 16.1.1973), dann auch der KPD (vgl. 15.11.1972, 1.4.1974, 8.4.1974, 10.4.1974, 15.4.1974) und sogar des KABD (vgl. Sept. 1976, Dez. 1976). Aus wem sich die 'Liste der Vertrauensleute' zusammensetzt bleibt hier ungeklärt (vgl. Apr. 1981). Zum vorläufigen Schluß dieser Darstellung beginnt dann die KPD, ehemals KPD/ML mit der Herausgabe einer Betriebszeitung für Gillette (vgl. Aug. 1982).

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

03.03.1969:
Bei Gillette Berlin erscheint vermutlich in dieser Woche durch die Basisgruppe Tempelhof das Flugblatt "Was geschah am 27. Februar bei Gillette?" zur Verteilung von Flugblättern am 27.2.1969 und dem darauf erfolgten Vorgehen von Führungskräften dagegen, die die Flugblätter teilweise wieder einsammelten.

Berichtet wird auch vom Nixonbesuch am 27.2.1969, an dem die Frauen vom Verpackungsband geschlossen teilnehmen wollten, was dann allen bis auf einer in Einzelgesprächen ausgeredet worden sei.
Quelle: Basisgruppe Tempelhof: Was geschah am 27. Februar bei Gillette?, Berlin o. J. (1969)

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10.03.1969:
Bei Gillette Berlin erscheint vermutlich in dieser Woche durch die Basisgruppe Tempelhof das 'Gillette-Informationsblatt' Nr. 3 (vgl. 3.3.1969, 17.3.1969) unter der Überschrift "Was geschieht bei Gillette?" zum Betriebsratsvorsitzenden Schmidt.
Q: Gillette-Informationsblatt Nr. 3, Berlin o. J. (1969)

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17.03.1969:
Bei Gillette Berlin erscheint vermutlich in dieser Woche durch die Basisgruppe Tempelhof das 'Gillette-Informationsblatt' Nr. 4 (vgl. 10.3.1969, 24.3.1969) zur Betriebsversammlung am selben Tage.
Q: Gillette-Informationsblatt Nr. 4, Berlin o. J. (1969)

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24.03.1969:
Bei Gillette Berlin erscheint vermutlich in dieser Woche durch die Basisgruppe Tempelhof das 'Gillette-Informationsblatt' Nr. 5 (vgl. 17.3.1969, 14.4.1969) unter der Überschrift "Unruhe über den S(enioren) Zuschlag" zu dessen Erhöhung ab 1.3.1969.
Q: Gillette-Informationsblatt Nr. 5, Berlin o. J. (1969)

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12.05.1969:
Bei Gillette Berlin erscheint vermutlich in dieser Woche durch die Basisgruppe Tempelhof das 'Gillette-Informationsblatt' Nr. 6 (vgl. 24.3.1969, 19.5.1969) mit dem Bericht über "die Jagd nach Informanten" und der Kündigung des Ingenieurs Hinrichsen zum 30.6.1969.
Q: Gillette-Informationsblatt Nr. 6, Berlin o. J. (1969)

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19.05.1969:
Bei Gillette Berlin erscheint vermutlich heute ein Flugblatt der Vertrauensleute der IG Metall, durch deren Schriftführer Gerd Hinrichsen, in dem die Vertrauensleuteversammlung am 20.5.1969 zur Kündigung von Hinrichsen angekündigt und in einem Text von Hinrichsen vom 18.5.1969 von den Versuchen der Betriebsratsvorsitzenden Schmidt und Schubert, die Ankündigung der Sitzung zu behindern, und der Einladung aller Belegschaftsmitglieder berichtet wird.
Q: Gillette - IGM-VL: Gillette-Gewerkschaftsversammlung, Berlin 18.5.1969

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19.05.1969:
Bei Gillette Berlin erscheint vermutlich in dieser Woche durch die Basisgruppe Tempelhof das 'Gillette-Informationsblatt' Nr. 7 (vgl. 12.5.1969, 2.6.1969) zur Kündigung des Ingenieurs Hinrichsen.
Q: Gillette-Informationsblatt Nr. 7, Berlin o. J. (1969)

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23.05.1969:
Bei Gillette Berlin erscheint vermutlich Ende dieser Woche ein Flugblatt von Gerd Hinrichsen zu seiner nun fristlosen Kündigung wegen der Verteilung eines Flugblatts vor dem Betrieb.
Q: Hinrichsen, Gerd: Liebe Kollegen, O. O. 8berlin) o. J. (1969)

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02.06.1969:
Bei Gillette Berlin erscheint vermutlich in dieser Woche durch Kollegen im Betrieb in Zusammenarbeit mit der Basisgruppe Tempelhof das 'Gillette-Informationsblatt' Nr. 8 (vgl. 19.5.1969, 24.6.1969) zur Übernahme von Kollegen ab 1.5.1969 ins Angestelltenverhältnis mittels Betriebsvereinbarung und der noch für den Juni fälligen Betriebsversammlung.
Q: Gillette-Informationsblatt Nr. 8, Berlin o. J. (1969)

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24.06.1969:
Bei Gillette Berlin erscheint durch Kollegen im Betrieb in Zusammenarbeit mit der Basisgruppe Tempelhof das 'Gillette-Informationsblatt' Nr. 9 (vgl. 2.6.1969, 30.6.1969) zur noch für den Juni fälligen Betriebsversammlung.
Q: Gillette-Informationsblatt Nr. 9, Berlin o. J. (1969)

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30.06.1969:
Bei Gillette Berlin erscheint vermutlich in dieser Woche durch Kollegen im Betrieb in Zusammenarbeit mit der Basisgruppe Tempelhof das 'Gillette-Informationsblatt' Nr. 10 (vgl. 24.6.1969, 8.9.1969) zur für den 8. oder 9.7.1969 anstehenden Betriebsversammlung wobei auch auf die bargeldlose Lohnzahlung ab 1.11.1969 eingegangen wird.
Q: Gillette-Informationsblatt Nr. 10, Berlin o. J. (1969)

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05.07.1969:
Die Rote Zelle Germanistik (Rotzeg) konstituiert sich an der FU in Berlin vermutlich an diesem Wochenende (vgl. 8.7.1969) als erste Rote Zelle. Laut MLHG (vgl. 5.7.1971) gründen sich im Sommer/Herbst 1969 die ersten Roten Zellen.

Die Rotzeg (vgl. 26.11.1969) berichtet über sich selbst (vgl. Jan. 1969, Aug. 1969):"
II. IN WELCHER PHASE HATTE DIE PAROLE VON DER 'REVOLUTIONÄREN BERUFSPRAXIS' EINE SO STARKE ORGANISIERENDE WIRKUNG, DAß DIE ROTZEG ENTSTAND?

1. Die Rotzeg-Gründung fand in einer Situation statt, in der die Arbeit der Basisgruppen gut voranzuschreiten schien (vgl. die Streiks bei ARWA (GTB-Bereich - vgl. 23.6.1969,d.Vf.), die Aktionen bei Gillette (IGM-Bereich - vgl. S2.*.1969,d.Vf.)), die Gründung des SALZ (vgl. S2.*.1969,d.Vf.), die über eine Studentendemonstration weit hinausgehende Mobilisierung bei der 1.Mai Demonstration etc.). Die sinnvollste Unterstützung der Basisarbeit schien uns nicht das individuelle Abwandern in die Basisgruppen, sondern die organisierte Eröffnung einer neuen Front, die Forcierung des Kampfes im Erziehungssektor zu sein. Die Idee einer revolutionären Arbeitsteilung, des organisierten und koordinierten Kampfes an verschiedenen Fronten schien schon damals verwirklichbar zu sein. Die Idee war richtig, aber war weder abgestützt durch das gleichmäßige, schnelle Voranschreiten der Basisarbeit, noch war die Arbeitsteilung gelenkt durch eine Organisation, die für die Gesamtstrategie verantwortlich war. Die Arbeitsteilung verstärkte so die Disparität der Praxisbereiche, anstatt sie aufzuheben."
Q: Kukuck,Margareth:Student und Klassenkampf,2.Aufl.,Hamburg 1977,S.127ff; MLHG Nr.4,Berlin 5.7.1971;Rotzeg:Bericht der Roten Zelle Germanistik,o.O. (Berlin) o.J. (1969),S.1f

01.09.1969:
Bei DWM Berlin erscheint eine Extra-Ausgabe von 'Der rote Weichensteller' (vgl. Juli 1969, Jan. 1970), die zur heutigen Sitzung des IGM-Vertrauensleutekörpers aufruft und deren Tagesordnung bekanntgibt. Enthalten ist dazu auch der Abschnitt "Wie die Funktionäre Zeitung machen" zur Berichterstattung der Berlin-Seite der 'Metall' über Gillette und Osram.
Q: Der rote Weichensteller Extra-Ausgabe, Berlin o. J. (1.9.1969), S. 3f

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08.09.1969:
Bei Gillette Berlin erscheint vermutlich in dieser Woche durch Kollegen im Betrieb in Zusammenarbeit mit der Basisgruppe Tempelhof das 'Gillette-Informationsblatt' Nr. 11 (vgl. 30.6.1969, 30.9.1969) zu den wilden Streiks u.a. bei Hoesch Dortmund und Klöckner Bremen bzw. dem Abschluß der Metalltarifrunde (MTR).
Q: Gillette-Informationsblatt Nr. 11, Berlin o. J. (1969)

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30.09.1969:
Bei Gillette Berlin erscheint vermutlich heute durch Kollegen im Betrieb in Zusammenarbeit mit der Basisgruppe Tempelhof das 'Gillette-Informationsblatt' Nr. 12 (vgl. 8.9.1969, Okt. 1969) zur ersten Lohnzahlung nach dem Ende der Metalltarifrunde (MTR).
Q: Gillette-Informationsblatt Nr. 12, Berlin o. J. (1969)

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Oktober 1969:
Bei Gillette Berlin erscheint vermutlich in dieser Woche durch Unruhestifter im Betrieb in Zusammenarbeit mit der Basisgruppe Tempelhof das 'Gillette-Informationsblatt' Nr. 13 (vgl. 30.9.1969) als Extrablatt unter der Schlagzeile "Heute ist Schmidt-Tag" zum Betriebsratsvorsitzenden bzw. der Betriebsversammlung.
Q: Gillette-Informationsblatt Nr. 13, Berlin o. J. (1969)

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November 1969:
Bei Gillette Berlin erscheint vermutlich im November von der Betriebsgruppe Gillette das Flugblatt "Drei Tage Vorarbeit - Extraprofit für Gillette" zur dreitägigen Vorarbeit für den Zwangsurlaub zwischen Weihnachten und Silvester. Auf der Rückseite erscheint der Text auf Serbokroatisch.
Q: Betriebsgruppe Gillette: Drei Tage Vorarbeit - Extraprofit für Gillette, Berlin o. J. (1969)

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Dezember 1969:
Vermutlich im Dezember 1969 geben in Berlin die Sozialistischen Betriebsgruppen von Daimler, Gillette, NCR und SEL erstmals ihre 'Die Sache der Arbeiter' (vgl. März 1970) heraus. Berichtet wird vom MDW-System bei Daimler-Benz, dem Berufsausbildungsgesetz (BBiG - vgl. 12.6.1969, 1.9.1969) bzw. der Stufenausbildung, u.a. bei NCR. Über die eigene Herkunft wird bekannt gegeben, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter bisher in den Betriebsgruppen von Daimler, Gillette und NCR sowie dem ITT-Konzern bzw. Standard-Elektrik-Lorenz organisiert waren.
Q: Die Sache der Arbeiter Nr.1,Berlin Dez. / Jan. (o. J.)

April 1970:
Vermutlich Anfang April gibt in Berlin ein 'Rotes Maikomitee' einen 4-seitigen 'Aufruf zur roten 1.Mai Demonstration 1970 in Neukölln' heraus. Von dem Komitee, hinter dem sich u.a. die PEI verbirgt, wird folgende Zusammensetzung bekanntgegeben:
- Betriebsgruppen von Arwa, Daimler, DWM, Gillette, NCR, Schering, SEL, Siemens u.a.,
- Rote Kollektive Proletarische Erziehung und Schülerläden (Rotkol),
- Rote Zellen an den Universitäten und Akademien.
Durch die Beteiligung an der DGB Maifeier könne man nicht, wie die SEW glaube, etwas an der arbeiterverräterischen Politik der Gewerkschaften ändern, deshalb solle man in Neukölln und Kreuzberg demonstrieren!
Q: Rotes Maikomitee:Aufruf zur roten 1.Mai Demonstration 1970 in Neukölln,Berlin 1970

27.04.1970:
Vermutlich in dieser Woche gibt in Berlin ein 'Rotes Maikomitee' seine 'Rote 1. Mai Zeitung' Nr.2 heraus. Von dem Komitee, hinter dem sich u.a. die PEI verbirgt, wird folgende Zusammensetzung bekanntgegeben:
- Betriebsgruppen von Arwa, Daimler, DWM, Gillette, Orenstein und Koppel (O+K), NCR, SEL, Siemens und andere Betriebe, Rote Bauarbeiter,
- Aktionsrat zur Befreiung der Frauen, Rote Kollektive Proletarische Erziehung und Schülerläden (Rotkol),
- Rote Zellen an den Universitäten und Akademien.
Aufgerufen wird zur Demonstration am Freitag ab Karl-Marx-Platz, berichtet u.a. vom Schülerstreik in Berlin im März.
Q: Rote 1. Maizeitung Nr. 2, Berlin o.J. (1970)

29.04.1970:
Heute soll in Berlin eine Großveranstaltung in der Hasenheide zum 1.Mai stattfinden, zu der die KPD/AO aufruft. Laut Spartacus - IAfeKJO stört der Anarchistische Kampfbund alle Reden auf der 'roten' Großveranstaltung von KPD/AO, ML Westberlin und KPD/ML-ZK.

Aufgerufen wird auch durch die Sozialistischen Betriebsgruppen von Daimler, Gillette, NCR und SEL.
Q: Die Sache der Arbeiter Schülerstreik - Unser Streik, Berlin Mai 1970,S. 1f; Spartacus Nr. 14/15, Berlin Juni/Juli 1970;Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe AEG Telefunken Nr. 1, Berlin Apr.-Mai 1970;Rote Fahne Nr. 1, Berlin Apr.-Mai 1970

22.06.1970:
Vermutlich in dieser Woche geben in Berlin die Sozialistischen Betriebsgruppen von Daimler, Gillette, NCR und SEL die Nr. 4 ihrer 'Die Sache der Arbeiter' (vgl. 30.4.1970, 1.10.1970) datiert auf Juni/Juli heraus. Berichtet wird u.a. von Gillette.
Q: Die Sache der Arbeiter Nr. 4, Berlin Juni/Juli 1970

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01.10.1970:
Vermutlich erst heute geben in Berlin die Sozialistischen Betriebsgruppen von Daimler, Gillette, NCR und SEL die Nr.5 ihrer 'Die Sache der Arbeiter' (vgl. 22.6.1970, 7.12.1970) datiert auf Aug./September heraus. Berichtet wird u.a. auch auf Serbokroatisch von Gillette.
Q: Die Sache der Arbeiter Nr.5,Berlin Aug./Sept. 1970

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01.02.1971:
In Berlin erscheint vermutlich in dieser Woche die Nr. 8 des 'Klassenkampf - Ausgabe SEL/Gillette' als Zeitung der Betriebszellen der Proletarischen Linken / Parteiinitiative (PL/PI - vgl. 11.1.1971, 22.2.1971). Dies ist die erste Ausgabe, wozu es heißt:"
Kollegen aus der Betriebsgruppe von SEL und Gillette haben sich der PL angeschlossen und wollen in dieser Organisation zusammen mit den Kollegen von Siemens, Borsig, VDK, Loewe, Osram und anderen" Betrieben kämpfen. "Heute erscheint die Zeitung der Betriebsgruppen SEL und Gillette unter dem Namen Klassenkampf".

Enthalten ist ein ausgabenübergreifender Artikel zum Häuserkampf in Frankfurt, wobei die Ausländer und Studenten, das Westend und das Obdachlosenasyl in der Ansbacherstr. Erwähnung finden. Berichtet wird auch aus Berlin aus Kreuzberg und Moabit.

Nur in dieser Ausgabe erscheinen Berichte über AEG, Osram, die Betriebsversammlung bei SEL; auf der Schütz auftrat, sowie von Siemens über das Bauelementewerk in Heidenheim, das Kleinmotorenwerk in Neustadt an der Saale und die 50% Beteiligung von Siemens am Kabelwerk Nordenham.
Q: Klassenkampf - Ausgabe SEL/Gillette Nr. 8, Berlin Feb. 1971

27.02.1971:
In der Berliner PL/PI geht heute der zweite Teil des dreitägigen Seminars des Komitees der Zellen (KdZ) (vgl. 20.2.1971, 1.3.1971) zu Ende. Es berichten 8 Zellen, vermutlich eine Gillette-Zelle berichtet nicht. Insgesamt wird über die Entlassung von zwei Mitgliedern, in verschiedenen Betrieben, berichtet.
Q: PL/PI: Zirkular Nr. 6, Berlin o.J. (1971)

05.04.1971:
In Berlin erscheint vermutlich Anfang dieser Woche die Nr. 11 des 'Klassenkampf - Ausgabe Gillette' als Zeitung der Betriebszellen der Proletarischen Linken / Parteiinitiative (PL/PI - vgl. 15.3.1971, 12.4.1971) für April unter Verantwortung von Udo Knapp mit der Schlagzeile "Kolleginnen von Gillette fordern: 15 Minuten gemeinsame bezahlte Pause.

Berichtet wird von Gillette aus der Werkzeugmacherabteilung und der Cartridgeabteilung sowie aus Berlin mit über eine "Wandzeitung bei Siemens" im Dynamowerk, über die Berliner Arbeiterversammlungen der PL/PI im Sozialistischen Zentrum (vgl. 8.4.1971, 16.4.1971, 23.4.1971), aus dem IGM-Bereich in Berlin von Flohr-Otis Spandau über Dreher und Werkzeugmacher, von Bosch Photokino in der Sonnenallee in Neukölln über die Spritzlackiererei, von Schwartzkopff (DIAG, 1080 Besch. im Wedding) über die Abteilung Setzmaschinen, von Osram und von SEL (vgl. März 1971) sowie aus NRW über die Aktion Roter Punkt in Düsseldorf, Bochum und in Dortmund, u.a. von Hoesch, über den "Sieg in Laos" sowie aus den USA, Japan, Polen und Großbritannien.
Q: Klassenkampf - Ausgabe Gillette Nr. 11, Berlin Apr. 1971

12.04.1971:
In Berlin erscheint vermutlich in dieser Woche die Nr. 12 des 'Klassenkampf - Ausgabe Gillette' für April als Zeitung der Betriebszellen der Proletarischen Linken / Parteiinitiative (PL/PI - vgl. 5.4.1971, 19.4.1971) unter der Schlagzeile "Fröhliche Ostern 71 bei Gillette". Gefragt wird: "Wessen Interessen vertreten Vorarbeiter?".

Es wird aufgerufen zu den Arbeiterversammlungen und dem Teach-In am 16.4.1971 sowie den Demonstrationen am 17.4.1971, zu Vietnam erscheint von Nguien Van Tiem der Text "Guerilla Strategie". Aufgefordert wird: "Statt 'Radikalisierung' der Gewerkschaften: Erkämpfen wir die proletarischen Machtorgane".

Berichtet wird aus Berlin aus dem IGM-Bereich über DWM, SEL, VDK, Borsig sowie vom Siemens Dynamowerk (vgl. 5.4.1971) sowie von einem Brief von Heinz Brockmann aus dem Blues, der seit einem Jahr im UG Moabit einsitzt und darüber "Wie die französischen Näherinnen lernten zu kämpfen - IM KAMPF".
Q: Klassenkampf - Ausgabe Gillette Nr. 12, Berlin Apr. 1971

19.04.1971:
In Berlin gibt die PL/PI vermutlich in dieser Woche ein Flugblatt mit dem Aufruf zu ihrer Arbeiterversammlung am 23.4.1971 und zur Maidemonstration heraus.

Berichtet wird aus dem Berliner IGM-Bereich von AEG, Bosch, von Fritz Werner aus der Revolverdreherei, von Gillette über die Verpackungsmaschinen, von KWU, Osram, Siemens, u.a. über das Schaltwerk.
Q: Klassenkampf - Flugblatt zur Arbeiterversammlung am 23.4., Berlin o.J. (1971)

19.04.1971:
In Berlin geben die Sozialistischen Betriebsgruppen Tempelhof (der Name wird erstmals so angegeben) von Daimler, Gillette, NCR und SEL die Nr. 8 ihrer 'Die Sache der Arbeiter' (vgl. März 1971, 19.4.1971) vermutlich in dieser Woche heraus. Berichtet wird u.a. von Gillette.
Q: Die Sache der Arbeiter Nr. 8, Berlin Apr. 1971, S. 1ff

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28.05.1971:
In Berlin erscheint vermutlich Ende dieser Woche die Nr. 14 des 'Klassenkampf - Ausgabe Gillette' für Mai als Zeitung der Betriebszellen der Proletarischen Linken / Parteiinitiative (PL/PI - vgl. 26.4.1971, 21.6.1971) unter der Schlagzeile "Wer verdreht Tatsachen?" zu den Äußerungen des Betriebsratsvorsitzenden Schmidt auf der Betriebsversammlung.

Berichtet wird über einen Arbeitsunfall, gefordert wird "Rechtzeitig Schluß in der Spätschicht" und betont wird: "Becker fällt uns auf den Wecker !!!", wobei dieser als das "sicherlich größte Schwein" tituliert wird.

Berichtet wird mit allgemeinen Artikeln zu dem Aufstand der GIs in Berlin (vgl. 20.8.1970) und zu FIAT in Italien und Renault in Frankreich sowie der Antikriegsbewegung in den USA, über "Lohnstop und Weltwährungskrise" vom RAF-Prozess in "Ingrid Schubert 6 Jahre - Irene Goergens 4 Jahre Horst Mahler: Freispruch". Für die Rote Hilfe Westberlin bietet K. Brentzel Hilfe bei Arbeitsgerichtsprozessen an.

Berichtet wird auch aus dem Berliner IGM-Bereich von Osram B-Werk und S-Werk, von SEL und VDK, von Borsig über eine Abteilungsversammlung und aus dem CPK-Bereich von Spinnstoff Zehlendorf.
Q: Klassenkampf - Ausgabe Gillette Nr. 14, Berlin Mai 1971

Juni 1971:
In Berlin findet, laut PL/PI (vgl. 17.7.1971), Ende Juni oder Anfang Juli ein Prozess gegen ihren 'Klassenkampf' statt, wegen der Ausgabe Gillette Nr. 14 (vgl. 28.5.1971) und der Ausgabe Siemens-Schaltwerk Nr. 15 (vgl. 21.6.1971), die in einer Karikatur zur Abteilung 31 zum Totschlag aufgefordert habe.
Q: Klassenkampf Ausgaben Fritz Werner, KWU (Turbine) und Osram S-Werk Nr. 16, Berlin Juli 1971

21.06.1971:
In Berlin erscheint vermutlich in dieser Woche die Nr. 15 des 'Klassenkampf - Ausgabe Gillette' für Juni als Zeitung der Betriebszellen der Proletarischen Linken / Parteiinitiative (PL/PI - vgl. 28.5.1971, 17.7.1971).

Berichtet wird mit allgemeinen Artikeln von der Chemietarifrunde der CPK u.a. im Bezirk Nordmark-Berlin, aber auch in Rheinland-Pfalz, im Bezirk Hessen, u.a. bei Merck Darmstadt (vgl. 18.5.1971), im Bezirk Niederrhein, u.a. bei Bayer Leverkusen und in Köln (vgl. 8.6.1971) und über Lehrlinge.
2. Der Sozialistische Frauenbund (SFB) Westberlin (Kontakt über Isolde Meditsch) habe zusammen mit Frauengruppen in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München, Bonn, Köln und Stuttgart den Kampf gegen den Paragraphen 218 aufgenommen und in "Rückenschmerzen tun so weh!" über Bandscheibenbeschwerden und die Pharmazeutische Industrie, sowie aus Berlin von Gonis (IGM-Bereich - vgl. 2.6.1971) und aus dem NGG-Bereich vom benachbarten Bahlsen-Werk.

Von Gillette wird berichtet über die Cartridgeabteilung, über das Montageband im 1.Stock, die Angestellten und den Blister.
Enthalten ist ein Artikel auf Serbokroatisch.
Q: Klassenkampf Ausgabe Gillette Nr. 15, Berlin Juni 1971

26.06.1971:
Plenum der Berliner Gruppe Proletarische Linke / Parteiinitiative (PL/PI) zur Bündnis- bzw. Hochschulpolitik (vgl. 12.6.1971).
Da die Zahl der uns bekannt gewordenen betrieblichen Ausgaben des 'Klassenkampfes' von 10 (Siemens - Schaltwerk, DTW, SEL, Spinne, Gillette, Borsig, Osram - Schaltwerk, Osram - B-Werk, Daimler und einer allgemeinen) bei der Nr. 15 im Juni auf 4 (Fritz Werner, Osram S-Werk, KWU, Gillette) im Juli bei der Nr. 16 zurückging, vermuten wir einmal, daß sich die PL/PI heute oder auf einem eventuellen anderen Sonderplenum etc. spaltete. Zwar erschienen danach auch wieder 'Klassenkampf' Ausgaben für Borsig und SEL, von den anderen Werken aber sind uns, bisher jedenfalls, keine weiteren betrieblichen Ausgaben bekanntgeworden.
Q: PL/PI: Plenumsprotokoll vom 26.6.71, Berlin o.J. (1971)

17.07.1971:
In Berlin erscheint vermutlich in dieser Woche die Nr. 16 des 'Klassenkampf - Ausgabe Gillette' für Juli als Zeitung der Betriebszellen der Proletarischen Linken / Parteiinitiative (PL/PI - vgl. 21.6.1971).

Berichtet wird mit folgenden allgemeinen Artikeln:
1. Von der Chemietarifrunde (CTR) der CPK in Hessen von Degussa, von Caltex Raunheim, von Glanzstoff Kelsterbach über Ausländer, besonders Italiener und von Merck Darmstadt über die Tablettiermaschinen im Pharmabetriebe und die 50 dort arbeitenden Frauen sowie von der CTR in NRW bei CWH Marl (vgl. 24.6.1971, 3.7.1971), bei Bayer Leverkusen, Clouth Köln und Dynamit Nobel Lülsdorf;
2. Von Sarotti Tempelhof (NGG-Bereich);
3. Vom Prozeß gegen den 'Klassenkampf' (vgl. Juni 1971);
4. Von den Hausbesetzungen in Berlin (vgl. 3.7.1971, 13.7.1971);
5. über das Betriebsverfassungsgesetz (BVG).

Von Gillette wird berichtet über die heutige Betriebsversammlung (BV), die Klingenproduktion, die Frauen, Werkzeugmacher, Maschinenschlosser, die Verlagerung des Werkes Lehrte nach Berlin vor ein paar Jahren, aus der Einpackerei in der Verpackungshalle im Erdgeschoß, der Kantine, der Schleiferei im Erdgeschoß, aus dem 1. Stock und aus dem Keller aus Stanzerei, Kunststoffspritzerei und Automatendreherei. Es gibt auch einen Artikel auf Türkisch.
Q: Klassenkampf Ausgabe Gillette Nr. 16, Berlin Juli 1971

15.12.1971:
In Berlin streiken, nach Berichten der KPD/ML-ZB, 10 000 Metaller in 14 oder 15 Betrieben gegen das 7,5 Prozent Ergebnis der Tarifrunde, u.a. bei Borsig, Schwartzkopff, Osram und AEG.
Laut KPD wird heute und morgen gestreikt bei den AEG Werken Brunnenstraße, Sickingenstraße, Schwedenstraße, Quickbornerstraße, Hydra, bei DWM-Waggon Union, Schwartzkopff, KWU, Bosch Photokino, Bosch Elektronik, Osram Helmholtzstraße, Berliner Kupferraffinerie, Gillette, KHD, Siemens Askania und bei Orenstein und Koppel (O+K).

Die RKJ der GIM berichtet:"
In Berlin legen in verschiedenen Betrieben mehrere Tausend Metallarbeiter für eine Stunde die Arbeit nieder. Die Berliner IG Metall verlangt eine 'Überwindung bestehender tariflicher Abstände zu vergleichbaren Tarifgebieten im Bundesgebiet' (SZ, 17.12.1971). Darüber soll im Januar verhandelt werden."
Q: Was Tun Nr. 1, Mannheim 1972, S. 9; Der Schwartzkopff Hammer Nr. 25, Berlin 22.12.1971;Rote Fahne Nr. 33, Berlin 31.12.1971;Der Rote Gartenfelder Nr. 18, Berlin 11.1.1972;Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 97 , Bochum 18.12.1971, S. 14

30.04.1972:
In Berlin findet die Großveranstaltung des zentralen Maikomitees statt, zu dem sich laut KPD/ML-ZK die Einheitsfrontkomitees (EFK - im wesentlichen ein betrieblicher Zusammenschluß der KPD/ML's ZB und ZK,d.Vf.) von AEG, Siemens, NCR, KWU, Gillette und Borsig, die Stadtteilkomitees Wedding, Märkisches Viertel und Spandau, KJVD, KPD/ML-ZB, KPD/ML-ZK, RG, KSB/ML sowie griechische (OGML), türkische (PEF), italienische (PCI/ML) und arabische MLer zusammengeschlossen haben. Die Teilnehmerzahl beträgt, laut KPD/ML-ZB, ca. 900. Gezeigt werden soll der Film "Ernst Thälmann - Sohn seiner Klasse". Veranstaltungsort sind die Spandauer Festsäle in der Schützenstraße 2-4.
Q: Rote Fahne Nr. 10, Bochum 15.5.1972, S. 11; Roter Morgen Nr. 11, Hamburg 5.6.1972;Rotlicht o.Nr., Berlin o.J. (1972);Rotlicht/ Die Rote Osramjugend Extrablatt, Berlin o.J. (1972);KPD/ML-ZB-LV Westberlin: Aufruf Heraus zum Roten 1. Mai, Berlin 1972;Der Rote Blitz, Berlin 24.4.1972

01.05.1972:
Die KPD/ML-ZK beteiligt sich, nach eigenen Angaben, am zentralen Maikomitee, welches von ihr selbst, RG, KSB/ML, KJVD, KPD/ML-ZB, arabischen, griechischen, italienischen, spanischen und türkischen Genossen, den Stadtteilkomitees Wedding, Märkisches Viertel und Spandau sowie den Einheitsfrontkomitees Siemens, NCR, AEG, KWU, Gillette und Borsig gebildet wurde. Dieses Maikomitee organisiert eine Demonstration durch den Wedding ab Brunnenstraße mit 1 000 Teilnehmern.
Q: Roter Morgen Nr. 11, Hamburg 5.6.1972

15.11.1972:
Die KPD veröffentlicht in der Nr. 69 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 8.11.1972, 21.11.1972), eine Arbeiterkorrespondenz von Gillette Tempelhof.
Q: Rote Fahne Nr. 69, Dortmund 15.11.1972, S. 2

KPD_Rote_Fahne_1972_69_04


16.01.1973:
Bei Gillette Berlin streiken heute, laut KPD/ML-ZK, 800 Beschäftigte.
Q: Roter Morgen Nr. 4, Hamburg 3.2.1973

01.04.1974:
In Berlin gibt vermutlich in dieser Woche das Maikomitee (MK) oppositioneller Gewerkschafter der KPD (vgl. 25.3.1974) erstmals seine Zeitung '1. Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse' (vgl. 8.4.1974) heraus. Im Maikomitee seien KollegInnen u.a. von Gillette.
Q: 1. Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse Nr. 1, Berlin 1974

08.04.1974:
In Berlin gibt vermutlich in dieser Woche das Maikomitee (MK) oppositioneller Gewerkschafter der KPD seine Zeitung '1. Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse' Nr. 2 (vgl. 1.4.1974, 15.4.1974) heraus. Im Maikomitee seien KollegInnen u.a. von Gillette.
Q: 1. Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse Nr. 2, Berlin 1974

10.04.1974:
In der Nr.15 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 3.4.1974, 17.4.1974) befaßt sich die KPD u.a. mit dem Westberliner Maikomitee (MK), in dem Mitglieder der IGM, u.a. von Gillette, mitarbeiten.
Q: Rote Fahne Nr. 15, Dortmund 10.4.1974

15.04.1974:
In Berlin gibt vermutlich in dieser Woche das Maikomitee (MK) oppositioneller Gewerkschafter der KPD seine Zeitung '1. Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse' Nr.3 (vgl. 8.4.1974) heraus. Im Maikomitee seien KollegInnen u.a. von Gillette.
Q: 1. Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse Nr. 3, Berlin 1974

September 1976:
Innerhalb des KABD erscheint 'Lernen und kämpfen' Nr. 9 (vgl. Aug. 1976, Okt. 1976). Aus Stützpunkt und Sympathisantengruppe Berlin wird bekannt, daß deren Betriebsgruppe Gillette eine Betriebszeitung herausgibt.
Q: Lernen und kämpfen Nr. 9, o.O. Sept. 1976

Dezember 1976:
Innerhalb des KABD erscheint die Nr. 12 von 'Lernen und kämpfen' (vgl. Nov. 1976, Jan. 1977), in der u.a. berichtet wird aus Berlin über die Gillette Betriebszeitung, die den Titel 'Betriebszeitung - für den organisierten Kampf in den Betrieben' trägt, wobei man sich beim Layout der Göttinger Betriebszeitung (GBZ) bedient hat.
Q: Lernen und kämpfen Nr. 12, o.O. Dez. 1976

April 1981:
Laut RGO der KPD werden bei den Betriebsratswahlen (BRW) bei Gillette Berlin, vermutlich im April, sechs Oppositionelle der Liste 3 gewählt. Laut KPD Wedding (vgl. 13.4.1981) erhält die Liste der Vertrauensleute, die letztes Mal noch nicht antrat, mit 40,0 % 6 Sitze. Laut KB erhält die 'Liste der Vertrauensleute' mit 40% sieben Sitze.
Q: Arbeiterkampf Nr. 204, Hamburg 22.6.1981, S. 19; RGO-Nachrichten Nr. 5, Kassel Mai 1981;Der Rote Wedding Nr. 2, Berlin 1981, S. 3

August 1982:
Bei Gillette Berlin gibt die KPD die Nr. 1 ihrer Betriebszeitung 'Rotbart Extra Scharf' für August heraus mit dem Leitartikel "Arbeitszeitverkürzung bei Gillette?" mit einer türkischen Übersetzung des Vorschlags des Betriebsrats.

Weitere Artikel sind:
- "Kommentar: Nachlese zur Fußballweltmeisterschaft 1982";
- "Ein Konzern liegt im Sterben" zu AEG Telefunken, wobei auch über 'Der AEG-Arbeiter' der KPD-Betriebszelle Brunnenstraße vom 8.7.1982 berichtet wird; sowie
- "Kommunistische Oppositionelle im Stasi-Gefängnis der DDR", von denen stellvertretend Manfred Wilhelm vorgestellt wird.
Q: Rotbart Extra Scharf Nr. 1, Berlin Aug. 1982

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Letzte Änderung: 20.02.2016