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Berlin-Wedding: Schwartzkopff

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin

In dieser wie immer sehr unvollständigen Darstellung werden betriebliche Materialien von Schwartzkopff, einem Unternehmen der DIAG, allein von der KPD/ML-ZB vorgestellt. Die KPD/ML-ZB berichtet nicht nur einleitend vom Weihnachtsgeldstreik (vgl. Okt. 1969) und dem Kantinenstreik (vgl. 3.8.1970), sondern verfügt bei Schwartzkopff gleich nach der Aufnahme ihrer Tätigkeit in Westberlin über eine Betriebsgruppe, die eine Betriebszeitung, den 'Schwartzkopff Hammer', herausgibt (vgl. Sept. 1970, 1.9.1970, 5.10.1970, 2.11.1970, Dez. 1970), die noch durch stadtweite Extrablätter ergänzt wird, die üblicherweise ebenfalls als 'Schwartzkopff Hammer' erscheinen (vgl. 21.9.1970, Nov. 1970).

Bald kommt es zu ersten Entlassungen (vgl. 31.12.1970, Jan. 1971), die Verwicklung des Schwartzkopff-Mutterkonzerns DIAG in den Angriffskrieg gegen Guinea-Conakry (vgl. 29.1.1971) wird nur in der zentralen Publizistik der KPD/ML-ZB enthüllt, aber nicht im 'Schwartzkopff Hammer' der eher betrieblichen und lokalen Angelegenheiten verpflichtet blieb (vgl. Dez. 1970, Jan. 1971, Feb. 1971), droht doch die Krise, u.a. in Form von Kurzarbeit (vgl. Apr. 1971), und trifft auf Gegenwehr in Form des Streiks im Setzmaschinenbau (vgl. März 1971, 3.5.1971) sowie der KPD/ML-ZB (vgl. 23.3.1971). Später wird die Betriebsgruppe Schwartzkopff bundesweit des Ökonomismus geziehen (vgl. 2.8.1971).

Nicht nur andere Betriebsgruppen der KPD/ML-ZB (vgl. Apr. 1971, 22.4.1971, 23.4.1971, 22.6.1971, 23.6.1971), sondern auch die PL/PI berichten nun auch ab und an von Schwartzkopff, aber nur selten (vgl. Apr. 1971, 5.4.1971, 26.4.1971), ist doch dort offenbar nur die KPD/ML-ZB kontinuierlich aktiv (vgl. 14.5.1971). Schwartzkopff bildet so eine der wenigen Betriebsgruppen der KPD/ML-ZB in Westberlin (vgl. 4.6.1971).

Der 'Schwartzkopff Hammer' erscheint weiterhin alle drei Wochen (vgl. 7.6.1971, 29.6.1971), befasst sich auch mit den anderen DIAG-Betrieben wie Borsig und Fritz Werner in Berlin bzw. im Rheingau (vgl. 20.7.1971) und mobilisiert auch für die antifaschistischen Aktionen im Mai und August 1971 (vgl. 14.5.1971, 11.8.1971), klagt in diesem Zusammenhang die SEW aus solidarischer Position an (vgl. 24.8.1971), anstatt von Sozialimperialisten von vornherein eher eine Kooperation mit dem nationalen Faschismus zu erwarten. Dies deutet entweder auf mangelnde Linientreue, obwohl die Linie erst im kommenden 'Bolschewik' wirklich präzisiert wurde, oder auf zu nahe Bekanntschaft mit Arbeitskollegen aus dem auf Moskau orientierten Lager hin.

Zunächst aber konfrontiert die KPD/ML-ZB bei Schwartzkopff lieber die Gewerkschaftsjugend bzw. die KPD (vgl. 15.9.1971) mit dem korrekten Programm des Klassenkampfs, propagiert demgemäß die eigene Partei (vgl. 27.9.1971, 29.9.1971), die sich in der Metalltarifrunde (MTR) 1971 mutmaßlich in der Beeinflussung der örtlichen IG Metall versucht (vgl. 21.10.1971). Nun aber kommt es bei Schwartzkopff zur politischen Entlassung (vgl. 18.11.1971) und zum Protest dagegen (vgl. 30.11.1971), aber auch zum illegalen Streik aufgrund der MTR 1971 (vgl. 15.12.1971, 22.12.1971), in die sich die KPD/ML-ZB immer noch einzumischen versucht (vgl. 16.12.1971), ohne aber dem Geschehen zu nahe stehen, wie sie selbst zugibt (vgl. 9.2.1972).

Nun aber stehen bereits die Betriebsratswahlen an (vgl. Jan. 1972). Auch bei der von der KPD/ML-ZB erahnten bundesweiten Verschwörung der sozialdemokratischen Betriebsräte und des Bundeskanzlers Brandt gegen sie ist offenbar ein Betriebsrat von Schwartzkopff beteiligt (vgl. 20.1.1972), die dort mutmaßlich erwogenen Entlassungen aus politischen Gründen scheinen zumindest umgehend in die Praxis umgesetzt worden zu sein, wenn auch eventuell nicht bei Schwartzkopff (vgl. 4.2.1972). Die Betriebsratswahlen werden offenbar auch bei Schwartzkopff angefochten (vgl. 14.2.1972), die KPD/ML-ZB konkretisiert unbeschadet dessen derweil ein betriebliches Kampfprogramm (vgl. 23.2.1972), wogegen die Polizei vorgeht (vgl. 24.3.1972). Trotzdem wird die Einheitsfront im Betrieb bzw. das Einheitsfrontkomitee (EFK) auch bei Schwartzkopff gegründet (vgl. 9.3.1972), daneben bleibt aber auch die KPD/ML-ZB aktiv (vgl. 18.4.1972, 24.7.1972, 2.9.1972). Unklar bleibt hier derweil, wohin sich die Betriebsgruppe Schwartzkopff später entwickelte.

Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

Oktober 1969:
Bei Schwartzkopff Berlin findet eventuell im Oktober, laut KPD/ML-ZB, der Streik für Weihnachtsgeld statt.
Quelle: Der Schwartzkopff-Hammer Nr.2,Berlin Okt. 1970

03.08.1970:
Bei Schwartzkopff Berlin findet in dieser Woche, laut der dortigen Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB, ein Kantinenstreik statt.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.1,Berlin Sept. 1970

September 1970:
Laut KPD/ML-ZB gibt ihr Landesverband Westberlin während der Metalltarifrunde (MTR) im September und Oktober 6 zentrale Flugblätter heraus und dazu 4 Betriebszeitungen. Davon erscheinen 'Der AEG-Arbeiter' in 6 Ausgaben (vgl. ******1970), 'Das Rote System' (AEG Sickingenstraße - vgl. Sept. 1970) in 5 Ausgaben, 'Der Schwartzkopff-Hammer' (vgl. 1.10.1970) in 3 Ausgaben und 'Rotlicht' (Osram - vgl. Sept. 1970) in 3 Ausgaben.
Q: Der Parteiarbeiter Nr.1,Bochum Jan. 1971

01.09.1970:
In Berlin gibt die KPD/ML-ZB Betriebsgruppe Schwartzkopff erstmals ihren 'Schwartzkopff Hammer' (vgl. 5.10.1970) heraus, der auf September datiert ist und vermutlich noch in dieser Woche erscheint. Die Verantwortung für die 10 Seiten DIN A 4 übernimmt S. Endlich, angekündigt wird, daß ab sofort die 'Rote Fahne' der KPD/ML-ZB vor Schwartzkopff verkauft werde. Berichtet wird aus NRW von Streiks in Borth (vgl. Aug. 1970), Essen (vgl. 7.8.1970), Neuß (vgl. 21.5.1970) und Mülheim (vgl. 26.8.1970) sowie aus der IGM Berlin und Nordbaden/Nordwürttemberg. Aus dem eigenen Werk wird eingegangen auf Ausländer, Frauen, Lehrlinge und Jungarbeiter, für die der KJVD zuständig ist, sowie auf den Kantinenstreik (vgl. 3.8.1970).
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.1,Berlin Sept. 1970

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21.09.1970:
Vermutlich in dieser Woche gibt die KPD/ML-ZB in Berlin die Nr.3 des 'Extrablattes der Betriebsgruppen der KPD/ML' (vgl. 1.10.1970) mit einem Umfang von 4 Seiten DIN A 4 unter Verantwortung von S. Endlich heraus. Berichtet wird aus Berlin vom Druckhaus Tempelhof (vgl. 15.9.1970), von AEG Schweden- und Sickingenstraße sowie von einer Funktionärsversammlung der IG Metall, auf der u.a. Beschäftigte von Clauberg, Werner, Schwartzkopff, Siemens, Feiler, Bandstahl Berlin, den Wolter-Werken und DWM anwesend waren.

Streikberichte aus der 'BRD' kommen von Klöckner Bremen (vgl. Aug. 1970), Thyssen Schrauben Essen (vgl. 7.8.1970), Daimler-Benz Mannheim (vgl. 13.7.1970), der MF Hottinger Mannheim (vgl. Juli 1970) und Schneider Armaturen Nordheim und Ilsfeld (vgl. Aug. 1970).

Uns wurde diese Ausgabe bisher bekannt mit dem Kopf folgender Berliner Betriebszeitungen der KPD/ML-ZB:
- 'Das Rotlicht' für Osram.
- 'Der Schwartzkopf-Hammer' für Schwartzkopff (DIAG).
Q: KPD/ML-ZB:Extrablatt der Betriebsgruppen der KPD/ML o.Nr.(3),Berlin o.J. (1970)

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05.10.1970:
In Berlin gibt die Betriebsgruppe Schwartzkopff der KPD/ML-ZB in dieser Woche ihren 'Schwartzkopff Hammer' Nr.2 (vgl. 1.9.1970, 2.11.1970) mit einem Umfang von 10 Seiten DIN A 4 unter Verantwortung von Stefanie Endlich heraus. Berichtet wird aus dem eigenen Betrieb von den Kalkulatoren, dem Streik im letzten Jahr für das Weihnachtsgeld (vgl. Okt. 1969) sowie aus einigen Abteilungen. Ein türkischer Artikel enthält u.a. einen Hinweis auf das Büro von Isci Köylu in der Schillerstr.64 in Berlin-Charlottenburg.

Eingegangen wird auch auf Streiks bei KWU Berlin (vgl. 1.10.1970), in der Berliner Metallindustrie (vgl. 30.9.1970) sowie in einer Reihe von Metallbetrieben in der 'BRD'.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.2,Berlin Okt. 1970

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November 1970:
In Berlin erscheint die Nr.8 des 'Extrablattes der Betriebsgruppen der KPD/ML' der KPD/ML-ZB (vgl. Nov. 1970, **.**.197*) mit Nachrichten u.a. von Schwartzkopff.
Q: KPD/ML-ZB:Extrablatt der Betriebsgruppen der KPD/ML Nr.8,Berlin Nov. 1970

02.11.1970:
In Berlin gibt die KPD/ML-ZB Betriebsgruppe Schwartzkopff in der ersten Novemberwoche die Nr.3 ihres 'Schwartzkopff Hammers' (vgl. 5.10.1970, Dez. 1970) mit einem Umfang von 10 Seiten DIN A 4 unter Verantwortung von Peter Weinfurth, Bochum, heraus. Berichtet wird aus dem eigenen Werk von den Ausfegern und den Materialbereitstellern, aus dem AEG Werk Sickingenstraße Berlin, den Hüttenwerken Siegerland und von Streiks in Berlin für die volle Auszahlung der 10% bei Krone, Osram und AEG Brunnenstraße (vgl. 22.10.1970).
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.3,Berlin Nov. 1970

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Dezember 1970:
In Berlin erscheint die Nr.4 von 'Der Schwartzkopff Hammer' - Zeitung der Betriebsgruppe Schwartzkopff der KPD/ML-ZB (vgl. 2.11.1970, Jan. 1971) mit einem Umfang von 10 Seiten unter Verantwortung von Michael Schulte Bochum, während Kontakt über Peter Slovak in Berlin-Neukölln möglich ist. Berichtet wird aus den Abteilungen Werkzeugbau, Scharfschleiferei, Reparaturschlosserei, aus der Textilmaschinenproduktion, über die Lehrlinge und Jungarbeiter und die 350 Angestellten. Angekündigt wird der Verkauf der 'Roten Fahne' vor dem Betrieb. Eingegangen wird auch auf AEG Telefunken, AEG Werk Brunnenstraße Berlin (vgl. 22.10.1970), Krupp Bochum und verschiedene Boschwerke.

Vermutlich ebenfalls im Dezember, evt. aber auch im Januar erscheint die uns bisher nicht vorliegende Nr.5, die sich u.a. mit der Lohngruppeneinstufung befaßt.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.4 und 6,Berlin Dez. 1970 bzw. Jan. 1971

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31.12.1970:
Die KPD/ML-ZB berichtet von Schwartzkopff (DIAG) Berlin:"
Entlassungen von 30 Angestellten bis zum Jahresende."
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.5,Bochum 20.1.1971,S.10

Januar 1971:
Die KPD/ML-ZB berichtet von Schwartzkopff (DIAG) Berlin über 20 für den Januar geplante Entlassungen.
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.5,Bochum 20.1.1971,S.10

Januar 1971:
In Berlin erscheint die Nr.6 des 'Schwartzkopff Hammer' - Zeitung der Betriebsgruppe Schwartzkopff der KPD/ML-ZB (vgl. Dez. 1970, Feb. 1971) mit 8 Seiten und u.a. einem Aufruf zur zentralen Demonstration der KPD/ML-ZB und des KJVD gegen die Nazis am 17.1.1971 in Dortmund, wobei man sich auch der Meldungen des 'KND' (vgl. 25.11.1970) bedient. Eingegangen wird erneut auf die Lohngruppeneinstufung und auch auf Diskussionen, die man selbst im Betrieb geführt habe. Weitere Berichte behandeln das AEG Werk Brunnenstraße Berlin und Seeleute.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.6,Berlin Jan. 1971

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29.01.1971:
Die KPD/ML-ZB (vgl. 6.2.1971) berichtet:"
GUINEA
...
Außerdem arbeitete in Guinea die sogenannte Werner Gruppe (Fritz Werner Werke, FWW - IGM-Bereich,d.Vf.). Ihr Chef, Graf von Tiedenhausen, beging inzwischen wie Seibold Selbstmord. Die Werner GmbH Westberlin wurde gegründet, um mit Hilfe der Bundesregierung und des Westberliner Senats die Berliner Maschinenbauindustrie vor der Pleite zu retten. Sie gehört seit 1966 zusammen mit anderen Westberliner Firmen wie Borsig, Schwartzkopff und Typograph zur Deutschen Industrieanlagen GmbH (DIAG,d.Vf.). Diese Gesellschaft ist zu 90% in Bundesbesitz.

Die Werner GmbH hat in Guinea vor allem Munitions- und Waffenfabriken gebaut, außerdem militärische Anlagen, die z.T. von der Bundesregierung finanziert wurden. Das bedeutet, daß ihr Chef alle militärischen Anlagen in Guinea genau kannte und auch einen Überblick über die wichtigsten Industrieanlagen hatte."
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.10,Bochum 6.2.1971,S.9f

Februar 1971:
In Berlin erscheint die Nr.7 des 'Schwartzkopff Hammer' - Zeitung der Betriebsgruppe Schwartzkopff der KPD/ML-ZB (vgl. Jan. 1971, März 1971), die auf ihren 10 Seiten, denen das vierseitige 'Extrablatt der Betriebsgruppen der KPD/ML' Nr.12 beigelegt ist, u.a. aus dem eigenen Betrieb, von Borsig, AEG Sickingenstraße, der IGM Vertreterversammlung und einer SEW-Veranstaltung (vgl. 21.1.1971) berichtet.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.7,Berlin Feb. 1971

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März 1971:
In Berlin erscheint 'Der Schwartzkopff Hammer' - Zeitung der Betriebsgruppe Schwartzkopff der KPD/ML-ZB Nr.8 (vgl. Feb. 1971, Apr. 1971) mit einem Umfang von 8 Seiten. Berichtet wird aus dem eigenen Betrieb u.a. über die Angestellten in Arbeitsvorbereitung und Materialverwaltung, die Techniker und Ingenieure, über die Schlosser, Elektriker und Dreher sowie die Revolverdreherei, in der pro Schicht 9 Personen beschäftigt sind. Man befaßt sich mit den Lehrlingen und der Jugendvertretung sowie mit dem Berliner Fritz Werner Werk.

Ebenfalls im März erscheint auch ein zweiseitiges Extrablatt, welches einen Tag nach dem Streik in der Abteilung Setzmaschinen und anderer Abteilungen des Gebäudes A verteilt wird. Dieser Streik habe um 8 Uhr 30 begonnen und sich gegen die Entlassung von Hilfskräften gerichtet.

Die KPD/ML-ZB berichtet zentral:"
Die Westberliner MASCHINENBAU AG, vormals Schwartzkopff, ein Betrieb des bundeseigenen DIAG-Konzerns, rutscht immer mehr in die Krise. Der Auftragsbestand ist von 53,5 Mio. Mark im Dezember 1970 auf 48,5 Mio. Mark in Februar geschrumpft.

Sogenannte unproduktive Arbeiter und Angestellte werden entlassen, bzw. bei Ausscheiden nicht ersetzt. Die Belegschaftsstärke soll von zur Zeit noch rund 1 140 auf 1 000 gesenkt werden. Schon jetzt herrscht ein katastrophaler Mangel an Hilfskräften. Die Akkordarbeiter müssen immer öfter das Material selbst an den Arbeitsplatz schaffen oder Reinigungsarbeiten übernehmen.

Es werden Zeitaufnahmen gemacht, um die Akkordsätze zu erhöhen. Gegen diese Methoden der gesteigerten Arbeitshetze und Akkorddrückerei traten jetzt rund 100 Arbeiter des Setzmaschinenbaus in den Streik. Der Betriebsratsvorsitzende betätigte sich als Abwiegler. Er forderte die Kollegen auf, zwei Delegierte zu einer Verhandlung mit der Geschäftsleitung zu schicken und wieder an die Arbeit zu gehen. Dieser Verrat führte dazu, daß die Kapitalisten außer der unverbindlichen Zusage, die ungezieferverseuchten Garderoben in einem Gebäude noch in diesem Jahr zu renovieren, keinerlei Zugeständnisse zu machen brauchten.

Die Betriebsgruppe brachte am nächsten Tag ein Extrablatt heraus, in dem der Verrat des Betriebsratsvorsitzenden entlarvt wurde. Das Extrablatt wurde im Betrieb offen herumgereicht und von sehr vielen Kollegen zustimmenden kommentiert, auch von solchen, die bisher die regelmäßig erscheinende Betriebszeitung nicht genommen hatten."
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.25,Bochum 31.3.1971,S.8; Der Schwartzkopff Hammer Nr.8 und Extrablatt,Berlin März 1971 bzw. März 1971

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22.03.1971:
Vermutlich an diesem Tage gibt in Berlin die Betriebsgruppe Siemens-Schaltwerk der KPD/ML-ZB die erste Nummer ihres 'Roten Schaltwerkers' (vgl. 23.4.1971) heraus, die auf den März datiert ist. Aus Berlin wird u.a. eingegangen auf Schwartzkopff bzw. DIAG.
Q: Der rote Schaltwerker Nr.1,Berlin März 1971

23.03.1971:
Die Berliner Betriebsgruppe Schwartzkopff der KPD/ML-ZB organisiert an diesem Tage, nach eigenen Angaben, eine Kurzdemonstration (wahrscheinlich eher eine der bei dieser Gruppe üblichen Kurzkundgebungen,d.Vf.) vor dem Betrieb.
Q: Der Schwartzkopff-Hammer Nr.9,Berlin Apr. 1971

April 1971:
In Berlin gibt die Betriebsgruppe Schwartzkopff der KPD/ML-ZB die Nr.9 ihres 'Schwartzkopff Hammer' (vgl. März 1971, Mai 1971) heraus, in der u.a. über die Spaltung des gewerkschaftlichen Maikomitees durch die SEW berichtet wird. Die KPD/ML-ZB wird deshalb nun im Wedding demonstrieren, während es die SEW nach Neukölln zieht. Eingegangen wird auf die eigene Kurzkundgebung (vgl. 23.3.1971), auf Hoesch Dortmund (vgl. 22.3.1971), die Ortsverwaltung Berlin der IG Metall (IGM), den Berliner Metallbetrieb DWM sowie aus dem eigenen Werk auf die Hilfskräfte bzw. die Abteilung Setzmaschinen (100 Beschäftigte) im Gebäude A.

Ebenfalls im April erscheint ein zweiseitiges Extrablatt, welches sich mit der Kurzarbeit in den Abteilungen Textilmaschinenmontage, Vormontage, Allgemeine Fräserei, Allgemeine Bohrerei und Setzmaschinen sowie den Angestellten befaßt.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.9 und Extrablatt,Berlin Apr. 1971 bzw. Apr. 1971

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April 1971:
In Berlin bringt die KPD/ML-ZB die Nr.4 ihrer 'Roten Turbine' für die KWU (vgl. 10.3.1971, Mai 1971) heraus und berichtet über Kurzarbeit u.a. bei Schwartzkopff.
Q: Rote Turbine Nr.4,Berlin Apr. 1971

April 1971:
In Berlin erscheint die Nr.10 von 'Rotlicht' - Zeitung der Betriebsgruppe Osram der KPD/ML-ZB (vgl. 15.3.1971, 13.5.1971) und berichtet über Kurzarbeit u.a. bei Schwartzkopff.
Q: Rotlicht Nr.10,Berlin Apr. 1971

April 1971:
.. In Berlin gibt die Proletarische Linke / Parteiinitiative (PL/PI) vermutlich im April einen Sonderdruck ihres Zentralorgan 'PL' (vgl. März 1971, Apr. 1971) für Lehrlinge heraus, in dem sie u.a. berichtet von Schwartzkopff Wedding.
Q: PL Sonderdruck Lehrlinge,Berlin o. J. (1971)

05.04.1971:
In Berlin erscheint vermutlich Anfang dieser Woche die Nr.11 des 'Klassenkampf - Ausgabe Fritz Werner' als Zeitung der Betriebszellen und Betriebsgruppen der Proletarischen Linken / Parteiinitiative (PL/PI - vgl. 15.3.1971, 12.4.1971). Berichtet wird mit allgemeinen Artikeln, die auch in anderen Ausgaben des 'Klassenkampf' erscheinen, u.a. von Schwartzkopff (DIAG, 1080 Besch. im Wedding) über die Abteilung Setzmaschinen.
Q: Klassenkampf - Ausgabe Fritz Werner Nr.11,Berlin Apr. 1971

22.04.1971:
In Berlin gibt die Betriebsgruppe Siemens-Gartenfeld der KPD/ML-ZB die Nr.5 ihres 'Roten Gartenfelders' (vgl. 2.4.1971, 14.5.1971) heraus, u.a. wird auf die Auswirkungen der Krise u.a. bei Schwartzkopff eingegangen.
Q: Der Rote Gartenfelder Nr.5,Berlin 22.4.1971

23.04.1971:
In der Nr.2 ihres 'Roten Schaltwerkers' (vgl. 22.3.1971, Mai 1971) geht die Berliner Betriebsgruppe Siemens-Schaltwerk der KPD/ML-ZB u.a. auf die Krise ein, u.a. anhand von Schwartzkopff.
Q: Der rote Schaltwerker Nr.2,Berlin 23.4.1971

26.04.1971:
In Berlin erscheint vermutlich in dieser Woche die Nr.13 des 'Klassenkampf - Ausgabe Borsig' als Zeitung der Betriebszellen und Betriebsgruppen der Proletarischen Linken / Parteiinitiative (PL/PI - vgl. 12.4.1971, 28.5.1971). Berichtet wird aus dem Berliner IGM-Bereich von Schwartzkopff (DIAG) über Ausländer und Lehrlinge.
Q: Klassenkampf - Ausgabe Borsig o. Nr.,Berlin Apr. 1971

26.04.1971:
In Berlin erscheint vermutlich in dieser Woche die Nr.13 des 'Klassenkampf - Ausgabe Loewe' als Zeitung der Betriebszellen und Betriebsgruppen der Proletarischen Linken / Parteiinitiative (PL/PI - vgl. 12.4.1971, 28.5.1971). Berichtet wird aus dem Berliner IGM-Bereich u.a. von Schwartzkopff.
Q: Klassenkampf - Ausgabe Loewe o. Nr.,Berlin Apr. 1971

28.04.1971:
In Berlin erscheint die Nr.5 des 'NCR Arbeiters' (vgl. 6.4.1971, 19.5.1971) durch die entsprechende Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB und berichtet auch von Schwartzkopff Berlin.
Q: Der NCR Arbeiter Nr.5,Berlin 28.4.1971

Mai 1971:
Vermutlich im Mai gibt die Berliner Betriebsgruppe Schwartzkopff der KPD/ML-ZB ihren 'Schwartzkopff Hammer' Nr.10 (vgl. Apr. 1971, 14.5.1971) heraus, der uns bisher noch nicht vorlag.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.9 und 11,Berlin Apr. 1971 bzw. Mai 1971

03.05.1971:
Die KPD/ML-ZB berichtet vermutlich aus dieser Woche:"
Bei der WESTBERLINER MASCHINENBAU AG, früher L. Schwartzkopff, einem Betrieb des DIAG-Konzerns müssen im Mai 85 Kollegen Kurzarbeit machen. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt für diese Kollegen 20 Stunden. Für weitere Abteilungen soll später Kurzarbeit eingeführt werden. Der Textilmaschinenbau, auf den rund 50% des Umsatzes entfallen, ist von der Krise besonders betroffen. Anfang des Jahres reichte der Auftragsbestand auf diesem Fertigungsbereich nur noch für eine kontinuierliche Produktion von vier Monaten. Die DIAG-Kapitalisten versuchen mit allen Mitteln die Arbeitsintensität zu steigern. Die Belegschaft wird um 200 auf rund 100 reduziert. Zugleich soll der Umsatz aber gehalten werden. Gegen die steigende Arbeitshetze und die ständige Akkorddrückerei streikten im März (vgl. S7.3.1971,d.Vf.) die Kollegen der Abteilung Setzmaschinenbau. Der Betriebsratsvorsitzende schlug vor, eine Delegation zu wählen, die mit der Direktion verhandeln sollte und forderte die Kollegen auf, wieder an die Arbeit zu gehen. Durch die Abwiegelei des Betriebsrates wurde der Streik abgebrochen, ohne daß den Kapitalisten ein wesentliches Zugeständnis abgerungen werden konnte."
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.36,Bochum 12.5.1971,S.7f

14.05.1971:
Vor oder am 14. Mai erscheint in Berlin die Nr.11 von 'Der Schwartzkopff Hammer' (vgl. Mai 1971, 7.6.1971) - Zeitung der Betriebsgruppe Schwartzkopff der KPD/ML-ZB u.a. mit einem Aufruf zur Demonstration gegen den Bund Heimattreuer Jugend (BHJ) am 14.Mai.
Berichtet wird auf den 8 Seiten weiterhin, daß vor dem 1.Mai verschiedene Gruppen vor Schwartzkopff Flugblätter verteilt haben, obwohl die KPD/ML-ZB die einzige Gruppe ist, die dort mit einer Zelle und einer Betriebszeitung arbeitet. Aus dem eigenen Betrieb werden die Abteilung Setzmaschine und die Halle M erwähnt.
Aus Frankreich wird berichtet von Renault Le Mans.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.11,Berlin Mai 1971

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04.06.1971:
In der Nr.12 ihres 'Rotlicht' (vgl. 13.5.1971, 23.6.1971) schreibt die Berliner Osram-Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB u.a.:"
Vor dem 1.Mai haben verschiedene Grüppchen vor unserem Betrieb Flugblätter und Zeitungen verteilt. ... Aus der ehemaligen Studentenbewegung sind einige Grüppchen übriggeblieben, die jetzt mit dem Anspruch auftreten, die Arbeiter zu organisieren. Diese Grüppchen haben mit der KPD/ML nichts zu tun. ... Sie ging nicht aus der Studentenbewegung hervor, sondern wurde von klassenbewußten Arbeitern geschaffen."
Es folgt eine Aufzählung der Berliner Betriebszeitungen der KPD/ML-ZB für AEG, Siemens, Osram, NCR, Schwartzkopff und für das Baugewerbe.
Q: Rotlicht Nr.12,Berlin 4.6.1971

07.06.1971:
In Berlin erscheint die Nr.12 des 'Schwartzkopff Hammer' - Zeitung der Betriebsgruppe Schwartzkopff der KPD/ML-ZB (vgl. 14.5.1971, 29.6.1971) frühestens in dieser Woche mit einem Umfang von Seiten DIN A 4. Berichtet wird über einen gestrigen Streik im Betriebsteil in der Kantstraße, über die Angestellten in der Disposition, der Abteilung Setzmaschinen und der EDV-Abteilung, über die Textilmaschinenvormontage, den Maschinenbau, die Textilmaschinenabteilung, die Setzmaschinenendmontage und die Zulieferabteilungen der Setzmaschinenabteilung, die Allgemeine Bohrerei und die Allgemeine Fräserei. Über einen Leserbrief heißt es: "Der Kollege gab diesen Brief einen ihm bekannten Genossen im Betrieb."

Weitere Berichte behandeln die Schließung der Offsetdruckmaschinenfabrik Kiekebusch in Spandau und der E. Linnhoff Gmbh in Berlin und Northeim (vgl. 20.8.1970), BCC, AEG Berlin-Sickingenstraße, Osram Berlin, Siemens München, die Hoesch Maschinenfabrik Deutschland in Dortmund, deren Tarifforderung von 15% als angemessen betrachtet wird, sowie den Streik bei HOAG Oberhausen (vgl. 20.5.1971). Aufgerufen wird zu Veranstaltungen "Was will die KPD/ML?" am 25. und 28.6.1971.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.12,Berlin Juni 1971

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22.06.1971:
In der Nr.7 ihrer Betriebszeitung für KWU-Berlin 'Rote Turbine' (vgl. Mai 1971, 17.7.1971) berichtet die KPD/ML-ZB Betriebsgruppe u.a. mit Schwartzkopff, besonders der Abteilung Textilmaschinen.
Q: Rote Turbine Nr.7,Berlin 22.6.1971

23.06.1971:
In der Nr.13 ihres 'Rotlicht' (vgl. 4.6.1971, 16.8.1971) berichtet die Berliner Betriebsgruppe Osram der KPD/ML-ZB u.a. von Schwartzkopff über die Abteilung Setzmaschine.
Q: Rotlicht Nr.13,Berlin 23.6.1971

29.06.1971:
In Berlin erscheint die Nr.13 des 'Schwartzkopff-Hammer' (vgl. 7.6.1971, 20.7.1971) der Betriebsgruppe Schwartzkopff der KPD/ML-ZB mit einem Umfang von 10 Seiten DIN A 4 und Berichten über die Auseinandersetzung im Betriebsteil Kantstraße, die die KollegInnen verloren hätten, über die ausländischen Kollegen, die Montageabteilung, die Jugendvertretung, Lehrlinge in Lehrwerkstatt und Textilmaschinenendmontage sowie Praktikanten und über die Chemietarifrunde (CTR der CPK). Durch einen Anruf wurde man informiert über Probleme in Galvanik, Stechzeugschleiferei, Härterei und Werkzeugbau. Aufgerufen wird zur heutigen Veranstaltung der KPD/ML-ZB.
Q: Der Schwartzkopff-Hammer Nr.13, Berlin Juni 1971

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20.07.1971:
In der Nr.14 ihres 'Schwartzkopff-Hammer' (vgl. 29.6.1971, 11.8.1971) berichtet die Berliner Betriebsgruppe Schwartzkopff der KPD/ML-ZB u.a. über die Chemietarifrunde in Berlin (vgl. 2.7.1971) und der 'BRD'. Eingegangen wird auf den 8 Seiten DIN A 4 auch auf das Fritz Werner Werk in Berlin-Marienfelde und das Hauptwerk in Geisenheim, auf Borsig Berlin, die eigenen Abteilungen Setzmaschinen und Textilmaschinen sowie auf die 'Rote Fahne' der KPD/ML-ZB.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.14,Berlin 20.7.1971

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02.08.1971:
Es erscheint die Nr.15 der 'Roten Fahne' der KPD/ML-ZB (vgl. 19.7.1971, 16.8.1971). Im Artikel "Die KPD/ML stärken. Der politische Kampf muß im Vordergrund stehen" heißt es zu den MTRs 1970 und 1971 :"
In der Metalltarifrunde 1970 beteiligte sich die KPD/ML zum erstenmal in ihrer kurzen Geschichte am Massenkampf der westdeutschen und Westberliner Arbeiterklasse. Die Partei verteilte an vielen Betrieben Flugblätter und Betriebszeitungen, die den Lohnkampf der Metaller unterstützten und ihm mit der Hauptparole 'Gegen die Verrätereien der SPD-Regierung - Die geschlossene Front der Arbeiterklasse' das politische Ziel zeigte. Auch 1971 wird die KPD/ML während der Metalltarifrunde klar und eindeutig das politische Ziel zeigen: Sie wird den Hauptschlag gegen das Lohndiktat der SPD-Regierung führen. Sie wird zeigen, daß das Lohndiktat der wichtigste politische Angriff auf die Arbeiterklasse ist. Denn die westdeutsche und Westberliner Arbeiterklasse tritt immer breiter und massenhafter für Lohnforderungen in den Kampf. ... Damit dieser Kampf sich nicht ausweitet, damit die Arbeiterklasse nicht zu politischen Forderungen übergeht, soll der Massenkampf durch das Lohndiktat von vornherein abgewürgt werden und zerstört werden. Deshalb geht die SPD-Regierung dazu über, die Gewerkschaften immer mehr zu verstaatlichen, um mit Hilfe der Gewerkschaftsführer den Kampf der Arbeiterklasse zu zerstören. Deshalb will sie der Arbeiterklasse das Recht rauben, im freien Kampf Lohnforderungen durchzusetzen. In der Metalltarifrunde geht es um mehr als um reine Lohnfragen. Es geht um die gesamte imperialistische Politik der SPD-Führer, gegen die die KPD/ML den Kampf führen wird. ... Gegen diese Verratspolitik der SPD-Führer ... muß der politische Kampf geführt werden. Das Zentralbüro der KPD/ML hatte mit der Hauptlosung 'Kampf dem Lohnraub! Gegen die Verrätereien der SPD-Regierung die geschlossene Kampffront der Arbeiterklasse' die richtige Richtung angegeben. Auf dem Höhepunkt der Kämpfe, als im Herbst hunderttausende Metaller und Stahlarbeiter spontan für 15 Prozent Lohnerhöhung in den Kampf traten, ging die Klarheit des politischen Kampfes dagegen in vielen Betriebszeitungen der KPD/ML verloren. Sie beschränkten sich nur noch auf den wirtschaftlichen Kampf und auf Aufrufe zum Streik. Hier zeigte sich die Jugend und Unerfahrenheit der Partei. An vielen Orten war die KPD/ML nicht Führerin, sondern ökonomistischer Nachtrab der Arbeiterklasse."

Nach der Auffassung der KPD/ML-ZB wurden fünf hauptsächliche Fehler gemacht:
- Es wurde versäumt, die Lohnkämpfe in den Zusammenhang mit der gesamten Politik der SPD-Führer zu stellen,
- Die Rolle der Gewerkschaftsführer wurde nicht entlarvt,
- Die DKP-Führung wurde nicht ausführlich genug angegriffen,
- Das Wesen der kapitalistischen Krise wurde nicht erklärt, und der Ausweg: die sozialistische Revolution nicht deutlich aufgezeigt,
- Die KPD/ML wurde nicht genügend als politische Partei der Arbeiterklasse dargestellt.
In dem Artikel werden u.a. die Betriebszeitungen 'Roter MAN Arbeiter' aus Augsburg in Bayern und 'Schwartzkopff-Hammer' aus Berlin erwähnt.
Q: Rote Fahne Nr.15,Bochum 2.8.1971

11.08.1971:
In der Nr.15 ihres 'Schwartzkopff Hammer' (vgl. 20.7.1971, 24.8.1971) kündigt die Berliner Betriebsgruppe Schwartzkopff der KPD/ML-ZB auf den 10 Seiten DIN A 4 eine Kurzkundgebung vor dem Betrieb an, die noch heute stattfinden soll. Aufgerufen wird zur Antifa-Demonstration am 13.8.1971, berichtet wird u.a. über die 15%-Forderung in der Hoesch-MFD Dortmund, die eigene Abteilung Setzmaschine und das Schloß Reichartshausen des Fritz Werner Konzerns in Hattenheim im Rheingau.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.15,Berlin 11.8.1971

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24.08.1971:
In Berlin erscheint die Nr.16 des 'Schwartzkopff Hammer' (vgl. 11.8.1971, 8.9.1971) der Betriebsgruppe Schwartzkopff der KPD/ML-ZB, auf deren 6 Seiten DIN A 4 u.a. die SEW wegen ihrer Nichtbeteiligung an der Demonstration gegen den BHJ am 13.8. angegriffen wird. Eingegangen wird auch auf die IG Metall (IGM) Ortsverwaltung, Opel Bochum, Hoesch Dortmund und Daimler-Benz Mannheim.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.16,Berlin 24.8.1971

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08.09.1971:
In Berlin gibt die KPD/ML-ZB die Nr.17 ihres 'Schwartzkopff Hammer' (vgl. 24.8.1971, 15.9.1971) mit 2 Seiten als Extrablatt heraus, das sich mit der Metalltarifrunde (MTR) u.a. in Berlin und der heutigen Mitgliederversammlung der IGM befaßt.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.17,Berlin 8.9.1971

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15.09.1971:
In der Nr.18 ihres 'Schwartzkopff Hammer' (vgl. 8.9.1971, 27.9.1971) greift die Berliner Betriebsgruppe Schwartzkopff der KPD/ML-ZB auf den 10 Seiten DIN A 4 die IG Metall Jugendgruppen "und ihnen hinterhertrabend Gruppen wie die KPD/AO" wegen deren Forderung nach 500 DM Lehrlingslohn an. Über die SPD-Betriebsgruppe heißt es, diese sei "angeblich existierend". Eingegangen wird auch auf die Textilmaschinenmontage bzw. die Halle M, auf die technischen Angestellten, die Abteilung Setzmaschinen, die Lehrlinge und die Jugendvertretung sowie auf Klöckner Bremen und HDW Hamburg und Kiel.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.18,Berlin 15.9.1971

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27.09.1971:
In Berlin erscheint die Nr.19 des 'Schwartzkopff Hammers' (vgl. 8.9.1971, Okt. 1971) der KPD/ML-ZB als zweiseitiges Extrablatt mit einem Aufruf zu einer Veranstaltung der Betriebsgruppe (vgl. 29.9.1971).
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.19,Berlin 27.9.1971

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29.09.1971:
Für diesen Tag ruft die Berliner Betriebsgruppe Schwartzkopff der KPD/ML-ZB zum Besuch der Veranstaltung der Betriebsgruppe unter dem Motto "Vorwärts mit der KPD/ML im Geiste Ernst Thälmanns" in der Ostender Klause (Genter Str. Ecke Ostender Str.) im Wedding auf.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.19,Berlin 27.9.1971

Oktober 1971:
Bei Schwartzkopff Berlin gibt die KPD/ML-ZB Betriebsgruppe vermutlich im Oktober zumindest eine Ausgabe, die Nr.20 ihres 'Schwartzkopff Hammer' (vgl. 27.9.1971, 30.11.1971) heraus, eventuell auch die Nr.21, die uns beide bisher nicht vorlagen.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.19 und 22,Berlin 27.9.1971 bzw. 30.11.1971

21.10.1971:
In Berlin gibt die KPD/ML-ZB das 'Extrablatt der Betriebsgruppen der KPD/ML' Nr.27 (vgl. 23.10.1971) mit einem Umfang von zwei Seiten DIN A 4 unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum heraus. Es enthält eine 'Erklärung der Landesleitungen der KPD/ML und des KJVD Westberlin' zur Metalltarifrunde (MTR), in der diese das 4,5% Angebot der Metallkapitalisten ablehnen und die Forderung von Kollegen von Schwartzkopff, Osram, Siemens-Gartenfeld und KWU (rein zufällig gibt es in allen diesen Betrieben Betriebsgruppen der KPD/ML-ZB,d.Vf.) nach einer Mitgliederversammlung (MV) der IG Metall (IGM) unterstützen.

Beigeheftet wurde das Extrablatt bei Osram, unter dem Kopf der eigenen Betriebszeitung erschien es bei NCR.
Q: KPD/ML-ZB:Extrablatt der Betriebsgruppen der KPD/ML Nr.27,Berlin 21.10.1971

18.11.1971:
Bei Schwartzkopff Berlin wird, laut KPD/ML-ZB, der Materialbereitsteller in der Abteilung Textilmaschinen, Wolfgang H., entlassen. Die KPD/ML-ZB zeigt sich solidarisch, kritisiert aber seine politischen Positionen. Er habe die Gewerkschaftsbürokratie als Wurzel allen Übels bezeichnet. In der Metalltarifrunde (MTR) sei er für eine Urabstimmung und eine Kampfdemonstration eingetreten.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.22,Berlin 30.11.1971;
Der Rote Gartenfelder Extrablatt,Berlin 4.2.1972

30.11.1971:
In der Nr.22 ihres 'Schwartzkopff Hammer' (vgl. Okt. 1971, Dez. 1971) tritt die Berliner Betriebsgruppe Schwartzkopff der KPD/ML-ZB auf den 2 Seiten DIN A 4 gegen eine politische Entlassung eines Kollegen (vgl. 18.11.1971) auf.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.22,Berlin 30.11.1971

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Dezember 1971:
Bei Schwartzkopff in Berlin gibt die Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB bis zum 21.12.1971 die Nummern 23 und 24 ihres 'Schwartzkopff Hammer' (vgl. 30.11.1971, 22.12.1971) heraus, die uns bisher leider nicht vorlagen.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.22 und 25,Berlin 30.11.1971 bzw. 22.12.1971

15.12.1971:
In Berlin streiken, nach Berichten der KPD/ML-ZB, 10 000 Metaller in 14 oder 15 Betrieben gegen das 7,5 Prozent Ergebnis der Tarifrunde, u.a. bei Borsig, Schwartzkopff, Osram und AEG.

Der gestrige Tarifabschluß war laut KPD/ML-ZB sehr niedrig:"
Darauf entstand unter den Westberliner Metallarbeitern eine große Unruhe. Die Kampfentschlossenheit wuchs ständig und die Gewerkschaftsführer mußten befürchten, die Kontrolle über die Bewegung zu verlieren. Deshalb versuchten sie, sich an die Spitze des Kampfes der Westberliner Metaller zu setzen und organisierten für den 15. in vielen Betrieben Proteststreiks. Trotzdem glitt ihnen die Bewegung immer mehr aus der Hand, wie die spontanen 15% Forderungen zeigten. Die IGM-Führer sahen sich gezwungen, die Wiederaufnahme der Verhandlungen mit den Metallkapitalisten durchzusetzen. Gleichzeitig riefen sie für den 16. um 15. 30 Uhr zu einer Kundgebung auf."

"Die Streiks wurden wahrscheinlich von Vertrauensleuten organisiert. Es ging um folgendes: Die IGM-Verhandlungskommission hatte schon dem Ergebnis von Nordwürttemberg/Nordbaden zugestimmt, hatte diese Zustimmung jedoch einen Tag später wieder zurückgezogen, weil die Unruhe in den Betrieben zu groß war und die IGM-Führer in Westberlin das 7,5% Ergebnis schon zu lauthals abgelehnt hatten, wegen des unterschiedlichen Lohnniveaus zur BRD. Die Streiks sollten deshalb für 7,8% geführt werden."

Laut KPD wird heute und morgen gestreikt bei den AEG Werken Brunnenstraße, Sickingenstraße, Schwedenstraße, Quickbornerstraße, Hydra, bei DWM-Waggon Union, Schwartzkopff, KWU, Bosch Photokino, Bosch Elektronik, Osram Helmholtzstraße, Berliner Kupferraffinerie, Gillette, KHD, Siemens Askania und bei Orenstein und Koppel (O+K).

Die RKJ der GIM berichtet:"
In Berlin legen in verschiedenen Betrieben mehrere Tausend Metallarbeiter für eine Stunde die Arbeit nieder. Die Berliner IG Metall verlangt eine 'Überwindung bestehender tariflicher Abstände zu vergleichbaren Tarifgebieten im Bundesgebiet' (SZ, 17.12.1971). Darüber soll im Januar verhandelt werden."
Q: Was Tun Nr.1,Mannheim 1972,S.9; Der Schwartzkopff Hammer Nr.25,Berlin 22.12.1971; Rote Fahne Nr.33,Berlin 31.12.1971; Der Rote Gartenfelder Nr.18,Berlin 11.1.1972; Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.97,Bochum 18.12.1971,S.14

16.12.1971:
Die KPD/ML-ZB führt in Berlin in den Moabiter Stephan-Lichtspielen eine Großveranstaltung u.a. zur Metalltarifrunde (MTR) durch, an der, nach eigenen Angaben, 400 Kollegen u.a. von Siemens, AEG, Schwartzkopff, Osram, NCR, AEG Turbine und Daimler-Benz teilnehmen.
Q: Rote Fahne Nr.25,Bochum 20.12.1971; Der Rote Schaltwerker Nr.13,Berlin 4.2.1972

22.12.1971:
In der Nr.25 ihres 'Schwartzkopff-Hammer' (vgl. Dez. 1971, Jan. 1972) berichtet die Berliner Betriebsgruppe Schwartzkopff der KPD/ML-ZB auf den 2 Seiten DIN A 4 über den Streik der Berliner Metaller (u.a. bei Schwartzkopff) vom 15./16.12.1971.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.25,Berlin 22.12.1971

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Januar 1972:
Vermutlich im Januar gibt die Berliner Betriebsgruppe Schwartzkopff der KPD/ML-ZB ihren 'Schwartzkopff Hammer' Nr.26 (vgl. 22.12.1971, 9.2.1972) heraus, der sich mit den Betriebsratswahlen befaßt und uns bisher noch nicht zugänglich war.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.25 und 27,Berlin 22.12.1971 bzw. 9.2.1972

20.01.1972:
Laut KPD/ML-ZB empfängt Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) in Bonn 60 Betriebsräte, "mit denen er eineinhalb Stunden eine Unterredung hatte. Bei diesem Gespräch waren auch der alte Arbeiterverräter Arendt und DGB-Oberbonze Vetter anwesend". Themen seien das BVG, die Betriebsratswahlen (BRW) und die Kommunistenverfolgung im Betrieb gewesen. U.a. wird über die Lage im Ruhrkohlebergbau gesprochen. Das Treffen kommt auf Initiative des sog. 'Arbeiternehmerbeirats' beim Parteivorstand der SPD zustande. An dem Treffen nehmen u.a. teil: Karl Heinz Trojahn (Zeche Hugo Gelsenkirchen), H. Preuß (Zeche Schlägel und Eisen Herten), Ferdi Nieswandt (Krupp Bochum), W. Tebbe (Hoesch Phoenix Dortmund) aus NRW sowie aus Berlin Betriebsräte von KWU (3), NCR, Schwartzkopff und AEG Sickingenstraße. In den Berliner Betriebszeitungen der KPD/ML-ZB wird als Thema des Treffens die Bekämpfung der KPD/ML-ZB angegeben, denn nicht nur zufällig seien gerade Betriebsräte der Berliner Betriebe anwesend gewesen, in denen es Betriebsgruppen der KPD/ML-ZB gäbe. Die Veranstaltung habe unter dem Motto "Die KPD/ML und die Kommunistenbekämpfung" gestanden.

Die KPD (vgl. 10.3.1972) berichtet:"
Im Januar gab Brandt ein Treffen in seinem Bungalow für 60 Betriebsratsvorsitzende, um noch einmal seine 'Verbundenheit' mit der Arbeiterklasse zu demonstrieren, Hauptabsicht war natürlich, alle SPD-Betriebsräte erneut auf die arbeiterfeindliche Politik der Regierung zu verpflichten."

In Baden-Württemberg berichtet der Bund Kommunistischer Arbeiter (BKA) Freiburg nichts über die KPD/ML sondern nur über die Beeinflussung der BRW.

In Berlin berichten von der Tagung die Betriebsgruppen der KPD/ML-ZB im IGM-Bereich bei KWU (vgl. 26.1.1972, 10.2.1972), NCR (vgl. 3.2.1972) sowie bei Siemens (vgl. 4.2.1972).

In NRW berichten in Dortmund im IGM-Bereich die KPD/ML-ZB Betriebsgruppen Hoesch Westfalenhütte und Phoenix Dortmund (vgl. 9.3.1972, bzw. 13.3.1972 und 10.4.1972) sowie die KPD bei der Hoesch Westfalenhütte (vgl. 8.3.1972).
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Hoesch Westfalenhütte Nr.11,Dortmund 8.3.1972,S.1; Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.7,Bochum 26.1.1972; Rote Fahne Nr.38,Dortmund 10.3.1972,S.6; Rote Turbine Extrablatt,Berlin 26.1.1972 bzw. 10.2.1972; Der rote Schaltwerker Extrablatt,Berlin 4.2.1972; Der Rote Gartenfelder Extrablatt,Berlin 4.2.1972; Der NCR Arbeiter Nr.3,Berlin 3.2.1972; Die Rote Westfalenwalze Demokratische Wahlen? oder Wahlzauber! und Jetzt erst recht,Dortmund o.J. (März 1972) bzw. o.J. (März 1972),S.7 bzw. S.5; Das Rote Schwungrad Betriebsratswahlen 1972,Dortmund o.J. (Apr. 1972),S.1; Klassenkampf Extrablatt Rhodia,Freiburg 28.2.1972,S.2; Klassenkampf,Freiburg 2.3.1972,S.1

04.02.1972:
In einem zweiseitigen Extrablatt ihres 'Roten Gartenfelders' (vgl. 3.2.1972, 14.2.1972) informiert die Berliner Betriebsgruppe Siemens Gartenfeld der KPD/ML-ZB die Kollegen über die politischen Entlassungen bei den Berliner Metallbetrieben KWU (vgl. 24.1.1972) und Schwartzkopff, die als Folge des Treffens von 60 Betriebsräten mit Willy Brandt am 20.1.1972 begriffen werden. Die Betriebsgruppe veröffentlicht auch ein Solidaritätsschreiben mit dem bei KWU entlassenen Andreas Kuhmichel. Welcher Vorgang bei Schwartzkopff gemeint ist, blieb uns bisher unklar. Die dortige Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB (vgl. 9.2.1972) scheint davon ungerührt, die letzte uns bekanntgewordene politische Entlassung dort liegt schon eine Weile zurück (vgl. 18.11.1971), ebenso wie eine angedrohte Entlassung bei Siemens Gartenfeld (vgl. 6.12.1971), die der bei Schwartzkopff vorausgegangen sei.
Q: Der Rote Gartenfelder Extrablatt,Berlin 4.2.1972

09.02.1972:
In der Nr.27 ihres 'Schwartzkopff Hammer' (vgl. Jan. 1972, 23.2.1972) gesteht die Berliner Betriebsgruppe Schwartzkopff der KPD/ML-ZB ein:"
Wir wurden von dem Streik der über 10 000 westberliner (am 15./16.12.1971,d.Vf.) Arbeiter vollkommen überrascht."
Des weiteren wird auf den 8 Seiten DIN A 4 berichtet, daß der Vorsitzende der SPD-Betriebsgruppe bei der Wahl zur Vertreterversammlung der Berliner IG Metall den letzten Platz belegt habe. Eingegangen wird auch auf Lehrlinge und Angestellte sowie auf KWU und Daimler Benz Berlin. Heute soll vor dem Betrieb die 'Rote Fahne' (vgl. 7.2.1972) verkauft werden. Während die Verantwortung wie seit längerem von Michael Schulte Bochum übernommen wird, dient als Berliner Kontaktadresse nun Das Arbeiterbuch in Berlin-Charlottenburg, Goethestr. 70.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.27,Berlin 9.2.1972

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14.02.1972:
In der Nr.32 ihres 'Rotlicht' (vgl. 8.2.1972, 22.2.1972) nimmt die Berliner Betriebsgruppe Osram der KPD/ML-ZB auf den 5 Seiten DIN A 4 unter Verantwortung von Michael Schulte in Bochum zu den Betriebsratswahlen (BRW) Stellung, die in Berlin in mindestens 9 Betrieben (u.a. Schwartzkopff und AEG Brunnenstraße) angefochten worden seien.
Q: Rotlicht Nr.32,Berlin 14.2.1972; KPD/ML-ZB:Extrablatt der Betriebsgruppen der KPD/ML,Berlin o.J. (13.5.1972); Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.25,Bochum 28.3.1972

23.02.1972:
In der Nr.28 ihres 'Schwartzkopff Hammer' (vgl. 9.2.1972, 24.2.1972) legt die Berliner Betriebsgruppe Schwartzkopff der KPD/ML-ZB ihr betriebliches Kampfprogramm vor, welches sie "nach gemeinsamer Beratung mit einer Anzahl parteiloser Kollegen" formuliert habe. Eingegangen wird u.a. auf Lehrlinge, Frauen und Angestellte, die Metallindustrie in Hamburg und Bremen sowie die Berliner Betriebe KWU und DIAG. Aufgerufen wird zur Fahrpreisdemonstration. Die Verantwortung übernimmt nun Horst Kwiatkowski in Berlin statt wie bisher Michael Schulte in Bochum.

Bei der Verteilung der Zeitung am Morgen erscheinen, nach Bericht der KPD/ML-ZB, zwei Polizisten, am Nachmittag beim Verkauf der 'Roten Fahne' (vgl. 21.2.1972) der KPD/ML-ZB gar sechs, die versuchen den Verkauf zu verhindern und die Stellschilder einzusammeln. Durch die Solidarität der Kollegen aber habe die Polizei sich damit begnügen müssen Plakate von den Wänden abzureißen.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.28 und 29,Berlin 23.2.1972 und 24.2.1972

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24.02.1972:
In einer als Extrablatt erscheinenden Nr.29 ihres 'Schwartzkopff Hammer' (vgl. 23.2.1972, 10.3.1972) informiert die Berliner Betriebsgruppe Schwartzkopff der KPD/ML-ZB auf den 2 Seiten DIN A 4 über den Polizeieinsatz gegen ihre Verteiler und 'Rote Fahne'-Verkäufer am Vortag und kündigt sogleich für den Nachmittag einen weiteren 'Rote Fahne'-Verkauf an. Eingegangen wird auf die politischen Entlassungen bei KWU und jetzt auch bei NCR, wo ein Genosse rausflog.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.29,Berlin 24.2.1972

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09.03.1972:
Bei Schwartzkopff Berlin wird, laut der dortigen Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB, überall im Betrieb ein Flugblatt der Einheitsfront Schwartzkopff verteilt.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.32,Berlin 10.3.1972

10.03.1972:
In der Nr.32 ihres 'Schwartzkopff Hammer' (vgl. 24.2.1972, 18.4.1972) berichtet die Betriebsgruppe Schwartzkopff der Berliner KPD/ML-ZB über das am Vortag verteilte Flugblatt der 'Einheitsfront Schwartzkopff' (hinter der u.a. sie selbst steckt,d.Vf.) und befaßt sich auf den 2 Seiten auch mit der Jugendvertretung. Zwischen dem 24.2.1972 und heute erschienen vermutlich auch die Nummern 30 und 31, die uns bisher nicht vorlagen.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.32,Berlin 10.3.1972

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18.04.1972:
In Berlin gibt die KPD/ML-ZB ein 'Extrablatt der KPD/ML' (vgl. 26.2.1972,19.6.1972) heraus, in dem zum Besuch der noch am selben Tage stattfindenden Veranstaltung der KPD/ML-ZB und des KJVD 'Betriebsratswahlen und der 1.Mai!' aufgerufen wird. Verteilt wird dieses Extrablatt u.a. im IGM-Bereich bei Schwartzkopff.
Q: KPD/ML-ZB:Extrablatt der Betriebsgruppen der KPD/ML,Berlin o.J. (18.4.1972)

18.04.1972:
In der Nr.35 ihres 'Schwartzkopff Hammers' (vgl. 10.3.1972) berichtet die Berliner Betriebsgruppe Schwartzkopff der KPD/ML-ZB auf den 8 Seiten DIN A 4 u.a. über die Situation der Lehrlinge in der Berufsschule, die Jugendvertretung und über die KPD/ML-ZB Betriebsgruppe und die GOG bei Opel Bochum in NRW.

Zwischen dem 10.3.1972 und heute erschienen vermutlich auch noch die Nummern 33 und 34, die uns ebenso wie vermutlich erschiene weitere Nummern dieser Zeitung bisher nicht vorlagen.

In einem beigehefteten 'Extrablatt der KPD/ML' wird zum Besuch der noch am selben Tage stattfindenden Veranstaltung der KPD/ML-ZB und des KJVD
'Betriebsratswahlen und der 1.Mai!' aufgerufen.
Q: Der Schwartzkopff Hammer Nr.32,Berlin 18.4.1972

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24.07.1972:
Es erscheint die Nr.15 der 'Roten Fahne' der KPD/ML-ZB (vgl. 10.7.1972, 7.8.1972). Eine Betriebsgruppe bestehe u.a. bei Schwartzkopff Berlin.
Q: Rote Fahne Nr.15,Bochum 24.7.1972

02.09.1972:
Es erscheint die Nr.18 der 'Roten Fahne' der KPD/ML-ZB (vgl. 21.8.1972, 18.9.1972). Eine Betriebsgruppe bestehe u.a. bei Schwartzkopff Berlin.
Q: Rote Fahne Nr.18,Bochum 2.9.1972

11.04.1973:
Der KJV der KPD gibt frühestens heute seine 'Kämpfende Jugend' (KJ) Nr.5 heraus. Aus Berlin wird u.a. eingegangen auf Schwartzkopff.
Q: Kämpfende Jugend Nr.5,Dortmund Apr. 1973

Der Beitrag wurde am 12.3.2008 erstellt; letzte Änderungen am 8.8.2009.

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