Berlin:
'Kommunistische Arbeiterpresse' - Betriebszeitung der Werkszelle Siemens Wernerwerk Gebäude 1 der KPD (1973/1974)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 2.5.2017


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Es können hier bisher nur zwei Ausgaben der 'Kommunistischen Arbeiterpresse' der Werkszelle Siemens Wernerwerk Gebäude 1 der KPD, die aus der 'Kommunistischen Arbeiterpresse' der Zellen Siemens hervorging, vorgestellt werden. Wir bitten um Ergänzungen.

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

07.08.1973:
Die Berliner Werkszelle Siemens Wernerwerk Gebäude 1 der KPD gibt ihre 'Kommunistische Arbeiterpresse' (KAP) Nr. 5 (vgl. 16.9.1974) heraus mit dem Leitartikel "UB Datentechnik: Neue Angriffe. Den Kampf gegen die kapitalistische Rationalisierung verstärken!". Ein Kasten schildert "Das Rationalisierungsschutzabkommen", ein zweiter Kasten enthält "Zahlen aus dem Geschäftsbereich Datentechnik".

Weitere Artikel sind:
- "Salamitaktik: 'Gesundschrumpfen', politische Disziplinierungen und Entlassungen" u.a. zur Kündigung eines Vertrauensmannes im D-Bereich;
- "LVS soll aufgelöst werden" zur Lebensmittelversorgung Siemens b zw. zu Picknick-Schulze und WABEG;
- "Korrespondenz: Neue Lohnzahlung" über die geplante bargeldlose Lohnzahlung, die es bei SEL schon gibt;
- "Betriebsingenieur Grätz: Pläneschmieder der kapitalistischen Rationalisierung";
- "Schafft Rote Hilfe!" zur RH;
- "Korrespondenz eines alten Genossen (aus Kommunistische Presse 7, Strassenzelle Stephanstrasse)" über die Rote Hilfe in der Weimarer Republik;
- "Freiheit für Uli Kranzusch!" zur Solidaritätswoche vom 12. bis 19.8.1973;
- "Solidarität mit Ulla!" über das Ausschlußverfahren (UVB) gegen die Siemens-Jugendvertreterin Ulla Boeck;
- "X. Weltjugendfestspiele. Das 'Gespenst des Kommunismus' geht auch hier um";
- "Wichtiger Erfolg im Kampf gegen den Tarifverrat" zu Streiks für Teuerungszulagen (TZL), mit einem Bild aus Witten, wo 40 Pfg. mehr und 3 bezahlte Streiktage erreicht worden seien.
Quelle: Kommunistische Arbeiterpresse Siemens Wernerwerk Gebäude 1 Nr. 5, Berlin 7.8.1973

16.09.1974:
Die Berliner Werkszelle Siemens Wernerwerk Gebäude 1 der KPD gibt ihre 'Kommunistische Arbeiterpresse' (KAP) Nr. 16 (vgl. 7.8.1973) heraus mit dem Leitartikel "Kumpanei der Bonzen und Bosse: Gewerkschaftsausschlüsse und politische Entlassungen" über die vorletzte Ausgabe der 'Metall' der IGM, in der 37 Namen von Ausgeschlossenen veröffentlicht wurden, darunter von Siemens die Jugendvertreterin der ZGA Ulla Boeck, der Jugendvertreter im Nachrichtentechnikbereich und Genosse Klaus Schmidt, Inge Schaake von der KPD/ML aus dem Kabelwerk und Lothar Giesel aus dem Schaltwerk.

Weitere Artikel sind:
- "Superprofit oder…?" zu einer Anzeige von Siemens bzw. der Siemens-Profitrate; sowie
- "Klimaanlagen für Maschinen - nicht für Menschen!" zu den Großraumbüros im 4. Flur im Gebäude 15.

Beigeheftet ist ein Flugblatt der Ortsgruppe Moabit der Roten Hilfe e.V., welches den Titel "Gegen politische Entlassungen und Gewerkschaftsausschlüsse Solidarität mit den entlassenen Homberg-Arbeitern!" trägt und vom normalen RHe.V. Verantwortlichen H. Schmidt unterzeichnet ist. Berichtet wird darin, daß bereits 7 000 DM für die entlassenen Textilarbeiter gesammelt wurden, obwohl die Kampagne noch nicht abgeschlossen ist (vgl. 17.9.1974).
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Siemens Wernerwerk Gebäude 1 Nr. 16, Berlin 16.9.1974; RHeV-OG Moabit: Gegen politische Entlassungen und Gewerkschaftsausschlüsse Solidarität mit den entlassenen Homberg-Arbeitern!, Berlin o.J. (1974)

Letzte Änderung: 02.05.2017