Berlin - Spartacus - Initiativausschuß für eine Kommunistische Jugendorganisation (IAfeKJO):
Thesen zur Strategie der Arbeiterbewegung im Neokapitalismus, dritte Auflage, 12. Sept. 1969

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 29.11.2017


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In der hier vorgestellten Broschüre stellte die bisherige Berliner Gruppe Spartacus - Initiativausschuß für eine Kommunistische Jugendorganisation (IAfeKJO) ihre politischen Grundlagen nunmehr in einer dritten Überarbeitung vor und wandte sich damit auch an die westdeutsche Linke.

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

12.09.1969:
In Berlin gibt Spartacus - Initiativausschuß für eine Kommunistische Jugendorganisation (IAfeKJO) die Broschüre "Thesen zur Strategie der Arbeiterbewegung im Neokapitalismus" heraus, die sich gliedert in die Abschnitte:
- "I. Allgemeine politökonomische Charakterisierung des Neokapitalismus";
- "II. Die Arbeiterbewegung im Neokapitalismus";
- "III. Die strategische Hauptaufgabe in der gegenwärtigen Epoche des Klassenkampfes";
- "IV. 'Das Prozeßartige, das Dialektische des Klassenbewußtseins wird also in der Theorie der Partei zur bewußt gehandhabten Dialektik' (Lukács);
- "V. Arbeiterkontrolle als Übergangsforderung"; sowie
- "VI. Der Aufbau einer revolutionären Jugendorganisation", wozu es u.a. heißt: "Im Neokapitalismus wird die ArbeiterJUGEND schneller aktiv und radikalisiert sich leichter als die Arbeiterklasse in ihrer Gesamtheit." Die Jugendlichen "rebellieren am ehesten gegen ihre Manipulation und bekommen als erste die Repressionsgewalt zu spüren." Sie sind diejenigen, "die noch am wenigsten dem System der Bewußtseinssteuerung erlegen sind, die das Realitätsprinzip der bürgerlichen Gesellschaft noch nicht so weit verinnerlicht haben und die eigenen Bedürfnisse noch nicht so weit verdrängt haben, um die reale Unterdrückung nicht mehr als solche erfahren zu können, die deshalb noch zur Auflehnung im Stande sind".
"Die Arbeiterjugend ist in weit schärferer Weise als die bürgerliche Jugend autoritären Verhältnissen unterworfen. Dennoch entspricht eine Politisierung auf antiautoritärer Grundlage nicht ihrem Klasseninteresse. … Während die kleinbürgerliche Jugendrevolte nur ideologisch über die antiautoritäre Stufe hinausgelangt, kann die Arbeiterjugend durch die 'einfache' Einsicht in ihre Klassenlage einen qualitativen Sprung realisieren, … . … Die Arbeiterjugend ist den ökonomischen Vorstössen des Kapitals wesentlich ungeschützter ausgesetzt als die gesamte Klasse. … Die relative Kampfbereitschaft der Arbeiterjugend bietet jedoch den Ansatzpunkt für einen revolutionären Kampf um Teilforderungen, deren Ziel die Aufhebung der besonderen Unterprivilegierung" ist. "Die proletarischen JUGENDLICHEN werden … die ersten sein, die sich um das revolutionäre Banner des Marxismus scharen. Die proletarische Jugend ist das Milieu, aus dem sich die ersten Kader der Partei rekrutieren und heranbilden werden. … Es ist deshalb unsere Aufgabe, die Teile der Arbeiterjugend und die ideologisch am weitesten fortgeschrittenen Elemente der radikalen Jugendbewegung … kadermäßig zu organisieren".
Quelle: Spartacus-IAfeKJO: Thesen zur Strategie der Arbeiterbewegung im Neokapitalismus, 3.Aufl., Berlin 12.9.1969

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Letzte Änderung: 29.11.2017