Berlin: Rote Hilfe:
'Um die Reihen zu schließen - organisiert die solidarische Kritik an der sektiererischen Linie der RAF! Erklärung von Horst Mahler' (1974)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 11.9.2016


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1974 erschien von der "Roten Hilfe" in West-Berlin die Broschüre: "Um die Reihen zu schließen - organisiert die solidarische Kritik an der sektiererischen Linie der RAF! Erklärung von Horst Mahler". Einleitend teilte der Landesvorstand der RH mit, dass Horst Mahler vor seinem Prozess Mitglied der "Roten Hilfe" geworden sei. In seiner Erklärung setze es sich mit dem Konzept der RAF auseinander und komme zu dem Ergebnis, dass die RAF gescheitert sei, weil sie eine von den Volksmassen losgelöste Politik gemacht habe. Die Aufgabe der RH sollte nun sein, "in der öffentlichen Auseinandersetzung mit den Genossen der RAF … klarzumachen, von wem die Gewalt in diesem System ausgeht".

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

September 1974:
Vermutlich im September erscheint von der "Rote Hilfe" in Westberlin die Broschüre: "Um die Reihen zu schließen - organisiert die solidarische Kritik an der sektiererischen Linie der RAF! Erklärung von Horst Mahler".

Einleitend erklärt der Landesvorstand der "Roten Hilfe", dass Horst Mahler eine Woche vor Beginn des Prozesses gegen ihn, Hans Jürgen Bäcker und Ulrike Meinhof, Mitglied der Roten Hilfe" geworden sei. Mit seiner "Erklärung setze er sich mit dem Konzept der Stadtguerilla und der Politik der RAF auseinander und kommt zu dem Ergebnis, dass die RAF gescheitert ist, weil sie eine von den Volksmassen losgelöste Politik gemacht hat". Die RH halte es für richtig, "diese Kritik öffentlich zu führen und mit den Genossen der RAF über die richtige revolutionäre Linie zu diskutieren". "Diese Form der öffentlichen Kritik und Auseinandersetzung ist umso wichtiger, da der Staatsapparat und die Klassenjustiz mit dem zur Zeit laufenden Prozessen versuchen werden, revolutionäre Gewalt als kriminell zu diffamieren."

Die Aufgabe der RH werde es sein, "in der öffentlichen Auseinandersetzung mit den Genossen der RAF … klarzumachen, von wem die Gewalt in diesem System ausgeht und herauszuarbeiten, dass nur der Kampf der Arbeiterklasse siegreich sein kann. In dieser Form geübt, wird die Solidarität mit den Genossen der RAF eine scharfe Waffe in unserer Hand gegen die Bourgeoisie und ihre Klassenjustiz".

Parolen sind: "Freispruch für Hans Jürgen Bäcker, Horst Mahler und Ulrike Meinhof!", "Schluss mit den Bürgerkriegsmanövern der Polizei im Prozess!", Freiheit für alle politischen Gefangenen!", "Solidarität hilft siegen!".

Artikel er Broschüre sind:
- "Um die Reihen zu schließen - organisiert die solidarische Kritik an der sektiererischen Linie der der RAF!"
- "Erklärung von Dieter Kunzelmann: Die Kritik/Selbstkritik unseres Genossen Horst Mahler ist ein großer Sieg der proletarischen Linie im ideologischen Kampf gegen 'Links'Opportunismus und Putschismus und stärkt die Solidaritätsfront mit allen politischen Gefangenen!"
- "Erklärung des ZV der Roten Hilfe zu den RAF-Prozessen"
Q: Rote Hilfe: Um die Reihen zu schließen - organisiert die solidarische Kritik an der sektiererischen Linie der RAF! Erklärung von Horst Mahler, West-Berlin, (September) 1974.

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Letzte Änderung: 12.09.2017