Rote Presse-Korrespondenz, 4. Jg., Nr. 154, 11.2.1972

11.02.1972:
Die Nr. 154 der „RPK” erscheint. Inhalt der Ausgabe ist:
- Erklärung der Provisorisch revolutionären Regierung der Republik Südvietnam zur friedlichen Regelung des Vietnam Problems
- Verhindert die Fahrpreiserhöhungen bei der BVG!
- Wie können die Studenten den Kampf gegen die BVG-Tariferhöhungen unterstützen?
- Bericht aus dem Sozialistischen Studium der Bauingenieure. Rote Zelle am Fachbereich 7, TU Westberlin

Zu den „Fahrpreiserhöhungen bei der BVG“ heißt es: „Am 1. März sollen die Fahrpreise bei der BVG drastisch erhöht werden. Die KPD führt gegen diese Form der Preistreiberei die Kampagne ‚Verhindert die Fahrpreiserhöhung bei der BVG!‘. Im Oktober 1971 wurden auf Arbeiterrunden der Stadtteilkomitees der KPD Kampfkomitees gegen die Fahrpreiserhöhungen bei der BVG gegründet, die den Kampf gegen die Fahrpreiserhöhungen in den Stadtteilen organisieren. Die Kampfkomitees haben bisher über 15. 000 Unterschriften gesammelt, Flugblätter verteilt und in den U-Bahnzügen agitiert. Sie werden zum 1. März den Zahlungsboykott organisieren und weitere Kampfschritte planen.

Der KSV unterstützt diese Kampagne der KPD. Er veranstaltete am Freitag, dem 4.2. 72, ein Teach-In, auf dem die politische Linie des Kampfes gegen die Fahrpreiserhöhungen dargelegt und die geplanten Kampfschritte vorgestellt wurden. In einem Redebeitrag wurde gezeigt, wie alle fortschrittlichen Studenten diesen Kampf unterstützen können, alle Studenten, die dazu beireit sind, wurden aufgefordert, sich in den auf Initiative des KSV gegründeten Studentenaktivs zu organisieren. In ihnen arbeiten Mitglieder des KSV mit. Mitglied eines Studentenaktivs kann jeder werden, der die im ‚Aufruf der Studentenaktivs gegen die Fahrpreiserhöhungen bei der BVG‘ (vgl. Dem Volke Dienen, Nr. 5) dargestellten Forderungen unter: und sich aktiv für die Verhinderung der Fahrpreiserhöhungen die Mehrheitsbeschlüsse im Aktiv einsetzt. Diese Studentenaktivs sollen die Arbeit der Kampfkomitees unterstützen. Sie geben fortschrittlichen Studenten die Möglichkeit, den Abwehrkampf des Proletariats in einem konkreten unter der einheitlichen Führung der Kommunisten praktisch nach Kräften zu unterstützen.

Mit den Studentenaktivs ist ein organisatorischer Hebel geschaffen, fortschrittlichen Student zu zeigen, dass nur unter der Führung der KPD an den Hochschulen eine kommunistische Bündnispolitik verwirklicht werden kann, dass die Arbeiterklasse in allem die Führung innehabe muss. In den folgenden Redebeiträgen vom Teach-In des KSV zeig Redner der KPD und des KSV auf, was die Ursachen für die Fahrpreiserhöhungen bei der BVG sind, wie im Kampf gegen die Fahrpreiserhöhungen der Kampf gegen die Preistreiberei zu verbinden ist mit dem Kampf um höhere Löhne und wie die Studenten sich in die proletarische Kampffront gegen Lohnraub und Preistreiberei einreihen können.“

Losungen und Forderungen sind: „Den Kampf gegen die Preistreiberei mit dem Kampf für höhere Löhne verbinden!“; „Für Bezahlung der Fahrtzeit als Arbeitszeit“; Gegen Lohnraub durch Fahrpreiserhöhungen - Kampf den sozialdemokratischen Handlangern der Kapitalistenklasse im Senat“; Statt Erhöhung der Haushaltstarife - Erhöhung der Industrietarife“; „Für den Ausbau des U- Bahn - und Busnetzes in den Wohnvierteln der werktätigen Bevölkerung“; „Keine Fahrpreiserhöhungen bei der BVG“; „Weg mit den Tariferhöhungen bei BEWAG und GASAG!“

Reklame wird in der Ausgabe gemacht für:
- Kommunistische Schüler-Presse (Zeitung der Oberschülerkommission bei der ZK des KSV)
- Broschüren der RZ Physik; RZ Jura, KSV Zelle Ökonomie - Philosophie, Medizin, Nat. wiss. PH der RUB Bochum und PH Dortmund: „Erkämpft das Sozialistische Studium.“

Aufgerufen wird dazu, Geld für Vietnam zu spenden.
Q: Rote Presse-Korrespondenz, Nr. 154, West-Berlin, 11.2.1972.

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