Freudenberg Weinheim

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 7.12.2016


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Aus dem Weinheimer Stammwerk des Freudenberg-Konzerns, dem in den 1970ern größten Betrieb des Organisationsbereiches der Gewerkschaft Leder, können hier nur wenige Dokumente und Hinweise vorgestellt werden. Wir bitten um Ergänzungen.

Die DKP hat schon früh eine Vertretung in Weinheim (vgl. 13.4.1969, 3.7.1969), die auch bei Freudenberg arbeitet und dort die Betriebszeitung 'Tribüne' herausgibt (vgl. Feb. 1970, Apr. 1970).

Vermutlich aus dem Republikanischen Club (RC) heraus hat sich der KJVD Weinheim der KPD/ML-ZB entwickelt, der dann auch bei Freudenberg aktiv ist, dort neben der 'Tribüne' der DKP die zweite uns bekannte Betriebszeitung, den 'Roten Freudenberger' herausgibt (vgl. Mai 1971) und offenbar trotz Behinderung in die Jugendvertretung einzieht (vgl. 1.6.1971, 3.6.1971), wobei u.a. eine doch zumindest angeblich recht zahlreich besuchte Demonstration hilft (vgl. 4.6.1971). Der KJVD wirbt bei Freudenberg weiterhin für sich (vgl. 9.6.1971) und berichtet auch überregional von Freudenberg Weinheim (vgl. 15.10.1971, 15.11.1971) ebenso wie die KPD/ML-ZB (vgl. 1.12.1971).

Der Betriebsrat Gölz beantragt offenbar bei Gericht das Verbot des KJVD (vgl. Feb. 1972, 16.2.1972), was aber noch nicht gleich umgesetzt wird, denn sowohl die Partei (vgl. 20.3.1972, Apr. 1972) als auch ihr Jugendverband (vgl. Apr. 1972) bleiben bei Freudenberg aktiv, auch wenn nun angesichts der Opposition gegen die Ostverträge auch noch nun die DKP als gewalttätiger Gegner auftritt (vgl. 28.4.1972). Die DKP hat bei Freudenberg auch eine SDAJ zur Seite (vgl. Mai 1972), die ebenfalls eine Betriebszeitung, 'Hallo Stift' herausgibt.

Später wird der, in Weinheim vermutlich aus dem KJVD hervorgegangene, Kommunistische Arbeiterjugendbund (KAJB) der Kommunistischen Gruppe (Neues Rotes Forum) bei Freudenberg tätig (vgl. März 1973), und auch die KG (NRF) selbst hat nun bei Freudenberg ein Betriebskollektiv, das die von uns separiert dokumentierte Betriebszeitung 'Kommentar' herausgibt und darin auch auf Spanisch agitiert (vgl. 13.3.1973).

Anläßlich der Verhandlungen über den Haustarif 1973 kommt es offenbar zum Streik (vgl. 16.3.1973, 21.3.1973), bald darauf gibt es auch eine Teuerungszulage (TZL - vgl. 12.6.1973).

Das Betriebskollektiv Freudenberg des KBW, der aus der KG (NRF) hervorging, protestiert gegen die Jugendvertreterentlassung bei Freudenberg (vgl. 17.7.1973), von der auch die KPD berichtet (vgl. 14.9.1973, 15.10.1973), die allerdings vor Ort vermutlich kaum präsent war, auch wenn sie später von den massiven Entlassungen bei Freudenberg berichtet (vgl. 5.2.1975), ebenso wie der KBW (vgl. 13.2.1975), der aber schon vorher die verschiedenen kleineren Entlassungsmaßnahmen und Reduzierungen anprangerte (vgl. 20.11.1973, 22.11.1973, 14.5.1974) und auch in die Haustarifverhandlungen 1974 eingriff (vgl. 10.4.1974, 16.4.1974), ebenso wie auch in spätere (vgl. 29.4.1976, 2.3.1977, 3.3.1977, 10.3.1977, 12.5.1977, 8.5.1978, 22.5.1978), aber auch in die Jugendvertreterwahlen (vgl. 10.6.1976) sich um das Betriebsgesundheitswesen (vgl. 21.4.1977, 6.6.1977) und die Betriebskrankenkasse (BKK - vgl. 22.8.1977, 19.9.1977) kümmert und versucht, die Belegschaft gegen den Imperialismus zu mobilisieren (vgl. 3.10.1977, 5.12.1977, 3.4.1978).

Vertreten war bei Freudenberg vermutlich auch die KPD/ML (vgl. 9.2.1974), aber ohne dass von ihr Hinweise erschlossen werden könnten. Bei Freudenberg kandidiert dann aber 1981 die Liste Frischer Wind zum Betriebsrat, die der RGO der sich jetzt KPD nennenden ehemaligen KPD/ML nahe steht und gewinnt ein sattes Drittel der Stimmen (vgl. März 1981, Apr. 1981).

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

Februar 1970:
Bei Freudenberg Weinheim erscheint die Nr. 8 der 'Tribüne' (vgl. Apr. 1970) der DKP.
Quelle: Tribüne Nr. 8, Weinheim Feb. 1970

April 1970:
Bei Freudenberg Weinheim erscheint die Nr. 9 der 'Tribüne' (vgl. Feb. 1970, Feb. 1971) der DKP.
Q: Tribüne Nr. 9, Weinheim Apr. 1970

Februar 1971:
Bei Freudenberg Weinheim erscheint die Nr. 14 der 'Tribüne' (vgl. Apr. 1970) der DKP.
Q: Tribüne Nr. 14, Weinheim Feb. 1971

Mai 1971:
Bei Freudenberg Weinheim gibt der KJVD der KPD/ML-ZB eine Ausgabe seines 'Roten Freudenbergers' (vgl. 1.6.1971) heraus, in der er sich u.a. mit der Wahl der Jugendvertretung (JVW - vgl. 3.6.1971) befaßt.
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 47, Bochum 19.6.1971, S. 7

01.06.1971:
Bei Freudenberg Weinheim verteilt der KJVD der KPD/ML-ZB ein Flugblatt, vermutlich unter dem Kopf des 'Roten Freudenbergers' (vgl. Mai 1971, 4.6.1971) zur Wahl der Jugendvertretung (JVW - vgl. 3.6.1971), worüber berichtet wird:"
Die bisherige Jugendvertretung bei Freudenberg mit dem SPD-Bonzen Knapp an der Spitze war bei den Lehrlingen und Jungarbeitern ziemlich unbekannt, für die Interessen der Arbeiterjugend hat sie sich nie eingesetzt. Erst wenige Wochen vor den JV-Wahlen (JVW, d.Vf.) hat sich Knapp vorgestellt und die Kollegen über die Wahlen informiert. Der KJVD griff in der Mai-Nr. der Betriebszeitung 'Der Rote Freudenberger' und in einem Flugblatt, das am 1.6. verteilt wurde (die JV-Wahlen waren für den 7.6. angesetzt) den Verrat der alten Jugendvertretung, besonders des Pöstchenjägers Knapp, auf. Die Genossen schrieben: 'Die alte Jugendvertretung mit Knapp als Oberboss scherte sich einen Dreck drum, ob wir das Berichtsheft im Betrieb schreiben können oder ob die einst vom Ausbilder Hohenadel versprochenen 15 DM vielleicht noch einmal rausgerückt werden. - Was Knapp davon hält, kämpferische Aktionen der Arbeiterjugend durchzuführen, hat er bereits offen gesagt: 'Dann krieg ich Krach mit dem Betriebsrat und kann überhaupt nichts mehr erreichen.'

Allerdings hat er mit unserem reaktionären Betriebsrat überhaupt noch nichts erreicht.'

Schon dieses Flugblatt wurde im Betrieb heftig diskutiert; die Kollegen wollten es erst nicht so richtig glauben, daß Knapp wirklich solch ein Verräter ist."
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 47, Bochum 19.6.1971, S. 7; Der Kampf der Arbeiterjugend Nr. 7, Bochum Juli 1971, S. 3

03.06.1971:
Von Freudenberg Weinheim (GLeder-Bereich) berichtet der KJVD der KPD/ML-ZB über die Jugendvertretungswahlen (JVW - vgl. 1.6.1971, 4.6.1971):"
Auf der Wahlversammlung am 3.6. passierte dann folgendes: ein Kollege, der sich bisher immer konsequent für die Interessen der Arbeiterjugend eingesetzt hatte, sollte von Knapp unter fadenscheinigen Argumenten, wie der Kollege sei zu spät gekommen und außerdem brauche man fünf Unterschriften, nicht auf die Liste gelassen werden.

Das mit dem Zu-spät-kommen konnte ihm klar widerlegt werden und zu den Unterschriften erklärten die anderen Kandidaten, sie hätten auch keine gebraucht. In einer spontanen Unterschriftensammlung kamen über 70 Unterschriften für den Kollegen zusammen. Die versammelten Jungarbeiter und Lehrlinge und die Kandidaten beschlossen dann, die Wahl nur mit dem Kollegen durchzuführen und am nächsten Morgen geschlossen zum Betriebsrat zu ziehen, um durchzusetzen, daß der Kollege doch noch auf die Liste gesetzt wurde (Knapp hatte erklärt, daß der Betriebsrat dafür zuständig sei)."
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 47, Bochum 19.6.1971, S. 7f; Der Kampf der Arbeiterjugend Nr. 7, Bochum Juli 1971, S. 3

04.06.1971:
Die KPD/ML-ZB berichtet von den Jugendvertretungswahlen (JVW - vgl. 3.6.1971) bei Freudenberg Weinheim (GLeder-Bereich):"
DEMONSTRATION FÜR EINE PROLETARISCHE JUGENDVERTRETUNG IN WEINHEIM

Der Kampf des KJVD gegen die verräterischen sozialdemokratischen Gewerkschaftsführer hat in Weinheim einen ersten großen Erfolg erzielt:

300 Jungarbeiter und Lehrlinge kämpften hier gegen den Verrat der sozialdemokratischen Führer für eine proletarische Jugendvertretung.

Die Genossen berichten uns:
'…
Der KJVD verteilte dazu am nächsten Morgen Flugblätter (vermutlich unter dem Kopf des 'Roten Freudenbergers' (vgl. 1.6.1971); daraufhin erschienen ca. 300 Lehrlinge und Jungarbeiter vor dem Betriebsratsbüro. Jetzt bekam zum ersten Mal der Gewerkschaftssekretär Zutritt zum Betrieb; er versuchte, aus der Demonstration eine Gewerkschaftsveranstaltung zu machen und schlug vor, die Wahlen um 6 Wochen zu verschieben und dann eine Wahlversammlung nur mit den gewerkschaftlich Organisierten zu veranstalten. Der Kollege, den die Jungarbeiter und Lehrlinge als Kandidaten aufstellen wollten, erklärte den spalterischen Charakter einer solchen Wahlveranstaltung und der Gewerkschaftssekretär mußte den Vorschlag zurücknehmen. Die Wahl findet nun in 6 Wochen statt, die Wahlvorbereitungen sollen von vorne beginnen (Wahlliste, Wahlversammlung).

Die Demonstration der Jungarbeiter und Lehrlinge bei Freudenberg zeigt den wachsenden politischen Einfluß des KJVD auf die Arbeiterjugend und ist ein weiterer Beweis für die Richtigkeit unserer Politik."
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 47, Bochum 19.6.1971, S. 7f; Der Kampf der Arbeiterjugend Nr. 7, Bochum Juli 1971

09.06.1971:
In Weinheim veranstaltet die Jugendbetriebsgruppe des KJVD der KPD/ML-ZB vor Freudenberg, nach eigenen Angaben, einen 'Roten Rummel' und fordert zum Eintritt in den KJVD auf.
Q: Der Kampf der Arbeiterjugend Nr. 7, Bochum Juli 1971, S. 3

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15.10.1971:
In der Nr. 6 seines 'Jungen Bolschewik' (vgl. Sept. 1971, 15.11.1971) behandelt der KJVD der KPD/ML-ZB Weinheim, welches vermutlich wie Mannheim zu seinem LV Hessen gehört, dabei wird berichtet von Freudenberg (Bereich der GLeder).
Q: Der junge Bolschewik Nr. 6, Bochum 15.10.1971, S. 12

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15.11.1971:
Der KJVD der KPD/ML-ZB bringt die Nr. 7 seines 'Jungen Bolschewik' (vgl. 15.10.1971, 3.4.1972) heraus und berichtet u.a. von der Jugendvertretung (JV) bei Freudenberg Weinheim (Bereich der GLeder).
Q: Der junge Bolschewik Nr. 7, Bochum 15.11.1971, S. 30

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01.12.1971:
Die KPD/ML-ZB gibt ihren 'KND' Nr. 92 (vgl. 27.11.1971, 4.12.1971) heraus. Eingegangen wird auch auf Freudenberg Weinheim.
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 92, Bochum 1.12.1971

Februar 1972:
Laut KPD/ML-ZB erstattet der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates von Freudenberg (Leder-Betrieb in Weinheim), N. Gölz, vermutlich im Februar Anzeige gegen den verantwortlichen Genossen für die Zeitung der Betriebsgruppen der KPD/ML-ZB und des KJVD, den 'Roten Freudenberger'. Nach Ansicht des SPD-Funktionärs Gölz habe der Genosse Hochverrat begangen, zum Verfassungsbruch aufgefordert, ist Mitglied einer kriminellen Organisation, hat die SPD-Regierung in den Schmutz gezogen und verdiente Arbeiterfunktionäre, nämlich Gölz, beleidigt. Deshalb müsse nach Ansicht von Gölz die KPD/ML wegen krimineller Tätigkeit verboten werden.
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 13, Bochum 16.2.1972

16.02.1972:
Die Nr. 13 des 'KND' der KPD/ML-ZB (vgl. 12.2.1972, 19.2.1972) erscheint unter der Titelüberschrift: "Kampf dem KPD-Verbot! SPD Betriebsrat will KPD/ML verbieten!" Danach will der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates von Freudenberg (Leder- und Chemiebetrieb in Weinheim in Baden-Württemberg), N. Gölz (SPD), die KPD/ML-ZB verbieten lassen und hat Anzeige gegen den verantwortlichen Genossen für die Zeitung der Betriebsgruppe der KPD/ML und des KJVD, den 'Roten Freudenberger' gestellt (vgl. Feb. 1972).
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 13, Bochum 16.2.1972

20.03.1972:
In der Nr. 6 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 6.3.1972, 3.4.1972) berichtet die KPD/ML-ZB über Freudenberg Weinheim (Bereich der GLeder).
Q: Rote Fahne Nr. 6, Bochum 20.3.1972, S. 3

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April 1972:
In der Nr. 3 seines 'Der Kampf der Arbeiterjugend' (vgl. März 1972, 24.4.1972) berichtet der KJVD der KPD/ML-ZB u.a. über die Betriebszeitungen der KPD/ML-ZB und des KJVD in Baden-Württemberg, u.a. bei Freudenberg Weinheim ('Roter Freudenberger' - Bereich der GLeder).
Q: Der Kampf der Arbeiterjugend Nr. 3, Bochum Apr. 1972, S. 4

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April 1972:
Die KPD/ML-ZB gibt ein Extrablatt ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 20.3.1972, 3.4.1972) mit dem Titel "Heraus zum Roten 1. Mai! Für Sozialismus und Frieden! Gegen Notstand, Aufrüstung und Revanchepolitik!" heraus. Berichtet wird aus Baden-Württemberg auch von Freudenberg Weinheim (GLeder- Bereich).
Q: Rote Fahne Extrablatt, Bochum Apr. 1972, S. 3

28.04.1972:
Laut KPD/ML-ZB verteilen Genossen der Organisation vor der Firma Freudenberg in Weinheim (Bereich der GLeder) die Erklärung der KPD/ML-ZB "Nieder mit dem Bonner Kuhhandel". Dabei kommt es zu Rempeleien mit der DKP.
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 36, Bochum 17.5.1972

Mai 1972:
Bei Freudenberg Weinheim gibt die SDAJ der DKP eine Ausgabe des 2. Jahrganges ihrer Betriebszeitung 'Hallo Stift' heraus.
Q: Hallo Stift, Weinheim Mai 1972

März 1973:
Vermutlich erst im März gibt der KAJB (NRF) Mannheim/Heidelberg die auf Feb./März datierte Nr. 4 seiner 'Kommunistischen Jugendzeitung' (vgl. 15.1.1973, Mai 1973) heraus und berichtet u.a. von Freudenberg Weinheim.
Q: Kommunistische Jugendzeitung Nr. 4, Mannheim Feb. / März 1973 , S. 15

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13.03.1973:
In Weinheim gibt das Betriebskollektiv Freudenberg der KG (NRF) einen 'Kommentar für die Kollegen von C. F. / W.' (vgl. 16.3.1973) heraus mit dem Leitartikel "Haustarif: Sache aller Kollegen, nicht nur einiger Funktionäre", der auch auf Spanisch erscheint.

Weitere Artikel sind:
- "Leserbrief eines Kollegen";
- "Kampf gegen Fahrpreiserhöhungen" in Mannheim;
- "Für ein Jugendzentrum in Selbstverwaltung" zum Aktionskreis in Weinheim; sowie
- "Druckkollegen für Markforderungen" zu den linearen Forderungen in der Drucktarifrunde (DTR).
Q: Kommentar für die Kollegen von C. F. / W. Haustarif: Sache aller Kollegen, nicht nur einiger Funktionäre, Weinheim 13.3.1973

16.03.1973:
In Weinheim gibt das Betriebskollektiv Freudenberg der KG (NRF) einen 'Kommentar für die Kollegen von C. F. / W.' (vgl. 13.3.1973, 12.6.1973) heraus unter der Schlagzeile "9, 5 %-Abschluß? Streik im Viledon" zu den Haustarifverhandlungen.
Q: Kommentar für die Kollegen von C. F. / W. 9, 5 %-Abschluß? Streik im Viledon, Weinheim 16.3.1973

21.03.1973:
Die KG(NRF) Mannheim/Heidelberg gibt ein Extra ihrer 'Arbeiter-Zeitung' (vgl. 8.3.1973, 23.3.1973) heraus mit dem Leitartikel "Kampf dem Lohnabbau. Für sofortige Lohnerhöhung!" zu den wilden Streiks für Teuerungszulagen (TZL), wozu es auch heißt:"
Bei Freudenberg in Weinheim streikten letzte Woche spontan die Kollegen einer Abteilung, als sie hörten, der Haustarif solle bei nur 9,5 % abgeschlossen werden.".
Q: Arbeiter-Zeitung Extra Kampf dem Lohnabbau. Für sofortige Lohnerhöhung!, Mannheim 21.3.1973, S. 1

04.06.1973:
Vermutlich in dieser Woche bringt die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg ihre 'Arbeiter-Zeitung' (vgl. 7.5.1973) heraus und berichtet von Freudenberg in Weinheim.
Q: Arbeiter-Zeitung Nr. 6, Mannheim / Heidelberg Juni 1973, S. 9

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12.06.1973:
In Weinheim gibt das Betriebskollektiv Freudenberg der KG (NRF) einen 'Kommentar für die Kollegen von C. F. / W.' (vgl. 16.3.1973, 30.6.1973) heraus mit dem Artikel "Sind 2, 8 % genug? Interview mit einem C. F. Kollegen" zur Teuerungszulage (TZL), der auch auf Spanisch erscheint.

Geworben wird für die Buchhandlung Rupp-Grunow in Weinheim und für die Juni-Ausgabe der 'Arbeiter-Zeitung', die morgen vor dem Betrieb verkauft werde.

Beigelegt ist das Flugblatt "Streik bei John Deere - Entlassungen zurückgenommen!", in dem auch von Harvester Heidelberg berichtet wird.
Q: Kommentar für die Kollegen von C. F. / W. Sind 2, 8 % genug? Interview mit einem C. F. Kollegen, Weinheim 12.6.1973; N. N.: Streik bei John Deere - Entlassungen zurückgenommen!, O. O. (Mannheim) O. J. (1973)

30.06.1973:
In Weinheim gibt das Betriebskollektiv Freudenberg des KBW bzw. angeblich des Bundes Westdeutscher Kommunisten einen 'Kommentar für die Kollegen von C. F. / W.' (vgl. 12.6.1973, 17.7.1973) heraus unter der Schlagzeile "Diskutieren wir UNSERE Probleme auf den Betriebsversammlungen! Weg mit Stabilitätsgeschwätz und Schönrednerei!".
Q: Kommentar für die Kollegen von C. F. / W. Diskutieren wir UNSERE Probleme auf den Betriebsversammlungen! Weg mit Stabilitätsgeschwätz und Schönrednerei!, Weinheim 30.6.1973

17.07.1973:
In Weinheim gibt das Betriebskollektiv Freudenberg des KBW einen 'Kommentar für die Kollegen von C. F. / W.' (vgl. 30.6.1973, 20.11.1973) heraus mit dem Leitartikel "'Betriebsansprachen' zeigen: Freudenberg kann den Hals nicht voll genug kriegen!", der auch auf Spanisch erscheint.

Weitere Artikel sind:
- "Jugendvertreter fristlos entlassen" zur Demonstration in Mannheim am 11.7.1973;
- "Solidarität mit den politischen Gefangenen in Spanien!" zur gemeinsamen Veranstaltung des Betriebskollektivs und der Comites Espanoles de Solidaridad y Lucha am 7.6.1973, zu der über 80 Menschen kamen; sowie
- "Kriegen die Kollegen in den Mannheimer Betrieben mehr Geld oder nicht?" mit einem Vergleich der Löhne bei Freudenberg und Boehringer Mannheim.

Eingeladen wird zur Filmveranstaltung "Probleme der Akkordarbeit" am 19.7.1973 im Bierkeller.
Q: Kommentar für die Kollegen von C. F. / W. 'Betriebsansprachen' zeigen: Freudenberg kann den Hals nicht voll genug kriegen!, Weinheim 17.7.1973

14.09.1973:
Auf Initiative des Düsseldorfer Initiativausschusses "Arbeiterjugend gegen politische Entlassungen und Gewerkschaftsausschlüsse" treffen sich, nach eigenen Angaben, über 60 Arbeiterjugendliche.
Das von ihnen gegründete Komitee gibt vermutlich noch diesen Monat eine Broschüre unter dem eigenen Namen als Titel heraus, für die Karin Lehmann in Remscheid verantwortlich zeichnet.

Darin wird berichtet von Jugendvertreterentlassungen bzw. Nichtübernahmen von Freudenberg Weinheim.
Q: NKAJgpEuGa: Arbeiterjugend gegen politische Entlassungen und Gewerkschaftsausschlüsse, Remscheid 1973

15.10.1973:
Die Gewerkschaftsabteilung des ZK der KPD gibt vermutlich in dieser Woche ihre 'Revolutionäre Gewerkschaftsopposition' Nr. 8 (vgl. 10.9.1973, Feb. 1974) heraus. Über Jugendvertreterentlassungen wird u.a. berichtet von Freudenberg Weinheim.
Q: Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 8, Dortmund Okt. 1973

20.11.1973:
In Weinheim gibt das Betriebskollektiv Freudenberg des KBW einen 'Kommentar für die Kollegen von C. F. / W.' (vgl. 17.7.1973, 22.11.1973) heraus mit dem Leitartikel "Groß-Rohrheim: C. F.-Werk zu!" zur Stillegung der Freudenberg-Tochter Schuhfabrik Hofmann.

Weitere Artikel sind:
- "Sonntagsfahrverbot" zur Ölkrise;
- "Griechenland: Kampf gegen faschistisches Militärregime";
- "Postgewerkschafter drohen mit Aktionen" aus den 'Weinheimer Nachrichten'; sowie
- je ein Artikel auf Spanisch und Türkisch.

Berichtet wird:"
Die BASF zahlt ein Weihnachtsgeld in der Höhe von 160 % des Bruttolohns. Ein Arbeiter, der monatlich 1 000 DM verdient, erhält also 1 600 DM Weihnachtsgeld."
Q: Kommentar für die Kollegen von C. F. / W. Groß-Rohrheim: C. F.-Werk zu!, Weinheim 20.11.1973

22.11.1973:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 7.11.1973, 5.12.1973) Nr. 7 heraus. Die Aufbauzelle Freudenberg berichtet in "Entlassungen bei Freudenberg. Umverlegungen und starke Einschränkungen in den Nebenbetrieben".
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 7, Mannheim 22.11.1973, S. 4

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22.11.1973:
In Weinheim gibt das Betriebskollektiv Freudenberg des KBW einen 'Kommentar für die Kollegen von C. F. / W.' (vgl. 20.11.1973, 18.12.1973) heraus unter der Schlagzeile "Betriebsversammlungen laufen - Der Betriebsrat muss Rechenschaft ablegen!". Gekürzt erscheint der Text auch auf Spanisch.

Eingeladen wird zur KBW-Veranstaltung "Der Kampf der arabischen Völker ist gerecht!" um 19 Uhr und aufgerufen zur Griechenland-Demonstration am 24.11.1973 in Mannheim.
Q: Kommentar für die Kollegen von C. F. / W. Betriebsversammlungen laufen - Der Betriebsrat muss Rechenschaft ablegen!, Weinheim 22.11.1973

18.12.1973:
In Weinheim gibt das Betriebskollektiv Freudenberg des KBW einen 'Kommentar für die Kollegen von C. F. / W.' (vgl. 22.11.1973, 10.4.1974) in einer Auflage von 3 800 Stück heraus mit dem Leitartikel "Kriselt es weiter bei C. F.?".

Weitere Artikel sind:
- "Die Krise erfaßt das ganze System" zur Demonstration der Textilarbeiter in Bonn bzw. zur Ölkrise;
- "Frieren für C. F.?" zur Ölkrise;
- "Streikwelle in Spanien"; sowie
- "Zur Jugendversammlung" vom 5.12.1973.
Q: Kommentar für die Kollegen von C. F. / W. Kriselt es weiter bei C. F.?, Weinheim 18.12.1973

09.02.1974:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' Nr. 6 (vgl. 2.2.1974, 16.2.1974) heraus. U.a. wird berichtet von Freudenberg Weinheim, wo die DKP ihre 'Tribüne' herausgibt.
Q: Roter Morgen Nr. 6, Dortmund 9.2.1974, S. 3

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10.04.1974:
Die Aufbauzelle Freudenberg der Ortsaufbaugruppe Weinheim des KBW gibt einen 'Kommentar für die Kollegen von C. F. / W.' (vgl. 18.12.1973, 16.4.1974) in einer Auflage von 3 200 Stück heraus mit dem Leitartikel "Betriebsversammlungen sofort! Abstimmung über Lohnabschluß auf die Tagesordnung!", der auch auf Spanisch erscheint.

Weitere Artikel sind:
- "Im Mai: Jugendvertreterwahlen" zu den JVW;
- "Neue Werksambulanz", wobei auch auf die Betriebskrankenkasse (BKK) eingegangen wird;
- "Verhandlungen über Urlaub usw.";
- "Ist ein Arbeitskampf möglich bei C. F.?";
- "Die Forderungen der Strebel-Kollegen" aus der 'KVZ';
- "Höhere Agrarpreise - mehr Profit für Monopole - den kleinen Bauern bleibt nichts!" aus der 'KVZ'; sowie
- "Betriebsrat abwählen?".
Q: Kommentar für die Kollegen von C. F. / W. Betriebsversammlungen sofort! Abstimmung über Lohnabschluß auf die Tagesordnung!, Weinheim 10.4.1974

16.04.1974:
Die Aufbauzelle Freudenberg der Ortsaufbaugruppe Weinheim des KBW gibt einen 'Kommentar für die Kollegen von C. F. / W.' (vgl. 10.4.1974, 14.5.1974) heraus unter der Schlagzeile "Auf allen Betriebsversammlungen - Abstimmungen über den Lohnabschluss!". Der Text erscheint auch auf Spanisch und Türkisch. Angekündigt wird der Verkauf der 'KVZ' und von 1. Mai-Plaketten.
Q: Kommentar für die Kollegen von C. F. / W. Auf allen Betriebsversammlungen - Abstimmungen über den Lohnabschluss!, Weinheim 16.4.1974

14.05.1974:
Die Aufbauzelle Freudenberg der Ortsaufbaugruppe Weinheim des KBW gibt einen 'Kommentar für die Kollegen von C. F. / W.' (vgl. 16.4.1974) in einer Auflage von 3 200 Stück heraus mit dem Leitartikel "Gegen Stillegung in Schönau, gegen Entlassungen in Weinheim!".

Weitere Artikel sind:
- "Kommunisten, Wer sind sie und was wollen sie?" zur vorletzten 'Tribüne', der Betriebszeitung der DKP, die sich mit dem KBW befasste;
- "'Echo' ohne Hall…" zum 'Leder-Echo' vom Mai 1974;
- "Brandt macht Platz für einen härteren Kurs gegen das Volk" zu dessen Rücktritt;
- "Zur OB-Wahl in Weinheim";
- "Zu den letzten Betriebsversammlungen"; sowie
- "Altersabschläge?".
Q: Kommentar für die Kollegen von C. F. / W. Gegen Stillegung in Schönau, gegen Entlassungen in Weinheim!, Weinheim 14.5.1974

05.02.1975:
Die KPD gibt die Nr. 5 ihrer 'Roten Fahne' (RF - vgl. 29.1.1975, 12.2.1975) heraus. Bei Freudenberg Weinheim (Bereich der GLeder - über 10 000 Besch.) sollen in der Abteilung Simrit 650 Personen (u.a. auch Jugendliche) entlassen werden.
Q: Rote Fahne Nr. 5, Dortmund 5.2.1975, S. 5

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13.02.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 6 (vgl. 6.2.1975, 20.2.1975) heraus. U.a. wird berichtet aus Weinheim aus dem GLeder-Bereich seitens der Aufbauzelle Freudenberg der OAG Weinheim.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 6, Mannheim 13.2.1975, S. 6

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01.04.1976:
Die Ortsgruppe Weinheim des KBW gibt ihre 'Weinheimer Arbeiterzeitung' Nr. 13 (vgl. 15.4.1976) heraus mit dem Artikel "CDU-Scheuer und der Gang zur Fabrik" zu dessen Besuch bei Freudenberg.
Q: Weinheimer Arbeiterzeitung Nr. 13, Weinheim 1.4.1976, S. 4f

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29.04.1976:
Die Ortsgruppe Weinheim des KBW gibt ihre 'Weinheimer Arbeiterzeitung' Nr. 17 (vgl. 28.4.1976, 5.5.1976) heraus mit dem Leitartikel "Lohnkürzung bei CF" zur Haustarifrunde bei Freudenberg.
Q: Weinheimer Arbeiterzeitung Nr. 17, Weinheim 29.4.1976, S. 1

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03.06.1976:
Die Ortsgruppe Weinheim des KBW gibt ihre 'Weinheimer Arbeiterzeitung' Nr. 22 (vgl. 29.5.1976, 4.6.1976) heraus. Angekündigt werden die eigenen Agitationszentren, u.a. vor Freudenberg.
Q: Weinheimer Arbeiterzeitung Nr. 22, Weinheim 3.6.1976, S. 7

10.06.1976:
Die Ortsgruppe Weinheim des KBW gibt ihre 'Weinheimer Arbeiterzeitung' Nr. 23 (vgl. 3.6.1976, 22.7.1976) heraus mit den Artikeln "Für den Bau der CF-Kläranlage war es höchste Zeit!" zu Freudenberg und "Aus dem 'Kommentar', Betriebszeitung des KBW für die CF-Kollegen: Bericht von der Vorstellung der Kandidaten zur Jugendvertreterwahl bei CF: So können die besten Interessenvertreter der Jugendlichen nicht ermittelt werden!".
Q: Weinheimer Arbeiterzeitung Nr. 23, Weinheim 10.6.1976, S. 1ff

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02.12.1976:
Der KBW Bezirk Rhein-Neckar I gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ) Nr. 48 (vgl. 25.11.1976, 9.12.1976) die 'Bezirksbeilage Rhein-Neckar I' der KVZ heraus mit dem Artikel "Freudenberg Weinheim: Vertrauensleutekörper fordert volles 13. Monatsgehalt!" zum Weihnachtsgeld, aus der CF-Zelle.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Rhein-Neckar I Nr. 48, Mannheim 2.12.1976, S. 2

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20.01.1977:
Der KBW Bezirk Rhein-Neckar I gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ) Nr. 3 (vgl. 6.1.1977, 27.1.1977) die 'Bezirksbeilage Rhein-Neckar I' der KVZ heraus mit dem Artikel "Freudenberg Weinheim" zu den 60 Unterschriften gegen den § 218, die bisher unter den Arbeitern gesammelt wurden.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Rhein-Neckar I Nr. 3, Mannheim 20.1.1977, S. 2

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02.03.1977:
Der Bezirksverband Unterer Neckar des KBW gibt die Ausgabe "Der Prozent-Vorschlag von Hauenschild soll uns spalten. Wir müssen uns zusammenschliessen für die Kampfforderung von 170 Mark" der Flugblattserie "KBW Flugblatt für die Arbeiter und Angestellten in der Chemieindustrie" (vgl. 12.1.1977, 10.3.1977) zur Chemietarifrunde (CTR) heraus mit dem Artikel "Freudenberg Weinheim. Kampf gegen die mörderische Profitproduktion".
Q: KBW Flugblatt für die Arbeiter und Angestellten in der Chemieindustrie Der Prozent-Vorschlag von Hauenschild soll uns spalten. Wir müssen uns zusammenschliessen für die Kampfforderung von 170 Mark, Mannheim 2.3.1977, S. 1

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03.03.1977:
Der Bezirk Unterer Neckar des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 9 eine Bezirksbeilage heraus mit dem Artikel "Carl Freudenberg, Weinheim: Kampf gegen die mörderische Profitproduktion".
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Unterer Neckar Nr. 9, Mannheim 3.3.1977, S. 2

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10.03.1977:
Der Bezirksverband Unterer Neckar des KBW gibt die Ausgabe "Vertrauensleutekonferenz der IG-Chemie am Montag, 17.00 Uhr, DGB-Haus: Wir brauchen eine Forderung, für die wir den Kampf führen können! Einen einheitlichen Beschluss für 170 Mark Festgeld durchsetzen!" der Flugblattserie "KBW für die Belegschaften der Chemieindustrie" (vgl. 2.3.1977), zur Chemietarifrunde (CTR) heraus. Berichtet wird:"
Der Vertrauensleutekörper der chemischen Fabrik Weyl hat die Tarifforderung 170 DM mehr und die Vorbereitung des Streiks beschlossen. 114 Kollegen hatten das in einer Unterschriftensammlung gefordert. Von 99 Arbeitern aus der Produktion treten 98 für Festgeld ein. Bei der Hutchinson in Mannheim haben bis Mittwoch abend innerhalb von drei Tagen 109 Arbeiter 1 DM mehr pro Stunde, Abschaffung der Lohngruppe 1 und eine Betriebsversammlung gefordert. Bei Freudenberg Weinheim hat die Mehrheit der Arbeiter im Werk Helia und Werk Simrit (insgesamt ca. 140) 170 Mark als Forderung aufgestellt."
Q: KBW für die Belegschaften der Chemieindustrie Vertrauensleutekonferenz der IG-Chemie am Montag, 17.00 Uhr, DGB-Haus: Wir brauchen eine Forderung, für die wir den Kampf führen können! Einen einheitlichen Beschluss für 170 Mark Festgeld durchsetzen!, Mannheim 10.3.1977

31.03.1977:
Der Bezirk Unterer Neckar des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 13 eine Bezirksbeilage heraus mit dem Artikel "Fa. Freudenberg, Weinheim / Interview mit spanischen Arbeitern. 'Einheit der Arbeiter - dann sind wir unschlagbar!'".
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Unterer Neckar Nr. 13, Mannheim 31.3.1977, S. 4

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21.04.1977:
Der Bezirk Unterer Neckar des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 16 eine Bezirksbeilage heraus mit dem Artikel "Carl-Freudenberg Weinheim. Trinken die Arbeiter im Helia-Werk was Heisses, gibt's einen starken Hautausschlag" von der Carl-Freudenberg-Zelle.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Unterer Neckar Nr. 16, Mannheim 21.4.1977, S. 2

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12.05.1977:
Der Bezirk Unterer Neckar des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 19 eine Bezirksbeilage heraus mit dem Artikel "Die Freudenberg-Kapitalisten manövrieren, um die Lohnbewegung niederzuhalten. Durch Streik können sie geschlagen werden" zu den Haustarifverhandlungen der GLeder, von der Freudenberg-Zelle.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Unterer Neckar Nr. 19, Mannheim 12.5.1977, S. 2

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06.06.1977:
Der Bezirk Unterer Neckar des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 23 eine Bezirksbeilage heraus mit dem Artikel "Atteste gibts nicht mehr" zum Heliawerk bei Freudenberg Weinheim.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Unterer Neckar Nr. 23, Mannheim 6.6.1977, S. 2

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11.07.1977:
Der Bezirk Unterer Neckar des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 28 eine Bezirksbeilage heraus mit dem Artikel "Freudenberg: Aufbau einer einheitlichen Front von deutschen und ausländischen Arbeitern" von der Zelle Freudenberg.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Unterer Neckar Nr. 28, Mannheim 11.7.1977, S. 2

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18.07.1977:
Der Bezirk Unterer Neckar des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 29 eine Bezirksbeilage heraus mit dem Artikel "'Betriebsansprachen' der Freudenbergkapitalisten".
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Unterer Neckar Nr. 29, Mannheim 18.7.1977, S. 2

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22.08.1977:
Der Bezirk Unterer Neckar des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 34 eine Bezirksbeilage heraus. Berichtet wird auch von der BKK:"
3,5 Millionen Plus

Weinheim. Die Betriebskrankenkasse Freudenberg hat durch Einschränkung von Leistungen ein Plus von 3,5 Millionen DM gemacht."
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Unterer Neckar Nr. 34, Mannheim 21.8.1977, S. 2

19.09.1977:
Der Bezirk Unterer Neckar des KBW erstellt eine Bezirksbeilage zur 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 38 mit dem Artikel "Vollständige Übernahme der Kosten der Betriebskrankenkasse durch die Freudenberg Kapitalisten!" zur BKK.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Unterer Neckar Nr. 38, Mannheim 18.9.1977, S. 2

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03.10.1977:
Der Bezirk Unterer Neckar des KBW erstellt eine Bezirksbeilage zur 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 40 mit dem Artikel "Die imperialistischen Interessen des C. Freudenberg Konzerns. Die Arbeiter unterstützen den Befreiungskampf", 7 von ihnen kamen mit zur Azania-Veranstaltung.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Unterer Neckar Nr. 40, Mannheim 2.10.1977, S. 1

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17.10.1977:
Der Bezirk Unterer Neckar des KBW erstellt eine Bezirksbeilage zur 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 42 mit einem Bildbericht zur Agitation bei Freudenberg.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Unterer Neckar Nr. 42, Mannheim 17.10.1977, S. 1

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24.10.1977:
Der Bezirk Unterer Neckar des KBW erstellt eine Bezirksbeilage zur 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 43 mit dem Artikel "In der Vorbereitung der Vertrauensleutewahlen schließen sich Arbeiter auf Forderungen ihrer Klasse zusammen" zu den VLW der GLeder bei Freudenberg, von der Freudenberg-Zelle.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Unterer Neckar Nr. 43, Mannheim 23.10.1977, S. 2

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05.12.1977:
Der Bezirk Unterer Neckar des KBW erstellt eine Bezirksbeilage zur 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 49 mit dem Artikel "'Wir dürfen keine Abstriche von unseren Forderungen machen'" von der Zelle Freudenberg. Berichtet wird aus Weinheim:"
5 große Säcke Kleider zur Unterstützung des Kampfes des Volkes von Zimbabwe

Die Freudenbergzelle des KBW hat in dem Weinheimer Stadtteil, wo sie die Kommunistische Volkszeitung verkauft, eine Kleidersammlung zur Unterstützung des bewaffneten Befreiungskampfes des Volkes von Zimbabwe durchgeführt. Dort in der Adenauerstraße wohnen auch zahlreiche Freudenberger. Auf Flugblättern erläuterten wir die Ziele des Befreiungskampfes. 5 große Säcke Kleider wurden gespendet. Zahlreiche Bewohner bedauerten, nichts geben zu können, da sie nichts mehr hätten, den Zweck der Sammlung würden sie unterstützen."
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Unterer Neckar Nr. 49, Mannheim 4.12.1977, S. 1f

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06.02.1978:
Der Bezirk Unterer Neckar des KBW erstellt einen Bezirksteil zur 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 6 mit dem Artikel "Weinheimer Stadtrat: 'Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit steigern' - das stößt auf Widerstand", wobei auch auf Freudenberg eingegangen wird, von der Zelle Weinheim-Innenstadt.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksteil Unterer Neckar Nr. 6, Mannheim 6.2.1978, S. 19

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13.02.1978:
Der Bezirk Unterer Neckar des KBW erstellt einen Bezirksteil zur 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 7 mit dem Leitartikel "Steinachtalstraße: Erschließung für den Profit" wovon auch das Freudenberg-Werk in Schönau betroffen ist, aus der Zelle Handschuhsheim. Berichtet wird dabei auch aus Dossenheim.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksteil Unterer Neckar Nr. 7, Mannheim 13.2.1978, S. 17f

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27.03.1978:
Der Bezirk Unterer Neckar des KBW erstellt einen Bezirksteil zur 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 13 mit dem Artikel "Lehrlingsausbildung bei Freudenberg Weinheim. 'Beseelt von der Liebe zum Menschen'" aus der Zelle Freudenberg.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksteil Unterer Neckar Nr. 13, Mannheim 27.3.1978, S. 20

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03.04.1978:
Der Bezirk Unterer Neckar des KBW erstellt einen Bezirksteil zur 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 14. Die "Bedingungslose Herausgabe der beschlagnahmten Gelder der ZANU! Sofortige Anerkennung der Patriotischen Front durch die Bundesregierung!" fordern auch 12 Besucher des Spanischen Zentrums Weinheim, 10 Arbeiter von Freudenberg Weinheim sowie 11 Mitglieder der Bürgerinitiative Hagander-Park.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksteil Unterer Neckar Nr. 14, Mannheim 3.4.1978, S. 18

08.05.1978:
Der Bezirk Unterer Neckar des KBW erstellt einen Bezirksteil zur 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 19 mit dem Artikel "Freudenberg-Arbeiter fordern wenigstens 115 DM, Streichung der Lohngruppen 1 bis 4" zu den Haustarifverhandlungen.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksteil Unterer Neckar Nr. 19, Mannheim 8.5.1978, S. 17

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22.05.1978:
Der Bezirk Unterer Neckar des KBW erstellt einen Bezirksteil zur 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 21 mit dem Artikel "5%-Abschluß bei Carl Freudenberg Weinheim. Die Streikaktionen haben die Belegschaft gestärkt" zu den Haustarifverhandlungen, von der Zelle Freudenberg.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksteil Unterer Neckar Nr. 21, Mannheim 22.5.1978, S. 17

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19.06.1978:
Der Bezirk Unterer Neckar des KBW erstellt einen Bezirksteil zur 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 25 mit dem Artikel "Die Unterstützung des Kampfes der spanischen Arbeiter gegen den Abriß des Wohnheimes wächst" zu Freudenberg Weinheim.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksteil Unterer Neckar Nr. 25, Mannheim 19.6.1978, S. 17

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März 1981:
Laut RGO der KPD tritt in Weinheim bei Freudenberg (Lederindustriebetrieb mit ca. 10 000 Beschäftigten), die oppositionelle Gruppe Aktive Gewerkschafter zu den Betriebsratswahlen (BRW) 1981 an. Die Persönlichkeitswahl wurde abgeblockt, da nach den Richtlinien "nur Betriebsräte und Vertrauensleuten mit mindestens dreijähriger Amtszeit für die Gewerkschaftsliste zugelassen werden". Daraufhin wird eine neue Liste aufgestellt, die sich 'Frischer Wind' nennt.

Der KB berichtet vermutlich aus dem März:"
Neun Kandidaten, alle Mitglieder der Gewerkschaft Leder, kandidieren auf einer stark an der RGO orientierten oppositionellen Liste (Frischer Wind) im Großbetrieb der Lederindustrie Freudenberg in Weinheim."
Q: Arbeiterkampf Nr. 198, Hamburg 30.3.1981, S. 20; RGO: Nachrichten Nr. 4, Kassel Apr. 1981, S. 5

RGO_RGO_Nachrichten_1981_04_05


April 1981:
Laut RGO der KPD werden bei den Betriebsratswahlen (BRW) bei Freudenberg Weinheim (GLeder-Bereich), vermutlich im April, sieben Mitglieder der Liste Frischer Wind gewählt. Laut KB erhält die Liste 34,6%.
Q: Arbeiterkampf Nr. 204, Hamburg 22.6.1981, S. 19; RGO: Nachrichten Nr. 5, Kassel Mai 1981, S. 5

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Letzte Änderung: 01.01.2017