Gymnasium Wiesloch

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin


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Das heute Ottheinrich genannte Gymnasium Wiesloch stellt für die bundesdeutsche linksradikale Schülerbewegung der frühen 1970er Jahre eine der wichtigsten Schulen dar, von der in zahlreichen Publikationen berichtet wurde.

Erschlossen werden kann die Geschichte der oppositionellen Schülerbewegung hier derzeit allerdings erst ab 1972.

Über die Schüler gelangt, nach den vorliegenden Dokumenten, die Heidelberger NRF-Linie (Neues Rotes Forum) erstmals nach Wiesloch (vgl. Jan. 1972), es ist allerdings anzunehmen, dass lange vorher Verbindungen bestanden, z. B. über Wieslocher Studierende an den Heidelberger Hochschulen oder auch die Lehrlingsbewegung. Die nun mit der Oberschülerkommission der KHG (NRF) Heidelberg zusammen arbeitende Unabhängige Sozialistischen Schülergruppe (USSG) Wiesloch, trägt noch einen Namen aus alten antiautoritären Zeiten der Schülerbewegung, scheint aber keineswegs konkurrenzlos tätig zu sein, wobei die zweite Schülergruppe, damals unter dem Namen Rote Zelle Wiesloch auftretend (vgl. 28.6.1972), gleich mit ihrer ersten, hier dokumentierten, Aktion in langwierige Prozesse verwickelt wird, wurde doch die Bombardierung des Hauptquartiers der US Army in Heidelberg am 24.5.1972 begrüßt.

Die NRF-Linie äußert sich zurückhaltender zu den Bombenanschlägen der Roten Armee Fraktion (RAF), rühmt sich dafür des Anschlusses der USSG Wiesloch (vgl. 14.7.1972).

Ähnlich verhält sich die KPD/ML-ZK, nur dass bei ihr die Rote Zelle Wiesloch die auserwählte Gruppe ist (vgl. 25.9.1972), das ist sicher nicht verwerflich, aber recht erstaunlich. Normalerweise tauchen nämlich Schülergruppen in den Spalten des 'Roten Morgens' höchstens in den Spendenlisten auf, die Wieslocher allerdings werden in zahlreichen Artikeln erwähnt, vermutlich einerseits zunächst wegen ihrer Größe und andererseits später wegen der langwierigen gerichtlichen Auseinandersetzungen, in die sie aufgrund des Flugblatts zu den Bombenanschlägen verwickelt wurden (vgl. 13.2.1973, 27.2.1973).

In der nächsten Runde gründet die NRF-Linie ihre Kommunistische Schülergruppe (NRF), in die auch einige Mitglieder der aber weiter bestehenden USSG eintreten (vgl. 1.10.1972), während sich bei der KPD/ML-ZK die Rote Zelle Wiesloch in die Rote Garde (RG) Wiesloch verwandelt (vgl. 6.11.1972, 4.12.1972, 3.3.1972).

Auch die KPD ist aber bereits auf Wiesloch aufmerksam geworden (vgl. 9.11.1972), die USSG hat sich nämlich dem KOV der KPD zugeordnet (vgl. 13.2.1973, Apr. 1973, 1.5.1973).

Bei der KSG (NRF) bildet Wiesloch die zweite im Namen nach Heidelberg auftauchende Stadt, der viele weitere folgen werden (vgl. 11.12.1972, 10.2.1973), wobei in der Region insgesamt recht hohe Verkaufszahlen des 'Schulkampfes' realisiert werden, allerdings wurde der 'Schulkampf' auch bundesweit über die linken Buchläden vertrieben, was vermutlich an die 500 Exemplare ausgemacht hat (vgl. 17.3.1973). Natürlich ist die KSG (NRF) Wiesloch auch im Initiativkomitee Aktion Jugendzentrum in Selbstverwaltung (vgl. 17.3.1973) und im Vietnamkomitee Wiesloch/Walldorf vertreten, wobei dessen Kundgebung scheinbar auf dem Schulgelände und nicht etwa vor den Toren durchgeführt wurde (vgl. 12.1.1973).

So ist das Gymnasium Wiesloch damals also mit drei konkurrierenden Kaderlinien gesegnet, wobei die KSG (NRF) auch noch eine Basisgruppe Gymnasium Wiesloch als Sympathisantenorganisation hat (vgl. 9.3.1973), die aber alle drei gemeinsam gegen die Repression vorgehen (vgl. 13.2.1973). Von Solidaritätsbekundungen oder -aktionen außerhalb der Wieslocher Schülerbewegung, etwa bei der Schnellpresse oder BBC-SMW Walldorf, wird nichts berichtet. Evtl. hat es diese auch nicht gegeben.

Es kommt zur Verhaftung eines Schülers aus dem Unterricht heraus (vgl. 16.3.1973, 23.3.1973, 24.3.1973, Apr. 1973, 15.4.1973) und natürlich auch zum Protest dagegen, wobei sich nun auch der KAJB (NRF) beteiligt.

Das Gymnasium Wiesloch wird dadurch nun bundesweit bekannt, da nicht nur zentral wie durch die KPD/ML-ZK (vgl. 12.5.1973, 28.7.1973), sondern auch örtlich bzw. in Schülerzeitungen, wie etwa in Bremen, Frankfurt und Hamburg (vgl. 2.5.1973) berichtet wurde.

Gegen das Landeshochschulgesetz Baden-Württemberg (LHG) wird auch am Gymnasium Wiesloch gestreikt (vgl. 10.5.1973), wobei sich auch die USSG Wiesloch an der Aktionseinheit beteiligt (vgl. 31.5.1973). Anläßlich der Fahrpreiserhöhungen der HSB wird bekannt, dass auch eine Aktion Sozialliberaler Schüler (ASLS) am Gymnasium Wiesloch aktiv ist (vgl.

Die KSG (NRF) Wiesloch, das NRF fällt nun weg, da der KBW gegründet wurde, hat zwar scheinbar keine eigene Fußballmannschaft, dafür aber gibt ihre Basisgruppe nun offenbar am Gymnasium Wiesloch die Schülerzeitung 'Gerbers Unruh' heraus (vgl. 31.7.1973).

Der KOV der KPD (vgl. Sept. 1973) und die KSG des KBW vgl. Okt. 1973) versichern sich bei der Diskussion ihrer politischen Grundsätze gegenseitig der jeweiligen Wichtigkeit ihrer Wieslocher Ortsgruppen, der KOV wird bald im Rahmen seiner landesweiten Aufbauarbeit (vgl. 27.10.1973) auch offiziell in Wiesloch tätig (vgl. 27.10.1973, Dez. 1973).

Auch die KSG des KBW ordnet sich diesem nun offiziell zu und bildet eine Ortsgruppe Wiesloch der KSG (vgl. 10.11.1973, 18.11.1973).

Es kommt zu einem Folgeprozess (vgl. 5.12.1973) und zu einem weiteren Streik wegen der Behinderung des SV-Wahlkampfes am Gymnasium Wiesloch (vgl. 7.12.1973, 19.12.1973). Aktiv ist dort auch die Aktion Demokratische Mitte (ADM) für die christlichen Parteigänger (vgl. 15.12.1973), so dass Ende 1973 wohl insgesamt mindestens fünf konkurrierende Schülergruppen am Gymnasium Wiesloch tätig sind.

Es kommt zu Schulverweisen (vgl. Jan. 1974, 6.2.1974, 15.2.1974), wobei der KOV sich zwar in regionaler Solidaritätsarbeit in Calw (vgl. Jan. 1974), Freiburg (vgl. Jan. 1974), Gaggenau (vgl. Jan. 1974), Heidelberg (vgl. Jan. 1974 - ) und Karlsruhe (vgl. Jan. 1974) versucht, die regionale Demonstration in Wiesloch bleibt aber von bescheidener Größe (vgl. 2.2.1974). Ähnlich wird auch aus Freiburg berichtet (vgl. 13.3.1974). Immerhin im ideologischen Kampf aber scheint der KOV Wiesloch erfolgreich zu sein (vgl. Mai 1974). Von einer weiteren Demonstration (vgl. 16.2.1974) kann hier noch nichts Näheres erschlossen werden.

Es kommt zu weiteren Repressionen aufgrund der Chilesolidarität (vgl. 2.10.1974), aber auch der Prozess wegen der Erklärung zu den Bombenanschlägen der RAF noch nicht abgeschlossen (vgl. 8.1.1975, 29.4.1976).

Während sowohl die KPD/ML-ZK als auch der KOV der KPD und die Anhänger des KBW immer wieder von den Auseinandersetzungen in Wiesloch berichten, geschieht dies nach unser freilich unvollständigen Quellenauswertung überhaupt nicht seitens der Münchner bzw. südbayrischen Roten Schülerfront (RSF) und auch die in Baden-Württemberg stark vertretenen MLSG erwähnen das Gymnasium Wiesloch lediglich einmal anlässlich der Repression gegen eine zuvor in Karlsruhe zur Schule gehende Gymnasiastin (vgl. Juni 1974).

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

Januar 1972:
Ungefähr im Januar 1972 beginnt, laut der Unabhängigen Sozialistischen Schülergruppe (USSG) Wiesloch, deren Unterstützung durch die Oberschülerkommission der KHG (NRF) Heidelberg (vgl. 14.7.1972).
Quelle: Schulkampf Nr. 3, Heidelberg Juli 1972

28.06.1972:
Die Rote Zelle Wiesloch, laut KPD/ML-ZK eine lokale, mit ihr selbst sympathisierende Schülerorganisation, verteilt ein Flugblatt mit der Erklärung der "KPD/ML" zu den jüngsten Bombenanschlägen, was zu diversen Verfolgungen Anlaß bietet (vgl. 13.2.1973). Laut der Unabhängigen Sozialistischen Schülergruppe (USSG) Wiesloch verteilt eine zweite Schülergruppe ein Flugblatt mit der Erklärung der KPD/ML-ZB.
Q: Roter Morgen Nr. 16,Hamburg 14.8.1972, S. 10; Schulkampf Nr. 3, Heidelberg Juli 1972

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14.07.1972:
Frühestens heute erscheint im Raum Heidelberg die auf Juli datierte Nr. 3 des 'Schulkampf' (vgl. 12.5.1972, Sept. 1972), die herausgegeben wird von der Oberschülerkommission (OSK) der KHG (NRF) in Zusammenarbeit mit dem AUSS Heidelberg und der Unabhängigen Sozialistischen Schülergruppe (USSG) Wiesloch.
Enthalten ist eine Erklärung der USSG, die bekanntgibt, daß sie nach ungefähr einem halben Jahr Unterstützung durch die OSK nun der 'Schulkampf'-Redaktion beigetreten sei. Allerdings handelt es sich hierbei um eine recht kurze Affäre, da die nächste Nummer bereits wieder ohne USSG erscheint.
In Wiesloch gibt es aber noch eine zweite Schülergruppe, die der KPD/ML-ZB nahesteht und eine "Anzeige beim Ersten Staatsanwalt" erhielt.
Q: Schulkampf Nr. 3, Heidelberg Juli 1972, S. 1 und 10

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25.09.1972:
Der 'Rote Morgen' Nr. 19 (vgl. 11.9.1972, 9.10.1972) berichtet u.a. die Rote Zelle Wiesloch habe die Aufnahme in RG beantragt.
Q: Roter Morgen Nr. 19, Hamburg 25.9.1972, S. 9

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01.10.1972:
In Heidelberg wird, laut KHG (NRF), aus dem bisherigen Aktionszentrum Unabhängiger Sozialistischer Schüler (AUSS) heraus, ohne Mitgliederverluste die Kommunistische Schülergruppe (NRF) gegründet. Diese gibt nun, in Ablösung der Oberschülerkommission der KHG (NRF), weiter den 'Schulkampf' (vgl. Sept. 1972, März 1973) heraus. Es wird eine Leitung der KSG (NRF) gewählt. Vertreten in der KSG (NRF) sind auch Genossen aus Wiesloch.
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Nr. 19, Heidelberg/Mannheim 25.10.1972; Schulkampf Nr. 9, Heidelberg o.J. (März 1973)

06.11.1972:
Die KPD/ML-ZK gibt den 'Roten Morgen' Nr. 22 (vgl. 23.10.1972, 20.11.1972) heraus. Spenden kommen u.a. von der Roten Garde (RG) Wiesloch.
Q: Roter Morgen Nr. 22, Hamburg 6.11.1972

09.11.1972:
Spätestens heute gibt der KOV einen auf Nov. datierten Sonderdruck seines 'Schulkampfs' (vgl. Nov. 1972, Dez. 1972) heraus, der zu Aktionen gegen politische Disziplinierung morgen in Berlin und übermorgen in Düsseldorf aufruft.
Beispiele von Repressionen kommen u.a. aus Wiesloch:"
Hier wurden 2 Schüler einer Schülergruppe, die ein Flugblatt zur Verfolgung der Baader/Meinhof-Gruppe verteilt hatten, in dem sie die Terrormaßnahmen der SPD-Regierung angeprangert hatten, von der Staatsanwaltschaft angeklagt und müssen in Kürze vor Gericht erscheinen."
Q: Schulkampf Sdr.druck, Berlin Nov. 1972, S. 2

04.12.1972:
Die KPD/ML-ZK gibt den 'Roten Morgen' (RM) Nr. 24 (vgl. 20.11.1972, 18.12.1972) heraus. Die ehemalige Rote Zelle Wiesloch ist nun in die Rote Garde (RG) eingetreten.
Q: Roter Morgen Nr. 24, Berlin 4.12.1972, S. 9

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11.12.1972:
Frühestens heute gibt der KAJB (NRF) Mannheim/Heidelberg die Nr. 2 seiner 'Kommunistischen Jugendzeitung' (vgl. Nov. 1972, 15.1.1973) heraus, die u.a. die Grußadresse der KSG (NRF) Heidelberg/Wiesloch zur Gründung des KAJB dokumentiert.
Q: Kommunistische Jugendzeitung Nr. 2, Mannheim Dez. 1972, S. 5

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12.01.1973:
Im Gymnasium Wiesloch führt das Vietnamkomitee Wiesloch/Walldorf, laut KAJB (NRF), eine Kundgebung zur Mobilisierung für die Demonstration in Bonn am 14.1.1973 durch.
Q: Kommunistische Jugendzeitung Nr. 3, Mannheim Jan. 1973, S. 5

10.02.1973:
Es beginnt die zweitägige Generaldebatte der KSG (NRF) Heidelberg/Wiesloch. Dazu wird selbst u.a. bemerkt:"
Sie hat die Aufgabe, die seit der Gründung der KSG verstärkt aufgenommene Arbeit im Raum Heidelberg/Wiesloch zu überprüfen, die dabei aufgetauchten Fehler, Mängel und Schwächen offenzulegen, sie zu beheben, die nächsten wichtigsten Schritte in der politischen Arbeit anzugeben und die innere Konsolidierung der KSG (NRF) voranzutreiben. …
Doch hat die seit Oktober letzten Jahres verstärkt aufgenommene Arbeit im Raum Heidelberg-Wiesloch auch Mängel und Fehler gezeigt, die die Diskussion über die Verbesserung unserer Massenarbeit zur dringenden Notwendigkeit werden lassen. … Die Hauptmängel und Fehler unserer Arbeit sind von zweierlei Art. Trotz des wachsenden politischen Einflusses, den die KSG (NRF) an den Schulen ausübt, ist der Zugang zu unserer Organisation für fortschrittliche Schüler immer noch schwer. Obwohl immer mehr Schüler sich den Auffassungen der KSG (NRF) anschließen, konnten sie noch nicht organisatorisch erfaßt werden. … Dieser Zustand ist Ausdruck von Fehlern in der Massenarbeit. …

Die Mängel und Fehler unserer Arbeit hängen eng zusammen mit den 'inneren' Problemen der KSG (NRF), sie sind Ausdruck davon. Die inneren Probleme, die Schwächen und Fehler in der KSG (NRF) zeigten sich vor allem in der schlechten politischen Anleitung der Organisation. Es hat sich gezeigt, daß das im Oktober gewählte Leitungsorgan der KSG (NRF) nicht in der Lage war, die Politik der KSG (NRF) umfassend anzuleiten und entscheidend voranzutreiben. … Große Mängel zeigten sich auch in der Schulung der Mitglieder und Sympathisanten der KSG (NRF). … Die Mängel und Fehler in der Massenarbeit und die eng damit zusammenhängenden 'inneren' Probleme der KSG (NRF) sind ein Zeichen der mangelhaften Entfaltung des demokratischen Zentralismus, des Organisationsprinzips der Kommunisten, breite Demokratie auf der einen Seite, freimütige Diskussion, Gelegenheit für jedes Mitglied, seine Initiative zur Geltung zu bringen, die Wahl der Leitungsgremien von unten nach oben und andererseits Zentralismus, eine starke Leitung, Zusammenfassung der Einschätzungen und politischen Meinungen, die Herausarbeitung einer politischen Linie, die dann Grundlage des gemeinsamen Vorgehens der Organisation ist. Diese politische Linie muß Ergebnis einer breiten Diskussion in der Organisation sein, muß Ergebnis der Zusammenarbeit der Erfahrungen sein, die man täglich bei der politischen Arbeit macht, um dann in einer politischen Linie zusammengefaßten Erfahrungen wieder in die Massen zu tragen."
Umgestellt werden soll die KSG (NRF) auf das Zellenprinzip. "Die Umorganisierung der KSG (NRF) wurde bereits in Angriff genommen und die Fortschritte im Aufbau der Schulzellen zeigen, daß der eingeschlagene Weg zur Verbesserung unserer Massenarbeit und zur inneren Konsolidierung der KSG (NRF) richtig ist. Mit dem wachsenden Einfluß, den die KSG (NRF) im Raum Heidelberg/Wiesloch ausübt, stellt sich auch die Notwendigkeit des Aufbaus von Ortsgruppen der KSG (NRF). Am aktuellsten ist der Aufbau einer Ortsgruppe Wiesloch; schon seit der Gründung der KSG (NRF) arbeiten mehrere Genossen aus Wiesloch bei uns mit und vertreten am Gymnasium Wiesloch unsere Politik."
Q: Schulkampf Nr. 9, Heidelberg März 1973, S. 9

13.02.1973:
In Wiesloch beginnt der Prozeß wegen der Verteilung einer Erklärung zu den Bombenanschlägen (vgl. 28.6.1972) am Gymnasium Wiesloch. Laut KSG (NRF) führen heute sie selbst und ihre Basisgruppe, die Unabhängige Sozialistische Schülergruppe (USSG) Wiesloch des KOV der KPD und die Rote Garde /RG) der KPD/ML-ZK zusammen eine Kundgebung mit ca. 70 Leuten vor dem Amtsgericht durch.
Q: Schulkampf Nr. 9, Heidelberg o.J. (1973), S. 3

27.02.1973:
Am Gymnasium Wiesloch wird, laut KG (NRF), eine Elternversammlung unter Polizeischutz abgehalten.
Q: Schulkampf Nr. 9, Heidelberg o.J. (1973), S. 4

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03.03.1973:
Die KPD/ML-ZK gibt die Nr. 8 ihres 'Roten Morgens' (vgl. 24.2.1973, 10.3.1973) heraus, die u.a. erneut berichtet, daß die ehemalige Rote Zelle Wiesloch nun in die Rote Garde eingetreten sei. Gefordert wird: "Freispruch für die angeklagten Schüler!".
Q: Roter Morgen Nr. 8, Hamburg 3.3.1973, S. 7

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09.03.1973:
In Wiesloch gibt die Basisgruppe am Gymnasium, die auf NRF-Linie arbeitet, laut KOV der KPD, ein Flugblatt heraus.
Q: Schulkampf Nr. 9, Dortmund Sept. 1973, S. 6

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16.03.1973:
Am Gymnasium Wiesloch wird, laut KG (NRF), der Schüler G.S. aus der Schule heraus verhaftet, wegen der KPD/ML-ZK Erklärung zu den Bombenanschlägen, die er einst verteilte (vgl. 13.2.1973, 24.3.1973).

Berichtet wird auch von der IG/KOG Frankfurt/Offenbach/Wiesbaden (vgl. 17.5.1973) und vom KOB Bremen (vgl. 25.6.1973).
Q: Schulkampf Nr. 6, Bremen 25.6.1973, S. 2; Arbeiter-Zeitung Nr. 4, Mannheim Apr. 1973;Schulkampf Nr. 4, Frankfurt Mai 1973, S. 2;Schulkampf Nr. 9, Heidelberg o.J. (1973), S. 1 und 3

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17.03.1973:
Frühestens heute gibt die Kommunistische Schülergruppe (NRF) die Nr.9 ihres 'Schulkampf' (vgl. Sept. 1972, Apr. 1973) heraus. Die Auflage des 'Schulkampf', der außer in Heidelberg auch in Karlsruhe, Mannheim, Wiesloch, Öhringen und Bensheim vertrieben wird, soll von 2 000 auf 2 500 gesteigert werden. Berichtet wird aus Wiesloch auch von der Gründung des Initiativkomitees Aktion Jugendzentrum in Selbstverwaltung durch u.a. KSG (NRF) und KAJB (NRF).
Q: Schulkampf Nr.9,Heidelberg o.J. (1973)

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23.03.1973:
Die KG (NRF) Mannheim / Heidelberg gibt ein Extra ihrer 'Arbeiter-Zeitung' (vgl. 21.3.1973, 5.4.1973) heraus mit dem Leitartikel "Prozeß gegen zwei Schüler des Wieslocher Gymnasiums". Aufgerufen wird zur Demonstration in Wiesloch am 24.3.1973 sowie zur Veranstaltung von KG (NRF), KSG (NRF) und KAJB (NRF) am 26.3.1973.

Enthalten sind auch ein Bildbericht "Verhaftung im Gymnasium Wiesloch" und der Artikel "Für freie politische Betätigung in Ausbildung und Beruf!" zur Stellungnahme der Schulleitung und des Lehrerkollegiums.
Q: Arbeiter-Zeitung Extra Prozeß gegen zwei Schüler des Wieslocher Gymnasiums, Mannheim 23./24.3.1973

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24.03.1973:
Die KPD/ML-ZK gibt ihren 'Roten Morgen' Nr.11 (vgl. 17.3.1973, 31.3.1973) heraus. Von politischer Verfolgung wird u.a. berichtet aus Wiesloch, wo sie sich gegen Schüler und die Rote Garde richtet.
Q: Roter Morgen Nr.11,Hamburg 24.3.1973, S. 7

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24.03.1973:
In Wiesloch findet, laut KG (NRF), eine Demonstration mit Kundgebung gegen die Verhaftung eines Schülers (vgl. 16.3.1973) statt, unter deren 200 Teilnehmern sich auch die örtlichen Gruppen der KSG (NRF) und des KAJB (NRF) befinden.
Q: Arbeiter-Zeitung Extra Prozeß gegen zwei Schüler des Wieslocher Gymnasiums und Nr. 4, Mannheim 23./24.3.1973 bzw. Apr. 1973, S. 16

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April 1973:
Der KOV der KPD gibt einen Sonderdruck seines 'Schulkampf' (vgl. 11.3.1973, Mai 1973) zum 1. Mai heraus.
Am Gymnasium Wiesloch ist die Unabhängige Sozialistische Schülergruppe (USSG), eine Sympathisantenorganisation des KOV, tätig.
Q: Schulkampf Sdr.druck, Dortmund Apr. 1973, S. 2

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April 1973:
Im Raum Heidelberg gibt die Kommunistische Schülergruppe (NRF) die Nr. 10 ihres 'Schulkampf' (vgl. 17.3.1973, 11.5.1973) heraus. Berichtet wird auch vom Gymnasium Wiesloch.
Q: Schulkampf Nr. 10, Heidelberg Apr. 1973, S. 12

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15.04.1973:
Frühestens heute gibt die KHG (NRF), die diesmal keine Ortsbezeichnungen in ihrem Namen führt, die Nr. 23 ihrer 'Kommunistischen Hochschulzeitung' (KHZ - vgl. 9.4.1973, 17.4.1973) heraus mit dem Artikel "Schüler im Gymnasium Wiesloch verhaftet".
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Nr. 23, Heidelberg o.J. (Apr. 1973)

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01.05.1973:
In Wiesloch führt, laut KOV der KPD, auch die mit ihm sympathisierende KSSG (vermutlich gemeint ist die USSG,d.Vf.) Wiesloch eine Maiveranstaltung zu unbekanntem Zeitpunkt (vgl. 25.4.1973) durch und beteiligt sich an der heutigen KPD-Demonstration in Stuttgart.
Der KOV der KPD berichtet von dort über die Teilnahme von 50 Ausländern und 400 Genossen, die u.a. von der KSSG Wiesloch kamen.
Q: Schulkampf Nr. 7, Juni 1973, S. 3

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02.05.1973:
Die Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg gibt die Nr.6 ihrer 'Roten Presse' (vgl. 19.4.1973, 28.5.1973) heraus. Enthalten ist auch eine Beilage Schulkampf. Diese berichtet in "Haftbefehl gegen 2 Flugblattverteiler" vom Gymnasium Wiesloch.
Q: Rote Presse Nr. 6, Hamburg 2.5.1973, Beilage S. 1f

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10.05.1973:
In Heidelberg demonstrieren heute, laut KSG (NRF), über 4 000 gegen das Landeshochschulgesetz (LHG).
Aus demselben Anlaß streiken die Studenten an der Uni. Gestreikt wird u.a. auch am Gymnasium Wiesloch.
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Nr. 24, Heidelberg/Mannheim/Karlsruhe o.J.(Mai 1973); Schulkampf Nr. 11, Heidelberg o.J. (1973)

10.05.1973:
In Wiesloch führen, laut KHG (NRF), Schüler während der Unterrichtszeit Protestveranstaltungen gegen das LHG durch.
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Nr. 25, Heidelberg o.J. (Mai 1973), S. 8

12.05.1973:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr. 18 (vgl. 5.5.1973, 19.5.1973) heraus. U.a. wird berichtet von der Roten Garde (RG) Wiesloch und deren Prozeß.
Q: Roter Morgen Nr. 18, Dortmund 12.5.1973, S. 8

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14.05.1973:
Vermutlich in dieser Woche veröffentlichen die Unabhängige Sozialistische Schülergruppe (USSG) Wiesloch und die Sympathisanten des KOV Walldorf das Flugblatt "Nach der Kampagne - jetzt die Disziplinierungen !!!", in dem aus Heidelberg von Bunsen-, Helmholtz-, Hölderlin- und Wirtschaftsgymnasium berichtet wird, aber auch vom Gymnasium Wiesloch über die gestrige Androhung eines Verweises gegen G. S. auf einer Gesamtlehrerkonferenz.
Q: USSG Wiesloch, Sympathisanten des KOV Walldorf: Nach der Kampagne - jetzt die Disziplinierungen !!!, Dortmund o. J. (1973)

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31.05.1973:
Frühestens heute gibt die KHG (NRF) Heidelberg/Mannheim/Karlsruhe die Nr. 25 ihrer 'Kommunistischen Hochschulzeitung' (vgl. 7.5.1973, 20.6.1973) heraus, die sich vor allem mit der Hochschulreform und dem Kampf gegen das baden-württembergische Landeshochschulgesetz (LHG) befaßt. An der LHG-Aktionseinheit (vgl. 6.5.1973) beteiligt sich jetzt u.a. auch die Unabhängige Sozialistische Schülergruppe (USSG) Wiesloch.
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Nr. 25, Heidelberg o.J. (Mai 1973)

05.07.1973:
Zur Demonstration in Heidelberg gegen die Fahrpreiserhöhungen der HSB rufen in Wiesloch neben dem KBW, der sich die Initiative dazu anrechnet, auch die Jusos Wiesloch, KAJB (NRF), KSG (NRF), Basisgruppe Gymnasium Wiesloch und die Aktion Sozialliberaler Schüler (ASLS) Wiesloch auf.
Q: Arbeiter-Zeitung - Beilage der Kommunistischen Volkszeitung für Heidelberg und Wiesloch o. Nr. (1), Heidelberg o. J. (1973), S. 2

28.07.1973:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr. 29 (vgl. 21.7.1973, 4.8.1973) heraus. U.a. wird eingegangen auf die Wieslocher Schüler.
Q: Roter Morgen Nr. 29, Dortmund 28.7.1973, S. 7

31.07.1973:
Vermutlich Ende Juli oder Anfang August gibt die Kommunistische Schülergruppe (KSG) Heidelberg/Mannheim/Wiesloch (ex KSG (NRF)) in Zusammenarbeit mit den Roten Zellen Karlsruher Schüler die Nr. 12 ihres 'Schulkampfs' (vgl. 11.5.1973, Okt. 1973) heraus.
Vor ca. 3 Wochen habe man ein Fußballturnier durchgeführt, an dem Mannschaften der KSG Mannheim/Heidelberg, der Roten Zellen Karlsruher Schüler, des KAJB Wiesloch und der Schülerbasisgruppe Hockenheim teilnahmen.
Berichtet wird auch über die Basisgruppe Wiesloch, die die Nr. 1 ihres Organs 'Gerbers Unruh' herausgab.
Q: Schulkampf Nr. 12, Heidelberg o.J. (1973)

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September 1973:
Der Kommunistische Oberschülerverband (KOV) der KPD gibt seinen 'Schulkampf' Nr. 9 (vgl. Juli 1973, Okt. 1973) heraus. Im Artikel "Zur Politik der KBW-Schülergruppen" werden als die wichtigsten dieser Gruppen u.a. die KSG Heidelberg/Wiesloch bezeichnet.
Q: Schulkampf Nr. 9, Dortmund Sept. 1973

Oktober 1973:
Im Großraum Mannheim/Heidelberg gibt die Kommunistische Schülergruppe (KSG) des KBW die Nr. 13 ihres 'Schulkampfs' (vgl. 31.7.1973, 18.11.1973) heraus.
Anläßlich der Besprechung des "KOV-Aktionsprogramms" wird bemerkt: "(Nennenswert ist im Grunde nur seine Arbeit in Westberlin, Düsseldorf, Münster, Wiesloch und Karlsruhe-Durlach)".
Q: Schulkampf Nr. 13, Heidelberg Okt. 1973

27.10.1973:
In Baden-Württemberg richtet der KOV der KPD vermutlich an diesem Wochenende eine regionale Leitung ein, die sich auf Zellen (vgl. 27.10.1973) in Freiburg, Karlsruhe und Wiesloch stützen kann. Aufbauschwerpunkte sollen Heidelberg und Stuttgart sein.
Q: Schulkampf Nr. 11, Dortmund Nov. 1973

27.10.1973:
In Wiesloch gründet der KOV der KPD vermutlich an diesem Wochenende eine Zelle aus ehemaligen Mitgliedern der Unabhängigen Sozialistischen Schülergruppe (USSG) Wiesloch.
Q: Schulkampf Nr. 11, Dortmund Nov. 1973

10.11.1973:
In Heidelberg beginnt, nach eigenen Angaben, die zweitägige Generalmitgliederversammlung der Kommunistischen Schülergruppe (KSG). Es wird eine Ortsgruppe Wiesloch konstituiert. Man erkennt das KBW-Programm als Leitlinie an und wählt einen siebenköpfigen Zentralen Ausschuß.
Q: Schulkampf Nr. 14, Heidelberg Nov. 1973

18.11.1973:
Frühestens heute gibt die Kommunistische Schülergruppe (KSG) Heidelberg/Mannheim/Wiesloch/Karlsruhe die Nr. 14 ihres 'Schulkampfs' (vgl. Okt. 1973, Jan. 1974) heraus.

Berichtet wird auch von den 5 Prozessen gegen Wieslocher Schüler und dem dortigen Jugendzentrum, wo jetzt auch die DKP mitmischt.
Q: Schulkampf Nr. 14, Heidelberg Nov. 1973, S. 8

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Dezember 1973:
Die regionale Leitung Baden-Württemberg des KOV der KPD gibt vermutlich zum Ende des Jahres ihre Agitationsbroschüre Nr.1 "Kampf der kapitalistischen Klassenerziehung! Weg mit dem Hahn-Erlaß!" heraus. Berichtet wird von der Einsetzung der regionalen Leitung (vgl. 27.10.1973) und ihren Zellen in Freiburg, Karlsruhe und Wiesloch sowie ihren Sympathisantengruppen in Calw, Öhringen, Stuttgart und Walldorf. Dargestellt wird "Das SVG von 1964: Betrug und Terror", wobei Disziplinierungen erwähnt auch werden vom Wieslocher Gymnasium. Geschildert wird auch "Der reaktionäre Hahn-Erlass: politische Rechtlosigkeit", wobei auch auf den Streik am Bertholdgymnasium Freiburg sowie auf Wiesloch Bezug genommen wird.
Schülerkorrespondenzen kommen vom Dillmann-Gymnasium Stuttgart, vom Bertholdgymnasium Freiburg und vom Gymnasium Wiesloch (vgl. 10.11.1973, 23.11.1973).
Q: KOV-regionale Leitung Baden-Württemberg Agitationsbroschüre Nr.1 Kampf der kapitalistischen Klassenerziehung! Weg mit dem Hahn-Erlaß, Dortmund o. J., S. 6, 16 und 20ff

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05.12.1973:
Die Ortsgruppen Heidelberg und Wiesloch des KBW geben zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ) Nr. 8 (vgl. 5.12.1973) eine 'Arbeiter-Zeitung' (vgl. 22.11.1973, 19.12.1973) als Beilage heraus mit dem Artikel "Stadtrat klagt Schüler an" von der KSG Wiesloch.
Q: Arbeiter-Zeitung - Beilage der Kommunistischen Volkszeitung für Heidelberg und Wiesloch o. Nr. (8), Heidelberg 3.12.1973, S. 2

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07.12.1973:
Am Gymnasium Wiesloch beginnt, laut KSG des KBW, ein zweitägiger Streik gegen die Unterbrechung der Schülervertretungswahl, an dem sich ca. 150 bis 300 beteiligen und in den die KSG und ihre Basisgruppe, der KOV der KPD und die sozialliberale ASLS eingreifen. Wegen des Streiks gibt es später Schulverweise (vgl. 16.2.1974).

Berichtet wird auch durch den KSB Freiburg (vgl. 13.3.1974).
Q: Schulkampf Nr. 15, Heidelberg o.J. (1974), S. 1f; Schulkampf Nr. 2, Freiburg 13.3.1974, S. 5f;Kommunistische Volkszeitung Nr. 4, Mannheim 20.2.1974, S. 11

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15.12.1973:
Der Kommunistische Oberschülerverband (KOV) der KPD gibt seinen 'Schulkampf' Nr. 12 (vgl. Nov. 1973, Jan. 1974) für Dezember vermutlich Ende dieser Woche heraus. Berichtet wird durch die Zelle Wiesloch über die Aktion Demokratische Mitte (ADM), die der CDU und der Aktion Demokratische Hochschule (ADH) an der Universität Heidelberg nahesteht, während der KOV in der Schülervertretung die Fraktion Schulkampf unterstützt.
Q: Schulkampf Nr. 12, Dortmund Dez. 1973, S. 1 und 4

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19.12.1973:
Die Ortsgruppen Heidelberg und Wiesloch des KBW geben zur 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ) Nr. 9 eine 'Arbeiter-Zeitung' (vgl. 3.12.1973, 9.1.1974) als Beilage heraus mit dem Artikel "Schülerstreik in Wiesloch" am 7.12.1973 wegen dem Verbot des Wahlkampfes zu den Schülersprecherwahlen.
Q: Arbeiter-Zeitung - Beilage der Kommunistischen Volkszeitung für Heidelberg und Wiesloch Nr. 9, Heidelberg o. J. (1973), S. 2

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Januar 1974:
An Freiburger Gymnasien führen die Freunde des KOV der KPD vermutlich im Januar Solidaritätsaktionen mit den 4 Schülern des Gymnasiums Wiesloch (vgl. Jan. 1974) durch.
Q: Schulkampf Nr. 2, Dortmund Feb. 1974

Januar 1974:
Am Gymnasium Wiesloch werden, laut KOV der KPD, vermutlich im Januar 4 Schüler der Schule verwiesen (vgl. 2.2.1974). Bei der Solidaritätsarbeit wird die Zelle des KOV auch durch die regionale Leitung des KOV unterstützt.
Q: Rote Fahne Nr. 7, Dortmund 13.2.1974, S. 2; Schulkampf Nr. 2, Dortmund Feb. 1974

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Januar 1974:
An Heidelberger Gymnasien führen die Freunde des KOV der KPD vermutlich im Januar Solidaritätsaktionen mit den 4 Schülern des Gymnasiums Wiesloch (vgl. Jan. 1974) durch, u.a. am katholischen Mädchengymnasium Raphael.
Q: Schulkampf Nr. 2, Dortmund Feb. 1974

Januar 1974:
In Karlsruhe beteiligen sich, laut und mit KOV der KPD, vermutlich im Januar 80 Schüler an einer Demonstration gegen die vier Schulverweise in Wiesloch (vgl. Jan. 1974).
Q: Rote Fahne Nr. 7, Dortmund 13.2.1974; Schulkampf Nr. 2, Dortmund Feb. 1974

Januar 1974:
An Calwer Gymnasien führen die Freunde des KOV der KPD vermutlich im Januar Solidaritätsaktionen mit den 4 Schülern des Gymnasiums Wiesloch (vgl. Jan. 1974) durch.
Q: Schulkampf Nr. 2, Dortmund Feb. 1974

Januar 1974:
An Gaggenauer Gymnasien führen die Freunde des KOV der KPD vermutlich im Januar Solidaritätsaktionen mit den 4 Schülern des Gymnasiums Wiesloch (vgl. Jan. 1974) durch.
Q: Schulkampf Nr. 2, Dortmund Feb. 1974

02.02.1974:
Die Regionale Leitung Baden-Württemberg des KOV der KPD führt, vermutlich in Wiesloch, eine Demonstration gegen die 4 Schulverweise am Gymnasium Wiesloch (vgl. Jan. 1974) mit, nach eigenen Angaben, 70 Teilnehmern durch.
Q: Schulkampf Nr. 2, Dortmund Feb. 1974, S. 1, 9 und 12

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06.02.1974:
Die Ortsgruppe Heidelberg des KBW gibt zur 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ) Nr. 3 eine 'Arbeiter-Zeitung' (vgl. 9.1.1974, 20.2.1974) als Beilage heraus mit dem Artikel "Wiesloch. Schüler gegen Schulstrafen".
Q: Arbeiter-Zeitung - Ortsbeilage Heidelberg zur Kommunistischen Volkszeitung Nr. 3, Heidelberg 1974, S. 2

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15.02.1974:
Vermutlich Ende dieser Woche veröffentlicht das Komitee "Weg mit den Disziplinierungen" am Gymnasium Wiesloch seine Dokumentation mit einer Streikchronik, Briefen der Schulleitung und einem Zeitungsbericht.
Q: USSG Wiesloch, Sympathisanten des KOV Walldorf: Nach der Kampagne - jetzt die Disziplinierungen !!!, Dortmund o. J. (1973)

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16.02.1974:
In Wiesloch soll, laut und mit KBW (vgl. 20.2.1974), eine Demonstration gegen die Verweise wegen des Schulstreiks am Gymnasium Wiesloch stattfinden (vgl. 7.12.1973).
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 4, Mannheim 20.2.1974, S. 11

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13.03.1974:
Der KSB Freiburg gibt die Nr. 2 des 'Schulkampf' (vgl. Jan. 1974, 8.5.1974) heraus. Der KOV habe versucht zu den Disziplinierungen in Wiesloch eine Demonstration in Freiburg zu machen, weil der KSB aber nicht mittat kamen nur 5 bis 10 Schüler zusammen.
Q: Schulkampf Nr. 2, Freiburg 13.3.1974, S. 5f

Mai 1974:
Der Kommunistische Oberschülerverband (KOV) der KPD gibt seinen 'Schulkampf' (SK) Nr. 4 (vgl. Apr. 1974, 11.6.1974) heraus und berichtet in "Kein weiteres Ausbildungsverbot mehr zulassen!" aus Wiesloch, u.a. vom Austritt eines Mitgliedes aus der KSG Wiesloch des KBW.
Q: Schulkampf Nr. 4, Dortmund Mai 1974, S. 1 und 6

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Juni 1974:
Vermutlich im Juni erscheint das 'Rote Signal' der MLSG des KABD Nr. 5/6 für Mai und Juni (vgl. Apr. 1974). Berichtet wird auch aus Karlsruhe bzw. Wiesloch.
Q: Rotes Signal Nr. 5/6, Erlangen Mai/Juni 1974, S. 6

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02.10.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 18.9.1974, 16.10.1974) Nr. 20 heraus und berichtet von der Chilesolidarität am Gymnasium Wiesloch.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 20, Mannheim 2.10.1974, S. 10; Schulkampf Nr. 6, Göttingen 14.10.1974, S. 13

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08.01.1975:
In der Nr. 1 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 18.12.1974, 15.1.1975) berichtet die KPD u.a. aus Wiesloch vom Gymnasium.
Q: Rote Fahne Nr. 1, Dortmund 8.1.1975, S. 2

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29.04.1976:
Heute soll, laut KPD, in Heidelberg die Berufungsverhandlung im Prozeß gegen 5 Gymnasiasten aus Wiesloch stattfinden.
Q: Rote Fahne Nr. 11, Köln 17.3.1976, S. 2

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Letzte Änderung: 08.07.2016