Ostalbkreis

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin

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Im Kreis präsent erscheinen zunächst vor allem die DKP, u.a. in Aalen und Schwäbisch Gmünd, aber auch in Oberkochen, sowie die sich nach Schwäbisch Gmünd ausdehnende Kommunistische Jugend (KJ) aus Schorndorf und vor allem auch der KAB/ML bzw. dann KABD und seine RJ/ML in Aalen und Schwäbisch Gmünd. Später ist auch der KBW in Aalen vertreten, arbeitet vermutlich an der Fachhochschule (FHS), an der zunächst ebenso wie an der Pädagogischen Hochschule (PH) Schwäbisch Gmünd die KSG(ML) aktiv ist (vgl. Juli 1971, Nov. 1971, 1.12.1971).

Verwiesen wird zunächst auf frühe DKP-Berichte zu Aalen (vgl. 5.6.1969, 10.7.1969, 6.11.1969). Von Bäuerle Oberkochen wird der erste von vielen hier erwähnten Streiks gemeldet (vgl. Feb. 1970). Der KAB/ML scheint in Schwäbisch Gmünd eine seine älteren Gruppen zu haben, die zwar 1969 noch nicht am ZAK teilnahm, aber 1970 am Ort bereits recht einflussreich gewesen zu sein scheint (vgl. 1.5.1970). Über das Sozialistische Zentrum Schwäbisch Gmünd erfahren wir nichts Näheres, dieses könnte Gruppierungen ähnlichen Namens in Stuttgart und Tübingen sowie dem ExI (vgl. 30.9.1970) verbunden gewesen sein. 1971 scheint diese Gruppe nicht mehr existent (vgl. 1.5.1971).

Der KAB/ML aber ist in der Metallindustrie aktiv (vgl. Sept.1970), wo während der MTR 1970 erneut gestreikt wird (vgl. 30.9.1970). Nicht gestreikt sondern verlagert wird dagegen bei Zeiss, allerdings nicht in Oberkochen (vgl.28.12.1970). In Schwäbisch Gmünd zeigen sich Metaller kämpferisch (vgl. Feb. 1971), von der Kurzarbeit bei Varta Ellwangen berichtet die KPD/ML (vgl. 3.5.1971) und Dank ihrer Hilfe auch der nicht gerade benachbarte KB/ML Flensburg (vgl. Mai 1971), während der KABD 1971 ein eigenes Maikomitee hat (vgl. 1.5.1971), stark genug zu sein scheint, dass sogar die DKP mit ihm zusammenarbeitet, obwohl diese ja eigentlich mit Marxisten-Leninisten kaum Bündnisse eingeht.

Auch in Aalen wird die RJ/ML (vgl. Okt. 1971, 24.1.1972) betrieblich aktiv, hat eine Jugendbetriebsgruppe (JBG) Alfing-Kesslerwerke (vgl. Sept. 1971) und vermutlich auch Freunde an der Fachhochschule (vgl. 15.11.1971).

Ziemlichen Seltenheitswert dürfte die KAB/ML Betriebszeitung bei Triumph International Heubach (vgl. Okt. 1971) haben, da linke Gruppen ansonsten in der Textilindustrie kaum Betriebszeitungen herausgaben.

Die RJ/ML Schwäbisch Gmünd arbeitet an der Berufsschule mit einer monatlich erscheinenden Zeitung, organisiert vermutlich u.a. Lehrlinge und Jungarbeiter aus dem KFZ-Handwerk (vgl. Okt. 1971) und agitiert zur Metalltarifrunde 1971 (vgl. 13.10.1971, Nov. 1971), in der wieder in Schwäbisch Gmünd gestreikt wird (vgl. 8.11.1971).

Die benachbarten Freunde der KPD aus Schorndorf aber kritisieren die Öffentlichkeitsarbeit der IG Metall Schwäbisch Gmünd zur Schlichtung (vgl.10.11.1971) und führen nun auch in Schwäbisch Gmünd ihre Versammlungen durch, zu denen sie aufrufen in ihrer Presse, die hier nur als Text wiedergegeben wird und nicht im Bild wie im Beitrag zu Schorndorf (vgl. Juni 1971, Sept. 1971, Nov. 1971, Dez. 1971, 13.12.1971, Jan. 1972, März 1972, Apr. 1972).

Auch die RJ (ML) führt damals offenbar zahlreiche Veranstaltungen in Schwäbisch Gmünd durch (vgl. 19.1.1972, 25.1.1972, 12.4.1972, 19.4.1972, 26.4.1972) und greift auch in den Landtagswahlkampf ein (vgl. 17.4.1972).

Die Aussperrung in der Metalltarifrunde 1971 hat Folgen, allerdings nicht nur für die Arbeiter oder die streikbereiten Angestellten etwa der Zahnradfabrik Schwäbisch Gmünd (vgl. 17.1.1972), sondern auch für Zeiss Oberkochen (vgl. 25.11.1971, 25.2.1972), das wegen der Nichtdurchführung der Aussperrung umgehend aus dem Unternehmerverband ausgeschlossen wird. Aus der DKP dagegen wird freiwillig ausgetreten in Schwäbisch Gmünd (vgl. 9.12.1971, Jan. 1972). Auch die RJ/ML ist in der Textilindustrie bei JONA Straßdorf aktiv (vgl. Feb. 1972), die DKP dagegen agitiert bei Zeiss Oberkochen (vgl. Apr. 1972).

In Aalen scheint der KAB/ML stark genug, um mit Jusos der SPD und gar dem DGB Aktionseinheiten zu schließen (vgl. 1.5.1972), wobei die DKP nun aber offenbar deutlich auf Distanz geht.

In Schwäbisch Gmünd führt der KAB/ML eine eigene Maikundgebung mit einer doch recht großer Zahl von Teilnehmern durch (vgl. 1.5.1972), ist hier nicht in Aktionseinheit mit dem DGB. Auch bei der MF Weingarten in Straßdorf haben KAB/ML und RJ/ML nun noch eine Betriebszeitung, wie wir anlässlich der Kurzarbeit erfahren (vgl. Juli 1972), so daß die Ortsgruppe Schwäbisch Gmünd des KAB/ML damals wohl drei Betriebszeitungen herausgab, ergänzt um den separat dokumentierten 'Solidarischen Kampf' der RJ (ML) an der Berufsschule (vgl. Okt. 1971, Nov. 1971, Dez. 1971, Jan. 1972, Feb. 1972, 10.4.1972, Juni 1972).

Ein wichtiger Faktor in Schwäbisch Gmünd scheint die US Army zu sein. Hier wird zunächst der KABD im Interesse der Bauern von Maitis gegen den US-Truppenübungsplatz aktiv (vgl. 31.7.1972), der vor den Betrieben, mit seiner Theatergruppe wirbt (vgl. Okt. 1972), allerdings nicht vor Bäuerle Oberkochen, wo gegen die Betriebsratsentlassung protestiert wird (vgl. 30.8.1972). Auch die KPD/ML-ZK widmet sich den Bauern, allerdings in Ellwangen und Umgebung (vgl. 4.12.1972), die KPD befasst sich mit der IGM Schwäbisch Gmünd (vgl. 18.12.1972). Der KABD erwähnt kontinuierlich seine Betriebszeitungen (vgl. Sept. 1972, Okt. 1972, Nov. 1972, Jan. 1973, März 1973), organisiert die Vietnamsolidarität in Schwäbisch Gmünd (vgl. Feb. 1973).

Ein wenig genauer wird der Streik beim US Army Instandsetzungswerk dargestellt (vgl. 14.3.1973, 15.3.1973, 19.3.1973, 20.3.1973, 21.3.1973), für den sich nicht der KABD, sondern auch die KPD interessiert, die aber örtlich kaum präsent gewesen sein dürfte, im Gegensatz zu KABD und RJ/ML (vgl. Apr. 1973, Mai 1973).

Von der wilden Streikwelle 1973 für Teuerungszulagen wird auch der Ostalbkreis erfasst, wenn auch nur in bescheidenem Umfange (vgl. Mai 1973). Am 1.Mai 1973 führt der DGB Schwäbisch Gmünd nun auch eine Demonstration durch, der KABD braucht dies nicht mehr zu übernehmen, beschränkt sich auf eine Veranstaltung (vgl. 1.5.1973).

Der AStA der PH Schwäbisch Gmünd scheint antirevisionistisch besetzt (vgl. 31.5.1973, 25.6.1973), wobei unklar bleibt ob durch Freunde des KABD, d.h. die KSG/ML oder durch Freunde des NRF (später KBW).

Der KABD bleibt betrieblich aktiv (vgl. Juli 1973),pflegte aber auch die internationale Solidarität mit Kambodscha wenn er auch die anderen Gruppen der Kambodscha-Aktionseinheit Schwäbisch Gmünd nicht nennt (vgl. 3.7.1973).

In Schwäbisch Gmünd wird gestreikt bei Ritz Pumpen (vgl. 21.9.1973) und in Oberkochen bei Zeiss (vgl. 17.10.1973, 15.11.1973), in Schwäbisch Gmünd und Aalen auch bei der Post (vgl. 31.1.1974).

Der RJVD organisiert ein Fußballspiel in Ulm (vgl. 26.10.1973), wobei die beiden RJVDs Aalen und Schwäbisch Gmünd offensichtlich zur Bildung einer Mannschaft zusammenarbeiten müssen, während der RJVD Ulm dazu auch allein stark genug zu sein scheint. Neben dem RJVD aber gibt es in Schwäbisch Gmünd auch noch eine Ortsgruppe der Marxistisch-leninistischen Schülergruppen (MLSG - vgl. Dez. 1973, Feb. 1974), die auch in Aalen eine Sympathisantengruppe haben (vgl. Feb. 1974), wo auch der RJVD nun eine örtliche Lehrlingszeitung herausgibt (vgl. März 1974).

Bei Bäuerle Oberkochen wird erneut gestreikt (vgl. 15.2.1975) ebenso wie bald darauf (vgl. 28.4.1975) und auch Ende des Jahres wieder in Schwäbisch Gmünd (vgl. Nov.1975).

Nunmehr scheinen auch die ASten der FHS Aalen und der FHS Schwäbisch Gmünd antirevisionistisch zu sein (vgl. 8.3.1975), in Aalen ist dafür vermutlich der KBW verantwortlich.

Von der großen Auflösungswelle im Gefolge des Kampfes gegen die 'Liquidatoren' um G. Jacob ist auch der KABD im Ostalbkreis betroffen, wobei der RJVD Aalen sich scheinbar aufgelöst hat (vgl. 3.6.1976), da aus Aalen keine Ergebenheitserklärungen an die Zentrale Kontrollkommission(ZKK) des KABD geschickt werden, wie dies wiederholt aus Schwäbisch Gmünd geschieht (vgl. 12.6.1976, 21.6.1976, 6.7.1976). Zu welcher Ortsgruppe die Zelle Schwäbisch Gmünd des KABD damals gehört bleibt unklar.

Während des Druckerstreiks 1976 kommt es zu Auseinandersetzungen beim Schwabenverlag Ellwangen (vgl. 25.8.1976, 20.3.1977, 3.4.1977), wobei wir indirekt aus Ulm von der Solidarität erfahren (vgl. Apr. 1977). Der KABD hat im April 1977 wieder (oder immer noch) eine Ortsgruppe in Aalen (vgl. 2.4.1977), erhält auch Maiberichte aus Aalen und Schwäbisch Gmünd (vgl. 1.5.1977) und gibt weiterhin Betriebszeitungen in Schwäbisch Gmünd heraus (vgl. Aug. 1977), arbeitet vermutlich auch in den Antifaschistischen Arbeitskreisen (AFAK) in Aalen und Schwäbisch Gmünd (vgl. 8.4.1979) mit. Wiederholt kritisiert wird der KABD von dem spätestens ab 1977 ebenfalls in Schwäbisch Gmünd aktivem KBW (vgl. 24.3.1977, 28.3.1977), der sich auch im Kampf für ein Jugendzentrum, der damals u.a. mit Hausbesetzungen geführt wird, engagiert (vgl. 7.4.1977, 21.4.1977, 12.5.1977, 24.10.1977), aber auch in Ellwangen bei der Bundeswehr aktiv wird (vgl. 9.1.1978).

Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

Februar 1960:
In Hamburg erscheint die 'Information - Anarchistische Gedanken zur Politik, Geschichte und Literatur der Gegenwart' Nr. 1 vermutlich im Februar (vgl. Dez. 1959, Sept. 1960) "Am Rande vermerkt", u.a. zum Volksschullehrer Hermann Opperländer, zuvor NSDAP-Kreisleiter von Schwäbisch Gmünd.
Quelle: Information - Anarchistische Gedanken zur Politik, Geschichte und Literatur der Gegenwart Nr. 1, Hamburg 1960, S. 9

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05.06.1969:
Die DKP bringt die Nr. 10 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 29.5.1969, 12.6.1969). U.a. wird eingegangen auf Aalen.
Q: Unsere Zeit Nr. 10, Essen 5.6.1969

10.07.1969:
Die DKP bringt die Nr. 15 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 3.7.1969, 17.7.1969).
U.a. wird eingegangen auf Aalen.
Q: Unsere Zeit Nr. 15, Essen 10.7.1969

06.11.1969:
Die DKP bringt die Nr. 32 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 30.10.1969, 13.11.1969). U.a. wird berichtet aus Aalen.
Q: Unsere Zeit Nr. 32, Essen 6.11.1969

Februar 1970:
Die Kabelwerke Reinshagen (KWR) Bochum Betriebsgruppe der KPD/ML und der RG (IGM-Bereich - vgl. Apr. 1970) berichtet aus Oberkochen, nicht aus:"
BÖBLINGEN: Die 170 Beschäftigten der Bäuerle Maschinenfabrik streikten gegen unzumutbare Arbeitsbedingungen. Die Temperaturen in den Werkshallen betrugen bis zu minus sechs Grad."
Q: Rotes Kabel Nr. 1, Bochum Apr. 1970, S. 9

01.05.1970:
Der KAB/ML gibt über seine Maikampagne bekannt, daß er seinen Maiaufruf in fast allen größeren Städten in Baden-Württemberg und Südhessen erlassen habe.
Aktionseinheitsverhandlungen habe man u.a. mit dem Sozialistischen Zentrum Schwäbisch Gmünd geführt.

Intern berichtet der KAB/ML, daß er eigene Demonstrationszüge organisiert habe u.a. in Schwäbisch Gmünd. "Der 1. Mai bildete die Grundlage zum Aufbau zahlreicher neuer Orts- und Betriebsgruppen, er stärkte auch unser Ansehen in den Massen und machte uns in vielen Städten Süddeutschlands bekannt."
Q: KAB/ML: ZK-Richtlinien vom November 1970 für die politische Arbeit des KAB(ML): Unsere nächsten Aufgaben Teil 1, o.O. 1970, S. 2; Rebell Nr. 21/22, Tübingen 1970

01.05.1970:
In Schwäbisch Gmünd demonstriert der KAB/ML, nach eigenen Angaben, gemeinsam mit dem örtlichen Sozialistischen Zentrum zu einem US Depot. An einer Kundgebung nehmen 250 teil.
Q: Rebell Nr. 21/22, Tübingen Mai / Juni 1970, S. 11f

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September 1970:
Die Nr. 3 der 'Roten Fahne' des KAB/ML (vgl. 10.8.1970, Okt. 1970) erscheint u.a. mit Berichten über die Metallindustrie, in der u.a. die eigenen Ortsgruppe (OG) Schwäbisch Gmünd aktiv sei.
Q: Rote Fahne Nr. 3, Tübingen Sept. 1970

30.09.1970:
Heute kommt es, laut 'ExI', zu Warnstreiks im Rahmen der Metalltarifrunde (MTR) in Lorch.
Q: Express International Nr. 107, Frankfurt 16.10.1970, S. 6

28.12.1970:
Die KPD/ML-ZB berichtet vermutlich aus dieser Woche:"
Die Herren der ZEISS-IKON AG haben den Beschluß gefaßt, die gesamte Kamerafertigung in ihr Braunschweiger Werk (in Niedersachsen, d.Vf.) zu verlegen. Damit sind die Arbeitsplätze von 1 300 Arbeitern und Angestellten in Stuttgart in Gefahr. Zeiss-Ikon hat bereits beim Arbeitsamt Massenentlassungen angekündigt. Zum 13.6.1971 ist den ersten 50 Arbeitern gekündigt worden. Das Stuttgarter Werk soll zwar nicht stillgelegt werden, aber die Produktionsbereiche, die demnächst dort aufgenommen werden, benötigen längst nicht so viele Arbeitskräfte. Die Herren Kapitalisten haben den Arbeitern großzügig angeboten, ihre Wohnung nach Oberkochen oder Braunschweig zu verlegen."
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 1 und 15, Bochum 6.1.1971 bzw. 24.2.1971, S. 2 bzw. S. 4

Februar 1971:
In Schwäbisch Gmünd findet, laut KG (NRF) Mannheim/Heidelberg, eine Demonstration der Arbeiter der Uhren- und Edelmetallindustrie statt.
Q: Arbeiter-Zeitung Nr. 10, Mannheim Nov. 1972

Mai 1971:
Der KB/ML Flensburg gibt erstmals seine 'Kommunistische Arbeiter Zeitung' (KAZ) (vgl. Juni 1971) heraus, die u.a. Berichte über Varta Ellwangen enthält.
Q: Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr. 1, Flensburg Mai 1971

01.05.1971:
Maikomitees wurden von KAB/ML und RJ/ML, laut letzterer, gebildet u.a. in Schwäbisch Gmünd.
Q: Rebell Nr. 31, Tübingen Mai 1971

01.05.1971:
In Schwäbisch Gmünd besuchen, laut KAB/ML, über 200 die Kundgebung des Maikomitees, in dem außer einem selbst anfangs auch die DKP OG mitarbeitete, auf dem Johannisplatz.
Q: Rote Fahne Nr. 5, Tübingen Mai 1971

03.05.1971:
Die KPD/ML-ZB berichtet vermutlich aus dieser Woche, daß bei Varta Ellwangen Kurzarbeit eingeführt wird, so daß ein Großteil der KollegInnen nur noch an vier Tagen in der Woche arbeitet.
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 36, Bochum 12.5.1971, S. 8

Juni 1971:
Die Kommunistische Jugend (KJ) im Raum Schorndorf gibt ihre Betriebszeitung 'Kommunistische Lehrlingspresse' Nr. 5 (vgl. Apr. 1971) heraus mit dem Leitartikel "Auszüge aus der Rede der jugendlichen Gewerkschafter des gewerkschaftlichen Maikomitees Berlin, zum 1. Mai 1971. Zur Situation der Lehrlinge und Jungarbeiter".

In "Schutzrechte der Arbeiter als Bastionen im Klassenkampf! Für Lehrlinge: Streikrecht für Lehrlinge und besonderer Kündigungsschutz für Jugendvertreter!" wird berichtet über eine Resolution der gewerkschaftlich organisierten Lehrlinge der Firma Hesser in Winterbach an den DGB KJA Schorndorf, in der die Forderungen der KJ aufgegriffen wurden. der DGB KJA Schorndorf wird ein "Beispiel für gute oppositionelle Arbeit in der Gewerkschaft" dargestellt, mit dem man sich solidarisieren solle.

Eingeladen wird daher zu den Lehrlingsversammlungen der KJ in Göppingen am 24.6.1971 in der Gaststätte Bonnetshöhe und in Schorndorf am 28.6.1971 in der Gaststätte Harmonie.

Fortgeführt wird die 'Kommunistische Lehrlingspresse' unter dem Titel 'Kommunistische Presse' (vgl. Sept. 1971).
Q: Kommunistische Lehrlingspresse Nr. 5, Schorndorf Juni 1971

Juli 1971:
Es erscheint der 'Rote Pfeil' Nr. 17 (vgl. 1971, Okt. 1971) der KSG des KAB/ML mit dem Leitartikel "Der Stuttgarter Sternmarsch weist den Weg: Einig im Kampf für demokratische Rechte. 19 000 Studenten und Schüler demonstrieren in Stuttgart" (vgl. 15.6.1971), wobei auch die vormittäglichen Aktionen in Aalen, Reutlingen, Tübingen und Ulm erwähnt werden. Der Artikel "CDU/SPD-Landesregierung versucht Streiks der Ingenieurstudenten zu unterdrücken" berichtet von der SIS Esslingen, der SIS Aalen und der Staatsbauschule Stuttgart.
Q: Roter Pfeil Nr. 17, Tübingen Juli 1971, S. 2 und 11f

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September 1971:
Die Nr. 35 des 'Rebell' (vgl. Aug. 1971, Okt. 1971) der RJ/ML des KAB/ML berichtet u.a. über die Jugendbetriebsgruppe (JBG) Alfing-Kesslerwerke der RJ/ML Aalen, die wohl noch keine Betriebszeitung herausgegeben hat, aber schon 3 Flugblätter, von denen eines den Titel "Bei Alfing stinkts" trägt.
Q: Rebell Nr. 35, Tübingen Sept. 1971

September 1971:
Die Kommunistische Jugend (KJ) im Raum Schorndorf gibt vermutlich im September einen Sonderdruck ihrer 'Kommunistischen Presse' (vgl. Nov. 1971) zur Metalltarifrunde (MTR) heraus unter der Schlagzeile "Weg mit den spalterischen Prozentforderungen!". Kontaktadressen werden angegeben für Göppingen, Schorndorf und Schwäbisch Gmünd. Zuvor erschien die 'Kommunistische Presse' als 'Kommunistische Lehrlingspresse' (vgl. Juni 1971).
Q: Kommunistische Presse Sonderdruck zur Metalltarifrunde, Winterbach o. J. (1971)

Oktober 1971:
Die Nr. 10 der 'Roten Fahne' des KAB/ML (vgl. Sept. 1971, Nov. 1971) berichtet u.a. ausführlich über die Metalltarifrunde (MTR) der IGM. Filmveranstaltungen dazu habe man u.a. durchgeführt in Aalen und Schwäbisch Gmünd.
Es wird auch noch eine Textilbetriebszeitung des KAB/ML, 'Die Rote Krone' bei Triumph International Heubach, vorgestellt, die zur OG Schwäbisch Gmünd gehört.
Q: Rote Fahne Nr. 10, Tübingen Okt. 1971

Oktober 1971:
Die Nr. 36 des 'Rebell' (vgl. Sept. 1971, Nov. 1971) der RJ/ML des KAB/ML berichtet u.a. über seine Ortsgruppe Aalen.
Q: Rebell Nr. 36, Tübingen Okt. 1971

Oktober 1971:
Die Lehrlings- und Jungarbeitergruppe der Gmünder Berufsschulen der RJ/ML Ortsgruppe Schwäbisch Gmünd des KAB/ML gibt erstmals ihren 'Solidarischen Kampf' (vgl. Nov. 1971) heraus in einer Auflage von 800 Stück mit dem Leitartikel "Lehrlinge als Streikbrecher?", der vom dritten RJ (ML)-Flugblatt für die MF Weingarten in Straßdorf berichtet. Eingeladen wird zum Lehrlings- und Jungarbeiterzirkel im Gasthaus 'Kronprinzen' in der Hinteren Schmiedgasse, dort können auch die proletarischen Romane 'Kämpfende Jugend' und 'Barrikaden am Wedding' entliehen werden.

In "IHK-Seminar oder wie legt man Lehrlinge an die Leine" berichtet von einem Einführungsseminar für kaufmännische Lehrlinge. Der Artikel "Ausbeutung im Handwerk am Beispiel der Gmünder KFZ-Werkstätten" berichtet aus dem KFZ-Handwerk und von VW Wagenblast.

Der letzte Artikel fragt: "Wer war Ernst Thälmann?". Angekündigt wird die eigene Filmveranstaltung zur Metalltarifrunde (MTR - vgl. 13.10.1971).
Q: Rebell Nr. 37, Tübingen Nov. 1971; Solidarischer Kampf Nr. 1, Schwäbisch Gmünd Okt. 1971

13.10.1971:
Die RJ/ML Schwäbisch Gmünd kündigte für heute ihre Filmveranstaltung "Lohnkampf ist Klassenkampf" zur Metalltarifrunde (MTR) um 19 Uhr im Gasthaus Kronprinz in der Hinteren Schmiedgasse an.
Q: Solidarischer Kampf Nr. 1, Schwäbisch Gmünd Okt. 1971, S. 8

November 1971:
Noch im November erscheint der 'Rote Pfeil' Nr. 19 (vgl. Okt. 1971, Dez. 1971) der KSG des KAB/ML für November/Dezember mit dem Artikel "400 Kommilitonen gegen Fachhochschulgesetz und Hochschulrahmengesetz auf der Straße" in Aalen, wobei im Text von fast 500 der 800 Studierenden berichtet wird.
Q: Roter Pfeil Nr. 19, Tübingen Nov. / Dez. 1971, S. 7

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November 1971:
Die RJ/ML Schwäbisch Gmünd des KAB/ML gibt die Nr. 2 ihrer Berufsschulzeitung 'Solidarischer Kampf' (vgl. Okt. 1971, Dez. 1971) heraus in einer Auflage von 1 000 Stück mit dem Leitartikel "'Alle Räder stehen still…'" zur Metalltarifrunde (MTR).

Für die Woche vom 8.-12.11.1971 wird der Verkauf des 'Rebell' vor allen Berufsschulen angekündigt. Berichtet wird über die Entfernung der 'Rebell'-Werbeplakate durch die Hausmeister der Berufsschulen, sowie über "Willkür an der Kaufm. Berufsschule" bzw. die Schulbusse.

Ein Artikel widmet sich Karl Liebknecht, es berichtet die RJ (ML) Betriebsgruppe Triumph Heubach (GTB-Bereich).
Q: Rebell Nr.3,Tübingen März 1972; Solidarischer Kampf Nr. 2, Schwäbisch Gmünd Nov. 1971

November 1971:
Die Kommunistische Jugend (KJ) im Raum Schorndorf gibt vermutlich im November einen zweiten Sonderdruck ihrer 'Kommunistischen Presse' (vgl. Sept. 1971, Dez. 1971) zur Metalltarifrunde (MTR) heraus unter der Schlagzeile "Kolleginnnen und Kollegen!". Eingetreten wird für die Forderung: 120 DM mehr für alle.

Kontaktadressen werden angegeben für Göppingen, Schorndorf und Schwäbisch Gmünd.
Q: Kommunistische Presse Sonderdruck zur Metalltarifrunde II, Winterbach o. J. (1971)

08.11.1971:
In Schwäbisch Gmünd streiken, laut KB Bremen, 300 Metaller. Laut RKJ der GIM tun sie dies eine halbe Stunde lang.
Q: Was Tun Nr. 11/12, Mannheim Dez. 1971, S. 4; KBB: Einigkeit macht stark - Beharrlichkeit führt zum Ziel!, Bremen 11.11.1971

10.11.1971:
Die Kommunistische Jugend (KJ) Schorndorf der KPD (vgl. 15.11.1971) berichtet von der MTR in Nordbaden-Nordwürttemberg (NB/NW):"
Gleichzeitig verbreitete die IG-Metall-Führung in Flugblättern das Lügenmärchen, das verräterische Eingehen auf den Schlichtungsvorschlag sei 'ein Beispiel an wirtschaftlicher Einsicht und Vernunft' der Metallarbeiter (IG-Metall-Ortsverwaltung Schwäbisch Gmünd am 10.11.1971)."
Q: Rote Fahne Nr.30,Berlin 19.11.1971,S.2

15.11.1971:
In Aalen demonstrieren, laut MLSG (vgl. Dez. 1971), fast 500 der 800 Ingenieursstudenten der Fachhochschule (FHS) gegen die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen.
Q: Rotes Signal Nr. 11, Tübingen 1971, S. 7

25.11.1971:
Die RKJ der GIM berichtet:"
Die Fa. Carl Zeiss Oberkochen gibt bekannt, daß sie ihre rund 4 000 Arbeiter in den Werken Oberkochen und Aalen nicht aussperren wird. Der Verband Württembergisch/Badischer Metallindustrieller schloß daraufhin Zeiss mit sofortiger Wirkung aus dem Verband aus."
Q: Was Tun Nr. 11/12, Mannheim Dez. 1971, S. 8

Dezember 1971:
Die Dezemberausgabe der 'Göttinger Betriebszeitung' (GBZ) berichtet u.a. von Zeiss Oberkochen.
Q: Sozialistische Betriebskorrespondenz Nr. 1, Offenbach 10.1.1972

Dezember 1971:
Die Kommunistische Jugend (KJ) im Raum Schorndorf gibt ihre 'Kommunistische Presse' (vgl. Nov. 1971, 13.12.1971) heraus mit dem Leitartikel "Welche Lehren müssen wir aus der Metalltarifrunde ziehen" zur MTR.

Ein Artikel ruft auf "Den Kampf gegen die verschärfte Ausbeutung aufnehmen!" und tritt daher ein:"
Für den Siebenstundentag bei vollem Lohnausgleich!
Anrechnung der Pausen auf die Arbeitszeit!
Bezahlung der Fahrzeit als Arbeitszeit!"

Geworben wird für die 'Rote Fahne' der KPD. Kontaktadressen werden angegeben für Göppingen (dienstags 17 Uhr 30 bis 19 Uhr in der Gaststätte Bonnetshöhe), Schorndorf (donnerstags 17 Uhr 30 bis 19 Uhr im Café Balle) und Schwäbisch Gmünd (donnerstags 17 Uhr 30 bis 19 Uhr in der Gaststätte Zum Wilden Mann, Mutlangerstraße 2).
Q: Kommunistische Presse, Winterbach Dez. 1971

Dezember 1971:
Im Dezember gibt die RJ/ML Schwäbisch Gmünd ihre Berufsschulzeitung 'Solidarischer Kampf' (vgl. Nov. 1971, Jan. 1972) heraus, vermutlich die Nr. 3, die über die Lehrlinge bei der Großschneiderei Jona berichtet.
Q: Rebell Nr. 3, Tübingen März 1972, S. 4

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01.12.1971:
Die KSG(ML) berichtet aus Schwäbisch Gmünd:"
Auf der gut besuchten Vollversammlung sprach sich die Mehrheit der PH-Studenten für Kampfmaßnahmen am 1. Dezember aus. Sie waren entschlossen, sich in die Stuttgarter Demonstration einzureihen, und gleichzeitig an ihrer PH den Streik zu organisieren.

Fortschrittliche Studenten und die KSG(ML) traten den Abwiegelungsversuchen einiger AStA-Mitglieder entgegen, die weder demonstrieren noch Streikposten aufstellen wollten. Am selben Strang zogen einige Dozenten, die erst gegen das Gesetz kämpfen wollten, wenn es Gesetz ist.

Als ein KSG(ML)-Genosse diese Partnerschaftsideologie und Verschleppungstaktik zur Abwürgung des Kampfes anprangerte, erteilte die Mehrheit der Kommilitonen diesen Herren die verdiente Abfuhr, indem sie beschloß, einen Warnstreik durchzuführen und sich an der Demonstration in Stuttgart zu beteiligen."
Q: Roter Pfeil Sdr.Nr. 1. Dezember 1971: Kampftag der westdeutschen Studenten gegen das reaktionäre HRG der SPD/FDP-Regierung, Tübingen Dez. 1971, S. 2

01.12.1971:
Die KSG(ML) berichtet aus Stuttgart:"
Über 2 000 Demonstranten folgten dem Aufruf des örtlichen Aktionskomitees. Auf einem vorausgegangenen teach-in für alle Hochschüler Stuttgarts war sich der größte Teil der anwesenden Kommilitonen einig: 'Wir werden im Kampfe nicht raten, gegen die Zerschlagung der ASten!'

Auch die zugereisten Demonstranten aus Ulm, Esslingen, Schwäbisch Gmünd, Aalen und Pforzheim reihten sich hinter die Spruchbänder des Aktionskomitees ein und wandten sich gegen den Mitbestimmungsbetrug: 'Betrug mit Gremien das muss fort, unsre Antwort heißt Boykott!'

Der Spartakus setzte sich auch hier über die Aktionseinheit hinweg und kam mit illusionären Mitbestimmungsparolen an. Eine KSG(ML)-Genossin stellte in ihrer Rede den noch viel härteren Kampf der Metaller (MTR,d.Vf.) als Vorbild hin: 'Seit einigen Jahren beginnen die Studenten gegen denselben Feind zu kämpfen, dem die Arbeiterklasse seit über 100 Jahren gegenüber steht! Nur im Bündnis und unter ihrer Führung hat auch der Kampf der fortschrittlichen Studenten eine Perspektive.'

'Für das Bündnis von Arbeitern, Bauern und Studenten gegen die Angriffe des Monopolkapitals und seines Staates!'"
Q: Roter Pfeil Sdr.Nr. 1. Dezember 1971: Kampftag der westdeutschen Studenten gegen das reaktionäre HRG der SPD/FDP-Regierung, Tübingen Dez. 1971, S. 3

09.12.1971:
In Schwäbisch Gmünd verfasst Peter Koblank, 2. Kreisvorsitzender und Abgeordneter zur Landesdelegiertenkonferenz, seinen Text "Offener Brief. An die Mitglieder der DKP" zu deren 2. Parteitag, in dem er seinen Austritt erklärt. Der Druck scheint bei der RJ (ML) erfolgt zu sein.
Q: Koblank, Peter: offener Brief. An die Mitglieder der DKP, Schwäbisch Gmünd 9.12.1971

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13.12.1971:
Die Kommunistische Jugend (KJ) im Raum Schorndorf gibt vermutlich in dieser Woche einen Sonderdruck zur Jugendmetalltarifrunde ihrer 'Kommunistischen Presse' (vgl. Dez. 1971, Jan. 1972) heraus unter der Schlagzeile "Erkämpfen wir den Existenzlohn für Lehrlinge!"

Geworben wird für die 'Rote Fahne' der KPD. Kontaktadressen werden angegeben für Göppingen (dienstags 17 Uhr 30 bis 19 Uhr in der Gaststätte Bonnetshöhe), Schorndorf (donnerstags 17 Uhr 30 bis 19 Uhr im Café Balle) und Schwäbisch Gmünd (donnerstags 17 Uhr 30 bis 19 Uhr in der Gaststätte Zum Wilden Mann, Mutlangerstraße 2).
Q: Kommunistische Presse Sonderdruck zur Jugendmetalltarifrunde, Winterbach o. J. (1971)

Januar 1972:
Die Nr. 1 der 'Roten Fahne' des KAB/ML (vgl. Dez. 1971, Feb. 1972) berichtet u.a. über den Austritt eines jungen Funktionärs aus der DKP OG Schwäbisch Gmünd, nicht aber über dessen Eintritt in KAB/ML oder RJ/ML.
Q: Rote Fahne Nr. 1, Tübingen Jan. 1972

Januar 1972:
Die RJ/ML Schwäbisch Gmünd gibt die Nr. 4 (vgl. Dez. 1971, Feb. 1972) ihrer Berufsschulzeitung 'Solidarischer Kampf' als Sondernummer zu den Lehrlingstarifverhandlungen heraus unter der Schlagzeile "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!".
Der Verkauf des 'Rebell' vor der Berufsschule wird für den 19. bis 25.1.1972 angekündigt. Eingeladen wird zu den eigenen Veranstaltungen (vgl. 19.1.1972, 25.1.1972).
Q: Rebell Nr.3,Tübingen März 1972; Solidarischer Kampf Nr. 4, Schwäbisch Gmünd Jan. 1972

Januar 1972:
Die Kommunistische Jugend (KJ) im Raum Schorndorf gibt ihre 'Kommunistische Presse' (vgl. 13.12.1971, März 1972) heraus mit dem Leitartikel "Jugendmetalltarifrunde beendet: ein neuer Verrat!" zur JMTR.

Zum Betriebsverfassungsgesetz erscheint der Artikel "Das 'neue' BVG - ein Abbau der demokratischen Rechte der Arbeiterklasse".

Geworben wird für die 'Rote Fahne' der KPD. Kontaktadressen werden angegeben für Göppingen (dienstags 17 Uhr 30 bis 19 Uhr in der Gaststätte Bonnetshöhe), Schorndorf (donnerstags 17 Uhr 30 bis 19 Uhr im Café Balle) und Schwäbisch Gmünd (donnerstags 17 Uhr 30 bis 19 Uhr in der Gaststätte Zum Wilden Mann, Mutlangerstraße 2).
Q: Kommunistische Presse, Winterbach Jan. 1972

17.01.1972:
Die Münchner Siemens Betriebsgruppe der ABG berichtet in der Nr. 10 ihrer 'Auf Draht' (vgl. 13.12.1971, 1.2.1972), die vermutlich in dieser Woche erscheint, u.a. von der Einbeziehung in den Streik die von der IGM gefordert worden sei u.a. durch die Angestellten der Zahnradfabrik Schwäbisch Gmünd.
Q: Auf Draht Nr. 10, München Jan. 1972

19.01.1972:
Die RJ (ML) Schwäbisch Gmünd des KAB/ML lud für heute ein zu ihrer Veranstaltung "Arbeiterjugend kämpft für IHRE Forderungen" zu ihrer Lehrlingsmetalltarifrunde (LMTR) um 19 Uhr im Gasthaus zur Neuen Welt bei der Waldstetter Brücke.
Q: Solidarischer Kampf Nr. 4, Schwäbisch Gmünd Jan. 1972, S. 4

24.01.1972:
Die RJ(ML)-Ortsgruppe Aalen gibt das Flugblatt "Vorwärts im Kampf für unsere Forderungen" zur Lehrlingsmetalltarifrunde (LMTR) heraus, mit dem sie zu ihrer Diskussion über die Bezahlung der Ausbildungsmittel am 27.1.1972 im Nebenzimmer des Gasthaus 'Jägerhaus' einlädt.
Q: RJ(ML): Vorwärts im Kampf für unsere Forderungen, Aalen 24.1.1972

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25.01.1972:
Die RJ (ML) Schwäbisch Gmünd des KAB/ML lud für heute eine zu ihrer Veranstaltung "Die Restauration des Kapitalismus in der Sowjetunion" um 20 Uhr im Gasthaus zum Wilden Mann bei der ZF.
Q: Solidarischer Kampf Nr. 4, Schwäbisch Gmünd Jan. 1972, S. 4

Februar 1972:
In Schwäbisch Gmünd gibt die RJ/ML des KAB/ML ihren 'Solidarischen Kampf' Nr. 5 (vgl. Jan. 1972, 10.4.1972) in einer Auflage von 1 000 Stück heraus mit dem Leitartikel "Auto-Staiger in Schw. Gmünd: Sechs Lehrlinge gefeuert!" wegen Arbeitsmangel.

Weitere Artikel sind:
- "Rechte Gewerkschaftsführung hat uns Lehrlinge verschaukelt!" zur Lehrlingsmetalltarifrunde (LMTR);
- "Lehrlingskorrespondent berichtet: Gross-Lehrlinge warfen Brocken hin!" zu Gross Kranenbau;
- "BVG - Maulkorb für Arbeiter und Lehrlinge!";
- "Lehrlingskorrespondenten berichten: Wirbel um Jona-Artikel", der über den Aufbau einer Jugendvertretung bei der Großschneiderei Josef Nagel (JONA) in Straßdorf mit 20 Lehrlingen berichten kann. Auf diesen Betrieb war bereits in der Dezemberausgabe eingegangen worden; sowie
- "Wer ist die RJ(ML)?".

Eingeladen wird zum RJ-Treffpunkt mittwochs 19 Uhr in der Neuen Welt.
Q: Rebell Nr. 3, Tübingen März 1972; Solidarischer Kampf Nr. 5, Schwäbisch Gmünd Feb. 1972

März 1972:
Die Kommunistische Jugend (KJ) im Raum Schorndorf gibt ihre 'Kommunistische Presse' (vgl. Jan. 1972, Apr. 1972) heraus mit dem Leitartikel "Raus mit Arbeiterverrätern - Kampf den SPD-Listen. Fortschrittliche Arbeiter in die Betriebsräte" aus der 'Roten Fahne' der KPD zu den Betriebsratswahlen (BRW).

Ein Artikel ist "Nixons Politik der 'Vietnamisierung' des Krieges".

Geworben wird für die 'Rote Fahne' der KPD. Kontaktadressen werden angegeben für Göppingen (dienstags 17 Uhr 30 bis 19 Uhr in der Gaststätte Bonnetshöhe), Schorndorf (donnerstags 17 Uhr 30 bis 19 Uhr im Café Balle) und Schwäbisch Gmünd (donnerstags 17 Uhr 30 bis 19 Uhr in der Gaststätte Zum Wilden Mann, Mutlangerstraße 2).
Q: Kommunistische Presse, Winterbach März 1972

April 1972:
Bei Zeiss Oberkochen gibt die DKP vermutlich im April ihre Betriebszeitung 'Objektiv' mit einem Aufruf zum 1. Mai heraus.
Q: Objektiv, Oberkochen o.J. (1972)

April 1972:
Die Kommunistische Jugend (KJ) im Raum Schorndorf gibt ihre 'Kommunistische Presse' (vgl. März 1972) heraus mit dem Leitartikel "1. Mai" sowie dem Maiaufruf "Vorwärts zum 1. Mai!" aus der 'Roten Fahne' der KPD.

Enthalten ist zu den LTW auch der Artikel "Keine Stimme diesen Parteien - Stellungnahme der KJ zu den Landtagswahlen".

Geworben wird für die 'Rote Fahne' der KPD. Kontaktadressen werden angegeben für Göppingen (dienstags 17 Uhr 30 bis 19 Uhr in der Gaststätte Bonnetshöhe), Schorndorf (donnerstags 17 Uhr 30 bis 19 Uhr im Café Balle) und Schwäbisch Gmünd (donnerstags 17 Uhr 30 bis 19 Uhr in der Gaststätte Zum Wilden Mann, Mutlangerstraße 2).
Q: Kommunistische Presse, Winterbach Apr. 1972

10.04.1972:
In Schwäbisch Gmünd gibt die RJ/ML des KAB/ML ihren 'Solidarischen Kampf' Nr. 6 (vgl. Feb. 1972, Juni 1972) in dieser Woche mit einer Auflage von 1 000 Stück heraus mit dem Leitartikel zu den JVW "Jugendvertreterwahlen 1972: Schaffen wir eine starke Jugendvertretung".

Zu den LTW erscheint der Artikel "Landtagswahlen in Baden-Württemberg: Nein, zum Wahlschwindel!". Den Schulabgängern bzw. neuen Lehrlingen widmet sich der Bericht "Gesucht: Billige Arbeitskräfte!". Zum Wehrkundeerlass (WKE) erscheint der Artikel "Kampf dem Militarismus!" und es wird darauf hingewiesen, dass die RJ (ML) das Aktionskomitee unterstütze, welches in dieser und der nächsten Woche vor der Berufsschule Flugblätter verteile. Gewürdigt wird der 150. Starfighter-Absturz, von Bert Brecht wird das "Lied gegen den Krieg" abgedruckt. Es gibt einen Spendenaufruf und in "Ultrarechte unter sich: Ganzenmüller ruft - Strauss kommt!" einen Aufruf zum Besuch von Franz Josef Strauß (vgl. 17.4.1972).

Eingeladen wird zum Treff jeden Mittwoch im Gasthaus Neue Welt sowie zu den eigenen Veranstaltungen (vgl. 12.4.1972, 19.4.1972, 26.4.1972). Der Verkauf des 'Rebell' vor der Berufsschule wird für den 18. bis 24.4.1972 angekündigt.
Q: Solidarischer Kampf Nr. 6, Schwäbisch Gmünd Apr. 1972

12.04.1972:
In Schwäbisch Gmünd lud die RJ (ML) (vgl. 10.4.1972) für heute ein zu ihrer Veranstaltung "Schaffen wir eine starke Jugendvertretung!" zu den JVW im Gasthaus Neue Welt.
Q: Solidarischer Kampf Nr. 6, Schwäbisch Gmünd Apr. 1972, S. 8

17.04.1972:
In Schwäbisch Gmünd tritt heute Franz Josef Strauß (FJS) von der CSU um 20 Uhr im großen Stadtgartensaal auf. Zum Protest ruft die RJ (ML) auf (vgl. 10.4.1972).
Q: Solidarischer Kampf Nr. 6, Schwäbisch Gmünd Apr. 1972, S. 7

19.04.1972:
In Schwäbisch Gmünd lud die RJ (ML) (vgl. 10.4.1972) für heute ein zu ihrer Veranstaltung "Kampf dem Militarismus! - Weg mit dem Wehrkundeerlass!" zum WKE im Gasthaus Neue Welt.
Q: Solidarischer Kampf Nr. 6, Schwäbisch Gmünd Apr. 1972, S. 8

26.04.1972:
In Schwäbisch Gmünd lud die RJ (ML) (vgl. 10.4.1972) für heute ein zu ihrer Veranstaltung "Der 1. Mai lebt!" im Gasthaus Neue Welt.
Q: Solidarischer Kampf Nr. 6, Schwäbisch Gmünd Apr. 1972, S. 8

01.05.1972:
In Aalen wird, laut RJ/ML, eine Kundgebung mit 80 Teilnehmern von einer Aktionseinheit des KAB/ML mit DGB und Jusos durchgeführt. Nur die DKP habe sich verweigert. Laut KAB/ML besuchen etwa 80 die Kundgebung der RJ/ML.
Q: Rebell Nr.5,Tübingen Mai 1972; Rote Fahne Nr. 5, Tübingen Mai 1972

01.05.1972:
In Schwäbisch Gmünd besuchen, laut KAB/ML, über 250 die Kundgebung, die er selbst gemeinsam mit der RJ/ML durchführte. Außerdem habe man noch eine Kulturveranstaltung (Maifest) organisiert. Der DGB habe im Saal gefeiert.
Q: Rote Fahne Nr.5,Tübingen Mai 1972; Rebell Nr. 5, Tübingen Mai 1972

Juni 1972:
In Schwäbisch Gmünd gibt die RJ/ML des KAB/ML ihren 'Solidarischen Kampf' Nr. 7 (vgl. 10.4.1972) mit einer Auflage von 1 000 Stück heraus mit dem Leitartikel "Kapitalistenwillkür bei der Radiozentrale"

Weitere Artikel sind:
- "Ostverträge - 'Sicherung des Friedens'?";
- "Jugendvertreterwahl '72" zu den JVW;
- "Haarnetzzwang - eine Sicherheitsmassnahme?";
- "Rückblick 1. Mai '72"; sowie
- "Demonstration in Gmünd" am 9.5.1972 gegen den Wehrkundeerlaß (WKE).

Eingeladen wird zum Treff jeden Mittwoch im Gasthaus Neue Welt.
Q: Solidarischer Kampf Nr. 7, Schwäbisch Gmünd Juni 1972

Juli 1972:
Der KABD (vgl. 7.8.1972) zitiert aus der vermutlich im Juli erscheinenden 'Roten Presse' des KAB/ML (bald: KABD) und seiner RJ/ML bei der MF Weingarten Straßdorf:"
'ROTE PRESSE' GEGEN UNTERNEHMERWILLKÜR

Im April und Mai wurde im Werk Straßdorf der Firma Weingarten Kurzarbeit diktiert. Wir spürten die Folgen dieser Maßnahmen an dem schmaleren Geldbeutel - die Profite der Weingarten-Bosse blieben dagegen unangetastet. Einige Kollegen kündigten sogar, um nicht noch größerem Lohnraub ausgesetzt zu sein, wodurch sie aber der Misere nicht entgehen können.

Die Weingarten-Bosse erreichten damit auch, daß sich große Unsicherheit und Angst um den Arbeitsplatz breitmachte. Schließlich müssen die meisten Kollegen zu Hause eine Familie ernähren. Damit schaffte sich die Geschäftsleitung eine sehr gute Ausgangsposition, um uns noch mehr unter die Knute zu nehmen.

Als plötzlich die Aufträge wie aus heiterem Himmel da waren, verlangte sie von den Kollegen in der Montage, daß sie am Tag zehn und mehr Stunden arbeiten sollten. Vielen Kollegen paßte das nicht. Es fielen harte Worte: 'Ich laß mich doch nicht an der Nase herumführen!' Doch niemand, auch nicht unser Betriebsrat, obwohl es seine Pflicht gewesen wäre, unternahm wirklich etwas, um diesen Willkürakt der Weingarten-Bosse zu bekämpfen. Wenn wir uns fragen, wem denn diese Überstunden nützen, müssen wir feststellen, daß letzten Endes doch wir die Dummen sind. Den Lohnraub, den uns die Kurzarbeit bescherte, machen wir nicht wett, denn es wird teilweise schon jetzt wieder auf Vorrat gearbeitet und man munkelt, daß demnächst wieder Kurzarbeit ins Haus steht. Zehn Stunden und mehr am Tag sind auch nicht angetan, daß dadurch unsere Gesundheit besser wird. Im Gegenteil! Der Acht-Stunden-Tag, den sich die Arbeiterklasse in langen blutigen Kämpfen erstritten hat, wird durch solche Maßnahmen ausgehöhlt. Wie es den Unternehmern paßt, verfügen sie über Kurzarbeit oder Überstunden, um ihre Profite zu sichern und in die Höhe zu schrauben. Den Weingarten-Bossen geht es darum, keine Konventionalstrafen für zu spät gelieferte Maschinen bezahlen zu müssen. Doch wir sind es, die für die krasse Fehlplanung herhalten müssen und nicht die, die sie verschuldeten!

In einigen Abteilungen ist nicht genügend Arbeit vorhanden. Die betreffenden Kollegen werden einfach kurzerhand an einen anderen Arbeitsplatz gestellt, gerade so, wie es den Weingarten-Bossen in ihre Profitpläne paßt.

Das ist die 'soziale' Wirklichkeit: Kurzarbeit, Überstunden, Zwangsversetzungen, wenn es den Unternehmern paßt.

Ist es überhaupt möglich, dagegen etwas zu machen? Letztlich kann uns nur der Sozialismus, der der arbeitenden Bevölkerung die Macht in die Hände gibt, vor den immer wiederkehrenden Krisen schützen. Aber nur vom Sozialismus zu träumen nützt nichts, wir müssen ihn uns erkämpfen. Dazu ist notwendig, daß wir Arbeiter und Angestellte zusammen uns jetzt entschlossen zur Wehr setzen.

Hier müssen wir uns doch die Frage stellen, wofür der Betriebsrat eigentlich zu sorgen hat. Dafür, daß die Kasse der Aktionäre stimmt, oder dafür, uns vor der Willkür der Kapitalisten zu schützen. Hier zeigt sich wirklich, welcher Betriebsrat sich für unsere Interessen einsetzt und gegen die Ursachen dieser Maßnahmen vorgehen will. Das Betriebsverfassungsgesetz (BVG,d.Vf.) schränkt zwar die Arbeit des Betriebsrats ein, hindert ihn aber nicht daran, den Vertrauensleutekörper (VLK,d.Vf.) einzusetzen (wohl eher: einzuweihen,d.Vf.), der der Belegschaft die ganze Tragweite der Maßnahmen dann auseinandersetzen könnte. Eine Konferenz hinter verschlossenen Türen hilft da wenig. Wieso ruft der Betriebsrat keine Betriebsversammlung (BV,d.Vf.) ein, wo Gegenmaßnahmen diskutiert werden könnten? Diskutieren wir mit dem Vertrauensleutekörper, fordern wir: Strikte Einhaltung des Acht-Stunden-Tags! Keine Zwangsversetzungen!"
Q: Rote Fahne Nr. 8, Tübingen Aug. 1972, S. 4

31.07.1972:
Der KABD (vgl. 7.8.1972) verbreitet mit Datum 4.8.1972 den folgenden Bericht aus Schwäbisch Gmünd, u.a. spätestens über diese Woche:
BAUERN: KEINEN FUSSBREIT FÜR DIE US-BESATZER

Rücksichtslos versuchen die US-Truppen, neues Übungsgelände für ihre Panzer in Beschlag zu nehmen. Zuerst wollten sie sich den Stauferwald bei Göppingen unter den Nagel reißen. Das scheiterte jedoch am geschlossenen Widerstand der Bevölkerung: 5 000 Menschen gingen das Vorhaben der US-Besatzer auf die Straße (vgl. Juli 1972,d.Vf.) unter Parolen wie 'Rettet den Stauferwald'.

Vor allem die werktätige Bevölkerung wäre betroffen gewesen, denn der Stauferwald ist als Naturschutzgebiet - unweit von Göppingen entfernt - für sie ein wertvolles Erholungsgebiet.

Von der Entschlossenheit der Bevölkerung abgeschreckt, sannen die Beamten vom Regierungspräsidium Stuttgart nach einem anderen Gebiet für die US-Imperialisten. Sie kamen auf ein 130 Hektar großes Gebiet, das an der Kreisgrenze von Göppingen und Gmünd liegt. Durch die Benützung dieses Geländes wären 21 landwirtschaftliche Betriebe in ihrer Existenz gefährdet. Sofort als das Vorhaben des Regierungspräsidiums bekannt wurde, gaben die betroffenen Bauern zu verstehen, daß auch bei ihnen keine Panzer üben werden. Bauern von Maitis errichteten am Ortseingang ein Transparent mit der knappen, aber eindeutigen Aufschrift: 'Keine Panzer!'.

Christian Boxricker, einer der Landwirte, die das Vorhaben des Staates und der US vollends ruinieren würde, gab die Entschlossenheit der Bauern, für ihr Land zu kämpfen, deutlich zu verstehen: 'Wenn es wirklich dazu kommt, dann gibt es in Maitis ein kleines Nordirland'. Scheinheilig sprachen sich Gmünds OB und Vertreter der bürgerlichen Parteien ebenfalls gegen die Anlage eines Panzerübungsplatzes in dieser Gegend aus. Die SPD-Bundestagskandidatin sprach davon, daß aus 'Gründen des Umweltschutzes' ein Panzerübungsgelände in diesem Gebiet 'völlig unmöglich' sei. Von der Lage aber der Bauern kein Wort!

Der Kommunistische Arbeiterbund griff sofort ein, indem er vor den Betrieben zur Solidarität mit den bedrohten Bauern aufrief, die Handlangerdienste des westdeutschen Staates für den US-Imperialismus aufdeckte und dem Aufbegehren der Bevölkerung die richtungweisende politische Stoßrichtung gab: 'US-Truppen raus aus Gmünd - raus aus Westdeutschland!'

Eines steht jetzt schon fest: auch dieser Versuch, auf Kosten der Arbeiter und Bauern einen weiteren Stützpunkt für die US-Mordsoldateska zu errichten, ist zum Scheitern verurteilt."
Q: Rote Fahne Nr. 8, Tübingen Aug. 1972, S. 11

30.08.1972:
In Oberkochen streiken, laut 'SBK', 350 Beschäftigte der Firma Adolf Bäuerle vier Stunden lang gegen die Entlassung des Betriebsratsvorsitzenden. Laut KG (NRF) Mannheim/Heidelberg streikt die Abteilung Arbeitsvorbereitung. Laut KB Bremen waren es nur 300.
Q: Arbeiter-Zeitung Nr. 8, Mannheim Okt. 1972; Wahrheit Nr. 7/8, Bremen Aug./Sept. 1972;Rote Arbeiter Zeitung Nr. 4, Braunschweig 21.12.1972;Sozialistische Betriebskorrespondenz Nr. 5, Offenbach 1.10.1972

September 1972:
Die Nr. 9 der 'Roten Fahne' (RF) des KABD (vgl. Aug. 1972, Okt. 1972) berichtet über die eigene 'Rote Krone' bei Triumph Heubach.
Q: Rote Fahne Nr. 9, Tübingen Sept. 1972

Oktober 1972:
Die Nr. 10 der 'Roten Fahne' des KABD (vgl. Sept. 1972, Nov. 1972) berichtet u.a. aus Schwäbisch Gmünd von dem Auftritt des 'Roten Zünders' vor Triumph in Heubach (über 150 Zuschauer) und vor Weingarten in Straßdorf. Außerdem sei dort noch ein Arbeiterpressefest durchgeführt worden.
Q: Rote Fahne Nr. 10, Tübingen Okt. 1972

November 1972:
In Straßdorf bei Schwäbisch Gmünd gibt der KABD eine Ausgabe seiner 'Roten Presse' für die MF Weingarten heraus.
Q: Rote Fahne Nr. 3, Tübingen März 1973

04.12.1972:
Die KPD/ML-ZK gibt den 'Roten Morgen' (RM) Nr. 24 (vgl. 20.11.1972, 18.12.1972) heraus, u.a. mit Berichten über Bauern in Ellwangen, Dalkingen und Schwabberg.
Q: Roter Morgen Nr. 24, Berlin 4.12.1972

18.12.1972:
Vermutlich in dieser Woche gibt die Gewerkschaftsabteilung des ZK der KPD erstmals ihre 'Revolutionäre Gewerkschaftsopposition' (RGO) (vgl. März 1973) heraus. In einem Artikel zur Metalltarifrunde (MTR) 1972/73 wird u.a. der IGM Ortsverein Schwäbisch-Gmünd erwähnt.
Q: Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 1, Dortmund o.J. (1972)

Januar 1973:
Die Nr. 1 der 'Roten Fahne' des KABD (vgl. Dez. 1972, Feb. 1973) berichtet u.a. über die eigene Betriebszeitung 'Die Rote Presse' bei Weingarten in Straßdorf.
Q: Rote Fahne Nr. 1, Tübingen Jan. 1973

Februar 1973:
Die Nr. 2 der 'Roten Fahne' des KABD (vgl. Jan. 1973, März 1973) berichtet u.a. aus Schwäbisch Gmünd über eine Vietnam Diskussionsveranstaltung mit 50 und eine Vietnamdemonstration auf dem Johannisplatz mit über 150 Teilnehmern.
Q: Rote Fahne Nr. 2, Tübingen Feb. 1973

März 1973:
Die Nr. 3 der 'Roten Fahne' des KABD (vgl. Feb. 1973, Apr. 1973) berichtet u.a. über die eigene Betriebszeitung 'Die Rote Presse' bei Weingarten in Straßdorf.
Q: Rote Fahne Nr. 3, Tübingen März 1973

14.03.1973:
In Schwäbisch Gmünd streiken, laut KABD, 700 der 900 Beschäftigten im Reparaturwerk der US-Army, die zum IG Metall Bereich gehören (vgl. 21.3.1973). Der KABD (vgl. 1.5.1973) berichtet auch:
In Schwäbisch Gmünd traten rund 700 Arbeiter bei der US-Armee mehrmals in den Ausstand, um sich gegen ein Abwälzen der Dollarkrise auch auf ihren Rücken zu wehren."

Laut KPD/ML-ZK geht es gegen die Kürzung von übertariflichen Zulagen.

Die KPD berichtet (vgl. 15.3.1973):"
SCHWÄBISCH-GMÜND: STREIK GEGEN LOHNRAUB DURCH USA-MILITÄR!

Seit Mittwoch, 14.3.1973, streiken die 700 Arbeiter des USA- Instandsetzungswerkes fast täglich. Der Grund ist, daß die 8,5prozentige Lohnerhöhung teilweise auf die übertarifliche Bezahlung angerechnet wird, d.h. es bleiben 4,5 Prozent. Die außertariflichen Zulagen wurden vor zwei Jahren von den Kollegen erkämpft. Der Lohn im Amiwerk lag bis dahin bis zu 2 DM unter dem anderer Betriebe. Durch Schmutzzulagen etc., die zwischen 36 Pfg. und 60 Pfg./Std. betrugen, erreichten sie etwa das Gmünder Lohnniveau. Trotzdem verdienten sie bis zu 1,24 DM weniger als die Kollegen bei Daimler.

Als der Kommandeur bekanntgab, durch die Dollarabwertung sei er gezwungen, die außertariflichen Zulagen zu kürzen, um mit den bereitgestellten Geldern auszukommen, platzte den Kollegen der Kragen: Am Mittwoch früh ruhte die Arbeit."
Q: Rote Fahne Nr. 13, Dortmund 28.3.1973, S. 4; Roter Morgen Nr. 11, Hamburg 24.3.1973;Rote Fahne Nr. 4 und Extrablatt, Tübingen Apr. 1973 bzw. o.J. (1973), S. * bzw. S. 2

15.03.1973:
Die KPD berichtet vom US-Army Instandsetzungwerk in Schwäbisch Gmünd (vgl. 14.3.1973, 19.3.1973):"
Der Betriebsrat setzte für Donnerstag eine Betriebsversammlung an und konnte somit den Streik erst einmal abbrechen. Aber auf der Betriebsversammlung erhielt der Kommandeur die richtige Antwort: Er wurde ausgepfiffen, ausgebuht und ausgelacht und mußte schließlich fluchtartig den Raum durch die Hintertür verlassen. Die Kollegen stellten dem Kommandeur ein Ultimatum, sie forderten in einer Resolution:
- Sofortige Rücknahme der Kürzung der außertariflichen Zulagen!
- Bezahlung der Streikstunden.
- Keine Maßnahmen gegen die Kollegen.

Die Ultimatum lief um 13 Uhr ab, der Kommandeur rührte sich nicht. Als die Kollegen daraufhin wieder streikten, war er schließlich zu weiteren Verhandlungen bereit. Der Termin wurde für Dienstag in Heidelberg festgelegt."
Q: Rote Fahne Nr. 13, Dortmund 28.3.1973, S. 4

19.03.1973:
Die KPD berichtet vom US-Army Instandsetzungswerk in Schwäbisch Gmünd (vgl. 15.3.1973, 20.3.1973), daß dort heute ein mehrstündiger Warnstreik durchgeführt wird.
Q: Rote Fahne Nr. 13, Dortmund 28.3.1973, S. 4

20.03.1973:
Die KPD berichtet vom US-Army Instandsetzungwerk in Schwäbisch Gmünd (vgl. 19.3.1973) u.a. von heute:"
Am Montag und Dienstag führten die Kollegen mehrstündige Warnstreiks durch!

Am Dienstag erschienen dann auch Vertreter des Bonner Finanzministeriums und des USA-Hauptquartiers in Heidelberg. Auf den Verhandlungen zeigte sich wieder der volksfeindliche Charakter der SPD-Regierung: Obwohl die USA-Imperialisten nachgegeben hätten, versuchte Ministerialrat Wargin, den Lohnraub durchzusetzen: Mindestens 9 Pfg./Std. sollten abgezogen werden. Die Verhandlungen scheiterten und wurden auf Donnerstag vertagt. Die IGM-Führer hatten sich nicht durchsetzen können, obwohl sie zusicherten, für eine 'reibungslose Fortführung der Arbeit' zu sorgen, sobald der 'Frieden' wieder eingekehrt sei.

Inzwischen versuchten die USA-Imperialisten, die Kollegen einzuschüchtern. Sie drohten, daß bei weiteren Streiks die Aufträge abgezogen würden, daß nicht nur die übertariflichen Zulagen, sondern auch der Leistungslohn wegfallen würde.

Doch die Kollegen sind kampfbereit, sie haben jahrelang für eine bessere Bezahlung gekämpft und immer wieder war ihnen die Gewerkschaftsführung in den Rücken gefallen. Noch haben die Gewerkschaftsführer den Streik unter Kontrolle, was sich z.B. daran zeigt, daß die Kollegen immer wieder die Arbeit aufnehmen, wodurch die Kampffront immer wieder geschwächt wird. Aber die Kollegen stehen jetzt nicht allein: In einer Solidaritätsresolution erklärten sich die Kollegen des USA-Instandsetzungswerkes in Giessen bereit, in den Solidaritätsstreik zu treten! Auch aus Stuttgart, Göppingen, Heidenheim und Aalen trafen Solidaritätserklärungen ein!

Die IGM-Bonzen bekommen es mit der Angst zu tun, Bezirksleiter Steinkühler äußerte offen seine 'Befürchtungen': Er warnte 'vor einer weiteren Zuspitzung der Lage, Gmünd könnte sonst leicht die Lunte am Pulverfaß sein. Es besteht echter Grund zu der Befürchtung, Gmünd könne Anlaß für einen zweiten Sommer 1969 werden.' (Gmünder Tagespost, 21.3.1973). Bei dieser Formulierung bleibt kein Zweifel: Die IGM-Führung wird alles versuchen, den Streik unter Kontrolle zu halten, um ihn abzuwürgen!"
Q: Rote Fahne Nr. 13, Dortmund 28.3.1973, S. 4

April 1973:
Die Nr. 4 des 'Rebell' (vgl. März 1973, Mai 1973) der RJ/ML des KABD berichtet in "Militarist an der Berufsschule" vom Wehrkundeerlass (WKE) bzw. der Kaufmännischen Berufsschule Schwäbisch Gmünd und der TRJ/ML-Berufsschulgruppe arbeitet an verschiedenen Berufsschulen, u.a. an der Kaufmännischen. Eingegangen wird auch noch auf die Jugendvertretung bei Weingarten, wo der KABD die Betriebszeitung 'Rote Presse' herausgibt.
Q: Rebell Nr. 4, Tübingen Apr. 1973, S. 5 und 7

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Mai 1973:
Bei der Universal MF Westhausen in Aalen streiken vermutlich im Mai, laut RFO Saarland, 30 von 760 Arbeitern an einem Tag 3 Stunden lang für eine Teuerungszulage (TZL).
Q: Rote Fahne - Röchling o.Nr. (7), Völklingen o.J. (1973)

Mai 1973:
Bei der Zahnradfabrik (ZF) in Schwäbisch Gmünd findet, laut AB, vermutlich im Mai ein Streik für eine Teuerungszulage (TZL) statt.
Q: Der Rote Weichensteller Nr. 10, München Juli 1973

01.05.1973:
In Schwäbisch Gmünd besuchen, laut RJ/ML und KABD, 500 die DGB Demonstration und Kundgebung. Zuvor habe bereits der KABD eine Veranstaltung mit 80 Leuten durchgeführt.
Q: Rebell Nr. 5, Tübingen Mai 1973; Rote Fahne Nr. 5, Tübingen Mai 1973

31.05.1973:
Frühestens heute gibt die KHG (NRF) Heidelberg/Mannheim/Karlsruhe die Nr. 25 ihrer 'Kommunistischen Hochschulzeitung' (vgl. 7.5.1973, 20.6.1973) heraus, die sich vor allem mit der Hochschulreform und dem Kampf gegen das baden-württembergische Landeshochschulgesetz (LHG) befaßt.
An der Aktionseinheit (vgl. 6.5.1973) beteiligen sich jetzt auch die Asten u.a. der PH Schwäbisch-Gmünd.
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Nr. 25, Heidelberg o.J. (Mai 1973)

25.06.1973:
In Baden-Württemberg soll, laut KHG Heidelberg/ Mannheim/ Karlsruhe, ein landesweiter Hochschulstreik gegen das Hochschulgesetz, u.a. an der PH Schwäbisch Gmünd stattfinden, der bis zum 29.6.1973 dauern soll.
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Nr. 26 und 27, Heidelberg 20.6.1973 bzw. 6.7.1973

25.06.1973:
Die KHG Heidelberg (vgl. 27.6.1973) berichtet vom Streik gegen das LHG von den PH Ludwigsburg, Schwäbisch-Gmünd und Weingarten vermutlich von Anfang dieser Woche:"
In allen drei PH's stimmten in den Urabstimmungen jeweils an die 50 % für Streik. Die Streiks wurden bis zu 90 % befolgt."
Q: Kommunistische Hochschulzeitung Extrablatt Vorwärts im Kampf gegen die HSG-Novelle!, Heidelberg 27.6.1973, S. 2

Juli 1973:
Die Nr. 7 der 'Roten Fahne' des KABD (vgl. Juni 1973, Aug. 1973) berichtet u.a. über die Verteilung eines Flugblattes bei der Zahnradfabrik (ZF) in Schwäbisch Gmünd.
Q: Rote Fahne Nr. 7, Tübingen Juli 1973

03.07.1973:
In Schwäbisch Gmünd wird, laut KABD und unter dessen Beteiligung, eine Kambodscha Aktionseinheit gegründet.
Q: Rote Fahne Nr. 8, Tübingen Aug. 1973

21.09.1973:
In Schwäbisch Gmünd streiken, laut KABD, die ca. 600 Arbeiter von Ritz Pumpen eine halbe Stunde lang.
Q: Rote Fahne Nr. 10, Tübingen Okt. 1973

17.10.1973:
Die Göttinger Betriebszeitung (GBZ) Nr. 47 (vgl. 11.10.1973, 7.11.1973) berichtet über die Forderungen nach TZL:"
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Mitte des Jahres forderte der Betriebsrat des Hauptwerkes in Oberkochen eine Teuerungszulage. Die Geschäftsleitung erklärte sich bereit, für die Betriebe der Carl-Zeiss-Stiftung (etwa 17 000 Beschäftigte) einen Betrag von insgesamt 210 000 DM zur Verfügung zu stellen. Davon entfielen auf Göttingen rund 51 000 DM. Der Verteilerschlüssel, der in Oberkochen aufgestellt wurde, führte einerseits zu großer Unruhe in der Belegschaft, da 2/3 leer ausgingen. Andererseits war es der Geschäftsleitung damit aber gelungen, die Belegschaft zu spalten und von einem gemeinsamen Vorgehen abzuhalten."
Q: Göttinger Betriebszeitung Nr. 47, Göttingen 17.10.1973, S. 3

26.10.1973:
In Ulm veranstaltet der RJVD des KABD, nach eigenem Bericht, ein Fußballspiel des RJVD Ulm gegen die RJVDs Aalen und Schwäbisch-Gmünd, welches von ca. 40 Jugendlichen aus Ulm und Umgebung besucht worden sei. Danach habe man sich noch Dias und Filme über die VR China angesehen und 100 DM für Kambodscha gesammelt.
Q: Der Rotstift Nr. 10, Ulm Nov. 1973

15.11.1973:
Der KBW Ortsgruppe Göttingen gibt den 'Metallarbeiter' Nr. 15 (vgl. 1.11.1973, 3.12.1973) heraus mit dem Artikel "Kampf dem Abbau der Reallöhne!" zum Kampf um Teuerungszulagen (TZL) von dem auch berichtet wird:"
Zeiss

Mitte des Jahres forderte der Betriebsrat des Hauptwerkes in Oberkochen eine Teuerungszulage. Die Geschäftsleitung erklärte sich bereit, für die Betriebe der Carl-Zeiss-Stiftung (etwa 17 000 Beschäftigte) einen Betrag von insgesamt 210 000 DM zur Verfügung zu stellen. Davon entfielen auf Göttingen rund 21 000 DM. Der Verteilerschüssel, der in Oberkochen aufgestellt wurde, führte einerseits zu großer Unruhe in der Belegschaft, da 2/3 leer ausgingen. Andererseits war es der Geschäftsleitung damit aber gelungen, die Belegschaft zu spalten und von einem gemeinsamen Vorgehen abzuhalten."
Q: Der Metallarbeiter Nr. 15, Göttingen 15.11.1973, S. 10

31.01.1974:
Die Schülerkommission der Ortsgruppe Waiblingen des KBW (vgl. 13.2.1974) berichtet, dass heute in Aalen, Böblingen / Sindelfingen und Schwäbisch Gmünd über 700 Postler rund eine Stunde streiken.
Q: Schulkampf Nr. 5, Waiblingen 13.2.1974, S. 3

März 1974:
Die Nr. 3 des 'Rebell' (vgl. Feb. 1974, April 1974) berichtet u.a. über den 'Roten Wecker', die Lehrlingszeitung des RJVD Aalen.
Q: Rebell Nr. 3, Tübingen März 1974

Juni 1974:
Vermutlich im Juni erscheint der 'Rote Pfeil' Nr. 4 (vgl. Mai 1974, Okt. 1974) der KSG des KABD mit dem Artikel "Studienreform nach Anweisung der Chemiebosse" zum Kurzzeit-Chemiestudium an der Uni Ulm und der FHS Aalen.
Q: Roter Pfeil Nr. 4, Tübingen 1974, S. 10f

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15.02.1975:
Bei der Holzmaschinenfabrik Bäuerle in Oberkochen findet, laut KBW, ein Warnstreik statt.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 9, Mannheim 6.3.1975

08.03.1975:
Der KBW (vgl. 26.3.1975) berichtet, daß für eine heutige Gründungsversammlung des Verbandes Deutscher Studentenschaften (VDS) u.a. die folgenden, nicht von MSB und SHB der DKP getragenen ASten eingetreten seien, die sich aber vermutlich nicht durchsetzen konnten (vgl. 20.3.1975): FHS Aalen, FHS und PH Schwäbisch-Gmünd.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 12, Mannheim 26.3.1975, S. 11

28.04.1975:
Vermutlich diese Woche streiken in Schwäbisch Gmünd, laut KBW, 1 000 in 4 Betrieben der Schmuck-, Uhren- und Edelmetallindustrie.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 19, Mannheim 15.5.1975

14.05.1975:
In der Nr. 19 ihrer 'Roten Fahne' (RF - vgl. 7.5.1975, 21.5.1975) berichtet die KPD u.a. aus dem IGM-Bereich über die Schweißerei bei Gatter und Schüle in Schwäbisch Gmünd.
Q: Rote Fahne Nr. 19, Köln 14.5.1975, S. 5

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24.08.1975:
Der AB gibt die Nr. 68 seiner 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' (KAZ) (vgl. 10.8.1975, 6.9.1975) heraus und berichtet u.a. von Knecht Filter in Lorch.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 68, München 24.8.1975

November 1975:
Bei der MF Erhardt und Söhne in Schwäbisch-Gmünd findet, laut AB, vermutlich im November ein Streik statt.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 75, München 30.11.1975

02.12.1975:
Die KPD gibt ihren 'Roten Fahne Pressedienst' (RFPD) Nr. 4 (vgl. 25.11.1975, 9.12.1975) heraus und berichtet u.a. von Erhard und Söhne Schwäbisch Gmünd (IGM-Bereich).
Q: Rote Fahne Pressedienst Nr. 4, Köln 2.12.1975

17.02.1976:
Die KPD gibt die Nr. 7 ihres 'Rote Fahne Pressedienstes' (RFPD - vgl. 10.2.1976, 24.2.1976) heraus und berichtet von der Metalltarifrunde (MTR - IGM-Bereich) u.a. aus Aalen.
Q: Rote Fahne Pressedienst Nr. 7, Köln 17.2.1976

01.05.1976:
In Schwäbisch Gmünd beteiligen sich, laut KPD, auch Beschäftigte der Druckindustrie (DP-Bereich) an der Maikundgebung.
Q: Rote Fahne Nr. 18, Köln 5.5.1976

03.06.1976:
Aus dem RJVD Aalen treten, laut KAB (RW), mehrere Genossen aus.
Q: KAB(RW): Vom prinzipienlosen Frieden zum prinzipienlosen Kampf, Frankfurt 1976, S. 78

12.06.1976:
Im KABD erscheint die 'ZKK Mitteilung' Nr. 25 (vgl. 10.6.1976, 14.6.1976). Die ZKK des KABD verurteilt darin die "Jacob-Liquidatoren" und ruft zur "völligen Zerschlagung der Jacob-Gruppe" auf. Ergebenheitsadressen werden u.a. von folgenden OG abgedruckt:
- KABD-Zelle Schwäbisch Gmünd.
Q: KABD-ZKK: Mitteilung Nr. 25, o.O. 12.6.1976

21.06.1976:
Im KABD erscheint die 'ZKK Mitteilung' Nr. 29 (vgl. 14.6.1976, 3.7.1976). Danach wird das "Jacob-Liquidatorentum" u.a. von folgenden OG verurteilt:- RJVD-OG Schwäbisch-Gmünd.
Q: KABD-ZKK: Mitteilung Nr. 29, o.O. 21.6.1976

06.07.1976:
Im KABD erscheint die 'ZKK Mitteilung' Nr. 35 (vgl. 3.7.1976, 29.7.1976). Dieser ZKK-Mitteilung zufolge wird das "Jacob-Liquidatorentum" u.a. von folgenden OG verurteilt:
- KABD Zelle Schwäbisch Gmünd.
Q: KABD-ZKK: Mitteilung Nr. 35, o.O. 6.7.1976

25.08.1976:
Die SAG gibt die Nr. 7 ihrer 'Sozialistischen Arbeiter Zeitung' (vgl. 11.8.1976, 8.9.1976) heraus und berichtet u.a. vom Schwabenverlag Ellwangen.
Q: Sozialistische Arbeiter Zeitung Nr. 7, Frankfurt 25.8.1976

17.03.1977:
Der KBW Bezirk Bodensee gibt die 'Kommunistische Volkszeitung – Bezirksbeilage Bodensee' Nr. 11 (vgl. 10.3.1977, 24.3.1977) heraus mit dem Artikel "Streikrecht" zum Schwabenverlag Ellwangen (DruPa-Bereich).
Q: Kommunistische Volkszeitung – Bezirksbeilage Bodensee Nr. 11, Ravensburg 17.3.1977, S. 1

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20.03.1977:
Der AB gibt seine 'Kommunistische Arbeiterzeitung' Nr.108 (vgl. 6.3.1977, 3.4.1977) heraus und berichtet u.a. aus dem DruPa OV Aalen, der u.a. auch für den Schwabenverlag Ellwangen zuständig ist.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 108, München 20.3.1977

24.03.1977:
Der KBW Bezirk Donau-Iller / Ostwürttemberg gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 12 eine Bezirksbeilage (vgl. 7.4.1977) heraus mit dem Artikel "Haushaltsdebatte: Verteilung der Pfründe für die Kapitalisten" zum Haushaltsplan der Gemeinde Schwäbisch Gmünd.
Q: Kommunistische Volkszeitung Bezirksbeilage Donau-Iller / Ostwürttemberg Nr. 12, Ulm o. J. (1977), S. 4

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28.03.1977:
Der KBW berichtet über seine "Erfolgreiche 1. Mai-Veranstaltung" in Schwäbisch Gmünd, zu der 25 Menschen, darunter auch Mitglieder des KABD, die aber schwiegen, erschienen.
Q: Kommunistische Volkszeitung Bezirksbeilage Donau-Iller / Ostwürttemberg Nr. 14, Ulm o. J. (1977), S. 1f

April 1977:
In Ulm gibt der KABD bei KHD im April sein 'Rotes Band' Nr. 5 heraus (vgl. März 1977, Mai 1977), diese enthält die Information, daß bei Magirus Deutz in Ulm über 1 000 Solidaritätsunterschriften für die Ellwanger Drucker gesammelt worden seien.
Q: Das rote Band Nr. 5, Ulm Apr. 1977

02.04.1977:
In Düsseldorf führt der KABD, nach eigenen Angaben, eine Druckkonferenz durch. Insgesamt verfüge der KABD momentan über 4 Druckzellen. Eingeladen zu der Konferenz habe man 15 Ortsgruppen und zwar u.a. Aalen.
Q: Lernen und kämpfen Nr. 9, o.O. Sept. 1977

03.04.1977:
Der AB gibt seine 'Kommunistische Arbeiterzeitung' Nr. 109 (vgl. 20.3.1977, 17.4.1977) heraus und berichtet u.a. aus der DruPa Aalen.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 109, München 3.4.1977

07.04.1977:
Der KBW Bezirk Donau-Iller / Ostwürttemberg gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 14 eine Bezirksbeilage (vgl. 24.3.1977, 21.4.1977) heraus mit den Artikeln:
- "Erfolgreiche 1. Mai-Veranstaltung" in Schwäbisch Gmünd (vgl. 28.3.1977);
- "Ist die Arbeiterklasse oder der KABD zurückgeblieben?", der in Schwäbisch Gmünd statt Überstunden für Wechselschicht eingetreten sei; und
- "Die JZ-Bewegung wird nur Erfolg haben, wenn sie Reformismus und Revisionismus schlägt!" zum fünfjährigen Kampf für ein Jugendzentrum in Selbstverwaltung in Schwäbisch Gmünd.
Q: Kommunistische Volkszeitung Bezirksbeilage Donau-Iller / Ostwürttemberg Nr. 14, Ulm o. J. (1977)

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21.04.1977:
Der KBW Bezirk Donau-Iller / Ostwürttemberg gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 16 eine Bezirksbeilage (vgl. 7.4.1977, 28.4.1977) heraus mit den Artikeln "Junge Union Schwäbisch Gmünd: Propaganda für Imperialismus und Krieg!" zur JU-Veranstaltung mit der Presseattache der Botschaft Republik Südafrika am 15.4.1977, auf der der KABD die JU nicht angreifen wollte; sowie "Kurzfristige Besetzung der Gewerbeschule als Jugendzentrum" am Samstagmorgen in Schwäbisch Gmünd.
Q: Kommunistische Volkszeitung Bezirksbeilage Donau-Iller / Ostwürttemberg Nr. 16, Ulm o. J. (1977), s. 2ff

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01.05.1977:
Die 'Rote Fahne' des KABD erhält, nach eigenen internen Angaben, Korrespondenzen über den 1.Mai u.a. aus Schwäbisch Gmünd und Aalen.
Q: Lernen und kämpfen Nr. 6, o.O. Juni 1977

01.05.1977:
Zur Maikundgebung in Schwäbisch Gmünd auf dem Johannesplatz rief auch der KBW auf.
Q: Kommunistische Volkszeitung Bezirksbeilage Donau-Iller / Ostwürttemberg Nr. 17, Ulm o. J. (1977), S. 4

12.05.1977:
Der KBW Bezirk Donau-Iller / Ostwürttemberg gibt evtl. zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 19 eine Bezirksbeilage (vgl. 5.5.1977, 20.6.1977) heraus, von der uns nur die Seite 2 vorlag. Enthalten ist der Artikel "Der Kampf für ein Jugendzentrum in Selbstverwaltung geht weiter, die Bewegung gewinnt an Klarheit!" zu Schwäbisch Gmünd.
Q: Kommunistische Volkszeitung Bezirksbeilage Donau-Iller / Ostwürttemberg unbekannte Ausgabe, Ulm o. J. (1977)

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31.07.1977:
Das Soldaten- und Reservistenkomitee (SRK) Hamburg-Unterelbe des KBW gibt seine 'Volksmiliz' Nr. 14 (vgl. 16.7.1977, 9.10.1977) heraus mit dem Artikel "Sofortige Aufhebung des Haftbefehls gegen Helga Rosenbaum", die in der JVA Schwäbisch Gmünd einsitzt, wozu ihre Erklärung vom 29.7.1977 dokumentiert wird.
Q: Volksmiliz Nr. 14, Hamburg 31.7.1977, S. 8

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August 1977:
Im KABD erscheint 'Lernen und kämpfen' Nr. 8 (vgl. Juli 1977, Sept. 1977), welches u.a. Berichte über KABD Betriebszeitungen in Schwäbisch Gmünd enthält.
Q: Lernen und kämpfen Nr. 8, o.O. Aug. 1977

08.08.1977:
Der KBW Bezirk Donau-Iller / Ostwürttemberg gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 32 eine Bezirksbeilage (vgl. 11.7.1977, 15.8.1977) heraus mit dem Artikel "Kampf dem Notenterror!" zur Wirtschaftsschule am Berufsschulzentrum Schwäbisch Gmünd.
Q: Kommunistische Volkszeitung Bezirksbeilage Donau-Iller / Ostwürttemberg Nr. 32, Ulm o. J. (1977), S. 2

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24.10.1977:
Der KBW Bezirk Mittlerer Neckar (vgl. 31.10.1977) berichtet von heute in einem Artikel "'Wir sollten uns überlegen, wie wir aus der ohnmächtigen Situation raus, andere Wege finden'. Point 24.10.: 'Was geht uns der Terror an' / Jugendliche im Jugendzentrum Schmalzgrube in Schwäbisch Gmünd".
Q: Kommunistische Volkszeitung – Bezirksbeilage Mittlerer Neckar Nr. 44, Stuttgart 31.10.1977, S. 4

Mittlerer_Neckar_KBW077


09.01.1978:
Der KBW Bezirk Mittlerer Neckar gibt einen Bezirksteil (vgl. 1.1.1978, 16.1.1978) zur 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ) Nr. 2 heraus. Vom Soldaten- und Reservistenkomitee (SRK) kommt ein Rekrutenbericht "'… das schönste Leben bei der Bundeswehr.'" aus Ellwangen.
Q: Kommunistische Volkszeitung – Bezirksteil Mittlerer Neckar Nr. 2, Stuttgart 9.1.1978, S. 17

Mittlerer_Neckar_KBW114


27.02.1978:
Der KBW Bezirk Mittlerer Neckar gibt einen Bezirksteil (vgl. 22.1.1978, 6.3.1978) zur 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ) Nr. 9 heraus. Vom $19218 wird berichtet über "Prozesse im Ostalbkreis".
Q: Kommunistische Volkszeitung – Bezirksteil Mittlerer Neckar Nr. 9, Stuttgart 27.2.1978, S. 20

Mittlerer_Neckar_KBW129


15.04.1978:
Der NPD-Landesparteitag Baden-Württemberg in Wasseralfingen wird heute, laut und mit KBW, untersagt, da eine spontane Aktionseinheit darüber aufklärte. Diese organisiert auch in Heidenheim gemeinsam mit Jugendlichen aus dem Jugendzentrum am 15. eine Kundgebung und am 16. eine Demonstration mit etwa 600 Menschen.
Q: Kommunistische Volkszeitung – Bezirksteil Mittlerer Neckar Nr. 17, Stuttgart 24.4.1978, S. 17

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24.04.1978:
Der KBW Bezirk Mittlerer Neckar gibt einen Bezirksteil (vgl. 10.4.1978, 1.5.1978) zur 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ) Nr. 17 heraus.
Aus Schwäbisch Gmünd wird berichtet von der Bundeswehrausstellung 'Unser Heer'.
Q: Kommunistische Volkszeitung – Bezirksteil Mittlerer Neckar Nr. 17, Stuttgart 24.4.1978, S. 17

Mittlerer_Neckar_KBW138

Mittlerer_Neckar_KBW139


08.04.1979:
Laut KB treffen sich in Tuttlingen Antifaschistische Arbeitskreise (AFAK) u.a. aus Aalen und Schwäbisch Gmünd um Aktionen gegen den für den 6.Mai geplanten baden-württembergischen Landesparteitag der NPD in der Tuttlinger Festhalle vorzubereiten. Außerdem sind anwesend: KABD, KPD und KB, Vertreter der türkischen Arbeiter- und Studentenföderationen (ATIF/ATÖF). "Es wurde ein Aufruf zur Verhinderung des Parteitags beschlossen. … Außerdem soll verhindert werden, daß die Nazis ihre im Anschluß an den Parteitag (Ende gegen 16 Uhr 30) geplante Kundgebung und Demonstration durchführen können."
Q: Arbeiterkampf Nr. 152, Hamburg 30.4.1979, S. 35


Letzte Änderung: 29.06.2016

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