Universität Tübingen:
Zentraler Aktionsrat der Fachschaften (ZAF) 1970/71

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin


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Vom Tübinger Zentralen Aktionsrat der Fachschaften (ZAF) können hier bisher nur wenige Hinweise und Dokumente erschlossen werden. Wir bitten um Ergänzungen.

Der ZAF wurde aufgebaut und propagiert durch die marxistisch-leninistischen Gruppen an der Universität Tübingen um den 'Roten Pfeil', der bald bundesweit erschien.

Es handelte sich dabei um den Versuch des Aufbaus einer Studentengewerkschaft als Antwort auf die Zerschlagung der Verfaßten Studentenschaft, wobei ein Schwerpunkt der Aktivitäten auf dem Sozialkampf und den Studienbedingungen lag.

Ein weiterer ZAF wurde auf Betreiben der Anhänger des 'Roten Pfeil' an der Universität Frankfurt gegründet.

Ebenfalls verfolgt wurde die Konzeption des Aufbaus einer Studentengewerkschaft in Berlin durch die Anhänger der KPD/ML-Neue Einheit an den Hochschulen.

Aufgrund einer Intervention der Zentralen Kontrollkommission (ZKK) des KAB/ML (vgl. Nov. 1971) wird die ZAF-Konzeption ab Ende 1971 aufgegeben.

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

25.05.1970:
An der Universität Tübingen erscheint die Nr. 7 des 'Roten Pfeils' (vgl. 22.4.1970, 1.6.1970) - Organ der marxistisch-leninistischen Gruppen an der Universität Tübingen mit dem Artikel "Was ist ZAF?" zum Zentralen Aktionsrat der Fachschaften, zu dem sich in Tübingen 15 Fachschaften zusammengeschlossen und die Dokumentation 'ZAF' Nr. 4 zum NC in der Medizin herausgegeben haben.
Quelle: Roter Pfeil Nr. 7, Tübingen 25.5.1970, S. 4

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01.06.1970:
An der Universität Tübingen erscheint die "Zeitung der Marxisten-Leninisten zur Wahl" des Studentenparlaments vom 8.-11.6.1970 als Sondernummer des 'Roten Pfeil' (vgl. 25.5.1970, 6.7.1970) mit dem Artikel "HSU-'Entlarver' sitzen im Dreck" zu deren Angriffen gegen den ZAF.
Q: Roter Pfeil Sondernummer Zeitung der Marxisten-Leninisten zur Wahl, Tübingen 1.6.1970, S. 17

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06.07.1970:
An der Universität Tübingen erscheint die Nr. 8 des 'Roten Pfeils' (vgl. 1.6.1970, 18.8.1970) - Organ der marxistisch-leninistischen Gruppen an der Universität Tübingen mit dem Artikel "Rechter AStA in Tübingen" der gebildet werde von HSU, SHB-Juso, RCDS und HTS, obwohl die ML 3 Sitze und der ZAF 13 von 33 erreichte.
Q: Roter Pfeil Nr. 8, Tübingen 6.7.1970, S. 32

11.07.1970:
Am 11./12.7.1970 findet eine zweite Konferenz von ML Hochschulgruppen Baden-Württembergs statt (vgl. 11.4.1970, Okt. 1970).

U.a. wird das ideologisch-politische Verhältnis der marxistisch-leninistischen Hochschulorganisationen zum KAB(ML) diskutiert. Auch die Frage einer ökonomischen Massenorganisation der Studenten am Beispiel des Tübinger Zentralen Aktionsrates der Fachschaften (ZAF) steht im Mittelpunkt der Diskussion. Der ZAF wurde gebildet, "um einen gemeinsamen Kampf gegen Uni- und Kultusbürokratie" zu führen. Er konstituierte sich im Frühjahr 1970 und umfaßte ca. 15 Fachschaften der Universität Tübingen. Organ: 'ZAF'.
Q: Roter Pfeil Nr. 9, Tübingen 1970, S. 28; MLPD-ZK: Geschichte der MLPD, I. Teil, Stuttgart 1985, S. 189

05.11.1970:
Der Tübinger Zentrale Aktionsrat der Fachschaften (ZAF) gibt seine 'Offensiv' Nr. 1 (vgl. 30.11.1970) heraus unter der Schlagzeile "Den Kampf gegen die Zerschlagung der Autonomie der Studentenschaft mit dem Aufbau einer unabhängigen Studentengewerkschaft verbinden".

Enthalten sind die Artikel:
- "Die Verschlechterung unserer ökonomischen Lage wird planmässig durchgeführt";
- "Erster Erfolg bei der Organisierung der Einheit im Kampf um die neue Satzung" zum Gespräch von Vertretern von ZAF, ML, SHB, HSU, Republikanischem Club (RC) und der politischen Arbeitskreise von ESG und Katholischer Hochschulgruppe (KHG), die die "Notwendigkeit einer Einheitsfront erkannt" hätten;
- "Lehrerausbildung in der Zange der Kultusbürokratie" zum Beschluß der WRK vom Mai 1970 mit den Abschnitten "Zur 'Reform' des Staatsexamens", "Die Grundtendenzen im Ausbildungssektor" und "Die Notwendigkeit der Organisierung";
- "Klare Entscheidung für das imperative Mandat. das heisst: für unsere Interessen kämpfen";
- "Warum ist der Kampf gegen die Auflösung der Autonomie der Studentenschaft ein Kampf um unsere Rechte"; sowie
- "Warum Massenvotum?" zur Fachschaft Biologie.

Aufgerufen wird zur VV um 17 Uhr 30.
Q: Offensiv - Zentraler Aktionsrat der Fachschaften Nr. 1, Tübingen 5.11.1970

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30.11.1970:
Der Tübinger Zentrale Aktionsrat der Fachschaften (ZAF) gibt seine 'Offensiv' Nr. 3 (vgl. 5.11.1970, 25.1.1971) als Wahlzeitung heraus unter der Schlagzeile "Was hinter dem Hochschulrahmengesetz steckt oder was uns bevorsteht - Unser Aktionsprogramm".

Enthalten sind die Artikel:
- "Tendenzen des Hochschulrahmengesetzes" zum HRG;
- "Reform der Lehrkörperstruktur - Betrug an Studenten und Assistenten - zum Assistentenstreik" vom 30.11. bis 5.12.1970;
- "Erfolg bei der Stärkung des ZAF" zur Fachschaftsräte-VV vom 25.11., zu der auf Aufruf des ZAF 150 Studenten kamen;
- "Zur sozialen Lage. der Kampf um die Verbesserung unserer Lebensbedingungen als notwendiger Bestandteil des gewerkschaftlichen Kampfes";
- "Warum 'offensiv'" zum Ziel der Zeitung;
- "Positives Aktionsprogramm des zentralen Aktionsrates der Fachschaften";
- "Die Ausbildungsmisere der Sozialpädagogen"; sowie
- "Volkswirtschaft. Professor Schweitzer ein exemplarisches Beispiel für Ordninarienwillkür".

Bekanntgegeben werden die Termine der Wahlvollversammlungen.
Q: Offensiv - Zentraler Aktionsrat der Fachschaften Nr. 3, Tübingen 30.11.1970

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25.01.1971:
Der Tübinger Zentrale Aktionsrat der Fachschaften (ZAF) gibt seine 'Offensiv' Nr. 4 (vgl. 30.11.1970, 13.4.1971) heraus unter der Schlagzeile "Wer antidemokratische Massnahmen plant, muss unmittelbare Demokratie fürchten - GO-Betrug - Bund 'Freiheit der Wissenschaft'".

Enthalten sind die Abschnitte:
- "Zum Brief des Kultusministeriums:";
- "I. Wer die Interessen des Volkes vertritt, braucht Kontrolle nicht zu fürchten!";
- "II. Resolution des Studentenparlaments zum Angriff des KM auf das imperative Mandat" gemäß dem Antrag der ZAF-Fraktion;
- "III. Aufruf zur Aktionseinheit für das imperative Mandat";
- "Erfahrungen aus den Fächern:"
- "IV. GO-Gremien: Mitbestimmungsphrasen können den Reformbetrug nicht länger verheimlichen";
- "Medizin: Zweiter Numerus Clausus eingeführt";
- "Mathematik: Vollversammlung beschließt Boykott der FBK";
- "Geschichte: Hintergründe 'demokratischer' Entscheidungen der FBK"; sowie
- "Bund 'Freiheit der Wissenschaft' - nun auch in Tübingen" zum BfdW;
- "V. Freiheit der Wissenschaft - Entscheidungsfreiheit für die Auftragsforschung der Ordinarien".
Q: Offensiv - Zentraler Aktionsrat der Fachschaften Nr. 4, Tübingen 25.1.1971

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April 1971:
Es erscheint der 'Rote Pfeil' Nr. 14 (vgl. Feb. 1971, Mai 1971) der KSG des KAB/ML mit dem Artikel "Roter Pfeil veröffentlicht Dokument. Spaltungspläne der DKP/AMS-Führer aufgedeckt. Einheitliche Front der Tübinger Studenten soll desorganisiert werden" zum ZAF an der Uni Tübingen.
Q: Roter Pfeil Nr. 14, Tübingen Apr. 1971, S. 9ff

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13.04.1971:
Der Tübinger Zentrale Aktionsrat der Fachschaften (ZAF) gibt seine 'Offensiv' Nr. 7 (vgl. 25.1.1971) heraus. Von der Fachbereichskonferenz (FBK) Mathematik wird kundgetan:"
Weitergabe von Informationen wird gefürchtet, deshalb weigerten sich die Ordinarien, den studentischen FBK-Mitgliedern generell die Akteneinsicht zu gewähren, ohne die Urteil und Stimmabgabe sinnlos sind. Ob Akteneinsicht gewährt wird oder nicht, soll dem Belieben des Dekans überlassen bleiben, wozu sich dieser Rückendeckung aus dem Rektoramt holte."
Q: GRP Darmstadt: Aktiver Boykott den Fachbereichsgremien!, o.O. o.J.

30.04.1971:
In Tübingen demonstrieren, laut KAB/ML, 1 000 Studenten und Dozenten der Uni gegen die erste öffentliche Veranstaltung des Bundes Freiheit der Wissenschaft (BFdW). Laut seinen KSG waren es über 800, die sich auf Aufruf der Marxisten-Leninisten, des ZAF, der HSU und des KPD/ML Sympathisantenkollektivs (vermutlich ZB) und des AMS Spartakus versammelten.
Q: Rote Fahne Nr. 6, Tübingen Juni 1971; Roter Pfeil Nr. 16, Tübingen Juni 1971, S. 9f

November 1971:
Laut MLPD (2) heißt es in einem 'Kurzen Bericht der ZKK des KAB/ML' zur Universitätszelle Tübingen (vgl. 12.12.1971):"
Gegenwärtig hat sich eine von KAB/ML - Mitgliedern in der KSG/ML - verbreitete rechtsopportunistische Abweichung hervorgetan, die sich zeitweise mit einem linken Mäntelchen zu tarnen versucht … Die kleinbürgerlichen Zwischenschichten stehen im Grundwiderspruch nicht eindeutig auf einer der beiden Seiten Proletariat und Bourgeoisie, sondern zwischen ihnen … Die rechtsopportunistische, mit linkem Mäntelchen getarnte Verfälschung dieser marxistisch-leninistischen Ansichten führt zur Verwischung der Unterschiede zwischen Arbeiterklasse und kleinbürgerlichen Zwischenschichten, im besonderen zwischen Arbeiterklasse und Intelligenz." (vgl. 30.10.1971). Kritik wird auch daran geübt, daß die drei Genossen der Universitätszelle daran gingen, eine 'Studentengewerkschaft' in gestalt eines 'Zentralen Aktionsrat der Fachschaften' (ZAF) aufzubauen. Die LKK führt dazu aus:"
Was ist die Grundlage dieser akrobatischen Verdrehungen? Studenten und Arbeiterklasse werden im wesentlichen gleichgesetzt. Beide sollen ja im antagonistischen Widerspruch zur Monopolbourgeoisie stehen, beiden haben daher dieselben Kampfaufgaben. Nur leider wurden die Kampfaufgaben der Arbeiterklasse, ehe sie auf die Studenten schematisch übertragen wurden, selbst noch rechtsopportunistisch verfälscht. Der gewerkschaftliche Kampf der Arbeiterklasse wird als revolutionärer Kampf angesehen."
Gleichzeitig soll Harald St. an Papieren gearbeitet haben, "in denen der Revolutionäre Weg und der Verantwortliche des Redaktionskollektivs, Willi Dickhut, des Versöhnlertums gegenüber dem modernen Revisionismus und des Angriffs auf Mao Tsetung bezichtigt wird, der Revolutionäre Weg wird als gegen die Schriften der Klassiker gerichtet bezeichnet … Weiterhin wird dem Revolutionären Weg, dem KAB/ML und der KPD/ML (RW) Verzicht auf den Aufbau einer revolutionären Partei….vorgeworfen."
Q: MLPD-ZK: Geschichte der MLPD, I. Teil, Stuttgart 1985, S. 197ff.

16.11.1971:
An der Tübinger Demonstration gegen die Todesurteile im Iran und der Türkei, zu der der AStA, der ZAF, die KSG (ML), die Demokratische Front, die ESG und die KHG aufgerufen hatten, beteiligen sich laut KSG (ML) mehr als 2 100 Studenten.

Aufgerufen wurde u.a. durch eine gemeinsame Broschüre der KSG (ML) und der türkischen CEPHE (vgl. 8.11.1971).
Q: Roter Pfeil Nr. 19, Tübingen Nov. / Dez. 1971, S. 14f; KSG (ML), CEPHE: Arbeiter und Bauern - Schulter an Schulter im Kampf gegen Imperialismus und Faschismus. Zum Befreiungskampf der Völker der Türkei, Luxembourg o. J. (1971)

01.12.1971:
Die KSG(ML) berichtet aus Tübingen:"
Auf die Initiative der gewerkschaftlichen Studentenorganisation (ZAF) und der KSG(ML) hin, kam eine Aktionseinheit auf der Grundlage der ZAK-Plattform zustande, an der sich auch die ESG und die KHG beteiligten. Die Aktionseinheit wurde jedoch vom Spartakus vorzeitig wegen der Boykottparolen verlassen. Er bildete auf der Demonstration einen eigenen Block. Den illusionären Forderungen des Spartakus: 'Für echte Mitbestimmung aller Hochschulangehörigen in Forschung, Lehre und Studium!', 'Runter mit der Rüstung, mehr Geld für die Bildung!' stellte die überwiegende Mehrheit der 2 000 Demonstranten auf Transparenten und in Sprechchören klare kämpferische Forderungen nach demokratischen Rechten gegenüber:
- Versammlungsrecht!
- Recht auf freie Meinungsäußerung!
- Recht auf Durchführung von Streiks, Boykott und anderen Kampfmaßnahmen.
- Für freie gewerkschaftliche und politische Betätigung!"
Q: Roter Pfeil Sdr.Nr. 1. Dezember 1971: Kampftag der westdeutschen Studenten gegen das reaktionäre HRG der SPD/FDP-Regierung, Tübingen Dez. 1971, S. 2

11.05.1972:
In Bonn beginnt eine viertägige außerordentliche Mitgliederversammlung des VDS, die nötig wurde, weil der MSB Spartakus und der SHB auf der 24.MV am 4.5.1972 ausgezogen waren. Laut KHG's (NRF) waren dort u.a. mit 26 von 350 Stimmen die Jusos durch die Asten Köln und Saarbrücken vertreten und auch der SHB/SF sei mit einer "Mischung aus Linksradikalismus und Rechtsopportunismus" zu Werke gegangen. Die Münchner Arbeitskonferenz (AK) Fraktion der Roten Zellen habe den Uni-AStA nur bekommen, weil sie dem SHB den VDS-Sitz versprochen habe.
Der anwesende KSV Frankfurt berichtet u.a. von seiner eigenen Fraktion, der Aktionseinheit (AE) kommunistischer Gruppen (vgl. 20.11.1971), der derzeit die folgenden Gruppen angehören:
- Sozialistische Aufbauorganisation (SAO) Bielefeld,
- Sozialistischer Bund (SB) Braunschweig,
- Kommunistischer Bund (KB) Bremen,
- Kommunistischer Studentenbund (KSB) Clausthal-Zellerfeld,
- Kommunistischer Studentenverband (KSV) Frankfurt,
- Bund kommunistischer Arbeiter (BKA) Freiburg,
- Kommunistische Studentenorganisation (KSO) Gießen,
- KSB Göttingen,
- Sozialistische Studentengruppe (SSG) Hamburg,
- Kommunistische Hochschulgruppe (KHG) Heidelberg,
- Kommunistische Initiativgruppe (KIG) Hildesheim,
- Rote Zellen (RZ) Kiel.
- Kommunistische Gruppe (KG) Köln,
- KHG Mannheim,
- RZ Münster und die
- KHG Oldenburg.
Für diese AE waren die "nichtgekauften bayrischen Asten, ein … äußerst unbrauchbarer Bündnispartner, der sich an … der Münchner AK-Fraktion der Roten Zellen orientiert. … Die KSG/ML, die einige Asten aus dem Raum Baden-Württemberg stellt, hat bis vor kurzem eine Politik betrieben, die sich nur schwer von der der Revisionisten unterscheiden ließ, eine besondere Variante der Politik der gewerkschaftlichen Orientierung und Organisierung. In Frankfurt hat ja die KSG/ML selbst des öfteren erfolglos versucht, die fortschrittlichen Studenten mit dem Aufbau eines sogenannten zentralen Aktionsrates der Fachschaften (ZAF) zu ködern. … (- die Aufgabe der ZAF-Konzeption vollzog sich in aller Heimlichkeit)". "Zwischen … der Aktionseinheit und … der KSG/ML hatten vor der a.o. MV Verhandlungen stattgefunden, … . So hat die KSG/ML letztlich durchgängig die Anträge … unterstützt und in einigen Fällen gemeinsam mit … eingebracht."
Q: Kommunistische Hochschulpresse Nr. 3, Frankfurt 18.5.1972; Kommunistische Hochschulzeitung Nr. 16, Heidelberg/Mannheim 2.6.1972

Letzte Änderung: 11.05.2017