'Der Rotstift'
Berufsschulzeitung der RJ/ML und des RJVD in Ulm

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 18.6.2016


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"Der Rotstift" war die Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten). Sie wurde erstmals im September 1971 von ihrer OG Ulm herausgegeben. Mit dem Zusammenschluss von Revolutionärer Jugend (Marxisten-Leninisten) und Kommunistischem Jugendverband Deutschlands (Revolutionärer Weg) zum Revolutionären Jugendverband Deutschlands (RJVD) am 30. Juni/1. Juli 1973 wurde der "Rotstift" ab der Nr. 8/1973 (Juli/August) von diesem herausgegeben.

Zum 1. Mai 1973 übernahm der "Rotstift" die zentrale These des KAB/ML: "Arbeiteroffensive gegen Monopoloffensive" (vgl. Rotstift, 7/1973), die später vom KABD zu einer seiner Hauptlosungen ausgebaut wurde. Ab dem Mai 1973 beschäftigte man sich auch mit der Vereinigung der Organisationen KAB/ML und KPD/ML (RW) sowie der Vereinigung der Jugendorganisationen RJ/ML und KJVD (RW) zum RJVD (vgl. Rotstift, 8/1973), wobei es der Artikel zur Vereinigung in der Ausgabe 8/1973 vermied, sich inhaltlich zu positionieren.

Die letzte uns vorliegende Ausgabe des "Rotstifts" datiert vom Juni 1977, u. a. mit der Forderung: "35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich". Die Ausgabe soll (nach einer handschriftlichen Notiz) "nicht verteilt" worden sein. Ab 1974 erschien die Zeitung nur noch unregelmäßig und in größeren Abständen. "Der Rotstift" von RJ(ML) bzw. RJVD war nicht identisch mit den vielen Zeitungen gleichen Namens zu dieser Zeit (etwa der SDAJ für HDW Kiel, des MSB Essen oder der SEW-Wedding mit ihrer Zeitung für Lehrlinge und Jungarbeiter).

Insgesamt deckten sich die Artikel im "Rotstift" inhaltlich mit den Ausführungen des KAB/ML zu den verschiedenen politischen Fragen, angefangen von der Metalltarifrunde, den JV-Wahlen, über den Stufenplan, das BVG, die Losung "Arbeiteroffensive gegen Monopoloffensive" bis hin zum "Notstandskurs" der Bonner Regierung. Es fällt auf, dass kaum Auseinandersetzungen mit den Linken am Ort stattfanden, wenn von verschiedenen Diskussionsabenden zur DKP (etwa den "44 Thesen") und den kurzen Hinweisen auf die untereinander strittigen Lohnforderungen zu einzelnen Tarifrunden einmal abgesehen wird.

In der Anfangszeit gab es häufiger Artikel zur SDAJ, die in Ulm die Jugendzeitschrift "Kontra" herausgab. Recht allgemein wurde gegen die 'Ultralinken' in Gestalt der KPD Front gemacht. Sie sei "keine Organisation der Arbeiterklasse, sondern des Kleinbürgertums" (vgl. Rotstift, 7/1973). In den späteren Jahrgängen der Zeitung finden sich keine Artikel mehr zur Auseinandersetzung mit Linken am Ort.

Ab 1973 waren die politischen Artikel, die im "Rotstift" erschienen, etwa jene, die man auch im "Rebell", dem Zentralorgan der RJ/ML, finden konnte: so zur SPD/FDP-Regierung, zu China, vermehrt zu den Tarifrunden, zu Südafrika oder zur Brasiliensolidarität.

Die Originale der Ausgaben der Zeitung liegen zum Teil im "Archiv für alternatives Schrifttum (afas)" in Duisburg. Wir danken Herrn Jürgen Bacia für die freundliche Unterstützung.

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

September 1971:
In Ulm erscheint die Nr.1 der Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten): "Der Rotstift". Im Artikel "Warum Berufsschulzeitung" heißt es dazu: "In unserer Berufsausbildung gibt es viele Missstände, die uns nur zum geringen Teil bekannt sind, weil Sie uns verschwiegen werden. Wir, die RJ-ML, haben uns zum Ziel gesetzt, dem Schweigen ein Ende zu bereiten und diese Missstände in unserer Berufsschulzeitung anzuprangern. Die Berufsschulzeitung ist aber nur ein Mittel unseres Kampfes. Wir müssen auch mit direkten Aktionen die Missstände beseitigen. Unser Kampf muss gehen: Für eine bessere Bezahlung der Lehrlinge und Jungarbeiter; für mehr demokratische Rechte im Betrieb und in der Berufsschule. überall in unserer Berufsausbildung stoßen wir auf Missstände. Angefangen im Betrieb über die Berufsschule bis ins Lehrlingsheim. Immer wieder wird gegen unsere Rechte im Betrieb verstoßen, müssen wir ausbildungsfremde Arbeiten tun und stehen einen Großteil. Unserer Lehrzeit in der Produktion. An der Berufsschule herrscht Raumnot und Lehrermangel und zu all dem kommen nach Feierabend für viele von uns noch die Schikanen des Lehrlingsheimes dazu. In der Öffentlichkeit werden alle diese Dinge bewusst verschwiegen, weil die Unternehmer Angst davor haben, dass wir diese Missstände bekämpfen. Um aus der Berufsschulzeitung eine gut funktionierende Waffe machen zu können, müssen wir uns alle aktiv daran beteiligen, z.. B. durch Berichte und Zuschriften (die Zuschriften werden vertraulich behandelt), über Missstände an der Schule und im Betrieb, die dann in der Berufsschulzeitung veröffentlicht werden oder durch direkte Mitarbeit in der Redaktion. Nur durch unser gemeinsames Vorgehen können wir unsere jetzige Lage verbessern!"

Artikel der Ausgabe sind:
- "Metalltarifrunde 71: Lehrlinge und Arbeiter in einer Front", über die Metalltarifrunde, das Lohndiktat und die Solidarität von Lehrlingen und Arbeitern
- "Kampf dem reaktionären Betriebsverfassungsgesetz", über das BVG
- "Kasematten als Berufsschule", über schlechte Arbeitsbedingungen in der Berufsschule und dunkle Gewölbegänge
- "Ein Blick hinter die Kulissen der Berufsschule I", über die "Berufsschule I" in Ulm
- "Berichtshefte sollen abgeschafft werden", über das Berichtshefteschreiben in der Ausbildung
- "Arbeitende Jugend kämpft in vorderster Linie", über "Einheitliche Tarifverträge für Arbeiter und Lehrlinge"
- "Prüfungsschwindel", über Gesellenprüfungen
- "Kapitalistenlogik", über den Berufsbildungsausschuss der IHK
- "Streikrecht für Lehrlinge durchsetzen", über die Rechte der Lehrlinge im Arbeitskampf Forderungen für Lehrlinge sind:
- "Einheitliche Tarifverträge für Arbeiter und Lehrlinge"
- "Jetzt Kündigung der Lehrlingstarife"
- "60% vom Ecklohn für alle Lehrlinge während der Ausbildungszeit"
- "100% für Arbeit in der Produktion"

Aufgerufen wird zu einem Filmabend: "Film zur Tarifrunde. Arbeitskampf im Ruhrgebiet 1966. Dokumentarfilm über den Kampf der Arbeiter gegen die Zechenstilllegung und den Verrat der rechten Gewerkschaftsführer", am 29. September in der "Gaststätte Krone" (Ulm). Reklame wird gemacht für den "Rebell" (ZO der RJ/ML) und die "Rote Fahne" (ZO des KAB/ML)
Quelle: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) Ulm, 1. Jg., Nr. 1, Ulm, September 1971.

Oktober 1971:
In Ulm erscheint die Nr. 2 der Berufsschulzeitung der RJ(ML): "Der Rotstift".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Arbeiter und Lehrlinge geschlossen gegen Metallbosse", über die Metalltarifverhandlungen in Nordwürttemberg/Nordbaden
- "Lehrlinge und Jungarbeiter berichten", über die Ausbildungssituation von Azubis
- "Betriebsverfassungsgesetz: Maulkorb für die Werktätigen", über das BVG
- "Lehrlingstarife kündigen!", über die Forderung nach "einheitlichen Tarifverträgen für Arbeiter und Lehrlinge"
- "Eine tolle Neuerung", über "Beobachtungsstände in der Lehrwerkstatt"
- "Streikrecht für Lehrlinge durchsetzen!", über das ABG Solingen, das bestätigte dass Lehrlinge streiken dürfen

Aufgerufen wird zu einem Filmabend. Es soll gezeigt werden: "Lohnkampf ist Klassenkampf!", am 22.10. in der "Gaststätte Krone". Geworben wird für den "Rebell. Zentralorgan der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten)" und die "Rote Fahne. Zentralorgan des Kommunistischen Arbeiterbundes (Marxisten-Leninisten)". Aufgerufen wird dazu, sich in der RJ(ML) zu organisieren.
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) Ulm, 1. Jg., Nr. 2, Ulm, Oktober 1971.

November 1971:
In Ulm erscheint die Nr. 3 der Berufsschulzeitung der RJ(ML): "Der Rotstift".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Faschisten an der Berufsschule?", über eine Nazi-Fahne in der Berufsschule und die Nazi-Diktatur
- "Metalltarifrunde 71. Jetzt Kampfmaßnahmen" über die 15%-Forderung und einen Aufruf zum Streik
- "Lehrlinge und Jungarbeiter berichten", über Berichte aus den Betrieben
- "IGM-Jugend solidarisch mit den älteren Kollegen", über eine Solidaritätsveranstaltung der IGM-Jugend am 3.11. (vermutlich in Ulm, d. Vf.)
- "Lehrlingstarifverhandlungen", über die Forderungen der Lehrlinge nach einem einheitlichen Tarifvertrag
- "BVG knebelt Arbeiterjugend", über das BVG und die Abstimmung im Bundestag

Parolen sind u. a.:
- "Weg mit dem BVG!"
- "Kündigungsschutz für Jugendvertreter!"
- "Weg mit dem Spalterparagraphen 70!"
- "Für ein fortschrittliches BVG!"

Die RJ/ML und der KAB/ML rufen für den 16. November in der Gaststätte Krone (Ulm) zu einer Diskussionsveranstaltung zu den "44 Thesen der DKP", die auf dem II. Parteitag verabschiedet wurden, auf. Reklame wird gemacht für den "Rebell" (ZO der RJ/ML) und die "Rote Fahne" (ZO des KAB/ML)
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) Ulm, 1. Jg., Nr. 3, Ulm, November 1971.

Dezember 1971:
In Ulm erscheint die Nr. 4 der der Berufsschulzeitung der RJ(ML), "Der Rotstift", mit Berichten aus den Berufsschulen und über die Metalltarifrunde.
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) Ulm, 1. Jg., Nr. 4, Ulm, Dezember 1971.

Januar 1972:
In Ulm erscheint eine "Sondernummer" der Berufsschulzeitung der RJ(ML): "Der Rotstift", mit der Schlagzeile: "Lehrlinge verschaukelt!". Sie beschäftigt sich mit den "Metall- und Lehrlingsverhandlungen". Gefordert wird u. a.: "Einheitliche Tarifverträge für Arbeiter, Angestellte und Lehrlinge!", "Streikrecht für Lehrlinge durchsetzen!", "Für Arbeit in der Produktion Arbeiter- oder Gesellenlohn!", "60% vom Ecklohn einheitlich für alle Lehrlinge!".
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten), 2. Jg., Sondernummer (Lehrlinge verschaukelt!), Ulm, o. J. (Januar 1972).

10.01.1972:
Vermutlich in dieser Woche verteilt die RJ/ML Ulm die Nr. 5 ihrer Berufsschulzeitung: "Der Rotstift".

Eingegangen wird u. a. auf die Kampagnen der RJ/ML Ulm im letzten Jahr zu den Jugendvertreterwahlen und für gleichen Lohn. Da diese so gut geklappt hätten, habe man eine Jugendbetriebsgruppe KHD aufbauen und das Erscheinen einer Betriebszeitung eben dort und einer Berufsschulzeitung sicherstellen können. Beeindruckt vom Erfolg der RJ/ML sei dann auch die SDAJ auf die Idee einer Berufsschulzeitung verfallen, wozu sie im September 1971 eine Pressekonferenz veranstaltet habe. Erschienen sei diese allerdings noch nicht.
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) Ulm, 2. Jg., Nr. 5, Ulm, Januar 1972.

Februar 1972:
Vermutlich Anfang Februar erscheint in Ulm eine Sondernummer der Berufsschulzeitung der RJ/ML: "Der Rotstift", die unter der Überschrift: "Weg mit den Fahrpreiserhöhungen" bekannt gibt, dass sich unter Beteiligung des KAB/ML in Ulm eine Rote Punkt Aktion (RPA) gegründet habe.
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) Ulm, 2. Jg., Sondernummer (Fahrpreiserhöhungen), Ulm, Februar 1972.

Februar 1972:
Vermutlich im Februar erscheint in Ulm die Nr. 6 der Berufsschulzeitung der RJ/ML: "Der Rotstift".
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) Ulm, 2. Jg., Nr. 6, Ulm (Februar 1972).

06.03.1972:
Vermutlich ab heute verbreitet die RJ/ML Ulm des KAB/ML die Nr.7 ihrer Berufsschulzeitung: "Der Rotstift". Zur Frage des Auftretens der Bundeswehr an Berufsschulen werden für die nächste Woche Infostände der RJ/ML an den Berufsschulen und eine Veranstaltung Ende März gemeinsam mit Schülern und Studenten angekündigt. Neben der Bundeswehr sind zumindest an einer Berufsschule auch die Jesuspeople aufgetaucht. Der Besuch Nixons in Peking wird als Sieg für Volkschina gewertet.
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) Ulm, 2. Jg., Nr. 7, Ulm, März 1972.

20.03.1972:
In Ulm erscheint eine einseitige Ausgabe der Berufsschulzeitung der RJ(ML), "Der Rotstift", zum Wehrkundeerlass mit den Schlagzeilen: "Weg mit dem Wehrkundeerlass. Kampf dem Militarismus in Schulen und Bundeswehr! Jugendoffiziere raus aus der Berufsschule!".

Aufgerufen wird zu einem "Film- und Diskussionsabend" am 23.3. im VfL-Heim. Gezeigt werden soll der Film: "Rüstungszentrum Bayern".
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) 2. Jg., (Wehrkundeerlass), Ulm, o. J. (20.3.1972).

April 1972:
In Ulm erscheint die Nr. 8 der der Berufsschulzeitung der RJ(ML), "Der Rotstift".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Am 1. Mai: Arbeiterjugend gegen Militarismus und Notstandskurs"
- "Klassen oder Lehrlingssprecher", über die Aufgaben der Sprecher
- "Aus der Pionierkaserne notiert", über das Rauchen auf dem Schulhof und Repressalien gegen Schüler
- "Vorwärts im Kampf gegen den Militarismus", über eine Veranstaltung der RJ(ML) am 23. März
- "Aktuelle Rotstift-Nachrichten", über den Wehrkundeerlass, die SPD-Regierung und den Notstandskurs

Parolen am Ende des 1.-Mai-Artikels lauten:
- "Heraus zum 1. Mai"
- "Gegen Militarismus und Notstandskurs"
- "Für eine starke Jugendvertretung"
- "Für einheitliche Tarifverträge"
-"Setzt das Streikrecht durch"
- "Stärkt die RJ (ML)"

Berichtet wird über eine Veranstaltung der RJ(ML) und der MLSG am 23. März im VfL-Heim gegen die "zunehmende Militarisierung in Westdeutschland, speziell der Kampf gegen den Wehrkundeerlass". Die Lehrlings- und Jungarbeitertreffs der RJ/ML, die bisher einzeln angekündigt wurden, sollen von nun an jeden Mittwoch stattfinden.
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) Ulm, 2. Jg., Nr. 8, Ulm, April 1972.

Mai 1972:
In Ulm erscheint die Nr. 9 der der Berufsschulzeitung der RJ(ML), "Der Rotstift".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Hervorragende Ausbildung bei Kässbohrer", über die Firma "Kässbohrer" und die dortige Ausbildung der Lehrlinge
- "Bonn ist eine Reise wert", über eine Fahrt der oberen Berufsschule nach Bonn
- "Wir brauchen eine starke Jugendvertretung", über die Jugendvertreterwahlen zwischen dem 12.-16. Juni
- "SDAJ-Kontra unter der Lupe", über die Lehrlingszeitung "Kontra" der SDAJ
- "1. Mai-Veranstaltung des KB(ML und der RJ(ML)", über die 1. Mai-Feier am 25.4. im Ulmer "Weissbräu"
- "Die Bevölkerung Südvietnams erringt neue Siege", über den Vormarsch der südvietnamesischen Befreiungsfront
- "Aktuelle Rotstift-Nachrichten", über ein Bonner Spektakel

Aufgerufen wird zu Spenden für den "Rotstift". Die SMV der unteren Berufsschule will am 16. Mai eine Veranstaltung zu den Jugendvertreterwahlen durchführen. Die RJ(ML) lädt für den 18. Mai zu einer Vietnamveranstaltung in der "Kronengasse 2 (bei Weinhof)" zum Thema: "Befreiungskampf des vietnamesischen Volkes" ein. Eine Literaturveranstaltung soll ebenda am 21. Mai stattfinden.
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) Ulm, 2. Jg., Nr. 9, Ulm, Mai 1972.

Juni 1972:
In Ulm erscheint die Nr. 10 der der Berufsschulzeitung der RJ(ML), "Der Rotstift".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Für Kampfentschlossene Jugendvertreter", über die Jugendvertreterwahlen und die Parole der RJ(ML): "Kampf für eine starke Jugendvertretung"
- "Aus der Pionierkaserne notiert", über einen Bericht an den "Rotstift"
- "Begeisternde Arbeiterkultur", über das "Rote-Fahne-Pressefest" mit der Theatergruppe "Roter Zünder" am 31. Mai
- "Der 'gute Geist' von der Berufsschule", über einen Hausmeister
- "Warum ich in der RJ(ML) Mitglied wurde", über Kontakte zu einem "Rebell"-Verkäufer und der Mitgliedschaft in der RJ(ML)
- "Aktuelle Rotstift-Nachrichten", über Baader-Meinhof und einer Unterredung von Nixon und der sowjetischen Führung am 22. Mai

Zu den Jugendvertreterwahlen soll am 9. Juni eine Veranstaltung im: "Zum Greifen (Frauenstraße) stattfinden. Zum "Rote-Fahne-Pressefest" am 31. Mai, sollen "ca. 60 Kollegen, Freunde des KAB und der RJ(ML)" erschienen sein. Aufgerufen wird zu Spenden für die "Rote Fahne". Ein Büchertisch soll am 11. Juni im Gasthaus: "Zum Greifen" stattfinden.
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) Ulm, 2. Jg., Nr. 10, Ulm, Juni 1972.

Juli 1972:
In Ulm erscheint die Nr. 11 der der Berufsschulzeitung der RJ(ML), "Der Rotstift".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Zwangsgesetze gegen die Werktätigen", über "Bombenprovokationen" und den Bonner Notstandskurs (BGS-Gesetz, Vorbeugehaft, Verfassungsschutzgesetz, Bundeswaffengesetz). Aufgerufen wird hierzu: "Für die Aktionseinheit gegen den Bonner Notstandskurs!", "Kampf den Angriffen der Monopole!", "Gemeinsam für die Verteidigung unserer Lebensinteressen!"
- "Für den Sieg in Vietnam", über die Forderung: "Amis raus aus Indochina!"

Parolen hierzu sind:
-"Für den Sieg der Völker Laos, Kambodscha und Vietnam!"
- "Keine Unterstützung der US-Aggressoren durch die Bonner Regierung!"
- "Aus der Pionierkaserne notiert", u. a. über den Ausfall von "Erste-Hilfe-Kursen"
- "Verheiratete Berufsschüler beliebter?", über Repressalien in der Schule
- "Popspektakel mit 'Living Blues' im Hades", über die holländische Gruppe "Living Blues" und die "großen Vorbilder"
- "Robert-Bosch Berufsschule", über ein Fest auf dem Kuhberg am 11. Juni
- "Aus der RJ(ML)", über die neue Artikelserie
- "Jugendvertreterwahlen 72 - Rückblick", über die Jugendvertreterwahlen und das neue BVG
- "Achtung! An alle Friseurlehrlinge", über neue Vergütungssätze

Berichtet wird von einem Fest am 11.6. auf dem Kuhberg und die Schikanierung durch die Schulleitung. Aufgerufen wird zu einer Vietnamdemonstration in Ulm (Termin: unbekannt!). Reklame wird für den "Rebell" gemacht. Im Artikel: "Aus der RJ(ML)" wird u. a. der Unterschied zwischen Betriebs- und Stadtzellen erläutert, wobei z. B. die Herausgabe von Berufsschulzeitungen zu den Aufgaben der Stadtzellen gehört.
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) Ulm, 2. Jg., Nr. 11, Ulm, Juli 1972.

September 1972:
In Ulm gibt die RJ/ML die Nr. 1 (neue Zählung) des 2. Jahrgangs ihrer Berufsschulzeitung: "Der Rotstift" heraus, die u. a. eine Bilanz des ersten Jahrgangs enthält. Ende 1971 habe man mit der BVG-Kampagne begonnen, habe sich um die SMV und um die Offsetdrucker gekümmert, im März 1972 habe man gegen den Wehrkundeerlass gekämpft. Mitglieder habe man besonders durch das Auftreten gegen die SDAJ am 1.Mai gewinnen können.
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) Ulm, 2. Jg., Nr. 1, Ulm, September 1972.

Oktober 1972:
In Ulm erscheint Anfang Oktober einer "Sondernummer der Berufsschulzeitung der RJ(ML), "Der Rotstift", zur "Lernmittelfreiheit".
Parolen hierzu sind:
- "Verweigert die Bezahlung der Lernmittel aus eigener Tasche!"
- "Zwingt die Schulbehörden und die Betriebe zur Bezahlung aller Ausbildungsmittel!"

Aufgerufen wird zur Veranstaltung der RJ(ML) am 6. Oktober in der Gaststätte: "Zum Römer".
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) Ulm, 2. Jg., Sondernummer (Lernmittelfreiheit), Ulm, Oktober 1972.

Oktober 1972:
In Ulm gibt die RJ/ML des KABD die Nr. 2 ihrer Berufsschulzeitung: "Der Rotstift" heraus, die sich u. a. mit der Lernmittelfreiheit und den Beziehungen zwischen VR China und BRD befasst. Zur Bundestagswahl wird aufgerufen, nicht zu wählen.
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) Ulm, 2. Jg., Nr. 2, Ulm, Oktober 1972.

23.10.1972:
In Ulm verteilt, laut RJ/ML, die IGM Jugend ein Flugblatt für die Lernmittelfreiheit an der Oberen Berufsschule.
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) Ulm, 2. Jg., Nr. 3, Ulm, November 1972.

November 1972:
In Ulm erscheint die Nr. 3 der der Berufsschulzeitung der RJ(ML), "Der Rotstift", mit einer "Beilage zum "Rotstift" aus dem November 72: "Wer gibt in Bonn den Ton an?", über die SPD/FDP-Regierung

Artikel der Ausgabe sind:
- "Weihnachtsgeld - Kein Geschenk der Kapitalisten!", über einen Ausstand von Kollegen bei KHD und der Forderung nach einem Weihnachtsgeld "in alter Höhe"
Dazu vertritt man die Forderung: "Einheitliches Weihnachtsgeld für alle Lehrjahre"
-"Aus den Berufsschulen)"
- "Filbinger zu Besuch in der Pionierkaserne"
- "Klassensprechervollversammlung der GBFS"
- "IG Metalljugend rausgeworfen. Post darf werben"
- "Lernmittelfreiheit durchgesetzt", über eine Podiumsdiskussion zur "Lernmittelfreiheit"
- "Mit Volldampf die Metalltarifrunde vorbereiten", über die Metalltarifrunde 72" und die Forderungen
- "Streikrecht für Lehrlinge durchsetzen"
- "Einheitliche Tarifverträge für Arbeiter und Lehrlinge"
- "Briefe an die Redaktion", über Leserbriefe

Geworben wird für den "Rebell".
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) Ulm, 2. Jg., Nr. 3, Ulm, November 1972.

Dezember 1972:
In Ulm erscheint die Nr. 4 der der Berufsschulzeitung der RJ(ML): "Der Rotstift".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Bei Maestling gibt es nichts zu lachen", über die Entlassung von Lehrlingen in einem Unternehmen
- "Den Metallbossen Dampf machen", über die Kündigung der Tarifverträge bei Metall
- "SMV gibt Erklärung heraus", über die SMV der GBFS I
- "Noch einmal Bäcker", über einen Bäckerstand an der oberen Berufsschule
- "Nachsitzen", über eine Schikane
- "Aus der Pionierkaserne notiert - Klassensprechervollversammlung", über eine Vollversammlung am 8. Dezember
- "Keine Zugeständnisse an Bonn", über die Parteien im Bundestag und die DKP
- "Süßer die Kassen nie klingeln", über das Weihnachtsgeschäft
- "Polizei gegen Lehrlinge", über einen Hausmeister, der wegen einer Nichtigkeit die Polizei anruft
- "Leserbriefe"
- "Ortsjugendausschuss der IG Metall gewählt", über den OJA, der am 30.11. gewählt wurde
- "Aus Prüfungsangst unter den Zug", über den Tod eines Lehrlings
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) Ulm, 2. Jg., Nr. 4, Ulm, Dezember 1972.

Januar 1973:
In Ulm erscheint eine Sondernummer der Berufsschulzeitung der RJ(ML), "Der Rotstift", zu den Metalltarifverhandlungen. U. a. geht es um den "Lohndiktat". Dazu heißt es: "Die SPD bedankt sich für ihre Wiederwahl mit einem wahrhaft einfallsreichen Wahlgeschenk - dem Lohndiktat".

Zur RJ(ML) heißt es, dass sie sich "an allen ihr möglichen Kamfpgebieten für die Interessen der Lehrlinge- und Jungarbeiter einsetzt". Aufgefordert wird zur Mitgliedschaft in der RJ(ML). Aufgerufen wird zu einem Filmabend am 17. Januar in der Gaststätte: "Weißbräu". Dort soll der Film: "Metaller im Kampf" gezeigt werden.
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) Ulm, 3. Jg., Sondernummer (Metalltarifverhandlungen), Ulm (Januar 1973).

Februar 1973:
Vermutlich erst im Februar erscheint in Ulm die auf Januar/Februar datierte Nr. 5 der RJ/ML Berufsschulzeitung: "Der Rotstift", die sich u. a. mit der Ablehnung der Parole 'Sieg im Volkskrieg' durch die DKP befasst. Neben einem Bericht über Angriffe der SU gegen die VR China wird auch noch bekanntgegeben, dass auf der Sylvesterparty der RJ/ML eine Genossin für das leibliche Wohl gesorgt habe.
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) Ulm, 3. Jg., Nr. 5, Ulm, Januar/Februar 1973.

März 1973:
In Ulm erscheint die Nr. 6 der der Berufsschulzeitung der RJ(ML): "Der Rotstift".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Zuchthauszustand an der Robert-Bosch-Schule", über den Einschluss einer Berufsschulklasse in ihrem Klassenzimmer
- "Berufsschulkorrespondenten berichten", über die Einsperrung und die Forderungen: "Keine Versetzung in eine andere Klasse", "Keine Strafmaßnahmen…". "Zurücknahme des Ultimatums und der Unterschriftsverpflichtung"
- "Pionierkaserne. Druck abc auf Unternehmerfährte", über die Zeitschrift für die Azubi
- "Steuererhöhung", über Steuererhöhungen durch die SPD/FDP-Regierung
- "Stufenplan. Ein Weg zur besseren Ausbildung?", über die Stufenausbildung in der Elektroindustrie
- "Jetzt in den Betrieben: Junge Vertrauensleute wählen", über die Forderung: "Klassenbewusste, kämpferische Vertrauensleutekörper zu wählen"
- "Vietnamsolidarität", über den Vietnam-Solidaritätsabend des KABD und der RJ(ML" am 8. März im Ulmer "Weißbrau-Saal"
- "Wer sind die wirklich Schuldigen? Überfälle von US-Soldaten. Aktionsprogramm zeigt Ausweg", über Vorfälle in der Neu-Ulmer Nelson-Kaserne
- "Nichts Neues von Kontra", über die SDAJ- Lehrlingszeitung "Kontra"
- "Kinokritik: Zaho - Der Unbesiegbare", über einen Film aus der "China-Welle"

Aufgerufen wird zu einer SMV-Veranstaltung am 23. März im Ulmer Gasthaus "Römer". Bei der "Vietnam-Solidarität" am 8. März wird u. a. auch ein Film über die FNL gezeigt. Anlässlich der Vergewaltigung einer Friseuse durch US-Soldaten befasst man sich mit der Frage der Besatzer. Aufgefordert wird dazu, den 'Rebell' zu lesen, besonders, da dies an der Berufsschule 1 verboten worden sei. Reklame wird gemacht für das KABD "Aktionsprogramm - Gegen die Monopoloffensive" und das Buch von W. Langhoff: "Die Moorsoldaten".
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) Ulm, 3. Jg., Nr. 6, Ulm, März 1973.

März 1973:
In Ulm erscheint eine "Sondernummer" der Berufsschulzeitung der RJ(ML): "Der Rotstift", die sich mit der Situation der Azubis beschäftigt: "Für unsere Interessen müssen wir Lehrlinge selbst eintreten!". Agitiert wird gegen "Willkürmaßnahmen gegen uns Lehrlinge". Gefordert wird die "freie gewerkschaftliche und politische Betätigung an der Schule".
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten), 3. Jg., Sondernummer (Lehrlinge), Ulm, März 1973.

April 1973:
Die RJ/ML Ulm gibt eine Sondernummer ihrer Berufsschulzeitung: "Der Rotstift" heraus. Im Artikel: "Brauerlehrlinge - Abschaum der Jugend", befasst man sich mit den Missständen in der Berufsschule und dem Wohnheim für die Brauer und Mälzerlehrlinge, die von Lehrlingen aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland und Bayern besucht werden". Aufgerufen wird zum 1. Mai: "Heraus zum 1. Mai der Arbeiteroffensive!"
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) Ulm, 3. Jg., Sondernummer (Brauerlehrlinge), Ulm, April 1973.

Mai 1973:
In Ulm erscheint die Nr. 7 der der Berufsschulzeitung der RJ(ML): "Der Rotstift".

Artikel der Ausgabe sind:
- "1. Mai 1973. Zig Tausende vereinigten sich unter der Parole: Arbeiteroffensive gegen Monopoloffensive", über die 1. Mai-Demonstration in Ulm
- "Zwischenprüfung. Vorbereitung auf den Stufenplan", über die Zwischenprüfung am 12. April in der "Donauhalle"
- "1. Mai - Gewerkschaftlich", über den 1. Mai der IGM-Jugend
- "Ufo-Auftritt: Glatter Betrug", über den Auftritt der Gruppe "UFO"
- "Ausbildung in China", über die chinesische Arbeiterjugend
- "Ultralinke provozieren Kommunistenhatz", über die Bonner Rathausbesetzung
- "Heiße Diskussion - Klare Ergebnisse", über die Vereinigung von RJ(ML) mit dem KJVD (RW)
- "Karl Kässbohrer", über den Nachruf des Juniorchefs

Reklame wird für den "Rebell" und für die "Rote Fahne" gemacht. Zur Bonner Rathausbesetzung durch die KPD wird festgestellt: "Die sogenannte 'KPD' ist keine Organisation der Arbeiterklasse, sondern des Kleinbürgertums". Zur geplanten Vereinigung der RJ/ML mit dem KJVD (Revolutionärer Weg), analog der Vereinigung von KAB/ML und KPD/ML (Revolutionärer Weg) zum KABD wird bekanntgegeben, dass in Ulm auf einem Ortsdelegiertentag (ODT) der RJ/ML ein OK gewählt worden sei. Über den KJVD (RW) wird festgestellt: "Der KJVD(RW) ist hauptsächlich in Nordrhein-Westfalen verankert". Zur Ausbildung in China soll demnächst eine Chinaveranstaltung stattfinden.
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) Ulm, 3. Jg., Nr.7, Ulm, Mai 1973.

Juli 1973:
In Ulm erscheint eine "Sondernummer" der Berufsschulzeitung der RJ(ML): "Der Rotstift".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Schluss mit der US-Aggression gegen Kambodscha!", über den Krieg der USA gegen Kambodscha
- "Neues Leben im befreiten Gebiet!", über die Befreiung des "kambodschanischen Territoriums"
- "Arbeiter kämpfen gegen Lon Nol", über Streiks in Phnom Penh

Geworben wird für die "Sondernummer der vom KABD herausgegebenen Pressekorrespondenz: "Dokumentation über den Krieg in Kambodscha".
Aufgerufen wird zur Veranstaltung "aus Anlass des 10. Jahrestages der 'Generallinie': Hoch die internationale Solidarität", am 9.7. im Weißbräu-Saal und zu Spenden für Kambodscha.
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten), 3. Jg., Sondernummer (Kambodscha), Ulm (Juli 1973).

August 1973:
In Ulm erscheint die Nr. 8 der Berufsschulzeitung "Der Rotstift" für Juli/August als Doppelnummer, "weil die Ferien kommen". Mit dieser Ausgabe erscheint der "Rotstift" als "Berufsschulzeitung des Revolutionären Jugendverbands Deutschland". Die Umbenennung geht auf die Konstituierung des RJVD vom 30. Juni/1. Juli 1973 zurück.

Artikel der Ausgabe sind:
- "RJVD gegründet. Ein wichtiger Schritt vorwärts im Kampf der werktätigen Jugend", über die Gründung des RJVD am 30.6./1.7.1973
- "Rausschmiss wegen einer Kleinigkeit", über Schikane gegenüber einem Schüler
- "Neues Ausbildungsgebiet", über Missstände an der Berufsschule (vermutlich in Ulm)
- "Obere Berufsschule. Übrigens…", über den "Rebell" und den "Rotstift", die Missfallen erregen
- "Diskussion: Ohne Saft und Kraft", über eine "Jugendstunde bei Telefunken"
- "Ein Soldat berichtet", über die Einberufung zur Bundeswehr
- "Pfingstzeltlager 1973: Oder Freizeit einmal anders", über eine Pfingstlager des RJVD
- "Hoch die internationale Solidarität", über eine Veranstaltungsreihe des KABD in Stuttgart
- "DGB Demonstration", über eine DGB-Demo am 22.6. in Stuttgart

Geworben wird für den "Rebell". Angehängt an diese Ausgabe ist ein "Offener Brief des KABD an alle Gewerkschaftskolleginnen und Kollegen". Geworben wird für das Programm des RJVD: "Arbeiterjugend kämpft für den Sozialismus" und: "Sondernummer: Kommunistische Pressekorrespondenz: Für den Sieg des kambodschanischen Volkes".
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung des Revolutionären Jugendverbands Deutschlands, 3. Jg., Nr. 8, Ulm, Juli/August 1973.

September 1973:
In Ulm gibt der RJVD des KABD eine "Sondernummer" seiner Berufsschulzeitung: "Der Rotstift" heraus, der zum Problem der Lernmittelfreiheit neben den Positionen von Jusos der SPD und SDAJ der DKP auch die Verfahrensweise in der VR China schildert.
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung des Revolutionären Jugendverband Deutschlands, 3. Jg., Sondernummer (Lernmittelfreiheit), Ulm, September 1973.

Oktober 1973:
In Ulm erscheint die Nr. 9 der Berufsschulzeitung des RJVD: "Der Rotstift".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Chile, der Kampf geht weiter", über den Putsch in Chile und die Regierung Allende
- "Kollegen kämpfen erfolgreich!", über die Auflösung einer Berufsschulklasse
- "RJVD Sommerlager: Politik, Tanz, Musik, Sport", über ein Zeltlager des RJVD
- "Ich habe mitgestreikt!", über Lehrlinge, die in einem Betrieb mitstreikten
- "Teuerungszulagen", über Teuerungszulagen und die Verbesserung von Lebensqualität
- "Kriminelle Methoden an der oberen Berufsschule", über Schikane gegenüber Azubis

Geworben wird für den "Rebell".
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung des Revolutionären Jugendverband Deutschlands, 3. Jg., Nr. 9, Ulm, Oktober 1973.

November 1973:
In Ulm erscheint die Nr. 10 der Berufsschulzeitung des RJVD: "Der Rotstift".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Jugendarbeitsschutzgesetz zum Schutz der Arbeiterjugend?", über ein Arbeitsschutzgesetz und die Ausbildung in der VR China
- "Lernmittelfreiheit verteidigen!", über die "Lernmittelfreiheit an der oberen Berufsschule"
- "Gefährlicher Unterricht an der oberen Berufsschule!", über bauliche Mängel in Klassenzimmern
- "Briefe an die Redaktion", über einen Leserbrief über "miserable Zustände an der Friedrich-List-Schule"
- "Schweinerei bei einer Ulmer Versicherung", über die Kündigung einer Auszubildenden bei einer Versicherung
- "Rotstift-Nachrichten: Manteltarifvertrag"
- "Israelische Gewaltpolitik", über eine Chronik: 1947, 1948, 1967
- "Friedensnobelpreis 1973", über die Verleihung des Preises an Kissinger
- "Sonntag - Einmal anders", über eine Freizeitgestaltung des RJVD
- "Aus der Flimmerkiste: Aufstand der Stifte", über einen Fernsehfilm

Geworben wird für das "Programm des RJVD: Arbeiterjugend kämpft für den Sozialismus" und für den "Rebell".
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung des Revolutionären Jugendverband Deutschlands, 3. Jg., Nr. 10, Ulm, November 1973.

30.11.1973:
In Ulm gibt der RJVD des KABD vermutlich Ende November eine "Sondernummer" seiner Berufsschulzeitung: "Der Rotstift" mit der Schlagzeile "Freiheit für Griechenland!" heraus, die sich mit dem Putsch in Griechenland beschäftigt.
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung des Revolutionären Jugendverband Deutschlands, 3. Jg., Sondernummer (Putsch in Griechenland), Ulm (Ende November 1973).

Januar 1974:
In Ulm gibt der RJVD des KABD vermutlich Anfang Januar eine "Sondernummer" seiner Berufsschulzeitung "Der Rotstift" mit der Schlagzeile: "Arbeiterjugend kampfentschlossen" heraus, die sich mit der Metalltarifrunde beschäftigt und gegen Forderungen von "linken Gruppen" agitiert, die mit ihren Forderungen (u. a. 15%) zur Spaltung beitragen würden.

Aufgerufen wird zu einer Veranstaltung des KABD zur Tarifrunde am 2.1.1974 im "Casino" in Ulm.
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung des Revolutionären Jugendverband Deutschlands, 3. Jg., Sondernummer (Metalltarifrunde), Ulm (Januar 1974).

Januar 1974:
In Ulm erscheint die Januar-Ausgabe der Berufsschulzeitung des RJVD: "Der Rotstift".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Lenin-Liebknecht-Luxemburg: Die Sieger von Morgen", über die Oktoberrevolution, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht in ihrem Kampf gegen den Militarismus

Aufgerufen wird zu einer Veranstaltung des RJVD und KABD Ulm zu einer "Lenin, Liebknecht, Luxemburg Feier mit Theater und Liedern" am 7.2. im Gasthaus "Bock".
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung des Revolutionären Jugendverband Deutschlands, 4. Jg., Ulm, Januar 1974.

April 1974:
In Ulm erscheint die April-Ausgabe der Berufsschulzeitung des RJVD: "Der Rotstift".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Heraus zum 1. Mai. Gemeinsam sind wir stark!", über den 1. Mai und Forderungen wie: "Streikrecht für Lehrlinge durchsetzen!, "Kampf der Stufenausbildung!", "Kampf der militaristischen Erziehung der Jugend!", "Arbeiteroffensive gegen Monopoloffensive!"
- "Die Stärke des Lehrers der Klasse III MS 3", über das Verhalten eines Lehrers gegenüber Schülern
- "Rassismus im Klassenzimmer!", über "politische Manipulationen einiger Lehrer" Schülern gegenüber
- "Briefe an die Redaktion. Mädchen von Betrieb und Schule gefeuert!", über eine Azubi und Schikanen gegen sie
- "Rotstift Melodie", über ein "Rotstift-Lied"

Aufgerufen wird dazu, sich im RJVD zu organisieren.
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung des Revolutionären Jugendverband Deutschlands, 4. Jg., Ulm, April 1974.

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September 1976:
In Ulm erscheint die September-Ausgabe der Berufsschulzeitung des RJVD: "Der Rotstift".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Bundestagswahl. Die große Entscheidung?", über die BTW am 3. Oktober und die Parole: "Kämpfen statt wählen!"
- "Kollegen berichten", über die Ausbildung von Lehrlingen bei dem Unternehmen "Magirus"
- "Zum Tod Mao Tsetung: Rebellion ist gerechtfertigt", über das Ableben von Mao

Geworben wird für den "Rebell".
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung des Revolutionären Jugendverband Deutschlands, 6. Jg., Ulm, September 1976.

September 1976:
In Ulm erscheint eine Ausgabe der Berufsschulzeitung: "Der Rotstift" des RJVD des KABD, die außer einem Artikel über den Tod von Mao auch noch die Empfehlung enthält statt bei den Bundestagswahlen zu wählen lieber zu kämpfen.
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten) Ulm, Ulm September 1976.

November 1976:
In Ulm erscheint die November-Ausgabe der Berufsschulzeitung des RJVD: "Der Rotstift".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Lehre und dann? Einige Gedanken anlässlich der Abschlussprüfung", über die Abschlussprüfung von Azubis bei dem Unternehmen "Magirus"
- "Wer ist der RJVD?", über den Revolutionären Jugendverband Deutschlands
- "Zur Situation der Jungarbeiterinnen. In der Werbung sind wir Puppen, im Betrieb Leichtlohngruppen", über Jungarbeiterinnen

Geworben wird für den RJVD.
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung des Revolutionären Jugendverband Deutschlands, 6. Jg., Ulm, November 1976.

Januar 1977:
In Ulm erscheint die Januar-Ausgabe der Berufsschulzeitung des RJVD: "Der Rotstift".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Das betrifft und alle. Nach der Prüfung: Magirus entlässt 3 Lehrlinge", über Entlassungen von Azubis bei "Magirus Deutz"
- "Der Rotstift. Warum?", über die Herausgabe der Zeitung
- "Es gibt Gesetze, doch das die Gesetze der Bosse!", über "Rechte und Pflichten einer Jugendvertretung"

Geworben wird für den "Rebell", Organ des RJVD.
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung des Revolutionären Jugendverband Deutschlands, 7. Jg., Ulm, Januar 1977.

Februar 1977:
In Ulm erscheint die Nr. 2 Berufsschulzeitung des RJVD: "Der Rotstift".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Tarifrunde 77. Für die volle Durchsetzung der IG-Metall Forderungen!", über Forderungen der IGM und des RJVD zur MTR mit dem Hinweis, dass es notwendig sei, "die IGM-Forderungen voll durchzusetzen"
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung des Revolutionären Jugendverband Deutschlands, 7. Jg., Nr. 2, Ulm, Februar 1977.

März 1977:
In Ulm gibt der RJVD des KABD vermutlich im März eine "Sondernummer" seiner Berufsschulzeitung: "Der Rotstift" mit der Schlagzeile: "Kampf der Jugendarbeitslosigkeit" heraus. Gefordert wird u. a.: "35- Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich! Gegen Überstunden - Für Neueinstellungen". Zur Arbeitslosigkeit im Kapitalismus, wird die These: "Nur im Sozialismus- Keine Arbeitslosigkeit" gegenübergestellt.
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung des Revolutionären Jugendverband Deutschlands, 7. Jg., Sondernummer (Jugendarbeitslosigkeit), Ulm (März 1977).

Mai 1977:
In Ulm erscheint die Nr. 3 der Berufsschulzeitung des RJVD: "Der Rotstift".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Heraus zum 1. Mai. Jung und Alt gemeinsam!", über den Aufruf zum 1. Mai und die Forderung: "Für die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich!"
- "Internationale Solidarität. Rettet die 12 brasilianische Antifaschisten!", über die Solidarität für "nicht namentlich bekannte Antifaschisten" in Brasilien
- "Kampf dem Militarismus. Weg mit dem Wehrkundeunterricht", über Wehrkundeunterricht an der oberen Berufsschule in Ulm

Geworben wird für den "Rebell" und die Broschüre: "Arbeiterjugend kämpft für den Sozialismus!. Aufgefordert wird dazu, sich an der DGB-Demonstration zum 1. Mai zu beteiligen sowie an der 1. Mai-Veranstaltung des KABD im Konzertsaal Neu-Ulm.
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung des Revolutionären Jugendverband Deutschlands, 7. Jg., Nr. 3, Ulm, Mai 1977.

Juni 1977:
In Ulm erscheint die möglicherweise letzte Ausgabe der Berufsschulzeitung des RJVD: "Der Rotstift".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Achtung Kollegen! Das geht uns alle an", über die berufliche Situation der Azubis bei MD
- "Berufsschulkorrespondenten berichten", über das Abhängen von Plakaten des KABD zum 1. Mai aus einer Berufsschule und die Fragestellung: "Politik raus aus der Schule?"
- "KJA-Veranstaltung am 1. Mai", über die 1. Mai-Veranstaltung des KJA und die Betriebsjugendgruppe von Magirus Deutz, den Kampf um die Übernahme der Jugendvertretung
- "Internationale Solidarität. Solidaritätserklärung des RJVD, OG Ulm an die türkischen Kollegen", über Tote am 1. Mai in Istanbul und die Solidarität des RJVD mit den Forderungen: "Weg mit den Folterungen!", "Freiheit für das Volk!", "Tod dem Faschismus in der Türkei!"

Aufgerufen wird dazu, den "Rebell" zu lesen. (Bemerkung: Auf der Ausgabe steht zu dieser Nummer die Notiz: "Nicht verteilt!".
Q: Der Rotstift - Berufsschulzeitung des Revolutionären Jugendverband Deutschlands, 7. Jg., Ulm, Juni 1977.

Letzte Änderung: 29.06.2016