Frankfurt - Hoechst AG - Werk Höchst:
'Der Rotfabriker' - Betriebszeitung der Frankfurter Marxisten-Leninisten (FML), später der Marxisten-Leninisten Deutschland (MLD) (1974-1977)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 21.12.2017


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Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

03.10.1974:
Bei Hoechst Frankfurt erscheint 'Der Rotfabriker' der Frankfurter Marxisten-Leninisten (FML) Nr. 1 (vgl. 10.3.1975) mit dem Leitartikel "Das neue Lohnsystem - ein System des Lohnabbaus, der Antreiberei, des Betrugs und der Spaltung der Arbeiterklasse" zur Einführung des Monatslohns.

Weitere Artikel sind:
- "Gerechter Lohn - oder: Nieder mit dem Lohnsystem?"; sowie
- "Hessenwahlen: Strauß in Frankfurt; Schmidt - Kanzler der Monopole; Konzertierte Aktion gegen die Lohnabhängigen!" zu den Landtagswahlen (LTW).
Quelle: Der Rotfabriker Nr. 1, Frankfurt 3.10.1974

10.03.1975:
Bei Hoechst Frankfurt erscheint 'Der Rotfabriker' der Frankfurter Marxisten-Leninisten (FML) Nr. 3 (vgl. 3.10.1974, 24.4.1975) mit dem Leitartikel "Betriebsratswahlen 1975" zu den BRW.

Weitere Artikel sind:
- "DKP zur Betriebsratswahl: Brand ein konsequenter Vertreter der Arbeiterinteressen?";
- "Tarifabschlüsse der ÖTV, IG Metall und Bau, Steine, Erden - ein Verrat jagt den anderen" zu ÖDTR, MTR und Bau-Tarifrunde; sowie
- "Die heutige Sowjetunion: eine gefährliche imperialistische Macht" zur SU.
Q: Der Rotfabriker Nr. 3, Frankfurt 10.3.1975

24.04.1975:
Bei Hoechst Frankfurt erscheint 'Der Rotfabriker' der Frankfurter Marxisten-Leninisten (FML) Nr. 4 (vgl. 10.3.1975, 3.11.1975) mit dem Leitartikel "Das Märchen von der Krisenfestigkeit der Chemie ist geplatzt".

Weitere Artikel sind:
- "Kambodscha befreit";
- "Betriebsratswahl: Was hat sie gezeigt und was sind die Aufgaben" zu den BRW;
- "Lohnraubabschluß in der Chemie" zur CTR; sowie
- "Gedenkt des Sieges über den Hitlerfaschismus! Wer sind die Hitler von heute?" zum Achten Mai.

Gefordert wird u.a. zu den UVB:"
Schluß mit dem Gesinnungs- und Ausschlußterror

Die Kollegen Claus und Lückhof sind auf Betreiben von Brand aus dem Betrieb bzw. aus der Gewerkschaft hinausgeschmissen worden. Um auch die Kollegen von Franz, die damit nicht einverstanden waren gegen ihn aufzubringen, inszenierte Brand Telefonanrufe in denen die Kollegen im Namen von Franz beschimpft wurden. Das sind Nazi- und Gestapomethoden. Wir fordern:
Sofortige Wiedereinstellung von Franz
Kein Ausschluss von Lückhof aus der Gewerkschaft
Schluss mit dem Gesinnungs- u. Ausschlussterror
Weg mit den Unvereinbarkeitsbeschlüssen".

Angekündigt wird der Verkauf der 1. Maizeitung der FML in der nächsten Woche.
Q: Der Rotfabriker Nr. 4, Frankfurt 24.4.1975

03.11.1975:
Bei Hoechst Frankfurt erscheint 'Der Rotfabriker' der Frankfurter Marxisten-Leninisten (FML) Nr. 5 (vgl. 24.4.1975, 22.3.1976) mit dem Leitartikel "Was führt Dr. Sammet im Schilde? Kurzarbeit, Rationalisierungen, Entlassungen und Betriebsschliessungen im Werk Höchst".

Weitere Artikel sind:
- "Dies kann auch in anderen Betrieben passiert sein oder noch passieren!";
- "Umsetzung";
- "Kruzarbeit"; sowie
- "Ein Konsolidierungsanekdote aus Prag" zur CSSR, aus 'Listy-Blätter' Nr. 3.

Eingeladen wird zur China-Veranstaltung am 7.11.1975.
Q: Der Rotfabriker Nr. 5, Frankfurt 3.11.1975

22.03.1976:
Bei Hoechst Frankfurt erscheint 'Der Rotfabriker' der Marxisten-Leninisten Deutschland (MLD) Nr. 6 (vgl. 3.11.1975, 31.5.1976) mit dem Leitartikel "Warum Prof. Dr. Sammet heute nicht zur Betriebsversammlung erscheint…".

Weitere Artikel sind:
- "Was tut sich in der Gewerkschaft?" zur Chemietarifrunde (CTR);
- "Tarifforderung für Lehrlinge";
- "Gegen Personalabbau, für Übernahme aller Lehrlinge";
- "Die DKP und ihr 'Arbeiterparadies"; sowie
- "Die Tendenz zur Einigung und zum Erstarken Westeuropas entwickelt sich" aus der 'Peking Rundschau' (PR).

Berichtet wird:"
Großer Erfolg in der IG Chemie
Nach langer Zeit fand eine Angestellten-Mitgliederversammlung. Jedes Gewerkschaftsmitglied, das bei Hoechst Angestellter ist, durfte teilnehmen.

Verlauf der Versammlung: es gibt doch tatsächlich noch Mitglieder, die mit den Betriebsratsmethoden nicht einverstanden sind.

Ergebnis: ab sofort gibt es keine Mitgliederversammlungen mehr … oder sollten wir uns so sehr täuschen?"
Q: Der Rotfabriker Nr. 6, Frankfurt 22.3.1976

31.05.1976:
Bei Hoechst Frankfurt erscheint 'Der Rotfabriker' der Marxisten-Leninisten Deutschland (MLD) Nr. 7 (vgl. 22.3.1976, ) mit dem Leitartikel "Aufruf zur Vertrauensleutewahl" zu den VLW vom 1. bis 4.6.1976.

Weitere Artikel sind:
- "Wählt die richtige Jugendvertretung!" zu den Jugendvertretungswahlen (JVW) vom 31.5. bis 3.6.1976 zu denen auch die DAG kandidiert;
- "Tarifabschluß - Ergebnis einer neuen Form des Schattenboxens" zur CTR;
- "Vorn in der Ausbildung" zu den Stenokontoristinnen;
- "Selbstmord von U. Meinhof, eine Bankrotterklärung des Terrorismus" zur RAF; sowie
- "Grosse Worte - das dicke Ende kommt nach. Über das Mitarbeitergespräch und Grundsätze für Zusammenarbeit und Führung".

Geworben wird für 'Die neue Welt'.
Q: Der Rotfabriker Nr. 7, Frankfurt 31.5.1976; Die Neue Welt Nr. 2, Frankfurt Juli 1976, S. 7f

03.11.1976:
Bei Hoechst Frankfurt erscheint 'Der Rotfabriker' der Marxisten-Leninisten Deutschland (MLD) Nr. 8 (vgl. 31.5.1976, 12.7.1977) mit dem Leitartikel "Angestellte sollen genormt werden. Rolf Brand kann keine Kritik vertragen" zu den Betriebsversammlungen und dem Artikel "China bleibt rot und antisowjetisch" zur Ernennung Hua Guo-Fengs.
Q: Der Rotfabriker Nr. 8, Frankfurt 3.11.1976

12.07.1977:
Bei Hoechst Frankfurt erscheint 'Der Rotfabriker' der Marxisten-Leninisten Deutschland (MLD) Nr. 9 (vgl. 3.11.1976, 8.11.1977) mit der Schlagzeile "'Mitarbeitergespräch' nicht nur ein harmloses Geplauder".

In "Ein neuer Zeitungskopf" wird der Fortfall von Hammer und Sichel damit erklärt, "daß wir nicht mit den vielen 'links'radikalen Sekten in einen Topf geschmissen werden können.".
Q: Der Rotfabriker Nr. 9, Frankfurt 12.7.1977

08.11.1977:
Bei Hoechst Frankfurt erscheint 'Der Rotfabriker' der Marxisten-Leninisten Deutschland (MLD) Nr. 10 (vgl. 12.7.1977, 16.11.1977) mit dem Leitartikel "Arbeitszeitverkürzung: Ein Weg zur Sicherung der Arbeitsplätze - auch in Hoechst!".

Weitere Artikel sind:
- "Ein neuer Zeitungskopf";
- "Treibt die Hoechst AG mit Steuergeldern Schindluder?" zum Kurzarbeitergeld; sowie
- "Will sich Hoechst vor der Verantwortung im Gesundheitswesen drücken?" zur Einstellung der Krebsforschung.

Als Beilage erscheint das Extrablatt der 'Neuen Welt', "Die befreiende Tat gegen den Terror. 6 Wochen die Deutschland verändern".
Q: Der Rotfabriker Nr. 10, Frankfurt 8.11.1977

16.11.1977:
Bei Hoechst Frankfurt erscheint 'Der Rotfabriker' der Marxisten-Leninisten Deutschland (MLD) Nr. 11 (vgl. 8.11.1977, 29.11.1977) mit der Schlagzeile "Jetzt melden sich die Arbeiter zu Wort: Kein Baustopp für KKW's!" zur DGB-Kundgebung für AKWs am in Dortmund am 10.11.1977.

Man äußert sich auch "Zur KKW-Debatte auf dem Hamburger SPD-Parteitag".
Q: Der Rotfabriker Nr. 11, Frankfurt 16.11.1977

29.11.1977:
Bei Hoechst Frankfurt erscheint 'Der Rotfabriker' der Marxisten-Leninisten Deutschland (MLD) Nr. 12 (vgl. 16.11.1977, 21.12.1977) mit der Schlagzeile "Strauß in Chile - Elefant im Porzellanladen" zu FJS.
Q: Der Rotfabriker Nr. 12, Frankfurt 29.11.1977

21.12.1977:
Bei Hoechst Frankfurt erscheint 'Der Rotfabriker' der Marxisten-Leninisten Deutschland (MLD) Nr. 13 (vgl. 29.11.1977) mit dem Leitartikel "Aufsichtsratswahlen: Spaltergruppen nicht durchgekommen" zu den ARW.

Weitere Artikel sind:
- "Drei Karenztage - eine gute Sache"; und
- "Nicht einschüchtern lassen !!" zum Manteltarifvertrag (MTV).
Q: Der Rotfabriker Nr. 13, Frankfurt 21.12.1977

Letzte Änderung: 21.12.2017