Zur Auseinandersetzung zwischen der FRAP und der Freundschaftsgesellschaft des deutschen und spanischen Volkes (FGDSV), Ortsgruppen Frankfurt/M., Gelsenkirchen, West-Berlin, und der Beteiligung von KAB (RW) und GDS (1977/78)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 13.4.2017


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Die Freundschaftsgesellschaften entstanden mit dem Ziel der Verständigung und Annäherung der fortschrittlichen Bürger zweier Länder. Dazu sollten der Dialog und der Kulturaustausch gefördert werden. In der Regel ging es den maoistischen Gruppen darum, mit befreundeten Organisationen eine politische Zusammenarbeit anzustreben und gemeinsame Veranstaltungen und Demonstrationen mit ihnen zu organisieren, die davon geprägt waren, die Verhältnisse (etwa in diktatorischen Ländern) anzuprangern, die antiimperialistische Solidaritätsbewegung und den proletarischen Internationalismus zu fördern, Abschiebungen zu verhindern und gegen Unterdrückung und Folter zu mobilisieren.

Freundschaftsgesellschaften gab es in der BRD bereits Mitte der 1960er Jahre, etwa die "Gesellschaft der Freunde Chinas" und die ersten albanischen Freundschaftsgesellschaften. In der Hochkonjunktur der maoistischen Gruppen in den 1970er Jahren hatte jede Partei eine eigene Freundschafsgesellschaft mit China und Albanien. Hinzu kamen überregionale, d. h. nicht parteigebundene und örtliche Freundschaftsgesellschaften verschiedener Zirkel.

Die hier vorliegenden Dokumente spiegeln die Auseinandersetzung zwischen der (örtlichen) FRAP (Frente Revolucionaro Antifascista Patriota) und der Freundschaftsgesellschaft des Deutschen und Spanischen Volkes (FGDSV) in Frankfurt/M. wider, in die auch der KAB (RW) und seine Organisationen involviert waren. Überregional fanden sie auch in West-Berlin und in Gelsenkirchen statt.

Zunächst schien die Solidarität mit der Kommunistischen Partei Spaniens (M-L) und der FRAP ungebrochen zu sein. Im Laufe der Monate entwickelte sie sich allerdings eindeutig zurück. Im Papier des "Komitee von Westdeutschland der FRAP" vom September/Oktober 1977 wurde bereits gegen eine "FRAP-feindliche Linie" zu Felde gezogen. Offenbar waren damit Mitglieder von GDS ("Gegen die Strömung") und WBK ("Westberliner Kommunist") sowie eine weitere Gruppe gemeint, die "offen FRAP-feindliche Aktivitäten entfalten" würden. Sie müssten aus der FG "ausgeschlossen werden", so die FRAP.

Dazu erschien auch ein Papier der OG Frankfurt der FGDSV: "Stellungnahme zu den Differenzen zwischen der OG Frankfurt und den Vertretern der FRAP", wonach "einige Vertreter der FRAP dem ZV der OG Ffm und einem Mitglied von West-Berlin und all deren Unterstützern den Kampf angesagt" hätten. Kritisiert wurde darin das Verhalten der FRAP, deren "bürokratisches, verleumderisches und spalterisches Vorgehen" (auch GDS gegenüber). Zur Kritik trug wohl auch die Finanzpolitik der FRAP in erheblichem Maße bei, die der KAB (RW) kritisierte und es z. B. mit Schreiben vom 3.8.1977 es ablehnte, der FRAP einen größeren Geldbetrag zu leihen. Die Dokumente, die hier veröffentlicht sind, geben einen Einblick in diese Debatten. Die OG der FG ließ diese Vorwürfe nicht auf sich sitzen. Der Vorwurf, sie seien "Feinde des spanischen Volkes", betrachtet die OG als unhaltbar. Die FRAP wurde aufgefordert, "die angesprochenen Vorwürfe und Maßnahmen zurückzunehmen, vor allem auch die, die FG durch den Aufbau neuer Gruppen zu spalten".

Im Oktober 1977 legte das "Komitee von Westdeutschland der FRAP" in einem Papier noch einmal nach und mutmaßte, dass in der Frankfurter Gruppe eine "Anti-FRAP-Linie" vertreten werde. Aufhänger dafür war ein Flugblatt aus dem Januar/Februar, in dem wohl eine Passage von der PCE (M-L) übernommen worden war, die so in Westdeutschland nicht veröffentlicht werden sollte. Das wurde als "offene Provokation" interpretiert. Sich verschärfende Differenzen kamen angesichts der Gründungsveranstaltung der "Republikanischen Konvention in Westdeutschland" zum Ausdruck, wobei diese und die FRAP GDS das "Aufstellen eines AP-Tisches" untersagten - und trotz Verbots ein Mitglied des ZV der FGDSV sich darüber hinwegsetze. Auch seien nun "offene Angriffe auf die FRAP" von Mitgliedern der OG Frankfurt gestartet worden. Die "FRAP-feindlichen Aktivitäten" und eine "fraktionistische Tätigkeit" müssten unterbunden werden. Eine erweiterte Vorstandssitzung der FRAP vom September 1977 wollte zwar die Vorfälle in Frankfurt/M. klären, wies aber darauf hin, dass sie nicht gewillt sei, in Zukunft "Spaltungsversuche" zu dulden. Dies betreffe auch eine Gruppe in West-Berlin, die identisch sei mit GDS und WBK.

Zu dieser Auseinandersetzung erschienen mehrere Stellungnahmen:

Offenbar ging es bei diesen Auseinandersetzungen letztlich um die Frage: Wer behält in der politischen Auseinandersetzung die Oberhand in den OGs Frankfurt und West-Berlin: die FRAP und PCE (ML) oder GDS und WBK? Das Problem wurde letztlich dadurch beendet, dass das "FRAP-Komitee in Westdeutschland" in Frankfurt/M. nicht nur eine "Gegen-OG" aufzubauen gedachte, sondern eine "neue OG" der Freundschaftsgesellschaft faktisch konstituierte.

Zu den Auseinandersetzungen liegen vor:

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

April 1977:
Vermutlich gegen Mitte April 1977 erscheint eine Einschätzung der politischen Verhältnisse in Spanien von einem Mitglied der KSG Ffm. (von dem uns leider nicht alle Seiten vorliegen). U. a. werden verschiedene oppositionelle Gruppen behandelt, vor allem die PCE (M-L) und die FRAP und deren "6-Punkte-Programm".
Quelle: N. N.: (Fragment), o. O., o. J. (April 1977).

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07.05.1977:
Vermutlich um den 7.5. herum erscheint ein "Kritikentwurf in Stichpunkten: Zum Sommerlager - Stichpunkte zu X.s Brief vom 5.5.77" von nicht angegebenen Verfassern zum geplanten Sommerlager der FRAP. Es solle darum gehen, die "Lage in Spanien" zu erfassen, vor allem vom Marxismus-Leninismus" her. Themen würden noch nicht feststehen.
Q: N. N.: Kritikentwurf in Stichpunkten: Zum Sommerlager - Stichpunkte zu X.s Brief vom 5.5.77, o. O., o. J. (7. Mai 1977).

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Juni 1977:
Vermutlich spätestens bis zum Juni erscheint eine Stellungnahme von "X., KSG Zelle 4: An die Leitungen der KSG, des KB (RW) und der RJ (ML). Betrifft: Europäisches Zeltlager". X., die sich später für die FRAP im Streit um die Vorgänge der FG Ffm. entscheiden wird, referiert hier: "Über das Ziel des Lagers", "Die Bedeutung des Lagers für uns" und "Über den geplanten Ablauf des Lagers". Das "europäische Lager", das von der FRAP veranstaltet werden soll, habe das Ziel, "eine Solidaritätsbewegung in Gang zu setzen bzw., zu stärken".
Themen des Lagers sollen sein:
- "Kampf gegen Atomkraftwerke"
- "Kampf gegen die besondere Unterdrückung der Frau"
- "Probleme der spanischen Emigranten"
Es soll eine Vorbereitungsgruppe gegründet werden. Es wird um Unterstützung gebeten.
Q: XXX, KSG Zelle 4: An die Leitungen der KSG, des KAB (RW) und der RJ (ML). Betrifft: Europäisches Sommerlager (16.-24. August), o. J. (Juni 1977).

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Juni 1977:
Vermutlich Ende Juni/Anfang Juli findet ein Gespräch von Vertretern des KAB (RW) mit Vertretern der PCE (M-L) statt. U. a. geht es dabei auch um eine Spende für die FRAP. Dargelegt werden u. a. auch Differenzen der PCE (M-L) mit der KPD/ML, die Vertreter der PCE (M-L) als ein "gegenwärtiges Problem" bezeichneten, was auch auf dem 2. PT zur Sprache kommen soll. In Westdeutschland würden von der PCE (M-L) örtliche Zirkel bestehen, auch zu Frankreich würden Beziehungen bestehen (ORPCF). Dazu erscheint später auch der "Kurze Bericht über den 2. Parteitag der PCE (M-L)".
Q: Kurzer Bericht über das Gespräch mit einem Genossen der PCE (M-L). Betrifft Spende und Besuche von Genossen, o. O. (Juni 1977).

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13.06.1977:
Es erscheint vermutlich um den 13.6. herum das Schreiben des KAB (RW): "Vorlage für die Leitungssitzung des KAB (RW) - Leitung am 13.6.1977. Betreff: Zeltlager der FRAP in Larzac, 16.-24. August 1977".

Danach weiß man bisher sehr wenig über dieses Zeltlager. Über die FG habe man auch nichts erfahren. Erst ein Gespräch mit einem FRAP-Vertreter hätte Näheres ergeben. Man wisse auch, dass es in der Freundschaftsgesellschaft "Differenzen regional und überregional" gebe. U. a. deswegen, "weil die DSFG Frankfurt in Ludwigshafen auf dem KPD/ML-Parteitag ein GDS-geprägtes Flugblatt im Namen der DSFG herausgegeben habe". Die Freundschaftsgesellschaft würde die "spanische Revolution nur sehr wenig unterstützen". Man müsse nun die "brennenden Fragen der spanischen Revolution" diskutieren; denn die "Solidaritätsbewegung mit Spanien" gehe zurück. Dies habe auch die Veranstaltung am 12.6. gezeigt. Sie zeigte, dass es in der Solidaritätsbewegung "große Illusionen" geben würde. Vermutlich soll eine weitere Debatte stattfinden, wo man die "Probleme der spanischen Revolution zu erfassen" gedenke.
Q: Vorlage für die Leitungssitzung des KAB (RW) - Leitung am 13.6.1977. Betreff: Zeltlager der FRAP in Larzac, 16.-24. August 1977, o. O. (um den 13. Juni 1977).

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10.07.1977:
Vom KAB (RW) erscheint das Schreiben: "An den 2. Parteitag der Kommunistischen Partei Spaniens (Marxisten-Leninisten)". Der KAB (RW) wünscht der KP "für den weiteren Verlauf der spanischen Revolution wegweisende Festlegungen". Neben einer Einschätzung der weltpolitischen Lage und der Lage der Marxisten-Leninisten geht es auch hier um "materielle Hilfe" der ausländischen Marxisten-Leninisten. Dazu meint der KAB (RW): "Diesem Aufruf kommen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten als kleine Organisation gerne nach und übergeben Euch auf geeignetem Weg den beiliegenden Betrag." Parolen sind u. a.: "Es lebe der proletarische Internationalismus!", "Es lebe die Deutsch-Spanische Freundschaft!", "Tod dem spanischen Faschismus und allen Imperialisten!"
Q: Kommunistischer Arbeiterbund (Revolutionärer Weg): An den 2. Parteitag der Kommunistischen Partei Spaniens (Marxisten-Leninisten), Frankfurt/M., 10. Juli 1977.

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31.07.1977:
Es erscheint ein Schreiben: "An die Leitung des KAB (RW)". Darin geht es um die Anfrage der FRAP, ob der KAB (RW) bereit sei, "zur Vorauszahlung der Kosten des Sommerlagers eine größere Summe Geld zu leihen. Das Geld soll bis zum 30.8. zurückgezahlt werden". Ein Gen. des KAB (RW) wird kritisiert, da er die Meinung vertreten würde, dass man dadurch den "Spontaneismus … unterstützen" würde. Der Verfasser des Papiers meint, dass man von den "Prinzipien des proletarischen Internationalismus" ausgehen müsse. Daher sei "diese Anfrage sehr schnell zu behandeln".
Q: N. N.: An die Leitung des KAB (RW), o. O., 31. Juli 1977.

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02.08.1977:
Von der Leitung der KSG Ffm. erscheint ein Schreiben an die "Leitung des KAB (RW)". Bezüglich der Anfrage der FRAP "ihnen Geld für das Lager zu leihen", heißt es, dass dies "unter der Bedingung, dass dies offiziell geschieht und verbindliche Vereinbarungen" eingehalten werden, möglich sei.
Q: Leitung der KSG Ffm.: An die Leitung des KAB (RW), o. O., 2. August 1977.

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03.08.1977:
Von der Leitung der KAB (RW) erscheint ein Schreiben bezüglich der Anfrage vom 2.8. Danach lehnt der KAB (RW) "eine Anleihe an die FRAP" ab. Dies mache u. a. der "Kassenstand" der Gruppe nicht möglich. Kritik wird auch an einer Vermittlerin geübt, wo die "FRAP-Interessen vermengt (werden) mit ihrer persönlichen Einstellung dieser Interessen uns gegenüber". Man weist die KSG-Leitung auf das Problem hin.
Q: Leitung des KAB (RW): Die Leitung des KAB (RW), o. O., 3. August 1977.

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08.08.1977:
Vom Sekretariat des KAB (RW) erscheint: "Richtlinien des Sekretariats des KAB (RW) zum Verhalten in Larzac vom 8.8. 1977".

Den Richtlinien hätten sich auch KSG, RJ (ML) und MLGF angeschlossen. Man wolle nicht, dass das Lager zu einem "internationalen AKW- und Frauenbewegungstreffen umfunktioniert" werde. Die FRAP hätte betont, dass es um die "Probleme der spanischen Revolution" gehen würde. Die Teilnahme des KAB (RW) sei an Bedingungen geknüpft: "Debatte und offene Aufklärung über die Grundprobleme der spanischen Revolution … Keine 'Pluralität' von Marxismus und Antimarxismus. Kein Forum für Trotzkisten, Anarchisten usw. Klare Leitung des Lagers durch marxistisch-leninistische Kräfte." Sollten diese Bedingungen nicht erfüllt werden, würden die Gen. "offen auftreten und gegen falsche Tendenzen" vorgehen.
Q: Kommunistischer Arbeiterbund (Revolutionärer Weg): Richtlinien des Sekretariats des KAB (RW) zum Verhalten in Larzac vom 8.8.1977, o. O., 8. August 1977.

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01.09.1977:
Es erscheint vom Sekretariat der Leitung KAB (RW) das Papier: "Betreff: Larzac, FRAP, PCE/ML. Zur Information der KAB (RW)-Genossen und der Leitung von KSG-Ffm und RJ (ML)". Danach wurden 11 Informationen für das Lager zusammengestellt, die als "Hintergrundinformationen für zukünftige Beschlüsse über Gesellschaftsarbeit und Beziehungen zu ausländischen Genossen sowie die Rolle unserer Mitglieder dabei" dienen sollen.
Q: Sekretariat der Leitung des KAB (RW): Betreff: Larzac, FRAP, PCE/ML. Zur Information der KAB (RW)-Genossen und der Leitung von KSG-Ffm und RJ (ML), o. O., 1. September 1977.

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11.09.1977:
Es erscheint, vermutlich von einem Mitglied der KSG Ffm, ein Bericht über das Zeltlager in Larzac: "Larzac 1977 - Im Nachhinein betrachtet". An dem Lager wird Kritik geübt, aber das Verhalten der spanischen Genossen auch gelobt. Dazu erscheint das Referat: "Zum proletarischen Internationalismus".
Q: N. N.: Larzac 1977 - Im Nachhinein betrachtet (Abschrift eines Berichtes). Zum proletarischen Internationalismus, o. O., 11. September 1977.

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20.09.1977:
Der KAB (RW) schreibt an die FRAP und an den Ortsvorstand der FG in Frankfurt. Aufhänger des Schreibens ist, dass ein Mitglied "von uns" "ihre Mitgliedschaft in der Freundschaftsgesellschaft beendet" habe. Damit habe es "indirekt einen Standpunkt zu den gegenwärtigen Differenzen innerhalb der FG und zwischen Teilen der FG und der FRAP eingenommen". Weiter wird darauf aufmerksam gemacht: "Mehr oder weniger offen wird von FG-Vertretern und bzw. von GDS-Vertretern aber auch von anderen Leuten verkündet, dass es darum gehe, "die GDS aus der FG zu säubern". Die GDS würde sich "trotzkistischer Methoden" bedienen und "achte den demokratischen Charakter der Gesellschaft nicht im geringsten". Die GDS würde sich "zweifellos wie ein Trotzkistenverein benehmen", aber sie als "Feinde Spaniens" zu bezeichnen, würde zuweit gehen. Kritisiert wird die Methode der FRAP gegenüber der GDS mit "physischen Bedrohungen". Der KAB (RW) fordert eine "offene Diskussion".
Q: Kommunistischer Arbeiterbund (Revolutionärer Weg): An die FRAP. An den Ortsvorstand der FG in Frankfurt, o. O., 20.9. und 20.10.1977.

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26.09.1977:
Es erscheint die "Abschrift eines Briefes" an die Leitungen des KAB (RW), der KSG und der RJ(ML): "Betrifft die Arbeit in der Freundschaftsgesellschaft des deutschen und spanischen Volkes (FGdsV)". Danach habe sich das "FRAP-Komitee Westdeutschland" dazu entschieden, eine neue OG der Gesellschaft in Frankfurt und West-Berlin aufzubauen. Beide OGs hätten die FRAP WD und die PCE (M-L) "verunglimpft". Man würde nur noch mit den "wahren Freunden der Völker Spaniens zusammenarbeiten. Die Verfasserin des Briefes kündigt an, die alte OG der FG Ffm. zu verlassen und in der neuen mitzuarbeiten.
Q: N. N.: An die Leitungen des KAB (RW, der KSG und der RJ(ML): Betrifft die Arbeit in der Freundschaftsgesellschaft des deutschen und spanischen Volkes (FGdsV) (Abschrift eines Briefes), o. O., 26. September 1977.

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30.09.1977:
Es erscheint wohl zum Monatsende eine "Erklärung eines Mitglieds der FDGSV, Ortsgruppe Gelsenkirchen". Danach soll die FGDSV "keine Einmischung anderer Organisationen, gleich wie nah sie der FGDSV stehen, dulden und aus eigenem Ermessen urteilen". Es gehe um "unsere politische Selbständigkeit und organisatorische Unabhängigkeit". Die FRAP-Unterstützung sei die eine Sache, die andere sei das Programm, also wie man "den Kampf der Völker Spaniens unterstützen kann".
Q: Erklärung eines Mitglieds der FDGSV, Ortsgruppe Gelsenkirchen, Gelsenkirchen, o. J. (30. September 1977).

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Oktober 1977:
Es erscheint von der KSG-Leitung das Papier: "An alle Mitglieder der KSG". Berichtet wird über die Larzac-Nachbereitung und über einen Aufsatz eines Genossen vom 11. September.
Q: KSG-Leitung: An alle Mitglieder der KSG, o. O., Oktober 1977.

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10.10.1977:
Vermutlich um den 10.10. herum erscheint ein Bericht: "Zur Information". Berichtet wird über den Besuch eines Mitglieds der GDS und des OV der FG (Spanisch-Deutsche Freundschaftsgesellschaft) bei einem Mitglied des KAB (RW). "Er wollte wissen, wie wir zur FG und dem Abbruch zu den Beziehungen zwischen FRAP und FG-Ffm. und West-Berlin stehen, wobei er auch auf XXX.s Austritt und YYY.s weitere Mitgliedschaft hinwies." Die Antwort war, dass der KAB (RW) "keine demagogischen Untersuchungen starten werde". Inzwischen sei die Information über XXX.s Austritt "bereits über den GDS-Stützpunkt Gelsenkirchen bei Karuscheit" gelandet.
Q: N. N.: Zur Information, o. O., o. J. (10. Oktober 1977).

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10.10.1977:
Vom "Komitee von Westdeutschland der FRAP" herausgegeben, erscheint ein Papier mit drei Stellungnahmen:
- "Bericht der FRAP zur FRAP-feindlichen Tätigkeit einer Gruppe von Mitgliedern der FGDSV"
- "Nachbemerkungen zur erweiterten Vorstandssitzung der FGDSV im September 1977"
- "Nachbemerkungen zur Spaltertätigkeit von …, Mitglied der OG Westberlin der FGDSV"

In diesem Papier geht es im Wesentlichen darum, der OG Ffm der FGDSV Spaltertätigkeit zu unterstellen. Sie hätte sich über vereinbarte Gemeinsamkeiten hinweggesetzt, trotz Abmachung ein Flugblatt veröffentlicht mit Passagen von der PCE (M-L), die nicht hätten veröffentlicht werden dürfen und hätten trotz Untersagung GDS geholfen, während einer Veranstaltung AP-Tische aufzubauen. "Fraktionistische Tätigkeiten" würden von der FRAP nun nicht mehr geduldet. Dies würde auch eine Gruppe in West-Berlin betreffen, die identisch sei mit GDS und "Westberliner Kommunist". Gefordert wird deren Ausschluss aus der FGDSV.
Q: Komitee von Westdeutschland der FRAP: - Bericht der FRAP zur FRAP-feindlichen Tätigkeit einer Gruppe von Mitgliedern de FGDSV, - Nachbemerkungen zur erweiterten Vorstandssitzung der FGDSV im September 1977, - Nachbemerkungen zur Spaltertätigkeit von …, Mitglied der OG Westberlin der FGDSV, September/Oktober 1977.

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13.10.1977:
Von der Ortsgruppe Frankfurt der FGDSV erscheint das Papier: "Stellungnahme zu den Differenzen zwischen der OG Frankfurt und den Vertretern der FRAP". Es wurde an den KAB (RW) am 20.10. weitergeleitet. Danach habe eine erweiterte ZV-Sitzung der FGDSV stattgefunden, wobei "einige Vertreter der FRAP dem ZV der OG Ffm und einem Mitglied von W-Berlin und all deren Unterstützern den Kampf angesagt haben". Das sei nicht hingenommen worden. Das Verhalten der FRAP-Vertreter wird kritisiert, vor allem deren "bürokratisches, verleumderisches und spalterisches Vorgehen" (auch "GDS" gegenüber). Auch die Finanzpolitik wird kritisiert. Die FRAP hätte sich von allen möglichen Leuten für irgendwelche Projekte Geld geliehen und nicht zurückgezahlt. Sie habe es versäumt, sich "eine andere Basis zu verschaffen". Die Differenzen zur OG Ffm mit dem Vorwurf sie seien "Feinde des spanischen Volkes" seien unhaltbar. Die FRAP wird aufgefordert, "die angesprochenen Vorwürfe und Maßnahmen zurückzunehmen".
Q: Ortsgruppe Frankfurt der FGDSV: Stellungnahme zu den Differenzen zwischen der OG Frankfurt und den Vertretern der FRAP, Frankfurt/M., 13. Oktober 1977.

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15.10.1977:
Vom KAB (RW)-Sekretariat erscheint das Papier: "Zur Information: Nochmals zur Anleihe an die FRAP". Danach habe die KSG Ffm "der FRAP 1.000 DM im August geliehen, die bis zum 15. September zurückgezahlt werden sollten", was offenbar nicht geschah. Das Sekretariat meint, dass man nun "das Geld von der FRAP eintreiben werde und dass dies die letzte Anleihe war". Eine Genossin wollte sogar, "dass wir innerhalb eines Tages 17.000,- DM der FRAP leihen", was abgelehnt wurde. Das Geld sollte für ein "europäisches Sommerlage" gedacht sein. Kritisiert wird vom Sekretariat auch der leichtfertige Umgang und ein gewisser "moralischer Internationalismus", wenn es um "etwas Ausländisches geht".
Q: Kommunistischer Arbeiterbund (Revolutionärer Weg)-Sekretariat: Zur Information: Nochmals zur Anleihe der FRAP, o. O., 15. Oktober 1977.

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17.10.1977:
Es erscheint eine Stellungnahme eines Genossen an die Leitung des KAB (RW): "Bericht über die Vorgänge zwischen de FRAP und der FGDSV und zum Verhalten der Gen. X". Der Verfasser bittet darum, ihn an die Leitungen von RJ und KSG- Leitung weiterzuleiten. Danach fand am 17./18.9. eine "erweiterte Vorstandssitzung der FGDSV statt". Anwesend waren auf der Sitzung FRAP-Vertreter des Komitees Westdeutschland, des ständigen Komitees der FRAP Europas, Vertreter der PCE (M-L). In einem vorgelegten Papier werden Mitglieder der OG Ffm und West-Berlin als "Feinde der Völker Spaniens" beschuldigt. Verlangt wurde, den schwelenden Konflikt dadurch zu beenden, Mitglieder der FG Ffm und West-Berlin mit "sofortiger Wirkung" auszuschließen, wobei das Flugblatt aus dem Februar ein Grund war. Zudem sei es bei der Gründungsveranstaltung der Republikanischen Konvention zu verbalen Entgleisungen gekommen, die die FRAP nicht hinnehmen würde. Das schien jedoch auf Empörung zu stoßen, so dass das als "unerhörten Eingriff in die Selbständigkeit der FGDSV" interpretiert wurde.

Später soll X. im Namen der FRAP eine Erklärung "im Namen der FRAP" eingebracht haben, aus der hervorgeht, dass sie der OG Ffm "ab sofort das Recht abspricht, sich als Freundschaftsgesellschaft zu bezeichnen und im Namen der Völker Spaniens ihre Arbeit fortzusetzen". Mittlerweile, so die Stellungnahme, baue die FRAP in Ffm "eine Gegen-OG auf mit maßgeblicher Unterstützung von X."
Q: N. N.: An die Leitung des KAB (RW): Bericht über die Vorgänge zwischen der FRAP und der FGDSV und zum Verhalten der Gen. X., o. O,. 17. Oktober 1977.

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20.10.1977:
Es erscheint vom KAB (RW)-Sekretariat ein Schreiben zu "Dokumenten" einer Mappe, die den derzeitigen "Informationsfluss" aufrechterhalten soll. Wichtig sei es, "die 2 Linien in der Larzac-Vor- und Nachbereitung zu erkennen, wozu es etliche Papiere gibt …" Die Papiere seien wichtig, um herauszufinden, "aus welcher Ecke die Anbetung der Spontaneität" komme?
In der Mappe sind enthalten "einige Papiere im Zusammenhang mit den Differenzen zwischen FRAP und FG sowie dem Verhalten der Gen. X."
- "Brief des KAB(RW)- Sekretariats vom 20.9.77 an FRAP und FG
- "Brief der KSG- Leitung an die Gen. X"
- "Erklärung der Gen. X vom 26.9. zu ihrem Verhalten"
- "Erklärung des Gen. Y."
- "Erklärung der FRAP"
- "Erklärung der FG-Frankfurt/M."
- "Erklärung eines Gelsenkirchener FG-Mitgliedes"
- "Zur Information (7.10.) vom KAB(RW)-Sekretariat - Zur Information" (15.10.)
Q: Kommunistischer Arbeiterbund (Revolutionärer Weg) - Sekretariat: Schreiben vom 20.10.1977 und Hinweise zu den Benutzern der Mappe, o. O., 20. Oktober 1977.

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25.10.1977:
Die KSG-Leitung schreibt: "An die Genossin X. Betrifft: Beschluss der Leitung, dass Genossin X. bis auf weiteres keine Freundschaftsarbeit mehr macht". Bekannt gegeben wird, dass sie am 15.9. allen Leitungen mitteilte, dass sie aus der OG der FG ausgetreten sei. Zusammen mit der FRAP wolle sie "eine neue OG aufbauen". Kritisiert wird u. a., dass sie damit Verstöße "gegen unser Statut begeht".
Q: KSG Leitung: An die Genossin X. Betrifft: Beschluss der Leitung, dass Genossin X. bis auf weiteres keine Freundschaftsarbeit mehr macht, o. O. (25. Oktober 1977).

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26.10.1977:
Der KAB (RW) schreibt an die FRAP. Erklärt wird, dass man 1.000 DM von der FRAP zurückhaben wolle. Man bittet um "Erledigung". Am gleichen Tag wird in einem handschriftlich Brief, der an das "Sekretariat des KAB (RW)" gerichtet ist, über das Zeltlager und die FRAP berichtet. Danach habe man bereits die 1.000 DM zurückgefordert. Gefragt wird: "Wer von der FRAP hat denn das Geld erhalten?"
Q: Kommunistischer Arbeiterbund (Revolutionärer Weg), o. O., 26.Oktober 1977; An das Sekretariat des KAB (RW): Betrifft: Larzac. Betrifft: FRAP, o. O., 26. Oktober 1977.

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30.10.1977:
Ein Genosse schreibt an das Sekretariat des KAB (RW). Im Schreiben geht es darum, dass die "Zahlungsaufforderung" übergeben worden sei. Zusätzlich ein Brief an "FRAP und FG". Der Brief spiegelt das Verhältnis von FRAP zur FG, aber auch zu GDS wider.
Q: N. N.: An das Sekretariat des KAB (RW), o. O., 30. Oktober 1977.

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03.11.1977:
Das "Komitee von Frankfurt der FRAP" schreibt an den Kommunistischen Arbeiterbund (Revolutionärer Weg). In dem Schreiben wird u. a. das Verhältnis der FGDSV zur FRAP kritisiert. Einem Mitglied des KAB(RW) soll die "weitere Zusammenarbeit mit uns untersagt" worden sein. "Wie ihr wisst, ist die FGDSV 'eine eigene Organisation und keine Aktionseinheit zwischen Organisationen'. Deshalb ist eine Mitgliedschaft in ihr nur individuell möglich". Weiter wird von der FRAP auf das Verhältnis zu GDS eingegangen. Es gehe ihr nicht darum, "die GDS aus der FG hinauszusäubern". Es würde darum gehen, "eine Linie in der FGDSV zu bekämpfen, die hartnäckig gegen die grundlegenden Ziele und Prinzipien der FGDSV verstoßen" würde. Namentlich sind neben GDS auch der WBK (Westberliner Kommunist) in die Schusslinie geraten. Die FRAP habe "die Beziehungen zu bestimmten Mitgliedern der FGDSV abgebrochen, weil sie versucht haben die Einheit unserer Organisation zu untergraben, indem sie versuchten, die Intrigenpolitik, die sie innerhalb der FG und in der Bewegung in Westdeutschland machen, auf unsere Organisation auszudehnen. Zum Disput über einen möglichen Austritt eines Mitglieds des KAB (RW), stellt die FRAP fest: "Welche Politik verfolgt ihr eigentlich gegenüber FRAP und FG?" Gefragt wird auch, ob man den "Standpunkt der Opportunisten" unterstützen würde?
Q: Komitee von Frankfurt der FRAP: An den Kommunistischen Arbeiterbund (Revolutionärer Weg), Frankfurt/M., 3. November 1977.

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25.02.1978:
Es erscheint das Papier (aus Fürth): "Kritik des Programms der Kommunistischen Partei Spaniens/ML (PCE-ML)".
Q: N. N.: Kritik des Programms der Kommunistischen Partei Spaniens/ML (PCE-ML), (Fürth, ca. 25. Februar 1978).

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01.03.1978:
Die Leitung des KAB (RW) schreibt an das "Komitee von Deutschland der FRAP". Der KAB (RW) bringt zum Ausdruck, dass "seit dem Sommer 77 die FRAP uns 1.000 DM schulde". Um "umgehende Klärung" wir gebeten. Die bisher nicht erfolgte Rückzahlung sei auch politisch motiviert; denn das sei "eine üble Linie", da man "das Ansehen der spanischen Revolutionäre schädigt". Die Frankfurter FRAP-Leute würden auch "bewusst der Sache der Solidarität mit der Revolution schaden". Ultimativ wird der Eingang der Zahlung bis zum 15.3. erwartet. Abschließend heißt es, dass man sich dann "an alle Kräfte" wenden wolle, "die mit der FRAP- Frankfurt zusammenarbeiten, um sie vor Betrügern zu warnen".
Q: Leitung des Kommunistischen Arbeiterbund (Revolutionärer Weg): An das Komitee von Deutschland der FRAP, o. O., 1. März 1978.

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17.03.1978:
Von der Ortsgruppe Frankfurt/M. der "Freundschaftsgesellschaft des deutschen und spanischen Volkes FFM" erscheint ein "Offener Brief an den Kommunistischen Arbeiterbund (Revolutionärer Weg)", der u. a. auf das Schreiben des KAB (RW) vom 20.9.1977 eingeht. Der Streit geht hier offensichtlich um die Unterstützung der Spaniensolidarität, wobei die örtliche Freundschaftsgesellschaft die "opportunistischen Führer des FRAP Komitees Westdeutschland" kritisierten, da sie "die FRAP Spaniens verleumden" würden. Zum KAB (RW) meint man: "Euch passt es nicht, dass wir jeden … kritisiert haben und kritisieren, wenn er Fehler in Bezug auf die Spaniensolidarität macht … Ihr setzt Euch aber keineswegs mit Argumenten auseinander, sondern behauptet einfach, dass dahinter die Organisation 'Gegen die Strömung' stecken müsse, die ja bekanntlich die FGDSV unterstützt". Der KAB (RW) würde es sich leicht machen, "alle angeblichen 'Verfehlungen' auf GDS zurückzuführen". Die Freundschaftsgesellschaft hält noch nicht für sinnvoll, mit dem KAB (RW) in die Diskussion "über die Linie in der antiimperialistischen Solidaritätsarbeit" einzutreten.
Q: Ortsgruppe Frankfurt/M. der Freundschaftsgesellschaft des Deutschen und Spanischen Volkes: Offener Brief an den Kommunistischen Arbeiterbund (Revolutionärer Weg), Frankfurt/M., 17. März 1978.

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Letzte Änderung: 13.04.2017