Rote Hilfe & Schwarzkreuz in Wetzlar

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 3.11.2014

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Die Schwarzkreuz-Gruppe Wetzlar, assoziiert mit der örtlichen Roten Hilfe, bestand seit Oktober 1972. Bis Ende 1974 "blieb die RH/SK-Wetzlar der Schrittmacher für die regionalen RH-Aktivitäten. Die Gruppe zerfiel, nachdem sich das libertäre Wohn- und Lebenskollektiv in eine 'Knasthilfe-Gruppe' (18 Mitglieder), ein übergreifendes Chile-Komitee und eine Zeitungsgruppe aufgespalten hatte" (vgl. Rübner, 2012, S. 111ff., vgl. Sept. 1973).

Die RH/SK-Gruppe Wetzlar gab von Oktober 1973 bis Juli 1974 ein Nachrichtenblatt heraus, das neben lokalen auch internationale Themen behandelte. Die neun Nummern (davon eine Doppelnummer) sollten monatlich erscheinen und wurden kostenlos abgegeben. Über sich schrieb die RH/SK-Gruppe in der Nr. 2: "… einige von uns sind Anarchisten. Andere nicht. Wir, das sind gut zwei Dutzend politisch aktiver Menschen von 15 bis 66 Jahren" (vgl. November 1973).

Neben dem Nachrichtenblatt dokumentieren wir hier einige (wir bitten um Ergänzungen) Flugblätter der RH/SK Wetzlar zur Knastarbeit (vgl. Juni 73, Feb. 74, Jan. 75) und der Auseinandersetzung mit den von KPD (AO) oder der KPD/ML dominierten bzw. aufgebauten RH-Gruppen (vgl. Sept. 73, Feb. 74).

Die Kleinschreibung in einigen Flugblättern und dem Nachrichtenblatt haben wir in Zitaten nicht beibehalten.

Wir danken dem Archiv Schwarzer Stern in Dortmund für die freundliche Unterstützung.

Siehe auch: "Lutz Buhr: Knast! Dokumentation Knast (Teil 1)", hrsg. v. d. Roten Hilfe/SchwarzKreuz Wetzlar und der Roten Hilfe Marburg im Dezember 1973

Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

Juni 1973:
Die Rote Hilfe/Schwarzkreuz-Gruppe Wetzlar protestiert mit einem Flugblatt unter dem Titel "Auslieferung = Mord!" gegen die Auslieferung von Ivo della Savia nach Italien und fordert dessen Freilassung.
Quellen: Rote Hilfe/Schwarzkreuz: Auslieferung = Mord! (Flugblatt), Wetzlar, o. J. (Juni 1973).

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Juni 1973:
Vermutlich von der Rote Hilfe/Schwarzkreuz-Gruppe Wetzlar erscheint das FB "Im Knast. Flugblatt für Besucher der Strafanstalten (19.5.73)". Abgedruckt ist außerdem eine "Rede vorm U-Knast, Kassel, Leibzigerstr. 11" vom 2.6.73.
Q: Rote Hilfe/Schwarzkreuz: Im Knast (Flugblatt), Wetzlar, o. J. (Juni 1973).

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September 1973:
Von der Rote Hilfe/Schwarzkreuz-Gruppe Wetzlar erscheint das Flugblatt "Die Wichser kommen …! Rote Hilfe KPD-A-Null-E.V./WZ?". Kritisiert wird die Gründung von Rote-Hilfe-Gruppen durch die KPD (AO) in der Bundesrepublik, vor allem aber die Gründung einer Rote-Hilfe-Gruppe durch die KPD (AO) in Wetzlar am 13.9.73. Das sei ein Akt der Spaltung. "Wir fragen: Warum geht die KPD nicht in bestehende RH's, denen viele Fraktionen angehören? … Wir stellen fest: Die KPD/RH ist eine gewollt spalterische Organisation, die nur ein Ziel hat: die bestehende, undogmatische Rote Hilfe … in ein Instrument ihrer lächerlichen Partei zu verwandeln." (Im Original in konsequenter Kleinschreibung.)

Aus den ersten Zeilen des FB geht hervor, dass die RH in Wetzlar seit Herbst 1972 existiert.
Q: Rote Hilfe/Schwarzkreuz: Die Wichser kommen …! Rote Hilfe KPD-A-Null-E.V./WZ? (Flugblatt), Wetzlar, o. J. (Sept. 1973).

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Oktober 1973:
Von der Gruppe Rote Hilfe/Schwarzkreuz Wetzlar erscheint die erste Nummer der monatlichen 'Nachrichten' mit 8 Seiten im Format DIN A5. Inhalt der Nummer ist:
- Im Namen des Volkes (Prozess gegen Astrid Proll)
- Günter Wagner, Arbeiter von Thyssen: Von der Polizei verschleppt
- Chile (Spendenaufruf)
- Notizen
- Der Streik bei Ford/Köln
- Spendenaufruf der Kölner Fordarbeiter
- Der Tag (Gedicht von Peter W. Haupt)
- Solidarität. Erfolgreiche Revolte im Zuchthaus zu Bruchsal
- Der Prozess gegen Heinrich Jansen ist eröffnet
- Erklärung der Roten Hilfe Westdeutschlands (der KPD/AO nahestehend)
- Rote Hilfe - Was ist das?

Im Artikel "Erklärung der Roten Hilfe Westdeutschlands" heißt es: "Die ‚KPD/AO‘ hat in ihrem 'Zentralorgan Rote Fahne' den Aufbau einer eigenen 'Roten Hilfe'‚ angekündigt. Die schon bestehenden Roten Hilfen erhielten teilweise Einladungen, und zwar gerade zu einem Datum, als diese sich sowieso treffen wollte aber an einem anderen Ort.

In ihrem 'Programm' wird die Arbeit der neuen RH/AO als Fortführung der Arbeit des Westberberliner Rote-Hilfe-Komitees verstanden, welches sich schon mehrfach durch Verteilen gedruckten Papiers hervorgetan hat. Knastarbeit und die Arbeit mit Gefangenen wird mit einer einzigen Ausnahme - Ulli Kranzusch - nicht erwähnt. Indem sie Prozessvorbereitungen auf die Juristische und materielle Ebene beschränken, orientieren sie sich am vorgegebenen Rahmen der herrschenden Klasse. Aus der Roten Hilfe soll eine Parteiorganisation der 'KPD' werden.

Die Konferenz der Roten Hilfe erklärt, dass die Roten Hilfen unabhängig bleiben werden, dass sie sich an keinem ZK die Ziele ihrer Arbeit werden diktieren lassen. Rote Hilfe ist keine Parteisache. Den Missbrauch des Namens der Roten Hilfe werde wir nicht durch Parteiengezänk und Polemik, sondern durch eine entschlossene Praxis bekämpfen, die sich in Form, Inhalt und Qualität von den spalterischen und phraseologischen Aktionen anderer unterscheidet."

Im Artikel "Rote Hilfe - Was ist das?" wird auf die RH und "das internationale Schwarzkreuz" eingegangen. Es seien Organisationen, die "verfolgten Revolutionären Hilfe leisten". Die "RH/SK Gruppen unterstützen die politischen Gefangenen und andere Gefangene … die RH/SK Gruppen sind allerdings alles andere als eine rote Caritas, sondern sie betrachten ihre Aufgabe als Teil des sozialistischen Kampfes gegen ein unmenschliches, unterdrückendes System: den Kapitalismus. … Die RH/SK-Gruppen gehören keiner politischen Partei oder Organisation an, sondern sind unabhängig … Rote Hilfe und Schwarzkreuz ist die Antwort aller verfolgten Linken auf die Bedrohung durch den Staat."

In folgenden Städten soll es RH- oder SK-Gruppen geben:
- Baden-Baden
- Berlin (West)
- Bochum
- Bonn
- Darmstadt
- Dortmund
- Duisburg
- Eindhoven (Holland)
- Erlangen
- Flensburg
- Frankfurt
- Freiburg
- Gießen
- Hamburg (RH)
- Hamburg (SK)
- Hannover
- Heidelberg
- Heidenheim
- Karlsruhe
- Kassel
- Köln
- Landau (Pfalz)
- Marburg
- München
- Neuss
- Porz
- Stuttgart
- Wetzlar
- Würzburg.

DIe Rote Hilfe/Schwarzkreuz-Gruppe Wetzlar treffe sich samstags im Buchladen "Impuls", Silhöfertorstraße.
Q: Rote Hilfe/Schwarzkreuz: Nachrichten, 1. Jg., Nr. 1, Wetzlar, Oktober 1973.

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November 1973:
Von der Gruppe Rote Hilfe/Schwarzkreuz Wetzlar erscheint die Nr. 2 der monatlichen 'Nachrichten' mit 12 Seiten. Inhalt der Nummer ist:
- Gefährliches Anarchistennest ausgehoben? (Dokumentation und Gegendarstellung zu den Vorfällen in Oberbiel)

Über sich schreibt die RH/SK-Gruppe: "... einige von uns sind Anarchisten. Andere nicht. Wir, das sind gut zwei Dutzend politisch aktiver Menschen von 15 bis 66 Jahren. Es leben übrigens nur 6 von uns in der 'Kommune' in Oberbiel."

Am 16.11. solle im Haus der Jugend in Wetzlar eine "Diskussion mit der Kommune Oberbiel" stattfinden, in der diese Rede und Antwort zu den Vorfällen stehen wolle.
Q: Rote Hilfe/Schwarzkreuz: Nachrichten, 1. Jg., Nr. 2, Wetzlar, November 1973.

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Dezember 1973:
Von der Gruppe Rote Hilfe/Schwarzkreuz Wetzlar erscheint die Nr. 3 der monatlichen 'Nachrichten' mit 12 Seiten. Inhalt der Nummer ist:
- Knast - Politische Gefangene in der BRD?
- Interview mit Heinz Brandt
- Notizen
- Warum wir dies System nicht wollen
- Wer wirft die Bomben? Ist die RAF kriminell?
- Gedicht
- Solidarität. Die RAF-Prozesse in Sindlingen
- Warnung (zur Rote Hilfe e. V.)
- Freiheit für alle - Alle Gefangene sind politische Gefangene!
- In Kürze (Fall Marini (Italien), Linke Anwälte, Brief aus der JVA Ingolstadt)
- Rote Hilfe - Was ist das?
Q: Rote Hilfe/Schwarzkreuz: Nachrichten, 1. Jg., Nr. 3, Wetzlar, Dezember 1973.

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Januar 1974:
Von der Gruppe Rote Hilfe/Schwarzkreuz Wetzlar erscheint (vermutlich im Januar) die Nr. 4 der monatlichen 'Nachrichten' mit 12 Seiten. Inhalt der Nummer ist:
- Spanien: Todesstrafe für drei junge Anarchisten
- Editorial
- Offener Brief (zur Isolation der Gefangenen)
- Spitzel gegen Studenten (Tübingen)
- Notizen (Film 'Papillon', Ian McLeod, Bleichstraße)
- Folter (Erklärung der SH Hamburg)
- Chile: Diese Männer werden gerade erschossen
- Plädoyer der Anklage (Comic)
- Haft: Nackte Gewalt
- Dokumentation: Lutz Buhr: Knast
- Einsatzmöglichkeiten von Dienstwaffen (Comic)
- RH/SK - Was ist das?
- RH/SK - Wo gibt es RH- und SK-Gruppen?

Zu den "Todesurteilen in Spanien" wird angemerkt, dass es auch in Deutschland eine "immer perfektere Isolationsfolter" gebe - sowie "bestialische Verfolgungen in Chile".

Geworben wird für die Dokumentation "Lutz Buhr: Knast" der RH/SK Wetzlar und der RH Marburg. Die Doku wolle den "Alltag eines Kampfes eines Genossen im Knast" schildern, den "Kleinkrieg gegen tägliche Schikanen, passiver und aktiver Widerstand gegen die Maschinerie des Kaputtmachens".
Q: Rote Hilfe/Schwarzkreuz: Nachrichten, 2. Jg., Nr. 4, Wetzlar 1974.

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Februar 1974:
Von der Gruppe Rote Hilfe/Schwarzkreuz Wetzlar erscheint (vermutlich im Februar) die Nr. 5 der monatlichen 'Nachrichten' mit 12 Seiten. Inhalt der Nummer ist:
- Astrid Proll in Lebensgefahr
- Die Kriminalpolizei rät (Comic)
- Editorial
- Der Fall Marini (Italien)
- P. P. Zahl: Politische Gefangene bei uns
- Solidarität: Todesurteil in Spanien
- Notizen
- Mordversuch: Der Fall Hammerschmidt
- Der Fall Fiaschi
- Antikriegstagsprozesse (Presseerklärung der KPD/ML)
- Aufruf zur Spanien-Demo, 16.2.74, Frankfurt/M.
- RH/SK - Was ist das?
- RH/SK - Wo?
Q: Rote Hilfe/Schwarzkreuz: Nachrichten, 2. Jg., Nr. 5, Wetzlar 1974.

Pfeil nach rechts Rote Hilfe/Schwarzkreuz: Nachrichten, 2. Jg., Nr. 5, Wetzlar 1974 im Hans-Litten-Archiv e. V.

Februar 1974:
Von der Rote Hilfe/Schwarzkreuz-Gruppe Wetzlar erscheint ein (vermutlich nur zweiseitiges) "Rundschreiben". Neben einigen Meldungen (über eine neue Gruppe in Ochtrup, die Nordhorn-Range-Prozesse, Solidaritätsdemo für den zum Tode verurteilten Puig Antich in Frankfurt, die Gründung einer Knastgruppe in Idar-Oberstein und einer Schwarzkreuz-Gruppe in Japan, den Prozess gegen Lutz Buhr u. a.) befasst sich das Rundschreiben unter dem Titel "Zur Schizophrenie der ML-Bewegung in der Roten Hilfe" mit einen Papier der Roten Hilfe Dortmund und der Arbeit der MLer (hier konkret der KPD/ML) in den RH-Gruppen. Vorgeworfen wird den der KPD/ML nahestehenden RH-Gruppen neben ihrer Parteinähe und Parteiabhängigkeit, dass sie zwar viel Papier (Flugblätter, Resolutionen usw.) produzieren, aber keine Knastarbeit machen würden und dass sie die RH von "anarchistischen Elementen" säubern wollten. Es sei vielleicht an der Zeit, heißt es zum Schluss, zu diskutieren, "was wir eigentlich mit den Stalinisten, die Blutbäder mit der richtigen Linie rechtfertigen, gemeinsam haben. Freiheit oder Unterdrückung, Revolution oder Massenbetrug ist die Frage, die wir beantworten müssen".

Über die eigene Situation schreibt die Wetzlarer Gruppe auf der ersten Seite des Rundschreibens: "Wir krabbeln immer noch rum und hoffen auf bessere Zeiten. Unser … Auto hat uns der TÜV genommen, und wir sind 6 Mann, die Knastarbeit machen …"
Quelle: Rote Hilfe/Schwarzkreuz: Rundschreiben, Wetzlar, Februar 1974.

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März 1974:
Von der Gruppe Rote Hilfe/Schwarzkreuz Wetzlar erscheint (vermutlich im März) die Nr. 6 der monatlichen 'Nachrichten' mit 8 Seiten. Inhalt der Nummer ist:
- Spanien: Puig-Antich hingerichtet
- P. P. Zahl: Politische Gefangene bei uns (2)
- Notizen
- Aufruf
- Literatur
- RH/SK - Was ist das?
- RH/SK - Wo?
Sie enthält die Beilage: "Die Frankfurter Häuserkämpfe". Q: Rote Hilfe/Schwarzkreuz: Nachrichten, 2. Jg., Nr. 6, Wetzlar 1974.

Pfeil nach rechts Rote Hilfe/Schwarzkreuz: Nachrichten, 2. Jg., Nr. 6, Wetzlar 1974 im Hans-Litten-Archiv e. V.

Juni 1974:
Von der Gruppe Rote Hilfe/Schwarzkreuz Wetzlar erscheint (vermutlich im Juni) die Doppelnummer 7/8 der monatlichen 'Nachrichten' mit 16 Seiten. Inhalt der Nummer ist:
- Editorial: Die Dogmatiker gehen. KPD/ML trennt sich von der Roten Hilfe
- Chaos, Terror, Gewalt
- Isolationsfolter in der BRD
- In Kürze (Straubing, Hamburg, Schlaffolter in Lissabon, amnesty gegen Verteidigungsministerium, Madrid)
- Klapsmühle: Wo Menschen geringer sind als Tiere
- Gewalt
- Warum wir dies System nicht wollen
- Wer wirft die Bomben? Oder: Ist die RAF kriminell?
- P. P. Zahl: Politische Gefangene bei uns (3)
- Marini-Prozess (Italien)
- Firma Gail Giessen: 4 spanische Kollegen entlassen!
- Faschistische Hetze in "Quick"
- RH/SK - Wo?
- RH/SK - Wer?

Im Editorial wird auf das "nationale Rote Hilfe Plenum" am 12.4.1974 eingegangen. Auf diesem sei die KPD/ML nicht mehr bereit gewesen, "in der Organisation der Roten Hilfe mitzuarbeiten … stattdessen wird sie eine, der Partei unterstellte Unterstützungsorganisation gründen".
Q: Rote Hilfe/Schwarzkreuz: Nachrichten, 2. Jg., Nr. 7/8, Wetzlar 1974.

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Juli 1974:
Von der Gruppe Rote Hilfe/Schwarzkreuz Wetzlar erscheint (vermutlich im Juli) die Nr. 9 der monatlichen 'Nachrichten' mit 8 Seiten. Inhalt der Nummer ist:
- Polizeimorde: Taxifahrer erschossen, Arbeiter erschlagen (Fall Jendrian und Fall Routhier)
- Comic
- Klapsmühle: Wo Menschen geringer sind als Tiere (2)
- Nachrichten (Gastarbeiter, Sonderschulen, Eddy A. Bind)
- RH/SK - Wo?
- RH/SK - Wer?

Vermutlich ist es die letzte Nummer der 'Nachrichten'.
Q: Rote Hilfe/Schwarzkreuz: (Monatliche) Nachrichten, 2. Jg., Nr. 9, Wetzlar 1974.

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Dezember 1974:
Vermutlich Ende Dezember 1974 erscheint von der Gruppe Rote Hilfe/Schwarzkreuz Wetzlar ein dreiseitiges Infoblatt mit dem Titel: „Info zum Knast in Münster“. Dabei geht es vor allem um die Haftbedingungen von Winfried K., der wegen „mehrfachen Raubes bis Ende 1975 inhaftiert“ sei. K. sei am 24.12.75 gegen die Repressionen im Gefängnis in einen "Hunger- und Sprechstreik" getreten. Seine Erklärung dazu veröffentlicht die RH/SK Wetzlar in diesem Infoblatt.
Q: Rote Hilfe/Schwarzkreuz: Info zum Knast in Münster (Flugblatt), Wetzlar, o. J. (Dez. 1974).

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Der Nachname wurde von uns geschwärzt. MAO

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