Kommunistischer Arbeiterbund (Revolutionärer Weg), Kommunistische Studentengruppen Ffm, Revolutionärer Jugendverband (Marxisten-Leninisten):
Kritiken am KABD, Stellungnahmen und Papiere (1977)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 23.1.2017


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Die hier dokumentierten Papiere von Aktivisten des KAB (RW), der RJ (ML) und der KSG Ffm, die mit Datum versehen sind, stammen aus 1977. Daneben gibt es eine Reihe von Papieren ohne Datum, die sich schlecht datieren lassen. Die Verweise auf Ausgaben der "Roten Fahne" des KABD von 1976 sind leider auch kein Garant dafür, dass die Kritiken 1976 erschienen sind. Sie sind hier (bis auf weiteres) der Einfachheit halber durchgängig auf 1977 datiert. Überschneidungen in der Zusammenstellung waren leider nicht zu vermeiden.

Uns liegen die folgenden Papiere vor:

Inhalt

  1. Kritiken des KAB (RW) an der ideologisch-politischen Linie des KABD (einschließlich des Vorwurfs des Liquidatorentums)
  2. Kritiken an der politischen Arbeit des KABD, vornehmlich Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, antimilitaristische Arbeit
  3. Kritiken der RJ (ML) und des KAB (RW)
  4. Kritiken der KSG
  5. Verschiedene Kritiken
  6. Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

1. Kritiken des KAB (RW) an der ideologisch-politischen Linie des KABD (einschließlich des Vorwurfs des Liquidatorentums)

Die vorliegende Kritiken am KABD, die Stellungnahmen und Papiere des KAB (RW), der KSG Frankfurt und der RJ (ML) aus der Zeit um 1977 vermitteln einen Eindruck von den Auseinandersetzungen der Gruppen mit dem KABD. Nachdem sich ein erheblicher Teil des KABD Frankfurt/M. und Maingebiet vom KABD getrennt hatte bzw. ausgeschlossen worden war, machten sich ehemalige Mitglieder daran, den KABD an seinen Wurzeln zu kritisieren. Später sollte dazu ein "KABD-Generalregister" erstellt werden, in dem das gesamte KABD-Material erfasst werden sollte. Es sollte dazu dienen, die "Weiterentwicklung unserer Kritik am KABD" zu vertiefen und das Material auszuwerten (vgl. 29. Dezember 1977).

Die Papierflut in dieser Zeit war enorm. Sie spiegelt auch das gesamte Denunziantentum im KABD wider, das ein beklemmendes Klima, eine universelle Stimmung gegen Abweichler, Außenseiter und sog. kleinbürgerliche Existenzen zeigt. Zu einem erheblichen Teil beschäftigten sich die hier vorliegenden Unterlagen mit Kritiken an diversen Artikeln aus der "Roten Fahne", an Rundschreiben der Leitungen, Beschlüssen des KABD und ZKK-Mitteilungen.

Über die Herangehensweise der Kritiken und Kritiker kann man geteilter Meinung sein. Oft vermitteln sie einem den Eindruck, dass die Verfasser den KABD zu einer Kerntruppe von echten Revolutionären, die die "kleinbürgerliche Überwucherung" vollends überwunden haben, machen wollten. Die Kritiker des KABD glaubten daran, dass aus ihm eine marxistisch-leninistischen Kaderorganisation werden könnte, wenn er denn seine falsche politische Linie korrigieren und ein Gegenmodell entwerfen würde, in dem es praktisch keine theoretischen Differenzen und Rivalitäten mehr gebe.

Das beste Beispiel dafür ist, dass man sich selbst "Kommunistischer Arbeiterbund (Revolutionärer Weg)" nannte und an den positiven Gründungsdokumenten (einschließlich der ersten "Revolutionären Wege") festhalten wollte, wie es verschiedene Ausgaben des innerorganisatorischen Organs "Durch Klarheit zur Einheit" sowie die "Arbeitspläne" der Gruppe verdeutlichten.

Der KABD, der seine Hetze gegen die Liquidatoren in der "Roten Fahne" stets öffentlich machte, schon manisch gegen Fraktionierungen und Spaltungstätigkeit agierte und sofort zum Mittel des Ausschlussverfahrens griff (vgl. ZKK- Dokumente), hofierte diesen Stil mit endlosen Taktikschwenks, Zitaten und Auslegungen, mit einer Mühle der dialektischen Finessen des Marxismus-Leninismus, mit banaler Empirie und raffinierten zusammengeschusterten Texten, die stets auf den gleichen Kasus hinausliefern: Kleinbürgerlichkeit, kleinbürgerlicher Arbeitsstil, kleinbürgerlicher Zirkelzustand, vor allem aber die "kleinbürgerliche Denkweise", die wie ein Damoklesschwert über allem schwebte.

Die Absurditäten des KABD spiegelten auch die Kritiken "Breite Empörung über Jacob-Gruppe", "Arbeiterfeinde am Werk" und "Abfuhr für die Jacob-Gruppe", die einen "selbstsüchtigen Kleinbürger" als den unmittelbarsten Rivalen für eine Kommunistische Partei annahm und gleichzeitig nicht davor zurückschreckte, ihn der "schwersten Verbrechen" zu bezichtigen und ihn als "vorgeschobenen Posten des Klassenfeindes" denunzierte. So wurde im KABD der "Kampf zweier Linien unterdrückt", innerparteiliche Kritik als "proletarische Disziplin behandelt" und das Schuldbekenntnis "Ich bin ein Kleinbürger" zur Leitmaxime von Intellektuellen erklärt. Insofern, so die Kritik am Artikel "Arbeiterfeinde am Werk", würde der KABD einen "Popanz" aufbauen, der sich in einem "wahren Abgrund von Fehlern, Abweichungen, Mängeln auf allen Ebenen" manifestiert, umso die "Thesen der Jacob-Clique auf Biegen und Brechen zu widerlegen" (vgl. 8. März 1977; März 1977, 1977).

Es fällt auch auf, dass der KABD ideologische Unklarheiten und Schwenks in seiner politischen Linie mittels der ZKK korrigierte. Das Dokument "Kritik am RF-Artikel: 'Die Aufgaben der Kontroll-Kommission" ruft in Erinnerung, dass mittels eines hierarchischen Rigorismus die ZKK in ihren "ZKK-Richtlinien" über "die Einhaltung der ideologischen-politischen Linie" wachte und diese sozusagen als politischen Geleitschutz für alle Zeiten gleich mitlieferte (vgl. 1977).

Dabei ergeben sich dann in erstaunlicher Weise ein Haufen von Widersprüchen, in die die Kritik-Gruppen selbst verstrickt waren. Die Kritiken der Zelle 4 der KSG, vor allem die Kritik vom 27.3.1977, lassen z. B. erkennen, dass die "Denkweise" nun gar nicht vom Tisch war. Hier favorisierte man sie selbst. Sie lag in einem "fehlenden Verständnis von den Aufgaben der Marxisten-Leninisten" begründet und sie lösten sich allenfalls in der programmatischen Erkenntnis auf, die die Platzhalterrolle der ML für die nächsten Jahre nur notdürftig beschrieb. Ein gutes Jahr später fassten übrigens Karuscheit/Schröder die "Aufgaben der Marxisten-Leninisten" in einer eigenen Schrift zusammen, deren Anleihen an den KAB (RW) gar nicht zu übersehen waren.

Eine weitere Kritik an der "Kritik-Selbstkritik-Bewegung" des KABD erklärte, dass sie nichts anderes als die "organisatorische Lösung" von Widersprüchen sei und ein "Zaubermittel", um den "Parteiaufbau als Partei zu beginnen" (vgl. 1977).

Zum "Parteiaufbau" liegt auch die Kritik "Neues Dokument der Prinzipienlosigkeit" vor, die am Beispiel der Gründung der KPD/ML zu erklären versuchte, dass es ihr nicht gelang, die "ideologischen, politischen und organisatorischen Voraussetzungen" zu schaffen. Es würden sich die Auffassungen der "Zirkeltheorie" zeigen. KPD/ML und KAB (RW) würden ihren Bund "als Selbstzweck propagieren" (vgl. 2. April 1977).

Ein wichtiges Papier, das den Stoß der Kritik gegen die ZL KABD führte und sich mit der "Art der Auseinandersetzung" mit den "Spaltern" äußerte, ist undatiert, vermutlich aus 1977. Die "ideologische Auseinandersetzung" bleibe außen vor. Stattdessen würde es nur so in den diversen "Roten Fahnen" "von Schimpfwörtern wimmeln: hinterhältige Methoden, diese Elemente, die Liquidatoren, diese Verbrecher an der Arbeiterbewegung … Bande …". Die Kritik der ZL würde sich an einem "kleinbürgerlichen Individualismus" festmachen, um die unsozialen Umtriebe der Jacob-Gruppe erklären zu können. So würden "Untersuchungsverfahren, Absetzungen und Ausschlüsse den rechten Fraktionisten im KABD als Liquidatoreninstrument" dienen (vgl. 1977).

2. Kritik an der politischen Arbeit des KABD, vornehmlich Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, antimilitaristische Arbeit

Das Standbein des KABD in der politischen Arbeit war die Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, der nimmermüde Versuch, aus den ideologischen Kontexten der Klassiker einen homogenen Führungsanspruch der Marxisten-Leninisten abzuleiten. Da das Proletariat eine feste Hand und einen Führung benötige, müsse die Kommunistische Partei ihnen den Marxismus-Leninismus in Form der alten Traditionsreste der betrieblichen Agitation und Propaganda bringen. Der KABD, der mit seiner "revolutionären Berufsberatung" versuchte, den letzten roten Turm zu besteigen, und mit seiner "Arbeiteroffensive" und der "Organisierung von Arbeiterkämpfen" in den 1970er Jahren vollends scheiterte, war um 1976/77 in die Defensive geraten, nachdem eine Reihe von Ortsverbänden und Leitungen dem KABD den Rücken gekehrt hatten. Im Laufe dieser Abkehr erschienen auch von den verschiedenen Gruppen um den KAB (RW) herum Kritiken an seiner Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit.

Die Kritik "Aus Fehlern der Roten Fahne lernen" setzte sich mit dem Verhältnis von "spontanem und bewusstem Element in der Arbeiterbewegung" auseinander und kritisierte, dass hier die Situation der Arbeiterbewegung nur "beschrieben" werde und dass das Ganze darauf hinausliefe, "dass eine Verbreitung der kommunistischen Ideologie nur in den Betriebskämpfen möglich" sei. Der KABD würde so "auf der gegebenen Stufe" stehenbleiben und sich der "spontanen Arbeiterbewegung unterordnen", ein Schritt zum "Ökonomismus" und eine "Überbewertung von Kampfformen" betreiben(vgl. 1977).

3. Kritiken der RJ (ML) und des KAB (RW)

Auch eine Kritik aus der RJ (ML) knüpfte daran an, indem erklärt wurde, dass der RJVD in "Tagesfragen versinken würde" und die Mitglieder nur dazu erzogen würden, "gute Betriebskämpfer zu werden" (vgl. 1977).

Die Kritik an einer Konferenz des RJVD "Über Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit" warf vor diesem Hintergrund auch die Frage "Fortschrittlicher Gewerkschaftler oder Kommunist?" auf. Kritisiert wurde, dass der RJVD unter "Verankerung" verstehen würde, dass man die Organisation verankern solle, nicht aber die "Weltanschauung der Kommunisten". Gefolgert wurde daraus, dass es auch dem KABD nicht darum gehe, "die Weltanschauung der Kommunisten zu verankern", sondern den "KABD als Gewerkschafter", der sich zu "bewähren" hätte. So würde ein "Nur-Gewerkschaftlertum" entstehen (vgl. 1977).

Die Kritik an dem "Rebell-Artikel des RJVD: 1976 - Ein Jahr wichtiger Erfahrungen für unsere Organisation, Nr. 6, Blätter für junge Revolutionäre, S. 6" knüpfte in gewisser Weise am Artikel zur "Konferenz zur Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit" an und folgerte, dass man den Weg des RJVD so darstellen könne: "Vom Opportunismus gegenüber der proletarischen Linie … zum Opportunismus gegenüber der bürgerlichen Linie" (vgl. 1977).

Die antimilitaristische Arbeit der maoistischen Gruppen wollte oftmals als entscheidende Wende im politischen Kampf verstanden werden. Ging es doch im Wesentlichen darum, sog. Einheitsfronten oder Aktionseinheiten zu schmieden, charismatische Figuren aufzubauen und alle möglichen Kräfte, für irgendeine Organisationsfolklore zu sammeln. Die Kritik "An die Redaktion des DKzE: Zum Artikel: RJVD und antimilitaristischer Kampf" stellte die Fragen nach der Verbindung von "Imperialismus, Militarismus und Kriegsgefahr" und folgerte, dass "ich keine grundsätzliche Auseinandersetzung mit der Frage: Imperialismus, Militarismus und Kriegsgefahr finden konnte". Für den RJVD und den KABD scheinen diese Frage sich nur in einer "Entwicklung der Betriebskämpfe" niederzuschlagen" und der Zusammenhang von "Imperialismus und Militarismus im Weltmaßstab werde überhaupt nicht begriffen" (vgl. 1977).

Diesen Zusammenhang herstellen, wollte auch die "Kritik am Artikel 1. September - Antikriegstag: Kampf dem Militarismus!", der erklärte, dass der KABD den "Militarismus verharmlost zu Gunsten der ökonomischen Linie", in der natürlich nur für die streikenden Arbeiter Platz sei (vgl. 1977).

Dass die jeweiligen Tarifrunden stets ein Gradmesser für eine verunglückte Politik der ML waren, sollte nicht mehr besonders betont werden müssen. Die Prosperität des Kapitalismus gipfelte zugleich in ihren Lohnforderungen, vor allem der ominösen 15% zu Beginn der 1970er Jahre, und der Wiederbelebung des Mythos: "Streiken wie bei Hoesch, die Hoesch-Arbeiter bringen uns weiter!". Auf diesen Selbstlauf der Dinge und die Festlegung bei der Strategie von Kämpfen bezog sich die Kritik "Zum KABD und Selbstkritik", die den Zusammenhang von Ökonomismus und Tagesinteressen beschrieb und festhielt: "Diese Linie des KABD ist keine Entgleisung bei der praktischen Umsetzung …, sondern in den theoretischen Dokumenten des KABD und seiner Vorläufer selbst zementiert". (vgl. 1977).

Außen vor blieb bei diesen Kritiken auch nicht die Reihe des "Revolutionären Wegs" 13 und 14 ("Wirtschaftsentwicklung und Klassenkampf"), deren Quintessenz die "3 Maßnahmen des Monopolkapitals": "Kapitalkonzentration, Rationalisierung und Kapitalexport" zu sein schienen und von den Kritikern als "Allgemeinplätze des Kapitalismus" interpretiert wurden. Der Artikel "Zur Tarifrunde 77 , RJVD Rebell 6/76" nahm sie zum Anlass, zu erklären, dass der RJVD hier einen "Lohnkampffetischismus" betreiben würde, indem er daraus einfach ein "Steigen der Profite und ein Sinken der Löhne" herleite (vgl. 1977).

So erklärte auch die "RoFa Kritik: Nr. 17/76", dass der Umzug der Zentrale nach NRW, ins Zentrum der spontanen Kämpfe der Arbeiterbewegung, den Parteiaufbau vorantreiben sollte, aber alles letztlich nur "im gewerkschaftlichen Rahmen" bleibe. Somit würde man quasi den "Rückzug propagieren" (vgl. 1977).

4. Kritiken der KSG

Die KSG Zelle II nahm mit seiner Kritik "Zum Artikel "… ein gutes Stück vorangekommen aus RF 21/1976" an der sog. "Massenlinie" und dem "konsequenten Lernen von den Arbeitern" anstoß. Das alles sei "dogmatische Einengung". Und: "Die Arbeit im Betrieb nivelliert sämtliche Arbeiter zu 'Kollegen' mit gemeinsamen Interessen" (vgl. 1977).

Und die Aufgaben des Jugendverbandes und der KSG sollten sein, die "Arbeiterjugend zu klassenbewussten Proletariern und zum Kampf für den Sozialismus - Kommunismus zu erziehen". Gefragt wurde, was denn "Erziehungsarbeit" bedeuten würde und ob diese nicht an der "ideologischen Front" vor sich gehen müsste, hauptsächlich die "ideologische Auseinandersetzung zu führen, mit dem Ziel, die marxistisch-leninistische Bewegung zu vereinheitlichen" (vgl. 1977).

5. Verschiedenes

Die Zentralen Leitungen des KABD und des RJVD wurden immer wieder kritisiert. Offenbar, so die vorliegenden Dokumente, stünden sie selbst im Fokus der Kleinbürgerlichkeit, was sich auch den verschiedenen Delegiertentagen des KABD und am Austausch des Führungspersonals festmachen lasse. Die kraftlosen Sprechmaschinen und Nachbeter der "Revolutionären Wege" hätten sich gerade in der sog. "Bekämpfung des Liquidatorentums" als unterdrückende Selbstgerechtigkeitsfanatiker einen Namen gemacht. Jene verirrten Marxologen wurden im Artikel "Kritik an dem Artikel: Landesverband Bayern gegründet in der RF 14/1976 des KABD" einer heftigen Kritik unterzogen.

Nicht nur, das "opportunistische Kräftesammeln" irritiere, sondern auch die Rolle der ZL bei der Gründung des LV Bayern. Auch hier müsse G. J. für alle Fehler beim PA herhalten, der ja noch die These vertrat, dass die Stärkung der ZL vorrangig sei. Die Gründung des LV Bayern würde zeigen, dass die "politischen Mängel der ZL" auch auf einem theoretischen Niveau" fußten. So stieß man unweigerlich zu dem vor, was man zu bekämpfen meinte, dem "Zirkeldenken" (vgl. 1977).

Da passte die "Kritik an dem Artikel: Vorwärts zu einem erfolgreichen 3. Zentralen Delegiertentag des KABD, RF 20/1976, S. 7" ins Bild. "Die Leitung des KABD ist keine ZL im marxistischen Sinne". Deren "Leitungsschwäche" sei kaum noch mit "Schwäche" zu bezeichnen. "So müssen sie die Fehler letztlich auf die psychologische Ebene wie Karrierismus, den Mitgliedern gegenüber Unwahrheiten erzählend, sich in den Vordergrund spielen usw. abschieben" (vgl. 1977).

Kritik wurde auch an der Basisarbeit vs. Parteiaufbau geäußert. Der Artikel "Basisarbeit oder Parteiaufbau" aus der Roten Fahne 11/1976 wollte erklären, dass der KABD hinter den tatsächlichen Bedingungen der Kämpfe der Arbeiter "hinterherhinkt". Er würde die "Bestandteile des Marxismus-Leninismus" negieren und den Parteiaufbau und die Betriebskämpfe auseinanderreißen. Die Kritik gipfelte in den Sätzen: "In den Gewerkschaften verstecken, dem Betriebsrat die tollsten Möglichkeiten … einräumen ohne zu fragen, ob es reformistische oder revisionistische Betriebsräte sind …" (vgl. 1977).

Ohne den" Kampf zweier Linien", der seit der chinesischen Kulturrevolution in den maoistischen Gruppen herumgeisterte, war die Auseinandersetzung des KAB (RW) mit dem KABD/RJVD kaum zu verstehen. Liest man die vorliegenden Dokumente des KABD/RJVD aufmerksam, dann fällt einem auf, dass sich dahinter schon ein spontaner Hass, der die unmittelbaren Rivalen in hässliche "konterrevolutionäre Agenten" verwandelte, verbarg. Nicht so drastisch, aber auch nicht mit weniger Verve wurde die Unterdrückung des "Kampfes zweier Linien" in "Die Kritik am KABD - RJVD vertiefen, um aus alten Fehlern zu lernen, um bessere Ergebnisse in der weiteren Arbeit zu erzielen!", kritisiert, die als "Bankrott der opportunistischen Elemente" bezeichnet wurde und die mit "administrativen Maßnahmen" zur "Unterdrückung des Kampfes zweier Linien" vorgestoßen seien (vgl. 1977).

Immer wieder tauchte in den Kritiken der Vorwurf des "Ökonomismus" auf, der so alt ist wie die Arbeiter-Aufbruchbewegung und vom sozialistischen System als Abnutzungserscheinung der bürgerlichen Ideologie begriffen wurde. In der Kritik "Kämpfen statt Wählen" wurde dieser einmal mehr kritisiert: "Kämpfen statt wählen besteht … darin, dass der KABD gegen politische und ideologische Angriffe… mit ausschließlich ökonomischen Mitteln und Forderungen … ankämpfen will (vgl. 1977).

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

1977:
Vermutlich 1977 erscheint: "Kritik am RF-Artikel: 'Die Aufgaben der Kontroll-Kommission' in der Nr. 23/1976 vom 17.11.1976". Sie geht auf die Rolle der ZKK des KABD und die Frage, "welche Aufgaben und Kompetenzen die ZKK" habe, ein. Gefolgert wird: "Der Artikel ist eine weitere Selbstdarstellung des KABD, der ökonomistischsten der ml-Organisationen in der BRD und zeigt die Besonderheit dieser Organisation auf, nämlich der ZKK und ihrer Zentralfigur Willi Dickhut".
Quellen: N. N.: Kritik am RF-Artikel: "Die Aufgaben der Kontroll-Kommission" in der Nr. 23/1976 vom 17.11.1976, o. O., o. J. (1977).

1977:
Vermutlich 1977 erscheint von einem Mitglied der KSG: "Einige Bemerkungen zu dem Artikel 'Die Kritik-Selbstkritik-Bewegung des KABD' in der RF 16/77, S. 8". Zur KSK-Bewegung des KABD wird angemerkt, dass alles auf die "Denkweise" hinauslaufe - und das Geschwätz von "proletarisch" sei jene "ökonomisch-organisatorische Art und Weise", die als "Zaubermittel" herhalten müsse.
Q: Christa T. (KSG): Einige Bemerkungen zu dem Artikel: Die Kritik-Selbstkritik-Bewegung im KABD in der RF 16/1977, S. 8, o. O., o. J. (1977).

1977:
Vermutlich 1977 erscheint von einem Mitglied des KAB (RW): "Auf der Linie des KABD vorwärts mit dem Rebell. Kritik an der ROFA Nr. 1/1976 des KABD". Die Ausarbeitung lässt sich von den Fragen leiten:
- "Warum heute die Fortschrittlichsten gewinnen?"
- "Verhältnis Agitation- Propaganda!"
- "Was bedeutet Praxis?"
- "Was versteht der RJVD unter 'Kämpfen' und welcher Kampf muss heute geführt werden?"
- "Kritik von rechts, den Rebell zu einer Zeitung von Tagesforderungen machen, die Stellungnahme kritisieren"
Gefolgert wird: "Alles in allem, ist der Rebell ein an rein ökonomistischen Tagesinteressen orientiertes Kampfblatt geworden, in dem Erziehung und Bildung die verschwindende Minderheit bildet."
Q: N. N.: Auf der Linie des KABD vorwärts mit dem Rebell. Kritik an der ROFA Nr. 1/1976 des KABD, o. O., o. J. (1977).

1977:
Vermutlich 1977 erscheint von einem Mitglied einer der Gruppen (KAB (RW), RJ (ML), KSG Ffm) das Papier: "Kritik am RF-Artikel 15/76: Abfuhr für Jacob-Gruppe". Das Papier setzt sich mit dem Vorwurf der "prinzipienlosen Spaltung" der Jacob-Gruppe auseinander.
Q: N. N.: Kritik am RF-Artikel 15/76: Abfuhr für Jacob-Gruppe, o. O., o. J. (1977).

1977:
Vermutlich 1977 erscheint von einem unbekannten Verfasser eine Kritik am KABD, die in 9 Punkten die Auseinandersetzungen der ZL des KABD mit den "Spaltern" dokumentiert. Angehängt ist die Kritik am Artikel "Lasst Euch nicht von den Spaltern einwickeln" aus der RF 16/1976.
Q: N.N: [ohne Titel, Stellungnahme zum KABD], o. O., o. J. (1977).

1977:
Vermutlich 1977 erscheint von einem unbekannten Verfasser das Papier: "Kritik an dem Artikel in der RoFa 15/76: 'Aus Fehlern der Roten Fahne in der Metalltarifrunde lernen'". Es setzt sich mit dem Verhältnis von "spontanem und bewusstem Element in der Arbeiterbewegung" auseinander.
Q: N. N.: Kritik an dem Artikel in der RoFa 15/1976: "Aus Fehlern der Roten Fahne in der Metalltarifrunde lernen", o. O., o. J. (1977).

1977:
Vermutlich 1977 erscheint von einem unbekannten Verfasser das Papier: "Kritik an dem Artikel 'Alte Fehler vermeiden' aus Rebell 6/76". Es kritisiert die Zeitung hinsichtlich ihrer Verstrickung in "Tagesfragen".
Q: N. N.: Kritik an dem Artikel: "Alte Fehler vermeiden" aus Rebell 6/76, o. O., o. J. (1977).

1977:
Vermutlich 1977 erscheint von einem unbekannten Verfasser die Kritik: "Zur Konferenz des RJVD über Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit (Artikel im Rebell 6/76)", die die Frage "Kommunist oder fortschrittlicher Gewerkschaftler?" aufwirft. Der KABD würde nur die Organisation betrieblich zu verankern suchen, nicht aber die Weltanschauung des ML.
Q: N. N.: Zur Konferenz des RJVD über Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit (Artikel im Rebell 6/76), o. O., o. J. (1977).

1977:
Vermutlich 1977 erscheint von einem unbekannten Verfasser die Kritik: "Zur KABD- und Selbstkritik", die neben Kritiken am KAB (RW), dem Ökonomismus des KABD, auch den Versuch unternimmt, den Zusammenhang von Ökonomismus, Staatsfragen, Lohnkämpfen und Tagesinteressen herzustellen.
Q: N. N.: Zur KABD- und Selbstkritik, o. O., o. J. (1977).

1977:
Es erscheint das Papier: "Zu dem Artikel: Tarifrunde 77 aus dem RJVD-Rebell 6/76". Die Kritik beschäftigt sich mit der Frage der Einschätzung der gegenwärtigen Wirtschaftslage und kritisiert den RW 13 und 14: "Wirtschaftsentwicklung und Klassenkampf". Dem RJVD fiele nicht mehr ein, als "mehr Geld" zu fordern.
Q: N. N.: Zu dem Artikel: Tarifrunde 77 aus dem RJVD-Rebell 6/76, o. O., o. J. (1977).

1977:
Vermutlich 1977 erscheint von unbekannten Verfassern die "Kritik an dem RoFa-Artikel: Einheitliches Vorgehen in RJVD und KSG in RoFa 16/1976", die die Frage der Aufgaben des RJVD und der KSG in den Mittelpunkt rückt, die "Erziehungsarbeit" des KABD im Visier hat und als Aufgabenstellung vornämlich die "ideologische Auseinandersetzung" nennt, mit dem Ziel, "die marxistisch-leninistische Bewegung zu vereinheitlichen".
Q: N. N.: Kritik an dem RoFa-Artikel: Einheitliches Vorgehen in RJVD und KSG in RoFa 16/76, o. O., o. J. (1977).

1977:
Vermutlich 1977 erscheint von einem KSG-Mitglied die "RoFa-Kritik: Nr. 17/76", die sich u. a. mit dem Umzug der Zentrale nach NRW beschäftigt, mit der Frage nach dem Parteiaufbau und den nur "ökonomischen Kampf" kritisiert, der trotz des Wechsels der Zentrale nach NRW nicht anders als ein "Rückzug vom Klassenkampf" bedeuten würde.
Q: N. N.: RoFa-Kritik: Nr. 17/76, o. O., o. J. (1977).

1977:
Es erscheint von rinrm Mitglied der KSG Zelle II die Kritik: "Zum Artikel '… ein gutes Stück vorangekommen' aus RF 21/76", die sich mit Fragen der "Massenlinie" und der Arbeit im Betrieb beschäftig und der Herstellung von Zusammenhängen der bzw. aller Kollegen mit "gemeinsamen Interessen".
Q: Ein Mitglied der KSG, Zelle II: Zum Artikel "… ein gutes Stück vorangekommen" aus RF 21/76, o. O., o. J. (1977).

1977:
Es erscheint die "Kritik an dem Artikel: 'Landesverband Bayern gegründet' in der RF 14/1976 des KABD", die sich mit dem Parteiaufbau, konkreter, nationaler und regionaler Partei beschäftigt und ZL vorwirft, dass sie die "Spontaneität" anbeten würde, vor allem, dass sie "kein theoretisch fundiertes Konzept" habe. Kritik wird auch an der sog. "dialektischen Einheit" beim Parteiaufbau kritisiert. Dem einstigen LV-NRW Vorsitzenden W. D. sei es wichtiger gewesen, LV Vorsitzender zu bleiben und nicht in die Zentrale zu wechseln.
Q: N. N.: Kritik an dem Artikel "Landesverband Bayern gegründet" in der RF 14/76 des KABD, o. O., o. J. (1977).

1977:
Es erscheint eine "Kritik an dem Artikel 'Vorwärts zu einem erfolgreichen 3. Zentralen Delegiertentag des KABD' (RF 20/76, S. 7)", die sich mit der politischen Linie des KABD beschäftigt und die in einem zentralen Teil die ZL des KABD kritisiert, deren "Leitungsschwäche" zeigen würde, dass sie keine "Führungsspitze" sei.
Q: N. N.: Kritik an dem Artikel "Vorwärts zu einem erfolgreichen 3. Zentralen Delegiertentag des KABD" (RF 20/76, S. 7), o. O., o. J. (1977).

1977:
Es erscheint eine "Kritik an dem Rebell-Artikel vom RJVD '1976 - Ein Jahr wichtiger Erfahrungen für unsere Organisation', Nr. 6, Blätter für junge Revolutionäre, S. 27", die sich mit der "ideologischen Wurzel" des KABD, dem "Ökonomismus", beschäftigt und die "Anbetung der Spontaneität" kritisiert. Der Weg, den man beschritten habe, solle danach so zu charakterisieren sein: "Vom Opportunismus gegenüber der proletarischen Linie … zum Opportunismus gegenüber der bürgerlichen Linie".
Q: N. N.: Kritik an dem Rebell-Artikel vom RJVD "1976 - Ein Jahr wichtiger Erfahrungen für unsere Organisation", Nr. 6 - Blätter für junge Revolutionäre, S. 27, o. O., o. J. (1977).

1977:
Es erscheint die "Kritik am Artikel 'Basisarbeit oder Parteiaufbau', Rote Fahne 11/76, S. 8 unter der Rubrik 'Probleme der Arbeiterbewegung'", die sich mit den Vorstellungen des KABD beim Parteiaufbau im Zusammenhang mit der Basisarbeit beschäftigt und u. a. erklärt, dass sich der KABD in "den Gewerkschaften verstecken" würde.
Q: N. N.: Kritik am Artikel "Basisarbeit oder Parteiaufbau", Rote Fahne 11/76, S. 8 unter der Rubrik "Probleme der Arbeiterbewegung", o. O., o. J. (1977).

1977:
Es erscheint das Papier: "Kritik am KABD-RJVD vertiefen, um aus alten Fehlern zu lernen, um bessere Ergebnisse in der weiteren Arbeit zu erzielen", das sich mit dem "Kampf zweier Linien" in den beiden Organisationen beschäftigt und folgert, dass "man es versucht hat, den Kampf zweier Linien nur auf Basis der Leitungsebene" zu führen. Das sei nur ein Beispiel, "dass Unterdrückung der politisch-ideologischen Auseinandersetzung " vorherrschte und mit "administrativen Maßnahmen" geführt wurde.
Q: N. N.: Kritik am KABD-RJVD vertiefen, um aus alten Fehlern zu lernen, um bessere Ergebnisse in der weiteren Arbeit zu erzielen, o. O., o. J.(1977)

1977:
Es erscheint die "Kritik am Artikel "1. September - Antikriegstag: Kampf dem Militarismus!", die den Ökonomismus des KABD hinsichtlich des Militarismus kritisiert und meint, dass dieser "verharmlost" werde, da der KABD sich nur für die "streikenden Arbeiter" interessieren würde.
Q: N. N.: Kritik am Artikel "1. September - Antikriegstag: Kampf dem Militarismus!", o. o., o. J. (1977).

1977:
Es erscheint die: "Kritik am Artikel 'Kämpfen statt Wählen', RoFa, 18/1976, Extra-Blatt", die sich an verschiedenen Punkten abarbeitet: Arbeitszeitverkürzung, die sog. "Arbeiteroffensive", Lohnforderungen, dem ökonomischen Kampf usw. Insgesamt kritisiert der Artikel "illusionäre Aussagen", etwa über die Arbeitszeitverkürzung. Als Fazit wird festgehalten: "Nach dem Prinzip: Quantität vor Qualität entsteht rechtsopportunistisches Anbiedern an die Massen mit schwerwiegenden Fehlern …"
Q: N. N.: Kritik am Artikel "Kämpfen statt Wählen, RoFa, 18/1976 (Extra-Blatt), o. O., o. J. (1977).

März 1977:
Vermutlich von der Zelle 4 der KSG erscheint die "Kritik am RoFa-Artikel: 'Arbeiterfeinde am Werk' (RF 11/1976)". Die Kritik beschäftigt sich u. a. mit der "Frage der Aneignung der geschaffenen Grundlagen" im KABD und kritisiert weitgehend die kleinbürgerliche Denkweise und den kleinbürgerlichen Arbeitsstil der Liquidatoren und folgert: "Mit seiner Selbstdarstellung stellt der KABD seinen eigenen Bankrott dar, eine Verhöhnung des Marxismus-Leninismus selbst, davon zu reden man würde ohne zu Wanken auf dem Marxismus-Leninismus stehen und in einem Atemzug zu erklären, dass man sektiererisch, dogmatisch, schematisch und liberalistisch ist …"
Q: KSG Zelle 4: Kritik am RoFa-Artikel "Arbeiterfeinde am Werk" in RF 11/1976, o. O., März 1977.

08.03.1977:
Von einem Mitglied der KSG erscheint die "Kritik am Artikel: 'Breite Empörung über die Jacob-Gruppe', aus Rote Fahne, Nr. 12/76, S. 10". Die sog. "Jacob-Gruppe" wird in der Kritik des KABD für sämtliches Fehlverhalten verantwortlich gemacht, das sich auch in Resolutionen manifestiere, die von verschiedenen Leitungen des KABD verabschiedet wurden. Insbesondere der Vergleich mit der KPD/ML-ZB muss herhalten, um die Verwerflichkeit der "Jacob-Gruppe" aufzuzeigen.
Q: Mitglied der KSG: Kritik am Artikel "Breite Empörung über die Jacob-Gruppe", aus Rote Fahne Nr. 12/76, S. 10, o. O., 8. März 1977.

10.03.1977:
Von einem Mitglied des RJ (ML) erscheint das Papier: "An die Redaktion des DKzE: Zum Artikel 'RJVD und antimilitaristischer Kampf' (RoFa des KABD, Nr. 16/76)". Die Kritik am antimilitaristischen Kampf kritisiert die ungenügende Herausstellung der Bedeutung des antimilitaristischen Kampfes im RJVD/KABD und meint, dass er nur im Rahmen der Entwicklung von "Betriebskämpfen" behandelt werde.
Q: An die Redaktion des DKzE: Zum Artikel "RJVD und antimilitaristischer Kampf" in RoFa des KABD, Nr. 16/76, o. O., 10. März 1977.

15.03.1977:
Von einem Mitglied der KSG erscheint: "An DKzE: Betrifft: Kritik an dem RF-Artikel 'Schematismus vermeiden', in der RF 1/77". Die Kritik hat den 3. ZDT des KABD zum Hintergrund, der bestätigt habe, "dass die Linie richtig ist". Für eine fehlerhafte Aneignung gebe es nur eine Ursache: "Die Mitglieder haben sich die 'richtige Linie' ungenügend angeeignet".
Q: Ein Mitglied der KSG: An DKzE: Betrifft: Kritik an dem RF-Artikel "Schematismus vermeiden" in der RF 1/77, o. O., 15. März 1977.

27.03.1977:
Von einem Mitglied der Zelle 4 der KSG erscheint die "Kritik am Artikel 'Kampf dem Liquidatorentum' aus der RF 18/76 des KABD". Die Zelle behandelt zwei zentrale Punkte:
- "Die Bedeutung der proletarischen Denkweise für den Sieg der Revolution"
- "Vorstellungen des KABD"
und folgert, dass die Gefahr des Kleinbürgertums beim KABD das "geringste Problem" sei. Die Fehler würden viel tiefer liegen: "im fehlenden Verständnis von den Aufgaben der Marxisten-Leninisten".
Q: Ein Mitglied der Zelle 4 KSG: Kritik am Artikel "Kampf dem Liquidatorentum" aus RF 18/76 des KABD, o. O., 27. März 1977.

02.04.1977:
Es erscheint die "Kritik an dem Artikel: 'Neues Dokument der Prinzipienlosigkeit' aus RF 17/76". Die Verfasserin beschäftigt sich bei ihrer Kritik mit dem Parteianspruch der KPD/ML, den der KABD mittels seines "Revolutionären Weg" Nr. 10 zu widerlegen meint. Im Prinzip geht es dabei um den Terminus: "Schaffung der ideologischen, politischen und organisatorischen Grundlagen" einer Partei.
Q: N. N.: Kritik an dem Artikel: "Neues Dokument der Prinzipienlosigkeit" aus RF 17/76, o. O., 2. April 1977.

17.06.1977:
Es erscheinen die "Notizen zum Artikel: 'Die gegenwärtige Lage und unsere Taktik' aus Rote Fahne des KABD Nr. 16/1976, S. 5 und 6", die sich mit den ökonomischen Darstellungen des KABD zur aktuellen Wirtschaftslage beschäftigen.
Q: N. N.: Notizen zum Artikel "Die gegenwärtige Lage und unsere Taktik" aus Rote Fahne des KABD, Nr. 16/1976, S. 5 und 6, Frankfurt, 17. Juni 1977.

September 1977:
Es erscheint die "Kritik an der Vorbemerkung des KABD zu dem Artikel: 'Sowohl rot als auch Experte' (Rote Fahne, Nr. 25/26 1976, S. 11)". Der Artikel beschäftigt sich mit einer Kritik aus der "Peking Rundschau", die das Verhältnis von Produktion und Revolution umschreibt. Der KABD nimmt dazu mit einer Einleitung Stellung. Der Artikel will weiter erklären, dass der KABD kaum eine Vorstellung von sozialistischer und kommunistischer Gesellschaft habe.
Q: N.N: Kritik an der Vorbemerkung des KABD zu dem Artikel "Sowohl rot als auch Experte" (Rote Fahne, Nr. 25/26 1976, S. 11), o. O., September 1977.

01.09.1977:
Von einem Mitglied der Zelle I der KSG erscheint die "Kritik an dem RF-Artikel 'KSG: Das Prinzip der Massenlinie verwirklichen' (RF 16/76)". Das Papier verstehe sich selbst "als Interpretation der Stellungnahme zur Intellektuellenfrage". Die Linie des KABD wird als "ökonomistisch" bezeichnet. Und mit der "schematischen Gleichsetzung von Intellektuellen und Arbeitern" zeige er seine "falsche und undifferenzierte Herangehensweise".
Q: Ein Mitglied der Zelle I KSG: Kritik an dem RF-Artikel "Das Prinzip der Massenlinie verwirklichen" (RF 16/76), o. O., 1. September 1977.

16.11.1977:
Es erscheint ein an die "Leitung der KSG" gerichtetes Schreiben: "Betrifft: Fehlende KABD-Kritik". Kritisiert wird: "vielmehr wird überall mit denselben allgemeinen Schlagwörtern wie: Pseudomarxismus, Unwissenschaftlichkeit, Missachtung der Philosophie, Idealismus, fehlende Analyse um sich geworfen …"
Q: N. N.: An die Leitung der KSG: "Betrifft: Fehlende KABD-Kritik", o. O., 16. November 1977.

29.12.1977:
Vom "Gemeinsamen Leitungsausschuss von KAB (ML), KSG und RJ (ML), RegisterKollektiv" erscheint das Rundschreiben: "An alle Genossen von KAB (RW), KSG, RJ (ML) und Sympathisantengruppe: Betrifft: Erstellung eines KABD-Generalregisters". Erklärt wird u. a., dass es notwendig sei, "bei der Kritik am KABD in die Tiefe vorzustoßen" und zu einer "umfassenden und genaue Kenntnis seiner Auffassungen" vorzustoßen. Dazu soll das KABD-Material ausgewertet werden.
Q: Gemeinsamer Leitungsausschuss von KAB (ML), KSG und RJ (ML), Register-Kollektiv: An alle Genossen von KAB (RW), KSG, RJ (ML) und Sympathisantengruppe: Betrifft: Erstellung eines KABD-Generalregisters, o. O., 29.12.1977.

Letzte Änderung: 23.01.2017