Dokumente des Kommunistischen Arbeiterbundes (Revolutionärer Weg)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, Dezember 2016


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Inhalt

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

Juli 1976:
Vom Kommunistischen Arbeiterbund (Revolutionärer Weg), KAB (RW), herausgegeben, erscheint vermutlich im Sommer oder einige Zeit später, die 6-seitige "Gemeinsame Erklärung des Kommunistischen Arbeiterbundes Saar, des Kommunistischen Arbeiterbundes (Revolutionärer Weg), der Revolutionären Jugend (Marxisten-Leninisten), der Kommunistischen Studentengruppe Frankfurt".

Erklärt wird zu Beginn die Herkunft der Organisationen: "In der 2ten Maiwoche 1976 vollzogen eine größere Anzahl von Mitgliedern des KABD und seiner Massenorganisationen RJVD und KSG die organisatorische Trennung von diesen Organisationen. Es handelt sich dabei um alle saarländischen Ortsgruppen des KABD und RJVD, um die Mehrheit der hessischen Ortsgruppen des RJVD, um die Ortsgruppe Frankfurt des KABD und einen weiteren KABD-Stützpunkt in Hessen sowie um die Mehrheit der KSG-Frankfurt, die MLSG-Frankfurt und eine Minderheit der KSG-Saarbrücken.

Unter denjenigen, die diese Trennung vollzogen haben, befinden sich: 1 Redakteur der Roten Fahne des KABD, 1 Mitglied der Zentralen Leitung des KABD, 2 Landesinstrukteure des KABD, 1 Mitglied der Jugendabteilung des KABD, 4 von 9 Mitgliedern der Verbandsleitung des RJVD, 1 Mitglied der dreiköpfigen Redaktion des Rehe!!, die Mehrheit der Mitglieder zweier Landesaufbaugruppen des RJVD, mehrere Mitglieder verschiedener Abteilungen der Verbandsleitung des RJVD sowie 2 Landesfunktionäre der KSG.

Inzwischen konstituierten sich diese Genossen in Hessen als Kommunistischer Arbeiterbund (Revolutionärer Weg) - KAB(RW) - mit der Jugendorganisation Revolutionäre Jugend (Marxisten-Leninisten) - RJ (ML) - und der Studentenorganisation Kommunistische Studentengruppe Frankfurt - KSG Ffm -.

Im Saarland konstituierten sich die Genossen eigenständig als Kommunistischer Arbeiterbund Saar - KAB-Saar - am 22. Mai 1976. Zwischen dem KAB-Saar und dem KAB (RW) bestehen kameradschaftliche Kontakte."

Abschnitte der "Gemeinsame Erklärung" sind:
- "Opportunistische Aufnahmepolitik"
- "Keine Klassikertexte in der Schulung"
- "Abwertung der revolutionären Theorie"
- "Beschränkung auf betriebliche Fragen"
- "Die Politik an letzter Stelle"
- "Vertuschung der Mängel"
- "Verneigung vor der Spontaneität"
- "Hauptseite Agitation"
- "Die Arbeiter Mitglieder werden von der Theorie ferngehalten"
- "Arroganz gegenüber den fortgeschrittensten Arbeitern
- "Das Zentralorgan - Ein Spiegelbild"
- "Proletarischer Internationalismus"
- "Die Herausbildung der rechten Fraktion - Eine Reaktion auf unseren Kampf gegen die rechte Gefahr"
- "Das Positive bewahren und weiterentwickeln"
- "Nieder mit der Zirkeldiplomatie - Vorwärts im Parteiaufbau"

Geworben wird für die "Peking Rundschau und "Albanien heute", für den "Vorschlag zur Generallinie der internationalen Kommunistischen Bewegung" und für Enver Hoxhas "Rede im Namen des ZK der PAA auf der Beratung der 81 Kommunistischen und Arbeiterparteien in Moskau". Desweiteren können bestellt werden, die "Arbeiter-Zeitung" des KAB Saar, die "Grundsatzerklärung" des KABD, einige Ausgaben des "Rebell" u. a.
Quelle: KAB (RW): Gemeinsame Erklärung, Frankfurt/M., o. J. (Juli 1976).

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September 1976:
Vom Kommunistischer Arbeiterbund (Revolutionärer Weg) erscheint eine "Ankündigung" zu Veröffentlichungen des KAB (RW) und der RJ (ML) im September 1976. Beworben wird die Sondernummer des RW, Organ des KAB (RW) mit dem Titel:" Studiert, verteidigt und propagiert die Ideen Mao Tsetungs, die Prinzipien der Generallinie und die Lehren der großen proletarischen Kulturrevolution". Ferner der "Rebell", Organ der RJ (ML), vor allem die vorliegende Nr. 3, die vorwiegend die Fragen Parlamentarismus, Krieg und Frieden , vor allem die Gefahr des deutschen Militarismus und Revanchismus.

Es wird darauf verwiesen, dass nach der Trennung von den "rechte Kräften" im KABD und der RJ (ML) die Zeitung "Rebell" in Hessen erneut herausgegeben wird. Geworben wird auch für die "Blätter für junge Revolutionäre". Bestellungen seien zu richten an: J. Derst, Frankfurt/M.
Quelle: KAB (RW): Ankündigung. Veröffentlichungen des KAB (RW) und der RJ (ML) im September 1976, Frankfurt/M., September 1976.

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September 1976:
Vom Kommunistischer Arbeiterbund (Revolutionärer Weg) erscheint im September 1976 die Broschüre: "Was ist vom wem?", die sich mit Artikeln, Stellungnahmen, Beiträgen u. ä. beschäftigt, die aus der Feder jetziger Mitglieder des KAB (RW) stammen. In der Vorbemerkung werden die KABD-Führungsspitzen als "Rechte" bezeichnet. In Auseinandersetzung mit dem KABD heißt es u. a.: "Die Rechten versuchen, die Kampfspuren dieses Kampfes 2er Linien, der vor der Spaltung bereits seit über 2 Jahren .geführt wurde, zu verwischen. Eines ihrer Mittel ist dabei, sich mit fremden Federn zu schmücken, d.h. nicht klar zu sagen, welche Artikel, Beiträge, Ideen, usw. von wem stammen … So kommt es, dass die Rechten viele Dinge von uns fortführen, dass sie auf von uns erarbeiteten Grundlagen weiterarbeiten (Stellungnahmen, usw.), andererseits auch Fehler von uns übernehmen. (z. B. unsere Mairede 1975 …"

Die Broschüre will Stellungnahmen, Artikel, Losungen usw. aus der eigenen Feder dokumentieren. Abschnitte der Broschüre sind:
- "Zur Information: was ist vom wem?"
- "Begriffe, Ideen, Losungen usw."
- "Artikel in der RF"
- "Artikel im Rebell in der RF, der Tribüne der Jugend im neuen Rebell"
- "Artikel in LuK"
- "Beiträge in anderen Dokumenten"
Q: KAB (RW): Was ist vom wem?, o. O., September 1976.

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17.11.1976:
Vermutlich in der zweiten Novemberhälfte erscheint von einem Mitglied des KAB (RW) eine Kritik an einem Artikel in der in der Roten Fahne 23/197 vom 17.11.1976 mit dem Titel "Die Aufgaben der Kontroll-Kommission". In dem RF-Artikel geht es im Wesentlichen um die Frage, welche Rolle die ZKK im KABD spielen soll. Der Artikel, so die Kritik, sei "eine weitere Selbstdarstellung des KABD, der ökonomistischsten der ml-Organisationen in der BRD und zeigt eine Besonderheit dieser Organisation auf, nämlich der ZKK und ihrer Zentralfigur Willi Dickhut". Kritisiert wird die "Machtfülle der ZKK, in deren alleiniger Kompetenz es liegt, sogar ZL-Mitglieder aus der Organisation zu entfernen".
Q: KAB (RW): Kritik am RF-Artikel : Die Aufgaben der Kontroll-Kommission" in der RF 23/76 vom 17.11.1976, o. O., o. J. (November 1976).

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Januar 1977:
Von der Leitung des KAB (RW) erscheint ein Brief "An die Gruppe ehemaliger Mitglieder des KBW FFM und der GUV FFM". Er beschäftigt sich mit Austrittserklärungen ehemaliger Mitglieder des KBW und der GUV in Frankfurt. Für Publikationen der Ausgetretenen will der KAB (RW) ihnen einen Platz in der nächsten Zeitung reservieren.

Angeboten wird den Ausgetretenen über die "Besonderheiten des KBW und des KABD" zu diskutieren und zwar über folgende Punkte:
- "Die Prinzipienlosigkeit in programmatischen Fragen, die Verfälschung des Marxismus-Leninismus"
- "Die Methode, Thesen aus früheren Zeiten eklektisch herauszugreifen"
- "Unterschätzung des ideologischen Aufbaus"
- "Die Methode 'Die Linie ist klar - jetzt ist die Umsetzung alles"

Abschließend wird festgehalten: "Für die Publizierung eurer Selbstdarstellung oder von Hinweisen auf Bezugsquellen eurer Materialien bieten wir euch einen Platz in unserer nächsten Zeitung an."
Q: KAB (RW) - Leitung: An die Gruppe ehemaliger Mitglieder des KBW Ffm und der GUV Ffm, o. O., Januar 1977.

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01.06.1977:
Von der Leitung des KAB (RW) erscheint das Papier: "Zur Systematisierung unserer Ansichten und unserer Kritiken am KABD", das eine Aufstellung der Kritiken am KABD enthält. Die Aufstellung soll dazu beitragen, "den Genossinnen und Genossen bei der Arbeit mit dem RW (zu) helfen".
Die Aufstellung ist in sechs Punkte gegliedert:
- "Die Grundlagen der Fehler des KABD"
- "Die Linie zum Parteiaufbau"
- "Die Linie in anderen Fragen"
- "Die Praxis"
- "Der Kampf zweier Linien und innerorganisatorische Zustände
- "Die Methode der Auseinandersetzung"
Q: KAB (RW), Leitung: Zur Systematisierung unserer Ansichten und unserer Kritiken am KABD, o. O., 1. Juni 1977.

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31.10.1977:
Vom KAB (RW) erscheint die: "Stellungnahme des Kommunistischen Arbeiterbundes (Revolutionärer Weg) zum Kampf gegen die Unterdrückungsmaßnahmen der westdeutschen Bourgeoisie (vorgelegt zum Treffen kommunistischer, revolutionärer und demokratischer Organisationen am 29.10.1977 in Köln)". Die Stellungnahme gliedert sich in die Punkte: Kritik am Chauvinismus der Organisationen, der ein "ätzendes Gift sei", der "jede Opposition" zersetzen würde, und in einer eigenen Stellungnahme bzw. einem Vorschlag für ein "Aktionsprogramm." Man habe sich deshalb an dem Treffen beteiligt, "um unsere Ansichten vorzutragen.
Q: KAB (RW): Stellungnahme des Kommunistischen Arbeiterbundes (Revolutionärer Weg) zum Kampf gegen die Unterdrückungsmaßnahmen der westdeutschen Bourgeoisie (vorgelegt zum Treffen kommunistischer, revolutionärer und demokratischer Organisationen am 29.10.1977 in Köln), Frankfurt/M., 31. Oktober 1977.

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November 1977:
Vermutlich vom Kommunistischer Arbeiterbund (Revolutionärer Weg) herausgegeben, erscheint vermutlich im November das Papier: "Zu den Aktionseinheitsvorschlägen anlässlich der Verbotsanträge gegen kommunistische Organisationen." Erklärt wird u. a.: "Doch uns interessiert hier zunächst wenig der in den Aktionseinheitsvorschläge und Aufrufen zum Ausdruck kommende sektiererische und selbstgenügsame Zustand der marxistisch-leninistischen Bewegung . Uns geht es zunächst um die Einschätzung der Lage, in der diese Verbotserwägungen überhaupt nur diskutiert werden können." Festgemacht wird diese Einschätzung am Verbotsverfahren gegen die KPD und am bisherigen, gemeinsamen Auftreten von KPD, KPD/ML, KBW und KB.
Q: KAB (RW): Zu den Aktionseinheitsvorschlägen anlässlich der Verbotsanträge gegen kommunistische Organisationen, o. O., o. J. (November 1977).

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12.11.1977:
Vom KAB (RW) erscheint die "Erklärung des Kommunistischen Arbeiterbundes (Revolutionärer Weg) anlässlich des zweiten Treffens verschiedener kommunistischer und revolutionärer Organisationen am 12.11.1977 in Köln". Es beschäftigt sich mit einem Treffen von KBW, KPD, KPD/ML, KABD. des AB und KB in Köln. Die Wiederaufnahme des Treffens vom 29.10. würde zeigen, dass "nicht das drohende Verbot" das zentrale Thema sei, "sondern die Gefahr der völligen Entartung". Die Erklärung liegt in zwei Versionen vor.
Q: KAB (RW): Erklärung anlässlich des zweiten Treffens verschiedener kommunistischer und revolutionärer Organisationen am 12.11.1977 in Köln, Köln, 12.11.1977.

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29.12.1977:
Vom Gemeinsamen Leitungsausschuss von KAB (RW), KSG und RJ (ML) - Register-Kollektiv - erscheint das Papier: "An alle Genossen von KAB (RW), KSG, KSG und Sympathisantengruppe: Betrifft: Erstellung eines KABD-Generalregisters", das sich mit der Erstellung eines KABD-Generalregisters beschäftigt. Es solle dazu dienen, "die Bedeutung der KABD-Kritik zu klären und … die Fragen zu beantworten, warum das Fehlen eines solchen Registers bisher von vielen Genossen nicht bemängelt wurde".
Zentrale Punkte des Papiers sind:
- "Zur Notwendigkeit des KABD-Generalregisters"
- "Einige Erläuterungen zur Auswertung des KABD-Materials und zur Erstellung des Registers"

Dazu soll den Verantwortlich in der nächsten Zeit ein "Schlagwortregister für das Register und die Zuteilung des von euch ausgewerteten Textes zugehen."
Q: Gemeinsamer Leitungsausschuss von KAB (RW), KSG und RJ (ML) - Register-Kollektiv: An alle Genossen von KAB (RW), KSG, KSG und Sympathisantengruppen: Betrifft: Erstellung eines KABD- Zentralregisters, o. O., 29. Dezember 1977.

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Februar 1978:
Vermutlich vom KAB (RW) erscheint das zweiseitige Papier: "Vorschlag für einen längerfristigen Plan für den Diskussionskreis", das sich mit kommenden Diskussionen über Publikationen verschiedener Zirkel beschäftigt, u. a. R. Kurz: "Vorhut oder Nachtrab", "Wie weiter" (Liebknechtvereinigung), Karuscheit/Schröder: "Unsere nächsten Aufgaben." Im Mittelpunkt soll dabei "die Auseinandersetzung um Fragen nach Charakter der ml-Bewegung" stehen und die von "ihr begangenen Fehler".
Zum Ablauf der Diskussion werden folgende Termine genannt:
- "25. Februar: Plechanow oder Geschichte der ML-Bewegung"
- "18. März: Geschichte der ML-Bewegung"
- "8. April: KAB/K"
- "29. April: KGBE"
- "20. Mai: Bobby" (d. i. Robert Kurz)
- "10. Juni: Liebknechtvereinigung"
- "1. Juli: Rote Briefe"
- "21. Juli: GDS"
Q: N.N.: Vorschlag für einen längerfristigen Plan für den Diskussionskreis, o. O. o. J. (Februar 1978).

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19.02.1978:
Vom KAB (RW) erscheint das FB: "3. MV am 19.2.1978 - Resolution der Mitgliederversammlung des KAB (Revolutionärer Weg) zur Auflösung".

Auf der dritten Mitgliederversammlung beschließt der KAB (RW) die "Auflösung der jetzigen Organisation in 4 Wochen". Die MV empfielt den Mitgliedern u. a., in die "Marx Engels Gesellschaft" Frankfurt/M. überzutreten und sich "in Sympathisantenzirkel der Gruppe RW, in dem Verlagskollektiv bzw. in der Gruppe RW zu organisieren". Die bisherigen drei Organisationen hätten nun "ihre Funktion als Übergangsorganisation erfüllt". Nun sei es an der Zeit, "die Bedeutung der Theorie vollkommen zu erkennen". U. a. werden die Genossen dazu aufgerufen, sich in der zu gründenden "Marx-Engels-Gesellschaft" zu organisieren, um "gemeinsam das Studium und die Verbreitung des wissenschaftlichen Sozialismus anzupacken".

Die "Übergangsorganisationen" entstanden in der Folge der Spaltung des KABD, "im Kampf gegen den Ökonomismus, Anbetung der Spontaneität und für die Schaffung der Partei des Proletariats". Nach der Spaltung des KABD sei es notwendig gewesen, "den Bruch mit den rechten Positionen organisiert und kollektiv fortzuführen". U. a. wird dazu aufgefordert, sich in der "zu gründenden Marx-Engels-Gesellschaft "zu organisieren, "um gemeinsam das Studium und die Verbreitung des wissenschaftlichen Sozialismus anzupacken". In der "Resolution wird darauf verwiesen, dass "die Übergangsrolle des KAB (RW) vollkommen ausgeschöpft war". Weiter daran festzuhalten, hieße, "konservativ zu werden und zurückzufallen". In einer Fußnote wird darauf hingewiesen, dass der KAB (RW) am 11. Mai 1976 gegründet wurde, also fast zwei Jahre bestand.
Quelle: KAB (RW): 3. MV am 19.2.1978. Resolution der Mitgliederversammlung des KAB (Revolutionärer Weg) zur Auflösung, o. O., 19. Februar 1978.

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24.04.1978:
Mit einem Schreiben vom 24.4.1978 gibt die Gruppe KAB (RW) ihre organisatorische Auflösung bekannt. Danach hat sich die Gruppe bereits am 19.3. auf ihrer 3. Ordentlichen MV aufgelöst. Dieser Schritt sei auf der Grundlage "einer Untersuchung und Diskussion der nächsten Aufgaben der Marxisten-Leninisten" erfolgt. Gleichzeitig habe sich auch die KSG Ffm aufgelöst. Bald werde sich auch die RJ (ML) auflösen.

Ferner habe sich eine Gruppe ehemaliger Mitglieder des KAB(RW) und der KSG-Ffm unter dem Namen "Gruppe Revolutionärer Weg" zusammengeschlossen. In der Gruppe befänden sich alle Verfasser der Veröffentlichungen des ehemaligen KAB(RW). Neben der "Gruppe Revolutionärer Weg" existierten weitere Initiativen und Zirkel aus ehemaligen Mitgliedern der aufgelösten Organisationen KAB(RW), KSG-Ffm und RJ(ML), was im Sinne der Beschlüsse der letzten Mitgliederversammlungen der ehemaligen Organisationen sei.
Q: KAB (RW): Brief vom 24.4.78, Frankfurt/M. 24. April 1978.

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Letzte Änderung: 16.12.2016