Kommunistischer Arbeiterbund (Revolutionärer Weg):
'Durch Klarheit zur Einheit. Mitteilungen, Informationen und Beiträge zum innerorganisatorischen Gebrauch' (1976-1978)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 3.1.2017


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Von der Leitung des Kommunistischen Arbeiterbundes (Revolutionärer Weg) verantwortet, erscheint im Mai 1976 die erste Ausgabe des Organs: "Durch Klarheit zur Einheit. Mitteilungen, Informationen und Beiträge zum innerorganisatorischen Gebrauch". Das Organ erscheint "nach der organisatorischen Trennung von den rechten Fraktionisten", womit der KABD gemeint ist. Die Trennung soll sich auch im neuen Organisationsnamen manifestieren: "Kommunistischer Arbeiterbund (Revolutionärer Weg)".

Die Gruppe steht nach eigenen Angaben in der Tradition der "positiven Errungenschaften des KABD" und verteidigt den Kampf der Gruppe um W. Dickhut für die Einheit der Marxisten-Leninisten in Westdeutschland. Der Beschluss zum Namen "Kommunistischer Arbeiterbund (Revolutionärer Weg)" ergebe sich aus eben diesem Traditionsverständnis und auch daraus, dass man an "den positiven Grundlagen des KABD weiterarbeiten" wolle (vgl. Mai 1976).

Die Nr. 3 der der DKzE vom Juni 1976 beinhaltet den "Entwurf des Arbeitsplans des KAB (RW)" bis Dezember 1976, der von der Leitung vorgelegt wird. Neben der Kritik am KABD und einer Schulungsoffensive befasst man sich in der Ausgabe vornämlich mit dem Stand der ML-Bewegung in Westdeutschland (vgl. Juni 1976).

In einer Extra-Ausgabe, die vermutlich Ende September erscheint, wird die Planung von 22 Arbeitsheften bekannt gegeben.

In der Nummer 4 vom Oktober 1976 legt die Zentrale Leitung den "Arbeitsplan des KAB (RW)" vor, der dem "Niveau" der Organisation entsprechen würde. Dieser AP sei jedoch nicht "eine programmatische Erklärung oder Plattform, noch rein theoretisches Organ". Er solle helfen, das Niveau der Organisation zu erhöhen. Der AP geht auf einem Beschluss der MV vom 18./19.9.1976 zurück. Mit einem Zeitplan, der bis Januar 1978 Gültigkeit haben soll, sollen Voraussetzungen geschaffen werden, einen "Beitrag zur Schaffung der Partei zu leisten" (vgl. Oktober 1976).

In der Nummer 5 vom November 1976 wird die Auseinandersetzung mit der Gruppe "Gegen die Strömung" (GDS) geführt (vgl. November 1976).

Die Nummer 7 vom Dezember 1976 behandelt neben den "Beschlüssen und Mitteilungen der Leitungen", Themen wie: "Marxistisch-Leninistische Bewegung", "Grundschulung", "Probleme der Propaganda- und Massenarbeit", "Politik und Wirtschaft (vgl. Dezember 1976).

Mit der Nummer 1 vom Januar 1977 legt der KAB (RW) eine umfangreiche Materialsammlung mit einer Reihe von Beschlüssen vor, so "Beschluss zur Albanienfahrt", "Beschluss zu Reisen in revisionistische Länder" oder zur "Verwendung der Spendengelder". Dazu erscheinen Artikel zu Spanien: PCE (ML), APEP. Wichtig ist auch hier die Auseinandersetzung mit "GDS". Unter "Denk- und Arbeitsweise" werden u. a. Kritiken an DKzE veröffentlicht (vgl. Januar 1977).

In der Nummer 2 vom Juni 1977 ist die Auseinandersetzung mit der PCE (ML) von gewisser Bedeutung. In der Vorbemerkung verweist der KAB (RW) darauf, dass man nicht "unkritisch die Positionen der MCE" übernehmen sollte. Und: "DKZE wendet sich gegen den verwandten Ausdruck 'Sympathisanten der PCE/ML in unserer Organisation', auch wenn der Ausdruck z. Zt. wahrscheinlich die Verhältnisse korrekt wiedergibt … Aussagen wie: 'Sympathisanten der PCE/ML in unserer Organisation, sollten wir jedoch besser weglassen". Dazu erscheint eine Kritik einer Sympathisantengruppe am 3. ZDT des KABD (vgl. Juni 1977).

Die Nummer 3 ist ebenfalls vom Juni 77. Im Wesentlichen werden hier Reaktionen auf den RW 1/1977 (Leserbriefe) veröffentlicht. Der wohl wichtigste stammt von H. Karuscheit (Gelsenkirchen), der in seiner Zuschrift die Bedeutung der Theorie und der Philosophie für die marxistisch-leninistische Bewegung hervorhebt. Dazu wird das Skript "Über die Entstehung des russischen Marxismus" veröffentlicht (vgl. Juni 1977).

In der Nummer 4 vom Juli 1977 werden vor allem Dokumente zum Verhältnis KAB (RW) zu seinen Nebenorganisationen veröffentlicht. Im Prinzip geht es hierbei um die führende Rolle des KAB (RW) und seine Beziehungen zu den anderen Organisationen. In einem Referat wird die Entwicklung der RJ (ML), der "Roten SDAJ-Opposition" und des "Rebell" geschildert. Vgl. hierzu auch: "Über die Gründung der RJ/ML und des KAB/ML 1968/69" (vgl. Juli 1977).

Die Nummer 5 beinhaltet eine Zusammenstellung der Dokumente und Beschlüsse der 2. Ordentlichen MV des KAB (RW), wobei der wohl wichtigste Beitrag die Einschätzung zur marxistisch-leninistischen Bewegung in Westdeutschland ist. Der Beitrag schließt an das Referat über die RJ (ML) aus der Ausgabe 4 vom Juli 1977 an (vgl. Juli 1977).

Auch die Nummer 6 ist aus dem Juli 1977. Im RB der Leitung wird hier u. a. eine "Theoriebildung durch Studium und Untersuchung" sowie eine "Grundschulung", die "Grundlagen der marxistischen Philosophie" vermittelt, gefordert, die eine Annäherung eines Teils der Gruppe an die "Neuen Hauptseite Theorie" und zur "MEG" erkennen lässt. Auch die Auseinandersetzung mit der ML-Bewegung müssen fortgeführt werden. Genannt werden hier besonders die KGB/E, der KAB Saar, KAB Kassel, GDS und einige andere Gruppen. Auch die Leitungsarbeit wird kritisch unter die Lupe genommen. Teilweise habe es "keine theoretische Führung im Sinne des AP" gegeben. Zudem wird eine "schwache Führung auf den Gebieten der Arbeit in Gesellschaften und Arbeitergruppen im Sinn des Status" konstatiert. Dagegen habe es eine "starke Führung in der Regelung des Organisationslebens" gegeben (vgl. Juli 1977).

In der Nummer 7 (auch vom Juli 1977) stechen die Beiträge von "Bobby" (Robert Kurz) zu Dickhuts Dialektik, ein Brief von Frank Rainer Scheck (AKV) und Karuscheits "Einschätzung der Marxistisch-Leninistischen Bewegung" hervor (vgl. Juli 1977).

In der September-Ausgabe (Nummer 8) gibt die Gruppe ein Bekenntnis zur "theoretischen Arbeit" ab. Eine besondere Aufgabe sei "die Verbreitung des dialektischen und historischen Materialismus, besonders in den Reihen der Revolutionäre und der Fortschrittlichsten des Proletariats". So leiste man einen Beitrag, "um die Theorie der proletarischen Revolution für Westdeutschland zu schaffen". Erklärungen gibt es auch zur "politischen Arbeit", die bisher "unterentwickelt" sei. Auch gebe es keine "prinzipienfeste Einschätzungen". Eine Linie zur Politik müsse erst "entwickelt" werden. Zudem fanden im Sommer eine Reihe von Gesprächen statt, u. a. mit der KGB/E, R. Kurz und den Gelsenkirchenern. Wichtig dabei war die Betonung der Gemeinsamkeiten, die die theoretische Arbeit anbelangen. Unterschiedliche Auffassungen gab es u. a. in der Frage der Einschätzung der ML-Bewegung (vgl. September 1977).

Der wohl wichtigste Beitrag in der Nummer 9, die als "Sondernummer" erscheint, sind die Auffassungen der Gruppe zur Theoriebildung. Was an den letzten Ausgaben deutlich wurde, setzt sich hier fort: die deutliche Annäherung an die Positionen der "Hauptseite Theorie". So wird die Auffassung vertreten, dass es heute erforderlich sei, "auf diese Aufgabe hinzuweisen und das Studium und die Anwendung der Theorie in ihren Bestandteilen zu propagieren, um der Verzerrung und Herabminderung entgegenzuwirken … Erst durch diesen theoretischen Kampf gegen Abweichungen der marxistischen Philosophie und Einflüsse der bürgerlichen Ideologie auf die marxistisch-leninistische Bewegung wird jeder Idealismus kritisch überwunden werden können und die ML-Bewegung über die. materialistische Geschichtsauffassung zur Ansicht der Notwendigkeit der Untersuchung kommen" (vgl. Oktober 1977).

Mit zu den wichtigsten Neuerungen der Nummer 10 vom November gehört die Umbenennung des Organs. Es heißt nun im Untertitel: "Mitteilungen, Informationen, Beiträge zur ideologisch-politischen und organisatorischen Vereinigung von KAB (RW), RJ (ML) und KSG-Ffm". Auch die Verantwortlichkeit ändert sich. Nun ist ein "gemeinsames Leitungsplenum" für die Herausgabe der DKzE verantwortlich. Zur Änderung des Untertitels wird ausgeführt: "DKzE hat mit dieser Ausgabe einen neuen Untertitel. Er besagt, dass eine ideologisch politische Vereinigung unserer Organisationen notwendig ist. Das ist nichts Neues und konkrete Vorstellungen sind seit Juli 77 (DKzE 4/77) allen Genossen bekannt. Der neue Kopf würde aber kein Zeichen eines "Neuanfangs" bedeuten. Zudem beginnt in dieser Ausgabe auch eine Debatte über den 'naiven Opportunismus" der ML- Bewegung, der von den Gelsenkirchenern vertreten wird (vgl. November 1977).

Die Nummer 11 vom Dezember 1977 knüpft in zentralen Punkten an die vorherigen Ausgaben an. Die Debatte um die "Hauptseite Theorie" und die andiskutierte Frage "Wie weiter mit der ideologisch-philosophischen Debatte?" schlägt sich im vorgelegten "Arbeitsplan" deutlich nieder: Ziel der "theoretischen Arbeit" sei, "dazu beizutragen, dass sich die Keime einer Richtung oder Strömung herausbilden und entwickeln, die die von uns bisher darlegten Aufgaben wahrnimmt … und dass ein führendes Zentrum entsteht, das durch die Autorität seiner Gedanken und seine theoretische Tätigkeit so wirkt, dass alle positiven Kräfte immer besser vereinigt werden können …"

Daneben wird die Bedeutung des "Aufbaus einer MEG" betont, die u. a. durch eine 'Vereinige Leitung' forciert vorangetrieben werden soll. Die VL ist auch für die Umorganisierung der Gruppe, die den Namen 'Gruppe RW' tragen soll, verantwortlich. Das ist für den Februar 1978 geplant. In diesem Monat soll auch die "Gründungsveranstaltung der MEG" stattfinden, wo der Vorstand "die Aufgaben der MEG " im Einzelnen darlegen will. Zu den Aufgaben der "Gruppe RW" heißt es im AP: "Die "Gruppe RW' habe u. a. die Aufgabe, "diejenigen zusammenzuschließen, die theoretisch-ideologisch wirkliche, messbare Leistungen erbracht haben …" und die sodann den "RW" herausgegeben. Die "MEG Ffm". habe die Aufgaben: "1. Das Studium ihrer Mitglieder in der Theorie des wissenschaftlichen Sozialismus … zu organisieren. 2. Über den Rahmen der Mitglieder hinaus, Kenntnisse des wissenschaftlichen Sozialismus zu verbreiten, Veranstaltungen dazu durchzuführen oder mitzutragen, Literatur des ML zu vertreiben, gegen den wissenschaftlichen Sozialismus gerichtete Ansichten entgegenzutreten". Dazu wird auch für die MEG ein "Statuten-Vorschlag" gemacht (vgl. Dezember 1977).

Im Januar 1978 erscheint die Nummer 1 als "Sondernummer", die von der KSG Ffm. verantwortet wird und die verschiedene Thesen des KAB (RW) kritisiert, u. a. auch zur ML-Bewegung. Vor allem ist es wohl die KAB (RW)-These von der "Schaffung einer Strömung" und der "Herausbildung einer führenden Gruppe", die die Debatten der KSG-Zellen befeuert (vgl. Januar 1978).

Die Nummer 2 vom Februar 1978 ist durch die Debatte um die Ausgabe 11/1977 bestimmt, die eine Reihe von Fragen auf den Prüfstand stellte. Neben der "Hauptseite Theorie", des Aufbaus einer "MEG" und der Einschätzung der ML Bewegung war es ja die Herausbildung einer Strömung, die sich als "führende Gruppe" konstituieren solle. Die Meinungen zu diesen Fragen divergieren und werden erst mit der nachfolgenden Nummer 3/1978 bekannt. Danach treten eine Reihe von Genossen aus den Organisationen des KAB (RW) aus. Erst mit dieser Ausgabe werden die Positionen zusammengefasst. Insgesamt spiegeln sich die Widersprüche nun auch abermals in der Änderung des Untertitels des Organs wider; denn es heißt nun: "Internes Organ zur ideologischen Debatte über die Schaffung einer Strömung und der Herausbildung einer führenden Gruppe" (vgl. Februar 1978; April 1978; Mai 1978).

Mit der Nummer 3 vom April 1978 werden einige Differenzen bekannt gegeben. Zunächst fühlt man sich nicht mehr dazu imstande, das "Organ" zur "intensiven Auseinandersetzung" zu betreiben, auch wenn es hier an Deutlichkeit fehlt. Dazu wird die Auffassung vertreten, das es gut wäre, "wenn es ein Vorwort gäbe, das den Rahmen der Auseinandersetzung absteckt, verschiedene Fragen nach ihrer Wichtigkeit ordnet und wertet, erste Stellungnahmen abgibt und Fragen zum Veröffentlichten aufwirft. Das Wichtigste dabei wäre zu zeigen, in welche Richtung die Debatte weitergeführt werden sollte, um zu einem vorwärtstreibenden Ergebnis zu kommen". Es sei der Redaktion nicht möglich, ein Vorwort zu erstellen; denn dieses müsste "sich über das Niveau der laufenden Auseinandersetzung" abheben. Der "klassische Leitungsanspruch" würde daher wegfallen". Und: "Die Nummern 3 und 4 wurden von niemandem beschlossen. Ihre Zusammenstellung entspringt der Initiative einiger Genossen und der Redaktion. Auch wurden die Artikel von niemandem redigiert. Für, die Auswahl der Beiträge ist selbstverständlich die Redaktion verantwortlich, d.h. hier kritisierbar. Für den Inhalt spricht jeder Genosse selbstverständlich zuerst für sich selbst."

Bekannt gegeben wird in der Ausgabe, dass es eine Reihe von Austritten aus den Organisationen gegeben habe, so aus dem KAB (RW). Dazu werden noch einmal die Positionen benannt. Der KAB (RW) habe u. a. "eine grundlegende falsche Einschätzung der marxistisch-leninistischen Bewegung". Man müsse prüfen, ob es eine Zusammenarbeit mit der MEG geben kann.

Die KSG Ffm. beschließt am 19.2.1978 auf einer ordentlichen MV ihre Auflösung und "strebt die Schaffung neuer Organisationsformen zusammen mit den Genossen des KAB (RW) und der RJ (ML) an". Als neue "Organisationsform" wird die "Gründung einer Studiengesellschaft MEG" angesehen, die "auf gemeinsame Initiative aller 3 Organisationen aufgebaut werden soll". Zudem sollen bisherige Mitglieder, die sich nicht in der 'GRW' organisieren wollen, in Zirkel mitarbeiten, die sich die Aufgabe der "Schaffung einer Strömung" stellt. Weiterhin soll der RW herausgegeben werden (vgl. April 1978).

Die Nummer 4 vom April beschäftigt sich mit dem "Politischen" und fällt so gesehen hinter die letzten Ausgaben zurück. Aus der Vorbemerkung geht allenfalls hervor, dass die politischen Fragestellungen der letzten Zeit, eine "gesonderte Herausgabe" erforderlich machten. Dadurch wolle man "auch den unterschiedlichen Themenstellungen der im Januar bis März verfassten Beiträge mehr Rechnung" tragen. Artikel der Ausgabe befassen sich mit der ZANU, der "Frage der Beteiligung an politischen Aktionen, speziell an den Kölner Aktionseinheitsgesprächen anlässlich der Verbotsdrohungen", dem "Verhältnis Theorie - Politik", einer "Brokdorf"-Diskussion, dem "3. Russell- Tribunal", der "FRAP" und der Rezension eines KuK-Arbeitsheftes (vgl. April 1978).

Ob es nach der Nummer 4/1978 noch weitere DKzE gegeben hat, kann z. Zt. nicht überprüft werden. Letztlich ist die Tendenz bei einer Reihe von Mitgliedern der Organisationen des KAB (RW) klar aus den letzten Ausgaben herauszulesen: Aufbau einer MEG Ffm., die die theoretische Debatte führen und sich an der Verbreitung des wissenschaftlichen Sozialismus beteiligen will. Die MEG Ffm. wird dann mit der MEG Gelsenkirchen zusammenarbeiten und gemeinsam Schulungsprojekte starten.

Unklar bleibt, welche Zirkel unorganisierte Mitglieder gegründet haben (und ob überhaupt), um dort ihre politische Arbeit fortzusetzen. Ebenfalls, was nach der Konstituierung der MEG letztlich aus der "Gruppe Revolutionärer Weg" geworden ist (vgl. Dezember 1977; vgl. April 1978; Juni-Juli 1977).

Liste der als Scans vorhandenen Ausgaben

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

Mai 1976:
Von der Leitung des KAB (RW) verantwortet, erscheint die erste Nummer des Organs: "Durch Klarheit zur Einheit. Mitteilungen, Informationen und Beiträge zum innerorganisatorischen Gebrauch". Danach haben der "KABD-Frankfurt und der KABD-Stützpunkt Mainspitze auf einer Sitzung am 19. Mai 1976 - eine Woche nach der organisatorischen Trennung von den rechten Fraktionisten - beschlossen, diese Trennung und den Inhalt der Trennung auch im Organisationsnamen zum Ausdruck kommen zu lassen".
Inhalt des Organs ist:
- "Beschluss Nr. 1: Beschluss zum Namen der Organisation"
- "Beschluss Nr. 2: Beschluss zum Zentralorgan"
- "Beschluss Nr. 3: Beschluss zum innerorganisatorischen Organ"
- "Wir diskutieren: Argumentationshilfe 1"
- "Beitrag zur Argumentationshilfe"

Der KAB (RW) will laut Beschlussvorlage auch ein "vierteljährlich erscheinendes Organ mit dem Namen 'Revolutionärer Weg' herausgegeben". Das Organ soll "die Funktion eines Zentralorgans haben". Wegen der organisatorischen Schwäche der Gruppe soll es aber nicht "als solches bezeichnet werden". Für innerorganisatorische Mitteilungen wird das Organ: "Durch Klarheit zur Einheit" herausgegeben. Die Gruppe betrachtet sich als "Fortsetzer aller positiven Errungenschaften und Traditionen des KABD und seiner Vorläufer". Man verteidigt auch "den Kampf der Gruppe um Willi Dickhut und der Genossen des KAB (ML) um die Einheit der westdeutschen Marxisten-Leninisten".
Quelle: KAB (RW): Durch Klarheit zur Einheit (internes Organ), Jg. 1, Nr. 1, o. O., Mai 1976.

Juni 1976:
Von der Leitung des KAB (RW) verantwortet, erscheint die Nr. 3 des Organs: "Durch Klarheit zur Einheit. Mitteilungen, Informationen und Beiträge zum innerorganisatorischen Gebrauch". Vorgelegt wird von der Leitung der "Entwurf des Arbeitsplans des KB (RW)" bis Dezember des Jahres.
Inhalt des Organs ist:
- "Entwurf des Arbeitsplans des KAB (RW)"
- "Zur prinzipiellen und besonderen Seite des Arbeitsplans"
- "Der Stand der marxistisch-leninistischen Bewegung in Westdeutschland"
- "Die Rolle des KAB (RW)"
- "Zu unserer weiteren Arbeit"
- "Zur ideologischen Front"
- "Zur politischen Front"
- "Zur organisatorischen Front"
- "Politischer Plan bis Ende Dezember"
- "Vorschlag für eine Gliederung der Kritik am KABD"
- "Zur Schulung und Studium: Lernen, Wissen, Kämpfen"
- "Der organisatorischer Aufbau des KAB (RW)"
- "Zum Litvertrieb und Verlag"
- "Schaffung eines Zentrums"
- "Das Verhältnis von KAB (RW) - RJ (ML)"
- "Das Verhältnis von KAB (RW) zu den Intellektuellen"
- "Anhang: Untersuchungsfragebogen"

An der organisatorischen Front würden sich die Aufgaben stellen:
- "Aufbau der Gruppen Ffm und Mainspitze des KAB (RW)"
- "Vereinigung mit KAB (RWE) - Sympathisantengruppen und Lufthansagruppen"
- "Einbeziehung der RJ (ML). Entwicklung des Betriebsarbeiterkreises der RJ (ML) zu einer Sympathisantengruppe des KAB (RW)"

Erklärt wird auch, dass der KAB (RW) ständig "das Studium des Marxismus-Leninismus vertiefen" müsse.
Q: KAB (RW): Durch Klarheit zur Einheit (internes Organ), Jg. 1, Nr. 3, o. O., Juni 1976.

September 1976:
Vermutlich Ende September, von der Leitung des KAB (RW) verantwortet, ein "Extra Nr. 1" des Organs: "Durch Klarheit zur Einheit" mit der Planung von 15 "Arbeitsheften".
Q: KAB (RW): Durch Klarheit zur Einheit, Jg. 1, Extra, Nr. 1, o. O., o. J. (Ende September 1976).

Oktober 1976:
Von der Leitung des KAB (RW) verantwortet, erscheint die Nr. 4 des Organs: "Durch Klarheit zur Einheit. Mitteilungen, Informationen und Beiträge zum innerorganisatorischen Gebrauch".
Inhalt des Organs ist der fertige Arbeitsplan:
- "Vorwort"
- "Arbeitsplan"
- "Ziel des Arbeitsplans des KAB (RW)"
- "Gewichtung unserer Aufgaben"
- "Die theoretische Seite unserer Arbeit"
- "Die praktische Seite unserer Arbeit"
- "I. Die politische Seite unserer Arbeit"
- "II. Die praktisch/ökonomische Seite"
- "Die Organisation als Instrument der theoretischen und praktischen Tätigkeit"
- "Anhang: Die Herangehensweise seit Juni"
- "Die Richtung und Methode unserer Arbeit"
- "Die Reihenfolge der Schwerpunktthemen"
- "Grundschulung"
- "Nicht alles auf einmal klären wollen!"
- "Zeitplan - Für die theoretische und praktische Arbeit"

Aus der Vorbemerkung geht hervor, dass der AP helfen soll, das Niveau der Gruppe zu heben. Er sei "keine programmatische Erklärung", keine Plattform und auch kein "theoretisches Organ". Der "Zeitplan" der Gruppe habe eine Gültigkeit von 18 Monaten, bis Februar 1978.
Q: KAB (RW): Durch Klarheit zur Einheit (internes Organ), Jg. 1, Nr. 4, o. O., Oktober 1976.

November 1976:
Von der Leitung des KAB (RW) verantwortet, erscheint die Nr. 5 des Organs: "Durch Klarheit zur Einheit. Mitteilungen, Informationen und Beiträge zum innerorganisatorischen Gebrauch".
Inhalt des Organs ist:
- "Vorbemerkung"
- "Einige Hinweise zum Brief von GDS"
- "Zur Herangehensweise der GDS - Ein Misssachten der Entwicklung der Erkenntnis"
- "Die Entwicklung der Genossen von GDS: Abweichen von der ursprünglichen Sorgfalt und Verzettelung"
- "GDS der Gewichtung der Aufgaben"
- "Welches Verhältnis hat die GDS zum demokratischen Zentralismus"
- "Gegen die Strömung. Marxistisch-Leninistisches Organ für Westdeutschland (Oktober 1976)"

Aus der "Vorbemerkung" geht hervor, dass die Ausgabe die Stellungnahme von Genossen des KAB (RW) zum "Offenen Brief der GDS" enthält.
Q: KAB (RW): Durch Klarheit zur Einheit (internes Organ), Jg. 1, Nr. 5, o. O., November 1976.

Dezember 1976:
Von der Leitung des KAB (RW) verantwortet, erscheint die Nr. 7 des internen Organs: "Durch Klarheit zur Einheit. Mitteilungen, Informationen und Beiträge zum innerorganisatorischen Gebrauch".
Artikel sind:
- "Beschlüsse und Mitteilungen der Leitung"
- "Vereinbarung zur gemeinsamen Arbeit von KAB(RW)- RJ (ML) - KSG - MLSG"
- "Politik und Wirtschaft"
- "Bericht aus Brokdorf"
- "Internationales"
- "Was ist los in China - KGB/E"
- "Nachbemerkung Klepper KAB(RW)"
- "Internationale Solidarität - Zelle Ost der RJ (ML)"
- "Zum proletarischen Internationalismus - Günter KAB (RW)"
- "Bericht über Zanu - KB - Veranstaltung - Günter KAB(RW)"
- "Albanien /Albanienfreundschaftsgesellschaft - Hilmar, KSG"
- "Marxistisch- Leninistische Bewegung"
- "Kurzmitteilung zum KABD Hamburg - Günter KAB (RW)"
- "Über den RW 6 - Zeitschrift Widerspruch"
- "Kritik an der RF 22/76 - Waldi, KSG"
- "Kritik an der RF 22/776 - Konrad"
- "Auch das sind Methoden der Rechten - Redaktion"
- "Ein Beitrag aus Hamburg - Günter KAB (RW)"
- "GDS und Demokratischer Zentralismus - Klaus, Hamburg"
- "Kritik an der Zeitschrift 'Widerspruch' - Wolfgang, KSG"
- "Probleme der Propaganda und Massenarbeit"
- "Zum SDAJ Kongress - Lore, RJ (ML)"
- "Bemerkung der Redaktion"
- "Reisekader - Günter KAB (RW)"
- "Denk- und Arbeitsweise"
- "Zitat angeben - SU, Hamburg"
- "Was mir gefällt"- Klepper KAB (RW)"
- "Brief an einen ausgetretenen Genossen- Bernd, KSG"
- "Sonstiges"- Redaktion"
- "Grundschulung"
- "Bericht über die Grundschulung - Klepper KAB (RW)
- "Vorwort zum Schulungsmaterial - Redaktion"
- "Einführung in den Marxismus -. Herman Dunker"
- "Der Mensch, Produkt seiner Auseinandersetzung mit der Natur - Alfred"
- "Was ist Denken, was ist Philosophie. Entwicklung der Philosophie- Konrad"
- "Über die Praxis" - Ruth, KSG"
- "Historischer Materialismus- Klepper KAB (RW)"
- "Identität und Kampf der Gegensätze - Werner, KSG"

Berichtet wird über die Ortsgruppe Hamburg des KABD, die ihm "den Rücken gekehrt habe, weil er sich nicht genügend um Arbeiterprobleme kümmert". Eingeladen wird zum "Besuch der Neujahrsveranstaltung des KAB (RW)" am 31.12.76 im Käthe Kollwitz Haus, Frankfurt/M.
Q: KAB (RW): Durch Klarheit zur Einheit (internes Organ), Jg. 1, Nr. 7, o. O., Dezember 1976.

Januar 1977:
Von der Leitung des KAB (RW) verantwortet, erscheint die Nr. 1 des Organs: "Durch Klarheit zur Einheit. Mitteilungen, Informationen und Beiträge zum innerorganisatorischen Gebrauch".
Zur vorliegenden Ausgabe erklärt die Leitung u. a., dass die "die Durchführung der jeweils beschlossenen Arbeit jeder Zelle aller Organisationen" Vorrang hat. "Das Studium von DKZE hat sich für jeden Genossen der weiteren Arbeit unterzuordnen". "Der Leitartikel dieser Nummer - die Sylvesterrede - ist Euch bekannt. Wer in die angesprochenen Fragen tiefer eindringen will, dem ist durch die schriftliche Vorlage. ein Gefallen getan". Zur "marxistisch- leninistischen Bewegung", die schon laut "DKZE" Nr. 7/1976 "beobachtet" werden soll, "sind wieder sehr verschiedene Probleme angesprochen" (u. a. Brief von GDS, KBW, RJ (ML- Polemik).
Artikel des Organs sind:
- "Zur vorliegenden Nr. von DKZE"
- "Vorbemerkung und Sylvesterrede"
- "Beschlüsse und Mitteilungen der Leitung"
- "Beschluss über die zeitliche Abänderung des Arbeitsplanes und Einberufung einer MV des KAB (RW)"
- "Beschluss zum proletarischen Internationalismus"
- "Beschluss zur Albanienfahrt"
- "Beschluss über Reisen in revisionistische Länder"
- "Beschluss über die Verwendung der Spendengelder"
- "Politik und Wirtschaft"
- "Bericht vom Bundeskongress der SDAJ am 4./5.12.1976- Rainer, RJ(ML)"
- "Internationales"
- "Rettet Mario Echenique, PCR Uruguays"
- "3 Artikel zu Spanien"
- "1. Vorbemerkung und Abdruck eines Artikels aus Luk 1/76 - Günter, KAB (RW)"
- "2. Bericht über die Feier anlässlich des 12. Jahrestages der Gründung der PCE(ML) - Doro, KSG"
- "3. Zur APEP - Doro, KSG"
- "Marxistisch - Leninistische Bewegung"
- "Zur Auseinandersetzung mit GDS"
- "a) Vorbemerkung - Redaktion"
- "b) Anti- Kritik" zu DKZE. Nr. 7- Herold, MLSG"
- "c) Am Arbeitsprogramm festhalten - Bemerkungen zur 'Antikritik'"
- "Zur Statutdiskussion (KAB(RW) und KGB/E) - Reisb. KAB(RW)"
- "Zu den Genossen, die aus dem KBW ausgetreten sind"
- "a) Vorbemerkung - Günter"
- "b) Auszüge aus der Erklärung der Ausgetretenen"
- "Zur weiteren Arbeit an der RF 22/76 des KABD-Redaktion"
- "KABD Ffm. Gegründet - Norbert, KAB (RW)"
- "Probleme der Propaganda und Massenarbeit"
- "Fehlt, da keine Beiträge"
- "Denk - und Arbeitsweise"
- "Kritik an DKZE - Christa, Of. KSG"
- "Beitrag zur Denk- und Arbeitsweise für die Aktivistenkonferenz der RJ(ML)"
- "Stellungnahme und Kritik dieses Beitrags - Barb, Beate, Micki, RJ(ML)"
- "Sonstiges"
- "Wichtiges in Kürze - Leitung, KAB(RW)"
- "Einige Daten über unsere Organisation - Leitung, KAB (RW)"
- "Verlag und Vertrieb- Verlagsgenossen"

Berichtet wird, dass am 16.1.1977 eine MV des KAB (RW) stattfinden soll. Die Auseinandersetzung mit "GDS" soll weitergeführt werden. Das Statut des KAB (RW), das im September 1976 verabschiedet wurde, ist weiterhin die Grundlage der Arbeit der Gruppe. Bis zur nächsten MV soll eine "Statutendiskussion" durchgeführt werden. Ob eine neue KABD Gruppe in Ffm. gegründet wurde, wird zumindest in Frage gestellt. Erklärt wird: "Es ist aber damit zu rechnen, dass die Rechten ein 'Häuflein Aufrechter' wieder in Frankfurt etabliert haben und Aktivitäten entwickeln werden". Von einer Genossin der KSG wird Kritik an den "Führungsmethoden der Leitung des KAB (RW)" geübt.
Q: KAB (RW): Durch Klarheit zur Einheit (internes Organ), Jg. 2, Nr. 1, o. O., Januar 1977.

Juni 1977:
Von der Leitung des KAB (RW) verantwortet, erscheint die Nr. 2 des Organs: "Durch Klarheit zur Einheit. Mitteilungen, Informationen und Beiträge zum innerorganisatorischen Gebrauch".
Zur vorliegenden Ausgabe erklärt die Leitung: "Seit längerer Zeit liegt nun wieder ein DKZE vor euch. Dies hat seine Begründung nicht in der mangelnden Mitarbeit der Genossen sondern in der Fülle des Materials, die es verbot alles in die Organisation zu geben, ohne das eine Stoßrichtung, eine Vorklärung bereits erfolgt wäre.
Der KAB(RW) hat seine 2. ordentliche Mitgliederversammlung abgeschlossen. Die nächste Nummer von DKZE wird der Mitgliederversammlung des KAB(RW) gewidmet sein und bald erscheinen …"
Artikel des Organs sind:
"1. Vorbemerkung
2. Beschluss der Leitung des KAB (RW) - Richtlinien für die Auftraggeber der Druckerei
3. Spanien Büro (KSG)
4. Kritik am 3. ZDT des KABD - Sympathisantengruppe".

In der Vorbemerkung übt der KAB (RW) daran Kritik, ihn als "Sympathisanten der PCE/ML in unserer Organisation" zu bezeichnen. "Aussagen wie 'Sympathisanten der PCE/ML in unserer Organisation' sollten wir jedoch besser weglassen, weil sie nichtssagende Formeln sind, und die Beziehungen zwischen den Organisationen nicht als Beziehung zwischen Gleichverantwortlichen darstellen".
(Die Ausgabe liegt uns nur als Fragment vor.)
Q: KAB (RW): Durch Klarheit zur Einheit (internes Organ), Jg. 2, Nr. 2, o. O., Juni 1977 (Fragment).

Juni 1977:
Von der Leitung des KAB (RW) verantwortet, erscheint für Juni eine zweite Ausgabe (Nr. 3) des internen Organs: "Durch Klarheit zur Einheit. Mitteilungen, Informationen und Beiträge zum innerorganisatorischen Gebrauch". Aus der Vorbemerkung geht hervor, dass als Reaktion auf den RW 1/77 "rund 30 Briefe und Bestellungen eingingen".
Bestellt haben u. a.:
- "Verlag Neuer Weg"
- "KGBE"
- "Initiative Kommunistische Gruppe Bonn"
- "Liebknecht-Vereinigung"
- "Volk und Wissen" (Gelsenkirchen)
- "Womit beginnen"
- "Gruppe Ratinger Kommunisten"
- "Kampf dem Revisionismus" (München) und ein Gruppe Nürnberger ehemaliger RJVD-Mitglieder, "die bald eine Broschüre zum KABD" herausgeben würden.
- Bestellungen kamen bisher aus folgenden Städten: Nürnberg, Berlin, Detmold, Bremen, Freiburg, Castrop-Rauxel, Bonn, Köln, Gelsenkirchen, Bochum, Essen, München, Duisburg Tübingen, Böblingen, Schweinfurt, Würzburg, Heilbronn, Waiblingen.

Artikel des Organs sind:
- "Die Reaktion auf unseren RW 1/77"
- "Leserbrief aus Grafing"
- "Leserbrief aus Baiersdorf"
- "Leserbrief von H. Karuscheit, Gelsenkirchen"
- "Anlage von H. Karuscheit - Über die Entstehung des russischen Marxismus"
- "Fragebogen zum RW"

Der wohl wichtigste Leserbrief ist der von H. Karuscheit (Gelsenkirchen), der u. a. hervorhebt, dass man erkannt habe, "in aller Klarheit die Bedeutung des bewussten Elements, die Größe und Notwendigkeit der Theorie … Besonders dankenswert finden wir, dass ihr die hervorragende Rolle der marxistischen Philosophie betont". Zur gemeinsamen Diskussion wird aufgerufen. Im Anhang wird das Manuskript: "Über die Entstehung des russischen Marxismus" veröffentlicht. Zum RW 1/77 erscheint ein Fragebogen.
Q: KAB (RW): Durch Klarheit zur Einheit (internes Organ), Jg. 2, Nr. 3, o. O., Juni 1977.

Juli 1977:
Von der Leitung des KAB (RW) verantwortet, erscheint die Nr. 4 des Organs: "Durch Klarheit zur Einheit. Mitteilungen, Informationen und Beiträge zum innerorganisatorischen Gebrauch". In der Vorbemerkung heißt es u. a.: "Das DKZE enthält die Beiträge des KAB(RW) zum Verhältnis zu RJ(ML), KSG, Symp-Gruppe und MLGF. Die Thesen und Erarbeitungen hierzu ordnen sich den inhaltlichen Thesen zur internationalen Lage, zu Westdeutschland, ML-Bewegung und den Beschlüssen zur weiteren theoretischen und praktischen Arbeit unter. Aus diesem Grund sollte eigentlich dieses DKZE zu einem späteren Zeitpunkt also erst nach der Veröffentlichung der inhaltlichen Ergebnisse, die die, weitere Arbeit bestimmen müssen, herausgegeben werden. Dadurch wäre von vorneherein ein falscher Diskussionsschwerpunkt in der Organisation vermieden. Für den KAB(RW) wird auf jeden Fall nicht die sogenannte: Vorfeld-Jugend- und Intellektuellenfrage der Gegenstand der Auseinandersetzung zwischen Organisationen sei. Wir wünschen uns auch von Seiten der KSG, RJ(ML), Symp-Gruppe und MLGF das gleiche Herangehen, nämlich die Auseinandersetzung über die inhaltlichen Fragen unserer MV".

Artikel des Organs sind:
- "Vorbemerkung über die Dokumente zum Verhältnis unserer Organisationen"
- "Der Standpunkt der Leitung des KAB (RW) zu Fragen der Jugendorganisation, Januar 1977"
- "Beitrag der Leitung des KAB (RW) für die KSG MV - Jan 77"
- "Die Entwicklung der Beziehungen zu RJ (ML), KSG Ffm. und MLSG Ffm."
- "Thesen zum Verhältnis zu RJ(ML), KSG und Sympathisantengruppen"
- "Thesen zu den Aufgaben der Intellektuellen beim Kampf um die Partei"
- "Liste weiterer, Referate"
- "Einige Stationen der RJ seit 68"
- "Referat zu einem Artikel der KAZ über die Studentenorganisation des Arbeiterbundes für den Wiederaufbau der KPD".

Schwerpunkt der veröffentlichten Dokumente sind die "über das Verhältnis zwischen unseren Organisationen". Insgesamt geht es in den Dokumenten darum, den "gegenwärtigen Rahmen unserer Organisation" abzustecken, d. h. den Anspruch "inhaltlich (die) führende Gruppe zu sein". Die Nebenorganisationen müssen nun ihr Niveau heben, die den "Anforderungen und Qualifikationen" der neuen Situation entsprechen. Der "Intellektuellenstopp" im KAB (RW) ist aufgehoben. "Der beste Garant, (die positive Entwicklung) fortzusetzen ist die gemeinsame revolutionäre, allseitige Kritik am KABD und dadurch die Herstellung und Stärkung unserer ideologisch-politischen Einheit".
In "Einige Stationen der RJ (ML) seit 1968" wird die Entwicklung der RJ(ML) seit der Trennung von der SDAJ (Mannheim) und der Herausgabe der "Roten SDAJ-Opposition" (später "Rebell") beleuchtet.
Q: KAB (RW): Durch Klarheit zur Einheit (internes Organ), Jg. 2, Nr. 4, o. O., Juli 1977.

Juli 1977:
Von der Leitung des KAB (RW) verantwortet, erscheint im Juli die 2. Ausgabe (Nr. 5) des Organs: "Durch Klarheit zur Einheit. Mitteilungen, Informationen und Beiträge zum innerorganisatorischen Gebrauch". In der Vorbemerkung heißt es: "Im Folgenden wird mit der Veröffentlichung der Dokumente und Beschlüsse der 2. ordentlichen MV begonnen. Insgesamt werden diese Veröffentlichungen folgende Abschnitte umfassen:
1. Die hier vorliegenden Thesen
2. Rechenschaftsbericht der Leitung des KAB(RW)
3. Beschlüsse zur weiteren Arbeit
4. Dokumente und Beschlüsse zum Vorfeld (DKZE 4/77).

Der KAB(RW) wird sich bemühen, die noch fehlenden Dokumente schnellstens auch zu veröffentlichen …"

Artikel des Organs sind:
- "Vorbemerkung"
- "Einige Anmerkungen zum allgemeinen Charakter der Thesen"
- "Thesen zur internationalen Lage"
- "Thesen zu Westdeutschland"
- "Thesen zur marxistisch-leninistischen Bewegung"
Q: KAB (RW): Durch Klarheit zur Einheit (internes Organ), Jg. 2, Nr. 5, o. O., Juli 1977.

Juli 1977:
Von der Leitung des KAB (RW) verantwortet, erscheint im Juli die 3. Ausgabe (Nr. 6) des Organs: "Durch Klarheit zur Einheit. Mitteilungen, Informationen und Beiträge zum innerorganisatorischen Gebrauch".

In der Vorbemerkung heißt es: "Dieses DKZE umfasst die Dokumente, die für die Vorbereitung der 2. MV des KAB(RW) von der Leitung (Rechenschaftsberichtteil) oder auf Beschluss der Leitung (Beiträge zur Geschichte des KRB(RW) im Februar/März 77 vorgelegt wurden. Die meisten der in diesen Dokumenten entwickelten Einschätzungen sind inzwischen Gemeingut im KAB(RW) und auch in KSG und RJ(ML). Dies nicht zuletzt auch durch den aufgrund dieser Vorlagen erstellten Artikel im RW 1/77 'Der ideologische Bruch ist ein langer Prozess.' Heute sehen wir einige Probleme klarer als damals. Andererseits ist es trotzdem notwendig, die folgenden Dokumente nicht als 'kalter Kaffee von damals" abzutun, da in diesem Dokumenten der Versuch gemacht wird, durch die Aufdeckung unserer Fehler in der Vergangenheit eine richtige Bestimmung für die Zukunft vorzunehmen. Die Dokumente sind in ihrer Grundauffassung verbindliche Aussagen des KAB(RW). Die MV des KAB (RW) hat es abgelehnt, hier über einzelne Episoden zu streiten und vom hundertsten ins tausendste zu gehen, wo es um die generelle Einschätzung der Entwicklung unserer Organisation geht …"

Artikel des Organs sind:
- "Vorwort zu den Dokumenten"
- "Unser Stand vor der Spaltung"
- "Die Entwicklung während und kurz nach der Spaltung bis zum 1. Arbeitsplanentwurf"
- "Die Entwicklung während der Arbeitsplandiskussion"
- "Rechenschaftsbericht der Leitung des KAB(RW)"
- "Die Entwicklung seit Inkrafttreten des Arbeitsplans und des Statuts"
- "a) Die theoretische Seite unserer Arbeit (einschl. ideologischer Kampf)"
- "b) Zur politischen Arbeit vom 1.11.76 - 31.1.77"
- "c) Die praktisch-ökonomische Seite unserer Arbeit
- "d) Zur Arbeit der Leitung des KAB(RW)"

In der Ausgabe wird auch zur KGB/E Stellung bezogen und die Frage: "Was heißt Hauptseite Theorie?" aufgeworfen. Dazu meint man: "Es ist durchaus zulässig, Marx und KABD gegenüberzustellen, wo es um anerkannte allgemeingültige Aussagen des Marxismus-Leninismus geht. Aber eine noch weit wichtige Aufgabe der theoretischen Arbeit ist es, mit Hilfe der Marxschen Methode die Realität, z. B. die Tendenz zur Verelendung des Proletariats heute zu untersuchen und ausgehend von diesem Untersuchungsergebnis, also
zu zeigen, dass er die Realität falsch widerspiegelt und demzufolge falsche Schlussfolgerungen zieht". Gefordert wird eine "Theoriebildung durch Studium und Untersuchung" sowie eine "Grundschulung", die "Grundlagen der marxistischen Philosophie" vermittelt.

Berichtet wird darüber, dass Auseinandersetzungen mit der KGB/E Widerspruch, ehemaliger KBWler, GDS , mit der RJ, KSG, MLSG, mit dem KAB-Saar und dem KAB-Kassel. Mit dem KAB-Saar und dem KAB-Kassel habe man auch 2 Konferenzen durchgeführt. Zudem werden Diskussionen mit der FRAP und einem "Lufthansakollektiv" genannt.
Als "Gesamtbild der Leitungsarbeit wird u. a. festgehalten:
- "Keine theoretische Führung im Sinne des AP"
- "Ideologisch-politische Führung auf den Gebieten"
- "KABD- Kritik und Auseinandersetzung mit anderen Strömungen sowie in der RJ-, KSG und MLSG-Frage"
- "Schwache Führung auf den Gebieten der Arbeit in Gesellschaften und Arbeitergruppen im Sinn des Status"
- "Starke Führung in der Regelung des Organisationslebens entsprechend den Ansichten und Normen des KAB(RW)"
Q: KAB (RW): Durch Klarheit zur Einheit (internes Organ), Jg. 2, Nr. 6, o. O., Juli 1977.

Juli 1977:
Von der Leitung des KAB (RW) verantwortet, erscheint für Juli eine weitere Ausgabe (Nr. 7) des Organs: "Durch Klarheit zur Einheit. Mitteilungen, Informationen und Beiträge zum innerorganisatorischen Gebrauch". In der Vorbemerkung heißt es u. a.: "Bei der vorliegenden Ausgabe von DKZE handelt es sich um eine zwischen die Veröffentlichung der MV Dokumente des KAB(RW) eingeschobene Ausgabe. Sie hat vor allem die Aufgabe den Informationsfluss innerhalb der Organisation zu gewährleisten. Im ersten Teil besteht diese DKZE aus weiteren Kritiken und Reaktionen auf unseren RW Nr. 2. Diese Beiträge beschäftigen sich mit unserer Kritik am RW 6, weisen auf Mängel dieses Artikels hin, bzw. führen die Kritik weiter. Der zweite Teil dieses DKZE besteht aus Arbeitsergebnissen einzelner Genossen und Arbeitsgruppen, (Kritik 'RJVD und antimilitaristischer Kampf' und Kritik: '1. Sept.- Antikriegstag', also zwei Kritiken im Rahmen der Kampagne zur Kritik am KABD und dem Bericht der Südostasien - Untersuchungsgruppe) sowie aus einem Brief von H. Karuscheit zur Einschätzung der marxistisch- leninistischen Bewegung.
3 Beiträge dieses DKZE stammen von außerhalb unserer Organisationen, Insbesondere beim Beitrag des Genossen Bobby fällt dabei auf, dass hier zum Teil eine andere Terminologie, eine andere Sprache gesprochen wird. Wir gehen jedoch davon aus, dass das Wichtige an diesen Beiträgen die Inhalte dieser Beiträge sind und nicht die Worte in denen diese Inhalte vorgetragen werden".

Artikel des Organs sind:
- "Kritik am RW Artikel 'Man verachtet …' (Werner, KSG)"
- "Herrn Dickhuts "Dialektische Abenteuer" (Bobby, Fürth)"
- "Brief von Frank Rainer Scheck - Arbeiterkulturverlag"
- "Zur KABD Kritik Kampagne (Günter, KAB(RW))"
- "Kritik: RJVD und antimilitaristischer Kampf (Martina, RJ(ML)"
- "Bericht der Südostasien Untersuchungsgruppe"
- "Grußadresse zur CISNU-Veranstaltung"
- "Zur Einschätzung der marxistisch-leninistischen Bewegung (H. Karuscheit, Gelsenkirchen)"
Q: KAB (RW): Durch Klarheit zur Einheit (internes Organ), Jg. 2, Nr. 7, o. O., Juli 1977.

September 1977:
Von der Leitung des KAB (RW) verantwortet, erscheint die Nr. 8 des Organs: "Durch Klarheit zur Einheit. Mitteilungen, Informationen und Beiträge zum innerorganisatorischen Gebrauch". In der Vorbemerkung heißt es u. a.: "Der Schwerpunkt dieser Ausgabe von DKZE liegt auf der Veröffentlichung der letzten MV Dokumente. Es handelt sich um Resolutionen und Beschlüsse zur 'Ernsthaftigkeit', zur 'theoretischen Arbeit', zur 'politischen Arbeit", zur Schulungs- und Bildungsarbeit, sowie zur praktisch-ökonomischen Seite unserer Arbeit.
Drei dieser Resolutionen sind Beschlüsse, sind durch Kommentare ergänzt, die im Verlauf der Diskussion der MV-Ergebnisse in der Leitung des KAB(RW) erstellt wurden. Diese Kommentare sind Leitungsvorlagen, auf deren Grundlage die Leitung des KAB(RW) die Beschlüsse der MV diskutiert und sich ein Selbstverständnis von diesen Beschlüssen erarbeiten will. Die Kommentare sind darüber hinaus ein Beitrag zur Vertiefung der MV-Beschlüsse, die unsere weitere Arbeit fundieren sollen. Der Kommentar zur theoretischen Arbeit vertieft die Begründung unserer These von Hauptseite Theorie, versucht zu bestimmen, wie die theoretische Arbeit heute aussehen muss, und begründet noch einmal warum der KAB(RW) den philosophischen Kampf heute: als den wesentlichen Teil des theoretischen Kampfes ansieht".

Zum KABD heißt es, das die Kritik an ihm "für uns von zentraler Bedeutung (ist), weil wir nur durch ständige Vertiefung der Kritik am KABD mit unserer Vergangenheit brechen können".
Aufgefordert wird dazu, den Artikel zur Konspiration zu lesen; denn die Konspiration und die illegale Arbeit seien "praktische Verhaltensregeln", die "in Vergessenheit geraten sind".
In dem allgemein gehaltenen Artikel sei herausgearbeitet worden, "dass die prinzipielle Gegnerschaft der Kommunisten zum herrschenden kapitalistischen System immer die Unterdrückung der Kommunisten mit sich bringt, unabhängig davon in welcher konkreten Erscheinungsform diese Unterdrückung sich volIzieht".
"Der Letzte Teil dieser Nummer von DKZE besteht aus einer Reihe von Mitteilungen und Informationen, die einen groben Überblick über verschiedene Tätigkeitsbereiche der Organisation geben".

Artikel des Organs sind:
- "Resolution zur Ernsthaftigkeit"
- "Resolution zur theoretischen Arbeit"
- "Kommentar zur theoretischen Arbeit"
- "Beschluss über die politische Arbeit"
- "Referat zum Beschluss über die politische Arbeit"
- "Beschluss über die Schulungs- und Bildungsarbeit"
- "Beschluss über die praktisch- ökonomische Seite unserer Arbeit"
- "Referat zum Beschluss über die praktisch- ökonomische Seite unserer Arbeit"
- "Über den illegalen Charakter und den konspirativen Aufbau der Kommunistischen Partei"
- "WICHTIGES IN KÜRZE"
- "Libresso MLD"
- "Briefwechsel der RW- Redaktion"
- "Gespräche der KAB(RW) - Leitung"
- "Arbeit in Komitees und Liste von Komitees"
- "Grußadressen"
- "Zur Austrittserklärung der ehem. KBW-Mitglieder"
- "Bildungsfahrt"
- "Reisen nach China, Albanien, Larsac"
- "Büro"
- "Bibliothek"
- "Arbeitshefte"
- "KABD - Ecke"
- "Mai - Berichte"
- "Haeckel - neue Broschüre"
- "Meldung"
- "Buchmesse"

In der "Resolution zur theoretischen Arbeit" wird u. a. erklärt, dass der KAB (RW) "für heute den philosophischen Kampf als den wesentlichen Teil des theoretischen Kampfes ansieht". Ziel der "theoretischen Arbeit" sei es, "die Verbreitung des dialektischen und historischen Materialismus, besonders in den Reihen der Revolutionäre und der Fortschrittlichsten des Proletariats zu verbreiten". Diese Verbreitung sei notwendig, "um die Theorie der proletarischen Revolution für Westdeutschland zu schaffen und leistet selbst einen Beitrag dazu". Die politische Arbeit der Gruppe sei bisher "vollständig unterentwickelt". Es habe in den letzten Jahren "keine prinzipienfeste Einschätzung "gegeben.

Eine Linie sei zu folgenden Fragen zu entwickeln;
- "Wachsende Kriegsgefahr, Revanchismus, Chauvinismus"
- "Kampf dem westdeutschen Imperialismus und Unterstützung des Befreiungskampfes der unterdrückten Völker"
- "Kampf gegen den Abbau und für die Erweiterung der bürgerlich - demokratischen Rechte und gegen die zunehmende Faschisierung und Militarisierung"
- "Kampf gegen die Politik der sozialen Demontage"

Zur "Schulungsarbeit" will man einen "Schulungsplan" erstellen. Es muss sich ein "Schulungsleiterkollektiv" herausbilden. Bei der "Bildungsarbeit" geht es der Gruppe um: "Proletarischer Internationalismus", "Geschichte", "Weltanschauung", "Kultur", "Wissenschaft und Technik".
Gespräche der Gruppe fanden statt mit der KGB/E am 14./15. Mai. Differenzen hätten sich im "Theorie-Verständnis" gezeigt.
Das Gespräch mit Gelsenkirchen fand am 16./17. Juli statt. Die wichtigen Punkte der Auseinandersetzung waren: "Rolle der Philosophie", "theoretische Aufgaben", "Einschätzung der ml-Bewegung". Eine "Übereinstimmung" gab es in vielen Fragen. Unklarheiten bei der Einschätzung der ML-Bewegung, des modernen Revisionismus. Man will in die "organisierte ideologische Debatte eintreten". Ein weiteres Gespräch fand auch mit R. Kurz statt. Berichtet wird auch über die Arbeit in den Komitees.
Q: KAB (RW): Durch Klarheit zur Einheit (internes Organ), Jg. 2, Nr. 8, o. O., September 1977.

Oktober 1977:
Vermutlich im Oktober erscheint, von der Leitung des KAB (RW) verantwortet, als "Sondernummer zum EW", die Nr. 9 des Organs: "Durch Klarheit zur Einheit. Mitteilungen, Informationen und Beiträge zum innerorganisatorischen Gebrauch". In der Vorbemerkung heißt es in "Probleme der RW-Herausgabe" u. a.: "In der ersten Nummer des RW gab die Redaktion ihre Absicht einer vierteljährlichen Herausgabe bekannt. Dieser Vorsatz kann - zumindest für die zweite Nummer - nicht eingehalten werden, weil zuvor einige Probleme zu diskutieren und zu lösen sind, die das Erscheinen der Nummer hinausschieben. Diese Problematik soll hier - wenigstens in groben Zügen dargestellt werden, um eine Diskussion in den Organisationen darüber zu ermöglichen. Zuvor sei gesagt, dass wir gerade im Hinblick auf das, was wir mit der Zeitung erreichen wollen, eine Klarheit und Einheit in Bezug auf die grundsätzliche Richtung brauchen, auch wenn die Fertigstellung dadurch verzögert wird.. Die Schwierigkeiten, die bei der RW Planung aufgetaucht sind, sind Probleme der gesamten Organisation, die im Zusammenhang mit der MV des KAB(RW) und der Erstellung des Arbeitsplanes diskutiert werden.

Unsere Ansichten über die Arbeit an der theoretischen Front haben sich seit der Erstellung der ersten Nummer in verschiedener Hinsicht weiterentwickelt. Dazu gehört vor allem das Verständnis über den Umfang und die Bedeutung der theoretischen Arbeit … Für uns ergibt sich die Aufgabe, das Theorieverständnis, wie es in der Bewegung vorhanden ist, aufzudecken und demgegenüber die marxistische Haltung zur Theorie zu stellen, die sich nicht in Spekulationen und Vermutungen erschöpft, sondern der. eine Untersuchung und Erforschung der realen Verhältnisse erst die Grundlage für die Erfassung der Wirklichkeit bietet … Erforderlich ist es, heute auf diese Aufgabe hinzuweisen und das Studium und die Anwendung der Theorie in ihren Bestandteilen zu propagieren, um der Verzerrung und Herabminderung entgegenzuwirken …

Um die vorliegenden Positionen der ML-Bewegung vollständig kritisieren zu können muss man die Geschichte der Bewegung in ihrer Entwicklung untersuchen … Ein Beispiel der Notwendigkeit, mit der Vergangenheit abzurechnen, gibt die Gruppe 'Befreiung der Arbeit' … In der Broschüre von H. Karuscheit wird durch die Gegenüberstellung des ersten und zweiten Programmentwurfes anschaulich gezeigt, dass trotz des Bruches mit dem Volkstümlertum noch etliche Jahre danach antimarxistische Ideen bei den russischen Kommunisten vorhanden waren … Erst durch diesen theoretischen Kampf gegen Abweichungen der marxistischen Philosophie und Einflüsse der bürgerlichen Ideologie auf die marxistisch-leninistische Bewegung wird jeder Idealismus kritisch überwunden werden können und die ML-Bewegung über die. materialistische Geschichtsauffassung zur Ansicht der Notwendigkeit der Untersuchung kommen …

Unsere Arbeit zur Schaffung und Verbreitung der Theorie erfolgt aus der Einsicht, dass erst auf der Grundlage einer Untersuchung der realen Verhältnisse in der BRD, der Kenntnis der gesellschaftlichen Kräfte und Entwicklungen eine wissenschaftliche Politik betrieben werden kann, die über Spekulationen und Vermutungen hinausgeht. Solange diese Grundlage fehlt, kann das Herangehen an die Einschätzung von politischen Fragen nur Stückwerk bleiben".

Artikel des Organs sind:
- "Probleme der RW- Redaktion"
- "Resolution für die 2. MV des KAB(RW)"
- "Zur Gliederung des RW - Ein Beitrag zum Problem von Form und Inhalt des RW"
- "Liste der angekündigten Themen im RW 1/77"
- "Auswertung der Fragebogen zum RW 1/77"
- "WICHTIGES IN KÜRZE"
- "Verantwortlich DKZE - Redaktion"
- "WICHTIG! ZUERST LESEN"
- "HINWEIS AUF WICHTIGE DKZE Artikel"
- "Zur MLSG/Sylvester/Albanienreise/Grußadresse an das Chile Komitee/ RW Auflage/ DKZE"
Q: KAB (RW): Durch Klarheit zur Einheit (internes Organ), Jg. 2, Nr. 9 (Sondernummer zum RW), o. O., Oktober 1977.

November 1977:
Vom Gemeinsamen Leitungsplenum von KAB (RW), RJ (ML) und KSG-Ffm. verantwortet, erscheint die Nummer 10 des Organs: "Durch Klarheit zur Einheit" mit dem neuen Untertitel: "Mitteilungen, Informationen und Beiträge zur ideologisch-politischen und organisatorischen Vereinigung von KAB (RW), RJ (ML) und KSG Ffm".
In der Vorbemerkung heißt es u. a.: "Bei der vorliegenden Ausgabe von DKZE stehen politische Fragen im Mittelpunkt. Im Gegensatz zu vergangenen Ausgaben, die vor allem Fragen der weiteren Arbeit unserer Organisation angeschnitten haben, werden in dieser Nummer 'Staatsfragen', wie z.B. das Kontaktsperregesetz, die Verbotsdrohungen gegen KPD/ML, KBW KPD, politische Unterdrückung etc. behandelt.

Beim Erstellen dieser Ausgabe hat sich gezeigt, dass das Interesse an der 'Teilnahme an den Angelegenheiten des Staates' in unseren Organisationen sehr gering ist. Dieses geringe Interesse spiegelt sich in den Reaktionen auf unsere Beteiligung am der Demonstration in Bonn, an der praktisch alle Genossen teilnahmen, die aber nicht theoretisch ausgewertet wurde … Besonders sticht in diesem Zusammenhang das geringe Interesse an den Dokumentationen des KBW, sowohl zu den Verbotsdrohungen, als auch zum Fest Film: 'Hitler, eine Karriere'".

Weiter wir erklärt, dass "wir es als schwerwiegenden Mangel empfinden müssen, dass wir heute kaum aktiv auf das politische Geschehen einwirken können. Umso notwendiger ist es aber politische Fragen theoretisch zu beleuchten, zu verdeutlichen, dass es um die Erringung der Staatsmacht geht". Die politische Tätigkeit, die ständige Beschäftigung mit politischen Fragen gewährleistet, dass wir nicht die Beziehung zu den realen Veränderungen der Gesellschaft verlieren, dass wir uns mit den rechtlichen und gesellschaftlichen Verhältnissen beschäftigen".

"Als Beitrag zur KABD-Kritik enthält diese Ausgabe von DKZE eine ausführliche Kritik eines Genossen aus Süddeutschland am RW 15. Zur ideologischen Auseinandersetzung unter den Kräften der ML- Bewegung, die den Anspruch 'Hauptseite Theorie' erheben, enthält DKZE 10 zwei Beiträge. Der Brief der GDS an 'Herausforderung' ist vertraulich zu behandeln, er wurde uns von den Genossen um die Zeitschrift 'Herausforderung' übermittelt und wirft ein Licht auf die Entwicklung der Gruppe GDS. Die Kritik des Genossen Bobby an der Karuscheit-These vom 'naiven Opportunismus' soll eine Diskussion 'Was ist die ML-Bewegung' einleiten, die länger dauert".

Zum neuen Untertitel wird ausgeführt: "DKZE hat mit dieser Ausgabe einen neuen Untertitel. Er besagt, dass eine ideologisch politische Vereinigung unserer Organisationen notwendig ist. Das ist nichts Neues und konkrete Vorstellungen sind seit Juli 77 (DKZE 4/77) allen Genossen bekannt. Auf diesem Gebiet gibt es Fortschritte, wie die Thesendiskussion über die Weltlage, die Lage in der BRD und die der ML-Bewegung … Die Grenzen zwischen den Organisationen vermischen immer mehr. Das ist gut und wird von den Leitungen gewollt und gefördert. Die bestehenden Grenzen haben nur formalen Charakter um die weitere Arbeit bis zu einer endgültigen Umorganisierung zu gewährleisten. Bereits jetzt gibt es so viele gemeinsame Arbeitsgruppen oder sonstige gemeinsame Arbeiten, wo Genossen aller 3 Organisationen zusammenarbeiten, dass man sieht, die Lage erfordert eine Lösung. Dabei ist es wichtig, dass die ideologische- politische Vereinheitlichung ernst genommen wird … Ohne Zusammenschluss der Aktivisten wird eine Vereinheitlichung erschwert. Darüber hinaus ist es wichtig, dass von den theoretisch-ideologischen fähigsten Genossen der 3 Organisationen gemeinsam über die 'Hauptseite Theorie' diskutiert wird, um das Verständnis dieser Frage zu erhöhen … Was die ideologisch-politisch Vereinigung angeht, so gilt dieses Ziel nach wie vor und muss bewusst angepackt werden …

Der neue DKZE-Kopf drückt das nur aus, aber ist natürlich nicht Zeichen eines 'Neuanfanges', denn der Prozess der Vereinheitlichung ist schon 18 Monate alt. Was die organisatorische Vereinheitlichung angeht, so bleibt auch dieses Ziel bestehen … Das nächste DKZE ist diesem Thema vorbehalten und enthält einen 4-seitigen Arbeitsplan."

Zudem gibt es den Hinweis auf wichtige, zu studierende Materialien:
"1. 'Deutschland ein Spießermärchen - Zur Kritik des -Programms bzw. der politischen Linie der KPD/ ML', Herausgeber: Liebknecht Vereinigung.
2. 'Deus ex Machina - oder wie die KPD/ML zu einem Programm kam', Herausgeber: Schröder - Karuscheit.
3. Die Grundsatzerklärung der KPD/ML - Eine marxistisch-leninistische oder opportunistische Erklärung?", Herausgeber: 'Rote Briefe', Gruppe ehemaliger KPD/ML-Sympathisanten (Wuppertal).
4. 'Programmentwurf der Gruppe Roter Morgen - KPD/ML. Ist der Idealismus überwunden?" Herausgeber KBW, in 'Kommunismus und Klassenkampf, 8/76.
5. 'Zur Kritik. der Grundsatzerklärung der KKPD/ML. Herausgeber: KPD. Außerdem in RF 4/77 der KPD: Der Programmentwurf der KPD/ML - ein Dokument des Idealismus und der Metaphysik".

Artikel des Organs sind:
- "Zur Diskussion gestellt: 'Naiver Opportunismus'
- "Brief von GDS an die Gruppe Herausforderung"
- "Deutschland eine Spießermärchen' - Rezension einer KPD/ML-Kritik der Liebknechtvereinigung"
- "Kritik an einem Albanien heute - Artikel"
- "Kritik am RW 15"
- "Zwei Haft im Erlangener Politladen-Prozess"
- "Zensur"
- "Todesschüsse durch Polizeibeamte"
- "KABD - Erklärung zur Rettung der Republik"
- "Die Ansichten des 'Roten Morgen' zu den Verbotsdrohungen"
- "Erklärung des KAB (RW) zum Antrag des KABD auf Ausschluss von den Aktionseinheitsverhandlungen in Köln"
- "Kritik an dem Artikel der KABD (RF): 'Für eine breite Aktionseinheit gegen den Abbau demokratischer Rechte"
- "Erfahrungsbericht von der Demonstration in Bonn"
- "Kleine Polemiken gegen Ökonomismus und Chauvinismus"
- "Polemik gegen Ökonomisten"
- "Nachtrag zum RW-Artikel 'Dilemma der Ökonomisten"
- "Auszug aus dem Rechenschaftsbericht der Leitung des KAB(RW)"
- "Statut der Teves - Kollegengruppe"
- "Kritik am Tevesstatut"
- "Zum proletarischen Internationalismus - Larzac - Lager"
- "Buchbesprechung zum Thema Fidus"
- "Lenin über Plechanows- 'Anarchismus und Sozialismus"
- "Hinweis zum neuen Untertitel"
- "Welche Kritiken gibt es an Programm und Grundsatzerklärung der KPD/ML?"
- "Zur Hamburgfahrt"
- "Ausschnitte aus dem Verfassungsschutzbericht"
- "Archiv"
- "Zeitungsabonnements"
- "Zur Entwicklung des Lit-Vertriebes"
- "Arbeitsheft 24"
- "Schulungsreferate"
Q: Durch Klarheit zur Einheit. Mitteilungen, Informationen und Beiträge zur ideologisch-politischen und organisatorischen Vereinigung von KAB (RW), RJ (ML) und KSG Ffm., Jg. 2, Nr. 10, o. O., November 1977.

Dezember 1977:
Vom Gemeinsamen Leitungsplenum des KAB (RW) herausgegeben, erscheint die Nummer 11 des Organs: "Durch Klarheit zur Einheit". In der Vorbemerkung heißt es u. a.:
"Dieser Arbeitsplan-Vorschlag und die dazugehörigen Diskussionsbeiträge existieren nun bereits seit einem Monat und sind seitdem den Genossen des KAB(RW), den Leitungen von KSG- Ffm. und RJ(ML) sowie einem Vertreter der Sympathisantengruppe bekannt. Über die Dokumente fand eine Diskussion im Leitungsplenum des KAB(RW) sowie auf einer Vollversammlung des KAB(RW), an der auch die KSG und RJ- Vertreter teilnahmen, statt. Auf der Leitungssitzung wurde den Dokumenten in ihren Grundzügen Unterstützung gegeben. Das war auch mehrheitlich auf der Fall …. Um es vorweg zu sagen: Wie aus den Beiträgen und dem AP selbst hervorgeht, streben wir keine 'Arbeitsplandiskussion' an, die so aussieht, dass zu diesem Zweck andere Arbeiten unterbrochen werden. Obwohl eine allgemeine Aussprache notwendig ist, soll der Verlauf im wesentlichen so sein, dass die Inhalte der Dokumente bei der Diskussion laufender Arbeiten hinzugezogen wird, und die einzelnen Gedanken sich nach vorne gerichtet kritisiert und weiterentwickelt werden … Auf keinen Fall soll dieses DKZE vor Bekanntgabe dieser Pläne der Leitungen kollektiv diskutiert werden und laufende Diskussionen und Arbeiten zu diesem Zweck unterbrochen werden.

Wenn wir das DKZE trotzdem bereits veröffentlichen, dann deshalb, weil die Existenz dieses AP's bereits bekannt ist und ein Zurückhalten hieße, den Genossen die Fähigkeit zur eigenen verantwortlichen Zeiteinteilung absprechen … Dieses DKZE 11/77 knüpft an DKZE 8/77 an, indem es die damaligen MV-Ergebnisse des KAB(RW) kritisch untersucht, einzelne Thesen vertieft, auf offene Fragen und Unklarheiten eingeht und entsprechende Schlussfolgerungen zieht … Es ist daher klar, dass es sich hier nicht um eine neue Idee handelt, sondern dass vorhandene Ideen konkretisier. werden".
Die Ausgabe enthält den "Arbeitsplan", der am 10.11. 77 "vom Sekretariat des KAB (RW) als Entwurf vorgelegt" wurde.
Im Einzelnen enthält er:
"A.) ARBEITSPLAN
Diskussionsbeiträge zum Arbeitsplan

B.) Diskussionsbeiträge von Günther
Teil I
1.) Vorbemerkung über Sinn und Zweck der Aufsätze,
2.) Über die Widersprüchlichkeit der Entwicklung unserer Bewegung und über unsere Aufgaben
a.) Wissenschaftlicher Sozialismus und Utopie
b.) Die Schaffung einer Strömung als Aufgabe
c.) Der Weg von Marx zum Kommunist
d.) Sollen alle Theoretiker werden?
e.) Radikale Kritik und ihre Bedingungen
3.) Was ist 'KABD- Kritik - Und welche Rolle spielt sie?
a.) Bedingungen der KABD- Kritik
b.) Das Niveau des "Ökonomismus- Vorwurfs" und ein Überblick über einige Folgen.
c.) Ökonomismus und Politik
d.) Die 3-Seiten-Theorie, Relikt des Ökonomismus
e.) Unsere Aufgaben gegenüber der Arbeiterbewegung heute
4.) Der Umfang und der Charakter unserer politischen Tätigkeit
a.) Kritik des politischen Plans
b.)Die heutigen 'Grenzen' für jede politische Einflussnahme
c.) Einige praktische Auswirkungen unterschiedlicher Ansichten über die Bedeutung und den Charakter einer politischen Arbeit
d.) Die Notwendigkeit eines politischen 'Spielraumes' auf der Grundlage der Einheit über grundsätzliche Fragen
5.) Einschub: Nochmals zur Frage, warum wir uns weigern müssen, die Diskussion der "Internationalen Lage' in den Mittelpunkt zu stellen. Eine Frage, die man heute beantworten muss
a.) Der Kampf zwischen Materialismus und Idealismus in der Debatte um die internationale Lage
b.) Die Schwächung der Kommunistischen Weltbewegung zerstörte die Grundlagen für nationale Klassenanalysen weitgehend und damit auch für eine Weltklassenanalyse
c.) Die Rückwirkung der Veränderungen im Weltmaßstab auf die marxistisch-leninistische Bewegung
d.) Verzicht auf konkrete Untersuchung führt zu idealistischer Einschätzung…. was entweder Opportunismus oder Putschismus zur Folge hat' (Mao Tsetung in: 'Gegen die Buchgläubigkeit')
e.) Die Verbreitung des Materialismus - Grundbedingung zur Lösung theoretischer Aufgaben
6.) Der Zusammenhang von ideologischer Rückständigkeit und der Fesselung unserer theoretisch-ideologischen Kräfte
a.) Probleme der AP-Erstellung und der RW-Herausgabe
b.) Die Berechtigung bestimmter Ansichten gilt nur für bestimmte Umstände
c.) Die Theorie des kleinen Kreises und die Bedeutung einer führenden Gruppe
d.) Die Übergangsrolle unserer Organisationen geht zu Ende, weil sie die theoretische Arbeit, die letzt möglich ist, behindert
e.) Die positiven Faktoren schlagen in negative um, wenn man jetzt nicht eingreift Beispiele
f.) Den Inhalt in den Mittelpunkt, oder warum der ideologische Kampf höhere Formen braucht

Teil II
1.) Vorschlag für eine Resolution über die Veränderung des Charakters unserer Organisationen die im Januar 1978 verabschiedet werden sollte
2.) Zeitplan zu diesem Vorschlag
3.) Die Vorstellungen im Einzelnen
a.) Die 'Gruppe Revolutionärer Weg'
b.) Die Marx/Engels-Gesellschaft
c.) Das Verlags- und Buchladenkollektiv
d.) Sympathisantenzirkel der Zeitschrift RW
e.) Welche Rolle kann der RW spielen?
f.) DKZE und Arbeithefte Statut-Vorschlag für die MEG
4.) Das Verhältnis zwischen dem Teil 1 und dem Teil 2 Über das Zustandekommen der Schlussfolgerungen

C.) Diskussionsbeiträge
1.) Vorschlag über die Richtung der theoretischen Arbeit wie sie von einer Gruppe im KAB(RW) und später einen Teil der Herausgeber des RW geleistet werden sollte und über die alle Genossen Klarheit haben müssen
2.) Anmerkungen zum Verlauf der KABD Kritik entsprechend, der ideologischen Methode in der die historische enthalten ist, aber ohne störende Zufälligkeiten

D.) Diskussionsbeiträge von …
Vorbemerkung (Gü)
Zur Philosophie Schulung
a.) Warum Philosophie- Schulung
b.) Inhalt der Schulung
c.) Ziel der Schulung
d.)Form der Schulung".

Im AP wird zur "theoretischen Arbeit" u. a. ausgeführt: "Unser nächstliegendes Ziel ist es, dazu beizutragen, dass sich die Keime einer Richtung oder Strömung herausbilden und entwickeln, die die von uns bisher darlegten Aufgaben wahrnimmt … und dass ein führendes Zentrum entsteht, das durch die Autorität seiner Gedanken und seine theoretische Tätigkeit so wirkt, dass alle positiven Kräfte immer besser vereinigt werden können …"

"Wenn wir heue von 'Hauptseite Theorie' reden, so bezieht sich das immer auf die Aufgaben der gesamten ML- Bewegung. Wir meinen, dass die westdeutschen Kommunisten nicht über die Theorie der westdeutschen Revolution verfügen, keine materialistische Analyse besitzen. Folglich gilt es, diesen Mangel zu beheben, die Theorie zu erarbeiten".

Daneben wird die Bedeutung der Herausbildung einer "führenden Gruppe" betont, die u. a. den "Aufbau der MEG der Zirkel, des Verlagskollektivs und der Bildung der Gruppe 'RW' durch die Vereinige Leitung" forciert vorantreiben soll. Dies ist nach einem "Zeitplan für die Umorganisierung" des KAB (RW) für Februar 1978 geplant. In diesem Monat soll auch die "Gründungsveranstaltung der MEG" stattfinden, wo der Vorstand "die Aufgaben der MEG " im Einzelnen darlegt.

Die "Gruppe RW' habe u. a. die Aufgabe, "diejenigen zusammenzuschließen, die theoretisch-ideologisch wirkliche, messbare Leistungen erbracht haben … Diese Kräfte haben die Hauptaufgabe. Den RW herauszugeben und sollten in offizielle Herausgebe und Mitarbeiter eingeteilt werden, die zusammen die 'Gruppe RW' bilden".
Die MEG in Ffm. hätte die Aufgabe:
"1. Das Studium ihrer Mitglieder in der Theorie des wissenschaftlichen Sozialismus … zu organisieren.
2. Über den Rahmen der Mitglieder hinaus, Kenntnisse des wissenschaftlichen Sozialismus zu verbreiten, Veranstaltungen dazu durchzuführen oder mitzutragen, Literatur des ML zu vertreiben, gegen den wissenschaftlichen Sozialismus gerichtete Ansichten entgegenzutreten". Dazu wird auch für die MEG ein "Statuten-Vorschlag" gemacht.
Q: Durch Klarheit zur Einheit. Mitteilungen, Informationen und Beiträge zur ideologisch-politischen und organisatorischen Vereinigung von KAB (RW), RJ (ML) und KSG-Ffm., Jg. 2, Nr. 11, o. O., Dezember 1977.

Januar 1978:
Als Sondernummer erscheint die Nr. 1/78 von "Durch Klarheit zur Einheit". Verantwortet wird sie von der Leitung der KSG. Sie enthält die "Politischen Thesen der KSG-Ffm" vom 17./18.12.1977. In der Vorbemerkung wird ausgeführt: "Wir haben ums bemüht, die von der KSG auf ihrer MV am 17./18.12. verabschiedeten politischen Thesen so schnell als möglich herauszugeben, da sie einerseits wichtig sind für die weitere inhaltlich Auseinandersetzung, andererseits aktuelle Bedeutung haben, da zur Zeit in der RJ(ML) ebenfalls politische Thesen erstellt, werden.
Die Thesen unterscheiden sich von denen des KAB(RW), was resultiert aus dem zeitlichen Abstand ihrer Behandlung (und von daher der inhaltlichen Weiterentwicklung, die in den WG-Thesen verarbeitet ist), sowie aus der längeren Beschäftigung mit den Thesen in der KSG (sie wurden seit Oktober behandelt mit einem einleitenden Studium von Lenins Schrift: 'Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus').

Ob, und wie umfassend, ernste Differenzen zwischen den Thesen von KSG und KAB(RW) bestehen, wird von dem Gemeinsamen Sekretariatsausschuss der 3 Leitungen überprüft werden. Gleichzeitig zu den Thesen drucken wir einige Diskussionsbeiträge ab, die im Zusammenhang mit der Diskussion von DKZE 11/77 beachtet werden sollten, da sie die Bedeutung einer kommunistischen Politik von verschiedenen Aspekten her beleuchten".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Diskussionsbeitrag der KSG- Leitung zur MV"
- "Diskussionsbeitrag von J. zur Kritik an den Thesen des KAB(RW) zu Westdeutschland"
- "Diskussionsbeiträge von …"
- "Abdruck der politischen Thesen der KSG"
- "A. Zur internationalen Lage"
- "B. Zu Westdeutschland"
- "C. Zur marxistisch-leninistischen Bewegung"
- "D. Nicht verabschiedete Materialien"

Offenbar schälen sich in dieser "Sondernummer" einige Differenzen zum KAB (RW) heraus, deren wichtigste sich in verschiedenen Thesen niederschlagen, aber zumindest für den Januar 1978 noch keine Schlussfolgerungen aufweisen, sich jedoch ansatzweise gegen die Thesen des KAB (RW) von der "Schaffung einer Strömung" und "Herausbildung einer führenden Gruppe" richten.
Q: Durch Klarheit zur Einheit. Mitteilungen, Informationen und Beiträge zur ideologisch-politischen und organisatorischen Vereinigung von KAB (RW), RJ (ML) und KSG-Ffm., Jg. 3, Nr. 1 (Sondernummer), o. O., Januar 1978.

Februar 1978:
Von der Aktivistengruppe aus KAB (RW) und KSG Ffm. herausgegeben, erscheint die Nr. 2/78 von "Durch Klarheit zur Einheit". Das Organ ändert hier abermals seinen Namen und heißt hier im Untertitel: "Internes Organ zur ideologischen Debatte über die Schaffung einer Strömung und der Herausbildung einer führenden Gruppe". Aus der Vorbemerkung geht hervor, dass im Mittelpunkt der Ausgabe die "Auseinandersetzung um DKZE 11/77" steht. Man habe sich dazu entschlossen, alle bisher "vorliegenden Beiträge zu veröffentlichen".

Artikel des Organs sind:
- "Vorwort der Redaktion"
- "Kurze Vorstellung der weggelassenen Artikel"
- "Debatte um das Flugblatt des Kommunistischen Arbeiterzirkels im Schaltwerk"
- "Briefwechsel zwischen Ga (KSG) und Ba (RJ)"
- "Stellungnahmen zu DKZE 11/77"
- "Zum Verhältnis Ökonomismus und Politik, Al (KAB-RW), ( 20.01.78)"
- "Zur Bedeutung der Politik, Al (6.01.78)"
- "Stellungnahme von Be (KAB-RW)"
- "Stellungnahme von Ru (KAB-RW)"
- "Anmerkung der Redaktion zu den Stellungnahmen"
- "Pfeil und Ziel, Go (KAB (RW)"
- "Kritik am Vorschlag zur Theoretischen Arbeit, Dö, KSG"
- "Unsere Haltung zur Philosophie", Pe (KSG)"
- "Beiträge zur Arbeitsplandiskussion. Reis (KAB-RW)"
- "Worüber wir Einheit erzielen müssen, Bh (KSG)"
- "Einige Gedanken zu 'Was tun', Ga. (KSG)"
- "Schaffung einer Strömung, Th"
- "Stellungnahme zum Arbeitsplan, We (KSG)"
- "Gemeinsame Erklärung": Entwurf der Gelsenkirchener Genossen"
- "Rechenschaftsbericht der KSG- Leitung Teil II zur Politik"
- "Liste der Beiträge um DKZE 11/77"
Q: Aktivistengruppe aus KAB (RW) und KSG Ffm.: Durch Klarheit zur Einheit (internes Organ), Jg. 3, Nr. 2, o. O., (Februar) 1978.

April 1978:
Es erscheint (vermutlich im April) die Nr. 3 von "Durch Klarheit zur Einheit" als "Internes Organ zur ideologischen Debatte über die Schaffung einer Strömung und der Herausbildung einer führenden Gruppe". In der "Gemeinsamen Vorbemerkung zu DKZE 3/78 und 4/78, wird u. a. ausgeführt: "Für ein Organ zur ideologischen Auseinandersetzung wäre es gut, wen es ein Vorwort gäbe, das den Rahmen der Auseinandersetzung absteckt, verschiedene Fragen nach ihrer Wichtigkeit ordnet und wertet, erste Stellungnahmen abgibt und Fragen zum Veröffentlichten aufwirft. Das Wichtigste dabei wäre zu zeigen, in welche Richtung die Debatte weitergeführt werden sollte, um zu einem vorwärtstreibenden Ergebnis zu kommen. Ein solches Vorwort zu erstellen verlangt allerdings, sich über das Niveau der laufenden Auseinandersetzung zu heben. Das ist der DKZE- Redaktion nicht möglich.

Insgesamt wird ein solch 'klassischer' Leitungsanspruch heute von keinem Genossen erfüllt, ja er entspricht auch nicht unserer gegenwärtigen Arbeitsweise. Unser Vorwort beschränkt sich deshalb auf eine kurze Inhaltsangabe der einzelnen Referate, um den Genossen die Orientierung zu erleichtern. Aus diesem Grunde wurden auch verschiedene Vorbemerkungen, die die Genossen zu ihren Referaten selbst geschrieben hatten, nach vorne ins Vorwort genommen …

Jedoch sind selbst diese Inhaltsangaben nicht vollständig, denn wir waren nicht in der Lage, alle Artikel gründlich zu lesen und die wesentlichsten Inhalte herauszustellen … Manchem Genossen wird aufgefallen sein, dass kein Verantwortlicher auf dem Deckblatt steht. Die Nummern 3 und 4 wurden von niemandem beschlossen. Ihre Zusammenstellung entspringt der Initiative einiger Genossen und der Redaktion. Auch wurden die Artikel von niemandem redigiert. Für, die Auswahl der Beiträge ist selbstverständlich die Redaktion verantwortlich, d.h. hier kritisierbar. Für den Inhalt spricht jeder Genosse selbstverständlich zuerst für sich selbst … Was die Kritik an den Positionen der ausgetretenen Genossen betrifft, spiegelt sie die Grundhaltung der Gruppe RW wider".

Vorwort: "Die Beiträge von Th, Ga, Rb, und Ko beschäftigen sich mit den ersten Erklärungsversuchen von Al, De und Ru in DKZE 2/7", die besonders bei Be und Pu mager ausfielen. Die Genossen zeigen, dass die Ausgetretenen Pappkameraden aufbauen mussten, um sich besser von uns abgrenzen zu können; die wirklichen Differenzen liegen jedoch weitgehend abseits von diesen Scheingefechten: die ausgetretenen Genossen gehen nicht von den objektiven Aufgaben aus, sondern von ihrem subjektiven Stand … Sie rechnen nicht mit der ML-Bewegung, wollen in der Konsequenz keine Strömung schaffen, die die Aufgaben der Marxisten-Leninisten anpackt, sondern es soll so lange gewartet werden, bis sie sich selbstvervollkommnet haben …

Dementsprechend ist auch ihr Verhältnis zur Politik. Sie betrachten diese vom Standpunkt der eigenen Weiterentwicklung und dieser selbst ist von einer ungenügenden Abrechnung mit dem Ökonomismus gekennzeichnet. Das die Bewegung eine Politische ist, und die zu schaffende Strömung ein politisches Gesicht haben muss, dass man die Bewegung an ihren Positionen anpacken muss, einmal auch um ihre philosophischen Fehler herauszuarbeiten aber gerade weil die Bewegung gesellschaftlich wirkt und uns diese Wirkung nicht gleichgültig ist; davon haben die Ausgetretenen wenig begriffen … In der Tradition des KABD- Ökonomismus können sich die Ausgetretenen Politik eben nur als einen Begriff im Hinterkopf vorstehen …

Insgesamt verheddern sich die Ausgetretenen in ihren eigenen Widersprüchen. Nachdem sie uns vorgeworfen haben, das Untersuchungsergebnis stehe für uns schon fest, und betont haben, erst die Untersuchung könne zeigen, ob der Opportunismus klassenmäßig bedingt ist, behaupten sie steif und fest … 'Der Ökonomismus des KABD ) ist jedoch nicht Ausdruck einer Strömung in der westdeutschen Arbeiterbewegung und formuliert auch nicht die Interessen eines Teils der Arbeiteraristokratie' …. Im 2.Teil seiner Ausführungen, der sich mit der ML- Bewegung befasst, stellt Wa gegen die These des 'naiven Opportunismus fest', dass man, um Kernfehler bzw. Ursachen von Fehlern herauszufinden, die Fehler überhaupt erst erkannt, d.h. kritisiert haben muss".

Aus den Organisationen gibt es eine Reihe von Austritten, die im Kern Kritik an den Positionen des KAB (RW) verlauten lassen, u. a. Einschätzung der ML-Bewegung, des Ökonomismus, der politischen Lage, der Bedeutung der Politik, oder allgemeiner: Richtung der theoretischen Arbeit. Vermutlich gibt es Austritte aus allen Organisationen.
Im Februar 1978 löst sich die KSG Ffm. auf und bekennt sich zum Aufbau einer MEG.

Artikel des Organs sind:
- "Gemeinsame Vorbemerkung zu DKZE 3/78 und 4/78"
- "Vorwort"
- "Weitere Dokumente, die nicht mehr aufgenommen wurden"
- "Statt einer Rezension - als Beitrag zu aktuellen Fragen"
- "Kritik an AI, Ga, 14.2.1978"
- "Kritik an BE's Stellungnahme, Rb, 17.2.78"
- "Ko zum Papier von Ru, 11.2.78"
- "Zum Streit um' Logisch und Historisch', Wa, 23.2.78"
- "Erklärung zum Austritt aus dem KAB(RW), Al, Be, Ru, 16.2.78"
- "Ko zur Gemeinsamen Austrittserklärung vom 16.2.78"
- "Reb. Gemeinsamen Austrittserklärung vom 16.2.78"
- "Über die Notwendigkeit, die Übergänge zu untersuchen, Gü, 5.3".
- "Zu einem ständigen Vorwurf, Gü, April 78"
- "Zur Entwicklung unserer Auffassung über die theor. Aufgaben, Wo, 10.3.78"
- "Bemerkungen zum 'Vorschlag über die Richtung der theoretischen Arbeit' im DKZE 8/77, Fr, 16.2.78"
- "Resolution zur Auflösung der KSG-Ffm. und Umorganisierung vom 19.2.78"

Anhang:
- "Redaktionelle Nachbemerkung zu DKZE 2/78"
- "Register zu DKZE 2/78 und anderen Beiträgen vom Januar"
- "Kurze Zusammenfassung von Ko's Beiträgen vom Januar 78"
- "Zusammenfassung von Wa's Beiträgen aus dem KSG-Reb"
- "Kurzer Überblick über Ju's Beitrag zur Org.-Form aus dem ReBe"
- "Zusammenfassung der Stellungnahme des KAB(RW)- Sekretariats vom 3.2.78"
Q: Durch Klarheit zur Einheit (internes Organ), Jg. 3, Nr. 3, o. O., (April) 1978.

April 1978:
Es erscheint die Nummer 4/78 von "Durch Klarheit zur Einheit" als "Internes Organ zur ideologischen Debatte über die Schaffung einer Strömung und der Herausbildung einer führenden Gruppe". In der Vorbemerkung heißt es u. a.: "Ursprünglich war eine Herausgabe einer vierten Nummer noch nicht geplant. Im Laufe des März erhielt die Redaktion aber mehrere interessante Artikel zu wichtigen politischen Fragestellungen.

Da für die Nummer 3/78 schon einige Beiträge zu diesem Gebiet geplant waren (so die Kritik eines Genossen aus N. am Brokdorf- Artikel), wurde diese 'Sparte' so umfangreich, dass im Interesse der Übersichtlichkeit eine gesonderte Nummer beschlossen wurde. Auch von der inhaltlichen Auswahl berechtigen die Artikel zu einer gesonderten Herausgabe. Dadurch wird auch der unterschiedlichen Themenstellung der im Januar bis März verfassten Beiträge -mehr Rechnung getragen.

Die Artikel zur Spendenkampagne für die ZANU und zur Frage der Beteiligung an politischen Aktionen, speziell an den Kölner Aktionseinheitsgesprächen anlässlich der Verbotsdrohungen, bzw. dem Verhältnis Theorie- Politik … zu denen keine Vorbemerkungen mehr erstellt werden konnten, empfehlen wir wegen ihrer Bedeutung allen Genossen zum Lesen …

Die Rezension des KuK-Arbeitsheftes Nr. 7 von Go beschäftigt sich mit der bürgerlichen Staatsmaschinerie der Unterdrückung und Bereicherung … Die Broschüre beschäftigt sich auch ausführlich mit den ökonomischen Funktionen des Staates, vor allem der Steuerfrage, die im KABD ja keine Beachtung findet bzw. einer ökonomistischen Lösung zugeführt wird. Diese Rezension ist auch insofern von Bedeutung, als sie zeigt, dass in diesem Fall der KBW nicht keinen, sondern in diesem Fall einen kleinen, ungenügenden und z. T. auch zu kritisierenden Beitrag zur Theorie liefert …"

Artikel des Organs sind:
- "Aufruf zur Unterstützung der ZANU"
- "Kritik am Artikel 'Neue Ereignisse und alte Fragen - Bemerkungen zu Brokdorf' im RW 1 (Leserbrief aus N., März 78)"
- "Kommentar von Ju (April 78)"
- "Zur Einschätzung des 3. Russell-Tribunals (Go,26.3.78)"
- "3. Russell-Tribunal - Ein Aufruf zur Staatstreue (Go,30.3.78)"
- "Rezension des KuK-Arbeitsheftes Nr.7 zum Staat (Go,27.3.78)"
- "Brief von Do an das westdeutsche Komitee der FRAP (22.2.78)"
- "Brief von H.K. zu Köln (2.2.78)"
Q: Durch Klarheit zur Einheit (internes Organ), Jg. 3, Nr. 4, o. O., April 1978.

Letzte Änderung: 13.08.2017