Hamburg: Colgate-Palmolive

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 28.9.2016


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Von dem kleineren Hamburger Chemiebetrieb Colgate-Palmolive können hier bisher nur wenige Hinweise und Dokumente erschlossen werden. Wir bitten um Ergänzungen. Separat dokumentiert wird das 'Rote Banner' der Betriebszelle des Kommunistischen Bundes (KB).

In der bundesdeutschen Linken wurde Colgate-Palmolive vor allem bekannt aufgrund des mutigen Einsatzes der dortigen Frauen in der Chemietarifrunde (CTR) 1971, während der es bei Colgate-Palmolive zu Streikaktionen (vgl. 23.6.1971, 24.6.1971, 25.6.1971, 28.6.1971, 29.6.1971, 30.6.1971) kommt, während es bereits im Jahr zuvor einen Warnstreik gab (vgl. 9.6.1970). Auch von der vorhergehenden Kurzarbeit (vgl. Feb. 1971, 5.2.1971) ließ sich die Belegschaft dabei nicht einschüchtern, auch wenn Mitglieder des Betriebsrats offenbar abwiegeln (vgl. 27.5.1971).

Der Kommunistischen Bundes (KB) bzw. sein Hamburger Vorläufer SALZ scheint bereits früh Kontakte zu Colgate-Palmolive zu haben und verteilt dort seine Branchenzeitung 'Chemiearbeiter', in der wiederholt von Colgate-Palmolive berichtet wird.

Die Betriebszelle Colgate aber tritt offiziell erst kurz nach der Gründung des KB auf und gibt nun ihr 'Rotes Banner' heraus (vgl. 20.12.1971), greift damit in die Betriebsratswahlen (BRW) 1972 ein (vgl. 7.1.1972, 21.3.1972).

Während das 'Rote Banner' noch bis mindestens zum August 1972 erschien (vgl. 8.8.1972) trott danach wieder der 'Chemiearbeiter' an dessen Stelle, der aber vermutlich stets auch bei Colgate-Palmolive verbreitet wurde.

Im Herbst 1973 beginnt auch der KBW mit der Agitation bei Colgate-Palmolive, allerdings offenbar ohne großen Erfolg (vgl. 26.9.1973, 24.10.1973, 7.11.1973, 22.11.1973, 5.12.1974), der RJVD des KABD dagegen geht auf die bekannte Palmolive-Werbung ein (vgl. Jan. 1974).

Bei den Betriebsratswahlen (BRW) 1975 ist dann eine oppositionelle Frauenliste, die vermutlich dem Kommunistischen Bundes (KB) nahestand, erfolgreich (vgl. 24.4.1975), wird aber heftig angegriffen (vgl. 3.9.1975, 14.10.1975, 18.12.1975).

Auf Seiten des Kommunistischen Bundes (KB) ist dann später vermutlich bei Colgate anstatt der Betriebszelle die Chemiefrauengruppe aktiv (vgl. 10.1.1977).

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

09.06.1970:
In Hamburg findet, laut KPD/ML-ZB, in einem chemischen Großbetrieb ein zweistündiger Warnstreik statt. Auch bei Beiersdorf, Colgate-Palmolive, Adretta und Leonar finden, nach einem Bericht der KPD/ML-ZB, die es schafft, alle diese Firmennamen falsch zu schreiben, Warnstreiks statt.

Die DKP berichtet, ohne Datumsangabe von Warnstreiks bei Adretta Altona, Leonar, Colgate, Beiersdorf, der Kupferhütte Ertel und Co. und der Norddeutschen Affinerie (NA).

Laut BPG Bonn streiken, rund 2 000 Arbeiter in einem Chemiegroßbetrieb zwei Stunden lang. Zu weiteren Streiks kommt es bei Beiersdorf, Colgate-Palmolive und Leonar.

Laut SALZ streiken 1 500 bis 2 000 der 3 000 Beschäftigten der Werke Eimsbüttel und Lokstedt von Beiersdorf (vgl. 10.6.1970), während bei Jurid im nahegelegenen Reinbek in Schleswig-Holstein die Bereitschaftspolizei auffährt.

Die KPD/ML-ZB berichtet später von der Chemietarifrunde (CTR - vgl. 5.6.1970, 10.6.1970):"
Der Bonze ENGELMOHR hat sich bereits im letzten Jahr bei den CHEMIETARIFVERHANDLUNGEN IN HAMBURG als übler Verräter hervorgetan: … schon am 9. Juni trafen in Westberlin Engelmohr von der IG Chemie und ein Vertreter der Hamburger Chemiekapitalisten zusammen. Sie vereinbarten noch für den selben Abend neue Gespräche. Währenddessen streikten in Hamburg mehrere tausend Kolegen bei Beiersdorf, Colgate Palmolive, Adretta und Leonar. Unter dem Druck der Streiks konnten die IG Chemie-Führer am Abend des 9. Juni nicht abschließen."
Quellen: Einheit Kritik Einheit Nr. 1, Hamburg Juli 1970; Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr. 2, Hamburg März 1971, S. 10;Arbeitermacht Nr. 3, Bonn o.J. (1970);Unsere Zeit Nr. 25, Essen 20.6.1970, S. *;Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 6 und 32, Bochum 15.6.1970 bzw. 28.4.1971, S. * bzw. S. 9f

Juli 1970:
Erstmals gibt der Kommunistische Arbeiterbund/Marxisten -Leninisten (KAB/ML) sein Zentralorgan 'Rote Fahne' (vgl. Aug. 1970) heraus. Es wird über eine Reihe von Streiks berichtet, u.a. im CPK-Bereich in Hamburg bei Beiersdorf und Colgate.
Q: Rote Fahne Nr. 1, Tübingen Juli 1970

01.08.1970:
In der Nr. 4 der 'Sozialistischen Betriebskorrespondenz' (vgl. 1.7.1970, 10.9.1970) wird u.a. über Streiks aus der Chemieindustrie in Hamburg (Adretta, Leonar, Beiersdorf und Colgate-Palmolive), bei denen bis zu 75Pf. und für Angestellte zwischen 104 und 120 DM erreicht wurden.
Q: Sozialistische Betriebskorrespondenz Nr. 4, Offenbach 1.8.1970

Februar 1971:
In Hamburg gibt die Betriebsgruppe des SALZ auf der Norddeutschen Affinerie (NA) erstmals ihre 'Arbeiterstimme' (vgl. März 1971) heraus. Es wird über die Kurzarbeit u.a. in Hamburg bei Colgate-Palmolive berichtet.
Q: Arbeiterstimme Nr. 1, Hamburg Feb. 1971, S. 1

05.02.1971:
Vor oder an diesem Tage gibt das SALZ Hamburg erstmals seine auf Februar datierte 'Kommunistische Arbeiter Zeitung' (KAZ - vgl. 10.2.1971) heraus. Aus der Hamburger Chemieindustrie wird berichtet vom Einstellungsstop bei Colgate-Palmolive.
Quelle: Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr. 1, Hamburg Feb. 1971, S. 6

19.05.1971:
In Hamburg gibt das SALZ ein Extrablatt seines 'Chemiearbeiters' (vgl. 11.5.1971, 27.5.1971) unter der Schlagzeile "Keine Nachgiebigkeit zeigen" heraus, welches sich mit der Chemietarifrunde (CTR), mit Beiersdorf, Colgate, RACAG und der Norddeutschen Affinerie (NA) befaßt.
Q: Der Chemiearbeiter Extrablatt Mai 1971, Hamburg 19.5.1971

27.05.1971:
In Hamburg gibt das SALZ ein Extrablatt seines 'Chemiearbeiters' (vgl. 11.5.1971, 7.6.1971) unter der Schlagzeile "Hamburger Chemiearbeiterschaft entschlossener denn je!" heraus, welches sich in einer Auflage von 12 500 mit der Chemietarifrunde (CTR) bzw. mit der IG-Chemieversammlung dazu am 25.5.1971 befaßt, auf der ein Betriebsrat von Palmolive "den Kapitalisten nach den Munde redete" und ausgepfiffen wurde, im Gegensatz zum Kollegen von Reichhold (RACAG), der von der dortigen Resolution für 11, 9% als Mindestforderung kündete. Aufgerufen wird: "Von den Kollegen bei Conti und Merck lernen!" zu Conti Hannover und Merck Darmstadt.
Q: Der Chemiearbeiter Extrablatt, Hamburg 27.5.1971

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07.06.1971:
Das SALZ Hamburg gibt die Nr. 4 seines 'Chemiearbeiters' (vgl. 27.5.1971, 22.6.1971) unter der Schlagzeile "Wachsamkeit erhöhen" zur Chemietarifrunde (CTR) heraus, der auch wird über Palmolive berichtet, u.a. über die Hitze. Berichtet wird auch über die Betriebsversammlung bei Palmolive.
Q: Der Chemiearbeiter Nr. 4, Hamburg 7.6.1971, S. 3f

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22.06.1971:
Das SALZ Hamburg gibt die Nr. 5 seines 'Chemiearbeiters' (vgl. 7.6.1971, 28.6.1971) unter der Schlagzeile "Streikfront aufbauen!" heraus mit Berichten auch über Palmolive.
Q: Der Chemiearbeiter Nr. 5, Hamburg 22.6.1971, S. 4

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23.06.1971:
Anläßlich der Chemietarifrunde (CTR - vgl. 22.6.1971, 24.6.1971) wird heute in Hamburg, laut SALZ, bei Beiersdorf und Colgate-Palmolive gestreikt, davon berichtet auch der KB/ML Flensburg (vgl. Juli 1971).
Q: Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr. 8, Hamburg 5.7.1971; Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr.3, Flensburg Juli 1971, S. 4

24.06.1971:
In Hamburg führt die IG Chemie, laut SALZ, eine Großkundgebung vor dem DGB Haus durch, an der u.a. Arbeiter von Colgate-Palmolive, Beiersdorf, Elida, RACAG, Columbia-Carbon, Kupferhütte Ertel-Biber und Leonar teilnehmen. Von der Norddeutschen Affinerie demonstrieren 2 000 zur Kundgebung (vgl. 23.6.1971, 25.6.1971).

Ab heute wird, laut BKA Freiburg, auch in der chemischen Industrie in Hamburg gestreikt.

Die DKP berichtet von der Chemietarifrunde (CTR) in Hamburg:"
Am Donnerstag, den 24.6.1971 hatten auch die 22 000 Beschäftigten der chemischen Industrie in Hamburg den aktiven Kampf um eine Lohnerhöhung von 11, 9% aufgenommen. IN SECHS FIRMEN WURDEN BEREITS AM ERSTEN TAG VON ÜBER 4 550 BESCHÄFTIGTEN KAMPFMASSMAHMEN VERSCHIEDENSTER ART DURCHGEFÜHRT. …IN DEN BETRIEBEN WURDEN DIE VERSCHIEDENEN FORMEN DES KAMPFES ANGEWANDT, SITZSTREIK, BEFRISTETER WARNSTREIK, VERLÄNGERUNG DER PAUSEN, VERSPÄTETER ARBEITSBEGINN, VERKÜRZUNG DER SCHICHTEN BIS ZUM LÄNGERFRISTIGEN STREIK."
Berichtet wird (s.u.) von Beiersdorf und der Norddeutschen Affinerie.

Es berichtet auch der KB/ML Flensburg (vgl. Juli 1971).
Q: Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr.3, Flensburg Juli 1971, S. 5; Kommunist Nr. 8, Hamburg Juli 1971, S. 6;Klassenkampf - Rhodia Extrablatt, Freiburg 24.6.1971, S. 2;Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr. 8, Hamburg 5.7.1971, S. 1ff

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25.06.1971:
In der chemischen Industrie Hamburgs beginnt, laut SALZ, der erste Vollstreik seit 50 Jahren, u.a. bei Colgate-Palmolive (vgl. 24.6.1971, 28.6.1971). das meint auch der KB/ML Flensburg (vgl. Juli 1971). Die DKP berichtet:"
Am 25.6. gingen die gewerblichen Arbeiter von Colgate Palmolive auf die Straße. Die Streikleitung hatte einen zweistündigen Streik vorgesehen. Die Geschäftsleitung drohte sofort mit Sanktionen gegen die streikenden Arbeiter. Daraufhin gingen die Arbeiter auf die Straße und demonstrierten zum Gewerkschaftshaus, wo sie weitere Kampfmaßnahmen beschlossen."
Q: Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr.3, Flensburg Juli 1971, S. 5; Kommunist Nr. 8, Hamburg Juli 1971, S. 6;Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr. 8, Hamburg 5.7.1971

28.06.1971:
Die DKP berichtet vermutlich aus dieser Woche von ihrem Eingreifen in die Chemietarifrunde (CTR) in Hamburg (vgl. 25.6.1971):"
Die DKP in Hamburg, die aktiv in der Lohnbewegung der Chemiearbeiter steht, erklärte in einem Flugblatt: 'Die Kollegen von Beiersdorf, von Palmolive, Adretta und anderen Betrieben haben den Unternehmern die richtige Antwort gegeben: Warnstreiks - sie haben mit ihren Warnstreiks die Kraft der Gewerkschaften voll ins Spiel gebracht. Dies ist die einzige Sprache, die die Unternehmer verstehen.'
Q: Kommunist Nr. 8, Hamburg Juli 1971, S. 6

28.06.1971:
Das SALZ Hamburg gibt die Nr. 6 seines 'Chemiearbeiters' (vgl. 22.6.1971, 30.6.1971) heraus unter der Überschrift "Alle Räder stehen still wenn dein starker Arm es will" mit Berichten über den Streik in den Hamburger Betrieben Adretta, Beiersdorf, Colgate-Palmolive, GEG, Norddeutsche Affinerie und RACAG.
Q: Der Chemiearbeiter Nr. 6, Hamburg 28.6.1971

29.06.1971:
In Hamburg wird heute, laut SALZ und SDA, bei Colgate, auf der Norddeutschen Affinerie und drei Stunden lang bei Beiersdorf gestreikt.
Q: Berliner Arbeiter Zeitung Nr. 6/7, Berlin o.J. (1971); Der Chemiearbeiter Nr. 7, Hamburg 30.6.1971, S. 1

30.06.1971:
Das SALZ Hamburg gibt die Nr. 7 seines 'Chemiearbeiters' (vgl. 22.6.1971, 2.7.1971)heraus unter der Überschrift "Lohnfragen sind Machtfragen" mit Berichten über den Streik u.a. bei Colgate-Palmolive.
Q: Der Chemiearbeiter Nr. 7, Hamburg 30.6.1971, S. 3

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Juli 1971:
Das SALZ Bremerhaven gibt die Nr. 11 seiner 'Arbeiterstimme' (vgl. Juni 1971, Aug. 1971) Berichtet wird über die Chemietarifrunde (CTR der CPK) u. a. in Hamburg (Adretta, Colgate, NA, Racag).
Q: Arbeiterstimme Nr. 11, Bremerhaven Juli 1971, S. 1ff

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02.07.1971:
Das SALZ Hamburg gibt die Nr. 8 seines 'Chemiearbeiters' (vgl. 30.6.1971, 6.7.1971) heraus unter der Überschrift "Auf in die 2. Streikwoche" mit Berichten über den Streik u.a. bei Colgate-Palmolive.
Q: Der Chemiearbeiter Nr. 8, Hamburg 2.7.1971, S. 3f

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06.07.1971:
Das SALZ Hamburg gibt die Nr. 9 seines 'Chemiearbeiters' (vgl. 2.7.1971, Aug. 1971) heraus unter der Überschrift "Der Kampf geht weiter!" mit Berichten von der Chemietarifrunde (CTR) in Hessen und Nordrhein sowie aus Hamburg von der Norddeutschen Affinerie, Beiersdorf, Colgate und GEG .
Q: Der Chemiearbeiter Nr.9, Hamburg 6.7.1971; Einheit Kritik Einheit Nr. 2/3, Hamburg 7.8.1971

August 1971:
Anfang August gibt das SALZ Hamburg die Nr.10 seines 'Chemiearbeiters' (vgl. 6.7.1971, 23.9.1971) heraus mit dem Leitartikel "Kapitalistische Tarifpolitik" zur Chemietarifrunde (CTR) und berichtet über Colgate:"
Bei Colgate wurden nach dem Streik alle Bänder schneller gestellt! Bestimmte Kollegen wurden strafversetzt!"
Q: Der Chemiearbeiter Nr. 10, Hamburg Aug. 1971, S. 3

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14.09.1971:
Das SALZ Hamburg gibt die Nr. 10 seiner 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' (vgl. 24.8.1971, 17.9.1971) für September heraus mit einer "Arbeiterkorrespondenz. Bericht eines Kollegen von: Colgate Palmolive".
Q: Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr. 10, Hamburg Sept. 1971, S. 20

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23.09.1971:
Vermutlich Mitte dieser Woche gibt das SALZ Hamburg die Nr. 11 seines 'Chemiearbeiters' (vgl. Aug. 1971, 22.10.1971) für September heraus. Berichtet wird im Leitartikel "Nicht kleinkriegen lassen!" von den Betriebsversammlungen bei der AFFI und bei Colgate-Palmolive, aber auch von Michelin Bad Kreuznach.

Berichtet wird auch von Colgate-Palmolive.
Q: Der Chemiearbeiter Nr. 11, Hamburg Sept. 1971, S. 1f und 6ff

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22.10.1971:
Heute gibt das SALZ Hamburg die Nr. 12 seines 'Chemiearbeiters' (vgl. 23.9.1971, 3.12.1971) für Oktober heraus. Berichtet wird auch von der Betriebsversammlung bei Colgate-Palmolive.
Q: Der Chemiearbeiter Nr. 12, Hamburg 22.10.1971, S. 6

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November 1971:
Innerhalb der Sympathisanten des SALZ an den Hamburger Hochschulen (SdS) wird vermutlich im November ein Papier zur Antifa verfaßt. Darin heißt es u.a. zur Chemietarifrunde (CTR) 1971, "bei den Chemie-Kämpfen in Hamburg läßt sich an vielfältigen Beispielen die Funktion der Gewerkschaft als besserer Polizei aufzeigen:
- als ein Streik bei Colgate begann, genügte EIN Anruf des Gewerkschaftssekretärs, um die Straße bis zum Gewerkschaftshaus abgesperrt zu bekommen."
Q: SdS: Antifa, Hamburg o. J. (1971)

Dezember 1971:
Der neugegründete KB gibt erstmals seinen 'Arbeiterkampf' als Arbeiterzeitung des KB heraus (vgl. Jan. 1972). Es wird auch berichtet über Colgate-Palmolive.
Q: Arbeiterkampf Nr. 13, Hamburg Dez. 1971

03.12.1971:
Heute gibt das SALZ Hamburg die Nr. 13 seines 'Chemiearbeiters' (vgl. 22.10.1971, 25.2.1972) für Dezember heraus. Berichtet wird auch von Colgate.
Q: Der Chemiearbeiter Nr. 13, Hamburg 3.12.1971, S. 9

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20.12.1971:
In Hamburg gibt die Betriebszelle Colgate-Palmolive des KB ihr 'Rotes Banner' Nr. 1 (vgl. 7.1.1972) in einer Auflage von 1 000 Stück heraus mit dem Leitartikel "Weiter so!" zur letzten Betriebsversammlung mit den Abschnitten:
- "Krisentöter Softlan?";
- "Einschüchterungsversuch missglückt";
- "Weg mit den Leichtlohngruppen"; und
- "Geschlossenheit und Einigkeit".

Berichtet wird:"
52 Kollegen sollen gekündigt werden. Das sind fast 10 % der gewerblichen Kollegen. Die Colgate-Bosse wollten uns damit einschüchtern. Das ist ihnen aber nicht gelungen.

Der Betriebsrat darf sich jetzt nicht auf Haarspaltereien um Einzelfälle einlassen, sondern er muß unsere Geschlossenheit unterstützen. Das heißt: grundsätzlich keine Zustimmung zu ALLEN Kündigungen!"

Der Artikel - "Zuckerbrot… und Peitsche" gliedert sich in die Abschnitte: - "Betriebsfest";
- "Teschendorf schleicht sich an" zur Borsigstraße;
- "Erschwerniszulage für Perückenkämmen" für die Betriebsrätin Danilowitz;
- "Kältearbeit";
- "Softlan - Knochenarbeit für Frauen";
- "Mief in Haarspray und flüssig";
- "Immer noch keine Ablösung der Frauen";
- "Quälerei in der Borsigstrasse";
- "Zwangsurlaub" über den Jahreswechsel;
- "Wir brauchen einen 2. Werkbus"; und
- "Radio verboten".

Weitere Artikel sind:
- "Ungeborenes wird geschützt - Lebendes wird ausgenützt" zum § 218;
- "Fussball: Geldjäger vor"; sowie
- "Warum diese Zeitung?". Darin heißt es u.a."
Die Betriebszeitung Rotes Banner soll auch häufiger erscheinen. Die Zustände bei Colgate sollen genau ausgeleuchtet werden. Die Maßnahmen von Geschäftsleitung, Betriebsrat und Gewerkschaft werden unter die Lupe genommen. Der Chemiearbeiter erscheint aber trotzdem noch. Rotes Banner wird von den Kollegen geschrieben, die alle bei Colgate arbeiten … Rotes Banner bringt auch politische Artikel, die die politische Lage der Arbeiterklasse betreffen … Die Kolleginnen und Kollegen, die diese Betriebszeitung herausgeben sind Mitglieder und Sympathisanten des Kommunistischen Bundes (KB). Das SALZ und der KAB (Kommunistischer Arbeiterbund) haben sich vor kurzem zum KB zusammengeschlossen. Organisationen aus Flensburg, Bremerhaven, Eutin, Lübeck, Oldenburg, Frankfurt, Stade haben sich auch dem Kommunistischen Bund angeschlossen."
Q: Rotes Banner Nr. 1, Hamburg 20.12.1971; Arbeiterkampf Nr. 14, Hamburg Jan. 1972

07.01.1972:
In Hamburg gibt die Betriebszelle Colgate-Palmolive des KB ihr 'Rotes Banner' Nr. 1 (vgl. 20.12.1971, 21.3.1972) in einer Auflage von 1 000 Stück heraus mit dem Leitartikel "Achtung, Betriebsrätewahl vorbereiten!" zu den BRW.

Weitere Artikel sind:
- "Danilowitz außen vor";
- "Schadow - Teschendorf - Holst - Eine Hand wäscht die andere";
- "BVG unter Dach und Fach";
- "Verschärfte Angriffe auf unsere Rechte"; sowie
- "Bürgerkriegsübungen gegen die Arbeiterklasse" zur Polizei bzw. der RAF.
Q: Rotes Banner Nr. 1, Hamburg 20.12.1971

25.02.1972:
Der KB/Gruppe Hamburg gibt seinen 'Chemiearbeiter' Nr. 14 (vgl. 3.12.1971, 30.3.1972) heraus und berichtet u.a. von den Folgen der Krise bei Colgate. Angegriffen werden die Leute in den entscheidenden Positionen der Betriebsräte von Phoenix, Affi, Beiersdorf, Colgate und Reichhold.
Q: Der Chemiearbeiter Nr. 14, Hamburg 25.2.1972, S. 5 und 11

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21.03.1972:
In Hamburg gibt die Betriebszelle Colgate-Palmolive des KB ihr 'Rotes Banner' Nr. 3 (vgl. 7.1.1972, 8.8.1972) in einer Auflage von 1 000 Stück heraus unter der Schlagzeile "Nicht länger übers Ohr hauen lassen!" zu den Betriebsratswahlen (BRW).
Q: Rotes Banner Nr. 3, Hamburg 21.3.1972

25.04.1972:
Der KB/Gruppe Hamburg gibt die Nr. 16 seines 'Chemiearbeiters' (vgl. 30.3.1972, 23.5.1972) heraus. Geschildert wird die "Parteipolitik in den Gewerkschaften" und festgestellt: "Partei-Politiker dulden keine Kritik!" wobei berichtet wird von Beiersdorf, aber auch von Mahlein und der Lübecker DruPa sowie von Reichhold (RACAG), Colgate und Norddeutsche Affinerie.
Q: Der Chemiearbeiter Nr. 16, Hamburg 25.4.1972, S. 3f

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Mai 1972:
Der KB gibt die Nr. 18 seines 'Arbeiterkampf' (AK vgl. Apr. 1972, Juni 1972) heraus und berichtet auch von Colgate Palmolive.
Q: Arbeiterkampf Nr. 18, Hamburg Mai 1972

23.05.1972:
In Hamburg gibt der KB die Nr. 17 seines 'Chemiearbeiters' (vgl. 25.4.1972, Juli 1972) heraus mit dem Leitartikel "Betriebsräte gewählt. Was nun?" zu den Betriebsrätewahlen (BRW) bei Phoenix, Colgate, Beiersdorf und Reichhold.
Q: Der Chemiearbeiter Nr. 17, Hamburg 23.5.1972, S. 4

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21.06.1972:
Im 'Klassenkampf' Nr. 22 (vgl. 19.6.1972, 31.6.1972) berichtet der BKA Freiburg aus Hamburg u.a. vom Sitzstreik (130 Teilnehmer) bei Colgate.
Q: Klassenkampf Nr. 22, Freiburg 21.6.1972, S. 6f

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08.08.1972:
In Hamburg gibt die Betriebszelle Colgate-Palmolive des KB ihr 'Rotes Banner' Nr. 7 (vgl. 7.1.1972) in einer Auflage von 500 Stück heraus mit dem Leitartikel "Wir müssen uns organisieren", der sich gliedert in die Abschnitte:
- "Springerproblem";
- "Hitzearbeit";
- "Gesundheitsschutz?";
- "Krach untereinander"; und
- "Die ersten Ansätze".

Weitere Artikel sind:
- "Unsere Aufgabe: Gemeinsam etwas unternehmen"; und
- "Einheitsfrontlied".
Q: Rotes Banner Nr. 7, Hamburg 8.8.1972

Oktober 1972:
Der KB gibt die Nr. 22 seines 'Arbeiterkampf' (AK - vgl. Sept. 1972, Nov. 1972) heraus. Aus Hamburg wird auch berichtet von Colgate Palmolive.
Q: Arbeiterkampf Nr. 22, Hamburg Oktober 1972

31.01.1973:
Der KB/Gruppe Hamburg gibt die Nr. 19 seines 'Chemiearbeiters' (vgl. Juli 1972, 21.2.1973) der sich im Leitartikel "Chemie-Tarifrunde '73: 'Magische Zahl': 8, 5 %?" mit der Chemietarifrunde (CTR) 1973 u.a. bei Beiersdorf, Colgate-Palmolive und der Norddeutschen Affinerie befaßt.
Q: Der Chemiearbeiter Nr. 19, Hamburg Feb. 1973, S. 4

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21.02.1973:
Der KB/Gruppe Hamburg gibt die Nr. 20 seines 'Chemiearbeiters' (vgl. 31.1.1973, 22.2.1973) heraus. Berichtet wird von Colgate-Palmolive über "Tricks und Nackenschläge" zur Chemietarifrunde (CTR).
Q: Der Chemiearbeiter Nr. 20, Hamburg Feb. 1973, S. 6

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27.03.1973:
Der KB/Gruppe Hamburg gibt die Nr. 22 seines 'Chemiearbeiters' (vgl. 22.2.1973, 30.3.1973) heraus. Dokumentiert werden die CTR-Forderungen von Reichhold, Beiersdorf, Promonta, Norddeutsche Affinerie, Colgate, Jurid-Werke, Uni-Chema und Agfa.

Berichtet wird auch von der DAG bei Colgate-Palmolive.
Q: Der Chemiearbeiter Nr. 22, Hamburg März 1973, S. 7 und 9ff

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Mai 1973:
Der KB/Gruppe Hamburg gibt die Nr. 26 seines 'Chemiearbeiters' (vgl. 19.4.1973, 11.5.1973) heraus mit dem Artikel "Die neuen Löhne in Hamburg" mit Berichten über Affi, Beiersdorf, Colgate und Reichhold.
Q: Der Chemiearbeiter Nr. 26, Hamburg Mai 1973, S. 11

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Juni 1973:
Der KB/Gruppe Hamburg gibt die zweite Nr. 27, also vermutlich die Nr. 28, seines 'Chemiearbeiters' (vgl. 11.5.1973, Juli 1973) heraus, der uns bisher nur unvollständig vorlag und sich im Leitartikel "Nach der Tarifrunde Sommerpause?" mit der Chemietarifrunde (CTR) befasst und berichtet von Affi, Reichold und Colgate.
Q: Der Chemiearbeiter Nr. 27b, Hamburg Juni 1973, S. 3f

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26.09.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr. 3 verkauft die OG Hamburg des KBW bei Colgate 1 Exemplar.
Q: KBW-OG Hamburg: KVZ-Verkaufsstatistik Nr. 3, Hamburg 7.10.1973

24.10.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr. 5 verkauft die OG Hamburg des KBW bei Colgate 3 Exemplare.
Q: KBW-OG Hamburg: Statistik / KVZ Nr. 5, Hamburg 11.11.1973; KBW-OG Hamburg: Statistik KVZ Nr. 6, Hamburg 21.11.1973

07.11.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr. 6 verkauft die OG Hamburg des KBW bei Colgate 3 Exemplare.
Q: KBW-OG Hamburg: Statistik KVZ Nr. 6, Hamburg 21.11.1973

22.11.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr. 7 verkauft die KBW OG Hamburg bei Colgate kein Exemplar.
Q: KBW-OG Hamburg: Statistik KVZ Nr. 7, Hamburg 7.12.1973

05.12.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr. 8 verkauft die KBW OG Hamburg bei Colgate 1 Exemplar.
Q: KBW-OG Hamburg: Statistik KVZ Nr. 8, Hamburg 17.12.1973

Januar 1974:
Der RJVD des KABD (vgl. Jan. 1974) berichtet diesen Monat:"
WAS UNS DURCH WERBUNG SO ALLES VERKAUFT WERDEN SOLL

'Wir wollen das Beste unserer Kunden - ihr Geld', so lautet das heimliche Motto aller Werbemanager, Verkaufsförderer, Marketingspezialisten und wie sich die Herren sonst noch nennen, die sich im Auftrag der Unternehmer den Kopf darüber zerbrechen, wie man die Ware an den Mann bringt. Die genialen Einfälle dieser Herren sind jedem bekannt. Man braucht nur mal früh das Radio einzuschalten: 'Hier ist die bayrische Rundfunkwerbung.' Und dann geht's los: Die Arielreporterin unterwegs, Meister Proper mit Zitronenduft, ich gehe meilenweit, die Milch von glücklichen Kühen. Genau das Gleiche in jeder Zeitung, an den Litfaßsäulen und im Fernsehen. Wer hat sich über den ganzen Schwachsinn nicht schon irgendwann mal aufgeregt?

Die Reklameprofis wissen natürlich, daß ihr ganzer Zirkus den Leuten auf die Nerven fällt. Aber dagegen wissen sie Rat. Ihre erfolgreichste Masche ist nach wie vor der Sex. Für jedes Stück Seife, für jedes Schaumbad, das verkauft werden soll, ein paar halbnackte Mädchen zur Garnierung. Den sonst um unsere Moral so besorgten Unternehmern kommt es auf einen nackten Busen mehr oder weniger nicht an, wenn sich dadurch ihre Waren besser verkaufen lassen. Ihre zweideutigen Werbetexte werden in letzter Zeit auch immer eindeutiger: 'Nogger dir einen!' empfehlen uns die Langnese-Bosse.

Das ebenso reaktionäre Gegenstück zur 'Nackte-Mädchen-Masche': Die biedere Hausfrau, deren höchstes Glück das weißeste Weiß ihres Lebens ist. Ihr Horizont beschränkt sich auf Vor- und Hauptwaschgang, und sie wird vom schlechten Gewissen geplagt, wenn sie einmal das Weichspülmittel, auf das man nicht verzichten kann, vergesen hat.

Daß es den Weißmachern aus den Werbebüros nur auf die Rrrrriesenkaufkraft von Millionen Hausfrauen ankommt, ist klar. Die Reklame hilft also den Kapitalisten, möglichst viel von seiner Ware gewinnbringend zu verkaufen.

Die Werbung macht aber noch viel mehr. Sie verkauft uns gleichzeitig ein ganz bestimmtes Bild von der Gesellschaft, in der wir leben. Wie sieht diese Gesellschaft aus? Da gibt es einmal eine Masse von Menschen, die Arbeiter und Angestellten also. Auf der anderen Seite die Unternehmer und 'ihre' Waren. Undnun der springende Punkt: Die Unternehmer ermöglichen uns mit Hilfe ihrer Produkte ein herrliches Leben!

Sollte jemand der Ansicht sein, daß es die Arbeiter und Angestellten sind, die durch ihre Arbeit den oberen Zehntausend ein Leben in Luxus und Freiheit ermöglichen, dem wird hier klargemacht, daß es genau umgekehrt ist. Mit jeder Anzeige, die in Millionenauflage in der Zeitung erscheint, mit jedem Werbespot, der durch Radio und Fernsehen in jede Wohnung gebracht wird. Alles Gute kommt eben von oben.

Sie geben uns die 'Frische für den ganzen Tag', schenken uns 'Genuß im Stil der neuen Zeit' und lassen uns 'Freiheit und Abenteuer' spüren. Jawohl! Die Unternehmer opfern sich für uns auf und schaffen uns ein sorgloses Leben im Wohlstand. Neckermann macht's möglich! Arendt ist für alle da! Witt Weiden macht es wahr!

Diese Werbung hilft nicht nur dem Palmolive-Konzern, den Sunlicht- oder Reemtsma-Bossen, ihren Profit zu erhöhen. Diese Werbung nützt der ganzen Kapitalistenklasse, weil sie die Herrschaft der Kapitalisten vertuscht, weil sie die Wirklichkeit auf den Kopf stellt."
Q: Rebell Nr. 1, Tübingen Jan. 1974, S. 5

04.03.1975:
Die KB/Gruppe Hamburg gibt ihre 'Unsere Stadt' Nr. 6 (vgl. 14.1.1975, 30.4.1975) heraus mit dem Artikel "Betriebsräte-Wahlen in der Hamburger Chemieindustrie" zu den BRW bei Beiersdorf, Colgate, Hoechst und Norddeutsche Affinerie, vom Chemiekomitee.
Q: Unsere Stadt Nr. 6, Hamburg 4.3.1975, S. 13

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24.04.1975:
Bei den Betriebsratswahlen (BRW) am 24./25.4. beim Hamburger Chemiebetrieb Colgate-Palmolive erreicht, laut KB, die linke Liste Frauen 37% der Stimmen und damit zwei Sitze. Davon berichtet auch die SAG.
Q: Arbeiterkampf Nr. 60 und 65, Hamburg 29.4.1975 bzw. 19.8.1975, S. 32 bzw. S. 12ff; Klassenkampf Nr. 48, Frankfurt 17.6.1975

03.09.1975:
Der KB/Gruppe Hamburg gibt die Nr. 45 seines 'Chemiearbeiters' (vgl. 3.4.1975, 18.12.1975) heraus mit dem Artikel "Solidarität mit der 'Liste Frauen' bei Colgate-Palmolive".
Q: Der Chemiearbeiter Nr. 45, Hamburg 3.9.1975, S. 12

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14.10.1975:
Die KB/Gruppe Hamburg gibt ihre 'Unsere Stadt' Nr. 11 (vgl. 16.9.1975) heraus mit dem Artikel "Colgate: Fristlose Kündigung einer linken Betriebsrätin", von der Betriebszelle Colgate.
Q: Unsere Stadt Nr. 11, Hamburg 14.10.1975, S. 7

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06.12.1975:
Laut KB treffen sich in Hamburg mehr als 3 000 Menschen, die einem Aufruf mehrerer Betriebsräte, Jugendvertreter und gewerkschaftlicher Kollegengruppen gefolgt waren, zu einer Veranstaltung "Gegen kapitalistische Krisenpolitik - die Einheit verstärken!"
Dazu heißt es u.a.:"
Einheitlichkeit bestand auch in der Auffassung, daß KPD und KPD/ML nicht zu den Kräften zu zählen sind, mit denen man zusammenarbeiten kann."

Es waren Betriebsräte anwesend von:
- Reynolds/Hamburger Aluminium Werke Hamburg,
- Hanomag-Henschel Hamburg,
- Texaco Hamburg
- Opel Bochum,
- Philips-Elektronik Hamburg,
- Hamburger Hafen und Lagerhaus Aktiengesellschaft (HHLA) Hamburg,
- Gesamt-Hafenbetrieb (GHB) Hamburg,
- Colgate-Palmolive Hamburg,
- Schenker Hamburg.
Ebenfalls vertreten waren die GOG Opel Bochum und das IKAH Hamburg.

Die Dokumente der Veranstaltung werden als Broschüre (vgl. Apr. 1976) veröffentlicht.

Laut AB wurde von Kollegen und Betriebsräten von Reynolds Hamburg, Pierburg Neuß, Texaco Hamburg, Hanomag Hamburg, Opel Bochum, Philips-Elektronik Hamburg, HHLA Hamburg, GHB Hamburg, Schenker Hamburg, Colgate Hamburg, Iduna Hamburg und dem Arbeitskreis Transport Hamburg sowie Jugendvertretern bzw. Jugendlichen von Conz Hamburg, HDW Hamburg und Kiel, MBB Hamburg, AEG Hamburg, Rheinstahl-Eggers-Kehrhahn (REK) Hamburg, Telefonbau und Normalzeit (T+N) Hamburg, Hauni Hamburg, Vidal Hamburg und dem Gesamtschülerrat der Gewerblichen Berufsschule für Maschinenbau Hamburg aufgerufen. Laut AB beteiligen sich 3 000 bis 4 000, u.a. auch Delegationen aus Süddeutschland, z.B. vom Münchner Merkur (MM) aus München.

Laut SAG besuchen 4 000 bis 5 000 die Veranstaltung in den Messehallen, zu der Betriebsräte von Reynolds Hamburg, Colgate Palmolive Hamburg, Texaco Hamburg, Hanomag Hamburg, Opel Bochum und Pierburg Neuß eingeladen hatten.

Aufgerufen wurde vom KB auch im Druckbereich (vgl. 3.12.1975) und im Hafen (vgl. 4.12.1975) sowie in Göttingen (vgl. 3.12.1975).

Berichtet wird auch durch die GIM Düsseldorf.
Q: Klassenkampf Nr. 52, Frankfurt 15.12.1975; Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 76/77, München 14.12.1975;Arbeiterkampf Nr. 71, Hamburg 21.12.1975, S. 24;Barrikade Nr. 13, Göttingen 3.12.1975, S. 8;Der Hafenarbeiter Nr. 6, Hamburg 4.12.1975, S. 7f;Dokumente Betriebsräte Veranstaltung Hamburg, 6.Dezember 1975, Hamburg Apr. 1976;Der Druckarbeiter Nr. 6, Hamburg 3.12.1975, S. 5ff und 12;Was tun im Betrieb für die Beschäftigten der Düsseldorfer Metallbetriebe Wird Daimler-Benz geschlossen?, Düsseldorf Jan. 1976, S. 4f

18.12.1975:
Der KB/Gruppe Hamburg gibt die Nr. 47 seines 'Chemiearbeiters' (vgl. 3.9.1975) heraus mit dem Artikel "Colgate-Palmolive: Massive Angriffe auf die Liste 'Frauen'".
Q: Der Chemiearbeiter Nr. 47, Hamburg 18.12.1975, S. 5f

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10.01.1977:
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr. 96 (vgl. 13.12.1976, 24.1.1977) heraus. Die Chemiefrauengruppe berichtet u.a. über Beiersdorf, Colgate-Palmolive und Severa.
Q: Arbeiterkampf Nr. 96, Hamburg 10.1.1977

Letzte Änderung: 18.07.2017