Hamburg - Gruner und Jahr

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder


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Hier werden nur wenige Dokumente vorgestellt. Wir bitten um Ergänzungen. Separat dokumentiert werden die 'Informationen' bzw. danach der 'Rotdruck' der Kommunistischen Gruppe Hamburg bzw. dann des KBW

Aktiv bei Gruner & Jahr war auch die KPD, die in der Hamburger Druckindustrie damals ansonsten vor allem durch ihre Zelle Springer von sich reden zu machen trachtete, aber auch wiederholt von Gruner und Jahr berichtete (vgl. Jan. 1973, 31.1.1973), wo während der Drucktarifrunde 1973 ohne den Segen der Gewerkschaft gestreikt worden zu sein scheint (vgl. 9.4.1973) berichtet. Auch an der großen Hamburger Druckerdemonstration im Frühjahr 1973 beteiligen sich offenbar Beschäftigte von Gruner und Jahr (vgl. 11.4.1973), ohne dass hier genauerer Aufschluss über deren Abteilungen oder Betriebsteile bzw. Produktionsstätten wie Hamburg-Satz, Hamburg-Studio, Redaktionen oder gar Itzehoe gegeben werden könnte.

In Folge solchen offenen Aufruhrs kommt es offenbar auch bei Gruner und Jahr Hamburg zu Entlassungen und Gewerkschaftsausschlüssen, wovon auch der sich damals dort zu verankern versuchende KBW betroffen scheint (vgl. Juni 1973, 3.6.1974), von dem aber derzeit hier fast (vgl. 26.11.973) nur die für den örtlichen Betriebsverkauf durchaus überdurchschnittlichen Verkaufszahlen des Zentralorgans (vgl. 26.9.1973, 10.10.1973, 24.10.1973, 7.11.1973, 22.11.1973, 5.12.1973) und wenige Ausgaben seiner Betriebszeitung (vgl. Juni 1973, 28.8.1973, 13.9.1973, 18.9.1973, 16.10.1973, 6.11.1973, 7.12.1973) dokumentiert werden können.

Aktiv bei Gruner wurden vermutlich auch die Alternative von Hamburger DruPa-Mitgliedern (vgl. Mai 1974, 10.6.1974, Aug. 1974, 30.9.1974) sowie auch der KB (vgl. 24.2.1975, Juli 1977).

Auch gar in den örtlich ansässigen Redaktionen der Regenbogenpresse des Gruner und Jahr-Verlags scheint es in den folgenden Jahren zum Aufbegehren zu kommen (vgl. 28.8.1974, Feb. 1975), aber auch bei den Produzenten der platten papiernen Propaganda (vgl. 2.2.1976), nicht zuletzt bei den auf die wohlfeile Versprechung einer vermeintlich sicheren Zukunft hin sich der Ausbildungsfron unterwerfenden SetzerInnen, die sich arg düpiert dünken könnten, setzt doch nun die Jugendarbeitslosigkeit vermutlich auch in dieser einst so prima prosperierenden Branche ein (vgl. 5.3.1976). Was nimmt es also Wunder, dass sich die Beschäftigten der Hamburger Betriebsstätten von Gruner und Jahr auch in den kommenden Drucktarifrunden 1976 (vgl. 19.4.1976) und 1977 (vgl. 28.11.1977), zum Abschluss dieser freilich wie immer völlig unvollständigen Darstellung, das Recht auf Ausstand nicht beschneiden lassen möchten.

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

Mai 1971:
Die Rote Druckerei-Arbeitergruppe München der KPD/ML-ZK (vgl. Juni 1971) berichtet vermutlich aus dem Mai von den 20 Entlassungen bei G+J Unterföhring und der verschärften Arbeitshetze bei G+J München sowie über den GBR, u.a. anhand, vermutlich dessen, 'Standpunkt':"
DER GESAMTBETRIEBSRAT VERTRITT DIE INTERESSEN DER GRUNER UND JAHR-BOSSE

20 Kollegen rausgeschmissen, für die Masse der Arbeiter und kleinen Angestellten verschärfte Ausbeutung! - Man sollte meinen, daß in dieser Situation der Gesamtbetriebsrat auf den Plan tritt, um für die Interessen der Kollegen einzutreten. Man sollte meinen, daß er alles tun wird, um den Kampf der Kollegen zur Verteidigung ihrer Lebensinteressen gegen die Profitgier der Kapitalisten zu organisieren. Das sollte man meinen. Der Gesamtbetriebsrat aber meint offensichtlich, daß es vor allem darauf ankommt, es sich mit den Gruner und Jahr-Bossen nicht zu verderben. Ihm geht es vor allen Dingen um die bequemen und mit zahlreichen Privilegien ausgestatteten Pöstchen. Darum versuchen sie alles, um den Kollegen Sand in die Augen zu streuen. Sie finden schöne Worte, um die skrupellose Ausbeutungsstrategie der Gruner und Jahr-Bosse zu rechtfertigen. Die Auswirkungen die die Profitgier der Bosse für die Arbeiter hat, versuchen sie auf Teufel komm raus zu verharmlosen. Sie tun so, als sei es für einen Arbeiter gar nicht so wichtig, wenn er seinen Arbeitsplatz verliert. Der Kommentar des Gesamtbetriebsrats zu den Entlassungen:

'SIE WERDEN SICH ÜBERS ARBEITSAMT EINEN NEUEN JOB SUCHEN MÜSSEN. IN MÜNCHEN WIRD IHNEN DAS WOHL NICHT SCHWERFALLEN.' (Standpunkt 2/1971)

So einen Zynismus kriegt man in dieser Offenheit selbst von den Kapitalisten selten zu hören. Dieses bestochene Pack ist in seiner eilfertigen Arschkriecherei ängstlicher als der Papst. Auch wenn es bis zu den Betriebsratswahlen noch ein Jahr hin ist, dürfte jetzt schon klar sein: DIESER GESAMTBETRIEBSRAT MUSS WEG!"
Quelle: Der Druckerei Arbeiter Nr. 2/3, München Juni 1971, S. 5f

Januar 1973:
Das Regionalkomitee Wasserkante der KPD gibt - wahrscheinlich lediglich in Hamburg - einen 'Rote Fahne' Sonderdruck zur Drucktarifrunde heraus, in dem außer auf den DruPa Ortsverein Hamburg auch auf die Hamburger Druckbetriebe Springer, Auer, Broschek, Bauer, Gruner und Jahr und Repro 68 eingegangen wird.
Q: Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 2, Dortmund o.J. (1973), S. 16

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31.01.1973:
Die KPD berichtet in der Nr. 5 ihrer 'Roten Fahne' (RF - vgl. 24.1.1973, 7.2.1973) aus Hamburg aus der DruPa (Auer, Bauer, Broschek, Springer, Gruner und Jahr, Repro 68).
Q: Rote Fahne Nr. 5, Dortmund 31.1.1973, S. 4

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09.04.1973:
Die KPD berichtet von der Drucktarifrunde (DTR) aus Hamburg über die heutige Delegiertenversammlung der DruPa auch:"
Nicht Streik nach irgendwelchen von der Zentralen Streikleitung ausgedachten 'Schwerpunkten', d.h. wo es den Kapitalisten nicht so weh tut, sondern Vollstreik überall, war die Forderung.

Dementsprechend wurde auch das Gejammer des Vorstands heftig angegriffen, als er darüber klagen wollte, daß bei Gebr. Sülter, bei Gruner und Jahr (G+J,d.Vf.) und Springer (Ahrensburg) ohne die 'Schwerpunkte' der 'Zentralen Streikleitung' abzuwarten, gestreikt wurde. Deutlich wurde das Bemühen der Gewerkschaftsführer, in dieser Situation, wo sie sich der Entschlossenheit der Kollegen gegenübersahen, wenigstens soviel Einfluß zu behalten, um dann im entscheidenden Augenblick abwiegeln zu können."
Q: Rote Fahne Nr. 15, Dortmund 11.4.1973, S. 5

09.04.1973:
Die Kommunistische Gruppe Hamburg gibt vermutlich heute ein Extra ihrer 'Tarifkampfinformation für die Kollegen der Graphischen Industrie Hamburg' (vgl. 7.4.1973, 10.4.1973) zur Drucktarifrunde (DTR) unter der Schlagzeile "Jetzt die Streikfront ausweiten!" heraus, in dem vom Streik bei Springer, Auer und Gruner & Jahr ab 17 Uhr berichtet wird.
Q: Tarifkampfinformation für die Kollegen der Graphischen Industrie Hamburg Extra Jetzt die Streikfront ausweiten!, Hamburg o. J. (1973)

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10.04.1973:
Die Kommunistische Gruppe Hamburg gibt heute ein Extra ihrer 'Tarifkampfinformation für die Kollegen der Graphischen Industrie Hamburg' (vgl. 9.4.1973, 11.4.1973) zur Drucktarifrunde (DTR) unter der Schlagzeile "Delegiertenversammlung: Vollstreik beschlossen!" in einer Auflage von 3 000 Stück heraus, in dem vom Streik bei Gruner & Jahr, Auer und Sülter sowie bei Springer in Hamburg und Ahrensburg berichtet wird.
Q: Tarifkampfinformation für die Kollegen der Graphischen Industrie Hamburg Extra Delegiertenversammlung: Vollstreik beschlossen!, Hamburg 10.4.1973

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11.04.1973:
Die KPD berichtet von der Drucktarifrunde (DTR):"
Die Drucker in Hamburg reagierten richtig auf den Abschluß: Am Morgen danach zogen sie auf die Straße, um gegen den Verrat zu demonstrieren.

Über diese Aktion berichten die Hamburger Genossen:

'Mahlein weg! Hat kein Zweck!'

Unter dieser Parole demonstrierten am 11.4. Kollegen von Broschek, Springer, Gruner und Jahr (G+J,d.Vf.), Auer und Bauer. Empört über den Abschluß der Tarifkommission bei 10,8 Prozent hatten sich die Kollegen von Broschek und Lehrlinge von der Berufsschule bei Springer eingefunden. Gemeinsam zogen sie durch die Innenstadt zu Auer und zum Bauer-Verlag, wo die Kollegen bereits auf den Demonstrationszug warteten. Von dort ging es zum Gewerkschaftshaus. Wolf wurde aufgefordert, sich den Fragen der Kollegen zu stellen. Die Demonstrationsteilnehmer waren nicht bereit, irgendwelche Delegationen verhandeln zu lassen, sondern zogen alle in den Saal.

Wolf blieb nichts anderes übrig, als sich zu stellen. Auf die Fragen hatte er nichts anderes zu tun, als den Kollegen die bereits bekannten Tatsachen über den Verlauf der Tarifauseinandersetzungen zu schildern. Die Kollegen unterbrachen ihn wiederholt mit den Ausrufen: 10,8 Prozent sind zu wenig. Die Forderung der Anwesenden nach einer Mitgliederversammlung mit Stimmrecht aller noch vor der Urabstimmung, wurde mit dem in diesen Fällen üblichen Hinweis auf die Satzung abgewiegelt. Der Hamburger Vorstand will darüber beraten, ob am Sonntag eine außerordentliche Delegiertenversammlung stattfindet.

Beispielhaft zeigte ein Redner der Demonstranten auf: Die Mitglieder hatten für 40 DM gestimmt, 13 Prozent wurde als Forderung aufgestellt, alle haben für 13 Prozent gestreikt und bei 10,8 Prozent wurde abgeschlossen. Auf die Erklärung Wolfs, es habe in der ganzen Geschichte der Tarifbewegung immer einen niedrigeren Abschluß als die ursprüngliche Forderung gegeben, wurde zu recht erwidert, dann werde es Zeit, daß sich das ändert.

Auf die Frage nach der Laufzeit des neuen Vertrages hüllt Wolf sich wohlweislich in Schweigen. Vier Wochen meinte einer im Hinblick auf die ständigen Preissteigerungen und den niedrigen Abschluß.

Schwerpunktstreiks, die Wolf als überaus schwierig, aber zugleich als überaus wirkungsvoll darstellte, waren in vielen Fällen nichts anderes, als verlängerte Frühstückspausen. Die Nadelstichtaktik der Gewerkschaftsführung kitzelt die Unternehmer nur und bringt sie zum Lachen.

Wolfs unternehmerfreundliche Politik wurde auch gegenüber den Lehrlingen deutlich. Anstatt sich mit ihrem Streik zu solidarisieren, wies er darauf hin, daß ihr Streik nicht legal und gegen die Schulverfassung gerichtet sei. Die Broschek-Kollegen berichteten von einer Resolution, die sie verabschiedet haben. Sie drückten ihre Empörung über den 10,8 Prozent-Abschluß und die Auflösung der Streikleitung bei Broschek direkt nach dem Abschluß aus. Sie forderten für sich und alle Betriebe sofort außerordentliche Betriebsversammlungen."
Q: Rote Fahne Nr. 16, Dortmund 18.4.1973, S. 4; Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 3, Dortmund Mai 1973, S. 15

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Juni 1973:
Die Gewerkschaftsabteilung beim ZK der KPD gibt die Nr. 4 ihrer 'Revolutionären Gewerkschaftsopposition' (RGO - vgl. Mai 1973, Aug. 1973) heraus. Aus Hamburg wird berichtet von politischen Entlassungen und Gewerkschaftsausschlüssen im Bereich der DruPa, wobei u.a. die Betriebe, Auer, Bauer, Broschek, Gruner und Jahr und Springer (vgl. 11.5.1973) sowie die KG Hamburg des KBW erwähnt werden.
Q: Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 4, Dortmund Juni 1973, S. 24

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Juni 1973:
Das Branchenkollektiv Druck der Kommunistischen Gruppe Hamburg gibt vermutlich im Juni seine 'Informationen für die Kollegen bei Gruner & Jahr' (vgl. 4.9.1973, 21.9.1973) unter der Schlagzeile "Betriebsversammlung in Itzehoe: Außer Spesen nichts gewesen?" heraus.
Q: Informationen für die Kollegen bei Gruner & Jahr Betriebsversammlung in Itzehoe: Außer Spesen nichts gewesen?, Hamburg o. J. (1973)

28.08.1973:
Das Branchenkollektiv Druck der Kommunistischen Gruppe Hamburg gibt seine 'Informationen für die Kollegen bei Gruner & Jahr' (vgl. Juni 1973, 13.9.1973) in einer Auflage von 1400 Stück unter der Schlagzeile "Vielen Dank, Herr Schulte-Hillen…" zur freiwillig gezahlten Teuerungszulage (TZL) von einmalig 200 DM heraus. Enthalten ist auch ein "Streikbericht: Opel Bochum".
Q: Informationen für die Kollegen bei Gruner & Jahr Vielen Dank, Herr Schulte-Hillen…, Hamburg 28.8.1973

13.09.1973:
Das Branchenkollektiv Druck der Kommunistischen Gruppe Hamburg gibt seine 'Informationen für die Kollegen bei Gruner & Jahr' (vgl. 28.8.1973, 18.9.1973) in einer Auflage von 1000 Stück unter der Schlagzeile "Kampf den Rationalisierungsmassnahmen" heraus.
Q: Informationen für die Kollegen bei Gruner & Jahr Kampf den Rationalisierungsmassnahmen, Hamburg 13.9.1973

18.09.1973:
Das Branchenkollektiv Druck der Kommunistischen Gruppe Hamburg gibt seine 'Informationen für die Kollegen bei Gruner & Jahr' (vgl. 13.9.1973, 16.10.1973) vermutlich heute unter der Schlagzeile "Solidarität mit den Kollegen der Bubi!" heraus.
Q: Informationen für die Kollegen bei Gruner & Jahr Solidarität mit den Kollegen der Bubi!, Hamburg o. J. (1973)

26.09.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr. 3 verkauft die OG Hamburg des KBW bei Gruner und Jahr (G+J) Studio 5 Exemplare.
Q: KBW-OG Hamburg: KVZ-Verkaufsstatistik Nr. 3, Hamburg 7.10.1973

10.10.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr. 4 verkauft die OG Hamburg des KBW bei Gruner und Jahr (G+J) Studio 7 Exemplare.
Q: KBW-OG Hamburg: Verkaufsstatistik KVZ Nr. 4, Hamburg 23.10.1973

16.10.1973:
Die Ortsgruppe Hamburg des KBW gibt ihre 'Informationen für die Kollegen von Gruner & Jahr' (vgl. 18.9.1973, 6.11.1973) in einer Auflage von 1 200 Stück unter der Schlagzeile "Die 'Spiegel-Sache' muß auf den Tisch!" heraus.
Q: Informationen für die Kollegen von Gruner & Jahr Die 'Spiegel-Sache' muß auf den Tisch!, Hamburg 16.10.1973

24.10.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr. 5 verkauft die OG Hamburg des KBW bei Gruner und Jahr (G+J) Studio 7 Exemplare.
Q: KBW-OG Hamburg: Statistik / KVZ Nr. 5, Hamburg 11.11.1973; KBW-OG Hamburg: Statistik KVZ Nr. 6, Hamburg 21.11.1973

06.11.1973:
Die Ortsgruppe Hamburg des KBW gibt für Gruner und Jahr ihren 'Rotdruck' Nr. 1 (vgl. 16.10.1973, 7.12.1973) in einer Auflage von 1 000 Stück heraus mit dem Leitartikel "Schluß mit den Personaleinsparungen! Wir brauchen Gesundheit und Kohlen".

Weitere Artikel sind:
- "Warum diese Zeitung?";
- "Wie den Kampf führen?";
- "Der Spiegel ist nicht unser Bier";
- "Das Kabinett billigte Ende Oktober höhere Postgebühren für 1974";
- "Sind unsere Arbeitsplätze gefährdet?";
- "Arbeitskreise als Führungsinstrument";
- "Streik bei Bauer (Köln)" (vgl. 3.10.1973);
- "Rücktritt aus SPD-Arbeitnehmerausschuss" zur AfA Göttingen, aus der 'KVZ' Nr. 8;
- "Guinea-Bissau ist unabhängig!" (vgl. 24.9.1973); sowie
- "Frei - Freund der chilenischen Junta - will nach Hamburg".
Q: Rotdruck Gruner & Jahr Nr. 1, Hamburg 6.11.1973

07.11.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr. 6 verkauft die OG Hamburg des KBW bei Gruner und Jahr (G+J) Studio 6 Exemplare.
Q: KBW-OG Hamburg: Statistik KVZ Nr. 6, Hamburg 21.11.1973

22.11.1973:
Die heutige 'KVZ' Nr. 7 verkauft die KBW OG Hamburg auch bei Gruner und Jahr (G+J) Studio.
Q: KBW-OG Hamburg: Statistik KVZ Nr. 7 ,Hamburg 7.12.1973

05.12.1973:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 8 (vgl. 22.11.1973, 19.12.1973) heraus. Aus Hamburg wird berichtet von Gruner und Jahr (G+J) über den Abbau von Sozialleistungen.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 8, Mannheim 5.12.1973

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05.12.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr. 8 verkauft die KBW OG Hamburg bei Gruner und Jahr (G+J) Satz 1 Exemplar.
Q: KBW-OG Hamburg: Statistik KVZ Nr. 8, Hamburg 17.12.1973

05.12.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr .8 verkauft die KBW OG Hamburg bei Gruner und Jahr (G+J) Studio 4 Exemplare.
Q: KBW-OG Hamburg: Statistik KVZ Nr. 8, Hamburg 17.12.1973

07.12.1973:
Die Ortsgruppe Hamburg des KBW gibt für Gruner und Jahr ihren 'Rotdruck' (vgl. 6.11.1973) in einer Auflage von 1 000 Stück heraus als Extra mit dem Leitartikel "Ölkrise? Ein Grund zum Stillhalten?" zur Vorweganhebung im Unternehmensbereich Zeitschriften, von dem der Unternehmensbereich Druck nichts erfuhr.

Ein Artikel berichtet über "Lohnforderungen aus Hamburger Druckbetrieben" zur Drucktarifrunde (DTR).

Ein Artikel fragt: "Ist es richtig, angesichts der 'Ölkrise' noch Lohnforderungen zu stellen?" Aufgerufen wird zur Demonstration gegen die Notstandsmaßnahmen am 8.12.1973.
Q: Rotdruck Gruner & Jahr Extra Ölkrise? Ein Grund zum Stillhalten?, Hamburg 7.12.1973

Mai 1974:
Die Alternative von Hamburger Drupa Mitgliedern (vgl. 10.6.1974) gibt die Broschüre "Gegen politische Entlassungen und Gewerkschaftsausschlüsse" (UVB) zum Preis von 1,50 DM in einer Auflage von 1 500 Stück heraus. Berichtet wird auch von Stern / Gruner + Jahr.
Q: Alternative von Hamburger Drupa Mitgliedern: Gegen politische Entlassungen und Gewerkschaftsausschlüsse, Hamburg Mai 1974, S. 17ff

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03.06.1974:
In der Hamburger DruPa (DP) werden, laut KPD, vermutlich in dieser Woche 10 Ausschlußanträge aufgrund der Unvereinbarkeitsbeschlüsse (UVB) gegen DruPa-Mitglieder u.a. bei Auer, Broschek und Gruner und Jahr (G+J) gestellt, wogegen u.a. die Gruppe oppositioneller Gewerkschafter (GOG) der KPD und auch die 'Alternative', in der KB und KPD zusammenarbeiten, angehen.
Q: Rote Fahne Nr. 24, Dortmund 12.6.1974, S. 1 und 4

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10.06.1974:
Die Alternative von Hamburger Drupa Mitgliedern (vgl. Mai 1974, 24.6.1974) gibt in dieser Woche das Flugblatt "Trotz Ausschlussdrohungen. Der Kampf geht weiter!" zu 9 drohenden Ausschlüssen aufgrund der UVB in einer Auflage von 1 500 Stück heraus. Berichtet wird von Auer, Hanseatische Druckanstalt, Broschek sowie Gruner + Jahr.
Q: Alternative von Hamburger Drupa Mitgliedern: Trotz Ausschlussdrohungen. Der Kampf geht weiter!, Hamburg Juni 1974

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August 1974:
Die Alternative von Hamburger Drupa Mitgliedern (vgl. 24.6.1974, 30.9.1974) gibt das Flugblatt "Die Angriffe gehen weiter" in einer Auflage von 2500 Stück zum Ausschlussantrag (UVB) gegen die Broschek-Jugendsprecherin, einer Kündigung eines Betriebsratsmitglieds bei Springer und den Regressforderungen der Drupa gegen zwei Alternative-Mitglieder heraus. Berichtet wird auch von Auer sowie Gruner + Jahr. Eingeladen wird zu den eigenen Treffen sonntags um 11 Uhr in der Gaststätte Z Feldstraße / Ecke Karolinenstraße.
Q: Alternative von Hamburger Drupa Mitgliedern: Die Angriffe gehen weiter, Hamburg Aug. 1974

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28.08.1974:
In der Nr. 35 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 21.8.1974, 4.9.1974) berichtet die KPD aus Hamburg vom 'Rote Fahne' Verkaufsverbot bei Springer (DruPa-Bereich). Weitere Berichte aus der Druckindustrie behandeln Buchdruckerei und Verlag bei Auer-Druck, die Sternredaktion bei Gruner und Jahr (G+J), die Setzerei bei Springer und bei der 'Welt' von Springer, die Verlagerung der Zentralredaktion der 'Welt' nach Bonn, die Lokalredaktion in Hamburg und diejenige in Berlin, die geschlossen werden solle.
Q: Rote Fahne Nr. 35, Dortmund 28.8.1974

30.09.1974:
Die Alternative von Hamburger Drupa Mitgliedern (vgl. Aug. 1974, 14.10.1974) gibt vermutlich in dieser Woche das Flugblatt "Trotz Protest der Kollegen: Delegiertenversammlung am 30.9.1974 abgebrochen" heraus. Berichtet wird auch von Auer sowie Gruner + Jahr. Eingeladen wird zu den eigenen Treffen sonntags um 11 Uhr in der Gaststätte Z Feldstraße / Ecke Karolinenstraße.
Q: Alternative von Hamburger Drupa Mitgliedern: Trotz Protest der Kollegen: Delegiertenversammlung am 30.9.1974 abgebrochen, Hamburg o. J. (1974)

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24.02.1975:
Der KB/Gruppe Hamburg gibt die Nr. 2 seines 'Druckarbeiters' (vgl. 27.1.1975, 29.4.1975) heraus mit dem Artikel "Keine gemeinsame Liste von Gewerkschaftern und Arbeiterfeinden" zur Einheitsliste von DruPa, DAG und DJV zu den BRW bei Gruner und Jahr (G+J) Unternehmensbereich Zeitschriften.
Q: Der Druckarbeiter Nr. 2, Hamburg 24.2.1975, S. 14

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02.02.1976:
In Hamburg beteiligen sich, laut SAG, vermutlich in dieser Woche 1 000, u.a. von Bauer und Gruner und Jahr an einer Demonstration der IG DruPa.
Q: Klassenkampf Nr. 54, Frankfurt März 1976

05.03.1976:
In Hamburg beteiligen sich, laut und mit KPD, rund 400 an einer Demonstration gegen Rationalisierung und Jugendarbeitslosigkeit in der Druckindustrie, u.a. von Gruner und Jahr (G+J) und von Bauer, wo die Druckerei nach Köln in NRW verlagert werden soll. Neben der DKP greift auch der KB ein. Die KPD meint zum KB:"
Diese heruntergekommene Organisation ist mittlerweile ein reines Anhängsel der Revisionisten. Sie lassen keine Gelegenheit aus, um mit ihrem widerlichen Gegeifer gegen die VR China selbst die DKP noch zu übertönen."
Q: Rote Fahne Nr. 11, Köln 17.3.1976, S. 5

19.04.1976:
Bei Gruner und Jahr (G+J) Hamburg kommt es, laut KPD, vermutlich in dieser Woche zu einem Warnstreik anläßlich der Drucktarifrunde (DTR).
Q: Rote Fahne Nr. 17, Köln 28.4.1976, S. 1

01.12.1976:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr. 48 (vgl. 27.11.1976, 8.12.1976) heraus. Aus Hamburg wird berichtet aus der Druckindustrie über Angestellte, Arbeitslose, Drucker, Hilfskräfte, den Lichtsatz, von Bauer, Gruner und Jahr (G+J) und von Springer, u.a. über die Hochdruckrotation, sowie über den DP OV, in dem auch die DKP aktiv ist.
Q: Rote Fahne Nr. 48, Köln 1.12.1976, S. 4

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21.03.1977:
Der Bezirk Hamburg-Unterelbe des KBW gibt ein Druck-Extra (vgl. 14.3.1977) der Bezirksbeilage (vgl. 12.3.1977) zur 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ) heraus mit dem Artikel "Der Kampf gegen die Rationalisierungen und um mehr Lohn erfordert den gewerkschaftlichen Zusammenschluß von Arbeitern und Angestellten!" zu Gruner + Jahr.
Q: Kommunistische Volkszeitung Bezirksbeilage Hamburg-Unterelbe Druck-Extra, Hamburg 21.3.1977, S. 2

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Juli 1977:
Der KB/Gruppe Hamburg gibt eine Ausgabe seines 'Druckarbeiters' (vgl. Juni 1977, Okt. 1977) heraus mit dem Artikel "Gruner & Jahr. Setzer fürchten um ihre Arbeitsplätze".
Q: Der Druckarbeiter, Hamburg Juli 1977, S. 5ff

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Letzte Änderung: 18.07.2017