Hamburg - Kommunistische Gruppe (KG) / KBW:
'Informationen für die Kollegen der Metallindustrie' (1972-1974)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 29.10.2016


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Es können hier nur einige Ausgaben der 'Informationen' vorgestellt werden. Wir bitten um Ergänzungen. Diese Publikation der Hamburger Vorläufer des KBW und dann des KBW selbst für die Hamburger Metallindustrie wurde zunächst ergänzt und dann abgelöst durch betriebsspezifische Ausgaben für die Hamburger Stahlwerke (HSW), Hanomag-Henschel, HDW und Kolben-Schmidt sowie durch den 'Motor' für DEMAG-Conz und den 'Heissleiter' für Philips-Valvo.

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

20.12.1972:
In Hamburg gibt eine "Gruppe von kommunistischen Arbeiter und Studenten (Mitglieder der Sozialistischen Studenten Gruppe)", d.h. die spätere Kommunistische Gruppe Hamburg ihre 'Tarifkampfinformation für die Hamburger Metallarbeiter' Nr. 1 (vgl. 8.1.1973) in einer Auflage von 10 000 Stück heraus, in der auf die heute beginnende Urabstimmung in der Stahltarifrunde (STR) in NRW, aber auch die Resolution der Jugendvertreter und des VLK von Siemens eingegangen wird.
Quelle: Gruppe von kommunistischen Arbeiter und Studenten (Mitglieder der Sozialistischen Studenten Gruppe): Tarifkampfinformation für die Hamburger Metallarbeiter Nr. 1, Hamburg o. J. (1972)

08.01.1973:
In Hamburg gibt eine "Gruppe von kommunistischen Arbeiter und Studenten (Mitglieder der Sozialistischen Studenten Gruppe)", d.h. die spätere Kommunistische Gruppe Hamburg ihre 'Tarifkampfinformation für die Hamburger Metallarbeiter' Nr. 2 (vgl. 20.12.1972, 10.1.1973) vermutlich Anfang dieser Woche in einer Auflage von 10 000 Stück unter der Schlagzeile "Abschlüsse in NRW, Schleswig-Holstein und Niedersachsen: Lohnabbau!" heraus, in der auf die Metalltarifrunde in Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie die Stahltarifrunde (STR) in NRW eingegangen wird.
Q: Gruppe von kommunistischen Arbeiter und Studenten (Mitglieder der Sozialistischen Studenten Gruppe): Tarifkampfinformation für die Hamburger Metallarbeiter Nr. 2, Hamburg o. J. (1973)

11.01.1973:
In Hamburg gibt eine "Gruppe von kommunistischen Arbeiter und Studenten (Mitglieder der Sozialistischen Studenten Gruppe)", d.h. die spätere Kommunistische Gruppe Hamburg ihre 'Tarifkampfinformation für die Hamburger Metallarbeiter' Nr. 3 (vgl. 8.1.1973, 2.5.1973) unter der Schlagzeile "Der Kampf gegen die Lohnleitlinien-Abschlüsse hat begonnen!" heraus, in der auf die Metalltarifrunde in Nordbaden und Nordwürttemberg sowie die Stahltarifrunde (STR) in NRW eingegangen wird.

Eingeladen wird zu Filmveranstaltungen am 12.1.1973.
Q: Gruppe von kommunistischen Arbeiter und Studenten (Mitglieder der Sozialistischen Studenten Gruppe): Tarifkampfinformation für die Hamburger Metallarbeiter Nr. 3, Hamburg o. J. (1973)

02.05.1973:
Die Kommunistischen Gruppe Hamburg gibt im Metallbereich das Flugblatt "Für vorzeitige Kündigung des Tarifvertrages" (vgl. 11.1.1973, 25.6.1973) in einer Auflage von 9 000 Stück heraus mit den Abschnitten:
- "Die Lage der Lohnabhängigen verschlechtert sich von Tag zu Tag";
- "Die Situation in der Metallindustrie", wobei berichtet wird von DEMAG, HDW und Blohm und Voß;
- "Was tut die IGM-Führung?"; sowie
- "Was müssen die Arbeiter tun?".

Beigeheftet ist ein Blatt "1. Mai Demonstration Hamburg" in einer Auflage von 9 000 Stück.
Q: Kommunistische Gruppe Hamburg: Für vorzeitige Kündigung des Tarifvertrages, Hamburg 2. Mai 1973

25.06.1973:
Das Branchenkollektiv Metall der Kommunistischen Gruppe Hamburg gibt die 'Informationen für die Kollegen der Metallindustrie Hamburgs' (vgl. 2.5.1973, 3.7.1973) in einer Auflage von 7 700 Stück heraus unter der Überschrift "Die Forderungen klären!" mit einem Streikbericht vom Bremer Vulkan.

Weitere Artikel sind:
- "Lernen wir aus den Lohnkämpfen anderer Betriebe!", wobei berichtet wird von Conz, HDW und Heidenreich & Harbeck; sowie
- "Das sind die richtigen Orientierungsdaten für unsere Forderungen!".

Geworben wird für die 'Hamburger Arbeiter Zeitung' (HAZ).
Q: Kommunistische Gruppe Hamburg: Informationen für die Kollegen der Metallindustrie Hamburgs Die Forderungen klären!, Hamburg 25. Juni 1973

03.07.1973:
Das Branchenkollektiv Metall der Kommunistischen Gruppe Hamburg gibt die 'Informationen für die Kollegen der Metallindustrie Hamburgs' (vgl. 25.6.1973, 28.8.1973) in einer Auflage von 7 700 Stück heraus unter der Überschrift "Teuerungszulage - ein Schweigegeld!" wobei berichtet wird von den TZL bei HDW, Blohm und Voss, Hanomag und Siemens.

Weitere Artikel sind:
- "Der Streik der Klöcknerarbeiter" (vgl. 25.6.1973); sowie
- "Hanomag-Henschel: Diese Betriebsversammlung muß Klarheit bringen!".

Aufgefordert wird:"
Kolbenschmidt: Den Lohnkampf organisieren!

Bei Kolbenschmidt in Hamburg hat der Vertrauenskörper Ende vorletzter Woche eine ausreichende Forderung beschlossen: 70 Pf. mehr die Stunde für alle und ein 13. Monatsgehalt. Das ist eine richtige Forderung, die wir jetzt brauchen, um einigermaßen mit dem Geld über die Runden zu kommen. Für diese Forderung müssen alle Kollegen geschlossen eintreten. Deshalb ist eine Diskussion über diese Forderung mit den Vertrauensleuten im ganzen Betrieb notwendig. Diese Diskussion in Gang zu bringen, hat der Vertrauensleutekörper versäumt.

Erst kurz vor der Betriebsversammlung letzten Donnerstag wurden die Kollegen durch ein Flugblatt des VLK breiter informiert. So unvorbereitet, ohne Diskussion im Betrieb, wurde auf der Betriebsversammlung die Forderung kaum diskutiert und keine Kampfmaßnahmen zur Durchsetzung der Forderung besprochen.

Obwohl die Kollegen bei Kolbenschmidt sehen, daß die Forderung nach 70 Pf mehr eine ausreichende Forderung ist, fehlte hier die konkrete Organisierung des Kampfes."

Geschildert werden:"
Forderungen aus Betrieben

Auch in Hamburg entwickelt sich eine zunehmende Front gegen Teuerung und Lohnraub.

So wurden in den verschiedenen Hamburger Betrieben folgendes besprochen und gefordert:
bei KOLBENSCHMIDT forderte der VLK 70 Pf mehr pro Stunde und ein 13. Monatsgehalt.
bei den HAMBURGER STAHLWERKEN wurde per 21.6.73 eine Resolution an den HV der IGM verabschiedet und eine 70 DM - Teuerungszulage gefordert.
Bei VALVO - Lokstedt fordert der BR 5%
bei RHEINSTAHL wird über eine Zulage von 70 DM diskutiert
bei der NORDERWERFT wird 40 DM diskutiert.

Wir müssen jedoch genau überprüfen, ob bei diesen ungeheuren Preissteigerungen die Forderungen ausreichen, um einer Verschlechterung der Lebenslage entgegen zu wirken. …"
Q: Kommunistische Gruppe Hamburg: Informationen für die Kollegen der Metallindustrie Hamburgs Die Forderungen klären!, Hamburg 3. Juli 1973

27.08.1973:
Die KG Hamburg (vgl. 28.8.1973) berichtet vom Kampf um eine TZL:"
Warnstreik bei Kolben-Schmidt

Gestern organisierten die Kollegen von KOLBENSCHMIDT einen einstündigen Warnstreik für eine Teuerungszulage von 180 DM netto!

Schon im Juli hatte der Vertrauenskörper 70 Pfg mehr und 50 DM für Lehrlinge gefordert. Die Organisierung des Kampfes für höheren Lohn war aber damals nicht richtig in Gang gekommen."
Q: Kommunistische Gruppe Hamburg: Informationen für die Kollegen der Metallindustrie Hamburgs Für bessere Lebensbedingungen betteln wir nicht, sondern kämpfen wir!, Hamburg 28. Aug. 1973, S. 4

28.08.1973:
Das Branchenkollektiv Metall der Kommunistischen Gruppe Hamburg gibt die 'Informationen für die Kollegen der Metallindustrie Hamburgs' (vgl. 3.7.1973, 31.8.1973) in einer Auflage von 7 700 Stück heraus unter der Überschrift "Für bessere Lebensbedingungen betteln wir nicht, sondern kämpfen wir!".

Streikberichte kommen von Opel Bochum und Ford Köln sowie von Zeiss-Ikon Kiel (vgl. 23.8.1973) und Possehl Lübeck, aber auch aus Hamburg von Kolbenschmidt (vgl. 27.8.1973).

Weitere Artikel sind:
- "Für die Lohnabhängigen werden die Lebensbedingungen immer schlechter"; sowie
- "Die Politik der SPD-Gewerkschaftsführung - gegen unsere Interessen".
Q: Kommunistische Gruppe Hamburg: Informationen für die Kollegen der Metallindustrie Hamburgs Für bessere Lebensbedingungen betteln wir nicht, sondern kämpfen wir!, Hamburg 28. Aug. 1973

31.08.1973:
Die Kommunistische Gruppe Hamburg gibt eine gemeinsame Ausgabe ihrer 'Informationen für die Kollegen der Metall-, Druck- und chemischen Industrie Hamburgs' (vgl. Chemie: 28.8.1973, Druck: 27.8.1973, Metall: 28.8.1973; 4.9.1973) unter der Schlagzeile "Ford-Köln. Streik durch Polizeieinsatz zerschlagen" in einer Auflage von 15 000 Stück heraus.
Q: Informationen für die Kollegen der Metall-, Druck- und chemischen Industrie Hamburgs Ford-Köln. Streik durch Polizeieinsatz zerschlagen, Hamburg 31.8.1973

04.09.1973:
Die Kommunistische Gruppe Hamburg gibt eine gemeinsame Ausgabe ihrer 'Informationen für die Kollegen der Metall-, Druck- und chemischen Industrie Hamburgs' (vgl. 31.8.1973, Chemie: 1.11.1973, Druck: 7.9.1973, Metall: 14.9.1973) unter der Schlagzeile "Die Verhandlungen können den selbständigen Lohnkampf nicht ersetzen!" in einer Auflage von 16 000 Stück zur Metalltarifrunde (MTR) heraus.
Q: Informationen für die Kollegen der Metall-, Druck- und chemischen Industrie Hamburgs Die Verhandlungen können den selbständigen Lohnkampf nicht ersetzen!, Hamburg 4.9.1973

14.09.1973:
Das Branchenkollektiv Metall der Kommunistischen Gruppe Hamburg gibt die 'Informationen für die Kollegen der Metall-Industrie Hamburgs' (vgl. 4.9.1973, 1.10.1973) in einer Auflage von 9 000 Stück heraus zur Metalltarifrunde (MTR) unter der Überschrift "Nach dem Scheitern der Spitzengespräche: Betriebliche Lohnkämpfe sind der einzige Ausweg".
Q: Kommunistische Gruppe Hamburg: Informationen für die Kollegen der Metall-Industrie Hamburgs Nach dem Scheitern der Spitzengespräche: Betriebliche Lohnkämpfe sind der einzige Ausweg, Hamburg 14. Sept. 1973

01.10.1973:
Die Ortsgruppe Hamburg des KBW gibt die 'Informationen für die Kollegen der Metall-Industrie Hamburgs' (vgl. 14.9.1973, 2.10.1973) in einer Auflage von 7 000 Stück heraus zur Metalltarifrunde (MTR) unter der Überschrift "Für die anlaufende Tarifrunde: Lineare Lohnforderungen in den Betrieben aufstellen".

Verteilt wird dieses Flugblatt bei Blohm und Voss, Conz und Kolbenschmidt.
Q: KBW-OG Hamburg: Informationen für die Kollegen der Metall-Industrie Hamburgs Für die anlaufende Tarifrunde: Lineare Lohnforderungen in den Betrieben aufstellen, Hamburg 1. Okt. 1973; KBW-OG Hamburg: Informationen für die Kollegen der Metall-Industrie Hamburgs Die Initiative im Lohnkampf selbst in die Hand nehmen!, Hamburg o. J. (1973), S. 2

02.10.1973:
Die Ortsgruppe Hamburg des KBW gibt vermutlich heute die 'Informationen für die Kollegen der Metall-Industrie Hamburgs' (vgl. 1.10.1973, 16.10.1973), die uns bisher nur unvollständig vorlagen, heraus zur Metalltarifrunde (MTR) unter der Überschrift "Die Initiative im Lohnkampf selbst in die Hand nehmen!".

Aufgerufen wird zur Demonstration für Maritha Hindemith und Peter Altenburg (vgl. 3.10.1973).

In "Selbstkritik" befasst sich man sich mit den letzten 'Informationen' (vgl. 1.10.1973).
Q: KBW-OG Hamburg: Informationen für die Kollegen der Metall-Industrie Hamburgs Die Initiative im Lohnkampf selbst in die Hand nehmen!, Hamburg o. J. (1973)

16.10.1973:
Die Ortsgruppe Hamburg des KBW gibt die 'Informationen für die Kollegen der Metall Industrie Hamburgs' (vgl. 2.10.1973, 31.10.1973) in einer Auflage von 7 800 Stück heraus zur Metalltarifrunde (MTR) unter der Überschrift "Auch in Hamburg: Die Initiative im Lohnkampf selbst in die Hand nehmen!".

Berichtet wird:"
In Hamburg hat es zwar noch keine längeren Streiks gegeben, aber die Auseinandersetzung in einigen Metallbetrieben hat schon einen fortgeschrittenen Stand erreicht: Zum Beispiel
- Bei Kolbenschmidt haben einige Abteilungen schon mit Überstundenverweigerung und Nachtschicht-Boykott den Kampf für sofortige Erhöhung des Stundenlohns um eine DM aufgenommen. Diese Forderung ist gegenwärtig im ganzen Betrieb verbreitet, mit Überstundenverweigerung und Nachtschichtboykott war sie aber nicht durchzusetzen.
- Bei Conz wird die Forderung von 1,20 bis 1,50 breit diskutiert.
- Bei Hanomag-Henschel gab es einen kurzen ersten Warnstreik, weil eine ausgezahlte Teuerungszulage von 250,- DM wieder vom Weihnachtsgeld abgezogen werden soll.
Die vollen Auftragsbücher der Metallkapitalisten und die Erkenntnis vieler Kollegen, daß was getan werden muß - das sind ganz entscheidende Bedingungen dafür, daß der Kampf um mehr Lohn erfolgreich geführt werden kann."
Q: KBW-OG Hamburg: Informationen für die Kollegen der Metall Industrie Hamburgs Auch in Hamburg: Die Initiative im Lohnkampf selbst in die Hand nehmen!, Hamburg 16. Okt. 1973

25.10.1973:
Die Ortsgruppe Hamburg des KBW gibt die 'Informationen für die Lehrlinge der Metall Industrie Hamburgs' in einer Auflage von 2 800 Stück heraus unter der Schlagzeile "Heute Veranstaltung des IGM-Ortsjugendausschuss im Gewerkschaftshaus. Die Weichen stellen wir!".
Q: KBW-OG Hamburg: Informationen für die Lehrlinge der Metall Industrie Hamburgs Heute Veranstaltung des IGM-Ortsjugendausschuss im Gewerkschaftshaus. Die Weichen stellen wir!, Hamburg 25. Okt. 1973

31.10.1973:
Die Ortsgruppe Hamburg des KBW gibt die 'Informationen für die Kollegen der Metall Industrie Hamburgs' (vgl. 2.10.1973, 16.1.1974) in einer Auflage von 6 800 Stück heraus mit dem Leitartikel "Jetzt müssen wir zupacken: 1,20 - 1,50 für alle - Weniger kommt nicht in Frage!", der berichtet vom Streik im Saarbergbau, aber auch, dass in der Großen Tarifkommission die Meinung herrsche, dass die zur Metalltarifrunde (MTR) bei 13 % abgeschlossen werde.

Weitere Artikel sind:
- "Jugendfunktionärsversammlung des Ortsjugendausschusses: 600 DM Existenzlohn für Lehrlinge gefordert!" (vgl. 25.10.1973);
- "Frei - Freund der chilenischen Junta - will nach Hamburg";
- "Welche Interessen verfolgen die Supermächte im Nahen Osten?";
- "Nordbaden Nordwürttemberg. Trotz Kampfbereitschaft. IGM-Führung verhindert Kampf"; sowie
- "Kleine Funktionärsversammlung: IGM-Mayr auf Kompromisskurs" (vgl. 30.10.1973).

Aufgerufen wird zur Türkei-Veranstaltung (vgl. 2.11.1973).
Q: KBW-OG Hamburg: Informationen für die Kollegen der Metall Industrie Hamburgs Jetzt müssen wir zupacken: 1,20 - 1,50 für alle - Weniger kommt nicht in Frage!, Hamburg 31. Okt. 1973

16.01.1974:
Die Ortsgruppe Hamburg des KBW gibt ein Flugblatt "Tarifverhandlungen bis zum Mai? Wir brauchen das Geld sofort!" zur Metalltarifrunde (MTR - vgl. 31.10.1973, 29.1.1974) in einer Auflage von 2 400 Stück heraus.
Q: KBW-OG Hamburg: Tarifverhandlungen bis zum Mai? Wir brauchen das Geld sofort!, Hamburg 16. Jan. 1974

29.01.1974:
Die Ortsgruppe Hamburg des KBW gibt die 'Informationen für die Kollegen der Metallindustrie' (vgl. 16.1.1974, 11.2.1974) in einer Auflage von 5 000 Stück heraus zur Metalltarifrunde (MTR) unter der Überschrift "Warnstreiks können nur ein Anfang sein!".

Berichtet wird aus dem Öffentlichen Dienst bzw. von der Post (vgl. 28.1.1974), aber auch aus dem Metallbereich (vgl. 25.1.1974, 29.1.1974):"
- Auf HDW-Ross fand gestern nach der Frühstückspause ein einstündiger Warnstreik statt. Die Arbeiter der Bordmontage, Schiffsneubau, Tischlerei und Kupferschmiede organisierten einen Protestmarsch übers Werftgelände gegen das 8,5 %-Angebot von Gesamtmetall. Es ist allerdings nicht gelungen, alle Kollegen und die Lehrlinge der Lehrwerkstatt in den Streik miteinzubeziehen.
- Conz: Die Arbeiter streikten gestern eine halbe Stunde. Der VK hat auf seiner Sitzung gestern beschlossen, den Warnstreik durchzuführen. Die Kollegen versammelten sich nach dem Frühstück in der Maschinenhalle. Die Aufforderung des Vertreters der Geschäftsleitung, wieder an die Arbeit zu gehen, schließlich sei ja Arbeitszeit, wurde von den Arbeitern nicht beachtet. Nach einer halben Stunde forderte der BR-Vorsitzende die Kollegen auf, wieder an die Arbeit zu gehen. Die Kollegen gingen zwar darauf ein, fragten sich aber hinterher, was so ein kurzer Warnstreik überhaupt gebracht hätte. 'Die Sache hätte weitergehen müssen.' das war die Meinung vieler Arbeiter.
- Maihak: Die Kollegen bei Maihak führten auch gestern einen einstündigen Warnstreik durch. Die streikenden Arbeiter versammelten sich auf dem Hof und gingen anschließend in die Kantine.
- Bei Siemens war Freitag schon ein kurzer Warnstreik gelaufen."
Q: KBW-OG Hamburg: Informationen für die Kollegen der Metallindustrie Warnstreiks können nur ein Anfang sein!, Hamburg 29. Jan. 1974

11.02.1974:
Die Ortsgruppe Hamburg des KBW gibt die 'Informationen für die Kollegen der Metallindustrie' (vgl. 29.1.1974, 21.2.1974) in einer Auflage von 5 000 Stück heraus zur Metalltarifrunde (MTR) unter der Überschrift "Die Metaller müssen sich jetzt den Lohnstreiks anschließen!". Berichtet wird von den Streiks im Öffentlichen Dienst (ÖD).
Q: KBW-OG Hamburg: Informationen für die Kollegen der Metallindustrie Die Metaller müssen sich jetzt den Lohnstreiks anschließen!, Hamburg 11. Feb. 1974

21.02.1974:
Die Ortsgruppe Hamburg des KBW gibt die 'Informationen für die Kollegen der Metallindustrie' (vgl. 29.1.1974, 25.3.1974) in einer Auflage von 3 500 Stück heraus zur Metalltarifrunde (MTR) mit dem Leitartikel "Schlichtung verzögert weiter. Von den Postlern lernen / Metallstreiks in der ganzen BRD". Berichtet wird von den Streiks im Öffentlichen Dienst (ÖD) in Hamburg, u.a. bei der Post.

Weitere Artikel sind:
- "Vertrauensleute lehnten Ergebnis ab" in der Hauptabteilung Gemeinde Frankfurt, aus der 'KVZ';
- "Metall: Die Verhandlungen werden weiter verzögert"; sowie
- "'Die Lehrerin Frau Huth muss bleiben!'" wobei zur Veranstaltung (vgl. 22.2.1974) und zur Demonstration aufgerufen wird (vgl. 26.2.1974).

Es erscheint auch eine:"
Letzte Meldung: In NRW 11 % abgeschlossen!

Das wurde gestern abend in der Schlichtung ausgemauschelt! Kapitalisten und Gewerkschaftsführer wollen sich mit diesem Überraschungsabschluß an der Kampfkraft der Metaller vorbeimogeln. Sie sind jetzt gezwungen, in den anderen Bezirken schnell nachzuziehen. Doch sie haben sich verrechnet! Dieser Lohnraubabschluß wird nicht hingenommen !!"
Q: KBW-OG Hamburg: Informationen für die Kollegen der Metallindustrie Schlichtung verzögert weiter, Hamburg 21. Feb. 1974

25.03.1974:
Die Ortsgruppe Hamburg des KBW gibt die 'Informationen für die Kollegen der Metallindustrie' (vgl. 22.2.1974) in einer Auflage von 5 000 Stück heraus zur Metalltarifrunde (MTR) mit dem Leitartikel "Dafür haben die Bremer Metaller nicht gekämpft!".
Q: KBW-OG Hamburg: Informationen für die Kollegen der Metallindustrie Schlichtung verzögert weiter, Hamburg 25. März 1974

Letzte Änderung: 18.07.2017