Komitees Kampf den Fahrpreiserhöhungen beim HVV / Kommunistische Partei Deutschlands (KPD):
'Kampf der staatlichen Preistreiberei des SPD-Senats. Einheitstarif im Nahverkehr: 70 Pf. Keinen Pfennig mehr als bisher. Keine Fahrpreiserhöhungen beim HVV' (1974)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 7.3.2017


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Von den von der KPD initiierten Komitees "Kampf den Fahrpreiserhöhungen beim HVV" und der KPD erscheint die Broschüre: "Kampf der staatlichen Preistreiberei des SPD-Senats. Einheitstarif im Nahverkehr: 70 Pf. Keinen Pfennig mehr als bisher. Keine Fahrpreiserhöhungen beim HVV". Die angekündigten Fahrpreiserhöhungen des SPD-Senats seien ein "unverschämter Angriff auf die Lebensbedingungen der Arbeiter". Gegen die Fahrpreiserhöhungen habe man "in den Komitees beschlossen, Kundgebungen an wichtigen Plätzen in der Stadt durchzusetzen und am 28. Dezember eine Demonstration."

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

Dezember 1974:
Vermutlich Anfang Dezember erscheint von den von der KPD initiierten "Komitees: Kampf den Fahrpreiserhöhungen beim HVV" und der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD, ehemals KPD/AO) die Broschüre: "Kampf der staatlichen Preistreiberei des SPD-Senats. Einheitstarif im Nahverkehr: 70 Pf. Keinen Pfennig mehr als bisher. Keine Fahrpreiserhöhungen beim HVV", die sich mit den Fahrpreiserhöhungen in Hamburg zum 29.12. beschäftigt.

Eingangs heißt es: "Am 29.12. will der SPD-Senat die Fahrpreiserhöhungen um bis zu 30% beim HVV durchsetzen. Mit diesem unverschämten Angriff auf die Lebensbedingungen der Arbeiter soll es aber nicht bleiben. Jetzt schon verkündete die 'Welt' am 30.11., dass die 'Fahrpreise im kommen Jahr voraussichtlich noch stärker steigen werden als jetzt beschlossen". Im Klartext: Im Jahr 1975 sollen die HVV- Preise um über 50% gegenüber den jetzigen, schon zu hohen Preisen steigen."

Artikel der Broschüre sind:
- "Tagungsorte der Kampfkomitees"
- "Gestiegene Unkosten beim HVV -Millionenaufträge für die Monopolkapitalisten"
- "Die geplanten Erhöhungen im Einzelnen"
- "Die Betrugsmanöver ziehen nicht!"
- "Die Lügen des SPD- Senats über die gestiegenen Personalkosten!"
- "Investitionsspritzen für den HVV - Arbeitshetze für die Kollegen!"
- "Rationalisierungen - Millionengeschäfte für die Konzerne!"
- "Das Gerede vom Defizit soll uns über die wahre Preistreiberei täuschen"
- "Fahrpreiserhöhungen für die Werktätigen - Dicke Gelder für die Senatsbonzen"
- "Der Kurs der Schmidt- Genscher- Regierung: Lohnraub, Preistreiberei!, Massenarbeitslosigkeit!"
- "Kapital, Staat und Gewerkschaftsführung - Hand in Hand!"
- "Stillhalten und Verzicht. Schützt unsere Arbeitsplätze nicht!"
- "Was steckt hinter dem Sparprogramm des SPD- Senats?"
- "Auch Konjunkturspritzen sichern nicht die Arbeitsplätze!"
- "Kapitalistische Städte - und Verkehrsplanung"
- "Spekulationsgeschäfte…"
- "… und Luxusprojekte für die Bourgeoisie!"
- "Milliardengeschenke für die Kapitalisten"
- "Die Werktätigen werden in die Betonwüste am Stadtrand vertrieben"
- "Dagegen müssen wir fordern"
- "Kampf dem staatlichen Terror der SPD- Regierung"
- "Schluss mit den Bürgerkriegsmaßnahmen der Polizei!"
- "Entmilitarisierung der Polizei!"
- "Freiheit für alle politischen Gefangenen!"
- "Kampf dem staatlichen Terror!"
- "Korrespondenz eines Arbeiters der HHA"
- "7 Stundentag bei vollem Lohnausgleich!"
- "Städte- und Verkehrsplanung im Sozialismus"
- "Wie müssen wir kämpfen?"
- "Wege in die Sackgasse"

Die Kampfkomitees hätten sich auf Initiative der KPD konstituiert in Billstedt/Altona-Eimsbüttel, Barmbek und Harburg. Bekanntgegeben werden die Tagungsorte der "Kampfkomitees": 22.12. und 27.12. (Altona/Eimsbüttel) im Schulterblatt, Barmbek: 22.12. und 27.12. Gaststätte Jarrestadt, Billstedt: 22.12. und 27.12. Schiffbeker Hof, Harburg: 22.12. und 27.12. Gaststätte Wendt. Parolen sind u. a.: "Keinen Pfennig mehr als bisher!", "70 Pfennig Einheitstarif im Nahverkehr!", "Bezahlung der Fahrten als Arbeitszeit!", "Ausbau des Verkehrsnetzes in die Wohnviertel der Werktätigen!", "Abschaffung der 1. Klasse!"
Quelle: Komitees Kampf den Fahrpreiserhöhungen beim HVV / Kommunistische Partei Deutschlands: Kampf der staatlichen Preistreiberei des SPD-Senats. Einheitstarif im Nahverkehr: 70 Pf. Keinen Pfennig mehr als bisher. Keine Fahrpreiserhöhungen beim HVV, Hamburg, o. J. (Dezember 1974).

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Letzte Änderung: 07.03.2017