Universität Hamburg - Pädagogisches Institut (PI) - Zelle des KSV:
'Kommunistische Studentenpresse' (KSP) / 'Wer erzieht wen' (1972 - 1976)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 3.9.2015

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Von der 'Kommunistischen Studentenpresse' (KSP) und danach der 'Wer erzieht wen' des KSV der KPD für das Pädagogische Institut (PI) der Universität Hamburg können hier leider bisher nur wenige Ausgaben dokumentiert werden. Wir bitten um Ergänzungen.

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

Oktober 1972:
An der Universität Hamburg gibt die Zelle des KSV der KPD am PI (Pädagogisches Institut) vermutlich im Oktober die Sondernummer zur FSR-Wahl ihrer 'Kommunistischen Studentenpresse' (KSP - vgl. 9.11.1972) heraus mit dem Text "Grundlagen der Politik des KSV am PI", der sich gliedert in die Abschnitte:
- "Weg mit dem NC am PI";
- "Weg mit der neuen PO" zur Prüfungsordnung;
- "Kampf der kapitalistischen Klassenerziehung";
- "Kampf der politischen Disziplinierung fortschrittlicher Studenten und Dozenten! Kampf dem Abbau der demokratischen Rechte des Volkes"; sowie
- "Solidarität mit dem antiimperialistischen Kampf der unterdrückten Völker".
Quelle: Kommunistische Studentenpresse - PI Sondernummer zur FSR-Wahl, Hamburg o. J. (1972)

09.11.1972:
An der Universität Hamburg gibt die Zelle des KSV der KPD am PI (Pädagogisches Institut) vermutlich Anfang dieser Woche die Nr. 2 ihrer 'Kommunistischen Studentenpresse' (KSP - vgl. Okt. 1972, 23.4.1973) für November zum Preis von 30 Pfennig heraus mit dem Leitartikel "SPD-Leistungen der Bildungspolitik: Verschlechterung der Schulausbildung", der auch vom zentralen Hearing des VDS, "Wahlkampfthema Bildungsmisere" in Hamburg am vergangenen Donnerstag berichtet, auf dem Beate Landefeld, ein Vertreter des DGB und Uni-Präsident Fischer-Appelt sprachen. Aufgerufen wird zur Bundestagswahl (BTW) ungültig zu wählen.

Weitere Artikel sind:
- "Fachschaftsratswahl: Opportunisten keine Alternative zu Revisionisten" zur erneuten FSR-Wahl am 16.11.1972, der berichtet von der letzten Wahl-VV, auf der die Kollektive von MSB und SSG jeweils 245 Stimmen und der KSV 30 erhielten sowie vom vorher erfolgten Angebot des KSV an die SSG, mit einem gemeinsamen Kollektiv zu kandidieren, welches sie auf der VV plötzlich annahm, seitdem aber nicht propagiert und auch in der Medizin abgelehnt habe. Daher solle man allein den KSV wählen;
- "Gegen Mitbestimmungsillusionen. Was bedeutet die Drittelparität für den Kampf der fortschrittlichen Studenten?";
- "Agitationskollektiv. Wittern: Schule und Dritte Welt" mit dem Aufruf zum Eintritt in die Liga gegen den Imperialismus (LgdI); sowie
- "Liebe Mutter, … schöne grüße von der DKP. Christian Zwiehers Film 'Liebe Mutter, mir geht es gut'".

Eingeladen wird zu den beiden Schulungsgruppen sowie zu den Agitationskollektiven Wittern: Schule und 3. Welt, Wittern: Schule als politisches und soziales Konfliktfeld, Struck: Makarenko und Neugebauer: Grundlagen sozialistischer Erziehung.
Q: Kommunistische Studentenpresse - PI Nr. 2, Hamburg Nov. 1972

23.04.1973:
An der Universität Hamburg gibt die Zelle des KSV der KPD am PI (Pädagogisches Institut) vermutlich in dieser Woche ihre 'Kommunistische Studentenpresse' (KSP - vgl. 9.11.1972, 8.10.1973) heraus mit dem "FSR-Programm der KSV-Zelle PI", welches sich gliedert in die Abschnitte:
- "Den Kampf gegen die reaktionäre RPO weiterführen";
- "Die RPO und andere reaktionäre Maßnahmen sollen am PI durchgesetzt werden";
- "die Jepsen-Briefe" vom 8. und 29.11.1972;
- "der innere NC";
- "der äussere NC";
- "die LPO" zur Lehrerprüfungsordnung; sowie
- "Gegen Ausbeutung und Unterdrückung fremder Völker!".

Aufgerufen wird zur 1. Mai-Demonstration um 11 Uhr ab Holstenplatz und zur Mai-Veranstaltung am 30.4.1973.
Q: Kommunistische Studentenpresse - PI FSR-Programm der KSV-Zelle PI, Hamburg o. J. (1973)

08.10.1973:
Die Zelle PI Uni Hamburg des KSV der KPD gibt vermutlich in dieser Woche eine Ausgabe ihrer 'Kommunistischen Studentenpresse' (KSP - vgl. 23.4.1973, 17.6.1974) heraus mit dem "FSR-Programm der KSV-Zelle PI", in dem auch wiederholt auf den Kampf gegen die Berufsverbote von Johanna Mayr, der die SSG des KBW die Solidarität verweigere, sowie von Peter Altenburg und Marita Hindemith (SSG) eingegangen wird, aber auch auf Uli Kranzusch bzw. die Vietnam-Solidarität und die Chile-Solidarität.
Q: Kommunistische Studentenpresse - PI FSR-Programm der KSV-Zelle PI, Hamburg o. J. (1973)

17.06.1974:
An der Universität Hamburg gibt die Zelle des KSV der KPD am PI (Pädagogisches Institut) vermutlich in dieser Woche ihre 'Kommunistische Studentenpresse' (KSP - vgl. 8.10.1973, Okt. 1976) Nr. 2 zum Preis von 20 Pfennig heraus mit einem Titelbild zur Fußballweltmeisterschaft und dem zugehörigen Artikel "Was die Fußballweltmeisterschaft mit Politik zu tun hat…", der u.a. berichtet von der Terrorangst bzw. der Verhaftung zweier Palästinenser und vom Spiel BRD gegen Chile.

Weitere Artikel sind:
- "Für die Aktionseinheit aller linken Studenten!" zum Fachschaftsrat von MSB/SHB, wobei auch auf den SFB 115 eingegangen wird. Aufgerufen wird zur Wahl der Liste 'Demokratischer Kampf' (LDK) zum Studentenparlament;
- "Nach dem Examen: 140 Studenten sollen nicht ins Studienseminar übernommen werden!" zum NC für Referendare, wozu eingeladen wird zur Veranstaltung am 19.6.1974;
- "Gewerkschaftsausschlussverfahren gegen 11 DRUPA-Kollegen!" zu den UVB wegen dem 1. Mai; sowie
- "Berufsverbote", wovon zwei Freunde der KPD in Lüneburg bedroht, wobei auch berichtet wird vom UVB-Ausschluß von R. Bühler aus der GEW Hamburg.

Eingeladen wird zum Sympathisantenplenum und zur Schulung.
Q: Kommunistische Studentenpresse - PI Nr. 2, Hamburg o. J. (1974)

Oktober 1976:
An der Universität Hamburg gibt die Zelle Pädagogik des KSV der KPD am Pädagogischen Institut (PI) vermutlich im Oktober ihre frühere 'Kommunistische Studentenpresse' (KSP - vgl. 17.6.1974) nun erstmals als 'Wer erzieht wen' (vgl. 29.10.1976) mit einer Nr. 1 WS 76/77 heraus mit einem chinesischen Titelbild und den Artikeln:
- "Zum Namen unserer Zeitung";
- "Zum Nachdenken" mit zwei Zitaten von Hitler und Breschnew;
- "Aktionseinheit gegen politische Unterdrückung in BRD und DDR. Arbeitet mit im Seminarkollektiv des KSV im Wittern-Seminar";
- "Sozialismus oder Sozialfaschismus?" zu den Bundestagswahlen (BTW) vom 3.10.1976, zu denen in Eimsbüttel Gerd Heide für die KPD und für die DKP der AStA-Vorsitzende Rohlfing kandidierten;
- "Korrespondenz eines KSV-Genossen" zu Rohlfing; sowie
- "Macht mit bei den neuen Kursen der Schule des Marxismus-Leninismus!", die am 27. und 28.10.1976 beginnen.
Q: Wer erzieht wen Nr. 1 WS 76/77, Hamburg o. J. (1976)

29.10.1976:
An der Universität Hamburg gibt die Zelle Pädagogik des KSV der KPD am Pädagogischen Institut (PI) ihre 'Wer erzieht wen' (vgl. Okt. 1976) als Sonderdruck heraus unter der Schlagzeile "Der Bankrott des SSB!" zu dessen Abwahl aus dem Fachschaftsrat auf der gestrigen Vollversammlung.

Auf der Rückseite erscheint der Artikel "Aktionseinheit gegen politische Unterdrückung in BRD und DDR" zum Seminarkollektiv des KSV im Wittern-Seminar.

Aufgerufen wird "Macht mit bei den neuen Kursen der Schule des Marxismus-Leninismus!".
Q: Wer erzieht wen Sonderdruck Der Bankrott des SSB!, Hamburg o. J. (1976)

Letzte Änderung: 03.09.2015

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