Bochumer Marxisten-Leninisten:
Zur Entwicklung unseres Standpunktes - Selbstkritik (4. Nov. 1972)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 21.9.2017


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Das hier vorgestellte Papier der Marxisten-Leninisten Bochum schildert die Auseinandersetzungen zwischen den in Bochum aus der KPD/ML-ZK hervorgegangenen Zirkeln und widmet sich dabei neben grundsätzlichen Fragen auch den Komitees gegen das Ausländergesetz.

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

04.11.1972:
Von den Bochumer Marxisten-Leninisten (ML Bochum) wird das Papier "Zur Entwicklung unseres Standpunktes - Selbstkritik" verfasst, das beginnt mit einer Schilderung der Auseinandersetzungen im Ortskomitee Bochum der KPD/ML-ZK Anfang 1972, wobei sich die 'rechten' mittlerweile überwiegend wieder der KPD/ML-ZK anschlossen und die 'Ultralinken', die die Hauptgefahr für die ML-Bewegung im modernen Revisionismus sähen, mit denen man vor allem diskutierte. Die heutigen 'reinen Marxisten' hätten stets die 'Rechten' unterstützt.

Der Text gliedert sich weiter in die Abschnitte:
- "Zur Frage des 'objektiven Faktors' als Grundlage unserer weiteren programmatischen Arbeit - Kritik an Abweichungen zu dieser Frage, die in unserer Bewegung weit verbreitet sind", wobei auch auf den FKB(/ML eingegangen wird;
- "Welches sind die politischen Aufgaben und wie packen wir sie an?";
- - "a) Erstellung der politischen Linie, Festlegung der zentralen politischen Fragen, Kampf um die politische Einheit der Marx.-Len.";
- - - "Welche Fragen sind heute zentral?";
- - - "Welches sind heute die zentralen politischen Fragen?";
- - "b) Was heißt nun: 'von der Praxis des Lebens ausgehen, mit den Massen engen Kontakt halten, die Erfahrungen aus dem Kampf der Massen ständig zusammenfassen?'", wobei auch eingegangen wird auf Opel;
- - "c) Was heißt es, die Fortschrittlichen zu gewinnen?";
- - "d) Welche Konsequenzen ziehen wir in organisatorischer Hinsicht aus der Selbstkritik und der Darlegung unseres Standpunktes", wozu es heißt, man wolle die Widersprüche der Bochumer Zirkel herauszuarbeiten und dei Einheit suchen, wo sie möglich sei.
Abschließend wird ein Gliederungsvorschlag für ein Papier vorgelegt, mit dem die Auseinandersetzung mit anderen Zirkeln geführt werden soll, wobei ein Vorschlag der ML Duisburg abgeändert worden sei.

Enthalten ist auch der Text "Kritik an der Politik der ML zu und in den Komitees gegen die verschärfte Anwendung der Ausländergesetze und die politische Unterdrückung - Diskussionsprotokoll", der sich auf Bochum bezieht und sich gliedert in die Punkte:
- "1.) zu den bisherigen Auseinandersetzungen" zuerst zwischen der KPD und dem Rest, wobei aber die ML ihre Linie nicht klar dargelegt und durchgesetzt sowie den modernen Revisionismus nicht bekämpft hätten, was etwa in Bochum die 'reinen Marxisten' verhindert haben;
- "2.) die Hauptfeinde der Völker" zu den "schweren opportunistischen Fehlern" der Dortmunder Plattform;
- "3.) Kampf gegen den Verrat der modernen Revisionisten, Kampf gegen die Ideologie von der SPD als 'kleineres Übel'";
- "4.) Den Tageskampf mit dem Kampf auf lange Sicht verbinden! Den Imperialismus und den Verrat der modernen Revisionisten entlarven! und bekämpfen!"; sowie
- "5.) zum Charakter der 'Komiteebewegung'".
Quelle: Bochumer ML: Zur Entwicklung unseres Standpunktes - Selbstkritik, Bochum 4.11.1972

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Letzte Änderung: 21.09.2017