KPD-Betriebszelle Opel-Bochum:
'Betriebsratswahlen 1978. Stärkt die proletarische Einheitsfront. Programmvorschlag' (1977)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 21.2.2017


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Von der Betriebszelle Opel-Bochum der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD, ehemals KPD/AO) herausgegeben, erscheint im November 1977 die Broschüre: "Betriebsratswahlen 1978. Stärkt die proletarische Einheitsfront. Programmvorschlag". Die KPD-Betriebszelle ruft darin dazu auf: "Eine Einheitsfront aller klassenbewusster Arbeiter und Kräfte zu schließen." Agitiert wird gegen die "scharfen Angriffe der Monopolkapitalisten und der Schmidt-Regierung" und gegen die "Gewerkschaftsführung", die "fest in der Hand der Bourgeoisie" sei. Unter diesen Bedingungen dürfe "die Betriebsratswahl auf keinen Fall der reaktionären Gewerkschaftsführung überlassen werden".

Weitere Beiträge zur KPD bei Opel-Bochum:

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

November 1977:
Von der Betriebszelle Opel-Bochum der KPD herausgegeben, erscheint die Broschüre: "Betriebsratswahlen 1978. Stärkt die proletarische Einheitsfront. Programmvorschlag".

Einleitend heißt es darin: "Angesichts der Betriebsratswahlen 1978 ruft die KPD - Betriebszelle OPEL- Bochum dazu auf, eine Einheitsfront aller klassenbewussten Arbeiter und Kräfte zu schließen. Die scharfen Angriffe des Monopolkapitals und der Schmidt - Regierung auf die Lebenslage der Arbeitermassen und die demokratischen Rechte des Volkes haben das Bewusstsein wachsen lassen, dass der Klassenkampf, das Vertrauen auf die eigene Kraft, die Einheit der Arbeiterklasse unbedingt notwendig ist. Die Gewerkschaftsführung ist fest in der Hand der Bourgeoisie. Leute wie Vetter machen sich gerade in diesen Wochen zu eifrigsten Propagandisten für die 'Arbeitsgemeinschaft' mit den Kapitalisten. Die Arbeiterklasse soll ein für allemal auf den Klassenkampf verzichten. Die Gewerkschaftsführung hat fast alle demokratischen Rechte für die Mitglieder beseitigt und bedroht jeden klassenbewussten Arbeiter mit den 'Unvereinbarkeitsbeschlüssen'. Unter diesen Bedingungen darf die Betriebsratswahl auf keinen Fall der reaktionären Gewerkschaftsführung überlassen werden!"

Die Hauptinhalte der "proletarischen Einheitsfrontpolitik der KPD" sind: "Unversöhnlicher Kampf gegen das Kapital und seine Handlanger! Gegen Lohnraub, Arbeitslosigkeit und soziale Demontage! Gegen die politische Unterdrückung in beiden Teilen Deutschlands! Gegen die faschistische Gefahr in der BRD und Westberlin! Gegen die russische Fremdherrschaft und die sozialfaschistische Unterdrückung in der DDR! Für Unabhängigkeit und Freiheit! Für das demokratische Selbstbestimmungsrecht des deutschen Volkes! Für die Einheit Deutschlands! Gegen das Streben der Supermächte nach Weltherrschaft! Gegen die Kriegsgefahr, die heute besonders vom sowjetischen Sozialimperialismus ausgeht! Für internationale Solidarität! Gegen Imperialismus, Kolonialismus und Rassismus! Solidarität mit dem Kampf der Arbeiterklassen in Ost und West! Es lebe der gerechte Befreiungskampf der unterdrückten Völker und unterjochten Nationen!"

Eine Einheit mit den "DKP-Führern" wird ausgeschlossen, da sie für die "Unvereinbarkeitsbeschlüsse eintreten" und für das "reaktionäre Mitbestimmungsgesetz". Die Zelle tritt dafür ein, "dort eine Einheit zu suchen, wo es bereits möglich ist", um ein "Programm zur Betriebsratswahl aufzustellen".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Die KPD tritt für die proletarische Einheitsfront ein!"
- "Programmvorschlag"
- "Persönlichkeits- oder Listenwahl?"
- "Mit wem zusammenschließen - wen bekämpfen?"
- "Anhang zur Geschichte des Betr.VG"

Geworben wird für die "Rote Fahne" und die Broschüre: "II. Parteitag der KPD. Über die gegenwärtige Lage und die Aufgaben der KPD".
Quelle: Betriebszelle Opel-Bochum der KPD: Betriebsratswahlen 1978. Stärkt die proletarische Einheitsfront. Programmvorschlag, o. O., November 1977.

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Letzte Änderung: 21.02.2017