'Kommunistische Arbeiterpresse'
Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands für Opel in Bochum

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 11.2.2017


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Inhalt

  1. Anfänge
  2. Betriebsratswahlen 1972, Gruppe oppositioneller Gewerkschafter (GOG), Liste 2
  3. Betriebsratswahlen 1975
  4. Lohnforderungen
  5. Politische Entlassungen: Andreas Lara, Kurt Wischnewski, Uwe Maack, Jochen Beyer, Bernhard Müller, Rafael Sanchez
  6. Auseinandersetzungen mit der "Zündkerze" (KPD/ML-ZK), der "Presse" (KPD/ML-ZB) und dem "Roten Kadett" (DKP)
  7. Streikaufrufe und Soli-Komitees
  8. Nachfolgezeitung und weitere Beiträge zu Opel in Bochum

1. Anfänge

Die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD, ehemals KPD/AO) gab im Dezember 1971 die Nr. 1 ihrer Betriebszeitung "Kommunistische Arbeiterpresse, Ausgabe Opel" (für Opel- Bochum) heraus. In der Regel hießen alle BZ der KPD "Kommunistische Arbeiterpresse", jeweils mit dem Zusatz des Unternehmens, hier "Ausgabe Opel". Andere Ausgaben waren etwa: "Ausgabe Klöckner", Ausgabe AEG-Telefunken", aber auch nur: "Betriebszeitung der Zelle Westfalenhütte der KPD für die Hoesch-Arbeiter" (vgl. Dezember 1971).

In der ersten Nummer erklärte die KAP, dass sie ab jetzt "die Agitation und Propagandaarbeit bei Opel Bochum aufnimmt". "Angesichts der Vielzahl von 'Parteien', Gruppen und Grüppchen, die sich vor den Toren Opels ein Stelldichein geben, ist es notwendig, eine klare Abgrenzung zu diesen 'linken' Gruppen zu treffen". Heute sei der Aufbau der Kommunistischen Partei "die Hauptaufgabe" (vgl. Dezember 1971).

Agitiert wurde in der ersten Ausgabe gegen die DKP, gegen die "Zündkerze" der KPD/ML (Roter Morgen) und die "Presse" der KPD/ML (Rote Fahne). Aufgabe der Zelle der KPD bei Opel sei es, "auf der Grundlage des betrieblichen Kampfprogramms und des Aktionsprogramms der Partei gegen alle Spaltungsversuche die einheitliche Kampffront aller klassenbewussten Kollegen, aller fortschrittlichen Arbeiter und Angestellten bei Opel herzustellen" (ebd.).

Ab der Nr. 3 vom 28. Januar 1972 hieß die KAP im Untertitel: "Betriebszeitung der Zellen Opel-Bochum der KPD", später nur noch "Zelle Opel-Bochum …" oder auch: "Zeitung Opel-Bochum der KPD", dann wieder "Betriebszeitung der Zelle Opel-Bochum der KPD". Das variierte öfter. Eine Erklärung zu den Umbenennungen gab es nicht (vgl. 28. Januar 1972, 2. Oktober 1974, 16./17. März 1976).

Zu den "Kommunistischen Arbeiterpressen" hieß es, dass sie "Zeitungen der Betriebszellen der KPD" seien. Ihre Hauptaufgabe bestehe darin, "die parteilosen Massen in den Betrieben zu agitieren, ihnen das langfristige Ziel des Kommunismus, den Sturz der Diktatur der Bourgeoisie zu erklären und sie in den Arbeiterkämpfen gegen sie darauf vorzubereiten". Zudem betone der einheitliche Name "die einheitliche Linie der Partei auf allen Ebenen" (vgl. Dezember 1971).

2. Betriebsratswahlen 1972, Gruppe oppositioneller Gewerkschafter (GOG), Liste 2

Unterstützt wurde von der Betriebszelle schon sehr früh die GOG, die nach der KAP zu einer ersten Veranstaltung am 26.3.1972 einlud. Zuvor stellte sich die KAP schon hinter jene Kollegen, "die auch bei Opel den Verrat der Gewerkschaftsführung bekämpfen" und forderte zu den BR-Wahlen "Weg mit den Arbeiterverrätern" (vgl. 28. Januar 1972).

Herausgestellt wurde das "betriebliche Kampfprogramm" mit den Forderungen: "Kampf dem arbeiterfeindlichen BVG!", "Kampf dem reaktionären Ausländergesetz!", "Kampf der Friedenspflicht!", "Kampf der Schweigepflicht!", "Weg mit den 40 Lohngruppen bei Opel", "Eine einheitliche Zulage für alle!", "Gleicher Lohn für Deutsche und ausländische Arbeiter!", "40-Stunden-Woche bei Opel!", "1250 DM Nettolohn für alle!", "Bezahlte Pausen als Arbeitszeit!", "Voller Lohnausgleich bei Kurzarbeit!", "6 Wochen Urlaub für alle!" (vgl. März 1972, 23. Juni 1972, 30. März 1972).

Allerdings versuchte die Zelle auch, sich mit einem eigenen "Kampfprogramm" zu den Betriebsratswahlen in den Vordergrund zu drängen. Forderungen aus dem Programm waren u. a.: "7 Stundentag und 35 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich!", "Offenlegung aller Rationalisierungspläne!", "Einheitliche Kündigungsschutzbestimmungen für alle!", "Ausreichende Abfindung bei Entlassungen!", "Ausreichendes Kurzarbeitergeld für alle!". Das eigene "Kampfprogramm" wurde dann vermutlich zugunsten der GOG-Unterstützung fallen gelassen und tauchte in dieser Form nicht wieder auf (vgl. 29. Februar 1972).

In der Ausgab 6 vom 27.4.1972 rief die Betriebszelle dazu auf, bei den BR-Wahlen "Liste 2 " zu wählen, die bei den Wahlen im Mai dann 8.283 Stimmen erhielt (5 Mandate) und gegen deren Vertreter Ausschlussanträge aus der IG Metall gestellt wurden (vgl. 27. April 1972, April 1972, Mai 1972, 25. Mai 1972, Juli 1972, 26. Oktober 1972).

Gegen "Einschüchterungen durch Kündigungsdrohungen" organisierte die Betriebszelle mit "Teilnehmern der Dortmunder Konferenz der oppositionellen IG Metaller" eine Solidaritätsdemonstration gegen mögliche Ausschlüsse von GOG-Mitgliedern der "Liste 2" aus der IG Metall und forderte Solidarität und "Weg mit den Unvereinbarkeitsbeschlüssen" ein (vgl. 6. Oktober 1972, Juni 1975, 7. Juli 1975).

Ende November 1973 erschien in der KAP der Artikel: "Die Unvereinbarkeitsbeschlüsse der Schaumberg, Schmitz und Lang richten die GOG-Opel zugrunde". So sei ein Opel-Arbeiter aus der GOG ausgeschlossen worden, da er sich geweigert hätte, sich von der KPD zu distanzieren. Die KAP rief nun dazu auf, die GOG "schonungslos zu entlarven". Der GOG seien ihre "Betriebsratsposten wichtiger" (vgl. 30. November 1973).

3. Betriebsratswahlen 1975

Zur BR-Wahl 1975 wollte die Zelle "eine Gegenliste zu der Perschke-Liste" aufstellen. Es fiel auf, dass die Forderungen teilweise mit denen der "Liste 2" identisch waren. Im Januar 1975 richtete die Zelle einen "Offenen Brief an die GOG" und schlug für die BR-Wahl vor: "Das Programm der GOG zu den Betriebsratswahlen 1972 zur Grundlage für die diesjährige Betriebsratswahl zu nehmen, da es in der Grundlinie nach wie vor den Kampfaufgaben bei Opel entspricht …

2. Halten wir es für notwendig, dass die klassenbewussten gewerkschaftsoppositionellen Arbeiter bei Opel mit einer eigenen Liste zur diesjährigen Betriebsratswahl kandidieren …

3. Muss das Programm der oppositionellen Liste und das Vorgehen zur Betriebsratswahl öffentlich diskutiert werden; die Aufstellung der Kandidaten muss auf einer öffentlichen Veranstaltung erfolgen …"

Dazu machte die KAP auch einen eigenen "Programmvorschlag" (vgl. Februar 1975).

Bei den Betriebsratswahlen am 6. Mai 1975 erhielt die "Liste 2" 4.661 Stimmen (36%) und 12 Sitze, während 18 Sitze an die IGM und 5 an die DAG gingen. Die "Liste 2" war mit einem eigenen Wahlprogramm zur Wahl angetreten, das nicht nur betriebsspezifische Forderungen enthielt, sondern auch darüber hinausging, etwa: "Gegen die Unvereinbarkeitsbeschlüsse!", "Gegen die Illegalisierung von Streiks!", "Weg mit den diskriminierenden Ausländergesetzen!". Gleichzeitig stellte die KPD-Zelle klar, dass sie dazu aufgerufen habe, bei der BR-Wahl "die oppositionelle Liste zu wählen" (vgl. Mai 1975; 7. Juli 1975).

Das Verhältnis der KAP zur GOG kann als ambivalent bezeichnet werden. In der Ausgabe zum 1. Mai 1975 wurde der GOG angekreidet, dass sie sich zur Frage der "Abschaffung des kapitalistischen Lohnsystems" nicht äußern würde. Zudem müsse man die "Ernsthaftigkeit" dieser Liste vor allem daran messen, welche Politik ihre Vertreter im Betriebsrat machten, ob sie sich auf die Arbeiter stützten oder sich vom BVG knebeln ließen. Immerhin sei es ein Erfolg, dass "gegen die SPD-Mafia" eine eigene Liste durchgesetzt worden sei.

Gegen den Ausschlussterror gegen Mitglieder der "Liste 2" rief die Zelle der KPD in einem "Offenen Brief" zur "Einheitsfront" gegen "SPD-Regierung und Gewerkschaftsbonzen" auf (vgl. Februar 1975).

Die "kommenden Arbeitskämpfe" müssten zeigen, ob das Vertrauen "vieler Kollegen in die Kandidaten der oppositionellen Liste berechtigt" sei. Kritisiert wurde weiter, dass sich die GOG auf "den ökonomischen Kampf beschränken" würde und sie ihr Programm nicht "auf die Abschaffung des gesamten Lohnsystems" ausgerichtet hätte (vgl. 18. April 1975).

Im September 1975 rief die KAP dazu auf, weiter gegen Gewerkschaftsausschlüsse zu kämpfen, und lud zu einer Veranstaltung dazu am 19.9. in Bochum ein (vgl. 10. September 1975).

4. Lohnforderungen

Seit der ersten Ausgabe der KAP wurden zu allen möglichen Gelegenheiten prozentuale oder lineare Forderungen "um einen einheitlichen Betrag für alle" gestellt. Sie kamen sozusagen aus heiterem Himmel und waren ziemlich willkürlich: Im Januar 1972 wurden "120 DM" gefordert. Im März 72 "1.250 DM Nettolohn". Im September 1972 sollten es "50 Pfg. mehr sein". 1973 forderte die KAP "1.20 DM". Im Januar 1973 wurde statt 8,5% Tarifabschluss, "180 DM im Monat mehr" gefordert. Dann waren es "1.20 DM" oder einfach nur "mehr Lohn" im März 1974. Darauf folgte "1.200 DM Mindestnettolohn" (vgl. 28. Januar 1972, 30. März 1972, 7. September 1972, 16. November 1973, 13. März 1974, September 1974).

Im Oktober 1975 stellte die KAP zu einer Belegschaftsversammlung die Forderung nach 250 DM mehr für alle auf. Später wurde diese Forderung zu einer 220 DM Forderung. Und die Begründung dafür wurde gleich nachgeliefert: "Wir sind der Meinung, dass es nicht so sehr darauf ankommt, ob wir die 30 DM mehr oder weniger fordern, sondern was wichtig ist, ist doch, wie gesagt, eine Einheit im ganzen Betrieb zu schaffen … und eine Forderung nach einer einheitlichen Erhöhung um 220 DM mehr für alle ist gegen die Gewerkschaftsführer gerichtet" (7. Oktober 1975, 21. November 1975, Dezember 1975).

Widersprüchlich blieb die Geschichte um die Forderung allemal. Sie war auch noch 1976 vakant ist. Die KAP richtete sich nämlich an die GOG, um dieser einen "Einheitsfrontvorschlag" zu unterbreiten, der die Forderung nach 220 DM umfasste. Die GOG sollte eine Forderung nach 250 DM aufgestellt haben (vgl. 7. Oktober 1975, 19. November 1976).

Bereits im Januar und Februar 1976 tauchte zur Tarifrunde die alte Forderung der KAP nach "220 DM" wieder auf, die auch im Dezember wieder vertreten wurde. Eine Lohnerhöhung würde nie ausreichen, sie sei nur "Reallohnverlust". Bei Opel würde man 250 DM fordern, die KAP blieb bei der Forderung von 220 DM. Diese wurde jedoch durch eine VL-Vollversammlung "unterdrückt". Nun wollte man selbständig den Kampf für sie in die Hand nehmen. Sie sei die "berechtigte Forderung der Arbeiterklasse" (vgl. 21. Januar 1976, Februar 1976, 9. Dezember 1976, Dezember 1976).

Im Artikel "Ein Täuschungsmanöver", der die Diskussion um "Sonderschichten" und "Kurzarbeit" neu aufbereitete, wollte die KAP an ihren Forderungen festhalten. Hier schien nun die "220 DM - 250 DM" Forderung endgültig vom Tisch zu sein. Gefordert wurde: "150 DM mehr für alle!" Dann tauchte wieder eine Forderung von 1 DM auf, die schon in "vielen Stahlbetrieben" gestellt worden sei (vgl. 30. August 1976, 3. November 1976).

5. Politische Entlassungen: Andreas Lara, Kurt Wischnewski, Uwe Maack, Jochen Beyer, Bernhard Müller, Rafael Sanchez

Im Berichtszeitraum kam es zu einer Reihe von Entlassungen aus politisch motivierten Gründen. Die Entlassung des spanischen Ersatzbetriebsrates Lara, der auf der Liste der GOG kandidiert hatte, war neben deren Erfolg ein wichtiges Ereignis, das 1972 begann und Ende 1973 endete. Dazu veröffentlichte die Betriebszelle in ihrer KAP etliche Stellungnahmen, aber auch Flugblätter, in denen u. a. zum "Streik in allen Abteilungen" aufgerufen wurde und die Forderung nach "Wiedereinstellung des Kollegen Lara!" aufgestellt wurde (vgl. 11. Oktober 1972, Oktober 1972, 23. Februar 1973, März 1973, 10. August 1973, 29. September 1973, 16. November 1973). Die Berufungsverhandlung von Lara fand am 8.11.1973 in Hamm vor dem LAG statt. Seine Klage auf Wiedereinstellung wurde abgewiesen (vgl. 11. Januar 1974).

Nicht nur Lara war vom sog. "Ausschlussterror" bedroht, auch Rudi Wischnewski, der im März 1973 mit BR-Mehrheit entlassen werden sollte. Wesentlicher Grund, laut KAP, war die ungerechte "Besserstellung der Betriebsräte". Wischnewski sei nicht zuletzt "wegen der Offenlegung dieser Tatsache rausgeschmissen worden". Und er sei kein "Einzelfall", denn "vereinfachte Verfahren" ermöglichten laut BVG der SPD/FDP-Regierung schnelle Ausschlussverfahren aus der Gewerkschaft. Wischnewski, der seit 1968 mit einer eigenen "Arbeitervorschlagliste" zu den Betriebsratswahlen bekannt war und seit dieser Zeit BR-Mitglied war, stand im April 1972 auf der Seite der GOG. "Als ihm dann Platz 16 der IGM Liste angeboten wurde, ließ er die Kollegen der Gruppe oppositioneller Gewerkschafter im Stich und schlug sich auf die Seite von Perschke & Co" (vgl. 27. April 1972, 22. März 1973).

Interessant war das "Rote Fahne"-Interview mit Wischnewski, das die KAP in Auszügen veröffentlichte und aus dem hervorging, dass es notwendig sei, gegen "diese ganze Perschke-Gruppe zu opponieren. Wenn es nicht möglich wird, eine vernünftige Persönlichkeitswahl zu bekommen, dann eine Gegenliste machen!" (vgl. 22. März 1973).

Wischnewski wurde aber auch von der KAP als aufrechter Arbeitervertreter und "mutiger Betriebsrat" bezeichnet. Die KAP forderte "Solidarität mit Wischnewski" und "sofortige Wiedereinstellung von Rudi Wischnewski" (vgl. Dezember 1972, März 1973, 22. März 1973, 10. August 1973, 29. September 1973, 21. Mai 1976).

Für alle Einschüchterungsmaßnahmen, politischen Entlassungen und Ausschlussanträge wurden neben den "Opel-Kapitalisten" die praktizierenden "Arbeiterverräter" der "Perschke-Clique" verantwortlich gemacht. Perschke, damals ausgemachter Feind aller Linken bei Opel, stand darüber hinaus auch für die fehlerhafte Politik der SPD und der IG Metall. So kam es nicht von ungefähr, dass die KAP die "sofortige Auflösung des alten Betriebsrates" verlangte (vgl. etwa: 17. Januar 1973, März 1973, 23. März 1973, 29. März 1974, 17. und 18. April 1974, November 1974, 23. September 1976).

Perschke und Co (gemeint waren hier die Vertreter des "Roten Kadett") würden sowieso gemeinsame Sache mit den Opel-Kapitalisten machen, so bei der "Milchpreiserhöhung" und der "Stempelregelung" (vgl. 21. Mai 1976, 22. März 1977). Zudem sei Perschke wegen der sog. "Feuerzeugaffäre" ins Gerede gekommen. Die KAP forderte: "Schluss mit den schmutzigen Geschäften der Perschke-Clique" (vgl. Dezember 1972).

Ein wichtiges Ereignis waren natürlich die Entlassungen von Uwe Maack und des Studenten Bernhard Müller, die wegen "Widerstands gegen die Staatsgewalt", "Beleidigung" und "versuchter Gefangenenbefreiung" vom Bochumer Landgericht am 19. und 26.11.1974 jeweils zu Geldstrafen verurteilt wurden.

Maack wurde am 16.4. wegen "fortwährender Störung des Betriebsfriedens" entlassen. Direkt wurde dafür die "Perschke-Drahtzieherrolle" verantwortlich gemacht. Am 19.4. wurde Maack von einer Streife der Zivilpolizei vor Tor 3 bedrängt, "am Reden gehindert" und "ins Polizeirevier geschleppt". Maack selbst sprach davon, dass er "überfallen" worden sei. Gegen Maack wurde ein Gewerkschaftsausschlussverfahren eingeleitet (vgl. 17. April 1974, 18. April 1974, 22. April 1974).

Im Juni 1974 erschien in der KAP ein "Aufruf des Kollegen Maack", etwa gleichzeitig mit der Erhebung der Anklageschrift durch die Staatsanwaltschaft Bochum. Im März 1975 wurde der arbeitslos gewordene Maack im Rahmen einer "befristeten Einstellung" durch das Arbeitsamt bei Opel vorstellig und sofort aus dem Personalbüro mithilfe von Werkschützern rausgeschmissen (vgl. Juni 1974, März 1975).

Maack soll in erster Instanz am 15. Mai 1975 vom Bochumer Amtsgericht zu einer Strafe von "800 DM" verurteilt worden sein. Anlass, so die KAP, war der Offene Brief nach seinem Ausschluss aus der IG Metall. Der Bericht darüber erschien erst im November des Jahres (vgl. 21. November 1975).

Am 9. September 1974 bekamen Maack und Müller ihre Anklageschrift zugeschickt. Ein erster Prozess fand wohl am 5. November statt. Schließlich fand die Berufungsverhandlung am 27. November 1975 statt, in der Müller und Maack zu Geldstrafen verurteilt wurden (vgl. 10. September 1974, 13. November 1974, 21. November 1974, 27. November 1974, März 1975, 12. Mai 1975, 21. November 1975).

Zu Beyer und Sanchez gab es wenige Informationen. Sanchez wurde, laut KAP vom 30. 8.1976 und 23.9.1976, aus politischen Gründen wegen einer "Rede auf der Belegschaftsversammlung" entlassen (vgl. 30. August 1976, 23. September 1976). Ein erster Arbeitsgerichtstermin sollte am 1. September stattfinden (vgl. 30. August 1976).

6. Auseinandersetzungen mit der "Zündkerze" (KPD/ML-ZK), der "Presse" (KPD/ML-ZB) und dem "Roten Kadett" (DKP)

Die Agitation gegen den "Roten Kadett" und die "Moskauer Revisionisten" im Betrieb waren neben der betrieblichen Arbeit eine der Schwerpunkte der KAP, die sich aber angesichts der zig Taktikschwenks der DKP (etwa zur "220,- 250,- DM" Forderung) mit ihren Vorhaben, sie zu entlarven, schwer tat. Auf einer Veranstaltung der DKP in Bochum zum Thema "Auseinandersetzung mit maoistischen Gewerkschaftslinien" wollte man "Sozialimperialismus" entlarvt haben (vgl. 21. Januar 1976).

Die Marschroute gegen die DKP war seit der ersten Ausgabe vom Dezember 1971 deutlich: Sie diene "eindeutig den Interessen der Monopolbourgeoisie in der BRD und in Westberlin, indem sie die einheitliche Klassenfront des Proletariats spalte". Gerade in der Metalltarifrunde könne jeder Kollege erfahren, dass die DKP-Führung bedingungslos jedes verräterische und spalterische Manöver der IG-Metall-Führung unterstützte. Genau wie in der 'UZ' wurde auch im 'Roten Kadett' gegen die Forderungen der Kollegen die verräterischen 9% propagiert …" (vgl. Dezember 1971).

Die DKP sei nun mal "Prediger des Kapitalismus" (vgl. 23. September 1976) und würde mit Perschke "unter einer Decke stecken" (ebd.). Sie habe mit den "Interessen der Arbeiter nichts gemein" und sei überdies "der geschworene Feind der Arbeiterklasse" (vgl. 9. Februar 1977).

Zur "Zündkerze" und kurzlebigen "Presse" meinte die KAP: "Besonders deutlich ist am Beispiel der KPD/ML zu verfolgen, dass mit innerer Gesetzmäßigkeit die Isolierung dieser Gruppe von den Massen zur Sektenbildung, zu prinzipienlosen Fraktionskämpfen, zu einem endlosen Prozess der Spaltung führte. Auch bei Opel wurde die Scheinhaftigkeit der Positionen, die Prinzipienlosigkeit der Spaltung am Beispiel der beiden Betriebszeitungen 'Zündkerze' (KPD/ML Roter Morgen) und 'Presse' (KPD/ML Rote Fahne) sichtbar vor Augen geführt. Besonders unverständlich muss den Kollegen der Spaltungsprozess erscheinen angesichts der Tatsache, dass beide Gruppierungen in den zentralen Fragen gleichlautende Propaganda betreiben …" (vgl. Dezember 1971).

Eine "schändliche Rolle" würden ebenfalls "die verschiedenen KPD/ML-Gruppierungen, vor allem die Gruppe 'Rote Fahne Bochum', spielen". Dass es den örtlichen SPD- und IGM-Führern gelang, die Liste 2 als 'KPD/ML-Liste' zu verteufeln … ist vor allem auf das großsprecherische Auftreten dieser Gruppe zurückzuführen … Ebenso wie bei Opel tönen ihre Zeitungen auch anderswo: 2. Liste unter der Führung der KPD/ML.

Durch diese kleinbürgerliche Großmannssucht wurden den Gewerkschaftsbonzen die Argumente für ein Ausschlussverfahren ins Haus geliefert. Unfähig zu begreifen, dass die einzige Waffe gegen Ausschlussverfahren die Solidarität der innergewerkschaftlichen Opposition ist, wollen sie ein marxistisch-leninistisches Solidaritätskomitee gründen …" (vgl. 23. Juni 1972).

7. Streikaufrufe und Soli-Komitees

Aufrufe zum Streik gab es nahezu zu jedem Anlass, etwa zu Nachschlagsforderungen (vgl. 27. August 1973, 28. August 1973), Tarifrunden (vgl. 17. Januar 1973. 16./17. März 1976), zu Kündigungen wegen Teilnahme an sog. "illegalen Streiks" (vgl. 29. August 1973, 13. September 1973).

Bei Opel wollte man zum 31.10.1973 ein "Solidaritätskomitee für die entlassenen Opel-Kollegen" (auch: "Komitee gegen Unvereinbarkeitsbeschlüsse und politische Entlassungen") konstituieren, das über ein "Solidaritätskonto" entlassene Opel-Kollegen unterstützen sollte (vgl. Oktober 1973).

Forderungen waren dazu: "Sofortige Zurücknahme der Entlassungen", "Gegen Lohnraub" würde generell "nur Streik helfen", meinte die KAP; denn "Lohnraubabschlüsse" müssten zum "selbständigen Kampf" führen, "ohne und gegen die Gewerkschaftsführung" (vgl. 30. August 1976, 3. November 1976).

Dazu wurde wohl eine "Plattform" erarbeitet, mit der sich die KAP an die GOG wandte. Zentrale Forderungen waren: "Für freie politische Betätigung im Betrieb und Gewerkschaft!", "Gegen politische Entlassung, Gewerkschaftsausschlüsse und Berufsverbote!", "Weg mit den Unvereinbarkeitsbeschlüssen!" (vgl. 7. Juli 1975).

8. Nachfolgezeitung und weitere Beiträge zu Opel in Bochum

Die Nachfolgezeitung der KAP war der "Scheinwerfer - Zeitung der Betriebszelle Opel der KPD". Die erste Nummer erschien im April 1977.
Weitere Beiträge zu Opel in Bochum:

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

Dezember 1971:
Es erscheint die Nr. 1 der "Kommunistischen Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands, Ausgabe Opel" (für Opel Bochum) mit der Schlagzeile: "Gegen Aussperrungen: Solidarischer Kampf aller Metaller!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Die Lage bei Opel", über Aussperrung und Solidarität"
- "Wie unterscheidet sich die KPD von den 'linken ' Parteien und Gruppen?", über die DKP, die KPD/ML-ZB mit ihrer "Zündkerze" und die KPD/ML-ZB mit ihrer "Presse"
- "Arbeiterkorrespondenz", über die Kündigung des auslaufenden Tarifvertrags durch die IG Metall
- "Auf in den Kampf", über die Forderung nach einer Urabstimmung in NRW
Quelle: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Nr. 1/1971, West-Berlin, Dezember 1971.

Januar 1972:
Es erscheint die Nr. 2 der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Produktionsstopp! Ein neuer unverschämter Angriff der Opel-Kapitalisten", über die Aussperrung im Dezember und sog. "Produktionspausen"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Belegschaftsversammlung: Kampf dem Krisenprogramm!", über Belegschaftsversammlungen und die Forderungen der KPD, u. a. "7-Stundentag bei vollem Lohnausgleich"
- "Kampf der staatlichen Preistreiberei bei Strom, Gas und Verkehrsbetrieben", über den Bochumer Haushaltstarif
- "Sieg im Volkskrieg!", über die DRV
- "Lehren der Metalltarif-Kämpfe", u. a. über den 7,5% Tarifabschluss und die Parole: "Kampf dem Lohnraub!"
- "Aktionsprogramm der KPD", über die "Programmatische Erklärung" und das "Aktionsprogramm der KPD" (aus der "Roten Fahne") mit der "Spitze des Aktionsprogramms": "Für den Siebenstundentag bei vollem Lohnausgleich" Weitere Forderungen sind u. a.: "Keine Entlassung von Betriebsräten, Vertrauensleuten und Jugendvertretern während ihrer Amtszeit!", "Kampf der Friedens- und Schweigepflicht!", "Streikrecht für Lehrlinge!"
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Nr. 2/1972, West-Berlin, Januar 1972.

28.01.1972:
Es erscheint die Nr. 3 der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Betriebsratswahl: Weg mit den Arbeiterverrätern", über die anstehenden Betriebsratswahlen, Perschke und Co.
Artikel der Ausgabe sind:
- "Weg mit den 40 Lohngruppen. Statt 'Leistungszulage', einheitliche Zulage für alle!", über die "Spaltung durch Lohnunterschiede" und die Forderungen der KPD: "120 DM mehr für alle!" und "Einheitliche Zulage für alle statt der Leistungszulage!"
- "Belegschaftsversammlung: Perschkes Wahlpropaganda verpuffte!", über eine BV bei Opel und das Kampfprogramm der Betriebszelle
- "Der Kampf der Hoesch-Kollegen!", u. a. über den Streik am 10. Januar
- "Landesverband NRW der Liga gegen den Imperialismus gegründet", über den LV NRW, der sich am 15.1.1972 konstituierte
- "Kollegen, lest die Rote Fahne!", über die Aufforderung, die RF zu lesen

Zur BR-Wahl wird noch angemerkt: "Wir dürfen nur solche Betriebsräte wählen, die bereit sind, den Kampf gegen das arbeiterfeindliche Betriebsverfassungsgesetz zu führen: Kampf dem arbeiterfeindlichen BVG."
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Nr. 3/1972, West-Berlin, 28. Januar 1972.

29.02.1972:
Es erscheint die Nr. 4 der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Betriebsratswahl: Gegen SPD-Parteipolitik im Namen der IGM", über die "arbeiterfeindlichen Maßnahmen der SPD-Regierung" und die Betriebsrätevollkonferenz im August 1971 in West-Berlin und über die "Handlanger der SPD-Führung bei Opel".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Betriebsratswahl 1972", über die BR-Wahlen in 1972 mit dem "Kampfprogramm" der Zelle, u. a. mit den Forderungen: "7 Stundentag und 35-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich!", "Offenlegung aller Rationalisierungspläne!", "Einheitliche Kündigungsschutzbestimmungen für alle!"
- "Neuerliche Kurzarbeit und Massenentlassungen. Geschlossen den verschärften Angriffen der Kapitalisten entgegentreten!", über Preiserhöhungen der internationalen Automobilkonzernen
- "Geschlossen vorwärts. 4. Parteikonferenz der KPD erfolgreich durchgeführt. Drittes Zentralkomitee einstimmig gewählt", über die Tagung der 4. PK der KPD am 5./6. 2. 72 und die Wahl eines ZK
- "Alles für den Sieg des kämpfenden Vietnam", über die Demo vom 19.2. In Düsseldorf mit KPD, KSV und Liga
- "Der Freiheitskampf des irischen Volkes", über den Bürgerkrieg in Nordirland und die IRA

Geworben wird für die "Rote Fahne", und es wird bekannt gegeben, dass sie am 2.3. bei Opel (mittags) verkauft wird.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Nr. 4/1972, West-Berlin, 29. Februar 1972.

März 1972:
Es erscheint ein "Sonderdruck" der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Unterstützt die Gegenliste". Erklärt wird: "Wir brauchen eine Gegenliste. Die Gruppe oppositioneller Gewerkschafter in der IGM bei Opel lädt in ihrem 3. Handzettel zu einer Veranstaltung ein, in der eine Gegenliste aufgestellt werden soll." Aufgerufen wird zu einer Versammlung am 26.3. in Bochum (Gaststätte Espanol).
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Sonderdruck, o. O., März 1972.

März 1972:
Es erscheint ein "Sonderdruck" der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Mitgliederversammlung statt VL-Vollversammlung!", über die "SPD-Wasserträger im VLK und in der ARSO". Gefordert wird, zu einem Treffen am 19.3. im Bochumer Humboldt-Eck zu kommen: "Aufstellung der IGM-Liste auf einer Mitgliederversammlung …"
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Sonderdruck, o. O., März 1972.

30.03.1972:
Es erscheint die Nr. 5 der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Gegenliste aufgestellt! Erfolgreiche Veranstaltung der oppositionellen Gewerkschafter", über die GOG und ihre Veranstaltung am 26.3.1972 und das betriebliche Kampfprogramm u. a. mit den Forderungen: "Kampf dem arbeiterfeindlichen BVG!", "Kampf dem reaktionären Ausländergesetz!" "Gleicher Lohn für Deutsche und ausländische Arbeiter!", "6 Wochen Urlaub für alle!", "7 Stundentag bei vollem Lohnausgleich!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Todos los espanoles a favor de la liste de los quer se oponer a la liste la direccion de IGM"
- "Solidarität mit dem Kampf der spanischen Arbeiterklasse", über die Werftarbeiter in Spanien"
- "Vorwärts zum 1. Mai!", über den 1. Mai und die Forderungen der KPD, u. a. "Gegen Reformismus und Revisionismus - Für die revolutionäre Einheit der Arbeiterklasse - KPD!", "Gegen den Abbau der demokratischen Rechte des Volkes! "Nieder mit dem USA-Imperialismus und dem Sozialimperialismus!"

Geworben wird für die "Rote Fahne" der KPD.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Nr. 5/1972, West-Berlin, 30. März 1972.

April 1972:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Keine Stimme für die Arbeiterverräter!" über den Aufruf die "Liste 2" zu wählen.
Forderungen sind: "Gegen das arbeiterfeindliche BVG!", "Gleicher Lohn für Männer und Frauen!", "Für den 7-Stundentag bei vollem Lohnausgleich!", "Keine Stimme für die Arbeiterverräter!", "Wählt Liste 2!"
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), West-Berlin, April 1972.

20.04.1972:
Vermutlich erscheint um den 20.4. ein "Sonderdruck" der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Vorwärts zum 1. Mai. Arbeiterrunde der Betriebszelle Opel Bochum", zu der am 23.4. eingeladen wird (Gaststätte Kortländer).
Forderungen der KPD zum 1. Mai sind u. a.: "Gegen Reformismus und Revisionismus. Für die revolutionäre Einheit der Arbeiterklasse - KPD!", "Keine Einheit mit der SPD-Führung!", "Nieder mit dem USA-Imperialismus und dem Sozialimperialismus!", Gegen die Verschlechterung der Arbeits- und Lebensbedingungen der werktätigen Massen durch Monopolkapital und SPD- Regierung. Für den 7 Stundentag bei vollem Lohnausgleich!"
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Sonderdruck, o. O., (20. April 1972).

27.04.1972:
Es erscheint die Nr. 6 der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "1. Mai 1972. Gegen Reformismus und Revisionismus - Für die revolutionäre Einheit der Arbeiterklasse - KPD".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Wählt Liste 2", über die Bildung der Liste 2 und ihr betriebliches Kampfprogramm mit dem Aufruf bei den BR- Wahlen die "Liste 2" zu wählen.
- "1. De Mayo La lucha Continua"
- "Moskauer Vertrag. Verständigung zwischen BRD- Imperialismus und sowjetischem Sozialimperialismus", über den Vertrag und die "Neue Ostpolitik"

Aufgerufen wird zur Großveranstaltung der KPD zum 1. Mai am 30.4. in Dortmund (Zimmerstraße) und zur 1. Mai- Demo in Dortmund. Geworben wird für die "Rote Fahne."
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Nr. 6/1972, West-Berlin, 27. April 1972.

Mai 1972:
Es erscheint ein "Sonderdruck! der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Wählt Liste 2! Kollegen, Eure Stimmen für die fortschrittlichen Arbeiter der Liste 2!" Dazu erscheint in Spanisch wahrscheinlich der gleiche Text.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Sonderdruck, West-Berlin, Mai 1972.

25.05.1972:
Es erscheint die Nr. 7 der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Solidarität mit den Opel-Betriebsräten der Liste 2. Sofortige Zurücknahme der Ausschlussanträge! Schluss mit der Hetze!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Resolution", über die "1. Nationale Konferenz der Oppositionellen Gewerkschafter" und deren Forderungen: "Solidarität mit den Gewerkschaftern der Liste 2 bei Opel- Bochum!", "Sofortige Zurücknahme der Ausschlussanträge!", "Kampf der Ausschlusspolitik!", "Für den Aufbau einer starken revolutionären Gewerkschaftsopposition!"
- "Solidarität mit dem vietnamesischen Volk!", über die Volksbefreiungsstreitkräfte
- "Arbeiterkorrespondenz", über das "Wohnungselend der spanischen Kollegen"
- "Prueva de quer solamente luchando los Obreros somos respetados"

Aufgerufen wird dazu, die "Rote Fahne", die "erste kommunistische Wochenzeitung in der BRD", zu abonnieren.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Nr. 7/1972, West-Berlin, 25. Mai 1972.

Juni 1972:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Erteilen wir Perschke und Co. Eine Abfuhr!", über eine Belegschaftsversammlung, die SPD- Betriebsgruppe, die GOG, Ausschlussanträge. Aufgerufen wird dazu: "Unterstützen wir die Liste 2!"
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), o. O, Juni 1972.

23.06.1972:
Es erscheint die Nr. 8 der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Belegschaftsversammlung: Erfolg für die Gewerkschaftsopposition!", über eine Versammlung und die Forderungen der "Liste 2".
Artikel der Ausgabe sind:´
- "Genschers Gesetze: Terror unter dem Vorwand der inneren Sicherheit (aus der "Roten Fahne")"
- "Vietnamausschüsse Opel gegründet!", über den Vietnamausschuss Opel der KPD
- "Solidarität mit Opel- Betriebsräten der Liste 2", über den Ortsbevollmächtigten der IG Metall in Bochum und eine "Solidaritätserklärung" vom "IGM Bildungslehrgang in Sprockhövel"
- "Korrespondenz eines spanischen Kollegen"

Geworben wird für die "Rote Fahne."
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Nr. 8/1972, West-Berlin, 23. Juni 1972.

Juli 1972:
Vermutlich erscheint im Juli eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Erteilen wir Perschke & Co. Eine Abfuhr", über die letzte Belegschaftsversammlung und die Solidarität mit Mitgliedern der "Liste 2", die vom Gewerkschaftsausschluss bedroht sind."
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), o. O., (Juli 1972).

01.09.1972:
Es erscheint ein "Sonderdruck" der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Bei Sonderschicht: Volle Bezahlung der Pausen. 50 Pfg. mehr für alle!", über Sonderschichten bei Opel und die Forderung nach 50 Pfg. mehr.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Sonderdruck, Dortmund, 1. September 1972.

07.09.1972:
Es erscheint die Nr. 9 der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Bei Sonderschicht: Volle Bezahlung der Pausen. 50 Pfg. mehr für alle!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Arbeiterkorrespondenz. Kampf der Milchpreiserhöhung", über die Preistreiberei der SPD/FDP Regierung; Parolen sind u. a.: "Beibehaltung des Milchpreises und der Milchqualität", "Kostenlose Milch an alle Jugendlichen!", "Kostenlose Milch an alle Abteilungen, wo schwerste Arbeitsbedingungen unsere Gesundheit schädigen!"
- "Ein großer Sieg für die Sache Vietnams", über eine Vietnamdemonstration am Eröffnungstag der olympischen Spiele in München.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Nr. 9, Dortmund, 7. September 1972.

Oktober 1972:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Was auf der BV zur Sprache kommen muss", über eine anstehende Belegschaftsversammlung. Auf dieser BV soll auch die Entlassung Laras zur Sprache kommen. Die Forderung der Zelle dazu: "Sofortige Wiedereinstellung des Kollegen Lara!" Zudem gibt es einen ähnlichen Text in spanisch. Weitere Forderungen sind: "150 DM mehr für alle!", 1.200.- DM Mindestlohn!"
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), o. O., o. J. (Oktober 1972).

Oktober 1972:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Deutsche und ausländische Kollegen - eine Kampffront! Streik in allen Abteilungen!" Das Flugblatt richtet sich gegen die Entlassung des spanischen Ersatzbetriebsrates Lara u. a. mit der Forderung: "Wiedereinstellung des Kollegen Lara!"
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), o. O., o. J. (Oktober 1972).

06.10.1972:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Gegen Versuche der Opel-Kapitalisten und SPD-Bonzen, den oppositionellen Betriebsräten zu kündigen: Solidaritätsdemonstration",
Artikel der Ausgabe sind:
- "Nationale Konferenz oppositioneller IG Metaller: 150, - DM mehr für alle!", 1.200,- DM Netto!, über eine Nationale Konferenz und Forderungen der KPD zu Lohnkämpfen
- "Gegen Entlassung und Gewerkschaftsausschluss! Kampf dem arbeiterfeindlichen BVG!", "Gegen Sonderschichten - 50 Pfg. jetzt!", "Vorverlegung der Tarifrunde!", über eine Resolution der oppositionellen Gewerkschafter, angenommen auf der 2. NK am 1.10.72
- "Aufruf des Nationalen Komitees: Kampf den reaktionären Ausländergesetzen", über die Demo am 8.10.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, 6. Oktober 1972.

11.10.1972:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Lehren aus dem Streik"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Die Entlassung von Lara", über die Entlassung des spanischen Ersatzbetriebsrates
- "Colegas!", über Lara
- "Kampf dem Sonderschichtenzwang. Weg mit der 10-Stundenschicht", über Sonderschichten bei Opel.

Angehängt ist das Flugblatt der KPD: "Kein Burgfrieden zur Wahl!" Für die streikenden Arbeiter bei AEG, ATH, Ford, Opel usw. wird gefordert: "50 Pf. Mehr für alle, jetzt! "Vorverlegung der Tarifrunde, 150,-DM mehr für alle!", 1.200,- DM Mindestlohn!" Dazu erscheint auf der Rückseite ein Bericht über die "Konferenz oppositioneller IG-Metaller am 1. Oktober
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), West-Berlin, 11. Oktober 1972.

Dezember 1972:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Weg mit Perschke!", über Perschkes "schmutzige Geschäfte".
Ein weiterer Artikel lautet: "Die Belegschaft steht fest hinter den Betriebsräten der Liste 2!", über die Liste 2, Wischnewski, Lara und die Forderungen der KAP": "1 DM = 180 DM mehr für alle!", 1.250 DM Mindestlohn!" Statt des Punktesystems für Zeitlöhner- Einheitliche Leistungszulage für alle!", "Weg mit Perschke!"
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, Dezember 1972.

Januar 1973:
Es erscheint die Nr. 1 der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "USA-Imperialisten zur Unterschrift gezwungen!", über Südostasien.
Weitere Artikel:
- "Ein verlorenes Gefecht ist keine verlorene Schlacht!", über den Abschluss in der MTR
- "Das Telefon klingelte", über einen Anruf bei der Kontaktadresse der KPD in Dortmund
- "Neues aus der Verwaltung", über eine Flugblattverteilung
- "Weg mit Perschke!", über die "Perschke-Clique"
- "Die Lehren aus der MTR ziehen: Der Lohnkampf beginnt!", über den Abschluss in der MTR und sich anbahnende Streiks
- "La lucha salarial comienza ahora!"
- "Kampf der kapitalistischen Stufenausbildung!", über den Stufenplan
- "Aus der Heimat unserer spanischen Kollegen: Erfolgreiche Aktion de ETA!", über die baskische Befreiungsorganisation
- "Dem USA- Imperialismus keine Atempause!", über das kämpfende vietnamesische Volk

Geworben wird für die "Rote Fahne" der KPD und die "Revolutionäre Gewerkschaftsopposition" (Nr. 1) der Gewerkschaftsabteilung der KPD.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Nr. 1, Dortmund, Januar 1973.

17.01.1973:
Es erscheint ein "Sonderdruck" der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Streik! Samstag 6 Stunden Arbeit und 8 Stunden Bezahlung!", über die MTR, Samstagsarbeit und die Aufforderung zum Streik. Forderungen sind u. a.: Samstags 6 Stunden Arbeit und 8 Stunden Bezahlung!", "Weg mit Perschke und seiner Mafia!", "statt 8,5% - 1 DM mehr für alle, das sind 180,- DM im Monat!"
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Sonderdruck, Dortmund, 17. Januar 1973.

23.02.1973:
Es erscheint eine weitere Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Wir brauchen Vertrauensleute, die sich für uns einsetzen!", über die anstehende VL-Wahlen.
Weitere Artikel:
- "Vorgeschichte des Streiks", über Arbeitsniederlegungen auf der Westfalenhütte
- "Wahl aller Vertrauensleute in ihren betrieblichen Wirkungsbereichen durch die Kollegen!", über die Aufstellung von V-Leuten
- "Was hat die VL-Wahl mit der BR-Wahl 1972 zu tun?", über die VVK am 1.10.1972 und die Forderungen seit der BR-Wahl
- "Auch bei HuF in Velbert: Streik wurde abgewürgt!", über "Hülsbeck und Fürst"
- "Prozess verschoben! Solidarität mit Andreas Lara!", über den Prozess gegen Lara
- "Die Perschke-Clique punktet sich hoch!", über Perschke
- "Korrespondenz aus dem Gerippe- und Rohbau", über Bandarbeiter bei Opel
- "Vietnamhilfe: Alles für den Sieg!", über die Vietnam-Hilfe
- Dazu erscheinen Artikel auf Spanisch.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Nr. 2, Dortmund, 23. Februar 1973.

März 1973:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Solidarität mit R. Wischnewski!", über die Entlassung von Wischnewski aus dem Betriebsrat (verm. 12.3.). Danach haben sich 34 von 39 Betriebsräten für die Entlassung ausgesprochen.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund (März 1973).

März 1973:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Perschke weiter isolieren! Der alte BR muss fallen!" Gefordert wird: "Sofortige Auflösung des alten Betriebsrates!", "Sofortige Einstellung von Rudi Wischnewski!"
Weitere Artikel der Ausgabe sind:
- "Für den Aufbau der revolutionären Gewerkschaftsopposition!", über die RGO
- "Deutsche und ausländische Arbeiter - Spendet für Rudi!" Eine Kampffront! Solidarität mit A. Lara", übe Spenden, Wischnewski und Lara
- "Nixon: Neue Provokationen!", über die Aggressionsabsichten der USA gegen das vietnamesische Volk
- "DKP: Kommunisten in Worten. Reaktionäre in Taten!", übe die DKP und den "Roten Kadett!"

Aufgerufen wird zur 1. Mai-Demo in Dortmund. Geworben wird für die Zeitung "Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 2."
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund (März 1973).

22.03.1973:
Es erscheint für 1973 die Nr. 3 der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Die korrupten Betriebsräte zum Rücktritt zwingen!", über "SPD- und IG Metallbonzen".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Aus dem Aufruf des ZK der KPD zum 1. Mai 1973", über den Aufruf zum 1. Mai
- "Der Fall Rudi Wischnewski", über BR- Mitglied Wischnewski und seine Entlassung
- "Solidaritätsresolution an den Opel- BR und de Liste 2", über eine Solidaritätsresolution
- "Colegas Espanoles"
- "Rote Fahne Interview mit dem entlassenen Kollegen Wischnewski", über ein Interview mit Wischnewski

Aufgerufen wird zur Vietnamdemo am 24.3. in Frankfurt/M. und zur 1. Mai-Demo in Dortmund.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Nr. 3, Dortmund, 22. März 1973.

10.08.1973:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Stabilitätsgerede … und die Tatsachen!", über die derzeitige politische Lage, Inflation und die "konzertierte Aktion".
Weitere Artikel:
- "Rudi Wischnewski zum zweiten Mal gekündigt, der Perschkebetriebsrat muss die Zustimmung verweigern und das Arbeitsgericht entscheidet gegen Opel! Der Prozess OPEL gegen Perschke-BR", über die Kündigung Wischnewski und Perschke
- "Am Dienstag in Gelsenkirchen, am Mittwoch in Dortmund", über Streiks in Gelsenkirchen und Dortmund
- "Die Berufungsverhandlung gegen A. Lara - Interview mit dem Anwalt", über A. Lara
- "Lippstadt, Hellawerke: Arbeiter erkämpfen nach 4 Tagen Lohnerhöhung. Weyer Polizei gegen Streikende. Und der Landtag erhöht Bürgerkriegsetat um weitere 17,34 Millionen!", über Streikaktionen in Lippstadt
- "Lippstadt: Ataque brutal contra los huelgistas"
- "Pierburg" , über Streiks bei Pierburg in Neuss

Eine allgemeine Forderung lautet: "Streik für 1 DM mehr pro Stunde bei Pierburg in Neuss".
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, 10. August 1973.

27.08.1973:
Es erscheint ein "Sonderdruck" der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Den Streik fortführen", über die Nachschlagsforderung von 300 DM und den Aufruf "weiterzustreiken". Forderungen sind: "Der Streik geht weiter für 300 DM Zulage angerechnet auf den Stundenlohn!", "Bezahlung de Ausfallzeiten!"
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Sonderdruck, Dortmund, 27. August 1973.

28.08.1973:
Es erscheint ein "Sonderdruck" der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Streik abgebrochen. Jetzt für den Teilerfolg kämpfen. Gemeinsame Belegschaftsversammlung muss über das Verhandlungsergebnis entscheiden!", über den Abbruch eines Streiks bei Opel und die Nichtdurchsetzung einer Forderung von 300,- DM (Nachschlag). Veröffentlicht wird eine Grußadresse von Philipps Aachen an die streikenden Kollegen von Ford in Köln.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Sonderdruck, Dortmund, 28. August 1973.

29.08.1973:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Keine Entlassung zulassen - Solidaritätsstreik!" Danach sind gestern (28.8.) "fünf Kollegen … wegen Teilnahme an den Streiks" entlassen worden. Der Kollege Joachim Schönstedt hätte u. a. ein Schild getragen mit der Aufschrift: "Wir fordern 300 DM Teuerungszulage - Sonst streiken wir!" Forderungen sind: "Gemeinsam Solidaritätsstreik!", "Keine Entlassung!", "Gemeinsame Betriebsversammlung, um über das Verhandlungsergebnis des Streiks zu entscheiden!"
Aufgerufen wird zur Großveranstaltung der KPD (ohne Datum).
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, 29. August 1973.

13.09.1973:
Es erscheint vermutlich um den 13.9. herum ein "Sonderdruck" der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Solidarität mit den Entlassenen!" Danach sind "Streiks in den entscheidenden Betrieben niedergeknüppelt worden". Bei Opel sei die Streikfront "zusammengebrochen". Für die entlassenen Opel-Kollegen sollen "Kampfaktionen" durchgeführt und ein Unterstützungskomitee gebildet werden. Aufgerufen wird zu einer "Solidaritätsdemonstration" am 15.9. in Köln-Nippes. Parolen sind: "Kampf den politischen Entlassungen!", "Nehmen wir den Kampf um höhere Löhne in unsere eigenen Hände!"
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), o. O., o. J. (13. November 1973).

29.09.1973:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Solidarität! mit den entlassenen Metallern", über die "Solidarität mit den Automobilarbeitern in Deutschland".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Warum können die Opel-Kapitalisten einen nach dem anderen rausschmeißen?", über Lara, Wischnewski, die GOG
- "Aufruf zur Solidarität mit Baha Targün und allen anderen entlassenen Fordarbeitern", über Ford Köln und Targün
- "Verhindern wir die Abschiebung von Baha Targün", über Targün
- "Aufruf der KPD gegen Lohnraub, Arbeitshetze und Teuerung!", über Lebensqualität
- "Auszüge aus dem Aufruf der KPD", über Lohnerhöhungen und Arbeitshetze
- "Solidarität mit den politischen Gefangenen in Chile und Vietnam!", über Terror in Chile und Terror gegen Vietnam
- "Brief aus einem KZ des Thieu- Regimes", über Verhaftungen
- "Freiheit für den Genossen Uli Kranzusch", über die Haft von Kranzusch
- "Solidarität mit dem kämpfenden Volk Chiles. Nieder mit der faschistischen Militärjunta!", über den Putsch in Chile, die DKP und Losung: "Die politische Macht kommt aus den Gewehrläufen!!"
- "Continua Solidaridad"

Aufgerufen wird dazu, das "Ford-Solidaritätskomitee" zu unterstützen und zu einer Veranstaltung der KPD am 28.8. in der Parteizentrale in Dortmund zu Chile zu kommen. Dazu: "Lest die 'Rote Fahne' und die 'Revolutionäre Gewerkschaftsopposition 6/7'."
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, 29. September 1973.

10.10.1973:
Es erscheint ein "Sonderdruck" der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Belegschaftsversammlung. Die Entlassenen erwarten: Nicht zurückschrecken!" Danach sind "7 Kollegen" entlassen worden. Gefordert wird: "Sofortige Zurücknahme der Entlassungen!"
Berichtet wird über eine Konferenz von Streikleitungen bei Ford, Philips, Hella und Opel. Am 30.9. sei dort eine Resolution mit einer Reihe von Forderungen verabschiedet worden. Parolen sind u. a.: "Für selbständige Streikführung!", "Für den Aufbau oppositioneller Gewerkschaftsgruppen", "Keine Unterdrückung, keine Entlassung von Streikenden!" Dazu wird Solidarität mit Baha Targün eingefordert.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Sonderdruck, Dortmund, 10. Oktober 1973.

16.11.1973:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Zur Metalltarifrunde 1973/74: Die KPD fordert: mindestens 1.20 mehr!" Weitere Forderungen zur MTR sind u. a.: "Streikrecht für Lehrlinge!", "6 Monate Laufzeit der Tarifverträge!", "Weg mit den unteren Lohn Gruppen!", "Runter mit den Bandgeschwindigkeiten!", "Für einen einheitlichen Tarifvertrag!", "Deutsche und ausländische Arbeiter - Hinein in die Gewerkschaft!", "Stärkt die revolutionäre Gewerkschaftsopposition!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Bei Kurzarbeit volle Lohnzahlung!", über den vollen Lohn bei Kurzarbeit
- "Zur Tarifrunde 1973/74: Wir fordern: mindestens 1.20 mehr!", übe die Forderungen zur Tarifrunde
- "Dortmund: Konferenz oppositioneller Metaller!", über die Konferenz vom 4.11.
- "Prozess gegen den spanischen Opel-Arbeiter Andreas Lara. Lara wiedereinstellen", über die Berufungsverhandlung von Lara vor dem LAG Hamm
- "Weg mit dem Schandurteil!", über die Verurteilung von Uli Kranzusch!"
- "Nur die Vertreibung der Zionisten kann den Frieden in Palästina sichern!", über den Kampf der arabischen Völker
- "Ölboykott. Wer sind die wahren Erpresser?", über den Ölboykott 1973
- "Conferencia de los metalurgicos de oposicion"

Geworben wird für die "Rote Fahne".
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, 16. November 1973.

30.11.1973:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Die 'Unvereinbarkeits-Beschlüsse' der Schaumberg, Schmitz und Lang richten die GOG-Opel zugrunde!"
Danach "wurde ein Opel-Arbeiter auf Antrag von W. Schaumberg aus der 'Gruppe oppositioneller Gewerkschafter in der IGM' ausgeschlossen". "Dieser Arbeiter vertrete Forderungen und Ansichten, wie sie die KPD propagiert, und seine Weigerung, sich von der KPD zu distanzieren, mache einen Ausschluss notwendig" Die "KAP" fordert dazu: "Die Wortführer der jetzigen 'GOG' müssen schonungslos entlarvt, müssen isoliert werden, damit sie nicht weiter Verwirrung erde unter den fortschrittlichsten Opel-Kollegen stiften können. Wir nehmen den Vorfall zugleich zum Anlass klarzustellen, was die GOG einmal war und was sie unter Schaumbergs Regie geworden ist." Die komplette Ausgabe richtet sich gegen die GOG. Dazu erscheint noch ein spanischer Artikel.
Geworben wird für die "Rote Fahne" der KPD und die "Revolutionäre Gewerkschaftsopposition 6/7".
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, 30. November 1973.

Dezember 1973:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Kurzarbeit! Wir fordern: Voller Lohnausgleich!"
Ein weiterer Artikel lautet: "Belegschaftsversammlung: Worauf kommt es an?", über die kommende Belegschaftsversammlung. Gefordert wird zur MTR: "Mindestens 1.20 mehr!" Weitere Forderungen sind u. a.: "6 Monate Laufzeit der Tarifverträge!", "Streikrecht für Lehrlinge!", "Weg mit den unteren Lohngruppen!", ''Runter mit den Bandgeschwindigkeiten!", "Für einen einheitlichen Tarifvertrag!", "1. 200 DM Mindestlohn - Netto und ohne Überstunden!"
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, (Dezember 1973).

11.01.1974:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Die Brandt-Regierung - Gesundbeterin der kommenden Krise!", über die momentane Krisenentwicklung und die Brandt-Regierung.
Weitere Artikel:
- "Das spanische Volk wird siegen!" über die Franco-Herrschaft
- "Vorwärts mit der KPD!", über einen Beschluss des BGH vom 10.1.74, der der KPD die Legalität bestätigt
- "Klassenjustiz weist Klage des Kollegen Lara ab!", über die Klage von Lara in Hamm (LAG) und deren Abschmetterung
- "Lassen wir uns durch die Kurzarbeit nicht einschüchtern!", über die 2. Kurzarbeitswoche bei Opel
- "El pueblo espnanol vencera!"
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, 11. Januar 1974.

13.03.1974:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Belegschaftsversammlung", über die Aufforderung der "KAP", sie "zur Tribüne unseres gemeinsamen Kampfes gegen Lohnraub, Arbeitshetze und Entlassungen zu machen". Parolen sind u. a.: "Gegen Kurzarbeit und Entlassungen!", "Gegen politische Disziplinierung und Gesinnungsschnüffelei!", "Weg mit Perschke!" Dazu erscheint noch ein spanischer Artikel.
Aufgerufen wird zur "Großveranstaltung aus Anlass der Veröffentlichung des Programmentwurfs der KPD" zum 16.3. In der Düsseldorfer Philips-Halle.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Sonderdruck, Dortmund, 13. März 1974.

29.03.1974:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Dem 1. Parteitag entgegen!", über den 1. Parteitag der KPD, die Programmdiskussion und die Großveranstaltung der KPD vom 16.3.
Weitere Artikel:
- "Perschke und die Evolution", über Perschkes Ideen
- "Ist Perschke krank?", über Perschkes Demagogie
- "Vorwärts mit der KPD!", über die Veranstaltung der KPD in der Düsseldorfer Philipshalle
- "Zum Streik an der Unterweser: Besondere Schlichtung - besonderer Beschiss!", über den Streik der Bremer Metallarbeiter
- "Das Volk von Kambodscha wird Pnom Penh befreien!" über Einreiseverbote für die Vertreter der Völker Indochinas in die BRD und die Aktionen der Liga
- "Adelante Hacia El 1. Congreso Der KPD!"
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, 29. März 1974.

17.04.1974:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Gestern Vormittag: Kollege Maack ist entlassen!" Danach ist Maack am 16.4. "mit ausdrücklicher Billigung des Betriebsratsvorsitzenden Perschke" während "fortwährender Störung des Betriebsfriedens" entlassen worden. Gefordert wird: "Sofortige Rücknahme der Entlassung des Kollegen Mack!", "Keine Entlassungen!", "Kampf der politischen Disziplinierung im Betrieb!", "Weg mit den Unvereinbarkeitsbeschlüssen der Gewerkschaftsführung!"
Aufgerufen wird zu einer Spanien-Demo am 20.4. in Düsseldorf.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Sonderdruck, Dortmund, 17. April 1974.

18.04.1974:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Entlassung im Werk I. Kollege Maack spricht nach Schichtwechsel, heute 15.00 Uhr!" Danach ist Maack am 16. April wegen "Störung des Betriebsfriedens" entlassen worden. Direkt wird "Perschkes Drahtzieherrolle" dafür verantwortlich gemacht. Aufgerufen wird zur Solidarität mit Maack. Heute soll in Bochum, in der Gaststätte Höhn, eine Veranstaltung mit Maack stattfinden.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), o. O., 18. April 1974.

22.04.1974:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Polizeiüberfall auf Kollegen Maack!" Danach ist Maack während einer Rede zu seiner Entlassung am 19.11. vor Tor 3 von einer Zivilstreife bedrängt worden. Die Zelle Opel der KPD dazu: "Dieser Vorfall zeigt eindeutig die Zusammenarbeit von Opel-Kapitalisten und Polizei …"
Forderungen sind: "Sofortige Rücknahme der Entlassung des Kollegen Maack!", "Keine Entlassungen!", "Schluss mit dem Polizeiterror der SPD- und FDP- Regierung!", "Freies Rede- und Versammlungsrecht in Betrieb und auf der Straße!"
Aufgerufen wird zur Maiveranstaltung der KPD am 30.4. in Bochum. Dort soll auch Maack sprechen. Ein ähnlicher Text ist auf Spanisch verfasst.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, 22. April 1974.

25.04.1974:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Erst Entlassung jetzt Gewerkschaftsausschluss für Kollegen Maack!" Danach wird Maack nach seiner Rede am 19.4. vor Opel "am Reden gehindert" und "ins Polizeirevier geschleppt". Zudem wird gegen Maack ein Gewerkschaftsausschlussverfahren eingeleitet. Mit Maack solidarisieren sich u. a.: ESG Bochum, ESG Kassel, KSB/ML, Projektgruppe Lear, Iranischer Studentenverband Bochum, GOG.
Aufgerufen wird dazu, eine "Solidaritätserklärung" zu unterschreiben, die u. a. die Forderung enthält: "Sofortige Rücknahme der Entlassung!", "Weg mit Perschke!", "Gegen den Ausschluss des Kollegen Maack!" Aufgerufen wird weiter zu einer Veranstaltung zum 1. Mai am 27.4. in den Bochumer Gildenstuben. Dort soll auch Uwe Maack sprechen.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Sonderdruck, Dortmund, 25. April 1974.

17.05.1974:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Verhindert den Gewerkschaftsausschluss von Uwe Maack!" Danach wurde Maack am 11. Mai ein Revers vorgelegt, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass er sich "von der KPD und anderen kommunistischen Organisationen distanzieren" solle. Parolen sind: "Weg mit den Unvereinbarkeitsbeschlüssen!", "Kein Gewerkschaftsausschluss des Kollegen Maack!", "Sofortige Wiedereinstellung von Uwe Maack!
Weitere Artikel der Ausgabe sind:
- "Solidarität mit dem Kampf des griechischen Volkes!", über "Freiheit für politische Gefangene"
- "Offener Brief der Mutter von Christos Bistis", über einen "Offenen Brief"
- "Resolution", über eine Resolution für die Wiedereinstellung von Maack
- "1. Mai: Erfolg der oppositionellen Kräfte", über den 1. Mai in Bochum
- "Verwaltungsstelle der IG Metall Bochum", über Maack und die "Feststellung von gewerkschaftsschädigendem Verhalten"
- "Korrespondenz aus D4", über Privatarbeiten
- "Unmenschliche Arbeitshetze", über den Krankenstand bei Opel

Aufgerufen wird zur Diskussion des "KPD-Parteiprogramms" am 18.5,, 25.5., 1.6. und 8.6. in Bochum (Gaststätte Ritterburg). Aufgerufen wird dazu, die "Rote Fahne" zu lesen.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, 17. Mai 1974.

Juni 1974:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit den Schlagzeilen: "Schluss mit dem Polizeiterror!", über Jendrian, Hytreck und Routhier, und: "Kurzarbeit, Lohnausfall und weitere Entlassungen!", über die wirtschaftliche Situation bei Opel.
Weitere Artikel:
- "Aus der Spritzabteilung", über Arbeitsschutzmaßnahmen
- "Aufruf des Kollegen Maack", über Anklageschrift gegen Maack
- "Vorwärts zum 1. Parteitag!", über den 1. Parteitag der KPD und die öffentliche Veranstaltung
- "Die italienische Arbeiterklasse kämpft!", über das Massaker von Brescia
- "Polizeiterror gegen den Trauermarsch für G. Routhier!", über die Beisetzung von Routhier
- Zudem erscheint noch ein spanischer Artikel.

Aufgerufen wird zur Abschlussveranstaltung zum 1. Parteitag der KPD am 29.6. in Köln.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, Juni 1974.

13.08.1974:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Zur Krise der Automobilindustrie: Autokonzerne wollen 'Subventionen'", über die gegenwärtige Lage der Autokonzerne und sog. "Abfindungsprämien".
Weitere Artikel:
- "Arbeiterkorrespondenz", über das Arbeitsamt
- "Humane Arbeit in der UdSSR?", über die DKP und den "Roten Kadett"
- "Vorwärts im Geiste Ernst Thälmanns!", über die Ermordung von Thälmann in Buchenwald am 18.8.1944
- "Scheindemokratie in Griechenland. Unterdrückung in Zypern!", über Griechenland, Karamanlis und Zypern
- "1. Parteitag der KPD: Gegen Monopoldiktatur. Für Volksdemokratie. Die Arbeiterklasse an die Macht!", über die Abschlussveranstaltung der KPD zum 1. Parteitag am 29.6.
- "14. August: Weyer lässt Genossin Bergmann vor Gericht stellen!", über den ersten Prozess gegen Bergmann am 14. August in Dortmund

Aufgerufen wird zur Thälmann-Demo am 17.8. in Hamburg, zur Thälmann-Veranstaltung in Bochum am 16.8. (Gaststätte Lohberg) und zum Treffen des RF-Freundeskreises in Bochum (Gaststätte Lohberg).
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, 13. August 1974.

12.09.1974:
Vermutlich um den 10.9. herum erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "11. Gewerkschaftstag der IGM in Hannover: Gala-Abend der IGMetallführer", über den Gewerkschaftstag und die Parolen: "Für freie politische Betätigung in Betrieb und Gewerkschaft!", "Die Unvereinbarkeitsbeschlüsse müssen fallen!"
Parolen sind u. a.: "Für freie politische Betätigung in Betrieb und Gewerkschaft!", "Weg mit den Unvereinbarkeitsbeschlüssen!", "1. 200 DM Mindestlohn!", "Gegen Monopoldiktatur- Für Volksdemokratie!", "Vorwärts mit der KPD zum Sozialismus!"
Weitere Artikel:
- "Anklage der Klassenjustiz gegen die Genossen Maack und Müller", über die Anklageschriften vom 9. September
- "Ein Genosse berichtet aus der VR China!", über einen Bericht aus der VR China,
- "Delegation des Verlags Rote Fahne zurück aus der Volksrepublik China. Arbeiterdelegation eingeladen!", über einen Besuch in China
- "Bericht einer Genossin aus der DDR!", über die Lage in der DDR
- "Frankfurt: Über 20.000 demonstrierten gegen die faschistische Junta in Chile", über die Frankfurter Demo
- "Kampf der kapitalistischen Rationalisierung!", über Rationalisierungen
Parolen dazu sind u. a.: "Voller Lohn bei Kurzarbeit!", "Keine weiteren Entlassungen bei Opel!", Voller 13. Monatslohn für jeden Opel-Arbeiter!", "1. 200 DM Mindestlohn - Netto!"
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, September 1974.

November 1974:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Kampf den Massenentlassungen!" Danach sollen im Opel-Werk "730 Akkordarbeiter", "700 Zeitarbeiter" und "200 Angestellte" entlassen werden. Das alles sei ein Beispiel für den Bankrott von Perschke und der Sozialdemokratie. Forderungen der Zelle sind u. a.: "Runter mit den Bandgeschwindigkeiten!", "Für den Siebenstundentag bei vollem Lohnausgleich!", "Keine weiteren Entlassungen!", "Gegen Monopolkapital - Für Volksdemokratie!", "Die Arbeiterklasse an die Macht!"
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, November 1974.

02.11.1974:
Vermutlich um den 2.11. herum erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Die Arbeitslosigkeit steigt ständig!", über die Konjunktur
Weitere Artikel:
- "Die KPD fordert", über Forderungen der KPD
- "Stahltarifrunde", über den Abbau von Reallöhnen
- "Freiheit für die kommunistische Presse", über die "Rote Fahne"
- "Solidarität mit Thomas Luczak!", über den Prozess gegen Luczak am 21.11. in Dortmund
- "Die Unvereinbarkeitsbeschlüsse müssen fallen", über eine Plattform zu einer Aktionseinheit gegen Gewerkschaftsausschlüsse und das "Komitee gegen Unvereinbarkeitsbeschlüsse und politische Entlassungen"
- "Zum Prozess gegen Uwe Maack", über einen ersten Prozess am 5.11.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Bochum, November 1974.

13.11.1974:
Vermutlich erscheint um den 13.11. herum die "Erklärung der Genossen Uwe Maack und Bernhard Müller zu ihrem Prozess!" Danach sehen sich Mack und Müller während ihrer Aktionen vor Opel Bochum Zivilpolizei gegenüber. Gegen Maack sei u. a. Anklage wegen "Widerstand gegen die Staatsgewalt" und "Beleidigung" erhoben worden, gegen Müller wegen "Aufruf zur Gefangenenbefreiung", "Beleidigung".
Aufgerufen wird zur Veranstaltung der Betriebszelle mit Maack und Müller im Parteibüro der KPD in Bochum. Der Prozess findet am 19.11., Amtsgericht Bochum, statt.
Q: Erklärung der Genossen Uwe Maack und Bernhard Müller zu ihrem Prozess, Bochum (13. November 1974).

21.11.1974:
Vermutlich erscheint heute eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" in der Verantwortlichkeit von Uwe Maack. Danach standen Maack und Müller am 19.11. vor Gericht. Maack wurde wegen "Widerstand gegen die Staatsgewalt" und "Beleidigung" angeklagt, Müller wegen "Aufruf und Versuch zur Gefangenenbefreiung." Der Prozess wurde auf den 26.11. vertagt. Aufgerufen wird zur Veranstaltung der KPD in Bochum (Parteibüro) am 23.11. mit Maack.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Bochum, (21.) November 1974.

27.11.1974:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Hohe Geldstrafen für Uwe Maack und Bernhard Müller!", über den Prozess gegen Maack und Müller am 19. und 26.11. in Bochum. Forderungen sind: "Kampf der bürgerlichen Klassenjustiz!", "Nieder mit dem Schandurteil!", "Die Arbeiterklasse an die Macht!", "Vorwärts mit der KPD!", "Freispruch für die beiden Genossen!"
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Bochum, 27. November 1974.

Februar 1975:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit Der Schlagzeile: "Weg mit dem Lohndiktat von SPD-Regierung, Gesamtmetall und IGM-Bonzen!", über den Tarifstreit, die 6, 8% und das Lohndiktat
Weitere Artikel der Ausgabe sind:
- "Opel Rüsselsheim. Kollege Heinz Dreisbach erlag einem Mordanschlag", über den tätlichen Angriff auf einen Arbeiter
- "Klassenbewusste Kollegen in den Betriebsrat!", über die BR- Wahlen
- "Offener Brief der KPD- Zelle an die GOG", über ein Schreiben der "KAP" bezüglich der BR- Wahl
- "Programmvorschlag zu den Betriebsratswahlen"
- "Kämpft mit der KPD- Wählt KPD", über die Kandidatur der KPD zur LTW.

Aufgerufen wird zur "Diskussionsveranstaltung der Opel-Zelle der KPD zu den Betriebsratswahlen" am 1.3. im KPD-Büro (Bochum, Metzstraße) und dazu, sich in "den Wahlausschüssen der KPD zu organisieren".
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), o. O., Februar 1975.

März 1975:
Es erscheint eine Sondernummer der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Perschkes 'Persönlichkeitswahl' - ein großer Betrug!", über die Listenwahl bei der diesjährigen BR- Wahl.
Weitere Artikel:
- "Uwe Maack soll arbeitslos bleiben!", über Maack, der sich über das Arbeitsamt zu einer befristeten Arbeit bei Opel melden soll und sofort wieder aus dem Personalbüro entfernt wird.
- "Programmvorschlag zu den Betriebsratswahlen", über eine Gegenliste zur "Perschke-Liste" u. a. mit den Forderungen: "Jederzeitige Abwählbarkeit der Betriebsräte durch die Belegschaft!"
- "Gegen die politische Unterdrückung in der Gewerkschaft und gegen das arbeiterfeindliche Betriebsverfassungsgesetz!", "Gegen die Spaltung der Belegschaft!", "Gegen die Abwälzung der Krise auf dem Rücken der Kollegen!", "Gegen die Rationalisierungen!" Die Programmpunkte gliedern sich dazu noch in Unterpunkten, u. a.: "Verbot der Aussperrung!", "Uneingeschränktes Streikrecht!", "Weg mit den unteren Lohngruppen!", 1.250,- DM Mindestlohn netto ohne Überstunden", "Runter mit den Bandgeschwindigkeiten!"

Aufgerufen wird zur "Demonstration gegen die Arbeitslosigkeit" am 5.4. in Düsseldorf. Zur Landtagswahl ruft die Zelle dazu auf: "Kämpft mit der KPD- Wählt KPD!"
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Sondernummer, o. O., März 1975.

18.04.1975:
Es erscheint um den 18.4. herum eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Vorwärts zum 1. Mai!", über den 1. Mai und die Parole: "Nieder mit Krisenwirtschaft und politischer Unterdrückung der Arbeiterklasse, für den Sozialismus!" Weitere Parolen sind u. a.: "Für ein vereintes, sozialistisches Deutschland!", Für die Herrschaft der Arbeiterklasse, für den Sozialismus!, "Ob Schmidt, Kohl oder Strauß- Nieder mit der Krisenwirtschaft und politische Unterdrückung!"
Weitere Artikel der Ausgabe sind:
- "Ein Opel-Kollege berichtet: Über Spalter und Chaoten", über eine Leserzuschrift
- "Für den endgültigen Sieg der Völker Indochinas!", über Kambodscha und Vietnam
- "Belegschaftsversammlung: Perschke auf verlorenen Posten", über die Listenmauscheleien von Perschke und eine eigene Liste der GOG
Die GOG würde sich über die zentrale Forderung jedes klassenbewussten Arbeiters ausschweigen, die "Abschaffung des kapitalistischen Lohnsystems".
Man würde die "Ernsthaftigkeit dieser Liste vor allem daran zu messen haben, welche Politik ihre Vertreter im Betriebsrat machen, ob sie sich auf die Arbeiter stützen oder sich vom BVG knebeln lassen." Immerhin sei es ein Erfolg, "gegen die SPD-Mafia, dass diese Liste durchgesetzt wurde".
- "Kampf der kapitalistischen Krisenwirtschaft!", über den Auftakt der LTW in NRW und die BR- Wahlen
Parolen sind u. a.: "Gegen Krisenwirtschaft und politische Unterdrückung!", "Kämpft mit der KPD - Wählt KPD!"
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, (18.) April 1975.

12.05.1975:
Vermutlich um den 12.5. herum erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Sofortige Freilassung der in der DDR verhafteten Genossen!", über die Verhaftung von "18 Westdeutschen und Westberliner Kommunisten und Antifaschisten, die anlässlich des 30. Jahrestages der Befreiung vom Hitlerfaschismus eine Kundgebung am Ehrenmal in Berlin-Treptow durchgeführt" hatten. Parolen dazu sind u. a.: "Sofortige Freilassung der 18 inhaftierten Genossen!", Breschnew und Ford - Hauptkriegstreiber!", "Für ein vereintes, unabhängiges, sozialistisches Deutschland!"
Weitere Artikel der Ausgabe sind:
- "Niederlage für die Perschke- Clique", über Stimmerverluste der IG Metall Liste bei der BR- Wahl
- "Landtagswahl: 7. 500 Stimmen für die Revolution!", über die LTW Wahlen NRW am 4. Mai
- "Ganz Indochina ist befreit!", über die Niederlage der USA in Vietnam
- "Arbeiter, steht auf gegen die massiven Angriffe der Klassenjustiz!", über Uwe Maack und den Prozess in Köln gegen türkische Patrioten
- "Ein Opel- Arbeiter berichtet: Bericht von den BR- Wahlen", über den Bericht eines Opel- Arbeiters

Aufgerufen wird zur Demonstration "zur Freilassung der 18 Genossen" am 31. Mai in Dortmund.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, (12.) Mai 1975.

Juni 1975:
Es erscheint eine "Sondernummer " der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Gemeinsam gegen die Gewerkschaftsausschlüsse der Liste 2!", über Ausschlussverfahren von Mitgliedern der GOG aus der IG Metall. Forderung der Zelle: "Weg mit den Unvereinbarkeitsbeschlüssen!"
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Sondernummer, Dortmund, (Juni 1975).

07.07.1975:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Wegen Kurzarbeit und Sonderschichten - Opel mit 6 Millionen Profit!", über Opels Bilanzen.
Weitere Artikel der Ausgabe sind:
- "KPD: Offener Brief an die 'Liste für die Belegschaftsforderungen' (Liste 2), an die Gruppe oppositioneller Gewerkschafter (GOG), an das Opel-Solidaritätskomitee", über einen "Offenen Brief" der Zelle Opel der KPD
- "Korrespondenz: Bürgerliche Zeitungen: Lumpenjournalismus", über eine Korrespondenz
- "Portugal: Einmischung der sowjetischen Sozialimperialisten!", über die Auseinandersetzung um die Zeitung 'Republica'
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, 7. Juli 1975.

10.09.1975:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Weg mit den Gewerkschaftsausschlussverfahren! Stärkt die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung!", über Gewerkschaftsausschlüsse gegen Vertreter der Liste 2.
Weitere Artikel der Ausgabe sind:
- "Heute Sonderschichten. Morgen Kurzarbeit", über Überstunden und Sonderschichten.
Parolen sind: "Weg mit den Sonderschichten!", "1.250 DM Mindestlohn netto ohne Überstunden!", "Runter mit den Bandgeschwindigkeiten!", "Für den 7- Stundentag bei vollem Lohnausgleich!"
- "DKP Fußballturnier. Misslungene Propaganda für den Kriegstreiber Breschnew!", über ein Fußballturnier
- "Marxistische Arbeiterschulung des Regionalkomitees NRW", über den 1. Kurs: Politische Ökonomie
- "Frankfurt 30.8.1975: Erfolgreiche Demonstration gegen den imperialistischen Krieg!", über einen "Kampftag gegen den imperialistischen Krieg"
"Seit zwei Wochen kämpft die neue KPD-Betriebszelle bei Opel- Rüsselsheim", über die KPD bei Rüsselsheim
- "Portugal: Nicht Breschnew, nicht Ford. Für nationale Unabhängigkeit!", über die Cunhalisten und die Bewegung der Streitkräfte
- "PCP/ML: Plattform von Melo Antunes"

Aufgerufen wird zur Veranstaltung der KPD am 19.9 im Rotthaus (Bochum-Langendreer) und zur "Marxistischen Arbeiterschulung des Regionalkomitees NRW" der KPD, Beginn: 12.9.75.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, 10. September 1975.

02.10.1975:
Es erscheint ein "Sonderdruck " der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Nicht Franco, nicht Ford, nicht Breschnew - Unabhängigkeit und Sozialismus für Spanien!", über die Ermordung von Antifaschisten und Patrioten in Spanien. Aufgerufen wird dazu, sich heute an Protesten des DGB mit Schweigeminuten zu beteiligen und Protestresolutionen zu verabschieden.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Sonderdruck, Dortmund, 2. Oktober 1975.

07.10.1975:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Forderung nach "250 DM mehr für alle! Weg mit den Sonderschichten!".
Weitere Artikel der Ausgabe sind:
- "Betriebszelle der KPD bei Opel- Rüsselsheim: Opel-Rüsselheim: Betriebsrat stimmt Sonderschichten zu ", über Opel Rüsselsheim (aus "Rote Fahne")
- "Solidarität mit Indochina", über Vietnam und Kambodscha
- "Freispruch für die Angeklagten im Kölner Vietnam- Prozess" über den Prozess in Köln
- "Essen: Arbeiter demonstrieren gegen Lohnraub, Entlassungen und Abbau der Sozialleistungen", über eine Demo der Belegschaft der Essener Eisenwerke (EEW)
- "Kurznachrichten", u. a. über Wahlen in Bremen
- "Kurzarbeit bei Hoesch und Mannesmann", übe eine Arbeiterkorrespondenz

Aufgerufen wird zu einer Indochina-Veranstaltung in Bremen am 18.10.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, 7. Oktober 1975.

November 1975:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Alle zur Demonstration des DGB unter den Forderungen der Arbeiterklasse!", über eine nationale Demo des DGB am 8.11. Forderungen der Zelle: "Gegen das Sparprogramm der Schmidt-Regierung!", "Weg mit den Sonderschichten!", "Runter mit den Bandgeschwindigkeiten!", "Für den Siebenstundentag!". Aufgerufen wird dazu, diese Forderungen auf der Veranstaltung der KPD am 6.11. im Büro der KPD in Bochum zu diskutieren.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, (November 1975).

21.11.1975:
Es erscheint ein "Sonderdruck" der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Diese Arbeitshetze ist untragbar!", über die Arbeitshetze bei Opel und die Forderungen: "Runter mit den Bandgeschwindigkeiten!", Arbeitszeit von 6-14, 14-22 Uhr!", "Für den 7-Stundentag bei vollem Lohnausgleich!", "250 DM mehr für alle!", "1.250 DM Mindestlohn, Netto ohne Überstunden!". Aufgerufen wird zur Vertrauensleute-Vollkonferenz am 23.11. Zum Prozess gegen Uwe Maack wird aufgerufen, zur Berufungsverhandlung am 27.11. in Bochum zu kommen. Maack, ehemaliger Opel-Arbeiter, und der Student Müller sind angeklagt, wegen "Widerstand gegen die Staatsgewalt", "Beleidigung" und "versuchter Gefangenenbefreiung". In erster Instanz waren Maack zu "800 DM Geldstrafe" und Müller zu "1.000 DM Geldstrafe" verurteilt worden.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Sonderdruck, Dortmund, 21. November 1975.

Dezember 1975:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Gegen Lohnsklaverei die einheitliche Kampffront schmieden! Aus der Stahltarifrunde lernen - 220 DM mehr für alle!", über die Stahltarifrunde und die Forderungen der "KAP". Parolen sind u. a.: "Bezahlung der Pausen!", Keine Nachtschicht!", "Weg mit den Sonderschichten!", "220 DM mehr für alle!"
Weitere Artikel der Ausgabe sind:
- "Vorwärts mit der Roten Fahne", über die "Zeitung der Arbeiter und Werktätigen!"
- "Das Vorschlagswesen - Riesenrummel im Interesse der Kollegen!", über die Ausschüttung von Prämien für Verbesserungsvorschläge
- "Großveranstaltung: Vorwärts mit der Roten Fahne", über die Veranstaltung am 20.12.75 in Recklinghausen
- "KPD; Das 13. Strafrechtsänderungsgesetz. Geheimgesetz gegen die Arbeiterklasse. Weg mit dem § 130!", über staatliche Gewalt und den § 130
- "Schmidt in Peking", über den Besuch Schmidts in Peking

Aufgerufen wird zur Großveranstaltung der KPD in Recklinghausen, die unter dem Motto stehen soll: "Vorwärts mit der Roten Fahne", am 20.12. (Vestlandhalle). Aufgerufen wird auch zur Demo gegen den § 130, am 13.12. in Dortmund (Nordmarkt) und dazu, die "revolutionären Sender" (Radio Peking und Radio Tirana) zu hören.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, Dezember 1975.

21.01.1976:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "DKP-Hetze verfing nicht", über eine Veranstaltung der DKP zur "Auseinandersetzung mit maoistischen Gewerkschaftslinien", die in Bochum durchgeführt wurde. Die GOG hatte es abgelehnt, sich mit einem Beitrag an der Diskussion mit Steigerwald zu beteiligen.
Weitere Artikel der Ausgabe sind:
- "Die Einheit der Marxisten-Leninisten schmieden", über die Schrift: "Vorwärts im Kampf um die Einheit der Marxisten-Leninisten"
- "Spanien: Franco ist tot. Der Faschismus noch nicht!", über Franco und die spanische Arbeiterklasse
- "Tarifrunde: Mit Zuckerbrot und Peitsche!", über die Tarifrunde und die Forderung nach "220,- DM mehr für alle!"

Aufgerufen wird zur Veranstaltung mit Pedro Faura am 29. 1. in Bochum (Städtische Berufsschule) und zur Großveranstaltung der Liga gegen den Imperialismus in Gelsenkirchen zu Portugal am 25.1. im HSH (Ebertstraße). Aufgerufen wird dazu die "Rote Fahne" zu abonnieren.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, 21. Januar 1976.

Februar 1976:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Kein Lohnverzicht! Vertrauen auf die eigene Kraft!", über den Verlauf der Tarifrunde und die 220 DM Forderung,
Weitere Artikel:
- "Freiheit für die kommunistische Presse!", u. a. über Klaus Öllerer und ein erster Prozess am 25.2.
- "Marxismus nicht Revisionismus praktizieren!!", über die Opel Zelle der KPD und die DKP
- "Kurznachrichten", u. a. übe die SU
- "Angola: Die Supermächte schüren den Bruderkrieg", über die MPLA, die FNLA und die UNITA
- "Rettet die vier türkischen Patrioten vor dem Henker!", über die Verurteilung der vier türkischen Patrioten am 30.1.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, (Februar 1976).

12.03.1976:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Belegschaftsversammlung am Donnerstag und Freitag. Lohnraub, Arbeitshetze und Vertrauensleute-Wahlen". Zu den V-Leute Wahlen wird dazu aufgerufen: "Wählt klassenbewusste Vertrauensleute." Parolen sind: "Vorwärts mit der revolutionären Gewerkschaftsopposition!", "Nieder mit dem modernen Revisionismus der DKP- Führung!" Für ein unabhängiges, vereintes, sozialistisches Deutschland."
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, 11./12. März 1976.

17.03.1976:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Da hilft nur noch der selbständige Streik!", über einen Tarifabschluss von 5,4% und den Aufruf den "Kampf selbständig aufzunehmen". Forderungen sind u. a.: "220 DM mehr für alle!", "7 Stundentag bei vollem Lohnausgleich!"
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, 16./17. März 1976.

06.04.1976:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "5,4% = Lohnraub!" Agitiert wird gegen den Abschluss in der MTR mit der Forderung: "Niederlage in Siege verwandeln!"
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, 6. April 1976.

27.04.1976:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Heraus zum Roten 1. Mai!"
Weitere Artikel der Ausgabe sind:
- "Keine Kapitalistenknechte! Keine Zöglinge der Neuen Zaren! Klassenbewusste Jugendvertreter!", über die 14. Strafrechtsänderung und die anstehenden Jugendvertreterwahlen
Angehängt ist ein mehrseitiges Flugblatt der KPD Ortsleitung Bochum mit der Schlagzeile: "Nieder mit den Neuen Zaren. Boykottiert das 'Volksfest' der DKP", das sich gegen ihre Veranstaltung in Bochum Hamme wendet.
- "Kollegen, worauf kommt es bei den Jugendvertreterwahlen an?" , über die Wahl "klassenbewusster Jugendvertreter!"
- "Marxismus-Leninismus, nicht Revisionismus praktizieren. Führt Massenkaufkraft aus der Krise?", über die letzte Tarifrunde, die Propagierung der Massenkaufkraft durch die DKP und die Forderung der KPD: "'Nieder mit dem Lohnsystem!"

Aufgerufen wird zur 1. Mai Veranstaltung am 30. April in Bochum (Haus Schwarze) und zur 1. Mai-Demo in Dortmund. Geworben wird für die "Rote Fahne", die freitags (Werk 1) und donnerstags (Werk 2) verkauft werden soll. Dazu erscheint ein Aufruf zur Veranstaltung am 30.4. in Bochum und zur Demo am 1. Mai in Dortmund in türkischer Sprache.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, 27. April 1976.

21.05.1976:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Nach dem gerechten Kampf der Drucker: Unzufriedenheit über Lohnraubpolitik der Schmidt-Regierung wächst!", über den Kampf der Druckarbeiter.
Weitere Artikel der Ausgabe sind:
- "Bonner Abrüstungsmarsch: Schwindel und Heuchelei", über die kommende Abrüstungsdemo des "Komitee für Frieden, Abrüstung und Zusammenarbeit" am 22.5.
- "Geht es nur um 30 Punkte?", über die außerordentliche Betriebsversammlung am 6. 5.
- "Opel Fußball am Gängelband des 'Roten Kadett': Im Arbeitersport: Gegen politische Unterdrückung in der BRD und DDR", über Sport im Kapitalismus und das Werner Seelenbinder Sportfest zu Ostern 76 in Köln
- "Milchpreiserhöhung: Perschke und Jasczyk Hand in Hand", über Milchpreiserhöhungen bei Opel
- "Afrika sprengt seine Ketten", über das Rassistenregime

Geworben wird für die "Rote Fahne" und die "Erklärung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Deutschlands: Für ein unabhängiges, vereintes und sozialistisches Deutschland."
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), o. O., 21. Mai 1976.

Juni 1976:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterzeitung" mit der Schlagzeile: "Zur Belegschaftsversammlung!" Parolen sind: "Deutsche und ausländische Arbeiter müssen gemeinsam kämpfen!", "Arbeitszeitverkürzung bei bezahlter Pause von 6-14 Uhr und 14-22 Uhr!", "Keine weiteren Preiserhöhungen!", "Gegen Lohnabbau und soziale Demontage - Die geschlossene Kampffront gegen das Kapital und alle seine Handlanger!"
Agitiert wird im Artikel: "Vorster und Kissinger raus aus Deutschland!", gegen das Vorster-Regime und Kissinger. Parolen sind u. a.: "Solidarität mit dem Befreiungskampf des Volkes von Azania!", "Es lebe der proletarische Internationalismus!", "Supermächte raus aus Afrika!", "Afrika den Afrikanern!"
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, (Juni 1976).

30.08.1976:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "'Den Kapitalisten einen heißen Herbst!'", über die "Prediger des Kapitalismus", die Autoproduktion bei Opel und den selbständigen Kampf.
Weitere Artikel:
- "Sportlerball: Der Köder der DKP- Revisionisten", über den "Sportlerball" der DKP
- "Wie sich die Bilder gleichen: Korrespondenz übe die medizinische 'Versorgung' in Ost- und Westberlin. Schmeißfliegen und Ameisen im Operationssaal", über das Gesundheitswesen in Ost- und Westberlin
- "Opel Kapitalisten wollen Ausbeuterfrieden retten", über Rafael Sanchez, der wegen einer Rede auf einer Belegschaftsversammlung entlassen wurde und über die schriftliche Verwarnung des BR Schmitz (Liste 2)
- "Weg mit der Beitragserhöhung bei der IGM", über die Planung der IG Metall, die Mitgliederbeiträge zu erhöhen

Geworben wird für die Agitationsbroschüre der KPD zu den BTW: "Kämpft mit der KPD. Agitationsbroschüre der KPD zu den Bundestagswahlen 1976". Gegen die "Vorherrschaftspläne des russischen Sozialimperialismus in Europa" soll am 4.9. in Köln eine "zentrale Wahlkundgebung der KPD" stattfinden.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, 30. August 1976.

23.09.1976:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Ewiges Angedenken an den Genossen Mao Tsetung!", über das Ableben Maos.
Weitere Artikel:
- "Ein Täuschungsmanöver …", über Sonderschichten und Kurzarbeit
- "… und noch eins!", über die Unzufriedenheit unter den Opel-Arbeitern und den "Roten Kadett"
- "Den Klassenkampf als Hauptkettenglied anpacken", über Mao und den Marxismus-Leninismus
- "Die Wahlbehinderungen gegen die KPD nehmen kein Ende!", über die Unterdrückung der KPD bei den Wahlen
- "Der unterdrückte Wahlspot in Hessen", über die Hessenwahl

Aufgerufen wird zur Veranstaltung der KPD zum Thema: "KPD oder DKP?" in Bochum (Haus Ehrenfeld). Geworben wird für die Werke Maos und die "Peking Rundschau".
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, 23. September 1976.

27.09.1976:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Für den 7-Stundentag bei vollem Lohnausgleich!" Danach sind die Tarifverhandlungen in der letzten Woche abgebrochen worden. Geworben wird für die "Rote Fahne", die "Peking Rundschau" und die "Kämpfende Jugend." Zudem erscheint ein Artikel in Spanisch. (Es fehlen die Seiten 3-6.)
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, 27. September 1976.

03.11.1976:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Breschnew - Hitler von heute!", über die SU, Breschnew und die Parole: "Der sowjetische Sozialimperialismus ist der Hauptfeind des deutschen Volkes!"
Weitere Artikel der Ausgabe sind:
- "Meister: Unteroffiziere des Kapitals", über Meister und Vorarbeiter
- "Albanien feiert seine Siege im Kampf für Unabhängigkeit und Sozialismus!", über Albanien
- "Unmut der Vertrauensleute wächst!", über die letzten "Info-Sitzungen"
- "Gegen Lohnraub hilft nur Streik!", über den "Vertrag über die vermögenswirksamen Leistungen"
- "Libanon-Konferenz in Riad: Hoffnung für die arabische Einheit", über einen Artikel aus der "Roten Fahne"

Aufgerufen wird zur Veranstaltung der "Liga gegen den Imperialismus" zu Albanien am 8.11. in Bochum (Panzergrotte). Geworben wird für "China im Bild" und für die "Peking Rundschau".
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, 3. November 1976.

19.11.1976:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Gegen geplanten Lohnraub die Einheitsfront schmieden!", über die MTR. Zur GOG heißt es: "Die Betriebszelle der KPD hat die ersten Schritte unternommen und der GOG einen Einheitsfrontvorschlag unterbreitet." Im Betrieb würden zudem Unterschriftensammlungen für die Forderung nach 220 DM laufen. Die GOG soll eine Forderung von 250 DM aufgestellt haben.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, (19. November 1976).

Dezember 1976:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "220 DM im Kampf gegen die Gewerkschaftsführung durchsetzen!", über die Tarifrunde, eine Belegschaftsversammlung, die 220 DM Forderung. Zur GOG heißt es: "Leider hält sich die Liste 2 weiterhin offen gegenüber denjenigen, die den Kurs der Gewerkschaftsführer gehen und schaden damit der Einheitsfront im Kampf zur Durchsetzung der berechtigten Forderung 220 DM mehr für alle."
Weitere Artikel der Ausgabe sind:
- "Keine Einheit mit der DKP!", über den "Roten Kadett"
- "KPD: Die Delegation des ZK der KPD ist aus der VR China zurückgekehrt!", über eine Delegation des ZK in China

Aufgerufen wird zu einer Veranstaltung der KPD in Köln-Porz am 18.12.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, (Dezember 1976).

09.12.1976:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Kapitalisten und Gewerkschaftsführung eröffnen den Kampf gegen die Tarifforderungen der Belegschaft! 220 DM mehr für alle!", über eine VL-Vollkonferenz und 220 DM "mehr für alle!".
Weitere Artikel sind:
- "Gegen das Atomprogramm der Schmidt-Regierung. Der Kampf in Brokdorf wird weitergeführt", über das AKW Brokdorf
- "Weg mit dem Ausweisungsbeschluss: Genosse Honecker schlug zu", über einen Artikel aus der "Kämpfenden Jugend" des KJVD
- "Lernen wir vom albanischen Volk!", über die VR Albanien
- "Arbeiterstreiks in der UdSSR", über Streiks in Russland
- "Vollversammlung der Vertrauensleute", über "Arbeitsrichtlinien" für V-Leute
- "Türkei: Freiheit für Kemal Dogan!", über die türkische Zeitung Halkin Sesi

Aufgerufen wird zu einer Mao-Veranstaltung am 10.12. im Saal der KPD (Bochum, Metzstraße). Geworben wird für die "Rote Fahne" und die "Peking Rundschau".
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, 9. Dezember 1976.

28.01.1977:
Es erscheint ein "Sonderdruck" der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Gestern, 22.30 Uhr, in Krefeld: Zum Wohle des Monopolkapitals und Regierung", über den 6,9% Abschluss in der MTR.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Sonderdruck, Dortmund, 28. Januar 1977.

09.02.1977:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Einschüchterungsmaßnahmen gegen Vertrauensleute", über "mutige Aktionen von Vertrauensleuten gegen Lohnraubabschluss".
Weitere Artikel sind:
- "Kapitalisten, Regierung und Gewerkschaftsführer gemeinsam für Lohnraub!", über ein Flugblatt der Betriebszelle zum 6, 9% Abschluss
- "Seit 5 Jahren Berufsverbote der Regierung!", über Berufsverbote
- "Brokdorf", über das AKW
- "Schlappe für die DKP", über eine Sonderausgabe des "Roten Kadett" und eine Diskussionsveranstaltung

Geworben wird für die "Peking Rundschau", die "Rote Fahne" und "China im Bild."
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, 9. Februar 1977.

22.03.1977:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Nach dem Lohnraub: Arbeitshetze und Disziplinierung", über die Tarifrunde.
Weitere Artikel sind:
- "Stempelregelung: Eine Betriebsvereinbarung gegen die Arbeiter", über die Stempelregelung
- "Die Umbaupläne müssen offengelegt werden", über Umbau und Veränderungen bei der Fertigung
- "Opel-Post will friedliche und kurze Versammlung", über die "Opel- Post" und Betriebsversammlungen
- "Beschwichtigungspolitik: Eine Lösung der nationalen Probleme?", über die Honecker Clique und die Leipziger Messe
- "Die Gangstermethoden des Verfassungsschutzes", über Abhöraktionen in Stuttgart-Stammheim, die Traube-Aktion und den Rechtsstaat
- "Schmidt-Regierung will Asylrecht beschneiden", über das Ausländergesetz
- "Solidarität mit dem Befreiungskampf des Volkes von Zimbabwe", über die Hilfe der Liga und eine "fahrbare Klinik an die ZANU"

Geworben wird für die "Rote Fahne".
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Betriebszeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Ausgabe Opel), Dortmund, 22. März 1977.

Letzte Änderung: 11.02.2017