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Dortmund-Dorstfeld: Orenstein und Koppel (O+K)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 9.4.2009

Von Orenstein und Koppel (O+K) Werk Dortmund-Dorstfeld lag uns nur wenig Material vor. Weitere Werke befinden sich in Berlin-Spandau, Hagen und Lübeck.

Während sich die Belegschaft von Orenstein und Koppel Dortmund-Dorstfeld 1969 offenbar an den Septemberstreiks beteiligt (vgl. Sept. 1969), bleibt es während der zweiten Welle wilder Streiks 1973 bei der Solidaritätserklärung für die bei Mannesmann Entlassenen durch einen Jugendvertreter.

Erst anlässlich des Einstellungsstops (vgl. 7.10.1974) und vor allem aufgrund der 50 Entlassungen scheint, nach unserer unvollständigen Quellenauswertung, die KPD (vgl. 1.1.1975, 15.1.1975, 22.1.1975) über O+K Dortmund zu berichten, während der KBW immerhin um den Streik weiß (vgl. 7.2.1975).

Die Argumentation, dass Fahrpreiserhöhungen durch Preiserhöhungen von Orenstein und Koppel mitverursacht worden seien (vgl. 3.11.1975) verwendet die KPD auch in Westberlin.

Von der DKP lag uns eine fast geschlossene, aber zunächst nicht wirklich spannend erschienene Sammlung ihrer Betriebszeitung 'Roter Bagger' vor (vgl. Dez. 1976, Juni 1978), sie verweist in ihrer Hoesch-Analyse (vgl. Okt. 1977) auch auf die enge Verquickung von +K mit Hoesch einerseits und die Bedeutung der O+K-Beteiligung für das Verhältnis Hoesch – Hoogovens andererseits.

Zum vorläufigen Abschluss dieser Darstellung berichtet die KPD (ehemals KPD/ML) von den bei Orenstein und Koppel mit Streik beantworteten Plänen des Hoesch-Konzerns (vgl. Jan. 1982, 25.1.1982).

Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

September 1969:
Diesen Monat kommt es, laut IMSF, auch zu Streiks bei Orenstein und Koppel (O+K) Werk Dortmund Dorstfeld.
Von einem Streik dort berichtet auch der 'EXI'.

Die DKP berichtet:"
LOHN-KAMPF

1 000 Arbeiter der Firma Orenstein und Koppel in Dortmund legten nach den Tarifvereinbarungen des Bergbaus und der Metallindustrie die Arbeit nieder. Sie forderten Anrechnung der achtprozentigen Lohnerhöhung auf den Effektivlohn."
Quellen: Unsere Zeit NRW Nr.26,Essen 25.9.1969,S.9;
Express International Nr.82,Frankfurt 3.10.1969,S.5;
IMSF:Die Septemberstreiks 1969,Frankfurt Nov. 1969

07.11.1973:
Vermutlich heute erscheint in Dortmund ein Flugblatt unter Verantwortung von Detlef Schmidt, Dortmund zur Solidarität mit den 122 Entlassenen bei Mannesmann (MM) Duisburg-Huckingen (IGM-Bereich - vgl. 30.10.1973):"
SOLIDARITÄT KONTRA UNTERNEHMERWILLKÜR

Bei Mannesmann in Duisburg-Huckingen soll 122 Kollegen der Stuhl vor die Tür gesetzt werden. Ihnen drohen fristlose Kündigungen, weil sie mit anderen Kollegen für die Weiterzahlung der gemeinsam erkämpften Teuerungszulage (TZL,d.Vf.) von 70 DM in den Warnstreik getreten sind. ..."

Dieses Flugblatt ist unterzeichnet von: NFJD, Judos der FDP, SDAJ der DKP, MSB Spartakus der DKP, Hans Otto Wolf (Betriebsrat bei Hoesch Phoenix), Hugo Becker, KJA-Vorsitzender DGB Lünen, Peter Zier, Jugendvertreter Hoesch Phoenix, Detlef Schmidt, KJA-Vorsitzender Dortmund, Klaus Bailer für die Gesamtjugendvertretung (JV) Hoesch Werke AG, Fritz Hagenbrauck, Betriebsrat Käsbohrer (IGM-Bereich), Jörg Amerong, Jugendvertreter Siemens (IGM-Bereich), Jupp Schneider, Ch. Wurms (GEW), U. Gorecki, Jugendvertreter Pohlschröder (IGM-Bereich), Albert Herzemann, Juso AG-Leiter der SPD, Jutta Steven, Jugendvertreterin Hoesch Union, H. J. Weber für die Jugendvertretung Hoesch Hauptverwaltung, G. Schmidt, Jugendvertretung Orenstein und Koppel (O+K -IGM-Bereich), Rolf Sina, KJA-Mitglied, S. Kahlke, Jugendvertreterin Holstein und Kappert (H+K - IGM-Bereich), N. Hüwel, KJA-Mitglied, Detlef Kiel für die Jugendvertretung Hoesch Westfalenhütte, D. Knopp, KJA-Mitglied, I. Sczesny, Mitglied OJA-HBV, S. Pogadel, Mitglied KJA, H. Krause, KJA-Mitglied, Bruno Bekir, IGM-VKL Hoesch-Westfalenhütte, Studierendenvertretung Westfalenkolleg und Rüdiger Hasenpusch (GEW). In einem Kasten wird berichtet von Rheinstahl Dortmund (IGM-Bereich - vgl. 2.11.1973).
Quelle: N.N.:Solidarität kontra Unternehmerwillkür,o.O. (Dortmund) o.J. (Nov. 1973)

07.10.1974:
In Dortmund gibt die KPD frühestens in dieser Woche das folgende Flugblatt mit zwei Seiten DIN A 4 und einer Einladung zum RFLT unter Verantwortung von Thomas Luczak, Dortmund, Zimmerstr.17 (?), heraus:"
IM SOZIALISMUS GIBT ES KEINE ARBEITSLOSIGKEIT!

In den letzten Tagen hat die Zahl der Arbeitslosen 557 000 überschritten. Und die Entlassungen werden nicht ab- sondern zunehmen! Kleinere Fabriken melden Konkurs an oder werden von den Monopolen aufgekauft und rationalisiert. Folge: MASSENENTLASSUNGEN!

Ganze Industriezweige wie Auto- (IGM-Bereich,d.Vf.) und Textilindustrie (GTB-Bereich,d.Vf.) führen Kurzarbeit ein und entlassen Tausende.

Die Kapitalisten jammern: Die Nachfrage sinkt, unser Profit geht zurück! Doch nicht die nachlassende Nachfrage ist die Ursache der Entlassungen: die Stahlindustrie hat steigende Aufträge und trotzdem: das Edelstahlwerk Witten (ESW bzw. TEW,d.Vf.) verfügte einen Einstellungsstop, außerdem Orenstein und Koppel (O+K,d.Vf.)! Pohlschröder in Dortmund-Asseln setzte Kurzarbeit für mehrere Tage im Oktober und November an. Und VW stellt nicht weniger Autos her - sie stellen sie allerdings in sogenannten Billiglohnländern her."
Quelle: KPD:Im Sozialismus gibt es keine Arbeitslosigkeit!,Dortmund o.J. (1974)

01.01.1975:
Bei Orenstein und Koppel (O+K) Dortmund wurden, laut KPD-Wahlauschuß Brackel (vgl. 10.3.1975), 50 Frauen zum 1.1.1975 gekündigt.
Quelle: KPD-Wahlausschuß Dortmund-Brackel:Gegen Krisenwirtschaft und politische Unterdrückung! Für die sozialistische deutsche Republik!,o.O. Dortmund o.J. (1975),S.2

15.01.1975:
In der Nr.2 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 8.1.1975, 22.1.1975) berichtet die KPD aus Dortmund über die IGM und aus deren Bereich von VDO, Pohlschröder und Orenstein und Koppel (O+K).
Quelle: Rote Fahne Nr.2,Dortmund 15.1.1975

22.01.1975:
In der Nr.3 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 15.1.1975, 29.1.1975) berichtet die KPD aus Dortmund u.a. über Orenstein und Koppel (O+K).
Quelle: Rote Fahne Nr.3,Dortmund 22.1.1975

07.02.1975:
Laut KBW (vgl. 13.2.1975) streiken 600 bei Orenstein und Koppel (O+K) Dortmund im Rahmen der Metalltarifrunde (MTR).
Quelle: Kommunistische Volkszeitung Nr.6,Mannheim 13.2.1975

03.11.1975:
Die Ortsleitung (OL) Dortmund der KPD gibt vermutlich Anfang dieser Woche ein Flugblatt heraus:"
KEINE FAHRPREISERHÖHUNG!
SCHMIDTS SPARPROGRAMM - DIE MASSEN ZAHLEN, DIE MONOPOLE KASSIEREN!

Ab 1.Januar 1976 sollen nach Beschluß der Dortmunder Verkehrsbetriebe die Fahrpreise für Straßenbahn und Busse erhöht werden. Der Stadtrat soll dem Beschluß am 10.11 zustimmen.

Als Begründung für den Beschluß für die Erhöhung sollen die Defizite der Verkehrsbetriebe herhalten. Schuld daran sollen die 'gestiegenen Lohnkosten' sein. Das ist eine Lüge! Damit soll die Bevölkerung gegen die Arbeiter und Angestellten der Verkehrsbetriebe (ÖTV-Bereich,d.Vf.) aufgebracht werden und vom wahren Schuldigen abgelenkt werden. Die Schuldigen - die Herren im Aufsichtsrat der Verkehrsbetriebe - das ist niemand anderes als Vertreter des SPD-Stadtrates und der Verwaltung. Sie haben die Umstellung bei den Bussen auf Ein-Mann-Betrieb beschlossen und damit Arbeitsplätze wegrationalisiert. Sie haben dafür der Firma Orenstein und Koppel (O+K - IGM-Bereich,d.Vf.) Monopolpreise für die Automaten bezahlt. Sie haben Monopolpreise an die Hersteller der Busse und Straßenbahnen bezahlt. Und dies ist die wahre Ursache für die Defizite."
Quelle: KPD-OL Dortmund:Keine Fahrpreiserhöhung!,Dortmund o.J. (1975)

Dezember 1976:
Bei Orenstein und Koppel (O+K) Dortmund gibt die DKP vermutlich im Dezember erstmals ihren 'Roten Bagger' (vgl. Mai 1977) heraus, der uns leider noch nicht vorlag.
Quelle: Roter Bagger,Dortmund Dez. 1977

Mai 1977:
Bei Orenstein und Koppel (O+K) Dortmund gibt die DKP ihren 'Roten Bagger' (vgl. Dez. 1976, Aug. 1977) heraus.
Quelle: Roter Bagger,Dortmund Mai 1977

August 1977:
Bei Orenstein und Koppel (O+K) Dortmund gibt die DKP ihren 'Roten Bagger' (vgl. Mai 1977, Sept. 1977) heraus.
Quelle: Roter Bagger,Dortmund Aug. 1977

September 1977:
Bei Orenstein und Koppel (O+K) Dortmund gibt die DKP vermutlich im September ihren 'Roten Bagger' (vgl. Aug. 1977, Okt. 1977) heraus.
Quelle: Roter Bagger,Dortmund o.J. (1977)

Oktober 1977:
Der DKP Kreisvorstand Dortmund gibt vermutlich im Oktober eine Broschüre heraus:"
HOESCH - NICHT NUR EIN NAME FÜR STAHL
HOESCH-ANALYSE
von Arbeitern, Angestellten und Wissenschaftlern
...
Mit der Fusion von Hoesch und der Dortmunder-Hörder-Hüttenunion 1966 hatte der niederländische Konzern Hoogovens, der mit 43 am Aktienkapital der DHHU beteiligt war, beim zweitgrößten Stahlkonzern der Bundesrepublik Fuß gefaßt. Dies führte zur 14,5%-Beteiligung von Hoogoevsn an der Hoesch AG. An der 1972 gegründeten Zentralgesellschaft Estel NV Hoesch-Hoogoevns, Arnheim, sind die Hoesch AG und Hoogovens zu je 50% beteiligt. Obwohl vor der Zusammenlegung die Hoesch AG einen doppelt so hohen Umsatz hatte wie Hoogovens, die Rohstahlproduktion wesentlich höher war und Hoesch gleichzeitig solche Beteiligungen wie
- Orenstein und Kopppel (O+K,d.Vf.) AG,
- Westfälische Kalakwerke AG,
- Rothe Erde Schmiedag AG,
- Stahlwerke Südwestfalen AG (1968-1974)
einbrachte und die Hoesch-Belegschaft mindestens doppelt so groß war wie Hoogovens, erhielt letzte in der neuen Gesellschaft die Übermacht ...

Im Kapitel I haben wir bereits die Besitzverhältnisse bei Hoesch beschrieben. Nachzutragen bleibt hier noch, daß der Hoesch-Großaktionär Hoogovens ein halbstaatliches Unternehmen ist, an dem der niederländische Staat und die Stadt Amsterdam beteiligt sind.

Den bestimmenden Einfluß übt jedoch auch bei Hoogovens das Bankkapital aus. In der Regel drückt die personelle Besetzung der Aufsichtsräte die Interessen- und Kräftekonstellation der Eigentümer, Zuliferanten, Großabnehmer, Großgläubiger und der entsprechenden staatlichen Instanzen eines Großunternehmens der Handels-, Industrie- und Banken/Versicherungs-Branche aus. Nach Lenin ist im Imperialismus das Industrie- und Bankkapital zum FINANZKAPITAL verschmolzen, das sich im Besitz und unter Kontrolle der Finanzoligarchie befindet, jener kleinen Schicht in der Kapitalistenklasse, die das Sagen hat. Im staatsmonopolistischen Kapitalismus ist diese Schicht zugleich 'bereichert' um die herrschenden Kräfte im Staatsapparat und die Führungen der bürgerlichen Parteien.

An der Zusammensetzung des 24-köpfigen Estel-Aufsichtsrats und des Aufsichtsrats der Hoesch AG soll dies gezeigt werden.

a) Aufsichtsrat der ESTEL N.V. (Stand 24.4.1975)

Ehrenmitglieder: Prinz Bernhard der Niederlande (in Lockheed-Affäre verwickelt)
Hermann Josef Abs, Aufsichtsrats-Vorsitzender der Deutschen Bank
Vorsitzender des Aufsichtsrates: van den Wall Bake, Vorsitzender des AR
Allgemeine Bank Nederland NV.
stellvertr. Vorsitzender des
Aufsichtsrates: Hans Leibkutsch,
- Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank
AG
- Vorsitzender des AR der Hoesch Werke AG
- stellv. VS des AR der Mobil Oil AG
- stellv. VS des AR Cassella
- stellv. VS des AR AEG
- stellv. VS des AR Orenstein und Koppel
usw."
Quelle: DKP-KV Dortmund:Hoesch - Nicht nur ein Name für Stahl,Dortmund o.J. (1977)

Oktober 1977:
Bei Orenstein und Koppel (O+K) Dortmund gibt die DKP ihren 'Roten Bagger' (vgl. Sept. 1977, Dez. 1977) heraus.
Quelle: Roter Bagger,Dortmund Okt. 1977

Dezember 1977:
Bei Orenstein und Koppel (O+K) Dortmund gibt die DKP ihren 'Roten Bagger' (vgl. Okt. 1977, Feb. 1978) heraus, in der sie u.a. auf das nunmehr einjährige Erscheinen der Zeitung (vgl. Dez. 1976) eingeht.
Quelle: Roter Bagger,Dortmund Dez. 1977

Februar 1978:
Bei Orenstein und Koppel (O+K) Dortmund gibt die DKP ihren 'Roten Bagger' (vgl. Dez. 1977, März 1978) heraus.
Quelle: Roter Bagger,Dortmund Feb. 1978

März 1978:
Bei Orenstein und Koppel (O+K) Dortmund gibt die DKP ihren 'Roten Bagger' (vgl. Feb. 1978, Mai 1978) heraus.
Quelle: Roter Bagger,Dortmund März 1978

Mai 1978:
Bei Orenstein und Koppel (O+K) Dortmund gibt die DKP vermutlich im Mai ihren 'Roten Bagger' (vgl. März 1978, Juni 1978) heraus.
Quelle: Roter Bagger,Dortmund o.J. (1978)

Juni 1978:
Bei Orenstein und Koppel (O+K) Dortmund gibt die DKP ihren 'Roten Bagger' (vgl. Mai 1978) heraus.
Quelle: Roter Bagger,Dortmund Juni 1978

Januar 1982:
Die KPD berichtet bei Hoesch Dortmund (vgl. 25.1.1982) vermutlich aus dem Januar:"
STREIKS BEI O+K. SOLIDARITÄT! ROHWEDDERS NEUE LOHNPOLITIK.

Mit einer bisher beispiellosen Brutalität will die Hoesch-Konzernspitze bei Orenstein und Koppel ihre Profite sanieren: 20%-ige Kürzung der Vorgabezeiten gleich 200 - 300 DM Lohnverluste, oder: schneller arbeiten und damit Kurzarbeit und Entlassungen noch beschleunigen.

Streiks und andere Kampfaktionen waren die Antwort der Kollegen in Dortmund-Dorstfeld, Hagen und Berlin.

Der Kampf der O+K-Kollegen ist auch unsere Sache. Denn schließlich sind es Rohwedder und Co., die diese Beschlüsse bei O+K forcieren. Was sie heute dort machen, können sie schon morgen bei uns versuchen. Und in der Tat bahnt sich in der Konzernspitze offensichtlich eine Wende in der innerbetrieblichen Lohnpolitik an.

Der Anfang soll bei der Produktionsprämie gemacht werden. Sie soll in eine BETRIEBLICHE Leistungsprämie (Tonnen/pro Mann) verwandelt werden. Schon im letzten Jahr erwägte Rohwedder, die übertariflichen Zulagen zu kürzen. Jetzt will er mit diesem Druckmittel in der Hand in Richtung Einzelprämienlohn marschieren. Diesen Plänen muß von Anfang an ein klares Nein entgegengesetzt werden.

Auch deshalb: fordert von der IGM und den Betriebsräten, daß sie konkrete Solidaritätsaktionen mit den O+K-Kollegen organisieren!"
Quelle: Stählerne Faust Einmalige Zusammenarbeit!,Dortmund o.J. (1982),S.6

25.01.1982:
Bei Hoesch Dortmund gibt die KPD vermutlich in dieser Woche eine 'Stählerne Faust' (vgl. 9.12.1981, 27.4.1982) heraus:"
EINMALIGE ZUSAMMENARBEIT!

...dies bescheinigte der Aufsichtsratsboß Kleffel von der Deutschen Bank den Arbeitnehmervertretern bei Hoesch nach den einstimmigen Beschlüssen bezüglich der Zusammenarbeit mit Krupp.

Fürwahr, wie wahr! - kann man da nur sagen.

- NIRGENDWO GEHT DER ABBAU VON ARBEITSPLÄTZEN SO SCHNELL VORAN WIE BEI HOESCH, und das mit Zustimmung der leidenschaftlichen 'Mitbestimmer' aus der IGM-Führung und den Betriebsräten.

6 000 Arbeitsplätze weniger in zwei Jahren und mehrere Tausend sollen noch folgen - wo gab es das schon einmal ohne größere soziale Unruhen (wie unser kampf von den Unternehmern immer genannt wird). Ein Riesenbetrieb wird praktisch halbiert!

- NIRGENDWO SIND DIE UNTERNEHMER SO 'SOZIAL' WIE BEI HOESCH. Eine solche Reduzierung ohne 'harte Entlassungen' - ist das nicht Beweis genug für die einmalige 'soziale Verpflichtung' des Unternehmens und für die einmalige Leistung der Montanmitbestimmung und ihrer Vertreter? Wie 'sozial' Hoesch wirklich ist, das sehen wir z.B. bei Orenstein und Koppel und in anderen Hoesch-Betrieben. Um bis zu 300 DM wollen die Hoesch-Kapitalisten bei O+K den Lohn kürzen (...) und mit Entlassungen geizen sie auch außerhalb der Hüttenwerke nicht."
Quelle: Stählerne Faust Einmalige Zusammenarbeit!,Dortmund o.J. (1982)

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