"Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus"
Zeitung der Krankenhauszelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 11.7.2017


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Am 19. Juli 1973 erscheint, von der Zelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD herausgegeben, die Nr. 1 der "Kommunistischen Presse für die Werktätigen am Krankenhaus".

Eingangs heißt es dazu: "Mit dieser Ausgabe der Kommunistischen Presse wendet sich die neugegründete Krankenhauszelle der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) an die an den Städtischen Kliniken Arbeitenden. Die Zelle ist der Zusammenschluss der Mitglieder unserer Partei, die an den Städt. Kliniken arbeiten." Aufgabe der Zelle soll sein: "Für die Interessen der Werktätigen einzutreten" und "überall die Ziele des Kommunismus propagieren". "Das werden wir auch an den Städtischen Kliniken tun. UNSERE HAUPTAUFGABE WIRD SEIN, FÜR EINE AUSREICHEND MEDIZINISCHE VERSORGUNG AM KRANKENHAUS ZU KÄMPFEN. Gerade in einer Arbeiterstadt wie Dortmund, wo Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle das. tägliche Brot sind. Das Eintreten für die Interessen des Krankenhauspersonals ist damit untrennbar verbunden. Angemessene Arbeitszeitregelung ausreichendes Personal und gute Ausbildung sind nicht nur eine Forderung der Beschäftigten, sondern auch für eine gute medizinische Versorgung unumgänglich … Wir sind auf Verfolgungsmaßnahmen durch die Krankenhausverwaltung vorbereitet und werden uns nicht daran hindern lassen, für die Interessen der Kranken, der Kollegen und für die Ziele des Kommunismus einzutreten."

Mit der Herausgabe der "Kommunistischen Presse" ist die oberste Priorität gesetzt, die Gründung einer Betriebsgruppe in der Klinik, die mithelfen soll, "gegen die Verschlechterung der Arbeits- und Lebensbedingungen der werktätigen Bevölkerung" zu agitieren. Dazu wird womöglich zu den Personalratswahlen 1975 eine Liste "Alternative" mit den Eckpunkten: "Für eine ausreichende medizinische Versorgung!", "Für bessere Arbeits- und Ausbildungsbedingungen!", "Besetzung und Erweiterung von Planstellen!", "Für freie politische Betätigung!", "Weg mit den Unvereinbarkeitsbeschlüssen!", "1.200 DM Mindestlohn für alle!", "Ausbau und Neubau eines Kindergartens!" konstituiert, über deren Erfolg bzw. Misserfolg man aus der Zeitung nichts erfährt (vgl. Juni 1975).

Die Gründung der BG ergibt sich für die KPD zwangsweise aus der Verratspolitik der ÖTV und soll eine echte Alternative sein. Nach einer Mitgliederversammlung der Gewerkschaft wird die Forderung aufgestellt: "Die Betriebsgruppe muss her!" Die ÖTV-Kreisleitung habe sie bisher am Krankenhaus verhindert. Als Vorstufe zur BG wird eine "Initiativgruppe" ins Leben gerufen und dazu aufgefordert, in ihr mitzuarbeiten. Dazu heißt es: "Die Gründung der Betriebsgruppe sollte jedenfalls verhindert werden … Der Kampf um die Organisierung der ÖTV-Mitglieder in einer Betriebsgruppe geht weiter … ÖTV-Mitglieder im Krankenhaus, lasst euch nicht irre machen von einer Gewerkschaftsführung, die diesen Namen schon lange nicht mehr verdient. Unterstützt die Gründung der Betriebsgruppe, arbeitet aktiv mit in der Initiativgruppe!" (vgl. Oktober 1973, Mai 1974).

Allerdings ist bis zur letzten Ausgabe (Januar 1978) unklar, ob die Betriebsgruppe überhaupt jemals konstituiert werden konnte. Zudem existieren zur Konstituierung der BG eine Reihe von sich widersprechenden Aussagen. Vor allem ist es der Hinweis darauf - trotz alledem - in die ÖTV einzutreten, aber auch die Bemerkung, die "Revolutionäre Gewerkschaftsopposition" zu stärken: "Hinein in die Gewerkschaft!", "Stärkt die revolutionäre Gewerkschaftsopposition!" (vgl. 19. Februar 1974). Der "Treff oppositioneller Gewerkschafter der ÖTV", zu dem verschiedentlich aufgerufen wird, rundet die Widersprüche über die Organisationsfrage an den städtischen Kliniken ab (vgl. 15. Januar 1974).

Die Agitationsfelder der "Kommunistischen Presse" unterscheiden sich grundsätzlich nicht von ähnlichen Betriebspressen der KPD, die an den verschiedenen Krankenanstalten und Kliniken herausgegeben werden. Betriebsspezifische Probleme werden in der Regel schnell mit dem üblichen Panorama und der monströsen Berichterstattung der politischen Programmatiken der KPD verbunden.

Die Agitation gegen das "Krankenhausfinanzierungsgesetz", das am 1.1.1976 wirksam wird, steht unter der Prämisse: "Die Medizin muss dem Volke dienen!" Sie knüpft an verschiedene Artikel aus "Dem Volke dienen", dem ZO des KSV, an, indem die Kampagne zur medizinischen Versorgung der arbeitenden Bevölkerung einen wichtigen Stellenwert einnimmt. Mit der Eröffnung einer "Volksambulanz in West-Berlin" des "Kampfkomitees Bethanien der KPD - Für eine bessere medizinische Versorgung der Bevölkerung gegen die volksfeindliche Gesundheitspolitik" (vgl. etwa: DVD Nr. 26/1974) hat die KPD den Grundstein für das Gegenstück zur "kapitalistischen Medizin" die "Polikliniken" ("Kinderpoliklinik" und "Kinderchirurgie") gelegt, die in der "Kommunistischen Presse", als Ergebnis der "richtigen Linie" in der Frage der Medizin, Einzug hält (vgl. April 1974, Dezember 1974, Februar 1975).

Die Propaganda gegen das "Krankenhausfinanzierungsgesetz" geht mit der Forderung nach Verkürzung der Arbeitszeit bei "gleichzeitiger Besetzung und Erweiterung der Planstellen" einher. Dies solle in eine "40 Stunden und 5-Tage-Woche" einmünden, für die heftig geworben wird. Im Oktober 1974 wird die "5-Tage-Woche" für die städtischen Kliniken noch einmal explizit gestellt (vgl. Mai 1974, Oktober 1974).

Die "Kommunistische Presse" stellt sie stets in den Zusammenhang mit den allgemeinen Forderungen der KPD, die sie zu Tarifrunden aufstellt, die aber auch Teile des Programms der Zelle sind: mal sind es 200 DM oder 300 DM, 185 DM, 250 DM oder 180 DM (vgl. 20. November 1973, 15. Januar 1974, 19. Februar 1974, Oktober 1974, Januar 1978). Unklar bleibt stets, wie es zu den Forderungen kommt und wie sie begründet werden.

Eine wichtige Kampagne gegen politische Entlassungen ist der Protest gegen die Kündigung des Arztes H. Pietschmann, der nach der Probezeit von der Verwaltung der städtischen Kliniken nicht übernommen wird. Die Solidarität mit ihm und seine Wiedereinstellung werden eingefordert (vgl. 27. August 1974). Später wird bekannt gegeben, dass im Fall von Pietschmann das Arbeitsgericht die Kündigung für "haltlos" erklärt und die Suspendierung aufgehoben habe. Die Weiterbeschäftigung werde angeordnet. Dennoch werde ein Vergleich geschlossen: "Die Kündigung wird zurückgenommen, das Arbeitsverhältnis gilt als 'im gegenseitigen Einverständnis' aufgehoben" (vgl. Februar 1974, 10. April 1974, August 1974).

Im April 1976 gibt die "Kommunistische Presse" bekannt, dass die DKP beim Dortmunder Landgericht eine "Unterlassungsklage" eingereicht habe. U. a. soll in Zukunft nicht mehr behauptet werden dürfen, dass die DKP "eine Agentur der neuen Kreml-Zaren" sei. Die Berichterstattung darüber wird in der November-Ausgabe fortgesetzt, und es wird erklärt, dass ein DKP-Mitglied (Schwarzrock) am Krankenhaus eine "Privatklage" gegen die KP eingereicht habe, die zudem noch von der "ÖTV-Kreisverwaltung" bezahlt würde (vgl. April 1976, November 1976).

Am 7. Juli, so die KP, kommt es zu einem ersten Prozesstermin: "Schwarzrock gegen Thomas Luczak", dem presserechtlich Verantwortlichen der Zeitung (vgl. April 1976, Juli 1976). Der Streit mit der DKP geht bis auf den November 1975 zurück, nachdem diese bekannt gegeben hatte, an den städtischen Kliniken eine "DKP-Betriebsgruppe" aufbauen zu wollen. Im Artikel: "Unsere DKP'ler am Krankenhaus" wird dagegen zu Felde gezogen und das "Hetzklima" gegen die "Maoisten" verurteilt (vgl. November 1975).

Inwieweit das "Komitee gegen politische Entlassungen, Gewerkschaftsausschlüsse und Berufsverbote, das im Oktober 1974 erstmals in der Zeitung genannt wird und zu Veranstaltungen, etwa am 26. Juli 1974 einlädt (Hintergrund ist der Ausschluss von 5 Mitgliedern der ÖTV-Jugendgruppe, wovon einige wohl dem KJV der KPD nahestehen), eine spezifische Einrichtung der Zelle ist, lässt sich nicht eruieren. Eher dürfte es so gewesen sein, dass hier das bundesweit agierende "Komitee" der KPD mit ihrem Ableger in Dortmund gemeint ist, das auch zum "Nationalen Kongress gegen die Unvereinbarkeitsbeschlüsse!" am 7.6.1975 aufruft (vgl. 29. Juli 1974, Juni 1975, Oktober 1974, Dezember 1974, Rote Fahne, Nr. 11., Juni 1975).

In der uns vorliegenden letzten Ausgabe (einem "Sonderdruck") geht es in noch einmal um die ÖTV-Tarifrunde und die Forderungen zur Tarifrunde (vgl. Januar 1978). Ob nach der Ausgabe vom Januar 1978 noch weitere Ausgaben erschienen sind, ist uns noch unbekannt.

Zu den "Städtischen Kliniken" in Dortmund siehe auch: Jürgen Schröder: Städtische Krankenanstalten Dortmund

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

19.07.1973:
Es erscheint die Nr. 1 der "Kommunistischen Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Zelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD" mit der Schlagzeile: "Die Aufgaben der Zelle am Krankenhaus". Zur Konstituierung der Zelle wird darauf hingewiesen, dass es ihre Aufgabe sei, am Krankenhaus "für eine ausreichende medizinische Versorgung am Krankenhaus zu kämpfen". Die Zelle sei, "der Zusammenschluss der Mitglieder unserer Partei, die an den Städtischen Kliniken arbeiten". Und sie will auch "für die Interessen der Kranken, der Kollegen und für die Ziele des Kommunismus eintreten"

Artikel der Ausgabe sind:
- "Das Krankenhausfinanzierungsgesetz: Höhere Kassenbeiträge, verschärfte Arbeitshetze, schlechtere medizinische Versorgung".
- "Weg mit den Mieterhöhungen"
- "Was will die KPD?"
- "Entweder bei Krankheit weiterarbeiten, oder ein weiteres halbe Jahr billige Arbeitskraft sein"
- "Korrespondenz: Die theoretische Ausbildung ist wertlos, wenn wir sie nicht auf den Stationen anwenden können.
- "Die Medizin muss dem Volke dienen!"
- "Solidaritätswoche für Uli Kranzusch vom 5.-11. August"

Geworben wird für die "Rote Fahne" der KPD und für die "Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 4". Parolen sind: "Weg mit den Mieterhöhungen!", "Genügend Krankenhauswohnungen für die Beschäftigten am Krankenhaus!" Kontakt zur Krankenhauszelle: Dortmund, Zimmerstraße.
Quelle: Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Zelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD, Jg. 1, Nr. 1, Dortmund, 19. Juli 1973.

Oktober 1973:
Es erscheint die Oktober-Ausgabe der "Kommunistischen Presse" mit der Schlagzeile: "Nach der Mitgliederversammlung erst recht: Die Betriebsgruppe muss her!" Die ÖTV-Kreisleitung hätte sie bisher am Krankenhaus verhindert. Aufgerufen wird dazu, in einer "Initiativgruppe", die quasi als Vorstufe der Betriebsgruppe betrachtet wird, mitzuarbeiten. Dazu heißt es auch: "Die Gründung der Betriebsgruppe sollte auf jedenfalls verhindert werden … Der Kampf um die Organisierung der ÖTV-Mitglieder in einer Betriebsgruppe geht weiter … ÖTV-Mitglieder im Krankenhaus, lasst euch nicht irre machen von einer Gewerkschaftsführung, die diesen Namen schon lange nicht mehr verdient. Unterstützt die Gründung der Betriebsgruppe, arbeitet aktiv mit in der Initiativgruppe!"
Q: Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Zelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD, Jg. 1, (Nr. 2), Dortmund, Oktober 1973.

20.11.1973:
Die Nr. 3 der "Kommunistischen Presse" erscheint mit der Schlagzeile: "Was will Herr Pawlak mit der Vertrauensleutewahl?"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Zur ÖTV-Tarifrunde: 200 DM mehr für alle!"
- "Politisches Gesinnungsurteil gegen Uli Kranzusch!"
- "Solidarität hilft siegen! Schafft Rote Hilfe!""
- "Mit der KPD gegen Lohnraub, Arbeitshetze, Teuerung und politische Unterdrückung!"
- "Gewerkschafter, die sich einsetzen, das ist es, was wir wollen!"

Aufgerufen wird zur "Betriebsinitiativgruppe", die sich jeweils dienstags in der "Trompete" trifft. Geworben wird für die "Rote Fahne" und die "Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr. 8".
Q: Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Zelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD, Jg. 1, Nr. 3, Dortmund, 20. November 1973.

15.01.1974:
Die Nr. 4 der "Kommunistischen Presse" erscheint mit der Schlagzeile: "Trotz Genschers Erpressungsversuch: 300 DM mehr für alle".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Vorwärts mit der KPD!"
- "Die neue Pflegesatzverordnung: Ein Betrug!"
- "Solidarität mit dem Kampf der spanischen Arbeiterklasse"
- "Für eine bessere medizinische Versorgung der werktätigen Bevölkerung! Medizinische Versorgung im Kapitalismus - Im Sozialismus"
- "Neuwahl an der Unfallklinik"

Aufgerufen wird zum "Treff oppositioneller Gewerkschafter der ÖTV" am 21.1. im Dortmunder "Hansa Eck" und zur MV der ÖTV am 17.1. im Hörsaal der Kinder-Chirurgie. Aufgerufen wird auch zu einer Veranstaltung mit spanischen Kollegen am 16.1. in der Dortmunder "Jakobschänke".
Q: Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Zelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD, Jg. 2, Nr. 4, Dortmund, 15. Januar 1974.

19.02.1974:
Die Nr. 5 der "Kommunistischen Presse" erscheint mit der Schlagzeile: "Gegen den Lohnraubabschluss der ÖTV-Führung. Nein in der Urabstimmung! Weiterkämpfen für 185 DM mehr! 600 DM Existenzlohn für alle Auszubildenden! 300 DM Urlaubsgeld!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Was macht die Gewerkschaftsführung mit unseren Mitgliedsbeiträgen?"
- "Kampf der politischen Disziplinierung!"
- "Der Krankenstand nimmt zu - Die SPD-Regierung rationalisiert auf Kosten der medizinischen Versorgung!"
- "Glänzende Lage für die Patrioten in Kambodscha"
- "Das Krankenhausfinanzierungsgesetz: Verschlechterung der medizinischen Versorgung der Bevölkerung!"
- "Hetze gegen kommunistische Studenten!"

Im Artikel: "Kampf der politischen Disziplinierung" wird dazu aufgerufen, "Solidarität mit Hannes Pietschmann" zu üben, dem nach seiner Probezeit am Klinikum gekündigt werden soll. Die Zelle fordert: "Sofortige Aufhebung der Suspendierung!" Eine Solidaritätsveranstaltung der SMV soll am 21.2. im Hörsaal der Kinderchirurgie stattfinden. Parolen sind u. a.: "Kampf der ständigen Verschlechterung der Arbeits- und Lebensbedingungen durch die arbeiterfeindliche Brandt-Regierung!", "Hinein in die Gewerkschaft!", "Stärkt die revolutionäre Gewerkschaftsopposition!"
Q: Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Zelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD, Jg. 2, Nr. 5, Dortmund, 19. Februar 1974.

27.03.1974:
Es erscheint eine Sondernummer der "Kommunistischen Presse" mit der Schlagzeile: "Was will die Zelle an den Kliniken?" Hingewiesen wird darauf, dass die Zelle an den Städtischen Kliniken jetzt 1 Jahr bestehen würde. Dazu wird zu einer Veranstaltung am 28.3.1974 eingeladen, wo über "die Ziele und Aufgaben unserer Zelle berichtet und diskutiert" werden soll. Ort: Pizzeria Sorrento, Joseph/Humboldtstraße.
Q: Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Zelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD, Jg. 2, Sondernummer, Dortmund, 27. März 1974.

10.04.1974:
Die Nr. 6 der "Kommunistischen Presse" erscheint mit der Schlagzeile: "Was tun am 1. Mai?"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Keinen Pfennig mehr als bisher in den Wohnheimen!"
- "Weg mit der Probezeit° Vergleich im Fall Pietschmann"
- "Aufruf eines Hoesch-Kollegen zum 1. Mai"
- "Was will die KPD an den Kliniken?"

Im Falle Pietschmann wird ein Vergleich erreicht. Die Kündigung wird zurückgenommen und das Arbeitsverhältnis im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst. Berichtet wird über die erste Veranstaltung der Zelle am 28.3. und über die Hauptaufgabe: "Für eine ausreichende medizinische Versorgung der werktätigen Bevölkerung!" Aktiv werden will man auch in der Frage der "Schließung von Kliniken ohne Neubau". Am 19.4. soll eine "Diskussionsveranstaltung der KPD über den Programmentwurf" in der Pizzeria Sorrento in Dortmund stattfinden, wozu eingeladen wird.
Q: Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Zelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD, Jg. 2, Nr. 6, Dortmund, 10. April 1974.

Mai 1974:
Es erscheint eine weitere Nr. 6 der "Kommunistischen Presse" mit der Schlagzeile: "Für die 40-Std.-Woche. 5 Tage-Woche bei gleichzeitiger Besetzung und Erweiterung der Planstellen!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Weg mit dem § 218!"
- "Für den freien ROTE FAHNE Verkauf an den Kliniken!"
- "ÖTV-Führung droht mit Ausschlüssen"
- "Eine Schlange kann sich noch so oft häuten, sie bleibt doch eine Schlange!"

Agitiert wird für die "40-Std.-Woche - und 5 Tage-Woche im Krankenhaus", die ab 1.10.74 eingeführt werden soll. Zudem wird weiter dazu aufgefordert, eine Betriebsgruppe am Krankenhaus einzurichten. Am 1.6., 8.6. und 16.6. sollen im Parteibüro der KPD in Dortmund Veranstaltungen zu den Themen: "Reform und Revolution", "Die beiden imperialistischen Hauptmächte", "Sozialfaschismus und die Sozialdemokratie heute", "Volksrevolution und Sozialismus" stattfinden.
Q: Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Zelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD, Jg. 2, Nr. 6, Dortmund, Mai 1974.

29.07.1974:
Die Nr. 7 der "Kommunistischen Presse" erscheint mit der Schlagzeile: "Wer sind die Feinde der Demokratie?"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Die braune Pest grassierte auch in de ADGB- Führung"
- "Korrespondenz zum Krankenhausfinanzierungsgesetz. Kommentar der Zelle"
- "Der Hoeschpark muss Volkspark werden!"
- "Kommunistische Partei Deutschlands- Ortsleitung Dortmund: Ernst Thälmann. Er ging uns voran"
- "Noske: Einer muss der Bluthund sein"
- "Wie eh und je: Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!"
- "5 Mitglieder aus der ÖTV-Jugendgruppe ausgeschlossen!"
- "Der 1. Parteitag der KPD"

Aufgerufen wird zu einer "Thälmann-Veranstaltung" am 16.8. in der Dortmunder Jakobschänke. Eine Thälmann-Demo soll am 17.8. in Hamburg stattfinden. Gegründet wurde am 31.7. ein Komitee zum Hoesch-Park mit der Forderung: "Freier Eintritt in den Hoesch- Park! Der Hoesch- Park muss ein Volkspark werden!" Aufgerufen wird auch zur Teilnahme am Prozess gegen Maria Bergmann am 14.8. im Dortmunder Amtsgericht. Das "Komitee gegen politische Disziplinierungen" lädt zu einer Veranstaltung am 26.7. ein. Hintergrund ist der Ausschluss von 5 Mitgliedern der ÖTV-Jugendgruppe. Forderungen sind u. a.: "Für freie gewerkschaftliche und politische Betätigung am Krankenhaus!" "Schluss mit dem Ausschlussterror und der Gesinnungsschnüffelei!" Berichtet wird noch vom 1. Parteitag der KPD, der im Juni durchgeführt wurde.
Q: Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Zelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD, Jg. 2, Nr. 7, Dortmund, 29. Juli 1974.

27.08.1974:
Die Nr. 9 der "Kommunistischen Presse" erscheint mit der Schlagzeile: "Wieder Gasbrand in der Unfallklinik!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "40 Stunden-Woche"
- "Bericht aus der orthopädischen Klinik"
- "Bericht aus der Augenklinik"
- "Bericht aus der Hautklinik"
- "Bericht aus der 'Frauenklinik"
- "Was tut die Stadtverwaltung?"
- "Was tut die ÖTV-Kreisverwaltung?"
- "Korrespondenz einer Schülerin"
- "Was können wir tun?"
- "Ein Klinomobil für das Volk Vietnams!"
- "Kollegen und Patienten fordern Wiedereinstellung von Pflegern und Arzt"
- "Beruhigungsmittel besonders günstig"
- "Schluss mit dem Polizeiterror"

Gefordert wird auch die Wiedereinstellung von Pietschmann, dem die Klinik gekündigt hatte. Aufgerufen wird zu Spenden für ein "Klinomobil für das Volk Vietnams!" Berichtet wird noch von der Thälmann-Demo in Hamburg, zu der ca. "1.500 Menschen" kamen. Geworben wird für die "Rote Fahne" der KPD und das Verlagsprogramm, wo u. a. die Schrift "Bolschewisierung der KPD" vertrieben wird.
Q: Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Krankenhauszelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD, Jg. 2, Nr. 9, Dortmund, 27. August 1974.

September 1974:
Vermutlich im September eine Sondernummer der "Kommunistischen Presse" mit der Schlagzeile: "Erweiterung und volle Besetzung der Planstellen! Für die volle Durchsetzung der 5-Tage-Woche!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Steife Brise aus Hamburg"
- "Stationsbesprechung auf MW 2"
- "Der Betrug mit der 5-Tage-Woche"
- "Erweiterung und volle Besetzung der Planstellen"
- "In der Urlaubszeit darf niemand krank werden"
Q: Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Krankenhauszelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD, Jg. 2, Sondernummer, Dortmund, (September 1974).

Oktober 1974:
Die Nr. 10 der "Kommunistischen Presse" erscheint mit der Schlagzeile: "Es lebe die VR China!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Das Personal ist's nicht …"
- "Der KJA wütet über der Verwaltung!"
- "Einbruch ins Schulhaus?"
- "25. Jahre DGB. 25 Jahre SPD- Politik im Dienste des Monopolkapitals"
- "Mitgliederversammlung vom 27.9.1974. Verbotsterror der Gewerkschaftsführung"
- "Mitgliederversammlung der ÖTV-Führer: Trotz Hetzte: Für die 5-Tage-Woche"

Aufgerufen wir zu Sitzungen des "Komitees gegen Gewerkschaftsausschlüsse, politische Disziplinierungen und Berufsverbote", jeden Freitag. Agitiert wird für die "5-Tage-Woche" im Klinikum. Forderungen dazu sind u. a.: "Für freie und gewerkschaftliche Betätigung im Betrieb und auf der Straße!", "Sofortige Einführung der 5-Tage-Woche bei Besetzung und Erweiterung der Planstellen!", "Weg mit den Unvereinbarkeitsbeschlüssen!"
Q: Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Krankenhauszelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD, Jg. 2, Nr. 10, Dortmund, Oktober 1974.

November 1974:
Es erscheint eine gemeinsame Sondernummer der "Kommunistischen Presse" und der "Roten Spritze" mit der Schlagzeile: "Vorschlag des ÖTV-Vorstandes einstimmig abgelehnt!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Einheitlicher Existenzlohn für Auszubildende!"
- "Holger Meins: Opfer der Vernichtungshaft"

Auf einer VV seien die Forderungen für die Tarifrunde verabschiedet worden, u. a.: "1.200 DM Mindestlohn ohne Überstunden!", "250 DM mehr für alle!", "700 DM netto für alle Auszubildenden!", "Weg mit dem Krankenhausfinanzierungsgesetz!" Gefordert wird weiter: "Sofortige Einberufung einer ÖTV-Mitgliederversammlung!"
Q: Kommunistische Presse. Zeitung der Krankenhauszelle Städtische Kliniken und Dortmund der KPD / Rote Spritze, Jg. 2, Gemeinsame Sondernummer, Dortmund, November 1974.

Dezember 1974:
Die Nr. 11 der "Kommunistischen Presse" erscheint mit der Schlagzeile: "Gegen Gewerkschaftsausschlüsse - die Solidarität der Kollegen!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Polizeieinsatz gegen ÖTV-Mitglieder"
- "Die Gewerkschaftsfeinde sitzen in der Kreisverwaltung!"
- "Polokliniken als Stütze im Kampf der Arbeiterklasse für eine bessere medizinische Versorgung"
- "Wir grüßen die Kollegen der Volksambulanz in Westberlin"
- "Korrespondenz: Aus der Ambulanz der Hautklinik"
- "Jede Woche 1 DM für eine Frauenklinik in den befreiten Gebieten Südvietnams!"
- "Das Krankenhausfinanzierungsgesetz: Weiterer Lohnraub durch Erhöhung der Krankenkassenbeiträge"

Berichtet wird über einen Ausschlussterror gegen Mitglieder der ÖTV, die mit dem KJV der KPD zusammenarbeiten und über die erste Volksambulanz der KPD in Kreuzberg.
Q: Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Krankenhauszelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD, Jg. 2, Nr. 11, Dortmund, Dezember 1974.

Februar 1975:
Die Nr. 1 der "Kommunistischen Presse" erscheint mit der Schlagzeile: "Von den Metallarbeitern lernen: In der Krise kämpfen".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Volksambulanz. Im Kampf für eine Kinderpoliklinik ins Bethanien"
- "Wir Auszubildenden brauchen 700 DM netto!"
- "Mordanschlag auf den Genossen Scholz!"
- "Neue USA- Militärhilfe wird Thieu nicht retten!"

Berichtet wird über die Volksambulanz in West-Berlin, in der sich "jeder kostenlos behandeln lassen kann". Agitiert wird "für die Einrichtung einer Kinderpoliklinik ins Bethanien (ein leerstehendes Krankenhaus, aus dem der Senat ein Künstlerzentrum machen will), für eine ausreichende medizinische Versorgung".
Q: Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Krankenhauszelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD, Jg. 3, Nr. 1, Dortmund, Februar 1975.

April 1975:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Presse" mit der Schlagzeile: "Das Krankenhaus darf keine GmbH werden".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Weg mit § 218! Korrespondenz!"
- "Die Geschichte des Betriebsverfassungsgesetzes"
- "Personalratswahl 75: Weg mit Pawlak und Co!"
- "Korrespondenz einer Schwester"
- "Nach der Personalversammlung: Kollegin wird von der Verwaltung verhört!"
- "Heike Pietschmann, Krankenschwester an den Städtischen Kliniken, kandidiert für die KPD"
- "Der Sieg der Völker Indochinas ist gewiss!"

Agitiert wird gegen das "Krankenhausfinanzierungsgesetz", dass am 1.1.76 "wirksam werden soll". Aufgerufen wird zur "Nationalen Vietnam-Demonstration" in Mannheim am 19.4. und zu Spenden für die "Vietnam-Hilfe: Alles für den Sieg!"
Q: Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Krankenhauszelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD, Jg. 3, Dortmund, April 1975.

Juni 1975:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Presse" mit der Schlagzeile: "Personalratswahl '75: Keine Alternative!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Die Unvereinbarkeitsbeschlüsse müssen fallen!"
- "Das Programm der Kandidaten der Liste 'Alternative'"
- "Alle in der DDR verhafteten Genossen wurden freigekämpft!"

Berichtet wird von den Personalratswahlen 1975, wozu das "Programm" einer alternativen Liste veröffentlicht wird, die vermutlich aus Vertretern der Krankenhauszelle gebildet wird. Parolen: "Diesen Verrätern bei der Wahl keine Stimme!", "Kämpft gemeinsam mit dem Programm der Liste 'Alternative!", "Für eine Ausreichende medizinische Versorgung!" Aufgerufen wird zum "Nationalen Kongress gegen die Unvereinbarkeitsbeschlüsse!" am 7.6. und zur Organisierung im "Komitee gegen politische Entlassungen, Gewerkschaftsausschlüsse und Berufsverbote!". Das Komitee trifft sich jeden Mittwoch in Dortmund, Gaststätte "Grobschmied".
Q: Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Krankenhauszelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD, Jg. 3, Dortmund, Juni 1975.

August 1975:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Presse" mit der Schlagzeile: "KSZE - Breschnew in den Fußstapfen Hitlers!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Portugal"
- "Indira Gandhi: Bösartiges Wesen tritt völlig zu Tage!"
- "DKP Wolf im Schafspelz"
- "Wo ist der Bettengberg? Korrespondenz einer Schwester"
- "NRW schließt 79 Krankenhäuser"
- "Gewerkschaftsausschlüsse an den Kliniken!"
- "Nichtübernahme von 6 Examensschülern"

Agitiert wird u. a. gegen die "Nichtübernahme von 6 Examensschülern" am Klinikum und wird in Zusammenhang mit der "politischen Disziplinierung" gestellt.
Q: Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Krankenhauszelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD, Jg. 3, Dortmund, August 1975.

September 1975:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Presse" mit der Schlagzeile: "Schmidts Sparprogramm: Bezahlen müssen wir!" U. a. wird gegen das Krankenhausfinanzierungsgesetz agitiert.
Q: Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Krankenhauszelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD, Jg. 3, Dortmund, (September 1975).

November 1975:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Presse" mit der Schlagzeile: "Am 8.11. gegen das System von Ausbeutung, Krise und Krieg. Für die Forderungen der Arbeiterklasse kämpfen".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Die Agenten Breschnews und Honeckers, im Betrieb und der Gewerkschaft entlarven!"
- "Unsere DKP'ler am Krankenhaus!"
- "Städtische Kliniken Dortmund: Aufbau einer DKP Betriebsgruppe am Krankenhaus"
- "Weg mit dem Berufsverbotegesetz!"
- "Spendet für den Aufbau von Laos!"
- "Die Krankenkassenbeiträge werden erhöht"
- "Personalmangel- Einstellungsstopp- Stationen schließen"

Aufgerufen wir zur Demo am 8.11.: "Gegen das System von Ausbeutung und Krise und Krieg! Für die Forderungen der Arbeiterklasse kämpfen!" Parolen sind u. a.: "Gegen Mitbestimmung und Sozialpartnerschaft - Für den unversöhnlichen Klassenkampf gegen das Kapital und seine Lakaien!", "Schmidts Sparprogramm - Die Massen zahlen, die Monopole kassieren!" Agitiert wird gegen den "Aufbau einer DKP-Betriebsgruppe am Krankenhaus", gegen die "Berufsverbotegesetze", gegen die "Erhöhung von Krankenkassenbeiträgen" und gegen den "Personalmangel". Aufgerufen wird zu Spenden für den "Aufbau von Laos!"
Q: Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Krankenhauszelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD, Jg. 3, Dortmund, (November 1975).

April 1976:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Presse" mit der Schlagzeile: "DKP verklagt Kommunistische Presse!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Sieg der Volksrepublik Albanien über den Revisionismus"
- "Marxismus, nicht Revisionismus praktizieren!"
- "Der Machtantritt der Revisionisten bedeutet der Machtantritt der Bourgeoisie!"
- "Die DKP ist eine Agentur Moskaus und der Hauptfeind der westdeutschen Arbeiterklasse!"
- "Das Militärpotential der Supermächte in Europa"
- "Zur ÖTV-Tarifrunde"
- "Aus dem Mai- Parolen der KPD"

Agitiert wird gegen die DKP, die beim Dortmunder Landgericht "Unterlassungsklage gegen den Presse-Verantwortlichen an den Städtischen Kliniken, 'Kommunistische Presse', Thomas Luczak erhoben" hat. Die "Kommunistische Presse" solle in Zukunft unterlassen,
- "die DKP als Agentur der neuen Kreml-Zaren in Moskau zu bezeichnen"
- "aufzudecken, dass die DKP unter Nutzung erschlichener Gewerkschaftsopposition ihr revisionistisches Gift versprüht"
- "zu behaupten, Dr. Schwarzrock wollte gar nicht die Interessen der Kollegen vertreten, sondern nur Posten ergattern".

Parolen sind u. a.: "Der schlimmste Feind, den der Arbeiter hat, ist der Feind in den eigenen Reihen!", "Nieder mit der DKP!", "Nieder mit der Sozialfaschistischen Breschnew-Clique!"
Geworben wird für die "Erklärung des ZK der KPD für ein unabhängiges, vereintes und sozialistisches Deutschland".
Q: Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Krankenhauszelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD, Jg. 3, Dortmund, April 1976.

Mai 1976:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Presse" mit der Schlagzeile: "Frauenklinik: Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Krankenhausleitung!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Abrüstungsmarsch am 22.5. in Bonn: Schwindel und Heuchelei!"
- "Freiheit für Horst Mahler!"
- "Ganz Afrika steht aufrecht!"

Agitiert wird gegen die Krankenhausleitung und gegen die "katastrophalen Verhältnisse in der Frauenklinik". Zur Solidarität mit Horst Mahler wird aufgerufen.
Q: Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Krankenhauszelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD, Jg. 4, Dortmund, Mai 1976.

Juli 1976:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Presse" mit der Schlagzeile: "Freiheit für die kommunistische Presse! Freispruch für Thomas Luczak!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Protestdemonstration gegen Vorster- Besuch"
- "Personalversammlung. Korrespondenz einer Kollegin"
- "Dr. Schwarzrock, ein Vertreter unserer Interessen?"
- "Wählt KPD- Kämpft mit der KPD! Bundestagswahl 1976"

Berichtet wird über Dr. Schwarzrock und die Unterlassungsklage. Offenbar kommt es zu einem ersten Prozesstermin am 7. Juli: "Schwarzrock gegen Thomas Luczak!" Aufgerufen wird zur Wahl der KPD bei den Bundestagswahlen 1976. Zentrale Parole: "Für ein unabhängiges, vereintes und sozialistisches Deutschland!" und zu Spenden "für den Wahlfonds der KPD!" Geworben wird für die "Rote Fahne" und die "Peking Rundschau". Aufgerufen wird noch zum "Staatsschutzprozess", der in Dortmund am 14.7. beginnt. Angeklagt ist Thomas Luczak, dem u. a. "Verunglimpfung der BRD", "Beleidigung", "Aufforderung zu rechtswidrigen Taten" vorgeworfen wird.
Q: Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Krankenhauszelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD, Jg. 4, Dortmund, Juli 1976.

November 1976:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Presse" mit der Schlagzeile: "Von den Beitragsgeldern der Kollegen! ÖTV-Kreisverwaltung zahlt Privatklage des DKP-Mitglieds Schwarzrock gegen die KPD!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Feiertagsregelung: Ein Erfolg?"
- "Der kommunistische Arzt Jürgen Vogt ist wieder eingestellt worden!"
- "Die DKP, eine demokratische Kraft?"
- "Was will Breschnew in der BRD?"
- "Tarifrunde 76-77"
- "ÖTV"

Berichtet wird noch über die Wiedereinstellung des Arztes Jürgen Vogel am katholischen Vincent-Krankenhaus.
Q: Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Krankenhauszelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD, Jg. 4, Dortmund, November 1976.

Januar 1977:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Presse" mit der Schlagzeile: "ÖTV-Tarifrunde".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Mit Speck fängt man Mäuse: Über das DKP- Blatt 'Impulse"
- "Spendet für den Befreiungskampf in Zimbabwe! Spendet für eine fahrbare Klinik!"
- "Die Auswirkungen des KHG"
- "Morgens noch so müde"
- "Gewerkschaftsführer: Zutreiber der DKP-Revisionisten!"
- "Thema des nächsten Schulungskurses: Über den Widerspruch"

Agitiert wird vor allem gegen das "Krankenhausfinanzierungsgesetz", wozu es heißt: "Das KHG wurde eingeführt in einer Situation der kapitalistischen Krise. Diese Krise soll auf Kosten der Patienten und der Werktätigen am Krankenhaus ausgetragen werden. Das Monopol der frei praktizierten Ärzte bleibt weiterhin bestehen …" Für die städtischen Kliniken würde das bedeuten:
- Reduzierung der Bettenzahlen
- Streichung von Planstellen
- Schließung von Abteilungen
Q: Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Krankenhauszelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD, Jg. 5, Dortmund, Januar 1977.

März 1977:
Es erscheint eine Ausgabe der "Kommunistischen Presse" mit der Schlagzeile: "Wer ist Schuld am Tod von J. Batos?"
Artikel der Ausgabe sind:
- "ÖTV-Tarifrunde"
- "Weg mit dem volksfeindlichen Atomprogramm der Schmidt- Regierung"
- "Brokdorf, 19.2.: Korrespondenz einer Kollegin"
- "Breschnew ist in die Fußstapfen Hitlers getreten!"
- "Liga gegen den Imperialismus: Fahrbare Klinik an die ZANU übergeben"
- "Schulungskurs Mao Tsetung: Über den Widerspruch"

Agitiert wird u. a. gegen das "Atomprogramm der Schmidt-Regierung".
Q: Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Krankenhauszelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD, Jg. 5, Dortmund, März 1977.

Januar 1978:
Es erscheint ein "Sonderdruck" der "Kommunistischen Presse" zur "ÖTV-Tarifrunde". Gefordert wird u. a.: "Mindestens 180 DM mehr für alle!", "Für alle Kollegen eine einheitliche Festgeldforderung!"
Q: Kommunistische Presse für die Werktätigen am Krankenhaus. Zeitung der Krankenhauszelle Städtische Kliniken Dortmund der KPD, Jg. 6, Dortmund, Januar 1978.

Letzte Änderung: 12.07.2017