'Roter Aufbruch' - Zeitung der Marxisten-Leninisten Hagen (1972-1973)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 21.9.2017


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Es kann hier nur eine Ausgabe des 'Roter Aufbruch' vorgestellt werden. Wir bitten um Ergänzungen. Nach dem Anschluss der Marxisten-Leninisten Hagen an den KBW im Sommer 1973 wurde der 'Rote Aufbruch' zugunsten von dessen 'Kommunistischer Volkszeitung' (KVZ) eingestellt.

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

13.11.1972:
Die ML Hagen geben die Nr. 1 ihres Zentralorgans 'Roter Aufbruch' für 10 Pfennig datiert auf November, spätestens in dieser Woche (vgl. 27.4.1973) heraus.

Uns lag bisher nur ein Faksimile der Titelseite vor, welches durch die ML Dortmund, ML Hagen und die PL Hamm (vgl. Dez. 1972) verbreitet wurde.

Im Leitartikel heißt es demnach zu den BTW (vgl. 19.11.1972):"
BUNDESTAGSWAHL: ARBEITERPOLITIK ODER POLITIK FÜR DIE AUSBEUTERKLASSE?

Noch nie waren die Arbeiter so beliebt wie heute. Die CDU/CSU präsentiert in ihrer Wahlzeitung zwei ihrer 'Arbeiterkandidaten', sorgt sich um die 'Chancengleichheit der Arbeitnehmer' und stimmt im Bundestag für eine *, *ige Rentenerhöhung. Die SPD/FDP präsentiert ihre 'sozialpolitischen Reformen' in der Unfall-, Renten- und Krankenversicherung und die Einführung der flexiblen Altersgrenze.

Wird hier Politik im Interesse der Arbeiterklasse betrieben, oder haben wir es hier mit politischen Roßtäuschern zu tun? Zur Debatte steht die Bundestagswahl, und die bürgerlichen Parteien schlagen sich um den stärksten Stimmenblock, um 20 Mio. Arbeiter und Angestellte. Dieser Kampf um die Wahl jedoch wird von ihnen selbst zu einem Schwindel gemacht, wenn Abgeordnete den lukrativen Angeboten der Wirtschaft eher folgen als dem Wählerwillen und während der Legislaturperiode die Partei wechseln; wenn viele weitere (z.B. Wienand SPD) bei einer Fluggesellschaft, Raffert (SPD) und Dorn (FDP) bei Quick, Barzel (CDU) bei Henschel ihr Gewissen durch einen Beratervertrag honorieren lassen, wenn nach der Wahl die Versprechungen beiseite gelegt werden, um eine Politik zu machen, die den Interessen der großen Monopole und Banken entspricht. In der Regierungszeit konferiert man mit den 'führenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens' wie Abs und Poullain, Sohl (Thyssen) und Beitz (Krupp), zur Wahlzeit präsentiert man sich dann den Kollegen von Bochumer Verein (Krupp (IGM-Bereich, d.Vf.)), wie Kanzler Brandt oder Strauß in der Westfalenhalle (in Dortmund - vgl. 29.10.1972, d.Vf.)."

Der letzte Absatz des Faksimiles war leider unleserlich, ebenso wie das auf derselben Seite des 'Roten Aufbruchs' abgedruckte Inhaltsverzeichnis.
Quelle: Klassenkampf und Programm Nr. 1, Dortmund Dez. 1972, S. 60

27.04.1973:
Die Nr. 3 des 'Roten Aufbruchs', Zeitung der ML Hagen (vgl. 13.11.1972), erscheint vermutlich Ende dieser Woche mit einer Auflage von 1 300 Stück mit dem Leitartikel "1. Mai Kampftag der Arbeiterklasse".

Weitere Artikel sind:
- "Opel-Vertrauensleute fordern vorzeitige Kündigung des Tarifvertrages" zu Opel Bochum;
- "Der 1. Mai stärker als Verbote und Polizeiknüppel";
- "Kritik an der Bonner Rathausbesetzung" am 10.4.1973 mit der Erklärung des ZK des KB Bremen (KBB);
- "Kommt zur DGB-Kundgebung";
- "Einladung" zur Saalveranstaltung des regionalen Maikomitees am 1.Mai in Essen;
- "Josef Stingl: Ausländer sollen 'rotieren'";
- "Deutsche und ausländische Arbeiter - eine Kampffront!" zum Ausländerrecht; sowie
- "1. Mai-Demonstration in Hagen" der italienischen Arbeiter.
Q: Roter Aufbruch Nr. 3, Hagen 1973

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Letzte Änderung: 21.09.2017