Düsseldorf: Mannesmann Röhrenwerke Lierenfeld und Rath

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin


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Diese wie immer unvollständige Darstellung über die beiden Mannesmann Röhrenwerke in Düsseldorf-Lierenfeld und Düsseldorf-Rath, die zwei damals wohl wichtigsten Werke des Mannesmannkonzerns in Düsseldorf, ist einleitend vor allem von Streikmeldungen geprägt, wobei es um ein Weihnachtsgeld in Form eines 13. Monatsgehalts geht (vgl. 18.5.1970, 19.5.1970, Juni 1970, 1.7.1970), danach dann auch um die Metalltarifrunde MTR - vgl. 30.9.1970) sowie um eine 5%ige Lohnerhöhung (vgl. 7.12.1970, Feb. 1971, März 1971).

Die DKP gibt eine Betriebszeitung heraus, in der sie zum Leidwesen der KPD offenbar den Osthandel mit der Sowjetunion als Möglichkeit zur Sicherung der Arbeitsplätze bei Mannesmann propagiert (vgl. Dez. 1970, Jan. 1971), sind doch Entlassungen bereits angedroht (vgl. 7.12.1970).

Für die damalige Westberliner KPD/Aufbauorganisation (KPD/AO) gibt es nun eine äußerst freudige Nachricht (vgl. Apr. 1971) von entscheidender Bedeutung. Denn für die Berliner KPD/AO und die daraus hervorgehende KPD sowie ihre Jugendorganisation, den Kommunistischen Jugendverband (KJV bzw. später KJVD) stellt das Mannesmannwerk in Düsseldorf-Lierenfeld den wohl wichtigsten Betrieb der Bundesrepublik und Berlins überhaupt dar. Zwar ist das Werk, keineswegs unbedeutend, aber doch innerhalb des Mannesmann-Konzerns deutlich zweitrangig gegenüber jenem in Duisburg-Huckingen, dies aber wissen längst nicht alle Anhänger der KPD/Aufbauorganisation und überdies ist das Werk in Lierenfeld ein Betrieb, in dem die KPD sich kaum einer linksradikalen Konkurrenz ausgesetzt sieht.

So kann die KPD, vor allem gestützt auf ihre jungen Freunde, die in der IG Metall-Jugendgruppe und auch der Jugendvertretung, die offenbar oppositionell gesinnt ist (vgl. Sept. 1970), aktiv sind (vgl. Mai 1971), immer wieder von ihrem vorbildlichen Auftreten bei Mannesmann Lierenfeld berichten. Schon bei der Westberliner Kampagne zum 1.Mai 1971 gehören Jugendvertreter von Mannesmann Düsseldorf zu den wenigen Unterstützern der KPD/AO (vgl. 27.4.1971). Die Freunde der KPD/AO engagieren sich sowohl in der Metalltarifrunde (MTR - vgl. 1.7.1971) auch im Protest gegen die Stillegungen, die damals zunächst die Konzentration der Zylinderrohrfertigung betrafen (vgl. 7.7.1971, 15.7.1971).

Bald schon erscheint die 'Kommunistische Arbeiterpresse' (KAP) bei Mannesmann, eine der ersten KAPs der KPD in Westdeutschland überhaupt, mit der KPD in die Metalltarifrunde 1971 einzugreifen versucht (vgl. 19.7.1971), sich hierzu auch im Jugendbereich (vgl. Sept. 1971) und in ganz Düsseldorf engagierend (vgl. 10.9.1971, 16.9.1971, 6.10.1971).

Auch weitere Stillegungen aber drohen aufgrund der Umstrukturierungen, wobei nun die Stopfenstraße 10 betroffen ist (vgl. Aug. 1971, 1.9.1971, 13.9.1971, 27.9.1971), aber auch konzernweite Umsetzungen bereits zu erfolgen scheinen (vgl. 25.10.1971).

Jugendvertreter von Mannesmann Lierenfeld verärgern nun gar die SDAJ der DKP (vgl. 7.10.1971), müssen sich aber offenbar auch der 'Hetze' erwehren (vgl. 11.10.1971), wobei sich die KPD für Neuwahlen der Jugendvertretung einsetzt und offenbar mit der IG Metall Jugendgruppe Mannesmann Lierenfeld weiter im engen Bündnis ist (vgl. Nov. 1971).

Auch in der Metalltarifrunde gibt sich die KPD basisdemokratisch und verlangt in ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' die sofortige Urabstimmung (vgl. 11.10.1971), beschäftigt sich erstmals auch mit den Mannesmann Werkswohnungen der Rheinischen Wohnstätten AG, was in der Folge auch immer wieder durch das Stadtteilkomitee der KPD in Eller / Lierenfeld geschieht, welches sich auch gegen die Fahrpreiserhöhungen engagiert, gegen die von der KPD auch bei Mannesmann der Aufbau von Kampfkomitees angekündigt wird.

Die KPD organisiert eine landesweite Kampfveranstaltung gegen das Betriebsverfassungsgesetz (BVG - 12.11.1971), dabei die ungefähre Stärke ihrer betrieblichen Basis in NRW dokumentierend. Zu den Themen der 'Kommunistischen Arbeiterpresse' kommt nun auch die internationale Solidarität hinzu, die sich vor allem auf Vietnam richtet, während man aber auch die VR China propagiert und aktuelle Entwicklungen wie in Bangladesh kommentiert.

Agitiert wird bei Mannesmann auch durch die GIM und ihre RKJ (vgl. 14.1.1972).

Durch den Rücktritt der beiden Jugendvertreter Gerd Bail und Rolf Strojec werden nun die Neuwahlen der Jugendvertretung bei Mannesmann Lierenfeld erzwungen, wobei die KPD das Kampfprogramm der IG Metall Jugendgruppe kritiklos propagiert (vgl. 1.12.1971) und auch den Sieg der fortschrittlichen Kräfte bei den Jugendvertretungswahlen feiert (vgl. Jan. 1972).

Die KPD setzt sich nun für den Bau der in Lierenfeld fehlenden Kantine ein (vgl. 3.1.1972) und konzentriert ihre Kräfte vorerst auf das Werk in Lierenfeld, versucht sich auch in der Beeinflussung der Betriebsratswahlen, daneben auch die Vietnamsolidarität weiter propagierend (vgl. 16.2.1972, 21.2.1972, 1.3.1972) und die Untätigkeit der DKP angreifend (vgl. März 1972, Apr. 1972, Sept. 1972) sowie die Machenschaften der SPD enthüllend (vgl. 25.3.1972, 29.3.1972, 3.4.1972, 7.4.1972), dafür tätliche Angriffe abwehren müssend (vgl. 5.4.1972, 6.4.1972, 11.4.1972). Mit dem Ausgang der Betriebsratswahlen zeigt sich die KPD dann durchaus zufrieden (vgl. 12.4.1972, 24.5.1972).

Die angestrebte Zellengründung der KPD bei Mannesmann in Duisburg-Huckingen (vgl. 1.3.1972), wird noch auf sich warten lassen, dafür aber engagiert sich die KPD nun auch bei Mannesmann Düsseldorf im Aufbau eines Maikomitees (vgl. 27.3.1972, 29.3.1972) und agitiert gegen die Ostverträge, ist der damals allfällige Arbeitsplatzabbau im Mannesmannkonzern trotz der Aufträge aus der Sowjetunion doch eines der zentralen Argumente gegen u.a. die DKP, die die Ostverträge stets als Sicherung von Arbeitsplätzen anpriesen (vgl. 29.3.1972, 10.4.1972, 18.4.1972, 24.4.1972, 21.5.1972).

Auch die Gründung des Kommunistischen Jugendverbandes (KJV) der KPD wird bei Mannesmann Düsseldorf frühzeitig angekündigt, zeigen sich doch die Lehrlinge bei Mannesmann Lierenfeld offenbar gar streikbereit (vgl. 5.4.1972) und unzufrieden mit ihrer Lage (vgl. 10.4.1972).

Nun legt auch die Zelle MRW-Lierenfeld der KPD ihr betriebliches Kampfprogramm vor (vgl. 11.4.1972), damit auch den 1. Mai vorbereitend (vgl. 19.4.1972, 1.5.1972). Die Teilnahme am oppositionellen Block der KPD auf der DGB-Demonstration allerdings wird nun zum Anlass für drei Gewerkschaftsausschlussverfahren aus der IG Metall gegen alle drei Jugendvertreter bei Mannesmann Lierenfeld (vgl. 8.5.1972).

Die KPD kämpft nun gegen die Mieterhöhungen in den Werkswohnungen der Rheinischen Wohnstätten AG (vgl. 5.6.1972, 26.6.1972, 6.9.1972), knüpft dabei Kontakte zu alten Mannesmannarbeitern, während sie unter der Jugend ihre Verbindungen ins Mannesmann Werk Rath zu verbessern scheint (vgl. 28.6.1972) und im Mannesmann Werk Lierenfeld einen Vietnamausschuss gründet, damit die Wichtigkeit der internationalen Solidarität unterstreichend (vgl. 28.6.1972, 3.7.1972, 7.7.1972, 8.7.1972, 12.7.1972).

Die 'Kommunistische Arbeiterpresse' (vgl. 10.7.1972) attackiert weiterhin die SPD, dabei nicht nur die Erschießung eines Duisburger Arbeiters anprangernd, sondern auch den Betriebsrat Kielholtz in Steckbriefform als 'Arbeiterverräter' angreifend.

Auch die Forderung nach einer Kantine wird weiter vertreten (vgl. 14.8.1972), der KJV ist nun gegründet und hat bei Mannesmann Lierenfeld eine seiner ersten Jugendbetriebszellen (JBZ). In seinem Zentralorgan, der 'Kämpfenden Jugend' wird fortan häufig von Mannesmann Düsseldorf berichtet, zunächst vor allem aus dem Werk Lierenfeld (vgl. 28.8.1972).

Auch die KPD Zelle Mannesmann Huckingen gibt es nun (vgl. 6.9.1972), so dass die KPD nun gar mittels einer Konzernzellenleitung gegen die Stillegungen und Umstrukturierungen im Mannesmannkonzern agieren kann (vgl. 30.8.1972, 18.12.1972).

Die Freunde der KPD beteiligen sich an deren regionalen Treffen (vgl. 1.10.1972), und protestieren gegen die nun erfolgende Entlassung des Jugendvertreters Rolf Strojec (vgl. 25.10.1972), der später auch bei Hoesch Dortmund wiederum entlassen wird, agitieren auch gegen den 'Wahlbetrug' bei den Bundestagswahlen (vgl. 6.11.1972, 7.11.1972).

In der Metalltarifrunde 1972/73 wird bei Mannesmann Düsseldorf eine lineare Forderung aufgestellt (vgl. 12.10.1972, Nov. 1972, 7.11.1972), die zwar bundesweit von linken Gruppen propagiert, aber natürlich von der IG Metall nicht übernommen wird, die dann mit 8, 5 % abschließt.

Der KJV sieht sich zwar offenbar auch bei Mannesmann Lierenfeld Attacken seitens der Anhänger von DKP und SDAJ ausgesetzt (vgl. 6.12.1972, 14.4.1973, 20.4.1973), ergreift aber nun die publizistische Offensive mit seiner 'Kommunistischen Jugendpresse' (KJP - vgl. 8.1.1973), die sich außer mit Jugendfragen auch mit Vietnam befasst, steht doch die bundesweite Vietnam-Demonstration in Bonn am 14.1.1973 an, zu der auch bei Mannesmann Düsseldorf-Lierenfeld mobilisiert und auch zu Spenden für Vietnam in Höhe eines Stundenlohnes aufgerufen wird (vgl. 11.1.1973).

Bei den Jugendvertreterwahlen für Mannesmann Lierenfeld siegt zur Freude der KPD und ihres KJV, der aus diesem Anlass die Geschichte der dortigen Jugendvertretung vorstellt, die Liste 'Vorwärts' (vgl. Feb. 1973), gestützt auf die Jugendvertretung können die Freunde des KJV dann bei Mannesmann Lierenfeld auch einen Kampfausschuss gegen die Stufenausbildung bzw. den Stufenplan gründen (vgl. März 1973, 11.4.1973), während sich der Betriebsrat dann dafür ausspricht (vgl. Juli 1973).

Der Protest gegen die Ausländergesetze vor einem Mannesmann Ausländerwohnheim (vgl. 26.4.1973) allerdings unterliegt dem allgemeinen Demonstrationsverbot im Zuge der Verfolgung der KPD, gegen die sich auch die Jugendvertreter von Mannesmann Lierenfeld engagieren 8vgl. 23.6.1973). Dem ehemaligen Lierenfelder Jugendvertreter Rolf Strojec, der dort entlassen worden war, droht nun auch bei Hoesch Dortmund wiederum die Kündigung (vgl. 11.5.1973), der KJV bei Mannesmann Lierenfeld setzt sich auch unter Verweis auf Japan für das Streikrecht ein (vgl. Juli 1973) und wendet sich auch an die neuen Lehrlinge (vgl. 1.8.1973), während die Geschäftsleitung in Lierenfeld den Jugendvertreter Gerd Bail entlässt (vgl. Aug. 1973, 6.8.1973), wogegen umgehend demonstriert (vgl. 10.8.1973) und anhaltend protestiert (vgl. 13.8.1973) wird, reiht sich dieser Fall doch ein in eine ganze Welle von Jugendvertreterentlassungen (vgl. Sept. 1973, 19.9.1973). Für die entsprechende Kampagne des KJV der KPD übernimmt Mannesmann Düsseldorf-Lierenfeld hier wiederum die Rolle des großen Vorbilds, wo mustergültig gekämpft wird. Nicht von ungefähr entsteht dann auch aus dem Düsseldorfer Ausschuss die bundesweite Initiative (vgl. 12.9.1973, 14.9.1973, 17.9.1973), während die KPD bei Mannesmann Lierenfeld versucht, die Bewegung für eine Lohnanhebung voranzutreiben (vgl. 24.9.1973), sich dabei auch an die Kollegen in Huckingen wendend (vgl. 9.10.1973), wo es doch noch keine eigene Zelle der KPD zu geben scheint. Daher übernimmt die Zelle Mannesmann Lierenfeld nun offenbar die Initiative für die Kampagne der KPD im ganzen Mannesmannkonzern in NRW, der damals von Stillegungen gekennzeichnet ist (vgl. Nov. 1973, 20.11.1973).

Unter den Lehrlingen kommt es derweil zu einer weiteren politischen Entlassung (vgl. Okt. 1973), während der Arbeitsgerichtsprozess von Gerd Bail noch aussteht (vgl. 12.12.1973), Mannesmann diesen dann verliert (vgl. 6.6.1974).

Auf den einschlägigen zentralen Treffen der KPD aber, die natürlich auch von ihren Düsseldorfer Anhängern von Mannesmann besucht werden (vgl. 27.11.1973, 6.4.1974), wird nun teils harte Kritik an der Solidaritätsarbeit geübt (vgl. 26.1.1974).

Während die KPD und ihr KJV weiter bei Mannesmann Lierenfeld agitieren (vgl. 6.2.1974, 6.3.1974, 29.3.1974), wird bei Mannesmann Düsseldorf-Rath nun die Rote Garde der KPD/ML mit ihrem 'Roten Schraubstock' aktiv (vgl. 9.1.1974, 22.4.1974, 27.4.1974, 13.5.1974), während der KJV in Lierenfeld zu den Jugendvertretungswahlen wiederum eine Gruppe 'Vorwärts' unterstützt (vgl. 24.4.1974), die zwei von fünf Sitzen erhält (vgl. 6.6.1974), so dass sich die Mitteilungen dieser beiden Jugendvertreter und die Agitation des KJV ergänzen (vgl. Juni 1974), wobei aber auch mit den anderen dreien dann offenbar eine Einheit gefunden wird (vgl. 23.10.1974), so dass es in der Stahltarifrunde 1974 gar zum Kurzstreik der Lehrlinge kommt.

Auch die GIM ist noch bei Mannesmann tätig (vgl. 12.10.1974).

Der KJV betreibt die Solidarität mit Klaus Öllerer auch bei Mannesmann Lierenfeld, sich dabei offenbar der Jugendvertretersprechstunde bedienend (vgl. 9.10.1974), die Jugendvertretung engagiert sich auch in der Solidarität mit der Belegschaft des ebenfalls zum Mannesmannkonzerns gehörenden DEMAG Werkes Stübbe-Kalldorf (vgl. 13.1.1975), bei der die KPD wieder einmal versucht eine konzernweite Kampffront aufzubauen.

Auch Betriebsratswahlen stehen im Frühjahr 1975 wieder an (vgl. 19.3.1975), zu denen in Lierenfeld die beiden der KPD und ihrem KJV eng verbundenen Jugendvertreter kandidieren, die deshalb aus der IG Metall ausgeschlossen werden sollen (vgl. 10.4.1975), aber weiter die zentralen Initiativen des KJV wie gegen die Jugendarbeitslosigkeit (vgl. 17.4.1975, 19.4.1975) mittragen, während in Rath ein frisch gewählter Betriebsrat umgehend entlassen wird (vgl. Apr. 1975).

KPD und KJV versuchen sich daher nun erneut, vor allem gestützt auf ihre Anhänger bei Mannesmann Lierenfeld, in der Gründung eines Solidaritätskomitees (vgl. 12.5.1975, 17.5.1975), welches konzernweit für den Regierungsbezirk Düsseldorf angelegt ist (vgl. 25.5.1975, 3.7.1975) und bundesweit aktiv wird (vgl. 2.6.1975, 7.6.1975).

Gemeinsam mit der nun doch endlich entstandenen Duisburger Schwesterzelle bei Mannesmann Huckingen wird nun seitens der KPD Zelle Mannesmann Lierenfeld das Vorgehen gegen die DKP bzw. den 'modernen Revisionismus' geplant (vgl. 22.6.1975), mit der KPD/ML zugleich die Solidarität für ihren bei Mannesmann Rath entlassenen Betriebsrat betrieben (vgl. 5.7.1975), aber auch immer noch die Solidarität mit Vietnam bzw. Indochina gepflegt (vgl. 12.7.1975).

Gemeinsam agieren KPD und KPD/ML auch gegen die als Faschisten angesehene Europäische Arbeiterpartei EAP) von Lyndon la Rouche (vgl. 4.10.1975), bei Mannesmann Lierenfeld sind nun wiederum zwei Jugendvertreter, natürlich die der Liste 'Vorwärts', von Entlassung bedroht. Aber nicht nur das, dem ganzen Werk droht die Stillegung (vgl. Jan. 1976, 12.2.1976). Von dieser berichtet auch der KBW Düsseldorf (vgl. 29.7.1976), der sich zuvor bereits den Gewinnen (vgl. 11.12.1975) und der Expansion des Mannesmannkonzerns (vgl. 10.6.1976) widmete.

Dies tun auch die GIM (vgl. Mai 1976, 29.6.1976) und die DKP (vgl. 28.6.1976).

Bei Mannesmann Rath kämpft die KPD/ML immer noch gemeinsam mit ihrem Roten Betriebsrat (vgl. 3.1.1976, 1.3.1976, 17.4.1976), ihre Rote Garde aber ruft nun auch bei Mannesmann Lierenfeld zur 'Rebellion' auf (vgl. März 1976, 1.3.1976).

Zu den Jugendvertretungswahlen 1976 setzt der nun in KJVD umbenannte ehemalige KJV der KPD auch bei Mannesmann Düsseldorf einen Schwerpunkt auf den Kampf gegen den Sozialimperialismus bzw. die 'neuen Zaren' (vgl. 19.4.1976), die Entlassung bzw. Nichtübernahme von Waldemar Uhlke aber kann nicht verhindert werden (vgl. 2.8.1976, 14.10.1976).

Während die KPD auch Neuerungen wie die Belegschaftsaktien zu Entlarven trachtet (vgl. 27.10.1976), dient Mannesmann Düsseldorf auch immer noch als negatives Beispiel für den Osthandel (vgl. Apr. 1977).

Zum vorläufigen Abschluss dieser Darstellung wird dann auch der KABD bei Mannesmann Düsseldorf aktiv, zunächst vor allem zur Stillegung des Mannesmannwerkes in Reisholz (vgl. 7.3.1977, 14.3.1977, 25.4.1977, 31.1.1979) während die RGO der KPD/ML nun bei Mannesmann Lierenfeld eine Betriebsgruppe hat (vgl. 23.6.1979), aber offenbar nicht in Rath.

Auszüge aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

Letzte Änderung: 07.07.2017