Sozialistischer Deutscher Studentenbund (SDS) Köln / Kommunistische Gruppe Köln (KGK):
'Theorie und Praxis' (TUP)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin


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Die 'Theorie und Praxis' (TUP) des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) Köln, der nach Auflösung des Bundesverbands zunächst unter diesem Namen als lokale Gruppe weiterbestand, bzw. später der Kommunistischen Gruppe Köln (KGK), einer der Vorläufergruppen des Kommunistischen Bundes Westdeutschland (KBW), kann hier vermutlich vollständig dokumentiert werden. Wir bitten anderenfalls um Ergänzungen.

Nach der Aufnahme der KGK in den KBW wurde die 'Theorie und Praxis' zugunsten eingestellt und durch das theoretische Organ des KBW, 'Kommunismus und Klassenkampf' (KUK), ersetzt.

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

November 1969:
Laut SDS Köln erscheint seit Nov. 1969 bei Ford in Köln die 'Rote Fordarbeiter-Zeitung' als Betriebszeitung der SDS-Betriebsgruppe Köln. Eine Zeitung mit dem selben Titel wird allerdings ab 1969 auch von den Marxisten-Leninisten (ML) Kölns herausgegeben.
Quelle: Theorie und Praxis Nr. 3, Köln 1970, S. 26ff

Januar 1970:
Der SDS Köln berichtet über sich selbst (vgl. Apr. 1970), von spätestens Anfang 1970, daß parallel zur Auflösung des Bundesvorstandes (BV - vgl. 21.3.1970) auch die Kölner Gruppe auseinandergefallen sei. Es bilden sich die Betriebsgruppe (BG), die eine 'Rote Ford-Arbeiterzeitung' herausgibt, und eine Gruppe, die sich später Internationalismus und Spätkapitalismusanalyse Kollektiv (ISKAK) nennt, die Rezeption der Klassiker betreibt, eine Palästinakampagne und den M-Day durchführt. Die dritte Gruppe, die Hochschulpraxisgruppe (HPG), beteiligt sich z.T. am Aufbau Sozialistischer Kollektive (vgl. Aug. 1970).
Q: Theorie und Praxis Nr. 4/5, Köln 1971, S. 5

April 1970:
Der SDS Köln (vgl. Jan. 1970) führt, nach eigenen Angaben, eine Arbeitskonferenz durch. Vertreten sind die Betriebsgruppe (BG) und zwei Fraktionen der Hochschulpraxisgruppe (HPG), darunter die Sozialistische Kollektive (SoKo) Fraktion. Das Internationalismus und Spätkapitalismusanalyse Kollektiv (ISKAK) meldet einen Führungsanspruch an und beteiligt sich deswegen nicht.

Die SoKo-Fraktion der HPG nimmt zwar teil, lehnt aber das Ergebnis der Konferenz, eine verbindliche Organisierung ab, erst müsse die Studentenbewegung analysiert werden.

Der Rest-SDS bildet nach der Konferenz die drei Arbeitsgruppen tendenzieller Fall der Profitrate, Entfremdung und historische Aufarbeitung des Krisenmanagements und Instrumentarium des Staates.
Q: Theorie und Praxis Nr. 4/5, Köln 1971, S. 6

April 1970:
Der SDS Köln gibt eventuell im April die Nr. 1 seines Organs 'Theorie und Praxis' (TUP - vgl. Mai 1970) heraus.

Enthalten sind die Beiträge:
- "Editorial";
- "Zur Klassenanalyse" von Heinz Schneider;
- "Schulung" von Heinz Schneider;
- "Warum wir keinen linken AStA haben";
- "Parlamentarischer Kretinismus" von Heinz Schneider;
- "Kambodscha. Von politischer Rivalität und kultureller Gegensätzlichkeit zur Solidarität der Vietnamesen, Khmer und Laoten", eine Übersetzung aus 'Le Monde Diplomatique'; sowie
- "Laos" von Klaus Roth.
Q: Theorie und Praxis Nr. 1, Köln 1970

Mai 1970:
Der SDS Köln gibt eventuell im Mai die Nr. 2 seines Organs 'Theorie und Praxis' (TUP - vgl. Apr. 1970, 29.6.1970) zum Preis von 50 Pfennig heraus.

Enthalten sind die Beiträge:
- "Revolution und Konterrevolution in Indonesien" von Klaus Roth;
- "US-Inflation und ihre Auswirkungen auf die BRD", ein Beitrag von Hanns Pfriem und Robert Marzell auf dem Teach-In zur Krise des US-Imperialismus;
- "Ist Schulung Praxis?" von Heinz Schneider, wobei auch auf Joscha Schmierer in Heidelberg und die Harzer Gruppen in Berlin eingegangen wird; sowie
- "Marxistische Geschichtsauffassung und Klassenbewußtsein" von Peter Bödeker und Manfred Neugroda;
- "Die Friedensziele der El Fath" von Gérard Chaliand, aus 'Le Monde Diplomatique', zur El Fatah Palästina.
Q: Theorie und Praxis Nr. 2, Köln 1970

29.06.1970:
Der SDS Köln gibt Anfang dieser Woche ein Extra "SDS verboten!!" seines Organs 'Theorie und Praxis' (TUP - vgl. Mai 1970, 26.10.1970) heraus zum Verbot des SDS Heidelberg. Dokumentiert wird der Verbotsbeschluß. Aufgerufen wird zum Teach-In am 30.6.1970 um 16 Uhr mit anschließender Demonstration.
Q: Theorie und Praxis Extra SDS verboten!!, Köln o. J. (1970)

August 1970:
In Köln bestehen, laut SDS, bis August die von einer Fraktion der SDS-Hochschulpraxisgruppe (HPG) aufgebauten Sozialistischen Kollektive (SoKo - vgl. Jan. 1970).
Q: Theorie und Praxis Nr. 4/5, Köln 1971, S. 6

26.10.1970:
Der SDS Köln gibt vermutlich Anfang dieser Woche die Nr. 3 seines Organs 'Theorie und Praxis' (TUP - vgl. 29.6.1970, Feb. 1971) zum Preis von 50 Pfennig heraus.

Enthalten sind die Beiträge:
- "Sozialistische Kollektive" mit Berichten über die Basisgruppen Anglistik, Germanistik, Jura, Soziologie und VWL sowie die Arbeitskreise Politökonomie und Indonesien;
- "Zur Geschichte Palästinas und der palästinensischen Widerstandsorganisationen" von der Nah-Ost-Arbeitsgruppe im SDS;
- "Klassenkampf in der Metallindustrie" zur Metalltarifrunde (MTR) mit Chroniken zum Verlaufen in Hessen und NRW, von der SDS Betriebsgruppe; sowie
- ein Dokumentenanhang mit Ausgaben der 'Roten Fordarbeiter Zeitung' bzw. der 'Roten Fordarbeiter Information' der Marxisten Kölns vom Sept. 1970, 23.9.1970, 24.9.1970, der 'F&G Informationen' vom 28.9.1970, des 'Prüfstand' der DKP (vgl. 16.10.1970) sowie der 'Roten Fordarbeiter Information' des SDS Köln vom 13.10.1970.
Q: Theorie und Praxis Nr. 3, Köln 1970

Februar 1971:
Der SDS Köln gibt vermutlich im Februar die Nr. 4/5 seines Organs 'Theorie und Praxis' (TUP - vgl. 26.10.1970, Apr. 1971) mit 130 Seiten DIN A 4, einem Preis von 1 DM und unter Verantwortung von Robert Marzell, Manfred Neugroda, Hanns Pfriem, Klaus Roth und Heinz Schneider heraus. Gedruckt wird bei Revoprint Köln.

Enthalten sind die Artikel:
- "Editorial";
- "Entwicklung und Programmatik des SDS" von Klaus Roth, zur eigenen Geschichte (vgl. Apr. 1970), aber auch "Zur Klassenanalyse", über "Strategische Ableitungen aus dem Umriß der Klassenanalyse", über "Organisatorische Ableitungen" und die "Strategiebildung";
- "Das Gesetz vom tendenziellen Fall der Profitrate" von Walter Wieland;
- "Beiträge zur Klassenanalyse";
- "Klassentheorie, Klassenbestimmung und revolutionäre Strategie" von Manfred Neugroda und Heinz U. Schneider;
- "Produktive und unproduktive Arbeit. Versuch einer kategorialen Bestimmung" von Heinz U. Schneider;
- "Materialien zur lateinamerikanischen Revolution", die bestehen aus "Kurzer Abriß der Geschichte der KP Venezuelas" von Rainer Voß und "Taktische oder strategische Berichtigung?" zu Venezuela; sowie
- "Klassenkämpfe in Indien" von Jürgen Berkling zu den für Ende Februar / Anfang anstehenden Wahlen mit den Teilen "Kurzer Abriß der Entwicklung Indiens bis Unabhängigkeit", "Struktur der indischen Wirtschaft und ihre Entwicklung" und "Soziale Strukturen - Bevölkerungsprobleme".
Q: Theorie und Praxis Nr. 4/5, Köln 1971

21.03.1971:
Der SDS Köln spaltet sich, laut der Minderheit, die sich weiter SDS und später Kommunistische Gruppe Köln (KGK) nennt, auf seiner heutigen Mitgliederversammlung (MV).

Die Mehrheitsfraktion lehne sich ideologisch an die PL/PI Berlin an. Die Abspaltung der Spontaneisten und 'akademischen Aushilfsproleten', d.h. vermutlich der Betriebsgruppe (BG) und der Sozialistische Kollektive (SoKo) Fraktion der Hochschulpraxisgruppe (HPG) "stellte eine schwere personelle und technische Schwächung dar". Über die BG heißt es, dies sei "eine Betriebsgruppe, die bei Ford unregelmäßig eine Zeitung herausbrachte und unfähig war, in die Kämpfe der Arbeiterklasse einzugreifen (Metalltarifrunden)" (MTR).
Q: Theorie und Praxis Nr. 8, Köln Nov. 1971

April 1971:
Der SDS Köln gibt die Nr. 6 seines Organs 'Theorie und Praxis' (TUP - vgl. Feb. 1971, Juni 1971) mit 30 Seiten DIN A 4 und einem Preis von 50 Pfg. zum Thema "Die proletarische Linie an der Hochschule" heraus.

Im "Editorial" wird auf die Mitgliederversammlung des SDS Köln vom 20./21.3.1971 eingegangen, auf der es zwei Standpunkte zur Aufgabenbestimmung gegeben habe, wobei die TUP nicht von der sog. Mehrheitsfaktion herausgegeben werde.

Der Artikel "Aufgaben sozialistischer Intelligenz" gliedert sich in die Abschnitte:
- "Ideologische Entwicklung der Studentenbewegung";
- "Eskapismus und Nachtrabpolitik"; und
- "Sozialistische Intelligenz und Parteiaufbau".

Der Artikel "Sozialistische Massenorganisation an der Hochschule" gliedert sich in die Abschnitte:
- "Das Studium im Dienst des Proletariats organisieren!";
- "Kapitalistische und sozialistische Arbeitsteilung an der Hochschule";
- "Qualifikationen für den Aufbau des Sozialismus";
- "Vereinheitlichung statt Addition";
- "Die Massenorganisation von der Basis her aufbauen"; und
- "Sechs Punkte für den Aufbau der Massenorganisation".
Begonnen wird mit dieser TUP, nach eigenen Angaben, mit dem Aufbau von Massenorganisationen (Basisgruppen) an der Hochschule.

Weitere Artikel sind:
- "Für die klassenmässige Bestimmung der Studenten";
- "Wissenschaftliche Arbeit im kapitalistischen Produktionsprozess";
- "Sozialistisches Studium - Studium im Dienstes des Proletariats"; sowie
- "Proletarische Politik und Politik im proletarischen Bereich".
Q: Theorie und Praxis Nr. 6 und 8, Köln Apr. 1971 bzw. Nov. 1971

Juni 1971:
Der SDS Köln gibt die Nr. 7 seines Organs 'Theorie und Praxis' (TUP - vgl. Mai 1971, 22.11.1971) mit 67 Seiten DIN A 4, einem Preis von 1 DM heraus. Gedruckt wird bei May-Offset. Geklagt wird über den Mangel an einer eigenen Druckerei, vermutlich aufgrund der Spaltung des SDS (vgl. 21.3.1971) bzw. der "Umstrukturierung der SDS-Arbeit nach der Abspaltung einer Gruppe von Genossen". Trotzdem sei die letzte TUP erschienen.

Der Artikel "Sozialistische Arbeit im Ausbildungssektor" von E. Hochheimer, Kniffler, Roth und Schwemer widmet sich dem Sozialistischen Studium der Lehrerstudenten und gliedert sich im weiteren in die Abschnitte:
- "Projektstudium";
- "Bildungsrat";
- "Die Klassenanalyse des VDS"; sowie
- "Perspektivierung unserer Aufgaben".

Der Artikel "Il Manifesto und die Vereinheitlichung der italienischen Linken" gliedert sich in die Abschnitte:
- "Arbeitskämpfe 1969/70";
- "Die linken Organisationen" zu KPI, PSIUP, spontaneistischen Gruppen und Il Manifesto;
- "Die Position von Il Manifesto" zu "Organisation und Spontaneität" bzw. über "Das Problem der Avantgarde" und "Die Aufgaben der Intelligenz"; sowie
- "Die Rätediskussion" mit den Teilen "Die Funktion der Rätethematik", "Die Rätekonzeption" und "Die politischen Komitees".
Q: Theorie und Praxis Nr. 7, Köln Juni 1971

22.11.1971:
In Köln gibt die Kommunistische Gruppe Köln (KGK), früher SDS Köln, frühestens in dieser Woche die auf Nov. datierte Nr. 8 ihres Organs 'Theorie und Praxis' (TUP - vgl. Juni 1971, 17.1.1972) mit einem Preis von 1 DM im Eigendruck heraus. Berichtet wird im Editorial von der Spaltung des SDS Köln (vgl. 21.3.1971). Versprochen wird darin:"
An der Hochschule, also dem einzigen Praxisbereich des SDS, wird die Kommunistische Gruppe die Fortführung sozialistischer Politik durch den - zentral betriebenen - Aufbau einer Massenorganisation gewährleisten."

Es ist die "Grundsatzerklärung der Kommunistischen Gruppe Köln" enthalten, die sich gliedert in die Abschnitte:
- "Die Aktualität der leninistischen Partei";
- "Die historischen Bedingungen der Oktober-Revolution";
- "Die leninistische Partei - die Partei neuen Typs" mit den Teilen "Notwendigkeit und aufgaben der Avantgarde", "Demokratischer Zentralismus als Voraussetzung der Verbindung mit den Massen", "Partei und Gewerkschaften", "Die Situation der kommunistischen Bewegung in der BRD", "Das Zirkelwesen in der BRD", in dem ausgeführt wird, daß "das Zirkelwesen … als notwendige Phase begriffen werden muß. … Zirkel und Zirkelwesen sind kein Selbstzweck, sondern eben notwendiges Durchgangsstadium beim Aufbau der nationalen Partei des Proletariats." und "Den Aufbau der Partei planmäßig in Angriff nehmen". Die KGK entwickelt in diesem Teil zu folgenden Punkten programmatische Vorstellungen:
1. Würde es darum gehen, gestützt auf den Marxismus-Leninismus, in die spontanen Kämpfe der Arbeiterklasse einzugreifen.
2. Muß eine Propagierung des wissenschaftlichen Sozialismus erfolgen, der die bewußtesten Arbeiter gewinnen soll.
3. Beides muß im Wechselverhältnis stehen, da nur so eine revolutionäre Theorie Gestalt annehmen kann.
Die KGK erklärt, daß sie an folgenden theoretischen Schwerpunkten arbeitet:
- Ökonomie des Imperialismus,
- Antiimperialistisches Bündnis,
- Moderner Revisionismus,
- Entwicklung des BRD-Imperialismus,
- Gewerkschaftsfrage,
- Organisation an der Hochschule.
Im letzten Teil werden dargelegt "Unsere nächsten Schritte".

Der Artikel "Grundfragen kommunistischer Programmatik" gliedert sich in die Teile:
- "I. Ökonomie des Imperialismus";
- "II. Das antiimperialistische Bündnis";
- "III. Der moderne Revisionismus";
- "IV. Entwicklung des BRD-Imperialismus"; und
- "V. Die Gewerkschaftsfrage".

Der Artikel "Arbeit im Bündnisbereich" gliedert sich in die Teile:
- "Die proletarische Massenlinie an der Hochschule"; und
- "Die Organisation an der Hochschule", in der der zentrale Aufbau der Basisgruppen als Massenorganisationen angekündigt wird.

In der "Kritik anderer Gruppen" habe man das Material der KPD/ML-ZB und der KPD/ML-ZK noch nicht bearbeiten können, eingegangen wird deshalb zunächst auf KPD, KG (NRF) Heidelberg und aus Berlin auf die PL/PI bzw. die "letzten Reste der PL/PI in Form des HOCHSCHULKAMPFS".

Enthalten sind auch die "Leitsätze über die Rolle der kommunistischen Partei in der proletarischen Revolution" des II. Kongreß der Komintern vom 24.7.1920 und die Resolution der Göttinger Konferenz kommunistischer Hochschulgruppen (vgl. 20.11.1971).

Bis zum Juli 1972 erscheinen von dieser Nummer zumindest drei Auflagen.

Eingegangen wird auf diese Ausgabe auch in:
- Hessen durch C. Cordel vom Frankfurter Kampfbund/Marxisten-Leninisten (FKB/ML - vgl. Okt. 1972).
Q: Klassenkampf und Programm Nr. 1, Dortmund Dez. 1972, S. 50; Theorie und Praxis Nr. 8 und 12, Köln Nov. 1971 bzw. Juli 1972

17.12.1971:
In Köln erscheint, laut Kommunistische Gruppe Köln (KGK), das erste Flugblatt der Aktion Roter Punkt (ARP) gegen die Fahrpreiserhöhungen (vgl. Dez. 1971, 6.1.1972).
Neben der federführenden DKP seien in der ARP noch deren SDAJ und MSB Spartakus, GIM und RKJ, die KJO Spartacus, das Anarchosyndikat, Ana und Bela, die Jungdemokraten der FDP, das Internationale Arbeiter Komitee (IAK), die Naturfreundejugend (NFJ), der Republikanische Club (RC), die SJD Die Falken der SPD, der SHB, das Zentralkomitee der Schülerbasisgruppen, das Stadtkomitee der sozialistischen Basisgruppen und die Selbstorganisation der Ersatzdienstleistenden (SOEDL) vertreten.
Q: Theorie und Praxis Nr. 11, Köln Apr. 1972

Januar 1972:
Nach eigenem Bericht legt die Kommunistischen Gruppe Köln einen Vorschlag zu einer "Aktionseinheit gegen die Fahrpreiserhöhung der KVB" (Kölner Verkehrsbetriebe) vor.
Q: Theorie und Praxis Nr. 9/10, Köln 1972, S. 73f

17.01.1972:
In Köln gibt die Kommunistische Gruppe Köln (KGK) die Nr. 9/10 ihres Organs 'Theorie und Praxis' (TUP - vgl. 22.11.1971, Apr. 1972) für Januar vermutlich in dieser Woche mit 78 Seiten DIN A 4 und einem Preis von 1, 50 DM heraus.

Der Artikel "Das liquidatorische Literatentum bekämpfen. Zur Kritik an M. Schneiders 'Gegen den linken Dogmatismus, eine 'Alterskrankheit' des Kommunismus" befasst sich mit Michael Schneider bzw. dem Spontaneismus. Der Teil "Lenin - Luxemburg" gliedert sich in die Abschnitte "Wie instrumentalisiert man sozialistische Klassiker für eigene Scheintheorien", "Der angeblich 'atypische' Charakter der russischen Revolution", "Spontaneität und Führung", "Demokratischer Zentralismus" und "Die wirklichen Differenzen zwischen Lenin und R. Luxemburg".
Weitere Teile sind "Die italienischen Arbeitskämpfe", "'Ein neuer Begriff des Proletariats'" sowie die Zusammenfassung.

Von dem Artikel "Zur Geschichte der dt. Gewerkschaftsbewegung bis 1914" erscheint "Teil I: Von den Anfängen bis 1890", der sich gliedert in die Abschnitte:
- "Zur Methode";
- "Die Gewerkschaftskonzeption von Marx und Engels"; und
- "Die deutschen Gewerkschaften von ihren Anfängen bis 1890".

Der letzte Abschnitt ist aufgeteilt in die Unterabschnitte:
- "Die Anfänge der modernen Gewerkschaftsbewegung";
- "Der Wiederaufbau von Zentralverbänden";
- "Die marxistischen Gewerkschaftsorganisationen";
- "Die lassalleanischen Gewerkschaften: Der Allgemeine Deutsche Arbeiterschaftsverband (der Allgemeine Dt. Arbeiterunterstützungsverband)";
- "Die Hirsch-Dunckerschen Gewerkschaften (Deutsche Gewerkvereine)";
- "Die zahlenmässige Entwicklung der h.-d. Gewerkvereine bis 1905 im Vergleich zu der der sozialdemokratischen 'Freien Gewerkschaften'";
- "Die Vereinigung der marxistischen und lasalleanischen Gewerkschaften in Gotha 1875 und die weitere Entwicklung der sozialdemokratischen Gewerkschaftsbewegung bis zum Sozialistengesetz";
- "Kampfziele und Kampfmittel der sozialdemokratischen Gewerkschaften 1868 - 1878";
- "Das Verhältnis Partei - Gewerkschaft";
- "Die Gewerkschaftsbewegung unter dem Sozialistengesetz (1878 - 1890)";
- "Die ersten Neuansätze";
- "Die 'milde Praxis'";
- "Das Vertrauensleutesystem und die Kommissionen";
- "Die Neudiskussion der Frage Lokal- oder Zentralorganisation"; sowie
- "Der Puttkamer'sche Streikerlass und der fall des Ausnahmegesetzes".

Enthalten sind auch der "Vorschlag der Kommunistischen Gruppe Köln für eine Plattform der Aktionseinheit gegen die Fahrpreiserhöhung der KVB" (vgl. 17.12.1971) und das am 16.1.1972 erarbeitete "Aktionsprogramm zum Kampf gegen den Abbau demokratischer Rechte in Schule und Hochschule" zu den Berufsverboten.
Q: Theorie und Praxis Nr. 9/10, Köln Jan. 1972

06.01.1972:
In Köln findet, laut Kommunistische Gruppe Köln (KGK), ein Plenum der Aktion Roter Punkt (ARP) gegen die Fahrpreiserhöhungen (vgl. 17.12.1971, 13.1.1972) statt, auf der die Thesen der ebenfalls anwesenden KGK gegen die DKP angenommen werden.
Q: Theorie und Praxis Nr. 11, Köln Apr. 1972

13.01.1972:
In Köln findet, laut Kommunistische Gruppe Köln (KGK), eine Sitzung der Aktion Roter Punkt (ARP) gegen die Fahrpreiserhöhungen (vgl. 6.1.1972, 24.1.1972) statt, auf der die DKP für ein alleiniges Eintreten gegen die Fahrpreiserhöhungen und ein Anhängen an den DGB bzw. dessen KJA eintritt. Die DKP verläßt die ARP, die sich daraufhin in Aktion Nulltarif (AN) umbenennt.
Q: Theorie und Praxis Nr. 11, Köln Apr. 1972

16.01.1972:
Nach einem Bericht der Kommunistischen Gruppe Köln findet die sog. 'Zweite Göttinger Konferenz' bzw. 'Konferenz kommunistischer Hochschulgruppen' statt.
Auf ihr wird ein "Aktionsprogramm zum Kampf gegen den Abbau demokratischer Rechte in Schule und Hochschule" beraten, welches unterzeichnet wird von:
- Kommunistische Hochschulgruppe (Neues Rotes Forum) Heidelberg,
- Kommunistische Gruppe Köln (Hochschulausschuß),
- Kommunistischer Studentenbund (KSB) Göttingen,
- Kommunistischer Studentenverband (KSV) Frankfurt,
- Rote Liste Bremen,
- Initiativkomitee zum Aufbau eines Kommunistischen Studentenbundes Bremen,
- Kommunistischer Studentenbund (KSB) Clausthal,
- Kommunistische Studenten Organisation (KSO) Giessen,
- Sozialistische Aufbauorganisation (SAO) Bielefeld,
- Rote Zellen Münster.
Q: Theorie und Praxis Nr. 9/10, Köln Jan. 1972, S. 75ff

24.01.1972:
In Köln findet, laut und mit Kommunistische Gruppe Köln (KGK), eine erste Demonstration der Aktion Nulltarif (AN) gegen die Fahrpreiserhöhungen (vgl. 13.1.1972) mit über 2 500 Personen statt, ohne Beteiligung von DKP und Jusos der SPD.
"Keine der im Aktionsbündnis mitarbeitenden Gruppen verfügte über eine kontinuierliche Arbeit in den Betrieben oder den Gewerkschaften".

An einer zweiten Demonstration, gemeinsam von AN, DKP und Jusos beteiligen sich, laut KGK, nur 2 500.
Q: Theorie und Praxis Nr. 11, Köln Apr. 1972

März 1972:
Nach einem Bericht der Kommunistischen Gruppe Köln (KGK) erhält sie Ende März von der Kommunistischen Initiative Köln (KIK) ein Angebot für eine Aktionseinheit zum 1. Mai.
Q: Theorie und Praxis Nr. 12, Köln Juli 1972, S. 51ff

April 1972:
Die Kommunistische Gruppe Köln (KGK) berichtet von ihrer Maikampagne (vgl. März 1972, 26.4.1972), daß sie ihr Aktionsprogramm in einer Auflage von 15 000 herausgegeben habe sowie Branchenzeitungen, "mit deren Aufbau wir Mitte April begonnen hatten" (vgl. 17.4.1972) für Chemieindustrie, Druckindustrie und Metallindustrie. Die Arbeiterversammlung zur Maikomiteegründung sei zwar von einigen fortschrittlichen Kollegen besucht worden, diese hätten aber nicht kontinuierlich mitgearbeitet, im Gegensatz zu den Initiatoren von KGK und Kommunistischer Initiative Köln (KIK) sowie der GIM. Die KIK habe eine eigene Maizeitung herausgegeben.
Q: Theorie und Praxis Nr. 12, Köln Juli 1972

April 1972:
Die Kommunistische Hochschulgruppe (KHG) Köln der KGK gibt erstmals ihre 'Hochschulfront' (vgl. Mai 1972) heraus. U.a. wird ein "Aktionsprogramm der KHG" abgedruckt.
Q: Hochschulfront Nr. 1, Köln Apr. 1972; Theorie und Praxis Nr. 12, Köln Juli 1972, S. 17

April 1972:
In Köln gibt die Kommunistische Gruppe Köln (KGK) die Nr. 11 ihres bisherigen Organs 'Theorie und Praxis' (TUP - vgl. Dez. 1971, Juli 1972) mit einem Preis von 1 DM unter Verantwortung von Manfred Neugroda erstmals als theoretisches Organ heraus.

Im Editorial schreiben die Verfasser: "Mit der Aufnahme der Arbeit im proletarischen Bereich" erscheint die "Herausgabe eines Zentralorganes als weitere Perspektive", aber: "Der nächste Schritt der Kommunistischen Gruppe … ist die Herausgabe einer Betriebszeitung für Kölner Großbetriebe (in den nächsten Wochen)". Berichtet wird von der Gründung der eigenen Kommunistischen Hochschulgruppe (KHG) Köln von der "organisatorischen Selbstständigkeit und der politischen Unterordnung der KHG unter die KGK."

Zu den beiden Artikeln über die KPD heißt es im Editorial weiter:"
Wir meinen jedoch, daß die Auseinandersetzung mit der 'KPD' deshalb so wichtig ist, weil sie mit ihrer 'Partei'gründung den falschen Weg der Überwindung des Zirkelwesens eingeschlagen hat. … Sie ist dadurch unfähig, zum Aufbau der bolschewistischen Partei Wesentliches beizutragen, schädigt vielmehr die kommunistische Bewegung insgesamt, da sie alle marxistisch-leninistischen Organisationen außer sich selbst, unbeschadet deren Politik, in die Ecke des Sektierertums zu drängen versuchen muß."

Zum KSV der KPD heißt es, "der 'KSV' hat sich als das Auffangbecken aller Arten von linken Sektierern an der Hochschule erwiesen: Leute, die noch vor 2 Monaten … meinten, der Leninismus sie auf die BRD nicht mehr anwendbar, …, sind in kürzester Zeit zum 'KSV' umgekippt."

Der erste Artikel "Was sind die Ultralinken und wie bekämpfen sie die Kommunisten? Zur Auseinandersetzung mit der KPD" gliedert sich in die Abschnitte:
- "Eine Karikatur des Bolschewismus";
- "Was ist eine bolschewistische Partei?";
- "Die 'KPD' hat mit einer bolschewistischen Partei nichts gemein", wobei auf die Proletarische Front Hamburg Bezug genommen wird und auch ausgeführt wird: "Im Gespräch mit Kollegen von der 'KPD' erfuhren wir neuerlich, daß die Konstituierung der Betriebszelle so vor sich gehe: Mitglieder der 'KPD' machen Voruntersuchungen an einem Betrieb, entscheiden über die kadermäßige Besetzung, d.h. sie schicken Mitglieder ihrer Organisation in den Betrieb hinein, und diese sind dann zuallererst die Zelle.";
- "Klassenanalyse, Strategie und Taktik bei der 'KPD'";
- "Die Fehler der 'KPD'";
- "Die 'Kritik' der 'KPD' am Zirkelwesen";
- "Die Aufgaben der kommunistischen Bewegung und die 'KPD'";
- "Womit beginnen?"; und
- "Womit aufhören?".

Der Artikel "Die 'KPD' in der Metalltarifrunde - ein Musterbeispiel von Prinzipienlosigkeit und Sektierertum" behandelt die MTR und gliedert sich in die Abschnitte:
- "Die Beurteilung der Klassenkampfsituation";
- "Die Ersatztaktik der 'KPD': Entlarvung";
- "Die Lohnforderungen"; und
- "Die 'Kampfführung'"
Berichtet wird auch von der KPD bei Opel Bochum (vgl. Jan. 1972) sowie dem "Machwerk einer KSV-Fraktion der Bonner BG VWL" (Basisgruppe Volkswirtschaftslehre) mit dem Titel "Das Zirkelwesen liquidieren - Vorwärts zum KSV!".

Eingegangen wird auch auf die Fahrpreiskampagne (vgl. 17.12.1971).

Der Artikel "Kommunistische Hochschulpolitik" behandelt die Spaltung des SDS Köln (vgl. 21.3.1971) und gliedert sich in die Teile "Kritik unserer bisherigen Linie", "Kommunistische Bündnispolitik" und "Hochschulpolitik als Bündnispolitik".

Beigelegt ist ein Aufruf der Organisationne Revolutionnaire 18 Mai Haiti.

Von dieser Nummer erscheint bis zum Juli 1972 zumindest eine zweite Auflage.
Q: Theorie und Praxis Nr. 11 und 12, Köln Apr. 1972 bzw. Juli 1972

17.04.1972:
Die Kommunistische Gruppe Köln (KGK) gibt vermutlich in dieser Woche erstmals ihre 'Zur Sache' (vgl. 24.4.1972) als Branchenzeitung für die Kollegen der chemischen Industrie heraus.
Q: Theorie und Praxis Nr. 12, Köln Juli 1972

17.04.1972:
Die Kommunistische Gruppe Köln (KGK) gibt vermutlich in dieser Woche erstmals ihre 'Rote Presse' (vgl. 24.4.1972) als Branchenzeitung für die Kollegen der Druckindustrie heraus.
Q: Theorie und Praxis Nr. 12, Köln Juli 1972

17.04.1972:
Die Kommunistische Gruppe Köln (KGK) gibt vermutlich in dieser Woche erstmals ihre 'Einheit' (vgl. 24.4.1972) als Branchenzeitung für die Kollegen der Metallindustrie mit 7 Seiten DIN A 4 unter Verantwortung von Manfred Neugroda und der Schlagzeile "Was bringen die Ostverträge?" heraus.
Q: Theorie und Praxis Nr. 12, Köln Juli 1972, S. 42

24.04.1972:
Die Kommunistische Gruppe Köln (KGK) gibt vermutlich in dieser Woche einen Sonderdruck ihrer Branchenzeitungen für die Chemie- ('Zur Sache') (vgl. 17.4.1972), Druck- ('Rote Presse') (vgl. 17.4.1972) und Metallindustrie ('Einheit') (vgl. 17.4.1972) zum 1.Mai heraus. Aufgerufen wird zur Arbeiterversammlung (vgl. 26.4.1972). Beigelegt ist ein Flugblatt zu den Ostverträgen.
Q: Theorie und Praxis Nr. 12, Köln Juli 1972

26.04.1972:
Laut Kommunistischer Gruppe Köln (KGK) verteilt sie auf der Kundgebung gegen das Mißtrauensvotum ein Flugblatt, in dem sie Forderung des Betriebsratsvorsitzenden von Felten und Guillaume (F+G) nach einem Generalstreik übernimmt. Die Boykottdemonstration der KPD (?) wird von der KGK als "Gipfelpunkt des Sektierertums" bezeichnet. Die KGK will vermutlich heute eine Arbeiterversammlung "Wem nützen die Ostverträge?" im Brauhaus Paeffgen in der Friesenstr.64 abhalten.
Q: Theorie und Praxis Nr. 12, Köln Juli 1972

Mai 1972:
In Köln gibt die Kommunistische Hochschulgruppe (KHG) der KGK vermutlich im Mai ihre 'Hochschulfront' Nr. 2 (vgl. Apr. 1972, Juni 1972) heraus.
Q: Theorie und Praxis Nr. 12, Köln Juli 1972

01.05.1972:
In Köln demonstrieren, laut KB, 8 000 auf der größten 'Mai-Demonstration seit Kriegsende'.

Das "Sozialistische Mai-Komitee, das von der Kommunistischen Initiative (KI) Köln und der Kommunistischen Gruppe Köln (KGK) gebildet und von trotzkistischen Genossen unterstützt wurde, (bildete) einen geschlossenen Block von etwa 300 Personen. Das sozialistische Mai-Komitee hatte dafür zuvor auf der Grundlage eines politischen Aktionsprogramms eine gemeinsame intensive Agitations- und Propagandaarbeit entfaltet. Der Block der Kommunisten war einer der Kernteile der Demonstration und bedeutete einen unzweifelhaften Fortschritt für die Kölner Bewegung."

Laut Kommunistischer Gruppe Köln (KGK) beteiligen sich 500 von 4 000 Demonstranten am Block des von ihr und der Kommunistischen Initiative Köln initiierten Maikomitees (MK) (vgl. 26.4.1972), u.a. auch die GIM.
Die KGK verteilt ein Flugblatt.

Zum 1. Mai 1972 erscheinen von der KGK herausgegeben einige Sonderdrucke ihrer Zeitungen: 'Zur Sache' - Zeitung der Kommunistischen Gruppe Köln (KGK) für die Kollegen der Chemischen Industrie, 'Rote Presse' - Zeitung der Kommunistischen Gruppe Köln für die Kollegen der Druckindustrie, 'Einheit' - Zeitung der Kommunistischen Gruppe Köln (KGK) für die Kollegen der Metallindustrie (vgl. 24.4.1972).
Q: Arbeiterkampf Nr. 19, Hamburg Juni 1972, S. 12; Theorie und Praxis Nr. 12, Köln Juli 1972, S. 58

Juni 1972:
In Köln gibt die Kommunistische Hochschulgruppe (KHG) der KGK vermutlich im Juni ihre 'Hochschulfront' Nr. 3 (vgl. Mai 1972) für 30 Pfg. unter Verantwortung von Manfred Neugroda heraus.
Q: Theorie und Praxis Nr. 12, Köln Juli 1972

Juli 1972:
In Köln gibt die Kommunistische Gruppe Köln (KGK) die Nr. 12 ihres theoretischen Organs 'Theorie und Praxis' (TUP - vgl. Apr. 1972, Sept. 1972) mit einem Preis von 1, 50 DM in einer Auflage von 2 700 Stück heraus.

Der Artikel "Ein Dokument des modernen Revisionismus. Die DKP-Thesen des Düsseldorfer Parteitags '71" gliedert sich die die Abschnitte:
- "I. Die Rolle der UdSSR und des sozialistischen Lagers";
- "Exkurs: der Imperialismus im Verständnis der DKP";
- "II. Die 'realistische' Friedenspolitik der SPD/FDP-Regierung";
- "III. der Opportunismus in der Theorie: die Klassenanalyse der DKP" mit den teilen "Die Klassenanalyse der DKP", "Der 'neue' Grundwiderspruch", "Klassenanalyse der Bourgeoisie", "Exkurs: Die Taktiken der Bourgeoisie und die Revisionisten" und "Die 'Einheitsfront' der DKP"; und
- "IV. …und in der Politik: die Strategie der DKP".

Enthalten ist der "Aufruf der FPDLP" zur palästinensischen Nationalversammlung vom 6.4.1972.

Der Artikel "Maikampagne, Misstrauensvotum, Ostverträge: Opportunismus, ultralinkes Sektierertum und bolschewistische Linie" gliedert sich in die Abschnitte:
- "Die Führung der Maikampagne durch die KGK" (vgl. März 1972, 1.5.1972);
- "Aktionsprogramm";
- "Das Mißtrauensvotum" (vgl. 26.4.1972); und
- "Die Ostverträge";
- eine Ausgabe der 'Einheit' für die Metallindustrie (vgl. 17.4.1972);
- "Opportunismus und Sektierertum in der Folge des 1. Mai. Zur Kritik an KI, 'KPD' und KPD/ML(ZB), wobei es heißt, die Kommunistische Initiative Köln (KIK) sei "eine kleine lockere Gruppe …, die mit aller Gewalt versucht, den Anschein einer Organisation zu erwecken" und die "seit dem 1.Mai mit Ausnahme eines Flugblattes zum Bombenterror drei Wochen nach der ersten Bombe nicht mehr in Erscheinung getreten ist. Die KIK wolle sich nicht gegen die Ostverträge aussprechen und sei für Neuwahlen. Die KGK habe ein Angebot der KIK für eine längerfristige Zusammenarbeit abgelehnt: "Wir haben deshalb - weil wir die Differenzen zwischen uns und der KI für so schwerwiegend halten - das Angebot der KI auf eine kontinuierliche, längerfristige Zusammenarbeit abgelehnt, weil eine solche Zusammenarbeit keinen Fortschritt für die kommunistische Bewegung in Köln bedeuten würde." Denn: "Die KI hat … deutlich bewiesen, daß sie als kommunistische Organisation eigentlich nicht existent ist.".

Dokumentiert werden eine gemeinsame Sonderausgabe (vgl. 17.4.1972) von 'Zur Sache', 'Rote Presse' und 'Einheit' zum 1. Mai und ein Flugblatt der KGK zum Mißtrauensvotum.

Eingegangen wird auf diese Ausgabe auch in:
- Hessen durch C. Cordel vom Frankfurter Kampfbund/Marxisten-Leninisten (FKB/ML - vgl. Okt. 1972).
Q: Klassenkampf und Programm Nr. 1, Dortmund Dez. 1972, S. 50; Theorie und Praxis Nr. 12, Köln Juli 1972

September 1972:
In Köln gibt die Kommunistische Gruppe Köln (KGK) die Nr. 13 ihres theoretischen Organs 'Theorie und Praxis' (TUP - vgl. Juli 1972, 15.1.1973) mit einem Preis von 1 DM unter Verantwortung von Manfred Neugroda heraus in einer ersten Auflage von 2 700 Stück und einer zweiten unveränderten Auflage von 1 500 Stück, die aber ein teilweise anderes Druckbild bzw. andere Anzeigen hat.

Der Artikel "Vorwärts mit dem Wiederaufbau der KPD! Stellungnahme der KGK zum Kommunique in der 'Wahrheit' 5/6" befasst sich mit dem Bremer Kommunique (BK - vgl. 28.5.1972) und geht dabei sowohl auf das Programm als auch auf das Statut ein.

Der Artikel sowie "Zur Kritik der Position der KG/NRF im NRF 2/72" (vgl. Mai 1972) befasst sich mit Darlegungen zum Parteiaufbau, die allerdings inzwischen weitgehend revidiert seien und gliedert sich in die Abschnitte:
- "1. Der nächste Schritt im Kampf gegen das Zirkelwesen: Aufbauorganisation oder Parteigründung - Programm der Aufbauorganisation oder Parteiprogramm";
- "2. Parteiprogramm und Massenlinie"; sowie
- "3. Der Kampf um das führende Zentrum - Zentralorgan oder theoretisches Organ".

Der Artikel "Der KB Nord und die Faschismusfrage" gliedert sich in die Abschnitte:
- "1. Am Anfang: CDU/CSU - Faschismus…";
- "2. …danach: Konfusion auf der ganzen Linie";
- "3. Reaktion auf der ganzen Linie";
- "4. Der Faschismus als kleinbürgerliche Massenbewegung";
- "5. Erfahrung und Selbstkritik der kommunistischen Bewegung";
- "6. Wie der KB Nord mit den Erfahrungen der Arbeiterbewegung umgeht";
- "7. Antifaschistischer Kampf heute - Politik zur Verhinderung einer faschistischen Massenbewegung";
- "8. Der 'antifaschistische' Kampf des KB kann dem Faschismus nicht wirksam begegnen";
- "9. SPD: Sozialfaschismus oder kleineres Übel"; sowie
- "10. Anhang: Zur Frage des Parteiaufbaus und der Gründung des KB Nord".
Q: Theorie und Praxis Nr. 13, 1. und 2. Aufl., Köln Sept. 1972; Neues Rotes Forum Sdr.Nr. , Heidelberg Aug. 1972, S. 59

Oktober 1972:
In Frankfurt gibt der Frankfurter Kampfbund/Marxisten-Leninisten (FKB/ML) vermutlich im Oktober seine 'Bausteine - Beiträge zur Klassenanalyse' Nr. 1 heraus. C. Cordel, Mitglied des Frankfurter Kampfbund/Marxisten-Leninisten (FKB/ML) veröffentlicht den folgenden Artikel:"
ZUR PROGRAMMATISCHEN ARBEIT DER REVOLUTIONÄREN BEWEGUNG

Seit ca. 1 1/2 Jahren entwickelt sich in der revolutionären Bewegung eine, wenn auch nur sehr schwache, Auseinandersetzung um das Programm der Kommunistische Partei.

Die KOMMUNISTISCHE GRUPPE KÖLN (KGK, d.Vf.) veröffentlicht eine Grundsatzerklärung, kritisiert verschiedene revolutionäre Organisationen und ernsthaft die Imperialismustheorie der DKP (vgl. Theorie und Praxis Nr. 8, 12)" (vgl. 22.11.1971 bzw. Juli 1972).
Q: Bausteine - Beiträge zur Klassenanalyse' Nr. 1, Frankfurt 1972

15.01.1973:
In Köln gibt die Kommunistische Gruppe Köln (KGK) die Nr. 14 ihres theoretischen Organs 'Theorie und Praxis' (TUP - vgl. Sept. 1972, Juni 1973) für Januar in einer Auflage von 4 000 Stück vermutlich in dieser Woche zum Preis von 1 DM heraus mit einer Verspätung von 4 Wochen, da man sich auf die 'Arbeiterpresse' konzentriert habe.

Der Artikel "Klare Fronten. Zur Bundestagswahl '72" gliedert sich in die Punkte:
- "Vorbemerkung", die darauf verweist, dass die Linie der KGK bereits in der Broschüre "Klare Fronten" (vgl. Aug. 1972) dargelegt worden sei und hier lediglich die Taktik der KGK sowie andere Linien thematisiert werden;
- "I. Fragestellung";
- "II. Die Arbeiterregierung" mit den Abschnitten "Erste Schritte zur Lösung"; "Die Entwicklung der Konzeption der Arbeiterregierung" und "Die Politik der KPD in Sachsen";
- "III. Kritik der Politik kommunistischer Gruppen" mit den Abschnitten "Zur Kritik der Arbeiterbasisgruppen" zu den ABG München, "Zur Kritik der Komunique-Organisationen" und zum KB-Nord;
- "IV. Einschätzung der Parteien" mit einem "Exkurs zur DKP" und dem Abschnitt "Zur Ausrichtung der Wahlkampagne"; sowie
- "V. Das Wahlergebnis".

Der Artikel "Der Kampf der I.R.A. (official) für ein sozialistisches Irland" gliedert sich in die Abschnitte:
- "Vorbemerkung";
- "Einleitungsreferat auf dem IRA (official) Teach-In am 9.11. in Köln (gehalten von einem KHG-Genossen)";
- "Rede des Sinn Fein Genossen T. Heffernan (Nov. 72)".

Der Artikel "Zum Verhältnis der Zirkel zu ihren Hochschulorganisationen am Beispiel KGK - KHG" gliedert sich in die Abschnitte:
- "Vorbemerkung", die auf die Umgestaltungskampagne in der KHG hinweist, die die KGK initiiert habe;
- "I. Kader und Massenorganisation" mit den Punkten "a) Kaderorganisation" und "b) Massenorganisation"; sowie
- "II. Zirkel und Hochschulorganisationen in der gegenwärtigen Etappe des Parteiaufbaus" mit den Punkten "a) Vorgeschichte" zur Spaltung des SDS Köln am 21.3.1971 und der Bildung der KHG durch Genossen aus den Basisgruppen und "b) Verhältnis KGK - KHG und die politischen Aufgaben der Massenorganisation an der Hochschule".

Der Artikel "Programm und Taktik. Zum NRF 4/5 und zum Programm der westdeutschen Kommunisten" der zentralen Leitung der KGK gliedert sich in die Abschnitte:
- "I. Die Entwicklung seit dem NRF 2/2";
- "II. Das Programm der Partei";
- "III. Programm und Taktik";
- "IV. Taktische Resolutionen"; sowie
- "V. Die Partei steht auf der Tagesordnung".

Die "Dokumentation zur Vietnamkampagne der Aktionseinheit. 25 000 Menschen solidarisierten sich mit den Kämpfen des vietnamesischen Volkes!" enthält die Dokumente:
- "Aufruf zur Vietnamdemonstration Bonn 14.1.73 12 h.";
- "Erster Offener Brief Sekretariat der Vietnamkomitees Mannheim Heidelberg - Kommunistische Gruppe Neues Rotes Forum Mannheim Heidelberg" an die IIVS vom 4.1.1973;
- "Zweiter Offener Brief Sekretariat der Vietnamkomitees Mannheim Heidelberg - Kommunistische Gruppe Neues Rotes Forum Mannheim Heidelberg" an die IIVS vom 5.1.1973 zur Vorbereitungskonferenz am 7.1.1973;
- ein Bericht vom 7.1.1973 mit der "Erklärung des Organisationskomitees für eine Vietnam-Demonstration am 14.1.1973 in Bonn" vom 8.1.1973; sowie
- die Rede von Eddi Riethmüller am 14.1.1973.
Q: Theorie und Praxis Nr. 14, Köln Jan. 1973

Juni 1973:
In Köln gibt die Kommunistische Gruppe Köln (KGK) die Nr. 15 ihres theoretischen Organs 'Theorie und Praxis' (TUP - vgl. 15.1.1973, Juli 1973) mit einem Preis von 1, 50 DM heraus. Das Editorial weist darauf hin, dass die Zeitschrift vier Wochen später als geplant erscheine, da die KGK den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Kölner Arbeiterklasse gelegt habe.

Der Artikel "Programm, Strategie und Taktik" äußert sich zum Programm der westdeutschen Kommunisten und gliedert sich in die Abschnitte:
- "Programm und Strategie";
- "I. Das Programm in seinem allgemeinen Teil bestimmt die Ziele der Arbeiterbewegung: die Eroberung der politischen Macht und der Aufbau des Sozialismus als Schritte auf dem Weg zur klassenlosen Gesellschaft.";
- "II. Das Programm enthält die Analyse der Klassenteilung im Imperialismus";
- "III. Das Programm bestimmt die Etappe der proletarischen Revolution";
- "Exkurs: Die Etappen der Revolution und die Strategie";
- "IV. Wie ist die Strategie im Programm verankert"
- "Die taktischen Resolutionen";
- "I. Die Reserven der westdeutschen Arbeiterklasse";
- "Die internationale Lage";
- "Die Expansion des westdeutschen Imperialismus";
- "II. Die Phase des Klassenkampfes in Westdeutschland";
- "III. Die Linie des Klassenkampfes"; sowie
- "IV. Die Aufgaben der Kommunisten".

Enthalten sind auch eine "Kritik des Programmentwurfs" des KBW sowie die "'Materialien zur Revision des Parteiprogramms'" von Lenin.
Q: Theorie und Praxis Nr. 15, Köln Juni 1973

Juli 1973:
In Köln gibt die Kommunistische Gruppe Köln (KGK) die Nr. 16 ihres theoretischen Organs 'Theorie und Praxis' (TUP - vgl. Juni 1973) mit einem Preis von 1, 50 DM zum Thema "Grundlagen kommunistischer Hochschulpolitik" heraus. Das Editorial weist darauf hin, dass die KGK sich auf ihre Umwandlung in eine Ortsgruppe des KBW vorbereite.

Enthalten sind die Beiträge:
- "Die KHG als Bestandteil der kommunistischen Bewegung Westdeutschlands";
- "Statut der KHG";
- "Die objektiven Grundlagen kommunistischer Massenlinie unter den Studenten";
- "Den demokratischen Kampf als Kampf für den Sozialismus führen";
- "Resolution der KHG zum demokratischen Kampf";
- "Wissenschaftskritik";
- "Internationalistischer Kampf";
- "Kritik falscher Linien" mit den Punkten "a) zum Aktionsprogramm des MSB" und "b) zum Aktionsprogramm des KSV"; sowie
- "Die linken Abweichungen der KHG/NRF. Kritik am Rechenschaftsbericht des ZA der KHG", der die KHG (NRF) nicht als Organisation im Bündnisbereich verorte, sondern als Organisation von Kommunisten verstehe.
Q: Theorie und Praxis Nr. 16, Köln Juli 1973

Letzte Änderung: 12.03.2016