Ruhrgebiet:
'Kommunistische Arbeiterpresse' - Zeitung der Konzernzellenleitung RAG der KPD für die Ruhrkumpel

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 8.2.2017


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Leider liegen uns nur wenige Ausgaben der "Kommunistischen Arbeiterpresse", der "Zeitung der Konzernzellenleitung RAG der KPD für die Ruhrkumpel", vor. Wir bitten um Ergänzungen.

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

08.02.1972:
Es erscheint ein "Sonderdruck" der "Kommunistischen Arbeiterpresse. Zeitung der Konzernzellenleitung RAG der KPD für die Ruhrkumpel" mit der Schlagzeile: "7 DM mehr pro Schicht für alle! Sofortige Urabstimmung für einen einheitlichen Streik!"
Der "Sonderdruck" beschäftigt sich mit der Lage im Bergbau. Und die kommenden Tarifverhandlungen im Bergbau. Gefordert wird u. a.: "Für den 7-Stundentag bei vollem Lohnausgleich!", "Einhaltung der 5-Tage Woche!", "6 Wochen Mindesturlaub für Untertagebeschäftigte!", "Keine Anrechnung der Tariferhöhung auf den Effektivlohn!" Gegen "Geheimverhandlungen und wortradikales Getön bei gleichzeitigen Geheimverhandlungen mit dem Unternehmerverband Ruhrbergbau" wird gefordert: "Sofortige Urabstimmung. Für einen einheitlichen Streik aller Ruhrkumpel!" Kontaktadressen sind: Dortmund, Zimmerstraße und Gelsenkirchen-Hassel, Haus Bölt (Marler Straße).
Quelle: Kommunistische Arbeiterpresse. Zeitung der Konzernzellenleitung RAG der KPD für die Ruhrkumpel (Sonderdruck), Dortmund, 8. Februar 1972.

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08.05.1972:
Es erscheint ein "Sonderdruck" der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "9% ist Verrat! Die KPD fordert: 7 DM pro Schicht mehr für alle!", über die "Lohntarifverträge für die 250.000 Beschäftigten im Bergbau", die am 10.4. zum 31.5. gekündigt wurden.
Agitiert wird gegen die IGBE und die DKP. Forderungen der "KAP" sind u. a.: "7 DM pro Schicht für alle, das sind 154 DM monatlich mehr für alle!", "1. 000 DM Mindestnettolohn!", "Keine Anrechnung der Tariferhöhung auf den Effektivlohn!", "6 Wochen Mindesturlaub für Untertagebeschäftigte!", "5-Tage Woche, auch für Schichtarbeiter!", "Keine Wochenendförderung!"
In dieser Tarifrunde will man "mit der Gründung oppositioneller Kampfkomitees den ersten Schritt zum Zusammenschluss derjenigen Kollegen machen, die bereit sind, mit uns für die Interessen der Kumpel zu kämpfen".
Berichtet wird noch über die 1. Mai-Demonstration der KPD in Dortmund.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Zeitung der Konzernzellenleitung RAG der KPD für die Ruhrkumpel (Sonderdruck), Dortmund, 8. Mai 1972.

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Juni 1972:
Es erscheint ein "Sonderdruck" der "Kommunistischen Arbeiterpresse", die sich mit dem 7%-Abschluss in der Bergbautarifrunde beschäftigt: "7%: Planmäßiger Verrat der IGBE- Führung".
Danach haben sich "am Dienstag Abend die RAG-Kapitalisten und IGBE-Führung unter der 'Aufsicht' Arbeitsministers Figgen auf eine Lohnerhöhung von 7% ab 1. Juli und eine Pauschale von 40,- DM für den Monat Juli" geeinigt. Aufgerufen wird dazu, sich "mit allen klassenbewussten Kollegen gegen die arbeiterfeindliche Gewerkschaftsführung zusammenzuschließen" und: "Bauen wir eine starke Gewerkschaftsopposition auf!"
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Zeitung der Konzernzellenleitung RAG der KPD für die Ruhrkumpel (Sonderdruck), Dortmund, Juni 1972.

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Januar 1973:
Es erscheint ein "Sonderdruck" der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Thyssen droht mit Austritt. Thyssen droht - SPD-Regierung und IGBE-Spitze spuren!". Danach droht Thyssen mit dem Austritt aus der Ruhrkohle.
Parolen: "Kampf der imperialistischen Politik der SPD- Regierung und der BRD- Monopole! Das Konzept der IGBE- Spitze sei es, die "Sanierung des Bergbaus" durchzuführen. Agitiert wird gegen die "Verstaatlichung." Durch diese "Großsprecherei" sollen die Kumpel "bewusst vom Abwehrkampf abgehalten werden". Die "KAP" fordert u. a.: "Weg mit den Verstaatlichungsillusionen!", "Offenlegung aller Rationalisierungs- und Stilllegungspläne!", "Sofortige Einstellung der Überschichten!", "Für den 7- Stundentag bei vollem Lohnausgleich!"
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Zeitung der Konzernzellenleitung RAG der KPD für die Ruhrkumpel (Sonderdruck), Dortmund, Januar 1973.

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07.02.1973:
Es erscheint ein "Sonderdruck" der "Kommunistischen Arbeiterpresse" mit der Schlagzeile: "Gegen Stilllegungen - einheitliche Kampffront aller Kumpel!"
Gegen "Stilllegungspläne", u. a. soll die Schachtanlage Victoria 3/4 bei der Verbundzeche Gneisenau auslaufen. Hansa stehe als nächste Zeche "auf der Abschussliste". Gefordert wird: "Sofortige Streichung der Überschichten!", "1. 200 DM Mindestlohn für alle!", "Für den 7- Stundentag bei vollem Lohnausgleich!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Die Kumpel von Kailuan", über den Bergbau in der VR China
- "15.000 Bergleute müssen zusätzlich ausscheiden", über H. G. Sohl und einen "Drohbrief an die Bundesregierung"
- "die Politik der IGBE- Führung: Verrat an der Arbeiterklasse!", über den "Anpassungsplan"
- "Vietnam Hilfe: Alles für den Sieg!", über die "Vietnam- Hilfe!"
Aufgerufen wird zum "Aufbau der revolutionären Gewerkschaftsopposition!" und zum Abonnieren der "Roten Fahne".
Q: Kommunistische Arbeiterpresse. Zeitung der Konzernzellenleitung RAG der KPD für die Ruhrkumpel (Sonderdruck), Dortmund, 7. Februar 1973.

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Letzte Änderung: 08.02.2017