Bremen: AG Weser

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 26.11.2015


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Von der zum Krupp-Konzern gehörenden Werft AG Weser in Bremen-Gröpelingen lag uns nur wenig Material vor, wir bitten um Ergänzungen.

Es wird in dieser wie immer unvollständigen Darstellung fast nur vom KB Bremen (KBB) bzw. später dem KBW betriebliches Material vorgestellt, wobei die Betriebszeitung von KBB bzw. später KBW, 'Der Brenner' hier nur durch Verweise erschlossen wird.

Der Betriebsrat scheint den Anliegen der außerparlamentarischen Opposition verbunden (vgl. 20.1.1968), danach berichtet wiederholt die DKP (vgl. 27.11.1969, 4.12.1969), die eine Betriebszeitung für die AG Weser herausgibt (vgl. Feb. 1970, 26.4.1971, 6.9.1976).

Während es in den Bremerhavener Betrieben zum Streik kommt (vgl. 1.10.1970), berichtet bald darauf die AG Weser Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB in ihrer Betriebszeitung davon (vgl. Nov. 1970, 11.12.1970, Apr. 1971).

Der KBB, der zuvor Flugblätter bei der AG Weser herausgab (vgl. 5.10.1970, Dez. 1970, 16.1.1971) ergänzt die betriebliche Presse bald um seinen 'Brenner', von dem uns einige Ausgaben vorlagen (vgl. Apr. 1971, 26.4.1971, Juni 1971, Juli 1971, Sept. 1971, 8.11.1971, Dez. 1971). Auch in seinem Zentralorgan aber berichtet der KBB immer wieder von der AG Weser (vgl. Apr. 1971, Dez. 1971, 1.2.1972), bezieht die dortige offenbar mangelnde Arbeitssicherheit auch in seinen Maiaufruf mit ein (vgl. März 1972, 3.4.1972).

Nach dem sich am 1. Mai 1972 auch AG Weser-Beschäftigte beteiligen - die Berichterstattung der KPD/ML-ZB scheint nicht allzu präzise (vgl. 1.5.1972) - tragen die Lehrlinge die örtlichen Auseinandersetzungen in der Lehrlingsmetalltarifrunde (LMTR) mit (vgl. 8.5.1972, 26.5.1972). Der KBB fühlt sich keineswegs bankrott, sondern wähnt sich zumindest auf der AG Weser Werft recht verankert (vgl. 10.6.1972), zumindest im Vergleich zur linken Konkurrenz in Gestalt der KPD/ML-ZB (vgl. Juli 1972) und der DKP (vgl. 5.10.1972).

Auch die Forderungsaufstellung für die Metalltarifrunde (MTR) 1972/73 verläuft ganz nach dem Geschmack des KBB (vgl. Nov. 1972, 15.1.1973), der bald auch bei der AG Weser die Jugendlichen separat im Kommunistischen Arbeiterjugendbund (KAJB) organisieren wird (vgl. 15.1.1973, 6.2.1973).

Der Streik Mitte 1973 (vgl. 18.6.1973, 25.6.1973) erfährt in der Linken nur ausgesprochen wenig Resonanz, der mittlerweile aus dem KBB mit entstandene KBW sieht seine eigene Zelle an führender Stelle der Auseinandersetzung (vgl. 15.9.1973). Der Vertrieb des Zentralorgans des KBW, der 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ) bleibt allerdings vor den Toren sehr gering und auch im Stadtteil Gröpelingen nur mäßig erfolgreich (vgl. 11.7.1973, 10.10.1973, 24.10.1973, 7.11.1973).

Vermutlich u.a. aus der Gruppe der mittlerweile aufgelösten KPD/ML-ZB entstand eine Gruppe der KPD/ML, die nun auch eine Betriebszeitung, die 'Schlag zu', veröffentlicht (vgl. 19.11.1973, 4.3.1974) und einen Roten Betriebsrat stellt (vgl. 17.4.1976), die KPD vervollständigt bald den bunten Reigen revolutionärer Avantgarden bei der AG Weser (vgl. Apr. 1974, 26.6.1974, 27.7.1974), die vermutlich u.a. unter den Jugendlichen aktiv wurden (vgl. 9.9.1974, 27.11.1974, 15.5.1975).

Politische Entlassungen bzw. die Versuche dazu treffen die Jugendvertretung, wogegen u.a. der KAJB der Protest organisiert (vgl. 20.11.1973, 19.12.1973, 25.1.1974, 31.1.1974, 1.2.1974), eines ihrer Mitglieder wird auch aus der IG Metall ausgeschlossen (vgl. 8.2.1974), was sie aber nicht vom Eingreifen in die Metalltarifrunde abhält (vgl. 25.3.1974). Zu den Neuwahlen der Jugendvertretung wird ein Programm erarbeitet (vgl. Mai 1974). Bald aber kommt es wegen der Teilnahme an der Jugendversammlung zur Entlassung von vier über 18jährigen Lehrlingen und Mitgliedern der Jugendvertretung (vgl. 9.9.1974, 11.9.1974, 12.9.1974, 13.9.1974, 16.12.1976), wobei es auch bei BWM zu 4 Entlassungen von vier Jugendlichen kommt, so dass der Protest gemeinsam organisiert wird (vgl. 23.9.1973, 26.9.1974, 3.10.1974, 12.10.1974, 14.10.1974, 16.10.1974, 30.10.1974, 23.1.1975, 10.7.1975).

Während in der Metalltarifrunde 1974/75 für höheren Lohn gestritten wird (vgl. 18.11.1974) droht zugleich die Einführung des Programmlohns (vgl. 6.12.1974, 17.4.1975, Juli 1975, 13.11.1975, Juni 1977) und es stehen Betriebsratswahlen an (BRW - vgl. Feb. 1975), die wiederum Anlaß zu Entlassungen bieten (vgl. 15.4.1976, 17.4.1976), wogegen die KPD protestiert (vgl. 25.7.1975).

Zum vorläufigen Abschluß dieser Darstellung kommt es bei der AG Weser immer wieder zu Entlassungen meist ökonomischer (vgl. 29.1.1976, 24.6.1976, 19.8.1976, 16.9.1976, 4.11.1976, 10.3.1977, 17.3.1977, 31.3.1977, 5.5.1977, 15.8.1977, 25.8.1977), aber auch politischer Art (vgl. 21.10.1976).

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

20.01.1968:
In Bremen wird, laut Haug/Maessen, im Zuge der heute eher ruhigen Auseinandersetzungen um die Fahrpreiserhöhungen (vgl. 19.1.1968, 20.1.1968) heute ein gemeinsames "Flugblatt an die Mitbürger" verteilt von USB, AStA der PH und ABS, welches mitunterzeichnet ist von den Betriebsräten von Klöckner, AG Weser und den Stadtwerken, von den Asten der Universitäten Kiel, Köln, FU Berlin und TU Berlin, von USG Berlin, SDS Berlin, SHB Berlin, IDK Berlin, RC Berlin, Büro Vietnam Berlin, HSU Kiel, LSD Kiel, AUSS Frankfurt und SDS Frankfurt. Darin heißt es u.a.:"
Wir fordern: Rücknahme unzumutbarer Tariferhöhungen. … Wir fordern: sofortige Suspendierung des Polizeipräsidenten von Bock und Pollach und Überprüfung des Verhaltens der leitenden Polizeibeamten, … . … Wir fordern: Einstellung der Schnellgerichte und Aufhebung der Strafanträge gegen die Demonstranten, die keine Sachbeschädigung begangen haben."
Quelle: Haug, Hans-Jürgen / Maessen, Hubert: Was wollen die Schüler?, Frankfurt 1969, S. 62f

27.11.1969:
Die DKP bringt die Nr. 35 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 20.11.1969, 4.12.1969). Aus Bremen wird berichtet von der AG Weser.
Q: Unsere Zeit Nr. 35, Essen 27.11.1969

04.12.1969:
Die DKP bringt die Nr. 36 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 27.11.1969, 11.12.1969). Aus Bremen wird u.a. berichtet von der AG Weser.
Q: Unsere Zeit Nr. 36, Essen 4.12.1969

Februar 1970:
Die DKP Bremen-West gibt eine Ausgabe ihrer Betriebszeitung 'Werft Nachrichten', vermutlich u.a. für die AG Weser (AGW) heraus.
Q: Werft Nachrichten, Bremen Feb. 1970

01.10.1970:
Heute kommt es, laut 'EXI', bei der AG Weser in Bremerhaven zu einem Warnstreik im Rahmen der Metalltarifrunde (MTR).
Q: Express International Nr. 107, Frankfurt 16.10.1970, S. 6

05.10.1970:
In Bremen geben die Betriebsgruppen im Kommunistischen Bund Bremen (KBB), vormals Sozialistische Betriebsgruppen Bremen (SBB), vermutlich Anfang dieser Woche ihre 'Streik Information' Nr. 2 zur Metalltarifrunde (MTR) heraus. Gefordert werden 15 %. Berichtet wird vom Streik bei VFW Lemwerder und VFW Nordenham, in Bremerhaven bei Hapag-Lloyd und der Seebeck-Werft sowie in Bremen bei der AG Weser, beim Vulkan, der Rickmerswerft, der Siegholdwerft, der Schichauwerft und der Motorenwerke in Bremerhaven.
Q: KBB: Streik Information Nr. 2, Bremen o. J. (1970)

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November 1970:
In Bremen gibt die Betriebsgruppe AG Weser der KPD/ML-ZB erstmals ihre Betriebszeitung 'Roter Werft Arbeiter' (vgl. 11.12.1970) heraus mit dem Leitartikel "Akkordzeiten sollen gekürzt werden. Neuer Angriff auf unsere Löhne!".

Weitere Artikel sind:
- "Kampf den Agenten der Kapitalistenklasse!" zur Führung von DGB und SPD bzw. zur Metalltarifrunde (MTR);
- "Letzte Meldung: Eine neue Frechheit der Kapitalisten" zum Vorschlag der OECD, die Arbeitslosigkeit zu erhöhen;
- "Eine schöne Bescherung" zu den Verhandlungen über das Weihnachtsgeld, wozu ein 13. Monatseinkommen gefordert wird; sowie
- "Die Arbeiterklasse kämpft und wird siegen" zu den Streiks bei Bosch Reutlingen, FSG Flensburg sowie auf Bremerhavener Werften (Landnebenbetrieben von Hochseefischereibetrieben).
Q: Roter Werft Arbeiter Nr. 1, Bremen Nov. 1970

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Dezember 1970:
Der Kommunistische Bund Bremen (KBB) gibt vermutlich im Dezember das Flugblatt "Was will Brandt auf der A. G. Weser?" zum Besuch von Willy Brandt (SPD) heraus.
Q: KBB: Was will Brandt auf der A. G. Weser?, Bremen o. J. (1970)

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11.12.1970:
In Bremen erscheint ein Extrablatt des 'Roten Werft Arbeiters' (vgl. Nov. 1970) der Betriebsgruppe AG Weser der KPD/ML-ZB.
Q: Roter Werft Arbeiter Extrablatt, Bremen 11.12.1970

16.01.1971:
Mitte Januar wird im Kommunistischen Bund Bremen (KBB) der Politische Bericht (PB) des Aktivistenkollektivs auf einer Konferenz verabschiedet und ein fünfköpfiges Zentrales Gremium (ZG) des KBB gewählt.
Auch auf die eigene Geschichte wird eingegangen (vgl. Dez. 1969, Nov. 1970). Man hat bisher u.a. ein Flugblatt zur Metalltarifrunde und eines speziell für Frauen, zwei Streikinformationen und ein Flugblatt zum Besuch von Willy Brandt auf der AG Weser Werft verteilt.
Q: Kommunistische Arbeiter Korrespondenz Nr. 3, Bremen Feb. 1971

April 1971:
Im April gibt die Betriebsgruppe AG Weser des KB Bremen erstmals ihren 'Brenner' (vgl. 26.4.1971), der uns leider nur unvollständig vorlag, heraus mit dem Leitartikel "Gegen das arbeiterfeindliche Betriebsverfassungsgesetz" (BVG).

Enthalten ist auch der Artikel "Situation der ausländischen Kollegen auf der AG 'Weser'", der sich mit den 800 ausländischen Kollegen der Werft und deren Wohnheimen befaßt.
Q: Kommunistische Arbeiter-Korrespondenz Nr. 7, Bremen o. J. (1971), S. 21f; Wahrheit Nr. 7/8, Bremen Aug./Sept. 1972;Der Brenner Nr. 1, Bremen Apr. 1971

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April 1971:
Laut KPD/ML-ZB agitiert der 'Rote Werft-Arbeiter' ihrer Betriebsgruppe AG Weser Bremen gegen "mehr Unfälle bei der Weser-Werft".
Q: Rote Fahne Nr. 7, Bochum 12.4.1971, S. 4

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April 1971:
Der KB Bremen gibt die Nr. 6 seiner 'Kommunistischen Arbeiter-Korrespondenz' (vgl. März 1971, 9.5.1971) heraus mit dem Bericht "Betriebsgruppe AG-Weser: Kampf dem arbeiterfeindlichen BVG-Entwurf!", der auch zum 1. Mai aufruft.
Q: Kommunistische Arbeiter-Korrespondenz Nr. 6, Bremen Apr. 1971, S. 20

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26.04.1971:
Vermutlich erst in dieser Woche verteilt in Bremen, laut KBB, die DKP die Märzausgabe ihrer AG Weser-Betriebszeitung.
Q: Kommunistische Arbeiter Korrespondenz Nr. 7, Bremen o.J. (1971)

26.04.1971:
Der Kommunistische Bund Bremen (KBB) gibt vermutlich in dieser Woche im Metallbereich das Flugblatt "Überstundenabbau Kurzarbeit Entlassungen - Anzeichen der Krise!" heraus, das einleitend berichtet:"
Von Februar bis März 1971 erhöhte sich in der Bundesrepublik die Zahl der Kurzarbeiter um 9.100 auf 72.000. In Bremen gibt es Kurzarbeit bei Philips Electrologica. Entlassungen der 'Bummelanten' finden täglich statt, ob bei VFW, Siemens oder Klöckner.

- Bei Hanomag-Henschel beginnt man mit Entlassungen von Rentnern, ohne die Stellen wieder neu zu besetzen.
- Bei Klöckner werden durch Umstellung auf die 48-stündige betriebsweise Überstunden gespart. Trotz Unterbesetzungen in verschiedenen Abteilungen werden Einstellungen nicht mehr vorgenommen.
- Bei den Lloyd-Dynamo-Werken beginnt die Streichung der Überstunden, aus 'Sorge um die Gesundheit der Kollegen', wie das Direktorium versicherte.
- Auf den Werften wird bei vorläufig noch guter Auftragslage mit aller Schärfe rationalisiert."

Aufgerufen wird zum 1. Mai, angekündigt wird der Verkauf der Mai-Ausgabe der 'Kommunistischen Arbeiter-Korrespondenz' (KAK) für diese Woche.
Q: KBB: Überstundenabbau Kurzarbeit Entlassungen - Anzeichen der Krise!, Bremen o. J. (1971)

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Juni 1971:
In Bremerhaven gibt das SALZ die Nr. 10 seiner 'Arbeiterstimme' (vgl. 10.5.1971, Juli 1971) heraus. U.a. wird über die Werft AG Weser Bremen berichtet.
Q: Arbeiterstimme Nr. 10, Bremerhaven Juni 1971, S. 3f

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Juni 1971:
Auf der AG Weser (AGW) in Bremen gibt die Betriebsgruppe des KBB die Nr. 2 ihres 'Brenners' (vgl. Apr. 1971, Juli 1971) heraus mit dem Leitartikel "Wir werden uns nicht länger hinhalten lassen!" zur Metalltarifrunde (MTR). Ein Bild zeigt streikende Kollegen von Krupp Bochum.

Weitere Artikel sind:
- "Lassen wir uns nicht länger unsere Zulagen vorenthalten" zur Höhenzulage der Kranelektriker in PIE und der Schmutzzulage der Kranschlosser in PIK;
- "Ehmke hält es mit Karl Marx" zur Rede von Ehmke am 1. Mai;
- "Zur Betriebsversammlung", auf der vom Betriebsrat die tariflich nicht abgesicherten Zulagen der Angestellten, die neuen Kantinenwagen und das 'Lesumer Modell' bzw. das neue AGW Ausländerheim in Lesum (bisher Halmerweg) behandelt wurden;
- "Schlemmerei und Stapellauf" zum Lemos-Tanker; sowie
- "Zur Hölle / 4. Stock (Lehrwerkstatt)" zur Lehrwerkstatt, wobei über Maschinenschlosser, technische Zeichner und Schiffbauer berichtet wird.
Q: Der Brenner Nr. 2, Bremen Juni 1971

Juli 1971:
Bei AG Weser Bremen gibt der KBB die Nr. 3 seines 'Brenner' (vgl. Juni 1971, Sept. 1971) heraus mit dem Leitartikel "Tarifrunde '71: Gemeinsamer Kampf aller Metaller gegen die Angriffe der Kapitalisten" zur MTR. Beigelegt ist das Metalltarifrundenflugblatt des KBB.

Weitere Artikel sind:
- "Ein großer Kampf und schwacher Abschluß" zur Chemietarifrunde (CTR der CPK) bei der Norddeutschen Affinerie Hamburg, Hoechst Frankfurt in Hessen, Bayer Leverkusen in NRW und BASF Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz;
- "Werftbosse stöhnen" zur MTR;
- "Schwerhörig im Dieselkran";
- "Was will Koschnik auf der AG 'Weser'?" zur Betriebsversammlung am nächsten Tag;
- "Für den selbstständigen Kampf der Arbeiterklasse" zur SPD;
- "SPD-Betriebsgruppe gegen unsere Interessen", wobei auch berichtet wird von der SPD auf der ebenfalls zu Krupp gehörigen Seebeck-Werft in Bremerhaven und den 15 %-Tarifforderungen bei Hoesch Dortmund.
Q: Kommunistische Arbeiter-Korrespondenz Nr. 8, Bremen o.J. (1971), S. 30f; Der Brenner Nr. 3, Bremen Juli 1971

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September 1971:
Auf der AG Weser Bremen gibt der KBB die Nr. 4 seines 'Brenner' (vgl. Juli 1971, 8.11.1971) heraus mit dem Leitartikel "Der Lohnkampf verschärft sich, für eine geschlossene Kampffront in der Metalltarifrunde" zur MTR.

Im Artikel "Koschnick auf Stimmenfang" zum Auftritt des Bürgermeisters Hans Koschnick (SPD) auf der letzten Betriebsversammlung, heißt es auch:"
Koschnick lobte die Bundesregierung, durch sie wären die Arbeitsplätze innerhalb der letzten Jahre sicherer geworden. Man könnte annehmen, er wäre gekommen, um eine Märchenstunde abzuhalten, die Sicherheit der Arbeitsplätze richtet sich nicht nach der Regierung, sondern einzig und allein nach der wirtschaftlichen Lage der Kapitalisten. Das sieht man ganz deutlich an der Entlassung von 30 000 Kollegen bei Voigtländer in Braunschweig, Henschel Hanomag - Kurzarbeit, Schünemann - Kurzarbeit und bevorstehende Massenentlassungen."

Weitere Artikel sind:
- "Keine Stimme der CDU!" zu den Bürgerschaftswahlen am 10.10.1971;
- "Arbeitshetze trotz Betriebsurlaub"; sowie
- "Atlas Elektronik: Lehrlingsstreik" (vgl. 26.8.1971).
Q: Der Brenner Nr. 4, Bremen Sept. 1971

08.10.1971:
Bei der AG Weser (AGW) findet, laut KPD/ML-ZB Betriebsgruppe Hoesch Phoenix Dortmund, eine Betriebsversammlung (BV) statt, auf der Außenminister Scheel (FDP) ausführt:"
Mir wird nicht in den Sinn kommen die Spaltung Deutschlands oder die Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten nachträglich für rechtswirksam zu erklären."
Q: Das Rote Schwungrad Schon wieder eine neue Zeitung, Dortmund o.J. (Apr. 1972), S. 6

23.10.1971:
Die KPD/ML-ZB gibt ihren 'KND' Nr. 81 (vgl. 20.10.1971, 27.10.1971) heraus. Die Ortsgruppe Bremen berichtet zur Bürgerschaftswahl u.a. von der AG Weser und über den Aufruf des KB Bremen (KBB) zur Wahl der DKP.
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 81, Bochum 23.10.1971

08.11.1971:
In dieser Woche gibt die AG Weser Betriebsgruppe des KB Bremen die Nr. 5 ihres 'Brenner' (vgl. Sept. 1971, Dez. 1971) heraus mit dem Leitartikel "Alle Räder stehen still wenn dein starker Arm es will", der anläßlich der Metalltarifrunde von Streiks in Bremen (vgl. 29.10.1971) und in der Umgebung bei VFW Lemwerder (vgl. 4.11.1971), aber auch aus Hagen von Klöckner Hagen-Haspe und SSW Hagen-Eckesey und Voigtländer Braunschweig, Maihak Hamburg, Voith Mannheim (?) sowie aus Heidenheim und Stuttgart berichtet.

Weitere Artikel sind:
- "Wie müssen wir den Kampf führen?";
- "Firmendolmetscher gegen die Interessen der Kollegen", der auch auf Türkisch erscheint;
- "Warum starb Antonio Manchia?" zu dessen tödlichem Arbeitsunfall am 6.10.1971;
- "Für eine gemeinsame Kampffront der Arbeiter und Angestellten" zu einem Artikel in den letzten 'AG Weser Nachrichten'; sowie
- "Was man auf Werftbesichtungen nicht erfährt" zum Dankschreiben eines Lehrers in den 'AG Weser Nachrichten'.

Unserem verschickten Exemplar beigelegt ist ein Flugblatt "Einigkeit macht stark - Beharrlichkeit führt zum Ziel!" des KBB zur Metalltarifrunde (MTR - vgl. 11.11.1971).
Q: Der Brenner Nr. 5, Bremen Nov. 1971; KBB: Einigkeit macht stark - Beharrlichkeit führt zum Ziel!, Bremen 11.11.1971

Dezember 1971:
Die AG Weser Betriebsgruppe des KB Bremen gibt die Nr. 6 ihres 'Brenner' (vgl. 8.11.1971, Feb. 1972) heraus mit dem Leitartikel "Schluß mit der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Betriebsrat und Vorstand", der von der Betriebsversammlung am 17.12.1971 berichtet, aber auch denjenigen im April und Juli sowie von der schon Anfang des Jahres erhobenen Forderung nach Dolmetschern für die ca. 800 Ausländer und von der Werkerversorgung bzw. den Kantinenwagen.

Weitere Artikel sind:
- "Menschenhandel mit ausländischen Kollegen", der auch auf Türkisch erscheint und berichtet vom Kauf von ca. 50 türkischen Kollegen von Krupp Rheinhausen, von denen 45 nach ihrem Protest entlassen wurden;
- "Gemeinsamer Kampf aller Lehrlinge", der von der Forderung nach einem freien Tag für diejenigen Lehrlinge berichtet, die am Samstag Facharbeiterprüfung hatten, wobei es solch einen Ausgleichstag bei Klöckner, Vulkan und Atlas Elektronik gebe.
Q: Der Brenner Nr. 6, Bremen Dez. 1971

Dezember 1971:
Vermutlich im Dezember gibt der KB Bremen die Nr. 10 seiner 'Kommunistischen Arbeiter-Korrespondenz' (vgl. Nov. 1971, 1.2.1972) heraus mit dem Artikel "Warum starb Antonio Manchia?" aus dem 'Brenner' bei der AG Weser.
Q: Kommunistische Arbeiter-Korrespondenz Nr. 10, Bremen o.J., S. 15f

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Februar 1972:
Die AG Weser Betriebsgruppe des KB Bremen gibt die Nr. 7 ihres 'Brenner' (vgl. Dez. 1971, Apr. 1972) heraus mit dem Leitartikel "Werftarbeiter im Kampf um die Räterepublik" zum 4. Februar 1919.

Weitere Artikel sind:
- "Gegen Lohnabbau und Arbeitshetze" zur Einführung des Prämienlohns in den Instandhaltungswerkstätten, wozu gefordert wird: "Gegen Prämienhetze! Für die Erhöhung der Stundenlöhne"; sowie
- "Folgen der Rationalisierung" zur Kürzung der Vorgabezeiten im Maschinenbau bzw. dessen Dreh- und Fräsabteilung, wobei auch berichtet wird von den Feierschichten bei der Ruhrkohle AG und den Entlassungen bei Philips Electrologica;
- "Gegen Lügen der Kapitalisten die Wahrheit der Arbeiterklasse" zum Verkauf der 'Wahrheit' Nr. 1 in der nächsten Woche; sowie
- "Gewerkschaftliche Vertrauensleute für ausländische Kollegen", von denen es für 800 türkische Kollegen bisher nur einen gebe.
Q: Der Brenner Nr. 7, Bremen Feb. 1972

01.02.1972:
Der KB Bremen gibt Ende Januar oder Anfang Februar seine Zeitung erstmals unter dem neuen Titel 'Wahrheit' (vgl. Dez. 1971, 1.3.1972) auf Februar datiert heraus. Berichtet wird u.a. aus den eigenen Zeitungen, u.a. für AG Weser, wo über "Die Februarkämpfer" des Jahres 1919 berichtet wurde.
Q: Wahrheit Nr. 1, Bremen Feb. 1972, S. 3

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März 1972:
Der Kommunistische Bund Bremen (KBB - vgl. 3.4.1972) berichtet vermutlich aus dem März von der AGW:"
Auf der AG Weser fielen in sechs Monaten sieben Kollegen dem mörderischen Arbeitstempo zum Opfer (einschließlich Wegeunfälle), jeden Monat erleiden 80 Kollegen Arbeitsunfälle."

Der Kommunistische Bund Bremen (KBB - vgl. 3.4.1972) berichtet auch, vermutlich ebenfalls u.a. aus dem März:"
AG WESER: GEGEN ARBEITSHETZE - FÜR SICHERHEIT!

'Die Platzverhältnisse auf Bau Nr. 1382 im Maschinenbau und an Deck sind sehr beengt', teilte man uns freundlicherweise mit. Doch nicht nur an Bord, sondern auch in manchen Hallen herrschen solche Zustände. Die Maschinenbauhalle z.B. stammt noch aus dem 19.Jahrhundert. Doch seitdem hat sich die Produktion um ein Vielfaches gesteigert und der Platz reicht nicht mehr aus, um die angelieferten oder halbfertigen Teile sicher zu lagern. Besonders wenn Termine vorgezogen werden und die Arbeitshetze noch mehr gesteigert wird wie z.B. im letzten Jahr vor dem Betriebsurlaub, stehen die Teile in den Gängen und anderswo herum. Vernünftige Lagerplätze schmälern die Profite, also ist es das billigste, die Teile am Arbeitsplatz oder gleich neben der Maschine zu lagern. Das geht auf unsere Knochen, unsere Arbeitsplätze werden dadurch unübersichtlich und gefährlicher. Wir fordern deshalb

SICHERE ARBEITSPLÄTZE

Das heißt Schaffung von sicheren Lagerplätzen. so daß die Teile nicht überall herumstehen. Die Anschläger sind gezwungen, die Bauteile dort hinzustellen, wo gerade Platz ist. Dies bildet für die Anschläger ebenso eine Gefahr wie für alle anderen Kollegen und hinzu kommt die ständig steigende Arbeitshetze. So geschah es vor ca. zwei Monaten, daß ein Anschläger beim Absetzen eines Maschinenteils eingeklemmt wurde. Wahrscheinlich konnte der Kranführer die Zeichen des Anschlägers nicht mehr sehen, und der Anschläger konnte nicht mehr nach hinten ausweichen, weil hinter ihm ein Getriebe stand. Schuld an diesem und an vielen anderen Unfällen sind die Werftbosse, die ständig die Arbeitshetze höher schrauben, um ihre Profite zu steigern. Sie treffen nur solche Sicherheitsvorkehrungen, die sie kein Geld kosten. Wenn man nachts beigeht und auf dem Helgen den Kollegen die Schläuche abschneiden läßt, dann ist das immer noch die billigste Art. Unterweisungen über Unfallgefahren geben sie nur bei Neueinstellungen, um ihrer Pflicht zu genügen. Von den sogenannten Unfallschutzwochen merkt man nur etwas an den schwarzen Brettern. Unter der ständig schärfer werdenden Arbeitshetze dienen Appelle der Sicherheit wenig. Wenn im Mitteilungsblatt geschrieben steht, 'jeder muß mithelfen, daß ordentliche und unfallsichere Verhältnisse herrschen…', dann kostet das den Krupp-Konzern herzlich wenig und dient im voraus als Ausrede, um die Schuld auf die Fahrlässigkeit der Kollegen zurückzuführen. Das gipfelt dann in der Beschimpfung der Kollegen: 'Oft ist es die Gleichgültigkeit oder Bequemlichkeit, sich derart sicherheitswidrig zu verhalten…'. Kollegen, die acht oder mehr Stunden im Akkord oder Prämie arbeiten, als bequem hinzustellen, ist wohl die unverfrorenste Art, von den wirklichen Ursachen abzulenken und anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben. In letzter Zeit wurden überall Tafeln mit elf Geboten für die Sicherheit ausgehängt. Doch all diese notwendigen Sicherheitsvorkehrungen sollen von den Kollegen im Akkordtempo durchgeführt werden, und ihre möglichst schnelle Abwicklung wird mit ein paar Prozenten 'honoriert'.

Die Herren, die schlimmstenfalls in ihrem Leben mal auf den Teppichen ihrer gut ausgestatteten Büros ausrutschen, sind nicht ständiger Arbeitshetze ausgesetzt. Sie diktieren das Tempo; wir sollen unsere Knochen hinhalten. Die ständigen Kürzungen der Vorgabezeiten, die Einführung neuer noch ausgeklügelterer Lohnsysteme haben zur Folge, daß Sicherheitsvorkehrungen am Rande betrieben werden. Deshalb die Durchsetzung von Sicherheit am Arbeitsplatz gleichzeitig.

KAMPF GEGEN AKKORD UND PRÄMIEN-HETZE

Arbeitssicherheit könne wir genauso wie jede andere Forderung nur durchsetzen, wenn wir darum einen stetigen und beharrlichen Kampf führen. Maßnahmen (!) für die Arbeitssicherheit gehen an die Profite der Kapitalisten. Darum können wir Maßnahmen zur Arbeitssicherheit auch nur durchsetzen, wenn wir die Kapitalisten vor die Alternative stellen: entweder sichere Arbeitsplätze oder wir verweigern unsere Arbeitskraft.

VERWEIGERT GEFÄHRLICHE ARBEITEN, WENN DIE NÖTIGEN SICHERHEITSVORKEHRUNGEN NICHT GETROFFEN WERDEN!

In jeder Abteilung müssen deshalb die Sicherheitsbeauftragten gewählt werden und konsequent die Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen überprüfen.

Diese Kollegen müssen geschult werden, um unsere Interessen zu vertreten und sie müssen monatlich zusammentreffen und gemeinsam ihre Tätigkeit beraten und Forderungen aufstellen. Sie müssen uns beraten, nötigenfalls ungesicherte Arbeit zu verweigern."
Q: Wahrheit Nr. 3, Bremen Apr. 1972, S.2 und 17

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13.03.1972:
Die Betriebsgruppe VFW - ERNO des Kommunistischen Bundes Bremen (KBB) gibt vermutlich in dieser Woche die Nr. 9 ihrer Zeitung 'Das Triebwerk' (vgl. 7.2.1972, 24.4.1972) heraus mit dem Leitartikel "Verschärfte Angriffe auf unsere Lebensbedingungen", in dem berichtet wird:"
Krise bei VFW Fokker und ERNO
Entlassungen bei Philips Electrologica
Abbau von Überstunden und Entlassungen älterer Kollegen bei Hanomag Henschel
Überstundenabbau bei LLoyd Dynamo
Kurzarbeit und Einstellungsstop bei Siemens
Schliessung des Trini-Werkes bei Schünemann
Lohnabbau bei Nordmende
Rationalisierungen auf der AG-Weser
Konkurs der Roland-Werft

So lautet die Bilanz Bremer Großbetriebe für das letzte Jahr."
Q: Das Triebwerk Nr. 9, Bremen o. J. (1972), S. 2

April 1972:
Die AG Weser Betriebsgruppe des KB Bremen gibt die Nr. 8 ihres 'Brenner' (vgl. Feb. 1972, 24.4.1972) heraus mit dem Leitartikel "Betriebsrats-Wahlen 1972. Gegen die Politik der Klassenversöhnler, für die Aufstellung konsequenter und kampfbereiter Betriebsräte" zu den BRW.

Weitere Artikel sind:
- "Gegen Prämien- und Akkordhetze die Erhöhung der Stundenlöhne" zur Programmentlohnung, die sich zu einem Firmentarifvertrag entwickeln könne;
- "Die SPD hat sich auf die Wahl vorbereitet" zu den Betriebsratswahlen (BRW);
- ein Artikel auf Türkisch;
- "Gegen Arbeitshetze! Für Arbeitssicherheit!";
- "Lehrlingstarifrunde"; sowie
- "Zur Hölle / 4. Stock (LW) Teil 2" zur Lehrwerkstatt.
Q: Der Brenner Nr. 8, Bremen Apr. 1972

03.04.1972:
Das ZK des Kommunistischen Bundes Bremen (KBB - vgl. 3.4.1972) veröffentlicht vermutlich in dieser Woche seinen:"
AUFRUF ZUM 1. MAI

Im Hinblick auf die anstehenden Tarifrunden werden wir am 1.Mai die Losungen propagieren:
KAMPF DEM ABBAU DER REALLÖHNE!
RAUS AUS DER KONZERTIERTEN AKTION!
WEG MIT DEN LOHNLEITLINIEN!

Kämpfe zur Verteidigung ihres wirtschaftlichen Lebensniveaus werden die westdeutschen Arbeiter im kommenden Jahr aber nicht bis zu den Tarifrunden hinausschieben können. Schon heute werden die Vorgabezeiten gekürzt, die Löhne durch ständige Umbesetzungen gedrückt; die Arbeitshetze wird größer. Die Angst um den Arbeistplatz führt dazu, daß kranke Kollegen sich nicht auskurieren. Zugleich steigen die Unfallquoten. Auf der AG Weser (IGM-Bereich - vgl. März 1972,d.Vf.) fielen in sechs Monaten sieben Kollegen dem mörderischen Arbeitstempo zum Opfer (einschließlich Wegeunfälle), jeden Monat erleiden 80 Kollegen Arbeitsunfälle. Ihren sinkenden Profitraten suchen die Kapitalisten zu begegnen durch Rationalisierung auf den Knochen der Arbeiter. Gegen diese ständigen Angriffe der Kapitalisten werden sich die Arbeiter der einzelnen Betriebe in dauernden Kleinkämpfen zur Wehr setzen müssen. Hier besonders brauchen sie einen Betriebsrat, der ihnen in den Abwehrkämpfen zur Seite steht und nicht mit der Geschäftsleitung gemeinsame Sache macht."
Q: Wahrheit Nr. 3, Bremen Apr. 1972, S. 1ff

03.04.1972:
Erstmals erscheint eine Ausgabe des 'Roten Schwungrades' - Betriebszeitung der KPD/ML-ZB bei Hoesch Phönix Dortmund (vgl. 20.3.1972, 10.4.1972), vermutlich heute. Im zweiten Artikel heißt es:"
FÜR DORTMUNDS ROTEN 1. MAI:
ARBEITEREINHEITSFRONT GEGEN NOTSTAND, AUFRÜSTUNG UND REVANCHEPOLITIK

Im Sommer führte die Bundeswehr zusammen mit den anderen Natotruppen das Manöver Brickstone durch, Ziel: Eroberung der DDR im Blitzkrieg. Seit einiger Zeit stehen 4 Starfighter mit Atombomben einsatzbereit in der BRD (Bild am Sonntag 19.3.1972).

ATOMBOMBEN RAUS AUS DER BRD!
VERNICHTUNG ALLER ATOMWAFFEN!
KAMPF DER AUFRÜSTUNGSPOLITIK DER SPD-REGIERUNG!

WARUM NOTSTANDSMASSNAHMEN UND MILITARISIERUNG, WENN DIE SPD-REGIERUNG DOCH FRIEDEN WILL?
So ist es auch nicht glaubhaft, wenn die SPD-Regierung sagt, daß die Ostverträge den Frieden absichern. Sie wissen, daß kein Arbeiter Krieg will, deshalb verschleiern sie ihre Kriegspläne. Sie haben Angst ihre wahren Ziele vor der Arbeiterklasse darzulegen. Und das mit Recht! Denn wenn alle Arbeiter erkennen, was die SPD will, dann führen sie auch den Kampf dagegen und dann wackelt der Thron der Kapitalisten und aller ihrer Handlanger!
Schon seit Jahren versuchen sie die DDR zurückzuerobern. Nicht nur Adenauer, sondern auch SPD-Reuter, Oberbürgermeister von Berlin: 'Wir sind der Pfahl im Fleisch der DDR. Berlin ist die Klinke, mit der die Tür in den Osten aufgestoßen werden kann.' Reuter erklÄrte der amerikanischen Zeitung 'Newsweek': 'Berlin ist die billigste Atombombe!' Willy Brandt sagt 1958: 'Westberlin müßte die Rolle eines Störenfriedes spielen.' SPD-Redakteur Tausch: 'Berlin ist einen Krieg wert.'
Was sagen diese Leute heute zu uns: 'Wir wollen Frieden'? Aber dagegen schreibt Scheel in der Frankfurter Allgemeinen 1970 (FAZ, d. Vf.):'Es werden keine Ansprüche aufgegeben, nur auf ihre gewaltsame Durchsetzung wird verzichtet.'
Am 8. Oktober 1971 auf der Belegschaftsversammlung der AG Weser Bremen (AGW - IGM-Bereich, d. Vf.):
'Mir wird nicht in den Sinn kommen die Spaltung Deutschlands oder die Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten nachträglich für rechtswirksam zu erklären.'
Dies sind klare Worte!
WILL DIE SPD-REGIERUNG IHRE REVANCHEPOLITIK, DIE EROBERUNG DER DDR DURCHSETZEN, DANN KANN SIE KEINE REVOLUTIONÄRE ARBEITERKLASSE GEBRAUCHEN! SIE BRAUCHT VIELMEHR 'RUHE AN DER HEIMATFRONT'!

Deshalb schließen wir uns am 1. Mai unter der Losung zusammen:
ARBEITEREINHEITSFRONT GEGEN NOTSTAND, AUFRÜSTUNG UND REVANCHEPOLITIK!"
Q: Das Rote Schwungrad Schon wieder eine neue Zeitung, Dortmund o.J. (Apr. 1972)

24.04.1972:
Die AG Weser Betriebsgruppe des KB Bremen gibt die Nr. 9 ihres 'Brenner' (vgl. Apr. 1972, Mai 1972) vermutlich in dieser Woche heraus mit dem Leitartikel "Heraus zum 1. Mai" und dem Artikel "Gegen die Aussaugung unserer Arbeitskraft" zur unzureichenden Entlüftung der Hallen und an Bord.

Beigelegt ist das KBB-Flugblatt "Geschlossen zum 1. Mai!", das auch zur Veranstaltung am 28.4.1972 aufruft:"
Kolleginnen und Kollegen, der Kommunistische Bund Bremen lädt ein zu einer Mai-Veranstaltung. Betriebsräte, Vertrauensleute und Jugendsprecher wurden schriftlich zu dieser Veranstaltung eingeladen, damit wir alle zusammen, Parteilose, Christen, Sozialdemokraten und Kommunisten, über die Lage der Arbeiterklasse und ihren Weg zur Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung diskutieren."
Q: Der Brenner Nr. 9, Bremen Apr. 1972; KBB: Geschlossen zum 1. Mai!, Bremen o. J. (1972)

Mai 1972:
Die AG Weser Betriebsgruppe des KB Bremen gibt die Nr. 10 ihres 'Brenner' (vgl. 24.4.1972, Juli 1972) heraus mit dem Leitartikel "Den Kampf für eine konsequente Interessenvertretung aufnehmen!" zu den Betriebsratswahlen (BRW) am selben Tage sowie dem Artikel "Lehrlingsversammlung", der von dieser, die am 10.4.1972 stattfand, berichtet.
Q: Der Brenner Nr. 10, Bremen Mai 1972

01.05.1972:
Laut KPD/ML-ZB findet in Bremen der 1.Mai so statt: Die Demonstration von 1 700 bis 2 000 Leuten habe zur Hälfte aus Älteren bestanden. Die Gewerkschaftsjugend habe die KBB-Parolen unterstützt. Teils ein wenig vermischt seien Blöcke von 600 der ÖTV, 200 der HBV und 500 der BSE gebildet worden. 40 bis 50 seien mit dem KBB, 30 mit dessen Roter Liste an den Hochschulen und 30 bis 40 mit dem KBB-dominierten Dachverband Bremer Berufsschüler demonstriert. Von Klöckner (IGM-Bereich) hätten 60 bis 100 teilgenommen, von der AG Weser hätten ein Betriebsrat und 6 Lehrlinge gegen das KPD-Verbot demonstriert. Gezeigt habe sich, daß der KBB bald bankrott sei.
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 34, Bochum 10.5.1972

08.05.1972:
Die Berliner PL (vgl. Aug. 1972) berichtet aus Bremen von der Lehrlingsmetalltarifrunde (LMTR) im Gebiet Unterweser und Hamburg, daß am ersten Verhandlungstag eine Demonstration von der Berufsschule zum Arbeitgeberverband gemacht worden sei. Auf dem Bremer Vulkan hätten 60 Lehrlinge durch die Werft demonstriert. Gestreikt hätten Lehrlinge u.a. bei Krupp-Atlas-Elektronik (KAE), AG Weser (AGW - ca. 110), bei Siemens ZN und bei VFW Fokker.
Q: Klassenkampf Nr. 24, Berlin Aug. 1972; Rote Fahne Nr. 12, Bochum 12.6.1972;Kämpfende Jugend Nr. 1, Bremen Jan. 1973;Wahrheit Nr. 4 und 5/6, Bremen Mai 1972 bzw. Juni/Juli 1972

26.05.1972:
In Bremen treten, laut KPD/ML-ZB und KBB, die Lehrlinge aus 5 Metallbetrieben (AG Weser, Siemens ZN, Vulkanwerft, VFW-Fokker und Krupp Atlas Elektronik) in den Streik. Der KJVD der KPD/ML-ZB berichtet vom Streik auf der Werft AG Weser, wo ca. 100 Lehrlinge für die anstehenden Tarifverhandlungen 100 DM mehr für alle fordern. Der KJVD verteilt Flugblätter.
Q: Der Kampf der Arbeiterjugend Nr. 6, Bochum Juli 1972; Rote Fahne Nr. 12 ,Bochum 12.6.1972;Wahrheit Nr. 5/6, Bremen Juni/Juli 1972

10.06.1972:
In Bremen beginnt, nach eigenen Angaben, eine zweitägige Delegiertenkonferenz des Kommunistischen Bundes Bremen (KBB) bei der es sich um die 3. Halbjahreskonferenz des KBB handelt. Anwesend sind Vertreter aller Grundeinheiten (GE).

Der Bericht der Betriebsinstrukteure wird angenommen, enthält er doch auch viel Angenehmes:
Sämtliche Betriebszellen, bis auf die Klöckner-Zelle, geben z.T. schon seit einiger Zeit etwa monatlich Betriebszeitungen heraus. 'Der Brenner' bei der AG Weser (vgl. Apr. 1971) sei verankerter als die DKP und die KPD/ML-ZB.
Q: Wahrheit Nr. 5/6 und 7/8, Bremen Juni/Juli 1972 bzw. Aug./Sept. 1972

28.06.1972:
In Bremen beteiligen sich, laut KBB, 1 200 an einer Demonstration gegen die reaktionären Ausländergesetze, zu der ein Initiativkomitee aus KBB, KPD/ML-ZB, der Organisation spanischer Arbeiter, der Landeszentrale der EDL, dem Kommunistischen Studentenbund (KSB) Bremen, Schülerorganisationen und MSB Spartakus, nicht aber der DKP, aufrief. Die Kundgebungsrede wird von einem Jugendvertreter bei Nordmende, der gleichzeitig im IGM OJA sitzt, gehalten. Zum selben Anlaß wird auch eine Veranstaltung durchgeführt, die sich u.a. mit der Lage der ausländischen Arbeiter (Türken, Jugoslawen, Spanier, Italiener, Griechen, Tunesier und Portugiesen) in Bremen, u.a. bei Vulkan, Klöckner und auf der AG Weser befaßt.
Q: Wahrheit Nr. 5/6,Bremen Juni/Juli 1972; Unter dem Roten Banner Nr. 2, Bremen o.J. (1972)

Juli 1972:
Die Nr. 6 des KDAJ des KJVD erscheint mit dem Artikel "AG Weser: Deutsche Werften produzieren für den Vietnam-Krieg".
Q: Der Kampf der Arbeiterjugend Nr. 6, Bochum Juli 1972, S. 4

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Juli 1972:
Die AG Weser Betriebsgruppe des KB Bremen gibt die Nr. 11 ihres 'Brenner' (vgl. Mai 1972, Sept. 1972) heraus mit dem Leitartikel "Jugendvertreterwahlen und der Kampf der Arbeiterjugend" zu den JVW.

Weitere Artikel sind:
- "Beispielhafte Aktion im Kampf gegen Kontogebühren" zur bargeldlosen Lohnzahlung bei Schünemann;
- "Parteiengerangel in Bonn und der Kampf der Arbeiterklasse" zum Mißtrauensvotum (vgl. 27.4.1972);
- "Dicke Luft auf dem Container"; sowie
- einem Artikel auf Türkisch.
Q: Der Brenner Nr. 11, Bremen Juli 1972

September 1972:
Die AG Weser Betriebsgruppe des KB Bremen gibt die Nr. 12 ihres 'Brenner' (vgl. Juli 1972, 2.10.1972) heraus mit dem Leitartikel "Den Lohnkampf aufnehmen!" zur Metalltarifrunde (MTR).

Weitere Artikel sind:
- "Ein neuer Lebensabschnitt!" zu den neuen Lehrlingen, die zur Organisierung im KAJB aufgerufen werden;
- "Der neue Betriebsrat wird die alte Politik fortsetzen!" zu den Betriebsratswahlen (BRW) und der letzten Betriebsversammlung, aber auch zur verschärften "Ausbeutung durch Programmentlohnung!";
- "Gewinn, für wen?" zur letzten Betriebsversammlung; sowie
- "Trotz alledem! Freiheit für die KPD!" zum CDU-Verbotsantrag gegen den KBB (vgl. 18.9.1972).
Q: Der Brenner Nr. 12, Bremen Sept. 1972

02.10.1972:
Die AG Weser Betriebsgruppe des KB Bremen gibt vermutlich in dieser Woche eine Ausgabe "Brandt auf Stimmenfang" ihres 'Brenner' (vgl. Sept. 1972, 6.11.1972) zu den Bürgerschaftswahlen am 10.10.1972 heraus mit den Abschnitten:
- "Friedenssicherung durch Verträge?" zu den Ostverträgen;
- "Stabilitätspolitik auf dem Rücken der Arbeiter";
- "Kampf der vertrauensvollen Zusammenarbeit!" zum BVG;
- "Kampf dem arbeiterfeindlichen BVG"; sowie
- "Keine Stimme der SPD. Wählt DKP!".
Q: Der Brenner Brandt auf Stimmenfang, Bremen o. J. (1972)

05.10.1972:
Frühestens heute gibt der KB Bremen die auf Oktober datierte Nr. 9 seiner 'Wahrheit' (vgl. 1.9.1972, 9.11.1972) heraus. Arbeiterkorrespondenzen kommen auch von der eigenen Zelle AG Weser ('Der Brenner': "Der neue Betriebsrat wird die alte Politik fortsetzen"), wo auch DKP und KPD/ML-ZB tätig sind.
Q: Wahrheit Nr. 9,Bremen Okt. 1972, S. 5f

Wahrheit_1972_09_10

Wahrheit_1972_09_11


16.10.1972:
Frühestens heute gibt der KSB Bremen die Nr. 3/4 von 'Unter dem Roten Banner' (vgl. Juni 1972, 6.12.1972) heraus. Zum KBB-Verbotsantrag (vgl. 18.9.1972, 25.10.1972) wird u.a. ausgeführt, daß der KBB 12 Betriebszellen habe, von denen 6, nämlich VFW, AG Weser, Siemens, Nordmende, Bundesbahn-Ausbesserungswerk und Druckindustrie, auch Betriebszeitungen herausgeben.
Q: Unter dem Roten Banner Nr. 3/4, Bremen o.J. (1972)

November 1972:
Der Kommunistische Bund Bremen (KBB - vgl. 20.11.1972) berichtet vermutlich aus dem November über die Aufstellung der MTR-Forderungen bei der AGW:"
AG-WESER: Linear für alle!

Auf der Vertrauensleutevollversammlung wurden die linearen Lohnforderungen von allen Kollegen vertreten und unter dem Beifall der Versammlung unterstützt! Mit der klaren Unterstützung der Versammlung wurde eine kämpferische Tarifrunde zur Durchsetzung der Forderungen angekündigt."
Q: Die Rote Front Nr. 5, Dortmund Dez. 1972, S. 5

06.11.1972:
Die AG Weser Betriebsgruppe des KB Bremen gibt vermutlich in dieser Woche ein Extrablatt "Einigkeit macht stark für 150,- Mark!" ihres 'Brenner' (vgl. 2.10.1972, 13.11.1972) zur Metalltarifrunde (MTR) heraus. Ein Artikel fordert: "Information der Belegschaft über die Weihnachtsgeldverhandlungen".
Q: Der Brenner Extrablatt Einigkeit macht stark für 150,- Mark!, Bremen Nov. 1972

13.11.1972:
Die AG Weser Betriebsgruppe des KB Bremen gibt vermutlich in dieser Woche die Nr. 13 ihres 'Brenner' (vgl. 6.11.1972, 20.11.1972) für November heraus mit dem Leitartikel "Neuwahlen. Weg mit dem KPD Verbot! KPD" zu den Bundestagswahlen (BTW) am 19.11.1972, bei denen ungültig gewählt werden solle.

Weitere Artikel sind:
- "Gegen Mitbestimmungsillusionen" zu den Aufsichtsratswahlen (ARW);
- "Für die Durchsetzung unserer linearen Forderungen!" zur Metalltarifrunde (MTR); sowie
- "Programmlohn für Gerüstbauer?".
Q: Der Brenner Nr. 13, Bremen Nov. 1972

20.11.1972:
Die AG Weser Betriebszelle des KB Bremen gibt vermutlich in dieser Woche ein Extrablatt "Unsern Vertretern in der Tarifkommission einen klaren Auftrag geben!" ihres 'Brenner' (vgl. 13.11.1972, Feb. 1973) zur Metalltarifrunde (MTR) heraus.
Q: Der Brenner Extrablatt Unsern Vertretern in der Tarifkommission einen klaren Auftrag geben!, Bremen Nov. 1972

27.11.1972:
Die AG Weser Betriebszelle des KB Bremen gibt vermutlich in dieser Woche ein Extrablatt "Für einen einheitlichen Kampf! Führen wir den Lohnkampf konsequent weiter!" ihres 'Brenner' (vgl. 20.11.1972, 2.2.1973) zur Metalltarifrunde (MTR) heraus.
Q: Der Brenner Extrablatt Für einen einheitlichen Kampf! Führen wir den Lohnkampf konsequent weiter!, Bremen Nov. / Dez. 1972

15.01.1973:
Der KB Bremen gibt die Nr.11 seiner 'Metalltarifkampfinformationen' zur MTR heraus, die sich u.a. mit der AG Weser befassen.
Q: Metalltarifkampfinformation Nr. 11, Bremen 15.1.1973

15.01.1973:
Frühestens heute gibt der Kommunistische Arbeiterjugendbund (KAJB) Bremen, der sich am KBB orientiert, erstmals seine 'Kämpfende Jugend' (vgl. Feb. 1973) heraus. Bei AG Weser ist noch die Zelle des KBB für die Jugendgruppe der IGM zuständig. Der Leitartikel ruft auf "Kampf den politischen Entlassungen!" und berichtet von Krupp Atlas Elektronik (KAE) und Nordmende. Solidarität kam aus Bremen aus den Betrieben , Krupp Spinnbau, AG Weser, Klöckner, Norfag, Siemens, Schünemann und Vulkan, von den IGM Jugendgruppen Nordmende, AG Weser, VFW, Krupp MF und Krupp Atlas sowie von der Aktionsgruppe Demokratischer Lehrer (ADL), der Sozialistischen Gruppe an der Hochschule für Technik (SG HfT), den BSE Branchengruppen, dem ÖTV BJA, der ÖTV Huchting, der ÖTV Abteilung Sozialarbeit, dem DGB KJA, dem IGM Arbeitskreis der Vertrauensleutekörpervorsitzenden und dem IGM OJA.
Q: Kämpfende Jugend Nr. 1, Bremen Jan. 1973

02.02.1973:
Die AG Weser Betriebszelle des KB Bremen gibt vermutlich Ende dieser Woche die Nr. 14 ihres 'Brenner' (vgl. 27.11.1972, 9.2.1973) heraus mit dem Leitartikel "Nach Lohnraubabschluss - Konsequente Vertrauensleute wählen" zur Metalltarifrunde (MTR) bzw. den Vertrauensleutewahlen (VLW).

Weitere Artikel sind:
- "Weg mit dem Programmlohn";
- "Auftrag der Jugendversammlung mit Füßen getreten" zur Jugendversammlung vom 11.1.1973, die die volle Durchsetzung der 60,- DM in der MTR gefordert hatte;
- "Kampf der Arbeitshetze" zu einem eventuell tödlichen Arbeitsunfall am 17.1.1973;
- "Wo Unterdrückung ist, da gibt es Widerstand" zu den 800 - 1 000 ausländischen bzw. türkischen Schweißern, der auch auf Türkisch erscheint, wobei geworben wird für 'Halkin Sesi';
- "Schlaue Ratschläge" der Betriebsleitung zur Unfallverhütung; sowie
- "Sieg des vietnamesischen Volkes" zum Waffenstillstandsabkommen (vgl. 27.1.1973).

Eingeladen wird zur Arbeiterrunde "Zum Gedenken der Toten der Bremer Räterepublik!" (vgl. 5.2.1973)
Q: Der Brenner Nr. 14, Bremen Feb. 1973

06.02.1973:
Der KB Bremen (KBB - vgl. 17.3.1973) berichtet, dass heute bei der AG Weser 30 Jugendliche die IGM Jugendmitgliederversammlung besuchen, wobei auch über den 'Brenner' der Betriebszelle des KBB diskutiert wird.

Für den KAJB berichtet seine "AG Weser Betriebsjugendzelle: IGM-Jugendmitgliederversammlung: Antikommunistische Hetze!".
Q: Kämpfende Jugend Nr. 2, Bremen Feb. 1973, S. 5f; Wahrheit Nr. 3, Bremen März 1973, S. 5

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06.02.1973:
Der KB Göttingen gibt die Nr. 14 seiner 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' (vgl. 25.1.1973, 16.2.1973) heraus mit Betriebsberichten und Arbeiterkorrespondenzen auch von der AG Weser Bremen.
Q: Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr. 14, Göttingen 6.2.1973, S. 5

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09.02.1973:
Die AG Weser Betriebszelle des KB Bremen gibt vermutlich in dieser Woche ein Extrablatt "Programmlohn ablehnen! Nützen wir die Branchenversammlungen!" ihres 'Brenner' (vgl. 2.2.1973, 16.2.1973) heraus.
Q: Der Brenner Extrablatt Programmlohn ablehnen! Nützen wir die Branchenversammlungen!, Bremen Feb. 1973

16.02.1973:
Die AG Weser Betriebszelle des KB Bremen gibt vermutlich in dieser Woche die Nr. 15 ihres 'Brenner' (vgl. 9.2.1973, Apr. 1973) heraus mit dem Leitartikel "Gegen die demokratiefeindlichen Maßnahmen des Betriebsrats - Konsequente Vertrauensleute wählen" zu den Vertrauensleutewahlen (VLW).

Weitere Artikel sind:
- ein Artikel zum 1. Mai;
- "IGM-Jugendmitgliederversammlung" am 6.2.1973;
- "VR China: Immer ein Werktätiger bleiben!" von Wei Feng-ying, Mitglied des ZK der KP-Chinas;
- "Rundschreiben" zur genauen Einhaltung der Arbeitszeit; sowie
- "Lügner" zum Programmlohn.

Geworben wird für 'Halkin Sesi'.
Q: Der Brenner Nr. 15, Bremen Feb. 1973

19.03.1973:
Auf der AG Weser Bremen findet heute zur Jugendvertreterwahl (JVW) eine Jugendversammlung statt.
Q: Kämpfende Jugend Nr. 3, Bremen März 1973, S. 5

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April 1973:
Die AG Weser Betriebszelle des KB Bremen gibt die Nr. 16 ihres 'Brenner' (vgl. 16.2.1973, Sept. 1973) heraus mit dem Leitartikel "Gegen die Ausplünderung des Volkes durch die Kapitalisten und ihren Staat unsere machtvolle Maidemonstration!". Erläutert wird: "Warum wir unsere Maiplakate überklebten", da die darauf unbeteiligte Kollegen abgebildet waren.

Weitere Artikel sind:
- "An alle, die es angeht" zur Verkaufsstelle im Verwaltungsgebäude, die nur für Angestellte zugänglich sein soll;
- "Frieden durch Gerechtigkeit???";
- "Ergebnis der Jugendversammlung. Längere Frühstückspause für Lehrlinge!" zur Jugendversammlung vom 19.3.1973.
Q: Der Brenner Nr. 16, Bremen Apr. 1973

23.04.1973:
Der Kommunistische Arbeiterjugendbund (KAJB) Bremen gibt seine 'Kämpfende Jugend' Nr. 4 (vgl. März 1973, 29.6.1973) für April vermutlich in dieser Woche heraus mit dem Artikel "AG Weser: Solidarität hilft siegen - Forderung durchgesetzt" nach 30 Minuten Frühstückspause.
Q: Kämpfende Jugend Nr. 4, Bremen Apr. 1973, S. 4

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04.05.1973:
Der IGM-Vertrauensleutekörper Kruppe-Atlas-Elektronik (KAE) Bremen stellt heute, laut KB Bremen, wegen der 1. Mai-Demonstration einen Ausschlußantrag gegen 4 IGM-Mitglieder von KAE, die von der IGM-Jugendgruppe aber vom VLK nicht beschlossene Transparente trugen sowie gegen drei IGM-Mitglieder von Nordmende, BBC und AG-Weser, darunter auch der IGM OJA und der DGB-KJA Vorsitzende, die auf der Kundgebung des KBB redeten.
Q: KBB: Nach Spaltung der 1. Mai-Demonstration. Ausschlussantrag gegen 7 Kollegen der IGM!, Bremen o. J. (1973)

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16.05.1973:
Bei Nordmende Bremen geben der KB Bremen (KBB) und der KAJB vermutlich Mitte dieser Woche ein Extrablatt der 'Antenne' (vgl. 14.5.1973, 26.6.1973) heraus unter der Schlagzeile "Erneuter Angriff auf die Jugendvertretung!" zu den IGM-Ausschlußanträgen (UVB) gegen drei Kollegen von Krupp-Atlas-Elektronik, R. J. Brüß von Nordmende, Dirk Cieslak von BBC und Roland Goltermann von der AG Weser.

Dokumentiert wird die einstimmige Solidaritätsentschlieung der Jugendvertretung Nordmende mit den Kollegen. Berichtet wird auch vom von der Geschäftsleitung beantragten Ausschluß dreier Jugendvertreter aus der Jugendvertretung.
Q: Die Antenne Extrablatt Erneuter Angriff auf die Jugendvertretung!, Bremen o. J. (1973)

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15.06.1973:
In Bremen gibt die Aufbauzelle Hafen des KBB ihre 'Pick an' Nr. 3 (vgl. 25.4.1973, 12.7.1973) heraus mit dem Artikel "AG Weser: Resolution gegen die Fahrpreiserhöhungen".
Q: Pick an Nr. 3, Bremen 15.6.1973, S. 9

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18.06.1973:
Die KPD/ML (vgl. 30.6.1973) berichtet vermutlich aus dieser Woche aus Bremen von der AG Weser (AGW):"
50 Arbeiter der AG 'Weser' in Bremen ziehen zum Betriebsratsbüro. Sie wenden sich gegen die Mauschelpolitik der Geheimverhandlungen und fordern sofortige Durchführung einer Betriebsversammlung."
Q: Roter Morgen Nr. 25, Dortmund 30.6.1973, S. 1

25.06.1973:
Der KBW berichtet vermutlich aus dieser Woche von der AGW Bremen: "Auf der AG Weser fand Ende Juni ein Warnstreik für mehr Lohn statt."
Q: Der Drescher Nr. 5, Bremen Aug. 1973, S. 6

11.07.1973:
Die Nr. 1 der 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ), des Zentralorgans des Kommunistischen Bundes Westdeutschland (KBW), erscheint ab heute auf Juli datiert in Mannheim.
Eine Zusammenfassung der Kritiken aus den einzelnen Orten (vgl. auch dort) wird von einem Mitglied des Ständigen Ausschuß (StA) am 12.9.1973 für das ZK des KBW (vgl. auch dort) erstellt, in der es u.a. heißt:"
Trotzkismus-Verdacht: Zwei Genossen der Bremer Buchladen-Zelle bemängeln, daß die Ligue Communiste (LC des VS der Vierten Internationale, d.Vf.) als ein Flügel der kommunistischen Bewegung bezeichnet wurde. Sie fordern Richtigstellung. Wesentlich massiver kommt dieser Verdacht aus der AG Weser BZ (in Bremen, d.Vf.). Im Lip-Artikel werde die Arbeiterkontrolle propagiert. Außerdem habe das NRF sich vorher schon trotzkistischer Neigungen verdächtig gemacht."
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 1, Mannheim Juli 1973; KBW-StA-1 Mitglied: Die Kritik an der KVZ Nr. 1, o.O. 12.9.1973

11.07.1973:
Von der ab heute erscheinenden 'KVZ' Nr. 1 verkauft die AG Weser Zelle des Bezirks Mitte der OG Bremen des KBW bis zum 25.7.1973 nur 1 Exemplar:"
Zelle hat bisher praktisch noch nicht verkauft, Genossen sind im Urlaub, die AG-Weser hat Betriebsferien)."
Q: KBW-OG Bremen: Statistik zum Verkauf der KVZ Nr. 1, Bremen 25.7.1973

11.07.1973:
Von der ab heute erscheinenden 'KVZ' Nr. 1 verkauft die AG Weser Zelle des Bezirks Mitte der OG Bremen des KBW bis zum 25.7.1973 in Gröpelingen nur 1 Exemplar, da die Mitglieder meist im Urlaub sind.
Q: KBW-OG Bremen: Statistik zum Verkauf der KVZ Nr. 1, Bremen 25.7.1973

27.07.1973:
Es erscheint die 'Wir wollen alles' (WWA - vgl. 25.6.1973, 12.9.1973) Nr. 6. Berichtet wird, aus Bremen u.a. von der AG Weser.
Q: Wir wollen alles Nr. 6, Gaiganz 27.7.1973

September 1973:
Die AG Weser Betriebszelle des Kommunistischen Bundes Westdeutschland Ortsgruppe Bremen gibt die Nr. 17 ihres 'Brenner' (vgl. Apr. 1973, Okt. 1973) heraus mit dem Leitartikel "Für sofortige Kündigung der Tarife! Böhrnsen und Trost verhindern Abstimmung" zur Metalltarifrunde (MTR) bzw. den Forderungen nach einer Teuerungszulage (TZL).

Weitere Artikel sind:
- "Selbständige Streiks führten zum Erfolg!";
- "Ford Köln: Polizei und Schlägertrupps gegen Streikende";
- "Heinz Scholz: Vom IGM-Bezirksleiter zum Personaldirektor bei HDW in Kiel"; sowie
- "Warum sind in China die Preise stabil?".
Q: Der Brenner Nr. 17, Bremen Sept. 1973

07.09.1973:
Der Kommunistische Arbeiterjugendbund (KAJB) Bremen gibt frühestens Ende dieser Woche seine 'Kämpfende Jugend' Nr. 8/9 (vgl. 29.6.1973, Okt. 1973) für August / September heraus mit dem Artikel "AG Weser: 4,38 DM für Jungwerker" von der KAJB-Gruppe AG Weser.
Q: Kämpfende Jugend Nr. 8/9, Bremen Aug. / Sept. 1973, S. 5

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15.09.1973:
Es beginnt die zweitägige 3. Sitzung des ZK des KBW (vgl. 7.7.1973, 13.10.1973). Im Protokoll heißt es u.a.:"
F.: … zu H.: Vulkan, Klöckner, Nordmende, AG-Weser (alle Bremen,d.Vf.) - in allen Streiks haben Zellen einen wesentlichen Anteil gehabt. Vulkan: VKL hat Streik organisiert, drei in Streikleitung, zwei in VK. Bis zu Forderungen hin starker Einfluß. IGM wagt es nicht Genossen auszuschließen. Klöckner: Vorher Tarifstreiks, wir beteiligt. Als alle streiken: VLK legalistisch, Streik nicht mehr organisiert. Unser Genosse vor Belegschaft. Zweiter Genosse gekündigt. Keine Kraft, die Kündigung zurückzunehmen. Drei BR jetzt gekündigt, DKP versucht juristisch, innerhalb der Belegschaft verbindet sich das. Nordmende: Branchenstreik. Gen. organisiert gegen Geschäftsleitung aufgetreten. AG Weser: Waren wir führend. Objektiv Gesamtstreik nicht möglich."
Q: KBW-ZK-N.N.: ZK-Sitzung 15. Sept., O. O. o. J. (Sept. 1973)

Oktober 1973:
Bei der AG Weser (AGW) Bremen gibt die KPD/ML die Nr. 7 ihrer 'Schlag zu' (vgl. 19.11.1973) heraus.
Q: Roter Morgen Nr. 17, Dortmund 27.4.1974

Oktober 1973:
Die AG Weser Betriebszelle des Kommunistischen Bundes Westdeutschland Ortsgruppe Bremen gibt die Nr. 18 ihres 'Brenner' (vgl. Sept. 1973, 20.11.1973) heraus mit dem Leitartikel "Wir müssen Lohnkampf selbst führen… denn die Sozialdemokraten arbeiten auf eine Niederlage hin" zur Metalltarifrunde (MTR).

Weitere Artikel sind:
- "Jugendversammlung: Ausbildungsleitung bekam keinen Stich!" zur Jugendversammlung am 12.10.1973;
- "Kürzung der Prämie im Schiffbau";
- "Der Kampf der arabischen Völker geht weiter" zum Nahostkrieg (vgl. 6.10.1973);
- "Ölpreise steigen, warum?"; sowie
- "AG Weser Jungwerker: Wehrlose Opfer der kapitalistischen Ausbeutung" zu den angelernten Jungarbeitern.
Q: Der Brenner Nr. 18, Bremen Okt. 1973

10.10.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr. 4 verkauft die Verteilerzelle AG Weser des Bezirks Mitte der OG Bremen des KBW bei der AG Weser 5 Exemplare.
Q: KBW-OG Bremen: KVZ-Verkaufsstatistik Nr. 4, Bremen o.J. (1973)

10.10.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr. 4 verkauft die Verteilerzelle AG Weser des Bezirks Mitte der OG Bremen des KBW im Stadtteil 9 Exemplare.
Q: KBW-OG Bremen: KVZ-Verkaufsstatistik Nr. 4, Bremen o.J. (1973)

24.10.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr. 5 verkauft die Verteilerzelle AG Weser des Bezirks Mitte der OG Bremen des KBW bei der AG Weser 3 Exemplare.
Q: KBW-OG Bremen: Statistik vom KVZ-Verkauf Nr. 5, Bremen o.J. (Nov. 1973)

24.10.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr. 5 verkauft die Verteilerzelle AG Weser des Bezirks Mitte der OG Bremen des KBW im Stadtteil 2 Exemplare und 31 an Genossen und Bekannte.
Q: KBW-OG Bremen: Statistik vom KVZ-Verkauf Nr. 5, Bremen o.J. (Nov. 1973)

07.11.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr. 6 verkauft die Verteilerzelle AG Weser des Bezirks Mitte der OG Bremen des KBW bei AG Weser 6 Exemplare.
Q: KBW-OG Bremen: Statistik über den Verkauf der KVZ Nr. 6, Bremen o.J. (1973)

07.11.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr. 6 verkauft die Verteilerzelle AG Weser des Bezirks Mitte der OG Bremen des KBW 5 Exemplare im Stadtteil sowie 15 an Genossen, Bekannte und Sympathisanten.
Q: KBW-OG Bremen: Statistik über den Verkauf der KVZ Nr. 6, Bremen o.J. (1973)

19.11.1973:
Bei der AG Weser (AGW) erscheint vermutlich in dieser Woche durch die KPD/ML eine 'Schlag zu' (vgl. Okt. 1973) - Betriebszeitung für die Arbeiter und Angestellten der Ag Weser, die u.a. über die JugendvertreterInnen berichtet.
Q: Roter Morgen Nr. 47, Dortmund 1.12.1973, S. 3

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20.11.1973:
Die AG Weser Betriebszelle des Kommunistischen Bundes Westdeutschland Ortsgruppe Bremen und die Betriebszelle der KPD/ML geben eine gemeinsame Ausgabe ihrer Betriebszeitungen 'Brenner' (vgl. Okt. 1973, 25.1.1974) bzw. 'Schlag zu' (vgl. 19.11.1973) heraus unter der Schlagzeile "2. Versuch einer politischen Entlassung!".
Q: Der Brenner / Schlag zu 2. Versuch einer politischen Entlassung!, Bremen o. J. (20.11.1973)

19.12.1973:
Die Ortsgruppe Bremen des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 9 eine Ortsbeilage heraus mit dem Artikel "Entlassung bei AGW verhindert" zu einer Jugendvertreterin.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Ortsbeilage Bremen Nr. 9, Bremen 19.12.1973, S. 2

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14.01.1974:
Der Kommunistische Arbeiterjugendbund (KAJB) Bremen gibt vermutlich in dieser Woche seine 'Kämpfende Jugend' (vgl. Dez. 1973, 25.1.1974) als Extra "Die Krise des Kapitalismus - Massenentlassungen, Kurzarbeit, Stillegungen!!!" zur Ölkrise heraus.

Im Abschnitt "Die politischen Entlassungen in Bremen häufen sich!" wird berichtet von Klöckner, Krupp-Atlas-Elektronik (KAE), Siemens und der AG Weser sowie von den jüngsten beiden Entlassungen bei Nordmende.
Q: Kämpfende Jugend Extra Die Krise des Kapitalismus - Massenentlassungen, Kurzarbeit, Stillegungen!!!, Bremen o. J. (1974), S. 3

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25.01.1974:
Die AG Weser Betriebszelle des Kommunistischen Bundes Westdeutschland Ortsgruppe Bremen gibt eine Ausgabe ihres 'Brenner' (vgl. 20.11.1973, 4.2.1974) heraus unter der Schlagzeile "Kampf den politischen Entlassungen!" zur Entlassung des Jugendvertreters G. Mrozek.
Q: Der Brenner Kampf den politischen Entlassungen!, Bremen 25.1.1974

25.01.1974:
Der Kommunistische Arbeiterjugendbund (KAJB) Bremen gibt vermutlich Ende dieser Woche seine 'Kämpfende Jugend' (vgl. 14.1.1974, 6.3.1974) als Extra "Kampf den Notstands- und Krisenmaßnahmen der Kapitalisten und ihres Staates. Gegen die Entlassungen die breite Solidarität setzen!" zu der Entlassung des Vorsitzenden der Jugendvertretung der AG Weser sowie zum Jugendvertretergesetz heraus. Eingeladen wird zur Veranstaltung des KAJB (vgl. 1.2.1974).
Q: Kämpfende Jugend Extra Kampf den Notstands- und Krisenmaßnahmen der Kapitalisten und ihres Staates. Gegen die Entlassungen die breite Solidarität setzen!, Bremen o. J. (1974)

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31.01.1974:
Auf der AG Weser Bremen soll ein Komitee gegen politische Entlassungen gegründet werden, wozu um 19 Uhr im Lehrlingshaus in der Schmidtstraße 38 eine Versammlung stattfinden soll, zu der von AG-Weser Kollegen mit einem "Informationsblatt für alle. Kündigung des Kollegen unrechtmäßig" eingeladen wurde.
Q: AG-Weser Kollegen: Informationsblatt für alle. Kündigung des Kollegen unrechtmäßig, o. O. (Bremen) o. J. (1974)

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01.02.1974:
Der KAJB Bremen (vgl. 25.1.1974) lud unter Verweis auf die Entlassung des Jugendvertretungs-Vorsitzenden bei der AG Weser für 19 Uhr in das Freizeitheim Neustadt, Thedinghauser Straße Nr. 155a ein:"
Veranstaltung des KAJB

Kollegen, die Entlassungen sind nur ein Punkt unter den arbeiterfeindlichen Maßnahmen, die die Kapitalisten und ihr Staat planen und durchführen:
Auch die Arbeiterjugend wird mehr und mehr davon betroffen!
Die zunehmende Verschlechterung und Verschärfung der Ausbildung durch Stufenbildung etc., das neue Schulverwaltungsgesetz (SVG, d. Vf.), das Jugendarbeitsschutzgesetz (JuArSchG, d. Vf.), all diese Sachen versucht die Bourgeoisie zum Hebel der Unterdrückung für die Arbeiterjugend und die übrige Jugend zu machen!
Es ist an der Zeit gemeinsam zu überlegen, was zu tun ist!

Der Kommunistische Arbeiterjugendbund ruft alle Jugendlichen und Werktätigen auf zu einer Veranstaltung, um gemeinsam die Fragen zu diskutieren und die Kampfschritte zu organisieren!"
Q: Kämpfende Jugend Extra Kampf den Notstands- und Krisenmaßnahmen der Kapitalisten und ihres Staates. Gegen die Entlassungen die breite Solidarität setzen!, Bremen o. J. (1974), S. 4

04.02.1974:
Die AG Weser Betriebszelle des Kommunistischen Bundes Westdeutschland Ortsgruppe Bremen gibt die Nr. 1 ihres 'Brenner' (vgl. 25.1.1974, 19.2.1974) heraus mit dem Leitartikel "Tarifverhandlungen geplatzt: Jetzt Protestversammlungen und Streiks organisieren!" zur Metalltarifrunde (MTR).

Weitere Artikel sind:
- "Neuer Erpressungsversuch der Regierung";
- "Den Kampf gegen politische Entlassungen weiterführen!" zur Entlassung des Jugendvertreters Mrozek;
- "DKP: Keine Unterstützung im Kampf der Lehrlinge" gegen die Entlassung des Jugendvertreters;
- "Vor 55 Jahren: Bremer Räterepublik", wobei aufgerufen wird zum heutigen Fackelzug; sowie
- "Demonstration gegen Krisen- und Notstandsmaßnahmen" am 8.2.1974.
Q: Der Brenner Nr. 1, Bremen 4.2.1974

08.02.1974:
Aus der IGM Bremen werden Brüß (IGM OJA), Cieslak (Vorsitzender des DGB KJA) und Goltermann (Jugendvertreter bei der AG Weser) aufgrund der UVB ausgeschlossen.
Q: KBW-OG: Der Schlichtungsvorschlag reicht nicht: Ein fester Mindestbetrag muss her!, Bremen 20.2.1974, S. 2

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19.02.1974:
Die AG Weser Betriebszelle des Kommunistischen Bundes Westdeutschland Ortsgruppe Bremen gibt die Nr. 2 ihres 'Brenner' (vgl. 4.2.1974, 22.2.1974) heraus mit dem Leitartikel "Mindestforderung aufstellen!" zur Metalltarifrunde (MTR).

Weitere Artikel sind:
- "Aktionskomitee: Zurückweichen vor Gewerkschaftsführung", zum Aktionskomitee, in dem neben dem KBW auch die KPD/ML und die Kommunistische Fraktion aktiv sind;
- "Über 13 % Teuerung" aus der 'KVZ'; sowie
- "Gewerkschaftsauschluss der Kollegen Goltermann, Brüss und Cielsak!" zu den UVB.

Angekündigt werden die Chinaveranstaltungen (vgl. 20.2.1974, 23.2.1974).
Q: Der Brenner Nr. 2, Bremen 19.2.1974

21.02.1974:
Bei der AG Weser kündigte der KBW (vgl. 19.2.1974) an:"
Um über den erfolgreichen Aufbau des Sozialismus in China zu informieren, führen die Stadtteilzellen des KBW in dieser Woche öffentliche Veranstaltungen durch. Hier werden auch Dias gezeigt. Hier bietet sich die Möglichkeit, sich zu informieren, gemeinsam zu diskutieren und Fragen zu stellen."

Heute soll eine solche Veranstaltung um 19 Uhr 30 im Bürgerhof Neustadt, Langemarckstraße stattfinden (vgl. 20.2.1974, 22.2.1974).
Q: Der Brenner Nr. 2, Bremen 19.2.1974, S. 4

22.02.1974:
Die AG Weser Betriebszelle des Kommunistischen Bundes Westdeutschland Ortsgruppe Bremen gibt vermutlich Ende dieser Woche eine Ausgabe "Kein Stapellauf bevor unsere Forderungen erfüllt sind" ihres 'Brenner' (vgl. 19.2.1974, 9.4.1974) heraus.
Q: Der Brenner Kein Stapellauf bevor unsere Forderungen erfüllt sind, Bremen o. J. (1974)

25.02.1974:
In Bremen gibt die Betriebszelle Hanomag-Henschel des KBW ihre Betriebszeitung 'Der Scheinwerfer' Nr. 2 (vgl. 28.1.1974, 4.3.1974) heraus mit dem Artikel "Gegen die Gewerkschaftsausschlüsse den Kampf aufnehmen" zu den UVB, von denen Brüß (IGM OJA), Cieslak Vorsitzender des DGB KJA) und Goltermann (Jugendvertreter bei der AG Weser) betroffen sind.
Q: Der Scheinwerfer Nr. 2, Bremen 25.2.1974, S. 8

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28.02.1974:
In Bremen stimmen, laut KBW (vgl. 6.3.1974), in der Urabstimmung der IGM 88 % für Streik in der Metalltarifrunde (MTR). Zu Unterschriftensammlungen und Überstundenverweigerungen kommt es u.a. bei den Lehrlingen der AG Weser.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 5, Mannheim 6.3.1974, S. 4

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03.03.1974:
In der Metallindustrie in Bremen kommt es, laut KPD, vermutlich in dieser Woche zu Streiks u.a. in Bremen bei der AG Weser.
Q: Rote Fahne Nr. 11, Dortmund 13.3.1974

04.03.1974:
Die KPD/ML (vgl. 16.3.1974) berichtet vermutlich aus dieser Woche aus Bremen von der AG Weser (AGW) über das Erscheinen einer Ausgabe ihrer 'Schlag zu', die sich u.a. mit den Lehrlingen und dem IGM-Bezirk Unterweser befasst.
Q: Roter Morgen Nr. 11,Dortmund 16.3.1974, S. 1 und 3

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11.03.1974:
Der KBW (vgl. 20.3.1974) berichtet aus Bremen in "IG-Metall-Führung will mit dem Bremer Streik eine Niederlage organisieren" aus dieser Woche von der Metalltarifrunde (MTR), wobei auch auf die AG Weser, den Vulkan und VFW eingegangen wird. In "IGM-Führung setzt Streikposten ab" wird berichtet von Hanomag, wobei der Grund ein freundschaftliches Gespräch mit KBW-Verteilern war.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 6, Mannheim 20.3.1974, S. 5

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25.03.1974:
Der KBW dokumentiert von der AG Weser Bremen den einstimmigen Beschluss der Jugendvertretung vom 25.3.1974:"
Wir verurteilen den Schlichtungsspruch. Die 11% (1% ab 1.4. und noch 1% ab 1.7., das sind 12,2% aufs Jahr.) für Arbeiter und Angestellte und die 70 DM für Lehrlinge bedeuten Lohnabbau! Für diesen Beschiß haben die Kollegen nicht drei Wochen gestreikt! Die Demonstrationen in der letzten Woche haben gezeigt: Die Kollegen sind kampfbereit. Trotzdem hat die Große Tarifkommission für die Annahme des Ergebnisses gestimmt. Wir verurteilen dies aufs Schärfste! Um den Lohnkampf zu einem erfolgreichen Ende zu führen, müssen die Tarifgebiete Hamburg und Schleswig-Holstein sofort in die Streikfront einbezogen werden. Für die Urabstimmung am Mittwoch fordern wir: Teilnahme der Lehrlinge an der Urabstimmung! Ablehnung des Schlichtungsergebnisses! Ausweitung des Streiks auf ganz Norddeutschland!"
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 7, Mannheim 3.4.1974, S. 3

28.03.1974:
Die Ortsgruppe Bremen des KBW gibt ein Extra "16 000 mal NEIN für Loderer, von Steeg und Weinkauf!" der 'Kommunistische Volkszeitung - Ortsbeilage Bremen' heraus zur Metalltarifrunde (MTR) bzw. dem Ergebnis der Urabstimmung. Berichtet wird auch "AG-Weser: Streikbruch durch Streikleitung".
Q: Kommunistische Volkszeitung - Ortsbeilage Bremen Extra 16 000 mal NEIN für Loderer, von Steeg und Weinkauf!, Bremen 28.3.1974, S. 2

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April 1974:
Die Gewerkschaftsabteilung des ZK der KPD gibt ihre 'Revolutionäre Gewerkschaftsopposition' (RGO) Nr.2 (vgl. 18.2.1974, Okt. 1974) heraus. Aus Bremen wird berichtet u.a. von der AG Weser (AGW).
Q: Revolutionäre Gewerkschaftsopposition Nr.2,Dortmund Apr. 1974

09.04.1974:
Die AG Weser Betriebszelle des Kommunistischen Bundes Westdeutschland Ortsgruppe Bremen gibt die Nr. 4 ihres 'Brenner' (vgl. 22.2.1974, 22.4.1974) heraus mit dem Leitartikel "Die Lehren aus dem Streik" zur Metalltarifrunde (MTR).

Weitere Artikel sind:
- "Ohne Überstunden muss der Lohn zum Leben reichen";
- "Am 1. Mai muss demonstriert werden";
- "Sieg der Volksmacht in Kambodscha"; sowie
- "Zur Jugendversammlung" am 10.4.1974.
Q: Der Brenner Nr. 4, Bremen 9.4.1974

22.04.1974:
Die AG Weser Betriebszelle des Kommunistischen Bundes Westdeutschland Ortsgruppe Bremen gibt vermutlich in dieser Woche die Nr. 5 ihres 'Brenner' (vgl. 9.4.1974, 3.6.1974) heraus mit dem Leitartikel "Heraus zum 1. Mai!". Beigelegt ist der Maiaufruf des ZK des KBW auf Türkisch.

Weitere Artikel sind:
- "Für ein gemeinsames Arbeiterzentrum" welches in Flugblättern in Gröpelingen und vor der AG Weser durch die Arbeitsgemeinschaft ausländischer Arbeiter gefordert wurde;
- "'Trost'lose Einheit" zur Stellungnahme von Trost auf der Betriebsversammlung zu den UVB; sowie
- "Das Volk von Oman muss unterstützt werden!" wozu man in den nächsten Tagen einen Infostand vor der AGW und am 26.4.1974 eine Veranstaltung durchführen werde.

Auf der Seite der Aufbauzelle AG 'Weser' des KAJB erscheint der Artikel "Bremens Metalljugend braucht konsequente Interessenvertretung" zum IGM OJA.
Q: Der Brenner Nr. 5, Bremen Apr. 1974

Mai 1974:
Bei der AG Weser Bremen erscheint vermutlich im Mai das Flugblatt "Programmvorschlag" zu den Jugendvertreterwahlen (JVW).
Q: N. N.: Programmvorschlag, Bremen o. J. (1974)

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Mai 1974:
Die AG Weser Betriebszelle des Kommunistischen Bundes Westdeutschland Ortsgruppe Bremen gibt vermutlich im Mai das Flugblatt "Wählen wir kämpferische Jugendvertreter" zu den Jugendvertreterwahlen (JVW) heraus.
Q: KBW-OG Bremen-Zelle AGW: Wählen wir kämpferische Jugendvertreter, Bremen o. J. (1974)

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03.06.1974:
Die AG Weser Betriebszelle des Kommunistischen Bundes Westdeutschland Ortsgruppe Bremen gibt vermutlich in dieser Woche die Nr. 6 ihres 'Brenner' (vgl. 22.4.1974, 24.6.1974) heraus mit dem Leitartikel "Weg mit den Tariferhöhungen für Strom, Gas und Wasser!".

Weitere Artikel sind:
- "Polizeiterror in Frankfurt" zum Protest gegen die Fahrpreiserhöhungen beim FVV;
- "Letzte Meldung" zur Absage der IGM-Jugendmitgliederversammlung;
- "Leserbrief eines Kollegen" zur Branchenversammlung im Maschinenbau am 2.5.1974;
- "Schmidts 'harter Kurs': Neue Hoffnung der Kapitalisten"; sowie
- "Die Ausschlussanträge müssen vom Tisch" zu den UVB gegen je ein IGM-Mitglied bei BWM und der Bremer Silberwarenfabrik sowie gegen 10 Kollegen bei VFW und der Post wegen der 1. Maidemonstration.

Eingeladen wird zur Chileveranstaltung (vgl. 8.6.1974).
Q: Der Brenner Nr. 6, Bremen 1974

10.06.1974:
Die Aufbauzelle AG 'Weser' des Kommunistischen Arbeiterjugendbundes (KAJB) Bremen gibt eine 'Kämpfende Jugend' unter der Schlagzeile "Heute Jugendversammlung" heraus, in der auf die Teilnahme der über 18-Jährigen, die Stufenausbildung, die Verweise, die mittlerweile 60 Jungwerker und die Jugendvertretungswahlen (JVW) eingegangen wird.
Q: Kämpfende Jugend - AGW Heute Jugendversammlung, Bremen 10.6.1974

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24.06.1974:
Die AG Weser Betriebszelle des Kommunistischen Bundes Westdeutschland Ortsgruppe Bremen gibt vermutlich Ende des Monats die Nr. 7 ihres 'Brenner' (vgl. 3.6.1974, Aug. 1974) für Juni in einer Auflage von 1 400 Stück heraus mit dem Leitartikel "Die Schiffe bauen wir. Die Aktionäre sahnen ab" zum Reingewinn von 27,5 Millionen DM im Jahr 1973.

Weitere Artikel sind:
- "Stärkung der Vertrauensleutearbeit!" zur Vertrauensleuteversammlung am Erscheinungstag;
- "Eine gute Initiative" zum Brief von etwa 50 Kollegen im Maschinenbau an Brockmann und Böhrnsen, um Rechenschaft auf der Betriebsversammlung abzulegen wegen der Erhöhungen der Tarife für Strom, Gas und Wasser; sowie
- "Steuerreform: Von den Versprechen bleibt nur ein Betrug" mit Auszügen aus der 'KVZ'.
Q: Der Brenner Nr. 7, Bremen Juni 1974

26.06.1974:
In Bremen wird eine Ortsleitung (OL) der KPD gebildet, die im IGM-Bereich mit ihrer Betriebszelle Bremer Vulkan und ihren Sympathisanten bei der AG Weser (AGW) u.a. mit dem KBW als alteingesessener Organisation zu tun hat.
Q: Rote Fahne Nr. 27, Dortmund 3.7.1974

27.07.1974:
In Bremen führt die KPD Ende Juli, also vermutlich an diesem Wochenende ihre erste Mitgliederversammlung (MV) durch, auf der eine erste Ortsleitung (OL) gewählt wird. Die KPD interessiert sich in Bremen u.a. für die Werft AG Weser (AGW).
Q: Rote Fahne Nr. 34, Dortmund 21.8.1974

August 1974:
Die AG Weser Betriebszelle des Kommunistischen Bundes Westdeutschland Ortsgruppe Bremen gibt die Nr. 8 ihres 'Brenner' (vgl. 24.6.1974, 13.9.1974) heraus mit der Ankündigung "Morgen 13.20 in der Trägerhalle Betriebsversammlung" und dem Leitartikel "Manteltarif gekündigt" zum MTV.

Weitere Artikel sind:
- "Betriebsleitung gefährdet Belegschaft" zur Entschärfung einer US-Fliegerbombe am 1.8.1974, ohne dass die Werft geräumt wurde;
- "Weniger Vorholen - mehr Urlaub", wobei gefordert wird: "Bezahlter Urlaub zwischen Weihnachten und Neujahr";
- "Fußgängerampel muß her" für die Werftstraße; sowie
- "Solidarität mit dem chilenischen Volk", wobei eingeladen wird zur Aktionseinheitssitzung am Erscheinungstag.
Q: Der Brenner Nr. 8, Bremen Aug. 1974

09.09.1974:
Auf der AG Weser Bremen erscheint vermutlich Anfang dieser Woche das Flugblatt "Der Betriebsrat informiert" Nr. 1 zur Teilnahme von über 18 Jährigen an der Jugendversammlung vom 6.9.1974, die dem BVG zuwiderlaufe.
Q: Der Betriebsrat informiert Nr. 1, O. O. Bremen o. J. (1974)

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09.09.1974:
Der Kommunistische Arbeiterjugendbund (KAJB) Bremen gibt vermutlich in dieser Woche seine 'Kämpfende Jugend' (vgl. 7.3.1974, 19.9.1974) heraus. In einem Einlegeblatt vom 12.9.1974 erscheint eine "Letzte Meldung: 4 fristlose Entlassungen von Lehrlingen und Jugendvertretern bei AG-Weser!". Auf der Rückseite wird berichtet: "Eben haben wir erfahren, daß die Jugendversammlung Klöckner sich mit den entlassenen Kollegen solidarisch erklärt hat!".
Q: Kämpfende Jugend Vor 3 Wochen sind 4 Kolleginnen bei BWM gekündigt worden, Bremen o. J. (1974)

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11.09.1974:
Auf der AG Weser Bremen werden 2 Jugendvertreter und 2 Lehrlinge fristlos gekündigt wegen der Teilnahme von über 18 Jährigen an der Jugendversammlung vom 6.9.1974.
Q: Kämpfende Jugend Alle zur Versammlung der Bremer Arbeiterjugend am Donnerstag den 26.9.1974, Bremen o. J. (1974), S. 2f; Rote Fahne Nr. 38, Dortmund 18.9.1974

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12.09.1974:
Die auf der AG Weser Bremen gekündigten Jugendvertreter und Lehrlinge geben vermutlich heute das Flugblatt "4 Kollegen fristlos gekündigt" heraus, in dem die Jugendvertretung aufgefordert wird, sofort eine Jugendversammlung zu beantragen.
Q: Glander u.a.: 4 Kollegen fristlos gekündigt, O. O. (Bremen) o. J. (1974)

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13.09.1974:
Die AG Weser Betriebszelle des Kommunistischen Bundes Westdeutschland Ortsgruppe Bremen gibt die Nr. 9 ihres 'Brenner' (vgl. Aug. 1974, 24.9.1974) heraus unter der Schlagzeile "Die Entlassungen sind ein Einschüchterungsversuch" zur Entlassung von vier jungen Kollegen. Gefordert wird deren Wiedereinstellung sowie eine "Versammlung für alle Lehrlinge und Jungwerker".
Q: Der Brenner Nr. 9, Bremen 13.9.1974

23.09.1974:
Der KBW Ortsgruppe Bremen gibt vermutlich Anfang dieser Woche das Flugblatt "Solidarität mit dem Kampf der Arbeiterjugend gegen Entlassungen" zu den 8 Entlassungen bei AG Weser und BWM heraus, das zur Versammlung der Bremer Arbeiterjugend am 26.9.1974 aufruft.
Q: KBW-OG Bremen: Solidarität mit dem Kampf der Arbeiterjugend gegen Entlassungen, Bremen o. J. (1974)

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23.09.1974:
Der Kommunistische Arbeiterjugendbund (KAJB) Bremen und die Stadtteilzelle Woltmershausen des KBW Ortsgruppe Bremen geben in dieser Woche das Flugblatt "Veranstaltung zum Kampf der Arbeiterjugend gegen Entlassung" zu den 8 Entlassungen bei AG Weser und BWM heraus, das zur Veranstaltung in Woltermshausen am 3.10. aufruft, zu der auch einige der Entlassenen kommen sollen.
Q: KAJB, KBW-Stadtteilzelle Woltmershausen: Veranstaltung zum Kampf der Arbeiterjugend gegen Entlassung: Solidarität mit dem Kampf der Arbeiterjugend gegen Entlassungen, Bremen o. J. (1974)

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24.09.1974:
Die AG Weser Betriebszelle des Kommunistischen Bundes Westdeutschland Ortsgruppe Bremen gibt die Nr. 10 ihres 'Brenner' (vgl. 13.9.1974, 18.11.1974) heraus mit dem Leitartikel "Nicht menschliches Versagen ist die Ursache der häufigen Unfälle" zu einem tödlichen Unfall am 17.9.1974.

Weitere Artikel sind:
- "Einen Monatslohn Sonderzahlung", was auf der letzten Betriebsversammlung von mehreren Kollegen gefordert wurde;
- "Solidarität mit den Entlassenen"; sowie
- "Versammlung für alle Lehrlinge und Jungwerker".
Q: Der Brenner Nr. 10, Bremen 24.9.1974

26.09.1974:
In Bremen wurde zur Versammlung der Bremer Arbeiterjugend gegen die je vier Entlassungen bei der AG Weser und bei BWM um 18 Uhr 30 in der Aula der Hochschule für Gestaltung aufgerufen vom Gesamtschülerring der Berufsschule bzw. des BBZ am 20.9.1974, aber auch vom KAJB (vgl. 19.9.1974) und vom KBW (vgl. 23.9.1974). Laut KAJB kommen 140 Lehrlinge und Jungarbeiter.
Q: Kämpfende Jugend Alle zur Versammlung der Bremer Arbeiterjugend am Donnerstag den 26.9.1974 und Versammlung und Demonstration. Zwei Schritte vorwärts im Kampf gegen die 8 Entlassungen, Bremen o. J. (1974), S. 1f bzw. S. 1; KBW-OG Bremen: Solidarität mit dem Kampf der Arbeiterjugend gegen Entlassungen, Bremen o. J. (1974), S. 1;Organisationsausschuß: Aufruf zur Versammlung der Bremer Arbeiterjugend, Bremen o. J. ( Sept. 1974)

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03.10.1974:
An Bremer Demonstration gegen die 8 Entlassungen bei der AG Weser und bei BWM beteiligen sich, laut KAJB (vgl. 14.10.1974) ungefähr 250 Kollegen.

Angekündigt wurde die Demonstration auch durch die KPD Ortsleitung Bremen mit einem Flugblatt "Kampf den politischen Entlassungen und Gewerkschaftsausschlüssen!", in dem auch zum KJ-Treff des KJV eingeladen wird.
Q: Kämpfende Jugend Unterstützt die berechtigten Forderungen der Bremer Arbeiterjugend! und Versammlung und Demonstration. Zwei Schritte vorwärts im Kampf gegen die 8 Entlassungen, Bremen o. J. (3.10.1974) bzw. o. J. (1974), S. 1f bzw. S. 1; KPD-OL Bremen:

N. N.: Kommt alle zur Demonstration, O. O. (Bremen) o. J. (1974); Laube, U. et al.: Persönliche Erklärung, O. O. (Bremen) o. J. (1974); Kommunistische Volkszeitung Nr. 20, Mannheim 2.10.1974, S. 7
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03.10.1974:
Der Kommunistische Arbeiterjugendbund (KAJB) Bremen verteilt auf der heutigen Demonstration gegen die 8 Entlassungen bei der AG Weser und bei BWM seine 'Kämpfende Jugend' (vgl. 19.9.1974, 14.10.1974), die unter der Schlagzeile "Unterstützt die berechtigten Forderungen der Bremer Arbeiterjugend!".
Q: Kämpfende Jugend Unterstützt die berechtigten Forderungen der Bremer Arbeiterjugend!, Bremen o. J. (3.10.1974)

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12.10.1974:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr. 41 (vgl. 5.10.1974, 19.10.1974) heraus. In "Lehrlinge der AG Weser Werft. Gegen die Spaltungsmanöver der Revisionisten - revolutionärer Kampf gegen politische Entlassungen" wird berichtet von der AG Weser Bremen, wo sich das gewerkschaftsoppositionelle AG-Weser-Komitee eng mit der GOG Vulkan verbünden will.
Q: Roter Morgen Nr. 41, Dortmund 12.10.1974, S. 3

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14.10.1974:
Der Kommunistische Arbeiterjugendbund (KAJB) Bremen gibt spätestens in dieser Woche seine 'Kämpfende Jugend' (vgl. 3.10.1974, 6.11.1974) heraus mit dem Leitartikel "Versammlung und Demonstration. Zwei Schritte vorwärts im Kampf gegen die 8 Entlassungen" bei der AG Weser und bei BMW (vgl. 26.9.1974, 3.10.1974).

Weitere Artikel sind:
- "Stufenausbildung: Eine weitere Verschlechterung unsere Ausbildung" zum Stufenplan;
- "Trotz allem: Die Sache der Entlassenen ist gerecht" zu AG Weser und BWM bzw. den gescheiterten Schlichtungsverhandlungen;
- "Nur die Einheit macht stark" zu den 8 Entlassungen;
- "Mit diesem OJA kommt die IG Metall Jugend nicht voran!"; sowie
- "AG Weser Komitee und KPD/ML kochen ihr mageres Süppchen" zu zwei an der Berufsschule verteilten Flugblättern dieser Gruppen, in denen der KAJB angegriffen wurde.

Aufgerufen wird zu den Schulungsveranstaltungen des KAJB zur marxistischen Staatstheorie am 17. und 31.10. im Jugendfreizeitheim Vahr und am 21.10. im Pfadfinderhaus in der Heinrichstrasse 21.
Q: Kämpfende Jugend Versammlung und Demonstration. Zwei Schritte vorwärts im Kampf gegen die 8 Entlassungen, Bremen o. J. (1974)

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16.10.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 2.10.1974, 30.10.1974) Nr. 21 heraus. Aus Bremen wird in "Zur Entlassung von Jugendvertretern" berichtet von der AGW.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 21, Mannheim 16.10.1974, S. 4

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30.10.1974:
In Bremen findet ein Arbeitsgerichtsprozeß gegen eine Jugendvertreterin der AG Weser statt, die zu den 8 bei AGW und BWM entlassenen Lehrlingen gehört. Aufgerufen zum Prozeß wird vom AG-Weser-Komitee und der gewerkschaftsoppositionellen Gruppe (GOG) Vulkan, die dazu auch am 1.11. eine Veranstaltung im Keglerheim durchführen.
Q: AG-Weser Komitee / GOG Vulkan: Kampf dem Entlassungsterror!, Bremen o. J. (1974)

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06.11.1974:
Der Kommunistische Arbeiterjugendbund (KAJB) Bremen gibt vermutlich Mitte dieser Woche seine 'Kämpfende Jugend' (vgl. 14.10.1974, 20.11.1974) heraus mit dem Artikel "AG Weser Lehrlinge fordern: Berufsschultag = arbeitsfreier Tag".
Quelle: Kämpfende Jugend Tarifrunde vorbereiten, Forderungen aufstellen, Bremen o. J. (1974), S. 2

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27.11.1974:
In Bremen besuchen, laut KAJB des KBW (vgl. 12.12.1974), heute ca. 120 Jugendliche, u.a. von der AG Weser und vom Bremer Vulkan sowie von der Jugendvertretung Klöckner die Veranstaltung des IGM-OJA zur Stufenausbildung.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.28,Mannheim 12.12.1974, S. 7

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18.11.1974:
Die AG Weser Betriebszelle des Kommunistischen Bundes Westdeutschland Ortsgruppe Bremen gibt die Nr. 12 ihres 'Brenner' (vgl. 24.9.1974, 6.12.1974) in einer Auflage von 800 Stück heraus unter der Schlagzeile "Für sicheren Fußgängerüberweg" an der Werftstraße, wo es am 5.11.1974 einen schweren Unfall gab und wozu am vergangenen Freitag bereits 250 Unterschriften für eine Ampel oder Ähnliches gesammelt wurden. Beigelegt ist eine Unterschriftenliste.

Zur Metalltarifrunde (MTR) bzw. der Sitzung der Großen Tarifkommission am 25.11.1974 wird aufgerufen: "Forderungen aufstellen".
Q: Der Brenner Nr. 12, Bremen 18.11.1974

06.12.1974:
Die AG Weser Betriebszelle des Kommunistischen Bundes Westdeutschland Ortsgruppe Bremen gibt die Nr. 13 ihres 'Brenner' (vgl. 18.11.1974, Jan. 1975) heraus mit dem Leitartikel "Tarifkampf: Dem Druck der Kapitalisten nicht nachgeben!" zur Metalltarifrunde (MTR).

Weitere Artikel sind:
- "Schulpolitik des Bremer Senats" u.a. zur Streichung der kostenlosen Milch für 9 400 bedürftige Schulkinder, der teilweise fehlenden Berufsschulausbildung für Jungwerker und der Stufenausbildung, der aufruft zur Demonstration (vgl. 11.12.1974);
- "Programmlohn schürt Konkurrenz und verschärft Arbeitstempo"; sowie
- ein Artikel auf Türkisch.

Berichtet wird von der Forderung einer Ampel an der Werftstraße:"
750 Unterschriften

Am Dienstag auf der Einwohnerversammlung zum Thema 'Hafenrandstraße' werden wir die Unterschriftenliste für einen sicheren Fußgängerweg vor der Werft einem Senatsvertreter geben und eine Stellungnahme fordern."

Eingeladen wird zur Veranstaltung (vgl. 7.12.1974).
Q: Der Brenner Nr. 13, Bremen 6.12.1974

Januar 1975:
Die AG Weser Betriebszelle des Kommunistischen Bundes Westdeutschland Ortsgruppe Bremen gibt die Nr. 1 ihres 'Brenner' (vgl. 6.12.1974, Feb. 1975) heraus unter der Schlagzeile "Vertreter wählen, die unsere Interessen vertreten" zu den Vertreterwahlen der IGM.
Q: Der Brenner Nr. 1, Bremen Jan. 1975

23.01.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 3 (vgl. 16.1.1975, 30.1.1975) heraus. Aus Bremen wird berichtet von der AGW in "Arbeitsgericht bestätigt Entlassungen. Verstoß gegen das Betriebsverfassungsgesetz wird 2 Lehrlingen vorgeworfen", die eine Jugendversammlung nicht verließen, obwohl sie über 18 Jahre alt waren, und in "Richter Poppe findet es rechtens, daß die Werft eine Arbeiterin nach einem schweren Unfall auf die Straße setzt" von einem Prozeß über eine Entlassung nach Arbeitsunfall.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 3, Mannheim 23.1.1975, S. 11

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23.01.1975:
Die Ortsgruppe Bremen des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 3 eine Ortsbeilage heraus. Berichtet wird:"
Uni: Studenten unterstützen Lehrlingsprozesse

Auf einer Veranstaltung des Kommunistischen Studentenbundes Bremen zur aktuellen Krise und dem Kampf um Arbeiterschutzrechte in der Universität Bremen wurden 180 DM gesammelt, die zur Finanzierung der Prozeß-Kosten der AG-Weser Lehrlinge gegen die AGW-Kapitalisten dienen sollen. Die IGM-Führung hatte den Kollegen Rechtsschutz verweigert."
Q: Kommunistische Volkszeitung - Ortsbeilage Bremen Nr. 3, Bremen 1975, S. 3

Februar 1975:
Die AG Weser Betriebszelle des Kommunistischen Bundes Westdeutschland Ortsgruppe Bremen gibt die Nr. 2 ihres 'Brenner' (vgl. Jan. 1975, 31.10.1977) in einer Auflage von 1 400 Stück heraus mit dem Leitartikel "Die Aufgaben des neuen Betriebsrates festlegen!" zu den Betriebsratswahlen(BRW).

Weitere Artikel sind:
- "Für eine demokratisches Palästina", wozu eingeladen wird zur Veranstaltung (vgl. 21.2.1975);
- "CMV will spalten" zu dessen Auftritt auf der letzten Betriebsversammlung; sowie
- "Unfallgefahr an Bord ist gross" zu einem tödlichen Arbeitsunfall Mitte Januar an Bord der Johannis Coloctronis.

Eingeladen wird auch zur DGB KJA Veranstaltung "Jugendarbeitslosigkeit und Lehrstellenknappheit" (vgl. 28.2.1975).
Q: Der Brenner Nr. 2, Bremen Feb. 1975

20.03.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 11 (vgl. 13.3.1975, 26.3.1975) heraus. Aus Bremen wird u.a. berichtet durch die Zelle AG Weser Werft.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 11,Mannheim 20.3.1975, S. 5

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17.04.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 15 (vgl. 10.4.1975, 24.4.1975) heraus. Aus Bremen wird u.a. berichtet von der AG Weser, wo der Programmlohn bereits eingeführt ist.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 15, Mannheim 17.4.1975, S. 4

26.04.1975:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr. 17 (vgl. 19.4.1975, 3.5.1975) heraus. Abgedruckt werden die Faksimiles der Titelblätter einer Reihe von Zellenzeitungen der KPD/ML darunter die 'Schlag zu' für die AG Weser.
Q: Roter Morgen Nr. 17, Dortmund 26.4.1975

15.05.1975:
In Bremen beteiligen sich, laut 'Sozialistische Arbeiterpolitik', 5 000 an der Demonstration der DGB-Jugend gegen die Jugendarbeitslosigkeit.

Laut und mit KBW demonstrieren 3 000, u.a. Lehrlinge von AG Weser.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 20, Mannheim 22.5.1975; Sozialistische Arbeiterpolitik Nr. 39, Bochum Juli/Aug. 1975

03.05.1975:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr. 18 (vgl. 26.4.1975, 10.5.1975) heraus. In "4 Wochen Jugendarrest" wird berichtet vom Prozeß in Osterholz-Scharmbeck gegen eine Genossin, die vor der AG Weser gegen den Tod von Günther Routhier agitiert hatte.
Q: Roter Morgen Nr. 18, Dortmund 3.5.1975, S. 7

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12.06.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 23 (vgl. 5.6.1975, 19.6.1975) heraus. Aus Bremen wird u.a. berichtet von der AG Weser.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 23, Mannheim 12.6.1975, S. 4

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Juli 1975:
Der KBW Ortsgruppe Bremen gibt zu den Bürgerschaftswahlen die Broschüre "Das kapitalistische System beruht auf der Ausbeutung der Arbeiter durch die Kapitalisten. Nieder mit dem Lohnsystem!" heraus mit dem Abschnitt "Gegen die Arbeitshetze - Verbot des Akkordsystems", wobei eingegangen wird auf den Programmlohn auf der AG Weser.
Q: KBW: Das kapitalistische System beruht auf der Ausbeutung der Arbeiter durch die Kapitalisten. Nieder mit dem Lohnsystem!, Bremen Juli 1975, S. 10

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10.07.1975:
Die Ortsgruppe Bremen des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 27 eine Ortsbeilage heraus mit dem Artikel "Lehrling gewinnt Prozeß gegen AG Weser. Kündigung ist unrechtmäßig".
Q: Kommunistische Volkszeitung - Ortsbeilage Bremen Nr. 27, Bremen 1975, S. 2

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18.07.1975:
In Bremen führen die KPD und ihre Rote Hilfe (RH) e.V., laut KPD, eine Kundgebung vor der Vulkanwerft gegen Gewerkschaftsausschlüsse und Berufsverbote (UVB/BV) bzw. politische Entlassungen, wie es sie u.a. bei der AG Weser Werft gibt, durch, bei der 20 Unterschriften für die KPD bei den Bürgerschaftswahlen gesammelt werden.
Q: Rote Fahne Nr. 29, Köln 23.7.1975

25.07.1975:
In Bremen besuchen, laut und mit KPD, 60 eine Veranstaltung gegen politische Entlassungen, Gewerkschaftsausschlüsse und Berufsverbot (UVB/BV), die sich u.a. mit Prof. Jens Scheer von der Uni Bremen sowie aus dem IGM-Bereich mit Blohm und Voß (B+V) Hamburg, dem Bremer Vulkan und der AG Weser Werft sowie einem Berufsverbot (BV) in Bremerhaven (vgl. 14.7.1975) befaßt.
Q: Rote Fahne Nr. 30, Köln 30.7.1975, S. 4

07.08.1975:
Die Ortsgruppe Bremen des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 31 eine Ortsbeilage heraus mit dem Artikel "AG-Weser Direktor Ache rechtfertigt politische Entlassung. 'Brandstifter lädt man nicht in sein Haus'", aus der Betriebszelle AG Weser.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Ortsbeilage Bremen Nr. 31, Bremen 1975, S. 2

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16.10.1975:
Die Ortsgruppe Bremen des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 41 eine Ortsbeilage heraus mit dem Artikel "AG Weser. Kollegen fordern 80 Pfennig linear" zur Metalltarifrunde (MTR).
Q: Kommunistische Volkszeitung - Ortsbeilage Bremen Nr. 41, Bremen 1975, S. 2

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29.10.1975:
In Bremen riefen die KBW-Betriebs- und Stadtteilzellen des Westens auf zur Veranstaltung "Sich der Haut wehren und die soziale Revolution vorbereiten!" um 19 Uhr 30 im Schützenhof, Brombergerstr. 117. Reden sollen auch Mitglieder der Betriebszellen AG Weser und Klöckner.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Ortsbeilage Bremen Nr. 41, Bremen 1975, S. 3

30.10.1975:
Die Ortsgruppe Bremen des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 43 eine Ortsbeilage heraus mit einem Bildbericht vom Stapellauf bei der AG Weser.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Ortsbeilage Bremen Nr. 43, Bremen 1975, S. 2

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13.11.1975:
Die Ortsgruppe Bremen des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 45 eine Ortsbeilage heraus. Berichtet wird:"
AG Weser: Protest gegen Arbeitshetze

Bei den Schiffbauern an Bord sollen Programmlohngruppen von 6 - 8 Mann gebildet werden. Bislang sind alle Schiffbauer in einer Kolonne, für die der Meister die Programme schreiben muß. Um die Kollegen zu spalten, die Ausbeutung durch verschärfte Antreiberei zu verschärfen sollen die kleinen Programmlohngruppen durchgesetzt werden. Die Kollegen sollen selbst zusehen, wie sie mit den Vorgabezeiten klarkommen und ihr Widerstand geschwächt wird. Empört über die ausgeklügelten Ausbeutermethoden gingen ca. 50 Kollegen zum Betriebsrat, um der gesteigerten Arbeitshetze entgegenzutreten."
Q: Kommunistische Volkszeitung - Ortsbeilage Bremen Nr. 45, Bremen 1975, S. 2

04.01.1976:
Bei VW Wolfsburg gibt die Betriebszelle des KBW die Betriebszeitung 'Zündkerze' (vgl. Jan. 1973, 18.1.1976) heraus. Berichtet wird auch von der AG Weser Bremen:"
Vertrauensleutekörper AG Weser fordert: 10 %, für Programmlöhner 173 DM mehr. 10 % auf den Ecklohn bei Programmlohn sind 173 DM, 80 DM mehr für Lehrlinge."
Q: Zündkerze, Wolfsburg 4.1.1976,S.5

07.01.1976:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr.1 (vgl. Jan. 1976, 14.1.1976) heraus. Aus Bremen wird berichtet aus dem IGM-Bereich von der Metalltarifrunde (MTR) bei der AG Weser.
Q: Rote Fahne Nr.1,Köln 7.1.1976

29.01.1976:
Die Ortsgruppe Bremen des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 4 eine Ortsbeilage heraus mit dem Artikel "AG-Weser. Kurzarbeit im Maschinenbau - Sozialplan für Entlassungen schon vereinbart" von der Zelle AG Weser.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Ortsbeilage Bremen Nr. 4, Bremen 1976, S. 2

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18.03.1976:
Die Ortsgruppe Bremen des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 11 eine Ortsbeilage heraus mit dem Artikel "Werftkapitalisten konkurrieren um Milliardenauftrag. Fregatten für die BRD-Imperialisten", wobei die AG Weser genannt wird.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Ortsbeilage Bremen Nr. 11, Bremen 1976, S. 2

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25.03.1976:
Die Ortsgruppe Bremen des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 12 eine Ortsbeilage heraus mit dem Artikel "Diskussionen über Tarifrunden und Vulkan-Streik. Die Arbeiter wollen kämpfen!" mit Berichten auch aus der Zelle AG Weser.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Ortsbeilage Bremen Nr. 12, Bremen 1976, S. 2

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15.04.1976:
Die Ortsgruppe Bremen des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 15 eine Ortsbeilage heraus mit dem Artikel "AG Weser. Prozess gegen Betriebsratskandidat" von der KPD/ML, aus der Zelle AG Weser.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Ortsbeilage Bremen Nr. 15, Bremen 1976, S. 2

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17.04.1976:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' Nr.16 (vgl. 10.4.1976, 24.4.1974) heraus. Über Arbeitsgerichtsprozesse gegen Rote Betriebsräte wird u.a. berichtet von der AG Weser Bremen.
Q: Roter Morgen Nr. 16, Dortmund 17.4.1976, S. 5

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13.05.1976:
Die Ortsgruppe Bremen des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 19 eine Ortsbeilage für Bremen, Achim, Bremerhaven und Osterholz-Scharmbeck heraus mit dem Artikel "Jugendvertreterwahlen werden zum Zusammenschluss gegen die Kapitalisten und ihren Staat genutzt" zu den JVW mit Berichten von der AG Weser und von Karstadt.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Ortsbeilage Bremen Achim Bremerhaven Osterholz-Scharmbeck Nr. 19, Bremen 13.5.1976, S. 4

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10.06.1976:
Die Ortsgruppe Bremen des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 23 eine Ortsbeilage für Bremen, Achim, Bremerhaven und Osterholz-Scharmbeck heraus mit dem Artikel "Flottenbau - Vorbereitung des imperialistischen Krieges" mit einem Diagramm der Produktionskurven der AG 'Weser'.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Ortsbeilage Bremen Achim Bremerhaven Osterholz-Scharmbeck Nr. 23, Bremen 10.6.1976, S. 2

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24.06.1976:
Die Ortsgruppe Bremen des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 25 eine Ortsbeilage für Bremen, Achim, Bremerhaven und Osterholz-Scharmbeck heraus mit dem Artikel "AG Weser: Seit Jahresbeginn 650 Arbeiter entlassen. Lohndrückerei ist die entscheidende Waffe im Konkurrenzkampf der Kapitalisten".
Q: Kommunistische Volkszeitung - Ortsbeilage Bremen Achim Bremerhaven Osterholz-Scharmbeck Nr. 25, Bremen 24.6.1976

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19.08.1976:
Die Ortsgruppen Bremen, Achim und Bremerhaven des KBW geben zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 33 eine Ortsbeilage für Bremen, Achim, Bremerhaven und Osterholz-Scharmbeck heraus mit dem Leitartikel "Zur Lage in der Werftindustrie. Scharfe Auseinandersetzungen stehen bevor" zu den Entlassungen auf der AG Weser.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Ortsbeilage Bremen Achim Bremerhaven Osterholz-Scharmbeck Nr. 33, Bremen 19.8.1976, S. 1f

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06.09.1976:
Die Werft Betriebsgruppen der DKP geben frühestens in dieser Woche eine gemeinsame Ausgabe ihrer Betriebszeitungen über die Werftkonferenz der DKP (vgl. 4.9.1976) heraus. Bei diesen Zeitungen handelt es sich u.a. aus Bremen um die 'Werft Nachrichten' für die AG Weser Bremen.
Q: DKP-Werft Betriebsgruppen: gemeinsame Ausgabe,o.O. o.J. (1976)

16.09.1976:
Der Bezirk Bremen - Unterweser des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 37 eine Bezirksbeilage heraus mit dem Artikel "Werftkapitalisten drohen mit Rationalisierungen, Lohndrückerei und Entlassungen" zu AG Weser und Bremer Vulkan.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Bremen-Unterweser Nr. 37, Bremen 16.9.1976, S. 4

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22.09.1976:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr. 38 (vgl. 15.9.1976, 29.9.1976) heraus, in der sie aus Bremen u.a. berichtet von AGW.
Q: Rote Fahne Nr. 38, Köln 22.9.1976

21.10.1976:
Der Bezirk Bremen - Unterweser des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 42 eine Bezirksbeilage heraus. Berichtet wird:"
AG-Weser

Auf der AG-Weser ist der Kommunist Klaus W. entlassen worden. Diese Entlassung erfolgte auf Antrag des Betriebsrats, weil K. W. auf einer Branchenversammlung gegen Zeitkürzungen im Programmlohn gesprochen und dem Betriebsrat vorgeworfen hat, dieser sei gekauft. Auf den Branchenversammlungen Anfang der Woche mußte der Betriebsrat sich vor den Kollegen rechtfertigen. Beifall erhielt er nur noch von den leitenden Angestellten."
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Bremen-Unterweser Nr. 42, Bremen 21.10.1976, S. 2

04.11.1976:
Der Bezirk Bremen - Unterweser des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 44 eine Bezirksbeilage heraus mit dem Artikel "Bankrotte, Stillegungen, Entlassungen: 'Vorwärts zum Aufschwung'" zur Stillegung der Baufirma Wagschal & Sauer (350 Besch.), nachdem bereits die Hamburger Baufirmen Hermann Möller (1 200 Besch.) und Lenz-Bau (1 000 Besch.), die beide Filialen in Bremen hatten, in Konkurs gingen, in dem es auch heißt: "Die Produktion der Krupp-Atlas-Werke soll eingestellt, 527 Kollegen sollen entlassen werden. Bei Krupp-Atlas-Elektronik sollen über 100 Kollegen rausfliegen und die Produktion eingeschränkt werden. Die Klöckner Hütte in Bremen will gleichfalls die Produktion einschränken und Kurzarbeit einführen: Statt rundum die Uhr soll nur noch die Tagschicht arbeiten. 2/3 der Belegschaft wird zur Produktion nicht gebraucht. Die Krupp-Werften 'AG Weser' und 'Seebeck'-Bremerhaven haben im Laufe dieses Jahres bereits 700 Kollegen, das sind 10 % der Belegschaft entlassen."
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Bremen-Unterweser Nr. 44, Bremen 4.11.1976, S. 1

25.11.1976:
Der Bezirk Bremen - Unterweser des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 47 eine Bezirksbeilage heraus mit dem Leitartikel "Lohnkampf Metallindustrie. Weiter den Zusammenschluß für Streik herstellen" zur Metalltarifrunde (MTR), in dem es auch heißt:"
Wo die Vertrauensleute noch keine Forderung aufgestellt hatten, haben verschiedene Abteilungen die Initiative ergriffen und die Festgeldforderung nach 1 Mark mehr pro Stunde erhoben. So bei VFW-Bremen, wo 45 Kollegen zweier Abteilungen 170,- DM aufgestellt haben. So bei Dewers in Rönnebeck, wo daraufhin der Vertrauensleutekörper gegen 1 Stimme 1 Mark mehr pro stunde forderte, wie auf der AG 'Weser', wo Kollegen einer Abteilung (Instandhaltung) die gleiche Forderung erhoben und der VK 10 % mindestens 197,- DM forderte." Eingegangen wird im weiteren auf die Werftenkrise.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Bremen-Unterweser Nr. 47, Bremen 23.11.1976, S. 1f

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16.12.1976:
Der Bezirk Bremen - Unterweser des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 50 eine Bezirksbeilage heraus mit dem Artikel "Die AG Weser hat einen reingekriegt" zum Arbeitsgerichtsprozeß gegen die Entlassung von Goltermann.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Bremen-Unterweser Nr. 50, Bremen 1976, S. 2

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20.01.1977:
Der Bezirk Bremen - Unterweser des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 3 eine Bezirksbeilage heraus mit dem Artikel "Bremer Räterepublik. Auf der AG-Weser wehte die rote Fahne".
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Bremen-Unterweser Nr. 3, Bremen 1977, S. 2

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17.02.1977:
Der Bezirk Bremen - Unterweser des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 7 eine Bezirksbeilage heraus mit dem Artikel "Werftindustrie. Die Überstundenarbeit dient der Senkung der Löhne!" mit Berichten von der AG Weser und aus Bremerhaven von der Hapag-Lloyd, aus der Branchenzelle Bremerhaven.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Bremen-Unterweser Nr. 7, Bremen 17.2.1977, S. 2

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10.03.1977:
Der Bezirk Bremen - Unterweser des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 10 eine Bezirksbeilage heraus mit dem Artikel "'Ein ganz normaler selektiver Vorgang'" zu den 49 Entlassungen bei der AG Weser.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Bremen-Unterweser Nr. 10, Bremen 10.3.1977, S. 2f

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17.03.1977:
Der Bezirk Bremen - Unterweser des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 11 eine Bezirksbeilage heraus. Berichtet wird:"
AG Weser will einen Teil der türkischen Arbeiter entlassen.

Bremen. In einem Brief der AG Weser an die Sparkasse Bremen teilt die Werft mit, daß sie einen Großteil der türkischen Kollegen entlassen will. Die Sparkasse wiederum wies ihre 'Mitarbeiter' an, bei den Konten der türkischen Arbeiter besonders aufzupassen und keine Überziehung zuzulassen."
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Bremen-Unterweser Nr. 11, Bremen 17.3.1977, S. 2

31.03.1977:
Der Bezirk Bremen - Unterweser des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 13 eine Bezirksbeilage heraus mit dem Artikel "AG Weser Bremen: Entlassung von über 800 Arbeitern geplant".
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Bremen-Unterweser Nr. 13, Bremen 31.3.1977, S. 2

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05.05.1977:
Der Bezirk Bremen - Unterweser des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 18 eine Bezirksbeilage heraus mit den Artikeln "AG-'Weser': Massenentlassungen und Kurzarbeit, Überstunden und Kürzung der Programmzeiten zur Steigerung der 'Konkurrenzfähigkeit'" aus der Zelle Gröpelingen und "Programmlohn auf der AG-'Weser': beständige Verschärfung der Ausbeutung".
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Bremen-Unterweser Nr. 18, Bremen 5.5.1977, S. 2

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30.05.1977:
Der Bezirk Bremen - Unterweser des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 22 eine Bezirksbeilage heraus mit dem Artikel "'Sicherung von Arbeitsplätzen' durch Militäraufträge?" von der Redaktion und der Zelle VFW, in dem es auch heißt: "Die große Aktion zur 'Sicherung der Arbeitsplätze' hat Bremen erfaßt. Die AG Weser will mindestens eine Fregatte 1978 bauen."
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Bremen-Unterweser Nr. 22, Bremen 29.5.1977, S. 2

Juni 1977:
Der Kommunistische Studentenbund (KSB) Bremen-Unterweser des KBW gibt die Broschüre "Die 'außerordentlich attraktive' Vulgärökonomie des Professor Huffschmidt - über Spaltung und Mitbestimmung zur Herrschaft einer bürokratischen Monopolbourgeoisie neuen Typs" heraus mit dem Abschnitt "Das Akkordsystem muß verboten werden - der Professor feiert seine Verschärfung als 'Durchbruch'" in dem berichtet wird von der AG Weser Bremen.
Q: KSB Bremen-Unterweser: Die 'außerordentlich attraktive' Vulgärökonomie des Professor Huffschmid - über Spaltung und Mitbestimmung zur Herrschaft einer bürokratischen Monopolbourgeoisie neuen Typs, Bremen Juni 1977, S. 19

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15.08.1977:
Der Bezirk Bremen - Unterweser des KBW gibt zur heutigen 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 33 eine Bezirksbeilage heraus mit dem Leitartikel "Demonstration der IG-Metall: Die Demonstration der Metallarbeiter als Schlag gegen die Kapitalisten organisieren! 100 DM mehr Lohn - 7-Std-Tag - keine Entlassungen!" zur Demonstration am 25.8.1977 gegen die Entlassungen bei AG Weser, Bremer Vulkan, Klöckner-Hütte, Lürssen-Werft und VFW, die vom Vertrauensleutekörper Klöckner gefordert und auch beim Vulkan unterstützt wurde. Angekündigt wird die außerordentliche Vertrauensleute-Vollversammlung der IGM Bremen am 22.8.1977.

Es erscheint auch der Artikel "100 DM sind das Mindeste. Lohnzetteluntersuchung auf der AG Weser" aus der Zelle Gröpelingen / AG-Weser.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksbeilage Bremen-Unterweser Nr. 33, Bremen 15.8.1977, S. 1f

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25.08.1977:
In Bremen demonstrieren, laut AB, 15 000 gegen Entlassungen in der Metallbranche, die u.a. auf den Werften AG Weser (AGW) und Vulkan, beim Stahlwerk Klöckner und bei den Vereinigten Flugtechnischen Werken (VFW) anstehen. Laut SAG beteiligen sich 10 000 bzw. an anderer Stelle 15 000 an einer Demonstration der IG Metall (IGM) gegen Arbeitsplatzvernichtung.
Q: Sozialistische Arbeiterzeitung Nr. 30 und 31, Frankfurt 31.8.1977 bzw. 14.9.1977; Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 121, München 20.9.1977

29.08.1977:
Der Bezirk Bremen - Unterweser des KBW erstellt einen Bezirksteil zur 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 35 mit dem Leitartikel "100 DM mehr für alle - sofort! 1 500 DM Steuerfreifreibetrag!", einem Brief von 5 Kollegen der AG Weser an die IGM anläßlich der Demonstration vom 25.8.1977.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksteil Bremen-Unterweser Nr. 35, o. O. (Bremen) 29.8.1977, S. 17

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31.10.1977:
Die AG Weser Betriebszelle des Kommunistischen Bundes Westdeutschland Bezirk Bremen-Unterweser gibt vermutlich in dieser Woche eine Ausgabe ihres 'Brenner' (vgl. Feb. 1975) heraus mit dem Leitartikel "Die Kapitalisten und ihre Verbände bereiten den Lohnraub vor. Nach den Wissenschaftlern werden jetzt die Politiker scharf gemacht" zur Metalltarifrunde (MTR).

Weitere Artikel sind:
- "Voller Lohnausgleich bei Kurzarbeit!";
- "Für die Rechte der Arbeiterklasse und des Volkes! Auf dieser Grundlage kann man die Front aufbauen!" zur Demonstration vom 8.10.1977;
- "Kampf gegen die Senkung des Lohnstandards und die Verschärfung der Ausbeutung. Streiks / Kampfmaßnahmen / Aktionen";
- "Interview: 'Es ist ein Wunder, daß bisher nicht mehr Unfälle passieren'" zum tödlichen Arbeitsunfall vom 12.10.1977; sowie
- "Namen für den Krieg: 'Rommel', 'Lütjens', 'Mölders'" zu den neuen Zerstörern der Bundesmarine.

Eingeladen wird auch zum Revolutionären Schauspiel, "Die erste Reiterarmee" (vgl. 3.11.1977).
Q: Der Brenner Die Kapitalisten und ihre Verbände bereiten den Lohnraub vor. Nach den Wissenschaftlern werden jetzt die Politiker scharf gemacht, Bremen o. J. (1977)

26.12.1977:
Der Bezirk Bremen - Unterweser des KBW erstellt einen Bezirksteil zur 'Kommunistischen Volkszeitung' Nr. 52 mit dem Artikel "Die Kapitalisten wollen italienische Löhne - Die Arbeiter 220 DM mehr Lohn", der auch berichtet über den "Beifall, den die Arbeiter der AG 'Weser' den Rednern zollten, die für 220 DM eintraten, obwohl auf der Werft 'kurz' gearbeitet wird."
Q: Kommunistische Volkszeitung - Bezirksteil Bremen-Unterweser Nr. 52, Bremen 26.12.1977, S. 19

Letzte Änderung: 26.11.2015