'Politikon - Göttinger Studentenzeitschrift'

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 5.3.2017


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Inhalt

  1. Zur Herausgabe der Zeitung, erste Differenzen, neue Perspektiven
  2. Einstellung der Zeitung
  3. Alte Studentenbewegung als neue Triebkraft
  4. Die Karl-Korsch-Debatte
  5. Arbeiterbewegung und Klassenbewusstsein
  6. "Jenseits von Gut und Böse" und "innere Kolonisation"
  7. Lesenswert
  8. Organisationsdebatte

1. Zur Herausgabe der Zeitung, erste Differenzen, neue Perspektiven

"Politikon" war eine Studentenzeitschrift für Göttingen und Niedersachen, die vom Juni/Juli 1963 bis zum Februar 1982 (Nr. 66) erschien. In den uns zur Verfügung stehenden Ausgaben (Wir bitten um Ergänzungen.) trug sie erst den Untertitel "Göttinger Studentenzeitschrift für Niedersachsen", dann "Göttinger Studentenzeitschrift" bzw. "Studentenzeitschrift Göttingen". Ab der Nummer 58 vom Februar 1978 entfiel der Untertitel komplett. Außerdem erschien die "politikon extra", die später unter dem Namen "Roter Kurs" fortgeführt" wurde.

Im Mai 1970 kam es in Göttingen innerhalb der Linken zu Differenzen, die zum Ausschluss einiger Genossen führten. Danach erschien mit der Ausgabe 31 "Politikon" nur noch als "Göttinger Studentenzeitschrift" bzw. "Studentenzeitschrift Göttingen". Dazu erschien in der Nr. 31 der Artikel: "Was tut's? Zur organisatorischen Praxis der neo-leninistischen Fraktion im Göttinger SDS". Ein Ausschluss von vier Mitgliedern des SDS aus der "Redaktion der Zeitschrift Politikon" erfolgte am 13.3.1970. Die Ausgabe veröffentlichte ein längeres Protokoll einer VV, das zum Ausdruck brachte, dass die kontroversen Auffassungen u. a. in der "Organisationsfrage" zu sehen waren. Die Politikon-Redaktion grenzte sich daher "von den organisatorischen Vorstellungen einer bestimmten Gruppierung im SDS ab" und betonte die organisatorische Trennung.

Zu "Politikon" hieß es im Artikel "Wer steht hinter Politikon?": "Politikon ist eine Zeitschrift, die von einer autonomen sozialistischen Gruppe von Standpunkt und im Ausbildungsbereich arbeitenden Genossen gemacht wird. In der Phase der Auflösung der antiautoritären Studentenbewegung versuchte POLITIKON gegenüber den Gruppen, die in überkommenen Parteiansätzen bzw. im DKP-Revisionismus ihr Heil suchten, als eine der wenigen linken Publikationen das Bewusstsein für alternative Möglichkeiten sozialistischer Theoriebildung, Organisation und Kampfformen der Arbeiterbewegung in Westeuropa offen zu halten. Schon früh kritisierte die Zeitschrift die theoretischen Voraussetzungen des studentischen Neoleninismus und griff damit in die Diskussion der Organisationsfrage ein. Sie dokumentierte zuerst die neuen, die Aufhebung der Trennung von politischem und ökonomischem Kampf realisierenden Formen der Massenstreiks in Italien und Frankreich, wobei sie diese zugleich im historischen Zusammenhang der Rätebewegung diskutierte. Sie erinnerte nachdrücklich an Theorie und Praxis von Karl Korsch und griff das lange vernachlässigte Problem des Verhältnisses und der Aufhebung von Hand- und Kopfarbeit für eine sozialistische Strategie auf." Heute gehe es darum, "den Zusammenhang von Theorieproduktion und sozialistischer Praxis ohne Denkverbote zu thematisieren".

"Unsere Kritik richtet sich gegen Dogmatisierung, politische Apathie, Theorieverfall und das Verbot, eigene Erfahrungen politisch umzusetzen. Unser Ziel ist es, Theorie und Politik antiautoritärer Sozialisten sowohl gegenüber einer wissenschaftsfetischistischen Marx- und Lenin- Orthodoxie als auch tendenziell theoriefeindlichen Unmittelbarkeitsideologie zu artikulieren." (Nr. 49/1975).

"Politikon" stellte Mitte 1972 mit der Ausgabe 41/42 zunächst das Erscheinen ein und erschien erst wieder mit der Ausgabe 43 im April/Mai 1973. In der Rückschau wurde angemerkt, dass bisher "Politikon" versucht habe, "als eine der wenigen linken Publikationen das Bewusstsein für alternative Möglichkeiten sozialistischer Theoriebildung, Organisation- und Kampfformender Arbeiterbewegung in Westeuropa offenzuhalten". Kennzeichnend für die Situation der Zeitung 1969/70 seien zwei Entwicklungen gewesen: "1. Auf lokaler Ebene wurden die Redaktionsmitglieder aus den politischen Arbeitszusammenhängen der Studentenbewegung in dem Maße herausgedrängt, wie diese unter die Kontrolle der Neoleninisten gerieten. 2. Gleichzeitig stieg die Zahl der Abonnenten der Zeitschrift ständig an und verschaffte ihr eine überregionale Verbreitung. Für einen Teil der undogmatischen Linken bestand in der Zeitschrift die Möglichkeit, sich zu artikulieren … Allerdings gelang es der Redaktion nicht, über die Produktion einzelner Hefte hinaus zu einer längerfristigen und zusammenhängenden überregionalen Diskussion zu kommen." Daraus hätten sich einige Fehleinschätzungen ergeben, die rückwärts gerichtet gewesen seien und sich an den Problemen der Arbeitszusammenhänge der Studentenbewegung abgearbeitet hätten (Nr. 43/1974).

Mit dieser Ausgabe erfuhr "Politikon" eine inhaltliche Veränderung "in der politischen Zielsetzung". Deutlicher als bisher wollte man "Theorie und Politik antiautoritärer Sozialisten sowohl gegenüber einer wissenschaftsfetischistischen Marx- und Lenin-Orthodoxie als auch einer tendenziell theoriefeindlichen Unmittelbarkeitsideologie artikulieren" und in den Mittelpunkt stellen. Die Zeitung wurde nun von einem Redaktionskollektiv mit verschiedenen Verantwortlichkeiten geleitet. Nicht von ungefähr erschienen dann auch Artikel, die die Neuorientierung dokumentieren sollten. Einen Anfang machte der Artikel des Redaktionskollektiv: "Sozialistische Hochschulpolitik und institutionelle Mitbestimmung" (ebd.)

Trotzdem schienen sich diverse Spannungen fortzusetzen. So in der Ausgabe 54 vom Februar 1977, die sich an der "inhaltlichen Arbeit" des Redaktionskollektivs festmachten. Das habe u. a. mit einer "veränderten Situation" an der Hochschule, "insbesondere auch hier in Göttingen" zu tun und bewirkte, dass "wir uns stärker auf hochschulpolitische Fragen konzentriert haben".

2. Einstellung der Zeitung

Im "Editorial" der Ausgabe 64/1980 zeigten sich Zerwürfnisse in der Redaktion, die sich an "Männerproblemen" hochgeschaukelt hatten, und Verständigungsprobleme. Dabei ging es wohl um zwei Fragestellungen:

"1. Warum ist Verständigung im Moment so schwierig? 2. Welches sind die Raster, mit denen wir Realität strukturieren, wie lassen sie sich als Ordnungsprinzipien freilegen und welche Möglichkeiten gibt es, Verständigung wieder zu erleichtern?"

Ohne zu einer endgültigen Klärung zu kommen, wollte man mit diesen Fragestellungen eine Neudefinition anstreben, die helfen sollte, "uns neu" zu definieren. Dazu würde auch die Frage gehören: Was ist "politisch?" (Nr. 64/1980). Unklar ist, ob diese Debatten letztlich mit zur Einstellung der Zeitschrift im Februar 1982 führten. Hinweise darauf gab es nicht; auch nicht auf andere gewichtige Argumente (Nr. 66/1982).

3. Alte Studentenbewegung als neue Triebkraft

Mit der Ausgabe 36 vom April/Mai 71 wurde erstmals die "Kritik einer Gruppe von Berliner Genossen an der KPD/AO" und deren "Vorläufige Plattform" veröffentlicht und u. a. erklärt, dass die AO "keine Begründung für die Notwendigkeit und Berechtigung ihrer eigenen Konstituierung" angebe.

Jürgen Jacobi beschäftigte sich in seinem Artikel mit dem "Marxismus-Leninismus als Ideologie des Zerfalls der Studentenbewegung" und kritisierte damit auch zwangsläufig die aufkeimende maoistische Bewegung: "Die Bestimmung des Charakters der Studentenbewegung wie sie formelhaft in den Publikationen der Marxisten-Leninisten auftaucht, kann in bestimmter Weise als 'Apologie' der Studentenbewegung begriffen werden, auch und gerade weil sie Verrat an den revolutionären Tendenzen dieser Bewegung übt." (Nr. 39/1972).

Bemühungen verschiedener Aktivistenkollektivs, aber auch die Versuche der "Neo-Leninisten" die "proletarische Offensive" mit einer "Rekrutierungsphase" zu beginnen, "in der durch rigide Organisationsmodelle und fetischistische Schulung eine Minderheit von 'Berufsrevolutionären' herausgebrochen werden soll", kritisierte Brüggemann vom Redaktionskollektiv allerdings schon sehr früh und sah den Aufbau einer Kommunistischen Partei auch äußerst kritisch: " … und vor ihren Toren wird eine sektiererische berufsrevolutionäre Gespensterpartei in Kleinformat unter dem amüsierten Lächeln der Herrschenden verzweifelt ihre Basis suchen" (Nr. 31/1970).

Buckmiller fügte im Artikel "Stalinismus und Faschismus. Zum Verhältnis von Revolution und Konterrevolution in linken Faschismusanalysen" hinzu, dass die von "studentischen kommunistischen Gruppen betriebene Bastelei an einer siegesfrohen Scheinkontinuität der revolutionären Arbeiterbewegung …, den die offiziösen Geschichtsschreibungen- und Klitterungen beharrlich unterschlagen bzw. herunterspielen", hier in aller Deutlichkeit herausgestellt wurde (Nr. 44/1974).

Im Abschnitt "Wie Marx an die Uni kam" des Artikels von Renate Müller-Isenburg und Hennig Voßberg "Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie mal war …" wurde die "alte" Studentenbewegung sozusagen als eigentliche Triebkraft für ihre kommende radikale Version begriffen: "Die Vorbilder der Studentenrevolte hatten sich nur immer weiter von Marxismus entfernt, sondern auch direkt gegen die Studentenbewegung Stellung bezogen. Habermas Vorwurf des 'Linksfaschismus' und der 'Scheinrevolution'" würden die "deutlichsten Beispiele darstellen". DKP und die verschiedenen ML-Gründungen wetteiferten miteinander. Zwei feindliche diametral entgegengesetzte "Institutionalisierungen des Marxismus-Leninismus" stünden sich nun im "heftigen Konkurrenzkampf" gegenüber, so dass diese Auseinandersetzungen zur politischen Daueraufgabe mit einer inflationären "Solidarität" würden. Die Perspektiven würden "nicht rosig" aussehen. Der Abbau der "Kommunikationsschranken" sei der erste Schritt, den die "Linken untereinander" abbauen müssten (Nr. 55/1977).

Der Artikel "Schulreform, Schulkampf und Bedürfnisse der Schüler" von Wolfram Beyer schien daran anknüpfen zu wollen: Sollte man m. E. die Studentenbewegung auch als Ausbruchsphase verstehen, so träfe das einmal mehr auf die "Schülerrevolte" zu, die, so der Autor, "von den Gymnasiasten" getragen wurden und in der "AUSS-Sexualkampagne sicherlich einen ihrer Höhepunkte hatte. Die Überlegung, dass an den Schulen die "ML-Schülerorganisationen" "zum Schrumpfen" verurteilt waren, hatte hier etwas für sich, da sie kaum zur "revolutionären Erziehung" beitragen konnten und durchweg an ideologischen Überfrachtungen zu knacken hatten (Nr. 55/1977).

4. Die Karl-Korsch-Debatte

Wichtig war natürlich die Debatte um und über den marxistischen Theoretiker Karl Korsch. Bereits die Nummer 25 vom Oktober 1968 veröffentlichte den Artikel: "Räte - Das Ende der Demokratie?" Dazu erschien von Helmut Fehr der Artikel "Karl Korschs Programm eines praktischen Sozialismus", der den Rätetheoretiker würdigte. Auch andere Artikel beschäftigten sich mit dem Rätegedanken, etwa der von Matthias Koch zu den "Arbeiterräten" in der französischen Mai-Revolte.

In der Nummer 32 vom Juli 1970 erschien ein weiterer Artikel zu den Räten. Lucio Magri stellte die Frage nach "Räten im Spätkapitalismus". "Politikon" veröffentlichte dann in der folgenden Nummer vom Oktober/November 1970 einen längeren Aufsatz von Korsch mit dem Titel: "Von der bürgerlichen Arbeiterpolitik zum proletarischen Klassenkampf".

Möglicherweise begann die eigentliche Debatte aber erst mit der Nummer 38 vom Oktober/November 1971. Jürgen Seifert veröffentlichte "Anmerkungen zu Karl Korsch: Marxismus und Philosophie". Oskar Negt: "Theorie, Empirie und Klassenkampf. Thesen zur Konstitutionsproblematik bei Korsch" und Gian Enrico Rusconi: "Zur Theorie und Praxis der proletarischen Revolution. Karl Korsch im Vergleich mit Gramsci und Bordiga" (Nr. 38/1971).

Die Diskussion wurde in der Nummer 39 vom Januar/Februar 1972 mit dem Artikel des Herausgebers der Schriften Korschs, Michael Buckmiller "Bemerkungen zu Oskar Negts Korsch-Kritik" fortgesetzt (Nr. 39/1972).

In der Nummer 40 vom Mai/Juni 1972 wurde im Zusammenhang mit neuen Strategien der Arbeiterbewegung an die bisherigen Diskussionen, vor allem an die über die "Arbeiterkontrolle" und an die Rätefrage, wieder angeknüpft. Dazu erschienen einige Artikel, die den Gedanken der "Neuformulierung der proletarischen Revolution" wieder aufnahmen und sich kritisch mit ihm auseinandersetzten; u. a. in den Artikeln von Andre Gorz: "Gewerkschaftlicher Kampf und der Selbstverwaltung der Arbeiter. Zur Diskussion in der französischen Linken", Jean-Marcel Bouguereau: "Selbstorganisation im Klassenkampf" und der Artikel aus "Il Manifesto": "Ein halbherziger Totengräber. Zur Dialektik von Räten und Parteien" (Nr. 40/1972).

In der Nummer 50 vom Februar 1976 erschien dann eine Rezension zu Korschs "Marxistische Revolutionstheorien" von Wolfgang Zimmermann, der als Quintessenz festhielt: "Korschs politisches Denken und Handeln" sei nicht "einheitlich" und nur "zu verstehen, wenn man die Wurzeln seines Denkens … in seiner gesellschaftlichen Situation begriffen hat" (Nr. 50/1976).

5. Arbeiterbewegung und Klassenbewusstsein

Im Artikel "Nach dem Mai 68. Streiks für Arbeiterkontrolle" von Serge Mallet in der Nummer 33 vom Oktober/November 1970 über Streiks, Streikformen und Streikziele vollzog der Autor deutlich den Bruch mit dem Antiautoritarismus der Jugend- und Studentenbewegung und sah in den Streiks für "Arbeiterkontrolle", so wie sie sich in Frankreich herausgebildet hatten, eine Umbruchsphase der Revolte der Arbeiterklasse gegen das Lohnsystem, die "über einfache Lohnforderungen hinausgehen" (Nr. 33/1970).

Auch die Nummer 34 vom Dezember 1970 stand im Zeichen einer Streikbewegung. Der Artikel über die "Septemberstreiks" in der BRD ließ die "Voraussetzungen und besonderen Bedingungen der Streikbewegung an der Köckner-Hütte Bremen im September 1969" Revue passieren. Im Artikel dazu: "Jetzt bestimmen wir Klöckner-Arbeiter über ihren Kampf." Zwei weitere Artikel versuchten sich ebenfalls mit den Arbeiterprotesten auseinanderzusetzen. Zum einen der Artikel "Spontane Streiks und Gewerkschaftsbürokratie", der sich mit der Entfremdung zwischen der Gewerkschaft und den Belegschaften auseinandersetzte und der Artikel von Thomas Kleinspehn "Spontane Streiks und Arbeiterbewusstsein", der die Streiks von 1969 und die Tarifbewegung als "Erfahrungsgrundlage für einen fortschreitenden Entwicklungsprozess" betrachtete und resümierte, dass die Kämpfe sich weiterentwickeln würden: "Unter diesen Bedingungen die Septemberstreiks 69 auf reine Lohnkämpfe zu reduzieren, heißt ihre historische Bedeutung und ihren politischen Erfahrungsgehalt dem Schematismus überkommender Kategorien von politischen und ökonomischen Kampf preiszugeben" (Nr. 34/1970).

Offensichtlich war, dass dieser Diskurs sich einmal mehr auch mit Fragen nach dem "Klassenbewusstsein" und dem "Klassenkampf" beschäftigte und sich in der Zeitung deutlich niederschlug. Die Debatte um LIP und Erwitte, die für Besetzungsbewegungen standen, könnte als Ablösung von den bisherigen Studentenproblematiken in den Heften verstanden werden. Zu Erwitte meinte man, dass die Betriebsbesetzung "in der Kampfgeschichte der westdeutschen Arbeiterklasse" eine "einmalige Auseinandersetzung" darstellee und dass sich hier ein "neues Bewusstsein" herausbildete (Nr. 45/1974, Nr. 56/1977).

Sandra Distel und Dieter Kropp sahen im Erwitter Arbeitskampf aber auch die "Bedeutung der Frauenbeteiligung" kommen. Erwitte zeige, "dass Arbeiterbewegung und Frauenbefreiung in engem Zusammenhang stehen" (Nr. 54/1977).

In einem weiteren Beitrag beschäftigte sich Kropp mit dem "Mai 1968 und (der) Neuen Linke in den Kämpfen der LIP-Belegschaft". Er stellte fest, dass LIP jedoch "kein Modell für Arbeitskämpfe in der BRD sein" könne (Nr. 56/1977). Die Fortsetzung des Artikels erschien in der 57/1977: "Entwerfen wir in unseren heutigen Kämpfen, was morgen sein wird!" Zudem veröffentlichten Sandra Distel und Wilma Lang den Artikel "Neue Aspekte des heutigen LIP-Kampfes. Frauenbewegung im Arbeitskampf der LIPs", der Verbindungen zwischen "Neuer Frauenbewegung und Arbeiterbewegung" aufzeigen wollte (Nr. 57/1977).

Die Ausgaben spiegelten die Politisierung und Ideologisierung der Frauenbewegung in verschiedenen Ausprägungen und Ansätzen wider. So beschäftigten sich einige Beiträge mit der italienischen "Lotta Continua" und deren Entwicklung innerhalb der feministischen Bewegung Italiens.

6. "Jenseits von Gut und Böse" und "innere Kolonisation"

Eine neue "politische Solidarität" im Zusammenhang mit der RAF forderte das Redaktionskollektiv in der Nr. 46 vom Februar 1975 ein: "Die Frage jeglicher Solidarisierung mit der RAF verkommt zu einer Mutprobe. Durch das bloße Bekennertum werden reale Gefahren im Doppelsinne ausgeblendet: Gesellschaftliche Entwicklungen werden unterschätzt und die subjektive Reproduktionsbasis daher in Frage gestellt …" (Nr. 46/1975).

Der Artikel "Jenseits von Gut und Böse" des "Redaktionskollektivs" in der Ausgabe 57/1977 beschäftigte sich mit dem Herbst 1977, der RAF und der "klammheimlichen Freude" des "Buback-Nachrufs." Dass es den Autoren um die "eigenen Auseinandersetzungsformen" ging, war hier löblich und insistierte auf eine differenzierte Behandlung "sich einzumischen". "Das ist ein Appell. Wenn aber in unserem Verhalten … nicht ein Funke von dem sichtbar wird, für dessen Verwirklichung wir überhaupt politisch arbeiten … dann ist vermutlich jede Anstrengung vergeblich …" (Nr. 57/1977).

Eine Reihe weiterer Artikel, die als Beiträge zur "Göttinger Affäre" bezeichnet werden können, rundeten das Bild ab, etwa Peter Brückner: "Es ist an der Zeit, innere Monologe zu veröffentlichen" und "Semper aliquid haeret. Zur Suspendierung des Göttinger AStA oder: Wie man Sümpfe trocken legt". Artikel wie der von Erhard Lucas in der Ausgabe 58/1978: "Uniformität und Bürgerkriegslogik. Die bedenklichen Seiten der inneren Geschichte der Dokumentation 'Buback' - Ein Nachruf" und von Ingo Scheller: "Über die Veröffentlichung skandalöser Gefühle. Nachbemerkungen zur Reaktion auf den 'Buback-Nachruf" können dagegen als persönliche Statements bezeichnet werden (Nr. 59/1978).

In gewisser Weise knüpfte der Artikel von Heinz Brüggemann "Strategien der inneren Kolonisation" in der Nummer 60/1978 an diesen Diskurs an, wenn auch die gesamte Ausgabe u. a. über neue Philosophie und deren Entstehungskontext (so in Frankreich) reflektierte. Brüggemann, der von "politischen Disziplinierungsmaßnahmen und Überwachungsapparaten" sprach, wollte den Mangel an "politischer Kultur" kontrovers am "Verfassungsanspruch" und an der "Verfassungswirklichkeit" messen. Politische Entwicklungstendenzen würden sich in einen "Gesamtkomplex von Strategien" einfügen (88a, Mescalero, Roth/Otto-Prozess, Razzien in Wohngemeinschaften, Buback-Gedenkminute etc.). Begreifen solle man das als "politische Krise" des Verfassungsstaates (Nr. 60/1978).

7. Lesenswert

Lesenswert waren sehr viele Artikel in "Politikon." Die Zeitung versuchte, sich stets an aktuellen Problemen abzuarbeiten, was irgendwo auch zum Verlust des eigenen politischen Standortes führte. Waren eine Reihe von Artikeln den studentischen Problemen, den bürgerlichen Wissenschaften und der kritischen Wissenschaftstheorie gewidmet (Nr. 43/1974), den Sozialisationstheorien (Nr. 35/1971), dem kapitalistischen Produktionsprozess und der Arbeitslosigkeit (Nr. 47/1975), den Fragen des Marxismus (Nr. 47/1975), so wurde mit der Nummer 47 eine Debatte unter dem Schlagwort "Die 'andere' Arbeiterbewegung" eröffnet, die über mehrere Ausgaben fortgeführt wurde. Dem trugen auch die nachfolgenden Ausgaben in gewisser Weise Rechnung, etwa die Nr. 55 vom April 1977, die die Uni "zwischen Prostitution und Klassenkampf" bei gleichzeitiger "Mythenbilddung der alten Studentenbewegung" sah.

Weitere wichtige Artikel waren die in der Nummer 45/1974 zur Frauenfrage, zur Emanzipationsdebatte, zur gesellschaftlichen Emanzipation des Subjekts in der Funktionalität der kapitalistischen Produktionsweise. Die Nummer 48 vom Juni 1975 stellte die linke Radikalität von Intellektuellen (im Beruf) in den Mittelpunkt, forschte nach deren Ursachen und arbeitete Klassenantagonismen heraus. Auch die "Bahro"-Debatte wurde in "Politikon" geführt (Nr. 59/1978).

Aus dem Rahmen fielen die Nummern 62/1979 und 63/1979. Die Ausgabe 62 beschäftigte sich mit Fußball. Aus dem Heft bleibt der Artikel von Walter Seifarth mit den gewagten Thesen "Fußball führt in letzter Konsequenz zum Faschismus. Deutsche Jugend, Faschismus und Fußball" und: "Fußball ist faschistisch - eine 'linke' Norm" in Erinnerung. Die Nummer 63/1979 beschäftigte sich mit Rockmusik. Der Artikel "Rock macht rasend. Sex & Drugs & Rock & Roll" beschäftigte sich vornämlich mit der populären Rock- und Pop-Musik und suchte die Verbindung von populärer Kulturproduktion zur Kulturindustrie und damit zum Politischen (Nr. 63/1979).

Auch die Nummer 65/1980 war eine Überraschung, zumal ja alle bisherigen Ausgaben das politische Geschehen zu verarbeiten gedachten. Hier ging es um Krankheit als psychisches Problem. Die Redaktion verwies darauf, dass man "spätestens seit den Veröffentlichungen von Norbert Elias, Klaus Theweleit, Michael Focault u. a." die "Krankheit als abgebrochene Kommunikation" zu begreifen habe, als eine "Reflexion auf Gesundheit selbst" (Nr. 65/1980).

Letztlich gehört der Artikel von Michael Krüger "Reflektionen über eine neue Studie zum Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate" zu den wenigen ökonomischen Artikel mit starker Tendenz, die Marxsche Werttheorie anhand Stamatis Schrift "Die spezifische kapitalistischen Produktionsmethoden und der tendenzielle Fall der allgemeinen Profitrate bei Karl Marx" (etwa zur gleichen Zeit mit Artikeln in der "Marxistischen Kritik" und den "Aufsätzen zur Diskussion") zu diskutieren (Nr. 64/1980).

Ab der Nummer 50 erschienen Artikel, die sich mit der "Übergangsgesellschaft" und den oppositionellen Marxisten in Osteuropa sowie deren "Innerkritiken" an der sowjetischen Gesellschaft beschäftigten. U. a. erschienen von Otto Kallscheuer: "Theoretische Aspekte der 'Innerkritik' der sowjetischen Gesellschaft" und von Marc Rakovski: "Der Marxismus angesichts der sowjetischen Gesellschaften" (Nr. 50/1976).

Artikel zum Internationalismus veröffentlichte "Politikon" in der Nummer 51/1976 mit der These, dass der "Internationalismus der fraktionierten Linken" und der "sektiererischen Avantgarden" in eine so genannte "Revolutionsdogmatik" abdriften würden. Kritik wurde u. a. am KBW geübt, der sich in seiner politischen Analyse Portugals mit dem "fadenscheinigen Mäntelchen, aus dessen Risse und Löchern … die Selbstbehauptungsbedürfnisse einer politischen Sekte im politischen Richtungskampf der fraktionierten BRD-Linken" umgeben würde. DKP und Spartakus würden "die Variante eines realpolitisch funktionalisierten Internationalismus" vertreten, während sich die KPD/ML "in die Eiswüste moralisierender Abstraktionen gegenüber der Geschichte" begebe. Das Redaktionskollektiv veröffentlichte dazu den Artikel "Schafft zwei, drei, viele … Historische Perspektiven und aktuelles Dilemma des Internationalismus" (Nr. 51/1976).

Zur aufkeimenden Alternativbewegung ab der Mitte der 1970er Jahre und zu den Grünen um 1980-1982 erschienen in "Politikon" keine Artikel, was damit zusammenhängen mag, dass die Zeitung im Februar 1982 eingestellt wurde.

8. Organisationsdebatte

Man könnte die frühe und die spätere Organisationsdebatte in "Politikon" als ein Charakteristikum der Zeitung bezeichnen. Waren die frühen Debatten noch davon geprägt, die Spaltungslinien innerhalb der Linken mehr oder weniger klar zu definieren und sich mit der Selbstorganisation zu befassen, so waren die späten von dem Gedanken geprägt, Alternativen innerhalb des "sozialistischen Lagers" aufzuzeigen.

Der Artikel zur "Geschichtslosen Linken" fasste den Diskurs über Räte als "praktische Organisationsform" des Proletariats noch einmal zusammen und erklärte für die 70er Jahre: "Bis zum heutigen Tag, speziell in der BRD, hat die theoretische Diskussion in der 'Organisationsfrage' nicht mehr das Niveau einer Rosa Luxemburg erreicht und konnte es auch nicht erreichen angesichts des Ausbleibens massiver sozialer Kämpfe im hochkonjunkturellen Nachkriegsdeutschland und der Niederlage im Faschismus, so dass die Fraktionskämpfe der einzelnen Zerfallsprodukte der Studentenrevolte zuweilen das betrübliche Schauspiel boten und immer noch bieten, dass die eine Fraktion den leninistischen Block melkt und die andere Fraktion das maoistische Sieb darunter hält." (Nr. 49/1975).

Dass selbst das "Sozialistische Büro" nach "Politikon" in die Organisationsfalle hineinstolperte, war für die Zeitung nur ein weiterer Hinweis darauf, dass selbst jene "autonomen Basisaktivitäten" von einer "leidigen Organisationsdebatte ergriffen werden" und sie somit in die "stalinophilen Züge" abdrifteten. Es würde gelten, "die Räte als praktische Kritik … weiterzuentwickeln" (ebd.)

Jedoch ließe sich nicht "ungebrochen von 'links' (Zeitung des SB, d. Verf.) auf das gesamte SB schließen … denn die links-Gruppe kann, da sie als besondere Gruppe das Medium (und damit die allgemeinen Interessen) verwaltet, ihre besonderen Interessen als die allgemeinen verstehen bzw. diese als jene durchsetzen" (Nr. 50/1976).

Für das Redaktionskollektiv von "Politikon", der Zeitung (theoretisch anspruchsvoll) der undogmatischen Sozialisten, zeichnete Heinz Brüggemann bis zur Ausgabe 42 (ab der Ausgabe 43 erscheint die Zeitung dann unter verschiedenen Verantwortlichkeiten) verantwortlich. Die Konstitution eines "Redaktionskollektiv" war auch eine Form der organisatorischen Neubestimmung der Zeitungskonzeption, da die Verantwortlichkeiten für die Artikel in den Händen der Autoren selbst lagen.

Brüggemann veröffentlichte übrigens bereits früh (Nr. 31/1970) den Artikel: "Gegen die voluntaristischen Ochsenfrösche. Zu den theoretischen Voraussetzungen der neo-leninistischen Fraktion in der Linken", der die Perspektive der Zeitung Revue passieren ließ und in der Auseinandersetzung mit dem "Roten Forum" (Heidelberg) deren Legitimationstheorien und den "leichtfertigen Umgang" mit dem Begriff "Masse" kritisierte und die "Septemberstreiks" als "leninistische Wendung der Strategie- und Organisationsdebatte der Linken" verstand. Diese wurzele vor allem "in dem schockartigen Erlebnis der Septemberstreiks: die Konfrontation einer bis dahin antiautoritär sich verstehenden, tendenziell von Isolierung bedrohten studentischen Protestbewegung, die nur sehr sporadisch und in kaum nennenswertem Umfang Lehrlinge- und Jungarbeiter hatte mobilisieren können … die sich in der Propagierung und zirkelhaften Praktizierung rigider Organisationsmodelle und einer Wiederbelebung leninistischer Avantgardekonzeptionen niederschlugen" (Nr. 31/1970).

Daher wollte sich "Politikon" vom linken dogmatischen Politbetrieb und der organisatorischen Gründung von Sektenparteien befreien. Das gesellschaftliche Anliegen der Zeitung kann als politische Kapitalismuskritik verstanden werden, die mit dem Vokabular der maoistischen Linken wenig anfangen konnte und auf deren Loslösung insistierte. Organisatorisch blieb "Politikon" bis zur letzten Ausgabe unabhängig.

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

Januar 1965:
Es erscheint die Nr. 9 der Zeitschrift: "Politikon. Göttinger Studentenzeitschrift für Niedersachsen" mit der Schlagzeile: "Georgia-Augusta - Universität im 3. Reich".

Eingangs wird darauf verwiesen, dass die bisherigen Überlegungen, "die Vergangenheit der Universität zu bewältigen, unzureichend" gewesen sind. Es käme jetzt darauf an, "die Rekonstruktion der sozialen Situation einer Universität" zu leisten. "So interessiert uns, wie die Situation einer Universität vor Beginn des Nationalsozialismus aussah, welche Einflüsse von außen auf sie einwirkten, wie sich die Professoren und Studenten verhielten, welche Rolle die Selbstverwaltung der Universität spielte und welche strukturellen Veränderungen 1933 in ihr vorgenommen wurden. Dabei erschien uns Göttingen als Universitätsstadt durchaus für die Mehrheit der deutschen Universitäten beispielhaft …"

Artikel der Ausgabe sind:
- "Wissenschaft und Politik. Bemerkungen zum Verhältnis von Politik und Wissenschaft"
- "Die Zeros und die Neros"
- "In Couleur und Braunhemd. Die Studentenschaft in der Weimarer Republik"
- "Die geistige SA rückt ein. Die Göttinger Studentenschaft im Dritten Reich"
- "Wider den undeutschen Geist. Rede des Privatdozenten Dr. Fricke am 10. Mai 1933"
- "Ehre, Freiheit, Vaterland. Kooperation im Dritten Reich"
- "Großdeutsch und arisch. Zur Organisation der Studentenschaft"
- "Der Rektor als Führer. Die nationalsozialistische Universitätsverfassung"
- "Forschung, Lehre und Partei. Zur Wissenschaftstheor4ie des Nationalsozialismus"
- "Holz hacken und Juden ausmerzen. Paul de Lagarde, die Zerstörung der Vernunft und der Deutsche Provinzialismus"
- "Die Georgia- Augusta. Eine deutsche Universität im Dritten Reich"
- "Das arteigene Weltbild. Sprachkritische Anmerkungen zur Germanistik im Dritten Reich"

Geworben wird u. a. für die Buchhandlung Deuerlich, den Suhrkamp-Verlag. Rezensiert werden u. a. die Bücher: Fritz Stern: "Kulturpessimismus als politische Gefahr" und Ernst Nolte: "Der Faschismus in seiner Epoche".
Quelle: Club Politicon e. V.: Politikon. Göttinger Studentenzeitschrift für Niedersachsen, Göttingen, Nr. 9, Januar 1965.

Mai 1967:
Es erscheint die Nr. 20 der Zeitschrift: "Politikon. Göttinger Studentenzeitschrift für Niedersachsen" mit der Schlagzeile: "Studium als Konflikt".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Studium als Konflikt"
- "Die Universität und die Pleite"
- "Staatsmythos oder demokratisches Bewusstsein?"
- "Studium, Sozialkontakt und persönliche Entwicklung"
- "Studium und psychische Konflikte"
- "Beratungsstelle Berlin"
- "Hochschulreform und Studienreform"
- "Richter und Rechte"
- "Existenzielle Gegnerschaft? Zur Auseinandersetzung zwischen Prof. Dr. Helge Pross und dem Deutschen Studentenanzeiger"
- "Germanisches Adagio"
- "Ein heißer Frühling in Berlin"
- "Bildungswerbung"
- "Nachrichten" (u. a. Fritz Erler Stipendium und FT- AStA)
- "Die Moral der Frau Wirtin"

Geworben wird u. a. für Kiepenheuer & Witsch, für C. H. Beck, die "Süddeutsche Zeitung", für den Suhrkamp-Verlag, die "Frankfurter Rundschau", den Westdeutschen Verlag (Köln/Opladen).
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Göttinger Studentenzeitschrift für Niedersachsen, Göttingen, Nr. 20, Mai 1967.

November 1967:
Es erscheint die Nr. 21 der Zeitschrift: "Politikon. Göttinger Studentenzeitschrift für Niedersachsen" mit der Schlagzeile: "Examen auf dem Prüfstand".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Examen"
- "Faschismus bei Springers. Bemerkungen zu Texten und Karikaturen aus dem Hause Springer"
- "Krönender Abschluss. Studium und Examen"
- "Prüfungen an Hochschulen"
- "An unsere Leser. Gegendarstellung des Göttinger Studenten-Anzeigers"
- "Prüfungsangst und Prüfungssystem"
- "Geschichte in Göttingen- Ein Studium wert?"
- "Zucht in Wort und Schrift. Zu den Prüfungsvorstellungen für Germanisten"
- "Gewohnheitsrechtliche Übungen. Die Prüfungsordnung für Diplom- Sozialwirte
- "Entschuldigen Sie, wenn ich lache! Interview mit dem Dekan der philosophischen Fakultät, Prof. Dr. Frhr. Von Stackelberg über das geplante kleine Latinum für Realschullehrer"
- "Die Meinung eines Altphilologen. Gespräch mit Prof. Dr. Hentig über das Latinum für Realschullehrer"
- "Zur Studienreform bei den Volkswirten. Beispiel eines pragmatischen Modells"
- "Mittelalterlich"
- "Reform des Medizinstudiums"
- "27 Buchstaben. Die seltsamen Reformvorstellungen S. Magnifizenz"
- "K(l)eine Experimente. Hochschuldidaktik, Prüfungswesen und Studentenpolitik"
- "New American Cinema"

Geworben wird u. a. für Bücher der Europäischen Verlagsanstalt, für den Alfred-Metzner-Verlag, Bernhard-Graefe-Verlag, den Athenäum Verlag in Frankfurt/M., für den S. Fischer Verlag, für den Westdeutschen Verlag, für den Suhrkamp-Verlag, für die Büchergilde Gutenberg, für die Universitätsliteratur Peppmüller, für die Universitätsbuchhandlung Dr. Ludwig Häntzschel, für die Akademische Buchhandlung Calvör und für Deuerlich. Buchhandlung für Universitätswissenschaft und schöne Literatur. Dazu gibt es eine Rubrik mit "Neuen Büchern". U. a.: Klaus Mehnert: "Der deutsche Standort", Andre Gorz: "Zur Strategie der Arbeiterbewegung in Neokapitalismus". Rezensiert wird u. a.: Hans-Peter Schwarz: "Vom Reich nur Bundesrepublik".
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Göttinger Studentenzeitschrift für Niedersachsen, Göttingen, Nr. 21, November 1967.

Oktober 1968:
Es erscheint die Nr. 25 der Zeitschrift: "Politikon. Göttinger Studentenzeitschrift für Niedersachsen" mit der Schlagzeile: "Alle Macht den Räten!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Räte - Das Ende der Demokratie?"
- "Pocemu? Zur Intervention in die SCCR"
- "Prinzipien de sozialistischen Gesellschaft"
- "Helmut Fehr: Praktischer Sozialismus. Karl Korschs Programm eines praktischen Sozialismus"
- "Erich Gerlach: Räte in der spanischen Revolution"
- "Gräten gebrochen. 23. 0 SDS Delegiertenkonferenz"
- "Politikon aktuell. Der Fall der philosophischen Fakultät"
- "Matthias Koch: Arbeiterräte in der Mai-Revolution"
- "Revolte der Arbeiter. Einkommenspolitik/Gewerkschaften/shop- Stewards. Ein englischer Beitrag zur Strategiediskussion"
- "Hochschulpolitische Chronik. Wichtige hochschulpolitische Ereignisse der letzten Monate"
- "Universitätsreform: Gefährliche Zugeständnisse. Zu den Ergebnissen der Reformkommission 1 der Göttinger Universität"
- "Macht die blaue Blume rot. Prof. Schöne auf dem Germanistentag 1968"
- "BND auch in Göttingen. Geheimdienst versucht Soziologiestudentin anzuwerben"

Geworben wird u. a. für Ullstein-Bücher, für die Musterschmidt-Buchhandlung, für den Verlag Kurt Desch, die Reihe Hanser und die EVA. Dazu werden verschiedene Bücher vorgestellt, u. a.: Heinz Haber: "Der offene Himmel", Ernst Mandel: "Entstehung und Entwicklung der ökonomischen Lehre von Karl Marx", Bruno Fritsch: "Die Geld- und Kredittheorie von Karl Marx".
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Göttinger Studentenzeitschrift für Niedersachsen, Göttingen, Nr. 25, Oktober 1968.

Februar 1970:
Es erscheint die Nr. 30 der Zeitschrift: "Politikon. Göttinger Studentenzeitschrift für Niedersachsen".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Von der Antiautoritären Bewegung zur anti-autoritären Organisation"
- "Lenin als Philosoph"
- "Kein Schritt vorwärts, zwei Schritte zurück"
- "Politikon Aktuell: Wi-Wi-Streik: Sturm im Wasserglas?"
- "Vom roten Frühling bei FIAT. Zum heißen Herbst in Italien"
- "Andre Gorz: Weder Bolschewik noch Gewerkschaftler"
- "Die Glosse: Sexualität, ein technisches Problem?"

Geworben wird u. a. für: Akademische Buchhandlung Calvör in Göttingen, für den Taschenbuchladen tabula, für Bücher aus der Europäischen Verlagsanstalt, für Robert Peppmüllers Universitätsliteratur, für die Buchhandlung Deuerlich und für Rotbücher.
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Göttinger Studentenzeitschrift für Niedersachsen, Nr. 30, Göttingen, Februar 1970.

13.03.1970:
Heftige ideologische Differenzen innerhalb der studentischen Linken in Göttingen führen zum Ausschluss von vier Genossen. Diese anarchosyndikalistisch orientierten SDS-Genossen gehörten der sogenannten Politikon-Gruppe an, die sich um diese Göttinger Studentenzeitschrift scharen. Mit der Nr. 31 ist 'Politikon' nun eine Göttinger Studentenzeitschrift und nicht mehr eine Göttinger Studentenzeitschrift für Niedersachsen. Der SDS gibt dafür erstmals den 'Roten Kurs' als sozialistische Göttinger Studentenzeitung heraus.
Q: Roter Kurs Nr.2,Göttingen 1970,S.1; Politikon Nr. 31,Göttingen 1970, S. 9ff.

Juni 1970:
Es erscheint die Nr. 31 der Zeitschrift: "Politikon", die sich ab dieser Ausgabe im Untertitel nur noch "Göttinger Studentenzeitschrift" nennt.

Die Änderung des Titels geht auf Differenzen innerhalb des Göttinger SDS zurück, wonach am 13.3. der SDS "mit großer Mehrheit vier Mitglieder … ausschloss, die auch der Redaktion der Zeitschrift 'Politikon' angehören. Dazu wird das Protokoll einer VV veröffentlicht, aus denen die Differenzen hervorgehen. "Die Politikon- Redaktion grenzt sich hiermit von den organisatorischen Vorstellungen einer bestimmten Gruppierung im SDS ab. Sie ist sich darüber im Klaren, dass diese Vorstellungen nicht von sämtlichen SDS-Genossen … geteilt werden … Die hiermit erfolgte organisatorische Trennung von SDS und Politikon gewährleistet zum gegenwärtigen Zeitpunkt unseres Erachtens am ehesten eine punktuelle Zusammenarbeit mit dem SDS als politischem Verband, die nach wie vor von uns als sinnvoll angesehen wird".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Gegen die voluntaristischen Ochsenfrösche. Zu den theoretischen Voraussetzungen der Neo-Leninistischen Fraktion in der Linken"
- "Was Tut's?. Zur organisatorischen Praxis der Neo-Leninistischen Fraktion im Göttinger SDS"
- "Zur Organisation der Betriebsarbeit"
- "Entwicklung der Produktivkräfte in der Wissenschaftlich-Technischen Revolution. Auszüge aus dem Richta-Report"
- "Die Kapitalisierung der Pädagogik und die Aktualität Bernfelds"

Geworben wird u. a. für die Buchhandlung und Verlag Carl Hanser, für Rotbücher, für Bücher aus der Europäischen Verlagsanstalt, für die Akademische Buchhandlung Calvör in Göttingen, die Musterschmidt- Buchhandlung.
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Göttinger Studentenzeitschrift, Nr. 31, , Göttingen, Mai/Juni 1970.

Juli 1970:
Es erscheint die Nr. 32 der Göttinger Studentenzeitschrift "Politikon" mit der Schlagzeile: "Räte in Italien?"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Eine neue Rätebewegung in Italien?"
- "Räte im Spätkapitalismus"
- "Die Delegiertenbewegung"
- "Delegierte über sich selbst"
- "Rezensionen"

Geworben wird u. a. für Bücher aus der EVA, dem Pahl-Rugenstein-Verlag, für den März-Verlag, für den Wagenbach-Verlag und für Bücher aus der PoliBu Spartakus (Hamburg).
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Göttinger Studentenzeitschrift, Nr. 32, Göttingen, Juli 1970.

November 1970:
Es erscheint für die Nr. 33 der Göttinger Studentenzeitschrift "Politikon" mit der Schlagzeile:"Streiks und Arbeiterbewusstsein".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Serge Mallet: Nach dem Mai 68: Streiks für Arbeiterkontrolle"
- "Studentenunruhen im Urteil der Arbeiter"
- "Karl Korsch: Von der bürgerlichen Arbeiterpolitik zum proletarischen Klassenkampf"
- "Radovan Richta. "Die Auswirkungen der technisch-wissenschaftlichen Revolution auf die Produktionsverhältnisse"
- "Rezensionen", u. a. Kurt Holm: "Verteilung und Konflikt - Ein soziologisches Modell" Julius Braunthal: Geschichte der Internationale".

Geworben wird u. a. für Bücher aus dem Springer Verlag, der Reihe Hanser, Sammlung Luchterhand, für die Musterschmidt-Buchhandlung, für Wagenbach, für "links. Sozialistische Zeitung", für den Marxismus-Verlag, für die "Sozialistische Politik", für den Merve-Verlag, für die IG Metall, für den Bertelsmann-Universitätsverlag, für die Buchhandlung Deuerlich und für den Verlag Neue Kritik".
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Göttinger Studentenzeitschrift, Nr. 33, Göttingen, Oktober/November 1970.

Dezember 1970:
Es erscheint die Nr. 34 der Göttinger Studentenzeitschrift "Politikon" mit der Schlagzeile:"Septemberstreiks!"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Jetzt bestimmen wir. Klöckner-Arbeiter über ihren Kampf"
- "Spontane Streiks und Gewerkschaftsbürokratie"
- "Spontane Streiks und Arbeiterbewusstsein"
- "Rezensionen", u. a. über Jürgen Pahl: "Die Stadt im Aufbruch der perspektivistischen Welt"

Geworben wird u. a. für die "Bundeszentrale für politische Bildung, für den Verlag Pahl-Rugenstein, den Melzer-Verlag, Wagenbach, die Europäische Verlagsanstalt, für "Neues Forum. Internationale Zeitschrift für den Dialog", für "New left review", für die Musterschmidt-Buchhandlung und für tabula - Taschenbuchladen.
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Studentenzeitschrift Göttingen, Nr. 34, Göttingen, Dezember 1970.

Februar 1971:
Es erscheint die Nr. 35 der Göttinger Studentenzeitschrift: "Politikon".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Fritz Kramer: "Bemerkungen zur politischen Bedeutung der sozialistischen Studenten. Eine Antikritik zu Koch, Schmierer, Schwarzenberg (NRF 3/1970)"
- "Richard Vahrenkamp: Entwicklungstendenzen des industriellen Arbeitsprozesses"
- "Marxismus und Neoleninismus. Kritische Anmerkungen zu der Broschüre des KSB Göttingen- Lenin, Luxemburg, Analyse übe Differenzen"
- "Das Organisationskonzept der revolutionären Syndikalisten in Spanien 1931"

Geworben wird u. a. für: Westberliner Buchladen Kollektive, für den Bertelsmann-Verlag, für die Edition Voltaire, für den Verlag Neue Kritik, für die Europäische Verlagsanstalt, für den Verlag Wagenbach und die Rotbücher, für die eigene Zeitung "Politikon", für die Sammlung Luchterhand, für die "Sozialistische Politik", für "links. Sozialistische Zeitung', für den "Pahl Rugenstein Verlag, für den Buchladen Spartakus in Hamburg. Rezensiert wird: "Heinrich Stieglitz: "Soziologie und Erziehungswissenschaft. Wissenschaftstheoretische Grundzüge ihrer Erkenntnisstruktur und Zusammenarbeit" und: "Wilfried Gottschalch: "Soziologie der politischen Bildung".

Das "Komitee für die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Kuba" aus Heidelberg ruft dazu auf, den "Sozialistischen Aufbau in Kuba" mit Geldspenden zu unterstützen.
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Studentenzeitschrift Göttingen, Göttingen, Nr. 35, Februar 1971.

Mai 1971:
Es erscheint die Nr. 36 der Göttinger Studentenzeitschrift "Politikon"; erstmals mit einer "Kritik einer Gruppe von Berliner Genossen an der KPD/AO". Diese Kritik habe etwa vor einem halben Jahr dem "Roten Forum" (Heidelberg) vorgelegen. Dazu "Politikon": "Wir glauben, dass die KPD/AO-Kritik … nach wie vor Gültigkeit hat: die Entwicklung der RPK belegt das eindrucksvoll genug".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Kritik der KPD/AO"
- "An die Genossen der Betriebsuntersuchungsgruppe, An das zentrale Delegiertenkomitee"
- "Nikolaus Becker: Zur Organisation geistiger Arbeit im kapitalistischen Produktionsprozess. Tendenzen der reellen Subsumtion (Teil I)
- "Helmut Reinicke: "Ware und Dialektik. Zur Konstitution des bürgerlichen Bewusstseins bei Sohn-Rethel"

Rezensionen: Helmut Reichelt: "Zur logischen Struktur des Kapitalbegriffs bei Karl Marx", Claus Offe: "Das Leistungsprinzip und industrielle Arbeit. Mechanismus der Staatsverteilung in Arbeitsorganisationen der industriellen Leistungsgesellschaft". Geworben wird u. a. für: Westberliner Buchladen Kollektive, für die IG Metall, die Europäische Verlagsanstalt, für den Verlag Wagenbach und die Rotbücher, für Melzer- Bücher, den Merve-Verlag und den Verlag Neue Kritik.
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Studentenzeitschrift Göttingen, Göttingen, Nr. 36, April/Mai 1971.

Juli 1971:
Es erscheint die Nr. 37 der Göttinger Studentenzeitschrift "Politikon" mit dem Schwerpunkt Kapitalistischer Produktionsprozess und Studentenbewegung.
Artikel der Ausgabe sind:
- "Andre Gorz: Technische Intelligenz und kapitalistische Arbeitsteilung. Vortrag, gehalten am 22.4.1971 in Heidelberg"
- "Nikolaus Becker: Zur Organisation geistiger Arbeit im kapitalistischen Produktionsprozess (Teil II)"
- "Wolfgang Eßbach: Kritik der wissenschaftlichen Studentenbewegung"
- Andre Gorz: Zur Lage der angelernten Arbeiter"
- "Frankreich Mai 1971: Renault besetzt"
- "Renault-Arbeiter über ihren Streik"
- "Samuel H. Schirmbeck: Revolutionäres Bauerntheater in Westfrankreich"

Geworben wird u. a. für Westberliner Buchladen Kollektive, die Reihe Hanser, rororo Taschenbücher, Trikont Verlag, die "Deutsche Volkszeitung", J.-Braunthal: "Geschichte der Internationale", den "Richta-Report" und für Schmidt/Sigusch: "Arbeiter-Sexualität. Eine empirische Untersuchung an jungen Industriearbeitern" und "Spartakus. Politische Buchhandlung" (Hamburg).
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Studentenzeitschrift Göttingen, Göttingen, Nr. 37, Juni/Juli 1971.

November 1971:
Es erscheint die Nr. 38 der Göttinger Studentenzeitschrift "Politikon" mit dem Schwerpunkt: "Die Aktualität Karl Korschs".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Die Aktualität Karl Korschs: Diskussionsbeiträge"
- "Karl Korsch. Ein undogmatischer Zugang zum Marxismus"
- "Dokument 1: Thesen zum Vortrag 'Hegel und die Revolution' am 19.11.1931 (Karl Korsch)"
- "Dokument 2: Thesen G. Sorels zur materialistischen Geschichtsauffassung"
- "Dokument 3" (aus Lenin: "Der ökonomische Inhalt der Volkstümlerrichtung und die Kritik an ihr …)"
- "Dokument 4: Thesen über aktivistischen Materialismus, Klassencharakter und Parteilichkeit der Wissenschaft (Inhalt nach Marx und Lenin, Form nach Sorel)"
- "Jürgen Seifert: Anmerkungen zu Karl Korsch: Marxismus und Philosophie"
- "Oskar Negt: Theorie, Empirie und Klassenkampf. Thesen zur Konstitutionsproblematik bei Korsch"
- "Guiseppe Vacca: Der Marxismus von Korsch und Lukacs (aus: Rinascita, 2. Mai 1969)"
- "Klassenkämpfe in Spanien"
- "Hans Christian Harten: Kritik der politischen Ökonomie als System?"
- "Vom antikapitalistischen Studenten zum staatskapitalistischen Beamten"

Geworben wird u. a. für: Westberliner Buchladen Kollektive, die Reihe Hanser, für den Trikont Verlag, den Verlag Neue Kritik, für Fritz Vilmar: "Mitbestimmung am Arbeitsplatz. Basis demokratischer Betriebspolitik", den Luchterhand Verlag, für den Merve-Verlag, die EVA, Paul Brecher: "Das Geheimnis der Menschwerdung", die Marxismus-Bibliothek, die Edition Voltaire.
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Studentenzeitschrift Göttingen, Göttingen, Nr. 38, November 1971.

Februar 1972:
Es erscheint die Nr. 39 der Göttinger Studentenzeitschrift: "Politikon". Die Korsch-Debatte wird in dieser Ausgabe mit dem Artikel von Michael Buckmiller: "Bemerkungen zu Oskar Negts Korsch-Kritik" fortgesetzt.
Weitere Artikel der Ausgabe sind:
- "Jürgen Jacobi: Der 'Marxismus-Leninismus' als Ideologie des Zerfalls der Studentenbewegung"
- "Ein Aufruf an die Ober- und Fachschüler"
- "Solidarität mit Peter Brückner"
- "Rede von Jürgen seifert vom 24.1.1972"
- "Solidaritätsadresse zum, Teach-in am 24.1.1972"

Geworben wird u. a. für den Fischer Taschenbuch Verlag, für die Sammlung Luchterhand, den Wagenbach-Verlag, die EVA, den PoliBu (Hamburg), den Trikont-Verlag, die Zeitschrift "883", die "Internationale Information & Korrespondenz" der "Gruppe Soziale Revolution" (West-Berlin), den Merve-Verlag und "betrifft Erziehung".
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Studentenzeitschrift Göttingen, Göttingen, Nr. 39, Februar 1972.

Juni 1972:
Es erscheint die Nr. 40 der Göttinger Studentenzeitschrift "Politikon" mit dem Schwerpunkt "Räte, Klassenkampf und Selbstorganisation".

Zu den Räten in Deutschland heißt es u. a. im "Editorial": "Die Wiederaufnahme der Diskussionen um Selbstverwaltung und Räte in den westeuropäischen Klassenkämpfen … verweist auf die Notwendigkeit einer Neuformulierung der Theorie der proletarischen Revolution unter den Bedingungen des Spätkapitalismus, eine Neuformulierung, die auf eine Differenzierung und Vertiefung der Marxschen Analyse entfremdeter Arbeit und die Einsicht in die emanzipativen Dimensionen vorsichtgebender Klassenkämpfe nicht gründen muss".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Editorial- Zur Theorie der proletarischen Revolution und Selbstverwaltung der Produzenten"
- "Andre Gorz: Gewerkschaftlicher Kampf und Selbstverwaltung der Arbeiter. Zur Diskussion in der französischen Linken"
- "Jean-Marcel Bouguereau: Selbstorganisation im Klassenkampf"
- "Mai 68: Die Kämpfe in Flins"
- "Soutien Aux Usines Occupees Pour Lavictoire Du Peuple"
- "IL Manifesto: Ein halbherziger Totengräber. Zur Dialektik von Räten und Parteien"

Geworben wird u. a. für "Proletarische Front", das Organ der Gruppe Hamburg, für Westberliner Buchladenkollektive, die Reihe Hanser, die EVA, "b. e". , die mako-Bibliothek", für "Focus. Das unabhängige Jugendmagazin der Schweizer Linken", den Westdeutschen Verlag, für den Wagenbach-Verlag, Trikont, den Peter Hammer Verlag, für die "Süddeutsche Zeitung".
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Studentenzeitschrift Göttingen, Göttingen, Nr. 40, Mai/Juni 1972.

September 1972:
Es erscheint die Doppelnummer 41/42 der Göttinger Studentenzeitschrift "Politikon" mit der Schlagzeile: "Probleme der Übergangsgesellschaften".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Probleme der Übergangsgesellschaft. Diskussionsbeiträge"
- "Wolfgang Lefevre: Zur politischen Soziologie Polens"
- "Sammlung junge Wissenschaft. Lothar Peter: Literarische Intelligenz und Klassenkampf. Die 'Aktion' 1911-1932"
- "Polnische Arbeiter über ihren Kampf. Auszüge aus einer Diskussion polnischer Arbeiter mit Partei- und Regierungsfunktionären"
- "Pavel Simerda/Robert Schumann: Gesellschaftlicher Plan und Vergesellschaftung des Plans"
- "Ich war ja mal Schlosser. Das wäre zu einfach. Debatte über die Durchsetzung der führenden Rolle der Arbeiterklasse in der DDR"
- "Richard Vahrenkamp: Theorie und Praxis des Produktionsprozesses in ihrem Verhältnis, historisch betrachtet"

Geworben wird u. a. für den Deutschen Taschenbuch Verlag, Rowohlt aktuell, den Trikont-Verlag, den Karin-Kramer-Verlag, die EVA, Peter Brückner/Alfred Krovoza: "Staatsfeinde. Innerstaatliche Feinderklärung in der BRD", "b. e"., die Musterschmidt-Buchhandlung, den Merve-Verlag und die Fischer-Taschenbücher.
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Studentenzeitschrift Göttingen, Göttingen, Nr. 41/42, Juli-September 1972.

Mai 1974:
Es erscheint die Nr. 43 der Göttinger Studentenzeitschrift "Politikon" mit der Schlagzeile: "Monster Uni".

Im "Editorial" wird u. a. darauf verwiesen, dass "Politikon" Ende 1972 sein Erscheinen eingestellt hat und dies mit einer gewissen "Realitätsferne" verbunden war. Sozusagen hätte man sich an den "Arbeitszusammenhängen der Studentenbewegung" abgearbeitet. So hätte sich zwangsläufig eine inhaltliche Veränderung ergeben, die deutlicher als bisher "Theorie und Politik antiautoritärer Sozialisten sowohl gegenüber einer wissenschaftsfetischistischen Marx-und Lenin-Orthodoxie als auch einer tendenziell theoriefeindlichen Unmittelbarkeitsideologie" in den Mittelpunkt stellen will.

Artikel der Ausgabe sind:
- "Redaktionskollektiv.: Sozialistische Hochschulpolitik und institutionelle Mitbestimmung"
- "Burkhard Scherer: "Gedanken über ein Leben der Studenten vor dem Sozialismus"
- "Michael Vester: "Über Kooperationsformen an Universitäten. Akademismus und neue Lernformen - Neuer Wein in alten Schläuchen?"
- "Wolfgang Zimmermann: Die proletarische Theorie der bürgerlichen Revolutionäre als revolutionär bürgerliche Theorie des Proletariats, oder: die neuen Ritter von der traurigen Gestalt"
- "Redaktionskollektiv: "Fetisch-Qualifikation. Rezension zu Keller/Vahrenkamp: Bildungsboom und Produktion"

Geworben wird u. a. für "Erziehung und Klassenkampf. Zeitschrift für marxistische Pädagogik", für den Buchladen Rote Straße in Göttingen, für Fischer-Taschenbücher, für den Rotbuch-Verlag, die EVA, den Verlag Association GmbH in Hamburg, den Merve-Verlag, die "Schwarzen Protokolle. Zur Theorie der linken Bewegung", den "langen Marsch" und den Wagenbach-Verlag.
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Studentenzeitschrift Göttingen, Göttingen, Nr. 43, April/Mai 1974.

Juli 1974:
Es erscheint die Nr. 44 der Göttinger Studentenzeitschrift: "Politikon".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Redaktionskollektiv: Die Linke und der rote Terror. Zu Solschenizyn, Serge und Steinberg"
- "Michael Buckmiller: Stalinismus und Faschismus. Zum Verhältnis von Revolution und Konterrevolution in linken Faschismusanalysen"
- "Die müssen dann die Partei alleine aufbauen. Bericht eines Arbeiters über Erfahrungen mit einem kommunistischen Zirkel"
- "Gerburg Treusch-Dieter: "Zum Verhältnis von sozialen Erfahrungen und politischer Einstellung bei Studenten. Eine Umfrage"

Geworben wird u. a. für "b. e", den Buchladen Rote Straße, "pardon", Victor Serge: "Erinnerungen eines Revolutionärs 1901-1941", Isaak Steinberg: "Gewalt und Terror in der Revolution. Das Schicksal der erniedrigten und Beleidigten in der russischen Revolution", "links. Sozialistische Zeitung", "express. Zeitung für Sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit", die "Schwarzen Protokolle", den Langen Marsch", den Merve-Verlag, den Verlag Kiepenheuer & Witsch, den Rosa-Luxemburg-Verlag in Köln.
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Studentenzeitschrift Göttingen, Göttingen, Nr. 44, Juli 1974.

November 1974:
Es erscheint die Nr. 45 der Göttinger Studentenzeitschrift "Politikon" mit der Schlagzeile: "Bedürfnisse, Emanzipation, Frauenbewegung, Unmittelbarkeit, Sexualität, Erfahrung, Subjektivität".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Redaktionskollektiv: Die Angst, die aus der Ware kam. Persönliche Emanzipation und politische Arbeit"
- "Unvergleichlich schöner und reicher dank Ethometrie"
- "Elisabeth Matz und Johanna Müller: Wir wollen Brot und Rosen. Frauen der neuen Frauenbewegung berichten"
- "Gisela Gielow und Christa Karpenstein: Grenzen der Frauenbewegung"
- "Pacale Werner: Die Frauenfrage im Klassenkampf. Das Beispiel LIP
- "Redaktionskollektiv: Werdet wie die Kinder, blüht auf dem Felde und seid unverantwortlich. Zur Ideologie der Erfahrung"

Geworben wird u. a. für den Verlag Association GmbH, für Fischer Taschenbücher, für Pahl-Rugenstein, für den Karin Kramer Verlag, für die eigene Zeitung, die "Deutsche Volkszeitung", den Rotbuch Verlag und für Dutschke: " Versuch, Lenin auf die Füße zu stellen".
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Studentenzeitschrift Göttingen, Göttingen, Nr. 45, November 1974.

Februar 1975:
Es erscheint die Nr. 46 der Göttinger Studentenzeitschrift "Politikon" mit der Schlagzeile: "Kein schöner Land".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Redaktionskollektiv. Wie links ist die CDU? Politisierung von rechts"
- "Helmut Korte: Warten auf den neuen Keynes? Grenzen und Schwierigkeiten kapitalismusimmanenter Krisenvermeidung"
- "Politikon-Interview: Nur schlecht genug gehenlassen und dann können wir schon. Das ist nicht drin"
- "Erhard Lucas: die 'andere' Arbeiterbewegung. Bemerkungen zu einem neuen Forschungsansatz für die Geschichte der Arbeiterbewegung"
- "Redaktionskollektiv. Wenn von der RAF geredet wird, herrscht nur noch frei frottierende Angst"
- "Rudolf Lieberstolz: Weltmacht wider Willen?"
- "Wohnraumzerstörung in Göttingen"

Rezensionen u. a. über Uschi Eßbach-Kreuzer und Wolfgang: "Solidarität und soziale Revolution. Antiautoritäre Theorien zur politischen Moral und kollektiven Emanzipation". Geworben wird u. a. für "Neues Forum", die eigene Zeitung, den Buchladen Rote Straße (Göttingen), "pardon", Fischer-Taschenbücher, die EVA, das "Info: Sozialistisches Osteuropakomitee", den Kramer-Verlag, Degenhardt/Groenewold/Reinhard: "Politische Justiz. Dokumentation über den Ausweisungsterror an Palästinenser", "links. Sozialistische Zeitung" und "express. Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit", den Rotbuch-Verlag.
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Studentenzeitschrift Göttingen, Göttingen, Nr. 46, Februar 1975.

April 1975:
Es erscheint die Nr. 47 der Göttinger Studentenzeitschrift: "Politikon".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Eckhard Dittrich: Arbeiterbewusstsein und Gewerkschaftspolitik in der Wirtschaftskrise"
- "Gerd Paul und Ali Wacker: Arbeitslose in der Krise"
- "Psychologische Erfahrungsdimensionen der Arbeitslosigkeit"
- "Formen der kollektiv-solidarischen Organisation von Arbeitslosen"
- "Rezensionen", u. a. über Zu Miklos Harasztis Buch: "Stücklohn"
- "Diskussion: Die 'andere' Arbeiterbewegung. Elisabeth Behrens, Thomas Janssen und Jürgen Kiel: Auf dem Jahrmarkt der Eitelkeit, oder 'Haut den Lucas"

Geworben wird u. a. für den MAD-Verlag, die "Arbeitspapiere" der Roten Hilfe Westberlin, Fischer-Taschenbücher, den Rotbuch-Verlag, die "alternative", "Thesen des SB", "Texte zur Rätebewegung" (Karin-Kramer Verlag), den Verlag Andreas Achenbach (Gießen), den "langen Marsch" und die "Schwarzen Protokolle".
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Studentenzeitschrift Göttingen, Göttingen, Nr. 47, April 1975.

Juni 1975:
Es erscheint die Nr. 48 der Göttinger Studentenzeitschrift "Politikon" mit der Schlagzeile: "ene meine muh, raus bist Du! Raus bist Du noch lange nicht, sag mir erst wie radikal Du bist".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Redaktionskollektiv: Wage vage Radikalität. Linke Intellektuelle im Beruf: Diskussionsbeiträge"
- "Friedrich Gerngroß: Radikalität und die Grenzen der Erziehung"
- "Redaktionskollektiv: Vermittelt durch den Arsch des Herrn. Über politische Einstellung und Organisierung von Tutoren"
- "Betriebsbesetzung in Erwitte"
- "Fred Schrader: Zur aktuellen Entwicklung in Portugal"
- "Anna Raub: Komplott des Schweigens. Zu Griechenland zwischen Revolution und Konterrevolution 1936-1946"
- "Rezensionen: Peter Brückner: "Freuds Privatlektüre".

Geworben wird u. a. für: Fischer Taschenbücher, "links. Sozialistische Zeitung", für den Verlag Pahl-Rugenstein, den Rotbuch-Verlag, EVA, die Zeitschrift "Gegendrucke", den Trikont-Verlag und den Focus-Verlag.
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Studentenzeitschrift Göttingen, Göttingen, Nr. 48, Juni 1975.

November 1975:
Es erscheint die Nr. 49 der Göttinger Studentenzeitschrift "Politikon".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Redaktionskollektiv: Weder Klagen noch Tränen"
- "Politikoninterview mit Peter Brückner zum Prozessausgang"
- "Diskussion: Die 'andere' Arbeiterbewegung. Redaktionskollektiv: Wie eine Diskussion (sich) verläuft oder die Theorie in der Zwangsjacke"
- "Wer steht hinter Politikon?"
- "Diskussion: Die 'andere' Arbeiterbewegung. Bernd Laufs, Andreas Müller: Und sie verstanden das Wort nicht, das er mit ihnen redete' (Lucas 2, 50)"
- "Helmut G. Haasis: Thesen zur Problematik des Massenarbeiters beim FIAT- Hauptwerk Torino- Mirafiori"
- "Kritik zu: Grenzen der Frauenbewegung (Politkon Nr. 45)"
- "Redaktionskollektiv: Geschichtslose Linke? Zur Organisationsdebatte im Sozialistischen Büro"
- "Juliane Dittrich-Jacobi, Karola Elwert-Kretschmer (Bielefeld): Alle Jahre wieder: Verbindlichkeit"

Geworben wird u. a. für den Campus-Verlag, Fischer-Taschenbücher, die EVA, "Fragezeichen. Zeitschrift für Hannover und anderswo", die "Schwarzen Protokolle", die "Deutsche Volkszeitung", den Anabas-Verlag", "Neues Lotes Folum", "links. Sozialistische Zeitung", Prolit-Buchversand (Gießen), für "Autonomie. Materialien gegen die Fabrikgesellschaft", Fritz Hartung: "Die Entwicklung der Menschen- und Bürgerrechte von 1776 bis zur Gegenwart", den "Gießener Anzünder" und das "Wiener Tagebuch".
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Studentenzeitschrift Göttingen, Göttingen, Nr. 49, November 1975.

Februar 1976:
Es erscheint die Nr. 50 der Göttinger Studentenzeitschrift "Politikon" mit der Schlagzeile: "Zur Theorie der Übergangsgesellschaft".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Redaktionskollektiv: Wenn es keine gesellschaftliche Kraft gibt, die unsere Ziele verwirklicht, dann ist unser Standpunkt transzendental. Zur Entwicklung der Neuen Linken in Ungarn"
- "Otto Kallscheuer: Theoretische Aspekte der 'Innerkritik' der sowjetischen Gesellschaft. Anmerkungen zur Analyse von Rakovski"
- "Marc Rakovski: Der Marxismus angesichts der sowjetischen Gesellschaften"
- "Analyse der Klassenstruktur in den sowjetischen Gesellschaften"
- "Rezensionen" (Axel Bust-Bartels/Georg Stammatis: "Zur Produktionsweise und Theorie der Übergangsgesellschaften")
- "Redaktionskollektiv: Alle wollen etwas ändern, keiner will die Zukunft, wie sie war. Zur Organisationsdebatte im Sozialistischen Büro"

Geworben wird u. a. für den Merve-Verlag, Fischer Taschenbücher, Olle und Wolter, die Zeitschrift: "Sozialistisches Osteuropakomitee", den Trikont-Verlag, anabasis, "Schwarze Protokolle", den "Langen Marsch", den Verlag Neue Kritik, die "Deutsche Volkszeitung" und die Rotbücher.
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Studentenzeitschrift Göttingen, Göttingen, Nr. 50, Februar 1976.

April 1976:
Es erscheint die Nr. 51 der Göttinger Studentenzeitschrift "Politikon".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Redaktionskollektiv: Schafft zwei, drei viele … Historische Perspektiven und aktuelle Dilemma des Internationalismus"
- "Helmut G. Haasis: Zur Verbindung von Betriebskämpfen und sozialen Kämpfen in Torino"
- "Ingolf Ahlers: Das MFA: Kleinbürger in Uniform"
- "Ilse Borchard: Klassenkämpfe in Spanien. Zur Entwicklung der Comisiones Obreras"
- "Rathfelder/Stein/Vogel: Alle oder Keiner: Comisiones Obreras. Neue Arbeiterbewegung in Spanien"
- "Ingolf Ahlers: Der Siedler-Kolonialismus. Ein Schauerstück aus dem lusitanischen Kolonialreich am Beispiel Angolas. Dekolonialisierung ist immer ein Phänomen de Gewalt (Fanon)

Geworben wird u. a. für den Buchladen Rote Straße, Fischer-Taschenbücher, rororo aktuell, die EVA, "Das Argument", "links. Sozialistische Zeitung", MaD-Verlag, "Blatt - Stadtzeitung für München", den Verlag Neue Kritik, die "Prokla", das "Spanien-Info", das "Wiener-Tagebuch. Eine linke Monatszeitschrift aus Göttingen" und die eigene Zeitung.
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Studentenzeitschrift Göttingen, Göttingen, Nr. 51, April 1976.

Juni 1976:
Es erscheint die Nr. 52 der Göttinger Studentenzeitschrift "Politikon" mit der Schlagzeile: "Alltägliche Repression".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Vom gewöhnlichen Ausnahmezustand. Erfahrungen mit alltäglicher Repression
- "Werner Dietrich: Von den Erfahrungen eines Organs. Über die Arbeit in einer Anwaltskanzlei"
- "Haftverschonung für Karl-Heinz Roth"
- "Rezensionen" (u. a. Bernd Leineweber/Karl-Ludwig Schibel: "Die Revolution ist vorbei … Wir haben gesiegt")
- "Eine bessere Situation abwarten heißt eine schlechtere herbeiführen"
- "Rezensionen und Briefwechsel: Monique Piton: 'Anders Leben', Chronik eines Arbeitskampfes: Lip, Besancon …")
- "In Reutlingen 41 Verhaftungen während des Streiks der IG Druck und Papier (7. Mai 1976)"

Geworben wird u. a. für die "Göttinger Beiträge zur Gesellschaftstheorie", für die "Schriftenreihe des Forschungsinstitut der Friedrich-Ebert-Stiftung", für Dieter Duhm: "Der Mensch ist anders. Besinnung auf verspottete, aber notwendige Inhalte einer ganzheitlichen Theorie der Befreiung. Kritik am Marxismus. Beiträge zur Korrektur", für den Rotbuch-Verlag, für "Neues Lotes Folum. Zeitschrift für die Poesie und die Revolution", für die "Schwarzen Protokolle" und die "Blätter des iz3W".
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Studentenzeitschrift Göttingen, Göttingen, Nr. 52, Juni 1976.

November 1976:
Es erscheint die Nr. 53 der Göttinger Studentenzeitschrift "Politikon" mit der Schlagzeile: "Studium, Hochschule, Studentenpolitik".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Redaktionskollektiv: Vom Elfenbeinturm zur Betonwüste. Diskussionsbeiträge zur Veränderung im Hochschulbereich"
- "Götz Eisenberg: Der 'neue Student' und die alternde Linke"
- "Volkhard Knigge/Winfried Kötter/Astrid Lesser/Erhard Lucas: Die Revolution ist wie ein Fahrrad. Entweder es fährt vorwärts oder es bremst, d. h. es fällt um, aber es fährt nie rückwärts (Ernesto Che Guevara)"
- "Feigenblatt - Schäm dich! Ein Zwischenruf und seine Folgen"
- "Werner Diedrich: Anarchistische Erkenntnistheorie? Rezension zu Duerr und Feyerabend"
- "Theo-Logie. Die Lehre vom glücklosen Kampf des 'Zeit'- Redakteurs Theo Sommer ist eine der stärksten Schwächen von KONKRET. Leser, denen es gelang, von diesem Kampf gefesselt zu sein, konnten im Jahr 1976 von KONKRET deshalb (ersatzweise) auch erfahren"
- "Uschi Eßbach-Kreuzer: Social work Göttingen. Eine studentische Selbsthilfeorganisation"

Geworben wird u. a. für Wagenbach, den Syndikat-Verlag, die "Zweitschrift für ästhetische Theorie und Praxis", das "Wiener Tagebuch", den Verlag Neue Kritik, den VSA-Verlag, die "Schwarzen Protokolle" und Franz-Joachim Verspohl: "Stadionbauten. Von der Antike bis zur Gegenwart. Regie und Selbsterfahrung der Massen".
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Studentenzeitschrift Göttingen, Göttingen, Nr. 53, November 1976.

Februar 1977:
Es erscheint die Nr. 54 der Göttinger Studentenzeitschrift "Politikon" mit der Schlagzeile: "Frauenbewegung und Arbeitskampf. Besonderheiten der deutschen Geschichte. Kampf um Verfassungspositionen".

Zu Kontroversen innerhalb des Redaktionskollektivs wird im "Editorial" erklärt: "Ein Grund dafür lag in persönlichen Spannungen innerhalb des Redaktionskollektivs, die uns die inhaltliche Arbeit an diesem Heft etwas hintenanstellen ließen. Insbesondere kam unser eigener Beitrag dabei zu kurz. Ein zweiter Grund lag darin, dass die Diskussion um die linke Theoriebildung in Frankreich von der daran interessierten Gruppe wegen bevorstehender Examina verschoben werden musste. Vor allem aber hat die veränderte Situation an der Hochschule - insbesondere auch hier in Göttingen - bewirkt, dass wir uns stärker auf hochschulpolitische Fragen konzentriert haben. Aus diesen Überlegungen könnte sich die Frage ergeben, warum wir trotz der genannten Schwierigkeiten dieses Heft machen. Dies ist zum einen eine Existenzfrage - regelmäßige Erscheinungsweise ist nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen (Anzeigen) wichtig, sondern vor allem, um den Gruppenzusammenhalt zu sichern und uferlose Diskussionen auszuschließen. Zum anderem meinen wir, dass die abgedruckten Beiträge auch dann für die Diskussion wichtig sind, wenn sie nicht einem übergreifenden Schwerpunkt subsumiert werden können, zumal die Gefahr bestanden hätte, dass die hier angerissenen Themen bei uns sonst unter den Tisch gefallen wären …"

Artikel der Ausgabe sind:
- "Editorial"
- "Reinhard Holzhauer: Das Knistern im Sumpf. Zur Ehrenrettung des Besonderen"
- "Werner Dietrich: Kampf um Verfassungspositionen und sozialistische Politik"
- "Sandra Diestel/Dieter Kroop: "Erwitte: Arbeitskampf und Frauenbefreiung"
- "Rezension: Luce Irigary: Waren, Körper, Sprache. Der ver- rückte Diskurs der Frauen")
- "Tremata , tremate, le streche son tornate! Zittert, zittert, die Hexen sind wieder da!"
- "Jean Marcel Bouereau: Die italienische extreme Linke in der Krise"

Geworben wird u. a. für Frank Wolff/Eberhard Windhaus (Hrsg.): "Studentenbewegung 1967-1969", den "Gießener Anzünder", den "Langen Marsch", für den Verlag Neue Kritik, den Verlag Association, die Zeitschrift: "autonomie. Materialien gegen die Fabrikgesellschaft", die "Dokumentation über den Polizeieinsatz beim Reutlinger Druckerstreik".
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Studentenzeitschrift Göttingen, Göttingen, Nr. 54, Februar 1977.

April 1977:
Es erscheint die Nr. 55 der Göttinger Studentenzeitschrift "Politikon" mit der Schlagzeile: "Wissenschaftsbetrieb und studentische Erfahrung".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Redaktionskollektiv. Die Uni zwischen Prostitution und Klassenkampf. Ein Beitrag zur endgültigen Lösung des Erkenntnisproblems"
- "Rezension" ("Sozialwissenschaften: Studiensituation, Vermittlungsprobleme, Praxisbezug. Orientierungshilfen für Studenten und Dozenten")
- "Hannover: Arbeitsfeld Universität"
- "Hans Elbershausen/Hans- Jürgen Zerwas/Volkhard Knigge- Oldenburg: "Den Tiger reiten, oder: Studieren an einer Reformuniversität"
- "Renate Müller-Isenburg/Hennig Voßberg-Bremen: "Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie mal war. Über Mythenbildung von alter Studentenbewegung und neuem Studenten"
- "Eckhard Stengel: Der Puddingdoktor mit dem Spekulantenrezept. Wie der Oetker Konzern ein Göttinger Wohnungsviertel zerstörte"
- "Michael Makropoulos- Göttingen: Uni Fabrik, Utopie und Studentenbewegung"
- "Wolfram Beyer- Berlin: Schulreform- Schulkampf und Bedürfnisse der Schüler"
- "Redaktionskollektiv: Über das Zutrauen zum eigenen Denken"

Geworben wir u. a. für das Buch: Karl A. Otto: "Vom Ostermarsch zur APO. Geschichte der außerparlamentarischen Opposition in der Bundesrepublik 1960-1970", für die "Göttinger Beiträge zur Gesellschaftstheorie", für das "Sozialmagazin. Zeitschrift für Sozialarbeit und Sozialpädagogik", für den "Roten Herzfleck. Revue für subversive Poesie und leidenschaftliches Leben", für H. U. Bohnen: "Das Gesetz der Welt ist die Änderung der Welt. Die rheinische Gruppe progressiver Künstler (1918-1933)", für Augustin Souchy: "Sacco & Vanzetti" sowie: Arthur Holitscher: "Ravachol und die Pariser Anarchisten".
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Studentenzeitschrift Göttingen, Göttingen, Nr. 55, April 1977.

Juni 1977:
Es erscheint die Nr. 56 der Göttinger Studentenzeitschrift "Politikon" mit der Schlagzeile: "Arbeiterbewegung und alltägliches Leben".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Martin Henkel/Rolf Taubert: 1848. Arbeitergeschichte gegen den Strich gebürstet. Der Mythos vom den Proletariat und die wirklichen Arbeiter"
- "Detlev Krüger/Bernd Rabe: "Das Wesentliche hat man euch verschwiegen. Sozialdemokratische Charaktere aus der Zeit der Weimarer Republik"
- "Dieter Kropp: Mai 68 und Neue Linke in den Kämpfen der LIP- Belegschaft"
- "Rezension: Egar Weick (Hrsg.): Arbeit und Lernen. Beiträge zum italienischen Modell des Bildungsurlaubs"
- "Dokumentation: Zur Vorgeschichte der Pfingstprozession von Staatsanwälten, Bereitschaftspolizei- Hundertschaften, BKA-Abtlg. T(errorismus) anno 1977 zu Göttingen"
- "Gesinnungsjustiz - Von besonderem Interesse. Tagebücher"
- "Es findet keinerlei Zensur mehr statt, nur wenn der Staat es dringend nötig hat. Und auch die Kunst und Wissenschaft sind frei, das Nähere bestimmt die Polizei (Erich Weinert)"
- "Katz und Maus"
- "Gerhard Kleinschmidt: Charles Bukowski und seine Leser"
- "Rezension: Rainer Künzel: Die Krisentendenz der auf dem Wert gegründeten Produktionsweise. Versuch einer Explikation des Marxschen Krisenbegriffs"

Geworben wird u. a. für die "Texte zu Sozialgeschichte und Alltagsleben", "blätter des iz3w", "links. Sozialistische Zeitung", den Oberbaum-Verlag, "Autonomie", das "Kursbuch", die "Prokla", Georgios Stamatis: "Die spezifisch kapitalistischen Produktionsmethoden und der tendenzielle Fall der allgemeinen Profitrate bei Karl Marx".
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Studentenzeitschrift Göttingen, Göttingen, Nr. 56, Juni 1977.

November 1977:
Es erscheint die Nr. 57 der Göttinger Studentenzeitschrift "Politikon" mit der Schlagzeile: "Politische Disziplinierung von Intellektuellen - Akademikerarbeitslosigkeit".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Redaktionskollektiv: Jenseits von Gut und Böse. Über die Beschwörung von zwei Lagern, über die Mühseligkeit, sich ihnen zu entziehen, nebst einer kommentierenden Berichterstattung über die Göttinger und niedersächsischen Ereignisse"
- "Die unpolitische Wissenschaft als Staatsdoktrin?"
- "Anzeige einer auferlegten Selbst-Anzeige"
- "Brief an den niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kunst"
- "Peter Brückner: Es ist an der Zeit, innere Monologe zu veröffentlichen"
- "Semper aliquid haeret. Zur Suspendierung des Göttinger AStA oder: Wie man Sümpfe trocken legt"
- "Sandra Distel/Dieter Kropp: Mai 68 und Neue Linke in den Kämpfen der LIP- Belegschaft. Entwerfen wir in unseren heutigen Kämpfen, was morgen sein wird!"
- "Sandra Distel/Wilma Lang: Neue Aspekte des heutigen LIP- Kampfes. Frauenbewegung im Arbeitskampf der Lips"
- "Dieter Kropp: Der Tanz der versteinerten Linken im LIP- Konflikt 73/74 . Eine Analyse des Verhaltens der CGT"
- "Hertha und Christoph Feuerstein: Umleitung zur Arbeitslosigkeit, oder: wie man ein Problem nicht löst"
- "Ein Vierteljahr arbeitslos- schön, aber danach geht es los. Politikon- Interview mit drei von Arbeitslosigkeit betroffenen Akademikern"

Geworben wird u. a. für: "Beiträge zum wissenschaftlichen Sozialismus", für den Verlag Freie Gesellschaft, für die "Göttinger Beiträge zur Gesellschaftstheorie", für "links. Sozialistische Zeitschrift", für die "Texte zur Sozialgeschichte und Alltagsleben", für "Psychologie und Gesellschaft. Zeitschrift zur Kritik bürgerlicher Psychologie", für das "Wiener Tagebuch".
Q: Club Politicon e. V.: Politikon. Studentenzeitschrift Göttingen, Göttingen, Nr. 57, November 1977.

Februar 1978:
Es erscheint die Nr. 58 der Zeitschrift "Politikon" mit der Schlagzeile: "Die Gewalt des Normalen". Ab dieser Ausgabe trägt entfällt der bisherige Untertitel " Studentenzeitschrift Göttingen" ohne Begründung.
Artikel der Ausgabe sind:
- "Wir sind das Herz des Volkes. Interview mit einer Bürgerwehr"
- "Redaktionskollektiv: Brauchen wir eine Bürgerwehr gegen Bürgerinitiative?"
- "Staatsschutzmitteilungen an der FU"
- "Leserbriefe (Zu: Charles Bukowski und seine Leser. In 'Politikon' 56)"
- "Heinz Brüggemann: Thesen zur Verteidigung der Literatur gegen staatliche Umtriebe. Eine Rede"
- "Auszug von Studenten aus Göttingen nach der Niederschlagung des Aufstandes im Jahre 1831"
- "Erhard Lucas: Uniformität und Bürgerkriegslogik. Die bedenklichen Seiten der inneren Geschichte der Dokumentation 'Buback' - Ein Nachruf"
- "Ein kleiner Scherz mit ernstem Hintergrund und (leicht) makabrem Ergebnis"

Geworben wird u. a. für die "Beiträge zum wissenschaftlichen Sozialismus", den "Langen Marsch", den "Informationsdienst Südliches Afrika", für die "Schwarzen Protokolle", "Autonomie", "blätter des iz3w", Otto Jacobi/Walther Müller-Jentsch/Eberhard Schmidt (Hrsg.): "Kritisches Gewerkschaftsjahrbuch 1977/78. Gewerkschaftspolitik in der Krise".
Q: Club Politicon e. V.: Politikon, Göttingen, Nr. 58, Februar 1978.

April 1978:
Es erscheint die Nr. 59 der Zeitschrift "Politikon" mit der Schlagzeile: "Das organisierte Chaos. Alltag in Übergangsgesellschaften".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Zsille Zoltan: Ohne Spritze zum Feuerlöscher. Künstliche Desorganisiertheit und kontraproduktive Wirtschaftslenkung. Die Wirtschaftsreform in Ungarn"
- "Rezension: Agnes Heller: Theorie der Bedürfnisse bei Marx"
- "Axel Bust-Bartels: Der Sprung in die Badewanne. Zur aktuellen Lage in der DDR. Beitrag auf der Bahro- Solidaritätsveranstaltung des SB Göttingen am 20.1.1978"
- "Rezension: Rudolf Bahro: Die Alternative"
- "Thomas Bieling: Acht Tage im Roten Bologna. Die italienische Studentenbewegung in einer von Kommunisten regierten Stadt"
- "Eckhard Stengel: Beweise? Nein danke! Im Prozess um den Göttinger 'Buback- Nachruf' saßen die Falschen auf der Anklagebank"
- "Ingo Scheller: Über die Veröffentlichung skandalöser Gefühle. Nachbemerkungen zur Reaktion auf den 'Buback- Nachruf'"

Geworben wird u. a. für die "Beiträge zum wissenschaftlichen Sozialismus", für den Focus Verlag, für Wagenbach, Heinrich Hannover/Elisabeth Hannover-Drück: "Politische Justiz 1918-1933" und Frank Rühmann: "Anwaltsverfolgung in der Bundesrepublik Deutschland 1971-1976".
Q: Club Politicon e. V.: Politikon, Göttingen, Nr. 59, April 1978.

Juli 1978:
Es erscheint die Nr. 60 der Zeitschrift "Politikon" mit der Schlagzeile: "Neue Philosophen".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Redaktionskollektiv: Die Selbstüberwindung der Minderheiten. Neue Philosophen, Neue Theorie, Neuer Sozialisationstyp, Neuer Irrationalismus und andere Köstlichkeiten aus der französischen Giftküche- gewürzt mit deutschen Besonderheiten"
- "Die Philosophie aufs Neu, Ein Interview mit Bernhardt-Henry Levy"
- "Zu den Neuen Philosophen und zu einem allgemeinen Problem. Ein Interview mit Gilles Deleuze"
- "Michael Makropoulos: Die Flucht aus dem Konsensus. Die 'Mescalero-Affäre' und der Zusammenhang zwischen der Macht und dem Experiment einer neuen Politik"
- "Des Rechtstaat neue Kleider- Und was sie kosten"
- "Franco Beradi: Ein Gulag zur Verwertung. Glucksmann zwischen Berlinguer und Bifo"
- "Martin Henkel/Rolf Taubert: Die 'andere' Historikerbewegung"
- "Heinz Brüggemann: Strategien der inneren Kolonisation"

Geworben wird u. a. für die "Autonomie", die "Schwarzen Protokoll", den Merve-Verlag, Bommi Baumann: "Wie alles anfing", "Psychologie - und Gesellschaftskritik. Zeitschrift zur Kritik der bürgerlichen Psychologie", die eigene Zeitung und den Rotbuch-Verlag.
Q: Club Politicon e. V.: Politikon, Göttingen, Nr. 60, Juli 1978.

November 1978:
Es erscheint die Nr. 61 der Zeitschrift "Politikon" mit der Schlagzeile: "Der Traum vom anderen Leben".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Joachim Denkinger: Alternativer Tourismus - Eine Fiktion? Xenophilie und Negation"
- "Peter Löw-Beer: Arbeiterautonomie und Technologiekritik. 'Lucas Aerospance.' Arbeiter entwickeln einen Alternativplan"
- "Ottomar: Zur Kontinuität des Zeitungsmachens"
- "Frauke Tomczak: Die Toten von heute. Die Jugend von heute als die Toten von gestern"
- "Reaktionen auf Fraukes Artikel"
- "Von Wintersweiler bis Berlin. Der aktuelle Stand des Projekts: 'die Tageszeitung'"
- "Samuel Christian Pape: Randbemerkungen zu Renate B".
- "Leserbriefe. Zu Politikon Heft 60"
- "Bodo Schönfelder: Der Traum von anderen Leben. Anmerkungen zu einem Leserbrief"

Geworben wird u. a. für den Wagenbach-Verlag, Roland Günter: "Fotografie als Waffe", die "Blätter für deutsche und internationale Politik", die "Autonomie", "Kritik. Zeitschrift für sozialistische Diskussion" und den Rotbuch-Verlag.
Q: Club Politicon e. V.: Politikon, Göttingen, Nr. 61, November 1978.

März 1979:
Es erscheint die Nr. 62 der Zeitschrift "Politikon" mit der Schlagzeile: "'Und am 7. Tag sollst Du Fußball spielen!'"
Artikel der Ausgabe sind:
- "Ottomar Bahrs: Bis der Schmerz in Lust umschlägt. Ist Fußball körperfeindlich?"
- "Jürgen Hackelberg: Fußball macht Spaß"
- "Dieter Kropp: Im Ball steckt mehr"
- "Ein ideales Paar ist doch ein Ehepaar … und über unsere anderen Zweikämpfe"
- "Liebesbrief zu Jochen Denkinger: Alternativer Tourismus- eine Fiktion?, in Politikon 61"
- "Dass man mal so marode war! Anfänge des Fußballs in Lippoldsberg. Gespräche mit Veteranen"
- "Ich würde das Spielen auf dem Dorf vorziehen. Gespräch mit einem Dorfkicker"
- "Walter Seifarth: Fußball führt in letzter Konsequenz zum Faschismus. Deutsche Jugend, Faschismus und Fußball"
- "Liber Obuch: Zick- Zack - Ma-ti-schak"

Geworben wird u. a. für: N. Ney (Hrsg.): "WM 78. Argentinia. Das andere WM Buch", die "Autonomie", die "Wechselwirkung. Zeitschrift für Technik, Naturwissenschaft, Gesellschaft" und für das "Kursbuch".
Q: Club Politicon e. V.: Politikon, Göttingen, Nr. 62, März 1979.

Juni 1979:
Es erscheint die Nr. 63 der Zeitschrift "Politikon" mit der Schlagzeile: "Rock macht rasend. Sex & Drugs & Rock & Roll".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Axel Baumann: 'Can't get no Satisfaktion'. Musikalischer Gehalt und Wirkungsweise von Pop-Musik"
- "Detlef, Klaus und Christian: Diskussion über Axels Artikel"
- "Was mir Rock bedeutet"
- "Hannes Waschk: 'Burn baby burn …'"
- "Gerhard Kleinschmidt: 'Oh baby, baby, balla-balla'"
- "Martin Almstedt: Bewusstsein durch Musik? AMU - Eine initiative in: Konzert/Pädagogik/Therapie"
- "Nachbemerkung zum Artikel von Martin Almstedt"
- "Jochen Denkinger: Postkarte genügt …"
- "Leserbrief zu den Fußball- Artikeln in Politikon 62"
- "Jürgen Jacobi: Beruf kaputt"

Geworben wird u. a. für den Buchladen Rote Straße, den Focus-Verlag und den Attica-Verlag, das Info "Sozialistisches Osteuropakomitee", "Kaspar. Zeitschrift über den Umgang mit Literatur", die "taz", die "Deutsche Volkszeitung" und den Rotbuch-Verlag.
Q: Club Politicon e. V.: Politikon, Göttingen, Nr. 63, Juni 1979.

März 1980:
Es erscheint die Nr. 64 der Zeitschrift "Politikon" mit den Schlagzeilen: "'Any Problems, Sir?' / Männer und Politik / Woody Allens 'Manhatten' / 'Mars' von Fritz Zorn".

Aus dem "Editorial" geht hervor, dass sich offenbar einige Zerwürfnisse in der Redaktion herauskristallisiert haben, die sich am Problem von "Männerprobleme" hochschaukelten und dass es hierbei zu Verständigungsproblemen gekommen sei. U. a. wird erklärt: "Warum ist Verständigung im Moment so schwierig? 2. Welches sind die Raster, mit denen wir Realität strukturieren, wie lassen sie sich als Ordnungsprinzipien freilegen und welche Möglichkeiten gib es, Verständigung wieder zu erleichtern?" Und: "Vielmehr sehen wir darin die Möglichkeit, uns neu mit Werten, Hoffnungen und Utopien und der Frage nach ihrer Lebens- und Handlungsbedeutung auseinandersetzen. Dazu gehört auch die Frage danach, was 'politisch' heißen kann".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Axel Baumann, Joachim Fischer, Walter Mann, Axel Taeger: Über die Schwierigkeit, in der modernen Welt lieben zu können. Überlegungen anlässlich Woody Allen´s 'Manhattan' - Ein Essay"
- "Wider die Philosophie der Vergeblichkeit. Anmerkungen zum 'Manhattan'- Artikel"
- "Reiner Burgey, Birgit Steuer: Erziehung zum Tode. Zu 'Mars' von Fritz Zorn"
- "Die Pflicht und die Schuldigkeit. Der Kommandant von U 396 berichtet aus seinem Leben"
- "Zum Bericht des Kommandanten Unterhorst"
- "Michael Krüger: Reflektionen über eine neue Studie zum Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate"
- "Hans Kaiser: Noch einmal: Zur Kritik der Sowjetgesellschaft"

Geworben wird u. a. für die "Prokla. Zeitschrift für politische Ökonomie und sozialistische Politik", für die Doku: "Mannesmann-Huckingen. Eine Belegschaft im Streik. Entweder die - oder wir! Fotodokumentation zum Arbeitskampf der Stahlkocher 78/79", für: "Dollars & Träume. Studien für Politik, Ökonomie und Kultur der USA", für das Info: "Sozialistisches Osteuropakomitee" und für die "Wechselwirkung. Zeitschrift für Technik, Naturwissenschaft, Gesellschaft".
Q: Club Politicon e. V.: Politikon, Göttingen, Nr. 64, März 1980.

Oktober 1980:
Es erscheint die Nr. 65 der Zeitschrift "Politikon" mit den Schlagzeilen. "Krankheitsbilder & Alpträume / Fressen und Gefressenwerden / Mythos Selbsthilfe / Sartre und Flaubert".
Artikel der Ausgabe sind:
- "Ottomar Bahrs: Provokatorische Ohmacht oder: Das Individuum als Opfer und Komplize. Zu Sartres Flaubert-Studie"
- "Uschi Eßbach-Kreuzer: Mythos Selbsthilfe. Über die Widersprüche in der alltäglichen Arbeit mit Selbsthilfegruppen"
- "'Any problems, Sir?'" Leserbrief zu den beiden Artikeln über Woody Allens Film 'Manhatten' in Politikon Heft 64
- "Birgit Panke: Das Krankheitsbild des Bildungsbürgertums im Göttingen des 18. Jahrhunderts"
- "Walter Mann: Über ein Gegenstück zum 'Drama des begabten Kindes' in der psychoanalytischen Literatur"
- "Ist Psychoanalyse eine Medizin?"
- "Wolfgang Himmel, Christian Jäger: Safari durch das Kuriositätenkabinett der Macht. Eine Rezension"
- "Thomas Kleinspehn: Fressen statt Moral - Moral statt Fressen. Überlegungen zur Soziogenese von Oralität"

Geworben wird u. a. für die "Wechselwirkung. Zeitschrift für Technik, Naturwissenschaft, Gesellschaft", Peter Brückner: "Das Abseits als sicherer Ort. Kindheit und Jugend zwischen 1933 und 1945", "pädagogik extra. Magazin für Erziehung, Wissenschaft und Politik", die "Autonomie" und den Rotbuch Verlag.
Q: Club Politicon e. V.: Politikon, Göttingen, Nr. 65, Oktober 1980.

Februar 1982:
Es erscheint die Nr. 66 der Zeitschrift "Politikon" mit der Schlagzeile: "Ikonoklastisches Dasein. Bilderoffensive". Vermutlich ist es die letzte Ausgabe der Zeitschrift; zur Einstellung gibt es keinerlei Hinweise.

Im "Editorial" wird darauf verwiesen, dass es in dieser Ausgabe um die "Bereiche der ästhetischen, unterhaltenden und der pädagogischen Medien" geht. Dem Themenschwerpunkt folgend, "sollen schließlich die reproduzierenden Fotos neben dem gedruckten Wort das vorliegende Heft auch optisch ansprechen".

Artikel der Ausgabe sind:
- "Wolf Ulrich Klünker: Die Wirklichkeit, der Busen und das Nichts. Eine ungehemmte Kommentierung einiger Absonderlichkeiten auf dem Felde der Fotografie"
- "Anne Platzbecker: Und Siegfried Strahlemann begann verzweifelt, weiter zu strahlen. Eine Geschichte in 160 Bildern"
- "Parole, Parole, Parole. Italienisch linksrum"
- "Ottmar Bahrs: Psychovegetativer Entspannungsverlust, oder: Riss im Herzen. Eine Rezension"
- "Michael Parmentier: Der Angriff der Bilder auf die Bilder"
- "Veröffentlichung unerwünscht", den Rotbuch Verlag, den Anabas Verlag und den Psychiatrie Verlag. Zudem wird auf die "Politischen Plakate" von Klaus Staeck verwiesen.
- "Bodo Schönfelder: John Wayne reitet nicht mehr im Monument Valley. Thesen zur neueren Entwicklung im Bereich des Films"
- "Thekla Gehrmann: Zirkus RAD ab"

Geworben wird u. a. für "Pädagogik extra", für die eigene Zeitung, für das "Osteuropa-Info", die "Wechselwirkung. Zeitschrift für Technik, Naturwissenschaft, Gesellschaft".
Q: Club Politicon e. V.: Politikon, Göttingen, Nr. 66, Februar 1982.

Letzte Änderung: 05.03.2017