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Schülerbewegung in Göttingen
(1967 bis Mitte 1971)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 4.3.2008

Aus der Göttinger Schülerbewegung der späten sechziger und frühen siebziger Jahre werden hier fast allein Materialien des Arbeitskreis Sozialistischer Schüler (ASS) Göttingen bzw. später des Aktionszentrum Sozialistischer Schüler (ASS) Göttingen vorgestellt.

Von dem in der ersten Phase der antiautoritären Schülerbewegung der späten sechziger Jahre aktiven Unabhängigen Sozialistischen Schülerbund (USSB) Göttingen kann hier bisher nur indirekt berichtet werden (vgl. 17.2.1967, 26.2.1967, 2.6.1967, 17.6.1967, 18.9.1967).

Die hier anhand von einer fast vollständigen Serie der 'Roten Schule' dargestellte zweite Phase der Göttinger und Südniedersachsener Schülerbewegung (vgl. 20.6.1969), die im Zusammenhang mit der Reorganisation des SDS Göttingen steht (vgl. 1.9.1969), erprobt sich, ausgehend vom Felix-Klein-Gymnasium (FKG – vgl. 8.7.1969, 9.7.1969, 10.7.1969, 11.7.1969), umgehend in der Organisierung eines stadtweiten Schülerstreiks (vgl. 12.7.1969, 13.7.1969, 14.7.1969, 15.7.1969) und veröffentlicht ihre Zeitung, die 'Rote Schule', anfänglich auch noch Bezug auf Lehrer und Lehramtskandidaten nehmend (vgl. 21.7.1969).

Es wird nicht nur in den eigenen Arbeitskreisen die Bildung betrieben (vgl. 1.10.1969, Dez. 1969), sondern auch die Inhalte des Schulunterrichts werden kritisiert (vgl. Okt. 1969), ebenso wie die Bundeswehr (vgl. 1.12.1969) und der US-Krieg in Vietnam (vgl. 8.12.1969, 11.12.1969, 13.12.1969).

Die Ausfälle eines als Nazis bezeichneten Lehrers des Felix-Klein-Gymnasiums (FKG – vgl. Jan. 1970) führen zu einem zweiten stadtweiten Schülerstreik unter Einbeziehung der Realschule, der Personnschule und der Frauenfachschule (vgl. 15.5.1970, 21.5.1970, 22.5.1970, 23.5.1970, 25.5.1970, 30.5.1970, 8.6.1970), in den der ASS und seine Basisgruppen führend verwickelt sind (vgl. 15.6.1970). Auch später noch wird mit Realschülern gearbeitet (vgl. Feb. 1971).

Von den Auseinandersetzungen innerhalb des SDS Göttingen, der immerhin nicht verboten wird, wie der befreundete SDS Heidelberg (vgl. 30.6.1970), bleibt aber auch der ASS nicht verschont (vgl. 21.2.1970, Okt. 1970, 12.12.1970, Feb. 1970), worin vermutlich auch der Grund für den nicht erfolgenden Streik gegen den Numerus Clausus (NC) zu suchen ist (vgl. Apr. 1970). Der ASS ist damals offenbar 'antirevisionistisch' (vgl. 11.5.1970). Erhebliche Sympathien hegt der ASS offenbar für die Black Panther Party (BPP) USA (vgl. 16.11.1970, 1.3.1971, 6.3.1971).

Wo sonst noch die vom ASS erarbeitete 'Göttinger Schülerstrategie' mit Bezug auf ihre Urheber angewandt wurde ist derzeit unklar (vgl. 14.12.1970). Das ASS scheint zwar in aktuelle Auseinandersetzungen wie die Fahrpreiserhöhungen weiterhin einzugreifen (vgl. 26.5.1971, 11.6.1971, 15.6.1971), ohne aber seine Zeitung noch weiter herauszugeben. Eine offizielle Umorganisierung wird in einem weiteren Beitrag zur Göttinger Schülerbewegung dargestellt.

Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

17.02.1967:
In Göttingen wird, laut 'Erziehung und Klassenkampf', der Unabhängige Sozialistische Schülerbund (USSB) Göttingen gegründet.
Q: Erziehung und Klassenkampf Nr.2,Frankfurt 1971,S.18

26.02.1967:
Im Frankfurter Walter-Kolp-Heim wird, laut Haug/Maessen, auf einem Treffen von 40 Schülern aus 15 Städten zunächst vorläufig das Aktionszentrum Unabhängiger Sozialistischer Schüler (AUSS) gebildet (vgl. Jan. 1967, 18.3.1967). In einem kommissarischen Vorstand, "der die Kommunikation unter den bereits bestehenden Gruppen und Hilfeleistung bei Neugründungen besorgen sollte", arbeiten die Schüler Michael Lukasik (Berlin), Reinhard Kahl (Göttingen), Karl-Heinz Leonhard (Frankfurt) und W. Otto (Hilden), der später durch Eberhard Haus (Darmstadt) ersetzt wurde, weil Otto politische Erklärungen ohne Berechtigung abgegeben und in der DDR KP-Thesen vertreten habe. Sitz des AUSS sind die Räume des Bundesvorstandes des SDS in Frankfurt, Wilhelm Hauff Str.5.

Laut 'Erziehung und Klassenkampf', nehmen auch Vertreter von USG Berlin (vgl. 2.2.1967) und USSB Göttingen (vgl. 17.2.1967) teil.
Q: Erziehung und Klassenkampf Nr.2,Frankfurt 1971,S.18;
Langguth,Gerd:Schulkampf als Klassenkampf,Bonn 1975,S.31f;
Haug,Hans-Jürgen,Maessen,Hubert:Was wollen die Schüler?,Frankfurt 1969,S.32

02.06.1967:
In Göttingen demonstrieren, laut Haug/Maessen, 1 000 Schüler heute oder in den nächsten Tagen gegen die Erschiessung von Benno Ohnesorg.
Q: Haug,Hans-Jürgen,Maessen,Hubert:Was wollen die Schüler?,Frankfurt 1969,S.35

17.06.1967:
Im Frankfurter Haus der Jugend findet, laut Haug/Maessen, die 1. DK des AUSS (vgl. 18.3.1967, 18.9.1967) statt, auf der Schüler aus 26 Städten 13 Stunden lang u.a. um Namen und Resolutionen diskutierten, wobei sich die Ruhrgebietsgruppen durch Geschäftsordnungsdebatten auszeichneten. "Kurz vor 24 Uhr gründeten sie endgültig und offiziell das AUSS und bestätigten den vorläufigen Vorstand in seinem Amt." Verabschiedet wurden u.a.:
- AUSS-Stellungnahme zur SMV,
- Resolution zur Sexualerziehung,
- Resolution zur Kriegsdienstverweigerung,
- Resolution zur Notstandsgesetzgebung.
Dem AUSS gehören, laut Hüffel, u.a. folgende Schülergruppen an: Unabhängige Schülergemeinschaft (USG) Berlin, Unabhängige und sozialistische Schülergemeinschaft (USSG) Frankfurt, Unabhängiger und sozialistischer Schülerbund (USSB) Göttingen, USG Karlsruhe, Arbeitskreis Schüler im Club Overcome in Hilden, AUSS Hamburg, USSB Stuttgart.

Über die entstehenden Schülergruppen ist die 'Erziehung und Klassenkampf' 1971 der Meinung, daß sie in den kleinen Städten zum Kern der APO werden, so z.B. in Bremen, was ja so klein gar nicht ist.
Q: Erziehung und Klassenkampf Nr.2,Frankfurt 1971;
Langguth,Gerd:Schulkampf als Klassenkampf,Bonn 1975,S.31f;
Hüffel,Angelika:Schülerbewegung 1967-77,Gießen 278,S.24ff;
Haug,Hans-Jürgen,Maessen,Hubert:Was wollen die Schüler?,Frankfurt 1969,S.34ff und 67;
Schulkampf Nr.3,Berlin Dez. 1972

18.09.1967:
In Frankfurt beginnt, laut Haug/Maessen, die 2. DK des AUSS (vgl. 18.6.1967, 3.6.1968), auf der 52 Schülerbünde mit über 2 000 Mitgliedern vertreten waren:"
Die Bedingungen beispielsweise, die ein Schülerbund in einer abgelegenen Kleinstadt wie Michelstadt im Odenwald (ODW) antraf waren weit ungünstiger als die in einer kleiner Großstadt mit Universität wie Göttingen. Für Michelstadt war allein schon die Existenz eines politischen Schülerbundes, der sich sozialistisch nannte, ein Skandal. Die Öffentlichkeitsarbeit wie die theoretische Arbeit waren mühsam. Im abgelegenen Michelstadt ist der Bücherbestand der Stadtbücherei unzureichend, im Buchhandel sind wichtige Bücher oft erst auf Bestellung zu haben, die Schüler können sich auch die notwendige Literatur nicht immer kaufen - dazu reicht ihr Taschengeld nicht aus. Für Referate sind kompetente Wissenschaftler selten zu gewinnen."
So sei es kein Wunder, daß der USSB Göttingen und nicht die Gruppe in Michelstadt die Resolution zur Schulreform erarbeitet habe, die beschlossen wurde.
Q: Haug,Hans-Jürgen,Maessen,Hubert:Was wollen die Schüler?,Frankfurt 1969,S.53;
Erziehung und Klassenkampf Nr.2,Frankfurt 1971,S.20

20.06.1969:
Schüler aus Göttingen und Northeim gründen ein Komitee für SMV (vgl. 8.7.1969).
Q: Rote Schule Nr.3,Göttingen 1970,S.2

08.07.1969:
Am Felix-Klein-Gymnasium (FKG) in Göttingen wird die Sechs für den Schüler Fischer im Matheabitur bekannt, es wird ein Protestflugblatt gegen diese ungerechtfertigte Zensur erstellt (vgl. 9.7.1969). Daran ist das Komitee für SMV beteiligt (vgl. 20.6.1969).
Q: Rote Schule Nr.1 und 3,Göttingen o. J. (1969) bzw. 1970,S.3 bzw. S. 2

09.07.1969:
Für das Felix-Klein-Gymnasium (FKG) in Göttingen (vgl. 8.7.1969, 10.7.1969) wird ein Treffen zum Protest gegen die Zensurengebung durchgeführt.
Q: Rote Schule Nr.1,Göttingen o. J. (1969),S.3

10.07.1969:
Für das Felix-Klein-Gymnasium (FKG) in Göttingen (vgl. 9.7.1969, 11.7.1969) werden drei Flugblätter zum Protest gegen die Zensurengebung erarbeitet.
Q: Rote Schule Nr.1,Göttingen o. J. (1969),S.3

11.07.1969:
Im Felix-Klein-Gymnasium (FKG) in Göttingen (vgl. 10.7.1969, 12.7.1969) wird ein Teach-In vor dem Zimmer des Direktors zum Protest gegen die Zensurengebung durchgeführt.
Q: Rote Schule Nr.1,Göttingen o. J. (1969),S.3

12.07.1969:
Im Felix-Klein-Gymnasium (FKG) in Göttingen (vgl. 11.7.1969, 13.7.1969) wird ein weiteres Teach-In von Schülern aller Göttinger Gymnasien zum Protest gegen die Zensurengebung durchgeführt.
Q: Rote Schule Nr.1,Göttingen o. J. (1969),S.3

13.07.1969:
Für das Max-Planck-Gymnasium (MPG) in Göttingen wird ein Flugblatt zur Solidarität mit dem Protest gegen die Zensurengebung am Felix-Klein-Gymnasium (FKG) erarbeitet (vgl. 12.7.1969, 14.7.1969).
Q: Rote Schule Nr.1,Göttingen o. J. (1969),S.3

14.07.1969:
Vom Felix-Klein-Gymnasium (FKG) in Göttingen (vgl. 13.7.1969, 15.7.1969) wird in der örtlichen Presse vom Protest gegen die Zensurengebung berichtet, am Nachmittag wird die Sechs zurückgenommen, der Schüler nachträglich versetzt.
Q: Rote Schule Nr.1,Göttingen o. J. (1969),S.3

15.07.1969:
Die Sozialistische Schülerkommune Göttingen feiert mit einem großen Besäufnis den Erfolg im Protest gegen die Zensurengebung am Felix-Klein-Gymnasium (FKG - (vgl. 11.7.1969, 13.7.1969).
Q: Rote Schule Nr.1,Göttingen o. J. (1969),S.3

21.07.1969:
Eventuell in dieser Woche erscheint in Göttingen erstmals die 'Rote Schule' – Zentralorgan der sozialistischen Schüler, Lehrer und Lehramtskandidaten (vgl. 1.9.1969, Okt. 1969). Die Verantwortung für die 22 Seiten DIN A 4 trägt die Sozialistische Schülerkommune Weender Landstraße 86.

Berichtet wird vom Kampf gegen die Zensurengebung am Felix-Klein-Gyxmnasium (FKG) und auch eingegangen auf das Leistungssystem allgemein, aber auch auf die entpolitisierende Funktion der Schülervertretung (SV).

Nach eigenen späteren Angaben arbeiten auch Studenten an der Zeitung mit, was zu teils unverständlicher Sprache führt.
Q: Rote Schule Nr.1 und 3,Göttingen o. J. (1969) bzw. 1970,S.1ff bzw. S.2

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 1, Seite 1

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 1, Seite 2

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 1, Seite 3

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 1, Seite 4

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 1, Seite 5

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 1, Seite 6

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 1, Seite 7

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 1, Seite 8

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 1, Seite 9

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 1, Seite 10

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 1, Seite 11

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 1, Seite 12

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 1, Seite 13

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 1, Seite 14

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 1, Seite 15

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 1, Seite 16

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 1, Seite 17

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 1, Seite 18

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 1, Seite 19

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 1, Seite 20

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 1, Seite 21

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 1, Seite 22


01.09.1969:
Der Arbeitskreis Sozialistischer Schüler (ASS) Göttingen (vgl. Okt. 1969), dem auch Schüler aus umliegenden Orten, wie u.a. Duderstadt, Northeim und Osterode angehören, gründet sich, nach eigenen Angaben (vgl. 6.4.1970), kurz nach den Ferien. Die ASS-Gründung fällt mit der Reorganisierung des SDS Göttingen zusammen. Zunächst bestehen die Bundeswehrgruppe, die Richtliniengruppe sowie Lernkollektive. Von den ca. 10 Mitgliedern arbeiten sechs kontinuierlich.

Das ASS veröffentlicht dann in der ersten Septemberwoche einen 'Zwischenbericht'. Es werden drei Lernkollektive in Klassen, also Klassenkollektive, gebildet und von denjenigen, die allein in ihren Klassen sind, zunächst vier Arbeitsgruppen zu den Themen technokratische Schulreform, Marxistische Wirtschaftstheorie, Septemberstreiks sowie über das Buch 'Schülerselbstbefreiung' von Liebel und Wellendorf. Diese Kollektive und Arbeitsgruppen bereiteten das erste Wochenendseminar vor.
Q: Rote Schule Nr.3 und 8,Göttingen 1970,S.2 bzw. S.53f

Oktober 1969:
Eventuell im Oktober erscheint in Göttingen ein Extra "Neofaschismus in der BRD" der 'Rote Schule' (vgl. 21.7.1969, 8.12.1969), die nun herausgegeben wird vom Arbeitskreis Sozialistischer Schüler (ASS) Göttingen (vgl. Dez. 1969) und der Projektgruppe Schule des SDS Göttingen. Kritisiert werden die Schulbücher, u.a. der Seydlitz und der Deutschunterricht, entlarvt die faschistischen Tendenzen in der BRD.
Q: Rote Schule Extra Neofaschismus in der BRD,Göttingen o. J. (1969)

Rote Schule, Extra, Neofaschismus in der BRD (1969), Seite 1

Rote Schule, Extra, Neofaschismus in der BRD (1969), Seite 2

Rote Schule, Extra, Neofaschismus in der BRD (1969), Seite 3

Rote Schule, Extra, Neofaschismus in der BRD (1969), Seite 4

Rote Schule, Extra, Neofaschismus in der BRD (1969), Seite 5

Rote Schule, Extra, Neofaschismus in der BRD (1969), Seite 6

Rote Schule, Extra, Neofaschismus in der BRD (1969), Seite 8

Rote Schule, Extra, Neofaschismus in der BRD (1969), Seite 9

Rote Schule, Extra, Neofaschismus in der BRD (1969), Seite 10


01.10.1969:
Im Arbeitskreis Sozialistischer Schüler (ASS) Göttingen (vgl. Okt. 1969, Dez. 1969) intensiviert sich ab Anfang Oktober die Vorbereitung des ersten Wochenendseminars, auf dem ein Text von Ernest Mandel behandelt wird.

Die Arbeitsgruppen arbeiteten danach Arbeitspapiere zum zweiten Wochenendseminar aus, auf dem die Herausgabe der 'Rote Schule' Nr.2 (vgl. 1.12.1969) beschlossen wurde.
Q: Rote Schule Nr.3 und 8,Göttingen 1970,S.2 und 54

Dezember 1969:
Im Arbeitskreis Sozialistischer Schüler (ASS) Göttingen (vgl. Okt. 1969, 1.12.1969) beginnt vermutlich im Dezember eine erste Schulung, um die Dominanz der Studenten zu verringern. Die Durchführung geschieht nur zögerlich.
Q: Rote Schule Nr.3 und 8,Göttingen 1970,S.2f bzw. 54

01.12.1969:
Vermutlich in dieser Woche erscheint in Göttingen die Nr.2 der 'Rote Schule' (vgl. Okt. 1969, 8.12.1969), herausgegeben vom Arbeitskreis Sozialistischer Schüler (ASS) Göttingen. Gefordert wird die Abschaffung des Zensurensystems.
Aufgerufen wird zum Vietnam-Teach-In (vgl. 11.12.1969) und zum Palästina-Teach-In (vgl. 15.12.1969). Berichtet wird vom Felix-Klein-Gymnasium (FKG), aber auch vom Mädchengymnasium. Geleistet wird eine theoretische Analyse der Bundeswehr, während es im weiteren um die Praxis der Kriegsdienstverweigerung (KDV) geht.
Q: Rote Schule Nr.2,Göttingen 1969

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 2, Seite 1

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 2, Seite 2

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 2, Seite 3

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 2, Seite 4

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 2, Seite 5

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 2, Seite 6

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 2, Seite 7

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 2, Seite 8

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 2, Seite 9

Rote Schule _ ZO der SSG, 1. Jg., 1969, Nr. 2, Seite 10


08.12.1969:
Vermutlich Anfang dieser Woche erscheint in Göttingen Extra der 'Rote Schule' (vgl. 1.12.1969, 6.4.1970) des Arbeitskreis Sozialistischer Schüler (ASS) Göttingen (vgl. Jan. 1970) zum Vietnammoratorium. Aufgerufen wird zum Vietnam-Teach-In (vgl. 11.12.1969), zur Vietnamdemonstration (vgl. 13.12.1969) und zum Palästina-Teach-In (vgl. 15.12.1969). Anläßlich des Vietnammoratoriums (vgl. 8.12.1969) bildete sich eine Arbeitsgruppe innerhalb des ASS.
Q: Rote Schule Nr.2,Göttingen 1969

Rote Schule, Extra [Dezember 1969], Seite 1

Rote Schule, Extra [Dezember 1969], Seite 2

Rote Schule, Extra [Dezember 1969], Seite 3

Rote Schule, Extra [Dezember 1969], Seite 4

Rote Schule, Extra [Dezember 1969], Seite 5

Rote Schule, Extra [Dezember 1969], Seite 6

Rote Schule, Extra [Dezember 1969], Seite 7

Rote Schule, Extra [Dezember 1969], Seite 8

Rote Schule, Extra [Dezember 1969], Seite 9

Rote Schule, Extra [Dezember 1969], Seite 10

Rote Schule, Extra [Dezember 1969], Seite 11


11.12.1969:
In Göttingen soll ein Vietnam-Teach-In stattfinden, zu dem auch der Arbeitskreis Sozialistischer Schüler (ASS) Göttingen (vgl. 1.12.1969, 8.12.1969) aufruft.
Q: Rote Schule Nr.2 und Extra,Göttingen 1969 bzw. o. J. (1969)

13.12.1969:
In Göttingen soll eine Vietnam-Demonstration stattfinden, zu der auch der Arbeitskreis Sozialistischer Schüler (ASS) Göttingen (vgl. 8.12.1969) aufruft.
Q: Rote Schule Extra,Göttingen o. J. (1969)

Januar 1970:
Mitte Januar ereignet sich in Göttingen, laut Arbeitskreis Sozialistischer Schüler (ASS) Göttingen (vgl. 6.4.1970), der Schinke-Fall am Felix-Klein-Gymnasium, d.h. die Enthüllung der Nazivergangenheit eines Lehrer, in den der ASS mit einem Flugblatt eingreift und ein, nach eigener Einschätzung, mißglücktes Teach-In organisiert.

Über sich selbst berichtet der ASS (vgl. 11.12.1969, 21.2.1970), dass sich in den Mitgliederversammlungen noch bis Januar 1970 die nicht völlig gelungene Überwindung des antiautoritären Bewusstseins aus der USSB-Zeit gezeigt habe, aber auch, "daß wir immer noch dem Leistungsstreben verfallen waren und daß deshalb in unserem Leben die Schule immer noch eine vorrangige Roll spielte." Dies habe zur Auflösung der Lernkollektive bzw. Klassenkollektive geführt. zwei Arbeitsgruppen bereiten das nächste Wochenendseminar vor.
Q: Rote Schule Nr.3 und 8,Göttingen 1970,S.3 bzw. 54

21.02.1970:
Das Wochenendseminar des Arbeitskreis Sozialistischer Schüler (ASS) Göttingen (vgl. Jan. 1970, 6.4.1970) wird von Arbeitsgruppen vorbereitet, die über die Integrationsfunktion der Schule und die "Berufsaussichten der Schüler im Zusammenhang mit der sich ändernden Nachfrage der Wirtschaft" arbeiten. Dazu heißt es auch, "besonders wurde nach dem Stellenwert der einzelnen Berufe für sozialistische Schüler gefragt." Es geht also um die Berufsperspektive.

Es werden Papers zur technokratischen Schulreform und zur Klassenlage der Intelligenz vorgelegt. Die kontinuierlich mitarbeitenden Mitglieder gründen das ASS-Kollektiv.

Beschlossen wird, dass außer den zwei Arbeitergenossen, "die uns mit Information en versorgen und gleichzeitig den Kontakt zur Arbeiterbewegung verbessern", nur noch zwei Studenten im ASS mitarbeiten sollen.

Der ASS bleibt nicht verschont von den Auseinandersetzungen innerhalb des SDS Göttingen (vgl. Apr. 1970):"
Bereits seit Ende 69 kristallisierte sich im SDS eine Linie heraus, die schon bald über den Umweg über 2 Lehrlinge Einfluß im ASS gewinnen sollte, während die maßgebliche andere SDS-Linie von 2 Studenten im ASS-Kollektiv vertreten wurde."
Q: Rote Schule Nr.3 und 8,Göttingen 1970,S.3 bzw. 54f

April 1970:
Das Aktionszentrum Sozialistischer Schüler (ASS) Göttingen berichtet über die internen Auseinandersetzungen (vgl. 21.2.1970, Sept. 1970) vermutlich aus dem April über den Numerus Clausus und die Freunde des späteren KSB Göttingen:"
Die von den Lehrlingen geführte Minderheitsfraktion, die später als 'marxistisch-leninistische' Fraktion bezeichnete, verzögerte die Vorbereitung für den NC-Streik mit der Begründung, daß es nur ein Streik für die Erhaltung der Privilegien der Oberschüler gewesen wäre, der sich nicht gegen das System gerichtet hätte." Der von dieser Fraktion geforderte Aufnahmestop sollte die Liberalen draußen halten.
Q: Rote Schule Nr.8,Göttingen 1970,S.55

06.04.1970:
Vermutlich Anfang dieser Woche erscheint in Göttingen die Nr.3 der 'Rote Schule' (vgl. 8.12.1969, 11.5.1970) unter Verantwortung des Realnamens von Stalin, herausgegeben vom Arbeitskreis Sozialistischer Schüler (ASS) Göttingen. Berichtet wird von der eigenen Geschichte (vgl. 20.6.1969, 21.2.1970) und den Themen, mit denen sich der ASS befaßte, wobei Schwerpunkte die Schulung, die technokratische Schulreform, die Drogen und die Subkultur ("Deutsche Gartenzwerge im Afri-Cola-Rausch: SUBKULTUR"), die Ausbildung im Spätkapitalismus und der Numerus Clausus (NC) darstellen. Eingeladen wird zu den ASS-Treffs im Club für Internationalismus am 13. und 21.4.1970.

Hingewiesen wird auf den neueröffneten Politischen Buchladen (Polibula) in der Weender Str. 78.
Q: Rote Schule Nr.3,Göttingen 1970

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 3, Seite 1

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 3, Seite 2

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 3, Seite 3

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 3, Seite 4

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 3, Seite 5

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 3, Seite 6

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 3, Seite 7

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 3, Seite 8

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 3, Seite 9

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 3, Seite 10

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 3, Seite 11

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 3, Seite 12

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 3, Seite 13


11.05.1970:
Vermutlich in dieser Woche erscheint in Göttingen die Nr.4 der 'Rote Schule' – Zentralorgan der sozialistischen Schüler und Lehramtskandidaten (vgl. 6.4.1970, 15.6.1970), herausgegeben vom Arbeitskreis Sozialistischer Schüler (ASS) oder vom Aktionszentrum Sozialistischer Schüler Göttingen, denn "das ASS" trifft sich jeden Montag im Club für Internationalismus. Berichtet wird von den Schüssen in Ohio und den Protesten dagegen international sowie in Berlin, Frankfurt, Göttingen und München (vgl. 9.5.1970). Berichtet wird über Indochina und die Black Panther Party (BPP). Gefragt wird: "Sowjetunion – der wahre Kommunismus?", was verneint wird, da es die SU ein Arbeiterstaat mit einer schmarotzenden Herrschaftsschicht sei.

Die Basisgruppe Northeim berichtet vom Selbstmord eines Schülers (vgl. 22.4.1970, 27.4.1970). Es erscheint Teil des Artikels "SUBKULTUR II – gegen den Individual-Anarchismus". Ein Artikel widmet sich der Frauenemanzipation, eingegangen wird erneut auf die technokratische Schulreform.
Q: Rote Schule Nr.4,Göttingen 1970

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 4, Seite 1

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 4, Seite 2

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 4, Seite 3

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 4, Seite 4

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 4, Seite 5

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 4, Seite 6

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 4, Seite 7

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 4, Seite 8

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 4, Seite 9


15.05.1970:
Heute kehrt, laut Arbeitskreis Sozialistischer Schüler (ASS) Göttingen, der Lehrer Schinke an das Felix-Klein-Gymnasium (FKG) zurück, woraufhin die Schüler teilweise in den Streik treten.

Laut DKP streiken die Schüler des Felix Klein Gymnasiums (FKG) gegen einen Nazi-Lehrer.
Q: Unsere Zeit - Ausgabe NRW Nr.24,Düsseldorf 13.6.1970;
Rote Schule Nr.5,Göttingen 1970

21.05.1970:
Heute nehmen in Göttingen, laut ASS (vgl. 15.6.1970), am Felix-Klein Gymnasium (FKG - vgl. 15.5.1970, 23.5.1970) deutlich mehr Schüler am Streik teil, der auch fortgesetzt wird.
Q: Rote Schule Nr.5,Göttingen 1970,S.23

21.05.1970:
Heute beginnt in Göttingen, laut ASS (vgl. 15.6.1970), ein Streik am Mädchengymnasium (vgl. 22.5.1970) aus Solidarität mit den Schülern des FKG. Die Beteiligung war aber geringer als an der Personnschule.
Q: Rote Schule Nr.5,Göttingen 1970,S.27

21.05.1970:
Heute werden in Göttingen, laut ASS (vgl. 15.6.1970), erstmals Flugblätter an der Personnschule (vgl. 22.5.1970) zum Streik am FKG verteilt, knapp 100 Schülerinnen der Personnschule und der Frauenfachschule beteiligen sich an der Demonstration.
Q: Rote Schule Nr.5,Göttingen 1970,S.28

22.05.1970:
Heute nehmen in Göttingen, laut ASS (vgl. 15.6.1970), am Mädchengymnasium (vgl. 22.5.1970) etwa 70 – 100 am Teach-In aus Solidarität mit den Schülern des FKG vor dem FKG teil. Nachmittags treffen sich Schülerinnen erstmals, um ein Flugblatt zu erarbeiten.
Q: Rote Schule Nr.5,Göttingen 1970,S.27

22.05.1970:
Heute nehmen in Göttingen, laut ASS (vgl. 15.6.1970), vom Neuen Gymnasium (NG) nur ca. 20 Schüler am Teach-In aus Solidarität mit den Schülern des FKG teil. In Folge des Streiks bildet sich eine Basisgruppe am NG.
Q: Rote Schule Nr.5,Göttingen 1970,S.24

22.05.1970:
Heute werden in Göttingen, laut ASS (vgl. 15.6.1970), an der Personnschule Flugblätter und die Dokumentation zum Streik am FKG verteilt, 150 Schülerinnen der Personnschule und ca. 100 der Frauenfachschule beteiligen sich am Streik.
Q: Rote Schule Nr.5,Göttingen 1970,S.28

22.05.1970:
Heute beginnt in Göttingen, laut ASS (vgl. 15.6.1970), ein Streik von Teilen der Schülerschaft an der Realschule Weende (vgl. 23.5.1970) aus Solidarität mit den Schülern des FKG.
Q: Rote Schule Nr.5,Göttingen 1970,S.29

23.05.1970:
Heute wird in Göttingen, laut ASS (vgl. 15.6.1970), vor dem Mädchengymnasium (vgl. 22.5.1970, 25.5.1970) wegen der Vorabiturienten ruhig demonstriert.
Q: Rote Schule Nr.5,Göttingen 1970,S.27

23.05.1970:
Heute werden in Göttingen, laut ASS (vgl. 15.6.1970), an der Personnschule erneut Flugblätter verteilt, die zum Teach-In am FKG aufrufen. 300 Schülerinnen der Personnschule und der Frauenfachschule beteiligen sich am Streik, was den Höhepunkt der Streikbeteiligung darstellt. Im Sommer bildet sich dann eine
Q: Rote Schule Nr.5 und 1,Göttingen 1970 bzw. 1971,S.28 bzw.

23.05.1970:
Heute beteiligen sich in Göttingen, laut ASS (vgl. 15.6.1970), ca. 200 Schüler am Streik an der Realschule Weende (vgl. 22.5.1970) aus Solidarität mit den Schülern des FKG. In der Folge bildet sich eine Basisgruppe an der Realschule Weende.
Q: Rote Schule Nr.5,Göttingen 1970,S.29

25.05.1970:
Heute nehmen in Göttingen, laut ASS (vgl. 15.6.1970), am Mädchengymnasium (vgl. 23.5.1970) wegen des Drucks der Eltern und Lehrer weniger Schülerinnen am Streik teil. Eine Lehrerkonferenz beginnt heute und wird morgen fortgesetzt (vgl. 30.5.1970).
Q: Rote Schule Nr.5,Göttingen 1970,S.27

25.05.1970:
Heute wird in Göttingen, laut ASS (vgl. 15.6.1970), an der Personnschule erneut zum Teach-In am FKG aufgerufen, was auch befolgt wird.
Q: Rote Schule Nr.5,Göttingen 1970,S.28

30.05.1970:
Heute findet in Göttingen, laut ASS (vgl. 15.6.1970), am Mädchengymnasium (vgl. 25.5.1970) eine von der Lehrerkonferenz beschlossene Schülervollversammlung der 8.-12 Klassen statt, auf der der Direktor und Lehrer gegen den Streik argumentieren.
Q: Rote Schule Nr.5,Göttingen 1970,S.27

08.06.1970:
Heute erscheint in Göttingen, laut ASS (vgl. 15.6.1970), u.a. am Mädchengymnasium (vgl. 30.5.1970) ein Flugblatt zum Schinke-Streik.
Q: Rote Schule Nr.5,Göttingen 1970,S.27

15.06.1970:
Vermutlich in dieser Woche erscheint in Göttingen die Nr.5 der 'Rote Schule' – Zentralorgan der sozialistischen Schüler und Lehramtskandidaten (vgl. 6.4.1970, 16.11.1970), herausgegeben vom Arbeitskreis Sozialistischer Schüler (ASS) Göttingen. Berichtet wird vom fünftägigen stadtweiten Streik gegen den Lehrer Schinke vom Felix-Klein-Gymnasium (FKG – vgl. 15.5.1970, 21.5.1970). Dieser Streik fand statt an der Realschule Weende (vgl. 22.5.1970, 23.5.1970), am Mädchengymnasium (vgl. 21.5.1970, 8.6.1970), am Neuen Gymnasium (vgl. 22.5.1970), an der Personnschule (vgl. 21.5.1970, 25.5.1970), aber auch am Max-Planck-Gymnasium (MPG). Es handele sich dabei um den größten Schülerstreik bisher in Göttingen, und auch um den ersten reinen Schülerstreik. Es gibt nun sechs Basisgruppen des ASS: FKG, Mädchengymnasium, MPG, Neues Gymnasium, Personnschule und Realschule Weende.

Gemahnt wird: "Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen". Berichtet wird erneut aus Northeim vom Corvinianum.
Q: Rote Schule Nr.5,Göttingen 1970

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 5, Seite 1

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 5, Seite 2

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 5, Seite 3

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 5, Seite 4

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 5, Seite 5

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 5, Seite 6

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 5, Seite 7

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 5, Seite 8


30.06.1970:
In Göttingen findet, laut DKP, vermutlich heute eine Demonstration gegen das Verbot des SDS Heidelberg in Baden-Württemberg (vgl. 24.6.1970) statt:"
FÜR AUFHEBUNG DES VERBOTS DES SDS UND DER KPD!
3 000 demonstrierten in Göttingen ...

In Göttingen führten alle progressiven Organisationen eine gemeinsame Protestaktion gegen das Verbot der Hochschulgruppe des SDS in Heidelberg durch. An einer Demonstration durch die Straßen der Stadt beteiligten sich fast 3 000 Studenten, Lehrlinge und Schüler. ...

Zu einer Solidaritätsaktion riefen in einem gemeinsamen Flugblatt 11 Jugend- und Studentengruppen, darunter der AStA der Georgia Augusta (Uni,d.Vf.), die Hochschulgruppe der DKP, die SDAJ, der SDS, Spartakus AMS, der SHB, Politikon und andere.

In dem gemeinsamen Flugblatt heißt es unter anderem:
'Die westdeutsche Linke hat ihre Erfahrungen mit dem KPD-Verbot. Auch dieses Verbot traf nur scheinbar diese eine Organisation. Es stellte alle organisierte politische Arbeit von Sozialisten und Kommunisten unter permanente Verbotsdrohung. Solange nicht die Aufhebung des KPD-Verbots erkämpft ist, werden Sozialisten in der BRD 'Verhaftete auf Urlaub' sein.

Deshalb demonstrieren heute alle Demokraten und Sozialisten unter folgenden Parolen: Gegen das Verbot des SDS Heidelberg. Wir fordern die Absetzung des Heidelberger OB (Oberbürgermeister,d.Vf.) Zundel und des baden-württembergischen Innenministers Krause. Gegen das Verbot der KPD. Für die Solidarität aller Demokraten und Sozialisten im Kampf gegen Reaktion und Imperialismus.'

Auf der Kundgebung auf dem Marktplatz in Göttingen sprach neben Vertretern des SDS, des Spartakus AMS, des SHB auch das Bezirksvorstandsmitglied der DKP und Funktionär der Hochschulgruppe der DKP, Ullrich Piepkorn."
Q: DKP Informationen Nr.11,Hannover 10.7.1970,S.1

Oktober 1970:
Im Aktionszentrum Sozialistischer Schüler (ASS) Göttingen herrscht, nach eigenen Angaben, im Herbst 1970 ein durch intensive Schulung erreichter Zustand relativer Stabilität. Die Strategiediskussion aber stockt.

Die Minderheitsfraktion versucht einen KSB-Studenten ins ASS zu holen. Bald wird der vorübergehende Ausschluss aller Arbeiter und Studenten beschlossen.
Q: Rote Schule Nr.8,Göttingen 1970,S.54

Oktober 1970:
Vom SDS Göttingen spaltet sich, laut ASS, der Kommunistische Studentenbund (KSB) Göttingen ab.
Q: Rote Schule Nr.8,Göttingen 1970,S.55

16.11.1970:
Vermutlich in dieser Woche erscheint in Göttingen die Nr.7 der 'Rote Schule' – Zentralorgan der sozialistischen Schüler Göttingen (vgl. 15.6.1970, 14.12.1970).
Berichtet wird über die Black Panther Party (BPP) USA, über Kuba und vom Felix-Klein-Gymnasium (FKG), wo die Basisgruppe derzeit vier Arbeitsgruppen unterhält.
Eingeladen wird zur Vollversammlung der Basisgruppen am 21.11.1970.
Q: Rote Schule Nr.7,Göttingen 1970

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 7, Seite 1

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 7, Seite 2

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Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 7, Seite 4

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 7, Seite 5

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 7, Seite 6

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 7, Seite 7

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 7, Seite 8

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 7, Seite 9

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 7, Seite 10

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 7, Seite 11


21.11.1970:
In Göttingen soll eine Vollversammlung der Basisgruppen des ASS stattfinden.
Q: Rote Schule Nr.7,Göttingen 1970,S.51

12.12.1970:
Im Vorfeld der heutigen Basisgruppenvollversammlung des ASS Göttingen hatte die am KSB orientierte ML-Fraktion am 8.12.1970 ein eigenes Strategiepapier angekündigt, in dem sie die andere Fraktion als funktionslos erklärt, woraufhin morgen die Trennung erfolgt. Spaltungen hatte es zuvor bereits in SDS und Aktionsgruppe Göttinger Lehrlinge und Jungarbeiter (AGL) gegeben. Während eine Gruppe weiterhin ASS heisst, geht aus der ML-Fraktion später die Kommunistische Schülerfront (KSF – vgl. 23.11.1971) hervor.
Q: Rote Schule Nr.8 und 1,Göttingen 1970 bzw. 12.12.1971,S.55 bzw. S.2

14.12.1970:
Vermutlich in dieser Woche erscheint in Göttingen die Nr.8 der 'Rote Schule' – Zentralorgan der sozialistischen Schüler Göttingen (vgl. 16.11.1970, Feb. 1971) mit einer Auflage von 3 500 Exemplaren. Vorgestellt wird neben dem Schulungsprogramm auch die "Schülerstrategie des ASS" bzw. die "Göttinger Schülerstrategie (Aktionszentrum Sozialistischer Schüler und Schulbasisgruppen)", wobei auch die Geschichte des USSB und des ASS reflektiert (vgl. 1.9.1969, Okt. 1970) und dergestalt die Spaltung des ASS (vgl. 12.12.1970) erklärt wird. An den Hauptschulen wolle man nicht aktiv werden, da diese Lehrlinge und Jungarbeiter hervorbringen. Daher wird die Kooperation mit der Aktionsgruppe Göttinger Lehrlinge und Jungarbeiter (AGL) angestrebt. Man arbeite weiter mit dem SDS Göttingen zusammen sowie mit Schülergruppen in Berlin, Duderstadt, Frankfurt, Köln, Osterode und Stadthagen. Ein Artikel der Arbeitsgruppe Klassenschule widmet sich dem "Klassencharakters des Schulsystems". Eine Anzeige wirbt für das Restaurant Z-Sorbas, "Ein Stück vom freien Griechenland im Herzen Göttingens".

Basisgruppen bestehen an FKG, Mädchengymnasium, Max-Planck-Gymnasium, Neuem Gymnasium und Personnschule, die Basisgruppe Realschule Weende wird nicht mehr erwähnt. Auch eine Schulungsgruppe trifft sich wöchentlich.
Q: Rote Schule Nr.8,Göttingen 1970

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 8, Seite 1

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 8, Seite 2

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 8, Seite 3

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 8, Seite 4

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 8, Seite 5

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 8, Seite 6

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 8, Seite 7

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 8, Seite 8

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 8, Seite 9

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 8, Seite 10

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 8, Seite 11

Rote Schule _ ZO der SSG, 2. Jg., 1970, Nr. 8, Seite 12


Februar 1971:
Vermutlich im Februar erscheint in Göttingen die Nr.1/1971 der 'Rote Schule' – Zentralorgan der sozialistischen Schüler Göttingen (vgl. 14.12.1970, 1.3.1971) vom Aktionszentrum Sozialistischer Schüler mit einer Auflage von 3 500 Exemplaren.

Eingegangen wird auf die Emanzipation der Frau, auf die Wirtschaftskrise und die vom ASS abgelehnte psychedelische Revolution mittels Drogen.

Berichtet wird über die vermutlich am Felix-Klein-Gymnasium (FKG) erschienene Schülerzeitung 'res', sowie den nach den Weihnachtsferien am FKG durchgeführten Streik.

Basisgruppen bestehen an FKG, Mädchengymnasium, Max-Planck-Gymnasium, Neuem Gymnasium und Personnschule. Arbeitsgruppen bestehen zu Berufsperspektiven, Ideologiekritik, Sozialisation, Frauenemanzipation und zur Technokratischen Schulreform. Berichtet wird "Realschulen: zur Berufserwartung der Realschüler", in der u.a. von der Personnschule berichtet wird (vgl. Juni 1970) und Realschüler zu den Basisgruppentreffen eingeladen werden.
Q: Rote Schule Nr.1,Göttingen 1971

Rote Schule _ ZO der SSG, 3. Jg., 1971, Nr. 1, Seite 1

Rote Schule _ ZO der SSG, 3. Jg., 1971, Nr. 1, Seite 2

Rote Schule _ ZO der SSG, 3. Jg., 1971, Nr. 1, Seite 3

Rote Schule _ ZO der SSG, 3. Jg., 1971, Nr. 1, Seite 4

Rote Schule _ ZO der SSG, 3. Jg., 1971, Nr. 1, Seite 5

Rote Schule _ ZO der SSG, 3. Jg., 1971, Nr. 1, Seite 6

Rote Schule _ ZO der SSG, 3. Jg., 1971, Nr. 1, Seite 7

Rote Schule _ ZO der SSG, 3. Jg., 1971, Nr. 1, Seite 8

Rote Schule _ ZO der SSG, 3. Jg., 1971, Nr. 1, Seite 9

Rote Schule _ ZO der SSG, 3. Jg., 1971, Nr. 1, Seite 10


Februar 1971:
In Göttingen entsteht, laut KSF (vgl. 23.11.1971), ungefähr im Februar aus dem SDS Göttingen heraus der Kommunistische Studentenbund Göttingen (KSB). Andere Quellen verweisen auf den Oktober 1970.
Q: Programmatische Erklärung der Kommunistischen Schülerfront 1. Fassung,Göttingen 23.11.1971

01.03.1971:
Vermutlich Anfang dieser Woche erscheint in Göttingen ein Extra der 'Rote Schule' – Zentralorgan der sozialistischen Schüler Göttingen (vgl. Feb. 1971, 12.12.1971) vom Aktionszentrum Sozialistischer Schüler (ASS), bei dem es sich um einen Nachdruck des Informationsbriefes Nr.2 des Black Panther Party-Solidaritätskomitee (BPP-SK) mit dem Aufruf zum Treffen in Zweibrücken am 6.3.1971 handelt.
Q: Rote Schule Extra,Göttingen o. J. (1971)

Rote Schule _ ZO der SSG, Extra [März 1971], Seite 1

Rote Schule _ ZO der SSG, Extra [März 1971], Seite 2

Rote Schule _ ZO der SSG, Extra [März 1971], Seite 3

Rote Schule _ ZO der SSG, Extra [März 1971], Seite 4

Rote Schule _ ZO der SSG, Extra [März 1971], Seite 5

Rote Schule _ ZO der SSG, Extra [März 1971], Seite 6

Rote Schule _ ZO der SSG, Extra [März 1971], Seite 7

Rote Schule _ ZO der SSG, Extra [März 1971], Seite 8

Rote Schule _ ZO der SSG, Extra [März 1971], Seite 9

Rote Schule _ ZO der SSG, Extra [März 1971], Seite 10

Rote Schule _ ZO der SSG, Extra [März 1971], Seite 11

Rote Schule _ ZO der SSG, Extra [März 1971], Seite 12

Rote Schule _ ZO der SSG, Extra [März 1971], Seite 13

Rote Schule _ ZO der SSG, Extra [März 1971], Seite 14


06.03.1971:
Das Black Panther Party-Solidaritätskomitee (BPP-SK) hatte einen Aufruf zur heutigen Demonstration in Zweibrücken veröffentlicht, der u.a. auch in Göttingen durch das Aktionszentrum Sozialistischer Schüler (ASS – vgl. 1.3.1971) verbreitet wurde.
Q: Rote Schule Extra,Göttingen o. J. (1971)

26.05.1971:
Die SDAJ Göttingen der DKP berichtet vom Kampf gegen die Fahrpreiserhöhungen (vgl. 1.6.1971):"
Kundgebung gegen die geplante Fahrpreiserhöhung auf dem Marktplatz. Es kommt zu einer 15 Min. Warnblockade."

Über die Vorgeschichte heißt es:"
Die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend gehörte mit zu den Gründern des Initiativkreises gegen die Fahrpreiserhöhungen, der sich gleich nach Bekanntwerden der Fahrpreiserhöhungen konstituierte. ... Je weiter das Bündnis ist, je schwieriger ist es, Einigkeit zu erzielen. In einem Punkt waren sich jedoch alle einige, ob Jungdemokraten (der FDP,d.Vf.), KSB (Kommunistischer Studentenbund des KB Göttingen,d.Vf.), ob DKP, SHB, Spartakus (AMS,d.Vf.), ob Jungsozialisten (Jusos der SPD,d.Vf.) ASS (Arbeitskreis bzw. Aktionszentrum Sozialistischer Schüler,d.Vf.) oder SDAJ. Alle waren sich einig, daß man dem Lohnraub - und nichts anderes sind auch die Fahrpreiserhöhungen - endlich den Kampf ansagen muß. So kam es doch trotz vieler Meinungsverschiedenheiten zu solch starken Aktionen, die 'unseren Stadtvätern' das Fürchten lehrten."
Q: SDAJler Nr.4,Göttingen Juli 1971,S.1

11.06.1971:
Die SDAJ Göttingen der DKP berichtet vom Kampf gegen die Fahrpreiserhöhungen (vgl. 10.6.1971, 14.6.1971):"
Die Aktion erreicht ihren Höhepunkt. Über 3 500 Göttinger Bürger demonstrieren und fordern vor dem Freizeitheim vom Rat der Stadt die sofortige Rücknahme der Fahrpreiserhöhungen. Sie fordern eine Stellungnahme des Stadtrates. Die Herren des Rates weigern sich aber entschieden und sind zunächst nicht einmal bereit, eine 12köpfige Delegation des Initiativkreises zur Ratssitzung, die ja öffentlich ist, zuzulassen. Erst nach 1 1/2 Std. erklärten sie sich dazu bereit, weil alle Demonstranten vor dem Freizeitheim immer wieder diese Forderungen erheben. Man gewährt der Delegation jedoch nur eine Redezeit von 2 Minuten. Die CDU stimmt gegen die Zulassung der Delegation mit der Begründung, daß dies der Terror der Straße sei. Wir sagen: Besser konnten sich 'unsere Stadtväter' nicht entlarven."

Laut DKP berichtet die 'Göttinger Allgemeine' heute von den Fahrpeiserhöhungen u.a., "Rot-Punkt-Verkehr lief". Weiter heißt es von der DKP:"
Auch die Demonstranten sind keine 'linken Radikalinskis' mehr, sondern 'Schüler, Studenten und (man höre uns staune) Arbeiter (GT (Göttinger Tageblatt,d.Vf.) 11.6.1973)."

Laut Kommunistischem Arbeiterjugendbund (KAJB) Göttingen (vgl. 14.6.1971) demonstrieren 3 000 Menschen.
Q: Kommunist Nr.7,Göttingen Juni 1971,S.1;
Proletarischer Kurs Nr.6,Göttingen Juni 1971,S.1;
SDAJler Nr.4,Göttingen Juli 1971,S.2f

15.06.1971:
Laut DKP erscheint im 'Göttinger Tageblatt' vom Stadtrat "abermals eine recht kostenspielige Anzeige: 'Verkehrsterror durch kommunistische Splittergruppen'. darin 'informiert' er über die Zusammensetzung des Initiativkreises, wobei er geflissentlich alle Organisationen, die nichts kommunistisches in ihrem Namen haben (wie Jusos (der SPD,d.Vf.) und SHB und andere) wegläßt, dafür aber die KPD/ML (KPD/ML-ZK,d.Vf.), der Abschreckung wegen, obwohl sie nicht im Initiativkreis vertreten ist, darinnen beläßt.
Nun ja! Schlagende Polizisten anstatt schlagender Argumente, Lügen statt Information. Jeder kämpft wie er kann.
Während die Zeitungen von Schülern, Studenten und Arbeitern als Träger der Aktion sprechen, versucht der Stadtrat sie als rein studentische hinzustellen. Während noch im Artikel über der Anzeige des Stadtrats der Sprecher der DKP der Arbeiter und Betriebsrat Reinhard Neubauer ist, zieht der Stadtrat den Studenten Joachim Vock vor, und hofft dabei darauf, daß die Bevölkerung schon weiß, was von diesen Studenten zu halten ist. Lange genug wurden sie ja in den Zeitungen im Fernsehen als bloße Radaumacher dargestellt."
Q: Kommunist Nr.7,Göttingen Juni 1971,S.1f;
SDAJler Nr.4,Göttingen Juli 1971,S.3

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