Oldenburg: Schulen

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 3.3.2014

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Von den Schulen in Oldenburg können hier bisher nur wenige Dokumente und Hinweise erschlossen werden. Wir bitten um Ergänzungen.

Bislang gibt es separate Darstellungen zum Oldenburg-Kolleg und über die Kommunistische Schülergruppe (KSG) Oldenburg des späteren Kommunistischen Bund Westdeutschland (KBW), aber auch zum Protest gegen den Wehrkundeerlass (WKE).

Während uns aus der frühen Phase der Schülerbewegung bisher fast keine Hinweise vorliegen (vgl. 16.10.1967) gibt es später den Sozialistischen Schülerbund (SSB) Oldenburg, der dem Aktionszentrum Unabhängiger Sozialistischer Schüler (AUSS) verbunden scheint und in dem offenbar auch die damaligen örtlichen Anhänger des Spartacismus organisiert sind (vgl. 26.1.1969, Apr. 1969, 1.5.1969). Im Anschluß formiert sich die Projektgruppe Schule des Verbandes der Kriegsdienstverweigerer (VK), der sich im Antimilitarismus engagiert (vgl. 9.5.1969, 16.6.1969).

Aktiv an den Oldenburger Schulen sind damals offenbar auch die Jusos der SPD, die SDAJ der DKP und der Liberale Schülerbund, der vermutlich der FDP nahestand (vgl. 25.6.1969).

Der bereits totgesagte SSB scheint doch noch länger existiert zu haben (vgl. Okt. 1969, Juni 1972), geht doch aus ihm dann auch die KSG mit hervor, die zeitweise mehrere Schulzellen hat, auch am Oldenburg-Kolleg aktiv ist und den örtlichen KBW mit aufbaut (vgl. März 1974), dann aber vermutlich bald zerfällt.

Der Vertrieb der 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ) des KBW durch die KSG scheint nur wenig erfolgreich (vgl. 26.9.1973, 10.10.1973, 24.10.1973, 7.11.1973, 22.11.1973, 5.12.1973, 19.12.1973).

Am Protest gegen den § 218 bzw. dem örtlichen Komitee ist dann offenbar nur noch die Fachoberschule beteiligt (vgl. 19.5.1975, 20.6.1975).

Später engagiert sich auch die örtliche Gruppe des Kommunistischen Bundes (KB) in den Schulprotesten (vgl. 22.8.1975, 28.1.1976).

Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

16.10.1967:
Frühestens in dieser Woche erscheint die 'mobil – Pamphlet zur Mobilisierung der Schüler gegen Arschkriecherei und Duckmäusertum' Nr. 2 für Oktober und November 1967. Das Redaktionskollektiv besteht u.a. für Bremen/Oldenburg aus Wolfgang Storant (Oldenburg).
Quelle: Mobil Nr. 2, Bad Harzburg Okt./Nov. 1967

26.01.1969:
In einem Brief eines Oldenburger Sympathisanten an ein Mitglied der Bolschewistischen Linken (BL) der deutschen Sektion des VS der 4. Internationale (vgl. 9.5.1969) wird u.a. betont, daß die Gründung des Sozialistischen Schülerbundes Oldenburg (SSB) auf die Initiative der Basisgruppe am Gymnasium Eversten zurückgeht. Ein Antwortbrief der BL ist an die SSB-Basisgruppe am Hindenburggymnasium gerichtet.
Q: Bolschewistischen Linke der dt. Sektion der 4. Internationale-1 Sympathisant: An …(1 Bolschewistischen Linke der dt. Sektion der 4. Internationale-Mitglied), Oldenburg 16.7.1969; Bolschewistischen Linke der dt. Sektion der 4.Internationale:An die Gen. der SSB Basisgruppe am Hindenburggymnasium Oldenburg z.Hd. … (1 Sympathisant), o.O. o.J. (1969)

April 1969:
Im Frühjahr bricht in Oldenburg, laut AK Spartacus, die Apo zusammen, die aus SDS, Sozialistischer Schülerbund und einem Club Liberte bestand.
Q: Nationales Internes Bulletin, o.O. 8.7.1970

01.05.1969:
In Oldenburg werden am 1. Mai, laut Revolutionäres Komitee Oldenburg, Flugblätter von VK, Club Liberte und ADF verteilt. SDS, Sozialistischer Schülerbund Oldenburg und der kürzlich aufgelöste Arbeitskreis Lehrlinge hätten sich dagegen nicht zu Wort gemeldet.
Q: RK Oldenburg: Paper zu Strategie und Taktik, o.O. o.J. (1969)

09.05.1969:
In einem Brief eines Oldenburger Sympathisanten an ein Mitglied der Bolschewistischen Linken (BL) der deutschen Sektion des VS der 4. Internationale (vgl. 6.5.1969, 5.6.1969) wird aus Oldenburg berichtet, daß sich dort ehemalige SDSler und Club Liberte-Mitglieder der Arbeit im Verband der Kriegsdienstverweigerer (VK) zugewandt hätten. Man selber sei momentan in einem Revolutionären Komitee (RK) organisiert, welches drei Mitglieder umfasse und aus dem Sozialistischen Schülerbund (SSB) Oldenburg entstanden sei. Dies wird auch dokumentiert durch ein Papier des RK, "Zur Funktionslosigkeit des Sozialistischen Schülerbundes", welches ebenso wie ein "Paper zu Strategie und Taktik" an die BL gesandt wird.
Q: Bolschewistischen Linke der dt. Sektion der 4. Internationale-1 Sympathisant: An …(1 Bolschewistischen Linke der dt. Sektion der 4. Internationale-Mitglied), Oldenburg 9.5.1969; RK Oldenburg: Zur Funktionslosigkeit des Sozialistischen Schülerbundes, o.O. o. J. (1969);RK Oldenburg: Paper zu Strategie und Taktik, o.O. o.J. (1969)

16.06.1969:
In Oldenburg hat das bisherige Revolutionäre Komitee (RK) Oldenburg, sich gerade in Revolutionäre Initiative (RI) Oldenburg umbenannt. Was weiter geschah, lassen wir eines der drei Mitglieder der RI lieber selbst erzählen:"
Die Gruppe zerbrach an der Planung der ersten Aktion. Am 16.Juni sollte eine Demonstration gegen die Ausnutzung des Arbeiteraufstandes vom 17.6.1953 durch die herrschende Klasse … stattfinden. Ziel war das NWZ-Gebäude (Nordwestzeitung, d.Vf.). … ca. 50 Personen am Sammelpunkt … . Davon gehörte eine nicht unerhebliche Minderheit einer … rechtsradikalen Gruppe … an. … Weiterhin spielen X.X.'s (Name eines Mitglieds der RI, d.VF.) Auffassungen von Demonstrationen (keine Flugblätter, kein Teach-In, 'Bullenkette überrennen' etc.) eine Rolle bei dem Bruch in der Gruppe." Der Verfasser dieses Berichtes schloß sich daraufhin lieber der gerade gegründeten Projektgruppe Schule des VK an.
Q: Bolschewistischen Linke der dt. Sektion der 4.Internationale-1 Sympathisant: An …(1 Bolschewistischen Linke der dt. Sektion der 4. Internationale- Mitglied), Oldenburg falsches Datum: 15.6.1969

25.06.1969:
In Oldenburg können, laut AUSS Oldenburg, Judos und Liberaler Schülerbund 20 Teilnehmer für ihren Protestzug gegen die Konfessionsschule mobilisieren, denen sich allerdings noch die SDAJ angeschlossen habe.
Q: AUSS Rundbrief Nr. 1, Oldenburg 3.7.1969

03.07.1969:
In Oldenburg erscheint die Nr. 1 des 'Rundbriefes' des AUSS Oldenburg, in dem u.a. berichtet wird, daß der Sozialistische Schülerbund (SSB) Oldenburg aufgelöst sei. Stattdessen gäbe es jetzt eine Projektgruppe Schule im Verband der Kriegsdienstverweigerer (VK), die SDAJ-Schüler der DKP, eine Gruppe um den 'Rothmann' an der Graf Anthon Günther Schule und auch an der Hindenburgschule wollen sich die Genossen als Gruppe konstituieren, allerdings erst nach den Sommerferien. Außerdem wird noch über die Demokratische Union (DU) von Haußleiter berichtet, die außer mit der Gruppe in Oldenburg auch noch auf Sylt aktiv sei.
Q: AUSS Rundbrief Nr. 1, Oldenburg 3.7.1969

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Oktober 1969:
In Oldenburg bildet sich, laut AK Spartacus, eine WG aus SDS und VK-Mitgliedern (nach einigen Monaten 'sozialistischer' Arbeit im VK), die die Studenten- und Schülerarbeit, nach dem Zusammenbruch der Apo im Frühjahr, neu beleben wolle. Als Basis dafür habe sie SDS, Sozialistischen Schülerbund (SSB), linke SHBler und einige Lehrlinge im Auge.
Q: Nationales Internes Bulletin, o.O. 8.7.1970

September 1970:
Vermutlich im September erscheint im Raum Weser-Ems ein Flugblatt "Kolleginnen, Kollegen!" von Spartacus KJO Oldenburg und Osnabrück, dem Arbeitskreis Lehrlinge (AKL) Aurich, dem Aktivkreis der DGB-Jugend Oldenburg, den Roten Zellen Oldenburg - Gruppe Proletariat und Schülergruppe I und II sowie dem Aktivkreis der DGB-Jugend Leer, das zu Solidaritätsspenden für die Lehrlinge in Essen aufruft.
Q: Spartacus KJO u.a.: Kolleginnen, Kollegen!, Oldenburg o. J.

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Juni 1972:
In Oldenburg wird im Juni zur NATO-Ausstellung in der Weser-Ems-Halle, laut IK/KSG (vgl. Nov. 1972), ein gemeinsames Flugblatt von SDAJ der DKP, dem Verband der Kriegsdienstverweigerer (VK) und der DKP-Fraktion der SSO (Sozialistischer Schülerbund Oldenburg) im Namen der SSO ohne Rücksprache mit den Anderen verfaßt.
Q: Schulkampf Nr. 1, Oldenburg Nov. 1972

Juni 1972:
In Oldenburg spaltet sich im Juni, laut IK/KSG, die bisherige einheitliche Schülerorganisation SSO (Sozialistischer Schülerbund Oldenburg) wegen des Flugblatts zur NATO-Ausstellung (vgl. Juni 1972) in zwei gleichstarke Teile, die am KB Bremen (KBB) bzw. dem späteren KBW orientierte IK/KSG, die sich noch im Juni gründet, und den nun DKP-orientierten SSO mit seiner 'Roten Schülerpresse'.
Q: Schulkampf Nr. 1, Oldenburg Nov. 1972

November 1972:
Das Initiativkomitee zum Aufbau einer Kommunistischen Schülergruppe (IK/KSG) Oldenburg gibt erstmals sein Organ 'Schulkampf' (vgl. 8.1.1973) heraus. Die Verantwortung für die 500 Exemplare übernimmt T.H. Krüger.

Berichtet wird von der Fraktionierung der Oldenburger Schüler (vgl. Juni 1972) und dem AK gegen Berufsverbote (BV - vgl. Sept. 1972).

Das IK/KSG ist mit der Kommunistischen Hochschulgruppe (KHG) an der PH befreundet und ordnet sich politisch dem KB Bremen (KBB) zu. Aufgerufen wird, die 'Wahrheit' des KBB zu lesen.
Q: Schulkampf Nr. 1, Oldenburg Nov. 1972

08.01.1973:
Das Initiativkomitee zum Aufbau einer Kommunistischen Schülergruppe (IK/KSG) Oldenburg gibt vermutlich in dieser Woche die auf Januar datierte Nr. 2 seines Organes 'Schulkampf' (vgl. Nov. 1972, 27.3.1973) mit einer Auflage von 500 Stück zum Preis von 50 Pfg. heraus.
Berichtet wird aus Oldenburg von der KHG an der PH, den eigenen, an mehreren Schulen bestehenden Basisgruppen (BG) und der Kampagne gegen den Wehrkundeerlaß (WKE - vgl. 11.12.1972, 13.12.1972).
Weitere Berichte behandeln Heidelberg sowie, mit Hilfe der 'Wahrheit' des KB Bremen (KBB - vgl. 5.10.1972), Opel Bochum.
Q: Schulkampf Nr. 2, Oldenburg Jan. 1973

13.01.1973:
Das bisherige Initiativkomitee zum Aufbau einer Kommunistischen Schülergruppe (IK/KSG) Oldenburg wandelt sich, nach eigenen Angaben (vgl. 27.3.1973), vermutlich an diesem Wochenende in die Kommunistische Schülergruppe (KSG) Oldenburg um.
Q: Schulkampf Nr. 3, Oldenburg März 1973

15.01.1973:
Die Kommunistische Schülergruppe (KSG) Oldenburg gibt nach eigenen Angaben (vgl. 27.3.1973) Mitte Januar, also vermutlich in dieser Woche, ein Flugblatt zu den Disziplinierung am Alten Gymnasium heraus, welches das erste Flugblatt der bisher als IK/KSG auftretenden Gruppe (vgl. 13.1.1973) ist.
Q: Schulkampf Nr. 3, Oldenburg März 1973

Februar 1973:
Die Kommunistische Schülergruppe (KSG) Oldenburg (vgl. 27.3.1973) berichtet vermutlich aus dem Februar vom Oldenburg-Kolleg (vgl. Jan. 1973) über den Warnstreik gegen die Bafög-Rückforderung.
Solidarisch hätten sich der AStA der PH, der Gründungsausschuß der Uni, der DGB/KJA, der KB / Gruppe Oldenburg, die Kollegiaten aus Braunschweig und Wolfsburg, die KSG selber, MSB Spartakus und SDAJ der DKP sowie die SV des Alten Gymnasiums erklärt.
Q: Schulkampf Nr. 3, Oldenburg März 1973

24.03.1973:
Die Kommunistische Schülergruppe (KSG) Oldenburg (vgl. 18.6.1973) berichtet, daß sie ab heute mit ihrer Solidaritätskampagne (vgl. 26.6.1973, 29.3.1973) mit den Bremer Schülern beginnt.

Im Rahmen der vermutlich am 29.3.1973 endenden Kampagne werden am Neuen Gymnasium zwei Flugblätter durch die Zelle der KSG bzw. die Basisgruppe der KSG verteilt und 130 Unterschriften gesammelt.
Am Wirtschaftsgymnasium (WG) werden 50 Unterschriften gesammelt, die Schulaufbauzelle Altes Gymnasium (ex-Basisgruppe) erreicht 60 Unterschriften, darunter eine von einem Mitglied des Lehrkörpers. Durchgeführt wird die Kampagne auch durch die KSG-Schulzelle am Gymnasium Eversten.
Q: Schulkampf Nr. 4, Oldenburg Juni 1973

26.03.1973:
Die Kommunistische Schülergruppe (KSG) Oldenburg gibt vermutlich heute oder morgen im Rahmen ihrer Solidaritätskampagne mit den Bremer Schülern (vgl. 24.6.1973, 29.6.1973) ein Flugblatt "Schulverweise für fortschrittliche Schüler in Bremen" mit einer Auflage von 2 000 Stück unter Verantwortung von R. Duddeck heraus, in dem aus Oldenburg vom Wirtschaftsgymnasium (WEG) und dem Gymnasium Eversten berichtet wird.
Aufgerufen wird zur Solidaritätsveranstaltung (vgl. 29.3.1973), angekündigt das morgige Erscheinen des eigenen 'Schulkampf'.
Q: KSG: Schulverweise für fortschrittliche Schüler in Bremen, Oldenburg o.J. (1973)

27.03.1973:
Die Kommunistische Schülergruppe (KSG) Oldenburg gibt die auf März datierte Nr. 3 ihres Organes 'Schulkampf' (vgl. Nov. 1972, 18.6.1973) mit einer Auflage von 400 Stück vermutlich heute oder morgen heraus, in der sie von der eigenen Umbennung (vgl. 13.1.1973) berichtet.

Die KSG gliedere sich in Plenum, Ausschüsse und Arbeitsgemeinschaften. Weiter gäbe es drei Basisgruppen (BG), bei denen es sich um KSG-Sympathisantengruppen handele. Zwei seien aus SV-Aufbaugruppen hervorgegangen, eine durch Agitation und Propaganda aufgebaut worden.

Berichtet wird auch vom Alten Gymnasium (vgl. 15.1.1973), dem Wirtschaftsgymnasium, vom Oldenburg-Kolleg (vgl. 12.6.1972, Feb. 1972), vom Wehrkundeerlaß (WKE - vgl. 24.3.1973, 29.3.1973), u.a. an der Realschule Margaretenstraße (vgl. März 1973) und dem Neuen Gymnasium (vgl. April 1973).
Berichtet wird auch über die Kommunistische Gruppe Oldenburg (Aufbaugruppe) (vgl. Feb. 1973).

Angekündigt wurde die Zeitung u.a. durch ein Flugblatt am Tag vor dem Erscheinen (vgl. 26.3.1973).
Q: Schulkampf Nr. 3, Oldenburg März 1973; KSG: Schulverweise für fortschrittliche Schüler in Bremen, Oldenburg o.J. (1973)

18.06.1973:
Die Kommunistische Schülergruppe (KSG) Oldenburg des KBW gibt vermutlich Ende dieser Woche die auf Juni datierte Nr. 4 ihres Organes 'Schulkampf' (vgl. 27.3.1973, Sept. 1973) mit einer Auflage von 400 Stück unter Verantwortung von R. Duddeck heraus.

Berichtet wird u.a. von der Solidaritätskampagne mit den Bremer Schülern (vgl. 24.6.1973, 29.6.1973), vom Wehrkundeerlaß (WKE) vom Neuen Gymnasium (vgl. 30.3.1973), von den Protesten gegen die Bombenabwurfplätze im Kreis Leer (vgl. 25.5.1973, 7.6.1973) gegen den Platz in Ramsloh im Kreis Cloppenburg und aus Nordhorn, Grafschaft Bentheim (vgl. 12.6.1973).
Q: Schulkampf Nr. 4, Oldenburg Juni 1973

August 1973:
Die Schulzelle der Kommunistischen Schülergruppe (KSG) Oldenburg des KBW am Gymnasium Eversten gibt vermutlich im August ihrer Zellenzeitung 'Der Funke' heraus.
Q: Schulkampf Nr. 5, Oldenburg Sept. 1973

September 1973:
Die Kommunistische Schülergruppe (KSG) Oldenburg des KBW gibt die Nr. 5 ihres Organes 'Schulkampf' (vgl. 18.6.1973) mit einer Auflage von 400 Stück unter Verantwortung von M. Meyer heraus.

Berichtet wird von der Schulzelle am Gymnasium Eversten (vgl. Aug. 1973, über den Wehrkundeerlaß (WKE) bzw. die Jugendoffiziere am Neuen Gymnasium, über die Gründung des KBW (vgl. 8.6.1973) und aus dem IGM-Bereich von AEG Oldenburg (vgl. 25.6.1973).
Q: Schulkampf Nr. 5, Oldenburg Sept. 1973

26.09.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr. 3 verkauft die OAG Oldenburg des KBW insgesamt 225 Exemplare, davon 54 an Schulen und Hochschulen.
Q: KBW-OAG Oldenburg: KVZ-Statistik Nr. 3, Oldenburg 11.10.1973

10.10.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr. 4 verkauft die OAG Oldenburg des KBW insgesamt 169 Exemplare, davon 29 an Schulen und Hochschulen.
Q: KBW-OAG Oldenburg: KVZ-Statistik Nr. 4, Oldenburg 25.10.1973

24.10.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr. 5 verkauft die OAG Oldenburg des KBW insgesamt 240 Exemplare, davon 42 an Schulen und Hochschulen.
Q: KBW-OAG Oldenburg: KVZ-Statistik Nr. 5, Oldenburg o.J. (1973)

07.11.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr. 6 verkauft die OAG Oldenburg des KBW insgesamt 185 Exemplare, davon 72 an Schulen und Hochschulen.
Q: KBW-OAG Oldenburg: KVZ-Statistik Nr. 6, Oldenburg o.J. (1973)

22.11.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr. 7 verkauft die OAG Oldenburg des KBW insgesamt 165 Exemplare, davon 68 an Schulen und Hochschulen.
Q: KBW-OAG Oldenburg: KVZ-Statistik Nr. 7, Oldenburg o.J. (1973)

05.12.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr. 8 verkauft die OAG Oldenburg des KBW an Schulen 36 Exemplare.
Q: KBW-OAG Oldenburg: KVZ-Statistik Nr. 8, Oldenburg o.J.

19.12.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr. 9 verkauft die OAG Oldenburg des KBW an Schulen 25 Exemplare.
Q: KBW-OAG Oldenburg: KVZ-Statistik Nr. 9, Oldenburg o.J.

März 1974:
Es erscheint der "1. Rechenschaftsbericht der Ortsaufbaugruppe Oldenburg (Oldb) des Kommunistischen Bund Westdeutschland (KBW)". Festgestellt wird, "daß die OAG hauptsächlich aus Schülern und Studenten bestand".

Der Punkt "V. In die Kämpfe der Oberschüler, Studenten und der werktätigen Intelligenz auf der Linie der revolutionären Demokratie eingreifen und sie auf dieser Linie in die Kämpfe der Volksmassen einbeziehen" widmet sich KHG, KSG und der sich entwickelnden Lehrergruppe, wobei die KSG nahe am Zerfall sei.
Q: 1. Rechenschaftsbericht der Ortsaufbaugruppe Oldenburg (Oldb) des Kommunistischen Bund Westdeutschland (KBW), Oldenburg März 1974, S. 13f

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29.05.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 15.5.1974, 12.6.1974) Nr. 11 heraus und berichtet aus Oldenburg in "CDU: Staatsaufsicht geht vor" von einer CDU-Veranstaltung zum Niedersächsischen Schulgesetz (NSG), wobei auch auf das Berufsverbot gegen Hans-Joachim Müller eingegangen wird.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 11, Mannheim 29.5.1974, S. 3

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05.06.1974:
Die Ortsaufbaugruppe Oldenburg des KBW gibt die Nr. 4 ihrer Druck-Branchenzeitung 'Das Fundament' (vgl. 23.4.1974, 19.2.1975) heraus mit dem Artikel "CDU-Wahlveranstaltung" zum niedersächsischen Schulgesetz (NSG).
Q: Das Fundament Nr. 4, Oldenburg 5.6.1974, S. 3f

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19.05.1975:
Der KBW (vgl. 29.5.1975) berichtet vermutlich aus dieser Woche von einer Sitzung des AStA der Fachschule und Fachoberschule für Sozialpädagogik (FS SP / FOS SP) Oldenburg auf der einstimmig ein Volksentscheid gegen den Paragraphen 218 gefordert wird.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 21, Mannheim 29.5.1975

20.06.1975:
Das Komitee gegen den § 218 Oldenburg gibt die Nr. 1 seiner Zeitung 'Weg mit dem § 218" heraus. Kontaktadressen der acht Komitee-Arbeitsgruppen werden auch angegeben für die Fachoberschule (FOS).
Q: Weg mit dem § 218 Nr. 1, Oldenburg 20.6.1975

22.08.1975:
Der KB / Gruppe Oldenburg gibt die Nr. 2 seiner Stadtzeitung 'Barrikade' (vgl. 19.9.1975) für August heraus mit dem Leitartikel "Sparpolitik an Oldenburgs Schulen: Rasante Talfahrt!", in dem mit Hilfe der 'NWZ' eingegangen wird auf die Grund- und Hauptschule Dietrichsfeld und die Schule Staakenweg sowie auf die Versetzung von Grund- und Hauptschullehrern an die Gymnasien, wogegen die Personalräte des Neuen Gymnasiums, des Alten Gymnasiums, der Hindenburgschule und der Anton-Günther-Schule protestierten, aber auch von der Personalversammlung des Schulaufsichtskreises 1, der gegen die Nichteinstellung von Lehramtsanwärtern protestierte.

Es erscheint auch der Artikel "Schüler Union: Vorkämpfer des Bildungsprivileges gegen die Arbeiterjugend" zur SU der CDU am Alten Gymnasium.
Q: Barrikade Nr. 2, Oldenburg 22.8.1975, S. 1ff

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28.01.1976:
Der KB (vgl. 20.3.1976) berichtet vom Aktionstag gegen Unterrichtsausfall aus Oldenburg über 700 bis 800 Teilnehmer einer Schweigedemonstration. Dokumentiert wird ein "Offener Brief zur Demonstration" der Vorsitzenden der Schulelternräte der Grundschule Wallschule, Drielake, Bremer Straße, der Hauptschule im Schulzentrum Osternburg und der Orientierungsstufe Osternburg.
Q: Frische Brise Nr. 5, Oldenburg 20.3.1976, S. 10f

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