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Osnabrück und Georgsmarienhütte: Klöckner

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 17.8.2008

Von den Klöcknerwerken in Osnabrück und dem benachbarten Georgsmarienhütte im Landkreis Osnabrück haben wir bisher nur von der DKP betriebliche Materialien ausgewertet, die auch vom KBW teilweise vorliegen.

Bei den Septemberstreiks 1969, jener Welle illegaler Streikaktionen, sind die beiden Klöcknerwerke im Osnabrücker Land, besonders dasjenige in Osnabrück, ganz vorne mit dabei (vgl. 5.9.1969, 6.9.1969, 7.9.1969, 8.9.1969, 9.9.1969, 10.9.1969, 11.9.1969, 12.9.1969, 13.9.1969), zeitgleich mit der Klöcknerhütte in Bremen, von der dann auch die Tarifergebnisse übernommen werden (vgl. 14.9.1969, 15.9.1969, 17.9.1969).

So werden die Klöcknerwerke im Raum Osnabrück auch bundesweit in der linken Presse erwähnt (vgl. 11.9.1969, 12.9.1969, 18.9.1969, 19.9.1969, 6.11.1969).

Bei der Lohnrunde 1970 werden wiederum die Forderungen aus Bremen bezogen (vgl. 21.10.1970), die Mitbestimmung (vgl. 26.10.1970) sowie die Verwaltung (vgl. 22.3.1971) aber zugleich mit der des Werks Hasper Hütte in Hagen abgespeckt, was zu örtlichen Protesten und weiteren Berichten der bundesdeutschen Linkspresse (vgl. 1.9.1971, 24.9.1971, Okt. 1971, 2.10.1971, 9.10.1971, 22.10.1971, 15.11.1971, Dez. 1971, Jan. 1972).

Von den örtlichen Werkswohnungen wird hier vorerst allein durch die Zelle der KPD bei Klöckner VDI Düsseldorf berichtet (vgl. Dez. 1971).

Vor Ort in Osnabrück meldet sich nun der Kommunistische Bund Osnabrück (KBO) zu Wort (vgl. Jan. 1972), berichtet natürlich auch an seine Bremer Freunde (vgl. 1.3.1972) und gibt für Klöckner Osnabrück offenbar eine Betriebszeitung heraus (vgl. Apr. 1972). Früher hießen die Anhänger des KBO vermutlich überwiegend PGPL also Projektgruppe Proletarische Linke, evtl. wurden auch Beziehungen zur Berliner Proletarischen Linken gehalten (vgl. Juli 1972).

Die Osnabrücker Spartacisten befassen sich wiederholt mit den Klöcknerwerken (vgl. Aug. 1972, Sept. 1972, Feb. 1978), was aber vermutlich allgemeinen Erwägungen eher als einer betrieblichen Verankerung geschuldet ist. Diese weisen vermutlich neben der SPD (vgl. 23.8.1972), wohl eher die DKP (vgl. Sept. 1972, Dez. 1972, Jan. 1973) sowie in gewissem Maße auch der aus dem KBO mit hervorgegangene KBW auf (vgl. 10.9.1973, 14.9.1973, 26.9.1973, 10.10.1973, 7.11.1973), der aber seinen Einfluß vermutlich vor allem unter den Jugendlichen ausübt (vgl. 19.5.1975). Allerdings wird Opposition in der IG Metall Osnabrück, zu der auch das Sozialistische Zentrum rechnet, damals wohl nur ungern gesehen (vgl. 1.5.1977, Juli 1977).


Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

05.09.1969:
Bei Klöckner Georgsmarienhütte (5 bis 6 000 Beschäftigte) streiken heute, laut IMSF, 3 000 Beschäftigte. Im Betriebsrat ist die DKP mit einem Mitglied vertreten. Die ständigen Drohungen der Direktion, das Werk zu schließen, führen dazu, daß in Georgsmarienhütte nur ein Kurzstreik geführt und nicht, wie im benachbarten Osnabrück, länger gestreikt wird. Laut IMSF hatte 'sich die Streikwelle auch auf die Hütte ausgedehnt', ohne genauer zu sagen wie. Es wurde eine Betriebsversammlung einberufen, die etwa vier Stunden dauerte. Dort wurde beschlossen die Entwicklung in Bremen abzuwarten und erst zu streiken, wenn die Forderungen in Bremen nicht erfüllt würden. Eine Übernahme der Bremer Ergebnisse war von der Direktion in 'vertretbaren Relationen' zugesichert worden (vgl. 7.9.1969).
=IMSF:Die Septemberstreiks 1969,Frankfurt Nov. 1969

05.09.1969:
Bei Klöckner Osnabrück (ca. 4 200 Beschäftigte) beginnen, laut IMSF, etwa 3 200 Stahlarbeiter einen neuntägigen Streik. In dem Werk gibt es eine SPD-Betriebsgruppe von nur 10 Mitgliedern, trotzdem aber stehe der Großteil der Beschäftigten unter SPD-Einfluß. Im Betriebsrat sitzen auch zwei CDUler, die DKP hat nur wenige Mitglieder. Der Streik beginnt mit Nachrichten über den Streik bei Klöckner Bremen. Den Anfang macht das Siemens-Martin Stahlwerk. Hier hat, laut IMSF, ein Werkstudent (Ingenieurstudent) gearbeitet, dessen Auftreten auf Versammlungen eine Rolle gespielt habe, dessen überspitzte Argumentation aber in der Folge nur wenig Anklang fand. Gegen 18 Uhr versammeln sich die Arbeiter im Innenhof und stellen die gleichen Forderungen wir die Bremer Kollegen (70 Pf.). Dies wird auch vom Betriebsrat übernommen. Verhandlungen finden heute noch nicht statt (vgl. 6.9.1969).
=IMSF:Die Septemberstreiks 1969,Frankfurt Nov. 1969

06.09.1969:
Bei Klöckner Osnabrück wird, laut IMSF, der Streik morgens mit einer Demonstration durch das Werk zum Verwaltungsgebäude fortgesetzt. Einbezogen sind alle Abteilungen und auch der Großteil der Angestellten. Gefordert wird eine gleiche Regelung wie in Bremen. Der Streik wird auch morgen fortgesetzt (vgl. 8.9.1969). Es finden erste Gespräche zwischen Betriebsrat und Werksleitung statt. Der erste Bevollmächtigte der IGM Verwaltungsstelle, Hans Lenz, erklärt, nach Presseberichten, daß er zur Wiederaufnahme der Arbeit aufgerufen habe. Während Lenz und auch der zweite Bevollmächtigte Bulthaupt sich vom Streik distanzieren, unterstützt der dritte Bevollmächtigte, SPD-Senator Ernst Weber, die Streikenden. Auch die Firmen müßten jetzt Bereitwilligkeit zeigen. Immerhin hätten die Arbeiter vor dem letzten Tarifabschluß im Mai 1968 faktisch 3 Jahre und 5 Monate keine Lohnerhöhungen erhalten.
=IMSF:Die Septemberstreiks 1969,Frankfurt Nov. 1969

07.09.1969:
Bei Klöckner Georgsmarienhütte streiken heute, laut IMSF, die 156 Kollegen einer Schicht, nachdem nach dem Streik am 5.9.1969 gestern wieder gearbeitet worden war. Der Streik wird gegen 22 Uhr abgebrochen, am Montag wird wieder voll gearbeitet (vgl. 9.9.1969).
=IMSF:Die Septemberstreiks 1969,Frankfurt Nov. 1969

08.09.1969:
Bei Klöckner Osnabrück findet heute, laut IMSF, eine Belegschaftsversammlung für die Arbeiter statt, auf der Betriebsräte und Gewerkschaftsfunktionäre zum Streikabbruch aufrufen, sich aber nicht durchsetzen können. Direktion und Teile der Gewerkschaftsfunktionäre beginnen mit der Hetze wegen des Bremer Mischers. Der Streik wird aber fortgesetzt (vgl. 9.9.1969). Der Betriebsrat greift die derzeit gültige Bremer Forderung von 30 Pf. Und Bezahlung der Streikzeit auf, die Direktion aber lehnt dies ab und erklärt, daß erst nach Arbeitsaufnahme verhandelt werden könne. Die Angestellten der Hauptverwaltung der Werke Osnabrück und Georgsmarienhütte, die sich beim Werk Osnabrück befindet, beschließen auf ihrer eigenen Versammlung die Wiederaufnahme der Arbeit.
=IMSF:Die Septemberstreiks 1969,Frankfurt Nov. 1969

09.09.1969:
Bei Klöckner Georgsmarienhütte findet heute, laut IMSF, eine Belegschaftsversammlung statt. Es wird beschlossen, den Streik (vgl. 5.9.1969, 7.9.1969) nicht fortzusetzen und nur wieder aufzunehmen, wenn die Bremer Forderungen nicht erfüllt werden. Zersetzend wirkt besonders die Hetze wegen der angeblichen Zerstörung des Bremer Mischers.
=IMSF:Die Septemberstreiks 1969,Frankfurt Nov. 1969

09.09.1969:
Bei Klöckner Osnabrück macht, laut IMSF, die Direktion erstmals ein Angebot von 50 DM Vorschußzahlung, betont aber daß nur verhandelt werden könne, wenn wieder gearbeitet werde. Es wird aber weiter gestreikt (vgl. 10.9.1969). Ebenfalls heute demonstrieren 250 Kollegen zum Gewerkschaftshaus, wo mit IGM-Vertretern diskutiert wird, die zum Teil ebenfalls in den Chor von der Zerstörung des Bremer Mischers einstimmen. Heute stattfindende Agitationsversuche studentischer Kreise werden von den Arbeitern abgelehnt. Als einziges Material politischer Gruppen während des ganzen Streiks wird heute ein Flugblatt der DKP im Aktionszentrum ADF verteilt, was bei dem 'gewerkschaftlichen Kern der Belegschaft' eine gute Aufnahme fand und die Aufmerksamkeit der Lokalpresse erregte. Unter dem Titel "Streik ist gerecht" wird zur geschlossenen und einheitlichen Fortführung des Streiks aufgerufen, denn gerade jetzt bei den Tarifverhandlungen komme es darauf an die Gewerkschaften stark zu machen. Deshalb solle auch noch so berechtigter Unmut über betriebliche Vertretungen und Gewerkschaften nicht in den Vordergrund gestellt werden.
=IMSF:Die Septemberstreiks 1969,Frankfurt Nov. 1969

10.09.1969:
Bei Klöckner Osnabrück ist heute, laut IMSF, der kritische Punkt des Streiks erreicht, da sich die Hetzkampagne wegen des Bremer Mischers auszuwirken beginnt. In der Presse wird behauptet, daß 17 Betriebsräte von Klöckner Bremen DKP-Mitglieder seien. Eigene Informationen aus Bremen liegen nicht vor. Auf einer Betriebsversammlung beschließen die 1 200 versammelten Kollegen eine geheime Abstimmung über die Fortführung des Streiks. Für eine geheime Abstimmung hat auch der Werkstudent plädiert, wofür ihn das IMSF kritisiert, da eine geheime Abstimmung nur die Kampfkraft habe schwächen können. Am Nachmittag kehrt eine Delegation aus Bremen zurück und entlarvt die Verleumdungen bezüglich des Mischers, was die Abstimmung beeinflußt haben dürfte. An dieser beteiligen sich 1 899 der 3 200 Arbeiter, wobei 1 203 (66%) für die Fortführung des Streiks stimmen. Nun erhebt auch der Betriebsrat erstmals eigene Forderungen, nämlich nach 20 Pf. betrieblicher Zulage. Die Direktion erklärt, daß darüber erst nach Streikende verhandelt werde, die Streikzeit nicht bezahlt werde und auch die Krankenversicherung ruhe. Noch heute findet auch eine Sitzung der IGM mit dem Betriebsrat und dem Vertrauensleutekörper statt. Der Streik wird auch in den nächsten Tagen fortgesetzt (vgl. 11.9.1969).
=IMSF:Die Septemberstreiks 1969,Frankfurt Nov. 1969

11.09.1969:
In München verteilen die ABG der APO München Nord, Ost, Süd, West und Neuhausen, nach eigenen Angaben, heute und morgen vor 19 Betrieben folgendes Flugblatt Nr.5 (vgl. 2.9.1969, 17.9.1969):"
Dienstag voriger Woche: Hoesch-WestfalenhÜtte in Dortmund - Mittwoch: Hoesch-Werke Union und Phoenix - Donnerstag: Rheinstahl-Hüttenwerke in Mülheim und Mannesmann (MM in Duisburg,d.Vf.) in Huckingen - Freitag: Klöckner in Bremen und Osnabrück".
=Agitation Nr.2,München o.J. (1969),S.22 bzw. o. Numerierung

11.09.1969:
Der Betriebsrat von Klöckner Osnabrück wendet sich heute, laut IMSF, direkt an die Konzernzentrale in Duisburg und schlägt dieser Verhandlungen auf der Grundlage der Bremer Forderungen und Ergebnisse vor. Der Streik wird derweil fortgeführt (vgl. 13.9.1969).
=IMSF:Die Septemberstreiks 1969,Frankfurt Nov. 1969

12.09.1969:
In der 'RPK' Nr.30 (vgl. 5.9.1969, 17.9.1969) erscheint der Artikel "Streik in Westdeutschland". Der Artikel ist verfaßt von einer Basisgruppe Bochum der Berliner Ruhrkampagne:"
Für Klöckner in Bremen und Osnabrück spielen regionale Lohndifferenzen für die dort besonders hart geführten Auseinandersetzungen ebenfalls eine Rolle. Aufgrund der günstigen Arbeitsmarktstruktur sind dort die Löhne hinter den Löhnen der Stahlarbeiter im Ruhrgebiet zurückgeblieben. Die streikenden Arbeiter in Bremen und Osnabrück wollen über den Streik einen gewaltsamen regionalen Lohnausgleich herbeizwingen."
=Rote Pressekorrespondenz Nr.30,Berlin 12.9.1969

13.09.1969:
Im Tarifbereich der Stahlindustrie Osnabrück beginnen mittags, laut IMSF, die Tarifverhandlungen (vgl. 14.9.1969).
=IMSF:Die Septemberstreiks 1969,Frankfurt Nov. 1969

13.09.1969:
Bei Klöckner Osnabrück beenden, laut IMSF, die etwa 3 200 Streikenden ihren neuntägigen Streik (vgl. 5.9.1969). Mittags beteiligen sich 2 000 an einer Betriebsversammlung, die, nach Bekanntwerden der Bremer Ergebnisse, die Wiederaufnahme der Arbeit in der Mittagsschicht beschließt. Die Direktion sichert deren Übernahme 'in entsprechenden Relationen' zu, Verhandlungen darüber beginnen am 15.9.1969. Der Arbeitsdirektor erklärt, daß die Streikzeit nicht bezahlt werden würde. Der erste Bevollmächtigte der IGM, Lenz, erklärt, daß es keine politischen sondern lediglich ökonomische Hintergründe des diszipliniert durchgeführten Streiks gegeben habe. Das Direktorium des Werkes behauptet dagegen, daß die DKP versuche sich vor den Wagen des Streiks zu spannen.
=IMSF:Die Septemberstreiks 1969,Frankfurt Nov. 1969

14.09.1969:
Heute werden, laut IMSF, die Tarifverhandlungen für die Stahlindustrie Osnabrück (vgl. 13.9.1969) mit dem selben Ergebnis wie in Bremen (vgl. 13.9.1969) abgeschlossen.
=IMSF:Die Septemberstreiks 1969,Frankfurt Nov. 1969

15.09.1969:
Bei Klöckner Osnabrück beginnen, laut IMSF, die Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Direktion über die Form der Übernahme der Bremer Ergebnisse (vgl. 13.9.1969, 17.9.1969).
=IMSF:Die Septemberstreiks 1969,Frankfurt Nov. 1969

17.09.1969:
Bei Klöckner Osnabrück werden heute, laut IMSF, die Verhandlungen über die Übernahme des Bremer Ergebnisses abgeschlossen (vgl. 15.9.1969). Ausgehandelt wird dabei eine Zulage von 14,5 Pf. und eine Vorschußzahlung von 200 DM.
=IMSF:Die Septemberstreiks 1969,Frankfurt Nov. 1969

18.09.1969:
Die DKP bringt die Nr.25 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 11.9.1969, 25.9.1969). U.a. wird berichtet von den Klöcknerwerken in Osnabrück und Georgsmarienhütte.
=Unsere Zeit Nr.25,Essen 18.9.1969

19.09.1969:
Es erscheint der 'Expreß International' (EXI) Nr.81 (vgl. 5.9.1969, 3.10.1969) mit folgendem Leitartikel:"
STREIKS - STREIKS

Die Stahlarbeiter an Rhein und Ruhr, im Saarland und in der Oberpfalz, in Osnabrück und in Bremen griffen zur Selbsthilfe."
=Express International Nr.81,Frankfurt 19.9.1969

06.11.1969:
Die DKP bringt die Nr.32 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 30.10.1969, 13.11.1969) und berichtet u.a. von Klöckner Osnabrück.
=Unsere Zeit Nr.32,Essen 6.11.1969

21.10.1970:
Die Nr.43 des 'KND' (vgl. 17.10.1970, 24.10.1970) der KPD/ML-ZB erscheint mit der Schlagzeile "Kampf der Zusammenarbeit von rechten Gewerkschaftsführern und SPD!", die sich wieder einmal auf die Metalltarifrunde (MTR) bezieht. Hier habe die IG Metall in Bremen einem Schiedsspruch von ca. 12% Lohnerhöhung zugestimmt (gefordert wurde zuvor 15%) und auch für Klöckner Bremen eine nur zehnprozentige Lohnerhöhung akzeptiert, obwohl als Forderung 18% aufgestellt worden waren. Dasselbe gelte auch für Klöckner Osnabrück.
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.43,Bochum 21.10.1970

26.10.1970:
Die DKP berichtet von Klöckner Hagen-Haspe:"
MITBESTIMMUNG

In der Juni-Ausgabe 'Hasper Gold' hieß es 'Mitbestimmung in Gefahr'. In der Vertrauensmännersitzung am 26.10. wurde mitgeteilt, daß der Arbeitsdirektor Feiler von Haspe zum Vorstand nach Duisburg und der Arbeitsdirektor Sporbeck von Osnabrück zum Vorstand nach Bremen geht. Für die Hasper Hütte sieht es so aus, daß der Stellvertreter, Herr Rappert, als Werkleiter eingesetzt wird. Damit werden die Arbeitsdirektoren in Haspe und Osnabrück abgeschafft. Das ist ein Rückgang der Mitbestimmungsrechte in den Betrieben.

Wir fragen uns: Wo bleibt die Stellungnahme des Betriebsrates und der Gewerkschaft?"
=Hasper Gold Stellungnahme der DKP zur Lohnbewegung der Metaller,Hagen o.J. (1970),S.3

22.03.1971:
Die KPD/ML-ZB berichtet vermutlich aus dieser Woche:"
Der Aufsichtsrat der Klöckner Werke AG hat auch Rationalisierungsmaßnahmen im Verwaltungsbereich angekündigt. Die Verwaltung der Hütte Bremen, der Georgsmarienhütte und der Hütte Haspe (Hagen) soll zusammengefaßt werden. Das wird für viele Angestellte Entlassung bedeuten. Die Geschäftsleitung teilte bereits mit, daß 'nicht jeder von ihnen geeignet ist in die Verwaltung des Stahldirektoriums im AG-Weserhaus umgesetzt zu werden.'"
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.25,Bochum 31.3.1971,S.6f

01.09.1971:
Die KPD/ML-ZB gibt ihren 'KND' Nr.66 (vgl. 28.8.1971, 4.9.1971) heraus und berichtet u.a. von Klöckner Georgsmarienhütte.
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.66,Bochum 1.9.1971

24.09.1971:
In der Nr.26 der 'Roten Fahne' der KPD (vgl. 10.9.1971, 8.10.1971) wird u.a. berichtet von Klöckner Osnabrück.
=Rote Fahne Nr.26,Berlin 24.9.1971

Oktober 1971:
Die bisherige Münchner 'Kommunistische Arbeiter Zeitung' erscheint mit ihrer Nr.16 (vgl. Sept. 1971, Nov. 1971) nicht mehr nur als Organ der ABG München sondern auch als jenes der ihr angeschlossenen marxistisch-leninistischen Organisationen, die auch in Regensburg (SBG) und Altötting (Sympathisantengruppe der ABG) vertreten zu sein scheinen. Berichte behandeln u.a. Klöckner Osnabrück.
=Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr.16,München Okt. 1971

02.10.1971:
Die KPD/ML-ZB gibt ihren 'KND' Nr.75 (vgl. 29.9.1971, 6.10.1971) heraus und berichtet u.a. von Klöckner Georgsmarienhütte.
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.75,Bochum 2.10.1971

09.10.1971:
Die KPD/ML-ZB gibt ihren 'KND' Nr.77 (vgl. 6.10.1971, 13.10.1971) heraus und berichtet u.a. von Klöckner Georgsmarienhütte.
=Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.77,Bochum 9.10.1971

22.10.1971:
Auf der Georgsmarienhütte von Klöckner bei Osnabrück demonstrieren, laut KB, 4 000 gegen 450 geplante Entlassungen.
=Metallkampf Nr.5,Eutin 22.11.1971;
Kommunistische Arbeiter Zeitung Sdr.ausgabe,Flensburg 22.11.1971


15.11.1971:
Der KJVD der KPD/ML-ZB bringt die Nr.7 seines 'Jungen Bolschewik' (vgl. 15.10.1971, 3.4.1972) heraus und berichtet u.a. von Klöckner Osnabrück.
=Der junge Bolschewik Nr.7,Bochum 15.11.1971

Dezember 1971:
Vermutlich im Dezember wird vermutlich innerhalb der KPD/ML-ZK in Dortmund oder bereits in der Bolschewistische Linie (BL) der ehemaligen KPD/ML RM das folgende Papier verfaßt:"
KRISENZEICHEN: ENTLASSUNGEN UND BANKROTTE
...
'Die Carl-Zeiss-Stiftung kann nicht länger zusehen, daß die 'kranken' Betriebe (gemeint Voigtländer, Zeiss-Ikon in Stuttgart) die 'gesunden' Betriebe (gemeint Prontor-Werke Kiel, Optische Werke Wetzlar) belasten.' D.h. die 3 000 Arbeiter und Angestellten der Kameraproduktion in Stuttgart und Braunschweig werfen nicht mehr genug Profit ab und dürfen sich daher nach einem neuen Arbeitsplatz umsehen. Die Neuerrichtung der Zeiss-Ikon auf Taiwan ist eben profitträchtiger.

Auf ähnliche Weise suchen die Klöckner-Kapitalisten die Hasper Hütte in Hagen (4 500 Beschäftigte) und die Georgsmarienhütte bei Hannover (bei Osnabrück,d.Vf.) loszuwerden. Für die letztere wurden Anfang Oktober beim Landesarbeitsamt Hannover 450 Entlassungen angemeldet."
=N.N.:Ohne Titel(Krisenzeichen: Entlassungen und Bankrotte...,o.O. o.J. (1971)

Dezember 1971:
Die KPD (vgl. 14.1.1972) berichtet vermutlich aus dem Dezember von Klöckner Düsseldorf:"
WERKSWOHNUNGEN
...
In Fragen der Wohnungspolitik arbeiten die Monopolkapitalisten eng mit dem Großgrundbesitz und der SPD zusammen. Im Falle von Werkswohnungen sind die dafür zuständigen Wohnungsbaugesellschaften in fast allen Fällen zu 100% in der Hand der Kapitalisten. So ist der Klöckner-Konzern an der Klöckner-Georgsmarienwerke-Wohnbau GmbH, Osnabrück, an der Siedlungsgesellschaft Glückauf mbH Castrop-Rauxel, an der Wohnungsbaugesellschaft mbH Troisdorf und an der Siedlungs- und Wohnungsbau GmbH Unna-Königsborn, Castrop-Rauxel, jeweils zu 100% beteiligt."
=Rote Fahne Nr.34,Berlin 14.1.1972,S.6

Januar 1972:
Vermutlich im Januar gibt Spartacus Bolschewiki/Leninisten (BL) mit der Nr.25 für Dez. 1971 und Jan. 1972 erstmals seinen eigenen 'Spartacus' (vgl. Nov. 1971, Feb. 1972) heraus und berichtet u.a. von Klöckner Osnabrück (IGM-Bereich).
=Spartacus Nr.25,Bonn Dez. 1971/Jan. 1972

Januar 1972:
Der Kommunistische Bund Osnabrück (KBO) gibt die Nr. 1 des ersten Jahrganges seiner 'Roten Fahne' (RF - vgl. Feb. 1972) als Zentralorgan unter Verantwortung von H.Reimers heraus. Erwähnt werden der Kommunistische Arbeiterjugendbund (KAJBD) Osnabrück und der Kommunistische Oberschülerbund (KOB) Osnabrück.

Von Klöckner Georgsmarienhütte wird berichtet aus dem Stahlwerk 1, vom E-Ofen und der Walzenstr. 5. Berichtet wird auch von Klöckner Bremen sowie aus NRW von Klöckner Hasper Hütte in Hagen und von Klöckner Draht Düsseldorf.
=Rote Fahne Nr.1,Osnabrück Jan. 1972

01.03.1972:
Der KB Bremen gibt Anfang des Monats die Nr.2 seiner 'Wahrheit' (vgl. 1.2.1972, 3.4.1972) heraus, die eine Reihe Streik- und betriebliche Aktionsberichte enthält, u.a. von Klöckner Georgsmarienhütte.
=Wahrheit Nr.2,Bremen März 1972

April 1972:
Der Kommunistische Bund Osnabrück (KBO) gibt vermutlich im April die Nr. 3/4 des ersten Jahrganges seiner 'Roten Fahne' (RF - vgl. Feb. 1972) als Zentralorgan heraus. Der eigene 'Metallarbeiter' Nr. 8 befasste sich mit Klöckner.
=Rote Fahne Nr.3/4,Osnabrück 1972

Juli 1972:
In Berlin erscheint die Nr.23 des 'Klassenkampf' als Zeitung der Proletarischen Linken (PL - vgl. Juni 1972, Aug. 1972) Berichtet wird u.a. von Klöckner Georgsmarienhütte.
=Klassenkampf Nr.23,Berlin Juli 1972

August 1972:
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt seinen 'Spartacus' Nr.29 (vgl. Juli 1972, Sept. 1972) heraus und berichtet u.a. von Klöckner Osnabrück.
=Spartacus Nr.29,Mainz Aug. 1972

23.08.1972:
In Georgsmarienhütte demonstrieren, laut 'SBK', rund 2 000 Arbeiter von Klöckner gegen das Treffen zwischen Barzel und dem Klöckner Vorstand, wovon auch die Werke in Bremen, Osnabrück und Duisburg betroffen seien. Auch die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg und die KPD zählen 2 000 Demonstranten.

Die ABG Bayern (vgl. 20.9.1973) vermelden einen Streik, mit dem vermutlich die heutige Aktion gemeint ist.

Innerhalb von Spartacus Bolschewiki-Leninisten (SBL –vgl. Nov. 1972) wird berichtet:"
OSNABRÜCK: Etwa 2000 Kollegen der Georgsmarienhütte bei Osnabrück demonstrierten im August dieses Jahres gegen die Pläne des Klöckner-Konzerns. Durch die Errichtung eines Elektroofens in Osnabrück fürchten die Kollegen Entlassungen in Georgsmarienhütte. Sie forderten Informationen über geplante Stillegungen und Entlassungen. Erst in den letzten eineinhalb Jahren verloren dort 1400 Kollegen ihren Arbeitsplatz. Der Vorstandsvorsitzende von Klöckner versicherte den demonstrierenden Kollegen, es sei kein Abbau der Belegschaft vorgesehen. Jedoch hat der Fall Hagen gezeigt, daß auf die Worte der Bosse kein verlaß ist. Nicht nur Betriebe mit ungünstigem Standort werden dichtgemacht, wie zum Beispiel in Hagen. Auch betriebe mit veralteten Produktionsanlagen sind von Stillegung bedroht, wenn sie nicht mehr profitabel genug sind.
UNEINGESCHRÄNKTE INFORMATION ÜBER ALLE STILLEGUNGEN; RATIONALISIERUNGEN; VERLEGUNGEN UND ETNLASSUNGEN!"
=Spartacus-BL:Zur Situation in der Stahlindustrie,O. O. o. J.,S.2;
Sozialistische Betriebskorrespondenz Nr.5,Offenbach 1.10.1972;
Arbeiter-Zeitung Nr.8,Mannheim/Heidelberg Okt.1972;
Rote Fahne Nr.59,Dortmund 6.9.1972;
Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr.27,München Sept. 1972


September 1972:
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt seinen 'Spartacus' Nr.30 (vgl. Aug. 1972, Jan. 1973) heraus. Berichtet wird u.a. von Klöckner (IGM-Bereich) Georgsmarienhütte und Osnabrück.
=Spartacus Nr.30,Mainz Sept. 1972

September 1972:
Bei Klöckner Osnabrück gibt die DKP eine Ausgabe von 'Das heiße Eisen' (vgl. Dez. 1972) heraus, in der sie sich u.a. mit den Kommunalwahlen (KW) (vgl. 22.10.1972) befaßt.
=Das heiße Eisen,Osnabrück Sept. 1972

20.09.1972:
In der Nr.60 der 'Roten Fahne' der KPD (vgl. 13.9.1972, 27.9.1972) wird u.a. berichtet von der Metalltarifrunde, in deren Zusammenhang eingegangen wird auf Klöckner Hagen, Bremen und Osnabrück.
=Rote Fahne Nr.61,Dortmund 20.9.1972

26.09.1972:
Bei KWU Berlin gibt die KPD die Nr.16 ihrer 'Kommunistischen Arbeiterpresse' (vgl. 14.8.1972, Okt. 1972) heraus. Eingegangen wird u.a. auf Klöckner Georgsmarienhütte.
=Kommunistische Arbeiterpresse - Ausgabe KWU Nr.16,Berlin 26.9.1972

November 1972:
Der KB gibt die Nr.23 seines 'Arbeiterkampfes' (AK - vgl. Okt. 1972, Dez. 1972) heraus und berichtet u.a. von Klöckner Georgsmarienhütte (IGM-Bereich).
=Arbeiterkampf Nr.23,Hamburg Nov. 1972

Dezember 1972:
Die Zelle Klöckner des KB Bremen gibt erstmals ihren 'Zunderbrecher' (vgl. 24.1.1973) heraus. Dieser befaßt sich u.a. mit dem Werk in Georgsmarienhütte.
=Der Zunderbrecher Nr.1,Bremen Dez. 1972

Dezember 1972:
Der DKP Kreisvorstand Osnabrück-Bramsche gibt eine 4-seitige Ausgabe von 'Das heiße Eisen' - Betriebszeitung für die Kollegen der Klöckner AG Osnabrück (vgl. Sept. 1972, Jan. 1973) heraus, mit dem Leitartikel "Kampfbereit" zur Stahltarifrunde, u.a. auch zur Urabstimmung im Ruhrgebiet in NRW. In der Rubrik "Zum Nachdenken" erscheint "Das Milliardending", die Einführung der weißen Kreise. Dies heiße nun Jagd frei auf die Mieter. Bekanntgegeben wird das Lehrlingsstreikrecht und auch nachgewiesen: "Die Unternehmer können zahlen!". Auf der letzten Seite steht der Artikel "Die Logik hinkt - Die Reaktion grinst" über ein "politisches Selbsttor des KB Osnabrück":"
Es gibt in Osnabrück einen Kommunistischen Bund. Seine Mitglieder halten sich für Kommunisten. In ihrer Zeitung fühlten sie sich gemüßigt zu schreiben: 'Oft wird der 'Metallarbeiter' im Betrieb als DKP-Zeitung angesehen und verstanden. Das ist jedoch falsch!'

Angesehen? Im ersten Moment? ... Möglich! So verstanden? ... Sicher nicht!

Denn während die Deutsche Kommunistische Partei im Bundestagswahlkampf klar und konsequent gegen die Hauptpartei des Großkapitals, die CSU/CDU auftrat, ihren Wahlkampf unter der Parole "Keine Stimme für die CSU/CDU" führte und dabei in allen Wahlkreisen eigene Kandidaten aufstellte, fand der Kommunistische Bund Osnabrück in diesem Wahlkampf, der wohl der politischste seit Bestehen der BRD war und der vor allem eine klare Entscheidung verlangte, lediglich die wahrhaft große 'revolutionäre' Alternative: den Wählern zu empfehlen, die Stimmzettel ungültig zu machen.

Eine solche Logik kann nicht im Interesse der arbeitenden Bevölkerung liegen. Da reiben sich Strauß und Barzel die Hände. Da grinst die Reaktion!

Zu allem Überfluß propagierte man diese politische Selbstkasteiung auch noch auf einer extra angesetzten 'Wahlveranstaltung'." Es folgt ein Bericht von der Veranstaltung (vgl. Nov. 1972), von der die DKP behauptet gesiegt und neue Sympathisanten gewonnen zu haben, während der KB Osnabrück den eigenen Sieg vermeldete.

Weiter heißt dann "Zum Schluß:
Die DKP nimmt jede politische Gruppierung ernst. Sie mißt sie allerdings mit dem Maßstab der Interessen der Arbeiterklasse. Der Kommunistische Bund Osnabrück setzt seine Maßstäbe selber. Sein Verhalten bei der Bundestagswahl war falsch. Ein grober politischer Fehler. Eben ein Selbsttor!

Und das nutzt nun einmal nur dem Gegner. Deshalb: wer es ehrlich meint mit dem, was der Name dieser Gruppierung ausdrückt, der muß nun Einsicht folgen lassen und die falsche Linie korrigieren oder aber auch organisatorische Konsequenzen ziehen.

Sonst ... grinst die Reaktion."
=Das heiße Eisen,Osnabrück Dez. 1972

Januar 1973:
Bei Klöckner Osnabrück gibt die DKP eine Ausgabe von 'Das heiße Eisen' (vgl. Dez. 1972) heraus, welches die letzte uns derzeit vorliegende ist.
=Das heiße Eisen,Osnabrück Jan. 1973

10.09.1973:
Der KBW OG Osnabrück gibt vermutlich Anfang dieser Woche bei Klöckner seinen 'Metallarbeiter' (vgl. **.*.1973, **.*.1973) heraus.
=Kommunistische Volkszeitung Nr.5,Mannheim 24.10.1973,S.7

12.09.1973:
Vermutlich in dieser Woche erscheint die 'Wir wollen alles' (WWA – vgl. 27.7.1973, 15.10.1973) Nr.7/8 für August/September. Aus Niedersachsen wird berichtet von Mannesmann Osnabrück (?), womit evtl. Klöckner gemeint ist.
=Wir wollen alles Nr.7/8,Gaiganz Aug./Sept. 1973

14.09.1973:
Die KBW-Ortsleitung Osnabrück berichtet u.a. über heute:"
ORDNUNGSAMT WILL KVZ-VERKAUF VERHINDERN

OSNABRÜCK: GEWERBEORDNUNG ALS MITTEL EINER POLITISCHEN BEHINDERUNG BENUTZT
...
Zwei Tage nachdem die zweite Ausgabe der KVZ (vgl. 12.9.1973,d.Vf.) erschienen war, flatterte uns ein zwei Seiten langer Schrieb des Ordnungsamtes ins Haus, wo man uns nicht nur ein weiteres Mal bezichtigte, unerlaubt das Flugblatt 'Metallarbeiter' (unsere Betriebszeitung bei Klöckner (IGM-Bereich - vgl. 10.9.1973,d.Vf.)) verteilt zu haben, sondern auch ohne Genehmigung Werbung zu machen und einem Gewerbe nachzugehen."
=Kommunistische Volkszeitung Nr.5,Mannheim 24.10.1973,S.7

26.09.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr.3 verkauft die OG Osnabrück des KBW 500 Exemplare. Im örtlichen 'Mitgliederbrief' Nr.2 (vgl. 1.10.1973) heißt es dazu u.a.:"
Folgende Tendenzen. Der Betriebsverkauf ist bei Karmann (IGM-Bereich,d.Vf.) seit Nummer 1 rückläufig, bei Klöckner rapider Anstieg von Nummer 1 auf 2, leichter Abfall zu Nummer 3. ...
Die schlechten Verkaufsergebnisse vor allem vor Betrieben liegen wohl weniger an mangelndem Informationsbedürfnis der Kollegen als an unserem mangelhaften Verkaufssystem. Fast nie wird vor allen Schichten verkauft, oft fällt ein Verkaufstermin aus. Vor der GMH (Klöckner Georgsmarienhütte,d.Vf.) verkaufen wir überhaupt noch nicht."
=KBW-OG Osnabrück:Mitgliederbrief Nr.2,Osnabrück 1.10.1973,S.4;
KBW-OG Osnabrück-OL:Verkaufsbericht KVZ 3,Osnabrück 6.10.1973


10.10.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr.4 verkauft die OG Osnabrück des KBW bei Klöckner 12 Exemplare.
=KBW-OG Osnabrück:Mitgliederbrief Nr.3,Osnabrück 15*10.1973,S.6

10.10.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr.4 verkauft die OG Osnabrück des KBW insgesamt bis zum 15.10.1973, 17 Uhr 45 352 Exemplare, davon 50 in Betrieben des CPK- und IGM-Bereiches. Im Verkaufsbericht heißt es u.a.:"
Der Betriebsverkauf ist rückläufig. Das hängt zum einen damit zusammen, daß der Betriebsverkauf sehr schlecht organisiert war (Klöckner), da wo er technisch geklappt hat (Kabel) ist er gestiegen. Zum anderen sinkt der Neuigkeitswert der Zeitung. Wir werden also um einen festen Platz bei den Kollegen kämpfen müssen. Dazu muß der Betriebsverkauf qualitativ und quantitativ verbessert werden. Zum einen muß vor mehr Betrieben der Verkauf aufgenommen werden, vor allem Klöckner GMH (Georgsmarienhütte,d.Vf.), dann einige Osnabrücker Mittelbetriebe. Die Betriebszeitungen müssen in ihren Artikeln auf die KVZ eingehen, sie zitieren und Auszüge bringen, sowie jeweils auf die Zeitung hinweisen. Zudem kann ein Verkäufer, der morgens vorm Tor mit einer noch müderen und schlafferen Haltung erscheint als die Kollegen, sicher sein, daß er nicht viel Zeitungen los wird. Also: Umhänger basteln, Stellschilder mitnehmen, Zeitung und Schlagzeilen ausrufen."
=KBW-OG Osnabrück:Mitgliederbrief Nr.3,Osnabrück 15.10.1973,S.6f

07.11.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr.6 verkauft die OG Osnabrück des KBW bei Klöckner Georgsmarienhütte, wo erstmals verkauft wird, 12 Exemplare.
=KBW-OG Osnabrück-OL:Verkaufsmeldung Osnabrück KVZ Nr.6,Osnabrück 19.11.1973

07.11.1973:
Von der heutigen 'KVZ' Nr.6 verkauft die OG Osnabrück des KBW bei Klöckner 11 Exemplare.
=KBW-OG Osnabrück-OL:Verkaufsmeldung Osnabrück KVZ Nr.6,Osnabrück 19.11.1973

19.05.1975:
Der KBW (vgl. 29.5.1975) berichtet vermutlich aus dieser Woche von einer Sitzung der Jugendvertretung (JV) Klöckner Osnabrück, auf der die KBW-Forderung nach Einheitsschule unterstützt wird.
=Kommunistische Volkszeitung Nr.21,Mannheim 29.5.1975

25.08.1976:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr.34 (vgl. 18.8.1976, 1.9.1976) heraus. Von der Stahltarifrunde (STR der IGM) wird berichtet von Klöckner Georgsmarienhütte und Osnabrück.
=Rote Fahne Nr.34,Köln 25.8.1976

08.09.1976:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr.36 (vgl. 1.9.1976, 15.9.1976) heraus und berichtet u.a. von den Septemberstreiks 1969 bei Klöckner Osnabrück.
=Rote Fahne Nr.36,Köln 8.9.1976

01.05.1977:
1. Mai Demonstration in Osnabrück.
Laut KB führte der "KBW ... eine AE-Demo mit 150 Leuten durch, bei der einige Anhänger der örtlichen BI samt ihren Fahnen und Transparenten aus dem Zug geprügelt wurden. Eine Mai-Aktionseinheit aus Internationalismus-Gruppen (Chile und Afrika), dem Frauenzentrum, der BI, SZ (SB (Sozialistisches Zentrum bzw. Sozialistisches Büro,d.Vf.)), Basisgruppe ESG, CISNU (Iran,d.Vf.) und KB führte eine erfolgreiche Veranstaltung mit 600 Teilnehmern durch." Von der Osnabrücker Maivorbereitung berichtete der KB am 18.4.1977 so: Es habe sich "in Osnabrück eine breite Aktionseinheit zusammengefunden, die ein gemeinsames Mai-Fest am 30.4. veranstalten will. Als Veranstalter wird der AStA der Fachhochschule auftreten, wo das Mai-Fest und parallel dazu auch ein Kinderfest, stattfinden wird." Bürgerinitiative gegen Atomkraftwerke (AKW), Sozialistisches Zentrum (SZ des SBü), KB, Frauenzentrum, ESG, Judos der FDP, Studenten Basisgruppen und Chile-Solidaritätsgruppe unterstützen das Mai-Fest:"
Diskutiert wurde in der Aktionseinheit auch die Frage der Beteiligung an einer 1. Mai-Demonstration, zu der von KBW und UJZ aufgerufen wird. Die Initiativen der AE lehnten es in den bisherigen Gesprächen ab, sich mit eigenem Block an dieser Demonstration zu beteiligen, da sie mit KBW-Demonstrationen und seiner Politik bislang die denkbar schlechtesten Erfahrungen gemacht haben." Laut SAG wird eine Maidemonstration vom KBW, der Initiative für ein unabhängiges Jugendzentrum (IfeUJZ) und der Gewerkschaftergruppe im Sozialistischen Zentrum (SZ) des SBü durchgeführt. In einem Block von 30 Personen beteiligen sich u.a. auch die HBV Jugendgruppe, der HBV OJA, Mitglieder der Jugendvertretungen Kabelmetall und Klöckner, der DruPa und der ÖTV (vgl. Juli 1977).
=Sozialistische Arbeiterzeitung Nr.27,Frankfurt 20.7.1977;
Arbeiterkampf Nr.103 und 104,Hamburg 18.4.1977 bzw. 16.5.1977,S.6 bzw. S.9


Juli 1977:
In der IGM Osnabrück werden, laut SAG, vermutlich im Juli 4 Ausschlußverfahren aufgrund der Unvereinbarkeitsbeschlüsse (UVB) gegen Mitglieder der Jugendvertretungen (JV) Kabelmetall und Klöckner wegen Teilnahme an der Maidemonstration durchgeführt.
=Sozialistische Arbeiterzeitung Nr.27,Frankfurt 20.7.1977

20.07.1977:
Die SAG gibt ihre 'Sozialistische Arbeiterzeitung' Nr.27 (vgl. 6.7.1977, 17.8.1977) heraus. Aus Osnabrück wird berichtet über die Jugendvertretung (JV) Klöckner, die Gewerkschaftergruppe im Sozialistischen Zentrum (SZ) des SB und die Ausschlüsse und Verwarnungen (vgl. Juli 1977) in DruPa, HBV, IGM und ÖTV wegen der Maidemonstration.
=Sozialistische Arbeiterzeitung Nr.27,Frankfurt 20.7.1977

Februar 1978:
Der Spartacusbund (SpB) gibt sein 'Spartacus' Nr.41/42 (vgl. Nov. 1977, März 1978) heraus. Aus Niedersachsen wird berichtet von Klöckner Georgsmarienhütte (IGM-Bereich).
=Spartacus Nr.41/42,Frankfurt Feb. 1978

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