Kommunistische Partei Deutschlands:
'KPD oder D'K'P - Kampfpartei der Arbeiterklasse oder Filiale des sowjetischen Sozialimperialismus' (1976)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 4.3.2017


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Vermutlich im Frühsommer 1976 erscheint von der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD, ehemals KPD/AO) die Broschüre "KPD oder D'K'P - Kampfpartei der Arbeiterklasse oder Filiale des sowjetischen Sozialimperialismus", die sich mit den Unterschieden beider Parteien beschäftigt. DKP und SEW würden ihre "konterrevolutionäre und antinationale Politik mit Ideologien bemänteln, in denen die Theorien von Marx, Engels und Lenin scheinbar herangezogen, in Wirklichkeit jedoch in ihr Gegenteil verfälscht werden". DKP und SEW hätten nichts mit dem "revolutionären Marxismus" gemeinsam.

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

Juni 1976:
Etwa im Frühsommer erscheint von der KPD die Broschüre: "KPD oder D'K'P. Kampfpartei der Arbeiterklasse oder Filiale des sowjetischen Sozialimperialismus".

In der Vorbemerkung heißt es u. a.: "Warum ist die D'K'P und die 'S'EW Diener zweier Herren, sowohl Breschnews als auch der westdeutschen Kapitalisten? Diese und andere Fragen werden uns häufig von klassenbewussten Arbeitern gestellt … Die D'K'P ist eine konterrevolutionäre arbeiterfeindliche Partei; nach dem Ziel ihrer Politik befragt antwortet sie den Werktätigen: unser Ziel sind Zustände wie in der Sowjetunion und der DDR. Aber: in diesen Ländern herrscht eine sozialfaschistische Diktatur über die Werktätigen - nicht der Sozialismus, nicht die Diktatur des Proletariats! … Aber nicht nur für den heutigen Hauptfeind des deutschen Volkes, den sowjetischen Sozialimperialismus, ist die D'K'P von größter Bedeutung, sondern auch für die westdeutsche Kapitalistenklasse: die dringendsten Probleme der deutschen Arbeiterklasse werden von der D'K'P- 'S'EW-Führung so beantwortet, dass dabei die Klassenversöhnung mit der Monopolbourgeoisie und die Kettung an den kapitalistischen Staat herauskommen soll …

All dies zu wissen ist wichtig - aber die D'K'P ist weit gefährlicher als in diesen Erscheinungen zum Ausdruck kommt. Wir wollen mit dieser Broschüre allen klassenbewussten Arbeitern, aber auch getäuschten Mitgliedern der D'K'P und der 'S'EW zeigen: die D'K'P, die 'S'EW und die 'S'ED sind keine revolutionären Parteien, sie stehen seit 1956 nicht mehr in der Tradition der KPD unter Ernst Thälmann, sondern sie sind vor allem Agenturen des sowjetischen Sozialimperialismus auf deutschem Boden und sie geben auf alle brennenden Fragen des Klassenkampfes den Werktätigen mörderische und lebensgefährliche Antworten …"

Abschnitte der Broschüre sind:
- "Vorwort"
- "Die D'K'P/'S'EW: Agentur des sowjetischen Sozialimperialismus"
- "Das Ziel der D'K'P und 'S'EW Führer: Sozialfaschistische Diktatur a la Breschnew"
- "Die D'K'P und 'S'EW Führer: Kriegstreiber im Gewande von Entspannungsaposteln"
- "Die D'K'P - Eine nationale Kraft?"
- "Der 'friedliche Weg zum Sozialismus': Ein Weg der Klassenversöhnung, ein Weg in die Arme der sozialfaschistischen Reaktion!"
- "Die D'K'P - Eine demokratische Kraft?"
- "Aktion Preisstopp und Arbeitsplatzsicherung"
- "Verstaatlichung von Monopolunternehmen"
- "Für paritätische Mitbestimmung"
- "Die D'K'P und die antiimperialistische Solidarität"
- "Zur Geschichte der KPD"
- "Die revolutionäre Kampftradition der deutschen Arbeiterklasse und ihrer Partei, der KPD, muss hochgehalten werden!"
- "Die Spaltung der internationalen kommunistischen Bewegung durch die Chruschtschow-Clique und die revisionistische Entartung der KPD"

Geworben wird für das Programm der KPD: "Für ein unabhängiges, vereintes und sozialistisches Deutschland!", verabschiedet vom 1. Parteitag der KPD (1974). Parolen sind: "Kämpft mit der KPD!", "Wählt KPD!", "Für ein unabhängiges, vereintes und sozialistisches Deutschland!"
Quelle: Kommunistische Partei Deutschlands: KPD oder D'K'P. Kampfpartei der Arbeiterklasse oder Filiale des sowjetischen Sozialimperialismus, Köln, (Juni) 1976.

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Letzte Änderung: 04.03.2017