Kommunistischer Studentenverband (KSV):
'Schluss mit den Säuberungen an den Hochschulen. Scheer, Schneider, Sigrist bleiben Hochschullehrer!' (1975)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 24.2.2017


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Von der Zentralen Leitung des KSV herausgegeben, erscheint vermutlich im Februar 1975 die Broschüre: "Schluss mit den Säuberungen an den Hochschulen. Scheer, Schneider, Sigrist bleiben Hochschullehrer!", die sich mit den Berufsverboten gegen Scheer, Schneider und Sigrist beschäftigt. Alle diese "Berufsverbote und Säuberungen" haben Tradition, so der KSV: "Die Bourgeoisie fürchtet die Zersetzung ihrer einst sicheren Bastion im staatlichen Überbau. Vergeblich versucht sie durch die Berufsverbotsgesetze die Entwicklung in den Griff zu b bekommen … erst recht jetzt, wo der Staatsapparat und die Hochschulbürokratien ihre reaktionären Maßnahmen noch verstärken, wo die Bourgeoisie mit der Drohung des Berufsverbots für die Professoren Scheer, Schneider und Sigrist zum ersten Mal nach 1945 wagt, Berufsverbote gegen ordentliche Professoren zu erlassen… müssen diese Kämpfe fortgesetzt werden, erweitert und zum Erfolg geführt werden."

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

Februar 1975:
Laut "Dem Volke dienen" Nr. 4/1975 erscheint vermutlich im Februar die Broschüre der Zentralen Leitung des KSV: "Schluss mit den Säuberungen an den Hochschulen. Scheer, Schneider, Sigrist bleiben Hochschullehrer!", die sich mit den Berufsverboten gegen die Hochschullehrer beschäftigt.
Die Broschüre knüpft an den sog. "Radikalen-Erlass" vom 28.1.1972 an, mit dem "eine Welle von Berufsverboten und politische Entlassungen an den Hochschulen" eingeleitet wurde. Der "imperialistische Staatsapparat" greife immer dann zu diesen Mitteln, "wenn sich der Klassenkampf verschärft und die Bourgeoisie sich Schulen und Hochschulen als feste Stützen ihrer Politik gegen die Arbeiterklasse und die Volksmassen sichern musste". Zudem fürchte die Bourgeoisie die "Zersetzung ihrer einst so sicheren Bastionen im staatlichen Überbau". Mit den Berufsverboten gegen die Hochschullehrer wage sie zum ersten Mal nach 1945 "Berufsverbote gegen ordentliche Professoren zu erlassen".

Abschnitte der Broschüre sind:
- "Der Fall Gerhard Schneider"
- "Wer ist Gerhard Schneider?"
- "Der Anlass für Berufsverbotsdrohung gegen Prof. Gerhard Schneider: G. Schneiders Protest gegen den Polizeimord an dem kommunistischen Arbeiter G. Routhier"
- "Ärztliche Stellungnahme zum Tode Günther Routhiers"
- "Der hessische SPD-Kulturminister Friedeburg veranlasst die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen den kommunistischen Hochschullehrer Prof. Gerhard Schneider"
- "Die Erklärung von Prof. Gerhard Schneider zu den Berufsverbotsdrohung des SPD-Kultusministeriums und SPD-Universitätspräsidenten"
- "Friedeburg und Kantzenbach klären den Inhalt der freiheitlich-demokratischen Grundordnung"
- "Der Fall Jens Scheer"
- "Wer ist Jens Scheer?"
- "Berufsverbot wegen aktivem Einsatz für die KPD"
- "Jens Scheer: Erklärung"
- "Vorspiel für das Berufsverbot von Jens Scheer in der Bremer Bürgerschaft"
- "Resolution des Konvents der Universität Bremen vom 6.11.1974 zum Disziplinarverfahren gegen Jens Scheer"
- "Scheinsolidarität des Konvents der Bremer Uni"
- "Kesseltreiben und reaktionäre Hetze gegen alle fortschrittlichen Kräfte an der Bremer Universität"
- "Konvent weist Diffamierungen durch CDU zurück. Gegen Propagierung und Unterstützung von Gewalt"
- "Der Fall Christian Sigrist"
- "Kein Disziplinarverfahren gegen Christian Sigrist"
- "Solidarität hilft siegen! Die Solidaritätsfront wächst"
- "Professoren solidarisieren sich"
- "Wie den Kampf führen?"
- "Die falschen Freunde"

Geworben wird für die Dokumentation der KPD zum Fall Günther Routhier.
Quelle: Zentrale Leitung des Kommunistischen Studentenverbandes (KSV): Schluss mit den Säuberungen an den Hochschulen. Scheer, Schneider, Sigrist bleiben Hochschullehrer!, Dortmund, o. J. (Februar 1975).

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Letzte Änderung: 24.02.2017