Kommunistischer Studentenverband (KSV): Schulungstexte

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Dietmar Kesten, Gelsenkirchen, 15.3.2017


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Im Laufe der Jahre seiner Existenz veröffentlichte der Kommunistische Studentenverband (KSV) der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD, ehemals KPD/AO) eine Reihe von zentralen Schulungstexten bzw. -broschüren, die hier gesammelt werden sollen. Wir bitten unsere Leserinnen und Leser um Ergänzungen.

Liste der als Scans vorhandenen Schulungsbroschüren

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

1975:
Von der Zentralen Leitung des KSV herausgegeben, erscheint vermutlich 1975 im "Verlag Wissenschaft im Klassenkampf" (Dortmund) die Broschüre: "Diese Gesellschaft ist eine Klassengesellschaft. Die Arbeiterklasse ist die einzig revolutionäre Klasse. Schulungstext. Grundschulung I". Sie beschäftigt sich mit der kapitalistischen Klassengesellschaft, der Herausbildung der Klassen, der bürgerlichen Revolution in Deutschland, der Entwicklung des wissenschaftlichen Sozialismus, Hegel und Feuerbach, mit dem utopischen Sozialismus, der industriellen Revolution.

Abschnitte der Broschüre sind:
- "Die Entstehung der kapitalistischen Klassengesellschaft"
- "Die Herausbildung der kapitalistischen Produktionsweise im Feudalismus"
- "Bourgeoisie und Proletariat"
- "Die bürgerliche Revolution in Deutschland (1848) und die Angst der Bourgeoisie"
- "Die politische und ökonomische Situation in Deutschland vor der Revolution"
- "Die Furcht der Bourgeoisie vor den mit ihr Verbündeten Arbeitern und radikalen Kleinbürgern"
- "Revolution und Konterrevolution"
- "Die Entwicklung des wissenschaftlichen Sozialismus"
- "Bürgerliche oder proletarische Ideologie?"
- "Hegel und Feuerbach"
- "Der utopische Sozialismus"
- "Der wissenschaftliche Sozialismus, die Theorie der Arbeiterklasse"
- "Die Arbeiterklasse ist die einzig revolutionäre Klasse"
- "Gibt es die Arbeiterklasse noch?"
- "Die Einigung als Klasse 'Für sich"

Dazu werden Artikel aus der "Roten Fahne" der KPD von 1975 veröffentlicht. Geworben wird für das "Programm und Aktionsprogramm der Kommunistischen Partei Deutschland".
Quelle: Zentrale Leitung des Kommunistischen Studentenverbandes: Diese Gesellschaft ist eine Klassengesellschaft. Die Arbeiterklasse ist die einzig revolutionäre Klasse. Schulungstext. Grundschulung I., Dortmund, o. J. (1975).

1975:
Von der Zentralen Leitung des KSV herausgegeben, erscheint vermutlich 1975 im "Verlag Wissenschaft im Klassenkampf" (Dortmund) die Broschüre: "Die Arbeiterklasse muss das System der Lohnarbeit zerschlagen! Schulungstext. Grundschulung II". Sie beschäftigt sich mit den Grundfragen der Politischen Ökonomie, der Herausbildung der Ware, des Wertbegriffs, der Produktion von Mehrwert, der Profitrate und der "Theorie vom politischen Lohn".

Abschnitte der Broschüre sind:
- "Die kapitalistische Klassengesellschaft"
- "Eine Ware hat Wert, weil sie Kristallisation gesellschaftlicher Arbeit ist"
- "Die Arbeiterklasse schafft allen Reichtum, den sich die Kapitalistenklasse aneignet: Die Produktion des Mehrwerts"
- "Die Arbeiterklasse muss das Lohnsystem zerschlagen"
- "Der tendenzielle Fall der Profitrate"
- "Die Theorie vom politischen Lohn"
Dazu werden Artikel aus der "Roten Fahne" von 1975 veröffentlicht.
Q: Zentrale Leitung des Kommunistischen Studentenverbandes: Die Arbeiterklasse muss das System der Lohnarbeit zerschlagen! Schulungstext. Grundschulung II, Dortmund, o. J. (1975).

1976:
Im "Verlag Wissenschaft im Klassenkampf" (Dortmund) erscheint, von der ZL des KSV herausgegeben, die Broschüre: "Der deutsche Imperialismus und die Sozialdemokratie. Schulungstext".

In der Einleitung heißt es u. a.: "Jede der bürgerlichen Parteien, ob SPD, CDU, FDP oder DKP, gibt vor, die Interessen des Volkes zu vertreten. Ihren Wählern versprechen sie das Blaue vom Himmel herunter. Doch wir müssen fragen: hat die Politik dieser Parteien zu einem tatsächlichen Wandel, zum Besseren geführt. Was t u n diese Parteien, um Arbeitslosigkeit, steigende Preise, Kurzarbeit oder gar Kriege abzuwenden? Sehen wir nicht vielmehr, dass diese Parteien wo immer sie am Ruder sind, nicht nur hilflos den Gesetzen der kapitalistischen Produktion ausgesetzt sind, sondern vielmehr alles tun, um die Krise auf dem Rücken der Arbeite klasse und des Volkes abzuwälzen?

Unter den bürgerlichen Parteien spielt die SPD eine besondere Rolle: sie behauptet von sich im Unterschied zu den anderen reaktionär en Parteien die Interessen des 'kleinen Mannes' zu vertreten; sie behauptet, ihr Reformprogramm stelle einen wirklichen Ausweg da; sie behauptet schließlich, gegen die rechten und linken Extremisten für die Erhaltung der Demokratie einzutreten, sie sei die Hauptkraft, um ein 'zweites 1933' zu verhindern. Insbesondere die 'linken' Sozialdemokraten und die Jusos berufen sich auf die SPD als die Arbeiterpartei, als die Partei der Reformen, als die Partei, die einer reaktionären und faschistischen Entwicklung Einhalt gebiete. Damit versuchen sie insbesondere die Arbeiterklasse und fortschrittliche Menschen hinwegzutäuschen über die wirkliche Rolle dieser Partei …

Die Geschieht des deutschen Imperialismus ist auch die Geschichte der deutschen Sozialdemokratie. Sie ist die Geschichte des Niederganges einer Arbeiterpartei zu einer Partei des Imperialismus …"

Abschnitte der Broschüre sind:
- "Einleitung"
- "Die SPD - Eine Arbeiterpartei?"
- "Die SPD - Eine Partei der Reformen?"
- "Die SPD - Eine antifaschistische Kraft?"
- "Sozialdemokratie, Sozialfaschismus und der Kampf der KPD"
- "Die Politik der Einheitsfront und die Lehren für unseren Kampf"
- "Die Lehren des 7. Weltkongress der Kommunistischen Internationale"
- "Wessen Politik betreibt die SPD heute?"
Die Parole am Ende der Abschnitte lautet dann: "Vorwärts mit der KPD im Kampf für den Sozialismus!"
Q: Zentrale Leitung des Kommunistischen Studentenverbandes: Der deutsche Imperialismus und die Sozialdemokratie. Schulungstext, Dortmund, o. J. (1976).

1976:
Im "Verlag Wissenschaft im Klassenkampf" (Dortmund) erscheint, von der ZL des KSV herausgegeben, die Broschüre: "Der deutsche Imperialismus und die Sozialdemokratie. Schulungstext".

In der Einleitung heißt es u. a.: "Jede der bürgerlichen Parteien, ob SPD, CDU, FDP oder DKP, gibt vor, die Interessen des Volkes zu vertreten. Ihren Wählern versprechen sie das Blaue vom Himmel herunter. Doch wir müssen fragen: hat die Politik dieser Parteien zu einem tatsächlichen Wandel, zum Besseren geführt. Was t u n diese Parteien, um Arbeitslosigkeit, steigende Preise, Kurzarbeit oder gar Kriege abzuwenden? Sehen wir nicht vielmehr, dass diese Parteien wo immer sie am Ruder sind, nicht nur hilflos den Gesetzen der kapitalistischen Produktion ausgesetzt sind, sondern vielmehr alles tun, um die Krise auf dem Rücken der Arbeite klasse und des Volkes abzuwälzen?

Unter den bürgerlichen Parteien spielt die SPD eine besondere Rolle: sie behauptet von sich im Unterschied zu den anderen reaktionär en Parteien die Interessen des 'kleinen Mannes' zu vertreten; sie behauptet, ihr Reformprogramm stelle einen wirklichen Ausweg da; sie behauptet schließlich, gegen die rechten und linken Extremisten für die Erhaltung der Demokratie einzutreten, sie sei die Hauptkraft, um ein 'zweites 1933' zu verhindern. Insbesondere die 'linken' Sozialdemokraten und die Jusos berufen sich auf die SPD als die Arbeiterpartei, als die Partei der Reformen, als die Partei, die einer reaktionären und faschistischen Entwicklung Einhalt gebiete. Damit versuchen sie insbesondere die Arbeiterklasse und fortschrittliche Menschen hinwegzutäuschen über die wirkliche Rolle dieser Partei …

Die Geschieht des deutschen Imperialismus ist auch die Geschichte der deutschen Sozialdemokratie. Sie ist die Geschichte des Niederganges einer Arbeiterpartei zu einer Partei des Imperialismus …"

Abschnitte der Broschüre sind:
- "Einleitung"
- "Die SPD - Eine Arbeiterpartei?"
- "Die SPD - Eine Partei der Reformen?"
- "Die SPD - Eine antifaschistische Kraft?"
- "Sozialdemokratie, Sozialfaschismus und der Kampf der KPD"
- "Die Politik der Einheitsfront und die Lehren für unseren Kampf"
- "Die Lehren des 7. Weltkongress der Kommunistischen Internationale"
- "Wessen Politik betreibt die SPD heute?"
Die Parole am Ende der Abschnitte lautet dann: "Vorwärts mit der KPD im Kampf für den Sozialismus!"
Q: Zentrale Leitung des Kommunistischen Studentenverbandes: Der deutsche Imperialismus und die Sozialdemokratie. Schulungstext, Dortmund, o. J. (1976).

1976:
Mit dem Aufbau seiner "Schule des Marxismus-Leninismus", die laut DVD 16/1975 am 12.11.1975 in Köln startete, eröffnete der KSV u. a. auch seine Ferienschulungen, zu denen "Begleitmaterial" veröffentlicht wurde. Aus dieser Zeit, vermutlich von 1976, liegt die Broschüre: "Schule des Marxismus-Leninismus. Begleitmaterial zu den Ferienkursen: Imperialismus und Krieg, Imperialismus und nationale Frage" vor. Neben Fragen zum Imperialismus werden u. a. Texte von Lenin, Stalin, Dokumente der Kommunistischen Internationale und Texte aus der chinesischen Zeitschrift "Renmin Ribao" veröffentlicht.

Artikel der Broschüre sind:
- "Stalin, das Gesetz der ungleichmäßigen Entwicklung im Imperialismus"
- "Ungleichmäßige Entwicklung des Kapitalismus vor dem 1. Weltkrieg"
- "Die Breschnew-Clique in den Fußstapfen Hitlers"
- "Stalin: Marxismus und nationale Frage"
- "Lenin: Die Ergebnisse der Diskussion über die Selbstbestimmung"
- "Dokumente zum Kampf über die nationale Einheit und Unabhängigkeit Deutschlands"
- "Die Aufgaben der Kommunistischen Internationale angesichts der Vorbereitung eines neuen Weltkriegs durch die Imperialisten"
- "Die historischen Lehren des antifaschistischen Krieges"

Geworben wird für das TO der KPD: "Theorie und Praxis des Marxismus-Leninismus".
Q: Kommunistischer Studentenverband: Schule des Marxismus-Leninismus. Begleitmaterial zu den Ferienkursen: Imperialismus und Krieg, Imperialismus und nationale Frage, o. O., o. J. (1976).

Letzte Änderung: 15.03.2017