Kommunistische Volkszeitung (KVZ)
Zentralorgan des Kommunistischen Bundes Westdeutschland (KBW)

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin


Die Datenbank MAO ist ein
vollständig selbstfinanziertes Projekt.
Unterstützen Sie uns durch:

Die hier dokumentierte 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) des Kommunistischen Bundes Westdeutschland (KBW) stellte das komplexeste Publikationsprojekt einer linksradikalen Formation dar. Zumindest in den ersten Jahren erreichte die KVZ auch weit höhere Auflagen als andere linksradikale Zeitungen.

Zu Gunsten der KVZ wurden nicht nur die 'Wahrheit' des KB Bremen, die überregional vertrieben worden war und somit den direkten Vorläufer der KVZ darstellte, sondern auch zahlreiche lokale Zentralorgane der Zirkel eingestellt bzw. alsbald in Ortsbeilagen der KVZ umgewandelt, die teils weiter unter den alten Namen erschienen oder schlicht KVZ-Ortsbeilage hießen.

Ab 1977 erschien die KVZ in den drei Regionalausgaben Nord, Mitte und Süd. Die Ortsbeilagen wurden mit der Bildung der Bezirke in Bezirksbeilagen umgewandelt, die zum Jahreswechsel dann wiederum zu Bezirksteilen wurden.

Ab dem Sommer 1978 erschien die KVZ dann in verschiedenen Bezirksausgaben.

Vorläufer der KVZ / Orts-, Bezirks- und Regionalbeilagen der KVZ

KVZ-Informationsblätter

Liste der als Scans vorhandenen Register

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

11.07.1973:
Die Nr. 1 der 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ), des Zentralorgans des Kommunistischen Bundes Westdeutschland (KBW), erscheint ab heute auf Juli datiert in Mannheim mit dem Leitartikel "Breshnew bei Nixon" von Willfried Maier. Die Auflage der Nummer 1 der 'KVZ' beträgt ca. 31 000. Sie soll 14tägig erscheinen (vgl. 12.9.1973) und wird vom ZK des KBW herausgegeben. Für die Redaktion ist W. Maier verantwortlich. Die 'KVZ' erscheint im Verlag Kommunismus und Klassenkampf der in Mannheim ansässig ist. Zugunsten der 'KVZ' werden die bisherigen Zentralorgane der Vorläufergruppen des KBW eingestellt bzw. ihres überörtlichen Charakters entkleidet und - oft nach einer gewissen Pause - nur noch als Ortsbeilagen (OBL) der 'KVZ' fortgeführt.

Die Bremer 'Wahrheit' (vgl. Mai 1973), die zuvor die Aufgabe der bundesweiten Berichterstattung für die späteren KBW-Gruppen übernommen hatte, wird eingestellt. Stattdessen erscheint eine Ortsbeilage Bremen. In Freiburg wird der 'Klassenkampf' (vgl. 7.6.1973) zur Ortsbeilage, in Mannheim/Heidelberg wird die 'Arbeiterzeitung' (vgl. 4.6.1973) in Ortsbeilagen der KVZ ('Mannheimer Arbeiterzeitung', 'Heidelberger …') umgewandelt. Eingestellt wird auch die Hildesheimer 'Arbeiterzeitung' (vgl. 21.5.1973).

Von Martin Fochler stammt der Artikel zur Inflation bzw. den wilden Streiks für Teuerungszulagen (TZL):"
GEGEN DIE PREISTREIBEREI DEN LOHNKAMPF ORGANISIEREN!

Zu Beginn dieses Jahres noch haben die DGB-Gewerkschaften Tarife zwischen 8, 5% und 9, 5% abgeschlossen. Die SPD-Politiker, die in den Gewerkschaften fraktionsmäßig zusammenarbeiten, haben diese Abschlüsse als 'Stabilitätsbeitrag' bezeichnet und versucht, die Arbeitermassen von der Notwendigkeit eines solchen 'Stabilitätsopfers' zu überzeugen. Nachdem die Gewerkschaftsspezialisten von der SPD zunächst überall verbreitet hatten, die Abschlüsse wären eigentlich gar nicht so schlecht, begannen sie im Frühling weinerliche Stellungnahmen in der Presse abzusetzen. Unser (?) Stabilitätsopfer dankt uns keiner. Die Unternehmer lassen jede 'Preisdisziplin' vermissen, sagt Loderer von der IGM plötzlich. Offenbar versucht die Gewerkschaftsspitze jetzt den Eindruck zu erwecken, daß man von den Kapitalisten hereingelegt worden ist. Die Löcher, die der Tarifabschluß in die Kassen der Arbeiterhaushalte gerissen hat, wollen sie mit Krokodilstränen füllen. Bekanntlich kann man sich aber für Tränen nichts kaufen und deswegen verfängt das Gerede dieser Loderer bei den Arbeitern nicht. Wer wird aber auch im Ernst glauben, daß die SPD-Politiker in der Gewerkschaft nicht gewußt haben, was jedermann weiß: Die Kapitalisten nehmen die Preise, die der Markt hergibt.

Von den Kapitalisten 'Verantwortungsbewußtsein und Parteidisziplin' zu verlangen, heißt von ihnen zu verlangen, daß sie aufhören, Kapitalisten zu sein. Jedenfalls, was den Arbeitern als 'Verzicht und Opfer' abgezwungen wurde, befindet sich jetzt in den Taschen der Kapitalisten. Man muß nicht tief in die Wirtschaftswissenschaften eindringen, um zu verstehen: Wer von den Kapitalisten verlangt, sie sollten weniger üble Kapitalisten sein, die Preise nicht gar so hoch treiben, die Arbeitshetze nicht allzusehr steigern, weniger Überstunden aus den Arbeitern herauspressen und ein bißchen mehr Lohnfreiwillig geben, wer aus solchen Vorstellungen heraus die Taktik für den Lohnkampf bestimmt, der schafft genau die Lage, die wir jetzt haben. Die Kapitalisten steigern die Preise so hoch es der Markt erlaubt, sie steigern die Bandgeschwindigkeiten und heben die Akkordsätze, bis die Arbeiter die Brocken hinwerfen, sie verlangen Überstunden wie kaum zuvor und können sie wegen des niedrigen Lohnes auch erzwingen, kurz, sie machen Superprofite und geben freiwillig keinen Pfennig heraus, sondern zahlen erst, wenn man sie zwingt.

An diesen einfachen Wahrheiten versuchen sich die Sozialdemokraten vorbeizuschmuggeln und errichten dagegen höchst komplizierte Theorien, von sozialer Symmetrie, Sozialpartnerschaft. Wenn man aber diese Theorien beim Ergebnis packt, dann sieht man heute: Die Politik der Sozialpartnerschaft, der kleinen Schritte, ist eine Politik, die die Arbeiterklasse den Projekten der Kapitalisten unterwirft. Die kleinen Schritte erweisen sich als große Griffe in die Tasche der Arbeiter. Was gegenwärtig 'Fortschritte' macht, ist die Ausbeutung der Arbeiter durch die Kapitalisten. Die gegenwärtige wirtschaftliche Lage der Arbeiterklasse, das ist der Lohnabbau bei gleichzeitiger Steigerung der Arbeitnehmerintensität. In einer solchen Situation sich auf die Papierkritik an den Sozialdemokraten beschränken, das hieße, deren Geschäft mit betreiben. Notwendig ist es, diese Kritik und die Klarheit, die aus dieser Kritik gewonnen werden kann, hineinzutragen in die Fabrik und mit der Bewegung der Arbeitermassen, die gegen den Lohnabbau kämpfen wollen, zu verbinden. Seit Beginn dieses Jahres ist die Kette selbständiger Kämpfe gegen den Lohnabbau nicht gerissen. Inzwischen hat es in einer großen Zahl von Metallbetrieben, aber auch in anderen Branchen, Arbeitsniederlegungen gegeben. Über die Richtigkeit und Notwendigkeit von Streiks zum gegenwärtigen Zeitpunkt wird in fast allen Metallbetrieben gesprochen. Unter dem Druck der Belegschaften finden in den meisten Betrieben Verhandlungen über innerbetriebliche Lohnerhöhungen statt. Wenn man den Kampf gegen den Lohnabbau organisieren will, dann muß man an diesen gegenwärtigen Auseinandersetzungen und Kämpfen anpacken. In diesen Kämpfen und Auseinandersetzungen, und nur in ihnen, kann man den Hebel finden, mit dem die Lage an der Lohnfront geändert werden kann. Der Kampf gegen den Lohnabbau organisieren, das heißt gegenwärtig, die selbständigen Kämpfe organisieren. Große Arbeitermassen sind es, die gegenwärtig gegen die Verschlechterung ihrer Lage zur Waffe des Streiks greifen wollen und auch greifen. Worin liegt die Bedeutung dieser Kämpfe, was kann man aus diesen Kämpfen lernen?

Alle diese Kämpfe müssen in einer für die Arbeiter schwierigen taktischen Situation geführt werden. Zwar herrscht gegenwärtig Hochkonjunktur, zwar machen die Kapitalisten Superprofite. Aber die Kapitalisten sind auf dem Weltmarkt in schwere Auseinandersetzungen verstrickt. Sie führen dort gegeneinander einen Handel- und Konkurrenzkrieg, der ungeheure Summen verschlingt. Um auf dem Weltmarkt zu bestehen, pressen die Kapitalisten im eigenen Land den letzten Tropfen Schweiß aus den Arbeitern und benutzen alle Mittel, um die Ausbeutung zu steigern. In einer solchen Lage den Kampf nicht aufzunehmen, die Kapitalisten bei ihrem Geschäft der Schweißauspressung gewähren zu lassen, das heißt, die Kapitalisten zu weiteren und noch schärferen Angriffen auf die Arbeiterklasse förmlich einzuladen. Mehr noch, in dem Maße, wie es der Kapitalistenklasse in einem Land gelingt, der Arbeiterbewegung Niederlagen beizufügen und die Ausbeutung zu verschärfen, in dem Maße erzwingt die Konkurrenz auf dem Weltmarkt weitere und schärfere Angriffe auf die Arbeiterklasse der anderen Länder, entwickelt sich der freie Wettbewerb der Kapitalisten der verschiedenen Staaten, treten die Kapitalisten der verschiedenen Staaten in ein Wettrennen der Ausbeutung ihrer Arbeiter ein. Der Kampf gegen den Lohnabbau aufnehmen, das ist das unabweisbare Gebot der Stunde. Kämpft man jetzt nicht, wird man später den Kampf aus einer noch unvergleichlich schlechteren Position heraus aufnehmen müssen. Für die Lage im Lohnkampf ist es jedoch nicht von erstrangiger
Bedeutung, ob die Kapitalisten das Geld sozusagen haben oder nicht. Entscheidend ist vielmehr die Geschlossenheit und Kampfkraft der Arbeiter. Wodurch ist aber die Geschlossenheit und Kampfkraft der Arbeiter bestimmt? Ganz ohne Zweifel durch den Grad ihrer Organisierung, ganz ohne Zweifel hängt im Kampf alles davon ab, daß die erzielten gemeinsamen Absichten auch umgesetzt werden können in diew Tat. Gerade da ber gibt es heute die größten Schwierigkeiten. Die betrieblichen Vertrauenskörperschaften sind meist von starken Mehrheitsfraktionen der SPD besetzt, die Vertrauensleutekörper oftmals ganz verrottet, gelegentlich mehrheitlich sogar bestochen. Nur selten gelingt es, in diesen Körperschaften eindeutig und klare Beschlüsse für den Kampf herbeizuführen. Um überhaupt in den Kampf gegen die Kapitalisten einzutreten, müssen die Arbeiter oft genug als erste Hürde ihre eigenen Vertreter überwinden. Meist läuft es so, daß unter dem Druck der 'Unruhe' der Beelgschaft Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Kapitalisten aufgenommen werden. In aller Regel um Forderungen, die die Belegschaft schon spalten. Oft kommt es vor, daß gerade kämpferische Kollegen sagen: Für eine solche Bettelforderung streike ich nicht. Diese Kollegen muß man unbedingt davon überzeugen, daß es nötig ist, gerade in einer solchen Situation außerordentlich gefährlich ist, den falschen Leuten die Initiative zu überlassen, daß es den Übermut der Kapitalisten herausfordern heißt, wenn man solche Verhandlungen regungslos über sich ergehen läßt. In einer solchen Situation die Betriebsrats- und Gewerkschaftsfürsten schalten und walten zu lassen, das ist ganz unmöglich und wird dazu führen, daß diese ihre falschen Ansichten fortwährend beibehalten und den Belegschaften aufzwingen werden. Weil viele Kollegen solche Argumente verstehen, kommt es dann oft zum Streik, und es ist ein Krieg an zwei Fronten, der da geführt werden muß. Ein solcher Kampf stellt außerordentlich hohe Anforderungen an das taktische Geschick der Arbeiter, es verlangt eine große politische Reife. Diese politische Reife und dieses taktische Geschick beweisen die Arbeiter, indem sie in ihrem Kampf die breiteste Demokratie entwickeln. Wenn es gelungen ist, eine Streikversammlung herzustellen, wenn man die Maschinen verlassen hat und sich auf dem Fabrikhof versammelt, dann hat man mit der Fabrikbesetzung, die die Diskussion der Arbeiter verhindert, die es den Kapitalisten erlaubt, diejenigen hinauszuwerfen, der den 'Arbeitsfrieden' stört, gebrochen. Dann kan man frei erörtern, wie die Interessen liegen und wie man sie gegen die Kapitalisten durchkämpfen muß. Die Kapitalisten aber, die sich in den Bewegungen geratenen Arbeitern gegenübersehen, geraten dann in große Furcht und sind, gerade deswegen, besonders gefährlich. Gerade weil die Kapitalisten sehen, wie es den Arbeitern gelingt, die Einheit herzustellen und geschlossen in den Kampf zu ziehen, erfaßt sie eine tiefe Furcht und deswegen werden sie alles tun, um die Einheit der Arbeiter zu zerstören. Heute aber, wo es die Partei der Arbeiterklasse noch nicht wieder gibt, und wo sich die betrieblichen und gewerkschaftlichen Vertretungskörperschaften überwiegend in der Hand von Reformisten und Revisionisten befinden, bieten sich den Kapitalisten ausgezeichnete Möglichkeiten, den Streik zu spalten und zu zerschlagen. Sie spielen den Betriebsrat gegen den Vertrauensleutekörper, Betriebsrat und Vertrauensleutekörper zusammen gegen die Belegschaft aus, aus Streikbrechern machen sie 'arbeitswillige Abteilungen', mit Lügen, Verdrehungen und Entstellungen versuchen sie den Kampfwillen der Arbeiter an einzelnen Stellen zu durchbrechen und den Streik aufzurollen. Dagegen gibt es heute nur ein Mittel, die breite Demokratie, die große Debatte. die die Arbeiter in Gang setzen, indem sie die Maschinen verlassen und sich versammeln, muß während des ganzen Kampfes gehalten werden! Während des Streiks zusammenbleiben, jede Maßnahme der eigenen Vertretungskörperschaften diskutieren und dazu Beschlüsse fassen, von Anfang an darauf bestehen, daß das Ergebnis der Streikversammlung vorgelegt wird, das ist die richtige Taktik in diesen selbständigen Kämpfen. So kann auch verhindert werden, daß die Kapitalisten und ihre direkten Handlanger sich an einzelne oder kleine Gruppen wenden und diese so unter Druck setzen, daß sie ihre Kollegen aufgeben, so kann verhindert werden, daß die Kollegen den Lügen der Kapitalisten Glauben schenken, weil es ja zu allen Fragen Augenzeugen gibt. Die Kraft der Arbeiter liegt in ihrer Zahl und der Fähigkeit, sich zusammenzuschließen um ein einheitliches Ziel. Diese Eigenschaft gegen die Kapitalisten in die Waagschale zu werfen, das ist das Mittel der Arbeiter im Kampf. Diese Kraft sichtbar zu machen, das ist eine taktisch Regel, die man unbedingt befolgen muß. Dann aber gerät Luft in die verstaubten Vertrauenskörper, die fortschrittlichen Vertrauensleute werden sichtbar. Man erkennt plötzlich und ganz unwiderleglich, weil auf der Seite der Belegschaft steht, wessen Tätigkeit den Kapitalisten nützt und den Arbeitern schadet. In diesen selbständigen Kämpfen bilden sich weiter, und das ist von großer Bedeutung, neue Kräfte heraus. Sehr gut sehen die Belegschaften, welche Kollegen unermüdlich an der Festigung des Streiks arbeiten, sehr gut sehen sie, welche Kollegen dem Geschwätz der Kapitalisten entgegentreten können. Genau kann man in diesen Kämpfen unterscheiden, wer geeignet ist, die Belegschaften zu führen und wer bloß ein Schwätzer ist. Die neugewonnenen Kräfte herauszufinden und zu beseitigen, ist ein Hauptanliegen der Kapitalisten. Sie werden stets versuchen, solche Kollegen aus der Fabrik zu werfen. Von Anfang an mußte man sich gegen diese Absicht verwahren und keinen Zweifel daran lassen, daß die Belegschaft Maßregelungen nicht dulden wird. In den selbständigen Kämpfen gewinnen die Belegschaften an Reife und Kampferfahrung, gewinnen sie an Selbstvertrauen.

In diesen Kämpfen erweist sich, daß man die Auseinandersetzung gehen kann, indem man sich strikt an den eigenen Interessen ausrichtet, zeigt sich, daß die Einheit der Arbeiter nur herzustellen ist auf der Grundlage der wirklichen Verhältnisse des Klassenkampfes. Das Beispiel dieser Kämpfe fürchten die Kapitalisten, fürchten auch die Sozialdemokraten, fürchtet die ganze bürgerliche Gesellschaft. Deshalb gibt es heute keine genaue Streikberichterstattung. Gerade weil das Beispiel ihrer Kollegen, die die Fesseln der Klassenversöhnler zerrissen haben, und sei es auch nur für kurze Zeit, mit großer Kraft auf alle Arbeiter wirkt, werden die Kämpfe so lange es geht, totgeschwiegen. Muß die bürgerliche Presse dann berichten, so geschieht das in verstümmelter, verdrehter und oft direkt gelogener Weise. Eine genaue, umfassende Berichterstattung dem gegenüberzusetzen, das ist eine außerordentlich wichtige Aufgabe der Kommunisten. In jedem dieser Kämpfe kommt es darauf an, die Solidarität aller Arbeiter mit den Streikenden sichtbar zu machen. Für die Streikenden ist es ein brennendes Problem, zu erfahren, wie sieht es bei uns im Zweigwerk aus, wissen die überhaupt, was läuft?

Wer es gesehen hat, mit welcher Begeisterung die Streikenden Solidaritätsadressen aus anderen Betrieben aufnehmen, wer es erlebt hat, wie es die Diskussion um den Lohnkampf im eigenen Betrieb vorwärtsbringt, wenn man ein Grußwort an die Streikenden verabschiedet und einen Geldbetrag sammelt, der kann gut verstehen, warum die Sozialdemokraten und alle bürgerlichen Kräfte eine Streikberichterstattung nicht durchführen. Die Solidarität der Arbeiter ist ihre Stärke, wer die Stärke der Arbeiter fürchtet, der muß ihre Solidarität untergraben und schwächen. Totschweigen oder Lügen, das ist ein Mittel, um diese Solidarität zu verhindern. Berichten, informieren, das ist eine Aufgabe, das ist ein erstes Mittel, um die Solidarität der Arbeiter herzustellen, das ist eine Aufgabe im Kampf gegen den Lohnabbau. Gegenwärtig, wo die Arbeiter anrennen müssen gegen die Folgen der letzten Tarifverträge, muß alles Gewicht darauf angelegt werden, welche Bedeutung die selbständigen Kämpfe auch und gerade auf dieser Ebene haben. Gerade weil die Arbeiter durch diese Verträge verhindern wird, daß die Arbeiter ihre Kraft geschlossen gegen die Kapitalisten in die Waagschale werfen, gerade weil diese Verträge mit ihrer langen Laufzeit und dem Zwang zum Tariffrieden die Kämpfe der Arbeiter zerstückeln bis hinunter oft genug auf Abteilungsebene, muß gezeigt werden, daß die gewaltigen Anstrengungen, die großen Opfer, die die Belegschaften im Kampf auf sich nehmen, nur zweckvoll sind, wenn man es anpackt, die Zeit der Klassenversöhnler zu beenden, den Tendenzen, die Gewerkschaften den Klassenversöhnlern zu überlassen, die Gewerkschaftsbücher hinzuwerfen, muß man entschieden entgegentreten, indem man die Eroberung der Gewerkschaften durch die Arbeiter auf die Tagesordnung setzt und organisiert. Jetzt im Herbst wird die Gewerkschaftsführung mit Überlegungen beginnen, wie es aufs Neue gelingen kann, Tarifverträge abzuschließen, die die Arbeiter binden und den Interessen der Kapitalisten Spielraum und Entwicklungsmöglichkeiten geben. Die in den selbständigen Kämpfen neu erwachten Kräfte, die neu gewonnenen Erfahrungen können und müssen eingesetzt werden, um dies zu verhindern. Der Bruch, den die Arbeiter mit der sozialdemokratischen Führung auf der Ebene des Betriebes vollziehen, muß ausgedehnt werden auf die Ebene der Tarifauseinandersetzungen. Schon jetzt kommt es darauf an, die betrieblichen Kämpfe von Anfang an zu verbinden mit der Forderung nach überbetrieblichen Tarifvereinbarungen. Aus dieser Bewegung heraus kann es gelingen, den Tarifkampf so vorzubereiten, daß die Arbeitermassen mit geschlossener Kraft gegen die Kapitalisten antreten können."

Der Artikel, enthält einen weiteren kleinen eingerahmten Artikel:"
PROZENTUALE ODER LINEARE - WELCHE FORDERUNG IST RICHTIG IM LOHNKAMPF?

Zur Zeit entwickeln sich in der Gewerkschaft und im Werk die ersten Diskussionen über die bei der nächsten Tarifrunde aufzustellenden Forderung. Manche Kollegen mit überdurchschnittlicher Punktbewertung waren mit der linearen Forderung der letzten Tarifrunde nicht zufrieden, weil die 46 Pfennig für sie- auf ihren bisherigen Stundenlohn angerechnet weniger bedeuten, als z. B. für einen 13-Punkte-Mann. Doch gegen eine prozentuale Forderung, die den höheren Lohngruppen mehr eingebracht hätte als den niedrigen, sprechen zwei Argumente. Zum einen besteht die Notwendigkeit eine Lohnerhöhung für jeden Arbeiter gleichermaßen, um seinen Lebensstandard zu sichern oder eventuell zu verbessern; denn das Brot ist für jeden 30 Pfennig teurer geworden, d. h. die Steigerung der Kosten der Existenzsicherung betrifft alle, und so muß die notwendige Lohnerhöhung für alle gleich sein. Zum zweiten ist dieses aufgefächerte Lohnsystem eine Gefahr für die Einheit der Arbeiterklasse. Prozentuale Forderungen würden die Schere zwischen niedrigen und höheren Lohngruppen nur noch größer machen. Wofür sollen wir dann einheitlich und geschlossen kämpfen? Für Prozente? In die Lohntüte kommen aber keine Prozente, sondern DM. Für ein gemeinsames Ziel, eine gleichhohe lineare Forderung für alle kann man aber gemeinsam kämpfen. Der geschlossene Lohnkampf aller, die Einheit also ist aber die stärkste Waffe, die die Arbeiterklasse hat. Das wollen die Kapitalisten genau verhindern, wenn sie durch ausgeklüngelte Lohngruppensysteme und Prozentangebote die Arbeiter zu spalten versuchen. Dem können die Arbeiter begegnen, wenn sie sich ein gemeinsames Ziel setzen: eine lineare Forderung."

Beide Artikel werden nachgedruckt in NRW bei Hoesch Dortmund (IGM-Bereich - vgl. Aug. 1973) durch das Kommunistische Kollektiv der KFR des KBW (vgl. Aug. 1973).

In "Den Kampf gegen die Bourgeoisie auf der richtigen Linie führen. Zur Kampagne 'Hände weg von der KPD'." wird der KPD durch den Ständigen Ausschuß u.a. vorgeworfen, "daß die grossmäulige Schwäche der Gruppe Rote Fahne(KPD)" von der Bourgeoisie ausgenutzt würde, "um Maßnahmen durchzuführen", die "der bürgerliche Staatsapparat … beliebig wiederholen" kann. Die Kampagne Hände weg von der KPD knüpfe an "keine reale Massenbewegung an". Eine zentrale Demonstration sei nur dann sinnvoll, "wenn eine Bewegung in der ganzen BRD und in Westberlin nach diesem Ausdruck verlangt. Eine solche Bewegung unter der Parole 'Hände weg von der KPD' gibt es aber nicht und kann es auch nicht geben. … Der schwindelhafte Charakter der Gruppe Rote Fahne (KPD) schlägt im Kampf gegen die Verfolgungsmaßnahmen eben nicht nur der Gruppe Rote Fahne (KPD), sondern auch den Kommunisten in den Rücken."
Der KBW beteiligte sich nicht an der Demonstration der KPD, spricht ihr den Charakter einer Partei der Arbeiterklasse ab und lehnt es ab, "den Kampf gegen die Angriffe auf die Gruppe Rote Fahne (KPD) als Solidaritätskampagne mit dieser Gruppe zu führen." Darauf hatte sich als einzige größere Organisation die GIM eingelassen. Der KBW hält der KPD entgegen, daß es die Hauptaufgabe der Kommunisten sei, den "Aufschwung der Arbeiterbewegung zur Offensive gegen die Herrschaft der Bourgeoisie" zu organisieren.

Verkaufsstatistiken (vgl. 11.7.1973) dieser Ausgabe, in Klammern die Anzahl der vertriebenen Exemplare, lagen uns bisher vor aus:
- Baden-Württemberg aus Freiburg (1 168), Heidelberg (886), Mannheim (785) und Waiblingen (188);
- Berlin (629), Bremen (2 347) und Hamburg (700);
- Hessen aus Eschwege (200), Frankfurt/Offenbach (ca. 1 700), Wetzlar (52) und Wiesbaden (200);
- Niedersachsen aus Braunschweig (450), Delmenhorst (96), Göttingen (1 000), Hannover (300), Hildesheim (400), Osnabrück (310), Wilhelmshaven (111) und Wolfsburg (ca. 331);
- NRW aus dem Ruhrgebiet (?), von der PL Hamm (204) und aus Köln (ca. 750);
und aus Schleswig-Holstein aus Kiel (500).

Eine Zusammenfassung der Kritiken aus den einzelnen Orten (vgl. auch dort) wird von einem Mitglied des Ständigen Ausschuß (StA) am 12.9.1973 für das ZK des KBW (vgl. auch dort) erstellt, in der es u.a. heißt:"
DIE KRITIK AN DER KVZ NR. 1

Nicht von allen Ortsgruppen sind Kritiken eingegangen. Aus Göttingen erreichte uns nur die selbständig abgesandte Kritik einer einzelnen Zelle. Stellungnahmen aus Heidelberg und Mannheim liegen mir überhaupt nicht vor. Aus Bremen wurden zwar die Kritiken von Zellen geschickt, eine Stellungnahme der Leitung dazu und zur Zeitung wurde nicht abgegeben.

Was den allgemeinen Charakter der Zeitung angeht, so laufen die Stellungnahmen darauf hinaus, daß es noch nicht gelungen sei, eine sich an die Massen wendende politische Zeitung zu machen. Das wird dargelegt am Erscheinungsbild ('zu wenig einprägsam'), an der Artikellänge (zu lang) und an der Gewichtung der Artikel. Insbesondere wird kritisiert, daß der Breschnew-Nixon-Artikel auf die erste Seite gekommen ist. Gleichzeitig wird bemängelt, daß eine Tendenz vorgeherrscht habe, bloß zu berichten (insbesondere am Fluglotsen-Artikel, aber auch am Steiner-Wienand- und am Watergate-Artikel). Darüber würde die Propagierung der sozialistischen Alternative und die 'Anleitung in Fragen des kommunistischen Standpunktes und des Eingreifens und der Aufgabe von Kommunisten' vernachlässigt (Klöckner VZ Bremen).

Bei den einzelnen Artikeln konzentriert sich die Kritik im wesentlichen auf drei:
1. Der Artikel von M.F. 'Gegen Preistreiberei…'
Klar wird moniert, daß der Artikel sich beschränke auf die Erörterung der unmittelbaren Kampfsituation im Betrieb, die Berechtigung des Kampfes darlege und die Fragen seiner Organisierung erörtere, daß er aber nicht die objektive Lage, das Verhältnis der Klassen zueinander beachte. Die KG Oldenburg und die Bremer Buchladenzelle werfen dem Artikel deshalb Vernachlässigung der politischen Aufgaben der Kommunisten in den Streikbewegungen vor.

2. W.M. 'Breschnew…'
Neben der Kritik an der Länge wird bemängelt, daß der Artikel die Stoßrichtung vermissen lasse, mehr analytisch als politisch sei. In nahezu allen Stellungnahmen wird moniert, daß im Gegensatz zu den diplomatischen Manövern der Imperialisten die Prinzipien sozialistischer Außenpolitik am Beispiel der VR China hätten dargestellt werden müssen.

3. Der Artikel zur Kampagne 'Hände weg…' Hier entfaltet sich eine beckmesserische Kritik an einzelnen Formulierungen des Artikels, die zum Anlaß genommen werden zu erklären, wir wollten wohl den Kampf um Organisationsfreiheit künftig nicht mehr führen, weil wir den für zu abstrakt hielten. Daß der Artikel sich die Frage stellt, WIE denn die Organisationsfreiheit für die Massen verteidigt werden kann, geht häufig verloren. Gleichzeitig wird bemängelt, daß die Kritik an der AO nicht auf Tatsachen aufgebaut sei, sondern Beschimpfungen enthalte. Insgesamt läuft die Kritik an diesem Artikel in allen Fällen darauf hinaus, daß unsere Haltung in der Frage eines möglichen Verbotes der GRF (KPD) auf Nachtrabpolitik und Ökonomismus hinauslaufe. In der Formulierung der Zelle Dienstleistungsbereich Uni Bremen heißt es dazu: 'Wir meinen, daß die Kommunisten und alle fortschrittlichen Menschen mit ihren Aktionen die Massen darauf aufmerksam machen müssen, wie der kapitalistische Staat die demokratischen Rechte mit Füßen tritt. Diese Tätigkeit ist nicht Organisierung schon vorhandener Massenbewegungen, sondern ist Aufklären und Aufrütteln der Massen'.

Einhellig kritisiert wird der Artikel zum Fluglotsenstreik. Dahinter steckt in den meisten Fällen wohl eine falsche politische Beurteilung des Streiks als einer Aktion von Privilegierten, gegen die man Stellung nehmen müsse. Hildesheim kritisiert dagegen das Programm: Bezahlung aller beamteten Personen nach Facharbeiterlohn. An diesem Fall wird auch durchweg demonstriert, was die Genossen meinen, wenn sie ausführlichere Anleitung vom kommunistischen Standpunkt aus erwarten: Die Beleuchtung einer Erscheinung, über deren Bedeutung man sich nicht klar ist, vom wissenschaftlichen Sozialismus aus.

Auf breite Kritik stößt die Streikberichterstattung, insbesondere der Artikel zum Klöckner-Streik. Hier wird bemängelt, daß er sich völlig auf die Beschreibung einer verworrenen Situation beschränke, ohne daß versucht worden wäre, zumindest eine Einschätzung der taktischen Situation zu geben, eine Erörterung der Fehler zu leisten, die Rolle der Kommunisten im Betrieb zu untersuchen usw.

Anregungen und Hinweise:
1. Eine Rubrik 'Kurz notiert' über Klassenkämpfe im nationalen und internationalen Rahmen sollte eingeführt werden (VZ Hanomag, Bremen).
2. Ein Hinweis auf Radio Tirana sollte enthalten sein (selbe).
3. Erste und letzte Seite zweifarbig drucken.
4. Kritik am Kopf (langweilig).
5. Einrichtung einer Organisationsrubrik, dort Kontaktadressen der Ortsgruppe, Veranstaltungen u.ä. anführen (Buchladen Bremen).
6. Spalte über die Auseinandersetzung in der kommunistischen Bewegung (selbe).
7. Rubrik sollte nicht heißen 'Streikberichte' sondern breiter 'Aus Betrieb und Gewerkschaft'.
8. Rubrikenüberschriften müssen deutlicher herauskommen.
9. Ein Artikel über Charakter und Aufgaben der Zeitung müsse her.
10. Regelmäßig müsse über den Revisionismus, insbesondere über die DDR berichtet werden.

Trotzkismus-Verdacht: Zwei Genossen der Bremer Buchladen-Zelle bemängeln, daß die Ligue Communiste (LC des VS der Vierten Internationale, d.Vf.) als ein Flügel der kommunistischen Bewegung bezeichnet wurde. Sie fordern Richtigstellung. Wesentlich massiver kommt dieser Verdacht aus der AG Weser BZ (in Bremen, d.Vf.). Im Lip-Artikel werde die Arbeiterkontrolle propagiert. Außerdem habe das NRF sich vorher schon trotzkistischer Neigungen verdächtig gemacht."

Dieser Text wird leicht abgewandelt auch im Rundbrief an die Ortsgruppen und befreundeten Organisationen vom 18.9.1973 verbreitet. Dort heißt es:"
Bei der Menge der eingegangenen Stellungnahmen können wir nicht auf jede einzelne eingehen. Zugleich ist es auch nicht sinnvoll, zu jedem Artikel, der kritisiert wurde, in einem internen Rundbrief eine Erläuterung zu schreiben. Die Normalform der Antwort auf Kritiken, die uns aus der Organisation erreichen, wird darin bestehen, daß auf geäußerte Auffassungen in anderen Artikeln zur selben Sache eingegangen wird. Obwohl also nur in seltenen Fällen eine unmittelbare Antwort möglich sein wird, fordern wir die genossen weiterhin auf, uns zu schreiben, da wir die Reaktion aus der Organisation brauchen, um zu wissen, ob wir es verstehen, in unserer Zeitung an den wichtigen Fragen richtig anzuknüpfen.

Was den allgemeinen Charakter der Zeitung angeht, so laufen die verschiedenen Stellungnahmen darauf hinaus, daß es noch nicht gelungen sei, eine sich an die Massen wendende politische Zeitung zu machen. Das wird dargelegt am Erscheinungsbild ('zu wenig einprägsam'), an der Artikellänge ('zu lang, zu wenig gegliedert') und an der Gewichtung der Artikel. Insbesondere wird kritisiert, daß der Breschnew-Nixon-Artikel auf die erste Seite gekommen ist. Gleichzeitig wird bemängelt, daß eine Tendenz vorgeherrscht habe, bloß zu berichten (insbesondere am Fluglotsen-, aber auch am Steiner-Wienand- und am Watergate-Artikel). Darüber würde die politische Einschätzung und die Propagierung der kommunistischen Alternative vergessen.

Was das Erscheinungsbild der Zeitung angeht, so hat es sich mit der 2. Nummer wesentlich geändert. Artikel aber, die ohne großen Kommentar über Vorgänge bloß berichten, ohne jeweils eine 'Anleitung in Fragen des kommunistischen Standpunktes und des Eingreifens der Kommunisten' (Klöckner VZ Bremen) zu geben, solche Artikel finden sich auch in der 2. Nummer und sind nötig, wenn die Zeitung nicht aus lauter langen Bandwurmartikeln bestehen soll. Allerdings werden wir uns bemühen, die jeweiligen Vorgänge so darzustellen, daß sie für sich sprechen.

Bei der Kritik an einzelnen Artikeln konzentriert sich die Kritik vor allem auf die folgenden:

1. Der Artikel von M.F. 'Gegen Preistreiberei…'
Hier wird moniert, daß der Artikel sich auf die Erörterung der unmittelbaren Kampfsituation im Betrieb beschränke, die Berechtigung selbständiger Kämpfe herausarbeite und das Vorgehen der klassenbewußten Arbeiter anzuleiten versuche, daß er aber nicht die objektive Lage, das Verhältnis der Klassen zueinander dargelegt habe. Einige Zellen werfen dem Artikel deshalb Vernachlässigung der POLITISCHEN Aufgaben der Kommunisten in den Streikbewegungen vor. - Unserer Auffassung nach ist diese Kritik, die seine Unvollständigkeit beanstandet, im Grunde nicht gegen den Artikel gerichtet, sondern eine Kritik an dem von uns gemachten Fehler, die Zeitung zwei Monate lang nicht erscheinen zu lassen, so daß erst jetzt wieder öffentlich Stellung bezogen werden konnte.

2. W.M. 'Breschnew…'
Neben der Kritik an der Länge wird bemängelt, daß der Artikel in der politischen Stoßrichtung unklar sei. In nahezu allen Stellungnahmen wird kritisiert, daß im Gegensatz zu den diplomatischen Manövern der Imperialisten die Prinzipien sozialistischer Außenpolitik am Beispiel der VR China hätten dargestellt werden müssen. - Letzteres trifft zu und muß in weiteren Artikeln nachgeholt werden. Aus dem vorliegenden Artikel blieb die Frage ausgeklammert, um ihn nicht noch mehr in die Länge zu ziehen. Die Einschränkung auf die Untersuchung der Widersprüche unter den imperialistischen Mächten wäre jedoch nur dann zu vertreten gewesen, wenn erörtert worden wäre, wie die Kräfte der Revolution das Anwachsen dieser Widersprüche nutzen können.

3. Der Artikel zur Kampagne 'Hände weg…'
Hier werden einzelne Formulierungen des Artikels zum Anlaß genommen, um zu erklären, wir wollten wohl den Kampf um Organisationsfreiheit künftig nicht mehr führen, weil wir den für zu abstrakt hielten. Stattdessen stellt sich der Artikel die Frage, WIE denn die Organisationsfreiheit der Massen verteidigt werden kann gegen Übergriffe des bürgerlichen Staates. Gleichzeitig wird bemängelt, daß die Kritik an der GRF (KPD, d.Vf. )nicht auf Tatsachen aufgebaut sei, sondern leere Beschimpfungen enthalte. Insgesamt läuft die Kritik an diesem Artikel in allen Fällen darauf hinaus, daß unsere Haltung in der Frage eines möglichen Verbotes der GRF auf Nachtrabpolitik und Ökonomismus hinauslaufe. In der Formulierung der Zelle Dienstleistungsbereich Uni Bremen heißt es dazu: 'Wir meinen, daß die Kommunisten und alle fortschrittlichen Menschen mit ihren Aktionen die Massen darauf aufmerksam machen müssen, wie der kapitalistische Staat die demokratischen Rechte mit Füßen tritt. Diese Tätigkeit ist nicht Organisierung schon vorhandener Massenbewegungen, sondern ist Aufklären und Aufrütteln der Massen'. Die Genossen haben übersehen, daß in dem Artikel die Frage erörtert wurde, ob es richtig sei, eine zentrale Demonstration in Karlsruhe durchzuführen, d.h. Massen zu organisieren und eine Bewegung zusammenzufassen. Daß Kommunisten auch die Aufgabe der Agitation und Propaganda haben ist richtig, wird aber in dem Artikel überhaupt nicht bestritten. Nur ist eben im Normalfall eine zentrale Demonstration kein Aufrüttelungsmittel, sondern tauglich nur zur Zusammenfassung schon in Bewegung gekommener Kräfte auf einer höheren Ebene und um dieser Bewegung ihre eigene Kraft zu offenbaren.

4. Der Artikel zum Fluglotsenstreik
Hinter der Kritik an dessen Kürze steckt wohl in den meisten Fällen eine falsche politische Beurteilung des Streiks als einer Aktion von Privilegierten, gegen die man Stellung beziehen müsse. Die Ortsleitung Hildesheim stellt dagegen das Programm: 'Die Bezahlung aller beamteten Personen wird in einer Höhe festgesetzt, die den Durchschnittslohn eines Facharbeiters nicht übersteigt.' Daß der Streik der Fluglotsen sich u.a. gerade gegen ihre Zwangsverbeamtung richtet, die ihnen das Streikrecht geraubt hat, darüber wird nicht nachgedacht. Im Grunde ist diese Argumentation gegen den Streik keine andere als die der Bundesregierung selbst, deren Pläne auf eine umfassende Einschränkung des Koalitions- und Streikrechts im öffentlichen Dienst hinauslaufen.

5. Auf breite Kritik ist die Streikberichterstattung gestoßen, insbesondere der Bericht über den Klöckner-Streik. Hier wird bemängelt, daß er sich auf die Beschreibung einer verworrenen Situation beschränke, ohne daß versucht worden wäre, eine Einschätzung der taktischen Situation zu geben, eine Erörterung der Fehler zu leisten, die Rolle der Kommunisten im Betrieb zu untersuchen. - Diese Kritik kann auch gegen Streikberichte in der KVZ Nr. 2 noch erhoben werden und deckt eine tatsächliche Schwäche auf, die wir dringend überwinden müssen. Dennoch erscheint uns die Veröffentlichung von Berichten auch dann richtig zu sein, wenn sie lediglich eine Chronologie der Ereignisse geben. Wir brauchen viel Material, um ein höheres taktisches Niveau in den Kämpfen auszubilden. In den nächsten Nummern der KVZ soll die Auseinandersetzung um die Fragen der Kampfführung verstärkt geführt werden.

WEITERE HINWEISE

a) eine Rubrik 'Kurz notiert' soll eingeführt werden über Klassenkämpfe im nationalen und internationalen Rahmen. - Geschieht, wenn es die Arbeitsbedingungen der Redaktion zulassen.

b) Erste und letzte Seite zweifarbig drucken. Nach wie vor aus Kostengründen unmöglich. Neues Layout ist aber auch einfarbig prägnanter als das alte.

c) Einrichtung einer Organisationsrubrik. - Geschehen.

d) Kontaktadressen der Ortsgruppen abdrucken. - Wird unmöglich sein, wenn wir mal 100 Ortsgruppen haben. … (2 Worte unleserlich, d.Vf.) alber wird, brauchen wir es auch jetzt nicht zu machen. Kontaktmöglichkeiten gibt es über Verkäufer, die lokale Büro- oder Kontaktadresse findet sich auf der lokalen Propaganda, in vielen Fällen auf der Ortsbeilage, die der Zeitung beigefügt ist. Kleinere Gruppen, die fast ausschließlich mit der Zeitung auftreten, sollten sich einen Stempel mit ihrer Kontaktadresse machen lassen. Veranstaltungen an den einzelnen Orten werden ebenfalls im Zentralorgan normalerweise nicht angekündigt werden können.

e) Rubrik 'Aus Betrieb und Gewerkschaft' einrichten statt 'Streikberichte'. - Wird geschehen.

f) Regelmäßige Artikel gegen Revisionismus, z.B. über Entwicklung in der DDR. Wir werden uns anstrengen, für einen Ulbricht-Artikel schien uns der aktuelle Anlaß schon zu weit zurückzuliegen. Einen grundsätzlichen Artikel über die Entwicklung der kommunistischen Bewegung in Westdeutschland, der nötig ist und erarbeitet werden muß, braucht nicht an der Lebensgeschichte Ulbrichts angehängt werden."

Burkhart Braunbehrens stellt fest: "Die Währungskrise geht weiter". Berichtet wird über die Gründung des KBW (vgl. 8.6.1973). C. Bucher berichtet über "Steiner, Wienand und andere…". Berichtet wird vom Streik der Fluglotsen und vom Kampf gegen die Hochschulgesetze aus Baden-Württemberg (vgl. 10.5.1973, 7.6.1973, 25.6.1973) und Bayern (vgl. 25.61973, 28.6.1973).

Berichtet wird aus Baden-Württemberg von der landesweiten Lehrlingsdemonstration (vgl. 23.6.1973), aus Freiburg durch die Klinikzelle über den "Skandal an Uniklinik", aus Heidelberg in "Harvester. Solidarität gegen Entlassungen" von IHC und über die Fahrpreiserhöhungen, aus Mannheim von John Deere über die Rücknahme aller Entlassungen bis auf zwei, über Jugendvertreterentlassungen bei BBC (gleich drei) und dem Großkraftwerk (GKM), über die DKP bei Daimler-Benz sowie vom Streik bei John Deere Mannheim, wo der KBW ebenso wie in Nordhorn-Range auf KPD und KPD/ML traf. Aus Reutlingen wird berichtet von Streiks u.a. bei Wafios und von der IGM (vgl. Juni 1973, 20.6.1973).

Aus Bremen wird berichtet von Streiks für TZL beim Bremer Vulkan (vgl. 14.6.1973) bei Klöckner (vgl. 25.6.1973), VFW Lemwerder (vgl. 25.5.1973), Nordmende (vgl. 27.6.1973) und von Engelhardt & Förster, wo die TZL von 42 bis 62 Pfennig freiwillig gezahlt wurde.

Aus Hessen wird berichtet aus Dörnigheim von Honeywell (vgl. 5.6.1973), aus Frankfurt von Klimsch (vgl. Juni 1973), Messer Griesheim (vgl. 8.6.1973) und Adler (vgl. 15.6.1973) sowie aus Wetzlar von Buderus.

Vom VW-Streik wird berichtet aus Kassel (vgl. 10.4.1973, 11.4.1973), Emden (vgl. 11.4.1973), Hannover (vgl. 11.4.1973), Salzgitter (vgl. 11.4.1973) und Wolfsburg (vgl. 12.4.1973, 13.4.1973).

Aus Niedersachsen wird berichtet über Nordhorn-Range, aus Oldenburg von AEG (vgl. 25.6.1973), aus Osnabrück von Karman (vgl. 7.6.1973).

Aus NRW wird berichtet in "Polizei rüstet gegen Streiks" über die Beschaffung von Räumpanzern, von Opel Bochum über eine Belegschaftsversammlung, von Krupp Essen (vgl. 15.6.1973), F&G Köln (vgl. 29.5.1973) und Karmann Rheine (vgl. 23.4.1973).

Aus dem Ausland wird berichtet aus den USA in "Watergate - Der Sumpf wird immer breiter" und aus Vietnam: "Unter dem Deckmantel des Rückzuges: US-Imperialisten bereiten 3. Indochinakrieg vor". Dokumentiert werden das "Vietnam-Zusatzabkommen" sowie "Thieus 10 Punkte".
Aus Belgien wird berichtet in "Antwerpen - Hafenarbeiter streiken 2 Monate", aus Griechenland über die Bundeswehr, aus Italien (vgl. 26.6.1973) und Spanien über Streiks, aus Azania: "BRD wird Resolution über Südafrika nicht anerkennen" und aus Frankreich über Lip Besancon und die Organisationsverbote (vgl. 28.6.1973).

Aus der VR China wird berichtet im Artikel "In chinesischen Betrieben".

Ortsbeilagen zu dieser 'KVZ' wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg für Freiburg, für Heidelberg und Wiesloch sowie für Mannheim.
- Westberlin.
Quellen: Kommunistische Volkszeitung Nr. 1, Mannheim Juli 1973; KBW-ZK-StA: Rundbrief an ZK-Mitglieder, Mannheim 12.9.1973, S. 2;KBW-ZK-StA: Rundbrief, Mannheim 18.9.1973, S. 13ff.;KBW-StA-1 Mitglied: Die Kritik an der KVZ Nr. 1, o.O. 12.9.1973;Roter Hoesch Arbeiter Nr. 1, Dortmund Aug. 1973

12.09.1973:
Der KBW gibt die Nr. 2 seiner 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ - vgl. 11.7.1973, 26.9.1973) heraus mit dem Leitartikel "Brandt bläst Seifenblasen" zur Steuerreform. Von Joscha Schmierer stammt der zweite Leitartikel "Der Kampf der Arbeiter und die Schwierigkeiten ihrer Feinde" zur Metall- und Stahltarifrunde (MTR bzw. STR). Von Burkhart Braunbehrens stammt der Artikel "Lohnverzicht wäre das Falscheste - Lohnverzicht kann weder die Preise stoppen, noch die Arbeitsplätze sichern". Der Artikel "Verdunkelungsausschuß" befasst sich mit dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuß zur Aufklärung der Bestechungsaffäre anlässlich des Mißtrauensvotums gegen Bundeskanzler Brandt. Festgestellt wird: "Lohnsteuerdruck wird unerträglich", berichtet wird: "Über 200 Millionenkonkurse". Geschildert wird zur DDR "Das Fluchthilfe-Geschäft". Zu den Notstandsgesetzen(NSG - vgl. 31.5.1968) wird festgestellt: "Telefone abhören: Gebot des Grundgesetzes". Der Artikel "Folter an Gefangenen" befasst sich mit Ulrike Meinhof (RAF).

Berichtet wird von der wilden Streikwelle, der Metalltarifpolitik (vgl. 25.8.1973, 6.9.1973) über die BfA in "Bundesanstalt für Arbeit: Am Rande der Pleite", über Aufsichtsratstätigkeiten von Politikern in "Handlanger werden belohnt", in "Pleite" über die Gesellschaft für Vermögensbildung deutscher Ärzte und Zahnärzte des Präsidenten der Bundesärztekammer, Fromm. In "Stabilitätspolitiker" werden die Nettoeinkünfte von Bundeskanzler Willy Brandt mit 215945 DM jährlich beziffert.

E. R. fordert zu den MTV: "Den Manteltarifverträgen mehr Aufmerksamkeit schenken". Martin Fochler befasst sich in "Lohnbewegung im Öffentlichen Dienst" mit der ÖDTR (vgl. 4.6.1973, 10.7.1973). Für Seeleute sind "Streiks auf Schiffen verboten".

Aus dem Ausland wird berichtet aus China vom Parteitag der KPCh (vgl. 24.8.1973), aus Chile (vgl. 3.9.1973), aus Frankreich von Lip Besancon, über "Cholera in Italien", aus Kambodscha (vgl. 16.8.1973) und Spanien, zu den Vorwürfen des KBs bezüglich der Nichtweitergabe von Spenden an die irische IRA (O), aus Palästina von der Beerdigung Kamal Nassers in Bir Zait, und aus dem Libanon (vgl. 28.8.1973), von dort kommt auch ein "Spendenaufruf eines Arztes aus einem Flüchtlingslager in Beirut" für eine Klinik der FPDLP, der vom KBW unterstützt wird.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet aus Mannheim von der Jugendvertreterdemonstration (vgl. 11.7.1973), von AEG Winnenden (vgl. 18.7.1973) und aus dem Raum Rhein-Neckar über Tomaten bzw. "Nahrungsmittelvernichtung".

Aus Bayern wird berichtet über Jusos und DGB im Artikel "'Unterwanderung' - Konflikt zwischen Gewerkschaftsführung und Jungsozialisten".

Aus Bremen wird berichtet aus der DPG über das "Nachspiel zum 1. Mai in Bremen" bzw. über UVB-Verfahren gegen acht Mitglieder des DPG OJA, meist Jusos.

Aus Hamburg wird berichtet von einem Streik bei Still-Esslingen.

Aus Hessen wird berichtet aus Frankfurt vom "Hochhausbrand", von Streiks in Lollar (vgl. 24.8.1973) sowie in Wiesbaden bei Glyco (vgl. 6.7.1973) und auf der Rheinhütte (vgl. Aug. 1973). Aus der ÖTV wird berichtet über "Forderungen in Wiesbaden" zur ÖDTR.

Aus Niedersachsen wird berichtet aus Celle (vgl. 13.7.1973), aus Gifhorn von Teves (vgl. 29.8.1973), aus Hannover von den eigenen Sympathisanten (vgl. 26.8.1973), aus der ÖTV (vgl. 30.8.1973) und von AEG (vgl. 10.7.1973), aus Hildesheim und Wilhelmshaven von den neuen KBW-Ortsgruppen (vgl. 7.7.1973), aus Osterode vom Panzergrenadierbataillon 12 der Bundeswehr und aus Wolfsburg aus dem ÖTV-Bereich (vgl. 31.8.1973, 3.9.1973).

Aus NRW wird berichtet über die Ehrenordnung des Landtags bezüglich der nebenberuflichen Verbindungen, aus Köln von der neuen KBW-Ortsgruppe (vgl. 7.7.1973) sowie von Ford und KHD (vgl. 22.8.1973, 27.8.1973) und der Kölnischen Rundschau (vgl. 22.8.1973). Über Streiks wird berichtet von Holstein & Kappert in Dortmund und Witten (vgl. 8.8.1973), aus Aachen (vgl. 23.8.1973), Bielefeld-Brackwede (vgl. 22.8.1973), Bocholt (vgl. 20.8.1973), aus Bochum u.a. durch die ML Bochum (vgl. 21.8.1973, 22.8.1973) und von der Druckerei Laupenmühlen und Dietrichs (vgl. 9.8.1973), Castrop-Rauxel (vgl. 22.8.1973, 23.8.1973), Datteln (vgl. 20.8.1973), Dortmund (vgl. 24.8.1973, 5.9.1973), Duisburg (vgl. 23.8.1973, 24.8.1973), Essen (vgl. 2.8.1973), Gelsenkirchen (vgl. 16.8.1973), Gevelsberg (vgl. 22.8.1973), Hagen (vgl. 20.8.1973, 24.8.1973), Herne (vgl. 16.8.1973, 21.8.1973, 22.8.1973), Isselburg (vgl. 6.9.1973), Krefeld (vgl. 20.8.1973), Lippstadt (vgl. 16.7.1973), Neuß (vgl. 13.8.1973), Oberhausen (vgl. 23.8.1973) und Wetter an der Ruhr (vgl. 22.8.1973).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von Streiks in Kiel (vgl. 23.8.1973) und Lübeck (vgl. 27.8.1973).

Geworben wird für die 'Rote Robe' (vgl. 3.9.1973).

In NRW soll diese 'KVZ' verkauft werden in:
- Dortmund vor der Zeche Hansa (IGBE-Bereich) am 12. und 13.9.1973.

Verkaufsstatistiken dieser Ausgabe (vgl. 12.9.1973), in Klammern die Zahl der mindestens verkauften Exemplare, lagen uns bisher vor aus:
- Baden-Württemberg aus Freiburg (1 750), Heidelberg (1 205), Mannheim (908) und Waiblingen (327);
- Bremen (2 491) und Hamburg (1 420);
- Hessen aus Eschwege (150), Giessen (200), Offenbach (284), Wetzlar (120) und Wiesbaden (450);
- Niedersachsen aus Braunschweig (490), Göttingen (767), Hannover (523), Hildesheim (550), Oldenburg (150), Osnabrück (550), Wilhelmshaven (119) und Wolfsburg (247);
- NRW aus dem Ruhrgebiet (1 410), aus Hamm (161) und Köln (997); und
- aus Schleswig-Holstein aus Kiel (550).

Beilagen wurden uns bekannt für Heidelberg und Wiesloch.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 2, Mannheim 12.9.1973; Roter Kumpel, Dortmund 12.9.1973, S. 2

26.09.1973:
In der 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ) Nr. 3 (vgl. 12.9.1973, 10.10.1973) berichtet der KBW u.a. von der Sterblichkeit (vgl. 25.6.1973) und der Haltung der KPD zu den Gewerkschaftsausschlüssen (UVB).

Berichtet wird von der Chilesolidarität (vgl. 21.9.1973), auch aus Frankreich von Lip und von der Chilesolidarität (vgl. 17.9.1973), Argentinien (vgl. 17.9.1973), Italien (vgl. 13.9.1973) und Mexiko (vgl. 12.9.1973) sowie aus dem Libanon in "Das Leben in den befreiten Gebieten. Bericht eines Arztes, der in einem Lager in der Nähe von Beirut arbeitet".

Aus Baden-Württemberg wird berichtet über die eigene Ortsgruppe Waiblingen (vgl. 15.9.1973). Ein Kollege von John Deere Mannheim befasst sich mit dem Streik im eigenen Werk und bei Ford Köln. Aus Heidelberg wird berichtet von den Chiledemonstrationen (vgl. 12.9.1973, 15.9.1973, 20.9.1973).
In "Armee gegen das Volk. Bundeswehr lernt den Bürgerkrieg nach den Methoden der USA in Indochina" wird aus einer Soldatenkorrespondenz des KAJB Mannheim/Heidelberg zitiert.

Aus Bayern wird berichtet von Siemens Traunstein.

Aus Berlin wird berichtet von den Chile-Demonstrationen (vgl. 13.9.1973, 14.9.1973) und den Deutschen Industriewerken (vgl. 17.9.1973).

Aus Bremen wird berichtet von der Chile-Solidarität (vgl. 13.9.1973).

Aus Hamburg wird berichtet aus dem DruPa-Bereich von Auer-Druck über die Chile-Solidarität (vgl. 11.9.1973), von den Chiledemos (vgl. 12.9.1973, 13.9.1973), in "2 Lehrer von Hamburger Schulbehörde suspendiert" über die Suspendierung von Peter Altenburg und Marita Hindemith (vgl. 20.9.1973) sowie über die eigene Ortsgruppe (vgl. 15.9.1973).

Aus Hessen wird berichtet von den Chile-Demonstrationen in Frankfurt (vgl. 13.9.1973, 15.9.1973).

Aus Niedersachsen wird berichtet von der eigenen Ortsgruppe Oldenburg (vgl. 15.9.1973), von der Chiledemonstration in Wolfsburg (vgl. 15.9.1973), aus Göttingen von Feinprüf (vgl. 14.9.1973), aus Hannover vom Streik im Fuhramt (vgl. 10.9.1973, 11.9.1973) und aus Wolfsburg vom Fuhrpark (vgl. 11.9.1973).

Aus NRW wird berichtet von der Chilesolidarität in Köln (vgl. 19.9.1973, 20.9.1973).

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet von der eigenen Ortsgruppe Ludwigshafen (vgl. 15.9.1973) 15.9.1973) sowie von den Teuerungszulagen (TZL):"
Streik in Speyer erfolgreich

In der letzten Woche wurde den 200 Akkordarbeitern nach einem halbstündigen Streik 25 Pfennig für alle zugestanden. Der Streik ging aus von einem Band, wo nur Akkordarbeiterinnen schafften. Der Streik begann als Protest gegen die Akkordhochschraubung. Filter- und Apparatebau ist Zulieferant für Volvo, Mercedes, DAF, Ford usw."

Aus Schleswig-Holstein wird aus Itzehoe berichtet vom Streik bei Gruner & Jahr (vgl. 10.9.1973) sowie:"
Der Rundschau-Verlag in Itzehoe, der zum Bauer-Konzern gehört, will 80 bis 100 von 280 Arbeitern entlassen. Als Gründe dafür gibt die Geschäftsleitung an, daß einige Maschinen unrentabel geworden sind. Sie bietet auch 'großzügig' einen Sozialplan an, bei dem praktisch nur die Hälfte der Entlassenen überhaupt Geld bekommt. Der Betriebsrat stellt zwar Forderungen auf, die von 2 000 DM bis zu 12 Monatslöhnen gehen, die aber - aufgrund des fehlenden Arbeitsplatzangebots in und um Itzehoe - sofort aufgefressen wird (durch lange Anfahrtswege zum neuen Arbeitsplatz bzw. längere Arbeitslosigkeit). Wie die Geschäftsleitung auf der Betriebsversammlung durchblicken ließ, wird im Rundschau-Verlag weiter rationalisiert, indem Facharbeiter durch Hilfsarbeiter ersetzt werden."

Ab Seite 10 heißt es "Der X. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas: Ein Sieg des Marxismus-Leninismus."

In "Armee gegen das Volk. Bundeswehr lernt den Bürgerkrieg nach den Methoden der USA in Indochina" wird berichtet aus der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg-Blankenese über eine 1964 von Ulrich de Maiziere verfasste Studie, aus vom Truppenbesuch einer Berufsschulkasse und auch:"
Bei einem Truppenbesuch in der Waldkaserne in Hilden erklärte ein Oberstleutnant 30 staunenden Offiziersanwärtern, man habe bei der Bundeswehr aus dem Vietnamkrieg gelernt, daß die Kampfform in Zukunft subversiv, psychologisch, politisch sei, daß man sich mehr auf die Bekämpfung von Banden einstellen müsse und angemessen zurückzuschlagen habe."

Zu Palästina bzw. Libanon erscheint "Das Leben in den besetzten Gebieten. Bericht eines Arztes, der in einem Flüchtlingslager in der Nähe von Beirut arbeitet". Berichtet wird:"
In Hamburg wurden Medikamente gesammelt. Bis jetzt wurden zwei Sendungen im Wert von insgesamt ca. 8 000 bis 9 000 DM zur Unterstützung des Kampfes des palästinensischen Volks übersandt."

Verkaufsstatistiken dieser Ausgabe (vgl. 26.9.1973) lagen uns bisher vor (in Klammern Anzahl der mindestens verkauften Exemplare) aus:
- Baden-Württemberg aus Freiburg (1 950), Heidelberg (2 193), Hockenheim (84), Karlsruhe (387) und Waiblingen (424);
- Bremen (2 032) und Hamburg (2 082);
- Hessen aus Eschwege (132), Frankfurt (ca. 1 550), Offenbach (ca. 250), Wetzlar (95) und Wiesbaden (500);
- Niedersachsen aus Braunschweig (ca. 555), Clausthal-Zellerfeld und Goslar (70), Hannover (460), Hannoversch Münden (18 - vgl. 29.9.1973), Hildesheim (550), Kreiensen (25), Norden (204), Oldenburg (225), Osnabrück (500), Seesen (60), Wilhelmshaven (120) und Wolfsburg (365);
- NRW aus dem Ruhrgebiet (1 396), aus Hamm (147) und Köln (1 028);
und aus Schleswig-Holstein aus Kiel (550).

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus Heidelberg / Wiesloch und Mannheim.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 3, Mannheim 26.9.1973

10.10.1973:
Für den KBW äußert sich M.F. heute zur MTR der IGM:"
IM TARIFKAMPF DIE IN DEN STREIKS ERRUNGENE SELBSTÄNDIGKEIT BEWAHREN

Die Bedingungen für den Lohnkampf haben sich geändert. Seit den selbständigen Streikkämpfen der letzten Monate zeigen sich zwischen den Arbeitern und den SPD-Politikern in den Gewerkschaften Risse. Die Regierung hat offen gegen die Kämpfe der Arbeiter Stellung bezogen. Der Kanzler, bisher auf den Wolken und über
den Klassen, ist herabgestiegen und hat auf Banketten für die Kapitalisten und vor den Arbeitern geredet. All das ist neu und zeigte eine große Veränderung der Lage. Was aber ist das Wichtige an dieser Veränderung?

Das Wichtige ist, daß sich die Arbeiterklasse in Westdeutschland selbst geändert hat. Die selbständigen Streikkämpfe, das ist die erste Rebellion gegen die Folgen der Politik der Klassenversöhnung. In selbständigen Kämpfen, ausgerichtet an den eigenen Interessen, haben die Arbeiter die Initiative ergriffen und die anderen Klassen zum Reagieren gezwungen.
Diese neu gewonnene Initiative nicht zu verschenken, sondern sie zu verteidigen, zu nutzen, das ist gegenwärtig die Hauptsache. In den selbständigen Streiks hat man gesehen, daß die Arbeiter ihre Interessen gegen die Kapitalisten nur selber durchsetzen können; gibt man die Selbständigkeit auf und unterwirft sich auf`s Neue den Klassenversöhnlern, dann bleibt der Satz `Die Befreiung der Arbeiterklasse kann nur das Werk der Arbeiter sein` ein purer Wunsch. Hat man das nicht im Auge, dann kann man den Lohnkampf nicht führen, geschweige denn nutzen, um in den Kämpfen der Arbeiterklasse heranzukommen an den Kampf für den Sozialismus.
Niemand wird geglaubt haben, daß die Sozialdemokraten es mit verschränkten Armen hinnehmen, wenn ihr Einfluß auf die Arbeiter schwindet. So ist auf allen Ebenen der Gewerkschaft eine lebhafte Fraktionstätigkeit der Sozialdemokraten im Gange. Sie müssen die Belegschaften der Selbständigkeit berauben, weil sie die Interessen der Arbeiter denen der Kapitalisten unterordnen wollen.
Warum ist diese Tätigkeit gefährlich für die Arbeiterklasse, obwohl viele Arbeiter damit überhaupt nicht einverstanden, sondern ganz dagegen sind?

Die Fraktionsarbeit der Sozialdemokraten ist gegenwärtig für die Arbeiter gefährlich, weil in den beiden größten Gewerkschaften, der IGM und der ÖTV, Tarifverhandlungen anstehen, und die SPD-Politiker auf den Leitungsebenen der Gewerkschaften an die Macht halten.

Für die Arbeiter sind die Tarifauseinandersetzungen nach wie vor wichtig, weil ihre organisierte Kraft größer ist, wenn sie viele Fabriken, eine ganze Branche umfaßt.

Wenn aber diese organisierte Kraft unter bürgerlicher Führung steht, dann wirkt sich das aus, nicht nur beim Abschluß, sondern schon bei der Vorbereitung und überhaupt bei jedem einzelnen Schritt, das wirkt sich aus nicht nur auf den höheren Ebenen, wo die Sozialdemokraten meist unter sich sind, sondern bis hinunter in den Betrieb.

WAS IST IN DIESER LAGE ZU TUN?

Gilt es jetzt, ausgewinkelte taktische Pläne zu schmieden, was man auf jeden einzelnen Schritt, der vorkommt, tun muß? Nein, darauf kommt es überhaupt nicht an. Es gilt, sich Klarheit darüber zu verschaffen, wo man hin will, Klarheit über die grundsätzlichen Bedingungen zu gewinnen, unter denen der Lohnkampf jetzt stattfindet, dann wir man die Initiative nicht verlieren, sondern jeweils bestimmen, was getan werden muß.
Auf keinen Fall darf man sich jetzt darauf beschränken, auf die Bewegungen der bürgerlichen Politiker an der Spitze zu starren und die eigene Tätigkeit ganz von ihren Schritten abhängig zu machen.

In der gegenwärtigen Lage ist die Hauptsache nicht, was die Sozialdemokraten in der Gewerkschaft zu tun wünschen. Das kann man sehen: Sie wollen einen Abschluß von etwa 12% über die Runden bringen, wenn irgend möglich ohne Arbeitskampf. Dabei ist ihnen eine gewisse Bewegung unter den Arbeitern schon recht, das brauchen sie als Material für ihre bürgerliche Politik. Was die Kapitalisten wollen, die Ausbeutung steigern.

Die Arbeitsintensität, die Knochenschinderei haben sie in den letzten 6 Monaten um runde 6% gesteigert. Gerade so soll es weitergehen. Zahlen werden sie wenn sie müssen, sonst nicht. Wird es darauf ankommen, was die Regierung will? Wir wissen es, die Regierung will, daß die Arbeiter friedlich sein sollen und sich der kapitalistischen Ausbeutung ohne Kämpfe unterwerfen. Die Regierung will Ruhe im Land. Die Kapitalisten brauchen Ruhe, wenn die Ausbeutung reibungslos laufen soll. All das müssen die Arbeiter berücksichtigen und wissen, aber das wird nicht entscheidend sein. Entscheidend für den Lohnkampf wird sein, daß die Arbeiter die Erfahrungen aus den Streikkämpfen auswerten und anwenden. Wie sehen diese Erfahrungen aus und wie muß man sie jetzt anwenden?

Die Hauptsache ist, daß die Arbeiter ihre Interessen selbst vertreten müssen, den Kampf um ihre Interessen selbst organisieren müssen, weil es niemand sonst für sie tut.

Was bedeutet das? Zuerst kommt es darauf an, sich unter keinen Umständen von Forderungen für alle gleich in Mark und Pfennig abbringen zu lassen. Weiter muß man solche Forderungen unbedingt auf Betriebsversammlungen verabschieden und darf Forderungen von oben nur als Vorschläge nehmen. Auf keinen Fall darf man sich überfahren lassen, wenn ein Sozialdemokrat plötzlich mit einer Forderung von 20% oder 25% kommt.
Das erscheint viel, ist aber wenig, weil es nicht ernst gemeint ist und solche Forderungen immer spalten. Kollegen, die in höheren Gewerkschaftsgremien sind, müssen sehen, daß sie dorthin nur mit klaren Weisungen ihrer Belegschaften gehen, dann dürfen sie dort nicht von den richtigen Forderungen abrücken, sondern müssen zäh an diesen festhalten.

Wichtig ist auch, daß Abschlußforderungen aufgestellt werden, man darf sich nicht darauf einlassen, vorsichtshalber 25% zu fordern, weil doch sowieso niedriger abgeschlossen wird. Das schafft bloß Raum für undurchsichtige Manöver. Außerdem muß man sich schon jetzt damit beschäftigen, wie man einen Arbeitskampf organisiert, wenn die Gewerkschaft an Haus schickt. Man muß Beschlüsse fassen, daß während eines Streiks tägliche eine Versammlung stattfindet, wo jeder Kollege hingehen und über die Lage beraten kann.

Von vornweg muß man klarmachen, daß nach einem schlechten Abschluß der Lohnkampf nicht zu Ende ist. Während der ganzen Zeit der Vorbereitung der Tarifauseinandersetzung ist es falsch, sich von innerbetrieblichen Lohnforderungen ablenken zu lassen. Es ist nicht ungünstig, sondern ganz ausgezeichnet, wenn man den Arbeitskampf durch Streik vorbereitet."

Dieser Artikel wird auch verbreitet durch die Zelle Hoesch Dortmund der Kommunistischen Fraktion im Ruhrgebiet (KFR des KBW - vgl. 17.10.1973).
Q: Roter Hoesch Arbeiter Nr. 4, Dortmund 17.10.1973, S. 3; Kommunistische Volkszeitung Nr. 4, Mannheim 10.10.1973

10.10.1973:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 4 (vgl. 26.9.1973, 24.10.1973) heraus.

Berichtet wird von der MTR der IGM (vgl. 10.10.1973). Dazu erscheint auch der Artikel:"
Forderungen in Mark und Pfennig aufstellen

Durch Prozentforderungen vergrößert sich bei jeder Lohnerhöhung der Verdienstabstand zwischen den Lohngruppen. Die unteren Lohngruppen, die eh schon benachteiligt sind, bekommen in Mark und Pfennig gesehen, eine geringere Lohnerhöhung. 'Brot und Käse werden aber für alle Arbeiter teuerer, deshalb müssen auch alle Kollegen das gleiche mehr bekommen', das war die Antwort der Arbeiter auf Prozentforderungen. In Bremer Betrieben wird eine Vorweganhebung und eine Forderung von 1,20 DM diskutiert. In Mannheim und im Stuttgarter Raum 1,30 DM, in den mittleren und kleineren Betrieben 1,00 DM. Die Mannesmann-Vertrauensleute in Duisburg stellen eine Forderung von 230,- DM, was etwa 1,30 DM die Stunde ausmacht." Berichtet wird auch von F&G Köln (vgl. 18.9.1973).

Aus dem Ausland wird berichtet aus Afrika aus Guinea-Bissau (vgl. 24.9.1973) und in "100 000 in Besancon 'LIP wird siegen - sonst kommen wir wieder!' aus Frankreich von Lip (vgl. 29.9.1973). Geschildert werden auch aus Chile "Die Bedingungen des Freiheitskampfes".

In "Baden-Württemberg: Schiess-Erlass in Kraft" wird berichtet vom Berufsverbot. In "Heidelberg. ÖTV-Kreisverwaltung Heidelberg löst Kreisabteilung auf" wird berichtet über Abteilung Wissenschaft und Forschung (WiFo). In "Tarifforderungen" wird von der ÖDTR berichtet aus Heidelberg von der ÖTV-Fachgruppe hochschulfreie Forschung und aus Konstanz von der ÖTV-Mitgliederversammlung.

Aus Berlin wird berichtet von Schering (vgl. 25.9.1973, 2.10.1973), sowie über "Streiks in der Elektroindustrie" (vgl. 10.10.1973). Es erscheint auch der Artikel "Der Streit um West-Berlin. Der Streit um die Äußerungen Herbert Wehners".

Aus Bremen wird berichtet von Klöckner (vgl. 4.9.1973, 18.9.1973) sowie in "Betriebsrat betreibt Entlassung eines Betriebsrats" von Krupp-Atlas-Elektronik (KAE).

Aus Hamburg wird berichtet von der Demonstration für die Referendare Altenburg und Hindemith (vgl. 3.10.1973), von Sülter (DruPa-Bereich - vgl. 5.10.1973) und vom "Prozess gegen Hausbesetzer" in der Ekhofstraße 39.

Aus Niedersachsen wird berichtet vom NATO-Manöver (vgl. 12.9.1973) und es erscheint "Kostenfaktor bei VW. Zuschrift eines Wolfsburger Arbeiters". Aus Oldenburg wird berichtet von Stalling (DruPa-Bereich - vgl. 20.9.1973), aus Braunschweig von der Verkehrs AG (vgl. 20.9.1973).

Aus NRW wird berichtet aus Augustdorf (vgl. 20.9.1973), aus Duisburg aus dem IGM-Bereich von Thyssen (ATH), aus Hamm und Lippstadt von der Westfälischen Union (vgl. 19.9.1973) und aus Köln von der Solidarität mit den entlassenen Fordarbeitern.

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet aus Itzehoe von Gruner & Jahr (vgl. 2.10.1973) und in "Kuhhandel der Ärzte" aus Kiel aus dem ÖTV-Bereich von den Unikliniken über den Vertrag mit der Kassenärztlichen Vereinigung (vgl. 13.7.1973).

Auf Seite 4 erscheint der im Artikel : "Klassenpolitik oder moralische Aufrüstung. Zu einem Artikel in der 'Roten Fahne' Nr. 28 der Gruppe KPD: "Die Hauptaufgaben der Kommunisten am Krankenhaus." Der KBW kritisiert u.a. die Vorstellung der KPD "am heutigen Krankenhaus geht es in erster Linie um die medizinische Versorgung der Massen, der Kampf um den Lohn und die Arbeitszeit ist weniger wichtig". Dazu heißt es: "Die Aufgabe der Kommunisten ist es am Krankenhaus und sonstwo, den wirtschaftlichen Kampf der Lohnabhängigen verbinden mit dem Kampf für den Sieg des Sozialismus."

Es erscheinen Leserbriefe:"
Kritik am Artikel 'Verdunkelungsausschuß' in der KVZ Nr. 2: 'Die aus der 'Zeit' übernommene Glosse ist Scheiße. Das ist genau die Art der witzelnden Wiedergabe Bonner Insider-Geschichtchen, die bei uns nichts zu suchen hat.' (Ortsgruppe Göttingen, Hochschulzelle)

'Der Artikel (über den Kampf der LIP-Arbeiter in KVZ Nr. 2) macht gut klar, daß die Übernahme der Fabrik durch die Arbeiter eine bestimmte Kampfmaßnahme ist. Er hätte sich aber noch ausdrücklicher mit dem Problem beschäftigen müssen, warum LIP nichts mit 'Genossenschafts-Konzepten' zu tun hat und warum diese Konzepte falsch sind. So etwas ist immerhin noch in vielen Köpfen verbreitet, wie die Beispiele Voigtländer Braunschweig und Süßmuth-Glashütte (in Immenhausen, d. Vf.) zeigen.' (Ortsgruppe Göttingen, Hochschulzelle)

'Der 'Aufgespießt'-Kasten (Goldene Worte der KPD/A-Null) ist überflüssig und ärgerlich. es geht um schärfsten politischen Kampf mit dieser Gruppe, nicht um Lustigmachen.' (Ortsgruppe Göttingen, Sympathisantenkreis Werktätige Intelligenz)".

Über "Die Entwicklung der Kommunistischen Volkszeitung" heißt es auf Seite 15, daß die ersten 3 Ausgaben der KVZ "eine gute Verbreitung gefunden haben". Die Auflage stieg von 25 000 auf 31 000. Damit hat der KBW- nach eigenen Angaben- etwa 35 000 bis 40 000 Menschen erreichen können." Die KVZ erscheint alle 14 Tage und soll "zur Tribüne der revolutionären Arbeiterbewegung in Westdeutschland heranwachsen und zum Sprachrohr der Arbeiterklasse gegenüber dem Volk".

Verkaufsstatistiken dieser Ausgabe (vgl. 10.10.1973) lagen uns bisher vor (in Klammern Zahl der mindestens verkauften Exemplare) aus:
- Baden-Württemberg aus Bruchsal (112), Freiburg (1 884), Heidelberg (2 390), Karlsruhe (430), Mannheim (786), Waiblingen (285) und Weinheim (92);
- Berlin (53), Bremen (2 417) und Hamburg (2 244);
- Hessen aus Frankfurt (1 600), Offenbach (209), Wetzlar (87) und Wiesbaden (482);
- Niedersachsen aus Braunschweig (157), Clausthal-Zellerfeld und Goslar (185), Hannover (520), Hannoversch Münden (7 - vgl. 20.10.1973), Hildesheim (600), Kreiensen (25), Oldenburg (169), Osnabrück (352), Seesen (90) und Wolfsburg (356);
- NRW aus Bielefeld (130), aus Hamm (142), Köln (1 200), Neuss (65) und dem Ruhrgebiet (1 072); und
- aus Schleswig-Holstein aus Kiel (500).
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 4, Mannheim 10.10.1973; Rote Presse Nr. 9, Hamburg 6.11.1973,S. 8

10.10.1973:
Der KBW gibt seine KVZ Nr. 4 (vgl. 26.9.1973, 24.10.1973) heraus mit dem Artikel zu den Teuerungszulagen (TZL):"
Berlin: "Streiks in der Elektroindustrie

Bis in den September hinein konnten die Elektrogiganten Siemens, AEG, Osram, Bergmann Konzern, KWU mit Hilfe der SPD-Betriebsratscliquen diese Betriebe aus dem Kampf um sofortige Lohnerhöhungen heraushalten. Mit Verhandlungen hinter dem Rücken der Arbeiter unter Forderungen, die meist völlig unzureichend und dazu spalterisch waren, wollten sich die Betriebsräte an die Spitze der Unruhe und Empörung über die Teuerung stellen und jeden konsequenten Kampf zur Durchsetzung der notwendigen Reallohnerhöhungen sabotieren. Über die Streikwelle Ende August kamen sie noch mit dieser Taktik hinüber, viele Kollegen legten in sie noch ihre Hoffnungen, aber als die zentralen Verhandlungen (IGM - Gesamtmetall) und zwischen Betriebsräten und Geschäftsleitung scheiterten, begannen sich die Belegschaften in diesen betrieben, die bis heute bei den Kapitalisten als Hochburgen des 'Klassenfriedens' gelten, von ihren 'Interessensvertretern' zu lösen und die Initiative im Kampf um sofortige Lohnerhöhungen zu übernehmen. Die Elektrogiganten schloßen daraufhin schnell einen Pakt, in allen Betrieben gleichzeitig 200, - DM brutto anzubieten; die meisten Betriebsräte nahmen an."

Berichtet wird von Osram Nonnendammallee (vgl. 17.9.1973, 26.9.1973), Siemens Dynamowerk (vgl. 27.9.1973), KWU (vgl. 28.9.1973) und den Deutschen Industriewerken (vgl. 18.9.1973) und fortgefahren:"
Weiter wurde abgeschlossen bei AEG 200,- DM brutto, Flohr Otis 280,- DM brutto."
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 4, Mannheim 10.10.1973, S. 6

24.10.1973:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 5 (vgl. 10.10.1973, 7.11.1973) in einer Auflage von 32 000 Stück heraus.

Sie enthält u.a. zu den UVB den Artikel von E.R. "Gewerkschaftsausschlüsse - Angriff auf die Gewerkschaften" sowie eine "Erklärung des ZK des KBW gegen die Ausweisung Baha Targüns", in es u.a. heißt:"
Das ZK des Kommunistischen Bundes Westdeutschland verurteilt aufs entschiedendste den Versuch der westdeutschen Behörden, Baha Targün aus der Bundesrepublik auszuweisen."
Baha Targün war u.a. Mitglied der Streikleitung bei Ford in Köln.
Der KBW bezieht gleichzeitig gegen die KPD Stellung:"
Mit der Behauptung, Baha Targün im Kampf gegen die Ausweisung zu unterstützen, versucht die Gruppe Rote Fahne (KPD) wieder einmal, einen ernsten Kampf in sein Gegenteil zu verzerren und damit zu sabotieren. … In Köln selbst hat die Gruppe Rote Fahne den Kampf zur Unterstützung der entlassenen Fordarbeiter gespalten, in Bochum hat sie dasselbe getan. Wenn sie sich jetzt mit einem Aufruf des Ford-Solidaritätskomitees und der Roten Hilfe e.V. an alle wendet, dann hat sie wieder nichts anderes vor, als die Solidaritätsgefühle … für ihre finsteren und organisationsopportunistischen Ziele einzusetzen und in bekannter Manier … Baha Targün zu einem Werberummel für die Gruppe Rote Fahne (KPD) auszunutzen."

Eingegangen wird auf das eigene ZK (vgl. 13.10.1973), das eigene theoretische Organ (vgl. 10.10.1973), die Ölpreise (vgl. 6.10.1973), auf die Bundeswehrhochschulen (BWHS - vgl. 1.10.1973) und auf das NATO-Manöver Reforger (vgl. 29.9.1973, 10.10.1973).

Aus dem Ausland wird berichtet vom Nahostkrieg allgemein (vgl. 6.10.1973) und besonders über Israel (vgl. Feb. 1973, 11.10.1973), Palästina (vgl. 6.10.1973, 13.10.1973, 16.10.1973), die Azoren (vgl. 6.10.1973) und die Erhöhung der Ölpreise (vgl. 16.10.1973), weiter aus Luxemburg (vgl. 9.10.1973), von Lip in Frankreich (vgl. 29.9.1973, 13.10.1973), aus Thailand (vgl. 13.10.1973), aus Chile (vgl. 24.9.1973, 15.10.1973), u.a. über die deutsche Botschaft (vgl. 15.10.1973), die deutschen Interessen (vgl. 21.9.1973), die Spenden (vgl. 15.10.1973) und den Besuch von Heck (CDU) dort (vgl. 17.10.1973), aus Großbritannien (vgl. 8.10.1973), aus Spanien (vgl. Sept. 1973, 8.10.1973), aus der Türkei (vgl. 8.10.1973, 29.10.1973), von der eigenen China-Reise (vgl. 15.9.1973), aus den USA (vgl. 15.10.1973), von Kambodscha in der UNO (vgl. 8.10.1973), aus dem Iran (vgl. 1.10.1973) und vom Friedensnobelpreis (vgl. 16.10.1973).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet vom Manteltarifvertrag (MTV) der IGM in Nordbaden/Nordwürttemberg (NB/NW - vgl. 19.10.1973) und vom Verfassungsschutz (vgl. 12.10.1970). Aus Freiburg wird berichtet aus der DPG, sowohl örtlich (vgl. 18.9.1973, 8.10.1973) als auch bezirklich (vgl. 26.9.1973).
Aus Heidelberg erscheint aus dem ÖTV-Bereich ein Leserbrief der KBW-Zelle Unikliniken (UK - vgl. 24.10.1973).
Aus Mannheim wird berichtet aus dem IGM-Bereich von John Deere (vgl. 15.10.1973), Bopp und Reuther (vgl. 15.10.1973) und MWM (vgl. 15.10.1973) und aus dem ÖTV-Bereich vom GKM (vgl. 9.10.1973).

Aus Bayern wird berichtet von einer Bundeswehrschau in Passau (vgl. 22.9.1973).

Die Ortsgruppe Bremen hatte eine Delegiertenkonferenz (vgl. 6.10.1973). Aus dem IGM-Bereich wird berichtet von Hanomag (vgl. 12.10.1973) und Vulkan (vgl. 1.10.1973).

Aus Hamburg wird berichtet aus der IGM (vgl. 11.10.1973), u.a. von Demag-Conz (vgl. 3.10.1973) und Hanomag (vgl. 8.10.1973), aus dem GHK-Bereich von Steinway (vgl. 5.10.1973, 8.10.1973), aus dem GEW-Bereich von den Berufsverboten (BV - vgl. 8.10.1973) und vom 50. Jahrestag des Hamburger Aufstandes (vgl. 23.10.1973).

Aus Hessen wird berichtet über den zurückgetretenen Umweltminister (vgl. 8.10.1973), von Hanomag Kassel (IGM-Bereich - vgl. 11.10.1973), von einem britischen Manöver im Landkreis Kassel (vgl. 24.9.1973), über Sprengkammern im Lahn-Dill-Kreis (vgl. 28.9.1973) und den Protest dagegen im DruPa-Bereich in Wetzlar (vgl. 28.9.1973, 9.10.1973), aus dem CPK-Bereich von Dunlop Hanau (vgl. Mai 1973, Sept. 1973), aus der DPG Frankfurt (vgl. 28.6.1973, 3.9.1973) und aus dem Fernmeldeamt 1 (vgl. 14.6.1973) sowie aus Frankfurt vom Großkraftwerk Fechenheim (vgl. 8.10.1973) und vom Häuserkampf (vgl. 11.10.1973, 12.10.1973).

Aus Niedersachsen wird berichtet aus dem CPK-Bereich von der Papierindustrie (vgl. 1.10.1973), vom DGB-Landesbezirk (vgl. 27.3.1973, 1.10.1973), aus Hannover von den DGB-Angestellten (vgl. 24.10.1973), aus Göttingen aus der SPD (vgl. 1.10.1973), aus Hameln und Hannover von den eigenen örtlichen Gruppen (vgl. 13.10.1973), aus Hildesheim von einem NATO-Manöver im IGM-Bereich (vgl. 4.10.1973) und der eigenen KVZ-Verkäuferversammlung (vgl. 3.10.1973, aus Northeim von der Bundeswehr (vgl. 8.9.1973), aus Osnabrück von der Behinderung des KVZ-Verkaufs (vgl. 14.9.1973) und aus Wolfsburg von VW (IGM-Bereich - vgl. 2.10.1973).

Aus NRW wird berichtet von der eigenen Ortsaufbaugruppe Dortmund (vgl. 13.10.1973), von den Sonderschulen in Bochum (vgl. Sept. 1973) und aus dem IGM-Bereich von Opel Bochum (vgl. 1.10.1973), Ford Köln (vgl. 15.9.1973, 1.10.1973, 26.10.1973) und der IGM Köln (vgl. 18.9.1973).

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet von der eigenen Ortsaufbaugruppe Speyer (vgl. 13.10.1973) sowie aus der IGM Speyer (vgl. 8.10.1973) und aus dem GHK-Bereich von Krages Etzbach (vgl. 1.10.1973).

Die KVZ berichtet auch davon, daß das ZK mit der "Bildung einer Hochschulkommission … die Initiative zum Aufbau eines Kommunistischen Studentenbundes Westdeutschland" ergriffen hat. Ziel der Kommissionsarbeit ist es, "die Zusammenfassung aller mit dem KBW sympathisierenden und zusammenarbeitenden Studentengruppen in einer einheitlichen Organisation auf der Basis der Zustimmung zum Programm des KBW" zu erreichen.

Verkaufsstatistiken dieser Ausgabe (vgl. 24.10.1973) lagen uns bisher vor (in Klammern Anzahl der mindestens verkauften Exemplare) aus:
- Baden-Württemberg aus Bruchsal (117), Freiburg (1 902), Hockenheim/Schwetzingen (85), Karlsruhe (470), Mannheim (837) und Waiblingen (260);
- Berlin (288), Bremen (2 351) und Hamburg (2 324);
- Hessen aus Frankfurt (ca. 1 750), Offenbach (169) und Wiesbaden (792);
- Niedersachsen aus Braunschweig (200), Göttingen (1 095), Hildesheim (650), Kreiensen (25), Oldenburg (240), Osnabrück (420), Seesen (110) und Wolfsburg (ca. 344);
- NRW aus Bielefeld (150), Hamm (106), Köln (1 475), Paderborn (120) und dem Ruhrgebiet (1 442);
- Rheinland-Pfalz aus Speyer (127);
und aus Schleswig-Holstein aus Kiel (550).

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus Heidelberg / Wiesloch und Mannheim.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 5, Mannheim 24.10.1973;

07.11.1973:
Der KBW gibt die Nr. 6 seiner 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ - 24.10.1973, 22.11.1973) heraus.

Berichtet wird u.a. von den Ölpreisen (vgl. 29.10.1973), von der GdP (vgl. 25.10.1973) und der Veranstaltungsreihe zu Guinea-Bissau. Veranstaltungen finden statt in Heidelberg (vgl. 22.10.1973), Freiburg (vgl. 22.10.1973), Bremen (vgl. 22.10.1973), Dortmund (vgl. 23.10.1973), Köln (vgl. 26.10.1973), Frankfurt (vgl. 25.10.1973), Mannheim (vgl. 26.10.1973), Wiesbaden (vgl. 26.10.1973), Osnabrück (vgl. 29.10.1973), Hamburg (vgl. 22.10.1973), Westberlin (vgl. 26.10.1973), Wolfsburg (vgl. 1.11.1973) und Göttingen (vgl. 22.10.1973). In "Resolution für die Anerkennung Guinea-Bissaus" wird von der Veranstaltung in Mannheim berichtet.

Gegeben wird eine "Antwort auf Leserbriefe zum Krieg im Nahen Osten", die geschrieben wurden von der KBW-Sympathisantengruppe Seesen, von Paderborner Genossen, von der Kommunistischen Arbeiter- und Jugendgruppe Öhringen, von der Ortsleitung Mannheim sowie von Personen aus Bremen, u.a. aus der Verteilerzelle Hanomag Bremen.

Berichtet wird über "Mehr Disziplinarstrafen in der Bundeswehr".

Die Zelle Hoesch der Ortsaufbaugruppe Dortmund des KBW (IGM-Bereich - vgl. 28.11.1973) zitiert:"
Die Kapitalisten geben den Arbeitern zu verstehen, daß sie ohnehin am längeren Hebel sitzen und alles über die Preise wieder hereinholen werden, was die Arbeiter an höheren Löhnen erkämpfen.

Sie verlangen von den Arbeitern, auf Lohnerhöhungen zu verzichten, um - wie sie sagen - Preissteigerungen zu vermeiden. Aber die Arbeiter haben auf die Preissteigerungen keinerlei Einfluß, und wenn ihnen die Preise nicht völlig davonlaufen sollen, dann bleibt ihnen nur der Kampf um den Lohn.
Deshalb fahren die Kapitalisten noch stärkere Geschütze auf, und drohen nicht nur mit weiteren Preiserhöhungen, sondern direkt mit Arbeitslosigkeit.

Aber haben die Arbeiter auf die Arbeitsplätze einen Einfluß?

Nein, darauf haben sie keinen Einfluß. Die sind vom Gang der kapitalistischen Krisenentwicklung und von den Entscheidungen der Kapitalisten abhängig. Die Arbeiter sind zwar immer die Opfer der Arbeitslosigkeit, aber wenn die Arbeitslosigkeit ausbricht, welches Ausmaß sie annimmt, wen sie trifft und wie lange sie dauert, das liegt im Kapitalismus ganz außerhalb der Einflußmöglichkeiten der Arbeiter.
Deshalb darf man sich durch die Drohungen der Kapitalisten nicht einschüchtern lassen und muß solange man Arbeit hat, den Lohnkampf entschlossen führen und im übrigen die Drohung mit der Arbeitslosigkeit zum Anlaß nehmen, über Folgendes nachzudenken:
Was haben die Arbeiter denn eigentlich für ein Interesse, ein Wirtschaftssystem zu erhalten, in dem sie ständig um jeden Pfennig kämpfen müssen und das sie zudem immer wieder mit Arbeitslosigkeit bedroht?
Sie haben gar kein Interesse daran. Wenn die Kapitalisten mit Arbeitslosigkeit drohen, dann sagen wir: 'Ja wir wissen, daß im Kapitalismus der Arbeitsplatz immer bedroht ist. Aber das ist kein Argument gegen den Lohnkampf, sondern ein Argument dafür, daß der Kapitalismus bekämpft, die Kapitalisten gestürzt und der Sozialismus aufgebaut werden muß."

Gefragt wird: "Was ist mit der Staublunge? Silikose, die Berufskrankheit der Bergleute ist nicht wegzuleugnen", wobei auch auf den Streik im Saarbergbau Bezug genommen wird.

In "ÖTV: Kampf um die Tarifforderungen. Die Aufstellung der Forderungen muss der erste Schritt zum entschlossenen Lohnkampf sein" berichten die Ortsgruppe Hannover, aber auch die Zellen im Öffentlichen Dienst in Mannheim von der ÖDTR.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet in "Neuer Schieß-Erlass. Polizei hat Arbeiter zu bespitzeln". Vom MTV wird berichtet in "Nordwürttemberg / Nordbaden. Die Ergebnisse im Manteltarifkampf". Von der Metalltarifrunde (MTR) wird berichtet in "Urabstimmung zur Waffe machen. Waiblinger Belegschaften gegen Verhandlungsergebnis" von AEG Winnennden, Bosch Waiblingen und H-K Waiblingen. Ein Leserbrief berichtet über SEL Stuttgart. Aus Freiburg wird berichtet von der DPG-Jugend. Berichtet wird auch von der Universität Freiburg (vgl. 30.10.1973).
Aus Heidelberg wird berichtet aus der DruPa in "Drucker gegen Schiess-Erlass" sowie aus der Plöck in der Altstadt:"
Kindergarten statt Parkhaus

Heidelberg. Studentische Eltern besetzten ein zum Abriß bestimmtes Universitätsgebäude und richteten einen Kindergarten darin ein. An die Stelle des Gebäudes soll ein Parkhaus gesetzt werden. Teile der Heidelberger Bevölkerung hatten gegen den Abbruch scharf protestiert und unterstützen die Besetzung.
Die Eltern führten die Aktion durch, weil ihnen die Räumlichkeiten eines Kindergartens gekündigt wurden, ohne Ersatz zu schaffen.
Die Räumungsklage, die das Land Baden-Württemberg androhte, zog es mittlerweile wieder zurück."

Aus Bayern wird berichtet aus dem GTB-Bereich:
Triumph macht dicht

Die jetzt geplanten Stillegungen des Triumph-Konzerns befinden sich in den ostbayrischen Orten Cham, Landshut, Ortenburg und Pocking im Landkreis Passau, Kirchdorf (Landkreis Rottal-Inn) und Jandelsbrunn im Kreis Freyung. Die meisten der entlassenen Kolleginnen sind ausgelernte Näherinnen. In diesem wirtschaftlich schwach entwickelten Gebiet der BRD werden sie jetzt keine neue Arbeit finden. Ihr Lebensniveau und das ihrer Familien verschlechtert sich noch weiter.

Triumph hatte die Werke in den ostbayrischen Orten vor einigen Jahren aufgebaut und dafür riesige Summen aus den Förderetats des Bundes und des Landes Bayern für die Entwicklung von wirtschaftlichen Randgebieten kassiert. Von den Gemeinden wurden zusätzliche Sonderzahlungen verlangt. Triumph verlagert jetzt die Produktion ins Ausland. Neue Industriebetriebe sollen mit neuen staatlichen Mitteln in dieser Gegend angesiedelt werden."

Aus Hamburg wird berichtet aus dem DruPa OV (vgl. 29.10.1973), aus dem IGM OJA (vgl. 25.10.1973) sowie von Peter Altenburg und Marita Hindemith (vgl. 9.10.1973, 20.10.1973) sowie aufgerufen zur Chile-Demonstration:"
Frei raus aus Hamburg!

Die CDU hat Eduardo Frei, den Führer der chilenischen Christdemokraten (PDC) zu ihrem Parteitag eingeladen, der am 18.11. in Hamburg anfängt. Dazu noch die Führung der christdemokratischen Parteien aller anderen lateinamerikanischen Länder, in den meisten von ihnen herrscht der nackte Terror, ebenso wie heute in Chile, und überall stehen die christdemokratischen Parteien auf der Seite der herrschenden Gewalt! Eduardo Frei gehört zum engsten Freundskreis von Chiles Militärjunta. 1964 - 1970 war er Präsident in Chile, als Vorgänger Allendes.

Dreimal in seiner Amtszeit hat dieser üble Reaktionär Militär gegen streikende Arbeiter, Frauen und Kinder eingesetzt und Massaker unter ihnen veranstaltet: 1966, 1967 und 1969. Die CDU hat zusammen mit dem CIA und 'Brot für die Welt' Frei den Wahlkampf finanziert und ihr Präsidiumsmitglied Heck hat vor kurzem der Junta sein 'volles Verständnis' für ihr Terrorregime bekundet.

Freis Besuch in Hamburg ist eine Provokation und Herausforderung für alle fortschrittlichen Menschen, die auf der Seite des chilenischen Volkes stehen und seinen Kampf unterstützen. Deswegen hat die Ortsgruppe Hamburg des KBW zur Demonstration am 17.11., Sa. 11 Uhr, DGB-Haus aufgerufen.

Frei raus aus Hamburg!

Nieder mit der Kumpanei der CDU mit Frei und der chilenischen Militärjunta!

Schluß mit der Unterstützung der Militärjunta durch die Bundesregierung!

Schluß mit Mord und Folterungen!

Sofortige Freilassung aller chilenischen Freiheitskämpfer!

Nieder mit dem Putsch-Regime! Für die bewaffnete Volksmacht!"

Aus Hessen wird berichtet in "Bundeswehreinsatz gegen Arbeiter. Notstandsübung in Kassel".

Aus Niedersachsen ist enthalten zum Gelöbnis in Northeim (vgl. 8.9.1973) ein Leserbrief. Es wird berichtet aus Hannover: "Hanomag am Ende" und durch die Aufbauzelle MHH vom "Lohnkampf am Krankenhaus", aus Hildesheim in "Polizei erfolglos gegen KVZ-Verkäufer" (vgl. 27.10.1973) sowie aus Bockenem:"
'BILD'-Zeitung betreibt Berufsverbot

Brigitte Fricke - Realschullehrerin z.A. in Bockenem/Harz, Mitglied der DKP - entlieh bei der Kreisbildstelle, die Unterrichtsmaterialien zur Verfügung stellt (Filme, Dia-Serien, Tonbänder usw.) den antifaschistischen DDR-Film 'Du und mancher Kamerad' und führte ihn ihrer Klasse vor. 'Bild' nahm dies zum Anlaß, in einem Artikel zu fordern: 'DKP-Lehrerin darf nicht weiter unterrichten' und: 'Entlaßt Brigitte Fricke aus dem Schuldienst!' Bei 'Bild' war ein anonymer Hinweis eingegangen. 'Bild' schickte daraufhin einen Redakteur zum Recherchieren. Obwohl sich Kollegen, Schulbehörde und Eltern hinter B. Fricke stellten, behauptet 'Bild', sie habe ihren Willen gegen den starken Protest der Eltern durchgesetzt. 'Bild' wollte mit dieser Kampagne die Einleitung eines Berufsverboteverfahrens erreichen."

Aus NRW wird berichtet aus Hamm von den Hoesch-Röhrenwerken.

Die Antimilitaristische Gruppe Koblenz berichtet in "Offiziere filzen Soldaten nach KKZ" über ihre 'Koblenzer Kasernenzeitung' und aus der Fritsch, der Rhein- und der Deines-Bruchmüller-Kaserne.

Verkaufsstatistiken dieser Ausgabe (vgl. 7.11.1973) lagen uns bisher vor (in Klammer Anzahl der mindestens verkauften Exemplare) aus:
- Baden-Württemberg aus Bruchsal (88), Freiburg (2 035), Hockenheim/
Schwetzingen (84), Karlsruhe (415) und Waiblingen (341);
- Berlin (56), Bremen (2 198) und Hamburg (1 529);
- Hessen aus Eschwege (86), Frankfurt (ca. 1 800), Offenbach (191) und
Wiesbaden (946);
- Niedersachsen aus Braunschweig (185), Celle (50), Göttingen (1 050), Hameln (150), Hannover (508), Helmstedt (71), Hildesheim (700), Oldenburg (185), Osnabrück (410) und Wolfsburg (337);
- NRW aus Hamm (159), Krefeld (120), Paderborn (150) und dem Ruhrgebiet (1 396);
- Rheinland-Pfalz aus Ludwigshafen (157); und
- aus Schleswig-Holstein aus Kiel (600).
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 6, Mannheim 7.11.1973; Rote Diagnose Nr. 1, Göttingen 9.1.1974,S.9f;Roter Hoesch Arbeiter Nr. 7, Dortmund 28.11.1973, S. 2

22.11.1973:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 7.11.1973, 5.12.1973) Nr. 7 heraus. Gefragt wird: "Wem nutzt die Mitbestimmung?".

Berichtet wird aus dem Nahen Osten bzw. über die hiesige Araberhetze wegen der Ölpreise (vgl. 26.10.1973). Aufgerufen wird gemeinsam mit ATÖF, FIS und KPD zur bundesweiten Irandemonstration am 1.12.1973. Angekündigt wird die Gründung der Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft (GDCF - vgl. 2.12.1973).

Aus Albanien berichten Mitglieder einer Reisegruppe der GFdA. Diesen Bericht verbreitet auch die KSF Göttingen (vgl. 12.2.1974).

Berichtet wird:"
Verband darf Arbeitskampf nicht unterstützen
Fluglotsenurteil
Beamtenrecht: Streiks gegen die guten Sitten

Celle. das Oberlandesgericht Celle hat in einem Berufungsverfahren entschieden, daß die Bundesregierung dem Fluglotsenverband die Vorbereitung und Leitung der Kampfmaßnahmen nicht nachgewiesen habe. Dem Verband wurde aber die Unterstützung der Kampfmaßnahmen verboten. Zugleich wurde das Beamtengesetz gegen die Kampfmaßnahmen von Lohnabhängigen im öffentlichen Dienst eingesetzt.

Das Gericht erklärte, warum beamte kein Streikrecht haben dürfen: 'Von der Allgemeinheit wird es als schlechthin unanständig und damit als Verstoß gegen die guten Sitten und gegen die Sozialbindung öffentlicher Einrichtungen angesehen, wenn Beamte die Regierung zur Erfüllung von Forderungen zwingen.' Mit solchem Recht ist es möglich, jeglichen Arbeitskampf im öffentlichen Dienst zu verbieten. das ist das Ziel der Bundesregierung. Sie will das Streikrecht im öffentlichen Dienst, wie bei den Beamten jetzt schon, allgemein abschaffen. Im Interesse aller Lohnabhängigen liegt es aber, das Streikrecht für alle Lohnabhängigen zu erkämpfen und zu verhindern, daß das Streikrecht im öffentlichen Dienst abgeschafft wird."

Aus Baden-Württemberg wird berichtet über die DPG-Jugend Freiburg, die neue OAG Karlsruhe (vgl. 10.11.1973) und durch die Marxistische Gruppe (MG) Ebingen/Tailfingen. Die Aufbauzelle Freudenberg berichtet in "Entlassungen bei Freudenberg. Umverlegungen und starke Einschränkungen in den Nebenbetrieben". Aus Heidelberg wird berichtet in "Studenten gegen AStA. Schwere Niederlagen für SPD-Politik an der Uni".

Aus Bremen wird berichtet von der Vulkan Werft (vgl. 2.11.1973) und veröffentlicht die "Kritik einer Schülerin" an den vielen Fremdwörtern.

Aus Hamburg wird berichtet von der GEW-Haupotversammlung (vgl. Okt. 1973) und von der Chile-Demonstration (vgl. 17.11.1973). Berichtet wird auch:"
Hamburg. der Vertrauensleutekörper von Demag-Conz verabschiedete eine Solidaritätsresolution mit dem chilenischen Volk. Zugleich wurde zu Spenden für das chilenische Volk aufgerufen."

Aus Hessen wird berichtet über die neue OAG Wetzlar (vgl. 10.11.1973).

Aus Niedersachsen wird berichtet aus Göttingen aus dem IGM-Bereich (vgl. 12.11.1973), u.a. von Zeiss (vgl. 7.11.1973) und der IGM-Jugend (vgl. 6.11.1973), und von der GEW-Mitgliederversammlung (vgl. 24.10.1973), aus Hannover von Hanomag und vom Fuhramt bzw. den Stadtwerken und der Stadtverwaltung.

Aus NRW wird berichtet aus Bielefeld über die Initiative für eine Kommunistische Gruppe Bielefeld und aus dem IGM-Bereich über die IGM-Jugendgruppe Anker, in der auch die KPD/ML tätig ist. Aus Bonn wird berichtet vom Urteil gegen Uli Kranzusch (vgl. 14.11.1973), aus Dortmund über die KPD, aus Köln über Kurzarbeit bei Ford.

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet von der landesweiten Demonstration gegen Jugendvertreterentlassungen (vgl. 10.11.1973) in Ludwigshafen sowie:"
Mainz. Die Betriebsjugendgruppe der IGM bei Linde, Mainz-Kostheim, fordert: Anhebung der Lehrlingslöhne ans 3. Lehrjahr, 250 DM mehr für alle, Übernahme aller Sozialabgaben durch den Unternehmer".

Aus dem Saarland wird berichtet aus dem Bergbau, wo der KABD aktiv ist.

Verkaufsstatistiken dieser Ausgabe (vgl. 22.11.1973) lagen uns bisher vor (in Klammern Zahl der mindestens verkauften Exemplare) aus:
- Baden-Württemberg aus Bruchsal (85), Hockenheim/Schwetzingen (84),
Karlsruhe (415) und Waiblingen (239);
- Berlin (2 263) und Hamburg (2 069);
- Hessen aus Eschwege (55) und Frankfurt (2 200);
- Niedersachsen aus Celle (57 geliefert), Göttingen (1 775), Hameln (75), Hannover (554), Helmstedt (70), Hildesheim (700), Oldenburg (165), Osnabrück (460) und Wolfsburg (329);
- NRW aus Detmold (20 geliefert), Hamm (195) und Krefeld (120) und dem Ruhrgebiet (1 357);
- Rheinland-Pfalz aus Ludwigshafen (204); und
- aus Schleswig-Holstein aus Kiel (660).

Beilagen wurden uns bekannt für Heidelberg / Wiesloch.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 7, Mannheim 22.11.1973; Schulkampf Nr. 2, Göttingen 12.2.1974, S. 9f;Sozialistische Perspektive Nr. 8, Braunschweig 28.1.1974

05.12.1973:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 8 (vgl. 22.11.1973, 19.12.1973) in einer Auflage von 35 000 Ex. heraus.

Es erscheint der Artikel von M. F. (Martin Fochler): "Der Kampf in der Bundeswehr". In "Verstärkte Militarisierung. 'Neue Wehrstruktur' der Bundeswehr vom Bundeskabinett verabschiedet" wird berichtet von der 18. Kommandeurstagung der Bundeswehr.

U.a. heißt es:"
Die gegenwärtige Hetze gegen die Araber ist ein erneuter Versuch der Imperialisten, die Arbeiterklasse und das Volk zu verwirren, um es wehrlos gegen die verschärfte Ausbeutung und Unterdrückung zu machen und einen Sündenbock für die unvermeidlichen Krisen des Kapitalismus und die gegenwärtige politische Krise des Imperialismus zu finden."

Die KBW-Reisegruppe berichtet aus der VR China über die Pekinger Mittelschule Nr.35. Diesen Artikel verbreitet auch die Kommunistische Schülerfront (KSF - vgl. 28.1.1974) Göttingen.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von der IG Metall im Norden und durch die Zelle Mecano Heidelberg aus der örtlichen IG Metall über die Jugendvertretungen bei Schmitthelm, Daimler-Benz, Schnellpresse und Mecano-Bundy, die sich alle für eine Forderung von 250 DM für alle eingesetzt hätten, was den IGM OJA aber nicht hinderte, nur 170 DM zu fordern. Aus Mannheim wird berichtet von der Griechenlanddemonstration (vgl. 24.11.1973) und auch von der Post (vgl. 5.11.1973), allerdings durch die Zelle Sparkasse/Justiz/Post der OG Heidelberg. Eingegangen wird auch auf die ÖTV Betriebsräte im KV Heidelberg und die DGB Jugendgruppen Schwäbisch Hall und Öhringen.

In Freiburg, wo der KBW seine Betriebszeitungen unter dem Titel 'Klassenkampf' herausgibt, gab es 7 Ausschlussdrohungen aus der IG Metall (IGM) Verwaltungsstelle bzw. Reverse aufgrund der Unvereinbarkeitsbeschlüsse (UVB). Einer traf einen Jugendvertreter bei Kromer (Mitglied des IGM OJA) und jetzt bei Intermetall entlassen, 6 Verfahren gab es bei Blessing in Waldkirch, wo der KJB Freiburg/Waldkirch seinen 'Roten Wecker' herausgibt. Solidarisch mit den Ausgeschlossen hätten sich erklärt: die DPG Jugend Freiburg, die DGB Jugend Waldkirch, die IG BSE Jugend Freiburg, die IG DruPa Jugend Freiburg und der IGM Ortsverein Emmendingen. Der Artikel lag uns auch als Zuschrift an die Redaktion vor.

Aus Berlin wird berichtet von den Griechenlanddemonstrationen (vgl. 18.11.1973).

Aus Bremen wird berichtet von der Griechenlanddemonstration (vgl. 20.11.1973) und aus der IG Metall (IGM - vgl. 7.11.1973).

Aus Hamburg wird berichtet von den Griechenlanddemonstrationen (vgl. 20.11.1973) und aus der GEW (vgl. 28.11.1973). Aus der IG Chemie (CPK) wird berichtet von Reichhold (vgl. 26.11.1973). Aus dem Druckbereich wird berichtet von Gruner und Jahr (G+J) (vgl. 26.11.1973). Aus der ÖTV wird berichtet vom Arbeitskreis Gesundheitspolitik (AKGP), in dem neben der DKP auch die Zelle Gesundheitswesen der Berufstätigensektion der SSG arbeitet.

Aus Hamburg wird berichtet von den Griechenlanddemonstrationen (vgl. 20.11.1973) und aus der GEW (vgl. 28.11.1973). Aus der IG Chemie (CPK) wird berichtet von Reichhold (vgl. 26.11.1973). Aus dem Druckbereich wird berichtet von Gruner und Jahr (G+J) über den Abbau von Sozialleistungen. Aus der ÖTV wird berichtet vom Arbeitskreis Gesundheitspolitik (AKGP), in dem neben der DKP auch die Zelle Gesundheitswesen der Berufstätigensektion der SSG arbeitet.

Aus Hamburg wird aus dem Druckbereich berichtet von Bauer über die Teuerungszulage (TZL):"
Bauer Druck 250 DM Zulage

Hamburg. 250 DM brutto für alle ist das Ergebnis der Lohnauseinandersetzung bei Bauer Hamburg. Zu diesem Ergebnis ist es gekommen, nachdem die Kollegen, die anfänglich 504 DM einmalig und dann 50 Pfennig mehr in der Stunde für alle gefordert hatten, sich auf den Betriebsrat verlassen und damit die selbständige Kraft aufgegeben haben. Der Betriebsrat, der sowieso, wie auch den Kollegen bekannt war, eng mit der Geschäftsleitung zusammenarbeitet, hat der Verzögerungs- und Hinhaltetaktik der Geschäftsleitung zugestimmt. So konnte die anfängliche Kampfbereitschaft überlagert werden.

Aber dennoch: das Ergebnis, selbst wenn es nicht das ist, was die Kollegen gefordert haben, ist nicht durch das Verhandlungsgeschick des Betriebsrates erreicht worden, sondern weil es für die Geschäftsleitung günstiger war, etwas zu zahlen, als eine noch größere Unruhe in Kauf zu nehmen."

Aus Hamburg wird aus dem Druckbereich auch berichtet von Sülter (vgl. 10.10.1973):"
Berichtigung

In der KVZ Nr. 4 wurde berichtet, daß bei Sülter-Druck Hamburg 100 Kollegen gestreikt hätten. Das ist nicht richtig. Im Betrieb wurde eine Teuerungszulage gefordert und eine Unterschriftensammlung dazu gemacht. Die vorhandene Kampfbereitschaft wurde irrtümlich an die Redaktion bei der telefonischen Benachrichtigung als schon stattgefundener Streik wiedergegeben."

Aus Hessen berichtet die Zelle Post der OAG Wiesbaden aus dem ÖTV KV und den Betriebsgruppen und Betriebsjugendgruppen der ÖTV beim Schulamt und Jugendamt der Stadtverwaltung, sowie von der Auflösung von Gewerkschaftsjugendgruppen der DPG (vgl. 26.11.1973) und IG Chemie (vgl. 29.11.1973). Die OAG machte eine Nahostveranstaltung (vgl. 23.11.1973). Sowohl in Frankfurt (vgl. 17.11.1973, 20.11.1973) als auch in Offenbach (vgl. 24.11.1973) und Wiesbaden (vgl. 24.11.1973) gab es Griechenlanddemonstrationen. Von der OG Frankfurt befaßt sich die Aufbauzelle (AZ) Nordend/Bornheim mit dem Zentralen Mieterrat der ABG und Hellerhof AG und der darin tätigen DKP. Aus Hessisch Lichtenau wird berichtet von Soldaten der 1./2 in der Blücherkaserne.

Aus Niedersachsen wird berichtet von der Griechenlanddemonstration in Hannover (vgl. 23.11.1973), vom Truppenübungsplatz Bergen-Hohne und aus Mörsen im Kreis Hoya (heute Kreis Diepholz). Aus Braunschweig wird berichtet von der TU (vgl. 14.11.1973). Aus Bückeburg wird berichtet von der Heeresfliegerwaffenschule (HFlgWaS) der Bundeswehr. Aus Gifhorn berichtet die Betriebszelle Teves (4 000 Besch.) in "ITT verklagt Arbeiter auf 50 000 DM" über die Folgen des wilden Streiks. Aus Göttingen wird berichtet aus der IG Metall (IGM) (vgl. 26.11.1973). Aus Osnabrück kommt ein Leserbrief, berichtet wird aus dem DruPa Ortsverein (DP OV).

Aus NRW wird berichtet von der Ruhruniversität (RUB) Bochum. Aus Köln wird berichtet von der Iran- (vgl. 1.12.1973) und der Griechenlanddemonstration (vgl. 24.11.1973).

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet aus Ludwigshafen aus dem öffentlichen Dienst (ÖD - vgl. 28.11.1973) und von dem geplanten AKW der BASF. Die Ortsaufbaugruppe (OAG) Speyer berichtet aus der papierverarbeitenden Industrie im IG DruPa (DP) Bezirk Speyer. Aus Lahnstein bei Koblenz wird berichtet aus der dritten Batterie des Panzer Artillerie Bataillons 155 (3./PzArtlBtl 155) der Bundeswehr in der Deines-Bruchmüller Kaserne.

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet aus Itzehoe von Gruner und Jahr (G+J - vgl. 26.11.1973) und dem Heeresfliegerbataillon 6 (HFlgBtl 6).

Verkaufsstatistiken dieser Ausgabe (vgl. 5.12.1973) lagen uns bisher vor (in Klammern Zahl der mindestens verkauften Exemplare) aus:
- Baden-Württemberg aus Bruchsal (102), Karlsruhe (435) und Waiblingen (227);
- Bayern aus München (489);
- Hamburg (2 402);
- Hessen aus Frankfurt (2 150) und Offenbach (213);
- Niedersachsen aus Celle (50 geliefert), Göttingen (1 800), Hannover (601), Helmstedt (66), Hildesheim (650), Oldenburg (180) und Wolfsburg (406);
- NRW aus Detmold (20 geliefert), Hamm (210) und dem Ruhrgebiet (1 218); und
- aus Schleswig-Holstein aus Kiel (670).

Beilagen wurden uns bekannt für Heidelberg / Wiesloch.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 8, Mannheim 5.12.1973; Schulkampf Nr. 1, Göttingen Jan. 1974, S. 13ff;B. H.: Freiburg: 7 Metaller sollen Unvereinbarkeitsbeschluß unterschreiben!, O. O. o. J. (1973)

19.12.1973:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 5.12.1973, 9.1.1974) Nr. 9 heraus.

Berichtet wird über die Gründung der Gesellschaft für deutsch-chinesische Freundschaft (GDCF - vgl. 2.12.1973).

Ein Leserbrief befasst sich mit der Lebensmittelvernichtung und der Hungersnot in Äthiopien.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet vom Sicherheitsplan (vgl. 4.12.1973), Protest gegen die Notstandsmaßnahmen (vgl. 8.12.1973) in Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim, Stuttgart und Wiesloch. Aus Heidelberg wird berichtet in "'Energieversorgung'. Aushang am Schwarzen Brett bei Harvester" von der Ölkrise. Berichtet wird auch von SMW Walldorf (vgl. 17.12.1973). Aus Waiblingen wird in "Überstunden verweigert. Es war kalt, die Kollegen gingen nach Haus" berichtet von H+K. Berichtet wird aus der GEW Freiburg (vgl. 29.11.1973).

Aus Bayern wird berichtet aus München vom Protest gegen die Notstandsmaßnahmen (vgl. 8.12.1973) und vom RAF-Prozeß gegen Rolf Pohle.

Aus Berlin wird berichtet vom Protest gegen die Notstandsmaßnahmen (vgl. 8.12.1973), vom Antrag auf Verbot des KSV der KPD (vgl. 4.12.1973), von den Berufsverboten über die Personalversammlung der Referendare (vgl. 4.12.1973) und von der Demonstration (vgl. 15.12.1973).

Aus Bremen wird berichtet über "Bleiarbeit bei Hanomag", vom Protest gegen die Notstandsmaßnahmen (vgl. 8.12.1973), von der Fraktion im KBW (vgl. 30.11.1973) und durch die Betriebszelle Vulkan sowie E. R. vom Ständigen Ausschuss aus Lemwerder (vgl. 14.11.1973).

Aus Hamburg wird berichtet vom Protest gegen die Notstandsmaßnahmen (vgl. 1.12.1973, 8.12.1973, 14.12.1973). Aus Hamburg wird auch berichtet von Auerdruck:"
Chilenischer Arbeiter entlassen

Bei Auer-Druck, einem SPD-eigenen Betrieb, wurde einem chilenischen Kollegen zum 31.12.1973 gekündigt. Die Ausländerbehörde will seine Aufenthaltsgenehmigung nur verlängern, wenn er einen Arbeitsvertrag über ein Jahr vorweisen kann. Wenn der Chilene nach Chile zurückkehrt, ist zu erwarten, daß er ins Gefängnis kommt, denn er hat hier den Kampf des chilenischen Volks gegen das Terrorregime in Chile unterstützt. Über den Fall wurde im Fernsehen des Norddeutschen Rundfunks berichtet. Ebenso wie die SPD-FDP-Regierung einen Verfassungsschutzmann nach Chile geschickt hat, damit keine aktiven linken Kräfte als Flüchtlinge in die BRD kommen, so wird jetzt von SPD-Managern einem fortschrittlichen Chilenen gekündigt, so daß er abgeschoben werden kann."

Aus Hessen wird berichtet vom Protest gegen die Notstandsmaßnahmen (vgl. 8.12.1973) in Frankfurt, Kassel, Offenbach, Wetzlar und Wiesbaden.

Aus Niedersachen wird berichtet von der DGB Landesbezirksjugendkonferenz (vgl. 24.11.1973), von VW Braunschweig über "Zwangsurlaub" bzw. die Betriebsversammlung und vom Protest gegen die Notstandsmaßnahmen (vgl. 8.12.1973) in Braunschweig, Clausthal-Zellerfeld, Göttingen, Hildesheim, Oldenburg, Osnabrück und Wilhelmshaven. Aus Göttingen wird berichtet von der Iran-Veranstaltung (vgl. 7.12.1973), aus Osnabrück berichtet über "Entlassungen bei Klöckner" bzw. von der Betriebsversammlung (vgl. 26.11.1973). Aus dem Emsland wird berichtet über "Widerstand gegen Militäreinrichtungen" u.a. in Nordhorn-Range, Schepsdorf-Lohne, Lingen und Meppen. Es äußert sich auch ein "Braunschweiger Siemens-Arbeiter über Chile".

Es erfolgt eine Berichtigung:"
Göttingen. Bei Sartorius wurden nicht - wie in KVZ Nr. 8 berichtet - 240 DM, sondern 150 DM mehr für alle gefordert."

Aus NRW wird berichtet aus Bochum aus dem IGM-Bereich von Opel (vgl. 7.11.1973, 18.12.1973), aus Köln über Kurzarbeit bei Ford, sowie vom Protest gegen die Notstandsmaßnahmen (vgl. 8.12.1973) in Dortmund, Hamm, Köln, Krefeld, Münster und Paderborn.

Aus dem Saarland wird berichtet in "Nach 28 Jahren: Verfahren gegen Kommunisten Klein wieder aufgenommen" wegen Mord an einem Polizisten.

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet aus Kiel vom Protest gegen die Notstandsmaßnahmen (vgl. 8.12.1973).

Verkaufsstatistiken dieser Ausgabe (vgl. 19.12.1973) lagen uns bisher vor (in Klammern Zahl der mindestens verkauften Exemplare) aus:
- Baden-Württemberg aus Bruchsal (90) und Karlsruhe (405);
- Bayern aus München (488);
- Hessen aus Frankfurt (ca. 1 950) und Offenbach (225);
- Niedersachsen aus Celle und Bomlitz bei Walsrode (250 geliefert), Göttingen (1 800), Hameln (105), Hannover (500), Helmstedt (120), Hildesheim (650), Oldenburg (161), Osnabrück (395) und Wolfsburg (361); und aus NRW aus Detmold (30 geliefert) und Hamm (250).

Ortsbeilagen zu dieser 'KVZ' wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg / Wiesloch und Mannheim;
- aus Bremen und Hamburg.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 9, Mannheim 19.12.1973

16.12.1973:
Für den KBW (vgl. 23.1.1974) berichtet die Leitung des Sozialistischen Aktionskreises (SAK) Helmstedt über die SJD:"
Falken spalten Aktionseinheit. Falken arbeiten dem Ordnungsamt in die Hände

Helmstedt. Am 16.12.73 wurde das Komitee 'Kampf der politischen Unterdrückung' gegründet. Anlaß dafür waren die Unterdrückungsmaßnahmen des Ordnungsamtes Helmstedt, das seit Februar 1973 das verteilen von Flugblättern genehmigungspflichtig machte und alle politischen Gruppen, die sich dieser Genehmigungspflicht nicht beugten, strafrechtlich verfolgen ließ. Das Ordnungsamt stützt sich dabei auf den § 18 des Niedersächsischen Straßengesetzes. Mit den Maßnahmen des Ordnungsamtes soll die Verbreitung fortschrittlicher Meinungen und der kommunistischen Propaganda in der Arbeiterklasse und den anderen Lohnabhängigen unterdrückt werden. Das ist für die Kapitalisten und ihren Staat gerade für die jetzigen Tarifverhandlungen wichtig, in denen ein Reallohnabbau durchgesetzt werden soll. der Sozialistische Aktionskreis schreibt:
'Mit Ausnahme der 'Falken', die eine Bedenkzeit forderten, nahmen alle anwesenden Vertreter die Plattform an. Die 'Falken' erklärten jedoch einen Tag später, daß man keine Aktionseinheit mit Gruppierungen wie Gruppe rot Fahne (KPD, d. f.), KPD/ML, Liga gegen den Imperialismus und KBW eingehen könne, da diese Gruppierungen die Politik der 'Thälmann-KPD' verfolgen würden. Diese Politik führe aber, so sagten sie, zu einer Verwirrung der Arbeiterklasse. Dies bedeutet eine klare Spaltung der Aktionseinheit durch die 'Falken', denn in dieser Aktionseinheit ging es darum, ein eng eingegrenztes Ziel zu erreichen und nicht darum, sich auf die Linie der einen oder anderen Organisation zu stellen.

Aber gerade an diesem Spaltungsmanöver kann man erkennen, welche politische Linie die 'Sozialistische Jugend Deutschlands' im Grund verfolgt.

Unter dem Decknamen 'sozialistisch' versuchen sie bewußt und im Auftrage der Bourgeoisie rechtsopportunistische Strömungen in die Arbeiterbewegung hineinzutragen. Der Sozialistische Aktionskreis Helmstedt, der in Kürze einen Aufnahmeantrag an den Kommunistischen Bund Westdeutschland stellen wird, propagiert weiterhin eine breite Aktionseinheit. Er wird allen linkssektiererischen und rechtsopportunistischen Spaltungsversuchen entgegentreten.

Der Sozialistische Aktionskreis Helmstedt fordert den Ortsverband der 'Falken' auf, diesem spalterischen Beschluß ihres höchsten Gremiums nicht zu folgen. Gleichzeitig fordert der Sozialistische Aktionskreis die Jusos, die Jungdemokraten, die Junge Union, die DKP und die Gewerkschaftsjugend auf, sich der Aktion anzuschließen."
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 2, Mannheim 23.1.1974, S. 15

Januar 1974:
Der KBW (vgl. 23.1.1974) berichtet:"
Ordnungsamt droht

Hildesheim. Um den KVZ-Verkauf, der kein Gewerbe ist, zu stören, schickte das Hildesheimer Ordnungsamt einen Brief, der folgende Sätze enthielt:
'Nach § 184 der Gewerbeordnung wird mit Geldstrafe bis 150,- und im Unvermögensfall mit Haft bis zu vier Wochen bestraft, wer ein Reisegewerbe ohne die erforderliche Reisegewerbekarte ausübt. Es dürfte nach alledem in ihrem eigenen Interesse (gemeint ist der Sekretär der Ortsleitung) liegen, die gesetzlichen Vorschriften in Zukunft zu beachten.'

Hildesheim. Die Hildesheimer Polizisten Trauvetter und Rosentreter beschlagnahmten beim Stadtverkauf der KVZ eine Stelltafel. Mit der Begründung, eine Stelltafel sei Werbung und Werbung sei ohne Anmeldung verboten, irrten Trauvetter und Rosentreter mit der Stelltafel unter dem Arm durch die Stadt. Sie machten damit Werbung für Polizeischikanen und ernteten Empörung von seiten der Bevölkerung."
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 2, Mannheim 23.1.1974, S. 15

07.01.1974:
Der KBW (vgl. 23.1.1974) berichtet:"
Einschüchterungsversuch

Norden/Emden. Am Montag, den 7.1.74 verteilten Mitglieder der Initiative Kommunistische Gruppe Norden / Emden vor dem VW-Werk in Emden ein Flugblatt zur Tarifrunde, in dem lineare Lohnforderungen den Prozentforderungen entgegengehalten wurden. Ein Werkschützer notierte sich die Autonummern eines Verteilergenossen. Einen Tag später kreuzte ein Mensch bei den Eltern des Genossen, der die Flugblätter unterzeichnet hatte und dem das Auto gehörte, auf. Da der Genosse nicht zu Hause war, konnte der Typ die Eltern des genossen ungestört einschüchtern. Er behauptete unter anderem, daß unsere Flugblätter verfassungswidrig wären und daß die Arbeiter durch diese Flugblätter verhetzt würden. Außerdem deutete r dem Vater, der bei VW arbeitet, an, er könne wohl Schwierigkeiten im Betrieb durch die Tätigkeit seines Sohnes bekommen. ob dieser Kerl vom Verfassungsschutz, von der Kriminalpolizei oder von den VW-Kapitalisten geschickt wurde, konnte noch nicht herausgekriegt werden. fest steht, daß dieser hinterhältige Erpressungsversuch gegenüber den Eltern des Genossen einzig und allein dazu diente, die politische Arbeit des Genossen zu unterbinden!"
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 2, Mannheim 23.1.1974, S. 15

09.01.1974:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 1 (vgl. 19.12.1973, 23.1.1974) heraus, die am 6.1.1974 fertiggestellt wurde. Die Auflage beträgt 35 000.

Berichtet wird im Leitartikel über "Neue Schikanen der Regierung" sowie u.a. aus Großbritannien (vgl. 4.1.1974), über deutsche Polizisten in der Türkei (vgl. 3.10.1973), aus Angola (vgl. 22.11.1973), über Spanien, von Bundeskanzler Willy Brandt (vgl. 27.12.1973), der Konzertierten Aktion (vgl. 17.12.1973, 10.1.1974), DGB-Vetter (vgl. 19.12.1973), den Tarifrunden in Metall und ÖD (vgl. 22.12.1973, 28.12.1973), dem Jugendvertretergesetz (vgl. 6.12.1973), von den TV- und Rundfunkgebühren (vgl. 1.1.1974) und den Postgebühren (vgl. 19.12.1973, 25.1.1974).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet über die 8 Lehrer-Nichteinstellungen (vgl. 17.12.1973) und den Kampf der Eltern gegen zu große Klassen, wobei die Beispiele stets aus Mannheim stammen, aus Heidelberg über drei Relegationen an der Universität (vgl. 17.12.1973), über die KVZ-Verkaufsbehinderungen in Bruchsal (vgl. 19.12.1973), die Spaniendemonstration in Weinheim (vgl. 5.21.1974), die Zellen der OG Mannheim im ÖD berichten über die ÖTV Jugend in Mannheim (vgl. 10.12.1973), dargestellt wird die Beteiligung einer Tochterfirma der Neuen Heimat am Bauskandal um das Mannheimer Collini-Center. Eingegangen wird auf eine IG Metall Mitgliederversammlung in Freiburg (vgl. 30.11.1973) und aus dem Hochschwarzwald über die geplante Autobahn Freiburg - Donaueschingen (vgl. Dez. 1973).

Aus Berlin wird berichtet in "Das Wohnrecht ist erkämpft. Jetzt geht der Kampf um die politische Nutzung des Georg-von-Rauch-Hauses".

Aus Bremen wird berichtet aus der GdED-Jugend (vgl. 18.12.1973), vom Schulkampf in Huchting (vgl. 10.1.1974), von Nordmende über die Jugendvertreterentlassung gegen Herbert Bannas und vom Sozialamt (vgl. 27.12.1973). Dokumentiert wird in "Folterkammern in Gefängnissen?" ein Offener Brief der Initiativgruppe Reform des Strafvollzugs Bremen.

Aus Hamburg wird berichtet aus dem Berufsgrundbildungsjahr (vgl. 10.12.1973), über die Vietnamsammlung (vgl. 24.12.1973), durch die Zelle Gesundheit vom Allgemeinen Krankenhaus Heidberg, aus dem DP-Bereich von Auerdruck (vgl. 3.12.1973, 17.12.1973) und auch:"
Streikbereitschaft abgefragt. Gesinnungsschnüffelei bei Facharbeiterprüfungen

Einer meiner älteren Kollegen, die jetzt ihre Facharbeiterprüfung nach drei Jahren Lehre ablegen müssen, hat mir nach einer Prüfung den Fragebogen für das Fach Politik gegeben Abdruck nebenstehend)."

Der Hamburger Altkommunist L. äußert sich in "Die Deern hat doch recht" zum Leserbrief der Schülerin wegen der Fremdworte in der KVZ Nr. 7. Berichtet wird auch:"
Schulsenator Apel (SPD): Wo es noch nie Rechte gegeben hat, kann man doch nicht von Entrechtung sprechen

Hamburg. Auf seinem Werbefeldzug für die im Herbst anstehenden Bürgerschaftswahlen sprach der Schulsenator Apel (SPD) vor Eltern und Schülern in Altona.

Die Eltern beklagten sich, daß an den Schulen der Unterricht tagelang ausgefallen ist, in einem fall 5 Tage hintereinander. Die Kinder würden zeitweilig nicht ausgebildet, sondern nur beschäftigt. Der Senator warf den Eltern vor, sie würden lügen. Aber die Eltern brachten Beweise. Einige meinten, Apel müsse doch bescheid wissen, sie hätten ihm mehrfach geschrieben. Apel versuchte abzulenken, auf die Wahlbroschüre 'Schulreform in Hamburg'.

Die Eltern wandten sich daraufhin gegen das Schulverwaltungsgesetz (SVG, d. Vf.), das von Apel durchgezogen wird. Es verstärkte die Entrechtung für Eltern, Lehrer und Schüler. Apel stellte dazu fest: 'Wo es noch nie Rechte gegeben hat, kann man doch nicht von Entrechtung sprechen.'"

Aus Hessen wird unter dem Titel "BRD-Ölimperialisten" berichtet von den Investitionen der Hoechst AG Frankfurt in Portugal (vgl. 22.11.1973).
In "Einreiseverbote für iranische Studenten" wird zur heutigen Demonstration dagegen in Frankfurt aufgerufen und die Erklärung der CISNU dazu dokumentiert.
Aus Frankfurt wird auch berichtet vom Streik in den KITAS (vgl. 19.12.1973). Aus Wiesbaden wird von der Tarifrunde in der HBV berichtet (vgl. 4.1.1974). Aus Wetzlar wird berichtet von Übungen in der 3./Panzergrenadierbataillon 133.

Aus Niedersachsen wird berichtet vom Niedersächsischen Schulgesetz (NSG), aus Braunschweig vom Nahverkehr (vgl. 7.1.1974) sowie aus der Husarenkaserne vom Manöver 'Bellende Meute' (vgl. 28.11.1973), aus Eschershausen, Kreis Holzminden aus dem BSE-Bereich von der Deutschen Naturasphalt (vgl. 22.11.1973), aus Göttingen "Polizeipropaganda raus!" von der Riehl-Schule (vgl. 6.1.1974), aus Helmstedt von den Braunschweigischen Kohle-Bergwerken (BKB, BE-Bereich - vgl. 15.11.1973, Dez. 1973), aus Hildesheim aus dem IGM-Bereich von Blaupunkt (vgl. 17.12.1973) und aus Wolfsburg aus dem IGM-Bereich von VW (vgl. 17.12.1973).

Aus NRW wird berichtet aus Essen aus dem BE-Bereich von der Zeche Emil Fritz (vgl. 15.12.1973), aus Köln von der Verhaftung von fortschrittlichen Türken (vgl. 17.12.1973) und aus Hamm und Mönchengladbach von Repressionen gegen den 'KVZ'-Verkauf (vgl. 22.12.1973).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von den Diäten im Landtag (vgl. 4.12.1973), aus Ellerau von Pastor Gallmeier und aus Kiel von der Universität vom "Kampf für das politische Mandat".

Spenden für den KBW gingen vom 15.12.1973 bis 4.1.1974 u.a. ein aus:
- Baden-Württemberg von TH.D. und W.V. aus Karlsruhe, dem Buchladen, der Institutsgruppe Mathematik/Physik und der OG Heidelberg, und von D.St. aus Eppelheim.

Verkaufsstatistiken dieser Ausgabe (vgl. 9.1.1974) lagen uns bisher vor (in Klammern Anzahl der mindestens verkauften Exemplare) aus:
- Baden-Württemberg aus Bruchsal (85);
- Hessen aus Offenbach (174);
- Niedersachsen aus Göttingen (1 742), Hameln (150), Hildesheim (700), Osnabrück (485) und Wolfsburg (303);
- NRW aus Paderborn (146).

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Heidelberg.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 1, Mannheim 9.1.1974

23.01.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 9.1.1974, 6.2.1974) Nr. 2 heraus, in der er sich u.a. mit der GEW befaßt (vgl. 24.1.1974) und u.a. aus Spanien berichtet.

Von Joscha Schmierer stammt der Artikel "Gegen die Ausplünderung durch den Staat. Die Forderungen der Arbeiterklasse zur Steuer".

Aus Augsburg bzw. Stadtbergen wird berichtet über "Schikanen der US-Armee".

Aus Berlin wird berichtet von der Solidarität mit Salvador Puig in Spanien (vgl. 13.1.1974).

Aus Bremen wird berichtet von BWM über "Schleichende Entlassungen", von Hanomag über die Kurzarbeit (vgl. 21.1.1974) und vom VBBL bzw. der GEW (vgl. 27.11.1973), aber auch vom Frister-Besuch (vgl. Jan. 1974).

Aus Hamburg wird berichtet von den Seeleuten (vgl. 10.1.1974), von einer SPD-Veranstaltung (vgl. 14.1.1974), aus der GEW vom Unvereinbarkeitsbeschluss (UVB - vgl. 15.1.1974) und von Hanomag Harburg über "Kurzarbeit und Umlagerung". Berichtet wird auch aus der CPK vom UVB: "Die IG Chemie schloß in Hamburg drei Vertrauensleute von Texaco aus der Gewerkschaft aus. Einer von ihnen wurde darauf sofort von der Geschäftsleitung gekündigt. Mit dieser Hinaussäuberung der Fortschrittlichsten versucht die Gewerkschaft ihre Politik gegenüber den Kollegen durchzusetzen."

Berichtet wird auch von HDW Hamburg:"
IGM-Reverse

4 Mitglieder der Jugendvertretung der Howaldt Deutsche Werft (HDW), Hamburg, sind Anfang des Jahres von der IG Metall-Ortsverwaltung Hamburg aufgefordert worden, sich schriftlich von 'linksextremistischen Organisationen' zu distanzieren. Diese Jugendvertretung ist im Oktober 1973 gegen den Willen der IGM-Führung und SPD-Betriebsrat gewählt worden. jetzt wird ihr Gewerkschaftsausschluß vorbereitet. Zur Zeit werden unter den in der IG Metall organisierten Lehrlingen auf der HDW Hamburg Unterschriften gegen die drohenden Ausschlüsse gesammelt."

Berichtet wird auch von der Postzelle aus der DPG Hamburg von der ÖDTR:"
Post. Gegen Verzögerung

Hamburg. Über das 7,5 %-Angebot des Bundespotministeriums gibt es eine starke Empörung in den Ämtern. Die Führung der Postgewerkschaft ist jedoch bisher auf keiner Ebene darangegangen, den Kampf zu organisieren. Obwohl viele Kollegen noch darauf warten, daß vom Vorstand etwas unternommen wird, wird über den Warnstreik der Frankfurter Kollegen breit diskutiert. Die Bereitschaft, auch in Hamburg zu kämpfen, ist vorhanden. In einzelnen Ämtern gibt es bereits selbständige Initiativen: Unterschriftensammlungen etc., mit denen das Angebot des Bundespostministeriums abgelehnt wird und Mitgliederversammlungen gefordert werden, um dort schnellstens gemeinsame Kampfmaßnahmen zu beschließen und durchzuführen. 'Wenn es sein muß, auch gegen den Willen der Gewerkschaftsführung' - heißt es in einer Resolution."

Aus Hessen wird berichtet aus Frankfurt vom Weltkongreß der CISNU Iran (vgl. 9.1.1974, 12.1.1974) sowie aus Hessisch-Lichtenau aus der Blücherkaserne über "Neue Schikanen im Panzeraufklärungsbataillon 2".

Aus Niedersachsen wird berichtet von den Berufsverboten (vgl. Jan. 1974), aus Göttingen von Alcan (vgl. 7.1.1974), von VW Emden (vgl. 7.1.1974), aus Helmstedt (vgl. 16.12.1973), aus Hildesheim über Repressalien gegen den 'KVZ'-Verkauf (vgl. Jan. 1974) und von Senking über 400 Entlassungen, von Duni Bramsche über die Entlassung einer Betriebsrätin (vgl. 21.12.1973), vom Bombenabwurfplatz Nordhorn-Range (vgl. Jan. 1974), aus Oldenburg vom Jugendzentrum (vgl. 16.1.1974), vom Truppenübungsplatz und der Bundeswehr in Munster (vgl. Dez. 1973), von der eigenen neuen Ortsgruppe Clausthal-Zellerfeld/Seesen (vgl. 15.1.1974) in "Braunschweiger Druckindustrie: Stillegungen und Entlassungen" und von der Gruppe Kommunistischer Soldaten Braunschweig:
'30 Tote'

Zum Artikel 'Neuen Tote bei Manöver' aus KVZ 1/74 schreiben uns die Genossen der Gruppe Kommunistischer Soldaten:
'In dem 'Bericht eines Soldaten aus der Husarenkaserne Braunschweig' (wir kennen den Verfasser leider nicht) ist unseren Informationen nach (einige unserer Genossen nahmen auch an der Übung teil) die Zahl der Todesfälle nicht richtig.

Wir wissen (von einem Brigadestabsarzt, der auch an der Übung teilgenommen hat) von mindestens 14 Todesfällen, darunter sogar mehrere Erfrierungstote. Selbst diese zahl ist unseren jetzigen Informationen zufolge noch zu niedrig. Man munkelt von über 30 Todesfällen.

Wir bitten euch hiermit, dies in der nächsten KVZ zu berichtigen, damit allen Lesern klar wird, daß man uns Kameraden beim Bund 'ohne Rücksicht auf Verluste' schon jetzt auf den 'Ernstfall' vorbereiten will. Es muß der Arbeiterklasse und dem Volk klar werden, daß die Kapitalistenklasse immer noch die in die Armee hineingepreßten Arbeiterjugendlichen als Kanonenfutter benutzt. Es muß allen klar werden, daß die Kapitalisten, wenn sie ihre Macht in Gefahr sehen, nicht davor zurückschrecken werden, 'ohne Rücksicht auf Verluste' (die Verluste haben ja auch nicht sie, sondern wir einfachen Soldaten) ihre Armee gegen das eigene Volk und gegen fremde Völker richten werden.'
i. A. H., Braunschweig"

Aus NRW wird berichtet aus Köln über die KPD/ML in der IGM. G. H. vom Radbod-Kollektiv, Hamm, befasst sich mit der Bergbautarifrunde (BETR).

Über den KBW wird auf S. 15 kundgetan, er gegenwärtig 900 Mitglieder hat, davon sollen 55% Arbeiter und Angestellte sein, 15% sollen Berufe ausüben, die eine Hochschulbildung voraussetzen, 25% sind Studenten, 5% Schüler.

Verkaufsstatistiken dieser Ausgabe (vgl. 23.1.1974) lagen uns bisher vor (in Klammern Anzahl der mindestens verkauften Exemplare) aus:
- Niedersachsen aus Hameln (240 bestellt).
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 2, Mannheim 23.1.1974

31.01.1974:
Der KBW (vgl. 6.3.1974) berichtet:"
Am 31.1.1974 fanden vor dem Landgericht Oldenburg Hauptverhandlungen statt gegen:

1. den 20 bis 30 mal vorbestraften Fuhrunternehmer XY, der durch Heizölverdieselung und Steuerhinterziehung einen Schaden von 220 000 DM verursacht haben soll und deswegen zu einem Jahr Freiheitsstrafe zur Bewährung - Auflage: 5 000 DM Geldbuße - und 25 000 DM Geldstrafe verurteilt wurde - Aktenzeichen 10 Kls 20/73;

2. den in seinem Beruf arbeitsunfähigen 14 mal vorbestraften Kfz.-Mechaniker XY, der durch vollendeten und versuchten Betrug einen Schaden von knapp 13 000 DM - davon 3 600 DM nur versucht - verursacht haben soll und deswegen zu dreieinhalb Jahren Freiheitsstrafe - natürlich ohne Bewährung - verurteilt wurde (der SPD-Ratsherr Detlef Prellwitz hatte als Staatsanwalt fünf Jahre Freiheitsstrafe beantragt) - Aktenzeichen: 12 Kl 4/72.

aus: Braune Blätter, Oldenburg"
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 5, Mannheim 6.3.1974, S. 11

06.02.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 23.1.1974, 20.2.1974) Nr. 3 heraus. Es wird auch auf die drohende Arbeitslosigkeit eingegangen.

Berichtet wird u.a. über Spanien und den Medizin-Kongreß der KPD (vgl. 19.1.1974).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet aus Mannheim aus dem IGM-Bereich von MWM (vgl. Jan. 1974) und aus dem ÖD aus Tübingen (vgl. 1.2.1974).

Aus Bayern wird berichtet aus München von der Post (vgl. 29.1.1974) sowie aus der DruPa (vgl. Dez. 1973).

Aus Berlin wird berichtet von der ÖDTR bei der BVG (vgl. 24.1.1974) und der Post (vgl. 5.2.1974) sowie in "Berliner Drucker: Wir brauchen eine wirkliche Lohnerhöhung" aus der Drupa von den sechs Bezirksversammlungen.

Aus Bremen wird berichtet von den Seelotsen (vgl. 24.1.1974), vom Brand im Hafen (vgl. 9.1.1974) und von einer Mieterinitiative.

Aus Hamburg wird in "Trabantenstadt für 70 000" berichtet über Billwerder-Allermöhe, über "Blutspenden für Chile" (vgl. 30.1.1974), von der ÖDTR u.a. vom TÜV (vgl. 28.1.1974), von der Post (vgl. 29.1.1974), von den Seeleuten (vgl. 10.1.1974, 30.1.1974), von der RACAG (vgl. 16.1.1974), von Hanomag über Kurzarbeit und Nebenbeschäftigungen" sowie von der Schule Osdorfer Weg, was auch in Göttingen übernommen wird von der Kommunistischen Schülerfront (KSF) Göttingen (vgl. 12.2.1974, 13.2.1974). Berichtet wird auch von der Drucktarifrunde (DTR):"
Hamburg:
Sülter-Druck: Vorweganhebung DM 1,50; DM 1, 50 mehr für alle in der Stunde. Laufzeit 10 Monate und Preisgleitklausel.
Bauer-Druck: Vertrauensleute und Betriebsrat beschließen: 25 % Vorweganhebung, DM 1,50 mehr für alle in der Stunde. Laufzeit 6 Monate."

Aus Niedersachsen wird berichtet aus Hannover von AEG Telefunken über "Rückstufung und 43 Entlassungen", aus Bützfleth von Dow Chemical, aus Emden von der Kommunistischen Schülergruppe (KSG - vgl. 21.1.1974), aus Hildesheim aus der DruPa (vgl. 19.1.1974), von VW Wolfsburg über Drohbriefe (vgl. 23.1.1974), aus dem ÖD in Wolfsburg (vgl. 25.1.1974), Braunschweig (vgl. 29.1.1974) und Hannover (vgl. 29.1.1974) und:"
Mindestens 185,- DM für alle! oder wir verhandeln selbst.

Hannover. der Vorstand des Gesamtpersonalrats der Landeshauptstadt Hannover hat ein Schreiben an die Große Tarifkommission der ÖTV gerichtet, daß die Kollegen 'erwarten, daß mindestens ein Betrag von 185,- für alle Bediensteten durchgesetzt wird. Falls diese Forderung nicht durchgesetzt wird, haben wir die Stadt Hannover im Auftrag der Kollegen aufgefordert, mit uns Gespräche zu führen.'"
Aus Afferde stellt ein DKP-Mitglied Fragen an die Führung.

Aus NRW wird berichtet aus Dortmund vom Prozeß gegen Bernd Dewe (vgl. 25.1.1974).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet aus Kiel von einer SPD-Veranstaltung (vgl. 28.1.1974) bzw. von der Post.

Ortsbeilagen (OBL) zu dieser Nummer wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Niedersachsen aus Hildesheim, wo erstmals eine OBL erstellt werden soll.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 3, Mannheim 6.2.1974; Schulkampf Nr. 2,Göttingen 12.2.1974,S.3f;Zündkerze Nr. 1, Braunschweig Feb. 1974,S.8

14.02.1974:
Der KBW (vgl. 6.3.1974) berichtet aus Bremen:"
Sturm bei Kaffee Hag

Am 14. Februar fand bei Kaffee Hag in der Abteilung 'Kaffee' eine Versammlung statt, die im Gegensatz zu bisherigen Betriebsversammlungen stürmisch verlief. Die anwesenden 250 Kollegen ließen sich nicht einschläfern. Als erstes Thema kamen die Frauenlöhne auf den Tisch, die um 1 DM unter denen der Männer liegen. 'Sie glauben wohl, für uns steigen die Preise nicht!', empörte sich eine Arbeiterin. Und eine andere deckte auf, daß die Frauen durch willkürliche Einstufung des Meisters an der gleichen Maschine unterschiedlich bezahlt werden, um die Konkurrenz und den Neid zu steigern.

Ein Arbeiter meldete sich zu Wort und berichtete, daß er wegen Krankheit keinen Lohn erhielt. Um die Empörung in den Griff zu kriegen, wurde ihm die Bezahlung sofort zugesagt. Großer Unmut wurde deutlich über die völlig fehlenden Pausenräume. Zwar stehen den Kollegen kurze Pausen zu, aber die müssen sie mitten im Lärm der Maschinen verbringen, und wenn sie eine rauchen wollen, steht nur die Toilette zur Verfügung. 'Alles schon geplant', wiegelte die Geschäftsleitung und der Betriebsrat ab. Ein ganzes Jahr soll's noch so weitergehen. Und dann wohl noch das nächste.

Nach zwei Stunden wurde die Abteilungsversammlung abgebrochen. Sie war eine gute Vorbereitung auf die im Sommer anstehende Chemie-Tarifrunde (CTR, d. Vf.), 25 % mindestens bei monatlicher Kündigung des Tarifvertrags, sagen die Kollegen. Und eine Betriebsversammlung zur Beschlußfassung der Forderungen muß her! Dort wird auch darüber diskutiert werden müssen, ob eine Prozentforderung überhaupt richtig ist. Die Kollegen werden erkennen, daß nur eine Forderung in Mark und Pfennig für alle gleich geeignet ist, die Spaltung zu überwinden und alle im Kampf zu vereinigen."
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 5, Mannheim 6.3.1974, S. 5

20.02.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 6.2.1974, 6.3.1974) Nr. 4 mit einer Auflage von 45 000 heraus.
Berichtet wird von der GEW (vgl. 6.2.1974).

Aus Österreich wird berichtet über die MLÖ und ihr Organ 'Der Funke', über Spartakus Wien, der aus dem in Heimen arbeitenden Arbeitskreis Proletariat und der KPÖ-Bezirksgruppe Wien hervorgegangen sei, sowie über den Arbeitskreis Marxistischer Lehrlinge, der dem VS der Vierten Internationale nahesteht.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet über den DruPa-LBJA Baden-Württemberg, aus Böblingen über das Heimatschutzkommando (HSK) 17 und das JägerBtl 501 der Bundeswehr sowie die GIs der USA-Armee, aus Freiburg durch die Aufbauzelle Bau (BSE-Bereich) und aus dem DruPa-Bereich von Herder, aus Heidelberg durch die Zelle International Harvester, aus Karlsruhe aus dem GEW-Bereich über Fritz Güde am Humboldt-Gymnasium, aus Mannheim aus der GEW und aus dem IGM-Bereich vom Strebelwerk (vgl. 7.2.1974) und aus dem ÖTV-Bereich von der Müllabfuhr. Aus Wiesloch wird berichtet über das Gymnasium (vgl. 7.12.1973, 16.2.1974), aber auch über die GEW und die Lehrlinge bei SMW (BBC) Walldorf. Gespendet wurde in Freiburg im Buchladen, durch die Betriebszelle Post und die KHG, die GUV Sektion Schulkampf und das Nat/Mat-Kollektiv Heidelberg sowie durch die KG Tübingen.

Aus Bayern wird berichtet aus München, u.a. über die eigene Kommunistische Gruppe München (KGM) und die Rote Garde (RG) der KPD/ML sowie aus dem IGM-Bereich über Uher, Siemens und das stillgelegte Stiebel-Eltron-Werk. Berichtet wird auch aus München:"
Kurzarbeit bei BMW

München. Bei BMW stehen nun schon seit gut einer Woche die Bänder still, und die Arbeiter müssen sich mit einem teils bis zu 200 DM dezimierten Lohn zufrieden geben. Für viele, bei denen s gerade so umgeht, bedeutet dies, daß nun der Gürtel enger geschnallt werden muß und manche geplante Anschaffung fällt dabei ins Wasser. Hinzu kommt noch, daß während der 14 Tage Kurzarbeit das Kantinenessen wegfällt, was die Lebenskosten natürlich noch einmal verteuert. Ein Italienurlaub im Sommer ist dann für eine Familie mit Kindern einfach nicht mehr drin."

Aus Berlin wird berichtet von der Post (DPG-Bereich), aus der DruPA aus dem OV und den Bezirksverbänden Charlottenburg und Schöneberg. Es wurde auch gespendet.

Aus Bremen wird berichtet von der Schaffermahlzeit (vgl. 8.2.1974) und von der Betriebszelle Bremer Vulkan (IGM-Bereich), es kommen Spenden aus Bremen von Juristen, Lehrern, von VFW, von Schünemann, von den Verteilern vor Klöckner, von der Betriebszelle Nordmende, der Stadtteilzelle Bremen-Nord, der ZDL Zelle Uni, von Hochschullehrern der Uni und aus dem Buchladen.

Aus Hamburg wird berichtet vom Streik im öffentlichen Dienst (vgl. 9.2.1974), aus der GEW sowie aus dem IGM-Bereich von HDW Roß (vgl. 28.1.1974, 6.2.1974), aus dem RFFU-Bereich vom NDR und es wurde gespendet, u.a. im Buchladen. Von der Post wird berichtet aus dem DPG-Bezirk sowie vom Telegrafenamt 1, dem Paketpostamt 1 und den Postämtern 36, 2, 3, 1 und 11. Es wird auch berichtet aus dem DruPa-Bereich von Bauer:"
Hamburg. Auf der ersten Mitgliederversammlung beim Heinrich-Bauer-Verlag wurden folgende Forderungen diskutiert und beschlossen:
1,50 DM Stundenlohnerhöhung
50 DM Vorweganhebung in der Woche
12 Monate Laufzeit, erstmalig kündbar nach 6 Monaten, dann monatlich
525 DM Existenzlohn für alle Lehrlinge gleich, Einbeziehung in die tarifliche Lohnerhöhung.
Der Betriebsrat wurde dann aufgefordert, diese Forderungen an alle Druck-Betriebe in Hamburg weiterzuleiten und außerdem in allen Bauer-Betrieben in der Bundesrepublik bekanntzugeben."

Aus Hessen wird berichtet von den Studentenprotesten (vgl. 12.2.1974), aus Darmstadt aus dem DruPa OV und aus der CPK-Verwaltungsstelle, aus Frankfurt von der Spaniendemonstration (vgl. 9.2.1974), vom Wöhlergymnasium sowie von der Tarifrunde im Öffentlichen Dienst (vgl. 6.2.1974, 11.2.1974, 13.2.1974), u.a. aus dem Kreisverband und aus der HA Gemeinde, von der Straßenbahn und von den Lehrlingen der Stadt (vgl. 12.2.1974) und deren Lehrlingsausbildungswerkstätten (LAW). Aus Kassel wird berichtet von der Bundeswehr über das VersorgungsBtl2 in der Graf Haeseler Kaserne. Aus Wetzlar wird berichtet vom ÖTV KV und aus Wiesbaden, durch die Ortsaufbaugruppe u.a. aus dem ÖTV-Bereich von der Müllabfuhr sowie über Schüler und den GEW KV. Spenden kommen aus Frankfurt von der KSB-Zelle Wirtschaftswissenschaften und aus dem Buchladen, aus Kassel, u.a. aus dem Buchladen, und aus Marburg.

Aus Niedersachsen wird berichtet von den eigenen neuen Ortsgruppen (vgl. 9.2.1974) in Braunschweig, Delmenhorst und Helmstedt. Aus Braunschweig wird berichtet von der Chileveranstaltung (vgl. 1.2.1974), aus dem DruPa OV, durch die Betriebszelle Siemens, von der Post (DPG-Bereich) sowie von OV und OJA der ÖTV. Aus Göttingen wird berichtet von Feinprüf (IGM-Bereich - vgl. 7.2.1974). Aus Hildesheim wird berichtet vom DruPa OV. Aus Hildesheim, Wolfsburg/Gifhorn und Hannover wird berichtet über die ÖTV. Gespendet wurde in Clausthal-Zellerfeld, Delmenhorst, in Göttingen, u.a. vom Sympathisantenkreis Werktätige Intelligenz Göttingen, in Holzminden und vom KVZ-Freundeskreis Nienburg.

Aus NRW wird berichtet aus Aachen von der Irandemonstration (vgl. 14.2.1974), aus Dortmund von den Demonstrationen am 18. und 19.5.1973, aus Düsseldorf von der Polizei, aus Essen, u.a. vom ÖTV KV Essen, aus Münster aus einem kirchlichen Krankenhaus (ÖTV-Bereich) sowie aus Köln aus dem IGM-Bereich von Rheinkabel (vgl. 12.2.1974). Gespendet wurde in NRW von KVZ-Leserkreisen Bünde und Essen, in Paderborn und Wuppertal.

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet von der eigenen neuen Ortsgruppe in Koblenz (vgl. 9.2.1974) und aus dem DruPa OV Speyer.

Aus dem Saarland wird berichtet aus Saarbrücken aus dem ÖTV-Bereich von der Uni (vgl. 11.2.1974) und von Studentenprotesten gegen die Verhaftung von vier Türken (vgl. 12.2.1974, 15.2.1974) sowie:"
Wer krank ist, fliegt raus

Saarbrücken. Seit einiger Zeit verbreiten die Dolmetscher der Kapitalisten von Röchling / Völklingen und Halbergerhütte / Brebach folgende Parolen, um das Letzte vor allem aus den Arbeitern der Türkei herauszupressen: Es heißt ständig, daß es Massenentlassungen von ausländischen Arbeitern geben wird. Vor allem sollen diejenigen entlassen werden, die öfters krank sind. Im Krankheitsfall dürfen die Arbeiter nur den Betriebsarzt aufsuchen, sonst liegt angeblich ein Entlassungsgrund vor. Die Betriebsärzte haben sich in letzter Zeit öfters geweigert, ausländische Arbeiter krankzuschreiben."

In Schleswig-Holstein wurde gespendet in Kiel.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus Heidelberg, Mannheim, Göttingen und Hamburg.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 4, Mannheim 20.2.1974

28.02.1974:
Für den KBW (vgl. 6.3.1974) berichtet die Initiative für eine Kommunistische Gruppe Bielefeld:"
Miele: Streik für Zulagen

Am Donnerstag, 28. Februar, traten die Kollegen in den drei Miele-Betrieben spontan in den Streik. Der Streik dauerte von Donnerstag Morgen 7.15 Uhr bis Freitag 13.45 Uhr. Grund des Streiks: Nach dem 11%-Abschluß wurde die übertarifliche Zulage (etwa 40 Pfennig pro Stunde) um durchschnittlich 20 Pfennig in der Stunde abgebaut. Dies ließen sich die Kollegen nicht bieten und traten in den selbständigen Streik.

In den Verhandlungen vertrat die Unternehmensleitung einen sehr harten Standpunkt und war zum Schluß nicht bereit, weiter zu verhandeln., bevor nicht die Arbeit wieder aufgenommen würde, was dann auch geschehen ist. Die Betriebsräte gingen auf das Ultimatum der Unternehmensleitung ein und empfahlen die Wiederaufnahme der Arbeit. Die übertarifliche Zulage wurde bei Miele vor zwei Jahren eingeführt und war verbunden mit einer Erhöhung der Bandgeschwindigkeiten und Stückzahlen in den Montageabteilungen.

Während des Streiks wurde keine Streik- oder Betriebsversammlung abgehalten. Die Kollegen blieben an ihren Arbeitsplätzen und im Betrieb, folgten aber nicht den Aufforderungen der Unternehmensleitung, die Arbeit wiederaufzunehmen.

Ein Kompromißangebot der Unternehmensleitung soll am Montag den Kollegen vorgelegt werden. Die Unzufriedenheit der Kollegen ist weiterhin recht groß, wozu sicherlich der niedrige 11-%-Abschluß eine menge beigetragen hat. Klar ist aber, daß die Wiederaufnahme der Arbeit die Verhandlungsposition der Kollegen geschwächt hat."
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 5, Mannheim 6.3.1974, S. 4

05.03.1974:
Der KBW (vgl. 20.3.1974) berichtet:"
Dorfmark / Lüneburger Heide. Am 5. März schritten rund 300 Einwohner von Dorfmark, Jettebruch, Mengebostel und Riepe in der Lüneburger Heide zur Tat: Nachdem sie die Sirene gehört hatten, verließen sie ihre Arbeitsplätze und eilten nach Dorfmark. Dort umstellten sie mit ca. 100 Autos das Rathaus und besetzten die Eingänge. Sie wollten den Abzug der Verwaltung nach Fallingbostel verhindern."
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 6, Mannheim 20.3.1974, S. 8

06.03.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 20.2.1974, 20.3.1974) Nr. 5 heraus, in der er mit der Veröffentlichung von Solidaritätsunterschriften für Fritz Güde beginnt. In dieser und drei folgenden Ausgaben bekennen sich hunderte von Angehörigen des Öffentlichen Dienstes bzw. Studenten mit Berufsziel im ÖD zum Verkauf der 'KVZ'. Im Artikel "Der Verbrecher ist die bürgerliche Justiz" von le, Heidelberg wird u.a. eingegangen auf den Osswald-Schulte-Prozeß in Dortmund und den Prozeß gegen Bernd Dewe in Dortmund (vgl. 25.1.1974, 11.2.1974). Zu Chile erscheint ein Aufruf für die Gefangenen.

Aufgerufen wird: "8. März: Frauentag. Intenrationaler Kommunistischer Frauentag", wobei auch auf den § 218 eingegangen wird.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet über den Lehrer Fritz Güde in Karlsruhe und aus Heidelberg vom Komitee gegen die Berufsverbote und aus dem ÖTV-Bereich vom DKFZ (vgl. Feb. 1974)

Aus Bayern wird berichtet aus München über den geplanten Bau eines Kulturzentrums in Haidhausen bzw. eine Hausbesetzung (vgl. 15.2.1974).

Aus Bremen wird berichtet von der Metalltarifrunde (MTR - vgl. 28.2.1974), von Klöckner über die Klage von Heinz Scholz gegen Jochen Kretschmann, aus der GEW (vgl. 21.2.1974), von Kaffee Hag (CPK-Bereich - vgl. 14.2.1974), aus dem DPG-Bereich aus dem Fernemeldeamt (FMA) in "An alle, die uns abhören. Spitzelanweisung rausgeschmuggelt", und über die Erhöhung der Friedhofsgebühren. Mit Fritz Güde solidarisieren sich drei Lehrerinnen von der Schule an der Alfred-Faust Straße, vier Hochschullehrer und Dienstleister an der Universität Bremen, 14 ÖTV-Mitglieder beim Senator für Bildung und Kunst, und zehn Mitglieder des AjLE, sowie Karin Maier vom Gymnasium Huckelriede.

Aus Hamburg wird in "Die Wahlniederlage der SPD" auch berichtet von der Beteiligung der KPD/ML an den Bürgerschaftswahlen (vgl. 3.3.1973) bzw. vom Ergebnis "des Roten Morgen (0,3 %), den sicher nicht mal alle seine Wähler ernst nehmen." Berichtet wird auch vom "Hamburger Wahlkampf. Straßendiskussionen und Wahlveranstaltungen wurden zum Forum der Kritik und der Anklage". Gefordert wird: 'Die Lehrerin Frau Huth muß bleiben'. Mit Fritz Güde solidarisieren sich vier Lehrerstudenten aus Hamburg sowie Christiane Huth. Sie schreibt:"
Ähnlich gegangen

Ich habe in der letzten KVZ mit ganz besonderem Interesse den offenen Brief des Kollegen Fritz Güde gelesen. ich fand es sehr richtig, wie er öffentlich dagegen protestiert hat, daß ihm das Recht auf freie Meinungsäußerung genommen werden soll. Mir ist es so ähnlich gegangen. Ich bin aus dem Schuldienst entlassen worden, weil ich meine Meinung frei geäußert habe. Ich finde, wir dürfen als Lehrer solche Einschränkungen nicht einfach hinnehmen."

Aus Hessen wird berichtet über die Hausbesetzungen in Frankfurt (vgl. 21.2.1974).

Mit Fritz Güde solidarisieren sich die ÖTV-Kreisjugendkonferenz Hannover (vgl. 28.2.1974), ein angehender Lehrer aus Braunschweig, die Tutorenvollversammlung an der Uni Oldenburg, der AjLE Varel sowie der AjLE Delmenhorst, 19 Mitarbeiter des Wichernstifts aus Delmenhorst, Elmeloh, Ganderkeese und Lilienthal, dreizehn Teilnehmer von pädagogischen Seminaren und drei Lehrer aus Delmenhorst, wo der KVZ-Verkauf von 145 im Januar auf mittlerweile 200 Stück gestiegen sei.

Aus Göttingen wird berichtet von der ÖDTR:"
'Bild' hetzt gegen Streiks
Es fluchte keiner und keiner ging zu Fuss

In der Kommunistischen Volkszeitung Nr. 4/74 stand, daß während des ÖTV-Streiks die Bild-Zeitung in Freiburg erschien mit der Schlagzeile 'Freiburg flucht und geht zu Fuß'. Auch in Göttingen und Hannover, vermutlich in allen größeren Städten der BRD, erschien die Bild-Zeitung mit der gleichen Schlagzeile, entsprechend abgewandelt: 'Göttingen flucht …', 'Hannover flucht …'. Wäre es nach den Bild-Schreiberlingen gegangen, so hätte an diesem Tag jede Großstadt geflucht und wäre zu Fuß gegangen.

Die Wirklichkeit sah anders aus: Nicht Ablehnung, sondern breite Sympathie für die Streikenden, das war die Reaktion der Bevölkerung. Zu diesem Ergebnis kam auch die Lokalpresse, die 'Gespräche mit den Bürgern' geführt hatte.

Diejenigen, die 'fluchend zu Fuß gingen', das waren die Kapitalisten und ihre Schreiberlinge, und auch hier sagt die Bild-Zeitung nur die halbe Wahrheit, denn diese Leute fluchten zwar mächtig über die Streiks, sind aber nur selten auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen und gehen deshalb auch nicht zu Fuß!

Fazit: Keine Lüge ist den Kapitalisten zu plump, kein Betrugsmanöver zu schäbig, wenn es darum geht, Teile des Volkes gegeneinander aufzuhetzen. Daß ihnen sowas immer weniger gelingt, zeigt die Ohnmächtigkeit ihrer Wut."

Aus Hannover wird in "Terror durch den MAD. Weg mit der Militärjustiz!" von der Bundeswehr berichtet aus der Prinz-Albrecht-Kaserne und der Scharnhorstkaserne.

Berichtet wird über Berufsverbote bzw. den UVB:"
Wegen KVZ-Verkauf suspendiert

Der GEW-Kreisvorstand Hoya (bei Bremen) hat die AjLE-Vorsitzende Ulla Gerstenberg-Beumler wegen des Verkaufs der Kommunistischen Volkszeitung suspendiert.

Offensichtlich wollen die GEW-Führungen den Ministerpräsidentenbeschluß in eigener Regie durchführen. Die Delegiertenversammlung der GEW Bremen forderte die Zurücknahme des Beschlusses. Auch in mehreren AjLE-Verbänden wurde dieser Beschluß mißbilligt."

Aus Oldenburg wird berichtet über das Landgericht (vgl. 31.11.974), aus Osnabrück heißt es zu den UVB:"
Gegen Unvereinbarkeitsbeschlüsse

Osnabrück. In einer Resolution an den Ortsvorstand der Gewerkschaft Handel-Banken-Versicherungen hat die HBV-Jugendgruppe Osnabrück den sogenannten Nichtvereinbarkeitsbeschluß des HBV-Vorstandes scharf verurteilt. Die Jugendgruppe fordert die sofortige Aufhebung des Beschlusses. Den Osnabrücker Ortsvorstand hat sie beauftragt, die Resolution an den Bundesvorstand weiterzuleiten. Gleichzeitig soll die Resolution dem Landesbezirksjugendausschuß des DGB zur Kenntnisnahme übermittelt werden."

Vermutlich aus Wolfsburg berichtet die VW-Zelle des KBW:"
Kurzarbeit droht bei VW

Die Tarifverhandlungen für die 6 inländischen Werke wurden von der IG-Metall-Tarifkommission für gescheitert erklärt. Die Kapitalisten boten 9,9 % an, was bei dem Wegfall der Teuerungszulage (TZL, d. Vf.) seit Februar tatsächlich 6 % ausmacht, was bei den Kollegen große Empörung auslöste.

In welche Lage die Sozialdemokraten in Ortsvorstand und Großer Tarifkommission die Belegschaft hineinmanövriert haben, ist jetzt deutlich geworden: Der VW-Vorstand will Kurzarbeit anmelden. Der Termin steht noch nicht fest; entweder vom 4. bis 19. April oder vom 15. bis 30. April.

In den letzten Monaten sind mit Zustimmung des Betriebsrates unheimlich viele Überstunden gefahren worden. 'Die Kollegen wollen Überstunden machen', war der Kommentar des Betriebsrats. Daß die Kollegen sich nur deshalb bereit erklärten, weil ihnen das Geld durch die Preissteigerungen in der Lohntüte fehlte, davon sagte er kein Wort. Auf diese Weise haben die VW-Kapitalisten die Belegschaft gezwungen, auf Lager zu produzieren. So hat die Politik der Sozialdemokraten in Großer Tarifkommission und Betriebsrat die Kampfbedingungen für die VW-Belegschaft verschlechtert."

Aus NRW wird berichtet von Miele Bielefeld (vgl. 28.2.1974) und aus Hamm (vgl. 26.2.1974). Mit Fritz Güde solidarisiert sich Arno Klönne, Professor an der PH Bielefeld.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus Göttingen, Hamburg und Heidelberg.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 5, Mannheim 6.3.1974; Schulkampf Nr. 1, Hameln März 1974, S. 20

06.03.1974:
Die Ortsaufbaugruppe Speyer des KBW (vgl. 20.3.1974) berichtet vermutlich aus dieser Woche:"
Von VFW Bremen. Streikbrecher nach Speyer

Speyer. Die Gesamtgeschäftsleitung von VFW-Bremen ließ auf Firmenkosten eine Reihe von arbeitswütigen Streikbrechern zu uns nach Speyer transportieren (mit der Bundesbahn; Fahrpreis für jeden Streikbrecher etwa 150 DM).

Doch bei uns konnten diese Leute auch keinen Blumenstrauß gewinnen. Auch die Speyerer hätten ja nicht anders gehandelt als die Kollegen in Lemwerder, die mit einem halbstündigen Streik dafür sorgten, daß die aus Bremen zugereisten VFW-Streikbrecher nach Hause geschickt wurden. Deshalb genügte schon das Einschreiten des Betriebsrates, um die Streikbrecher wieder dahin zu schicken, wo sie hergekommen waren."
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 6, Mannheim 20.3.1974, S. 5

12.03.1974:
Für den KBW (vgl. 20.3.1974) berichtet die Kommunistische Gruppe Alfeld aus dem GHK-Bereich:"
C. Behrens AG: Unterschriftensammlung für mindestens 165 DM

Alfeld. Ab Dienstag, 12. März, lief in der Firma Behrens eine Unterschriftenaktion für die Forderung 165 DM mindestens bei den bevorstehenden Tarifverhandlungen der Firmen Behrens und Fagus. Bis Redaktionsschluß waren 80 Unterschriften zusammengekommen. Dieser Aktion waren breite Diskussionen in Teilen des Betriebes über die Art der aufzustellenden Forderung vorangegangen. Dadurch sah sich die Tarifkommission der Gewerkschaft Holz und Kunststoff veranlaßt, wenigstens eine lineare Mindestforderung von 165 DM aufzustellen."
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 6, Mannheim 20.3.1974, S. 4

14.03.1974:
Der KBW (vgl. 20.3.1974) berichtet von der FHS:"
Fachhochschule Hildesheim. Polizeieinsatz gegen Wandzeitungen

Hildesheim. Mit Hausverboten und strafrechtlicher Verfolgung werden nach Presse und Rundfunkmeldungen vom 15.3.1974 die Vertreter der Studentenschaft der Fachhochschule, der Allgemeine Studentenrat sowie Mitglieder der Kommunistischen Hochschulgruppe Hildesheim (KHG) zu rechnen haben.

Was ist an der Fachhochschule Hildesheim passiert?

1. Verschärfung der Prüfungen

Den Studenten wurde bisher die Wahl des Themas freigestellt und dementsprechend Ausarbeitungen und Vorbereitungen zu treffen. Nachdem die Kollegen ihre Vorbereitung nach ca. vier Wochen abgeschlossen hatten, wurde ihnen von der Fachbereichsleitung mitgeteilt: 'Freie Wahl des Themas ist nicht' - zwei Themen wurden gestellt. Die Studenten fordern Fortsetzung der Prüfung nach den ersten Kriterien!

2. Einschränkung der politischen Rechte - Disziplinierungsmassnahmen von der Fachhochschulleitung

Es wurden vom Hausherrn Berger regelmäßig und sehr schnell Plakate und Informationsblätter des studentischen Dachverbandes SVI, der KHG und des KBW entfernt. Bei einer politischen Veranstaltung des Studentenrats wurde eine Hundertschaft Polizei bereitgestellt. Hausverbote und Disziplinarverfahren wurden gegen fortschrittliche Studenten ausgesprochen und eingeleitet. Selbst entsprechende Räume für Vollversammlungen wurden den Studenten nicht zur Verfügung gestellt.

Über diese Situation wurden alle Studenten vom Studentenrat am 14.3. informiert und der Kampf gegen diese Maßnahmen unter der Parole: 'Für freie politische Betätigung in Ausbildung und Beruf' aufgenommen.

Es wurden dementsprechend Wandzeitungen und Infos erstellt und in der Pausenhalle aufgehängt und verteilt. Weiterhin wurde auf die vom KBW durchgeführte 'Kambodscha-Woche', auf das Berufsverbot für den Lehrer Fritz Güde und auf die KVZ hingewiesen und darüber diskutiert.

Nach mehrmaliger Aufforderung Bergers, die Plakate und Infoblätter zu entfernen, rief er um 9.30 Uhr die Polizei. Um 9.45 Uh entschieden die Studenten mehrheitlich, daß alle Wandzeitungen und Plakate an Fenstern und Wänden hängenbleiben sollten. Unter Polizeischutz wurden von Berger etliche Informationsschriften entfernt und vernichtet.

Über Rundfunk und Presse wurde eine offene Hetze gegen Demokraten und Kommunisten eingeleitet, die nicht mehr wollen, als ihre demokratischen Rechte wahrnehmen."
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 6, Mannheim 20.3.1974, S. 12

15.03.1974:
Der KBW (vgl. 20.3.1974) berichtet von der MTR:"
Metaller demonstrieren

8 000 Bremer Metaller demonstrierten am 15. März durch Bremen-Nord, um ihre Forderungen in die Bevölkerung zu tragen. Vorweg wurde ein Transparent 'Gegen Lohnabbau und Preistreiberei den einheitlichen Lohnkampf" getragen, womit die Metaller ihre Entschlossenheit zum Kampf zum Ausdruck brachten. Auf der Kundgebung sprach der sozialdemokratische Gewerkschaftsführer Arno Weinkauf, der für seine rede kaum Beifall bekam. Kein Wunder, wenn er mit keinem Wort die Schlichtung erwähnte und was sie bedeutet. Zu offensichtlich war für viele Kollegen das Eingehen der Gewerkschaftsführer auf die besondere Schlichtung. Die örtliche Tarifkommission, der Vertrauensleutekörper des Bremer Vulkan und viele Kollegen in den Betrieben haben die Schlichtung erkannt als das, was sie ist, ein Manöver der Kapitalisten, um die Metaller in die Knie zu zwingen. Und bei diesem Manöver macht die Gewerkschaftsführung mit und fällt den kämpfenden Kollegen in den Rücken. Gegen jede Abwiegelei und Schlichtungsbetrug stellten sie 'Für eine einheitliche Forderung - 185 Mark mindestens'. Weiter wurden in der Demonstration Transparente für kampfstarke Gewerkschaften und gegen die von den Metallkapitalisten eingebrachten einstweiligen Verfügungen getragen unter der Parole 'Weg mit den einstweiligen Verfügungen - Für uneingeschränktes Streikrecht!'."
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 6, Mannheim 20.3.1974, S. 6

15.03.1974:
Der KBW (vgl. 20.3.1974) berichtet von der MTR aus Bremen und:"
Am gleichen Tag führten auch die Metall-Kollegen in Norden einen kurzen Streik durch und demonstrierten in einem Protestzug durch die Stadt."
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 6, Mannheim 20.3.1974, S. 6

20.03.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 6.3.1974, 3.4.1974) Nr. 6 heraus.
Berichtet wird vom UVB der GEW (vgl. 11.3.1974), von der Kambodscha-Woche (vgl. 17.3.1974) und aus Spanien.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet aus Karlsruhe vom Komitee gegen das Berufsverbot von Fritz Güde (vgl. 7.3.1974).

Aus Bayern wird berichtet vom Jugendzentrum Forchheim.

Aus Berlin solidarisiert sich ein Studienreferendar mit Fritz Güde.

Aus Bremen wird in "IG-Metall-Führung will mit dem Bremer Streik eine Niederlage organisieren" berichtet von der Metalltarifrunde (MTR - vgl. 11.3.1973), wobei auch auf die AG Weser, den Vulkan und VFW eingegangen wird. In "IGM-Führung setzt Streikposten ab" wird berichtet von Hanomag, wobei der Grund ein freundschaftliches Gespräch mit KBW-Verteilern war. Berichtet wird auch "Metaller demonstrieren" (vgl. 15.3.1974). In "300 DM Rente" wird berichtet über eine ehemalige Näherin aus einer großen Schneiderei (GTB-Bereich). Berichtet wird auch über eine Werksschutz-Tagung der Bundesswehr. Mit Fritz Güde solidarisiert sich ein Studienassessor vom Gerhard-Rohlfs-Gymnasium Vegesack. Die Betriebszelle Bildungssenator berichtet von den Berufsverboten:"
Gesinnungsschnüffelei. Empörung bei Bremer Kollegen

Bremen. Der Bildungssenator Thape läßt seinen volksfeindlichen Charakter in letzter Zeit verstärkt auch die Beschäftigten in seiner Behörde spüren: In kurzer Zeit ist gegen zwei fortschrittliche Kollegen die Einleitung eines Disziplinarverfahrens eröffnet worden.

Gründe: Klaus Spradau hatte in der behördeneigenen Druckerei ein kommunistisches Schriftstück für den Privatgebrauch fotokopiert. Ihm wurde mitgeteilt, daß dies nach dem Beamtenrecht eine unzulässige 'Eigennützigkeit' sei. Außerdem wurde angefragt, wie er es mit dem Inhalt des Schriftstückes halte: Falls er sich damit identifiziere, liege der Verdacht nahe, er habe bei politischer Betätigung nicht die für einen Beamten gebotene Zurückhaltung bewahrt; außerdem sei sein Verhältnis zum Grundgesetz fragwürdig. In seiner Stellungnahme, die er öffentlich an alle Kollegen der Behörde verteilt hat, hat Klaus Spradau den undemokratischen Charakter von Thapes Maßnahme entlarvt und die Gesinnungsschnüffelei scharf zurückgewiesen. Alle Kollegen waren empört über das Vorgehen der Behördenleitung.

Die Beamtin Antje Linder (Regierungsrätin und seit vier Wochen Beamtin auf Lebenszeit) hat am Mittwoch, 6.3., vor dem Betrieb VFW-Fokker an die streikenden Metaller Flugblätter des KBW verteilt, in denen zur Einheitlichkeit im Streik aufgerufen wurde. Dieser 'unerhörte' Vorgang wurde noch am selben Tage von dem VFW-Betriebsrat und SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Lüneburg an die Behördenleitung gemeldet. Diese will nun feststellen, ob die Beamtin Linder ein Verfassungsfeind ist und aus dem öffentlichen Dienst entfernt werden muß.

Gegen diese fortschreitende Entrechtung müssen wir den Kampf aufnehmen. Wie man das richtig macht hat uns beispielhaft der Lehrer Fritz Güde gezeigt, und die Kollegen beim Bildungssenator Thape werden sich an dieser Linie ausrichten."

Aus Hamburg kommt ein "Leserbrief zum Artikel über das Schwerbeschädigtengesetz". Eine angehende Lehrerin, 15 Lehrerstudenten, vier Doktoranden und eine Lehrerstudentin sowie solidarisieren sich mit Fritz Güde. Es erscheint auch ein Leserbrief:"
Scheels Masche

Hamburg. Ich bin Vertrauensmann auf der Hamburger HDW-Werft und lese mit Eifer und Interesse Eure Zeitung und verteile sie auch manchmal an einige Kollegen, wenn dort ein Artikel ist, der uns besonders betrifft. Der Grund, weshalb ich Euch schreibe ist eine Fernsehsendung, die ich vor kurzem sah. Außenminister Walter Scheel sang im Fernsehen ein deutsches Volkslied, nämlich 'Hoch auf dem gelben Wagen'. Neuerdings spukt er sogar in den sogenannten 'Hitparaden' herum.

Natürlich ist das kein Arbeiterlied, aber doch ein stück Kultur des deutschen Volkes und nicht seiner herrschenden Klasse. Daß so ein Volksfeind wie Scheel so ein Lied öffentlich singt, ist schon ein Unding. Meine Kollegen waren sich auch fast alle einig: Der will sich nur volkstümlich machen, in der Politik verlieren diese 'Herren' immer mehr das vertrauen der Arbeiter und dann kommen sie einem so!

Ich meine, daß diese Masche, zu der diese Herren jetzt schon greifen, auch ihre zunehmende Schwäche gegenüber der Arbeiterschaft beweist. Das zeigt sich jetzt auch in den Tarifrunden."

Aus Hessen wird berichtet aus der ÖTV Wiesbaden (vgl. März 1973).

Aus Niedersachsen wird berichtet von der Kirche (vgl. 22.2.1974), aus Hildesheim von der FHS (vgl. 14.3.1974) und in "Erst 75 Stunden die Woche - dann entlassen" aus Göttingen von den fast ausschließlich ausländischen Bauarbeitern auf der Berger Bauboag Baustelle für Hertie. Aus Osnabrück wird berichtet in "Mit dem einem Fuß im Gefängnis - mit dem anderen im Grab. Große Arbeitshetze bei den Fernfahrern" aus dem ÖTV-Bereich. Berichtet wird auch von Behrens Alfeld (GHK-Bereich - vgl. 12.3.1974) sowie aus Dorfmark (vgl. 5.3.1974). Die Ortsaufbaugruppe Clausthal/Seesen berichtet in "Gegen Stillegung der Bahn! Die Bevölkerung im Harz braucht die Bahnlinie" von der Bahnlinie Langelsheim - Altenau. Mit Fritz Güde solidarisieren sich drei Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes aus Wolfsburg, der AjLE Oldenburg, 56 studentische und 28 berufstätige Mitglieder des GEW Kreisverbandes Göttingen / Duderstadt (vgl. 13.3.1974) der GEW, 8 Lehrer und Referendare, 4 Studenten, 4 Diplompsychologen, 3 Doktoranden, drei wissenschaftliche Assistenten, 2 Diplombibliothekare, 1 Eratzdienstleistender, 1 Akademischer Rat und ein Mediziner sowie 132 weitere in Göttingen, ein nicht eingestellter Lehrer aus Hildesheim, 30 Lehrerstudenten, 3 wissenschaftliche Assistenten, ein Professor und ein Hochschullektor in Braunschweig, in Hannover an der TU 12 Dozenten und Tutoren, im Raum Emden je ein Lehrer der Grundschule Loppersum und der Realschule Emden sowie je 2 der Volksschule Emden-Larrell und der Hauptschule Marienhafe. Von der Bundeswehr wird berichtet aus Stadtoldendorf und aus Schwanewede von 5./323.

Aus Hildesheim wird berichtet:"
Zu 'Redaktion in eigener Sache' / Korrespondenz,

Liebe Genossen, als ich in der KZ Nr. 4/74 den Artikel 'Die Redaktion in eigener Sache' las wurde mir klar, daß ich bislang, was Korrespondenzen anbelangt, schlecht gearbeitet hatte.

Nächste Woche bekommt Ihr eine Korrespondenz aus dem Betrieb, wo ich von der KVZ Nr. 2/74 16 Stück, von der KVZ Nr. 3/74 12 Stück und von der KVZ Nr. 4/74 8 Stück (werden wohl noch mehr werden) an die Kollegen verkauft habe. Wir haben vor, gemeinsam unsere Kritik, unsere Verbesserungsvorschläge und das, was wir gut finden, an Euch zu schreiben. Das hat deshalb so lange gedauert, weil es für die Kollegen eine Sache ist, die sie noch nie gemacht haben und sie sich deshalb dabei sehr schwer tun.

Als ich einer Kollegin die KVZ gab und ihr sagte, sie solle mir mitteilen, welche Artikel sie gut und welche sie schlecht fände, ist sie am nächsten Tag gleich zu mir gekommen und richtig aufgeregt gewesen. Sie hat mir dann erzählt, daß ihr Mann sich gleich die KVZ genommen hat und selbst erstmal las. Er hätte gemeint, es ständen zu viele Parolen drin und manche Artikel seien zu oberflächlich geschrieben (welche Artikel das sind, werde ich noch erfahren). Jedenfalls hat ihr Mann die KVZ gleich mit in den Betrieb genommen, um sie mit seinen Kollegen zu diskutieren.

Alle diese Kollegen sind froh, daß s die KVZ gibt, denn vom BILD-Lesen haben sie die Schnauze gestrichen voll.

Also, ich schreibe nächste Woche."

Aus dem GHK-Bereich wird berichtet:"
Bundeswehr als Streikbrecher

Oldenburg. Von zuverlässigen Informationsquellen innerhalb der Firma Hüppe und der Bundeswehr (beide in Oldenburg) erfuhren wir folgendes: Aufgrund des Streiks im öffentlichen Dienst kam es zu Verkehrsbehinderungen. Die Firma Hüppe Oldenburg war auch davon betroffen. In diesen Tagen wurde ein Produkt von Hüppe von einem 'wichtigen' Kunden im Raum Flensburg dringend benötigt. Dieser Kunde ist der Firma Hüppe anscheinend so wichtig gewesen, daß sie sich zu folgendem Schritt entschloß: Um das Produkt möglichst schnell zu versenden, nahm man Kontakt mit der hier ansässigen Luftwaffe auf. Ergebnis: Das Produkt wurde mit einem Flugzeug der Luftwaffe nach Husum geflogen und von dort von dem Kunden abgeholt.

Wir meinen, daß dieses Beispiel sehr deutlich zeigt, wie eng Bundeswehr und Kapitalisten auf allen Gebieten zusammenarbeiten. Es zeigt, daß die Bundeswehr heute schon als Streikbrecher eingesetzt wird."

Aus NRW wird berichtet aus Dortmund-Scharnhorst (vgl. März 1973), aus Hamm von der Zeche Radbod (vgl. 5.3.1974, 7.3.1974) und durch die KG Münster von Glasurit Hiltrup (vgl. 6.3.1974). Aus Münster wird berichtet aus dem GEW-Bereich:"
In Münster unterschrieben 40 Menschen eine Resolution, in der die Einstellung der Ermittlungen gegen F. Güde gefordert wird. In Münster wurden 6 Referendare wegen ihrer politischen Arbeit nicht in den Schuldienst übernommen. Die sofortige Übernahme der 6 in den Schuldienst wurde ebenfalls gefordert."

Aus Speyer wird berichtet von VFW (vgl. 6.3.1974).

Aus Kiel wird berichtet von einem Prozeß (vgl. 4.3.1974). Mit Fritz Güde solidarisieren sich 16 Angestellte und Beamte des ÖD.

In "Francos Mord" wird berichtet von den Demonstrationen gegen die Ermordung von Salvador Puig in Spanien, die in Berlin, Hannover, Mannheim und Frankfurt (vgl. 9.3.1974) stattfanden.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus Heidelberg, Mannheim, Göttingen, Hamburg und Leverkusen.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 6, Mannheim 20.3.1974

03.04.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 20.3.1974, 17.4.1974) Nr. 7 heraus.
Berichtet wird von der Kambodschawoche (vgl. 17.3.1974). Es erscheint ein "Interview mit einem Vertreter des kambodschanischen Volkes".

Aus Baden-Württemberg wird berichtet aus Heidelberg von der Kambodschaveranstaltung (vgl. 27.3.1974). Die Demokratische Soldatengruppe Ulm / Dornstadt berichtet in "keine Chance für den Oberstleutnant. Die Soldatenzeitung 'Druck' wird vor der Rommel-Kaserne verteilt".

Aus Bayern berichtet aus München die Betriebsaufbauzelle Metzeler "Schacher um die Metzeler Kollegen. Banken verweigern Kredit / Bayer will die Metzeler AG aufkaufen".

Aus Berlin wird berichtet vom Abriss des SJSZ (vgl. 28.3.1974) und von der GdFA (vgl. 17.3.1974).

Aus Bremen wird berichtet über Solidaritätserklärungen von den Kollegen der Druckfirma Schünemann und Pörtner sowie vom Schülerring der Schule Kornstraße mit dem Metallerstreik. Es wird berichtet über die IGM-Demonstration, vom Bremer Vulkan von der Betriebsversammlung, über "Betriebsunfälle bei Klöckner" und über den "Kältestreik bei Krupp Atlas", den die Lehrlinge organisierten. Von BWM berichtet die Betriebszelle in "Nein! Dafür haben wir nicht gestreikt!", von der AG Weser wird dokumentiert der Beschluss der Jugendvertretung vom 25.3.1974. Gezogen werden auch "Die Lehren aus dem Bremer Streik. Die Vulkan-Kollegen zeigen die Richtung". Aus dem ÖTV-Bereich wird berichtet über "11,5% bei den Stadtwerken Bremen". An der Universität solidarisierten sich in einem Brief bisher 13 Hochschullehrer und 15 Dienstleister mit Fritz Güde, Ulla Gerstenberg-Bäumler und Antje Linder. Von der Schule am Purschweg erfolgt eine Klarstellung zu einer falschen Überschrift:"
An die Redaktion der KVZ

Die in der GEW organisierten Kollegen an meiner Schule haben mich zu Recht darauf hingewiesen, daß die Überschrift für meinen Leserbrief 'GEW bedroht Verkäufer der Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ Nr. 5) falsch ist. Wir waren uns darüber einig, daß sie noch niemals einen Zeitungsverkäufer gleich welcher Art bedroht haben, und daß sie sich getroffen fühlen, wenn von 'der GEW' gesprochen wird. Denn sie sind die Gewerkschaft und nicht nur ein Vorsitzender. Nicht 'die GEW', sondern der Vorsitzende des VBLE in der Bremer GEW, Mews, hat mir gedroht."

Berichtet wird auch:"
2 kommunistische Schüler wurden in der letzten Woche vom Bildungssenat aus dem Bremer Parseval-Gymnasium geschmissen. Ihr Verbrechen: Sie hatten Wandzeitungen über den Kampf der Frankfurter Bevölkerung gegen Mietwucher und Bodenspekulation aufgehängt."

Aus Hamburg solidarisieren sich mit Fritz Güde 15 Lehrer und Studienreferendare, 20 Lehrerstudenten, 10 Diplompädagogik-Studenten, 8 Geschichtsstudenten, sowie 9 andere Studenten, sieben Angestellte im ÖD mit Zeitverträgen, ein Medizinalassistent und ein Apotheker. Aus dem ÖTV-Bereich wird berichtet:"
Ein Seemann wird krank

Am 7.11.73 erzählte ich meinem Schiffsführer, daß ich wegen meinem Bein zum Arzt gehen wollte, denn ich hatte seit längerer Zeit große Schmerzen. Seit dem 29.5.73 war ich an Bord auf dem Hebeschiff Magnus I, der Reederei Harms. Noch am gleichen Tag erhielt ich plötzlich meine Kündigung, mit dem Vermerk: 'wegen Verkaufs einiger Schiffe'. Vom Arzt bin ich dann einen Tag darauf, am 8.11., krank geschrieben worden. Trotz Krankheit hat die Reederei mir 14 Tage Urlaub, die ich noch zu beanspruchen hatte, einfach gegeben bzw. angerechnet. Außerdem weigert sich die Reederei, die 6 Wochen Krankengeld weiterzuzahlen. ich mußte deshalb zum Arbeitsgericht an der Altonaer Allee. Verhandelt worden ist jetzt schon zwei mal, aber für mich ist nichts herausgekommen. Beim nächsten Termin soll der Schiffsführer, Herr Lunden, aussagen, ob es stimmt, daß ich zum Arzt gehen wollte. Der wird natürlich nichts mehr davon wissen, weil er als Schiffsführer nur die Reederei vertreten muß.

Seit 1935 fahre ich zur See, frühere Ärzte hatten mir immer bloß erklärt, ich würde simulieren. jetzt bin ich durch diese Krankheit seedienstuntauglich geworden und sitze auf der Straße."

Aus Niedersachsen wird berichtet von der Kurzarbeit bei VW Emden und Wolfsburg (vgl. 22.4.1974), aus Hildesheim vom Polizeieinsatz gegen den KBW (vgl. 21.3.1974), aus Wolfsburg über Belohnungen von 2 500 DM für das Freimachen von Wohnungen in Abrißhäusern, aus Oldenburg in "Polizei übt Häuserräumung" (vgl. 19.3.1974) und aus Diepholz von der Bundeswehr. In der Solidarität mit Fritz Güde wird berichtet aus der ÖTV-Jugend (vgl. 27.3.1974) und aus Hildesheim (vgl. 14.3.1974), es schließt sich der AJLE Holzminden weitgehend der GEW-Gruppe Hamm an, auf der Sitzung des AJLE Peine solidarisierten sich 9 Teilnehmer. In Hannover solidarisierten sich acht Verwaltungsbeamte und -angestellte mit Fritz Güde. In Göttingen erhöhte sich die Zahl der Solidaritätsunterschriften für Fritz Güde auf 448. Aus Bad Lauterberg und Umgebung kamen 20 Unterschriften, in Oldenburg solidarisierte sich das Komitee gegen die Berufsverbote und die politische Entrechtung im öffentlichen Dienst. In Braunschweig solidarisierten sich eine Lehrerstudentin und 8 Studenten der PH mit Fritz Güde. Der KSB sammelte bis jetzt 102 Unterschriften. An PH und TU wandten sich weitere 7 Kollegen gegen die Ermittlungen gegen Fritz Güde. Aus Königslutter wird berichtet vom Schulstreik der Eltern an der Realschule (vgl. 23.3.1974). Aus Dransfeld wird in "Sparen für wen?" berichtet von den Putzfrauen der Mittelpunktschule, die gekündigt wurden, da nun eine Göttinger Firma beauftragt wurde. Aus Braunschweig wird berichtet aus der DPG (vgl. 28.3.1974) und durch die Bühler-Miag Betriebsaufbauzelle:"
Die zwei Tarifurlaubstage für Weihnachten 1974

Braunschweig. Im Werk Bühler-Miag (Mühlenindustrie) wurden 2 Tage mehr Tarifurlaub, die als Trostpflaster bei den diesjährigen Tarifverhandlungen herausgekommen sind, sofort wieder vom tatsächlichen Jahresurlaub abgezogen. Die Kollegen dürfen nicht einen um zwei Tage längeren Erholungsurlaub machen, sondern müssen sich 2 Tage Tarifurlaub für Weihnachten 1974 aufheben.

Denn für die Regelung der Arbeitszeit zwischen Weihnachten und Neujahr wurde in trauter Zusammenarbeit zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat folgende Vereinbarung getroffen: Vom 24.12.74 bis 31.12.74 ist Betriebsruhe. Von den darin enthaltenen 3 Arbeitstagen müssen 2 als Tarifurlaub genommen werden, der andere Tag muß am 23.11., einem Samstag, eingearbeitet werden. Das alles mit dem Hinweis, wir sollten doch bedenken, daß wir 2 Tage mehr Tarifurlaub bekommen hätten. Und auch der Hinweis, daß wir bei entsprechender Auftraglage dann trotzdem arbeiten müssen, fehlt nicht.

Die Kollegen waren über diese Regelung umso empörter, als der Betriebsrat und der Vertrauenskörper einfach zugestimmt hatten, ohne auch nur die Kollegen nach ihrer Meinung zu fragen."

Aus Dransfeld wird berichtet aus dem ÖTV- bzw. BSE-Bereich:"
Sparen für wen?"

Sparmaßnahmen führte die Samtgemeinde Dransfeld durch: Sieben Putzfrauen aus der Mittelpunktschule wurde zum 1. Mai gekündigt; die Reinigungsarbeiten sollen dann von der Putzkolonne einer Göttinger Reinigungsfirma übernommen werden.

Wie diese Sparmaßnahme ermöglicht werden soll, erfuhren die gekündigten Putzfrauen auch gleich durch das 'großzügige' Angebot dieser Reinigungsfirma: Vier von ihnen sollte die Arbeitsstelle erhalten bleiben - nur statt 6 DM Stundenlohn 5,75 DM und statt 150 qm Reinigungsfläche pro Stunde 240 qm.

Die Putzfrauen lehnten ab. In Dransfeld werden sie in absehbarer Zeit keine gleichwertige Arbeit finden. Keine von ihnen ist gewerkschaftlich organisiert. Sie vertrauten der Illusion, daß die Arbeit im Öffentlichen Dienst 'krisensicher' sei. Allein auf sich gestellt, sahen sie keine Möglichkeit, sich gegen ihre Entlassung zu wehren.

Unterstützung erhielten sie dann allerdings von fortschrittlichen Lehrern aus dem Kollegium der Mittelpunktschule und von Teilen der Dransfelder Bevölkerung. Mehrere Lehrer unterschrieben Solidaritätslisten für die Putzfrauen; einige informierten gemeinsam mit den Putzfrauen durch Pressemitteilungen und Infostand die Dransfelder Bevölkerung. Auch Schüler beteiligten sich an dieser Aktion.

Eine weitere Information beleuchtet das Gerede von den notwendigen Sparmaßnahmen: Der Gemeinderat schafft sich neue Stühle an - 600 DM das Stück!"

Es wird auch berichtet über JZs:"
Breite Jugendzentrumsbewegung im Kreis Rotenburg / Wümme

Rotenburg (Niedersachsen). Die Kommunistische Volkszeitung hat schon mehrfach darüber berichtet, wie Jugendliche um die Einrichtung von Jugendzentren kämpfen. Ich kann aus dem kreis Rotenburg berichten, daß es in jedem größeren Dorf (die gleichzeitig Zentren für die kleineren Dörfer sind) eine Bewegung für Jugendzentren gibt, für Orte, an denen die Jugendlichen ihre Freizeit nach ihren Vorstellungen gestalten wollen, ohne dem Konsumzwang unterworfen zu sein. Sie wehren sich damit dagegen, daß sie ihre Freizeit nur mit Hilfe von geld gestalten können - und dann auch noch unter der Fuchtel des Geldes, nämlich so, wie Konsumgüterindustrie und Freizeitunternehmen es sich vorstellen zur bestmöglichen Erhöhung ihres Profits.

Wie stark das Bedürfnis nach Jugendzentren ist, läßt sich daran erkennen, daß das Jugendzentrum Rotenburg schon nachmittags stark besucht wird und die einschlägigen Kneipen abends relativ leer sind, daß zu den Festen der 'Aktion Jugendzentrum Scheeßel' (Scheeßel ist ein Ort mit 5 000 Einwohnern) zwei- bis dreihundert Jugendliche kamen und dort nahezu 50 Menschen aktiv für ein Jugendzentrum kämpfen. Daß bei einem Flohmarkt der Aktion Jugendzentrum Scheeßel um die tausend Mark zusammengekommen sind für ein Jugendzentrum, zeigt, daß die Jugendlichen eine breite Unterstützung in der Bevölkerung finden."

Aus NRW wird berichtet aus Minden über die Stillegung des Heinrich Muermann KG Bekleidungswerkes (vgl. 21.3.1974).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet aus Kiel von der Schülerdemonstration (vgl. 20.3.1974).

Auf Seite 10 kritisiert W. Maier den Programmentwurf der KPD: "Keine Antwort auf die Frage nach dem Weg der Revolution in Westdeutschland!"
Der "Programmentwurf" enthalte keine Antworten auf die Frage
- des Sturzes des kapitalistischen Ausbeutersystems und der Errichtung der Diktatur des Proletariats,
- der Vorstellung über Propaganda für die sozialistische Revolution in allen Tageskämpfen,
Maier kritisiert weiter, daß "die politischen Forderungen der KPD" nicht vom "Etappenziel der Revolution" her bestimmt würden, daß der Programmentwurf ausdrücklich "umfassende politische Demokratie … nicht enthält".
Der KBW schlägt der KPD vor, daß sie ernsthaft prüfen solle, "ob sie nicht den von uns verabschiedeten Programmvorschlag als Grundlage für die Politik der Kommunisten anerkennen (will)?".

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus Göttingen, Hamburg und Heidelberg.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 7, Mannheim 3.4.1974

17.04.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 3.4.1974, 1.5.1974) Nr. 8 heraus. Berichtet wird von der Chilekampagne (vgl. 23.4.1974). Dokumentiert wird der Maiaufruf des KBW (vgl. 6.4.1974). Gefordert wird "Weg mit dem Paragraph 218!", diesen Artikel druckt auch die KSF Göttingen nach (vgl. 24.4.1974).

Aus Baden-Württemberg wird die Sympathisantengruppe Umkirch erwähnt. Aus Heilbronn wird über die Chilewoche (vgl. 18.3.1974) und durch das Betriebskollektiv der Sympathisanten des KBW Heilbronn berichtet von F. C. Weipert. Aus Friedrichshafen wird berichtet:"
Werksschutz - dachte ich!

Als ich beim Verkauf der letzten KVZ gerade mit ein paar Lehrlingen sprach, wurde ich plötzlich provozierend angerempelt und angebrüllt: 'Runter vom Werksgelände!' Aha, Werksschutz, dachte ich, fragte aber trotzdem: 'Was heißt hier Werksgelände?' Darauf folgende Antwort: 'Ich bin hier Betriebsrat und wenn wir von der Gewerkschaft etwas zu verteilen haben, was dem Betrieb nicht angenehm ist, dann verteilen wir das auch nicht auf dem Werksgelände. Wir halten uns an die Gepflogenheiten!'"

Aus Bayern berichtet die Gruppe Augsburger Kommunisten im Artikel "'Notwehr oder Mord?' Warum erschoss die Polizei Weissbecker? Freispruch vor dem Augsburger Amtsgericht" (vgl. 26.3.1974).

Aus Berlin wird berichtet vom Abschluss der Drucktarifrunde (DTR - vgl. 3.4.1974), von einem Anschlag (vgl. 8.4.1974), vom Abriss des Jugendzentrums Putte (vgl. 4.4.1974), sowie durch die Zelle Siemens der KG Westberlin in "Gleiche Arbeitsbedingungen. Wie bei Siemens Westberlin ist es überall" über die ausländischen bzw. türkischen Kollegen bei Siemens Mariendorf.

Mit Fritz Güde solidarisierten sich in einer Resolution 17 Studienreferendare und GEW-Mitglieder in Bremen. Aus Bremen wird berichtet in "'Provozieren - isolieren - mundtot machen'. Mit Psychologie gegen den Kampf der Studenten" von einem Seminar für die Hochschullehrer der HfT, aber auch aus dem ÖTV-Bereich:"
Die Mieten in den Personalunterkünften in Bremens kommunalen Krankenhäusern sind drastisch erhöht worden. Dies bedeutet für die betroffenen Pfleger und Schwestern Mieterhöhungen um 100 bzw. 180 DM. Das sind Erhöhungen bis zu 200 % und macht bei einem durchschnittlichen Lohn einer Schwester ca. 25 % aus. Dazu kommt noch, daß die Erhöhung rückwirkend ab 1. Januar gezahlt werden müssen.

Diese Erhöhung wurde in einem Tarifvertrag zwischen der ÖTV-Führung und den Krankenhausträgern ausgehandelt. Er betrifft die Mieten in Personalunterkünften und gehört mit zum 11 %-Abschluß. Über ihn wurde aber erst nach der Urabstimmung verhandelt; bei der Urabstimmung war nur bekannt, was in den ÖTV-Nachrichten stand: 'Mit der Einführung dieser Zulage ist gleichzeitig eine bundeseinheitliche Regelung der Personalunterkünfte verbunden.'

Damit alle ihren Mund halten, hat sich der Bremer Senat einen besonderen Weg zur Durchsetzung der Erhöhung ausgedacht: Den Kollegen soll das Geld nicht auf einmal aus der Tasche gezogen werden, sondern im ersten Jahr muß nur ein Viertel mehr gezahlt werden und die restlichen drei Viertel der Erhöhung zahlt der Senat, im zweiten Jahr zahlen die Kollegen die Hälfte und der Senat die andere Hälfte, usw. Diese Rechnung ist aber nicht aufgegangen. Im Krankenhaus 'links der Weser' war die Empörung so groß, daß sich der Personalrat gezwungen sah, die Forderung der Kollegen nach einer Personalversammlung zu erfüllen. Im Zentralkrankenhaus St.-Jürgen-Straße wurde eine Flugblattverteilung mit einer Unterschriftensammlung verbunden, bei der die Kollegen gegen die Mieterhöhung protestierten und eine Personalversammlung forderten."

Die Betriebszelle VFW-Bremen berichtet:"
Was während eines Streiks noch alles erledigt werden kann.

Bremen. Während des Streiks mußten die Kollegen von VFW-Fokker auf dem Weg zum Streiklokal am 'Haus der Kirche' vorbeigehen. Sie unterhielten sich über die Kirche und ihnen fiel ein, daß diese ihnen noch nie etwas genutzt hatte. Die Kirche ist eine völlig überflüssige Institution, in der es völlig unsinnig ist, Mitglied zu sein. Sie traten in das besagte Haus ein und erklärten ihren Austritt."

Berichtet wird auch:"
Bremen. Wohnraumzerstörung

In Bremen-Seehausen und Bremen-Hasenbüren, die gegenüber der Klöckner-Hütte liegen, herrscht große Unruhe unter der Bevölkerung. Der Grund: Die SPD-Regierung in Bremen will das Gelände dem Erdboden gleichmachen, um neue Industrie anzusiedeln.

Jetzt weiß man auch, warum das Gewerbeaufsichtsamt der Klöckner-Hütte 'höhere Lärm-Grenzwerte eingeräumt (hat), al es sonst möglich gewesen wäre.' (Bremer Nachrichten, 2.4.74)

Schon im Jahre 1967 wurde das Wohngebiet Seehausen / Hasenbüren, in dem auch Bauern ihre Felder bestellen (viele Bauern haben wegen der wirtschaftlichen Schwierigkeiten den größten Teil ihrer Ländereien an den Staat verkaufen müssen) als Industriegebiet vorgesehen. Hafenerweiterung für Container-Schiffe, ein neues Kraftwerk (für 1978 ist die Inbetriebnahme des ersten Kraftwerkblocks geplant), eine neue Müllverbrennungsanlage sind jetzt geplant.

Da der bürgerliche Staat 'seinen Bürgern nur Gutes will', soll das jetzige Wohngebiet also zerstört werden, denn es muß ein 'Schutzabstand' von 2 km zwischen Industrie und Wohngebiet sein.

Wenn man einmal am Weserdeich gestanden hat und die schwarzen Rauchschwaden aus den Klöckner-Schornsteinen gesehen hat, dann fragt man sich, was eine Schutzzone von 2 km für einen Sinn hat:

In Seehausen existiert seit einigen Jahren eine 'vollbiologische Kläranlage'. Aber wenn man daran vorbeigeht, dann kann man die Realität schon riechen. Auch an dem Abfluß, der direkt in die Weser geht, sieht man die 'nackten Tatsachen'. Von vollbiologischer Klärung keine Spur, denn das würde zu viel Geld kosten. Da leitet man den Dreck lieber in die Weser, da ist das Baden sowieso verboten.

In Seehausen / Hasenbüren sammelt jetzt eine Bürgerinitiative Unterschriften gegen die Industrieansiedlung, sprich: Wohnraumzerstörung. Dem SPD-Ortsverein und den Herren im Senat soll 'kräftig eingeheizt' werden.

Da wittert natürlich die CDU ihre Chance. Sie will jetzt auch Unterschriften sammeln und der SPD eine Schlappe bereiten."

Aus Hamburg wird berichtet von der Chemietarifrunde (CTR - vgl. 3.4.1974) und von Christiane Huth (vgl. 10.4.1974). Mit Fritz Güde solidarisierten sich3 angehende Lehrer und Diplomanden sowie 23 Mitglieder des Komitees für ein demokratisches Volksbildungswesens, dass sich für C. Huth einsetzt.

Aus Hessen wird aus Frankfurt berichtet von der Türkeidemonstration (vgl. 31.3.1974).

Aus Niedersachsen wird berichtet aus Delmenhorst vom Wichernstift (vgl. 10.4.1974), aus Emden von der NATO-Feier (vgl. 4.4.1974) bei der Bundeswehr, aus Göttingen vom Brandanschlag auf den Polibula (vgl. 30.3.1974), aus Hannover von der MHH (vgl. 10.4.1974) und vom UJZ Oststadt/List (vgl. 30.3.1974, 4.4.1974), aus Helmstedt (vgl. 9.4.1974), u.a. von den BKB, aus Hildesheim vom Polizeieinsatz gegen den KVZ-Verkauf (vgl. 6.4.1974), in "Nordhorn. Regierung: Abwurfplatz soll bleiben", aus Seesen (vgl. 8.4.1974), aus Wendeburg bzw. dem Zweidorfer Holz über "Breite Proteste gegen Munitionsdepot", aus Wolfsburg über "Spitzelwerbung" bei VW (vgl. 10.4.1974) sowie über drei "IGM-Ausschlüsse wegen KVZ-Verkauf", während "in einem Info-Blatt der IGM für das VW-Werk steckbriefartig der Ausschluß von zwei anderen Kollegen bekanntgegeben wurde." Mit Fritz Güde solidarisierten sich 12 Lehrer, Erzieher und Lehrerstudenten in Wilhelmshaven, 33 weitere Menschen in Braunschweig, darunter 4 Lehrer, in einer weiteren Meldung 34 Schüler, Studenten und Angestellte, und auch zwei Pädagogikstudenten sowie 12 ZDL in Göttingen. Berichtet wird auch aus Bützfleth:"
Explosion bei Dow-Chemical

Unerträglicher Chlorgestank / Kopfschmerzen und Übelkeit bei der Bevölkerung / Bau der zweiten Chloranlage eingestellt

Stade. Im Elbe-Schwinge-Werk der Dow Chemical gab es in der vergangenen Woche eine Staubexplosion, bei der zwar die anwesenden Arbeiter nicht verletzt wurden, aber riesige Metall-Teile bis an die naheliegende Landstraße geschleudert wurden. Die Unglücksursache wird bisher mit 'technischem Versagen' angegeben, aber weitere Untersuchungen laufen.

Das ist aber nicht der erste Unglücksfall gewesen, fast alle 14 Tage gibt es größere Leckagen in der Chloranlage. Die Bevölkerung aus diesem Gebiet klagt über ständige Kopfschmerzen und Übelkeit, oft müssen die Schüler nach Hause geschickt werden, weil der Chlorgestank unerträglich ist. 'Umweltmanager' der Dow Chemical hatten auf einer Bürgerversammlung Anfang März dazu gesagt, daß die Leute immer versuchen, einen 'Kausalzusammenhang' herzustellen, etwa so, daß die wenigen Störche dafür verantwortlich sind, daß so wenig Kinder geboren werden! Als sich das die anwesenden über 200 Bürger nicht bieten ließen, sagte er, durch das Einatmen von Chlor würde nur Salzsäure entstehen und das sei nicht schädlich. Aber auch das war gelogen und sollte die tatsächliche Gefahr vertuschen, denn das einatmen von Chlor führt zu starken Oxidationsgiften.

Die Bevölkerung fordert jetzt, daß mit dem Bau einer zweiten Chloranlage sofort aufgehört wird, daß ein besonderer Katastrophenplan für die betroffenen Gebiete ausgearbeitet wird und daß scharfe Sicherheitsauflagen für alle Dow-Werke auferlegt werden und auch nachträglich durchgeführt werden.

Einen ersten Erfolg haben die Bürger erreicht: mit dem Bau des 2. Chlorwerkes wurde aufgehört. Die anderen Forderungen werden sie dann durchsetzen, wenn sie sich nicht von den bürgerlichen Politikern und Konzernen vertrösten lassen."

Aus Wolfsburg wird berichtet von der Solidarität des AjLE mit Fritz Güde:"
In einer Resolution protestierte der Ausschuß junger Lehrer und Erzieher im Kreisverband der GEW Wolfsburg gegen die Verfolgungsmaßnahmen. Die Resolution wurde einstimmig verabschiedet."

Aus NRW wird durch die Kommunistische Arbeiterinitiative (KAI) Paderborn berichtet von der Solidarität mit Fritz Güde (vgl. 16.3.1974) und in:"
Keine Eingemeindung. Gegen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen

Schloß Neuhaus bei Paderborn. Über 50 % der Bevölkerung (ca. 10 000 Einwohner) hatten sich gegen einen Anschluß an Paderborn ausgesprochen, weil damit eine reihe von nachteilen für die Bevölkerung dieser Stadt verbunden wären (z. B. Straßenbau, höhere Beiträge für Strom, Wasser usw.). In dieser Bewegung haben sich die lokalen Größen der bürgerlichen Parteien (CDU, SPD, FDP) an die Spitze gesetzt, weil sie sonst das vertrauen der Bevölkerung aufs Spiel gesetzt hätten und weil damit auch günstigere Bedingungen für die örtlichen Kleinkapitalisten (z. B. ist der Bürgermeister Möbelfabrikant) gefährdet wären (z. B. ihre Posten im Stadtrat, günstigere Steuern usw.).

Nun aber, als bekannt wurde, daß die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen beschlossen hat, Schloß Neuhaus an Paderborn anzugleidern, kippen diese 'Spitzenpolitiker' um. Da erklären sie plötzlich, man müsse, 'da man gegen den Beschluß nichts mehr machen kann' (Bürgermeister Hunstig, CDU, in der örtlichen Presse) dafür sorgen, 'möglichst günstige Bedingungen für uns herauszuschlagen' (Hunstig). Dagegen erhoben sich die Proteste der Bevölkerung, die sich natürlich verschaukelt sieht. Die Bevölkerung machte die Erfahrung, daß diese Politiker die Interessen des Volkes gar nicht vertreten wollen, sondern es ihnen darauf ankommt, ihr Schärfklein ins Trockene zu bringen."

Aus Bielefeld wird in "Gegen Patenschaft. Protestaktionen gehen Militaristen" berichtet von der Bundeswehr bzw. der Patenschaft der Stadt für den Zerstörer 5 der Bundesmarine (vgl. 29.3.1974). Aus Köln wird berichtet über die Frauenbefreiungsaktion und die Sozialistisch-feministische Aktion. Die Kommunistische Schülergruppe (KSG) Herten befaßt sich mit Spanien. Der KAJB Hamm berichtet vom Jugendzentrum Bockum-Hövel (vgl. 6.4.1974).

Aus Münster wird folgende Resolution von der FHS dokumentiert:"
'Das Studentenparlament der Fachhochschule Münster verurteilt aufs Schärfste das Vorgehen des Oberschulamtes Karlsruhe im CDU-regierten Baden-Württemberg gegen den Lehrer Fritz Güde. Wir verwehren uns gegen jegliche Art der politischen Disziplinierung und gegen die vom Oberschulamt praktizierte Gesinnungsschnüffelei.'"

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet vom AjLE Kiel (vgl. 27.3.1974) sowie von der Uni über den "Erfolg gegen Beugehaft" (vgl. 1.4.1974), aus Husum wird berichtet von der Bundeswehr.

Ortsbeilagen zu dieser Ausgabe lagen uns vor aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg und Mannheim.
- Berlin.
- Niedersachsen aus Göttingen.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 8, Mannheim 17.4.1974; Schulkampf Nr. 4,Göttingen 24.4.1974,S.8

20.04.1974:
Der KBW (vgl. 1.5.1974) berichtet:"
Diskussion über den § 218 in Paderborn

Paderborn. Diskussion vor dem Postamt. Am Samstag, 20.4., machte das 'Komitee gegen den § 218' eine Stadtaktion. Die Broschüre 'Weg mit dem § 218', die Kommunistische Volkszeitung, Plaketten ('Treibt § 218 ab') und Maiplaketten lagen auf einem Stand in der Haupteinkaufsstraße aus.

Ein Genosse mit Megaphon hat über den § 218 informiert. Drei Stellwände gaben außerdem noch weitere Auskunft über den § 218.
Die Reaktion auf diese Aktion war sehr unterschiedlich. Gleich zu Beginn kam ein älterer Herr, der sehr empört war, ersagte: 'Ihr seid schlimmer als die Nazis, ihr wollt das deutsche Volk aussterben lassen'. Er war so erregt, daß er sogar eine Stellwand beschädigte. Der Genosse mit dem Megaphon gab ihm Gelegenheit, seine Meinung lauter kundzutun, er erntete jedoch nur Gelächter und wurde von herumstehenden Interessenten beschwichtigt.

Eine Diskussionsgruppe wuchs auf mehr als 50 Leute an. Es ging besonders um das Thema 'Kirche und der § 218'. Dabei kam es zu einer spontanen Abstimmung, wer den § 218 ablehnt und wer ihn befürwortet. Das Ergebnis war, daß wir knapp die Hälfte hinter unserer Forderung hatten.

In dieser Diskussion zeigte sich aber auch, daß wir Schwierigkeiten hatten, die kirchlichen Argumente in den Griff zu bekommen. Gerade hier in Paderborn müssen wir uns in Zukunft stärker um Klarheit in diesen Fragen bemühen. Es ist vor allem wichtig, zwischen der reaktionären offiziellen Kirchenpolitik und der teils sehr fortschrittlichen Politik unterer Kirchenebenen zu unterscheiden, jedoch in der Frage der Abtreibung haben sich keinerlei gemeinsame Punkte gezeigt."
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 9, Mannheim 1.5.1974, S. 10

01.05.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 17.4.1974, 15.5.1974) Nr. 9 heraus.

Auf Seite 1 erscheint der Aufruf des KBW zum 1.Mai: "Gegen Mitbestimmungsfeiern, Kampftag der Arbeiterklasse!"
Er ruft desweiteren dazu auf, sich an den Demonstrationen und Kundgebungen des DGB zu beteiligen. " Der KBW ruft darüberhinaus in über 3O Städten zu anschließenden eigenen Kundgebungen des KBW auf."

Berichtet wird u.a. von der Chilekonferenz (vgl. 23.4.1974, 27.4.1974) und der eigenen Delegiertenkonferenz (vgl. 12.4.1974).

In "Kurzarbeit bei VW" wird berichtet von der Kurzarbeit für 45 000 bundesdeutsche VW-Arbeiter, davon 10 000 in Wolfsburg. A. B. berichtet im Auftrag der VW-Zelle in "VW Wolfsburg: Kurzarbeit und Stahltore zur Aussperrung" von der Betriebsversammlung am 17.4.1974.

Aus Bayern wird in "Die Rente reicht nicht mehr. Das Geschäft der Augsburger Altersheime" berichtet durch die Gruppe Augsburger Kommunisten (GAK) des KBW.

Aus Bremen berichtet die Zelle Klöckner: "Erst Überstundenklopperei, dann Entlassungen".

Aus Hamburg wird berichtet aus der GEW (vgl. 25.4.1974), über 6 000 Unterschriften gegen den § 218 sowie u.a. über AKW:"
Die Elbe wird zur Kloake

Von Hamburg bis weit ins Wattenmeer vor Cuxhaven werden laufend Kaianlagen, Großindustrie und Atomkraftwerke geplant und gebaut. Die Warnungen von Fachleuten und Wissenschaftlern wurden von den verantwortlichen überhört. Die Elbe wird zur Kloake der Großindustrie, Wassersport ist dann nicht mehr möglich. Der Hamburger Wirtschaftsminister, 'Senator' Kern, hält die Entwicklung für lebensnotwendig (siehe 'Hamburger Abendblatt', Nr. 82, Jahrg. 27), hat aber wohl schon die Konsequenzen gezogen und ist mit seiner Segeljacht vom Schulauer Jachthafen zur Ostsee übergesiedelt. Hinzu kommt, daß der Fischbestand gefährdet wird."

Aus Niedersachsen wird in "Die Landtagswahlen in Niedersachsen stehen bevor" von den LTW (vgl. 9.6.1974). Berichtet wird aus Osterholz-Scharmbeck (vgl. 28.3.1974), aus Hildesheim wird aus dem GTB-Bereich berichtet in "Ringella Hildesheim: Für einen Betriebsrat!". Ein Mitglied der KG Hannoversch Münden des KBW berichtet in "MAD verhört KVZ-Verkäufer. Der MAD arbeitet mit dem örtlichen Nachrichtendienst zusammen" von der Bundeswehr. Aus Munster wird in "Bei Beschwerden zweierlei Maß" berichtet von der Bundeswehr durch Soldaten der Panzerjägerkompanie 90. Aus Osnabrück wird berichtet über eine "Demonstration für besseren Jugendarbeitsschutz" zum JuArschG, an der sich ca. 150 beteiligten. Aus Wilhelmshaven wird in "Politische Entlassung im Marinearsenal" berichtet von der Bundeswehr. Aus Braunschweig wird berichtet in "100 000 DM Kaution für Mai-Veranstaltung" sowie in "9 000 Mark für Anbringen von Maiplakaten!".

Aus NRW wird berichtet aus Köln aus dem IGM-Bereich von Felten und Guillaume (F+G - vgl. Feb. 1974). Aus Paderborn wird berichtet aus dem Metallwerk W. Schneider und vom § 218 (vgl. 20.4.1974). Aus Münster berichtet das Betreuerkollektiv des Abenteuerspielplatz Südpark in "Aus Steuergeldern in die eigene Tasche. Ein Brief aus Münster". Aus Bielefeld stammt ein Bild 'Es lebe der 1. Mai!' der Projektgruppe Kunst & Politik.

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet über die KG Kaiserslautern des KBW.

Aus Kiel wird in "'Da haben schon meine Eltern gegen gekämpft'. Erfahrungsbericht des Stadtteilkomitees Kiel-Garden" wird berichtet vom § 218.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus Göttingen.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 9, Mannheim 1.5.1974

03.05.1974:
Der KBW (vgl. 26.6.1974) berichtet von den UVB:"
DGB-Sekretär entlassen

Berlin. Der Rechtsschutz-Sekretär beim DGB-Landesbezirk, Kollege Heinz Burghardt, erhielt zum 30.6.74 die Kündigung, wobei er bereits seit 3. Mai beurlaubt wurde. Der Betriebsrat hatte ohne Anhörung des Betroffenen zugestimmt. Begründung: 'aktive Beteiligung an einer gewerkschaftsoppositionellen Gruppe' bei der 1. Mai-Demonstration.

Nach eigenen Angaben habe sich der Kollege Burghardt in der Mitte des Zuges befunden, womit er seine 'oppositionelle Betätigung' selbst bestätigt habe, denn 'nur das erste Viertel sei eine gewerkschaftliche Demonstration' gewesen, die restlichen drei Viertel 'gewerkschaftsoppositioneller Block'.

Interessant ist hieran nur das Eingeständnis der eigenen Isolation der bürgerlichen Machthaber in den Gewerkschaften, die sie zum Ausschluß von drei Viertel der ca. 50 000 Demonstrationsteilnehmer führen müßten.

An der sonstigen Arbeit des Kollegen Burghardt fand man nur auszusetzen, daß er Betriebsräten auch außerhalb der Sprechzeit Rechtsauskunft gewährt habe."
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 13, Mannheim 26.6.1974, S. 7

06.05.1974:
Der KBW (vgl. 12.6.1974) berichtet von der DPG:"
Westberlin. Auf dem Bezirkstag der Deutschen Post-Gewerkschaft vom 6. bis 8. Mai fand der alte Bezirksvorstand und stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im Abgeordnetenhaus Heß keine Mehrheit für eine erneute Kandidatur. Neuer Vorsitzender wurde der linke Sozialdemokrat Hirsch, von dem allerdings keine großen Änderungen zu erwarten sind. Hirsch vertrat während des Streiks im Februar als Gewerkschaftssekretär und Vizechef der SPD-Betriebsgruppe voll die offizielle Vorstandlinie: Bei der Vorbereitung des Streiks wurde nur ein zweistündiger Kleckerstreik geplant. Erst eine Nacht vorher konnten die Betriebsfunktionäre den Vorstand zwingen, wenigstens in einigen Ämtern mit Kampfmaßnahmen zu beginnen.

Nach dem Abschluß wurden viele Postler dadurch betrogen, daß sie nur 164 statt 170 DM bekamen. 170 DM gab's nur für Verheiratete mit Kind. Jetzt redete sich der Gewerkschaftsvorsitzende Breit mit 'Formulierungsschwierigkeiten' bei Herstellung der Stimmzettel für die Urabstimmung heraus.

Insgesamt blieb die Kritik an der Politik der Gewerkschaftsführung noch beschränkt. Ihr reformistischer Programmentwurf wurde nahezu unverändert gebilligt. Und als am zweiten Tag Willy Brandt zurücktrat, wurde die Abstimmungsmaschinerie beschleunigt, damit alle Delegierten zur SPD-Kundgebung gehen konnten, was bis auf einige CDU-ler auch alle taten."
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 12, Mannheim 12.6.1974, S. 6

15.05.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 1.5.1974, 29.5.1974) Nr. 10 heraus.

Berichtet wird u.a. über Gewerkschaftsausschlüsse (UVB) und vom 1. Mai aus:
- Baden-Württemberg aus Bruchsal, Emmendingen, Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim, Saulgau, Stuttgart und Wiesloch;
- Bayern aus Augsburg und München;
- Berlin, Bremen und Hamburg (vgl. auch 30.4.1974);
- Niedersachsen aus Alfeld, Braunschweig (vgl. auch 30.4.1974), Diepholz, Emden, Göttingen, Hannover, Hildesheim (vgl. auch 30.4.1974), Northeim, Oldenburg, Osnabrück (vgl. auch 29.4.1974), Seesen (vgl. auch 30.4.1974) und Wolfsburg;
- NRW aus Aachen, Bochum, Bielefeld, Dortmund, Essen, Hamm, Herne, Köln, Mönchengladbach, Münster (vgl. auch 30.4.1974), Opladen, Paderborn, Unna, Witten und Wuppertal;
- Rheinland-Pfalz aus Ludwigshafen, Mainz und Speyer;
- dem Saarland aus Saarbrücken;
- Schleswig-Holstein aus Kiel und Neumünster.

Aus Bayern berichtet aus München die Siemens-Aufbauzelle in "Mit Pistole bedroht" vom Kleben der Plakate zum 1. Mai.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet in "14 Tage Streik. Sautter / Reutlingen: Zulagen sollen angerechnet werden".

Aus Berlin wird in "Köder der Verleihfirmen. 'Spitzenlöhne' nur auf dem Papier" berichtet von der Zeitarbeit bzw. den Leiharbeitern, in "Gemeinsames Manöver von Westberliner Polizei und US-Soldaten gegen 'Sabotageakte'" (vgl. 23.4.1974), in "Solidarität mit Oman auch im Sportverein" von der Sammlung für die PFLOAG und in "1. Mai im DDR-Fernsehen". Berichtet wird auch:"
Chile-Schallplatten

Westberlin. Eine Gruppe von jungen Arbeitern und Arbeiterinnen im Georg-von-Rauch-Haus hat eine Schallplatte zur Unterstützung des chilenischen Widerstandskampfes herausgegeben. Sie kostet vier Mark und ist über den Maulwurf-Vertrieb in den Buchläden und unter der Bestelladresse: J. Müller, 1 Berlin 36, Waldemarstr. 102 erhältlich.

Der gesamte Gewinn geht zur Unterstützung des bewaffneten Kampfes nach Chile. Auf der Platte befinden sich neben dem von den Genossen selbst gemachten Lied 'Chile - Venceremos. Der Kampf geht weiter' zwei Interviews, die vor dem Nationalstadion und im Leichenschauhaus aufgenommen wurden."

Aus Bremen wird berichtet vom Bremer Vulkan (vgl. 24.4.1974) und in "Verfahren gegen Regierungsrätin Linder. Grund: Flugblatt verteilt", was vor VFW geschah.

Aus Hamburg wird berichtet über Neset Danis (vgl. 11.5.1974) sowie in "Wie bei der Post rationalisiert wird" aus dem DPG-Bereich.

Aus Hessen wird berichtet über die KG Erbach/Michelstadt.

Aus Niedersachsen wird berichtet in "Keine Sympathie für Brandt. SPD-Landesminister hält Forderung nach Demokratie für 'grotesk'" aus Seesen (vgl. 7.5.1974). Von der Hannover-Messe wird berichtet in "Arbeiter sollen Kapitalistenmesse finanzieren". In "Blaupunkt bricht Vertrag. Von den Kapitalisten beschissen und von einem Gewerkschaftsführer bedroht" wird aus Hildesheim berichtet von einem fristlos gekündigten türkischen Kollegen. Aus Holzminden wird berichtet von einem GEW-Ausschluss (vgl. 26.4.1974). Aus Schöppenstedt wird berichtet über die "Pleite beim Gummiwerk Schroers" (vgl. 26.4.1974). In "MAD bespitzelt Einstellung in Privatbetrieb" wird berichtet aus dem Marinearsenal Wilhelmshaven (ÖTV-Bereich) der Bundeswehr. Die Zelle VW Wolfsburg berichtet in "VW-Lehrlinge kämpfen für eine starke Jugendvertretung" von den JVW. Aus Wolfsburg wird auch berichtet aus der IG Metall von den Ausschlussverfahren aufgrund des 1. Mai sowie gegen Dieter Bock (vgl. 7.5.1974). Aus Göttingen wird berichtet:"
Apotheker-Assistentin sollte nicht in die HBV

Ich bin Apotheker-Assistentin von Beruf. Als ich im letzten Jahr in die Gewerkschaft HBV in Göttingen eintreten wollte, sagte mir der zuständige Mensch: 'Soviel ich weiß, gibt es doch für Apotheker besondere Standesorganisationen oder die DAG. Wieso wollen Sie denn dann bei uns eintreten?' Nur nach ganz entschiedenem Drängen erhielt ich die nötigen Papiere. Dieses spalterische Verhalten zeigt sehr deutlich, für wessen Interessen die Gewerkschaftsführung in Wirklichkeit eintritt. Wir fordern dagegen: Kampfstarke und klassenbewußte Einheitsgewerkschaften!"

Aus Hildesheim wird auch berichtet:"
DKP: Luftballon im Rathaus

Hildesheim. In Hannover kandidiert die DKP bei den kommenden Wahlen mit der glorreichen Parole: Roter Pfeffer ins Rathaus. In Hildesheim verteilten sie rote Luftballons, auf denen geschrieben stand: Wählt DKP! - Als die Hildesheimer DKP einen Stand in der Stadt wagte, versuchte sie die Genossen des KBW zu verjagen, Diskussionen wollte sie nicht, denn das Aufblasen der Luftballons nahm sie vollends in Anspruch."

Aus Oldenburg wird berichtet von den Berufsverboten:"
DKP im Dienst der staatlichen Schnüffelei

Oldenburg. Vor zirka drei Wochen war an der Universität Oldenburg in der Zeitung der DKP-Hochschulgruppe, dem 'Kommunist', ein Artikel mit der Überschrift 'Chaoten lavieren sich in den Schuldienst' zu lesen. In diesem Artikel wurden zwei ehemalige Angehörige der Kommunistischen Hochschulgruppe (KHG), die aufgrund ihrer politischen Tätigkeit an der Hochschule nicht zum 1.12.1973 in den Schuldienst eingestellt wurden, sondern erst nach einem Anhörungsverfahren zum 1.4.1974 namentlich (!) beschuldigt, sie hätten im Anhörungsverfahren ihre politische Einstellung verleugnet und wären aufgrund dessen in den Schuldienst übernommen worden.

Die DKP bemüht sich also, dem bürgerlichen Staat bei der Herausfindung von Menschen, die nicht auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, behilflich zu sein. Darin zeigt sich einmal mehr, daß die DKP den bürgerlichen Staat nicht als Feind ansieht, sondern sich mit ihm ausgesöhnt hat."

Aus NRW wird berichtet über die KG Krefeld, die KG Essen, über die aus der ASS Herne entstandene Kommunistische Schülergruppe (KSG) Herne, in "Polizei schützt NPD-Stand. Spontane Kundgebung gegen Faschisten" aus Münster (vgl. 4.5.1974) und aus dem IGM-Bereich von Hoesch Hamm (vgl. Mai 1974).

Aus Kiel wird aus dem ÖTV-Bereich aus der Kirche berichtet (vgl. März 1974). In "'Gegen Drill, Schinderei und Kantinenwucher'" wird eine Meldung aus der Ortsbeilage Hamburg (vgl. 17.4.1974) gekürzt übernommen.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus Heidelberg und Göttingen.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 10, Mannheim 15.5.1974

29.05.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 15.5.1974, 12.6.1974) Nr. 11 heraus.
Berichtet wird u.a. aus Oman und Spanien.
Veröffentlicht wird der Beschluß der 1.o.DK des KBW (vgl. 12.4.1974) zur Beteiligung an Wahlen.

Aus Bayern wird berichtet in "'Schutz der Rechtspflege'" vom Entwurf eines Gesetz zum Schutz der Rechtspflege gegen extremistische Ausschreitungen, in "Brutalität der Justiz. Jugendstrafvollzug! aus Laufen / Oberbayern und aus München über Günther Jendrian in "Politischer Mord an Taxifahrer" (vgl. 21.5.1974) und über die "Demonstration gegen Berufsverbote" (vgl. 21.5.1974).

Aus Berlin wird aus dem ÖTV-Bereich von der FVB berichtet in "Streik der Bühnenarbeiter. Freie Volksbühne: Arbeiter fordern 300 DM". Von SEL Berlin wird berichtet in "Werksarzt gefordert. Der eingestellte Arbeitsmediziner ist kein Werksarzt / Er hilft die Ausbeutung zu verschärfen".

Aus Bremen wird berichtet über UVB-Verfahren in "4 Ausschlüsse bei Vulkan" und in "Ausschlußanträge gegen 6 Postler" wegen des 1. Mai von der Postzelle.

Aus Hamburg wird in "Hamburger Senat deckt Verbrechen türkischer Faschisten" berichtet von Neset Danis (vgl. 29.5.1974) und in "Wache gegen KVZ-Verkäufer. Der Verkauf war nicht zu verhindern" von der Estorff-Kaserne der Bundeswehr in Hamburg-Wandsbek.

Aus Hessen wird berichtet über den Frankfurter Fahrpreiskampf, aus Wetzlar über die Soldatenzeitung (vgl. Mai 1974) und aus dem IGM-Bereich von Leitz (vgl. Mai 1974).

Aus Niedersachsen wird berichtet aus Hannover von den Soldaten (vgl. Mai 1974), aus Norden von den eigenen Sympathisanten (vgl. Mai 1974). Zu den Landtagswahlen (LTW - vgl. 9.6.1974) in Niedersachsen erscheinen der Artikel "Warum und wie wir uns an Wahlen beteiligen" sowie Korrespondenzen aus Hannover (vgl. 23.5.1974), aus Oldenburg in "CDU: Staatsaufsicht geht vor" von einer CDU-Veranstaltung zum Niedersächsischen Schulgesetz (NSG), wobei auch auf das Berufsverbot gegen Hans-Joachim Müller eingegangen wird, in "Nur für Parteien! Mieterrat machte Informationsstand trotz Verbot auf dem Marktplatz" aus Göttingen vom Mieterrat Neustadt/Ost, in "Was nützt den Arbeitslosen das Geschwätz vom Grundgesetz?" aus Bad Salzdetfurth und Hildesheim über die Entlassungen bei Fuba, Senking, Petrick, Ahlborn, Bosch Blaupunkt Phönix und Kothe, aus Bad Salzdetfurth von der CDU ("Erfolgloses Redeverbot" - vgl. 15.5.1974) und aus Wehrstedt von der SPD ("Auf Fragen Redeverbot" - vgl. 13.5.1974). Die Betriebszelle Wichernstift Delmenhorst fordert "Weg mit dem Tendenzschutzparagraph!". Aus Göttingen wird in "300 % Mieterhöhung im Schwesternwohnheim" berichtet von den Unikliniken (UK - ÖTV-Bereich). Aus Hannover wird in "Erfolgreiche Flugblattaktion. der Hauptmann musste 2 Tage Sonderurlaub zugestehen" aus der FmKp772 der Bundeswehr. Aus Norden wird berichtet vom Spielplatz in der Altstadt (vgl. 21.5.1974). Aus Osnabrück berichtet Jockel Detjen von seinem UVB-Ausschlussantrag aus der DruPa (vgl. 11.5.1974). Berichtet wird auch über die "Propagandaschau 'Unsere Luftwaffe'" (vgl. 8.5.1974). Aus Osterholz-Scharmbeck und Celle wird berichtet vom Verbot des KVZ-Verkauf. Aus Wittmund wird in "Betrug mit der Staffelkasse. Verwendung von Geldern der Soldaten für Verschönerung der Kaserne" berichtet von der Bundeswehr.

Aus NRW wird berichtet über die KG Unna (vgl. Mai 1974) und die KBW-Sympathisanten in Bünde (vgl. Mai 1974). Aus Paderborn schildert ein Mitglied des KSB die "Geschichte eines Kirchenfürsten. Der Paderborner Kardinal Jäger rechtfertigte den Faschismus".

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet über die eigenen Sympathisanten in Trier (vgl. Mai 1974).

Auf S.5 erscheint von Joscha Schmierer der Artikel: "Für kampfstarke, klassenbewußte Einheitsgewerkschaften! Weg mit den Unvereinbarkeitsbeschlüssen!" zu den (UVB). Kritisiert wird von Schmierer die RGO-Politik der KPD.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus Heidelberg, Hamburg und Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 11, Mannheim 29.5.1974

06.06.1974:
Der KBW (vgl. 12.6.1974) berichtet von FJS:"
Festnahmen bei Strauß-Rede

Wilhelmshaven. Am 6. Juni war Strauß von der CSU in Wilhelmshaven, um Stimmen für die CDU zu sammeln. Es waren ungefähr 6 000 Menschen erschienen, einige mit Transparenten, Stellschildern und Flugblättern. Viele Menschen wußten, was sie von Strauß zu halten haben, und versuchten gleich am Anfang, ihn und den hiesigen Landtagskandidaten der CDU, Hans Jansen, mit Sprechchören am reden zu hindern.

Das gelang fast eine halbe Stunde bis ein Teil der 120 aus Oldenburg angereisten Bereitschaftspolizisten eingesetzt wurden. Sie bildeten einen Ring um die Menschen in den vorderen Reihen, durch Sprechfunk wurden die Polizisten zu den Leuten dirigiert, die wohl in ihren Augen die Rädelsführer waren. So wurden nach Angaben der hiesigen Wilhelmshavener Zeitungen 11 Leute festgenommen, die später eine Anzeige erhielten wegen Störung einer ordentlich angemeldeten Kundgebung."
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 12, Mannheim 12.6.1974, S. 2

12.06.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 29.5.1974, 26.6.1974) Nr. 12 heraus mit dem Leitartikel "Niedersachsen: Solang die bürgerlichen Parteien gewinnen, verliert das Volk!" zu den Landtagswahlen (LTW - vgl. 9.6.1974).

Eingegangen wird auf die Gewerkschaftsausschlüsse (UVB), aber auch auf den "Gewerkschaftstag der Bergbaujugend" (vgl. 7.6.1974) und dessen Vorbereitung bei Radbod Hamm.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet aus Heidelberg vom Koreakomitee (vgl. 1.3.1974). Die KBW-Sympathisanten Mosbach berichten vom Jugendzentrum, für das die Jusos ein Modell der Selbstverwaltung vorstellten.

Aus Bayern wird berichtet aus München über "Tausende leerer Wohnungen" bzw. von der Zweckentfremdungsverordnung für Mietwohnungen.

Aus Berlin berichtet die Aufbauzelle Bau der KG Westberlin: "Mosch macht dicht" was für 600 Beschäftigte die Entlassung zum Jahresende bedeutet. Berichtet wird auch von der DPG (vgl. 6.5.1974).

Aus Bremen berichtet die Zelle Gesundheitswesen in "Bremen: Unterschriften gegen Mieterhöhung" aus den Wohnheimen der Städtischen Krankenhäuser. Geschildert wird "Der Kampf gegen Gewerkschaftsausschlüsse auf dem Bremer Vulkan", gegen einen UVB richtet sich auch ein "Offener Brief an die Ortsverwaltung der IG Metall" von 3 Beschäftigten von Wilkens Bremer-Silberwaren. Aus Achim wird berichtet aus dem Bremer Hafen über die Verschiffung von "BRD-Kriegsmaterial nach Südafrika" (Azania).

Aus Hamburg wird berichtet von der Versammlung zu Neset Danis bzw. für den Rücktritt des Innensenators Klose (vgl. 29.5.1974).

Aus Hessen wird berichtet aus der GEW Darmstadt (vgl. 24.5.1974).

Aus Niedersachsen wird vom Wahlkampf auch berichtet aus Braunschweig (vgl. 28.5.1974), Hannover (vgl. 22.5.1974), Norden (vgl. 6.6.1974) und aus Wilhelmshaven (vgl. 6.6.1974) sowie aus Osnabrück in "Niedersachsen-Wahlkampf. Das politische Interesse der Menschen war gross".
Aus Göttingen wird berichtet von den Unikliniken (UK) in "Erste Erfolge im Kampf gegen Mieterhöhung in Personalunterkünften" sowie in "Der Kampf gegen den § 218 geht weiter".
Aus Hannover wird berichtet aus der GEW (vgl. 31.5.1974), in "Westinghouse - ein dynamischer Betrieb. Oder: Was man bei der Einstellung so zu hören bekommt!" aus dem IGM-Bereich und in "Für Urlaubsgeld jetzt! Wie setzen wir unsere Forderungen durch?" aus dem ÖTV KV Hannover, wo u.a. der Arbeiterausschuß und der Angestelltenausschuß eine Mitgliederversammlung gefordert hatten, die der Kreisvorstand ablehnte, woraufhin die Betriebsgruppe Rathaus und Vertrauensleute aus dem Rathaus Unterschriften dafür sammelten.
Aus Hildesheim wird berichtet in "IG Druck-Jugend Hildesheim: Dia-Serie über Kambodscha" über deren Vorführung trotz Verbot seitens des DruPa Ortsvorstands.
Aus Holzminden wird berichtet von Stiebel Eltron (vgl. 4.5.1974).
Aus Osnabrück (vgl. 25.5.1974) kommt ein "Leserbrief. Kritik am Artikel: 'Der Rummel um Freiheit für Wallraff' (KVZ 11/74)" zu Griechenland.
Aus Wolfsburg wird berichtet in "VW: Massenentlassungen stehen bevor" und "VW-Werk Wolfsburg: Der Kampf für Jugendvertretung geht weiter" zu den Jugendvertretungswahlen (JVW).

Aus NRW wird geworben für eine Broschüre zum Dortmunder Prozeß gegen Bernd Dewe (vgl. 11.2.1974). Aus Aachen wird berichtet aus der GEW (vgl. Mai 1974).

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet aus Trier durch die Studentengruppe der eigenen Sympathisantengruppe, dem Wahlbündnis Demokraten/Sozialisten - Rote Hilfe.

Aus Schleswig-Holstein äußert sich Michael Aulich, Vertrauensmann der 1. /Luftwaffenausbildungsregiment, Pinneberg, Eggerstedt-Kaserne in "Die Aufgaben des Vertrauensmanns".

Von Wilfried Maier erscheint der Artikel "Der Unterscheid zwischen dem KBW und der DKP. Antwort auf den Brief eines Kollegen aus Münster".

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus Göttingen und Heidelberg.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 12, Mannheim 12.6.1974

26.06.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 12.6.1974, 10.7.1974) Nr. 13 heraus, in der sich u.a. mit Gewerkschaftsausschlüssen (UVB), u.a. gegen W. Maier aus der GEW in Bremen, befaßt.

In "Der Kampf um Jugendzentren in Selbstverwaltung" wird auch berichtet":
Auch in Hameln forderten 1 000 Jugendliche mit ihrer Unterschrift ein selbstverwaltetes Jugendzentrum. Ja, sagt die Stadt, aber der Sozialarbeiter für das Jugendzentrum soll durch die Stadt bestimmt werden. … Diese Taktik der Verschleppung und Verzögerung läßt sich überall dort feststellen, wo die Auseinandersetzung um Jugendzentren geführt wird. In Verden hatte sich die Stadt angeblich zuerst für das 'alte Polizeihaus' entschieden Das hatte wohl den Zweck, Beruhigung unter den Jugendlichen zu verbreiten. Dann war aber nichts mehr davon zu hören. Diese Abwieglertaktik der bürgerlichen Parteien sind die Jugendlichen inzwischen mit einer Demonstration entgegengetreten. …

Auch die Mitarbeiter und Sozialarbeiter in der Jugendzentren werden stets politisch diszipliniert, wenn sie sich nicht der bürokratischen Bevormundung unterwerfen. In Westberlin sind 18 Mitarbeiter vom Bezirksamt gefeuert worden, weil sie im Jugendhaus 'Fuchsbau' (in Reinickendorf, d. Vf.) eine Arbeit im Sinne der Kinder, der Jugendlichen und der Eltern, die vorwiegend Arbeiter sind, machten. Dagegen hat ein großer Teil der Eltern aber den Kampf aufgenommen."

Aus Bayern wird in "700 Arbeiter in Kaufbeuren kämpfen um ihre Existenz" berichtet von Olympia. Aus München wird berichtet:"
'Längerfristige Entleihung' der Holzer-Bücher

Dem Berufsverbot des bayrischen Kultusministeriums gegenüber Professor Horst Holzer in München folgte inzwischen offensichtlich ein Bücherverbot.

Die Bücher Holzers sind auf Anweisung des Kultusministeriums inzwischen aus der Bibliothek entfernt worden, ebenso wie die Karteikarten dieser Bücher im Bibliothekskatalog. Das Kultusministerium behauptet, es habe sich die Bücher nur 'längerfristig entliehen', um sie für den Prozeß zwischen Holzer und dem Land Bayern auszuwerten. (FR, 20.6.74) Klar wird daran auf jeden fall, daß es sich hier um einen Gesinnungsprozeß handelt, denn wozu sollte die Auswertung dieser Bücher sonst gut sein?"

Aus Berlin wird berichtet vom DGB (vgl. 3.5.1974).

Aus Bremen wird berichtet vom Vulkan (vgl. 11.6.1974) sowie in "Erfolge im Kampf gegen Mieterhöhungen. 53 Pfleger und Schwestern kündigten" aus dem Zentralkrankenhaus links der Weser. Aus der Jugendstrafanstalt Bremen-Blockland wird berichtet in "Schinderei im Jugendstrafvollzug". In "Polizei gegen Eltern. Die Klasse 2a soll aufgelöst werden" wird berichtet von der Grund- und Hauptschule Lessingstraße (vgl. 20.6.1974).

Aus Hamburg wird berichtet aus dem Osdorfer Born (vgl. 22.5.1974), von den UVB in "12 Mitglieder der IG Druck ausgeschlossen", wozu am 29.6.1974 eine Veranstaltung stattfinden soll und durch die Stadtteilzelle Eimsbüttel aus dem GEW-Bereich:"
C. Huth wieder eingestellt

Hamburg. Entsprechend der gerichtlichen Entscheidung hat die Schulbehörde die Lehrerin C. Huth wieder eingestellt - allerdings in keiner Schule, sondern im Hausunterricht! Die 'pädagogisch nicht geeignete' Lehrerin, so die Schulbehörde bei ihrer Entlassung, bekommt nun eine der schwierigsten pädagogischen Aufgaben, für die sie NICHT ausgebildet ist: die Unterrichtung von Schülern, die die Behörde für untragbar für den normalen Unterricht ansieht.

Die Wiedereinstellung von C. Huth ist ein Erfolg des Kampfes von Eltern, Schülern und weiteren Eimsbütteler Bürgern, die den Fall Huth zum bekanntesten Berufsverbote-Fall gemacht haben, obwohl die Presse ihn konsequent totschwieg.

Die Bedingungen für den weiteren Kampf mit dem Ziel, daß C. Huth wieder an die Schule kommt, sind gut. Einmal haben sich in Eimsbüttel viele Menschen für C. Huth ausgesprochen. Weiter ist der Lehrermangel an den Schulen nicht zu übersehen und die Schulbehörde plant inzwischen schon, Eltern als unbezahlte (!) Hilfslehrer einzusetzen. Wem sollte da einsichtig sein, daß C. Huth, deren Eignung von Schülern und Eltern bescheinigt wird, weiter von den Schulen ferngehalten wird?"

Berichtet wird auch (S. 11):"
'Glaube und Lehre' Kirche gegen Pastorin Edda Groth

In einer Konfirmationspredigt im Februar dieses Jahres hatte die Pastorin Edda Groth von Hamburg-Bramfeld mit dem Satz geendet, daß 'Mao mit allem, was er für und mit dem chinesischen Volk getan hat, Gott näher als alle Päpste und Bischöfe der letzten 1 000 Jahre zusammen' stehe.

Aber die Kirche kann es nicht zulassen, daß eine Pastorin für die Interessen des Volkes eintritt und frei ihre Meinung sagt. Sofort leitete die Kirchenleitung eine Untersuchung ein, um diese Predigt auf 'Glaube und Lehre' hin untersuchen zu lassen.

Die Aufforderung ihres Kirchenvorgesetzten, sich dazu zu äußern, ob sie mit kommunistischen Gruppen zusammenarbeite, beantwortet die Pastorin mit einem offenen Brief, in dem sie die Kirche auch aufforderte, 'vor der Öffentlichkeit der Gemeinde in Hamburg-Bramfeld eine Auseinandersetzung zu diesen Fragen' zu führen.

Weiter wurde ihr angelastet, einen Kollegen einen 'Handlanger des Kapitalismus' genannt zu haben. Dazu stellte Edda Groth, die im übrigen diesen Vorwurf keinem Kollegen gemacht hatte, fest: 'ich freue mich, daß es Kollegen gibt, die nicht Handlanger des Kapitalismus genannt zu werden wünschen. Zeigt dies doch, daß sie es - ganz richtig - nicht zu ihrer Ehre rechnen, eine solche Funktion auszuüben.'"

Aus Hessen wird in "Die Beteiligung des KBW an den Landtagswahlen in Hessen ist richtig!" berichtet von den LTW (vgl. 15.6.1974).

Aus Niedersachsen wird berichtet aus Lemwerder aus dem IGM-Bereich von VFW (vgl. Juni 1974) und aus Osnabrück in "Überstunden für den Scirocco. Bei Karmann / Osnabrück wird das Arbeitstempo hochgeschraubt" von Karmann und aus dem CPK-Bereich von Kämmerer (vgl. Juni 1974). Aus Hildesheim wird berichtet in "Schieber auf Ratsherrenstuhl. Freispruch für den Sekretär der Hildesheimer Ortsgruppe des KBW". Von Blaupunkt Hildesheim wird berichtet in "Massenentlassungen. Werkschutz gegen Unterschriftensammlung". Aus Oldenburg wird in "Schmutzzulage gesichert. Kollegen setzen sich gegen Streichung durch" berichtet von Hüppe (GHK-Bereich - 38 Beschäftigte). Aus Wehdel, Kreis Wesermünde, wird berichtet in "Mitglied bei CDU und SPD. Bauunternehmer zahlte in die Kasse beider Parteien". Aus Wolfsburg wird berichtet in "Massenentlassungen bei VW. Der soziale Schleier zerreisst" und in "Jugendvertreterwahlen bei VW Wolfsburg. Spaltungsversuch der Ortsverwaltung schlug fehl" von den JVW. Aus Gifhorn wird berichtet:"
Teves-ITT: Entlassungen bei gleichzeitigen Produktionsverlagerungen.

Gifhorn. Bei Teves-ITT sollen 550 Kollegen in Massenentlassungen aus dem betrieb geworfen werden. Im Werk Gifhorn sollen es allein 100 Kollegen sein. Das ist ein Zehntel der Belegschaft. Im Werk Neustadt sind 150 Kollegen betroffen.

Die Geschäftsleitung von Teves reagiert sehr empfindlich auf die Krise. Um die Anmeldung von Massenentlassungen zu umgehen, werden in Gifhorn seit Mai monatlich bis 49 Kollegen entlassen. Während die Kollegen entlassen werden, bringt man ganze Produktionseinheiten ins Ausland.

Im Werk Gifhorn wurden bereits mehrere Maschinen demontiert und nach Wales in England geschafft, wo Teves ein Werk baut, weil dort die Arbeitskräfte wesentlich billiger sind. Ebenso wie Opel plant Teves den Bau eines Werkes in Spanien. Um die Produktionsanlagen und die erfahrenen spezialisierten Arbeitskräfte weiterhin auszunützen, soll aus dem größten Teves-Werk in Gifhorn ein Forschungsbetrieb gemacht werden. Die Belegschaft soll von ca. 4 000 auf zirka 2 300 reduziert werden.

Der Betriebsrat hat bisher nicht erreichen können, daß die Massenentlassungen zurückgenommen werden."

Aus NRW wird berichtet aus Duisburg aus dem IGM-Bereich von Mannesmann vom Tode Günther Routhiers (vgl. 5.6.1974) sowie aus Münster von der Uni über die mit dem KBW sympathisierende Rote Liste Sozialwesen.

Aus Rheinland-Pfalz erscheint der Artikel "Streik gegen Entlassungen bei VFW Fokker (Werk Speyer)".

Aus Schleswig-Holstein wird in "Buchholz muß weg. Erfolgreiches Tribunal gegen die Mörder von Neset Danis" berichtet aus Norderstedt (vgl. 11.6.1974).

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus Berlin, Göttingen, Hamburg, Heidelberg und Neckargemünd.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 13, Mannheim 26.6.1974

10.07.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 26.6.1974, 24.7.1974) Nr. 14 heraus, in der sich u.a. mit Gewerkschaftsausschlüssen (UVB) und Günther Routhier befaßt.

Berichtet wird vom AKW Wyhl: "90 000 Unterschriften - Gegen das Kernkraftwerk in Wyhl/Kaiserstuhl breiter Protest". Berichtet wird auch: "Atommüllskandal in Obrigheim. Hochradioaktiver Abfall auf der öffentlichen Müllkippe von Obrigheim", auf der auch das KWO seinen Müll lagert.

Aus Bremen wird berichtet von der Bundeswehr-Veranstaltung bzw. den Jugendfreizeitheimen (JFH - vgl. 27.6.1974). Die Stadtteilzelle Bremen-Huchting berichtet in "Mieterversammlung spricht Bürgerschaftsabgeordnetem das Misstrauen aus" über Konrad Kunick (SPD) bzw. die Neue Heimat (NH). Die Zelle Druckindustrie Bremen berichtet in "Bremen: Weser-Kurier. Streik gegen Lohnraub und Spalterpolitik" in der Nacht vom 24. auf den 25.6.1974. Aus der Betriebszelle Nordmende Bremen kommt der Artikel "Polizei untersucht Streiks" zur Metalltarifrunde (MTR) im März.

Berichtet wird: "Gericht über Nordhorn-Range: 'Zumutbares Opfer'". Aus Munster wird berichtet über den "Kampfpanzer Leopard". Berichtet wird: "Braunschweig. Derzeit werden Unterschriften gesammelt aus Solidarität mit dem Vertrauensmann Aulich. Die gegen Aulich von der Bundeswehrführung eingeleiteten Maßnahmen werden 'aufs Schärfste' verurteilt." Die Zelle VFW Lemwerder berichtet in "Widerstand der Belegschaft. Kein Ausschluss von Lange. VK-Leitung bekommt kalte Füsse" von einem UVB-Verfahren.

Aus Hamm-Heessen wird berichtet von der Zeche Sachsen (vgl. 28.6.1974).

Aus Koblenz wird berichtet von der Bundeswehr aus der Fritsch-Kaserne in "Verfahren gegen Wendt eingestellt".

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus Berlin, Göttingen, Hamburg, Heidelberg, Kiel, Mannheim und Neckargemünd.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 14, Mannheim 10.7.1974

24.07.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 10.7.1974, 7.8.1974) Nr. 15 heraus.
Berichtet wird von der bundesweiten Türkeidemonstration in Köln (vgl. 13.7.1974), aufgerufen zur Chile-Woche (vgl. 7.9.1974, 14.9.1974).

Aus Mannheim wird in "Polizei in Zivil erschoss einen Jungarbeiter und verletzte zwei weitere ohne Grund u. Warnung" berichtet von H. J. Remizko. Aus Freiburg wird berichtet vom Rekruteneinzug am 1.7.1974. Aus Karlsruhe kommt der Artikel "Der Kampf um Rechte in der Bundeswehr. Die Institution des Vertrauensmanns nutzen - Zum Brief des Gefreiten B.". Aus Obrigheim wird berichtet in "Ablenkungsmanöver. Behörden und Fernsehen lenken von der Gefahr der Kernkraftwerke ab".

Aus Göttingen wird berichtet von der Zietenkaserne (vgl. 14.7.1974). Aus der Ortsaufbaugruppe Celle kommt über die Bundeswehr der Artikel "Wie die Offiziere feiern. Bericht einer Ordonanz aus Lüneburg".

Vom AKW wird berichtet: "Der Widerstand der Wyhler wächst".

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus Berlin, Hamburg, Heidelberg, Göttingen und Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 15, Mannheim 24.7.1974

07.08.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 24.7.1974, 21.8.1974) Nr. 16 heraus. Aufgerufen wird zum Chile-Treffen (vgl. 27.8.1974).

Berichtet wird auch vom CWM Bleiwerk Marckolsheim (vgl. 28.7.1974).

In "Zur Polizeischiesserei in Mannheim-Käfertal: Polizei und Justiz wollen die Wahrheit unterdrücken" wird berichtet über H. J. Remizko.

Aus Bremen wird berichtet in "Kurzer Streik bei Vulkan. Gegen viehische Arbeitsbedingungen". In "Cevapcici statt 40-Stunden-Woche" wird berichtet vom Bremer Senat bzw. dem Gesamtpersonalrat. Aus der Zelle Klöckner Bremen kommt der Artikel "Ein Sieg der Stahlarbeiter wird den Lohnkampf aller Arbeiter stärken" zur STR.

Aus Hamburg wird berichtet in "Handelsschiffe als Kreuzer. Waffen auf einem Handelsschiff während des 6-Tages-Kriegs entdeckt" von der Hamburg-Süd Reederei des Oetker-Konzerns über ein in Ägypten festgehaltenes Schiff.

Aus der Zelle Gesundheitswesen des KAJB Bremen wird berichtet in "Warum der Krüppel zum Strick griff…" von einer Internatszeitung im Internat I des Rehabilitationszentrum in Hessisch-Lichtenau.

Aus Niedersachsen berichtet die Kommunistische Gruppe (KG) Hannoversch Münden. Der Pionier V. S., Wolfsburg verfasste den Artikel "Der demokratische Kampf in der Bundeswehr. Die Institution des Vertrauensmannes in der Bundeswehr: Die Erfahrungen aus anderen Bereichen (Betrieb und Schule) werden mechanisch übertragen" zum offenen Brief des Gefreiten Aulich.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus Berlin, Göttingen, Hamburg, Heidelberg, Kassel und Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 16, Mannheim 7.8.1974

21.08.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 7.8.1974, 4.9.1974) Nr. 17 heraus.

Aufgerufen wird "Vorwärts zur Chile Solidaritätsdemonstration am 14. September in Frankfurt!". Abgedruckt wird der "Aufruf der Chilenen in der BRD", aufgefordert wird: "Solidarität mit Chilenen organisieren". Berichtet wird vom "Transportboykott" der ITF gegen Chile am 18. und 19.9.1973 und geschildert die "Wetterfahne. Forschungsminister Matthöfer und der Putsch in Chile".

In "Beschlagnahmeversuche gingen ins Leere" wird berichtet vom Vorgehen der Polizei gegen die 'KVZ' Nr. 16 wegen dem Artikel zu H. J. Remizko. Von diesem Fall wird auch berichtet in "Bürger bilden Untersuchungsausschuss. Die Mannheimer nehmen die Aufklärung über die Polizeischiesserei in Käfertal in die eigene Hand".

Von Dr. Walter Samsel stammt die "Antwort an die vorgesetzte Dienststelle: Wie und warum Atommüllskandal an die Öffentlichkeit kam", ein Brief an die Verwaltung des DKFZ Heidelberg zum Müllplatz in Obrigheim.

Aus Hessen wird in "Wer gut putzt, wird Krankenschwester" berichtet aus dem Alice-Hospital Darmstadt.

Aus Bochum wird berichtet i "Exklusives Komitee. Chile 'Solidarität' von Jusos und DKP".

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus Berlin, Göttingen, Hamburg, Heidelberg und Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 17, Mannheim 21.8.1974

04.09.1974:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 18 (vgl. 21.8.1974, 18.9.1974) in einer Auflage von 52 000 Ex. heraus. Die Zentralorgane der KBW-Vorläufer hätten zusammen eine Auflage von 20 000 erzielt.

Aufgerufen wird zur Chile-Demonstration nach Frankfurt (vgl. 25.8.1974, 14.9.1974), bekanntgegeben der Fahrplan der drei Sonderzüge. Berichtet wird u.a. über "Die Lage in Chile" und die "Widerstandskomitees" sowie: "Merck (CSU) grüßt Junta. Der bayrische Innenminister reiste durch Chile".

Festgestellt wird: "Die Plattform der Chile-Komitees. Eine geeignete Grundlage für die Aktionseinheit". Abgedruckt werden zu Chile das "Solidaritätslied" und das Lied "An Allende".

Angekündigt wird der IGM-Tag (vgl. 15.9.1974): "11. Gewerkschaftstag der IG Metall. der IGM-Vorstand stellt keinerlei Anträge zum gewerkschaftlichen Kampf".

Aus Baden-Württemberg wird berichtet, daß "das Oberschulamt Karlsruhe … den Lehrer Fritz Güde mit Beginn des neuen Schuljahres vom Dienst suspendiert" hat. Güde, Studienrat am Humboldt-Gymnasium, soll u.a. die 'KVZ' verkauft haben. Gleichzeitig wird bekannt, daß Jörg Ogrowski (Studienassessor an der Gewerbeschule I in Heidelberg) aus dem Schuldienst entlassen wurde, Jürgen Daum (Studienassessor am Tulla Gymnasium Mannheim) entlassen wurde und Mechthild Veil (Realschullehrerin an der Realschule Sinsheim) vom Dienst suspendiert wurde. Eingegangen wird dabei sowohl auf die Realschüler in Sinsheim als auch auf die Zelle Humboldt-Gymnasium der Kommunistischen Schülergruppe (KSG) Karlsruhe. Berichtet wird über Lehrer und Schüler des Gymnasiums Wertheim im Jahr 1970.

Aus Mannheim wird eingegangen auf die "Polizeischiesserei" in Käfertal, bei der Hans Jürgen Remizko starb (vgl. 17.7.1974) und auf den Skandal in der JVA, der vom Frankfurter Gefangenenrat aufgedeckt wurde.
Wegen Remizko würden jetzt Mitglieder des Untersuchungsausschusses angeklagt, weil sie behaupteten, daß die Wahrheit vertuscht werde. Bei den ungeklärten Todesfällen in der JVA dagegen würden Ermittlungen gar nicht oder nur halbherzig aufgenommen.
Aus Mannheim wird auch berichtet über Feudenheim sowie über die GEW Schulgruppe am Bildungszentrum Vogelstang, wo sowohl Grund- und Hauptschule als auch Realschule vereint sind.
Aus dem Raum Freiburg wird berichtet aus der IGM-Verwaltungsstelle (vgl. Aug. 1974) sowie von der besetzten Freiau (vgl. 22.8.1974). Gespendet wurde in Karlsruhe und Ludwigsburg.

Aus Bayern wurde gespendet in München.

Aus Berlin wurde gespendet, u.a. durch die Zelle Romanistik der KHG, und es wird aus dem GEW-Bereich berichtet über Referendare.

Aus Bremen wurde gespendet. Berichtet wird in "Betriebszelle Klöckner Hütte Bremen: Der bisherige Verlauf der Stahltarifrunde.1,20 DM pro Stunde mehr für alle!" von der STR auch in NRW bzw. bei Klöckner in Hagen-Haspe. Dort "diskutierten Kollegen über eine lineare Forderung zwischen 180 und 200 DM". Berichtet wird über Freizeitprobleme in "In Bremer Diskotheken. Wie es einem Jugendlichen aus dem Ostertorviertel ergeht, wenn er mal Tanzen gehen will". Aus Bremen kommt auch der Leserbrief "Schinder und ihre Erben. Leserbrief: 'Weberaufstand' in KVZ Nr. 17, Seite 16".

Aus Hamburg wurde gespendet und es wird berichtet aus Altona über den Lornsenplatz 1 sowie aus dem IGM-Bereich über Reynolds Aluminium und den IGM-Vertrauensleutekörper bei DEMAG-Conz.

Aus Hessen wird berichtet aus dem DGB Landesbezirk Hessen sowie aus dem AjLE der GEW-Bezirk Frankfurt. Aus Stadt Allendorf wird berichtet von der Glashütte Hirschberg (CPK-Bereich - vgl. Aug. 1974). Aus Wiesbaden wird berichtet von der Entlassung des eigenen Kandidaten im Rathaus (ÖTV-Bereich). Die Sympathisantengruppe Marburg berichtet vom Streik am dortigen Elisabethen Gymnasium (vgl. 26.8.1974).
Aus Frankfurt kommt eine Korrespondenz von der Wach- und Schließgesellschaft, berichtet wird auch über Angestellte an der Uni, über Fechenheim und die GEW Schulgruppe an der Gesamtschule Bockenheim-Süd. Aus Kassel wird aus dem GEW-Bereich berichtet vom Studienseminar Kassel, aus Offenbach vom AjLE der GEW (vgl. 20.5.1974). Aufgerufen wird zur landesweiten Wahlveranstaltung (vgl. 10.9.1974). Bekanntgegeben wird die eigene Kandidatur zu den Landtagswahlen (LTW) in den Wahlkreisen 32, 33, 35, 36, 38 und 39 in Frankfurt, 49 und 50 in Darmstadt, 24 in Friedberg, 19 in Giessen, 4 und 5 in Kassel, 43 in Offenbach, 17 in Wetzlar sowie 26, 27 und 28 in Wiesbaden. Gespendet wurde durch die KHG Darmstadt, in Giessen, u.a. durch die Sympathisantengruppe Giessen und die GUV Giessen, in Kassel, in Frankfurt, u.a. beim KVZ-Verkauf in der Nordweststadt sowie durch die KBW-Zelle Psychologie und die KSB Zellen Erziehungswissenschaften und Geschichte.

Aus Niedersachsen verfassen die Marxisten-Leninisten Goslar/Bad Harzburg (ML G/BH) den Artikel "Gewerkschaftsjugend wollte ihre Kritik veröffentlichen. Gegen den neuen Gesetzentwurf". Darin wird u.a. eingegangen auf die CPK-Jugendgruppe und den DGB Kreisvorstand Goslar sowie auf die vor langem erfolgte Auflösung des DGB KJA. Die Ortsgruppe Wolfsburg/Gifhorn berichtet aus Herzlake im Kreis Meppen. Die Ortsaufbaugruppe Walsrode /Fallingbostel berichtet vom Chilekomitee (vgl. 27.8.1974). Aus Hildesheim wird berichtet von der Kartonfabrik Siegerwellpappe (CPK-Bereich - vgl. Aug. 1974). Erwähnung finden aber auch Gifhorn, Hildesheim, Osnabrück und die Zelle VW Wolfsburg. Aus Wolfsburg kommt von M. A. der Artikel zur Bundeswehr, "Wie es dem Vertrauensmann Aulich erging. Dem falschen Weg der 'Demokratisierung' den Kampf um Demokratie entgegenstellen", in dem Aulich über seine Erfahrungen berichtet. Gespendet wurde durch die Sympathisantengruppe Verden, in Diepholz und Emden, von der Zelle Germanistik des KSB Göttingen und der Betriebszelle Bosch Göttingen sowie der Zelle Chemie des KSB Braunschweig.

Aus NRW berichtet ein Student aus Münster über das Finanzamt Hamm (ÖTV-Bereich). Eingegangen wird auch auf die Zivildienstleistenden (ZDL) im evangelischen Pflege- und Altenheim Hattingen. Die Kommunistische Gruppe (KG) Herne berichtet über Blaupunkt (1 700 Beschäftigte). Aus Gelsenkirchen wird von der Schließung der Zeche Bismarck 1967 berichtet. Die Bergbauzelle Dortmund berichtet von den Schachtanlagen Minister Stein, Gneisenau, Scharnhorst und Hansa. Die Zelle Klöckner Bremen berichtet von Klöckner Hagen-Haspe. Die Kommunistische Gruppe (KG) Krefeld berichtet von den DEW. Gespendet wurde in Oberhausen, durch den KSB Münster, die KG Essen und die Zelle Psychologie und Soziologie der KHG Aachen.

In Rheinland-Pfalz wurde gespendet durch die Sympathisanten des KBW Trier. Von W. S., vermutlich aus Koblenz, stammt der Artikel "Offene und verdeckte Arbeit in der Bundeswehr".

Aus dem Saarland wird berichtet aus Saarbrücken von den Saarbergwerken.

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von der Bundeswehr in Pinneberg.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Hamburg.
- Niedersachsen aus Göttingen.
- Rheinland-Pfalz aus Mainz.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 18, Mannheim 4.9.1974

18.09.1974:
Der KBW gibt die Nr. 19 der 'Kommunistischen Volkszeitung (KVZ - vgl. 4.9.1974, 2.10.1974) in einer Auflage von 52 000 Stück heraus.

In "Jagdleidenschaften. Ein Jagdrevier für Offiziere durch Enteignung" wird über die Bundeswehr berichtet aus Münchsmünster, Landkreis Pfaffenhofen.

Aus Bremen wird berichtet in "Vulkanesen kämpfen erfolgreich gegen die Kürzung der Pausen".

Aus Hessisch-Lichtenau wird berichtet aus der Blücherkaserne aus der 1. PzAufklBtl 2 in "Einengung der Bewegungsfreiheit. Soldaten berichten: 3 Kompaniebefehle gegen die Mannschaften".

Aus NRW berichtet die Kommunistische Gruppe Herne von über "300 Entlassungen bei Blaupunkt Herne", die Kommunistische Gruppe Erbach/Michelstadt (ODW) von "17% Arbeitslosigkeit beim Arbeitsamt Erbach".

Aus Koblenz kommt der Artikel "'Schneller Wechsel'. 100 000 Soldaten im Manöver / 8 Tote bei 'Bold Guard'". Von W. S., Koblenz, erscheint der Artikel "Die Debatte um den Vertrauensmann in Bezug zur Arbeit in den Kasernen setzen (Teil 1)".

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus Heidelberg, Hamburg (vgl. 19.9.1974), Göttingen, Kiel und Mainz.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 19, Mannheim 18.9.1974

02.10.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 18.9.1974, 16.10.1974) Nr. 20 in einer Auflage von 54 000 Stück heraus.

Von der IGM (vgl. 15.9.1974) wird berichtet: "IG Metall Gewerkschaftstag. Auf dem Gewerkschaftstag wurde kaum Kritik geäußert, aber Loderer mußte in seinem Grundsatzreferat auf wachsende Kritik aus den Betrieben eingehen". Eingegangen wird auch auf die Verabschiedung der UVB.

Berichtet wird auch vom CWM Bleiwerk Marckolsheim (vgl. 16.9.1974).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von der Chilesolidarität am Gymnasium Wiesloch. Aus Böblingen wird berichtet vom Reparaturwerk Böblingen (vgl. 12.9.1974).

Vermutlich aus Roth wird berichtet in":
Schweizer Wurstsalat: 50 Mann krank

Nürnberg. Am Dienstag, den 17. September 1974 gab es in der Infanteriekaserne als Abendessen Schweizer Wurstsalat. Das hörte sich ganz gut an. Aber die Folge des Genusses der Wurst war, daß über 50 Soldaten sich erbrechen mußten. Der Grund dafür wurde bald gefunden. Die Küche hatte alte Wurst verwendet, die inzwischen schon schlecht geworden war. Da sieht man einmal wieder, daß beim Essen für die Soldaten am meisten gespart wird, und es wichtig ist, daß die Verpflegungssätze angehoben werden."

Die Zelle Klöckner Bremen berichtet in "Bei Stahl 14 % gefordert. Das entspricht nicht dem, was die Kollegen brauchen" von der Stahltarifrunde (STR). In "Bremer Arbeiterjugend setzt sich gegen Entlassungen zur Wehr" wird berichtet von BWM bzw. der Demonstration am 3.10.1974. In "Bremer Lehrergewerkschaft nimmt Stellung zur miserablen Schulsituation" wird berichtet von der Delegiertenkonferenz des VBBLE in der GEW am 10.9.1974.

Aus Bensheim wird berichtet vom Wahlkampf und in "Ausländer - Schuld an der Arbeitslosigkeit?" von Zieringer. Aus Wilhelmsthal, Landkreis Kassel, wird in "Zählen die Menschen gar nichts?" berichtet über die NATO-Herbstmanöver.

Die Sympathisantengruppe Neumünster berichtet in "Bold Guard: Generäle riskieren Menschenleben gegen Behördenverfügung" über die Fallschirmjäger der Bundeswehr.

Berichtet wird:"
Schlechtes Essen: 80 Soldaten haben Magenkrämpfe

Koblenz. Die Offiziere loben immer das gute Essen in der Bundeswehr. Doch nun ist in der Gneisenau-Kaserne, wie in vielen anderen Kasernen, etwas passiert, was dies widerlegt: 80 Soldaten liegen im San-Bereich mit Magen-Krämpfen. Ursache hierfür war die Büchsenwurst, die mit der letzten EPA-Packung am Freitag ausgegeben wurde.
Dies ist kein Einzelfall. Sehr oft kommt es vor, daß die Soldaten einen undefinierbaren Fraß vorgesetzt bekommen, vom dem sie Bauchweh und Magenkrämpfe bekommen."

Beilagen wurden uns bekannt aus Göttingen, Heidelberg, Hamburg, Kiel, Köln, Mainz und Quickborn / Ellerau.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 20, Mannheim 2.10.1974; Schulkampf Nr. 6, Göttingen 14.10.1974, S. 13

16.10.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 2.10.1974, 30.10.1974) Nr. 21 in einer Auflage von 57 000 Stück heraus.

Berichtet wird über eine eigene Beratung (vgl. 21.9.1974). Aufgerufen wird zur Solidarität mit der ZANU Zimbabwe (vgl. 24.9.1974, 18.10.1974).

Aus Frankreich wird berichtet vom CWM Bleiwerk Marckolsheim (vgl. 6.10.1974).

Laut KOB Göttingen (vgl. 14.10.1974) wird auch berichtet von der Chilesolidarität am Gymnasium Wiesloch.

Aus Bremen wird in "Zur Entlassung von Jugendvertretern" berichtet von der AGW und in "Nordmende: Bespitzelung von Jugendlichen durch Kamera". Aus Bremerhaven wird in "Urlaubsgeldforderung durchsetzen" berichtet von den Städtischen Krankenanstalten. Die Stadtteilzelle Kattenturm berichtet in "Arzt versagt Hilfe" über die verweigerte Krankenschreibung einer schwangeren türkischen Arbeiterin durch einen Frauenarzt.

Aus Hessen wird berichtet von den eigenen Wahlsendungen (vgl. 2.10.1974).

Aus NRW wird berichtet vom Anti-AKW-Protest aus Kalkar (vgl. 28.9.1974).

Von W. S. aus Koblenz erscheint der Artikel "Der Kampf in der Armee um Rechte für die Soldaten richtet sich gegen den Auftrag der Armee. Die Debatte um den Vertrauensmann in Bezug setzen zur Arbeit in den Kasernen (Schluß)". Aus Ludwigshafen wird vom AKW berichtet in "Kein Bau gegen Kernkraftwerken gegen die Lebensbedingungen der Bevölkerung. Die BASF will mitten unter 600 000 Menschen ein Kernkraftwerk bauen / Sicherung der Arbeitsplätze?" sowie in "In Ludwigshafen stirbt's sich früher!" zur BASF bzw. dem BASF-AKW.

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet vom AKW Brokdorf und in "Empörung in der 2./163 gegen Oberleutnant Schwarz" aus der Bose-Bergmann-Kaserne in Wentorf.

Ortsbeilagen zu dieser Ausgabe wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Hamburg.
- Niedersachsen aus Göttingen.
- NRW aus Dortmund und Köln.
- Rheinland-Pfalz aus Mainz.

Verkauft wird diese KVZ u.a. in:
- NRW in Dortmund: rund 30 Stück vor dem Arbeitsamt (vgl. 21.10.1974);
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 21, Mannheim 16.10.1974; Kommunistische Volkszeitung - Ortsbeilage Dortmund Nr. 22, Dortmund o. J. (30.10.1974), S. 1;Schulkampf Nr. 6, Göttingen 14.10.1974, S. 13

30.10.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 16.10.1974, 7.11.1974) Nr. 22 heraus. Angekündigt wird die ab dieser Nummer erfolgende Umstellung auf wöchentliches Erscheinen. Berichtet wird vom Hungerstreik RAF-Gefangenen im Artikel "Solidarität mit den politischen Gefangenen. Der Hungerstreik ist gerecht".

In "Die ÖTV-Tarifrunde richtig vorbereiten" kommen zur ÖDTR die Berichte "Beschluß des Vertrauensleutekörpers der Uni-Verwaltung Bremen", "Frankfurt: Mitgliederversammlung Uniklinik für 250 DM", "Wie plant die ÖTV-Führung die Tarifrunde", ein Bericht aus dem ÖTV-KV Heidelberg, "ÖTV-Vertrauensleutesitzung für Festgeldforderung" am AK Eilbek in Hamburg; "250 DM gefordert" an der Orthopädie Heidelberg, von der dortigen Zelle, sowie "Jugendmitgliederversammlungen durchführen" zum ÖTV KJA Wiesbaden, von der KBW-OG sowie ein Bericht von der Jugendmitgliederversammlung an den Wiesbadener Kliniken.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet in "Eine Typhusepidemie ist kein Zufall. Behörde hält Informationen über verdächtige Firma zurück" von der Epidemie im Raum Heidelberg / Stuttgart. Es werden erwähnt die Ortsaufbaugruppe (OAG) Stuttgart sowie die Sympathisantengruppen (SG) Friedrichshafen und Weingarten. Die demokratische Soldatengruppe Ulm-Dornstadt verfaßte den Artikel "Ziel muß das Recht auf Kündigung sein! Den Kampf für Selbstverwaltung der Kantinen aufnehmen! Kantinenboykott in Ulm-Dornstadt seit dem 1. Oktober / Die taktischen Fragen diskutieren".

Gemeldet wird vom AKW Whyl und dem CWM Bleiwerk:"
Am letzten Donnerstag haben auf einer erneuten Versammlung in Königsschaffhausen 400 Menschen die weitere Besetzung von Marckoldsheim und die Vorbereitung der Besetzung von Wyhl organisiert."

Aus Bayern werden für München die Iran-Wochen (vgl. 2.12.1974) angekündigt. In "Kurze Behandlung" wird berichtet aus der 12./LwAusbRg 3 in Roth.

Aus der Zelle Hanomag Bremen kommt der Artikel "Wir müssen die Einheit herstellen. Diskussionen über die Notwendigkeit der Einheit während der Kurzarbeit bei Hanomag in Bremen" zur Kurzarbeit vom 24.10. bis 6.11.1974. In "Streik gegen Denunzianten" wird berichtet von Lloyd-Dynamo (vgl. 14.10.1974). In "Heil im Angriff gesucht. Bremens Bildungssenator Thape suspendiert Lehrerin" wird berichtet vom Berufsverbot gegen Karin Maier am Gymnasium Huckelriede. Von der MTR wird berichtet über:"
Beschlüsse in Bremer Metallbetrieben zur Metalltarifrunde

Vier Abteilungen des Bremer Vulkan haben in der letzten Woche auf Branchenversammlungen Forderungen in Mark und Pfennig in Höhe von 1 Mark erhoben. Bei dem Raumfahrtunternehmen ERNO hat ein IG Metall-Arbeitskreis 250 Mark mindestens gefordert. Bei einer Umfrage unter den Arbeitern und Angestellten bei VFW Fokker in Bremen haben sich die Arbeiter mehrheitlich für eine Forderung in Mark und Pfennig in der diesjährigen Metalltarifrunde ausgesprochen."

Aus Hessen wird berichtet von den Landtagswahlen (LTW - vgl. 27.10.1974), die Sympathisantengruppen (SG) Kassel und Marburg erwähnt und für Marburg die Iran-Wochen (vgl. 2.12.1974) angekündigt. Aus Lampertheim wird berichtet vom Jugendzentrum (vgl. 13.10.1974).

Aus Niedersachsen werden erwähnt der Kommunistische Lehrerbund (KLB - vgl. Okt. 1974) Braunschweig, sowie die Ortsaufbaugruppen (OAG) Clausthal-Zellerfeld, Seesen und Walsrode. In "'Ihre Aussage steht gegen die eines Leutnants'" wird aus Goslar berichtet von der Bundeswehr, Der Bericht ist: "Gebilligt und verabschiedet durch die Mannschaftsdienstgrade des 2. Zuges, 16. Kompanie, Fernmelderegiment 33 in Goslar". Die Ortsaufbaugruppe Hameln berichtet vom AKW Grohnde.
Gespendet wurde durch die Sympathisantengruppen (SG) Holzminden, Osterholz/Scharmbeck, Peine und Wolfenbüttel.

Aus NRW werden für Bonn und Köln die Iran-Wochen (vgl. 2.12.1974) angekündigt und erwähnt die Ortsaufbaugruppen (OAG) Opladen/Leverkusen und Paderborn sowie die Sympathisantengruppen (SG) Herne, Essen und Bonn.

Aus Rheinland-Pfalz werden Spenden für die KVZ werden veröffentlicht von den Sympathisantengruppen Ludwigshafen, Trier und Worms.

Ortsbeilagen (OBL) wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Berlin und Hamburg.
- Niedersachsen aus Göttingen.
- NRW aus Dortmund.
- Schleswig-Holstein aus Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 22, Mannheim 30.10.1974

07.11.1974:
Der KBW gibt die Nr. 23 seiner 'KVZ' (vgl. 30.10.1974, 14.11.1974) in einer Auflage von 57 000 Stück heraus.

Unter der Überschrift "Die ÖTV-Tarifrunde richtig vorbereiten!" finden sich zur ÖDTR Berichte von der ÖTV-Betriebsgruppe am Finanzamt Bremen, aus Hamburg vom AK Eilbek, von der Stadtsparkasse Mannheim, von der ÖTV-Betriebsgruppe Universität Oldenburg, der ÖTV-Abteilung gemeinden Dortmund, der ÖTV-Ortsgruppe Singen und dem ÖTV-Ortsverein Konstanz.

Von den Studenten wird berichtet in "Doppelter Betrug: Die materielle Lage der Studenten verschlechtert sich".

Aus Heidelberg wird auf der Titelseite gefragt: "Wer ist schuld an der Typhuswelle" und berichtet vom Kaufhof, dessen Geschäftsleitung gegen den KBW die Polizei rief bzw. verwiesen auf den Artikel "Weil sich der Staat vor die Kapitalisten stellt breitet sich die Typhuswelle aus. Behörden halten die Namen der Kaufhäuser geheim, die als Infektionsquellen in Betracht kommen".

Aus Bayern wird berichtet in "Stimmrecht aberkannt. SPD-Studenten als Handlanger der bayrischen Staatsregierung / Zentralratssitzung des VDS".

Aus Bremen wird in "Wer CDU wählt, rückt noch lange nicht nach rechts!" berichtet vom Berufsverbot gegen Hermann Kuhn wegen dem 1. Mai, dem die SPD-Lehrergruppe an der Gesamtschule West schriftlich die Solidarität verweigert habe sowie vom Schülerstreik und Demonstration am 1.11.1974 gegen das Berufsverbot gegen Karin Maier am Gymnasium Huckelriede. Davon berichtet auch der Artikel "Elternproteste und Schülerstreik. Breiter Widerstand gegen die Entlassung der Lehrerin Karin Maier". Berichtet wird auch:"
Schulstreik in der Vahr

Bremen. Im Oktober wurde in den Schulen Witzlebenstraße und Wilhelm-Leuschner-Straße in der Vahr in Bremen ein eintägiger Proteststreik durchgeführt. 1 400 Schüler blieben zu Hause. Der Protest der Eltern, Schüler und Lehrer richtet sich gegen den Unterrichtsausfall und dagegen, daß trotz dieser Lage Lehrer aus diesen Schulen versetzt werden."

Aus Hessen werden erwähnt sympathisierende Kommunistische Gruppen (KG) in Mörfelden und Neu Isenburg. In "Ein Jugendoffizier als MAD-Spitzel auf Schülerversammlung entlarvt. Olt Schmincke ließ Wortmeldungen und Namen von Soldaten aufschreiben / Die Schüler protestierten" wird berichtet von einer Podiumsdiskussion an der Gesamtschule Lohfelden mit ZDL und Soldaten vom SRK Kassel.

Ein Reservist aus Peine berichtet in "Die politische Meinung wird unterdrückt. Munster: KVZ-Artikel am Schwarzen Brett verboten / Kommandeur: 'Über den Wahrheitsgehalt habe ich nicht zu entscheiden'". In "Die Ausbildung in der 3/1. Zugführer verhindert Erste Hilfe-Leistung an einem Soldaten" wird berichtet aus Braunschweig aus der AusbKp 3/1 in der Leutnant-Müller-Kaserne.

Aus NRW wird aus Bochum das sympathisierende Schülerkollektiv/ML (SK/ML) erwähnt. Aus Münster wird berichtet in "KVZ-Lesen erlaubt" von der Bundeswehr. In "Die erste Woche der Grundausbildung" berichtet ein Schütze der NchSchKp 190 aus der Westfalenkaserne in Ahlen.

Ortsbeilagen wurden uns bisher bekannt aus Göttingen, Hamburg, Heidelberg und Westberlin.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 23, Mannheim 7.11.1974

14.11.1974:
Der KBW gibt die Nr. 24 seiner 'KVZ' (vgl. 7.11.1974, 21.11.1974) heraus.
Berichtet wird vom Hungerstreik der RAF: "Der Hungerstreik der Häftlinge ist gerecht! Die Isolations- und Vernichtungshaft muß weg!". Joscha Schmierer betont, es gelte angesichts des Todes von Holger Meins nicht, nun Rache zu nehmen, sondern die Isolations- und Vernichtungshaft abzuschaffen.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet in "Mit banalen Hygieneempfehlungen gegen die Typhuswelle" aus Freiburg und vom Tod einer Frau in Stuttgart sowie von Demonstrationen gegen den Tod des RAF-Gefangenen Holger Meins in Freiburg (vgl. 10.11.1974), Heidelberg (vgl. 11.11.1974), Mannheim (vgl. 10.11.1974) und Stuttgart (vgl. 10.11.1974). Aus Freiburg wird berichtet vom Bleiwerk Marckolsheim (vgl. 9.11.1974). Aus Mannheim wird zu H. J. Remizko dokumentiert die "Presseerklärung. zu der Polizeischießerei in Mannheim-Käfertal" von Mathias Müllerschön für den Untersuchungsausschuß. Zum AKW Whyl und dem CWM Bärlocher Bleiwerk erscheint der Artikel: "Weder ein Bleiwerk in Marckolsheim, noch ein Kernkraftwerk in Wyhl!".

Aus Bayern wird berichtet aus München von der Demonstration (vgl. 11.11.1974) gegen den Tod des RAF-Gefangenen Holger Meins. In "Aus der 'Aktuellen Information'. Belehrung über Spionage und Zersetzung. Das Gezeter des MAD wird die politische Arbeit nicht aufhalten" wird berichtet aus der 12./LwAusbRG 3 in Roth.

Aus Berlin wird berichtet von der Demonstration (vgl. 11.11.1974) gegen den Tod des RAF-Gefangenen Holger Meins.

Aus Bremen wird berichtet aus Bremen von der Demonstration (vgl. 10.11.1974) gegen den Tod des RAF-Gefangenen Holger Meins. Die Betriebszelle Siemens berichtet in "Siemens: 10% mehr Akkord" sowie in "Kurzarbeit - Wieder 16 Prozent Dividende". Berichtet wird:"
KSB gegen KSB

In seinem Eifer, der Kapitalistenklasse bei der Verteidigung ihrer Eigentumsverhältnisse zur Hand zu sein, hat sich das Oberlandesgericht Karlsruhe jüngst einem verrückten Einfall angeschlossen, den die KSB-Kapitalisten schon seit einigen Jahren verfolgen. Die Herren von Klein-Schanzlin und Becker hat es verdrossen, daß in verschiedenen Städten kommunistische Studentenorganisationen unter dem Namen KSB, Kommunistischer Studentenbund, tätig sind. KSB vertrage sich nicht mit KSB. Die Studentenorganisation dürfe die Abkürzung nicht benutzen, weil die Arbeiter von KSB dadurch beunruhigt würden, daß eine Organisation mit gleichlautender Abkürzung existiere, die das selbständige Unternehmertum und die herrschende Gesellschaftsordnung beseitigen wolle.
In der ersten Instanz waren die KSB-Kapitalisten mit ihrem Begehren gegen die Bremer Studentenorganisation noch abgeschifft. Jetzt muß die Studentenorganisation vor dem Bundesgericht um ihren Namen fechten."

Berichtet wird auch:"
Debatte verboten. Bildungssenator will Diskussion über Berufsverbote verbieten

Bremen. Die Entlassung der Lehrerin Karin Maier und die geplante Entlassung des Lehrers Siegfried Faulstich haben zu einem breiten Widerstand der Lehrer, Eltern und Schüler gegen diese Maßnahmen des Bremer Bildungssenators geführt. Die Fachgruppe Gymnasium der GEW (Verband Bremer Lehrerinnen und Lehrer) verabschiedete einstimmig eine Resolution gegen diese Maßnahmen. Eine Schülervollversammlung des Gerhard-Rohlfs-Gymnasiums fordert die Zurücknahme der Entlassung von k. Maier und der Entlassungsdrohung gegen S. Faulstich.
Die Schüler des Gerhard-Rohlfs-Gymnasiums sammelten in Bremen-Nord Unterschriften gegen die geplante Entlassung und auch am Schulzentrum Lerchenstraße führten die Schüler spontan eine Unterschriftensammlung durch. In vielen Lehrerkollegien wurde die Debatte über die Berufsverbote geführt. Der Bremer Schulsenator hatte nichts anderes zu tun, als am 5.11. auf einer Direktorenkonferenz den Beschluß fassen zu lassen, daß in den Kollegien über die Entlassungen nicht mehr diskutiert werden dürfe. Die Lehrer der 'Kleinen Helle' beschlossen nach halbstündiger Debatte, auf der nächsten Konferenz trotzdem die Frage der Entlassungen als Tagesordnungspunkt eins zu behandeln."

Aus Hamburg wird berichtet von der Demonstration (vgl. 10.11.1974) gegen den Tod des RAF-Gefangenen Holger Meins. In "Die medizinische Versorgung bei der Bundeswehr: Mus der Finger ab? Kein Interesse an der Gesundheit der Soldaten" berichtet ein Panzergrenadier aus Wetzlar.

Aus Hessen wird berichtet aus Darmstadt von der Demonstration (vgl. 10.11.1974) gegen den Tod des RAF-Gefangenen Holger Meins.

Aus Niedersachsen wird berichtet von Demonstrationen gegen den Tod des RAF-Gefangenen Holger Meins aus Braunschweig (vgl. 10.11.1974), Hannover (vgl. 10.11.1974) und Hildesheim (vgl. 10.11.1974). In "Training für den Einsatz in Nordirland" wird aus der OAG Celle berichtet über das britische Regiment Prince of Wales in Celle.

Aus NRW wird berichtet von Demonstrationen gegen den Tod des RAF-Gefangenen Holger Meins aus Bielefeld (vgl. 11.11.1974) und Bochum (vgl. 11.11.1974). In "Soldat unterrichtet über Chile. Die 'Aktuelle Information' wird politisch genutzt" wird berichtet aus der Kaserne Gellendorf in Rheine.

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet aus Mainz von der Demonstration (vgl. 10.11.1974) gegen den Tod des RAF-Gefangenen Holger Meins.

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet aus Kiel von der Demonstration (vgl. 10.11.1974) gegen den Tod des RAF-Gefangenen Holger Meins.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus Berlin, Göttingen, Heidelberg, Hamburg und Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 24, Mannheim 14.11.1974

21.11.1974:
Der KBW gibt die Nr. 25 seiner 'KVZ' (vgl. 14.11.1974, 28.11.1974) heraus, in der er sich u.a. zum Hungerstreik der RAF-Gefangenen äußert in einem Artikel von Joscha Schmierer, "Die RAF-Häftlinge sind politische Feinde der Arbeiterklasse", in dem es u.a. heißt:"
Obwohl die RAF in der Arbeiterklasse kein gutes Ansehen genießt, weil ihre Aktionen gegen den bürgerlichen Staatsapparat völlig massenfeindlich gewesen sind und nach wie vor bleiben, ist es möglich, in der Auseinandersetzung unter den Massen zu erklären, auf was die bürgerliche Klasse bei der Verfolgung der RAF-Häftlinge hinaus will: Unter der Hand will sie ihren Polizeiapparat ständig vervollkommnen, will sie die Haftbedingungen für politische Häftlinge extrem verschärfen und das Recht der juristischen Verteidigung weitgehend abschaffen. Sie will gleichzeitig durch ihre Hetze glaubhaft machen, dies alles geschehe im Interesse des Volkes und der Arbeiterklasse."

Weitere Artikel sind:
- "UNESCO-Vertreter der Lon-Nol-Marionettenregierung schließt sich der Nationalen Einheitsfront von Kambodscha (FUNK) an".

In "Tarifforderungen von ÖTV-Kollegen" zur ÖDTR wird berichtet aus Bremen von der Betriebsgruppe Familienhilfe, der Mitgliederversammlung der Abteilung Justiz und dem Vertrauensleutekörper Finanzverwaltung. In "Bremer Schüler beschliessen Demonstration. Gesamtschülervertretung beschließt Demonstration gegen die Schulmisere" wird diese für den 5.12.1974 angekündigt. Dazu erscheint ein Bild vom Protest gegen eine Lehrerversetzung an der Schule beim Sattelhof.

Die Ortsaufbaugruppe Emmendingen berichtet vom CWM Bleiwerk Marckolsheim (vgl. 16.11.1974). In einem Interview mit zwei ehemaligen Insassen werden durch die OG Mannheim geschildert "Die Zustände in der Jugendstrafanstalt Schwäbisch-Hall".

Aus Bremen wird berichtet aus dem ÖTV-Bereich in "Tippen im Akkord. Der Bremer Senat rationalisiert die Schreibdienste". Berichtet wird:"
Umsetzungen und Entlassungen

Bremen. bei Atlas stehen Umsetzungen und Entlassungen in den Abteilunge Sonderwerkstatt und Endmontage an. Die Aufträge im nächsten Jahr nehmen um 60 % ab. Außerdem will Atlas in das Zivilgeschäft einsteigen. Die teuren Facharbeiter sollen rausgeworfen und billigere Arbeitskräfte eingestellt werden."

Berichtet wird auch:"
Wie die Vulkan-Kapitalisten die Krise nutzen

Bremen. Bei Vulkan soll jetzt ein Ingenieur eingestellt werden, der nichts anderes zu tun hat, als hinter der Belegschaft herzuspionieren, um die Pünktlichkeit jedes Kollegen zu überwachen. Begründet wird die Einstellung des Ingenieurs ganz offen damit, daß man bei derart vielen Arbeitslosen die für den Betrieb Passabelsten aussuchen und die anderen auf die Straße werfen werde.
Trotz der Behauptungen, die Arbeitsplätze bei Vulkan seien nicht gefährdet wegen guter Auftragslage, ist klar: Die Kapitalisten nutzen die Krise, um aus den Kollegen mehr Arbeit herauszupressen."

Berichtet wird:"
Sparmaßnahmen

Bremen. 400 bedürftige Bremer Kinder erhalten derzeit an den Grund- und Hauptschulen täglich kostenlos einen Viertelliter Milch. nach einem am 15.11. veröffentlichten Beschluß der Deputation für Bildung in Bremen soll diese Unterstützung jetzt verringert werden, weil angeblich kein Geld für die Milch da sei. Gleichzeitig genehmigte sich der Bremer Senat einen Werbeetat in Höhe von 250 000 Mark, mit dessen Hilfe 'unpopuläre Maßnahmen' (Bürgermeister Koschnick) der Bevölkerung 'verkauft' werden sollen."

Berichtet wird:"
Kein Berufsverbot für Jens Scheer

Bremen. Gegen Jens Scheer, Physik-Professor an der Universität Bremen, ist vom Bremer Senat durch Bildungssenator Thape (SPD) ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden. Anlaß: Kleben eines Plakates der Gruppe Rote Fahne (KPD). 'Mit dieser Beamtenpflicht läßt sich der aktive Einsatz für die KPD grundsätzlich nicht vereinbaren.' (aus dem Thape-Schreiben an Jens Scheer)."

Die Sympathisantengruppe Itzehoe berichtet vom AKW Brokdorf (vgl. 12.11.1974).

Beilagen wurden uns bekannt aus Göttingen, Hamburg, Köln und Oldenburg.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 25, Mannheim 21.11.1974

28.11.1974:
Der KBW gibt die Nr. 26 seiner 'KVZ' (vgl. 21.11.1974, 5.12.1974) heraus.

Über "ÖTV-Tarifforderungen" zur ÖDTR wird berichtet aus Bremen von der ÖTV-Betriebsgruppe der Verwaltungsschule, der Betriebsgruppe beim Senator für Bildung, Wissenschaft und Kunst, der Betriebsgruppe am Zentralkrankenhaus St. Jürgenstraße "am 19.11.: 8 %, mindestens 180 DM, 500 DM Urlaubsgeld)", der Betriebsgruppe Ausgleichsamt und dem Ortsamt Overvieland.

Weitere Artikel sind:
- "Zulassungsbeschränkungen müssen weg. Immer mehr Studienbewerber werden abgelehnt. Die Reformpolitik ist gescheitert" zum NC;
- "'Sozialer Härtefall'" zum NC an der TU Braunschweig;
- "'Zweitägiger Warnstreik'. Die Behörden drohen den Eltern Bußgeldstrafen an" zur Grundschule Insheim, Kreis Landau.

Vom CWM Bleiwerk wird berichtet: "Marckolsheim - Besetzung fortgesetzt".

Berichtet wird in einem Leserbrief erneut über die Jugendstrafanstalt Schwäbisch-Hall.
Aus Bremen wird von den UVB berichtet in "Bremer Vulkan: Gewerkschaftsausschluss". Dokumentiert wird zur MTR: "Bremen: Tarifbeschlüsse der IGM-Vertrauenskörper und der Tarifkommission". Aus der Ortsbeilage Bremen übernommen wird der Artikel "Stufenausbildung schürt die Konkurrenz. Erfahrungen bei Lloyd-Dynamo Bremen" von der KAJB-Zelle LDW. Von der Stadtteilzelle Kattenturm erscheint der Artikel "Wohnkäfige für die arbeitenden Massen. Aus dem Untersuchungsbericht der Stadtteilzelle Kattenturm in Bremen".

Aus Niedersachsen wird eine Kommunistische Gruppe (KG) Diepholz erwähnt.

Beilagen wurden uns bekannt aus Göttingen, Hamburg, Heidelberg, Kiel, Köln, Mainz und Verden.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 26, Mannheim 28.11.1974

05.12.1974:
In seiner heutigen 'KVZ' veröffentlicht der KBW zur RAF einen Artikel von Joscha Schmierer, "Einige Fragen, über die wir Klarheit schaffen müssen", in dem es u.a. heißt:"
Die Kommunisten haben mit der RAF eine Gemeinsamkeit: Auch die RAF kämpft gegen die Kapitalistenklasse und gegen den bürgerlichen Staatsapparat. Die Kommunisten tun das mit folgendem Ziel: Errichtung der Herrschaft der Arbeiterklasse und Aufbau des Sozialismus auf Grundlage der Vergesellschaftung der Produktionsmittel, bis schließlich mit der Verwirklichung der klassenlosen Gesellschaft die Notwendigkeit jeder Herrschaft abstirbt.
Mit welchem Ziel die RAF angetreten ist, ist weniger eindeutig … Die soziale Basis, auf der sich die Vorstellungen der RAF herausgebildet haben, ist nicht die Arbeiterklasse, sondern das Milieu von Intellektuellen, Künstlern und gehobenen Gelegenheitsarbeitern … Teile dieses Milieus wenden sich der Arbeiterklasse zu. Zu diesen Teilen gehört auch die RAF. Aber sie wenden sich der Arbeiterklasse zu als Leute, die die Arbeiterklasse aus ihrer Passivität aufrütteln müssen, während es in Wirklichkeit so ist, daß die Massen an einem Tag sich wesentlich mehr bewegen, als dieses ganze Milieu jemals in Bewegung bringen wird … Die RAF ist gegen die Ausbeuterordnung der Kapitalisten und für die Beseitigung von Ausbeutung und Unterdrückung, sie ist gegen die Aggression des US-Imperialismus in Vietnam, gegen die zionistische Vertreibung der Palästinenser aus Palästina, gegen den Imperialismus und für die unterdrückten Völker. In all diesen Fragen tritt die RAF für die gerechte Sache ein. Insofern steht die RAF auf der Seite der Arbeiterklasse und des Volkes … Man muß feststellen, daß die RAF meist falsch gehandelt hat und falsch aufgetreten ist … daß es falsch ist, Aktionen durchzuführen, die nicht genau zwischen den Feinden des Volkes und dem Volk unterscheiden … Wir sind mit der RAF solidarisch, d.h. einverstanden, soweit sie gegen den bürgerlichen Staatsapparat kämpft. Wir sind mit ihr ganz und gar nicht einverstanden, soweit sie dies mit untauglichen und falschen Methoden tut. Also sind wir solidarisch mit dem Hungerstreik der RAF gegen die Isolationshaft, sind aber überhaupt nicht einverstanden mit Leuten, die jetzt an die Entführung und Erschießung von Richtern und bürgerlichen Politikern gehen … In ihrer Unfähigkeit , an die Fragen des Klassenkampfes nüchtern und vom Standpunkt der Arbeiterklasse, d.h. ausgehend von Interessen und Zwecken heranzugehen, erledigt die Gruppe Rote Fahne (KPD) die Frage von gerecht und ungerecht unter der Hand. Sie spricht von der "Ermordung von Holger Meins" und von der "Erschießung von Richter Drenkmann". Damit löst sie tatsächlich die Aufgabe der Agitation nicht, nämlich den völlig gegensätzlichen Charakter des Todes von Holger Meins und des Richters von Drenkmann herauszuarbeiten".
So habe "die Gruppe Rote Fahne(KPD) die Forderung 'Weg mit der Isolations- und Vernichtungshaft' aus den Augen verloren … Aufhebung der Isolations- und Vernichtungshaft spielt in der Roten Fahne keine Rolle."
In einer ähnlichen Weise wird zu den Positionen des 'Roten Morgen' der KPD/ML Stellung bezogen:"
Der Rote Morgen hat die Gruppe Rote Fahne angegriffen, weil sie die Erschießung des Richters Drenkmann 'verurteilt' hat … Die Erschießung des Richters Drenkmann ist beileibe keine 'Hinrichtung', und niemand, der für die Volksrevolution in Westdeutschland eintritt und für ihre Verwirklichung arbeitet, kann heute oder spätere beanspruchen, den Willen des Volkes auszuführen und eine Hinrichtung durchzuführen, bevor er das Volk gefragt hat und ohne daß die revolutionären Organe der Demokratie, der Volksherrschaft, ihre Entscheidung gefällt haben."
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 27, Mannheim 5.12.1974, S. 8f

05.12.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 28.11.1974, 12.12.1974) Nr. 27 mit einer Auflage von 54 000 heraus.
Berichtet wird von der RAF (vgl. 5.12.1974), dem Jugendpolitischen Forum (vgl. 7.12.1974) und dem Initiativkomitee für die Stärkung des vietnamesischen Film- und Fernsehwesens (vgl. 1.12.1974).

Berichtet wird vom bundesweiten Stand des Organisationsaufbaus. Es gibt derzeit etwa 60 Sympathisantengruppen sowie in:
- Baden-Württemberg Ortsgruppen (OG) in Freiburg, Heidelberg, Mannheim, Waiblingen und Wiesloch sowie Ortsaufbaugruppen (OAG) in Emmendingen, Karlsruhe, Ludwigsburg (Kontakt über Marbach), Neckargemünd, Stuttgart und Weinheim.
- Berlin, Bremen und Hamburg jeweils eine OG.
- Hessen OG in Frankfurt und Wiesbaden sowie OAG in Darmstadt, Offenbach und Wetzlar.
- Niedersachsen OG in Braunschweig, Göttingen, Hannover, Osnabrück und Wolfsburg, OAGs in Celle, Clausthal-Zellerfeld, Delmenhorst, Hameln, Helmstedt, Hildesheim, Oldenburg, Seesen, Walsrode/Fallingbostel und Wilhelmshaven.
- NRW eine OG in Köln, OAG in Bielefeld, Dortmund, Hamm, Opladen (Leverkusen) sowie Paderborn.
- Rheinland-Pfalz OAGs in Koblenz, Ludwigshafen und Speyer.
- Schleswig-Holstein eine OAG in Kiel.

Für die ZANU Zimbabwe wurde gespendet in:
- Baden-Württemberg in Ravensburg, durch den KVZ-Leserkreis Sandhausen und in Stuttgart,
- Berlin durch die Zelle Soziologie der KHG,
- in Bremen durch den KAJB bei Klöckner,
- Hessen in Biblis, auf einer Veranstaltung in Darmstadt, in Frankfurt im Gallusviertel, in Gießen durch die GUV und die Zelle Medizin der KSO, in Kassel durch den KSB sowie durch Studenten von GHS und HBK, durch die KG Mörfelden,
- in Niedersachsen durch die Ortsaufbaugruppe Celle,
- NRW in Bielefeld, durch die KG Gummersbach, in Herne durch die Sympathisantengruppe, in Köln in einem Studentenwohnheim, in Münster und durch die Sympathisantengruppe Schwerte,
- Rheinland-Pfalz in Kaiserslautern,
- im Saarland in Bischmisheim und
- in Schleswig-Holstein in Ellerau.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet aus Freiburg von der ÖTV an der Uni, aus Heidelberg von der Razzia im CA (vgl. 26.11.1974) und vom Arbeitsamt (ÖTV-Bereich), aus Konstanz von der Uni (vgl. 27.11.1974), aus Ludwigsburg aus dem IGM-Bereich von Hüller (vgl. 28.11.1974) und über die IGM-Verwaltungsstelle, aus Mannheim aus dem DGB-Kreisverband (vgl. Nov. 1974), über die Antimilitaristische Gruppe (AMG) Mannheim und deren 'Mannheimer Soldatenzeitung' sowie von der Zimbabweveranstaltung (vgl. 25.11.1974), aus Neckargemünd vom Rehazentrum (ÖTV-Bereich), aus Stuttgart vom HBV-OJA (vgl. 13.11.1974) und über Medizinalassistenten sowie aus Waiblingen über die IGM-Verwaltungsstelle. Von der Sympathisantengruppe Ravensburg / Weingarten berichtet die Zelle MF Weingarten AG über die dortigen Lehrlinge.

Aus Bayern wird berichtet aus München aus dem IGM-Bereich über die IGM Verwaltungsstelle und von Siemens Hofmannstraße. Es melden sich auch zwei Soldaten der 4. FlaBtl 210 der Bayernkaserne München der Bundeswehr zu Wort.

Aus Berlin wird berichtet über Arbeitslose, die Zimbabweveranstaltung (vgl. 28.11.1974) und die Isolationshaftveranstaltung (vgl. 22.11.1974) sowie aus der ÖTV über die Betriebsgruppen im Klinikum Steglitz und im Klinikum Westend.

Aus Bremen wird berichtet über die Studenten (vgl. 3.12.1974), über die GUV und über den GEW Ortsverein sowie mit Hilfe der eigene Ortsbeilage über die ÖTV. Aus dem IGM-Bereich wird berichtet durch die Betriebszelle Klöckner und über Lehrlinge bei der BWM. Die Zelle Vulkan berichtet über Stahlbauschüler (Anlernlinge), das Gerhard Rohlfs Gymnasium und die Jugendvertretung.

Aus Hamburg wird berichtet aus dem GHK-Bereich von Steinway über die fünfte Streikwoche, aus dem ÖTV-Bereich vom AK St. Georg und über die Studenten der Uni (vgl. 3.12.1974) sowie der HBK (vgl. 25.11.1974).

Aus Hessen wird berichtet in "Arbeitslose Referendare. Hessischer Landesschülerrat beschließt Demonstration" aus Darmstadt, aus Frankfurt durch den Kommunistischen Studentenbund (KSB), von der Zimbabweveranstaltung (vgl. 25.11.1974), dem Protest gegen die Isolationshaft im Gesundheitswesen (vgl. 25.11.1974) und vom Kraftwerk Fechenheim (vgl. 23.11.1974) sowie aus dem HBV-Bereich vom Aspekteverlag. Aus Kassel wird berichtet aus dem ÖTV-Bereich von der GHS (vgl. 25.11.1974), aus Merlau-Mücke im Vogelsbergkreis über die Bundeswehr, aus Rimbach von der Martin-Luther Schule. Aus Melsungen kommt ein Bericht über die Bundeswehr in Hessisch-Lichtenau.

Aus Niedersachsen wird berichtet aus Hannover über die SV der IGS Roderbruch, aus Gifhorn durch die Teveszelle, aus Hildesheim über Arbeitslose, Zivildienstleistende (ZDL) und aus dem GEW-Bereich vom Studienseminar Handelslehramt, aus Oldenburg aus dem ÖTV-Bereich von der Uni, aber auch von deren Studenten (vgl. 2.12.1974), aus Osnabrück durch die Betriebszelle Karmann (IGM-Bereich) sowie von der Stadtsanierung (vgl. 21.11.1974, 26.11.1974), aus Wolfsburg von VW. Die Sympathisantengruppe Salzgitter berichtet von VW. Die Vorbereitungsgruppe für ein Soldaten- und Reservistenkomitee (SRK) Goslar verfasste den Artikel "Konterrevolution. Zwei Bücher, die zeigen, was mit den Truppenbüchereien los ist" zu Hellmuth Rentsch: Partisanenkampf (Frankfurt/M. 1961) und Ernst Grimmel: Partisanen im Schwarzwald (Bremen 1964).

Aus NRW wird berichtet durch die Zelle Feldchen des Kommunistischen Kollektivs Aachen über die Obdachlosensiedlung, aus Bergneustadt aus dem IGM-Bereich über das Ausländerwohnheim von Teves, über die Zimbabweveranstaltungen in Bochum (vgl. 25.11.1974), Dortmund (vgl. 30.11.1974) und Herne (vgl. 25.11.1974) und aus Köln durch die Aufbauzelle Ford und durch die Aufbauzelle Felten und Guillaume (F+G). Aus Monheim wird berichtet von der Bundeswehr. Aus Oberhausen berichtet ein Arbeiter von Thyssen Niederrhein (TNO).

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet vom schw. PioBtl 310 der Bundeswehr in Koblenz, aus Mainz von den Sozialarbeitauszubildenden (vgl. 27.11.1975), aus Neuhofen aus dem NGG-Bereich von Grenz (vgl. 25.11.1974), aus Neuwied aus dem Haus der Jugend (vgl. 25.11.1974), aus dem Kreis Neuwied aus Vettelschoß, sowie aus Trier von der Zimbabweveranstaltung (vgl. 25.11.1974), vom Kommunistischen Studentenbund (KSB) Trier in "CDU: Wahlkampf in Rheinland-Pfalz" über Hanna Laurien sowie:"
Warnstreik der Eltern hat Erfolg gehabt!

Der Warnstreik der Eltern der 165 Kinder in der Grundschule Insheim, Kreis Landau, hat Erfolg gehabt. Die Eltern haben gegen die total vergammelten und völlig unhygienischen schuleigenen Toiletten protestiert. …
Die Gemeinde hat den Kindern jetzt zwei mit Wasserspülung und Handwaschbecken ausgerüstete WCs im angrenzenden Bürgermeisteramt zur Verfügung gestellt, die seit der Verlegung der Verwaltung in die Verbandsgemeinde Herxheim kaum noch benutzt werden."

Berichtet wird von der Metalltarifrunde (MTR):"
Mainz. Auf der Sitzung der Großen Tarifkommission Rheinhessen/Pfalz der IGM, auf der eine Lohnforderung von 11 % beschlossen wurde, wurde auch über die verschieden hohen Tarifgruppen gesprochen. In einem Bericht von der Sitzung, der die KVZ erreichte, heißt es: 'Ein Ludwigshafener Kollege führte aus, daß die Unterschiede zwischen den Gehältern der Tarifgruppen zu groß sind, siehe Ludwigshafen-Mannheim. Er stellte fest, daß wir in Rheinland-Pfalz unterbezahlt sind. Sepp Rosenthal stellte daraufhin die K 5-Gruppen zum Vergleich, in der in Rheinland-Pfalz mehr verdient wird. Die Diskussion darüber verlief im Sande, da man sich plötzlich einig war, daß diese Unterschiede zu groß seien, um sie abschaffen zu können.'
Die Delegierten geben also von vornherein den Kampf für die Verbesserung der Tarifgruppen auf."

Berichtet wird auch von der ÖDTR:"
Ludwigshafen. Der ÖTV-Sekretär Uhrig erklärte auf Anfragen von ÖTV-Mitgliedern am Städtischen Krankenhaus, eine Mitgliederversammlung zu machen, daß man keine Zeit habe, eine MV durchzuführen."

Aus Schleswig-Holstein wird mit Hilfe der Ortsbeilage Kiel berichtet von der Bereitschaftspolizei in Eutin.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Bremen und Hamburg.
- Niedersachsen aus Göttingen.
- NRW aus Köln.
- Schleswig-Holstein aus Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 27, Mannheim 5.12.1974

12.12.1974:
Der KBW gibt die Nr. 28 seiner 'KVZ' (vgl. 5.12.1974, 19.12.1974) heraus, in der er sich u.a. mit den RAF-Häftlingen (vgl. 12.12.1974) befaßt. Unter der Überschrift "Breiter Protest gegen die Forderung der ÖTV-Tarifkommission" wird von der ÖDTR berichtet aus Bremen von der Universität. Aus der Ortsbeilage Bremen übernommen wird der Artikel "Gegen Stufenausbildung. Die Lehrlinge beginnen, sich zur Wehr zu setzen" zur Veranstaltung des IGM OJA am 27.11.1974.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von der Uni Heidelberg (vgl. Nov. 1974) sowie in "Angeklagt - die verletzten. Zur Polizeischießerei in Käfertal" vom Tod von H. J. Remizko.

Aus Bremen berichtet die Betriebszelle Vulkan in "Bremer Vulkan: Kampf um die Gewerkschaft. IGM-Mitglieder wählen Funktionäre ab" von der Versammlung der Dreher am 29.11.1974. Die Betriebszelle Vulkan berichtet auch in "'Ordentlich aufgeräumt'. Hauptfeldwebel will bei Vulkan Ordnung schaffen" über den Hauptfeldwebel Sietmann von der Fahrschule des 324. Pzbtl. der Bundeswehr in Schwanewede.

Vom heutigen Hanomag-Henschel-Werk wird berichtet in "Borgward 1952: der Kampf gegen die Entlassung von 2 000 Arbeitern. Interview mit Hans Meyer, Mitglied der ehemaligen KPD und Vertrauensmann bei Borgward", der nun im KBW ist. Die Stadteilzelle Woltmershausen berichtet vom RAF-Hungerstreik bzw. der Polizei:"
10 - 50 Grad Celsius in 2 Minuten

Bremen. Durch den Hungerstreik der Baader-Meinhof-Gruppe werden wir immer aufmerksamer auf die Verhältnisse in den Gefängnissen in Westdeutschland.
In der Bremer Bahnhofswache gibt es Zelle ('Ausnüchterung'). In dem ca. 2 mal 3 m großen Raum gibt es kein Inventar. Dort befindet sich nur eine Steinstufe. der Raum ist sehr hoch, an der Decke klebt eine Lampe. In der wand ist ein Loch eingelassen. Dieses ist teil einer Klimaanlage. Wir haben erfahren, daß man diese Anlage innerhalb von 2 Minuten von 10 Grad auf 50 Grad hochdrehen kann. Dies ist für die Inhaftierten sicherlich eine Quälerei. Die Insassen sollen mit dieser Methode 'zur Ruhe gebracht werden'."

Aus dem DruPa-Bereich wird berichtet:"
Schulpolitik soll auf Betriebsversammlung erörtert werden.

Bremen. Eine Abteilung der 'Bremer Nachrichten' beschloß, sich an der Demonstration gegen die Schulmisere am 11. Dezember zu beteiligen. Weiter beschlossen sie, den Mitbesitzer der 'Bremer Nachrichten', Oberschulrat Hackman, auf einer Betriebsversammlung wegen der Schulpolitik des Bremer Senats zur Rede zu stellen."

Berichtet wird auch von der DGB-KJK (vgl. 30.11.1974) sowie:"

Aus Hamburg wird berichtet über die Zimbabwe-Veranstaltung (vgl. 5.12.1974).

Aus Niedersachsen wird berichtet aus Osnabrück von der FHS (vgl. 27.11.1974, 29.11.1974). Ein Bild zeigt Stotel, Landkreis Cuxhaven. Aus Braunschweig wird berichtet von der Bundeswehr.

Aus NRW wird berichtet vom Kommunistischen Oberschülerbund Bergneustadt / Gummersbach (vgl. 2.12.1974).

Die Ortsaufbaugruppe Ludwigshafen berichtet vom SanBtl 310 der Bundeswehr in Hermeskeil, welches neben einer Unfallklinik in Oggersheim eine Schau aufbaute (vgl. 4.12.1974).

In "Warum im Kapitalismus menschenwürdige Verhältnisse für die Massen nicht möglich sind" aus Kiel wird Bericht der Stadtteilzelle Bremen-Kattenturm kritisiert.

Beilagen wurden uns bekannt aus Heidelberg, Neckargemünd, Göttingen, Hamburg und Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 28, Mannheim 12.12.1974

19.12.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 12.12.1974, 9.1.1975) Nr. 29 mit einer Auflage von 53 000 heraus, die wir nur teilweise ausgewertet haben. Berichtet wird vom eigenen Buchvertrieb (vgl. 9.12.1974).

Für die 'KVZ' wurde gespendet in:
- Baden-Württemberg durch die Sympathisantengruppe Bruchsal, KHG Freiburg und die GUV Freiburg, durch die Zellen Psychologie und Slavistik der KHG Heidelberg, die GUV Heidelberg und den KVZ-Leserkreis BBC-Stotz Heidelberg, durch die Sympathisantengruppen Heilbronn und Tübingen, durch die KHG Karlsruhe, durch die KHG Konstanz, durch die KHG Stuttgart-Hohenheim, durch die OG Waiblingen und durch die OAG Weinheim.
- Bayern durch Sympathisanten aus München und durch die Sympathisantengruppe Würzburg.
- Berlin durch die KHG und den KOB, in Bremen durch den KSB, in Hamburg durch die SSG.
- Hessen vom KVZ-Leserkreis Egelbach, in Frankfurt durch die Wählerversammlung Gallus, durch die GUV, die KSO und die Aufbauzelle Klinik der Sympathisantengruppe Gießen, durch die Sympathisantengruppen Friedberg und Kassel, durch die OAG Wetzlar, durch OG, KSG und SRK Wiesbaden.
- Niedersachsen durch die KHG Alfeld, durch die Sympathisantengruppen Diepholz, Goslar und Peine sowie von der OG Wolfsburg
- NRW durch die OAGs Bielefeld und Dortmund, durch die GUV und die KHG Köln, u.a. durch ihre Zelle Biologie-Chemie, durch die Sympathisantengruppen Bonn und Mülheim und durch die GUV Münster.
- Rheinland-Pfalz durch die Sympathisantengruppe Frankenthal.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von Hellige und IG Metall-Ortsverein Freiburg, von der MF Boehringer Göppingen (IGM-Bereich - vgl. 13.12.1974), von der MMGD Mannheim (DruPa-Bereich), vom Otto Maier Verlag Ravensburg (HBV-Bereich) und von IGM Ortsjugendversammlung und IGM-Ortsverein Waiblingen, sowie von den Metallbetrieben Höfliger und Karg Waiblingen und AEG Winnenden. Aus Wangen im Allgäu berichten Beschäftigte der stillgelegten MF Hölz (80 Beschäftigte).

Aus Bayern wird berichtet aus München von Koehlerdruck. Aus Wangen im Allgäu berichten Beschäftigte der stillgelegten MF Hölz (80 Beschäftigte).

Aus Bremen wird in "Die Frage nach dem 13. Monatsgehalt" berichtet aus dem ÖTV-Bereich von den Bremer Krankenhausanstalten. Dokumentiert wird die Erklärung der RAF-Gefangenen in Stammheim vom 9.12.1974 zur Bombe im Bremer Hauptbahnhof. In "ÖTV-Veranstaltung gefordert" wird berichtet von der ÖDTR bzw. der ÖTV-Betriebsgruppe Jugendamt Bremen. In "Erfolgreiche Überstundenverweigerung in Bremer Kleinbetrieb" wird berichtet aus der Metallindustrie. In "Über 2 000 demonstrierten gegen Schulmisere. Delegiertenversammlung des Verbandes Bremer Lehrerinnen und Lehrer in der GEW beschließt weitere Maßnahmen" wird berichtet vom 11.12.1974.

Aus Hamburg wird berichtet von Reynolds.

Aus Hessen wird berichtet durch die Zelle VDM Frankfurt über Lehrlinge in Frankfurt und den IGM OJA.

Aus Niedersachsen wird berichtet aus Hannover aus dem Druckbereich (vgl. 14.12.1974) und durch die Blaupunkt-Zelle Hildesheim, nicht nur vom IGM-Ortsverein, sondern auch vom Blaupunktwerk Landau:"
In Landau führten die Kollegen eine Kundgebung durch, zu der 800 Kollegen erschienen (450 Kollegen sind betroffen!). Es gelang so, einen Sozialplan zu erkämpfen."
Berichtet wird auch von VW Wolfsburg. Von der Sympathisantengruppe Northeim kommt der "Appell eines ausländischen Kollegen an die internationale Solidarität".

Aus NRW wird berichtet durch die Druckzelle Köln (vgl. 13.12.1974) sowie durch die Kommunistische Gruppe Oberhausen von Thyssen Niederrhein Oberhausen (TNO).

Beilagen wurden uns bekannt aus Berlin, Heidelberg, Göttingen und Köln.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 29, Mannheim 19.12.1974; Informationsblatt des Kommunistischen Bundes Westdeutschland für die Kollegen von Alcan Nr. 9, Göttingen 22.1.1975, S. 7

09.01.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 1 (vgl. 19.12.1974, 16.1.1975) heraus.

Aus NRW wird berichtet aus Dortmund aus dem BE-Bereich von der Zeche Minister Stein (vgl. 30.12.1974).

Ortsbeilagen (OBL) zu dieser Ausgabe wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg;
- Bayern aus München.
- Hamburg.
- Niedersachsen aus Göttingen.
Quelle: Kommunistische Volkszeitung Nr. 1, Mannheim 9.1.1975

23.01.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 3 (vgl. 16.1.1975, 30.1.1975) heraus, in der er u.a. vom Treffen der Indochinakomitees in Köln (vgl. 10.1.1975) und aus Afrika von der Sammlung für die ZANU Zimbabwe (vgl. 13.1.1975) sowie über die Haltung der KPD zu Angola (vgl. 13.1.1975) berichtet. In "Erklärung zum Scheitern des Kongresses" wird vom VDS (vgl. 18.1.1975) berichtet.

Aus Baden-Württemberg erscheint aus Konstanz ein Interview mit einem arbeitslosen Jugendlichen.

Aus Bremen wird berichtet aus dem IGM-Bereich von Klöckner (vgl. 13.1.1975) sowie von der AGW in "Arbeitsgericht bestätigt Entlassungen. Verstoß gegen das Betriebsverfassungsgesetz wird 2 Lehrlingen vorgeworfen", die eine Jugendversammlung nicht verließen, obwohl sie über 18 Jahre alt waren, und in "Richter Poppe findet es rechtens, daß die Werft eine Arbeiterin nach einem schweren Unfall auf die Straße setzt" von einem Prozeß über eine Entlassung nach Arbeitsunfall.

Aus Hessen wird berichtet aus Darmstadt von der Demonstration ausländischer Arbeiter (vgl. 18.1.1975), von der neuen OAG Kassel (vgl. Apr. 1974, 13.1.1975), vom SRK Kassel-Hessisch-Lichtenau (vgl. Dez. 1974), u.a. aus Hessisch-Lichtenau (vgl. 13.1.1975).

Aus NRW wird berichtet aus Köln aus dem IGM-Bereich von Ford (vgl. 13.1.1975).

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet aus Trier über den KSV der KPD (vgl. 13.1.1975).

Ortsbeilagen (OBL) zu dieser Ausgabe wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Bremen und Hamburg.
- Niedersachsen aus Delmenhorst und Göttingen.
- NRW aus Leverkusen.
- Schleswig-Holstein aus Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 3, Mannheim 23.1.1975; GUV Hildesheim: Jugendarbeitslosigkeit in Hildesheim, Hildesheim 1.5.1975, S. 18f

30.01.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 4 (vgl. 23.1.1975, 6.2.1975) heraus.

In "ÖTV-Tarifrunde. Proteste gegen das Angebot des Staates" wird berichtet von der ÖDTR auch aus Bremen von der Universität (vgl. 23.1.1975).

Aus Bremen berichtet die Aufbauzelle Hafen in "Die Neuwahl der Betriebsräte im Frühjahr richtig organisieren!" von den BRW. In "Resolution zur Jugendarbeitslosigkeit" wird berichtet vom Schülerring Maschinenbau der Berufsschule (vgl. 22.1.1975).

Ortsbeilagen (OBL) zu dieser Ausgabe wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Hamburg.
- Niedersachsen aus Göttingen.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 4, Mannheim 30.1.1975

06.02.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 5 (vgl. 30.1.1975, 13.2.1975) heraus, in der sich u.a. zum Besuch von F.J. Strauß (FJS) von der CSU in der VR China äußert (vgl. 22.1.1975).

In "Resolution zur Jugendarbeitslosigkeit" wird berichtet von der Jugenddelegiertenkonferenz der IG Chemie Köln am 25.1.1975 und der Gesamtschülervertretung (GSV) Bremen.

In "Für einen einheitlichen Studentenverband" wird berichtet vom VDS, aber auch von den VVs der Uni Bremen am 23. und 31.1.1975.

Aus Bremen wird berichtet aus dem IGM-Bereich von Klöckner (vgl. 29.1.1975) sowie von den BRW in "Betriebsratswahlen: Programm der Kranführer. Bei Vulkan werden die Kandidaten festgelegt" aus der Ortsbeilage Nr. 4.

Aus Hamburg wird berichtet vom Paragraphen 218 (vgl. 1.2.1975).

Aus Niedersachsen wird berichtet aus Hannover von den Fahrpreiserhöhungen (vgl. 28.1.1975). In "Vertrauensmannwahl: Der Kandidat wurde versetzt" wird berichtet von der Bundeswehr in Holzminden. Die Zelle VFW Lemwerder berichtet in "500 Entlassungen geplant".

Ortsbeilagen (OBL) zu dieser Ausgabe wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Bremen und Hamburg.
- Niedersachsen aus Göttingen.
- NRW aus Leverkusen.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 5, Mannheim 6.2.1975

13.02.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 6 (vgl. 6.2.1975, 20.2.1975) mit einer Auflage von 50 000 heraus.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet aus Heilbronn aus dem IGM-Bereich von Audi, aus Mannheim aus dem DP-Bereich seitens der Zelle MMGD, aus Neckarelz über den Luftwaffenbunker, aus Stuttgart aus dem DP-Bereich und aus Weinheim aus dem GLeder-Bereich seitens der Aufbauzelle Freudenberg der OAG Weinheim.

Aus Bayern wird berichtet aus München über Berufsschüler.

Aus Berlin wird berichtet aus dem DP-Bereich von Feyl.

Aus Bremen wird berichtet aus dem DP-Bereich, aus dem IGM-Bereich in "Bremer Vulkan Werft: Die Lage der Arbeiter und die Betriebsratswahlen. Die Ausbeutung steigt ständig - Die Einheit der Kollegen auf dem Boden des Kampfprogramms herstellen!" von den BRW, von den AEG-Lloyd-Dynamowerken (vgl. 6.2.1975), seitens der Stadtteilzelle Woltmershausen über die Neptunwerft (50 - 60 Beschäftigte), aus dem ÖTV-Bereich aus der Finanzverwaltung von der ÖDTR. Bei den Studentenparlamentswahlen (StPW) an der Universität wurde der KSB / Rote Liste mit 612 Stimmen (38,3 % bzw. 9 Sitze) stärkste Fraktion und gewann 1,3 % mehr als im Vorjahr. An der HfSS steigerte sich der KSB von 15 % auf 39,3 %, an der HfT erhielt der KSB 171 statt vorher 117 Stimmen und 4 statt zuvor 2 Sitze.

Aus Hamburg wird berichtet aus der Fachgruppe Maurer der IG BSE.

Aus Hessen wird berichtet aus dem DP-Bereich von dem DruPa-Bezirk Frankfurt und dem Ortsverein Darmstadt, aus Marburg, u.a. aus der Tannenbergkaserne, und Kassel/Hessisch-Lichtenau (vgl. 4.2.1975) von der Bundeswehr, sowie aus Marburg, Neustadt, Rotenburg, Stadt Allendorf und Wetzlar über die Arbeitskreise Demokratischer Soldaten (ADS) der DKP und aus Frankfurt über Jungarbeiter.

Aus Niedersachsen wird berichtet aus Hannover aus dem DP-Bereich und aus dem IGM-Bereich von den EW Wülfel (vgl. 3.2.1975), aus Hildesheim, u.a. vom SRK (vgl. 6.2.1975), aus Langenhagen von der NachschubKp720 der Bundeswehr, seitens der KG Lüneburg über Ortsverein und Ortsjugenddelegiertenkonferenz der*IGM´(?) und aus Uslar über Schüler.

Aus NRW wird berichtet aus Dortmund aus dem IGM-Bereich von Holstein und Kappert (H+K - vgl. 5.2.1975), von Schade (vgl. 5.2.1975), Schreck-Mieves (vgl. 5.2.1975), der Hoesch MFD (vgl. 6.2.1975), den Miesbachwerken (vgl. 7.2.1975) und von Orenstein und Koppel (O+J - vgl. 7.2.1975), aus Düsseldorf aus dem IGM-Bereich allgemein (vgl. 7.2.1975), von Demag (vgl. 4.2.1975) und Malmedie + Co. (vgl. 4.2.1975), aus Essen aus dem IGM-Bereich von VSW (vgl. 3.2.1975), Krupp Widia (vgl. 4.2.1975), Krupp (vgl. 5.2.1975) und AEG Kanis (vgl. 3.2.1975), aus Hamm seitens der Stadtteilzelle Heessen der OAG, aus Hemer/Iserlohn von der 5./120 der Bundeswehr, aus Herne aus dem IGM-Bereich von Sintermetall (vgl. 5.2.1975) und den Westdeutschen Getriebewerken (vgl. 6.2.1975), aus Köln aus dem IGM-Bereich von KHD (vgl. 5.2.1975), aus Krefeld aus dem IGM-Bereich (vgl. 5.2.1975), aus Leverkusen-Opladen aus dem IGM-Bereich aus dem Bundesbahn-Ausbesserungswerk, aus Mülheim aus dem IGM-Bereich (vgl. 4.2.1975) und über das Jugendzentrum, aus Oberhausen aus dem IGM-Bereich von der GHH (vgl. 4.2.1975) und seitens der eigenen Betriebsaufbauzelle Thyssen Niederrhein Oberhausen (TNO), aus Wesel aus dem IGM-Bereich von Siemens Turbine (vgl. 4.2.1975) und aus Witten aus dem IGM-Bereich (vgl. 5.2.1975).

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet aus Ludwigshafen von der Vietnamdemonstration der KPD (vgl. 8.2.1975) und aus dem DP-Bereich aus dem DruPa Bezirksverband und dem OV Speyer/Germersheim. Die Sympathisantengruppe Mainz berichtet aus dem ÖTV-Bezirk Rheinland-Pfalz.

Aus dem Saarland wird berichtet aus dem BE-Bereich aus dem Saarbergbau.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Bremen und Hamburg.
- Niedersachsen aus Goslar.
- Schleswig-Holstein aus Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 6, Mannheim 13.2.1975

20.02.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 7 (vgl. 13.2.1975, 27.2.1975) mit einer Auflage von 49 000 heraus.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet vom AKW Wyhl (vgl. 18.2.1975), aus Freiburg vom Soziologischen Institut der Uni, aus Heidelberg vom Indochinakomitee und der ÖTV-BG am MPI für Kernphysik, aus Stuttgart aus dem DP-Bereich von der Stuttgarter Zeitung.

Aus Bremen wird berichtet aus dem IGM-Bereich vom Vulkan, u.a. in "Vorbereitung zur Betriebsratswahl bei Vulkan. Vertrauensleute beschließen Einheitsliste" (vgl. 17.2.1975), durch die Zelle Klöcknerin "Stahlindustrie. Kurzarbeit und Zwangsurlaub bei Klöckner" und in "Rationalisierungen bei der Post. Lohndrückerei und schlechtere Arbeitsbedingungen".

Aus Hamburg wird berichtet aus dem IGM-Bezirk und aus dem DP-Bereich.

Aus Hessen wird berichtet über das SRK Kassel/Hessisch-Lichtenau, aus dem DruPa-Bezirk Frankfurt, u.a. über die DKP, sowie aus den Ortsvereinen Wiesbaden und Neu Isenburg / Sprendlingen / Langen, aus Bad Hersfeld vom AJLE der GEW, aus Darmstadt aus dem GEW KV, aus Frankfurt über die eigene GUV und aus dem BSE-Bereich von Hochtief, aus Immenhausen vom Protest gegen einen Truppenübungsplatz (vgl. 10.2.1975) und aus Offenbach von den Aktionen für Lehrereinstellung (vgl. 14.2.1975, 15.2.1975).

Aus Niedersachsen wird berichtet aus Göttingen vom AStA der Uni (vgl. 10.2.1975), aus Hannover von der Afrikaveranstaltung (vgl. 15.2.1975), aus dem ÖD und von der IGS Roderbruch (vgl. 13.2.1975), aus Hildesheim durch die GUV über arbeitslose Grund- und Hauptschullehrer und aus dem IGM-Bereich durch die Zelle Blaupunkt, aus Lüneburg von der PH (vgl. 10.2.1975), aus Munster über die Soldatenarbeit der ÖTV (vgl. 10.2.1975), aus Osnabrück aus dem IGM-Bereich von Karmann, aus Salzgitter aus dem IGM-Bereich von VW durch die eigene Sympathisantengruppe, von der OAG Seesen über den Einsatz von Arbeitslosen im Gleisbau und aus Varel über Panzergrenadiere der Bundeswehr.

Aus NRW wird berichtet aus Emsdetten vom Jugendzentrum (vgl. 10.2.1975), seitens der KG Hagen aus dem IGM-Bereich von Klöckner Haspe, aus Hamm aus dem IGM-Bereich, aus Kalletal aus dem IGM-Bereich von Stübbe-Demag, aus Köln vom eigenen KAJB, aus Wuppertal aus der CPK-Jugend.

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet aus Kiel von der Uni (vgl. 10.2.1975) und aus Uetersen von der 18./FmRgtJ33 im Fliegerhorst der Bundeswehr.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Berlin und Hamburg.
- Rheinland-Pfalz aus Mainz (vgl. 17.2.1975).
- dem Saarland aus Saarbrücken.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 7, Mannheim 20.2.1975

27.02.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 8 (vgl. 20.2.1975, 6.3.1975) mit einer Auflage von 47 000 heraus.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet vom AKW Wyhl (vgl. 23.2.1975) und dessen Folgen für die CDU Bischoffingen (vgl. 17.2.1975), aus Heidelberg vom SRK (vgl. 31.1.975), aus dem IGM-Bereich von Harvester und mit Hilfe der letzten KVZ-Ortsbeilage (vgl. 20.2.1975) von Sotz, aus Karlsruhe von den Demonstrationen gegen den Paragraphen 218 (vgl. 25.2.1975), aus Ludwigsburg von der Demonstration gegen die Jugendarbeitslosigkeit (vgl. 20.2.1975), aus Mannheim aus dem DP-Bereich seitens der Zelle MMGD u.a. über den DruPa-OV, aus Schwetzingen aus dem ÖTV-Bereich vom Kreiskrankenhaus, aus Ulm von der Bundeswehr vom LW/AusbRgt4 in der Bölckekaserne und aus Waiblingen aus dem IGM-Bereich.

Aus Bayern wird berichtet aus München von der Demonstration gegen den Paragraphen 218 (vgl. 25.2.1975) und aus dem DruPa-OV.

Aus Berlin wird berichtet aus dem DP-Bereich über Mercator und aus der DruPa über die zentrale Jugendgruppe und die Bezirke Steglitz und Schöneberg.

Aus Bremen wird berichtet über den DGB KJA (vgl. 8.2.1975), von der ÖTV-BG Uni, aus dem IGM-Bereich berichtet die Stadtteilzelle Woltmershausen von der Neptunwerft, aus dem DPG-Bereich berichtet die Betriebszelle Post über Fernmeldelehrlinge. Berichtet wird auch aus dem GEW-Bereich:"
Disziplinierung wegen Chile-Solidarität

Bremen. Disziplinierungsmaßnahmen droht der Bremer Senator für Bildung, Wissenschaft und Kunst allen Studienreferendaren an, die im Herbst vergangenen Jahres durch ihre Unterschrift den Aufruf des Chile-Komitees für eine Demonstration in Frankfurt unterstützt haben. An dieser Demonstration am 14.9.1974 beteiligten sich rund 25 000 Menschen. der Bildungssenator begründet diese Maßnahme damit, daß auch der Kommunistische Bund Westdeutschland diesen Aufruf unterstützt habe. In einer Erklärung stellt jetzt das Chile-Komitee Bremen fest: 'Wir fordern Senator Thape auf, seine Angriffe auf die Studienreferendare sofort zurückzunehmen und zu unterlassen. Ferner fordern wir ihn auf, die ihm unterstellten Arbeiter, Angestellten und Beamten in keiner Form zu behindern, wenn sie ihre Solidarität mit dem Kampf des chilenischen Volks zum Ausdruck bringen.'"

Aus Hamburg wird berichtet von den Demonstrationen gegen die Jugendarbeitslosigkeit (vgl. 19.2.1975) und gegen den Paragraphen 218 (vgl. 25.2.1975) sowie aus dem ÖTV-Bereich aus der Seeschiffahrt.

Aus Hessen wird berichtet aus der GEW vom AJLE im Bezirk Kurhessen (Kassel) sowie über den Bezirk Frankfurt und dessen KV Offenbach, aus Baunatal wird berichtet aus dem IGM-Bereich von VW, aus Darmstadt über die Erasmus Kittler Berufsschule, aus Frankfurt von der Uni über Prof. Schneider von der KPD, die ÖTV an der Uni und die GEW Unisektion, über die Demonstration gegen die Jugendarbeitslosigkeit (vgl. 22.2.1975), aus der DPG und aus dem IGM-Bereich von Schöller + Co. in Schwanheim, aus Groß Gerau durch die GUV Frankfurt über DGB und GEW, durch die Sympathisantengruppe Rüsselsheim aus dem IGM-Bereich von Opel.

Aus Niedersachsen wird berichtet aus Braunschweig vom KSV der KPD am Fachbereich Architektur der TU, aus Emden von der Jugendzentrumsdemonstration (vgl. 18.2.1975), aus Goslar in "Berechtigter Zorn" über Arbeitslose, aus Norden über den GEW KV, aus Oldenburg von der Bundeswehr und aus dem GEW-Bereich über Lehramtsbewerber, aus Osnabrück aus der GEW (vgl. 17.2.1975), seitens der Sympathisantengruppe Salzgitter aus dem IGM OV und von VW.

Aus NRW wird berichtet aus Ahlen von der Bundeswehr in der Westfalenkaserne, aus Bielefeld vom GEW Ortsverband, vom DGB KJA und der Abteilung Metall der Carl Severing Berufsschule, durch die Kommunistische Gruppe (KG) Gummersbach/Bergneustadt, aus Köln vom Wahlkampf der KPD (vgl. 17.2.1975) und aus dem DP-Bereich durch die Druckzelle von Bauer und aus Lübbecke aus dem GTB-Bereich über den Textilbetrieb Hans Hucke und die Ortsteile Nettelstedt und Espelkamp. Aus Wuppertal berichtet die KG des KBW aus dem CPK-Bereich u.a. über Wülfing und von Bayer, u.a. über die JV.

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet aus Kaiserslautern dem ÖTV-Bereich vom DRK und durch die Sympathisantengruppe Worms, u.a. über Behinderungen beim KVZ-Verkauf.

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet aus Putlos von der Bundeswehr.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Berlin und Hamburg.
- Niedersachsen aus Göttingen.
- Rheinland-Pfalz zu den Landtagswahlen.
- Schleswig-Holstein aus Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 8, Mannheim 27.2.1975

06.03.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 9 (vgl. 20.2.1975, 13.3.1975) mit einer Auflage von 47 000 heraus. Aus dem Ausland wird berichtet "So bestimmt die Arbeiterklasse in China über die Universität".

Aus Baden-Württemberg wird berichtet aus Freiburg über Hauptschullehrer, aus Heidelberg aus dem ÖTV-Bereich von den eigenen Zellen Uni und Unikliniken und von der Uni über den KSV der KPD, aus Karlsruhe von der Demonstration gegen den Paragraphen 218 (vgl. 1.3.1975), aus Mannheim aus dem DruPa OV, aus Neckarsulm aus dem IGM-Bereich von Audi (vgl. 3.3.1975), aus Oberkochen aus dem IGM-Bereich von der MF Bäuerle (vgl. 15.2.1975), aus Tübingen aus dem IGM-Bereich von Zanker (vgl. 3.3.1975) und aus Wyhl vom AKW (vgl. 2.3.1975).

Aus Bayern wird berichtet aus München aus dem Stadtteil Hasenbergl.

Aus Berlin wird berichtet von den Abgeordnetenhauswahlen (AW - vgl. 2.3.1975), den Demonstrationen gegen den Paragraphen 218 (vgl. 26.2.1975, 1.3.1975) sowie aus dem DP-Bereich vom DruPa-Bezirk Wedding und der Jugendversammlung bei der Bundesdruckerei (vgl. 24.2.11975).

Aus Bremen wird berichtet aus dem DPG-Bereich über Auszubildende bei der Post.

Aus Hamburg wird berichtet seitens der eigenen SSG und auch der GUV.

Aus Hessen wird berichtet aus Frankfurt vom Protest den Paragraphen 218 (vgl. 24.2.1975), aus Kassel von der Demonstration gegen den Paragraphen 218 (vgl. 26.2.1975), aus Lampertheim von Lehrkräften an der Gesamtschule und von der SRK-Initiative Kassel/Hessisch-Lichtenau über die Bundeswehrkasernen Alheimer in Rotenburg und Husaren in Sontra.

Aus Niedersachsen wird berichtet aus Göttingen von der Demonstration gegen den Paragraphen 218 (vgl. 27.2.1975), über die Ortsbeilage Goslar (vgl. 13.2.1975), von der GEW an der Uni Oldenburg, die Sympathisantengruppe Salzgitter berichtet aus dem IGM-Bereich von den Stahlwerken Peine und Salzgitter (P+S), ihr Schülerkollektiv befaßt sich mit der FOS, berichtet wird auch aus Sehnde und aus Wolfsburg aus dem IGM-Bereich von VW, u.a. durch die eigene Betriebszelle.

Aus NRW wird berichtet aus Bonn von der Demonstration gegen den Paragraphen 218 (vgl. 1.3.1975), aus Kalletal aus dem IGM-Bereich von Stübbe-Demag (vgl. 3.3.1975), aus dem IGM-Bereich von Thyssen Niederrhein (TN) aus Oberhausen und Duisburg-Hamborn, aus Köln von der IGM (vgl. 24.2.1975), von der eigenen GUV sowie aus der HBV, u.a. von der BG bei der R+V Allgemeine Versicherung.

Aus dem Saarland wird berichtet mit Hilfe der Ortsbeilage Saarbrücken (vgl. 20.2.1975).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet aus Kiel über ein Bleiwerk (vgl. 24.2.1975).

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Hamburg.
- Niedersachsen aus http://www.mao-projekt.de/BRD/NS/BRS/Goettingen_KVZ/Goettingen_KVZ_Ortsbeilage_19750306.shtmlGöttingen.
- Rheinland-Pfalz zu den Landtagswahlen.
- Schleswig-Holstein zu den Landtagswahlen und für den Kreis Plön.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 9, Mannheim 6.3.1975; KSB Göttingen: Kampf der Ausbildung im Dienst der Kapitalistenklasse, S. 13f

13.03.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 10 (vgl. 6.3.1975, 20.3.1975) mit einer Auflage von 47 000 heraus.
Geworben wird für eine eigene Chinabroschüre (vgl. 3.3.1975). Berichtet wird u.a. von der Sammlung für die ZANU Zimbabwe (vgl. 18.10.1974, 26.2.1975) und aus dem IGM-Bereich von VW und aus dem ÖTV-Bereich über Seeleute.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet aus Freiburg aus dem IGM-Bereich von Hellige, aus Heidelberg aus dem ÖTV-Bereich vom MPI für Kernphysik (vgl. 3.3.1975) und von den Veranstaltungen zu Kambodscha (vgl. 26.3.1975) und gegen den Paragraphen 218 (vgl. 3.3.1975), aus Mannheim von der Veranstaltung gegen den Paragraphen 218 (vgl. 3.3.1975), aus Ravensburg von der Veranstaltung gegen den Paragraphen 218 (vgl. 3.3.1975), aus Tübingen aus dem IGM-Bereich von Zanker (vgl. 6.3.1975), aus Waiblingen aus dem IGM-Bereich von Terrot (vgl. 11.3.1975) und durch die Ortsaufbaugruppe Emmendingen aus Wyhl.

Aus Bremen wird berichtet von der Kambodschaveranstaltung (vgl. 25.3.1975), über Behinderte in der Beschützenden Werkstatt Martinshof, aus dem IGM-Bereich in "Streikversammlung. VFW: Für gleitende Arbeitszeit" vom Protest wegen der Verzögerung der Einführung der GLAZ, in "Übernahme ausgeschlossen. Ausbildungsverträge bei der Bundesbahn" über Lehrlinge beim Bundesbahn-Ausbesserungswerk. Aus dem DP-Bereich wird berichtet:"
Bremen. Bei den Bremer Nachrichten sollen 26 Kollegen entlassen werden. Bei dem Fusion mit dem Weserkurier hatte Verleger Meyer versprochen, keine Entlassungen vorzunehmen. Die Betriebsversammlung unterstützt einstimmig die Erklärung des Betriebsrates, der die Entlassungen ablehnt."
Von der ÖDTR wird berichtet vom Zentralkrankenhaus Nord:"
Gegen ÖTV-Abschluß

Bremen. Die ÖTV-Vertrauensleuteversammlung des Zentral-Krankenhauses Bremen Nord lehnte den Tarifabschluß der ÖTV ab. Die große Tarifkommission wird aufgefordert, noch in diesem Jahr ein Urlaubsgeld von 300 DM durchzusetzen."

Aus Hamburg wird berichtet durch die SSG und aus dem ÖTV-Bereich vom AK St. Georg.

Aus Hessen wird berichtet vom SRK Kassel/Hessisch-Lichtenau (vgl. 3.3.1975), aus Darmstadt von der Veranstaltung gegen den Paragraphen 218 (vgl. 3.3.1975), aus der IG BSE und aus dem CPK-Bereich von Merck und Röhm, aus Frankfurt von der Kambodschaveranstaltung (vgl. 24.3.1975), vom Paragraphen 218 (vgl. 6.3.1975, 8.3.1975) und aus der DPG-Jugend, aus Friedberg von der Veranstaltung gegen den Paragraphen 218 (vgl. 3.3.1975), aus Kassel von der Veranstaltung gegen den Paragraphen 218 (vgl. 3.3.1975), der Demonstration gegen Jugendarbeitslosigkeit (vgl. 8.3.1975) und aus dem IGM-Bereich über Lehrlinge bei Rheinstahl, aus Mörfelden von der Veranstaltung gegen den Paragraphen 218 (vgl. 3.3.1975), aus Mühlheim aus dem IGM-Bereich von Honeywell (vgl. 5.3.1975).

Aus Niedersachsen wird berichtet aus Braunschweig-Veltenhofen, aus Oldenburg durch die Aufbauzelle Hüppe (vgl. 25.2.1975) über die GHK Verwaltungsstelle Oldenburg, aus Salzgitter aus dem IGM-Bereich über die Maxhütte und durch die Sympathisantengruppe von P+S und aus Wildemann aus dem GEW-Bereich.

Aus NRW wird berichtet durch die OAG Bielefeld von Stübbe Kalletal (IGM-Bereich), aus Dortmund berichtet die OAG aus dem HBV-Bereich vom Elektrogroßhandel Hager und aus dem IGM-Bereich von Harnischfeger, u.a. über die Lehrlinge. Aus Herne wird berichtet über Behinderte in der Beschützenden Werkstatt Martinshof. Aus Köln berichtet aus dem IGM-Bereich die Aufbauzelle Ford, u.a. über die Wohnheime in Stammheim, eingegangen wird auch auf die HBV und aus dem DP-Bereich auf Bauer. Aus Leverkusen wird berichtet von der Veranstaltung gegen den Paragraphen 218 in Opladen (vgl. 3.3.1975). Aus Neuß wird berichtet über die Behindertenwerkstatt. Aus Paderborn wird berichtet aus einem Betrieb für Laboreinrichtungen, die KG Wuppertal berichtet über Arbeitslose.

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet aus Frankenthal vom Paragraphen 218 (vgl. 3.3.1975), durch die KG Worms und aus Ludwigshafen aus dem CPK-Bereich über die IG Chemie Verwaltungsstelle und durch die Aufbauzelle BASF, u.a. über die IG Chemie-Jugend (vgl. 3.3.1975).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet aus Putlos von der 4.JägerBtl 391 der Bundeswehr.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg und Konstanz.
- Hamburg.
- Niedersachsen aus Göttingen.
- Schleswig-Holstein aus Kiel.

Diese Ausgabe wird u.a. verkauft in:
- Baden-Württemberg in Waiblingen im IGM-Bereich bei Terrot (vgl. 13.3.1975).
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 1O, Mannheim 13.3.1975

20.03.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 11 (vgl. 13.3.1975, 26.3.1975) mit einer Auflage von 46 000 heraus, in der sich u.a. mit dem Preisstop der DKP und dem Paragraphen 218 befaßt.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von den Kommunalwahlen (KW - vgl. 10.3.1975, 20.4.1975), vom Protest gegen das AKW Wyhl (vgl. 12.3.1975), aus Freiburg aus dem GTB-Bereich durch die Aufbauzelle MEZ und aus der ÖTV aus der Abteilung Sozialarbeit und der Hauptabteilung Land, aus Heidelberg von der Kambodschaveranstaltung (vgl. 26.3.1975), aus Konstanz aus dem ÖTV-Bereich von der Uni sowie über arbeitslose Lehrlinge, aus Mannheim von der Wahlveranstaltung (vgl. 10.3.1975) und aus dem CPK-Bereich von der Betriebszelle CF Weyl (350 Besch.) in Waldhof, aus Philipsburg vom AKW (vgl. 14.3.1975), aus Tübingen aus dem IGM-Bereich von der Aufbauzelle Zanker, aus Waiblingen vom Infostand zum Streik bei Terrot (vgl. 12.3.1975) und von diesem selbst im IGM-Bereich aus Stuttgart (vgl. 12.3.1975, 13.3.1975) und Waiblingen (vgl. 11.3.1975, 13.3.1975).

Aus Berlin wird berichtet aus der zentralen Jugendgruppe der DruPa.

Aus Bremen wird berichtet von der Kambodschaveranstaltung (vgl. 25.3.1975), aus dem IGM-Bereich durch die Zelle AG Weser Werft, über JV und BR auf dem Vulkan, den DGB KJA, Lehrerstudenten der Uni und aus dem DP-Bereich von BN/WK.

Aus Hessen wird berichtet aus Darmstadt aus dem GEW-Bereich über Referendare, aus Frankfurt von der Portugal- (vgl. 14.3.1975) und der Kambodschaveranstaltung (vgl. 24.3.1975) und aus dem ÖTV-Bereich aus dem Schulamt sowie aus Rüsselsheim aus dem IGM-Bereich von Opel.

Aus Niedersachsen wird berichtet durch die KG Emden, aus Hannover über Arbeitslose, von den Fahrpreiserhöhungen (vgl. 28.1.1975), , wobei auch die Akkorderhöhungen bei VW erwähnt werden, aus Hildesheim wird berichtet von der Stadtratswahl (vgl. 10.3.1975).

Aus NRW wird berichtet aus dem GTB-Bezirk Münster/Arnsberg, aus Bochum von einer Veranstaltung der Evangelischen Akademie mit Bundeskanzler Willy Brandt (SPD - vgl. 4.3.1975) und aus dem IGM-Bereich von Opel. Aus Bonn wird berichtet vom Abendgymnasium (ZBW). Aus Dortmund wird berichtet vom Westfalenkolleg (ZBW). Aus Erwitte wird berichtet aus dem CPK-Bereich von Seibel Erwitte (vgl. 8.3.1975, 10.3.1975). Aus Essen wird berichtet vom Ruhrkolleg (ZBW). Die KG Hagen berichtet aus dem IGM-Bereich von Klöckner Haspe. Die OG Köln berichtet über arbeitslose Lehrlinge und aus dem HBV-Bereich über die Jugendvertretung Gerling. Aus Wuppertal wird berichtet aus dem IGM-Bereich von Hehaco (vgl. 10.3.1975).

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet aus Ludwigshafen aus der IG Chemie (vgl. 10.3.1975) und aus Speyer aus dem DruPa-OV.

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Bremen und Hamburg.
- Niedersachsen aus Hannover und Verden.
- Schleswig-Holstein zu den Landtagswahlen (vgl. 19.3.1975) aus Kiel und für den Kreis Plön.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 11, Mannheim 20.3.1975

26.03.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 12 (vgl. 20.3.1975, 3.4.1975) mit einer Auflage von 44 000 heraus, in der er u.a. berichtet vom VDS (vgl. 8.3.1975).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet aus Bietigheim aus dem IGM-Bereich von Mailänder (vgl. 13.3.1975), aus Heidelberg von den eigenen Veranstaltungen (vgl. 17.3.1975) zu den Kommunalwahlen (KW - vgl. 20.4.1975), aus Mannheim berichtet aus dem CPK-Bereich Zelle CF Weyl und aus Wyhl wird berichtet über Bauern.

Aus Berlin wird berichtet vom Paragraphen 218 (vgl. 17.3.1975) und von der Demonstration für die Jugendzentren (JZ - vgl. 21.3.1975).

Aus Bremen wird berichtet aus dem Baubereich, aus dem DP-Bereich vom DruPa OV du den BN und aus dem IGM-Bereich über Lehrlinge bei BWM und durch die Zelle Klöckner (vgl. Feb. 1975, 6.3.1975)

Aus Hamburg wird berichtet aus dem DruPa OV (vgl. 17.3.1975).

Aus Hessen wird berichtet aus dem GEW LV, von der Jugendarbeitslosigkeit aus Darmstadt (vgl. 12.4.1975) bzw. Südhessen (vgl. 19.4.1975), aus Darnstadt vom GEW KV Darmstadt Stadt, aus Frankfurt von der Stadtagitation (vgl. 22.3.1975) und der Kambodscha-Veranstaltung bzw. -Demonstration (vgl.24.3.1975) und aus Wiesbaden vom Paragraphen 218 (vgl. 17.3.1975),

Aus Niedersachsen wird berichtet aus Braunschweig von einer eigenen Veranstaltung (vgl. 3.3.1975) und derjenigen gegen das Bleichemiewerk (vgl. 21.3.1975), aus Hannover von den Fahrpreiserhöhungen (vgl. 24.3.1975), vom SRK (vgl. 17.3.1975) und über Bauern, aus Hildesheim vom SRK (vgl. 13.2.1975), aus Holzminden von der Bundeswehr, aus Lengede von einem Berufsverbot (BV - vgl. 17.3.1975), das Betriebskollektiv der Sympathisantengruppe Salzgitter berichtet aus dem IGM-Bereich von P+S, aus Wolfsburg berichtet aus dem IGM-Bereich die Zelle VW.

Aus NRW wird berichtet aus Dortmund von der AKW Wyhl-Veranstaltung (vgl. 17.3.1975), aus Erwitte aus dem CPK-Bereich von Seibel (vgl. 17.3.1975, aus Düsseldorf berichtet die Sympathisantengruppe Neuß aus dem NGG-Bereich von Teekanne (1 000 Besch.) und die KG berichtet von der AKW Wyhl-Veranstaltung (vgl. 17.3.1975), die KG Hagen berichtet aus dem IGM-Bereich von Klöckner Haspe, es wird berichtet aus Herne, die Ortsgruppen Köln (vgl. 17.3.1975) und Leverkusen (vgl. 17.3.1975) berichten von ihren AKW Wyhl-Veranstaltungen.

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet aus Ludwigshafen von der Veranstaltung gegen das AKW Wyhl (vgl. 17.3.1975).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet aus Kiel vom Paragraphen 218 (vgl. 18.3.1975).

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Hamburg.
- Niedersachsen aus Göttingen.
- Schleswig-Holstein aus Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 12, Mannheim 26.3.1975

03.04.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 13 (vgl. 26.3.1975, 10.4.1975) mit einer Auflage von 44 000 heraus, in der u.a. von seiner eigenen Delegiertenkonferenz (vgl. 28.3.1975) und seinem ZK (vgl. 30.3.1975) berichtet.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet aus Freiburg von der eigenen Broschüre zum Wohnungswesen (vgl. 29.3.1975), aus Friedrichshafen über Schüler der Berufsschule, aus Heidelberg von der Kambodschaveranstaltung (vgl. 26.3.1975), aus dem CPK-Bereich über Lehrlinge bei Goedecke, aus dem DP-Bereich von der RNZ und dem Heidelberger Tageblatt, aus Kirschgartshausen über das AKW, aus Mannheim aus dem DP-Bereich von der MMGD, aus dem ÖTV-Bereich von der Krankenhauszelle und dem Stadtratskandidaten Klaus Harder, aus Neckargemünd aus dem ÖTV-Bereich durch die Zelle Rehazentrum, aus Rheinstetten / Forchheim von der Initiativgruppe für ein Jugendzentrum in Selbstverwaltung, aus Schwörstadt und aus Wyhl vom AKW (vgl. 31.3.1975).

Aus Bayern wird berichtet aus Schongau von der Luftlandeschule der Bundeswehr.

Aus Berlin wird berichtet aus der zentralen Jugendgruppe der DruPa (vgl. 24.3.1975).

Aus Bremen wird berichtet von der Kambodschaveranstaltung (vgl. 25.3.1975), aus dem IGM-Bereich von Klöckner (vgl. 24.3.1975) und durch die Stadtteilzelle Woltmershausen von der Neptunwerft.

Aus Hamburg wird berichtet aus dem IGM-Bereich aus dem Frauenausschuß (vgl. 24.3.1975), über eine Schiffsreparaturwerft, u.a. über die Lehrlinge, aus dem DP-Bereich von Bauer, aus dem HBV-Bereich durch ein KAJB-Mitglied über Lehrlinge bei Dyckhoff, Horten, Karstadt und Kaufhof, und aus dem NGG-Bereich vom Hotel Atlantic.

Aus Hessen wird berichtet aus der ÖTV Verwaltungsstelle Darmstadt über die BG Niederramstädter Heime, aus Frankfurt von der Kambodschaveranstaltung (vgl. 24.3.1975), aus Kassel aus der ÖTV durch die Zelle GHS der OAG über die ÖTV-BG GHS und den ÖTV KV, aus Offenbach aus dem GEW-Bereich über Lehrkräfte der 5. Klasse und der 10. Klasse Realschulen und aus Wiesbaden aus dem DP-Bereich vom Wiesbadener Kurier, Bertelsmann, dem Gablerverlag und den Wiesbadener Graphischen Betrieben (WGB).

Aus Niedersachsen wird berichtet aus Clausthal-Zellerfeld, aus Hannover von den Fahrpreiserhöhungen (vgl. 24.3.1975, 1.4.1975), aus Hildesheim von DKP (vgl. 29.3.1975), Fahrpreiserhöhungen (vgl. 29.3.1975) und Paragraph 218 (vgl. 26.3.1975), aus Lüneburg vom SRK (vgl. 6.3.1975), aus Munster vom PG LehrBtl92 der Bundeswehr und aus Walsrode aus der IG Chemie bei Wolff (vgl. 24.3.1975).

Aus NRW wird berichtet aus Burscheid aus dem IGM-Bereich von der Jugendvertretung (JV) der Goetze-Werke, aus Dortmund vom Fachbereich Sozialpädagogik der FHS, seitens der OAG Paderborn aus dem CPK-Bereich von Seibel Erwitte und aus dem IGM-Bereich von Demag Kalletal. Aus Essen wird berichtet aus dem IGM-Bereich von Opti-Reißverschluß (vgl. 27.3.1975). Die KG Hagen berichtet aus dem IGM-Bereich von Klöckner Haspe. Aus Hamm wird berichtet von der Jugendarbeitslosigkeit (vgl. 22.3.1975). Aus Köln wird berichtet von der FHS, aus dem IGM-Bereich von KHD Deutz und Ford. Aus Velbert wird berichtet vom Paragraphen 218 (vgl. 25.2.1975, 13.3.1975), aus Viersen von den Berufsbildenden Schulen (BBS) und dem HBV OJA.

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet aus Koblenz durch einen jugendlichen Arbeitslosen, aus Mainz, aus dem IG Chemie Bezirk und aus Ludwigshafen von BR und JV bei BASF und aus Speyer aus dem IGM-Bereich von VFW.

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet aus Kiel von der Berufsschule 2-3 (vgl. 10.3.1975).

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Hamburg.
- Schleswig-Holstein für den Kreis Plön.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 13, Mannheim 3.4.1975; GUV Hildesheim: Jugendarbeitslosigkeit in Hildesheim, Hildesheim 1.5.1975, S. 22

10.04.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 14 (vgl. 3.4.1975, 17.4.1975) mit einer Auflage von 47 000 heraus, in der er u.a. von der bundesweiten Vietnamdemonstration der KPD (vgl. 19.4.1975) berichtet.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet durch die Bundeswehr über die SRKs Freiburg und Heidelberg, über die Beteiligung der KPD an den Kommunalwahlen (KW - vgl. 20.4.1975), u.a. aus Mannheim (vgl. 20.4.1975), aus Dornstadt von der PzBrig 28 der Bundeswehr, aus Ebingen vom Jugendzentrum (JZ), aus Freiburg von der PH und von der eigenen Wahlveranstaltung (vgl. 31.3.1975), aus Heidelberg über den eigenen Stadtratskandidaten Jochen Noth, aus dem IGM-Bereich durch die Zelle John Deere, aus dem ÖTV-Bereich vom MPI für medizinische Forschung (vgl. Apr. 1974, 31.3.1975), aus Ziegelhausen ("Mit großer Mehrheit verabschiedete die Vollversammlung des Jugendzentrums Ziegelhausen am 16.3. eine Resolution, in der sie Demonstration des DGB gegen die Berufsbildungsmisere und gegen das Elend der Jugendarbeitslosigkeit begrüßte. In der Resolution wird die Anerkennung jugendlicher Arbeitsloser als Arbeitslose, das Recht auf Teilnahme der arbeitslosen Jugendlichen an Facharbeiterklassen ihrer Wahl und das Recht arbeitsloser Jugendlicher sich in der Gewerkschaft zu organisieren, gefordert."), aus Mannheim vom GEW KV, aus Neckarsulm aus dem IGM-Bereich von Audi (vgl. 4.4.1975, 8.4.1975), aus Stuttgart-Hohenheim, wo der AStA-Vorsitzende der Uni ein DKP-Mitglied sei, aus Weinheim vom Jugendzentrum (JZ) und aus Wyhl vom AKW.

Aus Bayern wird berichtet aus München aus dem DP-Bereich vom Süddeutschen Verlag (SV) bzw. von Süddruck (vgl. Nov. 1974) und aus Nürnberg von der Kambodschakundgebung der KPD (vgl. 26.3.1975).

Aus Berlin wird berichtet durch die Stadteilzelle Kreuzberg 36 und aus dem IGM-Bereich über Lehrlinge bei Siemens.

Aus Bremen wird berichtet aus dem DP-Bereich von Schünemann (vgl. 31.3.1975).

Aus Hamburg wird berichtet aus der GHK Geschäftsstelle Hamburg.

Aus Hessen wird berichtet aus Darmstadt über Jugendvertreter und den DGB KJA sowie aus dem CPK-Bereich, aus Frankfurt durch die Aufbauzelle Hoechst über die CPK-JG und durch die Stadtteilaufbauzelle Heddernheim, aus Gießen von der Indochinasolidarität (vgl. 5.4.1975), aus Kassel von der PzBrig 34 der Bundeswehr, der Ausländerdemonstration (vgl. 5.4.1975) und der Indochinasolidarität (vgl. 31.3.1975), aus Raunheim aus dem CPK-Bereich von Caltex und aus Wiesbaden aus dem CPK-Bereich.

Aus Niedersachsen wird berichtet aus dem IGM-Bereich von VW (vgl. 7.4.1975), aus Hannover vom Fahrpreiskampf (vgl. 1.4.1975, 8.4.1975), aus Lüneburg vom Paragraphen 218 (vgl. 20.3.1975), aus Peine aus dem IGM-Bereich von P+S, aus Salzgitter berichtet die Sympathisantengruppe aus dem IGM-Bereich über die SPD-Betriebsgruppe bei VW, aus Wolfsburg wird berichtet aus dem IGM-Bereich durch die Zelle VW.

Aus NRW wird berichtet von den Fachhochschul-ASten (vgl. 2.4.1975), aus Bochum aus dem IGM-Bereich von Opel, aus Castrop-Rauxel aus dem CPK-Bereich durch die Zelle Gewerkschaft Vicotr, durch die OAG Paderborn aus dem CPK-Bereich in Erwitte über Seibel und Söhne, das Zementwerk Wittekind, die drei Spenner Zementwerke und Carlo Seibel Zement, aus Herne, aus der Nähe von iserlohn über die PzBrig 20 der Bundeswehr und aus Köln von der Kambodschademonstration der KPD (vgl. 19.3.1975).

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet aus der IG Chemie, u.a. von BASF Ludwigshafen, u.a. auch über die Jugendvertretung (JV). Berichtet wird auch über die KPD in Ludwigshafen (vgl. 31.3.1975) und den Paragraphen 218 in Kaiserslautern (vgl. 31.3.1975) und Worms (vgl. 25.3.1975).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von der KHG Kiel.

Beilagen wurden uns bekannt aus
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Hamburg.
- Niedersachsen aus Göttingen.
- Rheinland-Pfalz aus Mainz.
- Schleswig-Holstein für Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 14, Mannheim 10.4.1975

17.04.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 15 (vgl. 10.4.1975, 24.4.1975) mit einer Auflage von 47 000 heraus.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von der Demonstration gegen die Jugendarbeitslosigkeit (vgl. 12.4.1975) und aus dem IGM-Bereich durch die Sympathisantengruppe Heilbronn von Audi Heilbronn, Neuenstein und Neckarsulm. Aus Bruchsal wird berichtet von der Bundeswehr (vgl. 7.4.1975), aus Emmendingen wird berichtet von der eigenen Wahlveranstaltung (vgl. 7.4.1975). Aus Freiburg wird berichtet über Hauptschüler und aus dem GTB-Bereich durch die Aufbauzelle MEZ. Aus Heidelberg wird berichtet von der eigenen Wahlveranstaltung (vgl. 10.4.1975).
Aus Karlsruhe wird berichtet von der eigenen Wahlveranstaltung (vgl. 7.4.1975).
Aus Mannheim wird berichtet von der CPK-Verwaltungsstelle, die u.a. zuständig ist für Lever Sunlicht, Rheinchemie, Boehringer, Weyl und Metzeler sowie von der eigenen Wahlveranstaltung zur Jugendarbeitslosigkeit (vgl. 11.4.1975). Aus Stuttgart wird berichtet von dem für die KPD kandidierenden Pfarrer, der eigentlich Religionslehrer ist. Aus Waiblingen wird berichtet von der eigenen Wahlveranstaltung (vgl. 7.4.1975). Aus Wiesloch wird berichtet von der eigenen Wahlveranstaltung (vgl. 7.4.1975). Aus Wyhl wird in "Die Kämpfe in Wyhl haben die Volksmassen im ganzen land ermutigt" berichtet vom AKW.

Aus Berlin wird berichtet von der Vietnamdemonstration und der eigenen Vietnamveranstaltung (vgl. 12.4.1975).

Aus Bremen wird berichtet über die Vietnamaktionen der JU der CDU (vgl. 11.4.1975, 12.4.1975) und aus dem IGM-Bereich von der AG Weser und dem Vulkan.

Aus Hamburg wird berichtet aus dem CPK-Bezirk Nordmark und über die Vietnamdemonstration der JU der CDU (vgl. 11.4.1975).

Aus Hessen wird berichtet aus Darmstadt aus der GEW Fachgruppe Hochschulen und deren Mitglied von der FHS, Victor Pfaff (KBW), aus Frankfurt von der GUV und aus dem DruPa OV, aus Kassel aus dem GEW-Bereich über Referendare, aus Wiesbaden vom Fahrpreiskampf (vgl. 12.4.1975) und durch das SRK.

Aus Niedersachsen wird berichtet aus dem IGM-Bereich von VW Emden, Hannover, Salzgitter und Wolfsburg, aus Braunschweig vom Bleichemiewerk (vgl. 12.4.1975), aus Clausthal-Zellerfeld von der Robert-Koch-Schule, aus Hannover von den Fahrpreiserhöhungen (vgl. 7.4.1975), aus Hildesheim von der Stadtratswahl (vgl. 13.4.1975), u.a. über die SPD (vgl. 7.4.1975), aus Munster von der 3. Kp des PzLehrBtl der Bundeswehr, aus Osnabrück von der GTB, über Jugendzentrum (vgl. Feb. 1975, 8.4.1975) und Stadtsanierung (vgl. Nov. 1974, 12.4.1975), aus Salzgitter aus dem IGM-Bereich (vgl. 12.4.1975), u.a. von VW (vgl. 14.4.1975).

Aus NRW wird berichtet aus der GTB Westfalen, aus Ahlen von der 2./JgBtl 441 der Bundeswehr in der Westfalenkaserne, aus Bonn vom Paragraphen 218 (vgl. 7.4.1975), durch die OAG Dortmund aus dem IGBE-Bereich von Minister Stein (4 000 Besch.) sowie über den Berufsförderlehrgang Zollern (300 Schüler), wo auch der Arbeitskreis junger Gewerkschafter Dortmund tätig ist, aus Köln berichtet die Zelle Versicherungen aus den HBV-BGs Gerling, R+V, HUK-Verband und Allianz, aus Leverkusen aus dem GEW-Bereich von Gymnasien, aus Mönchengladbach vom Paragraphen 218 (vgl. 10.4.1975), aus Münster aus der HBV-FG Buchhandel (vgl. 7.4.1975), aus Paderborn von der Solidarität mit Seibel Erwitte (CPK-Bereich - vgl. 7.4.1975).

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet von der Landes-ASten-Konferenz (LAK - vgl. 12.4.1975) und aus Worms vom besetzten Jugendzentrum (vgl. 5.4.1974).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von den Landtagswahlen (LTW - vgl. 13.4.1975) sowie aus Kiel aus dem IGM-Bereich durch die Aufbauzelle HDW und durch die Soldateninitiative Kiel von der Marine.

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Bremen und Hamburg.
- Hessen aus Wetzlar.
- Niedersachsen aus Göttingen.
- NRW aus Köln.
- Schleswig-Holstein aus Kiel und für den Kreis Plön.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 15, Mannheim 17.4.1975

24.04.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 16 (vgl. 17.4.1975, 30.4.1975) mit einer Auflage von 47 000 heraus, in der sich u.a. gegen die Vaterlandsverteidigung ausspricht.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von den Kommunalwahlen (KW - vgl. 20.4.1975) aus Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim, Stuttgart, Waiblingen und Wiesloch. Aus Heilbronn und Neckarsulm wird berichtet aus dem IGM-Bereich von Audi (vgl. 18.4.1975), aus Heilbronn auch von der Indochinaveranstaltung (vgl. 10.4.1975). Aus Ludwigsburg wird berichtet aus dem ÖTV-Bereich vom Kreiskrankenhaus. Aus Mannheim wird berichtet von der FHS für Sozialwesen (vgl. 14.4.1975). Aus Stuttgart wird berichtet von GEW und ÖTV an der Uni.

Aus Bayern wird berichtet aus Schweinfurt von der Anti-AKW Demonstration (vgl. 19.4.1975).

Aus Berlin wird berichtet vom Paragraphen 218 (vgl. 18.4.1975).

Aus Bremen wird berichtet über die NGG-JG, von einer Indochinaveranstaltung (vgl. 15.4.1975), aus dem IGM-Bereich vom Vulkan (vgl. 16.4.1975) und durch die Zelle Klöckner, aus dem ÖTV-Bereich berichtet die Zelle der Behörde des Senators für Bildung, Wissenschaft und Kultur aus dem ÖTV-KV.

Aus Hamburg wird berichtet von der Indochinakundgebung (vgl. 17.4.1975), aus dem für Eimsbüttel zuständigen IG BSE Ortsverband 5, aus dem DP-Bereich durch die Auer/Bauer-Zelle, aus dem ÖTV-Bereich vom Schülerrat des AK St. Georg.

Aus Hessen wird berichtet aus der GEW, aus Südhessen von der Demonstration gegen Jugendarbeitslosigkeit (vgl. 19.4.1975), aus Darmstadt über Studenten ud Dozenten der FHS, aus Frankfurt von der ÖTV-BG Uni Kernbereich, aus Kassel von der Indochinaveranstaltung (vgl. 10.4.1975) und aus dem IGM-Bereich von Rheinstahl Henschel (vgl. 17.4.1975), u.a. über den AK Sozialpolitik der IGM und aus Wetzlar von der Bundeswehr (vgl. 10.4.1975).

Aus Niedersachsen wird berichtet aus Achim durch die KBW-Sympathisantengruppe, aus Hannover vom Fahrpreiskampf (vgl. 24.3.1975, 16.4.1975), aus Munster/Faßberg von der Bundeswehr, aus Oldenburg aus dem DP-Bereich durch die Aufbauzelle Stalling (600 Beschäftigte), aus Wolfsburg aus dem IGM-Bereich durch die Zelle VW.

Aus NRW wird berichtet von der Demonstration gegen Jugendarbeitslosigkeit (vgl. 19.4.1975), über die DGB KVs Lippe und Paderborn, aus Bochum von der eigenen Indochina- (vgl. 11.4.1975) und der Arbeiterjugendveranstaltung (vgl. 17.4.1975), aus Bonn von den Indochinaaktionen (vgl. 12.4.1975) und vom Auftritt des Verteidigungsministers Leber (SPD) in der Uni (vgl. 16.4.1975), aus Erwitte aus dem CPK-Bereich von Seibel und Söhne, aus Münster vom Besuch von Franz Josef Strauß (FJS, CSU - vgl. 21.4.1975) und vom Fachbereich Sozialwesen der FHS (vgl. 21.4.1975), aus Neuß aus dem ÖTV-Bereich über Speditionen und aus Wuppertal von den Indochinaaktionen (vgl. 3.4.1975, 9.4.1975).

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet aus Frankenthal vom Jugendzentrum (JZ - vgl. 15.4.1975), aus Koblenz von der Indochinaveranstaltung (vgl. 10.4.1975) und aus Landau aus dem CPK-Bereich.

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet über einen Gerichtsreferendar in Schleswig, der während des Studiums Mitglied der Roten Zelle Jura Kiel war und aus Kiel von der Indochinakundgebung (vgl. 18.4.1975).

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Bremen und Hamburg.
- Niedersachsen aus Göttingen und Lüneburg.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 16, Mannheim 24.4.1975

30.04.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 17 (vgl. 24.4.1975, 7.5.1975) mit einer Auflage von 50 000 heraus, in der er u.a. von der bundesweiten Kambodschademonstration der KPD (vgl. 19.4.1975) berichtet.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von den Kommunalwahlen (KW - vgl. 20.4.1975) aus Emmendingen, Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim, Waiblingen und Wiesloch.
Aus Bruchsal wird berichtet aus dem IGM-Bereich von Siemens (vgl. 14.4.1975), aus Heidelberg von der Indochinaveranstaltung (vgl. 19.4.1975), von der Uni (vgl. 22.4.1975), aus dem IGM-Bereich von John Deere (vgl. 21.4.1975) und aus dem ÖTV-Bereich vom MPI für Kernphysik (vgl. 21.4.1975). Aus Karlsruhe wird berichtet von der Indochinaveranstaltung (vgl. 25.4.1975), aus Mannheim wird berichtet von der Bundeswehr (vgl. 21.4.1975), von der FHS (vgl. 21.4.1975), über die Berufsverbote (BV - vgl. 21.4.1975), aus dem HBV-Bereich von Coop Verpackungsmittel (140 Besch.) und aus dem IGM-Bereich von Babcock Brown Boveri Reaktor (vgl. 21.4.1975).

Aus Bayern wird berichtet aus München von der IGM Ortsjugendversammlung (vgl. 21.4.1975).

Aus Berlin wird berichtet von den Berufsverboten (BV - vgl. 26.4.1975).

Aus Bremen wird berichtet aus dem Untersuchungsgefängnis (UG) und aus dem IGM-Bereich durch die Zelle Klöckner.

Aus Hamburg wird berichtet aus dem DruPa OV (vgl. 21.4.1975) und vom Paragraphen 218 (vgl. 21.4.1975).

Aus Hessen wird berichtet aus Südhessen von der Jugendarbeitslosigkeitsdemonstration (vgl. 19.4.1975), aus Frankfurt aus dem GEW Bezirk und von den Tutoren und HiWis an der Uni, aus Kassel von der GHS (vgl. 15.4.1975), aus Rüsselsheim aus dem IGM-Bereich von Opel und aus Wiesbaden vom Paragraphen 218 (vgl. 21.4.1975) und der Indochinademonstration (vgl. 21.4.1975).

Aus Niedersachsen wird berichtet vom Gericht in Bückeburg, aus Clausthal über das geplante Atommüllager in der Asse, aus Delmenhorst vom Paragraphen 218 (vgl. 21.4.1975), aus Hannover vom SRK (vgl. 21.4.1975), u.a. aus der Prinz Albrecht Kaserne, von der FmKp 772 und von der NschKp 720 in Nienburg / Langendamm, aus Osnabrück vom Paragraphen 218 (vgl. 21.4.1975), aus Wilhelmshaven vom Paragraphen 218 (vgl. 21.4.1975), aus Wolfsburg aus dem IGM-Bereich durch die Zelle VW von der Jugendvertretung und dem ihr sowie dem DKP-Parteivorstand (PV) angehörenden Ducke und aus Würgassen aus dem AKW über die dort tätige Spezialreinigungsfirma Heinz Celten aus Holzminden.

Aus NRW wird berichtet aus Bielefeld vom Besuch des Franz-Josef Strauß (FJS - 17.4.1975), aus Köln berichtet aus dem IGM-Bereich die Aufbauzelle Ford (vgl. Apr. 1975), u.a. vom Paragraphen 218 (vgl. 21.4.1975), aus Kalletal wird berichtet aus dem IGM-Bereich von Stübbe, aus Münster von der FHS (vgl. 21.4.1975), aus Paderborn/Augustdorf von der Bundeswehr (vgl. 21.4.1975) und aus Viersen vom Paragraphen 218 (vgl. 10.4.1975, 19.4.1975).

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet von Schülern in Kaiserslautern (vgl. 21.4.1975) und aus Worms von der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule (EWH - vgl. 21.4.1975).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet aus Bad Segeberg von der SRK-Initiative (vgl. 21.4.1975), aus Kiel über die ÖTV-BG HWWA und aus Lübeck aus der JVA.

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Hamburg.
- NRW aus Köln.
- Schleswig-Holstein für den Kreis Plön.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 17, Mannheim 30.4.1975

07.05.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 18 (vgl. 30.4.1975, 15.5.1975) mit einer Auflage von 50 000 heraus, in der er u.a. berichtet von der Demonstration vietnamesischer Studenten (vgl. 2.5.1975) und vom 1. Mai und sich mit der Vaterlandsverteidigung befaßt. Polemisiert wird auch gegen die Positionen des KB in der Militärfrage.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet aus Bruchsal aus der IGM, u.a. von Siemens und Neff, aus Freiburg vom 1. Mai, aus Heidelberg vom 1. Mai, aus Mannheim vom 1. Mai und aus dem CPK-Bereich durch die Zelle CF Weyl, aus Saulgau vom Paragraphen 218, durch die OAG Stuttgart aus dem DruPA OV von Druckzentrum Möhringen, SN, SZ und Wochenblatt und durch die KHG von der Uni Stuttgart-Hohenheim (vgl. 28.4.1975).

Aus Berlin wird berichtet vom 1. Mai, vom Protest gegen die Berufsverbote (BV - vgl. 28.4.1975) und aus dem DruPa Landesbezirk.

Aus Bremen wird berichtet vom 1. Mai, u.a. über Soldaten, aus dem IGM-Bereich durch die Zelle Vulkan, aus dem ÖTV-Bereich aus der Krankenpflegeschule des Zentralkrankenhauses St. Jürgen, durch die Stadtteilzelle Nord des KAJB von Bildungsanstalt für Frauenberufe in Blumenthal und von der Uni durch den KSB.

Aus Hamburg wird berichtet vom SRK am 1. Mai.

Aus Hessen wird berichtet aus Darmstadt vom 1. Mai, aus Dreieich vom DPG OJA (vgl. 28.4.1975), aus Frankfurt vom 1. Mai und vom Paragraphen 218 (vgl. 23.4.1975), aus Gießen vom Konvent der Uni, aus Kassel aus der IGM-Jugend (vgl. 28.4.1975) und dem KFZ-Handwerk, von der GHS (vgl. 28.4.1975) sowie vom Paragraphen 218 (vgl. 24.4.1975), aus Wiesbaden aus dem IGM-Bereich von Glyco und von Soldaten am 1. Mai.

Aus Niedersachsen wird berichtet aus Braunschweig über Studenten der TU, aus Delmenhorst vom 1. Mai (vgl. auch 30.4.1975), aus Göttingen vom 1. Mai, aus Hannover vom Paragraphen 218 (vgl. 28.4.1975), aus Hildesheim vom Paragraphen 218 (vgl. 28.4.1975) und dem SRK (vgl. 28.4.1975, 1.5.1975), aus Nienburg von den Jusos der SPD (vgl. 27.3.1975), aus Oldenburg vom Paragraphen 218 (vgl. 22.4.1975), durch die Sympathisantengruppe Salzgitter aus dem IGM-Bereich von VW, aus Wilhelmshaven vom 1. Mai und aus Wolfsburg vom 1. Mai.

Aus NRW wird berichtet aus dem IGM-Chemie Bezirk Köln (vgl. 28.4.1975), aus Erwitte vom 1. Mai, aus Köln vom 1. Mai und aus dem IGM-Bereich durch die Aufbauzelle Ford, aus Mönchengladbach vom Paragraphen 218 (vgl. 28.4.1975), aus Paderborn vom 1. Mai.

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet aus Trier vom 1. Mai (vgl. auch 30.4.1975).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet aus Kiel vom 1. Mai.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Hessen aus Frankfurt und Giessen.
- Hamburg.
- Niedersachsen aus Göttingen.
- Schleswig-Holstein aus Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 18, Mannheim 7.5.1975

15.05.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 19 (vgl. 7.5.1975, 22.5.1975) mit einer Auflage von 50 000 heraus, in der er sich u.a. mit der Haltung der GIM zum Paragraphen 218 befaßt.

Zur "Indochina-Solidarität" heißt es auch:"
Wilhelmshaven. In einer Presseerklärung hat der Vorstand der Wilhelmshavener Jungsozialisten seine Freude über den Sieg der Völker in Kambodscha und Vietnam ausgedrückt. Es heißt in der Erklärung: 'Wir stellen fest, daß eindeutig die Aggressoren die USA und ihre Marionettenregierung waren.'"

Aus Baden-Württemberg wird berichtet aus Freiburg aus der GEW, von der Vietnamsolidarität (vgl. 11.5.1975) und durch die Zelle Psychologie der KHG, aus Heidelberg vom Komitee Südliches Afrika (KSA), aus dem IGM-Bereich von Teldix (vgl. 5.5.1975) und aus dem ÖTV-Bereich vom Angestelltenausschuß des Kreisverbandes und dem BFW Wieblingen, aus Neckargemünd aus dem ÖTV-Bereich vom Rehazentrum, aus Pforzheim wird berichtet aus dem IGM-Bereich (vgl. 5.5.1975), aus Schwäbisch Gmünd wird berichtet aus dem IGM-Bereich (vgl. 28.4.1975).

Aus Bayern wird berichtet aus dem BSE-Bereich von den Fliesenlegern in München (vgl. 5.5.1975) und in Augsburg (vgl. 12.5.1975) und Nürnberg (vgl. 12.5.1975) sowie aus Nürnberg von der Demonstration gegen Jugendarbeitslosigkeit (vgl. 10.5.1975)

Aus Berlin wird berichtet von der GEW (vgl. 6.5.1975) und vom Paragraphen 218 (vgl. 5.5.1975).

Aus Bremen wird berichtet von den Fachhochschulen (vgl. 7.5.1975), von Berufsschulpädagogikstudenten der Uni, aus dem IGM-Bereich vom Vulkan über die KPD/ML-NE (vgl. 5.5.1975), aus dem ÖTV-Bereich von der Uni.

Aus Hamburg wird berichtet über Studenten der Sozialpädagogik, aus dem IGM-Bereich von Reynolds, aus der GEW über die BGs in den Hauptseminaren 74/VII und 74/VIII.

Aus Hessen wird berichtet aus Darmstadt aus dem CPK-Bereich von Röhm (vgl. 9.5.1975) und aus dem GEW-Bereich von Architekturdozenten an der FHS, aus Frankfurt von der Befreiung vom Hitlerfaschismus (vgl. 10.5.1975), von der GEW-Sektion Hochschule, vom Romanistikprofessor Schneider (KPD) und vom Paragraphen 218 (vgl. 5.5.1975), aus Groß Gerau vom GEW OV, aus Hessisch-Lichtenau durch das SRK Kassel/Hessisch-Lichtenau aus der Blücherkaserne der Bundeswehr und aus Rotenburg von der 2.Kp in der Alheimer Kaserne der Bundeswehr. Aus Wiesbaden wird berichtet vom Paragraphen 218 in Biebrich (vgl. 5.5.1975) und Mitte (vgl. 5.5.1975), sowie vom DPG OJA und Postjugendlichen.

Aus Niedersachsen wird berichtet aus Celle vom Paragraphen 218 (vgl. 5.5.1975) und dem durch DAG und ÖTV gestellten Personalrat der Stadt, u.a. über das Alters- und Pflegeheim Hehlentorstift in der Harburger Str., aus Cuxhaven-Altenwalde durch die Kommunistische Gruppe (KG) Bremerhaven über das PzBtl 174 der Bundeswehr, aus Hannover über den 1.Mai, aus Nienburg/Langendamm aus der Clausewitzkaserne der Bundeswehr, aus Norden von einer Hausdurchsuchung (vgl. 5.5.1975), aus Oldenburg aus Ohmstede vom Paragraphen 218 (vgl. 5.5.1975), aus Verden vom Jugendzentrum (JZ - vgl. 3.5.1975), aus Wilhelmshaven über Jusos der SPD und vom 1.Mai, aus Wolfsburg aus dem IGM-Bereich von VW (vgl. 5.5.1975)und aus dem IGM-Bereich in Einswarden: "In einer Resolution anläßlich des 1. Mai fordert die Jugendvertretung von VFW Fokker, Werk Einswarden, die Abschaffung der Stufenausbildung und 'eine Einheitsschule, die eine einheitliche Ausbildung aller Jugendlichen gewährleistet'."

Aus NRW wird berichtet aus Bonn von der Indochinasolidarität (vgl. 25.4.1975), aus Essen aus dem IGM-Bereich von den Eisenwerken (vgl. 6.5.1975), aus Kalletal aus dem IGM-Bereich von Stübbe (vgl. 6.5.1975), aus Steinfurt von der FHS (vgl. 5.5.1975).

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet aus Kaiserslautern von Schülern (vgl. 10.5.1975) und der französischen Armee (vgl. 3.5.1975), aus Mainz vom Paragraphen 218 (vgl. 18.4.1975, 1.5.1975) und aus Speyer aus dem GLeder-Bereich von Salamander (vgl. 31.3.1975).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet aus Norderstedt vom Kirchenaustritt (vgl. 22.5.1975).

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Hamburg.
- Niedersachsen aus Verden.
- NRW aus Bochum und Essen.
- Schleswig-Holstein für den Kreis Plön.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 19, Mannheim 15.5.1975

22.05.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 20 (vgl. 15.5.1975, 29.52.1975) mit einer Auflage von 50 000 heraus. Berichtet wird von den Aktionen der KPD in der DDR.
Zur KPD/ML heißt es, daß diese nun bei der Vaterlandsverteidigung auf halbem Wege umgekehrt sei. Aus dem IGM-Bereich wird berichtet von VW.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet aus Bruchsal aus der Dragonerkaserne der Bundeswehr, aus Freiburg vom Paragraphen 218 (vgl. 16.5.1975), aus Heidelberg vom Komitee Südliches Afrika (KSA - vgl. 16.5.1975), von den Studenten der Uni (vgl. 12.5.1975), von den Zivildienstleistenden (ZDL) der ZD-Gruppe 2, aus dem ÖTV KV (vgl. 12.5.1975) und aus dessen Organisationsbereich von der Neurologischen Uniklinik und dem MPI für Kernphysik, sowie durch die Zelle Orthopädische Uniklinik und die Zelle Uni / Studentenhilfe von den Beschäftigten der Uni, aus Karlsruhe wird berichtet von der französischen Armee, die Sympathisantengruppe (SG) Konstanz berichtet aus dem DPG-Bereich über Fernmeldelehrlinge, aus Mannheim wird berichtet von der Bundeswehr (vgl. 5.5.1975), von der Indochinaveranstaltung (vgl. 16.5.1975), aus der GEW-FG Vorschulerziehung (vgl. 12.5.1975) und aus dem IGM-Bereich von SEL (vgl. 16.5.1975), aus Mosbach vom Jugendzentrum (JZ - vgl. 10.5.1975), aus Pforzheim über Lehrer und Schüler des Hildagymnasiums, aus Reutlingen von den Hochschulen (vgl. 12.5.1975), aus Stuttgart von der Vietnamveranstaltung (vgl. 15.5.1975) und der Uni Hohenheim und aus Weinheim von den Zivildienstleistenden ZDL) im Bodelschwingheim.

Aus Bayern wird berichtet aus dem BSE-Bereich vom Fliesenlegerstreik (vgl. 19.5.1975) in Regensburg, Rosenheim, Landshut und Kempten und aus Würzburg vom Paragraphen 218 (vgl. 14.5.1975).

Aus Bremen wird berichtet von der Jugendarbeitslosigkeit (vgl. 15.5.1975), der GUV, aus dem IGM-Bereich von Klöckner (vgl. 12.5.1975) und über die Solidarität mit Seibel Erwitte (vgl. 12.5.1975).

Aus Hamburg wird berichtet von der Uni-VV (vgl. 13.5.1975), der Zimbabweveranstaltung (vgl. 11.5.1975) sowie von der 2./PzGrenBtl 72 der Bundeswehr.

Aus Hessen wird berichtet aus Darmstadt aus dem CPK-Bereich von Röhm (vgl. 12.5.1975), aus Diez vom Nachschub Btl 310 der Bundeswehr, aus Frankfurt durch die Aufbauzelle Hoechst von der CPK-JG, aus Kassel von der GHS über Kunstlehrerstudenten und den Fachbereich Wirtschaft, aus Limburg aus dem GEW-KV, vom Studienseminar 4 und vom AJLE der Kreise Limburg /Oberlahn, aus Weiterstadt wird berichtet aus dem CPK-Bereich von Röhm, aus Wetzlar von der DDR-Veranstaltung der DKP (vgl. 12.5.1975) und aus Wiesbaden vom Paragraphen 218 (vgl. 12.5.1975).

Aus Niedersachsen wird berichtet aus Braunschweig vom Paragraphen 218 (vgl. 12.5.1975), aus Göttingen von der Zimbabweveranstaltung (vgl. 14.5.1975), aus Hannover von der Zimbabweveranstaltung (vgl. 13.5.1975), aus Salzgitter aus dem IGM-Bereich von VW (vgl. 16.5.1975), aus Seesen vom Jugendzentrum (JZ - vgl. 12.5.1975), aus Wilhelmshaven von der DPG.

Aus NRW wird berichtet aus Aachen vom Paragraphen 218 (vgl. 14.5.1975), aus Bochum von der Zimbabwe-Veranstaltung (vgl. 10.5.1975) und aus dem IGM-Bereich von Krupp, aus Bonn von der eigenen Kommunistischen Studentengruppe (KSG), aus Dinslaken aus dem IGBE-Bereich von Südkoreanern auf der Zeche Walsum und aus dem IGM-Bereich von Thyssen Niederrhein (vgl. 14.5.1975), aus Essen vom Paragraphen 218 (vgl. 12.5.1975), aus dem IGM-Bereich von den Eisenwerken Essen (Passavant-Tochter) und aus dem ÖTV-Bereich vom Krankenhaus, aus Köln wird berichtet vom Indochinafest an der Uni (vgl. 14.5.1975) und aus dem IGM-Bereich von Ford Niehl, aus Mönchengladbach von der 218-Veranstaltung am Neusprachlichen Gymnasium (vgl. 12.5.1975).

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet aus Kaiserslautern von den Schüleraktionen für Fahrgelderstattung (vgl. 10.5.1975, 14.5.1975), aus Worms aus dem CPK-Bereich von Röhm (1 000 Besch.).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet aus Lübeck aus dem NGG-Bereich aus dem Schlachthof bzw. über Nordfleisch Schleswig-Holstein.

Ortsbeilagen zu dieser Nummer wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Bayern aus Augsburg.
- Berlin.
- Rheinland-Pfalz aus Ludwigshafen.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 20, Mannheim 22.5.1975

29.05.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 21 (vgl. 22.5.1975, 5.6.1975) mit einer Auflage von 50 000 heraus, in der er sich u.a. mit dem KB und den Soldaten am 1. Mai beschäftigt.

Aus Frankreich wird berichtet vom AKW Fessenheim (vgl. 25.5.1975).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet aus Freiburg aus der ÖTV (vgl. 19.5.1975) und von der Zimbabweveranstaltung (vgl. 23.5.1975), aus Heidelberg von der ersten Stadtratssitzung (vgl. 22.5.1975), der Fahrpreisdemonstration (vgl. 22.5.1975) und der Zimbabweveranstaltung (vgl. 11.6.1975), aus Heilbronn vom Paragraphen 218 (vgl. 19.5.1975), aus Karlsruhe durch die Zelle PH der KHG und über französische Soldaten, aus Mannheim vom Paragraphen 218 (vgl. 23.5.1975), aus Ravensburg / Weingarten vom Paragraphen 218 (vgl. 19.5.1975), aus Tübingen vom Paragraphen 218 (vgl. 19.5.1975), aus Wiesloch von der Sondermülldeponie (vgl. 24.5.1975).

Aus Bayern wird berichtet aus Fürth aus dem CPK-Bereich von Dynamit Nobel (vgl. 13.5.1975, 14.5.1975), aus München von der Zimbabweveranstaltung (vgl. 12.6.1975) und aus dem BSE-Bereich von den Fliesenlegern (vgl. 19.5.1975).

Aus Berlin wird berichtet von der Zimbabweveranstaltung (vgl. 13.6.1975).

Aus Bremen wird berichtet aus dem IGM-Bereich von Klöckner und aus dem ÖTV-Bereich aus der Uni und dem zentralen Schreibbüro.

Aus Hamburg wird berichtet durch die GUV aus der GEW (vgl. 22.5.1975), aus der IG BSE (vgl. 23.5.1975) und aus deren Organisationsbereich von den Steinmetzen (vgl. 21.5.1975, 27.5.1975).

Aus Hessen wird berichtet aus Darmstadt aus der ÖTV (vgl. 19.5.1975) und aus dem CPK-Bereich von Röhm (vgl. 19.5.1975) und durch die Zelle Merck, aus Frankfurt von der Uni, den Fahrpreiserhöhungen (vgl. 22.5.1975), einem KVZ-Verkaufsprozeß (vgl. 31.5.1974, 19.5.1975), der Zimbabweveranstaltung (vgl. 19.5.1975) und der ÖTV-BG Uni, aus Gießen von der Uni (vgl. 19.5.1975), aus Kassel/Hessisch-Lichtenau vom SRK (vgl. 19.5.1975), aus Rüsselsheim aus dem IGM-Bereich von Opel, aus Weiterstadt aus dem CPK-Bereich von Röhm, aus Wiesbaden aus der CPK-Jugend (vgl. 19.5.1975) und vom Paragraphen 218 (vgl. 19.5.1975), aus Wolfhagen vom Jugendzentrum (vgl. 16.5.1975).

Aus Niedersachsen wird berichtet von der Landes-ASten-Konferenz (LAK - vgl. 19.5.1975), aus Ostfriesland von der Demonstration gegen Jugendarbeitslosigkeit (vgl. 24.5.1975), aus Braunschweig von der Demonstration gegen Jugendarbeitslosigkeit (vgl. 24.5.1975), vom Studentenrat der TU, u.a. bzgl. des Paragraphen 218 (vgl. 19.5.1975), aus der DPG (vgl. 19.5.1975), aus der GEW (vgl. 19.5.1975) und aus dem IGM-Bereich von VW, aus Göttingen vom DGB-Frauenausschuß (vgl. 15.5.1975) und der ÖTV-Abteilung Wifo (vgl. 19.5.1975), aus Oldenburg vom Paragraphen 218 (vgl. 19.5.1975), aus Osnabrück aus der IGM-Jugend (vgl. 19.5.1975) und aus dem IGM-Bereich von der Jugendvertretung Klöckner (vgl. 19.5.1975), von DGB KJA, DGB KV sowie von der DGB-Frauengruppe (vgl. 19.5.1975), aus Salzgitter aus dem IGM-Bereich aus den VW-Wohnheimen. Der Artikel "Die Noskes von heute. Die Vaterlandsverteidiger der Gruppe Rote Fahne und die Zersetzungsarbeit in der imperialistischen Bundeswehr" kommt aus Holzminden von der Bundeswehr.

Aus NRW wird berichtet aus Dortmund aus dem IGM-Bereich von SEL (vgl. 23.5.1975, 26.5.1975), von der Palästinaveranstaltung (vgl. 24.5.1975) und vom Paragraphen 218 (vgl. 19.5.1975), u.a. am Westfalenkolleg (vgl. 19.5.1975), aus Duisburg aus dem IGM-Bereich von Thyssen Niederrhein (vgl. 22.5.1975), aus Erwitte von Seibel und Söhne und der zuständigen CPK-Verwaltungsstelle Neubeckum, aus Essen aus dem IGM-Bereich von AEG Kanis (vgl. 19.5.1975) und aus der ÖTV (vgl. 19.5.1975), aus Köln von der FHS Deutz (vgl. 19.5.1975), der Zimbabweveranstaltung (vgl. 14.6.1975) und aus dem NGG-Bereich von der Auer-Mühle (480 Besch.), aus Münster aus dem ÖTV-Bereich von der Raphaelsklinik (vgl. 19.5.1975).

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet vom Winzerprotest in St. Aldegung (vgl. 24.5.1975), von den Schülerfahrkosten aus Kaiserslautern (vgl. 19.5.1975, 30.5.1975) und Trier (vgl. 23.5.1975, 27.5.1975) und aus Worms aus dem CPK-Bereich von Röhm.

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet aus dem NGG-Bereich von Nordfleisch (über 1 000 Arbeiter), aus Eckernförde von der Bundeswehr, aus Kiel aus der GEW-Studentengruppe PH (vgl. 12.5.1975, 19.5.1975) und aus Norderstedt vom Kirchenaustritt (vgl. 22.5.1975).

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Hamburg.
- Schleswig-Holstein für den Kreis Plön.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 21, Mannheim 29.5.1975

05.06.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 22 (vgl. 29.5.1975, 12.6.1975) in einer Auflage von 50 000 Stück heraus.

Berichtet wird vom Paragraphen 218 (vgl. 31.5.1975, 21.9.1975), der eigenen Broschüre zur Vaterlandsverteidung (vgl. Juni 1975).
Es erscheint eine Antwort an die DKP auf die Frage: "Ist die Sowjetunion ein sozialistisches Land?".

In "Fernschreiben zum 1. Mai. 'Unzulässige politische Betätigung'" wird von der Bundeswehr berichtet über die Benachrichtigung der Kommandeure, dass sich 130 Soldaten in Uniform am 1. Mai beteiligten. In "Ist der Heeresinspekteur ein Trottel?" befasst sich W. M. mit dessen Auftritt bei den spanischen Faschisten.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet aus Heidelberg von den Fahrpeiserhöhungen (vgl. 31.5.1975) und durch die GUV Sektion Sozialpolitik, aus Mannheim von der FHS, aus Waiblingen aus der IGM-Jugend (vgl. 26.5.1975).

Aus Berlin wird berichtet aus dem GEW-Landesverband sowie aus den Bezirksverbänden Charlottenburg, Kreuzberg, Neukölln und Schöneberg.

Aus Bremen wird berichtet aus dem IGM-Bereich von Klöckner, aus der GEW über die fünf Bezirke (Mitte und Ost sind zusammen nur ein GEW-Bezirk).

Aus Hamburg wird berichtet vom Paragraphen 218 (vgl. 27.5.1975).

Aus Hessen wird berichtet aus Darmstadt aus der GEW (vgl. 26.5.1975), aus dem CPK-Bereich von Röhm (vgl. 26.5.1975), die Sympathisantengruppe Rüsselsheim berichtet aus dem IGM-Bereich von Opel.

Aus Niedersachsen wird berichtet aus Braunschweig vom Kindergeld für Ausländer (vgl. 31.5.1975), aus Göttingen aus der Uni (vgl. 30.5.1975), aus Hannover vom Schülerrat (SR) der Berufsschule V (vgl. 26.5.1975), aus Oldenburg wird berichtet von der Uni über DAG, GEW und die ÖTV-BG.
Im Artikel von einem Mitglied der Sympathisantengruppe Peine: "Stahlindustrie in der Krise. Auch im Juni und Juli Kurzarbeit bei P+S" wird auch aus Bremen berichtet aus dem IGM-Bereich von Klöckner (vgl. 23.6.1975).

Aus NRW wird berichtet aus dem IGM-Bereich von Thyssen Niederrhein (TN), aus Bochum wird berichtet aus dem IGM-Bereich von Krupp, aus Dortmund von der deutsch-vietnamesischen Freundschaft (vgl. Mai 1975) und aus dem IGM-Bereich von SEL (vgl. 26.5.1975), aus Köln aus dem IGM-Bereich von Ford (vgl. 2.6.1975, 26.5.1975) und durch die KHG über den KSV der KPD an der Uni (vgl. Juni 1973), aus Krefeld wird berichtet dem IGM-Bereich von den Edelstahlwerken, aus Leverkusen berichtet die OAG aus dem CPK-Bereich von Bayer und dessen Töchtern Agfa und Kronos Titan, d.h. insgesamt 54 000 Bayer-Beschäftigten in Leverkusen. Erwähnt wird auch Bayer Dormagen, ein Werk, "das in großem Umfang Chemiefasern produziert." Aus Paderborn/Augustdorf wird berichtet durch die Kommunistische Gruppe (KG) Castrop-Rauxel vom SRK (vgl. 21.4.1975), aus Witten wird berichtet dem IGM-Bereich von den Edelstahlwerken. In "Brief ohne Absender" berichtet die KG Castrop-Rauxel von einem Zeitsoldaten, der in Augustdorf stationiert ist. In "Auseinandersetzung um das Militärgesundheitswesen" wird berichtet über die durch die 'Rührt Euch' Nr. 3 vom April initiierte Debatte über Stabsarzt Warnecke, zu dem auch zwei Soldaten, darunter U. Sassenbach, einen Offenen Brief verfassten.

Berichtet wird auch aus dem CPK-Bereich von Seibel:"
Streik in Erwitte

Durch das Urteil des Arbeitsgerichtes sind die Kündigungen des Zementkapitalisten Seibel aufgehoben worden (vgl. KVZ 21).
Die Kollegen boten nach dem Urteil erneut ihre Arbeitskraft an.
Verhandlungen zwischen Seibel und dem Betriebsrat sind jetzt gescheitert. Seibel will am Freitag, dem 6.6., 38 Kollegen wieder einstellen, die restlichen 100 Arbeiter hat er ausgesperrt."

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet von der Fahrkostenkampagne im Hochschulbereich (vgl. 26.5.1975). In '7-Punkte-Programm'" wird von der Bundeswehr berichtet aus Ulmen, Kreis Cochem-Zell vom LAR IV.

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von der Jugendarbeitslosigkeit (vgl. 26.5.1975, 31.5.1975), aus Kiel von der Uni (vgl. 2.6.1975), dem Stadtschülerrat (SSR) und der Berufsschule II / III, aus Norderstedt von der Repression (vgl. 30.5.1975).

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Hamburg.
- Niedersachsen aus Verden.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 22, Mannheim 5.6.1975

12.06.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 23 (vgl. 5.6.1975, 19.6.1975) mit einer Auflage von 50 000 heraus, in der er sich u.a. mit der Position der GIM zum Paragraphen 218 befaßt.

Weitere Artikel sind:
- "Antwort an die DKP, Teil II. Der Kampf um die Rechte des Volkes geht gegen den bürgerlichen Staat" von Willfried Maier.

Berichtet wird vom Vietnamfest (vgl. 7.6.1975) und aus dem IGM-Bereich von HDW.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet aus Emmendingen vom Jugendzentrum (vgl. 7.6.1975), aus Freiburg von der Uni (vgl. 2.6.1975), u.a. vom Paragraphen 218 (vgl. 2.6.1975), und aus dem IGM-Bereich von Hellige (vgl. 2.6.1975), aus Heidelberg von Chilekomitee (CK), Indochinakomitee (ICK) und Komitee Südliches Afrika (KSA), vom Paragraphen 218 (vgl. 2.6.1975) und von der PH (vgl. 2.6.1975), aus Leonberg aus dem IGM-Bereich von der MF Bammesberger (vgl. 31.5.1975), aus Mannheim von der Antimilitaristischen Gruppe (AMG - vgl. 2.6.1975), aus Pforzheim von der eigenen Indochinaveranstaltung (vgl. 30.5.1975), aus Philippsburg von der Bundeswehr, aus Tübingen vom Paragraphen 218 (vgl. 2.6.1975) und der eigenen Ortsgruppe (vgl. 2.6.1975).

Aus Bayern wird berichtet aus Fürth aus dem CPK-Bereich von Dynamit Nobel (vgl. 14.6.1975), aus München von der Demonstration gegen Jugendarbeitslosigkeit, aus Schaftlach, Warngau und aus Würzburg vom Paragraphen 218 (vgl. 2.6.1975).

Aus Berlin wird berichtet aus dem GEW Landesverband sowie aus dessen Bezirken Kreuzberg (vgl. 2.6.1975), Neukölln und Wilmersdorf.

Aus Bremen wird berichtet aus Bremen über die eigene Kandidatur (vgl. 2.6.1975, 6.6.1975) zu den Bürgerschaftswahlen (vgl. 28.9.1975) und die Repressionen von Stadt (vgl. 2.6.1975) und DKP (vgl. 2.6.1975), aus dem IGM-Bereich von AG Weser, Klöckner und Vulkan, von einem Soldaten am 1.Mai, aus Bremerhaven aus dem IGM-Bereich von der Seebeck-Werft (vgl. 2.6.1975).

Aus Hamburg wird berichtet vom Indochinafest (vgl. 2.6.1975) und vom Paragraphen 218 aus Langenhorn (vgl. 7.6.1975) und aus der IG BSE (vgl. 2.6.1975).

Aus Hessen wird berichtet aus Mittelhessen von der Jugendarbeitslosigkeit (vgl. März 1975, 7.6.1975), aus Darmstadt aus der ÖTV (vgl. 2.6.1975) und aus dem CPK-Bereich von Röhm (4 000 Besch.), aus Frankfurt von der Uni, aus Gießen vom Paragraphen 218 (vgl. 2.6.1975), aus Marburg von der Uni .

Aus Niedersachsen wird berichtet aus Braunschweig von der Omansolidarität (vgl. 2.6.1975), aus Hannover von der Jugendarbeitslosigkeit (vgl. 5.6.1975) und vom SRK (vgl. 2.6.1975), aus Goslar von der Jugendarbeitslosigkeit (vgl. 6.6.1975), aus Hameln aus der JVA, aus Norden vom Paragraphen 218 (vgl. 2.6.1975), durch die Sympathisantengruppe Peine aus dem IGM-Bereich von P+S, durch die Sympathisantengruppe Salzgitter aus den Salzgitterer Ortsteilen Bad, Bleckenstedt, Hallendorf und Watenstedt und aus dem IGM-Bereich von P+S, aus Wilhelmshaven wird berichtet vom Paragraphen 218 (vgl. 2.6.1975) und von Soldaten am 1. Mai.

Aus NRW wird berichtet aus dem GTB-Bezirk Nordrhein (vgl. 2.6.1975), aus Bielefeld von der Carl Severing Berufsschule (vgl. Feb. 1975) und dem DGB KJA (vgl. 28.5.1975), aus Bochum vom Paragraphen 218 (vgl. 2.6.1975) und der DGB-Jugend (vgl. 2.6.1975), aus Erwitte aus dem CPK-Bereich von Seibel, aus Essen vom Paragraphen 218 (vgl. 2.6.1975), aus Herne vom Paragraphen 218 (vgl. 2.6.1975), aus Kalletal aus dem IGM-Bereich von Stübbe, aus Köln vom Paragraphen 218 (vgl. 2.6.1975) und durch die Aufbauzelle Ford vom IGM OV sowie von Ford Niehl und Merkenich, aus Münster vom Paragraphen 218 (vgl. 2.6.1975), aus Paderborn berichtet der KSB von der GHS.

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet von den Fahrtkosten der Schüler (vgl. 7.6.1975), u.a. aus Kusel (vgl. 2.6.1975), Landau (vgl. 2.6.1975), Ludwigshafen (vgl. 2.6.1975), Speyer (vgl. 2.6.1975), Trimport (vgl. 2.6.1975) und Winnweiler (vgl. 2.6.1975), aus Frankenthal vom Paragraphen 218 (vgl. 2.6.1975), aus Speyer durch die AMG Mannheim von der Bundeswehr und aus Worms vom Paragraphen 218 (vgl. 2.6.1975).

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet aus Kiel vom Paragraphen 218 (vgl. 2.6.1975) und von den Hochschulen aus Kiel (vgl. 2.6.1975) und Flensburg (vgl. 2.6.1975).

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Hamburg.
- Niedersachsen aus Göttingen.
- Schleswig-Holstein für den Kreis Plön.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 23, Mannheim 12.6.1975

19.06.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 24 (vgl. 12.6.1975, 26.6.1975) heraus.

Berichtet wird vom "Dienstverbot für 4 Mannheimer Soldaten" wegen Demonstration in Uniform am 1. Mai. Die Entlassung aus der Bundeswehr werde vorbereitet.

Aus Hessen wird berichtet über die erste Fahrpreisdemonstration der Saison in Frankfurt (vgl. 12.6.1975).

Von der Demonstration gegen Jugendarbeitslosigkeit in Hannover kommt aus dem SRK Hannover ein Bildbericht über die über 100 Soldaten in Uniform.

In "Kantinenboykott" wird aus Oldenburg berichtet vom Feldartilleriebataillon 111, der Beobachtungsbatterie 11 und dem Artillerieregiment 11.

In "Kampf gegen das Militärgesundheitswesen" berichtet ein Mitglied des SRK Augustdorf.

Auf Seite 13 führt Joscha Schmierer zur KPD in einem Artikel, "Vaterlandsverteidiger der Gruppe Rote Fahne: Ungeordnete Flucht nach vorn. Der Beitrag der Arbeiterklasse und des Volkes in der BRD gegen Kolonialismus, Imperialismus und Hegemoniestreben der Supermächte muß im Sturz der Bourgeoisie bestehen" u.a. aus:"
Die Differenzen liegen in Wirklichkeit ganz anders: Wir gehen von der Existenz von Kolonialismus, Imperialismus und dem Hegemoniestreben dere beiden Supermächte aus und von der Notwendigkeit der Herstellung einer Einheitsfront gegen Kolonialismus, Imperialismus und insbesondere gegen das Hegemoniestreben der beiden Supermächte. Die Gruppe Rote Fahne geht lediglich von der Existenz der beiden Supermächte aus und schränkt dementsprechend die Ziele der Einheitsfront ein: wir gehen aus von der Tatsache, daß sowohl die Faktoren für den Krieg als auch die Faktoren für die Revolution sich entwickeln und daß die Revolution entweder den Krieg verhindern wird oder der Krieg die Revolution hervorbringen wird; die Gruppe Rote Fahne sieht nur die Entwicklung der Faktoren für den Krieg, und dementsprechend bringt für sie der Krieg auch nicht die Revolution hervor, sondern die "Vaterlandsverteidigung."

Weitere Artikel sind:
- "Angola: Treffen der Führer der MPLA, FNLA und UNITA. Alle Befreiungsorganisationen haben die nationale Unabhängigkeit auf ihre Fahnen geschrieben. In einer Einheitsfront werden sie diese Unabhängigkeit erreichen".

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Hamburg.
- Hessen aus Giessen.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 24, Mannheim 19.6.1975

26.06.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 25 (vgl. 19.6.1975, 3.7.1975) in einer Auflage von 45 000 heraus. Berichtet wird vom Haftantritt von Joscha Schmierer (vgl. 23.6.1975).

Berichtet wird in "Wehrpflichtige fordern Lohnfortzahlung. Regierung bietet und Bundeswehrverband fordert 1 DM mehr pro Tag" von der Wehrsolderhöhung. Dokumentiert wird ein "Auszug aus dem Befehl zur Bereitschaft 'Staubwolke'".

Aus Baden-Württemberg wird berichtet aus Bruchsal vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975), aus Emmendingen von der Berufsschule und vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975), aus Freiburg vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975), aus Heidelberg von den Fahrpreiserhöhungen (vgl. 26.5.1975, 21.6.1975), aus Karlsruhe vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975), aus Ludwigsburg vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975), aus Mannheim aus dem ÖTV-Bereich von den Städtischen Krankenanstalten (vgl. 16.6.1975) und den Hilfskräften der Uni (vgl. 16.6.1975), aus Pforzheim vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975), aus Stuttgart vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975) und einer Spaniendemonstration (vgl. 21.6.1975), aus Böblingen über eine Filmveranstaltung des DGB KJA (vgl. 13.6.1975), aus Waldkirch vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975) und aus Weinheim vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975).

Aus Bayern wird berichtet aus dem BSE-Bereich von den Fliesenlegern (vgl. 16.6.1975, aus Nürnberg vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975).

Aus Berlin wird berichtet vom GEW LV und vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975).

Aus Bremen wird berichtet aus Bremen vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975), von einer eigenen Wahlkundgebung (vgl. 16.6.1975) und aus dem DP-Bereich von den BN (vgl. 18.6.1975) sowie aus Bremerhaven vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975).

Aus Hamburg wird berichtet vom GEW LV und einer Portugalveranstaltung des KB (vgl. 13.6.1975).

Aus Hessen wird berichtet aus Gießen vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975), aus Kassel vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975), aus Offenbach vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975), aus Wetzlar vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975) und aus Wiesbaden aus dem CPK-Bereich von Kalle, welches mit ca. 7 280 Beschäftigten der größte Industriebetrieb in Wiesbaden sei.

Aus Hessen wird berichtet von, aus Frankfurt von der ersten Demonstration gegen die Fahrpreiserhöhungen (vgl. 12.6.1975), von der Spaniendemonstration (vgl. 21.6.1975) und von einer VV der FHS Darmstadt (vgl. 18.6.1975).

Das Chile Komitee Frankfurt habe auf dem Kirchentag Resolutionen in zwei Arbeitsgruppen mit je 1 000 Teilnehmern verabschieden lassen.
Der Sekretär der Ortsgruppe Frankfurt des KBW, Gerd Koenen, wurde von einem Frankfurter Schöffengericht wegen der Unterzeichnung des Flugblatts zum Tode von Holger Meins (RAF), "Der Hungerstreik der Politischen Gefangenen muß unterstützt werden" zu 1 800 DM Geldstrafe, ersatzweise 90 Tagen Haft, verurteilt.

Aus Niedersachsen kommt ein Bild vom 14.6.1975 und es wird berichtet aus Celle vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975), aus Emden aus dem CPK-Bereich von der Veba-Raffinerie, aus Hannover vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975) und aus GEW KV Stadt und FG Hochschulen, aus Helmstedt vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975), aus Osterholz-Scharmbeck vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975), aus Salzgitter aus dem IGM-Bereich von VW, aus Wolfsburg aus dem IGM-Bereich von VW.

Aus NRW wird berichtet aus Aachen vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975), aus Bochum vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975) und einer eigenen Veranstaltung (vgl. 18.6.1975), aus Castrop-Rauxel vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975), aus Detmold vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975), aus Dortmund vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975), aus Düsseldorf vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975), Essen aus Kettwig, aus Hagen vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975), aus Herne vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975), aus Köln von der IGM (vgl. 16.6.1975) und vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975), aus Leverkusen aus dem CPK-Bereich von Bayer (vgl. 7.5.1975, 26.5.1975), aus Mönchengladbach von der GTB, aus Unna vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975) und aus Wuppertal vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975). In "Erfolglose Spitzel. Das Verteilen der Soldatenzeitung konnten sie nicht verhindern" wird aus dem SRK Paderborn aus Augustdorf berichtet (vgl. 1.6.1975).

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet aus Frankenthal vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975), aus Kaiserslautern vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975), aus Ludwigshafen aus dem CPK-Bereich von der BASF. Aus der 'Koblenzer Militärzeitung' Nr. 2/1975 stammt der Artikel "Wer 'Z' macht" zu den Zeitsoldaten.

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet aus Pinneberg vom Paragraphen 218 (vgl. 16.6.1975).

Im Artikel "Vaterlandsverteidigung. Der KABD zur Frage der Vaterlandsverteidigung" heißt es u.a.:"
Den gegenwärtig von den Gruppen Roter Morgen (KPD/ML) und Rote Fahne (KPD) vertretenen Auffassungen, wonach es Aufgabe der Arbeiterklasse in Westdeutschland sei, ein von der eigenen imperialistischen Bourgeoisie beherrschtes Vaterland zu verteidigen, hält der KABD entgegen: 'Es kann keinen Zweifel daran geben, daß ein neuer Krieg zwischen den Imperialisten in Europa wiederum ein … imperialistischer Krieg sein wird.'"

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Bremen und Hamburg.
- NRW aus Köln.
- Schleswig-Holstein für den Kreis Plön.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 25, Mannheim 26.6.1975

03.07.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 26 (vgl. 26.6.1975, 10.7.1975) heraus.

Enthalten ist ein Artikel zum KABD: "Rückgang der Produktion und steigende Arbeitslosigkeit: Kennzeichen der gegenwärtigen Überproduktionskrise. Antwort auf einen Artikel in der Roten Fahne des KABD - In der Krise tritt die Notwendigkeit des Sozialismus deutlich heraus." Der Artikel, der sich u.a. mit der vom KABD vertretenen 'Schwankenden Stagnation' beschäftigt, hält ihm eine "gegenwärtig … herrschende Überproduktionskrise" entgegen, die nach Auffassung des KABD noch nicht vorhanden sein soll. Erst die "gegenwärtige Rationalisierung, Konzentration und der Kapitalexport" würden eine "kommende Krise" vorbereiten.

Geschildert wird die "Neue Taktik der Polizei im Straßenkampf".

Aus Heidelberg wird berichtet von den Fahrpreiserhöhungen und in "Eines Kriegsverbrechers Abschied" berichtet von US-General Davison.

Aus Schwanewede berichtet ein Soldat in "Im heiligen Dienst… Das 'Katholische Gesang- und Gebetsbuch' - einziges Schriftstück neben der Bibel" vom Wachdienst der Bundeswehr.

Berichtet wird:"
Soldaten gegen den Paragrafen 218

Augustdorf / Paderborn. Das Soldaten- und Reservistenkomitee hat Unterschriften gesammelt gegen den § 218 mit folgenden Forderungen:
- Weg mit dem § 218!
- Weg mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts!
- Das Volk selber soll entscheiden!
- Volksentscheid gegen den § 218!
Auf einer Liste haben 28 Soldaten unterschrieben. Das bedeutet, daß in einer Kompanie von nur 37 Mannschaftsdienstgraden 28 Soldaten unterschrieben haben. Auf einer weiteren Liste sind 35 Unterschriften von Soldaten einer Kompanie. In dieser Kompanie wird noch weiter gesammelt."

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Hamburg.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 26, Mannheim 3.7.1975

10.07.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 27 (vgl. 3.7.1975, 17.7.1975) heraus.

In "4 000 Mark wegen 'Verunglimpfung'" wird berichtet vom Prozeß wegen Verteilung des 'Querschläger' in Bruchsal.
Es erscheint eine "Presseerklärung. Erklärung der Antimilitaristischen Gruppe Mannheim zur Entlassung von vier Soldaten".
In "Auch in der Kaserne: Unterschriften gegen 218" berichtet ein Soldat aus der Graf-Stauffenberg-Kaserne Sigmaringen über die Sammlung von über 20 Unterschriften.

In "Mit 300 Polizisten das Gebäude gestürmt" berichtet die KHG Westberlin von der Stürmung eines Instituts der FU Berlin am 4.7.1975.

In "Verkaufsschau 'Starker Schild' Bundeswehr führt Werberummel für Waffenkapitalisten durch" wird aus der Lehrbrigade 9 in Munster berichtet, wozu eine Anzeige von Rheinmetall dokumentiert wird.

In "Ein seltsamer Transport. Nächtlicher Transport von Atomsprengköpfen" wird berichtet von der Transportkompanie 611 Sonderwaffen in der Briesen-Kaserne in Flensburg-Weiche.

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Bremen und Hamburg.
- Niedersachsen aus Göttingen.
- Schleswig-Holstein für den Kreis Plön.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 27, Mannheim 10.7.1975

17.07.1975:
Der KBW gibt die Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 28 (vgl. 10.7.1975, 24.7.1975) heraus mit dem Artikel "Ohne Unterdrückung der Reichen gibt es keine Freiheit für's Volk" zu Portugal.

Ein Bildbericht aus Italien schildert den Protest gegen die Verhaftung des Luftwaffenoffiziers Giuseppe Sorgiu.

Unter der Überschrift "Freie Wahl des Vertrauensmannes" erscheint der Artikel "Gesetzesänderung" zum Vertrauensmänner-Wahlgesetz und es berichten in "Mit allen Mitteln versuchte die Kompanieführung die freie Wahl des Vertrauensmannes zu verhindern" Soldaten aus der 2./PGB 311 in Varel.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Hamburg.
- Schleswig-Holstein aus Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 28, Mannheim 17.7.1975

24.07.1975:
Der KBW gibt die Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 29 (vgl. 17.7.1975, 31.7.1975) heraus mit dem Artikel "Die arbeitenden Klassen wollen die Volksmacht" zu Portugal.

Aus Heidelberg wird berichtet vom "Arbeitskreis CDU der Polizei" (vgl. 1.7.1975).

Berichtet wird aus Bad Segeberg von der Bundeswehr (vgl. 20.6.1975).

Aus Hildesheim wird in "Vertrauensmann vom Truppendienstgericht durch Intrige abgesetzt" berichtet aus der 4./PzBtl. 14.

Der vor kurzem von der Bundeswehr entlassene Gefreite der Reserve A., von der Ortsgruppe Wolfsburg äußert sich in "Die Gruppe Rote Fahne (KPD) und der Kampf der Armee. Hoffnungslos reaktionär" zur Vaterlandsverteidigung.

In "Zusammenbrüche in der Grundausbildung. Lebensgefahr für kranke Rekruten" wird berichtet aus einer Marinekompanie in Ellenberg / Kappeln.

Im aus der Ortsbeilage Köln übernommenen Artikel "Nach 10 Tagen: Disziplinarstrafen für die Hälfte der Kompanie" berichten neue Rekruten des leichten Pionierbataillons 15 aus der Lüttich-Kaserne in Köln-Longerich.

In "Nach 6 Wochen erstmals zu einem Spezialarzt" wird berichtet von der Bundeswehr in Idar-Oberstein.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg und Stuttgart.
- Bremen und Hamburg.
- Niedersachsen aus Lüneburg.
- Schleswig-Holstein aus Kiel und dem Kreis Plön.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 29, Mannheim 24.7.1975

31.07.1975:
Der KBW gibt die Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 30 (vgl. 24.7.1975, 7.8.1975) heraus mit den Artikeln "Das Volk kämpft für Gerechtigkeit" zu Portugal und "Neugruppierung der politischen Kräfte in Portugal".

Berichtet wird:"
Feldjäger gegen § 218

Soldaten des Feldjägerdienstkommandos Bremgarten bei Müllheim / Baden sind mehrheitlich mit ihrer Unterschrift für einen Volksentscheid gegen den § 218 eingetreten.
Von 28 Soldaten, an die ich mit dem Aufruf der Initiativen herantrat, gaben 27 (darunter 17 größtenteils längerdienende Unteroffiziere) ihre Unterschrift. Einer von ihnen wollte auch gleich eine Unterschriftenliste, um selber sammeln zu können.
Das vorläufige Ergebnis im Feldjägerzug Bremgarten zeigt, daß auch in militärischen Verbänden, wo sich bislang die Herrschenden mit ihren Interessen sicher geglaubt haben, Soldaten für Forderungen des Volkes eintreten."

Es erscheint der Artikel "'Seit 5.45 Uhr wird zurückgeschossen!' Die Gruppe Rote Fahne (KPD) und die Vaterlandsverteidigung / Zuschrift eines Soldaten" von -ab aus Wolfsburg.

In "Disziplinarstrafe für einen offenen Brief" wird, nach der 'Rührt Euch' Nr. 5 der Initiative für ein SRK Augustdorf/Paderborn, berichtet aus der 5./PzBtl 712. Ebenfalls aus der 'Rührt Euch' stammt der Artikel "Vertrauensmännerwahlen" zur NschKp 210.

In "Kriege gibt es, weil es 'böse Menschen' gibt. 'Lebenskundlicher Unterricht' / Wie ein Militärpfarrer seinem Verschleierungsgeschäft nachgeht" aus der Ortsbeilage Köln berichtet ein Soldat der 2.NschBtl 806 Kaserne Butzweilerhof, Köln-Ossendorf.

Berichtet wird mit Hilfe der Ortsbeilage Münster vom 24.7.1975:"
Münster. Die Soldaten der 2. Kompanie des in Handorf stationierten Panzergrenadierbataillons 193 haben beschlossen, bei der anstehenden Vertrauensmännerwahl nur solchen Kandidaten die Stimme zu geben, die sich verpflichten, u.a. für folgende Forderungen einzutreten:
- Einrichtung eines unzensierten Schwarzen Bretts;
- schriftliches Abmelden der Stuben statt mündlichem Abmelden;
- Monatliche Mannschaftsversammlungen ohne Teilnahme von Vorgesetzten;
- Fortzahlung des Lohnes während der Dienstzeit."

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Hamburg.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 30, Mannheim 31.7.1975

07.08.1975:
Der KBW gibt die Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 31 (vgl. 31.7.1975, 14.8.1975) heraus mit den Artikeln:
- "Verschwendung auf Kosten des arbeitenden Volkes. Kapitalistische Verschwendung und sozialistisches Sparsamkeitsregime" von Joscha Schmierer;
- "Das Land dem, der es bebaut" zu Portugal;
- "Die Auffassungen der demokratischen Volksunion (UDP) über die Klassenkampfsituation in Portugal. Motor der Revolution: Bündnis zwischen Arbeitern und Bauern";
- "Lohnfortzahlung während der Wehrdienstzeit! Stellungnahme des Soldaten- und Reservistenkomitees Braunschweig zur Frage der Wehrsolderhöhung";
- "Prozeß gegen Delmenhorster Kasernenzeitung";
- "Der Leser hat recht! Warum die VR China die Rüstungskosten senkte" aus der KG Offenburg;
- "Zuckerbrot und Peitsche" zur Ausbildungskompanie 3/III in Monabaur.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Bremen und Hamburg.
- Niedersachsen aus Verden.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 31, Mannheim 7.8.1975

14.08.1975:
Der KBW gibt die Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 32 (vgl. 7.8.1975, 21.8.1975) heraus mit den Artikeln:
- "Zweierlei Maß. Die Soldaten bestrafen… und selber PKW auf Eisenbahngeleise tragen: Chef der 2./11" zur Ausbildungskompanie 2/11 in Delmenhorst-Adelheide;
"'Normale Ausfallquote'" aus Hamburg;
- "Die privilegierte Rolle der Kirche. 'Vielfältige Nützlichkeit' für die Bundeswehrführung", von einem Soldaten des Leichten Pionierbataillons 16 in der Lüttich-Kaserne in Köln-Longerich, aus der Initiative für ein SRK;
- "Leserbrief zur 'Lohnfortzahlung'. Der Staat bezahlt die Beamten weiter" von einem Lehrer aus Emden;
- "'Was symbolisiert die sowjetische Flotte auf den Weltmeeren?' Zweite Anfrage an den 'Arbeiterkampf'" von der KVZ-Redaktion;
- "Häuserkampf in einem Westerwald-Ort" zum belgischen Manöver in Friesenhagen, Landkreis Altenkirchen;
- "Der Kampf um die Landreform entscheidet über Sieg oder Niederlage der Revolution" zu Portugal; sowie
- "Die Krise der revolutionären Entwicklung" zu Portugal.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Hamburg.
- Schleswig-Holstein für den Kreis Plön.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 32, Mannheim 14.8.1975

21.08.1975:
Der KBW gibt die Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 33 (vgl. 14.8.1975, 28.8.1975) heraus mit den Artikeln:
- "Korrespondentenbericht. Die Entscheidung fällt im Norden" zu Portugal;
- "Die Revolution kann nicht auf der Stelle treten. Die Revisionisten bereiten die Niederlage vor" zu Portugal;
- "Angola: Die Imperialisten verstärken ihre Einmischung und Aggression";
- "Bundeswehrausstellung 'Unser Heer in Wiesloch: Dienstleistungsbetrieb für Unterdrückung" zur Bundeswehrschau vom 14. bis 17.8.1975, von einem der in Mannheim unehrenhaft Entlassenen;
- "Die Soldaten sollten Beifall klatschen" zur Non-Stop-Show der 2. Jägerdivision in der Stadthalle am 18.8.1975;
- "Umfrage. Die Bundeswehr in der heutigen Weltlage" zur 'Bundeswehr aktuell';
- "Flugplatzrandgemeinden wehren sich gegen Stationierung von Phantom-Düsenjägern" aus Pferdsfeld, Kreis Bad Kreuznach;
- "'Statt einer gibt es jetzt zwei mächtige Kriegsmarinen'"; sowie
- "Demonstration gegen Paragraph 218. Teilnahme beschlossen. Wiesbadener Soldaten in den Kasernen gegen § 218" vom SRK.

Berichtet wird:"
10 000 französische Soldaten sollen zurückverlegt werden

Ein Drittel der in der BRD stationierten französischen Truppen soll nach einem Plan des französischen Generalstabes aus Westdeutschland abgezogen werden."

Berichtet wird auch:"
Unterschriften gegen Paragrafen 218

Augustdorf. 28 Soldaten der 2. Kompanie des Panzerartilleriebataillons 215 haben mit ihrer Unterschrift die ersatzlose Streichung des § 218 gefordert und sich für einen Volksentscheid darüber ausgesprochen."

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Bayern aus Nürnberg.
- Bremen und Hamburg.
- Niedersachsen aus Verden.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 33, Mannheim 21.8.1975

28.08.1975:
Der KBW gibt die Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 34 (vgl. 21.8.1975, 4.9.1975) heraus mit den Artikeln:
- "Delmenhorst: Gesinnungsurteil gegen Kasernenzeitung" aus der KVZ-Ortsbeilage Nr. 33;
- "US-Armee sichert Bremerhaven als Stützpunkt";
- "Leserzuschrift zur Kommentierung der Umfrageergebnisse in der KVZ: Die 'Wichtigkeit' der Bundeswehr" aus Bochum;
- "'Eine gehässige Despotie' Bericht über die Grundausbildung in Landshut";
- "'…wir schießen ja doch vorbei'" aus Landshut; sowie
- "Erbitterte imperialistische Rivalität um Portugal".

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Hamburg.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 34, Mannheim 28.8.1975

04.09.1975:
Der KBW gibt die Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 35 (vgl. 28.8.1975, 11.9.1975) heraus mit den Artikeln:
- "Eine Aktion gegen den Besuch des US-Flugzeugträgers 'Nimitz' in Wilhelmshaven" von der Initiative für ein SRK Wilhelmshaven.
- "'Den Konjunkturaufschwung schafft nur ein neuer Krieg'" zur Meinung des Chefs einer kleinen Lackfabrik bei Hannover, in der alle 12 Beschäftigten gegen den § 218 unterschrieben;
- "Schlappe für den Staatsanwalt" gegen die Soldatengruppe Bergzabern;
- "Vereidigung: Feldjäger und Polizei gegen Flugblattverteiler" in Bruchsal (vgl. 21.8.1975);
- "2 Vertrauensmänner abgesetzt. Wählbarkeit nach dem neuen Gesetz aberkannt / Strafe für die Teilnahme an 1. Mai-Demonstration" aus der 4./362 in Walldürn
- "Vertrauensleutewahl behindert" zur 5.451 in der Westfalenkaserne Ahlen.

Klargestellt wird:"
'Zweierlei Maß' (KVZ Nr. 32)

Die Unterzeile des Artikels könnte den Eindruck vermitteln, der Chef der Ausbildungskompanie 2/11 in Delmenhorst-Adelheide hätte während eines Unteroffiziersfestes den PKW eigenhändig auf die Eisenbahnschienen gestellt. Das ist nicht bekannt."

Berichtet wird:"
Soldaten gegen den Paragraf 218

Rheinbach / Bonn. Beim Fernmeldebataillon 910 unterstützten 30 Soldaten bei knapp 60 anwesenden in einer Kompanie die Unterschriftensammlung gegen den § 218 durch ihre Unterschrift.

Köln-Longerich. In der Lüttich-Kaserne unterschrieben in einer Kompanie des leichten Pionierbataillons 15 von etwa 50 Soldaten die angesprochen wurden, mehr als 35.

Köln. Die Initiativgruppe für ein Soldaten- und Reservistenkomitee Köln schließt sich der Stellungnahme des Soldaten- und Reservistenkomitees Wiesbaden in der KVZ Nr. 33 an und ruft zur Teilnahem an der Demonstration am 21.9. in Bonn in Uniform auf.

Speyer. Von rund 400 Soldaten des Amphibischen Pionier-Bataillons 330 in Speyer habe bisher 70 ihre Unterschrift gegen den § 218 gegeben. Alle finden die Forderung nach ersatzloser Streichung des § 218 richtig. - (Initiative zum Aufbau eines Soldaten- und Reservistenkomitees Speyer)

Lingen / Ems. In der Mannschaftskantine der Scharnhorst-Kaserne unterschrieben von 47 anwesenden Soldaten 42 die Forderungen der Komitees. Die neugebildete Initiative gegen den § 218 führte am Wochenende einen Informationsstand in der Innenstadt durch und sammelte über 40 Unterschriften.

Kassel (Wittich-Kaserne). In der Panzerjägerkompanie 40 gaben in wenigen Tagen von 120 Rekruten etwa 60 Kameraden ihre Unterschrift gegen den § 218."

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Hamburg.
- Niedersachsen aus Oldenburg.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 35, Mannheim 4.9.1975

11.09.1975:
Der KBW gibt die Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 36 (vgl. 4.9.1975, 18.9.1975) heraus mit den Artikeln:
- "Ämtersprung für Revisionisten schwerer geworden" zu Portugal; sowie
- "Soldaten verweigern Einschiffung nach Angola" zu Portugal;
- "'Der Chef soll runterkommen!' Graubremse Heidelberg: Anderthalb Stunden Streik gegen geplanten Abbau von Sozialleistungen";
- "Razzia in der Lüttich-Kaserne" wegen der Parole "Breschnew und Ford, die Hitler von heute" in einem Unterrichtsraum der 2. Kompanie des leichten Pionierbataillons 15, aus der Nr. 1 der Kölner Militärzeitung 'Volksmiliz';
- "Der neue Spähpanzer: Besondere Eigenschaften für Besetzung" zum Luchs von Rheinstahl in Kassel

Im Artikel "Soldaten gegen Paragraf 218: Die Fronten klären sich. Mannschaften, Unteroffiziere und Offiziere reagieren auf die Aktionen des Hamburger Soldaten- und Reservistenkomitees gegen § 218" wird berichtet von der Unterschriftensammlung in 5 Kompanien in 5 Kasernen in Hamburg, Appen (Kreis Pinneberg) und Wentorf, wo ein Infotisch vor der Bose-Bergmann-Kaserne verboten wurde, wozu es auch heißt:"
In der Bismarck-Kaserne haben bisher in einer Kompanie die Hälfte der 120 Mannschaftsdienstgrade unterschrieben. Die überwiegende Mehrheit zu bekommen, das ist nur eine Zeitfrage.
In der Marseille-Kaserne haben in einem Zug von 55 Leuten 40 unterschrieben. Außerdem haben Kollegen die Listen mit nach Hause genommen und voll wieder mitgebracht.
Bei den Informationstischen haben vor der Boehn-Kaserne innerhalb von einer Stunde von 45 Kollegen 20 unterschrieben (und das bei der Hetze, um zur U-Bahn zu kommen). Vor der Bismarck-Kaserne haben alle 25 Kollegen, die rauskamen, unterschrieben.

Von fünfzehn Dienstgraden, die die Boehn-Kaserne verließen, unterschrieben drei Unteroffiziere, ein Oberfeldwebel und ein Hauptfeldwebel."

Berichtet wird:"
Soldaten gegen Paragraf 218

Sontra (Husarenkaserne). Im Kasernebereich wurden bis jetzt 35 Unterschriften gegen den § 218 gesammelt. In dieser Zahl ist jedoch noch nicht die Ausbildungskompanie enthalten, deren bisheriges Sammlungsergebnis noch nicht vorliegt. Unterschriften wurden auch im Jugendhaus gesammelt und die Mitglieder einer Gewerkschaftsgruppe waren der Ansicht, daß der Kampf gegen den § 218 aufgenommen werden muß.

Augustdorf. Im Kasernenbereich der Rommel-Kaserne sind 129 Unterschriften gegen den § 218 gesammelt worden.

Lüneburg. Aus der ABC-Abwehrkompanie 3 haben bisher 45 Soldaten durch ihre Unterschrift die Forderungen der Komitees und Initiativen gegen den § 218 unterstützt. Aus dem Erkundungszug haben dabei von 24 Mannschaften 22 unterschrieben."

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Hamburg.
- Schleswig-Holstein aus Kiel und für den Kreis Plön.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 36, Mannheim 11.9.1975

18.09.1975:
Der KBW gibt die Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 37 (vgl. 11.9.1975, 25.9.1975) heraus mit den Artikeln:
- "In der portugiesischen Armee entwickelt sich die Klassenspaltung. Soldatendemonstration in Porto. Im Offizierskorps gewinnt die Rechte an Boden. Fortschritte der selbständigen Soldatenbewegung";
- "Neue Regierung in Portugal. Programm gegen die Herrschaft des Volkes".
- "Schikane wurde nicht geschluckt. Die Soldaten nehmen sich ihre Pause / Eintreten der Vertrauensmänner für die Interessen der Kollegen" zur 4.OGB 243 in der Kronprinz-Rupprechts-Kaserne in München, von der Initiative für ein SRK München;
- "Hildesheim. Aktionen gegen chilenischen Offizier" in der Mackensen-Kaserne (vgl. 12.9.1975);
- "Ein menschenverachtender Schinder. Oberleutnant von Plotho nennt einen Soldaten einen 'Idioten'" aus der 4.PGB 243 in der Kronprinz-Rupprecht-Kaserne in München, von der Initiative für ein SRK München.
- "Hörschaden. Offizier wirft scharfe Handgranate DM 12 auf die Theke" in der 2./294 in Stetten am kalten Markt.

Berichtet wird über Soldaten der von-Göben-Kaserne, Stade:"
Soldaten gegen den Paragrafen 218

Munster. Während eines Truppenübungsplatzaufenthaltes in Munster unterschrieben 31 von insgesamt 40 Soldaten der Beobachtungsbatterie 3 die Forderungen der Komitees gegen den § 218."

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Hamburg.
- Niedersachsen für Delmenhorst und Verden.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 37, Mannheim 18.9.1975

25.09.1975:
Der KBW gibt die Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 38 (vgl. 18.9.1975, 2.10.1975) heraus mit den Artikeln
- "Resolution. Sofortige Ausweisung des chilenischen Oberstleutnants von Soldaten gefordert" zu Kraushaar an der Führungsakademie Blankenese, die am 21.9.1975 in Bonn in Uniform demonstrierten, aus dem SRK Hamburg;
- "Soldatenkundgebung" in Braunschweig (vgl. 20.9.1975);
- "200 Soldaten demonstrierten in Uniform gegen den § 218" am 21.9.1975 in Bonn;
- "'Große Rochade'. Die NATO probt den imperialistischen Krieg" zum am 19.9.1975 beendeten Bundeswehrmanöver in Bayern, aus der Nachschubkompanie 290 in Stetten am kalten Markt;
- "'Hauptmann tritt Soldaten mit Stiefel ins Kreuz'" zur 5./Transportbatillon 270 in Nürnberg;
- "Neue 10/5 schon wieder geändert" zum Innendienst.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Schleswig-Holstein für Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 38, Mannheim 25.9.1975

02.10.1975:
Der KBW gibt die Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 39 (vgl. 25.9.1975, 9.10.1975) heraus mit den Artikeln "Soldaten fordern Suspendierung von 2 Offizieren. Aktionen der Soldaten der 4. PzGrenBtl zur Absetzung von Oberleutnant von Plotho und Hauptmann Doblanzki" in der Kronprinz-Rupprecht-Kaserne in München, aus der Initiative für ein SRK, mit einem Kasten "50 Soldaten unterschrieben";
- "'Was ist Wehrkraftzersetzung?'" zum am 19.9.1975 beendeten Bundeswehrmanöver Große Rochade in Bayern, aus Stetten am kalten Markt;
- "Eine 'soziologische Untersuchung bei Wehr- und Zivildienstleistenden'" (ZDL), die bundesweit stattfand, nach einer Presserklärung von SRK und Zivildienstgruppe Darmstadt.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Bremen.
- Schleswig-Holstein für Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 39, Mannheim 2.10.1975

09.10.1975:
Der KBW gibt die Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 40 (vgl. 2.10.1975, 16.10.1975) heraus mit den Artikeln:
- einem Bildbericht vom Rekruteneinzug in Hannover (vgl. 1.10.1975);
- "Leserbrief zweier Reservisten: 'Wir sind für Lohnfortzahlung während der Wehrdienstzeit, weil wir gegen die bürgerliche Armee sind!'. Lohnfortzahlung - Wer soll zahlen? Eine Polemik" aus Wolfsburg;
- "Schweigeminute gegen die Hinrichtungen in Spanien", die von allen Mannschaften der Sanitätsschule der Luftwaffe in Klingholz durchgeführt wurde;
- "Der Bund will nicht zahlen" zur 4./PioBtl 1, Holzminden;
- "Fast alle Mannschaftsdienstgrade verhört" zur 5./362 in Walldürn.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Hamburg.
- Niedersachsen aus Hannover.
- Schleswig-Holstein für den Kreis Plön.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 40, Mannheim 9.10.1975

16.10.1975:
Der KBW gibt die Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 41 (vgl. 9.10.1975, 23.10.1975) heraus mit den Artikeln:
- "Unterschriftensammlung" aus der 5./362 in Walldürn;
- "Soldaten gegen Paragraf 218" zur 4./362 in Walldürn wo von 107 Mannschaftsdienstgraden bisher 65 unterschrieben;
- "Vertrauensmann mit Programm gewählt" zur 3.PzGrenBtl 82 in Lüneburg;
- "Offiziers des rhodesischen Siedlerregimes besucht die Brigade 32" aus der Stabskompanie 32 in Bremen-Nord;
- "'Wie sieht es aus in der Bundeswehr?'" aus Witten (vgl. 29.9.1975);
- "Erlebnis am Rande eines Manövers" aus dem Instandhaltungsbataillon 320 in Koblenz;
- einem Bildbericht vom 21.9.1975, weswegen auch ein Vertrauensmann in Koblenz bestraft werden soll. Berichtet wird:"
Disziplinarstrafe wegen Teilnahme in Uniform an der Demonstration gegen den Paragraf 218

Koblenz. Der Kompaniechef der 1. Kompanie des Schweren Pionierbataillons 310 hat den Vertrauensmann mit einer Geldstrafe von 150 DM, ausgesetzt zur Bewährung, bestraft, weil der Vertrauensmann in Uniform an der Demonstration gegen den § 218 am 21.9. in Bonn teilgenommen hatte. Ihm wurde außerdem mit der Absetzung vom Amt des Vertrauensmannes gedroht."

Berichtet wird:"
Sigmaringen. Die Hälfte der Soldaten der Stabskompanie der 10. Panzerdivision unterstützte mit ihrer Unterschrift die Forderungen der Komitees gegen den Paragrafen 218."

Berichtet wird:"
80 DM für lange Haare

Rotenburg/Hann. Die hier stationierten Soldaten spüren wieder den Druck und die Schikane des bürgerlichen Staates; dieses Mal geht es an ihren Geldbeutel. Es ist nämlich eine Regelung herausgekommen, die den Haar- und Barterlaß noch verstärkt; und zwar soll derjenige, der mit 'unkorrektem' Haarschnitt angeroffen wird, bis zu 80 DM Strafe zahlen. - (ein Soldat aus Rotenburg)"

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg und Stuttgart.
- Bremen und Hamburg.
- Schleswig-Holstein für Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 41, Mannheim 16.10.1975

23.10.1975:
Der KBW gibt die Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 42 (vgl. 16.10.1975, 30.10.1975) heraus mit den Artikeln:
- "Die Bestrafungen werden nicht hingenommen! Zwei Disziplinarstrafen wegen Teilnahme in Uniform an der Demonstration gegen den § 218" vom SRK Koblenz mit der "Presseerklärung der 5 Soldaten" aus der 4./Fernmeldebatillon 330 in der Falckensteinkaserne Koblenz, der 2./Schweres Pionierbataillon 850 in der Pionierkaserne, aus der 4. / Instandsetzungsbataillon 320 in der Rheinkaserne, der 1./Schweres Pionierbataillon 310 in der Rheinkaserne und der 1./Panzergrenadierbataillon 142 in der Gneisenaukaserne;
- "Soldaten begrüßen Protestaktion gegen das Franco-Regime" zum Brief von 16 Soldaten der Lützow-Kaserne in Schwanewede an den DGB Bremen;
- "'Straffe Zügel' - für die Bevölkerung" zum NATO-Manöver in Niedersachsen, aus Hildesheim, mit einem Bild von US-Marines aus Bremerhaven.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Hamburg.
- Hessen aus Giessen.
- Schleswig-Holstein für Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 42, Mannheim 23.10.1975

30.10.1975:
Der KBW gibt die Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 43 (vgl. 23.10.1975, 6.11.1975) heraus mit dem Artikel "Keine Bestrafung und Verfolgung der Koblenzer Soldaten!" wegen der § 218-Demonstration vom 21.9.1975 mit der "Protesterklärung. An die Kompaniechefs und den Kommandeur" vom AStA der CAU Kiel,
- "Strafversetzung wegen Leserbrief" zur Kantine in Sigmaringen, wo die Verteilung der 'Sigmaringer Soldatenzeitung' der Soldatengruppe Sigmaringen jetzt von der Polizei behindert wird;
- "Kantinenboykott und Unterschriftensammlung" zur Dragonerkaserne in Bruchsal, aus der KVZ-Ortsbeilage Nr. 42/1975;
- "Brutaler Feldjägereinsatz gegen die Mannschaften" zur 3./Panzergrenadierbataillon 12 in Osterode;
- "Auf der Demonstration gegen den Paragrafen 218: Anzugsordnung nicht beachtet! Der Kompaniechef findet keine Antwort / Die Disziplinarstrafe steht noch aus" aus der Husarenkaserne in Sontra;
- "'Hornisse II/75' Kommandeur voll zufrieden - Soldaten im Härtetest" zum Fernmelderegiment in Wietzenbruch, aus der KVZ-Ortsbeilage Celle Nr. 42/1975.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von Hüller Ludwigsburg (vgl. 23.10.1975).

Aus Frankfurt wird berichtet von der Klingerschule.

Berichtet wird:"
Zivildienstleistende sammeln Unterschriften gegen Strafversetzungen

Hildesheim. Knapp 300 Unterschriften sammelten Zivildienstleistende (ZDL) gegen zwei Strafversetzungen. Die beiden ZDL hatten an der Zeitung einer Hildesheimer Bürgerinitiative mitgearbeitet. Gefordert wird die Rücknahme der Versetzungen sowie das Recht der Zivildienstleistenden, nur versetzt zu werden, wenn sie selber ihr Einverständnis geben."

Berichtet wird aus Koblenz:"
Verhört vom Divisionskommandeur

Der Kommandeur der 5. Panzergrenadierdivision, Generalmajor Mertens, verhörte den Soldaten im Heeresmusikkorps 5, Klaus K., weil er an der Demonstration gegen den § 218 am 21. September in Bonn teilgenommen hat. Der General drohte dem Soldaten mit einer Disziplinarstrafe."

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Bremen und Hamburg.
- Hessen aus Giessen und Marburg.
- NRW aus Köln.
- Schleswig-Holstein für Kiel und den Kreis Plön.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 43, Mannheim 30.10.1975

06.11.1975:
Der KBW gibt die Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 44 (vgl. 23.10.1975, 13.11.1975) heraus mit den Artikeln:
- "Breite Solidarität mit den Koblenzer Soldaten" mit Resolutionen von der Uni Freiburg und dem § 218-Komitee Hannover, worüber das SRK Hannover berichtet;
- einem Bildbericht über das neue Landungsboot der US-Marine;
- "Stubendurchgang" zum Flugabwehr-Raketen-Bataillon 37 in Cuxhaven-Altenwalde;
- "Verschärfung der Wehrdisziplinarordnung: Generalität will Kasernenmauern flicken".

Berichtet wird:"
Sieben Tage Bau wegen Teilnahme an der Demonstration gegen den § 218

Sontra / Kassel. Der Gefreite K. aus der 4. Kompanie des Panzeraufklärungsbataillons 5 wurde mit sieben Tagen Bau bestraft, weil er in Uniform an der Demonstration gegen den § 18 am 21. September in Bonn teilgenommen hatte (…)."

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Friedrichshafen und für Heidelberg.
- Hamburg.
- Hessen aus Gießen.
- Niedersachsen aus Braunschweig und aus Hannover.
- NRW aus Köln.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 44, Mannheim 6.11.1975

13.11.1975:
Der KBW gibt die Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 45 (vgl. 6.11.1975, 20.11.1975) heraus mit den Artikeln:
- "Anklage wegen Meuterei. Generalität sucht Initiative" zu den Disziplinarstrafen in Koblenz, wozu es neue Protesterklärungen gibt;
- "Reservisten im Manöver" zum Reservisten-Bataillon 230 des Artillerieregiments z. b. V. 200 in Philippsburg, aus dem SRK Heidelberg;
- "Munster: Vertrauensmann nach der Wahl abgesetzt. Offiziere machen Wirbel" zur 4./Panzergrenadierlehrbataillon 92
- "Fernschreiben an alle Einheiten" mit dem Verbot am 8.11.1975 in Dortmund in Uniform zu demonstrieren

Aus Hessen wird berichtet über "Streiks an Abendgymnasien und Kollegs" (vgl. 10.11.1975, 11.11.1975).

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Friedrichshafen und aus Heidelberg.
- Bremen.
- Hessen aus Gießen.
- Schleswig-Holstein für den Kreis Plön.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 45, Mannheim 13.11.1975

20.11.1975:
Der KBW gibt die Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 46 (vgl. 13.11.1975, 27.11.1975) heraus mit den Artikeln:
- "Koblenz: Bestrafung für den Kampf gegen § 218 genutzt" mit "Resolutionen gegen die Bestrafung der Koblenzer Soldaten für die Teilnahme an der Demonstration gegen den Paragrafen 218";
- "Keine US-Truppen nach Garlstedt! Diese Forderung haben 15 000 Menschen unterschrieben / Eine feste Front ist nötig" von der KVZ-Ortsredaktion Bremen;
- "Den Hof für die Bundeswehr opfern? Das Kreiswehrersatzamt fordert Aufgabe der Existenzgrundlage", aus Hildesheim.

Aus der 'Kämpfenden Jugend' des KAJB Bremen stammt der Artikel:"
Der Jugendoffizier

Bremen. Die Werkzeugmacherklasse 731 hatte Hauptmann Vogelsang, Jugendoffizier der Bundeswehr, im Gemeinschaftskundeunterricht zu Gast. Dabei wurde dem Hauptmann u.a. folgende Frage gestellt:
'Wie oft machen Sie solche Einsätze wie bei uns in der Klasse?' Antwort: 'Achtzig- bis hundertmal im Jahr.' 'Und was machen Sie sonst?' 'Ich lese viel und schreibe Leserbriefe.' 'Was verdienen Sie?' 'Netto 1 800 DM.' Der Jugendoffizier hatte offensichtlich allen Grund, für den Bund Reklame zu machen!"

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg und Tübingen.
- Hessen aus Frankfurt und Gießen.
- Hamburg.
- Schleswig-Holstein für Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 46, Mannheim 20.11.1975

27.11.1975:
Der KBW gibt die Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 47 (vgl. 20.11.1975, 4.12.1975) heraus mit den Artikeln:
- "Heuchelei mit der Unfallverhütung" zu den Heimfahrten, aus der Falckenstein-Kaserne Koblenz zur Ausbildungskompanie I/III und der 2./330;
- "Nach 3 Monaten Militärarrest - 1 Jahr Gefängnis" für einen Wehrpflichtigen in Munster, der sich weigert, Uniform zu tragen;
- "Das Rüstungsgeschäft 'Merex'. Auftraggeber war der BND / Die Staatsekretäre sorgten für das Umgehen der Ausfuhr-Kontrollbestimmungen";
- "'Keine Stationierung von US-Truppen in Garlstedt'", zu einer Resolution der ÖTV Bezirksjugendkonferenz Weser-Ems;
- "10 Tage Bau. Weitere Bestrafung eines Koblenzer Soldaten wegen der Teilnahme an der Demonstration gegen den § 218" im Schweren Pionierbataillon 850, von der Initiative für ein SRK Koblenz;
- "Solidaritätserklärungen gegen die Bestrafung der Koblenzer Soldaten";
- "'Haarappell'" aus der 2./Schweres Pionierbataillon 850 in der Rheinkaserne.

Es erscheint auch eine:"
Letzte Meldung:
Koblenz. Am 25. November wurde der Gefreite Norbert R. als Vertrauensmann abgesetzt. Die Absetzung erfolgte als Repressalie gegen den Soldaten, der in Uniform an der Demonstration gegen den § 218 am 21. September in Bonn teilgenommen hatte."

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Hamburg.
- Hessen aus Darmstadt und Gießen.
- Schleswig-Holstein für Kiel und für den Kreis Plön.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 47, Mannheim 27.11.1975

04.12.1975:
Der KBW gibt die Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 48 (vgl. 27.11.1975, 11.12.1975) heraus mit den Artikeln:
- "Kantinenreform 1976: Damit die Pächter noch fetter werden. Ein Ausschuß für Mitwirkung der Soldaten soll die Gäste disziplinieren";
- "'Soldaten rot, Hauptmann tot!'" aus der Ostpreußenkaserne in Homberg;
- "Leutnant erzwingt Ausweiskontrolle" bei einer Straßensperre im Rahmen einer Übung in Elmshagen, Landkreis Kassel;
- "Feldwebel würgt Soldaten. Leserbrief aus der Hafenkaserne Schierstein" von vier Soldaten der Kaserne in Wiesbaden zur Flußpionierkompanie 882;
- "Die französischen Soldatenkomitees können nicht zerschlagen werden";
- "'Der Kanzler kommt'" zur 3./PzBtl 82 in Lüneburg;
- "Kampf um Sonderurlaub" in der 3./Jägerbataillon 162 in der Bismarck Kaserne in Wentorf, wo die Initiative für ein SRK Hamburg agitierte.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg und Karlsruhe.
- Hamburg.
- Hessen aus Gießen.
- Schleswig-Holstein für Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 48, Mannheim 4.12.1975

11.12.1975:
Der KBW gibt die Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 49 (vgl. 4.12.1975, 18.12.1975) heraus mit den Artikeln:
- "Soldaten erfolgreich gegen Streichung des Schwimmunterrichts" in Hildesheim, wobei eingegangen wird auf die Ledebur- und die Gallwitzkaserne sowie die 6./Sanitätsbataillon 1;
- "Mannschaften und Offiziere - Zwei Welten!" aus dem Technischen Bataillon Sonderwaffen 160 in Oldenburg;
- "Aufschwung der französischen Soldatenbewegung";
- "Weitere Bestrafungen wegen Teilnahme in Uniform an der Demonstration gegen den § 218" in der 3./82 in Lüneburg;
- "Vertrauensmann mit Programm gewählt" in der 4./362 in Walldürn.

Berichtet wird:"
Wiesbaden. Ebenfalls wegen der Beteiligung an der Demonstration gegen den § 218 wurde dem Pionier Kö. eine Disziplinarstrafe angedroht. Zugleich wurde er von seinem Posten als Vertrauensmann abgesetzt wegen einer Disziplinarstrafe von sieben Tagen Bau, die gegen ihn im Oktober verhängt wurde. Der Grund war die Teilnahme des Pioniers an der 1. Mai-Demonstration."

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg.
- Hamburg.
- Hessen aus Frankfurt und Gießen.
- Niedersachsen aus Lüneburg und Osnabrück.
- NRW aus Düsseldorf.
- Schleswig-Holstein aus Quickborn/Ellerau.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 49, Mannheim 11.12.1975

18.12.1975:
Der KBW gibt die Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 50 (vgl. 11.12.1975, 23.12.1975) heraus mit den Artikeln:
- "'Mannschaften und Offiziere - Zwei Welten' Kleine Ursache - Große Wirkung!" zur Resonanz auf den Artikel aus der KVZ-Ortsbeilage Delmenhorst bzw. auch der letzten KVZ zum Technischen Bataillon Sonderwaffen 160 in der Caspari-Kaserne in Delmenhorst;
- "Koblenz: 3 Strafanzeigen gegen den Pionier G. Ba." aus der 2./850 u.a. wegen der 'Koblenzer Militärzeitung' und der § 218-Demonstration in Bonn;
- "6 Tage Arrest für Teilnahem an Demonstration gegen Paragraf 218" in Bonn, im PGB 82 in Lüneburg;
- "Leserzuschrift: Das Kantinenwesen - Teil der Kasernierung", die die DKP kritisiert und aus der Graf-Haeseler-Kaserne in Kassel und aus Homberg berichtet.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg und für den Neckar-Odenwaldkreis.
- Bremen und Hamburg.
- NRW aus Köln.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 50, Mannheim 18.12.1975

23.12.1975:
Der KBW gibt die Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 51/52 (vgl. 18.12.1975, 8.1.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Delmenhorst: Die Versetzungen mußten fallen gelassen werden!" zum Technischen Bataillon Sonderwaffen 160 in der Caspari-Kaserne in Delmenhorst;
- "Gespräch mit Soldaten. Von Ruhe in der Armee kann keine Rede sein" aus Koblenz.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Hamburg.
- Hessen aus Gießen.
- Niedersachsen aus Alfeld.
- NRW aus Bochum.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 51/52, Mannheim 23.12.1975

08.01.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 1 (vgl. 23.12.1975, 15.1.1976) heraus, in der von der Bildung von 9 neuen Ortsgruppen (vgl. Dez. 1975) in Friedrichshafen, Konstanz, Ravensburg, Offenburg, Worms, Kaiserslautern, Gießen, Herne und Quickborn-Ellerau bei Hamburg berichtet wird. Insgesamt habe der KBW nun 60 Ortsgruppen. Eingegangen wird u.a. auf den Prozeß gegen Klaus Öllerer von der KPD.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet darüber, daß der KBW zu den Landtagswahlen am 4. April in folgenden Wahlkreisen Kandidaten aufgestellt hat: 1 bis 4 Stuttgart, 12 Ludwigsburg, 15 Waiblingen, 27/28 Karlsruhe, 29 Bruchsal, 31 Ettlingen, 34 Heidelberg, 35 bis 37 Mannheim, 40 Schwetzingen, 41 Sinsheim, 42 Pforzheim, 46/47 Freiburg, 49 Emmendingen, 51 Offenburg, 56 Konstanz, 62 Tübingen, 67 Bodensee und 69 Ravensburg. Erwähnt wird auch die Ortsbeilage Freiburg der 'KVZ', der 'Klassenkampf'.

Bei den Wahlen an der Universität Tübingen erhielt die Liste der fortschrittlichen Studenten, auf der die Studentenorganisation des KBW, die KSO gemeinsam mit der KSG, Studentenorganisation des KABD kandidierte, 6, 4% und damit 2 Sitze, der MSB Spartakus 4, 8% und damit 1 Sitz, GO 12, 9% und 5 Sitze, der SHB 3, 3% und 1 Sitz, der SLH 9, 1% und 5 Sitze, ADS 8, 2% und 2 Sitze und der RCDS 16, 4% und 8 Sitze.

Aus Schleswig-Holstein wird von den Wahlen an der Pädagogischen Hochschule Kiel berichtet, daß 10 Kandidaten der Liste Aktionsprogramm gewählt wurden. Die Liste wurde u.a. von den KBW-Studenten unterstützt. 3 Sitze erhielt der KSB/ML (Studentenorganisation der KPD/ML), 7 der MSB Spartakus, 4 die Jusos und 2 Unabhängige.

Beilagen zu dieser Nummer wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg, Karlsruhe und Mannheim.
- Hamburg.
- Hessen aus Frankfurt und Gießen.
- NRW aus Bochum, Dortmund, Düsseldorf, Hamm (vgl. 10.1.1976) und Leverkusen.
- Schleswig-Holstein aus Kiel und aus Quickborn / Ellerau.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 1, Mannheim 8.1.1976

08.01.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 1 (vgl. 23.12.1975, 15.1.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Disziplinarverfahren gegen Stabsarzt. Wegen Teilnahme an der Bonner Demonstration gegen den § 218" beim Schweren Fernmeldeverbindungsbataillon 970 in Mannheim;
- "Das Märchen von der 'Berufsschule Bundeswehr'. Berufsförderung, um jungen Menschen die Söldnerexistenz schmackhaft zu machen" aus Wolfhagen;
- "Wehrkraftzersetzung" zum Prozeß gegen Klaus Öllerer in Wendisch-Evern bei Lüneburg;
- "Auseinandersetzung um Kantinen wird weitergehen" zur Kantinenreform der Bundeswehr.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet darüber, daß der KBW zu den Landtagswahlen am 4. April in folgenden Wahlkreisen Kandidaten aufgestellt hat: 1 bis 4 Stuttgart, 12 Ludwigsburg, 15 Waiblingen, 27/28 Karlsruhe, 29 Bruchsal, 31 Ettlingen, 34 Heidelberg, 35 bis 37 Mannheim, 40 Schwetzingen, 41 Sinsheim, 42 Pforzheim, 46/47 Freiburg, 49 Emmendingen, 51 Offenburg, 56 Konstanz, 62 Tübingen, 67 Bodensee und 69 Ravensburg. Erwähnt wird auch die Ortsbeilage Freiburg der 'KVZ', der 'Klassenkampf'.

Bei den Wahlen an der Universität Tübingen erhielt die Liste der fortschrittlichen Studenten, auf der die Studentenorganisation des KBW, die KSO gemeinsam mit der KSG, Studentenorganisation des KABD kandidierte, 6, 4% und damit 2 Sitze, der MSB Spartakus 4, 8% und damit 1 Sitz, GO 12, 9% und 5 Sitze, der SHB 3, 3% und 1 Sitz, der SLH 9, 1% und 5 Sitze, ADS 8, 2% und 2 Sitze und der RCDS 16, 4% und 8 Sitze.

Aus Schleswig-Holstein wird von den Wahlen an der Pädagogischen Hochschule Kiel berichtet, daß 10 Kandidaten der Liste Aktionsprogramm gewählt wurden. Die Liste wurde u.a. von den KBW-Studenten unterstützt. 3 Sitze erhielt der KSB/ML (Studentenorganisation der KPD/ML), 7 der MSB Spartakus, 4 die Jusos und 2 Unabhängige.

Beilagen zu dieser Nummer wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg, Karlsruhe und Mannheim.
- Hamburg.
- Hessen aus Frankfurt und Gießen.
- NRW aus Bochum, Dortmund, Düsseldorf, Hamm (vgl. 10.1.1976) und Leverkusen.
- Schleswig-Holstein aus Kiel und aus Quickborn / Ellerau.
Quelle: Kommunistische Volkszeitung Nr. 1, Mannheim 8.1.1976

15.01.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 2 (vgl. 8.1.1976, 22.1.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Die Völker trauern um Tschou En-lai";
- "Freispruch im Prozeß wegen Wehrkraftzersetzung" zur 'Militärzeitung' des SRK Braunschweig vom Sept. 1975;
- "Anzeige wegen Verunglimpfung" gegen zwei Mitglieder des SRK Bremen;
- "Festnahme - Weil ein Soldat sich nicht waschen wollte" aus Wolfhagen;
- "Politische Zensur an der Berufsschule: Thema: 'Unsere Bundeswehr'" aus Bremen zur Veranstaltung in der Berufschule mit einem Jugendoffizier und einem Vertreter des SRK;
- "Flutkatastrophe: Wie die Bundeswehr geholfen hat…" zur 3./162 in Wentorf, aus der 'Hamburger Militärzeitung' des SRK Hamburg;
- "Streichung von finanziellen Ködern" zu den Zeitsoldaten, aus der 'Rührt Euch' des Initiativkomitees für ein SRK Augustdorf / Paderborn.

Berichtet wird von den Aktionseinheitsverhandlungen zum Paragraphen 218 (vgl. 13.1.1976).
Neue Ortsgruppen wurden gegründet in Salzgitter und Bensheim.

Aus Hessen wird aus Kassel berichtet, wo auch die KPD tätig ist.

Aus NRW wird berichtet aus Wuppertal, wo es zu Protestaktionen gegen die Fahrpreiserhöhungen kam, in die sowohl die KG des KBW als auch die Rote Garde der KPD/ML eingriffen.

Beilagen zu dieser Nummer wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim und Ravensburg / Weingarten.
- Bayern aus Augsburg und Nürnberg.
- Hamburg.
- Hessen aus Frankfurt und Gießen.
- NRW aus Bergneustadt / Gummersbach, Düsseldorf, Hamm, Köln, Leverkusen und Paderborn.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 2, Mannheim 15.1.1976

22.01.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 3 (vgl. 15.1.1976, 29.1.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Der Widerstand gegen den Paragraphen 218 ist nicht gebrochen. 21. Februar: Am Jahrestag des BVG-Urteils überall Demonstrationen gegen den Paragraphen 218.;
- "Die 'Wehrkunde' setzte sich mit einem KVZ-Artikel auseinander. Das Heimatschutzkommando 18 im Manöver 'Große Rochade' - nach Leutnant Patzelt" zum HSK in der Tillykaserne in Oberhausen, Landkreis Neuburg-Schrobenhausen;
- ""Berufsausbildung im Sanitätswesen: Nur wenige werden Krankenpfleger. Leserbrief" aus der Sanitätsschule der Luftwaffe in Klingholz;
- "Kantinenreform - ein faules Ei!" von der Gruppe Schwanewede des SRK Bremen zur Brigade 32 in der Lützow-Kaserne.

Beilagen zu dieser Nummer wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Friedrichshafen, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim und Ravensburg / Weingarten.
- Bayern aus München und Nürnberg.
- Hessen aus Frankfurt und Gießen.
- Hamburg.
- Niedersachsen aus Hannover und Lüneburg.
- NRW aus Bochum, Bonn, Düsseldorf, Gummersbach / Bergneustadt, Hamm, Köln, Leverkusen und Münster.
- Schleswig-Holstein aus Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 3, Mannheim 22.1.1976

29.01.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 4 (vgl. 22.1.1976, 5.2.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Zwei völlig entgegengesetzte Linien im Kampf gegen das Hegemoniestreben der Supermächte" enthält, der sich gegen die KPD, richtet, die die "Stärkung der Bundeswehr befürwortet", was sich z.B. im Prozeß gegen Klaus Öllerer in Wendisch Evern in Niedersachsen (vgl. 19.1.1976) gezeigt habe;
- "Weißbuch des Verteidigungsministeriums. Der BRD-Imperialismus stellt seine Rüstung um";
- "Ein fahnenflüchtiger Unteroffizier" aus Wolfhagen;
- "Vorschriftsmäßiges verhalten durchgesetzt" gegen den Pionier Kö. in Wiesbaden, der in Uniform gegen den § 218 demonstriert hatte;
- "Grenzenlose Profitgier" zur Kantine in der Feldwebel-Lilienthal-Kaserne Delmenhorst;
- "Advent, Advent, der Stab der brennt" zum Stabsgebäude des Raketenartilleriebataillons 112 in Delmenhorst-Adelheide;
- "Kaufen befohlen" zur Kantine bei der Bundeswehr in Donaueschingen.

Von Routhier-Prozessen wird berichtet gegen KPD, KPD/ML und die eigene Sympathisantengruppe Bonn in NRW.

Aus Niedersachsen wird berichtet von den Studentenparlamentswahlen an der TU Braunschweig, bei denen RCDS und Reaktionäre 2, LHV 1, KSV 1, MSB/SHB und Sympathisanten 7, Unorganisierte 5, Basisgruppen 10 sowie die vom eigenen KSB unterstützte Aktionseinheitsliste 6 (davon 5 KSB) Sitze erhielten. An der Uni Oldenburg erhielten UHG 6, LHV 9, SHB 20, MSB 9 und die u.a. von der eigenen KHG unterstützte Demokratische Liste 6 Sitze.

Aus Oldenburg wird auch auf den Spartacusbund (SpB) eingegangen.

An der Uni Göttingen erhielten RCDS der CDU 21, Jusos der SPD 22, MSB der DKP 4, die KAG des KB 11 und die vom eigenen KSB unterstützte Rote Liste 8 Sitze.

Aus NRW wird berichtet über Wuppertal, wo auch die Rote Garde (RG) der KPD/ML aktiv ist.

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg, Karlsruhe und Ravensburg / Weingarten.
- Bayern aus Nürnberg.
- Bremen und Hamburg.
- Hessen aus Gießen.
- NRW aus Bochum, Bonn, Düsseldorf, Gummersbach / Bergneustadt, Hamm (vgl. 31.1.1976), Köln, Leverkusen und Münster.
- Rheinland-Pfalz für Speyer.
- Schleswig-Holstein für den Kreis Plön.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 4, Mannheim 29.1.1976; Rote Fahne Nr. 7, Köln 18.2.1976

05.02.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 5 (vgl. 29.1.1976, 12.2.1976) heraus mit dem Artikel "'Erzieherische Maßnahmen' statt Disziplinarstrafen: Die herrschende Klasse will die Armee putzen" zum Weißbuch der Bundeswehr;
- "Kantinenreform: Ausplünderung nimmt weiter zu" zur Lützow-Kasrne in Schwanewede;
- "Kranker Soldat stirbt nach Außendienst" in der Panzerpionierkompanie 50 in der Kurhessen-Kaserne Hannoversch Münden, aus dem Demokratischen SRK Hannoversch Münden.

Berichtet wird:"
Freispruch im Wehrkraftzersetzungsprozeß

Lüneburg. Der ehemalige Bundeswehrsoldat Oellerer, der wegen Wehrkraftzersetzung angeklagt war, wurde vom Gericht freigesprochen. das Gericht begründete den Freispruch mit dem Parteienprivileg, denn Oellerer bezog sich politisch auf die Ziele der Gruppe Rote Fahne (KPD). Dieser Freispruch ist der zweite, nachdem Anfang Januar bereits in Braunschweig ein Mitglied des Soldaten- und Reservistenkomitees und Mitglied des KBW, das ebenfalls wegen Wehrkraftzersetzung angeklagt worden war, mit der gleichen Begründung freigesprochen wurde. Die Begründung bedeutet keineswegs, daß damit überhaupt die Anklage der Wehrkraftzersetzung nicht erhoben werden kann. Die Begründung ist vielmehr die Aufforderung der Gerichte an die Bundesregierung, die revolutionären Organisationen zu verbieten und ihnen damit das 'Parteienprivileg' zu entziehen."

Berichtet wird über Aktionen gegen den Paragraphen 218 in Köln (vgl. 21.2.1976), Frankfurt (vgl. 12.2.1976), Bremen (vgl. 31.1.1976) und Düsseldorf, wo auch GIM und Frauengruppe aktiv sind berichtet wird. Eingegangen wird auch auf die Haltung des KB zum Paragraph 218 und den PEF-Prozeß in Köln.

In Bremen erhielt an der Uni bei den Stupawahlen die Liste Aktionseinheit, die vom eigenen KSB unterstützt wurde, 8 Sitze, die Liste Dem Volke dienen des KSV der KPD einen, der MSB 7, der SHB6 und die Jusos 3 Sitze.

Aus Hessen wird u.a. von der eigenen KHG Darmstadt berichtet.

In Niedersachsen erhielten bei den Stupawahlen an der TU Hannover die Jusos 17, der MSB 3, der SHB 2, der RCDS 10 und die von der eigenen KHG unterstützte Rote Liste 3 Sitze.

Aus NRW befaßt man sich mit der eigenen Kommunistischen Schülergruppe (KSG) Krefeld, in die die KPD intervenierte, was zu einem Ausschluß führte.

Aus Schleswig-Holstein wird berichtet von den Studentenparlamentswahlen an der Uni Kiel, wo die Jusos 11, die Studenten für das Grundgesetz 10 Sitze erhielten. Die vom eigenen KSB unterstützte Liste Aktionsprogramm habe im Schnitt für ihre Kandidaten 1 240 Stimmen erhalten, KB, KSV der KPD und KSB/ML der KPD/ML je unter 100.

Beilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg und Karlsruhe.
- Bayern aus Nürnberg.
- Bremen und Hamburg.
- Hessen aus Frankfurt und Gießen.
- Niedersachsen aus Lüneburg.
- NRW aus Bochum, Düsseldorf, Gummersbach / Bergneustadt, Herne, Köln, Leverkusen, Münster und Paderborn.
- Schleswig-Holstein aus Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 5, Mannheim 5.2.1976

12.02.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 6 (vgl. 5.2.1976, 19.2.1976) heraus mit dem Artikel "Ausdehnung der NATO auf den Südatlantik: Fregatten - Instrument der 'Krisenbewältigung' für den westdeutschen Imperialismus";
- "'§ 218 - pro und contra' in der Aktuellen. Oberstleutnant gescheitert" aus der 2./Schweres Pionierbataillon 850 in Koblenz;
- "Doppelte Bestrafung und Entlassung angedroht" gegen den Panzerschützen Bredenkamp aus der 1./PzBtl 24 in Braunschweig, wegen der § 218-Demonstration in Bonn;
- "Militärische Führung fühlt sich provoziert. 120 DM Disziplinarbuße" gegen einen Sanitätssoldaten der Sanitätslehrkompanie 90 in der Schulz-Lutz Kaserne in Munster wegen der Demonstration am 14.6.1975 in Hannover.

Berichtet wird:"
Wache zweimal

Marburg. Um die Torwache der Jäger-Kaserne, die gerade von der Stabsbatterie des Artillerieregiments 2 gestellt wurde, zu überprüfen, wurden zwei Soldaten einer anderen Einheit verkleidet und mit gefälschten Ausweisen in die Kaserne geschickt. Weil den Torosten die Sache nicht weiter auffiel, wurden sie einige Tage danach von ihrem Batteriechef mit einer 'besonderen erzieherischen Maßnahme' bestraft: Wache zweimal außerhalb der Reihe."

Beilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg, Karlsruhe und Ravensburg / Weingarten.
- Bayern aus Nürnberg.
- Bremen.
- Hessen aus Frankfurt und Gießen.
- Niedersachsen aus Hannover.
- NRW aus Bochum, Düsseldorf, Leverkusen, Münster, Paderborn und Viersen.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
- Schleswig-Holstein aus Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 6, Mannheim 12.2.1976

19.02.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 7 (vgl. 12.2.1976, 26.2.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Stalingrad. Die Imperialisten lernen nicht aus der Geschichte";
- einem Bildbericht von Rheinmetall Kassel, wo Verteidigungsminister Leber vom Spähpanzer Luchs an die Belegschaft sprach;
- "Mit 'Diszis' und 'Erzieherischen' wird der Druck verschärft" zur Panzerbrigade 32 in Bremen und Schwanewede.

Berichtet wird von der ÖDTR:"
Soldaten unterstützen 135 DM Forderung

Braunschweig. 16 Soldaten aus dem Panzerbataillon 24 aus der Roselies-Kaserne haben einen Brief an den ÖTV-Kreisvorstand unterschrieben, in dem sie sich für die 135 DM Forderung aussprechen und den Kreisvorstand auffordern, alles zur Durchsetzung der Forderung zu tun."

Enthalten ist auch der Artikel "Die Schaffung der marxistisch-leninistischen Partei ist eine Tagesaufgabe." Der Artikel, von Joscha Schmierer verfaßt, stellt eingangs fest:"
In den letzten Jahren haben sich zahlreiche marxistisch-leninistische Zirkel herausgebildet. Es ist ihnen nicht gelungen, die marxistisch-leninistische Partei der Arbeiterklasse aufzubauen. … Es gibt heute im wesentlichen vier Organisationen, die sich in ihrer politischen Arbeit auf den Marxismus-Leninismus ausdrücklich berufen und den Aufbau der Partei der Arbeiterklasse als ihre entscheidende Aufgabe betrachten. Neben dem Kommunistischen Bund Westdeutschland (KBW) sind dies der Kommunistische Arbeiterbund Deutschland (KABD, d.Vf.), die Gruppe Roter Morgen (KPD/ML) und die Gruppe Rote Fahne (KPD)."

Für Schmierer existiert "heute eine marxistisch-leninistische Bewegung, die in einigen grundsätzlichen Positionen übereinstimmt. Sie hat subjektiv ausdrücklich mit den Positionen des Revisionismus und des Trotzkismus gebrochen … sie begreift die gewaltsame Revolution als einziges Mittel, durch das die Arbeiterklasse die Herrschaft der Bourgeoisie stürzen und den bürgerlichen Staatsapparat zerschlagen kann. Sie ist der Auffassung, daß die proletarische Revolution nur in der Form der Volksrevolution Erfolg haben kann."

Für Schmierer ist "die Spaltung der marxistisch-leninistischen Bewegung … die Ursache dafür, daß sie bisher erst begrenzte Fortschritte im Aufbau der Partei und in der Verbindung des wissenschaftlichen Sozialismus mit der Arbeiterbewegung gemacht hat, daß sie noch keineswegs in der Lage ist, die Arbeiterklasse zu führen und die Arbeiterklasse zu befähigen, die Volksmassen im Kampf gegen den bürgerlichen Staat zusammenzuschließen." Die Einheit der Marxisten-Leninisten werde "vor allem durch den Einfluß von ökonomistischen, sozialchauvinistischen und sektiererischen Strömungen" verhindert.
Im KABD habe "eine ökonomistische Strömung die Oberhand gewonnen", in der KPD der "Sozialchauvinismus", Sektierertum gebe es "mehr oder weniger in allen marxistisch-leninistischen Organisationen". Für die Schaffung der Partei sei es notwendig, den "Einfluß von Ökonomismus, Sozialchauvinismus und Sektierertum in der marxistisch-leninistischen Bewegung" zu brechen.

Berichtet wird auch vom Gespräch über die Bundestagswahlen (vgl. 14.2.1976).

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von den Studentenparlamentswahlen an der Universität Stuttgart-Hohenheim, wo ADM 6, RCDS 4, MSB 7 die KSG/ML des KABD 1 und die von der eigenen KHG unterstützte Liste 2 2 Sitze erhielten. An der Uni Stuttgart erhielten Jusos 12 und RCDS 9 Sitze. Die eigene KHG erhielt für ihre 3 Kandidaten insgesamt 827 Stimmen (0, 7%).

An der Uni Karlsruhe bekam der RCDS die meisten Stimmen. Die Fachbereichsliste erhielt 710, der SHB 570, der MSB 578 und die eigene KHG 91 Stimmen.
An der PH Karlsruhe erhielt der SHB für 271 Stimmen 12 Sitze, die eigene KHG für 108 Stimmen 5 Sitze.
Aus Hamburg wird auf den KB eingegangen.

Aus NRW wird die eigene KSG Herten erwähnt.
An der Uni Bonn erhielten RCDS 16, Reaktionäre 15, Juso/SHB 15, MSB 6, und die vom eigenen KSB unterstützte Rote Liste einen Sitz.
An der FHS Köln erhalten Unabhängige 31, 6% und 11 Sitze, MSB/DSHB 27, 3% und 11 Sitze und die Einheitsliste, auf der auch die eigene KHG kandidierte, für 32, 85% 12 Sitze.

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet von den Stupawahlen an der FHS Kaiserslautern, wo die Liste der Basisgruppen 205 Stimmen (25%) erhielt, während eine von der eigenen KHG unterstützte Liste 165 Stimmen (16%) bekam.

Beilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg, Karlsruhe und Mannheim.
- Bayern aus Nürnberg.
- Bremen und Hamburg.
- Hessen aus Frankfurt und Gießen.
- NRW aus Bochum, Bonn, Düsseldorf, Gummersbach / Bergneustadt, Hamm (vgl. 21.2.1976), Herne und Münster.
- Rheinland-Pfalz aus Speyer und Trier.
- Schleswig-Holstein für den Kreis Plön.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 7, Mannheim 19.2.1976

26.02.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 8 (vgl. 19.2.1976, 4.3.1976) heraus mit den Artikeln:
- "'Eigeninitiative'" zur Rede des Generalinspekteurs der Bundeswehr, Admiral Zimmermann;
- "Pionierball in Hann. Münden: Im Volksmund auch 'Kuppelball' genannt…" zur Kurhessenkaserne, von der Initiative für ein SRK Hannoversch Münden;
- ein Bildbericht vom Protest der Initiative für ein SRK Koblenz gegen die Disziplinierungen wegen der § 218-Demonstration in Bonn;
- "Achim / Bremen: Aktion gegen Verlängerung des Wachdienstes" bei den Flußpionieren in der Steuben-Kaserne;
"Offiziere gegen Unterstützung der 135-DM-Forderung" zur ÖDTR, wofür 17 Soldaten der 4./95 in Munster unterschrieben hatten;-
- "Veranstaltung gegen den § 18: Feldwebel stimmten mit" in Munster mit 22 Teilnehmern, überwiegend Soldaten, darunter aber auch zwei Feldwebel;
- "Resolution von 25 Soldaten für die 135-DM-Forderung" zur ÖDTR, in der Hammersteinkaserne in Wesendorf, aus der Zeitung der Initiative für ein SRK Munster Nr. 7.

Berichtet wird:"
Die Streichung des Dienstfrei für UvD/GvD muß rückgängig gemacht werden

Wetzlar. 79 Soldaten wählten in der Nachschubkompanie 130 die Kandidaten zum Vertrauensmann, die diese Forderung gegenüber der Kompanieführung vertraten. Kandidaten, die nicht mit dieser Forderung kandidierten, bekamen lediglich 11 Stimmen. Weiter wird von den gewählten Vertrauensmännern vertreten, daß Neukranke keinen Dienst machen sollen, bevor sie nicht vom Truppenarzt untersucht wurden. Durchgesetzt werden soll schließlich, daß monatlich eine Mannschaftsversammlung stattfinden soll."

Man berichtet davon, daß "in über 100 Städten am 21. Februar anläßlich der Jährung des Urteils des Bundesverfassungsgerichts die Gegner des Paragraphen 218 mit Kundgebungen und Demonstrationen gegen den Paragraphen 218 aufgetreten" seien. Demonstrationen gegen den Paragraphen 218 seien am 21.2.1976 in 65 Orten, u.a. in Berlin, Bremen, Frankfurt, Freiburg, Hamburg, Heidelberg und Köln durchgeführt worden.

Geworben wird für eine Broschüre über das Gespräch des KBW mit KABD, KPD und KPD/ML (vgl. 14.2.1976).

Es erscheint auch eine Rezension des Buches von Peter Schneider: "… schon bist du ein Verfassungsfeind". Peter Schneider, als Verfasser linker Bücher bekannt (u.a. "Lenz"), kommt aus der Studentenszene Westberlins. "….schon bist du ein Verfassungsfeind", wird von der "KVZ" als "konterrevolutionäres Machwerk" eingeschätzt. Weiter heißt es:"
Das Buch von Peter Schneider ist direkt konterrevolutionär, eine Aufforderung an die rebellierende Intelligenz, zurückzukehren und sich einzurichten und eine Mahnung an die zuständigen Stellen, diesen Weg nicht durch stumpfes Oberbeamtentum zu verbauen."

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von den Stupawahlen an der Uni Heidelberg, wo RCDS und ADH 1026 Stimmen (14 Sitze), Jusos 1134 (16), MSB 197 (2), die Rote Liste aus der eigenen KHG und den Institutsgruppen 957 (14) und die Linke Liste 1130 (16) erhält. Über die Linke Liste (LiLi) heißt es:"
Sie wird gebildet durch spontaneistische Gruppen, den Sozialistischen Heidelberger Studentenbund GIM, das Sozialistische Zentrum sowie eine Reihe von Sozialistischen Projektgruppen und Fachgruppen."

In Berlin wurde bei den Wahlen zum Akademischen Senat, Konzil und Ausbildungskommission an der Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (FHSS) die auch vom KBW unterstützte Einheitsliste stärkste Fraktion: "Sie erhielt im Akademischen Senat 5 Plätze mit 265 Stimmen, im Konzil 9 Plätze mit 260 Stimmen und die gleiche Stimmenzahl für die Ausbildungskommission und damit 3 Plätze." Der KSV erhielt 12 Stimmen, aber keinen Platz, die ADS erheilt 1 Sitz im AS und 3 im Konzil.

In Bremen erhielt an der Hochschule für Technik (HfT) eine Rote Liste 27, 2%, der SHB 23, 2% und GO 49, 6%. An der Fachhochschule für Sozialpädagogik und Sozialökonomie (FHSS) erhält die Liste demokratischer Kampf des KB 16%. Eine Rote Liste erhält 20%, Jusos 25%, MSB 19% und SHB 14%.

In Hamburg erhielten an der HBK sowohl die eigene SSG, als auch der SSB des KB als auch die Sozialistische Gruppe jeweils 5 Sitze.

Aus Niedersachsen werden u.a. Initiativen für ein SRK in Achim, Münster und Hannoversch Münden erwähnt.

Aus Rheinland-Pfalz wird die Initiative für ein SRK Koblenz erwähnt.

Beilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim und Ravensburg / Weingarten.
- Bayern aus München und Nürnberg.
- Bremen und Hamburg.
- Hessen aus Frankfurt und Gießen.
- NRW aus Bochum, Bonn, Gummersbach / Bergneustadt, Herne, Köln, Leverkusen und Münster.
- Rheinland-Pfalz aus Speyer.
- Schleswig-Holstein aus Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 8, Mannheim 26.2.1976

04.03.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 9 (vgl. 26.2.1976, 11.3.1976) heraus mit dem Artikel "Forderungen von Soldaten" von der Mannschaftsversammlung der Instandsetzungsausbildungskompanie 15/2 in Homberg am 12.2.1976;
- "25 Jahre Bundesgrenzschutz. Der Bundesgrenzschutz - eine Bürgerkriegsarmee" zum BGS
- "Informationsveranstaltung mit einem Vertreter der demokratischen Militärunion" aus Spanien in Frankfurt am 28.2.1976;
- "Menschen schinden und schlapp machen" aus der 3. Kompanie in hannoversch Münden;
- "Die 'Gleichbehandlung' des Prinzen Ferdinand" beim Panzerspähzug 320 in Schwanewede;
- "Revision im Lüneburger Wehrkraftzersetzungsprozeß" gegen Klaus Öllerer von der KPD;
- "12 Tage Bau für Teilnahme an Demonstration gegen den § 218" am 21.2.1976 gegen einen Gefreiten aus dem schweren Fernmeldeverbindungsbataillon 970 in Mannheim.

Es wird von Demonstrationen gegen den Paragraphen 218 berichtet.

Im Artikel "Gegen rechte Abweichungen. Den wirtschaftlichen Kampf mit politischen Enthüllungen verbinden!" wendet man sich gegen Auffassungen der Redaktion der 'KVZ', die in der letzten Ausgabe eine Reihe von Auffassungen vertreten hatte, die nicht mit denen des ZK deckungsgleich waren.
Rechte Auffassungen würde die Redaktion in der Frage des Kampfes der Beschäftigen im öffentlichen Dienst insofern vertreten, als daß sie den "Kampf um betriebliche Vertretungsrechte" favorisiert.
"Das ist vollständig falsch. Die Tatsache, daß die Bourgeoisie die besondere Entrechtung, das Beamtenrecht und das KPD-Verbot auch gegen den Kampf der Belegschaft auf betrieblicher Ebene einsetzt und anwendet, wird hier benutzt, um den Horizont der Bewegung auf den Kampf um betriebliche Vertretungsrechte einzuengen, wobei noch nicht einmal gesagt wird, daß Beamtenrecht und KPD-Verbot auch für die Kämpfe auf betrieblicher Ebene eine schwere Fessel bedeuten, sondern vom längeren Hebel rumgeredet wird. Das läuft auf eine ideologische Entwaffnung der Bewegung im öffentlichen Dienst hinaus. … Es ist rechts, den Beschäftigten in öffentlichen Diensten einzureden, sie säßen 'im Kampf um betriebliche Vertretungsrechte' am längeren Hebel. … Das Gegenteil ist richtig. Zu einem mächtigen Hebel, ihre Lage zu verändern, kommen die Lohnabhängigen in öffentlichen Diensten nur, wenn sie sich erheben, statt herumzusitzen."

Die DKP lade an verschiedenen Orten zu Veranstaltungen gegen den 'Maoismus' u.a. auch den KBW ein, und biete an, "den einen oder anderen Beitrag zu halten", so u.a. in Göttingen und Frankfurt, gegen KB, KPD/ML und gegen die KPD in Gießen.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von der Razzia im KBW-Büro Karlsruhe (vgl. 26.2.1976, 6.3.1976).

Aus Berlin wird berichtet von den Fahrpreiserhöhungen, mit denen sich auch die KPD/ML und die Rote Hilfe e.V. der KPD befassen.

Aus Hessen wird berichtet von der eigenen Betriebszeitung bei VW Baunatal bei Kassel.

Aus NRW wird die KG Menden erwähnt. Berichtet wird in "Jugendzentrum Emsdetten. Trotz Verbot - Veranstaltung gegen Maulkorbgesetze".

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg, Karlsruhe und Neckargemünd.
- Bremen und Hamburg.
- Hessen aus Frankfurt und Gießen.
- Niedersachsen aus Lüneburg.
- NRW aus Bochum, Düsseldorf, Gummersbach / Bergneustadt, Köln und Leverkusen.
- Rheinland-Pfalz aus Speyer.
- Schleswig-Holstein aus Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 9, Mannheim 4.3.1976

11.03.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 10 (vgl. 4.3.1976, 18.3.1976) heraus mit den Artikeln:
- "In der Truppeninformation. Soldaten für 135-DM-Forderung" zur ÖDTR, aus der Hafenkaserne in Wiesbaden-Schierstein, vom SRK Wiesbaden;
- "Leserbrief mit Schwierigkeiten - ein Wintermanöver in der Presse. Biwak bei 'General Winter'" aus der Panzerjägerkompanie 150 in Westerburg;
- "Leserbrief. Eine Strafarbeit" von der Bundeswehr in Hamburg.

Im Artikel "Die Bewegung der Studenten und der Kommunistische Bund (Nord). Im Aufwind kann manches fliegen, das noch zu Boden fallen muß." heißt es u.a., daß der KB behauptet hatte:"
Anstatt sich in scheinradikalen Phrasen den 'Zerfall' des bürgerlichen Staates herbeizulügen, muß festgestellt werden … daß der Staat im wesentlichen ungehindert seine Offensive an den Hochschulen verschärft." Der KBW erklärt:"
Die neue Studentenbewegung ist, wie jeder Klassenkampf, nicht von Kommunisten oder 'Linken' initiiert, sondern Ergebnis der Verschärfung der objektiven Widersprüche."

Berichtet wird:"
Polizei übt 'Verhalten bei Demonstrationen'

Hannover. Ende Februar nahmen 60 niedersächsische hohe Polizeioffiziere und Knüppelstrategen an einer Stabsrahmenübung in der Nähe von Celle teil.

Angenommene Übungslage waren 'neben Katastrophen Verkehrsbehinderungen durch Demonstrationen, wie sie zum Beispiel bei Bürgeraktionen gegen die Errichtung von Kernkraftwerken (AKW, d. Vf.) denkbar sind' (Hannoversche Allgemeine)
An der Übung waren die Führungschargen der Bereitschaftspolizei aus Braunschweig, Hannover und Oldenburg sowie der Schutzpolizei und der Schreibtischtäter aus dem Verwaltungsdienst beteiligt. Weitere Übungen sind in Vorbereitung."

Berichtet wird:"
12 Tage Bau wegen Teilnahme an Demonstration gegen den § 218

Friedrichstadt / Schleswig-Holstein. Gegen den Soldaten M. aus der 3. Kompanie des Nachschubbataillons, das in Seeth stationiert ist, wurden 12 Tage Disziplinararrest verhängt, weil er am 21.2. an der Demonstration gegen den § 218 in Essen - von dort stammt der Soldat - teilgenommen hatte. Begründet wird die Bestrafung mit der Kleiderordnung, denn der Soldat trug einen Arbeitsanzug. In der Öffentlichkeit im Arbeitsanzug aufzutreten, ist demnach verboten. Gegen die Bestrafung hat die 'Initiative Dithmarschen gegen den § 218' ein Flugblatt vor der Seether Kaserne verteilt. Das Flugblatt wurde auch in den Kasernen Heide / Holstein und Husum verteilt sowie an die Bevölkerung in Seeth."

Beilagen zu dieser Ausgabe wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg, Karlsruhe und Mannheim.
- Bayern aus Nürnberg.
- Bremen und Hamburg.
- Hessen aus Frankfurt, Gießen und Wetzlar.
- Niedersachsen aus Lüneburg.
- NRW aus Bonn, Köln, Leverkusen und Münster.
- Rheinland-Pfalz für Speyer und Trier.
- Schleswig-Holstein aus Kiel und für den Kreis Plön.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 10, Mannheim 11.3.1976

18.03.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 11 (vgl. 11.3.1976, 25.3.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Recht auf Kriegsdienstverweigerung?" zur KDV;
- "Kantinenstreik in Koblenz" in der Pionierkaserne beim schweren Pionierbataillon 850, nach einem Bericht des SRK;
- "Eine Beschwerde führt zur Neuwahl des Vertrauensmannes. Im Kampf gegen Schikanen einen Schritt voran" in der 4./Schweres Panzeraufklärungsbataillon 6 in Eutin.

Im Artikel "Der Angriff auf die Ergebnisse der Kulturrevolution widerspricht dem Willen des Volkes", der namentlich nicht gekennzeichnet ist, wird des öfteren davon gesprochen, daß es jetzt darauf ankäme, "den Wind der rechten Abweichung zu vertreiben". Offensichtlich ist Deng Hsiao-ping gemeint, obwohl er nicht ausdrücklich genannt wird.

Beilagen zu dieser Ausgabe wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg, Karlsruhe, Konstanz und Weingarten / Ravensburg.
- Bayern aus Nürnberg.
- Bremen.
- Hessen aus Frankfurt und Gießen.
- NRW aus Bochum, Bonn, Düsseldorf, Köln, Leverkusen und Paderborn.
- Rheinland-Pfalz aus Speyer und Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 11, Mannheim 18.3.1976

25.03.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 12 (vgl. 18.3.1976, 1.4.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Kantinenboykott begonnen" aus dem Schweren Pionierbataillon 850 in Koblenz;
- "BGS-Offiziere provozieren ÖTV-Delegation" zur Grenzschutzschule Lübeck;
- "Ausgangsverbot und Geldstrafe" gegen einen Soldaten der 3. Batterie des Panzerartilleriebataillons 325 in Schwanewede;
- "Eine halbe Stunde im Leben eines Gefreiten" aus der Caspari-Kaserne, aus dem SRK Delmenhorst.

Berichtet wird von Zimbabweveranstaltungen in Bremen (vgl. März 1976), Konstanz (vgl. 19.3.1976) und Stuttgart (vgl. März 1976) und den FPolisario Veranstaltungen in Aachen (vgl. 23.3.1976) und Freiburg (vgl. 22.3.1976), sowie den durch ein Einreiseverbot behinderten Nahost-Veranstaltungen in Köln (vgl. 25.3.1976) und Heidelberg (vgl. 26.3.1976) berichtet.

Der Artikel "Die Bourgeoisie sitzt mitten in der Kommunistischen Partei" von Uwe Kräuter kritisiert vor allem eine sog. 'Rechte Abweichung', die mit der Person Deng Hsiao-pings zusammenhängen soll. Deng wird beschuldigt, "die Wiederherstellung des Kapitalismus in China" zu betreiben. Er wird als "bürgerlicher Vertreter" bezeichnet, der "offen gegen die revolutionären Veränderungen" aufgetreten sein soll. Sein" Programm zur Wiederherstellung des Kapitalismus" soll Deng mit der "Propagierung der Kombination der drei Weisungen Mao Tsetungs" begonnen haben. "Diese drei zu verschiedenen Zeiten ausgegebenen Weisungen beinhalten: Studium der Theorie und Bekämpfung und Verhütung des Revisionismus; Stabilität und Einheit; Vorantreibung der Volkswirtschaft. Deng faßte also diese drei Weisungen zusammen und bezeichnete sie als 'Hauptkettenglied' für jegliche gegenwärtige und zukünftige Arbeit. Als wichtigstes dabei galt ihm 'Stabilität und Einheit'. … Das Reaktionäre an der Propagierung dieser Weisungen als Hauptkettenglied für alle zukünftige Arbeit ist, daß nicht mehr die Politik das Kommando führt und die Führung des Klassenkampfes nicht mehr das Entscheidende ist." Deng soll dem Artikel folgend, ebenfalls die in der "Kulturrevolution entstandenen neuen revolutionären Erscheinungen" verraten haben. "Aus vielen der veröffentlichten Äußerungen Dengs geht hervor, daß er die in der Kulturrevolution gestürzten Elemente wieder befreien, ihnen hohe Posten geben und dann mit ihnen arbeiten wollte." Gegen Dengs Angriffe auf die Partei werde "der Linienkampf seit einigen Monaten … scharf geführt". Dadurch soll sich "das revolutionäre Bewußtsein der Volksmassen erhöhen".

Beilagen zu dieser Nummer wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Bruchsal, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim, für den Neckar-Odenwald-Kreis und aus Neckargemünd.
- Bayern aus München.
- Bremen und Hamburg.
- Hessen aus Frankfurt und Gießen.
- NRW aus Bochum und Leverkusen.
- Rheinland-Pfalz aus Mainz und aus Trier.
- Schleswig-Holstein für den Kreis Plön.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 12, Mannheim 25.3.1976

01.04.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 13 (vgl. 25.3.1976, 8.4.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Friedenaufgabe der Marine - Bewaffnete Aggression, was denn sonst!";
- "Erfolgreicher Kantinenboykott" in Tanneberg-Kaserne, aus der Nr. 1 der 'Militärzeitung' der Initiative für ein SRK Marburg;
- "Rheinkaserne: Renovierung der Unterkünfte durchgesetzt", was die 2./310 gefordert hatte und mit einem Extra der 'Koblenzer Militärzeitung' des SRK Koblenz unterstützt worden war.

Im Artikel "Die Zeitschrift Arbeiterkampf und der Massenkampf in China. - Unfreiwillige Enthüllung bürgerlicher Weltanschauung." vertritt der KBW die Auffassung, daß der 'Arbeiterkampf' offene bürgerliche Positionen vertritt, wie sie bisher noch keine rechte Abweichung in der KP China vertrete habe.

Berichtet wird auch von der eigenen 1. a.o. DK (vgl. 27.3.1976) und den FPolisario-Veranstaltungen in Freiburg (vgl. 22.3.1976) und Aachen (vgl. 23.3.1976), in die auch LgdI, FRAP und UTE eingriffen.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von der KG Singen.

Aus Hamburg wird berichtet von der Zimbabweveranstaltung.

Aus Hessen wird berichtet von den eigenen Ortsgruppen Gießen, Wetzlar und Friedberg, der Sympathisantengruppe Marburg.

Ortsbeilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim und Weinheim.
- Bremen und Hamburg.
- Hessen aus Frankfurt und Gießen.
- NRW aus Bochum, aus Dortmund, aus Düsseldorf, aus Köln, aus Leverkusen und aus Münster.
- Rheinland-Pfalz aus Mainz, Speyer und Trier.
- Schleswig-Holstein aus Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 13, Mannheim 1.4.1976

08.04.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 14 (vgl. 1.4.1976, 15.4.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Durchschlageübung nach 'Zentraler Dienstvorschrift 3/11'" aus der 4./ Panzeraufklärungsbataillon 6 in Eutin;
- "Koblenzer Kantinenboykott aufgegeben. Strafmaßnahmen gegen das Kantinenkomitee" aus dem SRK;
- "Sie zittern schon in ihren eigenen Kasernen" aus der Kampftruppenschule I in Hammelburg;
"Solidarität gegen 'Diszi'-Hauptmann" zu den Strafen gegen je einen Soldaten der Flugabwehrstaffel MFG 3 in Nordholz, Landkreis Cuxhaven und der 3./PzArtlBtl 325 in Schwanewede wegen der § 218-Demonstration am 21.2.1976.

Berichtet wird:"
"Reaktionärer Bundeswehrverband fordert stärkere Ausrichtung der Bundeswehr als Bürgerkriegsarmee!

In einer Stellungnahme zum Weißbuch des Verteidigungsministeriums kritisiert der Bundeswehrverband die geringe Steigerungsrate des Wehretats und fordert eine noch stärkere Aufrüstung der Bundeswehr. Besonders kritisiert er die 'Unterschätzung' und mangelhafte Niederhaltung von politischer und gewerkschaftlicher Betätigung in der Bundeswehr und fordert eine stärkere 'Bekämpfung der extremistischen Randgruppen'. Zentrale Forderung dieses reaktionären Militaristenverbandes ist die stärkere Ausrichtung der Bundeswehr auf den 'inneren Notstand' und den Einsatz der Bundeswehr 'zur Bekämpfung bewaffneter Banden in einem Notstandsfall' (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. März)."

Berichtet wird:"
27 Beschwerden gegen Wachdienste

Walldürn. Der gesamte Mörserzug der 5. Kompanie des Panzergrenadier Bataillons 362 beschwerte sich in einer Gemeinschaftsaktion dagegen, daß für die Wochenenddienste kein Dienstausgleich gewährt wird. Die Gesetze der Bundeswehr-Führung, die eine gemeinsame Beschwerde verbieten, um gemeinsame Aktionen von Soldaten zu verhindern, wurden einfach umgangen. Die Soldaten schrieben jeder für sich eine Beschwerde, aber mit dem gleichen Text, um ihre gleichen Interessen zum Ausdruck zu bringen."

Mit dem KB wird über die MPLA Angola und die FPolisario DAR Sahara gestritten, sowie über dessen Verhalten in Mannheim.
Eingegangen wird auch auf die VDS-MV.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von den Ergebnissen der Landtagswahl (vgl. 4.4.1976).

Aus Göttingen wird berichtet über "Erfahrungen aus der Hauptschule".

Aus NRW wird berichtet vom Stadtschülerrat (SSR) Köln, in dem u.a. KPD und Spontis tätig sind.

Beilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim, Neckargemünd und Ravensburg / Weingarten.
- Bremen und Hamburg.
- Hessen aus Frankfurt und Gießen.
- NRW aus Bochum, Düsseldorf, Hamm (vgl. 10.4.1976), Iserlohn / Menden, Köln, Leverkusen, Münster und Paderborn.
- Rheinland-Pfalz aus Mainz und aus Trier.
- Schleswig-Holstein für den Kreis Plön.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 14, Mannheim 8.4.1976; KBW-Kunstgruppe Braunschweig: '75 Wachsende Proteste - wachsende Selbständigkeit '76. 1. Mai - Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse, Braunschweig Apr. 1976, S. 26f

15.04.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 15 (vgl. 8.4.1976, 22.4.1976) heraus mit dem Artikel "'Zivile Verteidigung' - zur Unterdrückung des Volkes" zur Sektion Kassel der Gesellschaft für Wehrkunde (GfW), aus dem SRK Kassel;
- "An die Arbeiter von Heidenreich. Hamburger Soldaten solidarisieren sich mit den Arbeitern von Heidenreich & Harbeck im Kampf gegen Entlassungen", was 15 in Rahlstedt taten, aus der KVZ-Ortsbeilage;
- "Hauptfeldwebel Arndt, ein Versicherungsagent" aus der Nachschublehrkompanie 90 in der Schulz-Lutz Kaserne, Munster;
- "Neue Fachhochschulrichtung. Polizeiausbildung - wissenschaftlich" zur FHS Bielefeld;
- "Reaktion auf Soldatenforderungen" in der Ausbildungskompanie 15/2 in Homberg, aus dem SRK Kassel.

Berichtet wird, vermutlich aus dem Gebirgssanitätsbataillon 8:"
1. Mai: Uniformverbot im Sanitätsbataillon 8

Murnau / Ravensburg. Um die Teilnahme von uniformierten Soldaten an 'politischen Aktionen' zum 1. Mai zu verhindern, wurde ein Verbot ausgesprochen, zum 1. Mai die Kaserne in Uniform zu verlassen. Viele Soldaten hatten am 1. Mai 1975 zusammen mit ihren Kollegen aus den Betrieben an Kundgebungen und Demonstrationen teilgenommen. Sie haben gezeigt, daß sie sich nicht vom Volk trennen lassen, auch wenn sie in Kasernen gesperrt werden und es verboten ist, mit Zivilisten über das Kasernendasein zu berichten."

U.a. nimmt der KBW zu einem "Offenen Brief an die Mitglieder und Anhänger des KBW zu Angola" vom KB Stellung. In dem Artikel vertritt er die Auffassung, daß die "Sowjetunion in Angola mit zur Konterrevolution gehöre".

Der KBW weist die Auffassung der KPD/ML zurück, die erklärt habe, daß auch der KBW eine "Gemeinsame Erklärung" zum diesjährigen 1. Mai unterzeichnet habe. Deshalb kommt es zu keiner Aktionseinheit zum 1. 5. 1976 zwischen der KPD/ML und dem KBW. Eingegangen auf die KPD/ML wird u.a. aus Braunschweig, Freiburg und Kiel.

Man kommentiert die Absetzung Deng Hsia-pings mit den Worten:"
Diese Absetzung … ist das Ergebnis einer langandauernden Massenkampagne zur Fortsetzung des Klassenkampfes, der Festigung der Diktatur des Proletariats, der Kritik an Lin Biao und Konfuzius und des Studiums des Marxismus Leninismus, insbesondere der Theorie der Diktatur des Proletariats." Deng habe sich als "Machthaber in der Partei entpuppt, der den kapitalistischen Weg geht". Er sei ein "Vertreter der Bourgeoisie in der Partei", der "entlarvt und isoliert" werden müsse.

Berichtet wird auch vom Prozeß gegen Christian Heinrich von der KPD.

In "Die Despotie des Lehrherrn öffentlich angeprangert" berichtet die Ortsgruppe Verden über ihre 'Rote Oberschülerzeitung' für die Berufsschule Nr. 15, in der der Schlachter Breves (NGG-Bereich) angegriffen wurde.

Beilagen zu dieser Ausgabe wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg, Karlsruhe, Konstanz, Neckargemünd, für den Neckar-Odenwald-Kreis und aus Weinheim.
- Bremen.
- Hessen aus Frankfurt und Gießen.
- NRW aus Bochum, Bonn, Hamm (vgl. 17.4.1976) und Leverkusen.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 15, Mannheim 15.4.1976

22.04.1976:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 16 (vgl. 15.4.1976, 29.4.1976) heraus mit den Artikeln:
- einem Bildbericht aus Garlstedt;
- "Polizeischule Hann. Münden. Die Funkzentrale - für die Unterdrückung", aus dem DSRK Hannoversch Münden;
- "Der 'Ritt nach Texas' - und seine Folgen" aus der 4./Panzerlehrbataillon 92 in Munster;
- "'Verfassungsfeindliches Einwirken auf Bundeswehr und öffentliche Sicherheitsorgane'" zu den Prozessen gegen G. Bayha und die 'Koblenzer Militärzeitung';
- "'Gleiche' Behandlung der Mannschaften und Feldwebel der Bundeswehr" aus dem Marinefliegergeschwader MFG 3 in Nordholz, Kreis Cuxhaven.
- "Geldstrafen - 'Die militärische Ordnung hat sich weiter gefestigt'" aus der 'Volksmiliz' Nr. 2 des SRK Bremen.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Bruchsal, Heidelberg, Neckargemünd, Ravensburg / Weingarten und Weinheim.
- Bayern aus München.
- Bremen und Hamburg.
- Hessen aus Frankfurt und Gießen.
- NRW für Bochum, Herne, Witten, Castrop-Rauxel und Herten, sowie für Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Iserlohn / Menden, Leverkusen, Münster und Viersen.
- Rheinland-Pfalz aus Mainz, Speyer und Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 16, Mannheim 22.4.1976

29.04.1976:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 17 (vgl. 22.4.1976, 6.5.1976) heraus mit den Artikeln:
- "40 Pfennig" zur Ausbildungskompanie 12/5 in Schwarzenborn;
- "Nach zwei Wochen Grundausbildung 9 Selbstmordversuche" zur 12/5 in Schwarzenborn, aus dem SRK Kassel;
- "Solidaritätsaktion für die Arbeiter von Heidenreich & Harbeck war ein Erfolg" von der Kasernengruppe Rahlstedt des SRK Hamburg.

Berichtet wird:"
Teilnahme an 1. Mai-Demonstrationen

Gießen / Wetzlar. Das Soldaten- und Reservistenkomitee will sich unter der Losung 'Freie gewerkschaftliche und politische Betätigung in der Bundeswehr' an der Demonstration in Wetzlar beteiligen. Mindestens 4 Soldaten wollen in Uniform teilnehmen."

Berichtet wird:"
Schießübungen während des 1. Mai

Oldenburg. Die über 10 000 Soldaten der 11. Panzergrenadierdivision, deren Stab sich in Oldenburg befindet, müssen von Ostern bis zum 7. Mai an Schießübungen auf dem Truppenübungsplatz Bergen-Hohne teilnahmen. Das ist das Mal, daß allen Soldaten dieser Division der Ausgang zum 1. Mai gesperrt wird."

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Friedrichshafen, Konstanz, Ravensburg / Weingarten, Weinheim und für den Neckar-Odenwald Kreis.
- Bayern aus Nürnberg.
- Bremen Achim Bremerhaven Osterholz-Scharmbeck und Hamburg.
- Hessen aus Frankfurt und Gießen.
- NRW für Bochum, Herne, Witten, Castrop-Rauxel und Herten, aus Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Leverkusen und Paderborn.
- Rheinland-Pfalz aus Speyer.
- Schleswig-Holstein aus Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 17, Mannheim 29.4.1976

06.05.1976:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 18 (vgl. 29.4.1976, 13.5.1976) heraus mit den Artikeln:
- ein Bildbericht vom 1. Mai in Hamburg, in dem es auch heißt: "In Wetzlar fordert die Soldaten zum Beispiel: 'Freie gewerkschaftliche und politische Betätigung in der Bundeswehr', 'Lohnfortzahlung für Soldaten', 'Einstellung aller Disziplinarmaßnahmen gegen Soldaten, die aktiv für ihre Interessen eingetreten sind', 'Dienstausgleich für Zusatzdienste'. Aus Kassel wird berichtet, daß die Soldaten im Demonstrationszug und von den Zuschauern am Rand Beifall bekamen.";
- "Duckmäusertum oder Widerstand? Rekruten kämpfen um ihre Rechte" aus der Ausbildungskompanie 1/5 in Schwarzenborn;
- "Seit 1972 überprüft der MAD alle Wehrpflichtigen";
- "'Feuer frei' gegen Demonstrationen" zur Heeresfliegerstaffel 101 aus Rheine-Bentlage;
-"Z-Draht in der Kfz-Halle - Schikane gegen die Soldaten" zur 1. Batterie des Beobachtungsbataillons 2 in Stadt Allendorf, aus der Initiative für ein SRK Marburg.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Friedrichshafen, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim, Ravensburg / Weingarten und Weinheim.
- Bayern aus München und Nürnberg.
- Bremen / Unterweser und Hamburg.
- Hessen aus Frankfurt und Gießen.
- Niedersachsen für Lüneburg.
- NRW für Bochum, Herne, Witten, Castrop-Rauxel und Herten, aus Dortmund, Düsseldorf, Iserlohn / Menden, Münster und Viersen.
- Rheinland-Pfalz aus Mainz und aus Speyer.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 18, Mannheim 6.5.1976

13.05.1976:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 19 (vgl. 6.5.1976, 20.5.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Soldatenforderungen" zur 4. Batterie des Beobachtungsbataillons 2 in Stadt Allendorf, aus der Initiative für ein SRK Marburg;
- "Sonderauftrag für zwei MAD-Spitzel. Zwei Spitzel überwachen einen Soldaten" zum Fliegerhorst Oldenburg, wo die 'Oldenburger Militärzeitung' des SRK erschien;
- ein Bildbericht über Soldaten am 1. Mai in Frankfurt;
- "Uniformverbot für Maikundgebungen" in der Nachschubkompanie 320 in Bremen-Vahr, der Panzerpionierkompanie 320 in Dörverden-Barme sowie in Achim, Rheine und Rotenburg/Wümme, aus Schwanewede;
- "Panzerzusammenstoß" in der 11. Panzergrenadierdivision auf dem Truppenübungsplatz Bergen-Hohne, aus Schwanewede;
- "Chef beeinflußt Wahl des Vertrauensmanns" in der 3. / Nachschubbataillon 2 in der Steuben-Kaserne in Gießen;
- "Weitere US-Truppen in der BRD";
- "Rheinübergänge" aus Rüsselsheim;
- "Ritterkreuz-Verleihung" in Sonthofen durch "SS-General Lombard" an den "Oberscharführer der Waffen-SS Bruck" auf einem Nachkriegstreffen dreier Waffen-SS-Divisionen.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Friedrichshafen, Heidelberg, Karlsruhe, Neckargemünd, Ravensburg / Weingarten (vgl. 12.5.1976) und für den Neckar-Odenwaldkreis.
- Bayern aus Augsburg und Nürnberg.
- Bremen / Unterweser und Hamburg.
- Hessen aus Frankfurt und Gießen.
- NRW für Bochum, Herne, Witten, Castrop-Rauxel und Herten, aus Dortmund, Düsseldorf, Köln, Leverkusen, Münster und Paderborn.
- Rheinland-Pfalz aus Mainz, aus Speyer und aus Trier.
- Schleswig-Holstein aus Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 19, Mannheim 13.5.1976

20.05.1976:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 20 (vgl. 13.5.1976, 27.5.1976) heraus mit dem Artikel "Artilleriemanöver - aus der Sicht der Mannschaften" zum Panzerartilleriebataillon 325 in Schwanewede mit Berichten aus der 1., 2. 3. Batterie, aus der 'Volksmiliz' des SRK Bremen und "Bremen: Unterschriftensammlung gegen Versetzung" des Kanoniers Witzmann aus der 3./325 wegen der § 218-Demonstration;
- "Angriffe auf die Stellung des Vertrauensmannes. Stetten: Kandidat am Wahltag entlassen" in der 2./PzBtl 293.
- "MAD scheitert" im PGB 362 in Walldürn, wo die Initiativgruppe für ein SRK Walldürn und das Komitee gegen den § 218 Osterburken zusammenarbeiten.

Berichtet wird:"
Preisdiktat des Kantinenpächters

Büchel. Auf der letzten Kantinenausschußsitzung beim Jagdbombergeschwader 33 beschwerte sich ein Vertrauensmann über die zu teuren Kuchenstückchen, die bei uns in der Kantine 55 Pfennig kosten gegenüber 40 Pfennig draußen beim Bäcker. Daraufhin drohte der Kantinenpächter, er werde den Verkauf dieser Teilchen einstellen, wenn man ihm einen niedrigeren Preis vorschreibe."

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg, Karlsruhe, Konstanz, Mannheim, Neckargemünd und Ravensburg / Weingarten.
- Bayern aus Augsburg und München.
- Bremen / Unterweser und Hamburg.
- Hessen aus Frankfurt und Gießen.
- NRW für Bochum, Herne, Witten, Castrop-Rauxel und Herten, aus Bonn, Düsseldorf, Leverkusen, Münster, Paderborn und Viersen.
- Schleswig-Holstein aus Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 20, Mannheim 20.5.1976

27.05.1976:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 21 (vgl. 20.5.1976, 3.6.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Polizeiaufrüstung in einer niedersächsischen Stadt" aus Braunschweig;
- "Übermüdung der Fahrer. Die Offiziere haben Unfälle einkalkuliert" zur 1. und 2./Marinetransportbataillon 1 in Kiel;
- "Eine bürgerliche Armee. Soldaten der Nationalen Volksarmee - isoliert vom Volk gehalten" zur NVA der DDR, aus der 'Volksmiliz' - Wiesbadener Militärzeitung Nr. 7;
- "Mannschaftsversammlung: Die Vertrauensleute müssen bleiben" in der Nachschubkompanie 130 in Wetzlar, aus der 'Wetzlarer Soldaten Zeitung' Nr. 3.

Berichtet wird:"
Teilnahme an der Mai-Demonstration soll bestraft werden

Schwanewede. Gegen den Gefreiten M. Tiedtke aus der Stabskompanie der Brigade 32 wird durch den Kompaniechef ein Disziplinarverfahren wegen Verstoß gegen § 11 und § 15 des Soldatengesetzes durchgeführt.

Der Gefreite Tiedtke hatte am 1. Mai an der gewerkschaftlichen Demonstration und Kundgebung in Bremen-Nord teilgenommen.

Drei zivile Feldjäger haben jetzt das Material für eine Bestrafung von Tiedtke zusammengespitzelt. Hinzu kommt, daß es ein generelles Verbot gab, in Uniform gewerkschaftliche Demonstrationen am 1. Mai zu besuchen. Unter den Kameraden in Schwanewede hat die Verfolgung des Gefreiten Empörung hervorgerufen."

Beilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus dem Neckar-Odenwald-Kreis, für Friedrichshafen, Heidelberg, Karlsruhe und für Ravensburg / Weingarten.
- Bayern aus München.
- Bremen / Unterweser und Hamburg.
- Hessen aus Gießen.
- NRW für Bochum, Herne, Witten, Castrop-Rauxel und Herten, aus Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Hamm (vgl. 29.5.1976), Köln und Münster.
- Rheinland-Pfalz aus Mainz und aus Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 21, Mannheim 27.5.1976

03.06.1976:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 22 (vgl. 27.5.1976, 10.6.1976) heraus mit den Artikeln:
- "'Zwingend notwendige Ausnahmen von der Wehrpflicht'" und "Der Kampf für politische Rechte trifft die Bourgeoisie" zur vorzeitigen Entlassung aus der Bundeswehr wegen Mitgliedschaft in der Antimilitaristischen Gruppe Mannheim (AGM);
- "Schinderei in Grundausbildung. Gewaltmarsch befohlen" aus dem Luftwaffenausbildungsregiment 4 in Germersheim;
- "Französische Besatzer" zur Festnahme von Flugblattverteilern beim tag der Offenen Tür an den französischen Kaserne in Konstanz;
- "Luftraum der BRD soll für Tiefflüge freigegeben werden";
- "Mobilmachung" in der sechsten Panzergrenadierdivision in Hamburg und Schleswig-Holstein.

Berichtet wird:"
Bestrafung von 9 Soldaten wegen politischer und gewerkschaftlicher Betätigung

Karlsruhe / Freiburg. Während der letzten zwei Monate sind insgesamt 98 Tage Bau gegen 9 Soldaten aus den Standorten Karlsruhe, Immendingen, Sigmaringen, und Stetten a.k.M. verhängt worden. Der Grund für die Disziplinarstrafen war Teilnahme in Uniform an der 1. Mai-Demonstration, Mitarbeit in einer Soldatengruppe oder besitz von Soldatenzeitungen. In Stetten wurde ein Soldat aus der Bundeswehr entlassen, nachdem er in seiner Einheit zum Vertrauensmann vorgeschlagen worden war (KVZ Nr. 20). Eine weitere Entlassung wird von der Generalität vorbereitet. Gegen die Entlassung gibt es breite Proteste. Dabei hatte ein Fähnrich aus dem Panzerbataillon 253 zwei Flugblattverteiler mit gezogener Pistole außerhalb des Bundeswehrgeländes festgenommen. Der 'Alb-Bote' meldete am 20.5., daß gegen den Fähnrich ein Disziplinarverfahren eingeleitete werden soll. Die Pressestelle der 10. Panzerdivision mußte zugeben, der Fähnrich habe seine 'Kompetenzen überschritten'. (Schwäbische Zeitung, 18.5.)"

Laut KPD spricht sich der KBW bezüglich Palästinas für eine Aktionseinheit mit der DKP aus.

Der KBW berichtet in "4 LKWs für das Volk von Zimbabwe. Großer Aufschwung im Befreiungskampf des Volkes von Zimbabwe" von der Zimbabwe-Solidarität (vgl. 28.5.1976, 31.5.1976).

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim, dem Neckar-Odenwald-Kreis, aus Ravensburg / Weingarten und aus Weinheim.
- Bayern aus München.
- Bremen / Unterweser.
- Hessen aus Gießen.
- NRW für Bochum, Herne, Witten, Castrop-Rauxel und Herten, aus Dortmund, Düsseldorf, Hamm (vgl. 4.6.1976), Köln, Leverkusen, Paderborn und Viersen.
- Rheinland-Pfalz aus Mainz und aus Trier.
- Schleswig-Holstein aus Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 22, Mannheim 3.6.1976; Rote Fahne Nr. 30, Köln 28.7.1976

10.06.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 23 (vgl. 3.6.1976, 17.6.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Der französische Imperialismus ändert seine Militärstrategie";
- "Spind- und Revierappell. Druck gegen einen Kompaniezug" aus der 4. /Panzeraufklärerbataillon 10, Ingolstadt;
- "Die Mannschaften eines Bataillons im Kampf für Dienstausgleich bei Sonderdiensten" im PGB 362, der sich auf die Mai-Ausgabe der 'Volksmiliz' des SRK Walldürn stützt;
- ein Bildbericht aus der 'Militärzeitung' der Initiative für ein SRK Marburg Nr. 2/1976 zum Dienstausgleich.

Berichtet wird:"
Küchenmotto des Oberstleutnant Amman

Münster. 'Wenn ich schon keine Kartoffeln esse, warum sollte ihr dann welche kriegen?' Auf der Küchenausschußsitzung des Panzerartillerielehrbataillons 95 in der letzten Woche beschwerten sich einige Vertrauensleute darüber, daß es ständig den NATO-Kitt (Püree) und Nudeln gäbe, aber fast nie Kartoffeln. Reaktion von Ammann: Er hätte dieses Jahr auch keine Kartoffeln eingekellert. Vermutlich ißt er bei seinem Gehalt vorwiegend Fleisch und kann auf solche 'Beilagen' verzichten. Der kleine Unterschied: Unser Essen besteht vorwiegend aus den 'Beilagen'. - (Aus: 'Der Funke', Zeitung des Soldaten- und Reservistenkomitees Münster Nr. 10, 21.5.76)"

Ein Artikel des Hamburger Ortssekretärs des KBW, Lutz Plümer, übernommen aus der Ortsbeilage Hamburg der 'KVZ', lautet "Die Zeitung 'Arbeiterkampf' ruft nach dem Staat." Inhalt dieser Auseinandersetzung sind die Forderungen des 'Arbeiterkampf' zum Schutz der Frauen(Bezahlung der Hausarbeit durch den Staat etc.) Für den KBW sind diese Forderungen "reaktionäre Forderungen" da sie auf die "Unterstützung durch den bürgerlichen Staat" abzielen.

Im Verlag Jürgen Sendler sei vom Komitee Südliches Afrika (KSA) die Broschüre "Freiheit für Zimbabwe. Dokumente der ZANU zum Befreiungskampf gegen das Siedlerregime von Rhodesien", erschienen.

Auch die 'Informationsblätter' Nr. 3 sind erschienen. Inhalt: "Gegen Lohnabbau, kapitalistische Rationalisierung und politische Entrechtung im öffentlichen Dienst."

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Heidelberg, Karlsruhe, Konstanz, Mannheim, Neckargemünd, Ravensburg / Weingarten und Weinheim sowie für den Neckar-Odenwald-Kreis.
- Bayern aus Augsburg.
- Bremen / Unterweser und Hamburg.
- Hessen aus Frankfurt und Gießen.
- Niedersachsen aus Verden.
- NRW aus Bonn, Düsseldorf, Hamm (vgl. 11.6.1976), Köln, Leverkusen, Münster, Paderborn und Viersen.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 23, Mannheim 10.6.1976

17.06.1976:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 24 (vgl. 10.6.1976, 24.7.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Am Widerstand der Mannschaften gescheitert. Übung 'Große Woge' fiel ins Wasser" zum 2. Pionierbataillon, aus dem DSRK Hannoversch Münden;
- "Zentralisation und beschleunigter Ausbau des MAD. Zügellose Verfolgungstätigkeit des MAD";
- "25 Jahre Bundesgrenzschutz. Söldner 'auf Lebenszeit'" zum BGS;
- "6 DM zahlen oder 6 kg Gepäck schleppen" aus der 'Oldenburger Militärzeitung.

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg für Bruchsal, Heidelberg, Karlsruhe, Konstanz, Mannheim und Ravensburg / Weingarten.
- Bayern aus München.
- Bremen / Unterweser und Hamburg.
- Hessen aus Frankfurt und Gießen.
- NRW für Bochum, Herne, Witten, Castrop-Rauxel und Herten, aus Düsseldorf, Hamm, Köln und Viersen.
- Rheinland-Pfalz aus Mainz und aus Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 24, Mannheim 17.6.1976

24.06.1976:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 25 (vgl. 17.6.1976, 1.7.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Zwischen Großbritannien und Grönland. Pläne für Verminung des Meersbodens" zur US-Nay-Waffe Captor, die U-Boote der Sowjetunion abfangen soll;
- ein Bildbericht vom Polizeieinsatz gegen den KBW beim 20. Jahrestag der Bundeswehr-Garnison Delmenhorst;
- "Ein Zeitsoldat berichtet. Mit Versprechungen für die Söldnerexistenz geködert" aus einem Flugabwehr-Raketenbataillon;
- "Zwei Arten von Bestrafung" zum Gefreiten M. Tiedtke aus der Stabskompanie der Panzergrenadierbrigade 32 in Bremen-Nord und zu Hauptmann Pfau, InstBtl. 480, Sonthofen, der an einem HIAG-Treffen teilnahm;
- "Zunahme der Kriegsdienstverweigerungen" (KDV);
- "Zuarbeit durch Spezialabteilung des MAD. Versetzungen - Mittel politischer Disziplinierung" mit einem Bericht der KG Nienburg aus der 2./334 in der Clausewitz-Kaserne in Langendamm.

Ortsbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg für Freiburg, für Heidelberg / Neckargemünd/ Schwetzingen / Wiesloch, Mannheim und Ravensburg / Weingarten.
- Bayern aus Augsburg.
- Bremen / Unterweser und Hamburg.
- Hessen aus Frankfurt und Gießen.
- NRW für Bochum, Herne, Witten, Castrop-Rauxel und Herten, aus Dortmund, Düsseldorf, Hamm, Köln, Münster und Paderborn.
- Rheinland-Pfalz aus Mainz und aus Trier.
- Schleswig-Holstein aus Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 25, Mannheim 24.6.1976

01.07.1976:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 26 (vgl. 24.6.1976, 8.7.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Schanghaier Stadtmiliz. Ein Bericht aus der Zeitschrift 'China im Bild'";
- "Versetzungsgründe" zur Wahl eines als KBWler bekannten Vertrauensmanns in der 1./132 in Schwarzenborn.

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg für Rhein-Neckar und Ravensburg / Weingarten.
- für Bremen Achim Bremerhaven Osterholz-Scharmbeck.
- Hessen aus Frankfurt und Gießen.
- Niedersachsen aus Lüneburg.
- NRW für Bochum, Herne, Witten, Castrop-Rauxel und Herten, aus Köln, Münster und Paderborn.
- Rheinland-Pfalz aus Mainz und aus Trier.
- Schleswig-Holstein aus Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 26, Mannheim 1.7.1976

08.07.1976:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 27 (vgl. 1.7.1976, 15.7.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Rennerod (Saarland). Tag der offenen Tür - alles Schwindel" von 4 Soldaten der Alsberg-Kaserne;
- "Vetters Vertrauenserklärung ans Offizierskorps" zum DGB;
- "Brief eines Zeitsoldaten. Disziplinarstrafe statt Kündigungsrecht" aus der Pionier-Kaserne in Ingolstadt;
- "Bremen. Wachdienst erhebt Forderungen" aus der 'Volksmiliz' des SRK Bremen.

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg für Rhein-Neckar.
- Bremen / Unterweser und Hamburg.
- Hessen für Gießen.
- NRW für Bochum, Herne, Witten, Castrop-Rauxel und Herten, aus Düsseldorf und Köln und Paderborn.
- Schleswig-Holstein aus Kiel.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 27, Mannheim 8.7.1976

15.07.1976:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 28 (vgl. 8.7.1976, 22.7.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Bataillonskommandeur beklagt zu geringen 'sportlichen Ehrgeiz'. Der Marsch - eine Schikane" von 8 Soldaten der 14./Luftwaffenausbildungsregiment 4 in Ulmen/Eifel;
- "Ein westdeutscher Generalstäbler: Die Befreiung Mussolinis - Vorbild für die israelische Aggression gegen Uganda";
- "Die Offiziere wirbelten" als die KG Wuppertal die Soldaten des Fernmeldebataillon 810 in der Sagan-Kaserne mit Flugblättern zur Veranstaltung einlud;
- "Vertrauensmann sollte 'abgewählt' werden. Intrige mißlungen" aus der 1./Beobachtungsbataillon 2 in Stadt Allendorf, aus der Initiative für ein SRK Marburg, Stadt Allendorf und Neustadt;
- "'Panzerhusaren in Tradition und Gegenwart'" zur 1./PzAufklärbataillon 5 in Sontra, aus dem SRK Kassel.

Berichtet wird:"
Rechte und Pflichten…

Budel/Niederlande. 2. Luftwaffenausbildungsregiment. Während einer Unterrichtsstunde zu den Rechten und Pflichten der Soldaten erklärte der unterrichtende Leutnant, daß wir während unserer Ausbildungszeit in den Niederlanden bei Demonstrationen eingesetzt werden können. Nicht nur gegen Streiks und Demonstrationen in der Bundesrepublik soll die Bundeswehr vorgehen; im Rahmen der NATO ist sie Unterdrückungsinstrument auch gegen andere Völker."

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg für Rhein-Neckar und aus Friedrichshafen.
- Bremen / Unterweser und Hamburg.
- Niedersachsen aus Lüneburg.
- NRW für Bochum, Herne, Witten, Castrop-Rauxel und Herten, aus Düsseldorf, Iserlohn / Menden, Köln, Paderborn und Viersen.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 28, Mannheim 15.7.1976

22.07.1976:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 29 (vgl. 15.7.1976, 29.7.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Abschied von Tschu Teh, Oberkommandierender der Roten Armee auf dem Langen marsch" zur VR China;
- "'Britische Verteidigungsnotizen' der Wehrkunde";
- "Die französischen Imperialisten vergrößern ihre Streitkräfte im Indischen Ozean";
- "Die Soldaten lehnen die imperialistische Tradition ab" zur 1./Panzeraufklärungsbataillon 5 in Sontra;
- "Härtetraining" zum Fallschirmjägerbataillon 272 in Wildeshausen;
- "Die 'offene Auseinandersetzung' eines Offiziers" zur NsKp 320, vom SRK Bremen;
- "Die westdeutschen Imperialisten hinter dem rhodesischen Siedlerregime" zu Zimbabwe.

Berichtet wird u.a. aus Heidelberg vom Fahrpreisprozeß (vgl. 12.7.1976) und den Folgen des Cabora-Bassa-Prozeß (vgl. Juni 1976), aufgerufen zum Besuch der Zimbabwe-Veranstaltungsreihe (vgl. 26.7.1976) und der Aktionen gegen das KPD-Verbot (vgl. 18.8.1976).

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg für Gaggenau, Mannheim, aus dem Neckar-Odenwald-Kreis, für die Region Rhein-Neckar und für Weinheim.
- Bremen / Unterweser und Hamburg.
- NRW für Bochum, Herne, Witten, Castrop-Rauxel und Herten, aus Köln, Münster, Paderborn und Viersen.
- Rheinland-Pfalz für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 29, Mannheim 22.7.1976

29.07.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 30 (vgl. 22.7.1976, 5.8.1976) heraus.
Berichtet wird u.a. von Zimbabweveranstaltungen mit Vertretern der ZANU (Chiwara und Chidoda) in Heidelberg und Darmstadt.

Aus Baden-Württemberg wird berichtet von der Ortsgruppe Tübingen und der 'Arbeiterstimme', die als Regionalbeilage Mittlerer Neckar der 'KVZ' erscheint. Der Titel scheint von der Zeitung in Waiblingen bezogen (?).

Aus Hessen wird berichtet von der Ortsgruppe Bensheim.

Aus Niedersachsen wird berichtet von der Herausgabe des 'Schrittmacher' am Krankenhaus Wolfsburg und der 'KVZ-Ortbeilage Celle'.

Aus NRW wird berichtet von der GUV Köln, der Ortsgruppe Essen, der 'KVZ-Ortsbeilage' Dortmund, dem Kommunistischen Schülerbund (KSB) Coesfeld und der Sympathisantengruppe Neuß.

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Gaggenau, Mannheim, für die Region Rhein-Neckar und aus Weinheim.
- Bayern aus München.
- Bremen / Unterweser und Hamburg.
- NRW für Bochum, Herne, Witten, Castrop-Rauxel und Herten, aus Düsseldorf, Iserlohn / Menden, Köln, Münster und Viersen.
- Schleswig-Holstein.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 30, Mannheim 29.7.1976

05.08.1976:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 31 (vgl. 29.7.1976, 12.8.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Aktionen gegen die Propagandaschau der Offiziere in Koblenz" zum schweren Pionierbataillon 310;
- "'Der Kampf gegen den Sold ist äußerst notwendig'" aus Bremen;
- "Lieder von allen Fronten" zu einer Anzeige für Soldatenlieder in der 'Welt';
- "Lehrgangsteilnehmer setzen Forderungen durch" aus der Fernmeldeschule Feldafing bei Starnberg;
- "Verhör durch den MAD. 'Wer glaubt, man könne diese Spitzel aushorchen, irrt'" aus der 4./PioBtl 110 in Minden.

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg für den Neckar-Odenwald-Kreis.
- für Bremen Achim Bremerhaven Osterholz-Scharmbeck und Hamburg.
- Hessen aus Frankfurt.
- Niedersachsen für Verden und für Südniedersachsen.
- NRW für Bochum, Herne, Witten, Castrop-Rauxel und Herten, aus Düsseldorf, Hamm, Köln, Münster und Paderborn.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
- für Schleswig-Holstein.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 31, Mannheim 5.8.1976

12.08.1976:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 32 (vgl. 5.8.1976, 19.8.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Flottenbesuch im Hamburger Hafen - Marine will Zeit- und Berufssoldaten ködern. Die Imperialisten erlitten Schiffbruch" aus dem SRK Hamburg;
- "Zwei Vertrauensmänner abgesetzt" aus der NsKp 130 in Wetzlar;
- "Vertrauensmannwahlen genutzt" aus der 3./PGB 62 in der Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne in Neustadt (Marburg), von der Initiative für ein SRK Marburg, Stadt Allendorf und Neustadt;
-"Dienstvergehen von 'erheblichem Unrechtsgehalt'" zur 1./Panzeraufklärungsbataillon 5 in Sontra.

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg für Karlsruhe, Mannheim, Rhein-Neckar und Weinheim.
- für Bremen Achim Bremerhaven Osterholz-Scharmbeck und Hamburg.
- Hessen aus Frankfurt.
- NRW für Bochum, Herne, Witten, Castrop-Rauxel und Herten, aus Hamm, Köln, Paderborn, Münster und Viersen.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
- für Schleswig-Holstein.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 32, Mannheim 12.8.1976

19.08.1976:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 33 (vgl. 12.8.1976, 26.8.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Der sowjetische Admiral Bondarenko. Kriegsvorbereitungen im Namen der Völkerverständigung" zur SU;
- "Entlassung außer Kraft. Neue Entlassung in Vorbereitung" zur 2./PzBtl 293 in Stetten am kalten Markt, vom SRK Freiburg;
- "2 Prozent früher entlassen und ein Bataillon Tote'" aus der Kompanie von Hauptmann Seuberlich zu einer Äußerung von Kasernenkommandant Schmitt;
- "Pfaffen und Offiziere - eine nach wie vor gute Ehe" von einem Pantergrenadier in Koblenz;
- "Interview mit Edgar Tekere, Mitglied des ZK der ZANU. 'Der Feind sollte begreifen, daß wir um den militärischen Sieg kämpfen'";
- "Kommunikationstheorie: Reaktionäre Wissenschaft in fortschrittlichem Gewand" von der KHI Aachen.

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg für Bruchsal Karlsruhe Pforzheim Gaggenau Rastatt, Rhein-Neckar, Mannheim und Weinheim.
- für Bremen Achim Bremerhaven Osterholz-Scharmbeck und Hamburg.
- Hessen aus Frankfurt.
- NRW für Bochum, Herne, Witten, Castrop-Rauxel und Herten, aus Köln und Münster.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 33, Mannheim 19.8.1976

26.08.1976:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 34 (vgl. 19.8.1976, 2.9.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Erlaß des Verteidigungsministeriums zu den Bundestagswahlen. Soldaten haben keine politischen Rechte, sondern die Pflicht zum treuen Dienen" zu den BTW, aus der 2./FmRgt 32 in Lauda-Königshofen;
- ein Faksimile einer Dienstanweisung zum KBW aus dem LwAusbRgt 5 in Goslar;
- ein Bildbericht vom Bundeswehrfest in Delmenhorst;
- "MAD führt Akten über Äußerungen von Bundeswehrbesuchern" aus Worms;
- "'250 DM Geldstrafe oder 25 Tage Haft'" zu G. Bayha in Koblenz;
- "Unterschriftensammlung für Neuwahl des Vertrauensmannes" zur 1./Boebachtungsbataillon 2 in Stadt Allendorf;
- "'Autumn forge' Serie von Großmanövern der NATO";
- "Panzer für den Export" zu Thyssen-Henschel Kassel.

Berichtet wird aus der Eggerstedt-Kaserne in Pinneberg:"
Gemeinsame Beschwerde von 145 Soldaten

Hamburg. Die 145 Mannschaftsdienstgrade der 1. Kompanie des Luftwaffenausbildungsregiments 1 haben gemeinsam eine Beschwerde geschrieben gegen Oberfeldwebel Keilholz. Der Oberfeldwebel hat am 16. August abends als Offizier vom Wachdienst die Stubenkontrolle durchgeführt. Bei der Stubenkontrolle ist er durch alle Räume getobt. Er hat den Stubendienst angebrüllt und alle Soldaten, die noch wach in ihren Betten lagen. Bei der Kontrolle der Stuben hat er regelrecht gewütet und sogar Spinde umgeworfen. Die Rekruten, die gemeinsam den Text unterschrieben haben, waren erst eine Woche in der Ausbildungskompanie.

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg für Bruchsal Karlsruhe Pforzheim Gaggenau Rastatt, Mannheim und Rhein-Neckar.
- für Bremen-Unterweser und Hamburg.
- Niedersachsen für Lüneburg und für Verden.
- NRW für Bochum, Herne, Witten, Castrop-Rauxel und Herten, aus Köln und Paderborn.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
- Schleswig-Holstein.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 34, Mannheim 26.8.1976

02.09.1976:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 35 (vgl. 26.8.1976, 9.9.1976) heraus mit den Artikeln:
- "'Unabhängige Bantustans' - Täuschungs- und Spaltungspolitik des Vorster-Regimes" zu Azania.

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg für Bruchsal Karlsruhe Pforzheim Gaggenau Rastatt, Konstanz, Mannheim, Ravensburg / Weingarten und Rhein-Neckar.
- Bayern für Nürnberg und Erlangen und für München.
- für Bremen-Unterweser und Hamburg.
- Hessen aus Frankfurt.
- NRW für Bochum, Herne, Witten, Castrop-Rauxel und Herten, aus Köln und Münster.
- Schleswig-Holstein.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 35, Mannheim 2.9.1976

09.09.1976:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 36 (vgl. 2.9.1976, 16.9.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Veranstaltung gegen Bestrafung eines Soldaten in Sontra. Hauptmann Köhler: 'Euch sollte man mit Knüppeln aus dem Lande jagen'" am 26.8.1976 mit 27 Teilnehmern, aus dem SRK Kassel;
- "Häufig Explosion im M 113" zur 1.PzGrenBtl 323 in Schwanewede, aus der 'Volksmiliz' des SRK Bremen Nr. 6/1976;
- "Schutz von Atommülltransporten gegen 'illegale zivile Kräfte' geübt. Soldaten einer Ausbildungskompanie greifen Manöverziel an" aus der 11./Luftwaffenausbildungsregiment 1 in der Lettow-Vorbeck-Kaserne in Hamburg-Wandsbek;
- "Verpflichtungsverträge gekündigt" über eine Ausbildungskompanie der Bundeswehr in den Niederlanden, von der ein Arbeiter von VFW Bremen berichtete;
- "Geprobt wird die Schlacht um Frankfurt" zum NATO-Manöver 'Gordischer Knoten';
- "Mit 'Fahnenflucht' versuchte ein Unteroffizier aus dem Vertrag zu entkommen" aus der NsKp 320 in Bremen;
- "Ärztliche Versorgung verweigert" aus der 4./LwAusbRgt 5 in Iserlohn;
- "960 DM Geldstrafe gegen 'Roten Pionier'" zum Urteil gegen den presserechtlich Verantwortlichen der früheren Soldatenzeitung, heute 'Volksmiliz', in Hannoversch Münden.

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg für Bruchsal Karlsruhe Pforzheim Gaggenau Rastatt, Rhein-Neckar, Mannheim und Rhein-Neckar.
- Bayern für München.
- für Bremen-Unterweser und für Hamburg.
- NRW aus Köln, Münster und Paderborn.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 36, Mannheim 9.9.1976

16.09.1976:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 37 (vgl. 9.9.1976, 23.9.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Das Manöver 'Großer Bär'" aus Oldenburg;
- "Manöver 'Deutsches Eck' - Übung gegen den 'inneren Feind'" im Raum Wetzlar / Gießen, aus der Bezirksbeilage Mittelhessen Nr. 36;
- "Der Wehrsold ist ein Spottgeld" aus Bremen
- "Mit der derzeitigen Manöverserie 'Autum Forge', zu der 27 Manöver im Bereich von Spitzbergen bis zum Mittelmeer gehören, übt die NATO den 'Kampf um Europa'", in dem berichtet wird über die US-Brigade 75 in Bremen;
- "Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Presserklärung" zur 1./Panzeraufklärungsbataillon 5 in Sontra;
- "Aktion gegen Militärschau" in der Ruhrland-Kaserne der Luftwaffe in Essen;
- "Unter der Bezeichnung 'Teamwork 76' ist das bisher größte NATO-Marinemanöver angelaufen";
- "Als erste operative Einheit der 7. US-Armee wird jetzt die US-Brigade 75 in Garlstedt, Kreis Osterholz, stationiert".

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg für den Bezirk Heidelberg und aus Ravensburg / Weingarten.
- Bayern für Augsburg.
- Bremen-Unterweser und Hamburg.
- NRW aus Köln und Münster.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
- Schleswig-Holstein.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 37, Mannheim 16.9.1976

23.09.1976:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 38 (vgl. 16.9.1976, 30.9.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Soldaten berichten aus dem Manöver 'Großer Bär'. Der 'schnelle, weiträumige Angriff'" aus dem SRK Bremen;
- "Veranstaltung der 'Gesellschaft für Wehrkunde'. Die Lage im südlichen Afrika - Ausrichtung des Offizierskorps" am 14.9.1976, aus dem SRK Bremen;
- "Soldaten einer Stabskompanie kämpfen um die Einheit" vom Luftwaffenführungsdienstkommando in Köln.

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg für den Bezirk Heidelberg, für Karlsruhe Bruchsal Pforzheim Gaggenau Rastatt, Mannheim und Ravensburg / Weingarten.
- Bremen-Unterweser und Hamburg.
- NRW aus Köln und Münster.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
- Schleswig-Holstein.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 38, Mannheim 23.9.1976

30.09.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 39 (vgl. 23.9.1976, 7.10.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Das Volk von Zimbabwe muß die Macht haben", von Edgar Tekere (ZANU) berichtet auch darüber, daß "der erste schwere dreiachsige Lastwagen für den Befreiungskampf des Volkes von Zimbabwe unter Führung der ZANU … in diesen Tagen verschifft" wird. Die Gelder dafür wurden durch zahlreiche Initiativen und Komitees in den verschiedenen Städten aufgebracht, nicht immer ohne Widerstand der Polizei, wie aus Osnabrück berichtet wird (vgl. 11.9.1976);
- "Der Kampf der Soldaten in einer Hamburger Ausbildungskompanie" zur 11./LAR 1 in der Lettow-Vorbeck-Kaserne, von einem Rekruten;
- "Flottenmanöver 'Teamwork 76'. Imperialistenaufmarsch an der Nordflanke Europas" aus Wilhelmshaven, aus der KVZ-Bezirksbeilage Weser-Ems Nr. 38;
- "Im Kampf gegen die rechte Strömung Fortschritt im Parteiaufbau auf dem Lande", der aus Verden berichtet, daß eine "rechte Strömung", die "im Monat Juli und August in der Organisation vorherrschte", der Hemmschuh dafür war, "daß die Verankerung des Marxismus-Leninismus in Verden auf dem Lande nicht nur stagnierte, sondern zurückging". "Anhand der Fehler und Niederlagen in den letzten Monaten wurde die Linie in der Organisation überprüft und die rechte Strömung an der Praxis kritisiert und zurückgeschlagen." Der 'KVZ'-Verkauf war zuvor von 70 auf 40 bis 45 zurückgegangen. In den Bundestagswahlkampf griff man nun u.a. ein mit einem Flugblatt gegen den Polizeieinsatz bei der Rekrutenvereidigung.

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus dem Bezirk Heidelberg, aus dem Bezirk Rhein-Neckar I und für Karlsruhe / Bruchsal / Pforzheim / Gaggenau / Rastatt.
- Bayern aus Nürnberg.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Hessen aus Frankfurt.
- Rheinland-Pfalz für Trier.
- Schleswig-Holstein.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 39, Mannheim 30.9.1976

07.10.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 40 (vgl. 30.9.1976, 14.10.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Zu einem Artikel von Vizeadmiral Luther (Inspekteur der Marine). Imperialistische Flottenpolitik" in der 'Information für die Truppe', aus dem Panzeraufklärungsbataillon 12, Wildflecken;
- "Soldaten unterstützen Befreiungskampf des Volkes von Zimbabwe", eine Erklärung von 5 Soldaten der Alsberg-Kaserne, Rennerod;
- "Reaktion der Offiziere auf die Wahlsendung der Gruppe Rote Fahne: 'Wir betrachten diese Organisation nicht mehr als Gegner'" zu den Bundestagswahlen (BRTW) bzw. der KPD, aus Hammelburg;
-Goslar: Die Militärseite der KVZ wurde häufiger gelesen" zum Faksimile einer Dienstanweisung zum KBW aus dem LwAusbRgt 5 in Goslar in der 'KVZ' Nr. 34, aus der 5. LwAusbRgt 5.

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden Württemberg vom Bodensee, für den Bezirk Heidelberg, für den Bezirk Rhein-Neckar I und aus Karlsruhe / Bruchsal / Pforzheim / Gaggenau / Rastatt.
- Bayern aus München und Nürnberg.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Hessen aus Frankfurt.
- Rheinland-Pfalz aus Mainz und Trier.
- Schleswig-Holstein.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 40, Mannheim 7.10.1976

14.10.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 41 (vgl. 7.10.1976, 21.10.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Bürgerkriegsübung im Kreis Groß-Gerau. Bundeswehr, Bereitschaftspolizei und Mobiles Einsatzkommando üben 'Objektschutz" u.a. zum MEK bzw. zum 'Manöver Deutsches Eck' und dem Jägerbataillon 742 in Koblenz, aus Wiesbaden;
-"Übung 'Nasser Löwe'. Die Bauern keilten die Panzer ein" aus dem Raum Kassel, von einem Panzergrenadier der Reserve in Koblenz;
- "4 Argumente der Bourgeoisie für den Hungersold und was davon zu halten ist. Kasernierung und Sold - Entscheidende Mittel der Unterdrückung der Soldaten" von zwei Gefreiten der Reserve aus Braunschweig.

Beilagen wurden uns bekannt vom Bodensee, für den Bezirk Heidelberg, für München, für Bremen-Unterweser, für Hamburg-Unterelbe, für den Bezirk Trier und aus Schleswig-Holstein.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 41, Mannheim 14.10.1976

21.10.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 42 (vgl. 14.10.1976, 28.10.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Ein Soldat aus dem Pionierbataillon 7 (Höxter) berichtet über die ersten zwei Wochen. 'Diese Zustände sind nicht zu verteidigen, sie gehören abgeschafft'";
- ein Bericht aus der 1./Panzeraufklärungsbataillon 5 in Sontra;
- "Vom 21.10. bis zum 19.11. findet die Übung 'Spearpoint 76' der britischen Imperialisten im Raum Hildesheim statt", aus der Bezirksbeilage Hannover;
- "In der chinesischen Volksbefeiungsarmee. 'Brüderliche Beziehungen zwischen Offizieren und Soldaten'" zur VBA;
- "Konzeption und Einsatz der Heimatschutztruppe".

Berichtet wird:"
In 'Wehrausbildung', der 'Zeitschrift für den Unteroffizier', herausgegeben 'in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verteidigung' wird eine siebenteilige Serie über 'Erzieherische Maßnahmen' durch eine 'Abschließende Erfolgskontrolle' beendet. Erfolgreich war derjenige, der Fragen richtig beantworten kann wie 'Wer darf eine Stunde lang einen Aufsatz mit dem Thema 'Befehl und Gehorsam schreiben lassen?'' oder 'Wie erreichen Sie, daß ein Soldat ihrer Gruppe keinen Wochenendurlaub bekommt?'. Die Bundeswehrführung will die Unteroffiziere ausbilden und ausrichten für den sich verschärfenden Klassenkampf in der Armee."

Berichtet wird:"
Wie die 'Österreichische Militärische Zeitschrift' jetzt meldet, führten sowjetische Truppen im Juni an der finnischen Grenze nördlich von Leningrad das Manöver 'Norden (Sever)' durch. 25 000 Soldaten waren an der Übung beteiligt, in der unter anderem Panzertruppen, Artillerie, Luftwaffe und Luftlandeeinheiten beteiligt waren. Die 'Gruppe Süd', so wurde geübt, stieß ach Norden in Richtung finnische Grenze vor und ging über den Fluß Vuoksi. Die Übungen der westlichen Imperialisten und der sozialimperialistischen Supermacht im Norden Europas dienen der Vorbereitung des Krieges um Europa."

Berichtet wird:"
'General a. D. Steinhoff sprach im Industrie-Club Hannover', unter dieser Überschrift wußte die 'Hannoversche Allgemeine Zeitung' am 4. Oktober zu berichten: 'So sieht Steinhoff auch eher die Gefahr, daß die NATO in Krisen hineingezogen werde, die außerhalb ihrer unmittelbaren Einflußsphäre aufflammen, etwa in Südafrika oder im Nahen Osten, als daß sie in Mitteleuropa aktiv werden müßte. Er sieht sie für einen solchen Fall nicht gut gerüstet. Deshalb sein Rat, die maritime Komponente zu stärken, sich mehr um die Flaken (Türkei und Norwegen) zu kümmern, sich überhaupt daran zu gewöhnen, daß sie Dinge 'außerhalb ihrer Grenzen' nicht länger ignorieren könne.'"

Berichtet wird:"
Die NATO stellt seit neuestem Pläne auf für 'die Einbeziehung der zivilen Luftfahrt und der Handelsmarine in Europa zur Verbesserung und Beschleunigung des Truppentransports im Kriegsfall'. (Neue Zürcher Zeitung, 15.10.) Das hat der NATO-Oberbefehshaber Haig am 13. Oktober in Washington bekanntgegeben."

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, für den Bezirk Mittlerer Oberrhein / Nordschwarzwald, für die Bezirke Rhein-Neckar I und Rhein-Neckar II.
- Bayern aus München und Nürnberg.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- aus Rheinland-Pfalz aus Trier.
- Schleswig-Holstein.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 42, Mannheim 21.10.1976

28.10.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 43 (vgl. 21.10.1976, 4.11.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Manöver 'Bonded Item' in Schleswig-Holstein. 'Gebündelte Maßnahmen' an den Ostseezugängen" mit Bilder aus Wellspang und Kosel, aus dem Bezirksverband Flensburg-Westküste;
- "Sontra: Jugendliche gegen Arresthaft" zur SRK- und KBW-Veranstaltung im Jugendzentrum am 21.10.1976 zur Husarenkaserne zu der 25 Jugendliche kamen;
- "Warum Scheel zweifelt" zum Gesetz zur Änderung des Wehrpflichtgesetzes bzw. dem Recht auf KDV;
- "'Thema Sicherheit' mißglückt" zum Seminar von Jugendoffizieren mit Studienreferendaren (GEW-Bereich) aus Frankfurt, wobei auch das 2. PzArtlBtl in Wetzlar besucht wurde;
- "Genossin Tekere (ZANU): Lieder des Volkes von Zimbabwe - Waffe im Befreiungskampf".

Berichtet wird:"
Neue Raketentests der Sowjetunion

Die Sowjetunion hat erneut, zum vierten Mal in diesem Jahr, Raketentests in der Barents-See durchgeführt. In diesem Jahr hat die Sowjetunion bereits an 83 Tagen dieses Gebiet für ihre Übungen für den Schiffsverkehr quasi gesperrt. Nach der Genfer Sockelkonvention von 1958 gehört das betreffende Gebiet zu Norwegen. Vor kurzem protestierte die Sowjetunion dagegen, daß ein norwegisches Schiff Messungen in diesem Gebiet durchführte."

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee und für die Bezirke Mittlerer Oberrhein / Nordschwarzwald, Rhein-Neckar I und Rhein-Neckar II.
- Bayern für Mittelfranken und aus Oberbayern / Schwaben.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Hessen für Frankfurt.
- Rheinland-Pfalz für Trier und aus Holstein.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 43, Mannheim 28.10.1976

04.11.1976:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 44 (vgl. 28.10.1976, 11.11.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Der Marxismus-Leninismus führt die Arbeiterklasse zum Sieg" mit Glückwünschtelegrammen des ZK des 'KBW' an Hua Guo-feng zur Ernennung als Parteivorsitzender der KP Chinas, sowie an Enver Hoxha(1. Sekretär des ZK der Partei der Arbeit Albaniens) zum 7. Parteitag der PAA;
- "Die Arbeiter und Bauern können den Bau des Kernkraftwerks in Brokdorf verhindern", der berichtet von einer Reihe Solidaritätserklärungen gegen den Bau des AKW-Brokdorf;
- ein Bildbericht zur Husarenkaserne in Sontra;
- "Generäle und Ikonen" zur Entlassung von Generalleutnant W. Krupinski und seinem Stellvertreter Generalmajor K. H. Franke von der Luftwaffe wegen einem Treffen mit Stuka-Fliegern der Wehrmacht;
- "Offiziere wollen die Soldatenbewegung treffen. Keine Absetzung des Vertrauensmannes Witzmann" in der 3./PzArtlBtl 325 in Schwanewede, aus der 'Volksmiliz' des SRK Bremen;
- "Walldürn / Odenwald. Kampf gegen schikanöse Heimordnung und für Selbstverwaltung der Kantine" aus dem SRK Walldürn;
- "Den Marxismus und nicht den Revisionismus praktizieren; sich zusammenschließen und nicht Spaltertätigkeit betreiben; offen und ehrlich sein und sich nicht mit Verschwörungen und Ränken befassen" (vgl. 25.10.1976).

Bezirksbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, für den Bezirk Mittlerer Oberrhein / Nordschwarzwald, für den Bezirk Rhein-Neckar I und für den Bezirk Rhein-Neckar II.
- Bayern aus Mittelfranken und aus Oberbayern / Schwaben.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Hessen für den Bezirk Frankfurt.
- Schleswig-Holstein aus Holstein.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 44, Mannheim 4.11.1976

11.11.1976:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 45 (vgl. 4.11.1976, 18.11.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Das Vorbild Lettow-Vorbeck" zur Kaserne in Hamburg-Wandsbek;
- "Neue Polizeiwaffen werden entwickelt";
- "Der festgenommene Soldat wurde befreit", nachdem er am 6.11.1976 in Uniform mit der BI gegen das BASF-AKW in Frankenthal agitierte;
"Wachblockausbildung in der Saaleck-Kaserne: 'Wie verhält sich die Wache bei Demonstrationen vor dem Tor?'" aus Hammelburg;
- ein Bildbericht der Zelle Schleswig über Manöverschäden;
- "22 Beschwerden gegen Schikane und Unterdrückung" in der 3. Inspektion der Sanitätsschule der Luftwaffe in der Emil-v.-Behring-Kaserne in Klingholz;
- "Stellungnahme der ZANU gegenüber KVZ: Der Feind hat uns nicht spalten können." Rugare N. Gumbo, Sekretär der Zanu für Information und Öffentlichkeitsarbeit in Genf, erklärt in dieser Stellungnahme u. a., daß "die grundlegende Form des Kampfes der bewaffnete Kampf ist".

Bezirksbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, für den Bezirk Mittlerer Oberrhein / Nordschwarzwald, für den Bezirk Rhein-Neckar I und für den Bezirk Rhein-Neckar II.
- Bayern aus Mittelfranken und Oberbayern / Schwaben.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Hessen für Nordhessen und für den Bezirk Frankfurt.
- Rheinland-Pfalz für Trier.
- Schleswig-Holstein aus Holstein.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 45, Mannheim 11.11.1976

18.11.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 46 (vgl. 11.11.1976, 25.11.1976) heraus mit den Artikeln:
- "4./292 Immendingen. Große Unruhe bei der Unteroffiziers-Ausbildung";
- "'Schlacht um Midway' in den Kinos. Heimtückische Absichten";
- "Callaghan 'droht' mit Abzug britischer Truppen. Keine Drohung für das Volk" aus Celle.

Beilagen wurden uns bekannt vom Bodensee, für den Bezirk Mittlerer Oberrhein / Nordschwarzwald, für den Bezirk Rhein-Neckar I, für den Bezirk Rhein-Neckar II, aus Mittelfranken, aus Oberbayern / Schwaben, für Bremen-Unterweser, für Hamburg-Unterelbe, für den Bezirk Frankfurt und für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 46, Mannheim 18.11.1976

25.11.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 47 (vgl. 18.11.1976, 2.12.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Neue Waffen für die Marine der Imperialisten".;
- "Übung der britischen und US-Imperialisten. 'Spearpoint' (Speerspitze)" im Raum Hannover, Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter, von der Stadtzelle Salzgitter;
- "Jeder einfache Soldat haftet mit seinem Sold und mit seiner Freiheit für das Gerät, das seiner Obhut übergeben wurde" aus Hammelburg;
- "Sanitätsübung 'Schnelle Hilfe'. Die Situation als Verwundeter" von der Bundeswehr in Marburg;
- "'Werkschutzleitung in Kernkraftwerken! Interessante Chance für Z-12-Feldjäger'" zu AKWs;
- "'Im Verteidigungsministerium wird weiter an einer Reservistenkonzeption gearbeitet'".

Beilagen wurden uns bekannt vom Bodensee, für den Bezirk Mittlerer Oberrhein / Nordschwarzwald, für den Bezirk Rhein-Neckar I, für den Bezirk Rhein-Neckar II, aus Mittelfranken, aus Oberbayern / Schwaben, für Bremen-Unterweser, für Hamburg-Unterelbe, für den Bezirk Frankfurt und für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 47, Mannheim 25.11.1976

02.12.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 48 (vgl. 25.11.1976, 9.12.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Bundeswehr: 'Transporter fliegen nach Afrika'" aus dem SRK Bremen;
- ein Bericht aus der Husarenkaserne in Sontra;
- ein Bericht über die Degradierung des Reservisten Franz Dick in Hannover;
- "Einen neuen 30-Tonnen Kampfpanzer" zu Thyssen-Henschel;
- "Mehr Wochenenddienste - weniger Dienstausgleich. Die Kasernierung soll lückenlos gemacht werden" aus der Stabskompanie des II./Fernmelderegiments 32 der Luftwaffe in Lauda;
- "Zustände auf der Wache" in der Kurpfalz-Kaserne in Speyer.

Berichtet wird vom AKW Brokdorf:"
Herrenwaldkaserne, Stadt Allendorf. 11 Soldaten haben eine Solidaritätserklärung an de Bürgerinitiative gegen den Bau des Kernkraftwerkes an der Unterelbe geschickt. In der Erklärung heißt es u.a.: 'Wenn der Staat mit Polizei und Bundesgrenzschutz den Bauplatz besetzt, um den Baubeginn zu erzwingen, dann halten wir es für richtig, wenn ihr mit allen euch zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen vorgeht. (…) Wir stehen voll auf eurer Seite und werden uns niemals gegen solche Aktionen des Volkes einsetzen lassen.'"

Berichtet wird auch:"
Stadt Allendorf. Das Panzerbataillon 63 aus Stadt Allendorf betreibt seit 1974 die 'Traditionspflege' des alten Panzerregiments 5. Das Panzerregiment 5 ist das älteste deutsche Panzerregiment. Die Führung des PzBtl 63 ist stolz darauf, die Tradition des PzReg. 5 fortzuführen. Über ein Regimentstreffen vor wenigen Wochen heißt es den auch in der 'Oberhessischen Presse': 'Im Rahmen der Woche des Soldaten führte die Traditionsgemeinschaft des PzReg. 5, das an allen Fronten des Zweiten Weltkrieges kämpfte, ein Regimentsreffen durch, bei dem nicht nur alte Erinnerungen aufgefrischt wurden, sondern den Soldaten auch vermittelt wurde, daß sie das vorläufig letzte Glied in einer langen Traditionskette seien, die es zu wahren und fortzuführen gelte.' Diese Tradition ist die des imperialistischen Raubkrieges."

Berichtet wird von der KDV:"
Marburg. Der Kanonier Kluge aus dem 1. Panzerbataillon 65 wurde zu 21 Tagen Arrest verurteilt, weil er den Dienst an der Waffe verweigerte. Nachdem die Veränderung des Wehrgesetzes von der SPD gefeiert wurde als 'Liberalisierung' der Kriegsdienstverweigerung, wird jetzt die Absicht der Bourgeoisie offen sichtbar. Selbst diese pazifistische Form der Ablehnung der Militärpolitik der Bourgeoisie wirkt zersetzend auf die imperialistische Armee und soll unterbunden werden."

Beilagen wurden uns bekannt vom Bodensee, für den Bezirk Mittlerer Oberrhein / Nordschwarzwald, für den Bezirk Rhein-Neckar I, für den Bezirk Rhein-Neckar II, aus Mittelfranken, aus Oberbayern / Schwaben, für Bremen-Unterweser, für Hamburg-Unterelbe, für den Bezirk Frankfurt und für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 48, Mannheim 2.12.1976

09.12.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 49 (vgl. 2.12.1976, 16.12.1976) heraus mit den Artikeln:
- "Der Vertrauensmann bleibt!" zum PzArtlBtl 325 in der Lützowkaserne in Schwanewede;
- ein Bericht aus der Tauberfranken-Kaserne in Lauda;
- ein Bericht aus der 3./72 in Hamburg;
- "Sanitäter für Dienstausgleich" aus der Kurpfalzkaserne Speyer;
- "Übung 'Harte Walnuß' Einsatz taktischer Atomwaffen" aus dem FmBtl 9, Bruchsal.

Berichtet wird:"
Friedrichshafen / Bodensee. Eine Zivilstreife der Feldjäger wurde am 1.12 von über 25 Bewohnern eines Wohnblocks in der Eintrachtstraße in Friedrichshafen angegriffen und verprügelt. Die Feldjäger durchsuchten die Wohnung eines desertierten Bundeswehrsoldaten. Ein Kind, das durch die Pistole eines der Feldjäger erschreckt wurde, reif die Bewohner des Wohnblocks und der Nachbarschaft zusammen. Sofort kamen über 25 Männer, größtenteils Arbeiter, zusammen und verprügelten die Militärpolizisten. Daß diese sich als Feldjäger auswiesen, hat ihnen nichts genutzt. Sie wurden 'mit Todschlag bedroht', wie die bürgerliche Presse schildert. Einer der Feldjäger ging zu Boden. Die Polizeischergen der Armeeführung konnten sich schließlich nur retten, indem sie sich regelrecht den Fluchtweg freischossen. Ein junger Arbeiter wurde dabei erheblich verletzt. In wilder Flucht verließen die Feldjäger das Haus und rasten wie Bankräuber mit ihrem Wagen davon."

Berichtet wird vom AKW Brokdorf:"
In mehreren Kasernen wurden Solidaritätserklärungen von Soldaten mit dem Kampf der Volksmassen gegen den Bau des Kernkraftwerkes in Brokdorf gefaßt. Elf Soldaten der Herrenwaldkaserne in Stadt Allendorf erklärten: 'Wenn der Staat mit Polizei und Bundesgrenzschutz den Bauplatz besetzt, um den Baubeginn zu erzwingen, dann halten wir es für richtig, wenn ihr mit allen euch zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen vorgeht.' 'Wir stehen voll auf eurer Seite und werden uns niemals gegen solche Aktionen des Volkes einsetzen lassen.'
Sieben Soldaten der Kaserne 'Auf der Freiheit' in Schleswig unterstützen den Kampf 'und somit auch die Bauplatzbesetzung gegen das KKW in Brokdorf. Angesichts der Gewalt, die der Staat einsetzt, halten wir es für legitim, wenn auch ihr gewaltsame Mittel einsetzt.'
Vier Soldaten der Grenzlandkaserne in Flensburg (Schleswig-Holstein) schreiben in einer Solidaritätsadresse: 'Als Soldaten der Bundeswehr sind wir verpflichtet, bei 'innerem Notstand' die Freiheit und das Recht des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen'. Welches Recht und welche Freiheit wir da verteidigen sollen, sehen wir an Brokdorf. (…) Das werden wir niemals tun und erklären uns solidarisch mit dem Kampf gegen das Atomkraftwerk in Brokdorf.'"

Beilagen wurden uns bekannt vom Bodensee, für den Bezirk Mittlerer Oberrhein / Nordschwarzwald, für den Bezirk Rhein-Neckar I, für den Bezirk Rhein-Neckar II, aus Mittelfranken, aus Oberbayern / Schwaben, für Bremen-Unterweser, für Hamburg-Unterelbe und für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 49, Mannheim 9.12.1976

16.12.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 50 (vgl. 9.12.1976, 23.12.1976) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "Artillerie-Herbst-Manöver 'Feuerzange'. Die Mannschaften ziehen nicht mit" zur 2.FArtlBtl 111, aus dem SRK Munster;
- "Unter der Überschrift 'Kartenlesen mit Koordinaten'" zum THW Neueichenberg;
- "Im Waffenjournal 12/76 wird eine neue Sonderwaffe vorgestellt" zur MP 5 K von Heckler & Koch;
- "G. Armanski und die Soldatenbewegung. 'Rührt euch - aber bewegt euch nicht!'" zu einem Artikel der 'ProKla';
- ein Bericht über schriftstellerische Wettbewerbe des Bundesverteidigungsministeriums;
- ein Bericht von der Bundeswehr aus Immendingen.

Berichtet wird:"
Bremen. Auf einer Veranstaltung des Soldaten- und Reservistenkomitees Bremen am 9. Dezember in Schwanewede wurden von 30 Teilnehmern 50 DM für den bewaffneten Befreiungskampf des Volkes von Zimbabwe gespendet."

Berichtet wird auch:"
Bremen. In der 11. Panzergrenadierdivision mit 18 000 Mann sind die Zahlen für Verluste von Ausrüstungsgegenständen von 1974 800 000 DM auf 1976 1,6 Mill. DM gestiegen. das meiste davon ist auf Diebstahl und mutwillige Zerstörung zurückzuführen. Diese Zahlen schrecken die Bundeswehrführung, zeigen sie doch, daß die Mannschaften sich nicht mit den Ausrüstungsgegenständen und ihrem Zweck identifizieren und ihren Haß auf die imperialistische Armee daran auslassen."

Beilagen wurden uns bekannt vom Bodensee, für den Bezirk Mittlerer Oberrhein / Nordschwarzwald, für den Bezirk Rhein-Neckar II, aus Mittelfranken, aus Oberbayern / Schwaben, für Bremen-Unterweser, für Hamburg-Unterelbe, für den Bezirk Frankfurt und für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung - Ausgabe Nord Nr. 50, Mannheim 16.12.1976

23.12.1976:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 51 (vgl. 16.12.1976, 6.1.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "Weihnachtsfeiern in der Armee. Kein 'Geist der Kameradschaft mit den Offizieren'" zum Pionierbataillon 12 in der Kurpfalzkaserne Speyer;
- "Ab 15 Uhr 'Feiern befohlen'" im Fernmeldebataillon 310 in Koblenz;
- "Zweierlei Biertrinken" zur 2./Panzergrenadierbataillon 292 in Immendingen;
- "Ein sportlich sympathischer Kriegsvorbereiter" zum neuen Generalinspekteur der Bundeswehr.

Berichtet wird:"
Zweierlei Biertrinken

Offiziere - nicht einmal trinkfest. Vor ein paar Tagen wurde der Kompaniechef der 2. Kompanie des Panzergrenadierbataillons 292 in Immendingen, Hauptmann Büttner, der als großer Soldatenschinder bekannt ist, vom Spieß und einem Schreibstubensoldaten nachmittags um 14.10 Uhr in total betrunkenem Zustand zu seiner nur 100 Meter vom Kompaniegebäude entfernten Wohnung getragen. Der GVD und andere Soldaten, die den Vorgang beobachtet hatten, wurden vom Spieß mit den Worten bedroht: 'Ihr kommt nie mehr aus dem Druck heraus, wenn ihr auch nur die Schnauze öffnet.' Solche Vorkommnisse wiederholen sich häufig. Wenn Mannschaften während des Dienstes beim Biertrinken erwischt werden, bekommen sie dagegen im Normalfall 50 DM Disziplinarstrafe, und das bei einem Wehrsold von 165 oder 210 DM!

Bremen. Verhaftung wegen Biertrinken. Während eines Übungsaufenthaltes des Instandsetzungszuges der 1./Pz.Art Btl. 525 im Lager Trauen/Munster wurden zwei Soldaten verhaftet, die sich dem Zapfenstreich widersetzt hatten, weil sie zusammen mit 20 anderen Soldaten nach Feierabend noch ein paar Bier trinken wollten. Der UvD schleppte beide zur Wache, um sie nach Munster in den Arrest bringen zu lassen. Da alle Zellen besetzt waren, setzte sie der Batteriechef vorübergehend auf freien Fuß. Er wollte sieben Tage Arrest und Geldbuße verhängen und die Sache an die Staatsanwaltschaft geben.
Aufgrund des Widerstands konnte er das beabsichtigte Strafmaß nicht durchsetzen. Die Soldaten bekamen 12 Tage verschärfte Ausgangssperre."

Berichtet wird:"
Klingholz / Würzburg. Lettow-Vorbeck-Bild abgehängt! In der Sanitätsschule der Luftwaffe in Klingholz, in der Rekruten, die ihre Grundausbildung in Hamburg (Lettow-Vorbeck-Kaserne) oder in Roth (Bayern) gemacht haben, zu Sanitätern ausgebildet werden, hing ein Bild des Imperialisten Lettow-Vorbeck. Nachdem die Soldaten in der KVZ von dessen Schandtaten gelesen hatten, hängten sie dieses Bild ab. Stattdessen hing dort dann ein Plakat des KBW, auf dem steht: 'Die Kapitalistenklasse herrscht mit Waffengewalt. Mit Waffengewalt wird sie durch die Arbeiterklasse gestürzt werden!'"

Berichtet wird:"
Hamburg. In der letzten Woche wurde in der Donaumont-Kaserne eine Spendensammlung zur Unterstützung des bewaffneten Befreiungskampfes des Volkes von Zimbabwe durchgeführt. Die Stammsoldaten und die Soldaten der Sanitäts-Bereitschaft I spendeten zusammen über DM 20,- Die Sanitäts-Soldaten unterstützten, bis auf eine Ausnahme, geschlossen den Befreiungskampf. Auf einer Festveranstaltung, auf der Genosse Mutumbuka, Mitglied im Europäischen Büro der ZANU, die Fortschritte im Kampf schilderte, waren auch Soldaten aus dieser Kaserne anwesend."

Berichtet wird:"
Schwanewede / Bremen. Kürzung des Wehrsolds durch Zwangsspenden. In der Kompanie 2./322 müssen die Soldaten pro Urlaubsantrag 10 Pfennig bezahlen. Bei einem Urlaubsantrag pro Soldat im Monat kassiert die Kompanieführung im Monat ca. 8.- DM und im Jahr 100 DM vom Sold der Soldaten.
In der 3./325 fragte der Rechnungsführer bei der Ausgabe des 'Buschgeldes' (Manöverausgleich), ob die Soldaten nicht 2,- DM fürs Soldatenhilfswerk (SHW) spenden wollten. Weigerten sie sich, so wurde mit Wache gedroht. Das SHW steht unter Kontrolle der Offiziere und soll in Härtesituationen und bei Todesfällen Geld geben. Die Bundeswehrführung zahlt nur Pfennige für die Folgen der Unterdrückung und Menschenverachtung in der Armee. Den Fehlbetrag will sie von den Soldaten erpressen. Die Mehrheit der Kompanie weigerte sich, fürs SHW zu spenden."

Berichtet wird durch das SRK Hamburg:"
Hamburg. Mitte November hatte unser Kompaniechef, Hauptmann Hillers, damit gedroht, der 'Disziplinlosigkeit und Faulheit' der Soldaten mit möglichst vielen Geldstrafen entgegenzutreten. Einen Tag später haben wir eine Mannschaftsversammlung dazu durchgeführt. Es wurde festgestellt, daß Geldstrafen bei einem Wehrsold von 165 DM ein sehr wirksames Mittel der Unterdrückung sind. Wir haben daher einstimmig beschlossen, eine Kasse zu gründen, aus der solche Disziplinarstrafen bezahlt werden sollen. Jeder Soldat zahlt im Monat 4 DM in diese Kasse ein. Wenn er eine Disziplinarstrafe bekommt, erhält er das Geld aus der Gemeinschaftskasse. Ein großer Teil der Soldaten hat sich daran beteiligt. Dann haben wir überlegt, was wir mit dem Geld anfangen, das nach dem Ende unserer Grundausbildung noch übrigbleibt. Die Idee, für den gesamten Betrag Bier zu kaufen, fand keine Zustimmung. Dagegen machte ein Soldat den Vorschlag, für die Hälfte Bier zu kaufen, die andere Hälfte der ZANU zu spenden, und er berichtet kurz über den Kampf des Volkes von Zimbabwe. Der Vorschlag wurde auf den Stuben weiter diskutiert und ist von den meisten Soldaten angenommen.
Unsere Grundausbildung ist jetzt, Mitte Dezember beendet. Wie verabredet, haben wir das Bier gekauft und getrunken und 40 DM dem Afrika-Komitee Hamburg übergeben."

Berichtet wird:"
Celle. Vier Wochen Wache hintereinander. Seit einiger Zeit müssen die Soldaten in der Immelmann-Kaserne Celle / Wietzenbruch vier Wochen hintereinander Wache schieben. Dazu werden immer zwei Gruppen zu je neun Soldaten zusammengestellt. Die beiden Gruppen wechseln sich täglich ab. Ein Tag wache, einen halben Tag Dienst, einen halben Tag frei. Die Soldaten kommen auf höchstens fünf Stunden Schlaf pro Tag. Dieser Schlaf muß vollbracht werden auf knarrenden Holzpritschen, die mit einer plastiküberzogenen Schaumstoffmatratze belegt ist. Beim Umdrehen machen diese 'Betten' Höllenlärm, daß nicht richtig schlafen kann.
Vier Wochen lang müssen die Soldaten diesen zermürbenden Dienst aushalten und kommen nicht nach Hause. Der Zweck, den die Bundeswehrführung damit verfolgt, liegt auf der Hand: Trennung der Soldaten vom Volk."

Berichtet wird:"
Munster. An der Kantine in der Kaserne und am Rathaus ist die Forderung nach Aufhebung des Dienstverbots für die Panzerschützen Kerl und Eidens aus der Einheit 4./93 zu lesen. Gegen sie hatte Kompaniechef Hauptmann Abels Dienstverbot nach § 22 Soldatengesetz verhängt, weil sie unter dem Verdacht stünden, Informationen aus der Bundeswehr in der Zeitung des Soldaten- und Reservistenkomitees veröffentlicht zu haben.
In der Kompanie hatten die Mannschaften immer mehr Widerstand gegen drill und Schikane geleistet. Sie hatten den Befreiungskampf des Volkes von Zimbabwe unterstützt und sich mit dem Kampf gegen das Kernkraftwerk Brokdorf solidarisiert. Überall in der Kaserne haben die Soldaten jetzt Aufkleber gegen das Dienstverbot angebracht."

Beilagen wurden uns bekannt vom Bodensee, für den Bezirk Mittlerer Oberrhein / Nordschwarzwald, für den Bezirk Rhein-Neckar I, für den Bezirk Rhein-Neckar II, aus Oberbayern / Schwaben, für Bremen-Unterweser, für Hamburg-Unterelbe und für den Bezirk Frankfurt.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 51, Mannheim 23.12.1976

06.01.1977:
Der KBW gibt die Nr. 1 seiner 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ - vgl. 30.12.1976, 13.1.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "Was die Generäle fürchten, das machen wir" zum Artikel über die SRKs und den KBW in der Zeitschrift 'Kampftruppen';
- "Schwanewede / Bremen. 21 Tage Arrest gegen Kanonier Witzmann, aber Absetzung als Vertrauensmann verhindert";
- "Putlos. Im Winterbiwak" aus der vierten Ausbildungskompanie eines Jägerbataillons.

Berichtet wird:"
Sontra. Das Ermittlungsverfahren gegen H. Arendt wegen u.a. 'Wehrkraftzersetzung' mußte eingestellt werden. Der Soldat Arendt hatte in einer Presseerklärung seine Bestrafung wegen der Teilnahme an der 1. Mai-Demonstration in Kassel und der Weigerung, Uniformen der Hitlerarmee zur Schau zu Stellen, öffentlich bekannt gemacht. Dafür kam er 21 Tage in den Bau. Der Kampf für seine Freilassung fand große Unterstützung bei den Soldaten und in Sontra. Deshalb wurde er gleich nach der Entlassung strafversetzt. Wenn jetzt das Ermittlungsverfahren eingestellt wird, so beweist das, daß die Soldaten Siege gegen die Bourgeoisie erringen können, wenn sie sich zusammenschließen und den Kampf an der Seite der Arbeiterklasse und des Volkes führen."

Berichtet wird:"
Schwanewede / Bremen. Offizier macht Geschäfte. In der 3./325 hat der Rechnungsführer, Oberfeldwebel Gentsch, aus seinem Dienstzimmer eine Geschenkboutique der gepfefferten Preise gemacht. Rechtzeitig vor Weihnachten gab es Kerzen (24 DM) und jede Menge Kupferarbeiten (Bilder, Wappen, Wanduhren und als Prunkstück einen Wandspiegel) zu kaufen. Er hat sich auch ein besonderes Ratensystem ausgedacht, womit er den Wehrsold der Kaufwilligen direkt mit Beschlag belegte. An jedem einzelnen Stück klebte ein Preisschild mit Angabe über die Höhe der Raten. der Wandspiegel sollte 200 DM kosten (mehr als der durchschnittliche Monatswehrsold). Auf dem Preisschild seht: 200 DM: 75 DM Barzahlung, 5 Raten a 25 DM."

Berichtet wird vom Anti-AKW Protest aus Brokdorf (vgl. 27.12.1976) und aus Grohnde, wo auf einer Kundgebung auch eine Erklärung von 15 Soldaten der Gallwitz-Kaserne Hildesheim verlesen wurde.

Beilagen wurden uns bekannt vom Bodensee, für den Bezirk Rhein-Neckar I, für den Bezirk Rhein-Neckar II, aus Oberbayern / Schwaben, für Bremen-Unterweser und für Hamburg-Unterelbe.
Quelle: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 1, Mannheim 6.1.1977

13.01.1977:
Der KBW gibt die Nr. 2 seiner 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ - vgl. 6.1.1977, 20.1.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "Zwangsfürsorge und Disziplinaraufsicht bis in das Krankenbett hinein. Freie Heilfürsorge bei der Bundeswehr" aus dem SRK Kassel;
- "Am Ende 3 000 Mark draufgezahlt" zum Wehrsold, aus der II./FmRgt 32 in Lauda-Königshofen;
- ein Bericht aus Munster über das Dienstverbot die Panzerschützen Kerl und Eidens;
- ein Bericht vom Rekruteneinzug am 3.1.1977 in Hannover und Munster;
- ein Bericht aus dem Btl 95 in Munster;
- "Entlassung, weil die Bourgeoisie die Zersetzung des Polizeiapparates befürchtet" zu einer Angestellten des Polizeireviers Freiburg Süd.

Beilagen wurden uns bekannt für den Bezirk Rhein-Neckar I, für den Bezirk Rhein-Neckar II, aus Oberbayern / Schwaben, für Mittelfranken, Hamburg-Unterelbe und Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 2, Mannheim 13.1.1977

20.01.1977:
Der KBW gibt die Nr. 3 seiner 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ - vgl. 13.1.1977, 27.1.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "Garnisonsstadt Munster. Gegen wilde Reaktion festigt sich die Soldatenbewegung";
- "Taktische Atomwaffen im imperialistischen Krieg";
- ein Bericht aus Holzminden aus der 3./130 in der Medem-Kaserne;
- ein Bericht aus Garlstedt;
- "Seeminen als Offensivwaffen";
- "'Wir wehren uns solange, wie wir können.' Warum die Bauern den Bau des Kernkraftwerks Brokdorf bekämpfen". Berichtet wird auch aus Hamburg vom Einsatz von Beschäftigten der HEW in Brokdorf, die jetzt vom Betriebsrat abgelehnt wird.

Berichtet wird:"
Hamburg / Panzergrenadierbataillon 75. Die Offiziere nutzen die miserable finanzielle Lage der Wehrpflichtigen für Erpressungen. Angebot an die Mannschaften: Sammlung für die deutsche Krebshilfe vor dem Volksparkstadion durchzuführen, dann gibt es Freikarten für das Spiel. Hin- und Abfahrt mit dem Bundeswehrfahrzeug. Ähnlich bei der Blutspendeaktion für das Soldatenhilfswerk. Die Soldaten dürfen während der Dienstzeit Blut spenden, erhalten dafür 40 Mark, wobei sie 20 Mark dem Soldatenhilfswerk spenden müssen."

Berichtet wird von den KDV:"
Steigende Zahl der Kriegsdienstverweigerer. Die Bundesregierung rechnet mit einer Steigerung der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung in diesem Jahr um rund 25 % auf fast 40 000."

Berichtet wird:"
Rüstungsgeschäfte mit der Türkei

Die westdeutschen Imperialisten vergrößern ihren Einfluß auf die Bewaffnung der türkischen Armee. Westdeutsche Rüstungskapitalisten schlossen mit der türkischen Regierung einen Vertrag über die Lieferung von Milan-Panzerabwehrraketen und 150 Leopard-Panzern. Weiteres lohnendes Geschäft für die Kapitalisten ist der Ausbau der Panzerausbesserungswerke Kayseri und Adaparzi. Gesamtvolumen: etwa 1,4 Milliarden DM."

Beilagen wurden uns bekannt vom Bodensee, für den Bezirk Rhein-Neckar I, den Bezirk Rhein-Neckar II, aus Oberbayern / Schwaben, für Bremen-Unterweser, aus Hamburg-Unterelbe, für den Bezirk Frankfurt und für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 3, Mannheim 20.1.1977

27.01.1977:
Der KBW gibt die Nr. 4 seiner 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ - vgl. 20.1.1977, 3.2.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "Auseinandersetzung in der Grundausbildung. Kampf gegen Schikane und Wehrsold" aus Delmenhorst-Adelheide;
- "Wehrsold: Unerträgliche Belastung für die Arbeiterfamilien", der berichtet von den Frauen bei Lumoprint Hamburg;
- ein Bild von der Demonstration am 22.1.1977, wozu es heißt: "An der Hamburger Demonstration gegen den Bau des Kernkraftwerks in Brokdorf beteiligten sich 12 Soldaten in Uniform. Ein Soldaten hielt auf der Abschlußkundgebung eine Rede.";
- "Militärische Kontrolle des gesamten Flugverkehrs angestrebt" zur Flugsicherungszentrale Bremen;
- "Kurpfalzkaserne Speyer. Die Unteroffiziere auf die Seite der Mannschaften ziehen!";
- ein Bericht aus der 4./PzArtBtl 315 in Wildeshausen;
- "Zersetzung an der Bundeswehrhochschule" zur BWHS;
- "'Entweder die oder wir!' - Stellungnahme eines Bauern zum Kraftwerk Grohnde";
- "Namibia: Vorlage eines Verfassungsentwurfs - Neuer Anlauf im Entspannungsmanöver der 'Verfassungskonferenz'".

Berichtet wird:"
Dörverden-Barme. Für 10 Minuten Längerschlafen 1 Woche Ausgangssperre. 13 Soldaten der 3./11 bekamen innerhalb von 7 Tagen eine Woche nacht- und Wochenendausgangsverbot, davon allein 9 Soldaten an einem Tag. Grund: Sie hatten nach dem Wecken 10 bis 20 Minuten weitergeschlafen. Der UvD weckt die Kompanie um 5.30 Uhr und soll nach Vorschrift 10 Minuten später nachprüfen, ob auch alle aufgestanden sind. Bisher tun die meisten Unteroffiziere das nicht. das sich jetzt die Strafen häufen, liegt daran, daß sie vom Kompaniechef Druck bekommen haben, die Mannschaften in jeder Frage an Befehl und Gehorsam zu gewöhnen."

Beilagen wurden uns bekannt vom Bodensee, für den Bezirk Rhein-Neckar II, aus Mittelfranken, aus Oberbayern / Schwaben, für Bremen-Unterweser, für Hamburg-Unterelbe, für den Bezirk Frankfurt und für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 4, Mannheim 27.1.1977

03.02.1977:
Der KBW gibt die Nr. 5 seiner 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ - vgl. 27.1.1977, 10.2.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "Brokdorf", einem Aufruf zur Demonstration in Brokdorf am 19.2.1977;
- "'Das mit dem Wehrsold ist lange reif' Zuschrift eines Reservisten" aus Wolfsburg;
- "Eine normale Woche in der 3./11, Schwanewede";
- "'Was sie nicht tötet, macht sie noch härter'. 5 Tage Durchschlagsübung" zur 4./323 in Schwanewede, aus der 'Volksmiliz' des SRK Bremen;
- "Durch Auflösung der Reserveflotte die aktive Flotte vergrößert";
- "Kasernierung";
- ein Bericht eines ZDL aus Hamburg;
- "Feldwebel gegen Oberstleutnant" aus dem Bundeswehrkrankenhaus Hamburg.

Berichtet wird aus der Zelle Rathaus Schöneberg:"
Westberlin. Unter dem Rathaus Kreuzberg wird ein Bunker gebaut. Nicht zum Schutz der Bevölkerung, denn er hat nur Platz für 40 Personen. Die Anlage ist von der Außenversorgung durch Luft, Wasser und Strom unabhängig und besitzt mehrere Arbeitsräume. Offensichtlich eine Kommandozentrale für den imperialistischen Krieg. Weitere Baupläne bestehen für andere Rathäuser der Stadt."

Berichtet wird:"
Munster. Bei seiner Entlassung warf ein Gefreiter einen Stuhl aus dem Fenster, um seinem Haß auf die Armee nochmals Luft zu machen. Der Vorgang wurde gemeldet und der Batteriechef bestand auf Bezahlung des zu Bruch gegangenen Stuhles. - Bei einer Feier der Unteroffiziere wurden mehrere Stühle beschädigt. Am Tage darauf traf der Batteriechef zwei Unteroffiziere beim Saufen im Dienst. Beides überging er großzügig. Denn das Offizierspack braucht die Unteroffiziere zur Abrichtung der Mannschaften und unternimmt deshalb einiges, um sie auf ihre Seite herüberzuziehen."

Beilagen wurden uns bekannt vom Bodensee, für den Bezirk Rhein-Neckar I, den Bezirk Rhein-Neckar II, aus Mittelfranken, aus Oberbayern / Schwaben, für Hamburg-Unterelbe, für Südniedersachsen und für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 5, Mannheim 3.2.1977, S. 2

10.02.1977:
Der KBW gibt die Nr. 6 seiner 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ - vgl. 3.2.1977, 16.2.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "Am 19. Februar wird in Brokdorf demonstriert";
- "Aufruf zur Demonstration in Brokdorf" mit Detailinformationen über den Bauplatz und dessen Befestigung;
- "Kein Mensch, kein Tier, ein Panzergrenadier" zum Stab der Panzerbrigade 5 in Kassel;
- "Die erste Serienproduktion des Flakpanzers I Gepard wird seit Dezember ausgeliefert" an die Panzergrenadierdivision in Schleswig-Holstein, danach an die 3. Panzerdivision in Buxtehude und Hamburg;
"36-Stunden-Übung" aus Braunschweig;
- "'Freie Kost und Logis, wo bringt Ihr denn den Wehrsold hin?'" von einem Jäger der Bundeswehr aus Hammelburg;
- "Bundeswehrverband" zu dessen Forderung nach Erhöhung des Wehrsolds um 6 Prozent.

Vermutlich vom SRK Bremen und nicht wie angegeben vom SRK Braunschweig und der Redaktion stammt der Artikel:"
Knast. Eine der härtesten Strafmaßnahmen gegen den Kampf der Soldaten ist der Knast. Die Knastordnung schreibt vor, daß die Betten in den Zellen tagsüber hochgeklappt werden, damit die Soldaten nicht schlafen, sondern über ihre 'Straftaten' nachdenken können. Der eingesperrte Soldat darf nur einmal in der Woche Besuch von Zivilisten empfangen. Weil die meisten Soldaten von weither kommen, fallen solche Besuche natürlich flach. Besuch von Kameraden kann er einmal am Tag empfangen. Eine Stunde täglich darf er unter Bewachung einen Spaziergang machen.

Außer Briefen, der Bibel und einigen Vorschriften darf er nichts lesen. Radiohören oder Fernsehen ist auch verboten. Mehr als 10 Zigaretten am Tag darf er nicht rauchen.

Der Zusammenhalt der Mannschaften verhindert, daß dise Ordnung eingehalten wird. Die Wachsoldaten lassen den Arrestanten deshalb hinter dem Rücken der Offiziere viele Vergünstigungen. Als in Schwanewede / Bremen die Offiziere gegen den Vertrauensmann Witzmann 21 Tage Arrest verhängten, weil er den Kampf der Soldaten gegen die Schikane und Unterdrückung in der Armee organisiert hatte, verurteilten die Wachsoldaten und auch einige wachhabende Unteroffiziere die Arreststrafe, ließen Witzmann aus der Kaserne zum Fernsehen und Kartenspielen und besorgten ihm Zeitungen."

Berichtet wird:"
Lorsch. Für die Soldaten der 4. Batterie (FlaBtl 5) hat die Generalität zum 1. Mai Manöver angeordnet. Im letzten Jahr hatten an vielen Orten Soldaten in Uniform an den gewerkschaftlichen Demonstrationen am 1. Mai teilgenommen. Mit Manövern versucht die Armeeführung zu verhindern, daß die wachsende Stärke der Soldatenbewegung und ihre Verbindung mit der Arbeiterbewegung auf den 1. Mai-Demonstrationen in diesem Jahr Ausdruck findet."

Berichtet wird:"
Die Besatzertruppen der US- und NATO-Armeen sind eine erdrückende Last für die Bevölkerung. 24752 Schadensersatzansprüche wurden von der Oberfinanzdirektion Nürnberg im Jahr 1976 behandelt. Die der Oberfinanzdirektion unterstehenden Ämter für Verteidigungslasten zahlten 21 Mio. DM (2,4 Mio. DM mehr als im Vorjahr) als 'Entschädigung' für Manöverschäden. Hinzu kamen 4,3 Mio. DM als 'Entschädigung' für sogenannte Unrechtsschäden - wie Verkehrsunfällen, Schlägereien, Vergewaltigungen - durch US-Soldaten. Dieser Betrag ist um 9,2 % gewachsen im Jahr 1976."

Berichtet wird:"
Celle. Manöverschäden. 'Nach den ungewöhnlich großen Flurschäden bei den letzten Herbstmanövern ist dieser Tage die Bevölkerung des Landkreises Celle erneut durch erhebliche Manöverschäden und Belästigungen durch Nachtschießen betroffen worden', berichtete die Gifhorner 'Aller-Zeitung' vom 2.2.77. 'Nach den Feststellungen des Landvolkverbandes wurden von der 7. Panzergrenadierdivision auf den Übungsplätzen Munster-Lager und Bergen-Hohne in bisher nicht gekanntem Umfang nächtliches Schießen durchgeführt und Schäden verursacht, die nach Ansicht der Landwirte auch bei praxisnahem Übungsverlauf weitgehend hätten vermieden werden können. So rollten in Hetendorf 'Leopard'-Panzer über bestellte Felder."

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg für den Bezirk Rhein-Neckar I und den Bezirk Rhein-Neckar II.
- Bayern für Mittelfranken und Oberbayern / Schwaben.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Hessen für Frankfurt.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 6, Mannheim 10.2.1977

16.02.1977:
Der KBW gibt ein Extrablatt seiner 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ) Ausgabe Nord (vgl. 10.2.1977, 17.2.1977) heraus unter der Schlagzeile "Der KBW ruft auf, am Samstag, den 19. Februar nach Brokdorf zu gehen". Weitere Artikel sind:
- "'Akzeptable Schädigung'";
- "Das Energieprogramm soll Höchstprofite sichern";
- "Die Bourgeoisie ruft nach Itzehoe";
- Arbeiter, Bauern, Schüler und Studenten am 19. Februar nach Brokdorf";
- "Die Entwicklung des Kampfes in der Wilster Marsch"; sowie
- "Interview mit einem Mitglied der Bürgerinitiative Eckernförde".

Dokumentiert werden Resolutionen von Soldaten der Boehn-Kaserne und von 24 Soldaten der 3./PGB 72 in der Röttiger-Kaserne in Fischbek.

Berichtet wird:"
Soldaten kämpfen gegen das Kernkraftwerk in Brokdorf. Ende Januar konnte man in der Wulf-Isebrand-Kaserne Heide in den Kantinen und an den Kasernenwänden die Forderungen 'Kein Kernkraftwerk in Brokdorf!' und 'Soldaten, kommt zur Demonstration am 19.2.77 nach Brokdorf!' lesen."
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Extrablatt Der KBW ruft auf, am Samstag, den 19. Februar nach Brokdorf zu gehen, Mannheim 16.2.1977

17.02.1977:
Der KBW gibt die Nr. 7 seiner 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ - vgl. 16.2.1977, 24.2.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln "Am 19. 2. Demonstration in Brokdorf", "Demonstration in Brokdorf" und "Polizeitaktik. Gesichtspunkte zur Lage in Brokdorf".

Berichtet wird mit Hilfe der 'Volksmiliz' des SRK Bremen:"
Schwanewede. Formalausbildung. Bei der letzten Formalausbildung der 4./32 mußten wir im Gleichschritt auf dem Exerzierplatz marschieren, auf dem große, spiegelglatte Eisflächen waren. Alle hatten Mühe, sich überhaupt senkrecht zu halten. Einige Soldaten stürzten. Daraufhin wurden wir in Gruppen geteilt, damit die Unteroffiziere jeden einzelnen unter Kontrolle hatten. So mußten wir immer wieder über die Eisflächen und danach, egal ob es klappte, immer wieder 'nach hinten weg, im Laufschritt marsch' über die Eisflächen laufen.

Es gab eine Menge blauer Flecken. Man hätte sich die Knochen brechen können. Das wissen auch die Offiziere. Ihre ganze Schikane soll die Soldaten zum Kadavergehorsam abrichten."

Berichtet wird:"
Rotenburg / Wümme. In der Lent-Kaserne in Rotenburg / Wümme. sind Fernmelder und Heeresflieger stationiert. Vorigen Donnerstag war lebenskundlicher Unterricht. Ein Pfaffe hielt einen Vortrag über den Befreiungskampf der Völker Afrikas. Er versuchte den Soldaten weiszumachen, daß sich die Völker nach ihrer Befreiung gegenseitig abschlachten würden. Als ihm entgegengehalten wurde, daß der bewaffnete Befreiungskampf der Völker der Dritten Welt gerecht und nur von Nutzen für alle Arbeiter in der Welt ist, da entgegnete er: Sie sind immer dagegen, was ich sage, sagen Sie doch mal ja.' Als daraufhin die Soldaten anfingen zu lachen, war der Pfaffe mit seinem Latein am Ende."

Berichtet wird:"
Gerolstein. In der Fernmeldeausbildungskompanie 911 fand nach drei Wochen Grundausbildung die Vertrauensmannwahl statt. Drei Rekruten kandidierten auf einem Programm, das u.a. die Forderungen nach Dienstausgleich für Soldaten, die für Hin- und Rückfahrt zu ihrem Heimatort mehr als 12 Stunden benötigen, enthielt. Erhoben wird die Forderung nach Lohnfortzahlung während der Dienstzeit. Damit der Vertrauensmann Rechenschaft ablegen kann und die Mannschaften über Kampfschritte beraten können, wird gefordert: 'Wöchentliche Mannschaftsversammlungen während der Dienstzeit! Informationsbrett für den Vertrauensmann, Sprechstunden des Vertrauensmannes während der Dienstzeit!' Zum Vertrauensmann wurde mit 134 Stimmen bei 146 Anwesenden einer der Rekruten gewählt, die das Programm aufgestellt hatten. Inzwischen mußten einige der Forderungen bereits erfüllt werden: Informationsbrett und Sprechstunde für den Vertrauensmann; Gefreite vom Dienst werden nicht zur Wache und Bereitschaft eingeteilt."

Berichtet wird:"
Sobernheim. Ab Frühjahr 1977 sollen vom Militärflugplatz regelmäßig Übungen mit Phantom-Jägern aufgenommen werden. Die Gegend um Sobernheim ist in drei Lärmschutzzonen aufgeteilt worden. Lärmschutzzone I bedeutet, daß die Häuser abgerissen werden. Drei Ortschaften direkt am Flugplatz sollen ganz dem Erdboden gleich gemacht werden. Die Bewohner der Ortschaften Pferdsfeld und Eckweiler werden umgesiedelt. Lärmschutzzone 2 und 3 bedeuten unerträglichen Lärm.
Dagegen gibt es erheblichen Widerstand unter den Arbeiter und Bauern in der Umgebung. Die Armeeführung bereitet sich auf Auseinandersetzungen vor: Im Jagdbombergeschwader Sobernheim (JABO 635) finden in der letzten Zeit verstärkt Übungsalarme statt. Die Soldaten der ULS-Staffel (Unteroffizier-Lehr- und Sicherungsstaffel) werden in den Übungen gegen 'Stör- und Sabotagetrupps' eingesetzt. Der Auftrag ist, 'das vor uns liegende Gelände so zu sichern, daß ein Eindringen des Feindes unmöglich erscheint'. Geprobt wird die Zerschlagung von Demonstrationen. Durchs Megaphon wird gedroht: 'Laßt euch nicht von einigen Rädelsführern zu Straftaten gegen die Bundeswehr verleiten! Wir verteidigen auch eure Freiheit und eure Grundrechte… Räumt die Straße! Macht unverzüglich die Zufahrt und Ausfahrt frei, sonst müssen wir geeignete Schutzmaßnahmen einleiten!'"

Berichtet wird aus der Anti-AKW-Bewegung:"
Köln. Auf einer Veranstaltung der Bürgerinitiative 'Kernkraftwerk - Nein!' im Kölner Jugendpark mit etwa 250 Teilnehmern berichtete ein Sanitätssoldat aus Gerolstein über die Lage in der Armee und wie die Soldaten die Debatte über die Kernkraftwerke führen und in Resolutionen den Kampf gegen die Kernkraftwerke unterstützen und festhalten, daß sie sich niemals gegen die Volksmassen einsetzen lassen werden. Ein solcher Einsatz war der 11. Kompanie des Luftwaffenausbildungsregiments Hamburg-Wandsbek befohlen worden Ende August 1976; sie sollte gegen 'Illegale zivile Saboteure eines Atommülltransports' vorgehen (vgl. KVZ 36/76).
Die Veranstaltungsteilnehmer verabschiedeten mit überwiegender Mehrheit folgende Resolution: 'Wir begrüßen es, wenn die Soldaten sich dagegen zur Wehr setzen, sich als Instrumente des Staates gegen die Interessen des Volkes einsetzen zu lassen. Wir unterstützen euren Kampf gegen Kasernierung und Isolierung vom Volk und begrüßen es, wenn ihre euch in allen Fragen auf die Seite des Volkes stellt. Freie politische Betätigung in der Bundeswehr! Kein Kernkraftwerk in Brokdorf und auch nicht anderswo!'"

Beilagen wurden uns bekannt vom Bodensee, vom Unteren Neckar, aus Oberbayern / Schwaben, für Bremen-Unterweser, für Hamburg-Unterelbe und für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 7, Mannheim 17.2.1977

24.02.1977:
Der KBW gibt die Nr. 8 seiner 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ - vgl. 17.2.1977, 3.3.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit dem Leitartikel "Der steckengebliebene Marsch nach Brokdorf" sowie den Artikeln "Kein Kernkraftwerk in Brokdorf und auch nicht anderswo", "Ein böser Fehler - Kein böser Fehler" zum Verhalten von KB und KPD in Brokdorf und "Die Operation gegen den Kernkraftwerksbau Brokdorf".

Beilagen wurden uns bekannt vom Bodensee, vom Unteren Neckar, für Mittelfranken, aus Oberbayern / Schwaben, für Bremen-Unterweser, für Hamburg-Unterelbe und für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 8, Mannheim 24.2.1977

03.03.1977:
Der KBW gibt die Nr. 9 seiner 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ - vgl. 24.2.1977, 10.3.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit dem Leitartikel "'Totalitärer Atomstaat'? Maihofers Wanzen und der Kursverfall der Siemens-Aktien" zur Abhöraffäre Traube und der Aussage von Robert Jungk über den Atomstaat auf der Kundgebung in Itzehoe gegen das AKW Brokdorf am 19.2.1977. In "'Handlungsfähig'" geht es um den Polizeieinsatz in Brokdorf. In "Brokdorf: Der Bauplatz hätte besetzt werden können" wird berichtet von Protesten gegen die Demonstrationsleitung in Elmshorn und Itzehoe sowie durch die Fachschaftsgruppen Agrar und Medizin an der Uni Kiel. Ein Artikel widmet sich dem Thema "Brokdorf und die Linke. Der 'riesige Erfolg' der Opportunisten ist äußerst kurzlebig". Enthalten sind zu diesem Thema auch die Artikel "Zwei Bemerkungen zu zwei unfreiwilligen Enthüllungen" und "Dem KB Nord zur Kenntnis: Der Glasschaden muß bezahlt werden!" zu dessen Angriff auf das KBW-Büro. Dokumentiert wird vom Arbeitskreis für Politische Ökologie Hamburg die "Einschätzung der Kundgebung vom 19.2.1977 in Brokdorf".

Angekündigt wird die Demonstration in Grohnde am 19.3.1977.

Aus Niedersachsen berichtet von der Bundeswehr aus Holzminden.

Weitere Artikel sind:
- "Britische Rheinarmee in der BRD. Sie befinden sich in Feindesland" aus Osnabrück, wo insgesamt 12 000 Briten (Soldaten und ihre Familienmitglieder) leben;
- "Herumschicken und absondern. Isolierung in Soldatensiedlungen gelingt schwerlich", ein Interview mit einer ehemaligen Frau eines Oberbootsmannes, der u.a. in Jagel Dienst tat.

Berichtet wird:"
Weltweite Waffenlieferungen der BRD-Imperialisten. An Kanada werden jetzt 32 Kampfpanzer Leopard ausgeliefert. Sie sollen nach Lieferung der 182 von Kanada bestellten Leopard an die Bundeswehr zurückgegeben werden. Australien hat ebenfalls die ersten Leopard erhalten. Die imperialistische Bourgeoisie versucht über Waffenlieferungen ihren politischen Einfluß in Ländern der Dritten Welt zu stärken. An die Türkei werden mit einer 1,2 Milliarden-Bürgschaft der Bundesregierung 182 Leopard, 11 Spezialpanzer und 483 Abschußanlagen sowie 6 520 Milan-Raketen verkauft. Eine Ausfuhrbürgschaft wurde ebenfalls für die Lieferung zweier Unterseeboote an Indonesien übernommen. Die U-Boote werden für 250 Millionen DM auf der bundeseigenen Kieler Howaldtwerft gebaut."

Berichtet wird über die ÜSTRA:"
Wunstorf. Anläßlich der geplanten Fahrpreiserhöhungen im Großraum Hannover hat die Mannschaftsversammlung der Unteroffiziers-Lehr- und Sicherungsstaffel / Fliegerhorst Wunstorf einstimmig den Beschluß gefaßt, das folgende Schreiben an die Geschäftsstelle des Großraumverbandes Hannover zu schicken. Weiterhin soll der Beschluß an die Vertrauensleute der anderen Staffeln weitergeleitet und am Schwarzen Brett im Mannschaftsspeisesaal veröffentlicht werden:
'Im Frühjahr 1977 sind Fahrpreiserhöhungen für den Großraumverkehr Hannover geplant. Alle wehrpflichtigen Soldaten sind von diesen Erhöhungen besonders stark betroffen. Der Wehrsold darf durch erhöhte Fahrtkosten für die Soldaten für die Soldaten, die im Großraum Hannover wohnen oder dort stationiert sind, bzw. deren Familie nicht noch mehr beansprucht werden. Wir sprechen uns deshalb gegen diese Fahrpreiserhöhungen aus.'"

Berichtet wird:"
Munster. Bei der Formalausbildung haben die Mannschaften der 4./93 das Singen von Söldnerliedern wie 'Zu Junkers Kneipe', 'Märkische Heide' und 'Barette' verweigert, weil diese ihre Erfahrungen mit der verhaßten Armee direkt verhöhnen, die imperialistische Expansion preisen und eine Söldnerschaft einimpfen sollen. In einem der Lieder heißt es: '… wir wollen Panzermänner sein.' oder '… kämpfen wir, so weit die Erde, bald für dies und bald für das' und '… Ruhm und Beute zu gewinnen, ziehen wir mutig in die Schlacht.' Weil die Mannschaften das Singen sabotierten, gab es eine Stunde Zusatzdienst, wo sie in Kampfuniform im geschlossenen Raum auf der Stelle marschieren und singen sollten. Aus dem Singen wurde nichts, auch nicht durch eine nochmalige Wiederholung des Zusatzdienstes. Die Reaktion des Hauptmanns Abels darauf: Al erzieherische Maßnahmen müssen die Lieder auswendig gelernt werden und sollen in einer Erfolgskontrolle ausgeschrieben werden. Bei Nichtkönnen Streichung des freien Wochenendes. Die Erfolgskontrolle fand aber bisher nicht statt."

Berichtet wird:"
Im 53. Panzergrenadierbataillon in Fritzlar / Hessen wird die Forderung nach 40-Stunden-Woche und Dienstausgleich für alle Zusatzdienste erhoben. Die unerträgliche Ausdehnung der Dienstzeit verstärkt die Kasernierung, die Absonderung der Soldaten vom Volk und ruiniert die Gesundheit der Soldaten. Die vorgeschriebene Dienstzeit beträgt neun Stunden täglich. Vom 14. bis 28. Januar war für das gesamte Bataillon Truppenübungsplatzaufenthalt in Grafenwöhr. Dienstzeit betrug durchschnittlich 12 bis 14 Stunden am tag. Folgende Zusatzdienste mußten über den normalen Dienst hinaus geleistet werden:

Kompanien Wachen Bereitschaft GvD/UvD
12/53. 4 2 66
3/53. 4 2 95
4/53. 7 2 109
5/53. 4 81

In der 4/53. mußte von einem einfachen Soldaten im Januar durchschnittlich 16.,2 Stunden pro Tag an 25 Diensttagen Dienst geleistet werden. In der Woche sind das 90 bis 100 Stunden, im Monat 405. Das ist keine Ausnahme. Im letzten Quartal 76 wurden die Soldaten ebenfalls zu 400 bis 500 Überstunden gezwungen."

Berichtet wird:"
Hamburg / Scharnhorstkaserne. 'Weil die Demonstration in Brokdorf ansteht und nicht so glimpflich abgehen wird,' sind Blutspenden in Hamburg in der Scharnhorstkaserne durchgeführt worden. In dieser Kaserne werden zahlreiche Rekruten aus dem Bergischen Land ausgebildet.
Einige Tage später wurde während der 'Aktuellen Truppeninformation' über das Kernenergieprogramm der Bourgeoisie debattiert. Ein 'Vorabmeinungsbild' ergab 16 Stimmen für den Bau von Kernkraftwerken und 22 Gegenstimmen. Die Debatte war heftig, es wurde offengelegt, daß dieses Programm auf Kosten der Massen durchgesetzt werden soll und allein den Profiten der Kapitalisten nützt. In der Schlußabstimmung waren 10 Soldaten für den bau von Kernkraftwerken und 28 dagegen. Der Leutnant kochte. 'In Brokdorf demonstrieren aber nur die Chaoten!' pries er die Spalterdemonstration in Itzehoe, um zu retten, was zu retten war. Die Rekruten waren empört. Ein Soldat sagte: Wenn es mich am Hintern juckt, dann kratz ich mich doch nicht am Kopf!' Das saß. der Leutnant brach die Debatte ab. Mehrere Rekruten aus der Scharnhorstkaserne sind zur Demonstration nach Brokdorf gefahren."

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg für Franken und vom Unteren Neckar.
- Bayern für Mittelfranken und Oberbayern / Schwaben.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 9, Mannheim 3.3.1977

10.03.1977:
Der KBW gibt die Nr. 10 seiner 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ - vgl. 3.3.1977, 17.3.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "Aus den Fehlern in Brokdorf lernen! Den Zusammenschluß gegen das imperialistische Energieprogramm stärken";
- "Wilster. Gruppe Rote Fahne für imperialistisches Energieprogramm";
- "Den ersten Orden hat der KB (Nord)" zu dessen Fischmehlangriffen auf den KBW in Hamburg und Hannover;
- "Brokdorf und die Linke" zweiter teil, der sich der KPD/ML widmet. Ergänzt wird dieser durch Meldungen und Zitate "Ausgezogen um den Bauplatz von ferne im Scheinwerferlicht zu sehen? Trotzkistische Erlebnisse in der Wilster Marsch" zur GIM und zum Spartacusbund;
- "Von dumpfen Ängsten umgetrieben", Meldungen zur KPD und ihrem KJVD auch zu einem Angriff auf das KBW-Büro in Bochum wegen der 'Fischmehl'-Äußerung;
- "'Soldaten sind Männer, in deren Brust ein Herz schlägt' Die Absolventen der Bundeswehrhochschulen werden jetzt auf die Truppe losgelassen" zu den BWHS;
- "Bilanz der Übung 'Fester Griff': Sieben Soldaten tot" aus Stadtoldendorf zur Übung der 1. und 2. Panzergrenadierdivision in Bergen-Hohne;
- "Hungersold mit Tradition";
- "Kantinenpreise";
- ein Bericht aus Oberharz-Kaserne Clausthal-Zellerfeld vom Bataillon für Psychologische Verteidigung (PSV), aus der Zelle Clausthal-Zellerfeld.

Berichtet wird:"
Hamburg. Umfrage über den Wehrsold. Das SRK Hamburg hat unter den Soldaten der 2./72 mit Fragebögen eine Umfrage zur materiellen Lage der Wehrpflichtigen gemacht. Im Durchschnitt wohnen die Soldaten 270 Kilometer vom Stationsort Hamburg entfernt. Eine Hin- und Rückfahrt kostet ca. 30 DM; bei drei Heimfahrten im Monat (eine Bahnfahrt ist frei) bedeutet das 60 DM monatlich - ein Drittel des Soldes. Noch schlechter sind die Autobesitzer dran; sie haben monatliche Kosten von 120 DM. An regelmäßigen zusätzlichen Kosten fallen im Monat 200 DM an, wovon 44 DM beim Kantinenpächter bleiben. Der Wehrsold reicht also bei stärkster Anstrengung nicht für die regelmäßigen Kosten. Das Geld muß vom Gesparten oder von den Eltern, Verwandten und Bekannten genommen werden. So wirkt der Hungersold als Hebel des Raubs von Lohngeldern und der Unterdrückung der gesamten Arbeiterklasse."

Berichtet wird:"
Der Stückpreis des neuen Flugabwehrpanzers Gepard beläuft sich auf 3,5 Millionen DM in der Serienproduktion. Die Umrüstung vom veralteten Flak-Panzer Roland 2 und Gepard soll insgesamt 5,4 Milliarden DM kosten und gehört damit zu den höchsten Investitionen im Verteidigungshaushalt in den nächsten Jahren. Ein Gepard mit drei Mann Besatzung soll einen Zug mit vier M 42 und insgesamt 22 bis 25 Mann ersetzen. In der Hauptsache sollen Zeitsoldaten auf der neuen Panzerwaffe eingesetzt werden. (vgl. KVZ 6/77)"

Berichtet wird auch aus Gorleben (vgl. 22.2.1977) und vom AKW-Memorandum der BBC Mannheim (vgl. 4.2.1977).

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, aus Franken und für den Unteren Neckar.
- Bayern für Mittelfranken und aus Oberbayern / Schwaben.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 10, Mannheim 10.3.1977

17.03.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 11 (vgl. 10.3.1977, 24.3.1977) in einer Ausgabe Nord heraus. Die Regionalleitung Nord ruft auf zur "Demonstration gegen das Kernkraftwerk Grohnde am 19.3.".

Zu den AKWs erscheinen unter der Überschrift "Die Abenteurer und Spekulanten werden auch durch Unterdrückung, Erpressung und Betrug ihr Ziel nicht erreichen" aus Mülheim ein "Interview mit einem Arbeiter der Kraftwerksunion" (KWU) sowie der Bericht "Bopp & Reuther Mannheim: Arbeiter entlassen, weil er 'Sicherheitsprüfung' nicht abstempeln wollte". In "Der neueste Spaltungsversuch" wird berichtet über die Bürgerinitiative Kernenergie, die von der KWU initiiert und gefördert sei.

Aus Hamburg wird berichtet aus der BUU:"
Zur Wahl als Delegierter für die Demonstrationsleitung am 19.3. in Grohnde standen in der Bürgerinitiative Umweltschutz Unterelbe Hamburg Hopfenmüller und Storim. Storim wurde mit 55 gewählt, Hopfenmüller erhielt 30 Stimmen. Storim vertritt die Position des Arbeitskreises Politische Ökologie."

Aus Meppen wird berichtet vom geplanten Atommüllzwischenlager der DWK.

Berichtet wird vom AKW Wyhl (vgl. 14.3.1977), dessen Baugenehmigung zurückgenommen wurde.

Es erscheinen die Artikel:
- "Das Kernenergieprogramm der Sozialimperialisten" zu den AKWs in der UdSSR;
- "Polizisten haben kein Kündigungsrecht" zu einem beim AKW Borkdorf eingesetzten Polizeibeamten aus Baden-Württemberg;
- "Änderung des Wehrdienstgesetzes";
- "Rücknahme der Entlassung Holger Arends aus der Armee! Uneingeschränktes Recht auf Erlernen des Waffenhandwerks!" aus Sontra;
- "Verdreifachung der Wehrstraftaten" zum Bundeswehr-Weißbuch 1975/76;
- "'Damals betrug der Wehrsold 64 DM' zu einem Arbeiter von Klöckner Bremen, der bei der 1./325 der Bundeswehr in Schwanewede war

Berichtet wird:"
Oldenburg. 'Bis 30 000 DM fei verfügbar auch für Altschulden. Ledige ohne Bürgschaft! Beamten / Soldatenspezialkredite mit extra kleinen Monatsraten.' Solche Anzeigen findet man täglich in den Tageszeitungen. Die Kredithaie wissen, daß der Wehrsold nicht reicht, und sie bieten Kredite ohne Bürgschaft, ohne Sicherheiten an. Die Zinsen sind entsprechend hoch, aber sie vertrauen auf den Staat, über den sie Pfändungsbeschlüsse erwirken, und auf die Kapitalisten, die die Lohnpfändung dann praktisch vornehmen. Sie wissen, daß es sich beiden Wehrpflichtigen um noch unvernutzte Arbeitskräfte handelt.
Aus 2 950 DM Barauszahlung wurden bei einem Arbeitskollegen von mir 6 470 DM. Zwei Jahre nach Beendigung der Wehrzeit hat dieser Kollege immer noch eine Restschuld von 2 000 DM zu begleichen. Pfändungsbeschlüsse belaufen sich um die 500 DM, bei einem Nettoeinkommen von knapp 1 000 DM. 'Man kommt ja schon auf den Gedanken, sich einen Strick zu nehmen', sagte der Kollege. Den Kredithai juckt das nicht, auch dagegen ist er versichert. Die Versicherungsprämie hat der 'Kunde' bezahlt. Die Lohnfortzahlung für Soldaten wird solchen Blutsaugern, die die schlechte Lage der Soldaten ausnutzen, die Grundlage entziehen."

Berichtet wird:"
Wunstorf. Die Luftwaffensoldaten, deren Grundwehrdienst Ende März zu Ende ist, sollen erst am 31. März entlassen werden. Drei Jahre zuvor war es üblich, die Wehrpflichtigen drei bis fünf Tage vor dem 30. oder 31. 'in Marsch zu setzen'.
Für die Kameraden aus dem Rheinland, die in Norddeutschland stationiert sind, bedeutet dies ca. 15 Uhr Abfahrt und vier Stunden Fahrt. Dann aber am 1. April gleich wieder arbeiten, damit man zwischen dem Wehrdienst und der Ausbeutung im Betrieb nicht mal mehr Luft holen kann. Besorgungen, die sich aus der Umstellung ergeben, sind nicht möglich, geschweige denn, neue Arbeit zu suchen.
Bis zum letzten Tag will die Bourgeoisie die Soldaten schikanieren und ihre Arbeitskraft praktisch für umsonst vernutzen."

Berichtet wird:"
Bremervörde. Am Ersten mußte ein Kamerad zum Kompaniechef. Man hat ihm einen Pfändungsbescheid auf seinen Wehrsold geschickt. Für einen Verkehrsverstoß 120 DM Bußgeld laut Bescheid vom 28.6.76. Das Steueramt war schon bei ihm zu Haus. Er war natürlich nicht da. Da haben sie sich gleich an den Kompaniechef gewendet. Der Kamerad braucht sein Auto. Der Standort Bremervörde ist nur schwierig und mit großen Zeiteinbußen mit der Bah n zu erreichen. Sein Vater bezahlt schon Steuern und Versicherung. der Sold geht allein für Benzin, 120 DM; im Monat, mal ein Bier, bißchen Schokolade oder das obligatorische Kantinenführstück drauf. Die Eltern zahlen im Jahr 1 400 DM drauf. Den Pfändungsbescheid werden sie auch zahlen müssen. - (aus Volksmiliz, Zeitung des SRK Bremen)"

Berichtet wird:"
Die Panzerstandardisierung zwischen den US- und den westdeutschen Imperialisten platzt voraussichtlich völlig. Nachdem der ursprüngliche Plan eines gemeinsamen Panzers bereits an der scharfen Konkurrenz gescheitert war, wurden Verhandlungen über die Standardisierung von Motor und Kanone geführt. Die USA haben sich geweigert, eine Entscheidung über die Einführung der Leopard-Kanone bis zum vorgesehenen Termin (15. Januar) zu fällen, und haben diesen Termin auf den 30. Dezember 1977 verlegt. Die Bundesregierung wird dem Bundestag bereits im März vorschlagen, die geplante 120-Millimeter-Kanone mit glattem Lauf einzuführen."

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, aus Franken und für den Unteren Neckar.
- Bayern für Oberbayern / Schwaben.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 11, Mannheim 17.3.1977

24.03.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 12 (vgl. 17.3.1977, 31.3.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit dem Leitartikel "Verbotsdrohungen gegen den KBW. Wollen tut die Bourgeoisie, aber wird sie auch können?" zu den Plänen von Ernst Albrecht im Gefolge der Demonstration gegen das AKW Grohnde am 19.3.1977. Dokumentiert werden ein "Offener Brief der Bürgerinitiative Eckernförde an den DGB" vom 17.3.1977 zum 1. Mai, der sich auch gegen das AKW Brokdorf richtet sowie zu Grohnde ein "Auszug aus einem Flugblattentwurf, den der KB Nord in der BUU-Untergruppe Hamburg-Eppendorf eingebracht hat. Der Entwurf wurde von der Mehrheit abgelehnt".

Angekündigt wird die Reaktortagung des Deutschen Atomforums (vgl. 29.3.1977), wozu Bilder aus Grohnde erscheinen.

Weitere Artikel sind:
- "Bericht des Wehrbeauftragten";
- "Die 'Geburt' eines Feldjägers erfordert besondere Unterdrückung" aus der Feldjägerausbildungskompanie 610 in Heide.

Berichtet wird:"
Neustadt / Ostsee. Bei der Kraftstoffübernahme des Schnellbootes 'Wiesel (AS 6) im Marinestützpunkt Neustadt brach am 14.3. ein Brand aus, durch den der Matrose Schlicht aus Glinde lebensgefährlich verletzt wurde, so daß er einen Tag später verstarb. Wahrscheinlich war bei der Übernahme mit zu hohem Druck gepumpt worden, so daß ein Gummistutzen platzte und der Kraftstoff auf die heiße Auspuffleitung eines Motors spritzte und Feuer fing. Solche Dinge passieren nur durch ständige Antreiberei der Offiziere. Während das Maschinenpersonal nach dem einlaufen alle Hände voll zu tun hatte, unter anderem auch Kraftstoffübernahme, ziehen die Offiziere sich ihre Messe zurück, und wenn die Herren sich erholt haben, kann das Boot ja wieder auslaufen."

Berichtet wird:"
Kiel. Bei einem Manöver mit französischen Seestreitkräften führte der Lenkwaffenzerstörer 'Mölders' am 2.3. mit mehreren anderen schiffen ein Raketenschießen vor der französischen Mittelmeerküste durch. Dabei stürzte wahrscheinlich durch fehlerhafte Lenkung ein Zielflugzeug auf die 'Mölders' und setzte sie in Brand. Der Aufprall des Flugzeugs war so heftig, daß der Obergefreite Hartmut Schrader dabei über Bord geworfen wurde. Ein Rettungshubschrauber fischte ihn auf und brachte den schwerverletzten Obergefreiten in ein Krankenhaus in Toulon. Inwieweit Sicherheitsbestimmungen nicht beachtet wurden, ist noch nicht bekannt. Es ist bei der Marine jedoch üblich, daß Mannschaften beim Schießen als Ausguck und Geschützbedienungen und Munitionsholer sich ungeschützt am Oberdeck bewegen müssen, während Offiziere aus dem sicheren Schutz der Aufbauten ihre Befehle geben."

Berichtet wird:"
Überschrift der Bild-Zeitung vom 18. März, Seite 2: 'Unteroffizier befahl Rekruten: Quieke wie ein Schwein'. Die Bild-Zeitung gibt einige Schindereien von Soldaten durch Vorgesetzte wieder, wie sie im Jahresbericht des Wehrbeauftragten auftauchen. 'Der rabiateste Rekrutenschinder war dieser Unteroffizier', schreibt die Bild-Zeitung ohne Angaben von Namen und Ort. Dieser Schinder heißt H… und hat seine Verbrechen in der Georg-Friedrich-Kaserne in Fritzlar verübt. 'In der Wachstube zog er seine Pistole, lud durch, entsicherte, spannte den Hahn, zielte aus zwei Metern Entfernung auf den Kopf eines Soldaten und befahl: Und jetzt quieke wie ein Schwein. Einen anderen Soldaten kettete dieser Unteroffizier mit Handschellen an eine Heizung, einen dritten Soldaten würgte er, einen vierten…'
Die Soldaten hatten sich gegen den Unteroffizier zusammengeschlossen und die Sauereien gemeldet. 'der Unteroffizier wurde zu 21 Tagen Arrest verurteilt, als die Fälle rauskamen, dann wurde er fristlos entlassen. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen Körperverletzung.' Die Offiziere und der Wehrbeauftragte treten so auf, als verträten sie die Interessen der Soldaten gegen die Unteroffiziere. Die 'gerechte Strafe' soll den Eindruck bestätigen. Tatsächlich sind sie für Unterdrückung und Schikane der Soldaten verantwortlich und sind Schinder wie H. ihrer Helfershelfer. Mit der großen Mehrheit der Unteroffiziere ist die Einheit möglich. Wie sich damals die Soldaten der 4/53. gegen Unterdrückung und Schikane zusammengeschlossen haben und den Offizieren und H. entgegengetreten sind, so schließen sie sich heute unter der Forderung nach Lohnfortzahlung und Dienstausgleich zusammen."

Berichtet wird:"
Wilhelmshaven. Im Heppenser Groden hat der Bau von acht Kasernengebäuden begonnen. Sie sollen Kampfschiffeinheiten der Marine als Unterkunftsgebäude dienen. Fünf Blocks wurden bereits 1976 errichtet. 20 Millionen Mark soll das kosten. 15 Millionen wird der Bau des Verwaltungsgebäudes des Marinearsenals, der Reparaturwerft der Marine, kosten.
Der Marinestützpunkt Wilhelmshaven wird zielstrebig ausgebaut als Sprungbrett für imperialistische Abenteuer gegen die Kämpfe der ausgebeuteten und unterdrückten Völker und zur Festigung der Vormachtstellung in Europa. In Wilhelmshaven werden auch die neun Fregatten stationiert, mit deren Bau in nächster Zeit begonnen wird."

Berichtet wird mit Hilfe der Bezirksbeilage Weser-Ems:"
Wilhelmshaven. Die unteren Polizeibeamten sind selbst Lohnabhängige und haben keine gemeinsamen Interessen mit den Herrschenden. Wie weit die Zersetzung der Polizei fortgeschritten ist, zeigt folgendes Beispiel: Wir waren gerade dabei, Plakate für eine Veranstaltung gegen das Notensystem zu kleben. als wir von einem Streifenwagen überrascht wurden. Die Polizisten stiegen aus und beguckten sich das Plakat näher. Wir diskutierten über die Schulverhältnisse und das Notensystem. Der eine Polizist meinte, er sie ja nur einfacher Volksschüler wie viele seiner Kollegen. Er beklagte sich, daß auf Plakaten häufig nur knüppelnde Polizisten zu sehen sind. Aber seine Vorgesetzten, die die Befehle ausgeben, die müßten vor allen Dingen angegriffen werden. Er und viele seiner Kollegen würden häufig nicht hinter diesen Einsätzen stehen. Er war froh, nicht nach Brokdorf fahren zu müssen.
Als der andere Polizist meinte, wir hätten eine strafbare Handlung begangen, sagte der erste: 'Wir haben es eben einfach nicht gesehen.' Die beiden fuhren weiter. Das Plakat blieb hängen."


Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, aus Franken, für Donau-Iller / Ostwürttemberg und für den Unteren Neckar.
- Bayern für Oberbayern / Schwaben.
- Rheinland-Pfalz für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 12, Mannheim 24.3.1977

31.03.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 13 (vgl. 24.3.1977, 7.4.1977) in einer Ausgabe Nord heraus. Zum drohenden Verbot des KBW im Gefolge der Demonstration gegen das AKW Grohnde erscheinen "Resolutionen gegen das imperialistische Energieprogramm und gegen ein Verbot des Kommunistischen Bundes Westdeutschland" von der BBA Bremen, der Fachbereichsgruppe Mathematik / Physik an der TU Braunschweig und der Bürgerinitiative gegen das Kernenergieprogramm Husum.

Weitere Artikel sind:
- "'Meiner Meinung nach ist die Lohnfortzahlung unbedingt notwendig'" mit einem Bericht aus Aurich über die Kraftfahrer vom Dienst (KvD) und einem Interview mit einem Soldaten der Röttiger Kaserne Hamburg;
- "Reservistenübung: Rebellion und Zersetzung" aus dem Stabszug des Sicherungsbataillons 7116 des Verteidigungskreiskommandos Rendsburg bzw. der Zelle Öffentlicher Dienst des Bezirks Holstein;
- ein Bericht aus der 1. Batterie des Fernemeldebataillons 61 in Albersdorf;
- ein Bericht aus der Feldjägerausbildungskompanie 610 in Heide;

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, aus Franken und für den Unteren Neckar.
- Bayern für Mittelfranken und Oberbayern / Schwaben.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 13, Mannheim 31.3.1977

07.04.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 14 (vgl. 31.3.1977, 14.4.1977) in einer Ausgabe Nord heraus.

In "Zweiter Anlauf zur Durchsetzung des Energieprogramms wird vorbereitet" wird berichtet aus Grohnde, aber auch aus Gorleben (vgl. 31.3.1977). Eine Karte zeigt die "Agrargebiete Norddeutschlands und Lage der Kernkraftwerke und die Wiederaufbereitungsanlagen".

Die BI Hildesheim berichtet über die Bauern im Kampf gegen das AKW Grohnde.

Von der BUU wird berichtet von der Wilster Konferenz (vgl. 3.4.1977). In "1. Mai - Arbeiter und Bauern gegen das imperialistische Energieprogramm" wird berichtet von einem Mitglied der BUU Elmshorn bzw. vom AKW Brokdorf. Berichtet wird auch vom Atomforum bzw. der Reaktortagung (vgl. 31.3.1977).

Weitere Artikel sind:
- "Aufruf des Kongresses der Soldaten und Reservistenkomitees in Frankfurt vom 2. April 1977 - Lohnfortzahlung! Recht auf jederzeitige Kündigung!";
- ein Bericht aus dem Panzergrenadierbataillon 332 in der Pommernkaserne in Fürstenau;
- "Es geht um Lohnfortzahlung - da bin ich dafür" zu den Aktionen der SRKs Kassel und Wiesbaden gegen die Entlassung von Holger Arend in Lorch und Sontra;
- "Ausplünderung durch den Kantinenwirt" aus Immendingen;
- ein Bericht aus dem Fernmeldebataillon 620 in der Grenzlandkaserne Flensburg.

Berichtet wird:"
Holzminden. 'Auch wenn Sie nur noch wenige Tage hier beim Bund haben, Sie sind bis zum 31.3. Soldat und ich werde bis zum letzten Tag hier die Disziplin aufrechterhalten', sagte Hauptmann Schmidt. Ein 'staatstragender Akt' war gestört worden. Beim feierlichen Gelöbnis für die Rekruten der Kasernen Höxter, Stadtoldendorf und Holzminden hatten die Reservisten in den Fenstern gelegen und den Ablauf der Veranstaltung 'gestört'. Sie hatten ihre noch verbleibende Tageszahl über den Platz gebrüllt und ihrem Haß auf die Verhältnisse in der Bundeswehr durch Zwischenrufe Luft gemacht. Die Sache mußte disziplinarisch geahndet werden. Hauptmann Schmidt führte die Ermittlungen am Entlassungstag durch, um die Reservisten, die natürlich nach Hause wollten, unter Druck zu setzen. Hauptmann Schmidt ließ sich Zeit und die Reservisten wurden immer wütender. So gelang es dem Kompaniechef, die Soldaten, die sich abgesprochen hatten und übereingekommen waren, nichts auszusagen, gegeneinander auszuspielen. Er kriegte jedoch nur einen raus, dem er ein Diszi von 200 DM verpaßte. Außerdem mußte der Gefreite noch einen Tag GvD (Gefreiter vom Dienst) schieben. Die Bourgeoise hat es nötig, das feierliche Gelöbnis zum BRD-Imperialismus mit Disziplinarstrafen zu schützen, denn die Soldaten legen es nur mit Widerwillen ab, weil sie sie sonst nicht befördert werden und mit 165 DM Wehrsold dastehen."

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, für Donau-Iller / Ostwürttemberg und vom Unteren Neckar.
- Bayern für Mittelfranken und Oberbayern / Schwaben.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 14, Mannheim 7.4.1977

14.04.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 15 (vgl. 7.4.1977, 21.4.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "Bundesmarine: 'An Bord wächst die Kameradschaft…'" aus der Zelle Bremer Vulkan;
- "100 DM mehr Sold oder Lohnfortzahlung und Kündigungsrecht?" zu den Forderungen des Bundeswehrverbands, des ADS bzw. der DKP und des KB, vom SRK Hamburg;
- ein Bildbericht vom Protest der Bauern im Warburger Land gegen ein britisches Manöver;
- ein Bericht aus der 4./PzArtlBtl 315 in Wildeshausen;
- ein Bericht aus der Grundausbildung in der Zietenkaserne, vom SRK Göttingen.

Berichtet wird:"
Göttingen. Die Ankündigung des niedersächsischen Innenministers Groß, die Polizei solle besser auf Masseneinsätze wie in Grohnde vorbereitet werden, wird bereits in die Tat umgesetzt. In der Göttinger Zietenkaserne übten kürzlich an zwei Tagen jeweils 50 Polizisten das Vorgehen gegen Demonstrationen mit Knüppeln und Schildern. In Göttingen hatte die Einsatzbereitschaft der Polizei bei Demonstrationen, so vor kurzem bei den Kämpfen gegen den Abriß des Reitstallviertels, sehr zu wünschen übrig gelassen. Durch militärischen Drill wird sich die Zersetzung des Polizeiapparates nicht aufhalten lasen."

Berichtet wird:"
Göttingen. In Geismar, unterhalb der Zietenkaserne, gehört dem Wohnungskapitalisten Kurth fast ein ganzes Stadtviertel. Von den hier wohnenden Zeitsoldaten unterstützen viele die Forderung nach Verweigerung der hohen Nebenkostenzahlungen und nach Reparatur der Wohnungsschäden. Ein Feldwebel arbeitete im Mieterrat mit und hat dies nur eingestellt, nachdem er vom Sicherheitsoffizier und MAD verhört worden war."

Berichtet wird:"
Munster. In der Panzertruppenschule Munster, Stammkompanie, ist jetzt der Preis für eine Tasse Kaffee um 50 %, von 40 auf 60 Pfennig erhöht worden. Gleichzeitig hat der Spieß (Hauptfeldwebel) vom Kompaniechef den Auftrag erhalten, die Küche und Kantine der Mannschaften schärfer zu kontrollieren, besonders kurz vor Dienstschluß. Auf diese Weise sind in letzter Zeit häufiger Soldaten erwischt worden, die nicht bis zur letzten Minute auf ihrer Dienststelle ausgeharrt und früher Schluß gemacht hatten."

Berichtet wird durch ein Mitglied der Zelle Göttingen-Nord:"
Göttingen. Bei der Demonstration gegen den Bau des Kernkraftwerks Grohnde erzählte mir ein Arbeiter aus einem Nachbardorf folgendes: Ein Bekannter von ihm ist Wachmann auf dem Baugelände, angestellt von der Preußen-Elektra. Bei der Bauplatzbesetzung am 19. Februar bekam er den Befehl, Hunde auf die Besetzer loszulassen. Er weigerte sich. Zur 'Strafe' mußte er in den folgenden 4 Wochen jeden Tag Dienst machen, und ihm wurden alle Zulagen über den normalen Lohn hinaus gestrichen. Nur mit blankem Terror können die Kapitalisten ihren Unterdrückungsapparat noch zusammenhalten."

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, aus Franken, vom Mittleren Neckar und vom Unteren Neckar.
- Bayern aus Mittelfranken und für Oberbayern / Schwaben.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 15, Mannheim 14.4.1977

21.04.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 16 (vgl. 14.4.1977, 28.4.1977) in einer Ausgabe Nord heraus.

Enthalten sind die Artikel:
- "Aufruf ehemaliger Polizisten, Grenzschützer und Zeitsoldaten";
- "Abenteuer in den Savannen Afrikas" zu einem Bericht der 'Bundeswehr aktuell';
- "'Sollen die Fahrkarte abholen'" zu den ausgelernten Lehrlingen bei VAW Leichtmetall, die nach der Bundeswehr nur noch als Hilfsarbeiter arbeiten dürfen;
- "Schwierigkeit mit Befehl und Gehorsam" zur 16. Kompanie des Fernmelderegiments 32 in Naila;
- "Sind die Soldaten mit der Kantinenreform zufrieden? Zum Bericht des Wehrbeauftragten" aus Schwanewede, aus dem SRK Bremen;
- "'Wenn es ein Kündigungsrecht für Zeitsoldaten gäbe, wäre ich schon längst abgehauen'" aus der 'Volksmiliz' Holzminden Nr. 1/1977.

Die 'KVZ' des KBW berichtet, laut MLPD (2), daß es der Organisation gelungen sei, in Frankfurt ein Hochhaus für ca. 3 Millionen DM zu kaufen. Hierbei handelt es sich um ein Haus in der Mainzer Landstraße 147.

Bezirksbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg für Donau-Iller / Ostwürttemberg, für Franken und vom Unteren Neckar.
- Bayern für Mittelfranken.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 16, Mannheim 21.4.1977; MLPD-ZK: Geschichte der MLPD, I. Teil, Stuttgart 1985, S. 335

28.04.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 17 (vgl. 21.4.1977, 1.5.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "Der bewaffnete Aufstand gegen die Bourgeoisherrschaft ist der einzig gangbare Weg zum Sozialismus";
- "Postlehrlinge für Lohnfortzahlung während der Wehrdienstzeit" zu einer Resolution von vier Fernmeldelehrlingen aus Göttingen;
- "'Z-Sau?'" aus Schwanewede;
- "Vertrauensmannwahl" aus der Zieten-Kaserne, Göttingen;
- "Der Militärattache" zu den Militärattaches der BRD im Ausland.

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, für Donau-Iller / Ostwürttemberg, für Franken und vom Unteren Neckar.
- Bayern für Mittelfranken und Oberbayern / Schwaben.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 17, Frankfurt 28.4.1977

01.05.1977:
Der KBW gibt ein Extrablatt seiner 'KVZ' (vgl. 28.4.1977, 5.5.1977) zum 1. Mai heraus.
Q: Kommunistische Volkszeitung Extrablatt zum 1. Mai 1977, Frankfurt 1977

05.05.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 18 (vgl. 28.4.1977, 12.5.1977) in einer Ausgabe Nord heraus. Angekündigt werden der Anti-AKW-Bundeskongress (vgl. 14.5.1977) und ein Brokdorf-Prozess in Itzehoe (vgl. 12.5.1977).

Enthalten sind die Artikel:
- "Lohnfortzahlung und Kündigungsrecht für Zeitsoldaten und Polizisten. Stadtteilspiele fördern die Zersetzung bei Polizei und Bundesgrenzschutz" (BGS) zu den Aktionen des KJB Oldenburg u.a. an der Hindenburgkaserne und des KJB Göttingen u.a. in der Polizeiwache am Schildweg;
- "Die politische Linie der RAF bedeutet Kapitulation. 'Lebenslang', aber immer noch Illusionen über die Bourgeoisie" zum Urteil in Stammheim;
- "Soldaten gegen Truppenstationierung" in der Garlstedter Heide, zu einer Resolution von 20 Soldaten des PGB 322 in Schwanewede;
- "'Ich fühle mich doch selbst als Arbeiter' Erfahrungen in Debatten mit Polizisten und Grenzschützern" zu den Aktionen des KJB Hannover beim BGS und des KJB Bremen in der Polizeiwache Walle;
- "Kinder spielen Militär. Heftige Kritik von Innensenator" zu der Sammlung 'Gewehre für die Kinder von Zimbabwe' aus dem 'Weser-Report' der CDU Bremen;
- ein Bild vom SRK Westberlin auf der 1. Mai-Demonstration der IG Chemie;
- "1. Mai in Rom: Demonstrationsverbot mußte aufgehoben werden".

Berichtet wird:"
Krankenkassen wollen die Verletzungen bei der Demonstration in Grohnde nicht zahlen (Kieler Nachrichten, 25.4.). Demonstranten, die am 19.3. in Grohnde durch den Polizeieinsatz verletzt worden sind, sollen die Kosten für den Krankenhausaufenthalt und die ärztliche Behandlung selbst bezahlen. Mehrere Krankenkassen verweigern die Übernahme der Kosten mit der Begründung, daß die Demonstranten durch die Teilnahme am Kampf gegen das Kernkraftwerk Grohnde ihre Verletzungen selber verschuldet haben. Die Bürgerinitiativen haben inzwischen einen Unterstützungsfonds gebildet."

Berichtet wird auch:"
Asse. Kreistag und Samtgemeinderat Asse haben die Einlagerung von hochradioaktivem Müll in der Asse genehmigt. Jedes weitere Vorgehen gegen die Atommülldeponie bezeichnete ein Kreistagsmitglied als verfassungsfeindlich. Das Komitee 'Kein Atommüll in der Asse und auch nicht anderswohin' hat beschlossen, den Kampf fortzusetzen. Die weitere Einlagerung muß verhindert werden. In einer Presseerklärung des Vorstands heißt es: 'Werden sich die Arbeiter und Bauern sowie alle anderen Teile des Volkes einig, werden wir die Schließung der Atommülldeponie Asse II erreichen.'"

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg für Donau-Iller / Ostwürttemberg, für Franken und vom Unteren Neckar.
- Bayern für Mittelfranken und für Oberbayern / Schwaben.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 18, Frankfurt 5.5.1977

12.05.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 19 (vgl. 5.5.1977, 16.5.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit dem Leitartikel "Die Finanzbourgeoisie braucht die SPD. Die 'Selbstreinigung der SPD soll die Herrschaft des Reformismus festigen".

Weitere Artikel sind:
- "Der KB Nord, die Bürgerinitiativen und das Atom" zur Anti-AKW Bundeskonferenz (vgl. 14.5.1977);
- "Die Unterstützung des Kampfes der Soldaten ist notwendig. Soldaten- und Reservistentage am 28.5. in Hannover, Köln und München";
- "Der Auftrag: sprudelnde Profitquellen sichern und ausbauen. US-Truppen sollen erstmals in Norddeutschland stationiert werden" zu Garlstedt;
- "Lohnfortzahlung für Wehrpflichtige muß sein" zum Stand des SRK Kassel am 7.5.1977, mit Berichten eines Wehrpflichtigen und eines Gefreiten der Reserve;
- ein Bildbericht vom SRK Westberlin, das den Medizinerstreik an der FU unterstützte;
- "Kriegsmäßige Mobilmachungsübung und militaristische Propaganda" aus dem Jägerbataillon 351 in Hammelburg.

Aus Hamburg wird berichtet von der AKW-Betreiberin NWK:"
Hamburg. Strompreiserhöhungen ab 1.7. zur Finanzierung des Kernenergieprogramms hat die Nordwestdeutsche Kraftwerke AG (NWK) auf ihrer Hauptversammlung angekündigt. Die NWK will die KKWs in Brokdorf und Krümmel bauen, KKWs in Stade, Brunsbüttel und an der Unterweser (Esenshamm, d. Vf.) sind fertig, bzw. schon in Betrieb. Durch verschärfte Ausplünderung sollen die Volksmassen für die Kosten des Energieprogramms aufkommen.

Rekorde weiß die NWK auch von der Ausbeutung ihrer Arbeiter zu berichten. Laut Geschäftsbericht wurde 1975/76 ein Profit von 99 Millionen DM produziert, das sind 24 DM pro 100 DM-Aktie. Mehr als 67 Millionen DM werden als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. Hauptaktionär ist mit einer Beteiligung von 67,8 % die Preußenelektra."

Berichtet wird über AKW:"
Soldaten wollen Einsatz verweigern

Oldenburg. 72 Soldaten der Nachschubkompanie 310 haben angesichts der Kämpfe gegen den Bau von Kernkraftwerken in einer Resolution erklärt, sich nicht gegen das eigene Volk zur Unterdrückung gerechter Interessen und Ziele einsetzen zu lassen. 20 weitere Soldaten der Kompanie haben entweder aus Furcht vor Disziplinarmaßnahmen nicht unterschrieben oder weil sie sich nicht vorstellen konnten, daß die Bundeswehr jemals im Innern eingesetzt wird. Nur drei Soldaten haben sich für einen Einsatz Bundeswehr wie Brokdorf ausgesprochen. Die überwiegende Mehrheit der Soldaten hat trotz Isolation und Indoktrination in der Bundeswehr nicht vergessen, auf welcher Seite sie stehen muß.
Gegen den Versuch, Soldaten wegen der Resolution zu bestrafen, hat jetzt die Bürgerinitiative Umweltschutz Oldenburg einen Offenen Brief an den Kompaniechef Hauptmann Pehl gerichtet."

In "'Kernkraftwerke sichern Arbeitsplätze'" wird berichtet von Brüninghaus in Westhofen bei Schwerte, wo zwei Gittermasten für das AKW Brokdorf gefertigt werden.

In "Bis zum Jahresende will die westdeutsche Monopolbourgeoisie die Volksbewegung gegen ihr Energieprogramm zerschlagen haben" wird berichtet von einer Erklärung des Vorstandsvorsitzenden der KWU Mülheim zur Anti-AKW-Bewegung.

Berichtet wird:"
Schüler für politische Freiheiten in der Armee

Braunschweig. 11 Schüler der Chemie-Schule Heinemann verurteilen in einer Resolution die Absicht des Kommandeurs der PzGrenBrig 1, Oberst v. Erdmannsdorff, 3 Soldaten zu bestrafen, weil sie am 1. mai in Uniform für die Forderungen nach Lohnfortzahlung und Kündigungsrecht für Zeitsoldaten demonstriert haben. Die Schüler fordern politische und gewerkschaftliche Freiheiten auch für Soldaten. Sie haben ihre Entschließung an die Bundeswehr, den DGB und an die Presse geschickt."

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg für Donau-Iller / Ostwürttemberg und vom Unteren Neckar.
- Bayern für Mittelfranken und für Oberbayern / Schwaben.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 19, Frankfurt 12.5.1977

16.05.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 20 (vgl. 12.5.1977, 23.5.1977) in einer Ausgabe Nord heraus.

Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 20 (vgl. 12.5.1977, 23.5.1977) in einer Ausgabe Nord heraus.

Enthalten sind die Artikel:
- "Innere Führung' Die Soldaten bekämpfen die Kasernenunterdrückung";
- "Desertiert, weil Familie ohne Gled. Ein Arbeiter berichtet über seinen Wehrdienst 1962" und ist jetzt Mitglied im SRK Hamburg;
- "Desertiert, weil Familie ohne Geld. Ein Arbeiter berichtet über seinen Wehrdienst 1962" und ist jetzt Mitglied im SRK Hamburg;
- ein Aufruf zum Soldaten- und Reservistentag am 28.5.1977 bin Hannover mit dem "Lied der Bundeswehrsoldaten" der Agitproptruppe Oldenburg;
"Der Zusammenschluß für Lohnfortzahlung macht Schikane und Disziplinarmaßnahmen stumpf" aus der 2./PzGrenBtl 72 in der Röttiger-Kaserne in Hamburg-Fischbek;
- "Die Polizeischüler sind unzufrieden" zu einem Lehrling der Sollinger Hütte, Uslar;
- "Völker sind stärker als Superwaffen. Aus dem revolutionären Befreiungskrieg des Volkes von Kampuchea", eine Rede von Ieng Sary auf der 7. a.o. Sitzung der UNO-Vollversammlung;
"'Die Amis kommen nicht in friedlicher Absicht'. Bauern aus der Garlstedter Heide gegen US-Truppen";
- "Bundeswehr kauft Panzerhubschrauber" zum Panzerabwehrhubschrauber PAH-1 von MBB;
- "Zwangsarbeit für ausländische Jugendliche" ohne Arbeitserlaubnis, die der Ministerrat Baden-Württemberg jetzt im Hotel- und Gaststättengewerbe (NGG-Bereich) einsetzen will.

Berichtet wird:"
Voller Dienstausgleich für alle Zusatzdienste

Göttingen. Beim PanzerArtlBtl 45 gibt es eine Neuregelung des Dienstausgleichs für Zusatzdienste. Während es bisher für einmal Wache am Wochenende einen Tag frei gab, gibt es jetzt nur bei dreimal 24 Stunden Wache 1 Tag Dienstausgleich. Dieser despotische Gebrauch der Arbeitskraft der Soldaten durch den bürgerlichen Staat wird abgepreßt über den Hebel der vollständigen Rechtlosigkeit der Soldaten. Durch den Dienstausgleich fehlen bislang in den Einheiten ständig Soldaten während der normalen Dienstzeit. Die Neuregelung dient direkt der Kriegsvorbereitung: Die Alarmbereitschaft wird gesteigert, so daß alle Einheiten möglichst vollständig und in kürzester Zeit einsatzbereit sind."

Berichtet wird:"
'Wir geloben… für 50 DM mehr.'

Clausthal-Zellerfeld. Am 3.5. war das Gelöbnis der Rekruten der Ausbildungskompanie 13/1. 11 Soldaten hatten vorher öffentlich erklärt, daß sie nur 'geloben' wegen 50 DM monatlich durch die Beförderung zum Gefreiten. Ihre Erklärung wurde während des Gelöbnisses verteilt. Der Major betete die Gelöbnisformel herunter. 'Wir geloben…' - 'Für 50 DM mehr', wurde von Wehrpflichtigen geantwortet. Der Offizier kam aus dem Konzept und versprach sich total. Der MAD kam danach in die Kompanie und hat sämtliche Züge verhört. Einige Soldaten bis zu 5mal. Der MAD hat aber nicht rausbekommen, wer die Unterschriften unter die Erklärung gesammelt hat. Die Soldaten haben zusammengehalten."

Beilagen wurden uns bekannt vom Bodensee, vom Unteren Neckar, für Mittelfranken, Oberbayern / Schwaben, für Bremen-Unterweser, für Hamburg-Unterelbe und für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 20, Frankfurt 16.5.1977

23.05.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 21 (vgl. 16.5.1977, 30.5.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit dem Leitartikel "Unterstützt den Kampf der Soldaten. Soldaten- und Reservistentage in Hannover, Köln, München" am 28.5.1977.

Weitere Artikel sind:
- "Finanzielle Schwierigkeiten dem MAD melden. Reaktionen der Offiziere auf die Forderung nach Lohnfortzahlung" zu den Folgen des 1. Mai in Braunschweig, u.a. in der Heinrich-der-Löwe-Kaserne;
- "'Meine Vorstellung von der Polizei war, den Menschen zu helfen'" zur Polizeischule Eutin;
- das Lied "'Gegen die Geldsackrepublik'" der Agitpropgruppe Hannover;
- ein Bericht von der Bundeswehr aus Göttingen;
- "'Der Soldat ist selten allein, aber oft einsam'";
- "Bundesgrenzschützer unterstützen die Forderung nach Lohnfortzahlung und Kündigungsrecht" zum BGS, aus dem Bezirk Bremen-Unterweser;
- "Vereidigung auf Leben und Tod" von 58 Polizisten in Bruchsal.

Berichtet wird von der Anti-AKW Bundeskonferenz (vgl. 14.5.1977).

Berichtet wird:"
Itzehoe. In St. Margarethen, Kreis Steinburg, hat sich eine Katastrophe ereignet. Am 3. Januar 1976 war der Deich in St. Margarethen, welches drei Kilometer vom Kernkraftwerk Brunsbüttel entfernt liegt, beschädigt worden. Also mußte er repariert werden. Man spülte vor dem alten Deich einen neuen Sandkern auf, danach sollte der alte Deich, der aus Vollklei bestand, darauf als decke übertragen werden. Die Folge war, daß der neue Deich absackte und das Gelände im Innendeich zwei bis drei Meter anstieg. In dem Gebiet haben acht Häuser einen Totalschaden erlitten, bis Redaktionsschluß war es noch unklar, ob es noch weiter ansteigt. Eine Tankstelle mußte leergepumpt werden, um einem Auslaufen des Öls zuvorzukommen. Daneben steht ein Silo. Für die Einwohner steht fest, daß das nicht nötig war. 'das habe ich schon zu meiner Frau gesagt, daß das gar nicht gut ist, den alten Deich einfach so wegzunehmen. Aber am grünen Tisch planen die viel, was mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat. Gefährlich ist das auch noch, denn wir haben im Juni noch die Johannisspringflut. Man gut, daß jetzt Ostwind ist, da ist das Hochwasser etwas niedriger als normal', sagte ein Anwohner. Der Boden besteht aus Marschboden mit Moorboden darunter, der das Gewicht des Deichs nicht trägt. Das Kernkraftwerk Brunsbüttel steht auf dem gleichen Boden, der Bauplatz Brokdorf liegt ebenfalls ganz in der Nähe."

Berichtet wird:"
Braunschweig. Auf der Veranstaltung gegen die Senkung des Krankenpflegeschülertarifs von den Schülervertretungen der städtischen Krankenpflegeschulen Braunschweig wurde eine Resolution verabschiedet, in der die Forderung nach Lohnfortzahlung und Kündigungsrecht unterstützt wird. Gleichzeitig wurde beschlossen, eine Delegation von Krankenpflegeschülern zu den Soldaten- und Reservistentagen nach Hannover zu senden."

Beilagen wurden uns bekannt vom Bodensee, für Franken, vom Unteren Neckar, für Hamburg-Unterelbe und für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 21, Frankfurt 23.5.1977

30.05.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 22 (vgl. 23.5.1977, 6.6.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "Soldaten- und Reservistentag 1977";
- "Stärkung der Panzerabwehr - Ausbau der Sturmtruppen gegen Osteuropa";
- "Heinrich Heine Zum preußischen Militär";
- "'Geländemarsch'" vom SRK Westberlin;
- "Fähnrich S." aus Koblenz.

Beilagen wurden uns bekannt für Franken, vom Unteren Neckar, für Mittelfranken, für Bremen-Unterweser, für Hamburg-Unterelbe und für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 22, Frankfurt 30.5.1977

06.06.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 23 (vgl. 30.5.1977, 13.6.1977) in einer Ausgabe Nord heraus.

Enthalten sind die Artikel:
- "Die Soldaten- und Reservistentage geben der Kampagne 'Gewehre für die Jugend Zimbabwes' stärkere Schlagkraft" mit Bildern aus Hannover und vom Geländespiel des KJB Bremen;
- "Hinter der Parlamentskulisse: Lebhafte Reformtätigkeit gegen die Soldaten" zur Novelle Arbeitsplatzschutzgesetz Zeitsoldaten;
- "Goldenes Ghetto für die französischen Offiziere und ihre Familien Elend und Unterdrückung für die einfachen Soldaten" zum Quartier Napoleon in Berlin;
- ein Bericht aus der Nachschubkompanie 310 in Oldenburg;
- "Panzerabwehrhubschrauber von VFW-Fokker und Westland Helikopters".

Aus Itzehoe wird berichtet von einem AKW Brokdorf-Prozeß (vgl. 26.5.1977).

Berichtet wird:"
Hannover. Der KJB Hannover hat innerhalb von zwei Monaten 1 000 DM für 'Gewehre für die Jugend Zimbabwes' auf Ständen, auf dem Flohmarkt, auf Veranstaltungen und in Diskussionen mit einzelnen Jugendlichen gesammelt. Viele Jugendliche haben gesagt, daß sie es richtig finden, was die Jugend Zimbabwes macht, um sich zu befreien, weil sie selber den Druck in der Schule satt haben oder aus dem Heim abgehauen sind."

Berichtet wird:"
Westberlin. Die Kampagne 'Gewehre für die Jugend Zimbabwes' ist unter den Jugendlichen auf große Zustimmung gestoßen. In Westberlin hat der KJB 2 500 DM gesammelt. Eine Kindergruppe eines Spandauer Kindergartens hat ein Trainingscamp der Zanu gebastelt. Auf der Veranstaltung des Komitees Südliches Afrika (KSA, d. Vf.) mit Vertretern der ZANU wurde unter Leitung eines fünfjährigen Mädchens dieses Trainingscamp amerikanisch versteigert. 1 000 DM wurden auf diese Weise gespendet."

Berichtet wird:"
Fürstenau. Für die Soldaten ist das Wochenende von großer Bedeutung, um aus der Kasernierung in der Bundeswehr herauszukommen. Die Offiziere wissen das und setzen hier mit besonderer Schikane an. Ein Beispiel ist Oberleutnant Schleebusch, Zugführers des 1. Zuges der 2. Kompanie in Fürstenau: Beim Stuben- und Gewehrreinigen muß auf jedes Staubkörnchen geachtet werden, unter den Tischen und Stühlen mit dem Messer der Dreck entfernt werden. Beim Stubendurchgang selbst soll der Soldat Meldung machen, während die anderen in Grundstellung stehen. Staubkörnchen in der Schnüffeltüte - Nachappell, Rostflecke am Spaten - Nachappell, Spindaufbau nicht ordnungsgemäß - Nachappell usw. Oberleutnant Schleebusch ließ beim letzten Stubendurchgang fünf Soldaten unbehelligt nach Hause gehen, der Rest hatte Nachappell, diese Soldaten kommen dann erst zwei Stunden später aus der Kaserne."

Berichtet wird:"
Hamburg. Gegen die Soldaten J. Spitzner und H. Eggers ist ein Arrest von sieben Tagen verhängt worden, weitere Disziplinierungsmaßnahmen sind von der Bundeswehrführung geplant, und die Offiziere beabsichtigen ihre fristlose Entlassung aus der Bundeswehr. Die beiden Soldaten haben den Kampf gegen das Kernkraftwerk Brokdorf unterstützt, indem sie unter den Soldaten Unterschriften unter einer Resolution gegen das KKW gesammelt haben. Sie haben die Zustände, die Unterdrückung und Schikane in der Bundeswehr enthüllt und am 1. Mai gemeinsam mit der Arbeiterklasse die Forderungen für politische und gewerkschaftliche Freiheiten in der Armee, Lohnfortzahlung und jederzeitiges Kündigungsrecht für Zeitsoldaten und Polizisten erhoben.
Auf der Veranstaltung des Soldaten- und Reservistenkomitees Hamburg am 24.5. haben die Anwesenden eine Resolution verabschiedet, die die Disziplinierungsmaßnahmen verurteilt und die Schritte der Soldaten unterstützt."

Berichtet wird:"
Braunschweig. 1 200 Polizisten wurden in den Braunschweiger Herzogsbergen zusammengezogen, um die Niederschlagung eines Aufstands zu üben. 'Die meiste Zeit standen oder saßen die Polizisten herum und warteten auf die kommenden Ereignisse', kommentierte die 'Braunschweiger Zeitung' die Einsatzbereitschaft der Polizisten. Die Übung hat nicht gut geklappt."

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, vom Mittleren Neckar und vom Unteren Neckar.
- Bayern für Mittelfranken und für Oberbayern / Schwaben.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 23, Frankfurt 6.6.1977

13.06.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 24 (vgl. 6.6.1977, 20.6.1977) in einer Ausgabe Nord heraus.

Enthalten sind die Artikel:
- "Sofortige Freilassung von Hellmuth Kaiser! Für uneingeschränktes Demonstrations- und Rederecht!" zum seit dem Soldaten- und Reservistentag in München in Untersuchungshaft Sitzenden;
- "'Ihre Pflichten als Unteroffizier'";
"'Bürgerliche Mobilisierung für Krieg und Reaktion durchkreuzt" zum Reservistentag in Nordoe in der Freiherr-von-Fritsch-Kaserne am 5.6.1977, gegen den das SRK Holstein 140 Menschen mobilisierte;
- "Soldaten sammeln für Gewehre für die Jugend Zimbabwes" in der Röttiger-Kaserne in Hamburg;
- "Zwei Welten in der Armee: Mannschaften - Offiziere" zum Panzerartilleriebataillon 315 aus Wildeshausen;
- ein Bericht vom Tag der Offenen Tür in der Husarenkaserne in Braunschweig.

Berichtet wird:"
Lübeck. Am Freitag nahm ich eine Unterschriftenliste mit in die Kaserne, auf der aufgerufen wird, die auf dem Soldaten- und Reservistentag verabschiedete Resolution zu unterstützen. Obwohl am Freitag nur 18 bis 20 Soldaten in der Kompanie Dienst hatten, gelang es, neun Unterschriften zu sammeln. Zwei Soldaten ließen sich Unterschriftenlisten mitgeben, um diese in ihren Kompanien rumgehen zu lassen. Obwohl das Offizierspack in diesen Tagen immer wieder darauf hingewiesen hat, daß so etwas verboten und strafbar ist, schließen sich immer mehr Soldaten unter den Forderungen nach Lohnfortzahlung, Befehlsverweigerung durch einfache Willensbekundung und Kündigungsrecht für Zeitsoldaten und Polizisten zusammen."

Berichtet wird:"
Hamburg. In der 2./PzGren Btl 72 hatten wir am 9.6. politischen Unterricht bei unserem Hauptmann Oberleutnant Wilckens, genannt 'Honka'. Zwei Soldaten mußten ein Referat halten über die Commonwealth-Konferenz und Idi Amin (in Uganda, d. Vf.). Das Referat bestand nur aus Zeitungsausschnitten aus der 'Welt', in denen Idi Amin als Massenmörder und Menschenfresser verleumdet wird. Oberleutnant Honka forderte uns nach dem Referat auf zu überlegen, wie man solch einen Tyrannen am besten umbringen könnte. Er begann dann selbst damit, Vorschläge zu machen. Ihn zu erschießen, wäre schwierig, weil immer so viele Leute um ihn herum wären. Ein militärisches Eingreifen wäre auch nicht günstig, aber das, was die Israelis gemacht hätten, wäre schon sehr gut gewesen. Nach dem Unterricht ist vielen Soldaten klargeworden, daß sie auf den imperialistischen Krieg ideologisch vorbereitet werden sollen und daß 'Honka' ein Kriegshetzer ist."

Beilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, aus Franken, vom Mittleren Neckar und vom Unteren Neckar.
- Bayern für Mittelfranken und Oberbayern / Schwaben.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 24, Frankfurt 13.6.1977

20.06.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 25 (vgl. 13.6.1977, 27.6.1977) in einer Ausgabe Nord heraus.

Enthalten sind die Artikel:
- "'Energiesparmaßnahmen' - Zwangsmaßnahmen zur Ausplünderung und Kriegsvorbereitung. Zur Energiedebatte im Bundestag";
- "Kühlturm-Baugelände in Grohnde besetzt" (vgl. 12.6.1977);
- ein Cartoon "'Strammer Max'" zum Kommandeur des Panzerartilleriebataillons 315 in Wildeshausen;
- "Tagung der 'Nuklearen Planungsgruppe' der NATO";
- "Eine gerechte Sache findet Unterstützung" zu Erklärungen für die Freilassung von Hellmuth Kaiser in München;
- "Sofortige Freilassung von H. Kaiser!" mit Erklärungen dafür von 10 Soldaten der Scharnhorst-Kaserne Lüneburg, 9 Soldaten der Barbara Kaserne Delmenhorst, dem AStA der FHS Nienburg, dem Afrikafest des KSA Osnabrück, der BI Kiel 'Kein AKW an der Eckernförder Bucht' Stadtteilgruppe Hassee und der Bremer BI gegen Atomenergie;
- "Auszüge aus einem Interview mit einem VW-Arbeiter aus Wolfsburg" zum Aufruf der SRKs.

Berichtet wird:"
Buschhausen / Osterholz-Scharmbeck

Den Bauern von Buschhausen bei Bremen sind 20 ha Ackerland gekündigt worden, auf denen die US-Söldnerbehausungen errichtet werden sollen. Dieses Land gehört der evangelischen Kirche. Am 7. Juni hat die Interessengemeinschaft eine Versammlung mit 100 Teilnehmern durchgeführt, um den Kampf gegen die Vertreibung durch die US-Söldner und gegen die damit verbundene Vernichtung ihrer Existenz zu organisieren. Die Bauern beschlossen, zur nächsten Stadtratssitzung in Osterholz-Scharmbeck zu gehen und eine Veranstaltung für ihren gerechten Kampf durchzuführen."

Aus dem Ausland wird berichtet aus Österreich vom AKW Zwentendorf (vgl. 12.6.1977).

Bezirksbeilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, für Donau-Iller / Ostwürttemberg, aus Franken und vom Unteren Neckar.
- Bayern für Mittelfranken, Oberbayern / Schwaben und aus Unterfranken.
- Bremen-Unterweser.
- Rheinland-Pfalz für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 25, Frankfurt 20.6.1977

27.06.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 26 (vgl. 20.6.1977, 4.7.1977) in einer Ausgabe Nord heraus.

Enthalten sind die Artikel:
- "Rekruteneinzug am 1. Juli: Den Widerstand gegen die Unterdrückung und Ausplünderung in der Armee müssen die Rekruten gleich organisieren";
- "Landjugend gegen Kernkraftwerke" zum Landjugendtag (vgl. 22.6.1977);
- "'Verbot! Verbot! Verbot!' Wollen tut die Bourgeoisie, aber wird sie auch können?" zum KBW-Verbot im Gefolge der Grohnde-Demonstration;
- "Westalliierte Terrorgesetze zum Schutz der Ausbeuterordnung. Bei Besitz von Waffen kann Todesstrafe verhängt werden" vom SRK Westberlin;
- "Flugzeug mit scharfen Bomben abgestürzt" zu einem Kampfflugzeug der RAF in Dörverden;
- "Wie es dem Oberst Volland bei einem besuch in der Armee erging" am 7.6.1977 in der Sankt-Barbara-Kaserne in Dülmen;
- "Bereitschaftspolizei zum Einsatz eskortiert" am 10. und 11.6.1977 in Göttingen;
- "Sofortige Freilassung von Hellmuth Kaiser! Kampf um Lohnfortzahlung findet Unterstützung" mit Erklärungen u.a. von 19 Soldaten der Henning-von-Treschkow-Kaserne in Oldenburg-Bümmerstede, 11 Beschäftigten von Graubremse Heidelberg und der Landesastenkonferenz Baden-Württemberg;
- "Zweierlei Spendensammlungen" zur Büste von von Melle an der Uni Hamburg.

Bezirksbeilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg für den Bodensee, für Donau-Iller / Ostwürttemberg, für Franken, vom Mittleren Neckar und vom Unteren Neckar.
- Bayern aus Mittelfranken und Unterfranken.
- Bremen-Unterweser.
- Rheinland-Pfalz für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 26, Frankfurt 27.6.1977

04.07.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 27 (vgl. 27.6.1977, 11.7.1977) in einer Ausgabe Nord heraus.

Enthalten sind die Artikel:
- "Fortschritte im Kampf gegen Kernenergieprogramm in Österreich und in der Schweiz" (vgl. 25.6.1977);
- "Die OUA erkennt die Patriotische Front als Nationale Befreiungsfront Zimbabwes an";
- "Bremer Vulkan: Betriebsrat und Jugendvertretung gegen Soldatendisziplinierung, für Lohnfortzahlung und Kündigungsrecht" zur Bestrafung des Soldaten fröhlich aus dem PanzerBtl 324 in der Lützow-Kaserne in Schwanewede wegen Teilnahme an der 1. Mai-Demonstration in Uniform;
- "Bremer Vulkan: Arbeiterjugendliche gegen befristete Arbeitsverträge";
- "Imperialisten kündigen neue 'Wunderwaffe' an" zur Neutronenbombe;
- "Polizeigesetz und 'Katastrophenschutz' in Niedersachsen";
- "1 DM mehr Sold? Interview mit zwei Vertrauensleuten";
- "Sofortige Freilassung von H. Kaiser!" in München;
- "Offiziersfeier in rustikaler Dekadenz" zum PzGrenBtl 23 in der Hindenburg-Kaserne in Braunschweig;
- "Strafverfolgung gegen den Aufbau des Soldaten- und Reservistenkomitees" zum SRK Munster.

Bezirksbeilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, aus Donau-Iller / Ostwürttemberg, Franken, vom Mittleren Neckar und vom Unteren Neckar.
- Bayern aus Mittelfranken und Unterfranken.
- Bremen-Unterweser.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 27, Frankfurt 4.7.1977

11.07.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 28 (vgl. 4.7.1977, 18.7.1977) in einer Ausgabe Nord heraus.

Enthalten sind die Artikel:
- "Sozialimperialisten sicher ihr Energiemonopol im RGW" zur UdSSR;
- "Kampfschritte gegen die imperialistischen Energieprogramme" wird zum Kampf gegen AKWs in Österreich und der Schweiz (vgl. 2.7.1977);
- "Sofortige Aufhebung des Haftbefehls gegen Hellmuth Kaiser! Sofortige Einstellung des Verfahrens - für uneingeschränktes Rede-, Versammlungs- und Demonstrationsrecht! Lohnfortzahlung in der Armee! Kündigungsrecht für Zeitsoldaten!";
- "Sofortige Freilassung von H. Kaiser!" zu verschiedenen Erklärungen;
- "'…müssen wir darum planen, die Tiefe des Raumes 'vorwärts' zu suchen' - 'Vorwärtsverteidigung' - Propaganda für den 'elastischen' und 'offensiven' Eroberungsfeldzug";
- "Tödliche Arbeitshetze für Zivildienstleistende" aus Osnabrück zu den ZDL des DPWV;
- "Urlaub - Zwang zur Ausdehnung der Schichtarbeit" zur Krehl-Klinik der Unikliniken (UK) Heidelberg.

Berichtet wird, mit mißglücktem Schlußsatz:"
Fregatten für Nigeria

München. Der Rüstungskonzern Dornier hat nach Angaben auf einer Betriebsversammlung Subaufträge für die beim Bau der Bundeswehrfregatten federführende Vulkan-Werft in Bremen erhalten. Daß es sich hierbei um einen Großauftrag handelt, ließ der Betriebsrat durchblicken. Angeblich geht es nicht nur um die Fregatten, die die Bundeswehr in Auftrag gegeben hat, sondern auch um Fregatten, die die Bundesregierung nach Nigeria liefert. Nach der Ausstattung der nigerianischen Luftwaffe durch Dornier jetzt die Ausstattung der nigerianischen Marine. Dahinter steckt nichts anderes als die imperialistische Expansion des BRD-Imperialismus, der Nigeria ökonomisch und militärisch von sich abhängig und der nationalen Reichtümer heranzukommen."

Bezirksbeilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, für Donau-Iller / Ostwürttemberg, aus Franken, für den Mittleren Neckar und den Unteren Neckar.
- Bayern aus Mittelfranken.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 28, Frankfurt 11.7.1977

18.07.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 29 (vgl. 11.7.1977, 25.7.1977) in einer Ausgabe Nord heraus.

Weitere Artikel sind:
- "Neuer Anlauf, das imperialistische Energieprogramm umzusetzen. Das Finanzkapital ruft, die Bourgeoispolitiker eilen / Die Spaltung durch die Bourgeoisie muß bekämpft werden", in dem auch eingegangen wird auf die AKW Wyhl, Brokdorf, Grohnde, Esensham, Biblis, Philippsburg, Ohu und Gundremmingen, die Atommülldeponie Gorleben, die Marschenkonferenz der BUU und die Kieler BI Kein Kernkraftwerk an der Eckernförder Bucht oder anderswo;
- "Bundeswehr-General zweithöchster NATO-Oberbefehlshaber in Europa";
- "Rüstungsfieber. Imperialisten reden von 'strategischer Entspannung' und bewaffnen sich 'taktisch' bis an die Zähne / Eine Pressezusammenstellung über die Rüstung der NATO und die der westdeutschen Imperialisten";
- "Sofortige Aufhebung des Haftbefehls gegen H. Kaiser" zu verschiedenen Erklärungen;
- "Bauern gegen britische Truppen" in Soltau;
- "Viereinhalb Monate tarifloser Zustand für die Beschäftigten bei den britischen Besatzertruppen" wogen 11 Beschäftigten der britischen Kaserne in Celle einen Brief verfassten;
- "14 Tage beim Bund" zur Pionierausbildungskompanie in Plön;
- "Vertrauensmannwahl" in der 4.PzGrenBtl 11 in der Scharnhorst-Kaserne Hannover;
- "ZANU-Sammlung Kaserne Fischbek" zur 2. Ausbildungskompanie des PzGrenBtl 72 in der Röttiger-Kaserne.

Bezirksbeilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, aus Franken, für den Mittleren Neckar und den Unteren Neckar.
- Bayern für Mittelfranken.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 29, Frankfurt 18.7.1977

25.07.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 30 (vgl. 18.7.1977, 1.8.1977) in einer Ausgabe Nord heraus.

Enthalten sind die Artikel:
- "Grohnde: Schwertransport gestoppt" (vgl. 21.7.1977);
- "Lernen in den Ferien. Jugendlager der KJBs / Politische Kundschaft auf dem Lande" berichten vier Teilnehmer des Zeltlagers in Simonsberg, die in Brokdorf Bauern und in Brunsbüttel den Nord-Ostsee-Kanal besuchten;
- ein Bericht vom Propagandamarsch des SRK im Kreis Uelzen (vgl. 17.7.1977);
- "'Militärische Zwecke haben Vorrang'. Die Bourgeoise rüstet für den Krieg / Das wird von den Bauern bekämpft" zur US-Garnison in Garlstedt;
- "'Mehr Dienst für den Staat' CDU-Antrag auf einstweilige Anordnung gegen das Wehrpflicht- und Zivildienständerungsgesetz";
- "Lohnfortzahlung während der Wehrdienstzeit!";
- ein Bericht über die US-Panzerbrigaden, die u.a. in Garlstedt stationiert werden sollen;
- "Interventionstruppen / Französischer Flottenbesuch in Bremen";
- "'Wehrkraftzersetzung'" zur 3. / Amphibisches Pionierbataillon 130 in Stadt Oldendorf;
- "Keine Entlassung des Gefreiten Eidens aus der Bundeswehr!" zur 2./162 in der Bismarck-Kaserne in Wentorf;
- "Arbeitslosengeld gesperrt wegen Weigerung, den KKW-Bauplatz Brokdorf zu bewachen" aus Wilster.

Bezirksbeilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, für Donau-Iller / Ostwürttemberg, aus Franken, für den Mittleren Neckar und den Unteren Neckar.
- Bayern für Mittelfranken und für Oberbayern / Schwaben.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 30, Frankfurt 25.7.1977

01.08.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 31 (vgl. 25.7.1977, 8.8.1977) in einer Ausgabe Nord heraus.

Enthalten sind die Artikel:
- "'Bürgerwehr' gegen Kernkraftwerksgegner" in Grohnde;
- "Schützenlöcher auf der Kuhweide. Imperialistische Armeen üben Zerstörung der Produktivkräfte" von der Zelle Munster;
- "Niedersächsisches Polizeigesetz: Sozialdemokraten rühren sich";
- "'Glauben Sie das oder wissen Sie das?'" zur Militärseelsorge, aus dem SRK München;
- ein Bericht von der Bundeswehr in Wentorf (vgl. 28.7.1977);
- "Spanien: Der Aufstand der Gefangenen wurde von der neuen Regierung blutig niedergeschlagen";
- "Unterhaltssicherungsgesetz";
- "Grenzschützer in der Grundschule" zur BGS-Übung in Seester im Kreis Pinneberg.

Berichtet wird:"
Brokdorf / Esensham: Aktionen gegen Durchsetzung des Energieprogramms werden vorbereitet.

Für Ende September will die Finanzbourgeoisie über das Oberverwaltungsgericht Lüneburg den Baustop für das Kernkraftwerk Brokdorf aufheben. Die NWK bereitet die Rückführung der Baumaschinen vor. Stoltenberg hat für seine Polizei für August / September Urlaubssperre angeordnet. Die Marschenkonferenz der Bürgerinitiativen hat Aktionen gegen die Rückführung der Baumaschinen beschlossen. In verschiedenen Bürgerinitiativen wird eine Großkundgebung für Mitte September am Bauplatz vorbereitet.

Gegen die Inbetriebnahme des KKW Esensham / Unterweser, die die Bundesregierung jetzt genehmigt hat, bereiten die Bürgerinitiativen im Raum Weser-Ems Aktionen am KKW und Kundgebungen in den Städten vor."

Bezirksbeilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, aus Franken, vom Mittleren Neckar und vom Unteren Neckar.
- Bayern für Oberbayern / Schwaben, aus Mittelfranken und aus Unterfranken.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 31, Frankfurt 1.8.1977

08.08.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 32 (vgl. 1.8.1977, 15.8.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "'Drastische Einsparungen, am besten über den Preis'. Neue Manöver zur Durchsetzung des Energieprogramms" zum AKW Brokdorf, aber auch zu Esensham;
- "'Wehrgerechtigkeit'" zu den ZDL;
- "Vom 'Katastrophenschutz' zum 'Verteidigungsfall': Die Reform des 'Zivilschutzes' ist im Gange";
- "Dienstverpflichtung der Ersatzdienstleistenden" zu den ZDL von der Zelle MHH Hannover;
- "Übertölpelungs- und Ablenkungsgespräche (Termine)" zu MBFR, SALT und KSZE;
- "Kreta: 'Raus mit den Amerikanern! Raus aus der NATO!'" zu Griechenland.

Bezirksbeilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, aus Donau-Iller / Ostwürttemberg, vom Mittleren Neckar und vom Unteren Neckar.
- Bayern für Mittelfranken, für Oberbayern / Schwaben und aus Unterfranken.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 32, Frankfurt 8.8.1977

15.08.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 33 (vgl. 8.8.1977, 22.8.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "Strompreiserhöhung in Vorbereitung - Matthöfers betrügerisches Gerede", wobei als Grund der eventuelle lange AKW-Baustop genannt worden sei;
- "'Superwaffen' für die Weltmachtträume des Finanzkapitals. Trubel mit der Neutronenbombe";
- "Polizeireform in Hamburg";
- "Patenschaftsbesuch in Fürstenberg" zur 3./PzBtl aus Augustdorf;
- "Die westdeutsche Monopolbourgeoisie soll reingewaschen werden. Film 'Hitler - eine Karriere'" von der Zelle BfA, Berlin;
- ein Bericht vom SRK Berlin (vgl. 6.8.1977);
- "Widerstand gegen Dienstverlängerung" in der 4./PzGrenBtl 11 in der Scharnhorst-Kaserne Hannover.

Berichtet wird auch vom AKW Brokdorf (vgl. 9.8.1977, 12.8.1977).

Bezirksbeilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, für Donau-Iller / Ostwürttemberg, für Franken und vom Unteren Neckar.
- Bayern für Oberbayern / Schwaben und aus Unterfranken.
- Bremen-Unterweser.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 33, Frankfurt 15.8.1977

22.08.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 34 (vgl. 15.8.1977, 29.8.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "6 Wochen Grundausbildung" 2. Ausbildungskompanie / 801 in der Kaserne Butzweiler Hof, Köln;
- "US-Imperialisten verlangen weitere Milliarden für die Kriegsvorbereitungen. Landübungen in der Türkei / Ocean Safari 1977";
- "Deutschnationaler Militäraufmarsch in Göttingen" zum Gelöbnis und dem Tag der Offenen Tür in der Zieten-Kaserne in Göttingen;
- "Schulschiff 'Deutschland' auf Erkundungsfahrt im arabischen Golf";
- "Bandendiebstahl" durch Mitglieder der Polizeidirektion City, Berlin;
- "'Durch die Höhe der Strafe von der Agitation gegen die Bundeswehr abbringen'" zum Urteil des Amtsgerichts Soltau gegen einen Reservisten;
- "Idealverpflegung" zur Bundeswehr.

Bezirksbeilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, aus Franken, vom Mittleren Neckar und vom Unteren Neckar.
- Bayern aus Unterfranken (vgl. 21.8.1977).
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 34, Frankfurt 22.8.1977

29.08.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 35 (vgl. 22.8.1977, 5.9.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "Koschnick und Albrecht und die Kernenergie" zu Esensham, Gorleben und Grohnde;
- "Gesetzmäßige Niederlage des Hitlerfaschismus gegen die Rote Armee. Daten und Dokumente zur Geschichte des 2. Weltkriegs / Zu den Mitgliederversammlungen der Soldaten- und Reservistenkomitees".

Bezirksbeilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, aus Franken, vom Mittleren Neckar und vom Unteren Neckar.
- Bayern für Mittelfranken, für Oberbayern / Schwaben und aus Unterfranken.
- Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 35, Frankfurt 29.8.1977

05.09.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 36 (vgl. 29.8.1977, 12.9.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "Überprüfung des Atomgesetzes" des Bezirks Oberbayern zu den AKW;
- "Imperialistisches Energieprogramm und Wasserwirtschaft" zum AKW Esensham;
- "Carters strategische Devise: 'Vorneverteidigung' - Beruhigung für die Imperialisten. Drohungen gegenüber den Völkern";
- Leserbrief von sieben Arbeitern der Stephan-Werke Hameln an die 'Metall' zur Bundeswehr, aus der 'Volksmiliz' des SRK Hannover;
- "Soldaten und Vertrauensleute fordern Lohnfortzahlung und Kündigungsrecht" in der Trave-Kaserne in Lübeck;
- "Offenherzige imperialistische Flottenpropaganda";
- "'Strammer Max' wurde gefeuert" zur Wittekind-Kaserne in Wildeshausen;
- ein Bericht von der Bundeswehr in Buxtehude (vgl. 2.9.1977).

Bezirksbeilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, aus Donau-Iller / Ostwürttemberg, aus Franken, vom Mittleren Neckar und vom Unteren Neckar.
- Bayern für Mittelfranken, für Oberbayern / Schwaben und aus Unterfranken (vgl. 4.9.1977).
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 36, Frankfurt 5.9.1977

12.09.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 37 (vgl. 5.9.1977, 19.9.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "Das Energieprogramm ist Bestandteil des Ausplünderungsprogramms des bürgerlichen Staates" zu den AKWs Brokdorf und Grohnde, wobei auch berichtet wird von der Landeskonferenz Schleswig-Holstein (vgl. 3.9.1977);
- "Zwei Anträge zum Jugendarbeitsschutzgesetz: Erhaltung der verrotteten Zustände oder Kampf dagegen" zum JuArschG, wobei einer davon von der IGM-Verwaltungsstelle an den IGM-Tag (vgl. 18.9.1977) gerichtet ist;
- "§ 218: Sozialdemokraten an den IGM-Gewerkschaftstag: 'Reform muß allen zugute kommen - Fernziel Fristenlösung' / Belegschaften fordern: Ersatzlose Streichung des § 218 - Volksentscheid!" zum IGM-Tag;
- "Ergebnisse der 'Großen Verteidigungs- und Sicherheitsdebatte' am 8.9. im Deutschen Bundestag";
- "Mit Panzern und Rockmusik wirbt die Bundeswehr um Soldaten. 'Unser Heer' - Bundeswehrpropagandaschau in Brühl" aus dem SRK Köln;
- "'Die Männer der Lützow erinnern sich' - die Bourgeoisie gedenkt ihrer imperialistischen Abenteuer und sinnt auf neue" zum Familientreffen der Besatzung des Schlachtschiffs 'Lützow' in Kiel;
- "Rock-Festival in Scheeßel: Wehrpflichtige gegen Jugendliche eingesetzt" (vgl. 3.9.1977).

Berichtet wird:
Vertrauensmann: Nur den Mannschaften verantwortlich

Clausthal-Zellerfeld. In der Ausbildungskompanie 13/1 in der Oberharz-Kaserne wurden die Vertrauensleute gewählt. Einer der Vertrauensleute erklärte, daß er sich einzig und allein den Mannschaften verantwortlich fühlt. In der Kompanie werden zur Zeit regelmäßig vor den Wochenenden Testarbeiten geschrieben. Die Testarbeiten sind nichts als Schikane und Unterdrückung. Wer eine Fünf oder Sechs schreibt, der muß das Wochenende in der Kaserne bleiben. 'Wenn ich will, schreibt ihr alle Fünf und bleibt am Wochenende', so ein Stabsunteroffizier.
Gefordert wurden jetzt zwei Mannschaftsversammlungen ohne Beisein der Offiziere während der sechswöchigen Grundausbildung, auf der die Soldaten Kampfschritte gegen die Schikanen festlegen können."

Bezirksbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, aus Franken, vom Mittleren Neckar und vom Unteren Neckar.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Niedersachsen aus Hannover.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 37, Frankfurt 12.9.1977

19.09.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 38 (vgl. 12.9.1977, 26.9.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "'Militärische Integration' im Warschauer Pakt: Aggressionswerkzeug des Sozialimperialismus" zum WP bzw. der SU;
- "Bilanz des dritten Quartals" zur Bundeswehr in Schwanewede;
- "Niederträchtige Spaltungsversuchen gegen die Neuen in den Stammkompanien durch das Offiziersgesindel" zur Ausbildungskompanie 4./PzGrenBtl 11 in Hannover;
"Zwei Monate Grundausbildung - der Widerstand formiert sich" zur 2. Kompanie des Nachrichtenbataillon 804 in Lingen.

Über Bauern wird berichtet:"
Beschlagnahme von Höfen im Kriegsfall wird vorbereitet

Hannover. Die westdeutschen Imperialisten verstärken ihre Kriegsvorbereitungen und gegen bereits in Detailplanungen. Die Wehrbereichsverwaltung II schrieb an das 'Niedersächsische Landvolk': 'Demnächst werden neben Hotels und Gaststätten, Heimen und Schulen auch landwirtschaftliche Betriebe in Augenschein genommen durch eine Kommission. Im Kriegsfall sollen Lagerräume beschlagnahmt werden für Unterbringung von Bekleidung, Verpflegung und Ersatzteilen. Besitzer oder Pächter werden von der Besichtigung zwei Wochen vorher benachrichtigt.'(Aus: 'Das Landvolk', 1.9.77)"

Bezirksbeilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, aus Franken und vom Unteren Neckar.
- Bayern aus Mittelfranken und Unterfranken.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 38, Frankfurt 19.9.1977

26.09.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 39 (vgl. 19.9.1977, 3.10.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "Weg mit dem § 218! Aktionswoche der Komitees und Initiativen gegen den § 218" mit Bildern aus Berlin, Bremen und Hannover zum Offenen Brief an den IGM-Tag (vgl. 18.9.1974);
- "Spaltungsmanöver der Bourgeoisie / Die Massen bereiten sich auf neue Kämpfe gegen das imperialistische Energieprogramm vor" vom Bezirk Hamburg-Unterelbe zum AKW Brokdorf über die Aktionen gegen die Baumaschinen bzw. einen Propagandamarsch des KBW mit BIs aus Schleswig-Holstein am letzten Wochenende sowie vom Hamburger SPD-Landesparteitag (vgl. 16.9.1977);
- "'Katastrophenschutzplan'" zum AKW Esensham vom Bezirk Bremen-Unterweser;
- ein Bildbericht aus Kalkar (vgl. 24.9.1977);
- "Manöverwelle: Finanzkapital verlangt volle Einsatzbereitschaft. Der Kampf um Europa wird geprobt / Leber: 'Durchhalten, Männer, bei uns siegen die Verteidiger immer' / Zunehmende Widersprüche in der Armee und Kämpfe gegen die Unterdrückung durch die Armee" vom Bezirksverband Südniedersachsen mit Berichten aus den Dörfern Bishausen und Echte im Kreis Northeim und von der Bundesswehr in Hannoversch Münden;
- "Planübungen und Bourgeoisforderungen" zur Kriegsplanung;
- "Geplatzte 'Informationsexplosion'" zum Orbital Test Satellit (OTS) der European Space Agency (ESA);
- "Aktionen gegen Hitler-Film" aus Berlin;
- "Schülerrat fordert Freilassung des Panzergrenadiers Döhmen" aus der Scharnhorstkaserne Hannover bzw. dem Schülerrat der Sekundarbereich II der IGS Roderbruch;
- "Herbstmanöver 'Starker Büffel': Mit 12000 Soldaten wurde die Besetzung der Mecklenburger Börde geprobt. Bauern und Soldaten gegen die imperialistische Armee" vom SRK Holstein mit Berichten aus Börm, Hollingstedt, Klein-Bennebek, Klein-Jörl und Treia sowie vom Kreisbauernverband Husum-Eiderstedt;
- "Die Supermächte üben den dritten Weltkrieg. 16000 NATO-Soldaten in Dänemark";
- "THW muß Antrete-, Marschier- und Grußordnung zurückziehen" aus Heidelberg.

Bezirksbeilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg für den Bodensee, aus Franken, für den Mittleren Neckar und für den Unteren Neckar.
- Bayern aus Mittelfranken / Oberfranken und Unterfranken.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 39, Frankfurt 26.9.1977

03.10.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 40 (vgl. 26.9.1977, 10.10.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit dem Leitartikel "Es lebe die Partei des Proletariats! Auf nach Bonn! Weg mit den Verbotsanträgen gegen KBW, KPD und KPD/ML!".

Weitere Artikel sind:
- "Ergebnisse des IGM-Gewerkschaftstages - Einschätzung durch die Bourgeoispresse" (vgl. 18.9.1977);
- "Sozialdemokratische Chefrationalisierer. Anträge zum GEW-Gewerkschaftstag" über Anträge aus Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein;
- "Hanomag-Arbeiter fordern: Lohnfortzahlung für Soldaten und Kündigungsrecht" aus der Endmontage in Bremen;
- "Subventionen zum Ausbau und Zentralisation der Kriegsproduktion" über VFW-Fokker Bremen;
- "Säuglingssterblichkeit - das Märchen, daß die Frauen selber schuld sind. Nicht 'Unnötige Reisen, stundenlange Fernsehhockerei und gefährliche Benzinabgase', sondern Verkürzung der Liegezeiten, zu wenig Hebammen, mörderische Arbeitsbedingungen" von der Zelle St. Jürgen-Krankenhaus Bremen,
- "Standortwechsel an die Küste. Eine Etappe in der imperialistischen Geschichte des Stahlkonzerns Klöckner" von der Zelle Klöckner Bremen;
- "'Entschädigungen' für Manöverschäden treiben die Ruinierung der kleinen und mittleren Bauern voran. 50 Pfennig pro Quadratmeter zerstörtem Rübenacker / Wartezeit auf's Geld von einem Vierteljahr / 'Mit Treckern haben wir den Weg versperrt'" vom Bezirk Hannover mit Berichten aus dem Landkreis Hildesheim aus Cellersen, Coppengrave, Duingen, Ihlde, Lamspringe, Rheden und Sack bei Alfeld;
- "Niedersächsisches Katastrophenschutzgesetz - Vorbereitung auf den Krieg";
- "Einsatz der Polizei gegen die Kämpfe der Arbeiterklasse nach 1945" mit Auszügen aus der Zeitschrift 'Die Polizei'.

Bezirksbeilagen wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, aus Franken und vom Unteren Neckar.
- Bayern aus Mittelfranken / Oberfranken.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 40, Frankfurt 3.10.1977

10.10.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 41 (vgl. 3.10.1977, 17.10.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- ein Bildbericht von der Demonstration in Bonn am 8.10.1977;
- "Meldungen über den Kampf gegen die Senkung des Lohnstandards" aus dem Chemiebetrieb Spohn in Freiburg, von Nordmende Bremen über die Betriebsversammlung, von VAW Neumünster sowie aus Westberlin:"
Im Siemens-Hausgerätewerk haben 16 Arbeiter die Forderung nach 60 Pfennig mehr pro Stunde aufgestellt und den Vertrauensleutekörper aufgefordert, zusammenzutreten und die nötigen Kampfschritte festzulegen.
Im Lager bei SEL hat eine Abteilung geschlossen die Forderung nach 60 Pfennig mehr pro Stunde aufgestellt.";
- Berichte aus Bremen vom Bremer Vulkan (vgl. 5.10.1977) und von der Schülerdemonstration (vgl. 6.10.1977);
- "Autobahn als Notlandeplatz" zur Bundeswehr bzw. der Luftwaffe, deren Leichtes Kampfgeschwader 43 aus Oldenburg gemeinsam mit der 31. Staffel der RAF aus Brüggen zwischen Bremen und Bremerhaven landete;
- "Rekruten auf dem Bahnhof verabschiedet" durch das SRK Hamburg am Bahnhof Altona am 3.10.1977;
- ein Bildbericht aus Uelzen (vgl. 6.10.1977);
- "Gewalt gegen Gewalt! Schüler und Lehrer unterstützen bewaffneten Befreiungskampf" aus Berlin (vgl. 3.10.1977);
- "Oberstes Prinzip ist absoluter Gehorsam im Dienste des Finanzkapitals. Spurensicherung nach dem 'Skandal' von München" zur Bundeswehrhochschule (BWHS);
- "'Unser Land ist in seiner räumlichen Ausdehnung nicht groß … Deshalb müssen wir richtig gerüstet sein … Das ist mit Vernunft geplante Vorsorge'" zur Rede von Leber bei der Waffenschau in der Wahner Heide bei Köln.

Bezirksbeilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Bodensee, aus Franken, vom Mittleren Neckar und vom Unteren Neckar.
- Bayern aus Mittelfranken / Oberfranken.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 41, Frankfurt 10.10.1977

17.10.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 42 (vgl. 10.10.1977, 24.10.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit dem Leitartikel "Abenteurertum und Gebührenausplünderung für Monopolprofite. Imperialistisches Energieprogramm projektiert" zu den AKW.

Weitere Artikel sind:
- "Wandzeitung gegen die Machenschaften der IGM-Führung" von Klöckner Bremen über die Stahltarifrunde (STR);
- Berichte von Demonstrationen gegen das AKW Brokdorf am Bauplatz (vgl. 11.10.1977) und in Schleswig (vgl. 12.10.1977);
- "Vertrauensmännerwahlen als Kampfmittel gegen verlängerte Dienste, für Lohnfortzahlung und Kündigungsrecht" vom Sprecherrat Nord der SRKs mit einem Kasten "Vorschriften, die hei der Wahl der Vertrauensleute zu beachten sind (auszugsweise)";
- "Polizei erschießt ausländischen Jugendlichen" zu Frances Urru in Seesen, wogegen die Stadtzelle Seesen den Protest organisierte;
- "Dreißig Kriegsartikel der neuen Zeit für Officiere und Gemeine in despotischen Staaten - aus: Karl Heinzen, königl. preußischem Landwehrofficier außer Landes. (Neustadt, 1849)";
- "Rommel-Troika" zum Minensuchgeschwader der Marine in Wilhelmshaven;
- "Für den Kriegsfall - riesige Lebensmittellager" zum Wehrbereichsversorgungsamt (WBV) II in Oldenburg.

Bezirksbeilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg für Bodensee-Donau/Iller, aus Franken, vom Mittleren Neckar, und vom Unteren Neckar.
- Bayern aus Mittelbayern / Oberpfalz, aus Schwaben und aus Unterfranken.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Niedersachsen aus Südostniedersachsen.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 42, Frankfurt 17.10.1977

24.10.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 43 (vgl. 17.10.1977, 31.10.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "Brokdorf-Urteil: Präzisierung der Durchsetzung des Energieprogramms", der sich dagegen wendet, diese Teilgenehmigung und ansonsten Abhängigmachung vom Beginn der Zwischenlagerung seitens der Bundesregierung als Verlängerung des Baustops zu sehen;
- "Neuordnung und Konzentration im Flugzeugbau" zu MBB Ottobrunn, VFW-Fokker Bremen und Dornier Friedrichshafen;
- "Manöver, um das Energieprogramm durchzusetzen" zum AKW Esensham über die Klage eines Fischers sowie den Forderungen des Bremer Bürgermeisters Koschnick;
- "VFW: 60 Arbeiter für unbefristeten Streik" aus der Halle für den 614 in Bremen;
- "Ärzte und Pflegepersonal haben den Kampf gegen Medikamentenversuche aufgenommen" von den Bremer Krankenhäusern;
- "Bereiten die Stahlarbeiter den Streik vor, können die Konkurrenzbedingungen der Stahlkapitalisten für den Sieg genutzt werden! 52 Stahlarbeiter bei Klöckner Bremen sprechen sich gegen die Vorverhandlungen aus" von der Stahltarifrunde (STR), von der Betriebszelle Klöckner;
- "Ausbooten und Ausbluten" zur Haushaltsdebatte im Bremer Senat;
- "Kämpfe gegen die imperialistischen Energieprogramme in westeuropäischen Ländern" zur Anti-AKW-Demonstration in Österreich (vgl. 26.10.1977) und der WAA La Hague in Frankreich;
- "Ausbildungskompanie 408, Panzertruppenschule Munster: 3. Woche Grundausbildung - Bilanz";
- "Fähnrich Tiedemanns Erlebnisse" aus der Röttiger-Kaserne Hamburg;
- "Wachverschärfung" aus der Röttiger-Kaserne Hamburg
- "Drei Wochen 11./3 - Drei Wochen Unterdrückung und kleinlich-gehässige Schikane" aus der Röttiger-Kaserne Hamburg

Von der ÖDTR wird berichtet:"
Uni Bremen. Der Vertrauensleutekörper hat ein Beratungspapier für die Beschäftigten verabschiedet, das im wesentlichen folgende Punkte enthält: Tarifvertrag Laufzeit elf Monate; 190 DM Festgeldforderung; 35-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich. Begründung: 190 DM sind 8,5 % auf den Ecklohn, 200 DM und darüber nicht, weil das der KBW bereits vertritt. In zwei Abteilungen wurden Beschlüsse gefaßt, einmal 200 DM und einmal 220 DM."

Angekündigt werden die Azania-Veranstaltung in Bremen am 25.10.1977 und die Mitgliederversammlungen der SRKs am 3.11.1977.

Berichtet wird durch das SRK Osnabrück-Emsland:"
General stellt Strafantrag

Osnabrück. Im Mai dieses Jahres hatte das SRK Osnabrück-Emsland berichtet, daß die Vertrauensleute der Mannschaft in der Kaserne Fürstenau auf einer Zusammenkunft gegenüber dem anwesenden Kommandeur des Wehrbereichs 2 Generalmajor Vollmer gegen den Hungersold protestiert haben. Anhand der Besoldungstabelle wurde unter anderem ausgerechnet, daß dieser Generalmajor ein Gehalt bekommt, das dem Gehalt von 45 Panzergrenadieren entspricht. Der Vorgesetzte des Generalmajor Vollmer hat jetzt gegen diesen Artikel Strafantrag wegen Beleidigung gestellt. Man darf gespannt sein, wie die General vor Gericht erklären will, warum er 45 mal so viel bekommt wie ein Panzergrenadier. Oder wie er es beweisen will, daß er kein Unterdrücker ist. Das werden wohl vergebliche Bemühungen sein."

Berichtet wird:"
Lohnfortzahlung durchsetzen!

Delmenhorst, Barbara-Kaserne. Mit lautem Beifall wurde der 2. Vertrauensmann auf einer ZbV-Vertrauensmann-Stunde begrüßt. Erhatte beim Besuch des niedersächsischen CDU-Vorsitzenden und Landesministers Hasselmann die Forderung nach Lohnfortzahlung erhoben. In den folgenden Tagen zeigten die Offiziere Hektik. Sie durchsuchten das Auto des Vertrauensmannes. Der Sicherheitsoffizier lud zur Vernehmung. Der Vertrauensmann hielt an der Forderung fest. Bei einer Aussprache von 30 Mannschaften war man sich einig, daß eine Versammlung stattfinden muß, wo diese Forderung durch Beschluß bekräftigt und Maßnahmen beschlossen werden sollen."

Berichtet wird:"
Weg mit den Testarbeiten!

Stade. Tests seien gerade in den ersten Wochen der Grundausbildung notwendig, um die Ausbildung durchführen zu können, so Leutnant Habenreich, Leiter des Nachschubausbildungszentrums Von-Goeben-Kaserne, Stade. Wer eine Eins schreibt, kann freitags um 12 Uhr fahren, wer eine Zwei schreibt, um 14 Uhr, Drei und Vier um 17 Uhr, Fünf und Sechs 'dürfen' von 18 bis 20 Uhr 'üben'. Für Fahrgemeinschaften bedeutet das, daß die einen bis zu acht Stunden auf andere warten müssen. Diese Spaltung wird bekämpft. Der Soldat, der gegen die Testarbeiten und für Lohnfortzahlung eingetreten ist, wurde von 87 Rekruten (von 132) zum 1. stellvertretenden Vertrauensmann gewählt. Der mit 101 Stimmen gewählte Vertrauensmann hat sich dazu nicht geäußert."

Bezirksbeilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg für Bodensee-Donau/Iller, für Franken, vom Mittleren Neckar, vom Unteren Neckar und für Schwarzwald-Bodensee.
- Bayern aus Unterfranken.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 43, Frankfurt 24.10.1977

31.10.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 44 (vgl. 24.10.1977, 7.11.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "6 000 demonstrierten gegen das österreichische Kernenergieprogramm" (vgl. 26.10.1977);
- "Weder durch Betrug noch durch Schikane läßt sich der Kampf gegen das bürgerliche Schulwesen unterdrücken. Zum Volksbegehren für Lernmittelfreiheit in Bayern" mit dem Kasten "Die 'Lernmittelfreiheit' der Bourgeoisie - Ausplünderung und Schikane" mit Abschnitten zu Bremen und Niedersachsen;
- "Länderregierungen wollen Studentenbewegung zerschlagen" berichtet aus Bremen, Hamburg und Göttingen von der Universität sowie aus Kiel von der Universität und der FHS für Sozialwesen;
- "60 Unterschriften für 200 DM mehr" von BWM Bremen bzw. der Metalltarifrunde (MTR);
- "Krankenpflegeausbildung: Das Notwendigste erfährt man von den anderen Schülern. Unter dem Motto: 'Alte Zöpfe werden abgeschnitten' betreibt der bürgerliche Staat Verstümmelung der Fähigkeiten und Notenunterdrückung" von den Zellen Rot-Kreuz-Krankenhaus und Zentralkrankenhaus St. Jürgenstrasse Bremen;
- "'Auf zu neuen Ufern' - Mehrwert 77. Produktion von absolutem und relativem Mehrwert auf der Klöckner-Hütte Bremen durch… Zulagenstreichung, Lohnsenkung wie Verdichtung des Arbeitstags durch Kurzarbeit… Stellenstreichungen, Tonnageerhöhung, Überstundenschinderei bei Zahlung der Kurzarbeit aus der Arbeitslosenversicherung… Entlassungen bei gleichzeitiger Schichtausweitung… Weitere Intensivierung der Arbeit während der Urlaubsperiode… Rationalisierung bei Reparaturarbeiten und Angestellten", vermutlich von der Betriebszelle;
- "Dem Heißhunger nach Steigerung der Mehrwertproduktion muß im Kampf um den Lohn und den Normalarbeitstag entgegengetreten werden" an dem die Zelle Klöckner Bremen mitarbeitete;
- "Leber Wehner Wörner in Sorge um den Wehrwillen";
- "GSG 9: Beispiellos ist die Truppe nicht. Schon immer hat die Bourgeoisie solche Metzgerhunde gebraucht";
- "Die Brücke von Arnheim - Filmbesprechung".

Bezirksbeilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg für Franken, vom Mittleren Neckar, vom Unteren Neckar, für Ulm-Bodensee und für Schwarzwald-Bodensee.
- Bayern für Oberbayern / Schwaben, für Mittelfranken / Oberfranken und aus Unterfranken.
- Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 44, Frankfurt 31.10.1977

07.11.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 45 (vgl. 31.10.1977, 14.11.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "Es lebe die Große Oktoberrevolution!" 'Die erste Reiterarmee' / Theateraufführen" auf den Mitgliederversammlungen der SRKs, die in der Region Nord an 9 Oten von 4 000 Menschen besucht worden seien;
- "Resolution von 12 Soldaten des PzGrenBtl 72, Röttiger-Kaserne, Fischbek" gegen eine Tarifpause und für 220 DM Festgeld in der Metalltarifrunde (MTR);
- "Interview mit einem Zeitsoldaten aus der Röttiger-Kaserne, Fischbek";
- "Wehrsolderhöhung";
- "Fünf Sechstel Brühwurst" zur Wehrsolderhöhung;
- "'Sofort weiter in die Zukunft planen' - die '3. Waffegeneration' wird gefordert";
- "Für Wehrkraftzersetzung 60 Tagessätze à 10 DM" zum Urteil des Landgerichts Braunschweig gegen Klaus Öllerer.

Berichtet wird:"
Soldaten unterstützen Lohnkampf

Neumünster. Die Sektion Neumünster des Soldaten und Reservistenkomitees Holstein protestiert auf das Schärfste gegen die geplanten Entlassungen bei VAW und begrüßt die Kundgebung der Neumünsteraner Arbeiter am 4.11. Das SRK ist der Überzeugung, daß eine solche Kundgebung ein wichtiger Schritt ist hin zur Durchsetzung der Forderungen: 60 Pfennig mehr sofort! 220 DM in der nächsten Tarifrunde! Siebenstundentag bei vollem Lohnausgleich! Keine Entlassungen bei VAW! Die Soldaten sind Arbeiter, die zwangsweise in die Uniform gesteckt worden sind. Ihr Kampf gegen die Kasernenunterdrückung und für Lohnfortzahlung und Kündigungsrecht ist der gleiche wie der der Arbeiter gegen Lohnraub und Rationalisierung."

Berichtet wird:"
Kein Laufen im Kompaniegebäude

Ausbildungskompanie 408 Munster. Voll aufgerödelt und bei jeder Gelegenheit wurde den Rekruten bis Freitag dieser Woche befohlen, im KpGebäude zu laufen. Eine besondere Schikane, die insbesondere in der Grundausbildung benutzt wird, um die Rekruten klein zu kriegen. Durch die Beschwerden mehrerer Soldaten und Forderung der Vertrauensmänner, diese Befehle sofort einzustellen, mußte der KpChef am Freitag bekanntgeben, daß das Laufen im Kompaniegebäude ab sofort verboten ist."

Bezirksbeilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Franken, vom Mittleren Neckar und vom Unteren Neckar, für Ulm-Bodensee sowie für Schwarzwald-Bodensee.
- Bayern aus Mittelfranken / Oberfranken, Niederbayern und Regensburg - Mittlere Donau, für München / Oberbayern sowie für Schwaben.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 45, Frankfurt 7.11.1977

14.11.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 46 (vgl. 7.11.1977, 21.11.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "Kampf dem imperialistischen Energieprogramm! Für uneingeschränkte Streik-, Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit!" über Kostenheranziehungsbescheide der Landesregierung Niedersachsen an die Teilnehmer des Anti-AKW Lagers in Grohnde, von denen 270 identifiziert worden seien;
- ein Bildbericht "US-Besatzertruppen - isoliert und selber eingesperrt" zum Protest gegen die Stationierung in Bremerhaven im Jahr 1954;
- "Vitale Interessen und Flottenmanöver der Supermächte in der Ostsee";
- "Kampf dem imperialistischen Energieprogramm! Für uneingeschränkte Streik-, Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit!" über Kostenheranziehungsbescheide der Landesregierung Niedersachsen an die Teilnehmer des Anti-AKW Lagers in Grohnde, von denen 270 identifiziert worden seien;
- "Bestechung und Unterdrückung. Die Offiziere fürchten die Verbrüderung der Unteroffiziere mit den Mannschaften" von den Pionieren in Dörverden-Barme;
- "Soldaten gegen Imperialismus und Rassismus" zur Resolution von 9 Soldaten der Hammersteinkaserne Wesendorf, die die Zimbabweveranstaltung des KBW begrüßt;
- "Antimilitarismus, treffsicher" zum K-Gruppenverbot bzw. zu Erich Kästners Gedicht "Sergenat Waurich";
- "Hungersold und Elendsfraß. 'Verweigerung der Nahrungsaufnahme … Verstoß zur Pflicht der Gesundhaltung'" zur Röttiger-Kaserne Hamburg;
- "Manöverschäden: 'Weit über 100 000 DM an wenigen Tagen'" zur Samtgemeinde Schwaförden, Mallinghausen und Neubruchhausen, von der Zelle Diepholz;
- "Lohnfortzahlung! Dienstausgleich für Zusatzdienste!" zur Forderung der 3./75 in der Röttiger-Kaserne Hamburg;
- "Bettlaken statt Deutschlandfahne aufgezogen" zu Soldaten vom Fliegerhorst Rheine, die in der Pommernkaserne Fürstenau Wache hatten.
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 46 (vgl. 7.11.1977, 21.11.1977) in einer Ausgabe Nord heraus.

Bezirksbeilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Franken, vom Mittleren Neckar, vom Unteren Neckar und für Schwarzwald-Bodensee.
- Bayern aus Bayern / Südost und für Mittelfranken / Oberfranken.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 46, Frankfurt 14.11.1977

21.11.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 47 (vgl. 14.11.1977, 28.11.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "Das Interesse der Arbeiter und Bauern gebietet Kampf gegen das imperialistische Energieprogramm" über die AKW-Befürwortung durch CDU, FDP und SPD sowie DGB und den BBU, der die Anti-AKW-Bewegung an diese Parteien binden solle;
- "Interview mit einem Bauern aus der Wesermarsch" zum AKW Esensham;
- Berichte über Grohnde (vgl. 19.11.1977) und von Klöckner Bremen (vgl. 11.11.1977);
- "Abrüstungsgeheule um Europa - die Vorbereitung auf Krieg läuft";
- "Ein Stabsarzt erinnert sich. Krankenversorgung der Soldaten oder warum Rettungsboote nicht notwendig sind" aus Hannover;
- "Französische Mittelmeerflotte für imperialistischen Krieg und Intervention gegen die Völker Afrikas und Asiens ausgebaut";
- "Vergebliche Hoffnungen der französischen Imperialisten auf Rückgewinn Algeriens".

Bezirksbeilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Franken, vom Mittleren Neckar und vom Unteren Neckar, für Schwarzwald-Bodensee sowie für Ulm-Bodensee.
- Bayern aus Mittelfranken/Oberfranken.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 47, Frankfurt 21.11.1977

28.11.1977:
Es erscheint die 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) des KBW Nr. 48 (vgl. 21.11.1977, 5.12.1977) in einer Ausgabe Nord mit den Artikeln:
- "Probe für den Krieg um Europa. Herbstmanöver '77";
- "Grußadresse von Bundesbahnarbeitern aus dem Hauptbahnhof Frankfurt/Main" an die Soldaten;
- "Gemeinsam Befehle falsch ausgeführt" zur 3. / Panzergrenadierbataillon 32, Nienburg;
- "Getreten, um zu treten. Feldjägerausbildung" zu Heide;
- "Lohnfortzahlung!" zur Wehrsolderhöhung, aus Wetzlar.

Berichtet wird:"
Nach der Vereidigung war der Streifenwagen total verdreckt

In der letzten Woche wurden 283 Schüler der Landespolizeischule in Hann. Münden von Innenminister Groß vereidigt. Von einem anderen Jahrgang ist bekannt, daß ein Drittel vor der Vereidigung die Ausbildung abgebrochen hatte. Nach Aussagen eines älteren Polizeibeamten hatten viele von ihnen nur in der Polizeischule angefangen, weil sie arbeitslos waren und keine Lehrstelle finden konnten. Berichtet wurde, daß gerade in den letzten Wochen verstärkt das Aufmarschieren gegen Demonstrationen gedrillt wurde. Marschieren in Dreierreihen, aus der Marschformation heraus eine Kette bilden und im Schrittempo auf den Feind langsam zumarschieren. Ausrüstung eines Trupps mit Knüppeln, ein anderer ohne Knüppel, und dann drauf los. So wird das zerschlagen von Demonstrationen gedrillt. Über den Erfolg dieses Drills haben die Polizeioffiziere selbst Zweifel. Als der Innenminister Groß da war, wurde das gesamte Gelände von Streifen mit Maschinenpistolen bewacht. Arbeiter, die die auf dem Kasernenhof Erdarbeiten verrichteten, wurden besonders scharf bewacht und von Polizeioffizieren mit preußischer Arroganz verhöhnt. Ein total verdreckter Streifenwagen, der gerade vorher auf Hochglanz gebracht worden war, war die Folge."


Bezirksbeilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Franken, vom Mittleren Neckar und vom Unteren Neckar, für Konstanz / Südschwarzwald sowie für Ulm-Bodensee.
- Bayern für Mittelfranken/Oberfranken und Unterfranken, für Schwaben sowie für München / Oberbayern.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 48, Frankfurt 28.11.1977

05.12.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 49 (vgl. 28.11.1977, 12.12.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "Die Fernsehlüge der Woche: Sicherheit der Atommüllentsorgung" zu Gorleben;
"Auf Interventionssprung gegen den Befreiungskampf der F.POLISARIO";
- "Einheitliches Polizeirecht. Erneuter Versuch, Geheimdienst und öffentlichen Dienst, Polizei und Militär zu einheitlichen Unterdrückungsapparat zu verschmelzen";
- "Zig Tausende verweigern, aber der Nutzeffekt bleibt aus, die Moral in der Armee steigt trotzdem nicht. Auch Weiterverpflichtungen nehmen ab" von den SRKs Hannover und Bremen, wobei berichtet wird aus der Ausbildungskompanie 408 in Munster, der Fernmeldeausbildungskompanie 2./1 Hannover und aus Schwanewede;
- "Erklärung von R. G. Mugabe, Präsident der ZANU" zu Zimbabwe vom 30.11.1977;
- "Gewehre für die Jugend Zimbabwes" mit der Ankündigung der Veranstaltungen in Nürnberg, München, Berlin, Hamburg, Köln und Frankfurt;
- "Manöver des österreichischen Bundesheeres zur Erprobung neuer Militärkonzeption".

Bezirksbeilagen wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg für Franken, vom Mittleren Neckar und vom Unteren Neckar sowie für Ulm-Bodensee.
- Bayern für Mittelfranken/Oberfranken und Unterfranken, für Regensburg / Mittlere Donau und Niederbayern sowie für Schwaben.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 49, Frankfurt 5.12.1977

12.12.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 50 (vgl. 5.12.1977, 19.12.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "Fortschreibung des Energieprogramms. Entsorgung der Bourgeoisie auf Risiko und Kosten der Volksmassen. Heizölsteuer, Kohlepfennig, Erdgassteuer oder Förderzins" zu Gorleben;
- "Britische Besatzer: Die Soldaten werden entwürdigt, damit sie gegen die Völker gehetzt werden können" von der Zelle Rosenplatz, Osnabrück;
- "Die Sanitätsreform der Bundeswehr. Die Beschäftigten im Gesundheitswesen sollen unter militärisches Oberkommando gestellt werden" u.a. zur Reserve-Lazarett-Organisation in der Warner-Kaserne, München und in Kirchseeon bei München, vom Bezirk München-Oberbauern und der Süd-Redaktion;
- "Die 'Kriegsdienstverweigerer-Lawine'. Kalkulierte Maßnahmen zur Erhöhung der Verteidigungsbereitschaft" zu den ZDL;

Berichtet wird:"
Der Stollen des Kalisalzbergwerkes Ronnenberg ist 1975 vollgelaufen. Zwei Schächte neben der Atommülldeponie Asse II sind abgesoffen. Bis heute rätseln die bürgerlichen Wissenschaftler über ein vor Monaten bei Soltau beobachtetes Erdbeben."

Berichtet wird:"
Kriegsvorbereitung

Bremen. Am Zentralkrankenhaus wurde bekannt, daß alle Beschäftigten der Krankenhäuser einen einwöchigen Kurs in 'Katastrophenschutz' durchlaufen sollen. Der Kurs soll obligatorisch sein und sich über fünf volle Arbeitstage erstrecken. Weiter wird jetzt begonnen, unter Pflegern und Schwestern des Krankenhauses 'Freiwillige' zu verpflichten, die im 'Katastrophenfall' in einem 'Ausweichkrankenhaus' in Rastede Dienst tun. Der Zusammenhang zu dem geplanten 'Gesundheitssicherstellungsgesetz', das die Militarisierung des medizinischen Personals im Kriegsfall regeln soll, liegt auf der Hand.

Hannover. Verteidigungsminister Leber gab dem Nato-Ausschuß für Verteidigungsplanung den 'deutschen Beitrag' zur Aufrüstung für den imperialistischen Krieg bekannt. Bereits genehmigte Rüstungsprojekte der Bundeswehr sind: Die Ausstattung von 650 Kampfpanzern M48 mit 105-Millimeter-Kanonen, die Beschaffung von 1 800 Kampfpanzern Leopard 2, die Einführung von 432 Flakpanzern Gepard, die Ausrüstung mit 140 Flak-Raketenpanzern Roland 2,, die Umrüstung von 316 Raketenjagdpanzern auf Hotraketen, die Beschaffung von 212 Panzerabwehrhubschraubern, die Einführung von 175 Kampfflugzeugen Alfajet, die Ausstattung mit 24 377 Panzerabwehrraketen TOW, die Beschaffung von 154 000 Panzerabwehrraketen Milan, die Ausrüstung mit 322 Kampfflugzeugen Tornado, der Bau von sechs Fregatten des Typs 122.
Nach den Kriegskosten liegt der BRD-Imperialismus nach den USA auf dem zweiten Platz in der Nato. Das kurzfristige 'Programm zur Verbesserung der Streitkräfte des Bündnisses', das bis Ende 1978 abgewickelt sein soll, bezieht sich in erster Linie auf die Erhöhung der Vorräte und Munition. Die Nato wird ihren bestand an Panzerabwehrlenkraketen im Laufe der nächsten zwölf Monate um ein Drittel erhöhen. Die Niederlande wollen eine zweite Heeresbrigade in Westdeutschland stationieren. 'Endlich einmal geht ein Jahr zu Ende, in dem die Warnungen nicht ungehört verhallten', begrüßt Nato-Generalsekretär Luns die Ausstellung des Waffenplans."

Berichtet wird:"
Streik der englischen Feuerwehrleute verzögert Rekruteneinziehung

Hannover. Die britische Armee mußte die meisten ihrer frisch gezogenen Rekruten bei vollem Wehrsold für vorerst fünf Wochen wieder nach Hause schicken, weil die Unteroffiziere und anderen Ausbilder bei der Brandbekämpfung eingesetzt sind. Britische Offiziere beklagen sich bitter, daß ihr sorgfältig abgestimmter Ausbildungsplan im Rahmen der Nato-Erfordernisse zunichte gemacht ist, meldet die 'Frankfurter Allgemeine Zeitung' am 8.12."

Aufgerufen wird zu den Musiktagen der SRKs in Hannover (vgl. 28.12.1977).

Bezirksteile wurden uns bekannt:
- aus Baden-Württemberg für Franken, Mittlerer Neckar und Unterer Neckar sowie für Ulm - Bodensee.
- Bayern für Mittelfranken /Oberfranken und Unterfranken, für München / Oberbayern und für Schwaben.
- für Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 50, Frankfurt 12.12.1977

19.12.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 51 (vgl. 12.12.1977, 26.12.1977) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "Was die Fortschreibung des imperialistischen Energieprogramms eintragen soll" (vgl. 14.12.1977);
- "Bonns 'größter Spionagefall' enthüllt interessante Geheimnisse über die Mobilmachungspläne der westdeutschen Bourgeoisie" zur DDR;
- "Reformbetrug brisant hochgegangen" zur Wehrdienstgesetznovelle;
- "Musiktage der Soldaten- und Reservistenkomitees" (vgl. 28.12.1977) mit Bericht über den Protest in Hannover gegen die Verzögerung der Genehmigung;
- "'Das Deutschtum ist die profunde Seele der Legion'" zur französischen Fremdenlegion;
- "Neue Regelungen des Sanitätsdienstes" zur Panzerbrigade 33 der 11. Division in Oldenburg;
- "Manöver der Besatzertruppen in Westberlin" bzw. der Briten und Franzosen vom 12. bis 14.12.1977.

Bezirksbeilagen und -teile wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg für Unterer Neckar, Franken, Mittlerer Neckar und Ulm / Bodensee.
- Bayern für Mittelfranken/Oberfranken und Unterfranken, München / Oberbayern und Schwaben.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 51, Frankfurt 19.12.1977

26.12.1977:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 52 (vgl. 19.12.1977, 2.1.1978) in einer Ausgabe Nord heraus mit den Artikeln:
- "Imperialistisches Energieprogramm und Wasserwirtschaft. Bauern im Emsland kämpfen gegen die Vernichtung ihrer Existenz" in Meppen und Geeste, vom Bezirk Osnabrück/Emsland;
- "Fregattenbauprogramm: Teilstück im Aufbau einer streitfähigen westdeutschen Armada. Überproduktionskapazität? Nicht für den Bau von Flugzeugträgern!" von der Zelle Bremer Vulkan;
- das Lied "Roter Flottenmarsch";
- "Krisenstab probt Ernstfall" zur Katastrophen-Schutzübung in Herzberg;
- "Musiktage der Soldaten- und Reservistenkomitees vom 28.12. bis 31.12. Festzelt Campingplatz Blauer See, Hannover-Garbsen, Raststätte Hannover Garbsen";
- ein Brief von acht Soldaten der Carl-Schurz-Kaserne Hardheim zur Wehrsolderhöhung;
- "Besatzermächte heucheln Verbundenheit mit Westberliner Bevölkerung";
- "Kampf gegen die US-Truppenstationierung in Garlstedt. Demonstration bei Grundsteinlegung / Bauern wehren sich gegen ihre Ruinierung" von der Zelle Osterholz-Scharmbeck.

Berichtet wird:"
Buhrufe, Pfiffe und Gelächter für 30 DM-'Erhöhung'

Wesendorf, Hammersteinkaserne. Am 19.12. hatte die Kompanieführung der 3. PzGrenBtl 11 für alle Weihnachtsfeier befohlen. Zentrum der Veranstaltung war eine Rede von Hauptmann Öllerich, ein Resümee des auslaufenden Jahres. Öllerich führte voller Stolz aus, daß seinesgleichen 2 480 Dienststunden im Schnitt aus den Soldaten gepreßt hatten. Tatsächlich sind es über 3 000, das heißt mehr als 250 Stunden im Monat pro Soldat. 120 Disziplinarstrafen, mehr als je zuvor, hatte er verhängen müssen, einige Soldaten würden ihm Sorge bereiten.
Als er schließlich verkündete, daß um die 260 000 DM Wehrsold ausgegeben worden seien, erntete er Buhrufe, Pfiffe und Gelächter. Die 30 DM 'Erhöhung' ab 1.1.78 führte er zur Besänftigung an. Die Antwort der Soldaten war die gleiche wie zuvor. Zum Schluß sangen die Soldaten das in der Bundeswehr bekannte Lied: 'Wir haben die Schnauze voll, wir wollen nach Haus … Den Mann mit der gelben Schnur (den Spieß, d. Red.), den hängen wir auf den Flur…'"

Berichtet wird von der Metalltarifrunde (MTR):"
Soldaten für 220 DM in der Tarifrunde

Hildesheim, Mackensen-Kaserne, 21.12.77. An den Vertrauensleutekörper der Blaupunkt GmbH, an den Vertrauensleutekörper der Bosch GmbH, an die IGM Ortsverwaltung Hildesheim und an die Zeitung 'Metall': 'Mit Interesse verfolgen wir Soldaten die Vorbereitungen für die Tarifauseinandersetzungen und unterstützen hiermit die Forderungen für 220 DM Festgeld. Wir werden kaserniert, damit wir nicht gemeinsam mit den Kollegen im Betrieb für unsere Forderungen eintreten. Um diese Spaltung aufzuheben, unterstützen wir euch und fordern euch auf, unsere gerechte Forderung nach Lohnfortzahlung und Kündigungsrecht für Soldaten zu unterstützen.' (Drei Soldaten)"

Berichtet wird:"
Soldaten unterstützen ZANU

Hamburg. Am 20.12.77 hat die Delegation der ZANU Hamburg besucht. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden Spenden von Soldaten aus Hamburger Kasernen übergeben: Von der 3. / Panzerartillerie 75 wurden 10 DM übergeben. Im gesamten Panzergrenadierbataillon 72 wurden bis zur Veranstaltung 65 DM gesammelt. In der Stammkompanie der Hochschule der Bundeswehr Hamburg wurden 11 Sätze Unterwäsche (oliv), 10 Sätze Unterwäsche (weiß) und etliche Paar Socken, fast alle neu, die die Reservisten für die Verfügungsbereitschaft aufbewahren mußten, der ZANU für die Ausrüstung einer Kompanie der ZANLA gespendet."

Bezirksbeilagen und -teile wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg für Franken, vom Mittleren Neckar, vom Unteren Neckar und für Konstanz / Südschwarzwald.
- Bayern für Mittelfranken/Oberfranken und Unterfranken, für Regensburg / Mittlere Donau und Niederbayern.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Ausgabe Nord Nr. 52, Frankfurt 26.12.1977

02.01.1978:
Es erscheint die 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) des KBW Nr. 1 (vgl. 26.12.1977, 9.1.1978).

Bezirksbeilagen und -teile wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg für Franken, vom Mittleren Neckar und vom Unteren Neckar, für Konstanz / Südschwarzwald, für Südbaden sowie für Ulm-Bodensee.
- Bayern aus Mittelfranken/Oberfranken-Unterfranken und Schwaben.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 1, Frankfurt 2.1.1978

09.01.1978:
Es erscheint die 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) des KBW Nr. 2 (vgl. 2.1.1978, 16.1.1978).

Bezirksbeilagen und -teile wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg für Franken, vom Mittleren Neckar und vom Unteren Neckar, für Südbaden sowie für Ulm-Bodensee.
- Bayern aus Mittelfranken/Oberfranken-Unterfranken, Regensburg / Mittlere Donau und Niederbayern, für München / Oberbayern und für Schwaben.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 2, Frankfurt 9.1.1978

16.01.1978:
Es erscheint die 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) des KBW Nr. 3 (vgl. 9.1.1978, 23.1.1978).

Bezirksbeilagen und -teile wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Franken, vom Mittleren Neckar und vom Unteren Neckar, für Südbaden sowie für Ulm-Bodensee.
- Bayern aus Mittelfranken/Oberfranken und Unterfranken, für München / Oberbayern sowie für Schwaben.
- Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 3, Frankfurt 16.1.1978

23.01.1978:
Es erscheint die 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) des KBW Nr. 4 (vgl. 16.1.1978, 30.1.1978).

Bezirksbeilagen und -teile wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Franken, für den Mittleren Neckar und für den Unteren Neckar, für Konstanz / Südschwarzwald sowie für Ulm-Bodensee.
- Bayern aus Mittelfranken/Oberfranken-Unterfranken und für Schwaben.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 4, Frankfurt 23.1.1978

30.01.1978:
Es erscheint die 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) des KBW Nr. 5 (vgl. 23.1.1978, 6.2.1978).

Bezirksbeilagen und -teile wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg für Franken, für Südbaden und vom Unteren Neckar.
- Bayern aus Mittelfranken/Oberfranken-Unterfranken, für Regensburg / Mittlere Donau und Niederbayern und für München / Oberbayern.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 5, Frankfurt 30.1.1978

06.02.1978:
Es erscheint die 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) des KBW Nr. 6 (vgl. 30.1.1978, 13.2.1978).

Bezirksbeilagen und -teile wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Franken und für den Unteren Neckar.
- Bayern aus Mittelfranken/Oberfranken und Unterfranken sowie für Regensburg / Mittlere Donau und Niederbayern.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 6, Frankfurt 6.2.1978

13.02.1978:
Es erscheint die 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) des KBW Nr. 7 (vgl. 6.2.1978, 20.2.1978).

Bezirksbeilagen und -teile wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Franken, für den Unteren Neckar, für Südbaden und für Ulm-Bodensee.
- Bayern aus Mittelfranken/Oberfranken und Unterfranken sowie für Schwaben.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 7, Frankfurt 13.2.1978

20.02.1978:
Es erscheint die 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) des KBW Nr. 8 (vgl. 13.2.1978, 27.2.1978).

Bezirksbeilagen und -teile wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg vom Unteren Neckar, für Südbaden, für Konstanz / Südschwarzwald und für Ulm-Bodensee.
- Bayern für Mittelfranken/Oberfranken und Unterfranken, für Mittlere Donau / Regensburg und Niederbayern sowie für Schwaben.
- Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 8, Frankfurt 20.2.1978

27.02.1978:
Es erscheint die 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) des KBW Nr. 9 (vgl. 20.2.1978, 6.3.1978).

Bezirksbeilagen und -teile wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Franken, vom Mittleren Neckar, für Südbaden und für Ulm-Bodensee.
- Bayern aus Unterfranken.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 9, Frankfurt 27.2.1978

06.03.1978:
Es erscheint die 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) des KBW Nr. 10 (vgl. 27.2.1978, 13.3.1978).

Bezirksbeilagen und -teile wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Franken, für den Mittleren Neckar und für Ulm-Bodensee.
- Bayern aus Unterfranken und für München / Oberbayern.
- Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 10, Frankfurt 6.3.1978

13.03.1978:
Es erscheint die 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) des KBW Nr. 11 (vgl. 6.3.1978, 20.3.1978).

Bezirksbeilagen und -teile wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Franken, vom Unteren Neckar, für Südbaden, für Konstanz / Südschwarzwald und für Ulm-Bodensee.
- Bayern aus Unterfranken.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 11, Frankfurt 13.3.1978

20.03.1978:
Es erscheint die 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) des KBW Nr. 12 (vgl. 13.3.1978, 27.3.1978).

Bezirksbeilagen und -teile wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Franken, für den Mittleren Neckar, für den Unteren Neckar, für Konstanz / Südschwarzwald und für Ulm-Bodensee.
- Bayern für die Bezirksgruppe Bayern Süd/Ost und für Schwaben.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 12, Frankfurt 20.3.1978

27.03.1978:
Es erscheint die 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) des KBW Nr. 13 (vgl. 20.3.1978, 3.4.1978).

Bezirksbeilagen und -teile wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Franken, für den Mittleren Neckar, für den Unteren Neckar, für Konstanz / Südschwarzwald und für Ulm-Bodensee.
- Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz aus Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 13, Frankfurt 27.3.1978

03.04.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 14 (vgl. 27.3.1978, 10.4.1978) heraus.

Bezirksbeilagen und -teile lagen uns bisher vor aus:
- Baden-Württemberg aus Franken, vom Mittleren Neckar, vom Unteren Neckar, für Südbaden, für Konstanz / Südschwarzwald und für Ulm-Bodensee.
- Bayern aus Niederbayern, für München / Oberbayern und für Schwaben.
- Hamburg-Unterelbe.
- Rheinland-Pfalz für Trier.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 14, Frankfurt 3.4.1978

10.04.1978:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 15 (vgl. 3.4.1978, 17.4.1978) heraus. Das ZK des KBW gibt bekannt, daß in Köln (29. April) und in Frankfurt (1. Mai) jeweils Demonstrationen geplant sind, die unter folgendem Thema stehen sollen:"
Sofortige Anerkennung der Patriotischen Front durch die Bundesregierung! Es lebe der bewaffnete Befreiungskampf des Volkes von Zimbabwe! Es lebe die ZANU! Schluß mit den Aggressionsvorbereitungen gegen das Volk von Zimbabwe! Raus aus der NATO!".

Bezirksbeilagen und -teile lagen uns bisher vor aus:
- Baden-Württemberg für Franken, vom Mittleren Neckar, vom Unteren Neckar, für Südbaden, für Konstanz / Südschwarzwald und für Ulm-Bodensee.
- Bayern für Niederbayern, für München / Oberbayern und für Schwaben.
- Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 15, Frankfurt 10.4.1978

17.04.1978:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 16 (vgl. 10.4.1978, 24.4.1978) heraus.

Bezirksausgaben lagen uns bisher vor aus:
- Baden-Württemberg für Franken, vom Unteren Neckar, für Südbaden, für Konstanz / Südschwarzwald und für Ulm-Bodensee.
- Bayern für Niederbayern und für München / Oberbayern.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 16, Frankfurt 17.4.1978

24.04.1978:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 17 (vgl. 17.4.1978, 1.5.1978) heraus. Das ZK des KBW gibt bekannt, daß für Ende April eine Reihe von Demonstrationen und Kundgebungen zur Unterstützung des Kampfes des Volkes von Zimbabwe und der ZANU geplant sind (vgl. 22.4.1978): 27.4. Westberlin, 28.4. Hannover, 29.4. Köln, 30.4. München, 1.5. Frankfurt.

Auf Seite 2 erscheint der Artikel: "1. Mai- Gründe genug, gegen die Kapitalisten und Regierung zu marschieren. Überhaupt keinen Grund, sich durch die Sozialdemokratie fesseln zu lassen". U. a. heißt es:"
Wir rufen auf, am 1. Mai an den gewerkschaftlichen Maidemonstrationen teilzunehmen und die Forderungen des Klassenkampfes zu erheben. Wir rufen auf, den Kampf der unterdrückten Völker zu unterstützen und an den Demonstrationen zur Unterstützung des bewaffneten Kampfes in Zimbabwe und für die Anerkennung der Patriotischen Front durch die Bundesregierung teilzunehmen."

Bezirksausgaben wurden uns bisher bekannt aus:
- Baden-Württemberg aus Franken, vom Mittleren Neckar, für Südbaden, für Konstanz / Südschwarzwald und vom Unteren Neckar.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 17, Frankfurt 24.4.1978

01.05.1978:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 18 (vgl. 24.4.1978, 8.5.1978) heraus.

Bezirksausgaben lagen uns bisher vor aus:
- Baden-Württemberg für Franken, vom Mittleren Neckar und vom Unteren Neckar, für Südbaden, für Konstanz / Südschwarzwald und für Ulm-Bodensee.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 18, Frankfurt 1.5.1978

08.05.1978:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 19 (vgl. 1.5.1978, 15.5.1978) heraus.

Bezirksausgaben lagen uns bisher vor aus:
- Baden-Württemberg für Franken, vom Unteren Neckar und für Ulm-Bodensee.
- Bayern für Niederbayern, für München / Oberbayern und für Schwaben.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 19, Frankfurt 8.5.1978

15.05.1978:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 20 (vgl. 8.5.1978, 22.5.1978) heraus. Bekanntgegeben wird, daß die PLO Palästina zum 30. Jahrestag der Gründung des "zionistischen Staates Israel" eine Rundreise durch die 'BRD' und Berlin plant. Diese Rundreise soll am 21.5. in Frankfurt beginnen, am 22.5. in Hamburg fortgesetzt werden; in Westberlin soll am 23.5. eine weitere Veranstaltung stattfinden, ebenfalls in Mannheim (24.5.) und in Köln (27.5.) beendet werden. Die Veranstaltungen sollen durchgeführt werden von der Informationsstelle Palästina, dem Sekretariat der Palästina- und Nahostkomitees in der BRD und Westberlin und dem Palästinensischen Studentenverband in der BRD und Westberlin.

Bezirksausgaben wurde uns bekannt für:
- Baden-Württemberg für Ulm-Bodensee.
- Bayern für München / Oberbayern.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 20, Frankfurt 15.5.1978

22.05.1978:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 21 (vgl. 15.5.1978, 29.5.1978) heraus.

Bezirksausgaben lagen uns bisher vor aus:
- Baden-Württemberg vom Unteren Neckar und für Ulm-Bodensee.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 21, Frankfurt 22.5.1978

29.05.1978:
Die 'KVZ' Nr. 22 (vgl. 22.5.1978, 5.6.1978) des KBW erscheint.
U.a. wird bekannt gegeben, daß "das bis zum 1. Mai gesteckte Ziel- eine halbe Million für die Ausrüstung der ZANLA Kompanie … um 170 000 DM übertroffen worden" ist.

Man weiß darüber zu berichten, daß in "Kreisen der KPD …gegenwärtig eine Instrumentalfassung des Deutschlandliedes geübt wird, und es ist auch schon zu ersten Aufführungen gekommen. Von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt, so lauten die bescheidenen Gebietsansprüche, die von der KPD mit Flöten und Schalmeien kammermusikmäßig vorgetragen werden". Der KBW äußert Kritik an dem Auftreten der KPD während des Breschnewbesuches in der BRD. Hier habe sich eine "bornierte Haltung" gezeigt und die "Unfähigkeit, die politischen Aufgaben zu analysieren". Die 'KVZ' folgert weiter:"
Der KPD haben wir bereits vor Jahren den Übergang ins deutschnationale Lager vorausgesagt. In der Epoche des Imperialismus geht der Opportunismus in Sozialchauvinismus über … Der Opportunismus der KPD ist notorisch. Unvermeidlich verwandeln sich die Semler und Horlemann in Chauvinisten … Von der Etsch bis an den Belt, das ist diesen Neudeutschen zuwenig. Wahrscheinlich beschränken sie sich auf eine Instrumentalfassung des Deutschlandliedes, weil sie noch dabei sind, einen zeitgerechten Text zu dichten. Von Spitzbergen bis zum Kap wollen sie deutsche Interessen formuliert haben. Ist es nicht klar, daß diese großdeutschen Musikanten über solche vaterlandslosen Gesellen erschreckt sind, wie sie sich im KBW organisiert haben? Beim Breschnewbesuch hat die KPD noch einmal Pech gehabt. Zwar konnte sie mit Pjotr Grigorenko bereits den gleichen Referenten anbieten, wie die Junge Union, aber zu einer Aktionseinheit hat es nicht gelangt. Von seiten der KPD sind alle Hindernisse beiseite geräumt, die etwa in vagen Erinnerungen an den Marxismus-Leninismus als Wissenschaft des internationalen Proletariats bestehen könnten. All das hat die KPD über Bord geworfen … Wir warten auf die Neufassung der Hymne. Von Nord nach Süd ist der Bereich der deutschen Interessen schon abgesteckt. Wie weit aber reichen sie von West nach Ost? Von der Maas bis an die Memel? Es dürfte zu wenig sein."

Bezirksteile wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg für Ulm / Bodensee.
- Bremen-Unterweser und Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 22, Frankfurt 29.5.1978

05.06.1978:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 23 (vgl. 5.6.1978, 19.6.1978) heraus.

Bezirksbeilagen und -teile wurden uns bekannt für:
- Ulm / Bodensee.
- Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 23, Frankfurt 5.6.1978

12.06.1978:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 24 (vgl. 5.6.1978, 19.6.1978) heraus.

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für:
- Ulm-Bodensee.
- Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 24, Frankfurt 12.6.1978

19.06.1978:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 25 (vgl. 12.6.1978, 26.6.1978) heraus.

Bezirksausgaben wurden uns bekannt aus:
- Baden-Württemberg für den Unteren Neckar und für Ulm-Bodensee.
- Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 25, Frankfurt 19.6.1978

26.06.1978:
Der KBW gibt die 'KVZ' Nr. 26 (vgl. 19.6.1978, 3.7.1978) heraus.

Der KBW gibt auf S. 11 bekannt, daß in den vergangenen Wochen und Monaten eine Reihe von Veranstaltungen "zur Unterstützung des Befreiungskampfes des Volkes von Azania, auf denen die Genossen Alfred Kgokong, Mitglied des Vorstandes des Afrikanischen Nationalkongresses/Afrikanische Nationalisten, und Zola Sonkosi, Repräsentant des ANC/AN in Westeuropa" sprachen, stattgefunden haben in München, Freiburg, Mannheim, Mainz, Gießen, Aachen, Essen, Bremen und Kiel.

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für Ulm-Bodensee und Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 26, Frankfurt 26.6.1978

03.07.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 27 (vgl. 26.6.1978, 10.7.1978) heraus.

Auf Seite 14 erscheint ein Interview mit Josiah Tungamirai (Mitglied des Oberkommandos der ZANLA-Streitkräfte Zimbabwe), aus diesem geht hervor, daß der "bewaffnete Befreiungskampf in die Offensive übergeht."

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 27, Frankfurt 3.7.1978

10.07.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 28 (vgl. 3.7.1978, 17.7.1978) heraus.

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für Frankfurt / Südhessen und für Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 28, Frankfurt 10.7.1978

17.07.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 29 (vgl. 10.7.1978, 24.7.1978) heraus.

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 29, Frankfurt 17.7.1978

24.07.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 30 (vgl. 17.7.1978, 31.7.1978) heraus.

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 30, Frankfurt 24.7.1978

31.07.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 31 (vgl. 24.7.1978, 7.8.1978) heraus.

Auf Seite 3 erscheint die "Solidaritätsadresse" des Sekretärs des KBW, Hans Gerhart Schmierer, an den Sekretär des Zentralen Komitee des KBÖ, Lindner. Schmierer bringt zum Ausdruck, daß der KBW die Maßnahmen "der österreichischen Bourgeoisie", ein Ermittlungsverfahren gegen den KBÖ, "wegen der Sammlung von 700 000 Schilling für die Unterstützung des bewaffneten Befreiungskampfes des Volkes von Zimbabwe", einzuleiten, verurteilt:"
In der gleichen Weise hat die Bundesregierung in Westdeutschland die Kampagne zur Ausrüstung einer vollmotorisierten Kompanie der ZANLA verbieten und einen Teil des gesammelten Geldes beschlagnahmen lassen und wenig später einer Delegation des ZK der ZANU die Einreise verweigert … Die Maßnahmen der imperialistischen Bourgeoisie können natürlich nicht die Bindung zwischen der Arbeiterklasse und dem bewaffneten Befreiungskampf der Völker zerschneiden. Sie können stattdessen nur bewirken, daß die Arbeiterklasse und die Völker die Politik solcher imperialistischen Regierungen wie der der BRD und Österreichs immer besser durchschauen und immer besser bekämpfen können."

Auf Seite 15 bekundet der KBW seine Solidarität mit dem Genossen Pol Pot(Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kampucheas) und verurteilt "Putschversuche und Angriffe seitens Vietnam auf das Demokratische Kampuchea".

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 31, Frankfurt 31.7.1978

07.08.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 32 (vgl. 31.7.1978, 14.8.978) heraus.

Berichtet wird u.a. vom Jugendlager in Ferschweiler (vgl. 29.7.1978, 4.8.1978).

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 32, Frankfurt 7.8.1978

14.08.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 33 (vgl. 7.8.1978, 21.8.1978) heraus.

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 33, Frankfurt 14.8.1978

21.08.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 34 (vgl. 14.8.1978, 28.8.1978) heraus.

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 34, Frankfurt 21.8.1978

28.08.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 35 (vgl. 21.8.1978, 4.9.1978) heraus.

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 35, Frankfurt 28.8.1978

04.09.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 36 (vgl. 28.8.1978, 11.9.1978) heraus.

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 36, Frankfurt 4.9.1978

11.09.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 37 (vgl. 4.9.1978, 18.9.1978) heraus.

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 37, Frankfurt 11.9.1978

18.09.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 38 (vgl. 11.9.1978, 25.9.1978) heraus.

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 38, Frankfurt 18.9.1978

25.09.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 39 (vgl. 18.9.1978, 2.10.1978) heraus.

Bezirksausgaben wurden uns bekannt vom Unteren Neckar und für Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 39, Frankfurt 25.9.1978

02.10.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 40 (vgl. 25.9.1978, 9.10.1978) heraus.

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 40, Frankfurt 2.10.1978

09.10.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 41 (vgl. 2.10.1978, 16.10.1978) heraus.

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 41, Frankfurt 9.10.1978

16.10.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 42 (vgl. 9.10.1978, 23.10.1978) heraus.

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 42, Frankfurt 16.10.1978

23.10.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 43 (vgl. 16.10.1978, 30.10.1978) heraus.

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 43, Frankfurt 23.10.1978

30.10.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 44 (vgl. 23.10.1978, 6.11.1978) heraus.

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 44, Frankfurt 30.10.1978

06.11.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 45 (vgl. 30.10.1978, 13.11.1978) heraus.

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 45, Frankfurt 6.11.1978

13.11.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 46 (vgl. 6.11.1978, 20.11.1978) heraus.

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 46, Frankfurt 13.11.1978

20.11.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 47 (vgl. 13.11.1978, 27.11.1978) heraus.

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 47, Frankfurt 20.11.1978

27.11.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 48 (vgl. 20.11.1978, 4.12.1978) heraus.

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 48, Frankfurt 27.11.1978

04.12.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 49 (vgl. 27.11.1978, 11.12.1978) heraus.

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 49, Frankfurt 4.12.1978

11.12.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 50 (vgl. 4.12.1978, 18.12.1978) heraus.

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 50, Frankfurt 11.12.1978

18.12.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 51 (vgl. 11.12.1978, 25.12.1978) heraus.

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 51, Frankfurt 18.12.1978

25.12.1978:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ) Nr. 52 (vgl. 18.12.1978, 1.1.1979) heraus.

Bezirksausgaben wurden uns bekannt für Hamburg-Unterelbe.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 52, Frankfurt 25.12.1978

Letzte Änderung: 09.09.2017