Gruppe Internationaler Marxisten (GIM) / Revolutionär-Kommunistische Jugend (RKJ): 'Was tun'

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin


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Die hier mit ihren ersten vier Jahrgängen fast vollständig und danach nur lückenhaft vorgestellte 'Was tun' begann Mitte 1968 als eine Zeitung die sich auf dem Weg zum Zentralorgan der Jugendrevolte zu befinden schien. Die Initiative zur Herausgabe ging von den Kadern der deutschen Sektion des Vereinigten Sekretariats der Vierten Internationale aus, die Autoren der ersten Ausgaben aber sind oft eher maoistisch bzw. marxistisch-leninistisch orientiert und innerhalb ihrer SDS-Gruppen nicht ohne Bedeutung.

Die trotzkistische Ausrichtung der 'Was tun' schält sich erst mit der Zeit deutlicher heraus und durchzieht dann alle Artikel, es kommt zum Bruch der späteren GIM / RKJ mit den Antiautoritären bzw. Maoisten einerseits und den Spartacisten andererseits und ab Mai 1970 ist die 'Was tun' dann offiziell das Organ von GIM und RKJ, ab der Nummer 6/1971 dann allein das Organ der RKJ.

Nach der Vereinigung von RKJ und GIM zum Jahreswechsel 1972/73 wurde die Zeitung dann durch die GIM herausgegeben.

Liste der als Scans vorhandenen Zeitungen

Auszug aus der Datenbank "Materialien zur Analyse von Opposition" (MAO)

Mai 1968:
Es erscheint ein Sonderdruck der 'Was tun' (vgl. Juli 1968) für Mai unter der Schlagzeile "Vom Vietnamkongreß zu den Osterdemonstrationen".

Enthalten sind auch die Artikel:
- "'Klassenkampf statt Sozialpartnerschaft' - 1. Mai in Berlin";
- "Hamburger Ostern. Wenn Springer Widerstand leistet…" zu den Springerblockaden;
- "Was tun"; sowie
- ein Aufruf zur Demonstration gegen die Notstandsgesetze (NSG) am 30.5.1968 in Bonn.
Quellen: Was tun Sonderdruck "Vom Vietnamkongreß zu den Osterdemonstrationen, Mannheim Mai 1968

Juli 1968:
Es erscheint die 'Was tun' Nr. 2 (vgl. Mai 1968, Sept. 1968) für Juli mit einer Karikatur "De Gaulle von Rochets Gnaden".

Enthalten sind die Artikel:
- "Notstand und was nun?" zu den Notstandsgesetzen (NSG);
- "An einem Beispiel" zu den Notstandsaktionen in Köln;
- "Beispiel Ruhraktion" zu den Notstandsaktionen in Bochum, u.a. in Betrieben, an der RUB und bei den Schülern;
- "Prager Frühling" zur CSSR;
- "Die politische Justiz ist im Geheimen ein Tiger, in der Öffentlichkeit ein Papiertiger!" zu den Prozessen in München gegen Alois Aschenbrenner, Thomas Schmitz-Bender, Heinz Koderer und Reinhard Wetter;
- "Die französischen Kommunisten hatten kein Glück mit ihrem 'Godesberger Programm'";
- "Von der Revolte gegen die bürgerliche Universität zur Revolte gegen die kapitalistische Gesellschaft" von Ernest Mandel;
- "Die vietnamesische Revolution - Ein Beispiel für die Völker der Welt!";
- "Guatemala. Die Vereinigung der Guerilla-Streitkräfte";
- "Fidel Castro: Der anti-imperialistische Kulturkongreß in Havanna"; sowie
- "Die Revolution lässt sich nicht verbieten! Die JCR macht weiter!" zu Frankreich.
Q: Was tun Nr. 2, Mannheim Juli 1968

September 1968:
Vermutlich im September erscheint die 'Was tun' Nr. 3 (vgl. Juli 1968, Sept. 1968) für August/September mit den Artikeln:
- "Gegen die Intervention in der CCSR";
- "Institutsbesetzung. Den Widerstand an der Basis organisieren. Teil I" mit Berichten aus Tübingen, vom OSI der FU Berlin und der Germanistik an der FU Berlin;
- "Wann rebellieren die Berufsschüler?" von Herbert Hamburger;
- "Republikanische Hilfe" in Frankfurt;
- "Wie schießt man einen Pauker ab?" zum AUSS Kiel, von Gabriele Dolezahl;
- "Man kann wieder wählen?" zu den Bundestagswahlen (BTW) bzw. dem sozialistischen Wahlbündnis;
- "Organisierung der Unorganisierten! - Basisgruppen -" von Thomas Schmitz-Bender und Helge Sommerrock zu den Notstandsaktionen bzw. den ABG in München;
- "Zwei Taktiken" mit Notstandsflugblättern aus München;
- "Notstand und was nun?" ein Leserbrief von Peter Schilinski;
- "Protestierende - organisiert Euch!" von H. J. Schulz;
- "Der Krieg zwischen Nigeria und Biafra";
- "Wirtschaftliche Daten zur täglichen Agitation…";
- "SDAJ + Intervention" zur SDAJ Mannheim; sowie
- "Plattform des Prager Clubs (Vereinigung der marxistischen und leninistischen Linken)" in der CSSR.

Bekanntgegeben wird:"
Die Redaktion von WAS TUN ist bereit, einen größtmöglichen Zeilenraum für Stellungnahmen und Berichte der APO-Gruppen zur Verfügung zu stellen. Wir möchten darüber hinaus noch ausdrücklich dazu auffordern."
Q: Was tun Nr. 3, Mannheim Aug./Sept. 1968

Oktober 1968:
Es erscheint die 'Was tun' Nr. 4 (vgl. Sept. 1968, Feb. 1969) für Oktober mit einer Karikatur zur DKP und dem Leitartikel "Gruss Euch, Genossen der Nachhut".

Weitere Artikel sind:
- "NPD: Verbot?" von Peter Brandt;
- "Ostermarsch. Am Ende oder an einer Wende?" von Hans-Jürgen Schulz;
- "Universität als Apparat. Zur Strategie der Hochschul-Auseinandersetzung, teil II" von Bernhard Achterberg;
- "Wirtschaftliche Daten zur täglichen Agitation…";
- "Vorfälle an der Kieler Gelehrtenschule" von der dortigen AUSS-Basisgruppe;
- "Zur Situation an den Ingenieurschulen" von Karl-Heinz Gerdes und Bernd Kübler;
- "Die Organisierung der Organisatoren" zum SDS München, von Helge Sommerrock, Gernot Schubert und Thomas Schmitz-Bender;
- "Ausdruck & Ausgedrücktes" zu komplizierten Texten, vom Redaktionskollektiv Berlin;
- "Abwehrbereit" zum Tag der offenen Tür beim 2. Panzergrenadierbataillon in der Bismarck-Kaserne in Wentorf, bei dem die Projektgruppe Bundeswehr agitierte, von Fritz Storim;
- "Lehrlingsaktion" zur Freisprechungsfeier in Hamburg am 25.9.1968, wobei die Initiative von 3 Lehrlingen von Heidenreich & Harbeck ausging, von Manfred Wilke;
- "Deutsch-Dänisches Sozialistentreffen" am 5. und 6.10.1968, an dem AUSS, Ostermarsch und SDS sowie aus Dänemark Ostermarsch, Pazifisten und Venstre Sozialisten beteiligt waren, von Gabriele Dolezal;
- "Sprengt die olympischen Spiele" vom Münchener Vorbereitungsausschuß zur Verhinderung der Olympischen Spiele;
- "Baden-Württemberg: IG-Metall Jugendtag in Esslingen" am 30.9.1968, von Lothar Boepple;
- "Semesterbeginn in Frankreich" von Rainer Kippe;
- "Mexico" von Emilio Guzman;
- "Plattform der Volksbefreiungsfront für Palästina";
- "Senghor, der israelische Gesandte & die APO" zu Israel bzw. Indonesien, von Jakob Taut; sowie
- "Offener Brief an die Mitglieder der KPD" von oppositionellen Kommunisten aus München.
Q: Was tun Nr. 4, Mannheim Okt. 1968

Februar 1969:
Vermutlich im Februar erscheint die 'Was tun' Nr. 5 (vgl. Okt. 1968, März 1969) mit einem Titelbild zur Vorbeugehaft.

Enthalten sind die Artikel:
- "Kampf - dem kapitalistischen Europa - der NATO";
- "Heidelberg Uni. Studenten kämpfen gegen die Justiz - Die Justiz kämpft um ihr Prestige" zur Razzia im AStA am 10.1.1969;
- "SPD rein oder raus?" zum Entrismus, von Hans-Jürgen Schulz;
- "Correcta-Streik: Erfolg auf der ganzen Linie?" zu Bad Wildungen, von Franz Kluge, Georg Büchner und Peter Volkmar;
- "Wirtschaftliche Daten für die tägliche Agitation";
- "Berlin. Initiativ-Ausschuss für eine revolutionäre Jugendorganisation" zum IAfeRJO, von Peter Brandt, Jochen Ebmeier und Wolfgang Zeller;
- "Konstanz. Beitrag zur Analyse und Strategie der Reformuniversität" von Jochen Kelter;
- "Novemberrevolution 1918";
- "Rosa Luxemburg 'Die Ordnung herrscht in Berlin'";
- "Korea. Die Entwicklung der Produktionsverhältnisse in der Koreanischen Volksdemokratischen Republik (KVDR)" von Kim Ban-sou;
- "Arabisch-Israelischer Konflikt. Erklärung der Sozialistischen Organisation Israels (Matzpen)";
- "Berlin. Lehrlingsstreik bei BMW" von Wolfgang Terner;
- "Arbeitsgemeinschaft Junger Gewerkschafter" zur Konferenz für Hamburg und Schleswig-Holstein am 25.1.1969 in Kiel;
- "In stillem Gedenken" zum Ostermarsch, u.a. in Hamburg, von Herbert Gollmann;
- "Antwort auf den 'Offenen Brief an die Mitglieder der KPD'" von Hans J. Rettig von der DKP Karlsruhe;
- "Nützliche Idioten" zur DKP;
- "DKP Start in Münster" von Peter Saß, wobei berichtet wird, der SDS habe 53 und die APO etwa 130 Mitglieder; sowie
- "Solidarität mit den Genossen Kuron und Modzelewski" in Polen, von Arno Schuh.

Geworben wird für die Broschüre von Kuron und Modzelewski "Offener Brief an die 'Vereinigte Polnische Arbeiterpartei'" (PVAP).
Q: Was tun Nr. 5, Mannheim 1969

März 1969:
Vermutlich im März erscheint die 'Was tun' Nr. 6 (vgl. Feb. 1969, Apr. 1969) mit einem Titelbild zur NATO.

Enthalten sind die Artikel:
- "Anti-Bundeswehr-Kampagne. Ergebnisse der Klausurtagung des Rates der Gruppe Frankfurt des Verbandes der Kriegsdienstverweigerer und des Bundeswehr-Seminars des SDS am 15./16. Februar 1969 in Hamburg" von Jürgen Ossenberg;
- ein Flugblatt des Aktionsausschuss - Osterdemonstration aus Hamburg zum Ostermarsch am 30.3.1969;
- "Wo steht die Studentenbewegung?" von Jochen Kelter;
- "Das Alte und seine Folgen" zum Terror bzw. den Brandstiftungen in Berlin und Frankfurt, von Peter Brandt, Jochen Ebmeier und Wolfgang Zeller;
- "Spanien in der Krise" von der Accion Communista;
- "'Vor 50 Jahren' Zur Gründung der Kommunistischen Internationale" zur KI, von Arno Schuh;
- "Stagnation der westdeutschen Automobilindustrie" von Peter Sass;
- "Diskussion über Arbeiterkontrolle" von Ernest Mandel;
- "Auch in Italien: Politische Krise";
- "Wirtschaftliche Daten für die tägliche Agitation";
- "'Gelernt'" zur antifaschistischen Aktion in Köln am 30.1.1969;
- "Ein bischen Streik in der Provinz" an der Universität Mannheim, von Erich Siebert;
- "Demokratie a la SDAJ" in Hamburg Horn / Billstedt, als das SLZ zu Besuch war, von Karsten Wehrend und Manfred Miehe;
- "Gegen NATO und Bundeswehr…" zum Komitee in Mannheim;
- "Dem letzten Ostermarsch"; sowie
- "Unterstützt die GI-Antikriegsdemonstrationen 6. April", ein Aufruf aus den USA zum Vietnamkrieg.
Q: Was tun Nr. 6, Mannheim 1969

April 1969:
Vermutlich im April erscheint die 'Was tun' Nr. 7 (vgl. März 1969, Juni 1969) mit einem Titelbild zu Vietnam.

Enthalten sind die Artikel:
- "Vietnam Offensive" von Lothar Boepple;
- "Indonesien nach der Konterrevolution" von J. Surosa;
- "Zwei Jahre Militärdiktatur in Griechenland" von Manos Markakis;
- "Zur Ak/Dk des SDS in Frankfurt" am 8.4.1969, von Jochen Kelter;
- "Wirtschaftliche Daten für die tägliche Agitation";
- "Diskussion über Arbeiterkontrolle II.";
- "Konstanz: Die Situation des SDS zu Beginn des Sommersemesters 1969" von Jochen Kelter, Heidi Krassnig und Walter Roßteuscher;
- "Hamburg: Ostermarsch 1969" am 30.3.1969;
- "'Vor 50 Jahren' Zur Gründung der Kommunistischen Internationale" zur KI, von Arno Schuh;
- "Die Krise in Pakistan und ihre Ursprünge" von Tariq Ali;
- "Die westdeutsche Automobilindustrie und die internationale Konkurrenz" von Peter Saß; sowie
- "5. April GI-Demonstrationen" und am 6.4.1969 in den USA gegen den Vietnamkrieg.
Q: Was tun Nr. 7, Mannheim 1969

Juni 1969:
Vermutlich im Juni erscheint die 'Was tun' Nr. 8 (vgl. Apr. 1969, Juli 1969) mit einem Titelbild zum Roten Punkt gegen Fahrpreiserhöhungen und dem Leitartikel "Lasst tausend rote Punkte blühen", der Bezug nimmt auf Hannover und Heidelberg, aber auch aus Stuttgart von den SSB berichtet, von Lothar Boepple.

Weitere Artikel sind:
- "Spaltet, Genossen… Resolution der linken Fraktion in der Sozialistischen Betriebsgruppe Ludwigshafen (SBL), die u.a. bei BASF arbeitet und sich von DKP / SDAJ abgrenzt;
- "Springers Partei" zur FDP Hamburg, von Ralf Wahrendorf;
- "Mitbestimmtes" zur IGM;
- "Notwendige Erinnerungen" zum Börsenkrach 1931;
- "Macht hinter den Kulissen";
- "Wirtschaftsrat der CDU";
- "Vertretung der Sonderinteressen im Bundestag" zu den Verbindungen der Abgeordneten zu Unternehmen;
- "Politik ihres Vertrauens";
- "Wirtschaftliche Daten für die tägliche Agitation";
- "Die Krise in der Textilindustrie. Teil I.";
- "Organisation des Grosskapitals";
- "Geld und Macht";
- "Diskussion über Arbeiterkontrolle III";
- "Leo Trotzki Über Arbeiterkontrolle der Produktion";
- "Zur Bedeutung des Kampfes für die Arbeiterkontrolle der Produktion" von Ernst Mandel;
- "Mai-Aktion Hamburg" von Herbert Gollmann;
- "Mai-Aktion Stuttgart";
- "Mai-Aktion Esslingen";
- "Lehrlingsdemonstration in Köln" am 7.6.1969, von einem Jungarbeiter aus Castrop-Rauxel;
- "Gewerkschafts-Jugend contra Bürokratie" zu DGB und IG Chemie Darmstadt bzw. der Entlassung der Büroangestellten Preusch bei der IG Chemie Verwaltungsstelle, von Sozialistische Arbeiter Gruppe (SAG) Arbeitskollektiv und RC Darmstadt;
- "5 000-Marks-Go-In" zur Wirtschaftsgeschichte an der Uni Mannheim, vom SDS Mannheim;
- "Die Gründung der Ligue Communiste" (LC) in Frankreich;
- "Parlamentarische Illusionen? Interview mit Alain Krivine anlässlich seiner Präsidentschaftskandidatur" zu Frankreich;
- ein Briefwechsel der LC Frankreich mit der 'Bild'; sowie
- "Kampf dem US-Imperialismus - Unterstützt die Anti-War-GI", wobei GI-Zeitungen und die 8 Forderungen der ASU über die was tun bestellt werden können.
Q: Was tun Nr. 8, Mannheim 1969

Juli 1969:
Vermutlich Ende Juli erscheint die 'Was tun' Nr. 9 (vgl. Juni 1969, Nov. 1969) mit einem Titelbild zu den Wahlen und dem Leitartikel "Das parlamentarische Märchen von der Demokratie" zu den Bundestagswahlen (BTW).

Weitere Artikel sind:
- "Revolutionärer Parlamentarismus?";
- "Ausgehaltene Parteien" zu Parteispenden und Parteienfinanzierung;
- "Es ist vorbei" zur Linken in SPD und DGB;
- "Wer Steuern spart - Und wer sie zahlt";
- "Fest steht und treu wacht" zu den Soldaten der Bundeswehr und der Alliierten;
- "Wirtschaftliche Daten für die tägliche Agitation";
- "Wenn das so weitergeht" zu den Bauern bzw. der Landwirtschaft;
- "Die Krise in der Textilindustrie II";
- "Arbeiterkontrolle IV";
- "Stehende Wasser faulen. Zum Tarifabschluss in der Metallindustrie" zur MTR, von Erwin Bürckmann;
- "Den Schiller müssen wir uns kaufen" zu Wirtschaftsminister Schiller;
- "Ewige Liebhaber" zu DKP und DGB bzw. SPD;
- "Freunde Griechenlands" zur SPD;
- "Kampf dem Faschismus" zur NPD;
- "Eine ehrenhafte Partei" zur NPD;
- "NPD und Establishment";
- "Seht euch diese Typen an!" zu Rainer Barzel, Ludwig Erhard, Eugen Gerstenmaier, Kai Uwe von Hassel, Richard Jäger, Kurt Georg Kiesinger, Paul Lücke, Helmut Schmidt, Gerhard Schröder, Karl Schiller und Franz Josef Strauss (FJS);
- "Anti-Militarismuskampagne - Zur Lage im VK" zum Stuttgarter Bundeskongreß (vgl. 19.4.1969);
- "Wie findet man eine Massenbasis. Bericht über die Ereignisse an der Universität Köln" bzw. die Einladung des griechischen Professors Fragistas; sowie
- "US Operationsplan 10-1" zum Nervengas in Mannheim.
Q: Was tun Nr. 9, Mannheim 1969

November 1969:
Vermutlich Ende November erscheint die 'Was tun' Nr. 10 (vgl. Juli 1969, Feb. 1970) mit einem Titelbild zu Vietnam und dem gleichnamigen Leitartikel "Für den Sieg der vietnamesischen Revolution".

Weitere Artikel sind:
- "Marxistisch-leninistische Hochschulpolitik" zur Spaltung des SDS Tübingen bzw. der Übernahme des AStA der Universität durchein Bündnis von HSU und ML um den 'Rebell';
- "Vietnamaktionen" zum 15.11.1969 mit den Abschnitten "Köln: Krach in der DKP"; "Mannheim: maoistischer Kraftakt" und "Stuttgart: Militante SDAJ";
- "Bundestagswahl: Die Führungskrise des westdeutschen Kapitalismus" zu den BTW;
- "…und haben den Streik an Bord. Junge Kapitäne meutern gegen die Reeder" zum Streik an den Seefahrtschulen;
- "Arbeiterkontrolle Teil V.";
- "Die wilden Streiks in Europa" zu den Septemberstreiks, von der GIM;
- "Solidarität mit den Guerillas in Bolivien";
- "Warnung vor Betrugsmanöver" zur USDAJ Wuppertal, von der RSJ Wuppertal; sowie
- "Für die politische Revolution in der CSSR".
Q: Was tun Nr. 10, Mannheim 1969

Februar 1970:
Vermutlich im Februar erscheint eine Sondernr. der 'Was tun' (vgl. Nov. 1969, März 1970) mit dem Leitartikel "Solidarität mit den belgischen Kumpel!".

Enthalten sind auch der "Aufruf der 'Jeunes Gardes Socialistes' und der Redaktion von 'La Gauche'" sowie der "Aufruf der GIM" zur Solidarität.
Q: Was tun Sdr.Nr. Solidarität mit den belgischen Kumpel!, Mannheim o.J. (1970)

März 1970:
Vermutlich Ende März erscheint die 'Was tun' Nr. 11 (vgl. Feb. 1970, 27.4.1970) mit einem Titelbild von Lenin und dem Leitartikel "Lenins Erbe" von Ernest Mandel.

Weitere Artikel sind:
- "Bilanz der Studentenbewegung" der französischen Ligue Communiste (LC), in dem es auch heißt: "Die Jugend kann ihre Erwartungen nicht mit denen der bürgerlichen Klasse identifizieren, ihr Schicksal nicht an diese todgeweihte Klasse binden";
- "Erfurt - Kassel. Zu den Treffen Brandt - Stoph" zu den Ostverträgen;
- "Die 'trotzkistische Verschwörung' in der Tschechoslowakei" zur CSSR;
- "Für die politische Revolution in der CSSR" von der RSP;
- "Streik-Report Belgien. Solidarität mit den streikenden Kumpels in Belgien"; sowie
- "Streiflichter aus der Gewerkschaftsbewegung" zu den kontrollierten und den wilden Streiks u.a. bei der Schnellpresse Wiesloch (vgl. 15.12.1969).
Q: Was tun Nr. 11, Mannheim 1970

27.04.1970:
Vermutlich in dieser Woche erscheint eine Sondernr. der 'Was tun' (vgl. März 1970, Mai 1970) zum 1. Mai unter der Schlagzeile "Demokratisierung der Gewerkschaften".
Q: Was tun Sdr.Nr. zum 1. Mai Demokratisierung der Gewerkschaften, Mannheim o.J. (1970)

Mai 1970:
Vermutlich im Mai erscheint die 'Was tun' Nr. 12 (vgl. 27.4.1970, 19.8.1970) nun erstmals herausgegeben von den Gruppen der Gruppe Internationaler Marxisten (GIM) und der Revolutionär-Kommunistischen Jugend (RKJ) mit einem Titelbild von Trotzki und dem Leitartikel "Leo Trotzki: Die Gewerkschaften in der Epoche des totalitären Monopolkapitals" von 1940.

Weitere Artikel sind:
- "Die permanente Revolution in Indochina" zur US-Invasion in Kambodscha;
- "Erklärung des Vereinigten Sekretariats der IV. Internationale" vom 5.5.1970 zu Kambodscha und der Wiederaufnahme der Bombardierung der DRV;
- "Zum Tod Yon Sosa's" in Guatemala;
- "Der 1. Mai in Paris. Stalinisten am Ende?";
- "Der 1. Mai 1970 - anders als bisher" mit Berichten aus Frankfurt, Mannheim, Köln und Stuttgart;
- "Der abgeblasene Chemiestreik in Hessen" zur Chemietarifrunde (CTR - vgl. 20.5.1970);
- "Zu den Schülerstreiks gegen Zentralabitur und Numerus Clausus" in Mannheim, wobei nur AUSS und RKJ intervenierten, von der RKJ Mannheim; sowie
- "Bericht über die Gründung der Revolutionär-Kommunistischen Jugend (RKJ) Mannheim".
Q: Was tun Nr. 12, Mannheim 1970

19.08.1970:
Mit Poststempel von heute wird die 'Was tun' Nr. 13 (vgl. Mai 1970, Okt. 1970) der GIM und RKJ versandt mit einem Titelbild zur Metalltarifrunde (MTR).

Enthalten sind die Artikel:
- "Palästina: Nationaler Befreiungskampf oder permanente Revolution?";
- "Revolutionär-Kommunistische Jugend Mannheim" zu deren Wochenendseminar vom 11./12.7.1970, in dem es u.a. heißt: "Da der einzige Bereich, in dem sich in größerem Ausmaß revolutionäres Bewußtsein entwickelt hat, die Jugend ist, kann zur Zeit die Aufgabe des Aufbaus einer revolutionären AVANTGARDE-Organisation nur im Bereich der radikalisierten Jugend gelöst werden.";
- "Bericht über die Gründung der Revolutionär-Kommunistischen Jugend Marl" (vgl. Aug. 1970);
- "Zum Lohnkampf der IGM. Angriff ist die beste Verteidigung" zur Metalltarifrunde (MTR);
- "Zum Verbot des SDS Heidelberg" am 24.6.1970;
- "Die Wahlen in Ceylon";
- "Plattform der Kandidaten der RKJ zur StP-Wahl" zur Studentenparlamentswahl an der Uni Mannheim, in der es auch heißt: "Die radikale Studentenbewegung hat in spezifischen Situationen die Fähigkeit gezeigt, als Transmissionsriemen zur beschleunigten Entwicklung eines politischen Bewußtseins unter anderen sozialen Schichten der gleichen Generation zu dienen. … Die sozialen Schichtungen innerhalb der Studentenschaft haben gegenüber früher an Bedeutung verloren. Das akademische Diplom bedeutet nicht mehr automatisch die gesegnete Zukunft"; sowie
- "Über das Regime in Peru" von Hugo Blanco.

Bekanntgegeben wird auch die Gründung der RKJ Hamburg (vgl. 26.7.1970).
Q: Was tun Nr. 13, Mannheim 1970

Oktober 1970:
Die GIM und die RKJ geben vermutlich im Oktober die Nr. 14 ihrer 'Was tun' (vgl. 19.8.1970, 2.11.1970) heraus mit einem Titelbild zum Nahen Osten und dem Leitartikel "Erklärung des Politischen Büros der GIM zur Situation im Nahen Osten" bzw. zu Palästina vom 20.9.1970 .

Weitere Artikel sind:
- "Zur Koordinierung der antiimperialistischen Kämpfe in Europa. Europäischer Kongress der revolutionären Avantgarde" wobei Kontaktadressen aus Hamburg, Bochum, Köln, Mannheim und Stuttgart angegeben werden;
- "Koordinations-Konferenz der Revolutionär-Kommunistischen Jugend (RKJ) am 5. / 6. September 1970 in Solingen. Die Organisation im nationalen Rahmen aufbauen", wobei 46 Vertreter von 10 Gruppen (teils RKJ, teils Sympathisanten) anwesend waren. Gebildet werden die Regionalausschüsse Nord, Rhein-Ruhr und Südwest;
- "Gründung der RKJ Hamburg", wozu es u.a. heißt: "Sie erhebt … nicht den Anspruch, die 'Keimzelle' der zukünftigen kommunistischen Partei zu sein";
- "Lehrlingstarife in der Hamburger Metallindustrie" zur LMTR bzw. dem IGM OJA Hamburg;
- "Griechenland. Wie die Stalinisten mit den Obristen kollaborieren";
- "Reinhard Crusius / Manfred Wilke: Gleiches Ausbildungshonorar für Lehrlinge. Anmerkungen zur beginnenden tarifpolitischen Bewegung für Lehrlinge";
- "Zum 'Staatsbesuch' Suhartos in Bonn";
- "Zum Indonesien Teach-In. Beitrag von RKJ und GIM auf dem Teach-In am 4.9.70 in Bonn";
- "Chile: Wahlen oder Revolution?"; sowie
- "Das Echo der Septemberstreiks. Aspekte der IG Metall-Lohnrunde auf Bezirksebene" zur MTR, wozu ein Flugblatt beiliege.
Q: Was tun Nr. 14, Mannheim 1970

02.11.1970:
Die GIM und die RKJ versenden heute die Nr. 15 ihrer 'Was tun' (vgl. 28.11.1970, Jan. 1971) mit einem Titelbild zu Bolivien.

Im Artikel "Perspektiven der Jugendradikalisierung" heißt es auch, für die Weltrevolution "zeigte sich der Aufschwung in den imperialistischen Ländern vornehmlich in den Kämpfen der Jugend. … Von der älteren Generation, …, ist kein revolutionärer Geist mehr zu erwarten." Dies geschehe "aufgrund der größeren politischen Sensibilität der Jugend". Zur Jugendkaderorganisation wird gesagt: "Da sie nicht die Jugendorganisation einer Partei ist, weil diese Partei nicht existiert, fällt ihr die Doppelaufgabe zu, erstens bereits Aufgaben der nicht vorhandenen Partei zu übernehmen, …, und zweitens, zum zentralen Moment in der gegenwärtigen Etappe des Entstehungsprozesses eben dieser Partei zu werden."

Im Artikel "Zwei Konzeptionen zur Lehrlingsarbeit - Zur Kritik der Lehrlingsforderungen des KJVD" befaßt man sich mit der Jugendorganisation der KPD/ML-ZB:"
FÜR EINE ANTIKAPITALISTISCHE STRATEGIE IM LEHRLINGSSEKTOR

Die Häufung der Widersprüche in der betrieblichen Lehre, ihre Zwitterstellung zwischen Ausbildung und Ausbeutung, das sich bei den Lehrlingen entwickelnde Bewußtsein ihrer objektiven Interessen und ihre zunehmende Kampfbereitschaft dafür, die nicht mehr durch die Erfahrung der großen Niederlagen der Arbeiterklasse - Stalinismus und Faschismus - ausgehöhlt ist, bestimmen den Stellenwert des Lehrlingssektors in der gegenwärtigen Phase des Klassenkampfes. Eine revolutionäre Strategie für den Lehrlingssektor orientiert sich nicht an einer 'gerechten' Anpassung der Lehrlinge an die kapitalistische Ausbeutung unter der Parole 'Gleicher Lohn für gleiche Arbeit', sondern führt den Kampf, um die Berufsausbildung dem kapitalistischen Profitinteresse zu entreißen. Das bedeutet: Kampf um die Anerkennung der Lehre als Ausbildungssektor. Dies ist keine normative Forderung und keine Aufforderung zur Einsicht, gerichtet an Institutionen und Bürokratien, sondern Ziel einer Kampfbewegung, die ihre Durchsetzung im Klassenkampf findet. Aus dieser Orientierung leiten sich unsere konkreten Forderungen ab, die alle von der uneingeschränkten Anwendung der Ausbildungssituation auf den Lehrlingssektor ausgehen. Erst in diesem Zusammenhang erhält der Kampf um das Berichtsheftschreiben im Betrieb, die volle Lehrmittelfreiheit, die Ausweitung des Berufsschulunterrichts und den halben Tag frei für Schulvorbereitung seinen strategischen Stellenwert. Die Kernpunkte dieser Strategie sind dementsprechend:
- das leistungsabhängige, gleiche Ausbildungshonorar für Lehrlinge, das an den Lebenshaltungskosten gemessen wird;
- die Ausschaltung produktiver Arbeit (mehrwertschaffender Arbeit auf dem Rentabilitätsniveau des Betriebes) aus der gesamten Lehrzeit.

Die immanente Konsequenz, die sich aus der Dynamik dieses Kampfes ergibt, ist der Übergang der Berufsausbildung aus privater in öffentliche Hand, nämlich in dem Maße, wie die Durchsetzung dieser Forderungen und die gewerkschaftliche Kontrolle über ihre Einhaltung die betriebliche Ausbildung für immer größere Teile der Unternehmer unrentabel macht. Ein Beispiel: Sofort als die Forderung nach Berichtsheftschreiben während der Arbeitszeit Wirkung zu erzielen begann, wurde von Unternehmerseite die Abschaffung der Berichtshefte in die Diskussion gebracht. Die einzige organisierte Kraft, die unter den gegenwärtigen Bedingungen die Anerkennung der Lehre als Ausbildungssektor erkämpfen könnte, sind objektiv die Gewerkschaften. Subjektiv sind sie dazu nicht in der Lage. Die Bürokratisierung der Gewerkschaften, deren Wurzeln a) die Bindung der Gewerkschaften an den bürgerlichen Staat und b) die Nichtexistenz von Arbeiterdemokratie in den Gewerkschaften ist, hindert sie, die kollektiven und partiellen Interessen ihrer Mitglieder adäquat zu vertreten und systemüberschreitende Ziele zu erkämpfen. Eine antikapitalistische Strategie für den Lehrlingssektor ist deshalb mit dem antibürokratischen Kampf in den Gewerkschaften verbunden.

Hieraus ergeben sich folgende Aufgaben:
- Die Bildung gewerkschaftlicher Lehrlingsvertrauenskörper, die den Forderungen der Lehrlinge einen Träger innerhalb der Gewerkschaftsstruktur selbst verschaffen, der eng mit der Basis verbunden ist;
- Der Kampf um Kündigungsschutz für Jugendvertreter, um deren innerbetriebliche Stellung zu stärken, was zugleich ein Hebel ist für Veränderungen von Motivationsstruktur und Aufgabenstellung der Jugendvertretung;
- die Bildung gewerkschaftlicher Lehrlingszentren (Jour Fix nach dem Hamburger Modell), die offen sind für alle Lehrlinge und deren Aktivität weitgehend von den Lehrlingen selbst strukturiert werden kann …;
- der Kampf für eigene Lehrlingstarifkommissionen. Ihre Schaffung setzt eine innergewerkschaftliche Mobilisierung voraus, da die Gewerkschaft sie institutionalisieren muß und nur sie ihre Anerkennung durch die Unternehmerseite erreichen kann.

GEGEN DIE ANGLEICHUNG DES LEHRLINGSSEKTORS AN DAS KAPITALISTISCHE AUSBEUTUNGSVERHÄLTNIS

In 'Was tun' Nr. 14 wurde in einem grundlegenden Artikel die Forderung 'Gleiches Ausbildungshonorar für Lehrlinge' begründet. Hiervon ausgehend sollen als Beispiel für die maoistische Lehrlingspolitik einige Aspekte der KJVD-Linie untersucht werden:

Die KJVD-Forderungen lauten:
a) der Lehrlingslohn soll linear 60% vom Facharbeiterlohn (Ecklohn) betragen;
b) der Lehrling soll für die Zeit, in der er produktiv arbeitet, 100% des Facharbeiterlohnes bekommen.

Im KJ-Inform Nr.3 des KJVD (vgl. *** 1970,d.Vf.) heißt es dazu: '… diese 60% sind sehr angemessen", ohne daß ein Maßstab genannt wird, an dem diese Angemessenheit überprüft werden kann (da der Lehrling für produktive Arbeit, wo Leistung verglichen werden kann, ja ohnehin 100% erhalten soll), so daß diese obige Feststellung in die Nähe der bürgerlichen Theorie vom 'gerechten Lohn' rückt.

Die SDAJ (Jugendorganisation der DKP,d.Vf.) tritt aus pragmatischen Gründen - nämlich um nicht in Widerspruch zur tarifpolitischen Linie der Gewerkschaft zu geraten - für eine S t a f f e l u n g der Lehrlingsvergütung nach Lehrjahren ein, wovon ja auch das Berufsbildungsgesetz (BBiG,d.Vf.) ausgeht. Dagegen stellt der KJV formal eine lineare Forderung: 60%. Er kommt aber ebenfalls zu einer Staffelung, indem er davon ausgeht, daß der Anteil der mit 100% bezahlten produktiven Arbeit von Lehrjahr zu Lehrjahr steigt. Im Gegensatz zur SDAJ bestimmt also der KJVD die Staffelung nicht vom Ausbildungs- sondern vom Ausbeutungsverhältnis her.

Der KJVD kämpft also dafür, daß die Bedingungen des kapitalistischen Ausbeutungsverhältnisses 'gerecht' auf die Lehrlinge angewandt werden. Der Kernpunkt dieser Linie ist die für den Produktionssektor natürlich richtige Parole 'Gleicher Lohn für gleiche Arbeit'. In ihrer Konsequenz läuft diese Linie auf die vollständige Integration der Lehrlinge in das kapitalistische Ausbeutungsverhältnis hinaus, dessen Gesetze also nicht in Frage gestellt, sondern voll wirksam gemacht werden sollen.

DIE PRAKTISCHEN AUSWIRKUNGEN BEIDER

ANERKENNUNG ALS AUBILDUNGSSEKTOR verbietet produktiven Einsatz von Lehrlingen. Ein Teil der Ausbildung findet zwar in der Produktion statt, aber nicht als produktive Arbeit, also nicht unter den Tempo-, Qualitäts- und Leistungskriterien des Produktionsablaufs und -niveaus des Betriebes und damit unrentabel. Hilfsarbeiten in der Produktion entfallen ganz. Die gewonnene Ausbildungszeit ermöglicht die Verbreiterung und Vertiefung der fachlichen (besonders der theoretischen) Ausbildung, eine gleichbleibende Dauer der Lehrzeit vorausgesetzt. Lehrlingsausbildung dort, wo es nur um billige Arbeitskräfte geht, wo die Lehrlinge nach Abschluß meistens als Hilfsarbeiter in andere Branchen abwandern, würde dadurch unmöglich. Die betreffenden Branchen würden sich auf die Rekrutierung des eigenen Nachwuchses nötige Mindestzahl beschränken.

100% LOHN FÜR PRODUKTIVE ARBEIT verhindert nicht den Einsatz von Lehrlingen zu produktiver Arbeit, sondern legitimiert ihn. der Facharbeiterecklohn schreckt die Unternehmer nicht ab, schon gar nicht in Zeiten des Arbeitskräftemangels, der übertariflichen Leistungen und der analytischen Arbeitsplatzbewertung (AAB,d.Vf.). Dagegen schafft diese Regelung einen materiellen Anreiz für Lehrlinge zu produktiver Arbeit. Sie machen dann die Springer für die Fehlstellen in den Abteilungen, ohne daß Betriebsrat und Gewerkschaft etwas dagegen unternehmen können, wenn so etwas tarifvertraglich fixiert ist. Diese Forderung bedeutet die formalgesetzliche Festschreibung des Ausbeutungsverhältnisses im Ausbildungssektor. Das ganze führt natürlich zu einer weiteren Senkung der jetzt schon niedrigen Ausbildungsqualität.

GLEICHES AUSBILDUNGSHONORAR bedeutet, daß jede Berufsausbildung als gleichermaßen gesellschaftlich nützlich anzuerkennen ist. Ausbildung ist gesellschaftlich nützliche Arbeit, dafür wird der Lehrling bezahlt.

Damit entfällt zwangsläufig
a) jede Staffelung nach Lehrjahren: das Ausbildungsniveau muß den Anforderungen jedes Lehrjahres entsprechen;
b) jede Bindung an eine bestimmte Leistung;
c) jede Koppelung an die Ertragslage der Branche und damit an die Branchentarife. Gesellschaftlich 'unnütze' Ausbildung (Handwerk) wird durch die gleiche Höhe des Lehrlingsgehalts für den Kapitalismus teuer und unrentabel.

KOPPELUNG AN FACHARBEITER-ECKLOHN bedeutet auf Grund der enormen Lohndifferenzen von Branche zu Branche, zwischen Handwerk und Industrie, zwischen Arbeitern und Angestellten, ebenso enorme Unterschiede in der Lehrlingsentlohnung. 60% heißt für einen Lehrling DM 660, für den anderen DM 420, für den dritten 300. Das kapitalistische Differenzierungssystem, das jetzt schon eingeschränkt im Lehrlingssektor wirksam ist, würde in ihm voll zur Geltung gebracht. Wie vereinbart sich das mit dem KJVD-Slogan: Gegen die Spaltung der Arbeiterklasse? Es bedeutet ferner ein Überangebot von Lehrlingen für die profitablen Betriebe, die die Lehrlinge dann einem rigorosen Leistungsdruck aussetzen und erbarmungslos sieben können. Die Solidarität der Lehrlinge würde durch den Kampf um den Platz an der Sonne aufgehoben.

… IN HÖHE DER LEBENSHALTUNGSKOSTEN bedeutet, daß die Höhe des Ausbildungshonorars dem Zugriff der Unternehmer entzogen wird. Es bemißt sich nach statistischen Daten und ist mit der Preisentwicklung dynamisiert; also unabhängig von einer individuellen 'Leistung' des Lehrlings, unabhängig von der Ertragslage, der Konjunktur und der 'Opferbereitschaft' der Gewerkschaftsführung bei Tarifverhandlungen. Es bedeutet die Erkämpfung eines qualitativ anderen Entlohnungsprinzips für den Ausbildungssektor, das mit den generellen kapitalistischen Normen nicht mehr in Einklang ist.

… PROZENTUAL VOM TARIFVERTRAG bedeutet, daß die Höhe der Vergütung durch Tarifverhandlungen herauf- und heruntergehandelt werden kann. Der KJVD hält '60% für sehr angemessen'; da es aber dafür keinen Maßstab gibt, können bei Verhandlungen auch 30% herauskommen und vor allem in jeder Branche etwas anderes. Dann schreit der KJVD wieder 'Verrat', ohne etwas erklären zu können, da er selbst nur quantitative Forderungen aufstellt, die eben der Logik des 'Kompromisses zwischen Tarifpartnern' unterliegen. Siehe die Abschlüsse für die 'Auszubildenden' bei der jetzigen IG-Metall-Tarifrunde.

EIGENE LEHRLINGSTARIFKOMMISSIONEN

Die Analyse der Bürokratisierung der Gewerkschaften und ihre Funktion im organisierten Kapitalismus zeigt, daß sie aus der immanenten Logik ihrer Tarifpolitik heraus die aufgezeigten QUALITATIV anderen Forderungen der Lehrlinge nicht aufgreifen oder gar durchsetzen. Innerhalb der Gewerkschaft konkretisiert sich deshalb der Kampf der Lehrlinge in der Forderung nach eigenen Lehrlingstarifkommissionen. Tarifverträge sind die befristete Festschreibung des Preises der Ware Arbeitskraft unter den Bedingungen des ungleichen Tauschs. Genau diesen Bedingungen, den kapitalistischen Profitinteressen, soll der Lehrlingssektor aber entrissen werden, wofür er auf Grund der besonderen 'Ausbildungssituation' einen wirksamen Ansatzpunkt bietet. Es ist unsinnig, aus Tarifverträgen einen Maßstab für die Frage der Einheit bzw. Spaltung der Arbeiterklasse zu machen, wie es der KJVD in seiner Polemik gegen unsere Forderung tut. Die KJVD-Forderung 'Einheitlicher Tarifvertrag für Arbeiter und Lehrlinge' bedeutet lediglich: 'Einordnung des Ausbildungssektors in das Ausbeutungsverhältnis' und nicht etwa 'Einheit der Arbeiterklasse'. Für den Revolutionär ist - im Gegensatz zum Reformisten - der Tarifvertrag ausschließlich Mittel zum Zweck und kein Selbstzweck. Wir können jetzt schon sagen, daß die Wiederbelebung des Klassenkampfes in Westdeutschland sehr wahrscheinlich eine Phase der 'Verunheitlichung' der Tarifverträge durchlaufen wird, nämlich in einer betriebsnahen Tarifpolitik; und jetzt schon eine 'Veruneinheitlichung' durchläuft, die große mobilisierende Wirkung hat, nämlich die Führung der IG-Metall-Tarifbewegung auf regionaler Ebene anstatt wie 1969 zentral im Airport-Hotel. Der KJVD hat ganz recht, wenn er feststellt, daß eine 'Verwirklichung' unserer Forderungen für den Lehrlingssektor Tarifverträge in der herkömmlichen Form überflüssig machen würde. Die Lehrlinge werden dieser Börse des ungleichen Tauschs keine Träne nachweinen. Die Durchsetzung der 60%-Forderung des KJVD als konstante Größe hätte übrigens denselben Effekt. Die Lehrlingstarifkommissionen müssen ein direktes Organ für in ihrer Substanz antikapitalistische Lehrlingsforderungen sein, d.h. sie entstehen im und durch den Kampf der Lehrlinge. Der Kampf um ihre Errichtung bedeutet die Mobilisierung der Lehrlinge gegen die Nichtvertretung ihrer Interessen durch die Gewerkschaftsbürokratie und ihr Tarifritual. Das unterscheidet sie von 'Lehrlingstarifkommissionen', die von der Bürokratie als Spielwiese für ihre Jungbonzen eingerichtet werden, wobei solche von der Bürokratie geschaffene Hüllen für den Kampf in der Praxis sehr nützlich sein werden.

Die KJVD-Argumentation hat einen richtigen Kern, und der muß sehr deutlich herausgestellt werden: Als Tarifpartei gegenüber dem Kapital sind die Lehrlinge ohnmächtig. Jede Tarifbewegung der Lehrlinge muß deshalb Bestandteil der gesamten Tarifbewegung sein, mit gleichem Kündigungstermin, gleicher Laufzeit usw. Die Mobilisierung der Lehrlinge gegen das Ausbeutungsverhältnis im Ausbildungsverhältnis kommt erst gestützt auf die gesamte gewerkschaftliche Kraft zum Erfolg. Von der Tarifbewegung losgelöste Kündigungen der Lehrlingstarife wie jetzt bei der IG Metall in Baden-Württemberg sind in jedem Fall miserabel. Eigene Lehrlingstarifkommissionen bedeuten also NICHT: 'Eigenständigkeit' der Lehrlinge im Kampf mit dem Kapital, sondern bedeuten:

DURCHSETZUNG DER LEHRLINGSFORDERUNGEN AUF DEM BODEN DER GEWERKSCHAFTEN GEGEN DIE GEWERKSCHAFTSBÜROKRATIE.

DIE FEHLER DES KJVD

Wenn die Lehrlingspolitik des KJVD in ihrer Konsequenz auf die volle Integration der Lehrlinge in das Ausbeutungsverhältnis hinausläuft, so darf daraus keinesfalls auf einem wie auch immer gearteten REFORMISMUS des KJVD geschlossen werden - davon ist er frei. Es handelt sich auch nicht um Opportunismus: wenn er auch gelegentlich in eine Nachtrabpolitik gegenüber der Gewerkschaft gerät, so im Gegensatz zur DKP unfreiwillig, nämlich mangels einer Analyse der bürokratisierten Gewerkschaften und ihrer Doppelrolle im staatlich organisierten Kapitalismus, und mangels eines Verständnisses für den Charakter von ÜBERGANGSFORDERUNGEN; deshalb bleibt er bei quantitativen Forderungen kleben, die der Logik der bürokratisierten Gewerkschaften selbst entspringen. Der Fehler liegt vielmehr in der Ideologie. Als Kind der antiautoritären Revolte in Westdeutschland hat er die 'Hinwendung zum Proletariat' genauso voluntaristisch vollzogen wie der größte Teil dieser Bewegung, eine Erscheinung, die mit 'Proletkult' nur unzureichend umschrieben ist. Der Grund dafür liegt in der Nichtexistenz der revolutionären Partei des Proletariats, also der Krise der Führung der Arbeiterklasse. Marx sagt: 'Produktiver Arbeiter zu sein ist also kein Glück, sondern Pech.' Vom Standpunkt des Ausgebeuteten gesehen versteht sich das von selbst. Für die radikalisierten Jugendlichen, besonders Studenten und Schüler, die die Revolution machen wollten, und dann auf Grund ihrer Erfahrungen das Proletariat als revolutionäres Subjekt wiederentdeckten, mußte es als ein Vorteil, also Glück, erscheinen, Arbeiter zu sein, da er ja historisch zu dem berufen ist, was sie gern wollten, nämlich die Revolution zu machen. Damit geriet die oben zitierte Marx'sche Erkenntnis subjektiv ins Wanken. Das wiederum versteht kein Arbeiter. Er würde sofort das Ausbeutungsverhältnis kündigen, wenn er könnte. Aber kollektiv geht das eben nur durch die sozialistische Revolution.

So werden die Maoisten im Lehrlingssektor Gefangene ihres eigenen Proletkults. Um die Existenz des Lehrlings so 'proletarisch' wie möglich zu gestalten, wollen sie ihn so vollkommen wie möglich dem kapitalistischen Ausbeutungsverhältnis unterwerfen, anstatt die Berufsausbildung den Profitinteressen zu entreißen, und handeln damit objektiv gegen die Interessen der Lehrlinge. Sie stellen die Frage der 'Einheit der Arbeiterklasse' zwischen Arbeitern und Lehrlingen auf der Ebene, wo sie allein den Kapitalisten nützt, nämlich daß alle ausgebeutet werden (an dieser 'Einheit' ist kein Mangel, seit es den Kapitalismus gibt). Die Frage der Einheit der Arbeiterklasse kann nur auf einer Ebene richtig gestellt werden, nämlich des Klassenkampfes, was in der Konsequenz bedeutet: antikapitalistischer Kampf. Und das bedeutet wiederum für den
Lehrlingssektor: siehe oben. Aus demselben Fehler in der Ideologie resultiert die falsche Anwendung der richtigen Losung 'Gleicher Lohn für gleiche Arbeit' auf die Ausbildungssituation, resultiert der Angriff auf Lehrlingstarifkommissionen als 'Spaltung der Arbeiterklasse' usw.

Die Quelle der Fehler des KJVD in der Lehrlingsarbeit liegt also weder in der Praxis noch in der konkreten Analyse, sondern in der Ideologie. Diese Fehler müssen deshalb politisch bekämpft werden."

Weitere Artikel sind:
- "Vorläufige Bilanz des Bürgerkriegs in Jordanien";
- "Kongress der revolutionären Avantgarde zur Koordinierung der antiimperialistischen Kämpfe in Europa 21. / 22.11. in Brüssel" wobei Kontaktadressen aus Hamburg, Bochum, Köln, Mannheim und Stuttgart angegeben werden;
- "Daten für die tägliche Agitation";
- "Was tun im Betrieb für die Beschäftigten in der Metallindustrie Tarifgebiet Nordbaden-Nordwürttemberg", wobei aufgerufen wird, bei der Urabstimmung in der MTR mit Nein zu stimmen; sowie
- "Gewerkschaftsführung im Dilemma. Zur IG Metall Tarifbewegung 1970" zur MTR mit Berichten aus Baden-Württemberg und NRW.
Q: Was tun Nr. 15, Mannheim Nov. 1970

28.11.1970:
Die RKJ der GIM gibt ein Sonderblatt ihrer 'Was Tun' (vgl. 2.11.1970, Jan. 1971) zum Düsseldorfer Lehrlingskongress heraus unter der Schlagzeile "Entreisst die Berufsausbildung den Profitinteressen des Kapitals!".

Kontaktadressen werden angegeben aus Bochum, Düsseldorf, Köln und Marl sowie Hamburg, Mannheim und Stuttgart.
Q: Was tun Sonderblatt zum Düsseldorfer Lehrlingskongress Entreisst die Berufsausbildung den Profitinteressen des Kapitals!, Mannheim 28.11.1970

Januar 1971:
Die GIM und die RKJ geben ihre 'Was Tun' Nr. 1 (vgl. 28.11.1970, Feb. 1971) heraus mit einem Titelbild von Alain Krivine auf dem Brüsseler Kongreß vom 21. / 22.11.1970.

Weitere Artikel sind:
- "Solidarität mit den polnischen Arbeitern. Erklärung des Politischen Büros der GIM";
- "Burgos: Ein möglicher Schritt vorwärts auf dem Weg des proletarischen Internationalismus" zu Spanien;
- "Hugo Blanco ist frei!" zu Peru;
- "Red Europe Rouge. Brüsseler Kongreß der Revolutionären Avantgarde" in Brüssel, wobei berichtet wird aus den Kommissionen "Die Arbeiterkämpfe in Europa", "Antiimperialistischer Kampf", "Studentenbewegung" und "Die osteuropäischen Länder";
- "Rede zum Abschlus des Kongresses in Brüssel: Alain Krivine: Die revolutionäre Internationale";
- "Referat des Genossen Harald Ebbinghaus anläßlich des Hussein-Besuch in der BRD: Internationale Solidarität mit dem Palästinensischen Widerstand - der Avantgarde der arabischen Revolution" zu Jordanien und Libanon;
- "Bericht der RKJ Speyer" (vgl. Jan. 1971);
- "'Trotzkismus'"; sowie
- "'Offener Brief an die Regierung der CSSR' Für die Freilassung der inhaftierten Genossen der R.S.P.".
Q: Was Tun Nr. 1, Mannheim Jan. 1971

Februar 1971:
Die GIM und die RKJ geben ihre 'Was Tun' (WT) Nr.2 (vgl. Jan. 1971, März 1971) heraus mit einem Titelbild von Angela Davis und dem Leitartikel "Angela Davis der Imperialismus und wir".

Weitere Artikel sind:
- "Batignolles: Die Dialektik der Interventionssektoren" zu Frankreich;
- "Erklärung der Gruppe Stuttgart der GIM und der RKJ-Stuttgart. Zur antifaschistischen Aktionseinheit" zur Demokratischen Volksaktion bzw. den Vorschlägen des KAB/ML;
- "Tübingen. Mandel am 1. Februar in Tübingen";
- "Giessen. Rausschmiss statt Diskussion" an der Universität durch die AMS Spartakus gegen einen Literaturverkäufer der RKJ;
- "Hamburg. Offener Brief an die DKP" zum von einem ihrer Sprecher geforderten Streitgespräch mit Ernest Mandel;
- "Aktion Tarife See 1971" zum Seeleutestreik, der von den Seefahrtschulen aus organisiert worden sei;
- "Erste Konferenz der Lehrlingszentren" am 13. / 14.2.1971;
- "Die Situation der Berliner Studentenbewegung" wobei von einer Veranstaltung der GIM in der TU mit über 2 000 Leuten berichtet wird;
- "Die Logik des 'Hauptwiderspruchs'" zu Jordanien bzw. der El-Fatah Palästina;
- "Referat des Genossen H. Ebbinghaus (Forts. aus WAS TUN Nr. 1/71): Internationale Solidarität mit dem Palästinensischen Widerstand";
- "Perspektiven des Klassenkampfes 1971";
- "Lehrlingsentlassungen aus politischen Gründen" bei MWM Mannheim (vgl. 11.11.1970, 11.2.1971); sowie
- "Freiheit für die tschechoslowakischen Genossen" mit dem Aufruf zur Demonstration in Berlin am 27.2.1971.
Q: Was Tun Nr. 2, Mannheim Feb. 1971

März 1971:
Die GIM und ihre RKJ geben die Nr.3 ihrer 'Was Tun' (WT) (vgl. Feb. 1971, Apr. 1971) heraus mit dem Titelbild "Laos. Ein neues Dien Bien-Phu für den Imperialismus" und dem gleichnamigen Leitartikel.

Weitere Artikel sind:
- "Konzeption der RKJ-Mannheim für den Kampf gegen Fahrpreiserhöhung. Aktion Nulltarif" von der Projektgruppe Nulltarif der RKJ-Mannheim;
- "Der Angriff auf die Jungsozialisten gilt den Reformern!" zu den Jusos der SPD;
- "Kampf gegen Massenentlassungen. Die Intervention der RKJ-Speyer bei Rowo-Salamander";
- "Daten für die tägliche Agitation";
- "Zum Jugendtag der IG Metall in Saarbrücken" (vgl. 15.4.1971);
- "Angela Davis: Solidaritätsaktion in Essen" (vgl. 6.3.1971);
- "Pierre Frank: Die Lehren der Commune";
- "Black Panther: Solidaritätstag in Zweibrücken" am 6.3.1971;
- "Den Klassenkampf international organisiert führen! Ford kann zahlen! Kurzarbeit bei Ford-Saarlouis wegen Ford-Streik in England";
- "Die jüngsten Wahlen und die SPD: einmal minus - einmal plus" zu den Abgeordnetenhauswahlen (AW - vgl. 14.3.1971) in Berlin und den Landtagswahlen (LTW - vgl. 21.3.1971) in Rheinland-Pfalz;
- "Pakistan: Ost-Bengalen: der zündende Funke für die indische Revolution?" zu Bangla Desh;
- "Klassenkampf in West-Bengalen. Interview mit dem Genossen Naren Bose";
- "Solidarität mit der bengalischen Landarbeiter- und Bauernliga";
- "Das Tschechoslowakische Proletariat wird siegen - die Bürokratie wird unterliegen!" zur CSSR; sowie
- "Urteilsspruch im Prager 'Trotzkistenprozeß'" in der CSSR.
Q: Was Tun Nr. 3, März 1971

April 1971:
Die GIM und die RKJ geben die Nr. 4 ihrer 'Was Tun' (WT - vgl. März 1971, Apr. 1971) heraus mit dem Leitartikel "1. Mai - Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse".

Im Artikel "Der Weg zur revolutionären Partei" heißt es:"
'NICHT DIE KADER SCHAFFEN DIE IDEE, SONDERN DIE IDEE SCHAFFT DIE KADER.'

Diese Worte Trotzkis (1) als Lehre könnten die Überschrift sein, wollten wir die Genese der verschiedensten linken Gruppen (2) darstellen, die im Laufe der letzten anderthalb bis zwei Jahre, im Laufe der Organisierungsphase also, entstanden sind, sich gespalten haben, verschwunden sind oder dahinvegetieren.

Aber wir wollen uns hier weder die Hände reiben, noch wollen wir über die Zerspaltung der westdeutschen Linken in ein Gejammer verfallen, wie das diejenigen tun, die die Bedeutung und Notwendigkeit der gegenwärtigen Phase nicht begreifen. Diese Phase der fraktionellen Auseinandersetzung ist notwendig, um der Konfusion der Vorstellungen und Theorien ein Ende zu bereiten, und aus ihr wird DIE Organisation quantitativ und qualitativ gestärkt hervorgehen, der es gelungen ist, die Richtigkeit ihrer Theorie, von der ja alle überzeugt sind, in eine konkrete Praxis umzusetzen. Es wird die Organisation sein, die vor allem klare strategische Schritte entwickelt hat für den Aufbau der revolutionären Partei.

Mindestens zwei Schlußfolgerungen können wir schon gegenwärtig aus der Entwicklung der linken Gruppen ziehen:
1.) Die sogenannte Organisierungsphase und -debatte ist weitgehend abgeschlossen. Vor allem die diversen ML-Gruppen haben die 180-Grad-Wendung von der APO hin zu unvermittelt rigiden Organisationsformen ZU RECHT auszubaden.
2.) Mit der abstrakten Anerkennung der Leninschen Parteitheorie (quasi vom Studierzimmer aus) war es nicht getan - und schon gar nicht mit der Unterwerfung unter eine stalinistische Karikatur auf den Bolschewismus, unter einen bürokratischen Zentralismus. Ein solches Unterfangen konnte nur kurze Zeit die Perspektivlosigkeit der ehemaligen Antiautoritären verdecken (- und die Kader schufen nicht die Idee). Die Leninsche Organisationstheorie ist eine Revolutionstheorie und daher im Wesentlichen nicht von der formal-technischen, sondern nur von der politisch-gesellschaftlichen Seite her erfaßbar.

Heute stellt sich in der Linken im allgemeinen nicht mehr die Frage 'Partei - ja oder nein', sondern viel mehr die Frage nach dem Weg zur Schaffung der revolutionären Partei.

Die Unfähigkeit vieler Gruppen (trotz ihres stalinistischen, und in der gegenwärtigen Situation des Aufbaus besonders karikaturhaften Kadavergehorsams) zur Konsolidierung, ihre Streitereien um die richtige 'Kader'- und 'Massenlinie', ist zu einem großen Teil Ausdruck ihrer Unfähigkeit, auf die zentrale Fragestellung der gegenwärtigen Phase eine klare, praktische Antwort zu finden.

Untersuchen wir in der Folge einmal die recht mageren Vorstellungen, mit denen sich die meisten linken Gruppierungen über dieses Problem in der Regel hinwegzustehlen versuchen:

DIE PARTEI-PROKLAMATION

Am einfachsten machten es sich natürlich diejenigen Grüppchen, für die dieses Problem erst gar kein 'Problem' war, die sich wie die KPD/ML (Austgruppe) (KPD/ML-ZK,d.Vf.) zur Partei proklamierten und zur 'Avantgarde des Proletariats' emporkraftmeierten (3) und gleich dazu Jugendmassenorganisationen, Studentenmassenorganisationen usw. 'aus dem Boden stampften'.

Sie vergessen, daß es keine selbstproklamierte Vorhut geben kann, und daß sich die Avantgarde ihr historisches Recht als solche zu wirken, erst im Laufe des tatsächlichen Kampfes und der Verbindung mit dem fortgeschrittensten Teil der Arbeiterklasse erobern muß (4).

Überdies drückt die Kommunistische Partei nicht per se (nur weil sie diesen Namen führt), sondern erst 'bei richtiger Politik die historischen Interessen des Proletariats aus' (Leo Trotzki) (5).

Eine sich selbst zur Partei ernennende Organisation kann für diesen unausgewiesenen Anspruch nicht die Glaubwürdigkeit und den Kredit haben, die notwendig wären, damit sich die fortgeschrittenen Arbeiter ihr anschließen und die Gesamtklasse sie als 'Führung' akzeptiert.

An der Aufgabe, die Partei durch die Verankerung des kommunistischen Programms in der Arbeiterklasse erst noch zu schaffen, führt kein Weg vorbei, denn 'der Aufbau der revolutionären Klassenpartei bedeutet die Verschmelzung des Programms der sozialistischen Revolution mit der Kampferfahrung der Mehrheit der fortgeschrittenen Arbeiter.' (E. Mandel) (6). Und Lenin sagte dazu: 'Die proletarische Avantgarde ist ideologisch gewonnen. Das ist die Hauptsache. Ohne das kann man nicht einmal den ersten Schritt zum Sieg machen.' (7)

DIE PARTEI-INTITIATIVEN

Etwas intelligenter schien die KPD/Aufbauorganisation an die Frage der Schaffung der revolutionären Partei heranzugehen. Aber das hatte nur so den Anschein. In Wirklichkeit begreift sie sich schon längst als Partei. Dies jedenfalls geht hervor aus ihrem völlig unausgewiesenen Führungsanspruch gegenüber der Masse der Studenten und aus der Art und Weise, wie sie an die Frage der Massenorganisationen herangeht. Was soll man sonst schließen, liest man die 'Thesen der Studentenkommission der KPD/AO zum Aufbau des Kommunistischen Studentenverbandes' oder den Artikel der Jugendkommission der KPD/AO 'Zur Geschichte des Kommunistischen Jugendverbandes' in der RPK (8).

Das Verhältnis einer Massenorganisation zur KPD/AO muß demnach aussehen wie das Verhältnis von KJVD zur KPD in den zwanziger Jahren. Dieses eiskalte Gleichsetzen der AO mit der revolutionären Partei kann man jedoch begreifen, wenn man im 'Bericht über die Organisationsentwicklung und Untersuchungsarbeit der KPD/AO' die Antwort auf die selbstgestellte Frage 'Wie funktionierte bisher der demokratische Zentralismus?' liest, wo es heißt:

'Im großen und ganzen gut (!), wobei allerdings (!) zu berücksichtigen ist, daß die Organisation im wesentlichen nur in Westberlin arbeitet' (9). Zu solchem Unsinn kann man nur kommen, wenn man den demokratischen Zentralismus nur formal faßt, und nicht als 'Zentralisation der kommunistischen Tätigkeit' (10), die im Zeitalter des Imperialismus nur eine internationale revolutionäre Tätigkeit im Rahmen einer internationalen Strategie sein kann. Bei der KPD/AO ist der demokratische Zentralismus zusammengeschrumpft zum 'guten Funktionieren' der Sandkastenspiele einer Studentenpartei.

Nicht in das Bild der bisher angesprochenen Konzepte paßt jenes der PL/PI (Proletarische Linke/Parteiinitiative). Es wird deshalb jedoch nicht origineller und erfolgversprechender. 'Die PL/PI wahrt rätedemokratische Traditionen und den für die alte ''Neue Linke'' so typischen Ansatz, ganz von vorn, ganz von unten zu beginnen', heißt es in einem Artikel in einer der letzten 'Was tun' (vgl. Feb. 1971,d.Vf.). Und Keimformen von Räten, von Sowjets, sind es auch, die im Prozeß des Aufbaus der revolutionären Avantgarde-Organisation entstehen und nach Ansicht der PL/PI 'das wichtigste Korrektiv für den Aufbau der Avantgardeorganisation' darstellen sollen (11).

Es tut natürlich gut, nach den langweiligen knöchernen Sentenzen der KPD/ML-KPD/AO und Co einen Funken Spontaneismus zu verspüren. Aber geht in dieser Konzeption nicht einiges durcheinander, um nur diesen Aspekt anzusprechen, bei der Einschätzung von Räten, ihrer Rolle und Funktion? Die Räte werden von der PL/PI sowohl unter- als auch überschätzt. Die Räte werden unterschätzt, verwechselt man sie, wie die PL/PI es tut, mit den Zellen, den Betriebsgruppen einer Avantgardeorganisation, sie werden gleichzeitig überschätzt, sieht man in ihnen das Allheilmittel, den selbstwirkenden Faktor der Revolution.

Die Räte sind Einheitsfrontorgane der gesamten Arbeiterklasse, sie vereinigen Vertreter aller kämpfenden politischen Strömungen des Proletariats, die in den Räten auf der Basis der weitesten Demokratie um die Führung kämpfen können. 'Die Parole der Räte krönt … das Programm der Übergangsforderungen. Räte können nur entstehen zu einer Zeit, wenn die Massenbewegung in ein offen revolutionäres Stadium eintritt. Von dem ersten Augenblick ihres Erscheinens an werden die Räte, die einen Brennpunkt darstellen, um den sich Millionen Arbeiter im Kampf gegen die Ausbeuter vereinen, zu Konkurrenten und Gegnern der örtlichen Verwaltung und schließlich der zentralen Regierung', heißt es im Übergangsprogramm der Vierten Internationale von 1938.

Und da die PROLETARISCHE Linke/PI kein Konzept zu haben scheint, wie 'an den Betrieb herankommen', verfiel sie auf den alten, schon fast vergessenen Plan, Studenten in den Betrieb zu stecken. Die Aufgabe der sozialistischen Intellektuellen ist es nach der PL, 'für längere Zeit - wir meinen nicht unter einem Jahr - unter Anleitung einer Kaderorganisation, die solche Arbeit betreibt, die politische Arbeit in einem Betrieb aufzunehmen und dort dem Proletariat zu helfen, die Grundlagen seiner Kampforganisation zu schaffen.' (12)

DIE ROLLE DER JUGENDRADIKALISIERUNG FÜR DEN AUFBAU DER REVOLUTIONÄREN ORGANISATION

'Die Jugendradikalisierung ist eine Tatsache, deren Umfang die meisten Genossen der Linken noch nicht erkannt haben.' (E. Mandel) (13) Bis zu einem gewissen Maße ist das natürlich verständlich, gehört doch die große Mehrheit unserer Linken zu den radikalisierten Jugendlichen, mit Ausnahme einiger linker Kaderkerne der trotzkistischen Linksopposition, der KPO um die Zeitschrift 'Arbeiterpolitik' usw.

Wir wollen uns an dieser Stelle nicht mit einer Analyse der ökonomischen und politisch-historischen Ursachen der Jugendradikalisierung beschäftigen und auch nicht mit Spekulationen darüber, ob es diese radikalisierte Jugend in 1, 2, 3 Jahren noch gibt. Die Fragestellung im Sinne unseres Themas und der gegenwärtigen Situation der Linken lautet:

'Wie können revolutionär-marxistische Kräfte diese Jugendradikalisierung ausnutzen, um dem revolutionären Kampf zum Sturz des Kapitalismus einen entscheidenden Impuls zu verleihen. Wie läßt sich diese Jugendradikalisierung in die zentrale Aufgabe unserer Epoche eingliedern, die Bildung einer neuen revolutionären Vorhut, um siegreiche revolutionäre Kämpfe gegen den Kapitalismus auch in den industrialisierten Ländern des Westens führen zu können.' (E. Mandel) (14)

Um die Rolle der Jugendradikalisierung für den Aufbau der revolutionären Partei korrekt zu verstehen, müssen wir es vermeiden, diese politische Bewegung mechanisch aus ökonomischen Verhältnissen abzuleiten. Dies tun vor allem die Genossen, die, nachdem sie den Sturz des Kapitalismus in der Zeit der Anti-Springer und Anti-Notstandsdemonstrationen auf ersten Anhieb nicht erreicht hatten, sich in die Studierstube zurückzogen und nun nachträglich ihr 'Vorpreschen' zu theoretisieren und rechtfertigen suchten.

Es ist wichtig, die überragende Bedeutung historischer und internationaler Faktoren (vietnamesische und kubanische Revolution) im Zusammenhang mit der Krise der bürgerlichen Ideologie für die Jugendradikalisierung zu unterstreichen.

Vor allem haben die meisten linken Gruppierungen die besondere Qualität der Jugendradikalisierung nicht verstanden. Diese nahm ihren Anfang AUSSERHALB der traditionellen Parteien der Arbeiterbewegung (KP und SP) und in der Situation der fast völligen Apathie der Arbeiterklasse. Die besondere Qualität der Jugendradikalisierung ergibt sich also aus dem Fehlen der revolutionären Klassenführung.

VON DER R.K.J. ZUR REVOLUTIONÄREN AVANTGARDE-ORGANISATION ALS VORSTUFEN ZUR REVOLUTIONÄREN PARTEI

Wir haben es oben gesehen: die revolutionäre Partei kann nicht im Hau-Ruck-Verfahren aufgebaut werden. Notwendig ist demnach eine Brücke zwischen der Jugendradikalisierung und dem Aufbau der revolutionären Partei. Die RKJ ist eine solche Brücke. Sie versteht sich als Jugendkaderorganisation und unterscheidet sich dadurch vom KJVD, der sich als 'Jugendmassenorganisation' einer Partei (der KPD/ML-ZB,d.Vf.), die er vorher schnell proklamieren mußte, versteht.

Eine Jugendmassenorganisation ist nur im Zusammenhang mit einer bereits existierenden und kämpfenden revolutionären Partei vorstellbar. Nicht ohne Grund und nicht nur dem Namen nach orientiert sich der KJVD an seinem historischen Vorbild aus den zwanziger Jahren, denn für den KJVD gibt es die revolutionäre Partei ja schon, es ist die eilends zusammengezimmerte KPD/ML (ZB-Linie). Zu diesen Prahlhänsen wollen wir jedoch nichts mehr sagen.

Die Jugendmassenorganisation an der Seite einer wirklichen Partei mobilisiert die Jugendlichen für ganz spezifische Forderungen, welche die Partei aus ihrem Programm für die Fragen der Jugend aufgestellt hat. In der Jugendmassenorganisation herrscht kein demokratischer Zentralismus, ihre Führung hat die Partei inne. Das beste Beispiel für das Verhältnis Jugendmassenorganisation - Partei ist (und das müssen wir dem heutigen KJVD lassen), das Verhältnis von KPD und KJVD in den zwanziger Jahren. Aber dieses Modell ist nicht auf unsere gegenwärtige Situation übertragbar.

Dieser Situation entspricht die Jugendkaderorganisation; sie trägt dem Fehlen einer revolutionär-marxistischen Klassenführung Rechnung und versteht sich als Schritt zum Aufbau der neuen revolutionären Klassenführung. Sie vereinigt die 'milieuspezifischen' Kämpfe der radikalisierten Jugend in einer einheitlichen Strategie und gibt diesem Kampf eine gesamtgesellschaftliche Perspektive.

Die RKJ ist noch keine Kaderorganisation etwa aus jungen Mitgliedern. Wir wissen, das hört sich kompliziert an, aber das Anerkennen der Leninschen Organisationstheorie ist erst das ABC, um jedoch zur revolutionären Partei zu kommen, muß man Wörter und Sätze bilden.

Der Begriff der REVOLUTIONÄREN ORGANISATION setzt voraus, daß sie - im Gegensatz zur RKJ - durch ihre Praxis und Stärke bei der Gesamtklasse schon jenes Mindestmaß an Glaubwürdigkeit erreicht hat, das Voraussetzung dafür ist, von der Arbeiterklasse als politische Tendenz neben den traditionellen Parteien der Arbeiterbewegung anerkannt zu werden und die Funktion einer 'Ersatzführung' zu erfüllen. Zudem besteht noch eine starke Diskrepanz zwischen den Kämpfen der radikalisierten Jugend und dem Verhalten der großen Mehrheit der Arbeiterklasse.

Die RKJ versteht sich als Schritt zur Schaffung der revolutionären Partei. Weil sie diese ihre Funktion nur mit gesamtgesellschaftlichem Programm und Kampfziel erfüllen kann, ist die RKJ eine JugendKADERorganisation. Sie nimmt einerseits bereits Funktionen und Elemente der revolutionären Partei vorweg, wie z.B. die Orientierung auf die Arbeiterklasse, die gesamtgesellschaftliche Perspektive, die internationalistische Ausrichtung und den demokratischen Zentralismus, unterscheidet sich jedoch andererseits von der revolutionären Partei durch den sich aus der Jugendradikalisierung abzuleitenden Aufbau von der 'Peripherie zum Zentrum' und die 'Dialektik der Interventionssektoren', die Diskrepanz zwischen Interventions- und Rekrutierungsfeldern (sie interveniert z.B. in gewerkschaftliche Tarifbewegungen, ohne die Illusion zu haben, dadurch in großer Zahl Arbeiter rekrutieren zu können), durch das Primat der Akkumulation von Kadern und dadurch, daß die Verankerung im Proletariat für sie Aufgabenstellung ist und nicht, wie für die revolutionäre PARTEI, Ausgangspunkt.

Die RKJ unterscheidet sich aber auch von Spartacus (KJO), der sich ebenfalls als Jugendkaderorganisation versteht:

Die Genossen von 'Spartacus' definieren nämlich die Aufgaben der Jugendkaderorganisation wie folgt:
'Sie muß den Klassenkampf der Arbeiterjugend führen, sie muß folglich eine Kaderorganisation sein.' (15)

Diese willkürliche Beschränkung der Tätigkeit des Spartacus auf die Arbeiterjugend erfährt eine nachträgliche Rationalisierung durch die These von der 'Entqualifizierung der Arbeitskraft' und der Jugendarbeitslosigkeit (daß in der Rezession von 1966/67 vornehmlich ältere, wenig mobile Kollegen entlassen wurden, war für Spartacus nur ein einmaliger Fall). Spartacus kommt schließlich zu materiellen Interessen der Arbeiterjugend, 'deren Basis eine ökonomische Sonderstellung ist.' (16)

Die Logik des Spartacus ist so einfach wie gefährlich:
Das Proletariat ist die revolutionäre Klasse, das Jungproletariat ist der revolutionäre Teil der Gesamtjugend, und da einerseits die Jugendradikalisierung eine Tatsache ist, und andererseits nur das Proletariat revolutionär sein kann, muß Spartacus seine Organisation aus der Arbeiterjugend aufbauen. Dies kann, bei einem solch verdinglichten Verständnis der Jugendkaderorganisation, zu einer 'strukturellen' Verewigung der Avantgarderolle der Jugend und damit ihrer Avantgardeorganisation führen.

Die Aufgabe der Schaffung einer neuen revolutionär-marxistischen Klassenführung wird ersetzt durch eine neue Art des Substitutionalismus, da das revolutionäre Subjekt nun nicht mehr die Klasse darstellt, sondern ein losgelöster Teil davon mit einer 'ökonomischen Sonderstellung', die Arbeiterjugend.

Spartacus glaubt also, daß die Klasse durch den Kampf für die ('besonderen') Forderungen der Arbeiterjugend zur Einheit kommen könne. Damit ist zugleich gesagt, daß die Klasse zwar nicht für ihre eigenen Forderungen, wohl aber, von der Aktivität der Arbeiterjugend stimuliert, für DEREN Forderungen zu mobilisieren sei.

Weder mit der gesamtgesellschaftlichen Perspektive und der Orientierung auf die Arbeiterklasse, noch u.E. mit der internationalistischen Ausrichtung, mit entscheidenden Elementen also, welche die Jugendkaderorganisation zum Schritt zur Schaffung der revolutionären Partei machen, scheint es bei Spartacus weit her zu sein.

Im Laufe des Aufbauprozesses muß die RKJ ihre Zielbestimmung, nämlich zur tatsächlichen Avantgardeorganisation der radikalisierten Jugend zu werden, einlösen und die Dialektik der Interventionssektoren in Hinblick auf ihre konsequente Orientierung auf die Arbeiterklasse praktisch werden lassen; sie muß zugleich ein gesamtgesellschaftliches Programm entwickeln, in dessen Rahmen sich ihre Praxis vollzieht. So muß die Dynamik ihres Aufbauprozesses münden in der Konstituierung der revolutionären Kaderorganisation, die die Vorstufe der revolutionären Partei darstellt.

Die revolutionäre Kaderorganisation, die wir als eine Formation 'zwischen Gruppe und Partei' verstehen, wird sich als die 'politische und organisatorische Vereinigung der neuen Avantgarde und der trotzkistischen Kader, die unter schlimmeren Bedingungen gekämpft haben, auf dem Boden des revolutionären Programms', auf dem Boden der Vierten Internationale, darstellen (Alain Krivine) (17).

ANMERKUNGEN
(1) Trotzki: Der einzige Weg, Berlin 1932, S. 57
(2) unter 'linken Gruppen' wollen wir hier die Gruppen links von den traditionellen Parteien der Arbeiterbewegung verstehen.
(3) Roter Morgen,Dez. 1969/Jan. 1970
(4) vgl. Ernest Mandel: Lenin und das Problem des proletarischen Klassenbewußtseins;(in: Lenin - Revolution und Politik; Frankfurt/M 1970)
(5) Trotzki: Was nun?, Berlin 1932, S. 24ff
(6) Mandel,a.a.O.,S.178
(7) Lenin, der 'linke Radikalismus', Ausg. W. in 2 Bdn, Moskau 1947, II / S. 737
(8) Rote Presse Korrespondenz,Nr. 88 u. Nr. 94
(9) Rote Presse Korrespondenz, Nr. 76/77, 7.8.1970
(10) Leitsätze über den organisatorischen Aufbau der Kommunistischen Parteien, über die Methoden und den Inhalt ihrer Arbeit (3. Weltkongreß der K.I., 1921)
(11) RPK, Nr. 74/75, 24.7.1970
(12) RPK Nr. 84, 2.10.1970
(13) Mandel: Die Radikalisierung der Jugend,Mannheim 1971,S. 1
(14) Ebenda, S. 9
(15) 'Spartacus' Nr. 14/15, Berlin 1970
(16) 'Die Vierte Internationale', Berlin, Juli 1970, S. 30
(17) Krivine: Die revolutionäre Internationale, WAS TUN Nr. 1/71,Mannheim 1971"

Weitere Artikel sind:
- "Der 1. Mai im Streit westberliner Kaderlinien";
- "'Rote-Punkt'-Aktion: Eine neue Phase der Mobilisierung" mit Berichten von Fahrpreiserhöhungen (vgl. März 1971, 2.4.1971), u.a. in Aachen (vgl. 1.3.1971, 7.4.1971), Bochum, Düsseldorf, Gelsenkirchen und Dortmund: "Hoesch-Arbeiter in Aktion";
- "Es lebe die Commune" mit dem Aufruf zur Internationalen Manifestation in Paris am 15. / 16.5.1971;
- "Wie die Maoisten die Commune feiern - und ihre Prinzipien mit Füßen treten!" zur Veranstaltung des KAB/ML in Dudweiler am 3.4.1971;
- "Dollarkrise";
- "Der Klassenkampf in England verschärft sich";
- "Pakistan: Für ein vereinigtes sozialistisches Bengalen!";
- "Solidarität mit der bengalischen Landarbeiter- und Bauernliga";
- ein Aufruf zur Indochina-Demonstration in Mannheim am 24.4.1971;
- "Ceylon", eine Erklärung des VS vom 19.4.1971; sowie
- "24. April: Weltweiter Protest gegen den US-Krieg in Indochina".
Q: Was Tun Nr. 4, Mannheim Apr. 1971

April 1971:
Vermutlich im April erscheint eine Sondernr. der 'Was tun' (vgl. Apr. 1971, Mai 1971) unter der Schlagzeile "Freiheit für die tschechoslowakischen Genossen".
Q: Was tun Sdr.Nr. Freiheit für die tschechoslowakischen Genossen, Mannheim o.J. (1971)

Mai 1971:
Die GIM und die RKJ geben die Nr. 5 ihrer 'Was Tun' (WT - vgl. Apr. 1971, 10.5.1971) heraus mit einem Titelbild von der Commune-Feier in Paris am 15. / 16.5.1971 und dem Leitartikel "Kommunique des Vereinigten Sekretariats der Vierten Internationale. Hundert Jahre Pariser Commune" sowie dem Artikel "15.-16. Mai: Die Vierte Internationale demonstriert in Paris: es waren 30 000!".

Weitere Artikel sind:
- "E. Mandel: Der Verfall des Dollar";
- "1. Mai 1971: Gegen Ultralinkstum - Gegen die Bürokratie" mit berichten aus Berlin, Mannheim und Ludwigshafen;
- "Daten für die tägliche Agitation";
- "Renault ist besetzt" zu Paris-Billancourt;
- "Kampf dem BAFöG (Bundesausbildungsförderungsgesetz)";
- "Ernest Mandel in Heidelberg: Die NRF-Fraktion, Pakistan und der proletarische Internationalismus" zum ersten öffentlichen RKJ-Meeting in Heidelberg am 4.5.1971 bzw. zu Bangla Desh;
- "Solidarität gegen die staatliche Repression. Erklärung des Genossen Horst Mahler zum Polizeispitzel Urbach" zur RAF;
- "Eine neue Etappe der Antikriegsbewegung. 24. April: 250.000 in San Francisco - 500.00 in New York", wobei auch aus London berichtet wird; sowie
- "Brief aus Ceylon".
Q: Was Tun Nr. 5, Mannheim Mai 1971

10.05.1971:
Vermutlich in dieser Woche April erscheint eine Sondernr. der 'Was tun' (vgl. Mai 1971, Juni 1971) unter der Schlagzeile "Der Angriff auf die Jungsozialisten gilt den Reformen!".
Q: Was tun Sdr.Nr. Der Angriff auf die Jungsozialisten gilt den Reformen!, Mannheim o.J. (1971)

Juni 1971:
Die RKJ gibt vermutlich im Juni die Nr. 6 ihrer 'Was Tun' (WT - vgl. 10.5.1971, Aug. 1971) heraus mit einem Titelbild zu Argentinien sowie den Artikeln "Erfolgreicher Kampf der argentinischen Trotzkisten" und "Argentinien: 'Der Waffe der Propaganda muß die Propaganda der Waffen folgen'" zu ERP und PRT.

Weitere Artikel sind:
- "Editorial. Drei Jahre was tun'" zur alleinigen Herausgabe durch die RKJ;
- "Nationale Konferenz der RKJ 29. - 31. Mai 1971 in Frankfurt";
- "Konstituierung der Revolutionär-Kommunistischen Jugend als Organisation auf nationaler Ebene";
- "Schreiben des Vereinigten Sekretariats der IV. Internationale an die Nationale Konferenz der Revolutionär-Kommunistischen Jugend (RKJ)";
- "Kampf der kapitalistischen Verplanung der Jugend!" zum BAFöG und zum HRG;
- "Sternmarsch nach Stuttgart" am 15.6.1971 gegen das Landeshochschulgesetz (LHG);
- das Flugblatt "Was tun im Betrieb. Das Ende der Reformen ist der Anfang vom Ende der SPD-Regierung" u.a. zur Chemietarifrunde (CTR) sowie der Textiltarifrunde und der Tarifrunde bei den Banken;
- "Daten für die tägliche Agitation";
- "Lohnkampf der Chemiearbeiter. Zwischen Klassenkampf und Konzertaktion" zur Konzertierten Aktion bzw. zur Chemietarifrunde (CTR) vor allem in Hessen und Nordrhein;
- "Kampagne Null-Tarif" mit den Berichten "Heidelberg: Kampf gegen Fahrpreiserhöhung" (vgl. 12.6.1971) und "Rote-Punkt-Aktion Offenbach" (vgl. 5.5.1971, 12.5.1971);
- "FIAT: Den Abteilungsdelegierten ihre Autonomie wiedererkämpfen!" aus Italien;
- "Türkei: Aufstände und bewaffneter Kampf"; sowie
- "Helmut Dahmer: Zum Tode von Georg Lukács" am 4.6.1971.
Q: Was Tun Nr. 6, Mannheim 1971

August 1971:
Die RKJ der GIM gibt ihre 'Was Tun' (WT) Nr. 7 (vgl. Juni 1971, Sept. 1971) heraus mit einem Titelbild von Mao Tse-tung als Puzzle mit der Parole "Die chinesische Revolution ist zu wichtig, um sie den Maoisten zu überlassen" sowie dem "Editorial. Mao auf Moskaus Spuren" zum angekündigten Nixonbesuch in Peking. Enthalten ist auch ein Bild von Henry Kissinger mit Tschou En-Lai.

Weitere Artikel sind:
- "Lehrlingszentren-Konferenz in Düsseldorf. Gewerkschaftsbürokratie contra Lehrlingsbewegung" zur Konferenz für NRW (vgl. 17.7.1971);
- "Zu den Zwischenfällen vor Daimler-Benz Mannheim" (vgl. 22.7.1971);
- "Der Polizeifeldzug gegen die RAF-Gruppe gilt der gesamten Linken! Politischer Mord in Hamburg" zu Petra Schelm, wobei sich ein Kasten "Zum Verhalten des Spartacus während des Aktionsbündnisses" zur KJO äußert;
- "Aktion Nulltarif contra Fahrpreiserhöhungen" mit den Berichten "Rote-Punkt-Aktion in Esslingen" und "Hamburg: Kampf gegen Tariferhöhung der HVV", wobei sich der Abschnitt "Die neue Ordnungsmacht" der SDAJ bzw. der Demonstration am 16.6.1971 widmet;
- "Zur Situation vor der IG Metall-Tarifbewegung" zur Metalltarifrunde (MTR), wobei berichtet wird von Hoesch MFD Dortmund ("Hoesch-Arbeiter fordern 15 %") und aus dem IGM Bezirk Köln;
- "Die Stärke, die die Chemiearbeiter im Kampf beweisen haben, wird von der IG Chemie am Verhandlungstisch verspielt" zur Chemietarifrunde (CTR);
- das RKJ-Flugblatt "Zur Lohnbewegung der IG-Chemie: Lehren aus einem verschenkten Sieg" zur Chemietarifrunde (CTR);
- "Zum Kampf der Chemiearbeiter in Nordrhein" zur Chemietarifrunde (CTR) mit Berichten von Clouth Köln, wo ausländische Arbeiter den Streikbruch verweigerten, und von Glanzstoff Oberbruch bei Aachen, wo Studenten der RWTH, vermittelt durch den AStA, als Streikbrecher arbeiteten. Berichtet wird auch: "bei den Chemischen Werken Hüls (CWH) in Marl gelang es der RKJ, die als einzige Gruppe auch bei den Lehrlingen intervenierte, durch ihre Agitation vor dem Lehrlingseingang und in der Lehrlingskantine zu erreichen, daß sich 40 Lehrlinge dem Streik ihrer älteren Kollegen anschlossen, zum Streikkomitee gingen und sich in die Streikliste eintrugen. Ein wichtiger praktischer Schritt im Kampf für das Streikrecht der Lehrlinge!";
- "Zum Treffen der Lambertisten in Essen: Arbeiterdemokratie nicht gefragt" (vgl. 3.7.1971);
- "Solidarität mit den Sudanesischen Kommunisten!";
- "Am Beispiel des Speyer-Kolleg. Die Krise des Zweiten Bildungsweges… …und die Antwort der RKJ. Arbeiter und Studierende im Kampf gegen die Kultusbürokratie" zum ZBW;
- "Frankreich: Die Repression verschärft sich" zum Prozeß gegen die 'Rouge';
- "Neue Terrorwelle gegen die Unity Movement in Südafrika", wozu Einheitsfront-Demonstrationen organisiert werden sollen;
- "CSSR-Teach-In in Berlin" am 8.7.1971, von dem dokumentiert wird der Beitrag "Sibylle Plogstedt: Solidarität mit den Revolutionären in den sog. Volksdemokratien";
- "Die Zukunft von Bangla Desh und West-Bengalen" bzw. Pakistan;
- "Redaktionelle Anmerkung: In Ostbengalen ist eine N.L.F. entstanden" zur National Liberation Front (NLF);
- "Bolivien vor der Explosion"; sowie
- "Clydeside Occupied!" zu UCS in Glasgow in Großbritannien.
Q: Was Tun Nr. 7, Mannheim Aug. 1971

September 1971:
Die RKJ der GIM gibt ihre 'Was Tun' (WT) Nr. 8 (vgl. Aug. 1971, Okt. 1971) heraus mit einem Titelbild "In der Metall-Tarifbewegung droht Lohnstopp" zur Metalltarifrunde (MTR) und dem zugehörigen Artikel "Zur IG Metall-Tarifbewegung".

Enthalten sind auch die Artikel:
- "Editorial. Vietnam - alles für den Sieg";
- "November 1971 - Internationale Indochina-Kampagne" zu den Vietnam-Demonstrationen in den USA am 6.11.1971, vom ZK der RKJ vom 4.9.1971;
- "Ernest Mandel. Der Sturz des Dollar";
- "Zur Lage der ausländischen Arbeiter in der Bundesrepublik";
- "Rote Punkt Aktion Heidelberg: Bilanz einer Niederlage" (vgl. 4.9.1971);
- "Anträge zum 9. Gewerkschaftstag der IG Druck und Papier in Nürnberg, aus Hessen, Rheinland-Pfalz und Speyer;
- "Novellierung des Betriebsverfassungsgesetzes. Fortschreitende Disziplinierung der Arbeiterklasse" zum BVG;
- "Buchbesprechung: Debray - Allende, eine Konfrontation, die nicht stattfand" Zu Regis Debray und Salvador Allende: Der chilenische Weg;
- "Sudan - ein Bankrott der Bürokratie";
- "Genosse Nicolau von der brasilianischen Diktatur ermordet. 'Die Bourgeoisie wird ihre historische Schuld bezahlen - vollständig!'" von E. Pinheiro aus dem August 1971; sowie
- "Bolivien - Eine Niederlage der Arbeiterklasse".

Geworben wird für den 'Was tun Sonderdruck Die Tarifpolitik der IG Metall 1969/70 - Analyse - Alternative - Dokumentation' zum Preis von 3 DM.

Kontaktadressen werden angegeben für Hamburg und für das Saarland in Saarbrücken sowie aus:
- Baden-Württemberg aus Esslingen, Freiburg, Heidelberg, Stuttgart und Tübingen.
- Bayern aus Regensburg.
- Hessen aus Frankfurt.
- Niedersachsen aus Braunschweig, Göttingen, Hannover und Wolfsburg.
- NRW für das Ruhrgebiet in Bochum, aus Aachen, Düsseldorf und Köln.
- Rheinland-Pfalz aus Ludwigshafen, Mainz und Speyer.
Q: Was Tun Nr. 8, Mannheim Sept. 1971

Oktober 1971:
Die RKJ der GIM gibt ihre 'Was Tun' (WT) Nr.9 (vgl. Sept. 1971, 11.10.1971) heraus mit einem Titelbild "Alles für den Sieg!" zu Vietnam.

Zur MTR-Aktionseinheit 1971 heißt es:"
Zu dem 'Arbeitspapier von 11 kommunistischen Organisationen und Gruppen zum einheitlichen Vorgehen in der Metall-Tarifbewegung':

ZWISCHEN VERBALRADIKALISMUS UND RATLOSIGKEIT
AKTIONSEINHEIT 'KOMMUNISTISCHER ZIRKEL'

Elf, später 17, inzwischen noch einige mehr örtliche Gruppen, die sich selbst als kommunistische Zirkel bezeichnen, haben aus Anlaß der IG-Metall-Tarifbewegung erstmalig eine gemeinsame Plattform vorgelegt. Diese Aktionseinheit dürfte zugleich der Ausgangspunkt sein für einen neuen Versuch der Vereinheitlichung und der Zusammenfassung der Kräfte innerhalb des Lagers der ML-Gruppen. Die beteiligten Organisationen, unter ihnen immerhin lokal so bedeutende wie SALZ-Hamburg und KB/ML-Westberlin, lassen keine einheitliche Beurteilung zu. Ungefähr läßt sich über sie sagen:
- Sie sind Erben des SDS und Kinder der Studentenbewegung und zählen zur daraus hervorgegangenen Hauptströmung, der ML-Tendenz;
- Sie waren bisher die Gruppen mit der ausgeprägtesten lokalen Beschränktheit;
- Sie unterscheiden sich von den diversen 'ML-Parteien' einerseits durch eine weniger mechanische Auffassung von der Schaffung der revolutionären Partei als diese KPD-Karikaturen, andererseits haben sie bisher durch eine ebenfalls mechanische Etappentheorie zur Schaffung der Partei (Phase des Zirkelwesens) die Notwendigkeit einer zentralisierten Organisation auf nationaler Ebene unterschätzt;
- Sie haben gegenüber den gemeinsamen ML-Autoritäten Mao, Stalin und der alten KPD zumindest ein Minimum an kritischer Distanz und leisten sich im Gegensatz zu den ML-Parteien gelegentlich sanfte Kritik an allzu großen 'Ungereimtheiten' in deren Politik, ohne diese jedoch analytisch zu erfassen und zu erklären.

FEHLENDE KLARHEIT

Da das 'Arbeitspapier zur Metall-Tarif-Kampagne' selbst etwas dürftig ausgefallen ist, empfiehlt es sich, den Kommentar des KAB-Hamburg (Arbeiterzeitung Nr.9, Hamburg) zu Rate zu ziehen, der einige Aufschlüsse über das Zustandekommen des Papiers vermittelt. Die Plattform stellt also eine Minimaleinigung dar, die weitergehende Klärung strittiger Fragen konnte nicht erreicht werden, eine weiterführende Diskussion zur Vereinheitlichung ist geplant.

Das erklärt den augenfälligsten Mangel des Papiers: das Fehlen eines konsistenten Begründungszusammenhanges, in den sich die ausgebreiteten einzelnen Forderungen einordnen ließen, also im Grunde das Fehlen einer klaren Strategie für die Tarifbewegung. Es ist zu fragen, wie mit dieser Plattform Klarheit bei den Arbeitern geschaffen werden kann, wenn ihre Urheber selbst keine Klarheit zu gewinnen vermochten.

DER FORDERUNGSKATALOG

Die Zusammenhanglosigkeit des Forderungskatalogs bedroht natürlich die Nützlichkeit der einzelnen Forderungen innerhalb einer Kampagne. Davon abgesehen, sind die Einzelforderungen im wesentlichen richtig. Eine ganze Menge davon finden wir bereits in dem zentralen Flugblatt von GIM und RKJ zum 1. Mai 1970 (Was Tun Nr.12/70), das Ausgangspunkt für unsere Kampagne im vorigen Jahr war. (Zur IGM-Tarifbewegung 1971 s. Was Tun Nr.8/71) (vgl. 4.9.1971,d.Vf.). In diesem Jahr finden sich Elemente dieser Forderungen nicht nur bei fast allen linken Gruppen, sondern bis weit in die Reihen der Gewerkschaften hinein (vgl. u.a. Anträge zu den Gewerkschaftstagen der IG Metall und der IG Druck und Papier). Wir wollen die Forderungen des 'Arbeitspapiers' deshalb hier nur kurz streifen:

1. 'Einheitliche Forderung - mindestens 120 DM für alle.'

Gemeint ist also eine lineare Forderung. Warum dafür der mißverständliche Begriff 'einheitlich' gebraucht wird, wird verständlich, wenn man feststellt, daß die lineare Forderung gar nicht in ihrer Bedeutung an sich gefaßt wird, sondern lediglich an ihrer quantitativen Höhe (120 DM) festgemacht wird. Das heißt, anstatt die Notwendigkeit einer alternativen ForderungsSTRUKTUR an diesem Beispiel verständlich zu machen, wird letztlich nur eine bestimmte Höhe der Forderung in die Debatte geworfen. Aber während sich die KPD/ML (Bochum) (KPD/ML-ZB,d.Vf.) in grotesker Weise immer noch an ihre 15%-Forderung klammert, sagt die Plattform: 'Sollte die IGM-Führung Forderungen in der Arbeiterklasse durchsetzen, werden wir diese aufnehmen und unterstützen.' Das heißt beim gegenwärtigen Stand der Dinge: die von den Autoren ohnehin unverstandene lineare Forderung wird fallengelassen.

2. 'Absicherung der Effektivlöhne durch Vorweganhebung.'

Hier ist lediglich zu kritisieren, daß nicht in Rechnung gestellt wird, daß diese Forderung in den Händen der Bürokratie auch die Funktion der 'Vorwegbesänftigung' haben kann, besonders diesmal, wo alle Nebenforderungen unter dem Aspekt ihrer Anrechenbarkeit auf das materielle Ergebnis stehen. Die richtige Forderung, die Schere zwischen Tarif- und Effektivlohn in den Griff zu kriegen, müßte diesmal lauten: Öffnungsklauseln in die Tarifverträge für zusätzliche Werkstarifverträge, in denen übertarifliche Lohnbestandteile abzusichern sind.

3. 'Weg mit den Leichtlohngruppen - Gleicher Lohn für gleiche Arbeit - Gleicher Lohn für Männer und Frauen.'

Diese Forderungen werden nicht näher begründet und bedürfen dem ja wohl auch nicht. Zu fragen wäre nur, ob die Autoren gedenken, wie die KPD/ML (KPD/ML-ZB,d.Vf.) mit 'Gleicher Lohn für gleiche Arbeit' auch die Frage der Lehrlingsentlohnung zu lösen. Aber mit dieser Auffassung haben wir bereits an anderer Stelle polemisiert (Was Tun 15/1970) (vgl. Nov. 1970,d.Vf.).

4. 'Gegen die Angriffe der Kapitalistenklasse die einheitliche Kampffront der Arbeiterklasse.'

Auf den Mechanismus, der zu derart abstrakten Parolen führt, wird weiter unten noch eingegangen.

5. 'Raus aus der konzertierten Aktion.'

Diese für den gegenwärtigen Kampf zentrale Forderung wird in keinen weiteren Rahmen gestellt als - die Sozialpartnerschaftsideologie. Ideologien haben aber ihre Geschichte und ihre materielle Basis: Der Zwang für den Kapitalismus zu immer genauerer Lohnkostenplanung; sein Werkzeug hierfür die staatliche Einkommenspolitik; die Unfähigkeit der nachreformistischen Gewerkschaftsführung, sich dem staatlichen Zugriff zu entziehen, da ihr der Monopolkapitalismus weder ein Ausnützen kapitalistischer Konkurrenz noch das Erringen wirklicher Reformen als Ausweg übrig läßt: die politische Wendung dieser Analyse ist die Forderung nach Unabhängigkeit der Gewerkschaften vom kapitalistischen Staat als Kampfstrategie innerhalb der Gewerkschaft und der gesamten Arbeiterklasse. Erst in diesem Kontext wird die Sofortforderung 'Raus aus der konzertierten Aktion' zum strategischen Element, wobei sie zu ergänzen ist um eine ganze Reihe weiterer entsprechender Forderungen, die sich um die Frage der Schlichtung, der Friedenspflicht, der Lohnleitlinien usw. gruppieren.

6. 'Kampf dem arbeiterfeindlichen Betriebsverfassungsgesetz.'

wobei auch wir der Meinung sind, daß in der gegenwärtigen Klassenkampfsituation in der Bundesrepublik dieser Kampf mit (z.B.) der Tarifbewegung zu verknüpfen und nicht als isolierte Kampagne vom Zaun zu brechen ist.

7. schlägt das Arbeitspapier eine ganze Reihe von Kampfformen vor, die seit den Septemberstreiks 1969 (und z.T. seit dem Metallarbeiterstreik in Baden-Württemberg von 1963) praktiziert wurden und sich auch 'bewährt' haben. Jedoch ist die einseitig negative Beurteilung der 'Nadelstichtaktik' der IG Chemie im Sommer 1971 abzulehnen. Wir haben konsequent in diesem Chemiekampf die Ablösung der Nadelstichtaktik durch einen Flächenstreik mit der zentralen Parole 'Jetzt Urabstimmung' vertreten. Aber die Richtigkeit einer Kampfform ist eben abhängig vom Stadium des Kampfes, und in der ersten Phase war diese Taktik das richtige Mittel, um - unter relativ ungünstigen Ausgangsbedingungen - den Kampf in der Chemieindustrie überhaupt zu entfesseln.

8. 'Machen wir die Gewerkschaften wieder zu einer Kampforganisation der Arbeiterklasse.'

Für Kommunisten muß in der Tarifbewegung der Kampf gegen das Kapital und der Kampf gegen die Gewerkschaftsbürokratie eine Einheit bilden. Diese Einheit ist aber eine dialektische und leitet sich ab aus den oben skizzierten Beziehungen zwischen Kapital, Staat und Gewerkschaft, und sie bestehet nicht aus zwei Filmen, die man gleichzeitig abspult. Wer die Rolle der Gewerkschaftsbürokratie nur in Gestalt von 'den reaktionären Gewerkschaftsführern' (Zitat) zu fassen vermag, wird über das Geschimpfe gegen konkrete Subjekte in der Gewerkschaft a la KPD/ML nicht wesentlich hinauskommen. Außerdem ist diese Parole 8 mißverständlich: Natürlich sind die Gewerkschaften auch jetzt die Organisation zur Verteidigung der unmittelbaren Tagesinteressen der Arbeiter und als solche auch durch nichts zu ersetzen. Man müßte also genauer sagen, daß es darum geht, die Gewerkschaft wieder kämpferisch zu machen und eine klassenbewußte Gewerkschaftspolitik durchzusetzen.

GEFANGEN IM EIGENEN NETZ

Wir wollen nicht detailliert auf die Präambel eingehen, wenn auch kurz anzumerken ist, daß die These 'es sei die Strategie der Bourgeoisie, IN ZUSAMMENARBEIT MIT DER GEWERKSCHAFTSFÜHRUNG die Arbeiterklasse zu Kämpfen zu provozieren und in Niederlagen zu treiben', offensichtlich bei der Gewerkschaftsbürokratie die Mentalität von Lemmingen voraussetzt, und außerdem die Schlußfolgerung nach sich ziehen müßte, daß die Kommunisten in der Tarifbewegung fleißig abzuwiegeln haben.

Um festzustellen, ob das 'Arbeitspapier' tatsächlich eine Strategie für die Metall-Tarifbewegung darstellen kann, muß mangels Zusammenhang der Einzelforderungen also ihr politischer Rahmen hinterfragt werden. Die divergierenden Positionen der beteiligten Gruppen, die im Kommentar des KAB skizziert werden, haben einen gemeinsamen Nenner: Das UNVERSTÄNDNIS FÜR DIE NOTWENDIGKEIT EINER ÜBERGANGSSTRATEGIE. Seit dem Kommunistischen Manifest ist dies die Alternative, die stets die real revolutionäre Position den Endzeitaposteln und Gesundbetern der Arbeiterbewegung ebenso wie den versteckten und offenen Revisionisten entgegengesetzt hat, und die in der Geschichte der Arbeiterbewegung von Marx, Lenin, Luxemburg und Trotzki ständig entwickelt wurde und ihre systematische Formulierung für die imperialistische Verfallsperiode im 'Übergangsprogramm' von 1938 fand.

Das bedeutet: die Forderungen zu entwickeln, die einerseits dem aktuellen Bewußtseinsstand der Klasse entsprechen, also von ihr aufgegriffen und zu direkten Kampfzielen gemacht werden können, die andererseits aber bereits über den gesellschaftlichen Status quo hinausgehen und tendenziell das bestehende System in Frage stellen, also die Klasse aus ihren konkreten Erfahrungen im Kampf für diese Ziele heraus zu weitergehenden Forderungen fhren. (Zu diesem konkreten Ansatz für die Tarifbewegung verweisen wir auf den WAS TUN - Sonderdruck: Die Tarifpolitik der IG Metall 1969/70, ISP-Verlag Hamburg).

Die Übergangsstrategie ist letztlich die Antwort auf die Frage, bei der sich die Autoren des 'Arbeitspapiers' ständig im eigenen Netz verstolpern: Wie kann eine Brücke geschlagen werden zwischen dem aktuellen Bewußtseinsstand der Arbeiterklasse und dem Ziel der sozialistischen Revolution.

In diesem Arbeitspapier und dem zugehörigen Kommentar wird dies 'ersetzt' durch die Trennung zwischen Minimalprogramm und Maximalprogramm in schlechtester Kautskyanischer Tradition. Festgemacht am Verhältnis zwischen ökonomischem und politischem Kampf sinniert man in endlosen Syllogismen, wie man sich zwischen den Klippen Ultralinkstum und Ökonomismus hindurchschrammen kann, ohne das Boot ganz zu versenken. Deshalb kommt man auch von dem Gegensatz zwischen 'Unterstützung des ökonomischen Kampfes der Arbeiter' und 'kommunistischer Propaganda' nicht los - der ganze Streit geht ums richtige Mischungsverhältnis.

So wird denn im Kommentar des KAB richtig festgestellt, daß die 'Kapitalistenklasse in der Tarifbewegung den Kampf von Anfang an allseitig führt, d.h. politisch, ideologisch und natürlich auch ökonomisch.' Also sind doch wohl solche Kämpfe unter den Bedingungen des staatlich organisierten Kapitalismus objektiv politisch. Aber: 'Die Arbeiter führen ihren Kampf hauptsächlich noch als ökonomischen Abwehrkampf.' Sehr richtig. Weiter: 'Fragwürdig ist, ob im bloß ökonomischen Abwehrkampf wirklich Klassenbewußtsein … entwickelt werden kann.' Und: 'Eine andere Frage ist, ob im ökonomischen Kampf ein Bewußtsein über dessen Begrenztheit und gar über die Notwendigkeit des sozialistischen Kampfes entwickelt werden kann.' Also die Kapitalisten führen den Kampf allseitig, da er objektiv politische Dimensionen hat, aber die Arbeiter führen den Kampf als ökonomischen und können ihren Ökonomismus dabei auch nicht überwinden, da es sich nur um einen ökonomischen Kampf handelt. In der Tat, welch ein Dilemma für die Autoren des 'Arbeitspapiers'. Plastischer kann die Sackgasse des Kautskyschen Minimal-Maximal-Mechanismus nicht demonstriert werden!

Da sie aus der dialektischen Einheit des Klassenkampfes keine diese umfassende strategische Qualität zu schlagen vermögen, zerlegen sie sie ständig in mechanische Begriffspaare: Hauptaufgabe, Nebenaufgabe; Hauptfeind, Nebenfeind; ökonomischer Kampf, politischer Kampf; Tagesinteressen der Arbeiter, kommunistische Propaganda; usw..

Bleibt noch anzumerken, daß die Plattform zu den brennenden Fragen, wie die Arbeiter während der Tarifbewegung auf das Verhalten ihrer gewerkschaftlichen Führung reagieren können, wie dies mit einer innergewerkschaftlichen Kampfstrategie in Beziehung zu setzen ist, also all den Fragen, die sich um die Achse 'Demokratisierung der Gewerkschaft' gruppieren, schlicht gar nichts zu sagen hat.

Insgesamt zeigt das Arbeitspapier, daß diese Gruppen aus den vorangegangenen Arbeiterkämpfen in der BRD für die unmittelbare Praxis einer Intervention in die Tarifbewegung zwar eine Menge gelernt haben, in der Lösung der Kernprobleme, die sich den Kommunisten stellen, jedoch nicht weitergekommen sind.

So gesehen: Eine ML-Plattform mehr unter vielen anderen."

Weitere Artikel sind:
- "Editorial ein SPD-Gewerkschaftstag" zum IGM-Tag (vgl. 27.9.1971);
- "Indochina - Schlüssel zur Weltrevolution" mit dem Aufurf zur Indochina-Kampagne im November;
- "Buchbesprechung. Eine Stalinismus-Kritik im Zwielicht" zu Jakob Moneta: Kommentar zum 'Kurzen Lehrgang der Geschichte der KPdSU (B)';
- "Interview mit Andrew Pulley. Vizepräsidentschaftskandidat 1972 der Socialist Workers Party" (SWP) zum Thema "Der Vietnamkrieg und der Kampf der Schwarzen in den USA", wobei auch auf die BPP eingegangen wird;
- "Zum Bürgerkrieg in Nordirland. Gegen den britischen Imperialismus - für die irische Revolution";
- "Die 'neue Internationale' und die amerikanischen Touristen" zu den European Labor Committees (ELC) bzw. der EAP in Deutschland und Griechenland, von M. Manolas;
- "Ja, damals - oder: Vorwärts und nicht vergessen" zur VEB Deutsche Schallplatten der DDR;
- "Die bolivianische Revolution: Von der Volksversammlung zum revolutionären Krieg" aus 'Rouge' Nr. 122; sowie
- "Free the Darmstadt 53! Prozeß gegen farbige GIs in Mannheim" wegen der Aktion vom 19.7.1971.

Berichtet wird:"
RKJ-Stützpunkt Gehrden aufgelöst

Der RKJ-Stützpunkt Gehrden bei Hannover ist ab sofort aufgelöst, seine Anschrift als RKJ-Kontaktadresse (in der letzten Ausgabe genannt für Hannover, d. Vf.) damit nicht mehr gültig. Die Trennung zwischen der RKJ und diesen genossen erfolgte wegen unüberbrückbarer politischer Differenzen. Bei der Rekrutierung dieser Genossen für die Organisation wurden von den Leitungsorganen der RKJ Fehler gemacht. Wir werden aus diesen Fehlern lernen."
Q: Was Tun Nr. 9, Mannheim Okt. 1971

10.11.1971:
Frühestens heute gibt die RKJ der GIM die Nr. 10 ihrer 'Was Tun' (WT) (vgl. Okt. 1971, 11.12.1971) für November heraus mit einem Titelbild "Vietnam, Kambodscha, Laos - ein Kampf! Für den Sieg der sozialistischen Revolution in Indochina!" und dem zugehörigen Text "Politische Erklärung der NK der RKJ: Für den Sieg der indochinesischen Revolution!".

Weitere Artikel sind:
- "Internationale Indochina-Kampagne" mit Berichten vom 6.11.1971 aus Frankreich, Großbritannien, der Schweiz, Spanien und den USA;
- "Nationale Konferenz der RKJ vom 30.10. - 1.11.71 in Köln. Für den Aufbau der deutschen Sektion der IV. Internationale!", wovon auch Auszüge einem von der Mehrheit der NK verabschiedeten Dokument "Zur Einschätzung der Jugendradikalisierung" veröffentlicht werden;
- "Ludwigshafen: Ein Exempel des DKP-Stalinismus" zum Indochina Teach-In der RKJ am 5.11.1971;
- "Weg mit dem Paragraph 218!";
- "Die Strategie des Kapitals in der Metall-Tarifrunde 71 - ein tarifpolitischer Kalender", der berichtet von der Metalltarifrunde (MTR) und den Vorbereitungen der Kapitalisten dazu (vgl. 21.4.1971, 9.11.1971);
- "Die Darmstadt 53 - frei" zu den schwarzen GIs, die in Mannheim vor dem Militärgericht stehen, wobei die RKJ am ersten Prozeßtag eine Demonstration durchführte;
- "Marcellin contra Rouge oder: liest der französische Innenminister Lenin?";
- "Iran: Die einzige Lösung - sozialistische Revolution!"; sowie
- "Bolivien. Brief von Hugo Moscoso. Sekretär der POR, bolivianische Sektion der IV. Internationale".

Geworben wird für die Broschüre des ZK der RKJ: "Vietnam - Laos - Kambodscha - Ein Kampf! Broschüre über die revolutionäre Strategie und die Geschichte der vietnamesischen Revolution", die 1,20 DM kostet und 38 Seiten hat.
Q: Was Tun Nr. 10, Mannheim Nov. 1971

11.12.1971:
Frühestens heute gibt die RKJ der GIM die Nr. 11/12 ihrer 'Was Tun' (WT - vgl. Nov. 1971, Jan. 1971) für Dezember heraus mit einem Titelbild "Metaller im Streik" und dem zugehörigen Artikel "Lohnfragen sind Machtfragen. Metaller im Streik. Ein politischer Streikkalender" zur Metalltarifrunde (MTR - vgl. 5.11.1971, 7.12.1971).

Weitere Artikel sind:
- "Editorial. Betriebsbesetzung";
- "45.000 Arbeiter auf der Streikdemonstration: Die wirkliche Kraft" zum 8.12.1971;
- "Der Metallarbeiterstreik in Baden-Württemberg - Klassenkampf in Westdeutschland""
- das Flugblatt "Was tun im Betrieb für die Beschäftigten der Metallindustrie Nordwürttemberg / Nordbaden zur IGM-Tarifbewegung Gegen die politische Schlichtung. Für die Autonomie der Gewerkschaften. JA - zum Streik für 11%";
- das Flugblatt "Was tun im Betrieb für die Beschäftigten der Metallindustrie Nordwürttemberg / Nordbaden zur IGM-Tarifbewegung Die Antwort auf Aussperrung: Nicht 'besondere' Schlichtung, sondern verstärkter Kampf!";
- "Unsere Intervention im Streikzentrum Mannheim";
- "Heidelberg: Mobilisierung der Basis";
- "Die Aktionen der GIM und RKJ im Raum Stuttgart";
- "DKP-Parteitag in Düsseldorf. Eine Schau der Bürokratie" (vgl. 25.11.1971);
- "Indochina-Kampagne der RKJ. Eine Bilanz" zum 6.11.1971 mit Berichten aus Hamburg, Köln, Mannheim und Stuttgart;
- "Ernest Mandel: Wohin treibt der US-Imperialismus?";
- "Protestresolution gegen die Repression in der Türkei" von den Vorsitzenden der DJD, Evangelischer Jugend, der NFJ, BDP, SJD Die Falken, VK, DGB- und DAG-Jugend, ESG, Sozialistisches Büro (SBü) und Bundesjugendring; sowie
- "Der indisch-pakistanische Krieg: Vom Krieg der Bourgeoisie zum Krieg gegen die Bourgeoisie" zu Bangla Desh.
Q: Was Tun Nr. 11/12, Mannheim Dez. 1971

Januar 1972:
Vermutlich im Januar gibt die RKJ der GIM die Nr. 1 ihrer 'Was Tun' (WT - vgl. 11.12.1971, Feb. 1972) heraus mit einem Titelbild zu "Stahlkrise" und "Metallstreik".

Enthalten sind die Artikel:
- "Editorial. Konjunktur oder Krise?";
- "Ernest Mandel: Die Konferenz in Washington hat die Währungskrise nicht beigelegt" zum 18.12.1971;
- Buchrezensionen von Leo Sedow: Rotbuch über den Moskauer Prozess und Karl Retzlaw: Spartakus - Aufstieg und Niedergang;
- "Wilde Streiks in der Stahlindustrie" bei Klöckner in Hagen-Haspe und SSW in Hagen-Eckesey (vgl. 4.10.1971) sowie bei Klöckner Georgsmarienhütte (vgl. 22.10.1971);
- "Metall-Streik-Kalender III. Teil Schluß) zur Metalltarifrunde (MTR - vgl. 29.11.1971, 15.12.1971);
- "Das Ende des I.C. und die Spaltung der K.J.O. Spartacus. Bittere Lektionen" zum IK der Anhänger von Healy und Lambert bzw. der KJO;
- "Perspektiven der irischen Revolution";
- "Irland-Solidaritätsaktion" der RKJ und GIM Köln vor den britischen und irischen Botschaften in Bonn am 17. und 18.12.1971;
- "Nixon und Mao beim diplomatischen Spiel. US-Imperialismus und 'revolutionäre Diplomatie': Vietnam soll die Zeche bezahlen" zum Nixonbesuch in Peking;
- "Pakistan nach dem Krieg" u.a. zu Bangla Desh; sowie
- "Teach-In mit Tariq Ali" aus Pakistan in Berlin und Hamburg.

Kontaktadressen werden angegeben für Wasserkante in Hamburg, östliches Niedersachsen in Braunschweig, Rhein-Ruhr in Köln, Rhein-Main in Frankfurt, Rhein-Neckar in Mannheim und Württemberg in Stuttgart.
Q: Was Tun Nr. 1, Mannheim 1972

Februar 1972:
Vermutlich im Februar gibt die RKJ der GIM die Nr. 2 ihrer 'Was Tun' (WT - vgl. Jan. 1972, 27.3.1972) heraus mit Titelbild und Leitartikel "'es lebe die Freundschaft der Führer der Völker'" zum Nixonbesuch in Peking in der VR China.

Weitere Artikel sind:
- "Die Repressionswelle in der Strategie des Kapitals" u.a. zur RAF-Fahndung und den Berufsverboten;
- "Heidelberg: Prozeß gegen Cabora Bassa-Demonstranten";
- "Solidarität mit der CISNU! Iran: 6 Patrioten zum Tode verurteilt!";
- "Repression in Österreich. Polizei- und Naziterror gegen Spartakus" zur RAF-Fahndung und der Repression gegen die "zum Spontaneismus neigende Jugendorganisation";
- "Am belgischen Beispiel: Angestellte besiegen Grosskonzern. Die Angestellten - ungelöstes Problem der deutschen Gewerkschaften";
- "IG Druck & Papier. 'Nur keine Extratouren!'" aus einem auf dem Gewerkschaftstag (vgl. 24.10.1971) verteilten Flugblatt;
- "IG Bau - Steine - Erden. Ein niederträchtiger Lohnraub" zur Bautarifrunde (vgl. 2.2.1972), von GIM und RKJ Düsseldorf;
- "IG Chemie. Vor einer kampflosen Niederlage?" zur Chemietarifrunde (CTR);
- "Gegen die Preistreiberei, den permanenten Lohnraub. Für die gleitende Lohnskala";
- "Nationale Konferenz der Gruppe Internationale Marxisten (GIM) deutsche Sektion der Vierten Internationale" am 30./31.1.1972;
- "Georg Jungclas 70 Jahre";
- "Spanien: Franco-Diktatur auf schmalem Pfad";
- "Sieg der britischen Bergarbeiter"; sowie
- "Irland nach Derry. Nieder mit dem britischen Imperialismus. Für den Sieg der IRA".
Q: Was Tun Nr. 2, Mannheim 1972

27.03.1972:
Die RKJ der GIM gibt die Nr. 3 ihrer 'Was Tun' (WT - vgl. Feb. 1972, Apr. 1972) heraus mit einem Titelbild "Weg mit dem Einreiseverbot für Ernest Mandel" und den zugehörigen Artikeln "Der Fall Mandel. Angriff auf die demokratischen Rechte der Arbeiterbewegung", "Mandel-Solidaritätsveranstaltung in Frankfurt", "Der Fall Mandel. Freiheit der Wissenschaft durch Berufsverbot", "Einige Bemerkungen zu Wolfgang Abendroths Erklärung zum Fall Mandel" und der "Presseerklärung" von GIM und RKJ zum Einreiseverbot.

Weitere Artikel sind:
- "Editorial. Der Streit um die Ostpolitik";
- "Am Beispiel Angela Davis" zum Kongreß am 3. / 4.6.1972;
- "Kommentar von Walter Barthel im Berliner Extradienst: 'Warum eigentlich eine solche Regierung stützen?'";
- "Lineare Lohnerhöhung";
- "Buchbesprechung. Wider den 'National'-Trotzkismus" vom ZK der GIM, gerichtet gegen IKD und KJO Spartacus;
- "Quais Georges, mieux qu'en 68" zu Frankreich, wobei auch auf Pierre Overney eingegangen wird;
- "Chile: Antwort der MIR an die KP"; sowie
- "Für den Sieg der indochinesischen Revolution!" eine Erklärung des VS vom 10.3.1972, die zu Aktionen am 22.4.1972 aufruft.
Q: Was Tun Nr. 3, Mannheim 27.3.1972

April 1972:
Die RKJ der GIM gibt vermutlich im April die Nr. 4 ihrer 'Was Tun' (WT - vgl. 27.3.1972, Mai 1972) heraus mit einem Titelbild zum 1. Mai und dem "Aufruf von GIM und RKJ zum 1. Mai. Jetzt die eigenen Interessen nicht vergessen".

Weitere Artikel sind:
- "22. April: Weltweiter Protest - alles für den Sieg. Amis raus aus Indochina" mit dem Aufruf zu Demonstrationen in Berlin, Hamburg (vgl. 15.4.1972), Köln, Mannheim, Stuttgart und Tübingen (vgl. 19.4.1972);
- "Komitee zur Aufhebung des Einreiseverbots gegen Ernest Mandel";
- "Der Fall Mandel. Den Protest organisieren!";
- "Berlin: Für eine breite Abwehrfront gegen die Repression. Kongress gegen politische Unterdrückung vom 24.-26. April 1972";
- "Zum Tode von Otto Brenner";
- "Die Winterbaunovelle: Die Intensivierung der Ausbeutung der Arbeitskraft";
- "Nulltarif Nahverkehr Roter Punkt. Revolutionärer- / Sozialdemokratischer - / DKP-Weg einer Fahrpreiskampagne in Köln" zu den Fahrpreiserhöhungen der KVB;
- "Argentinien: Ausrottungsfeldzug gegen die Revolutionäre";
- "Zum Stand der Klassenkämpfe in Italien"; sowie
- "21. April 1972: 5 Jahre Militärdiktatur in Griechenland".

Kontaktadressen werden angegeben für Wasserkante in Hamburg, Östliches Niedersachsen in Göttingen, Berlin, das Ruhrgebiet in Bochum, Nordrhein in Köln, Rhein-Main in Frankfurt, Rhein-Neckar in Mannheim und Württemberg in Neustadt.
Q: Was Tun Nr. 4, Mannheim 1972

Mai 1972:
Die RKJ der GIM gibt vermutlich im Mai die Nr. 5 ihrer 'Was Tun' (WT - vgl. Apr. 1972, Juni 1972) heraus mit einem Titelbild "Krise des Parlamentarismus" und dem zugehörigen Artikel "Krise des parlamentarischen Systems", der auch auf die Ostverträge eingeht.

Weitere Artikel sind:
- "Nieder mit dem US-Imperialismus" zu Vietnam;
- "Kongress gegen politische Unterdrückung - eine Bilanz" aus Berlin (vgl. 24.4.1972);
- "Der Fall Mandel" mit Berichten aus Bremen, aus der IGM, aus Leverkusen, Heidelberg, Mannheim (vgl. 28.4.1972), Tübingen, Hannover, Paris und aus der ASJ (vgl. 7.5.1972);
- "Carillo ausgewiesen" zum Protest in Frankfurt am 30.4.1972;
- "Plattform zur Aktionseinheit gegen die Repression";
- "Staatliche Repression und die Antwort der Linken. Stellt die 'Rote Hilfe' die Aktionseinheit her?" zur RH-Bewegung;
- "Landtagswahl in Baden-Württemberg. Die 'Volkspartei' verlor die Wahl" zu den LTW (vgl. 23.4.1972);
- "Irland unter 'direct rule': Der Krieg geht weiter";
- "Hausbesetzung und was nun?" zu Frankfurt;
- "Internationale Indochina-Kampagne" mit Berichten aus den USA (vgl. 22.4.1972, 23.4.1972), Kanada (vgl. 22.4.1972), Frankreich (vgl. 15.4.1972, 21.4.1972, 25.4.1972), Belgien (vgl. 20.4.1972, 22.4.1972), der Schweiz (vgl. 22.4.1972), Italien (vgl. 22.4.1972), Spanien (vgl. 22.4.1972), Norwegen (vgl. 16.4.1972), Schweden (vgl. 15.4.1972, 22.4.1972, 1.5.1972), Dänemark (vgl. 9.4.1972, 16.4.1972) und Finnland (vgl. 16.4.1972);
- "22. April: Massenprotest gegen US-Aggression" zu den Demonstrationen in Hamburg (vgl. 15.4.1972), Köln, Mannheim, Tübingen (vgl. 19.4.1972) und Stuttgart sowie in Saarbrücken (vgl. 10.5.1972);
- "Zur Vietnam-Demo in Westberlin" am 22.4.1972;
- "Kommuniqué des Vereinigten Sekretariats der Vierten Internationale" zur Blockade der Häfen der DR Vietnam, vom 10.5.1972; sowie
- "Verteidigt die indochinesische Revolution!".
Q: Was Tun Nr. 5, Mannheim 1972

Juni 1972:
Die RKJ der GIM gibt vermutlich im Juni die Nr. 6 ihrer 'Was Tun' (WT - vgl. Mai 1972, Aug. 1972) heraus mit einem Titelbild von Genscher umrahmt von vier Fotos "Polizeiausbau", "Grenzschutzeinsatz", "Schiessbefehl" und "Vorbeugehaft".

Enthalten sind die Artikel:
- "Protest gegen Mandel-Ausweisung" von Ken Coates vom WC und Prof. Luria vom MIT;
- "Baader-Meinhof-Jagd und Repressionswelle. Bewaffneter Kampf und Klassenkampf" zur RAF;
- "Die 'Genscherisierung' des Staatsapparats bereitet den Sieg der Strauß vor";
- "Europäische Sicherheitskonferenz - Sicherheit für wen?";
- "Zum Attentat auf den Flughafen Lod in Tel Aviv. Eingeständnis einer Sackgasse" zum 30.5.1972;
- "NATO-Manöver 'Strong Express': Fortsetzung der Ostpolitik mit anderen Mitteln";
- "Moskau: Akrobatik zwischen Nixon und Vietnam";
- "Tarifkampf im Bergbau" zur BETR;
- "Daimler-Benz A. G.: Gratisaktien und Rationalisierung" aus dem Werk Mannheim, von der dortigen GIM-Betriebsgruppe;
- "'Am Beispiel Angela Davis'";
- "Ein gekrönter, blutbefleckter Drogenhändler…" zum Schah von Iran;
- "Litauen ist nicht Kroatien"; sowie
- "Irland-Kampagne: Für den Aufbau einer starken Solidaritätsbewegung".

Angekündigt wird das baldige Erscheinen von 'Freies Irland'.
Q: Was Tun Nr. 6, Mannheim 1972

August 1972:
Vermutlich im August gibt die RKJ der GIM die Nr.7/8 ihrer 'Was Tun' (WT) (vgl. Juni 1972, Okt. 1972) heraus mit einem Titelbild "One in the dock! All out the docks" zum Hafenarbeiterstreik in Großbritannien und den Artikeln "Generalprobe für den Generalstreik", "Weg mit dem Industrial Relation Act und nichts weniger" und "Der Streik befreite die Docker!".

Weitere Artikel sind:
- "Den falschen Schuh angezogen" zu einem Brief des Vorstands der CSU;
- "Die Schillerkrise der SPD";
- "Zum Tarifabschluß im Ruhrbergbau. Lohnstop nach politischer Schlichtung" zur BETR;
- "Nachlese zum 9. DGB-Kongreß in Berlin. Radikalisierung des DGB oder der bürgerlichen Presse?" (vgl. 25.6.1972);
- "Stellungnahme von GIM / RKJ zu dem Mannheimer Aktionsbündnis GEGEN DEN BONNER NOTSTANDSKURS" (vgl. 1.7.1972);
- "Stellungnahme der Leitung der KPD/ML (Rote Fahne) zu dem Mannheimer Aktionsbündnis" aus der 'Roten Fahne' vom 10.7.1972;
- "Das Ausländergesetz - Knebelung der Arbeiterklasse";
- "Klassenjustiz in voller Aktion" zum Urteil gegen Werner Hoppe (RAF) in Hamburg;
- "Presserklärung zum Prozess Mandel gegen die BRD" wegen dem Einreiseverbot vom 28.2.1972, von GIM, RKJ und dem Komitee zur Aufhebung des Einreiseverbots gegen Ernest Mandel;
- "Arbeiterkontrolle. Von den Sofortforderungen zur sozialistischen Revolution";
- "Joseph Hansen: Nixons Gipfelpolitik und die Bombardierung von Vietnam. Verteidigt die vietnamesische Revolution";
- "Was der Kreml den Vietnamesen verweigert";
- "Die Waffen des Zeus" zu den B-52-Bombern der US Air Force;
- "Presseerklärung der nordvietnamesischen Delegation in Paris vom 23. Juni";
- "Ernest Mandel. Die Mansholt-Bombe - 'Die große Furcht vor dem Jahr 2 000'" zum Club of Rome; sowie
- "Ernest Mandel: Ökologie und Klassenkampf" zum Umweltschutz.

Berichtet wird über die KPD/ML-ZB:"
WELCHE SORGEN SICH DIE KPD/ML (ROTE FAHNE) UM VIETNAM MACHT

Kürzlich verteilte diejenige KPD/ML, deren Zentralorgan eine der diversen 'Rote Fahne' ist, bei einer Indochina-Demonstration im Südwesten, ein Flugblatt an die Bevölkerung, das wert ist, festgehalten zu werden…

Angesichts des gerade erreichten Höhepunkts der US-Eskalation mit der Verminung der Häfen, Bombardierung von Hanoi und Haiphong, Pulverisierung der Landschaft und den Angriffen auf die Deiche, angesichts der völlig unadäquaten und viel zu geringen Reaktion der westdeutschen Linken auf diese Ereignisse, angesichts der zunehmenden Sympathie in den Betrieben mit dem heroischen Widerstand der Vietnamesen, angesichts dieser zugespitzten und entscheidenden Situation traf diese 'Partei der Arbeiterklasse' natürlich genau den Nagel auf den Kopf, indem sie das Flugblatt überschrieb: 'Solidarität mit Vietnam heißt vor allem Klassenkampf im eigenen Land.' Bekanntlich besteht bei der deutschen Arbeiterklasse ja immer die Gefahr, daß sie sich so sehr in die internationale Solidarität verrennt, daß sie darüber ihre eigenen Interessen vergißt…

Um die Vietnamesen steht es zwar schlimm, aber letztlich kann nichts schiefgehen: 'Seit Wochen bombardieren die US-Aggressoren die lebenswichtigen Deiche so, daß sie mit Beginn der Regenzeit zusammenbrechen müssen (da steht tatsächlich MÜSSEN!). Die US-Völkermordstrategen rechnen mit MILLIONEN von Toten und hoffen dadurch die Kampfmoral des vietnamesischen Volkes untergraben zu können. Aber der Wille des Volkes, für seine Befreiung zu kämpfen, kann nicht ausgerottet werden, weil das vietnamesische Volk nicht ausgerottet werden kann.' Die Deiche MÜSSEN brechen, es gibt Millionen Tote (15 von 20 Mio. Nordvietnamesen leben in dem auf Deichschutz angewiesenen Delta), aber das vietnamesische Volk erhebt sich von der irdischen Last seiner Körper und erringt als reine Inkarnation des Willens den Sieg im Volkskrieg. Tja, da bleibt ja für uns als Aufgabe eigentlich nur noch: 'Klassenkampf im eigenen Land.'

'Diesen Kampf (der Vietnamesen; Red.) unterstützt die VR China vorbehaltlos. Denn die VR China unterstützt den Kampf ALLER (im Original unterstrichen!) Länder um Unabhängigkeit, aller Nationen um Befreiung und aller Völker für die Revolution.' Wir möchten konkretisieren: so den Kampf der Bengalen um Unabhängigkeit, den Kampf der Kameruner und Eritreer um Befreiung und den Kampf der Ceylonesen für die Revolution. 'Deshalb will die VR China durch Waffenlieferungen und andere Hilfe keinen Einfluß nehmen', und um nicht in den Geruch des Bösen zu kommen, hält sie sich mit Waffenlieferungen für Vietnam bescheiden zurück, und damit andere nicht durch Waffenlieferungen Einfluß nehmen, behindert sie ab und zu mal etwas den Nachschub aus der Sowjetunion.

Denn die will mit ihren Waffenlieferungen an Vietnam nur schaden: 'Hierfür ist den SU-Imperialisten jedes Komplott mit den US-Imperialisten recht. Zusammen wollen sie den Vormarsch des Volkes bei der Befreiung des Landes zunichte machen … und die Verjagung der US-Aggressoren verhindern.' Die Vietnamesen kämpfen also einen erbitterten Zwei-Fronten-Krieg gegen die beiden mächtigsten Militärmächte der Welt. Offensichtlich sind die Russen arg schwach in Geographie, denn ihre Waffenlieferungen landen immer bei den Befreiungsstreitkräften.

'Die heutigen SU-Führer … raufen sich mit dem US-Imperialismus um Einflußgebiete in der Welt, sie stiften Unruhe und Krieg.' Ganz logisch, denn ohne die sowjetischen Waffenlieferungen an Vietnam wären die Amis sicher schon fertig mit der Arbeit und in Vietnam würde Ruhe und Frieden herrschen. Denn der Kreml ist doch nicht schwach in Geographie, er rauft sich vielmehr mit seinem Komplottpartner, den USA, um Einflußgebiete und die Vietnamesen, in deren Land die Rauferei stattfindet, müssens ausbaden. Bei solcher Argumentation kann man natürlich nicht dahinterkommen, daß die entscheidende Kritik an der Sowjetführung darin liegt, daß sie ZU WENIG und NICHT DIE MODERNSTEN Waffen liefert…

Aber kein Grund zur Sorge, die Tage dieser sauberen Herrschaften im Kreml scheinen gezählt; denn: 'Diese Politik wird immer mehr von den Völkern durchschaut. Als die SU-Imperialisten die indischen Reaktionäre zum Überfall auf Pakistan anstifteten, da standen die SU-Führer und ihre engsten Lakaien in Osteuropa völlig isoliert da: In der UNO stimmten 104 Völker für die Verurteilung des Überfalls, auf der anderen Seite der Barrikade (!! so steht's da !!) standen die SU und 10 ihrer engsten Lakaien.' Wen das nicht vom Stuhl haut, dem ist nicht zu helfen. Die Barrikade, Symbol der unversöhnlichen Klassenschranke, zieht sich also zwischen der UdSSR und ihren 'engsten Lakaien' einerseits und den 104 Völkern, die die Politik der SU-Führer durchschaut haben, andererseits - den USA, der VR China und allen anderen.

Die US-Imperialisten sind offensichtlich gegenüber den SU-Imperialisten die weniger schlimmen, denn sie lassen sich wenigstens in der UNO durch ihr Volk vertreten. Und während sich das Volk der VR China und das Volk der USA auf den Barrikaden der UNO gegen die Kremlherren verbünden, stoppen in Vietnam SU-Imperialisten und US-Imperialisten 'zusammen den Vormarsch des Volkes zur Befreiung des Landes.'

DIE GENOSSEN DER KPD/ML (ROTE FAHNE) SOLLEN ENDLICH DAFÜR SORGEN, DASS IHRE LEITUNG IHRE MITTLERWEILE SCHLICHT KONTERREVOLUTIONÄRE LINIE ZUM INDOCHINAKRIEG REVIDIERT ODER DEN LADEN VERLASSEN!"

Geworben wird für die 'Was tun' Sondernummer "Metallstreik 1971", für das 'Vietnam-Info' und für 'Freies Irland'.
Q: Was Tun Nr. 7/8, Mannheim 1972

27.09.1972:
Die GIM berichtet aus Frankfurt vom Kampf gegen die Ausweisungen und einer vermutlich heutigen Demonstration:"
In FRANKFURT, wo bereits seit längerem ein Palästina-Solidaritätskomitee besteht, wurde jetzt eine Aktionseinheit fast aller linken Gruppen gebildet, die Rechtshilfe organisiert und eine Demonstration mit mehreren tausend Teilnehmern durchgeführt."
Q: Was Tun Nr. 9/10, Mannheim Okt. 1972, S. 5

27.09.1972:
Die GIM berichtet von einer vermutlich heutigen Demonstration in Rüsselsheim gegen die Ausländergesetze, daß diese von der KPD/ML-ZB durchgeführt wurde, die auch aus Mainz (vgl. 27.9.1972) anreiste.
Q: Was Tun Nr. 9/10, Mannheim Okt. 1972, S. 5

27.09.1972:
Die RKJ der GIM berichtet von den Ausweisungen und vermutlich auch von der heutigen Demonstration:"
In HAMBURG ist das Problem zuerst akut geworden. Unter Mitwirkung der dortigen GIM und RKJ gelang es, wirksam gegen die Ausweisungen vorzugehen. Einige Ausweisungen konnten schon verhindert bzw. aufgeschoben werden, wirksame Rechtshilfe wurde organisiert, eine Aktionseinheit geschlossen und eine machtvolle Solidaritätsdemonstration mit 5 000 Teilnehmern (der größten Zahl in Hamburg seit langem) durchgeführt."
Q: Was Tun Nr. 9/10, Mannheim Okt. 1972, S. 5

27.09.1972:
Die RKJ der GIM berichtet von den Ausweisungen und vermutlich auch von der heutigen Demonstration:"
In MAINZ führte der Polizeipräsident Käsehagen eine Abschiebeaktion auf eigene Faust durch, wobei er die Opfer gleich in Handschellen steckte. Die Lokalpresse wurde veranlaßt, nichts darüber zu berichten. Als zwei Genossen der 'KPD' (AO) eine Protestdemonstration bei der Polizei anmelden wollten, wurden sie kurzerhand verhaftet und vier Stunden lang festgehalten. Wegen des Sektierertums dieser Organisation war die Demonstration äußerst schwach: es wurde kein Aktionsbündnis gebildet und entsprechend schwach war die Mobilisierung. Da diese 'Partei der Arbeiterklasse' unter sich bleiben wollte, zog sich die andere - die KPD/ML (Rote Fahne) (KPD/ML-ZB,d.Vf.) mit ihrer Aktion nach Rüsselsheim zurück".
Q: Was Tun Nr. 9/10, Mannheim Okt. 1972, S. 5

Oktober 1972:
Die RKJ der GIM gibt die Nr. 9/10 ihrer 'Was Tun' (WT) (vgl. Aug. 1972, Nov. 1972) heraus mit einem Titelbild "Solidarität mit den Fedayin. Kampf den Ausweisungen" zum GUPS-/GUPA-Verbot bzw. dem Ausländergesetz. Von Aktionen dagegen (vgl. 27.9.1972) wird berichtet aus Frankfurt, Hamburg, Mainz und Rüsselsheim.

Enthalten sind auch die Artikel:
- "Neuwahlen - aber keine Alternative";
- "Die Verantwortlichen von Fürstenfeldbruck" bei denen es sich um die Regierung Israels handele;
- "Ernest Mandel. Vor der europäischen Gipfelkonferenz" zur EWG;
- "Herbst 72 - eine entscheidende Phase des Indochinakrieges";
- "Plattform des Indochina Solidaritäts Komitee (ISK)";
- "Die politische Bedeutung der Rentenreform. Flexible Altersgrenze - der große Betrug";
- "Die neue Metalllohnrunde hat begonnen" zur MTR;
- "Wilder Streik und fristlose Entlassung" zu Klöckner Bremen;
- "Joseph Hansen: Nixons Gipfelpolitik und die Bombardierung von Vietnam";
- "Sibylle Plogstedt. Politische Repression in der CSSR";
- "Vigo - Auftakt zu einem Herbst in Spanien";
- "Sri Lanka: Aufruf an die Revolutionäre der Welt";
- "Argentinien. 7 Tage die die Welt erschütterten";
- "Argentinien am Rande des Bürgerkriegs";
- "Brasilien: Jubelfest der Konterrevolution"; sowie
- "Chile: Waffen für das Proletariat!".

Kontaktadressen werden angegeben aus Berlin, Hamburg, Braunschweig, für das Ruhrgebiet in Bochum, aus Düsseldorf, Köln, Aachen, Frankfurt, Mannheim, Heidelberg, für die Pfalz aus Speyer, aus Freiburg und Stuttgart.
Geworben wird für die 'Was tun' Sondernummer "Metallstreik 1971", für das 'Vietnam-Info' und für 'Freies Irland'.
Q: Was Tun Nr. 9/10, Mannheim Okt. 1972

November 1972:
Die RKJ der GIM gibt die Nr. 11 ihrer 'Was Tun' (WT) (vgl. Okt. 1972, Dez. 1972) heraus mit einem Titelbild zu den Bundestagswahlen (BTW) und dem Artikel "Bundestagswahl: Das wirkliche Programm der Bonner Parteien".

Enthalten sind auch die Artikel:
- "Dortmund - Ein Schlag gegen die Repression" zum 8.10.1972;
- "Verbotsantrag gegen den KB Bremen. Angriff auf die gesamte sozialistische Bewegung" zum KBB;
- "Die 3 Gefangenen von München sind frei!" zum Massaker in Fürstenfeldbruck;
- "Die aktuellen Gewerkschaftstage. § 74.2 BetrVG ein Bumerang für die SPD";
- "Ernest Mandel: Warum die Repression und wie dagegen kämpfen?";
- "Die neue IG Metall-Tarifbewegung. Die Forderungen der Basis und die Taktik der Gewerkschaftsbürokratie";
- "Wenn der Kreml am Indochinakrieg verdient" zu Kambodscha;
- "Chile. Allende am Strick seiner 'Legalität'";
- "Irland: Von der IRA zur revolutionären Partei";
- "USA: Die Krisenwahl der Bourgeoisie"; sowie
- "Vietnam. An der Schelle des Siegs".

Geworben wird für die 'Was tun' Sondernummer "Metallstreik 1971", für die 'Inprekorr', das 'Vietnam-Info' und für 'Freies Irland'.
Q: Was Tun Nr. 11, Mannheim Nov. 1972

November 1972:
Die RKJ der GIM berichtet von der Uni Mainz über vermutlich im November stattfindende Vorgänge:"
ANGRIFF DER UNI-BÜROKRATIE AUF DIE PROPAGANDA-FREIHEIT DER LINKEN

Der Staatsapparat weiß die Relativität bestehender Kräfteverhältnisse stets realistisch einzuschätzen. Während in den 'Hochburgen' der Studentenbewegung der ungehinderte Verkauf politischer Literatur in der Universität und der Mensa nach wie vor eine Selbstverständlichkeit ist, probt die Uni- und Kultusbürokratie dort, wo die politische Bewegung schwach ist, von Zeit zu Zeit dieses wesentliche Element politischer Arbeit an den Hochschulen zu liquidieren. In MAINZ versuchte die Unibürokratie schon in den letzten Semestern, in administrativer Weise verschiedenen linken Gruppen, so auch der RKJ, die Propagierung ihrer Ideen und Analysen und den Verkauf ihrer Schriften zu verbieten.

In mehreren Fällen wurden betroffene Gruppen schriftlich aufgefordert, den Verkauf von Literatur in der Mensa zu unterlassen. Bei einem Gespräch darüber zwischen den Hochschulgruppen und der Verwaltung wurde den Genossen gedroht: 'Sie vergessen, daß wir hier das Hausrecht haben.'
Gegen diesen Pressionsversuch bildete sich eine Aktionseinheit aus GIM - RKJ, Spartacus/BL, SHB/SF, Roter Stern (örtlicher Buchladen, d.Vf.) und der KHG-Mainz (Kommunistische Hochschulgruppe, ehemalige Studenten der KPD/ML-ZB, d.Vf.). Mit der Ankündigung der Unibürokratie, daß eine 'Duldung' der Büchertische ausgesprochen werden soll, werden sich diese Organisationen nicht zufrieden geben. Die Forderung lautet:

Uneingeschränkte Zulassung nicht nur für Büchertische linker Gruppen, sondern auch das Recht für linke Buchhandlungen wie dem 'Roten Stern', sein Sortiment an der Uni anbieten zu können."
Q: Was Tun Nr. 12 ,Mannheim 1972, S. 2

Dezember 1972:
Die RKJ der GIM gibt vermutlich im Dezember die Nr. 12 ihrer 'Was Tun' (WT - vgl. Nov. 1972, Jan. 1973) heraus mit einem Titelbild "Nixons Frieden" zu Vietnam.

Enthalten sind die Artikel:
- "Bremen. Der KBB und die Solidarität" zu dessen Prügelangriff auf die KJO Spartacus auf der Indochinademonstration am 4.11.1972 und dem Verbotsantrag gegen ihn;
- "Mainz. Angriff der Uni-Bürokratie auf die Propaganda-Freiheit der Linken";
- "Düsseldorf. Der Fall 'Beuys'. Kampf dem Numerus Clausus" zur Kunstakademie;
- "Tübingen. Verteidigung des politischen Mandats" zur Uni-VV vom 7.11.1972;
- "Bundestagswahl. Missglückter Klassenkampf von oben" zu den BTW;
- "Der Wahlpurzelbaum der KG/NRF" in Mannheim / Heidelberg und deren Aufruf, ungültig zu stimmen;
- "Die neue IG Metall-Tarifbewegung. Die 11-Prozent-Forderung kommt nicht aus den Betrieben" zur MTR;
- "Die 'Monopolbourgeoisie' der KG / NRF - oder der gewöhnliche Stalinismus" zur KG (NRF) Mannheim / Heidelberg;
- "Lohnstop in England. Heath' Kraftakt gegen die Arbeiter";
- "Vietnam. Aktuelle Perspektiven";
- "Vietnamesische Revolution und Konterrevolution", vom Vietnam-Aktiv der GIM Westberlin;
- "Chile. Eine 'Volksfront' mit Generalen?";
- "Bolivien. Neue Offensive des Proletariats"; sowie
- "Argentinien. Peron: Ein Bonaparte kehrt zurück".

Geworben wird für Dieter Duhm: Angst im Kapitalismus, erschienen im Kübler-Verlag.
Q: Was Tun Nr. 12, Mannheim 1972

14.09.1973:
Die GIM vermutlich Ende dieser Woche eine Sondernummer "Nieder mit der Militärdiktatur in Chile!" ihrer 'Was tun' heraus mit dem Bericht vom Putsch am 12.9.1973.

Enthalten sind auch die Artikel:
- "Allende's Sturz. das Fiasko der neostalinistischen Ideologie";
- "Sozialismus ohne Revolution?" aus 'Document Rouge' Nr. 21 vom Jan. 1973;
- "Chile Interview (Interview mit einer chilenischen revolutionären Genossin am 15. Juli 1973)" aus 'Rouge' vom 24.8.1973; sowie
- "Chile vor dem Bürgerkrieg?" aus 'La Gauche' vom 7.9.1973.
Q: Was tun Sondernummer Nieder mit der Militärdiktatur in Chile!, Frankfurt o. J. (1973)

April 1974:
Die GIM vermutlich im April ein Extra "1. Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse" ihrer 'Was tun' heraus mit dem Maiaufruf des Politischen Büros der GIM.

Enthalten sind auch die Artikel:
- "Für eine klassenkämpferische Gewerkschaftspolitik";
- "Gegen das Europa der Konzerne und Monopole"; sowie
- "Chile: Aufgaben und Lehren".
Q: Was tun Extra 1. Mai Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse, Frankfurt o. J. (1974)

16.05.1974:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 51 (vgl. 30.5.1974) heraus mit dem Leitartikel "Nicht die 'Affäre Guillaume', nicht der Sturz Brandts - im Mittelpunkt …steht die Offensive der Unternehmer".

Weitere Artikel sind:
- "Chile und das internationale Kapital";
- "Chile-Solidaritätsveranstaltung in Köln" am 18.4.1974;
- "Chileveranstaltung in Düsseldorf" am 7.5.1974;
- "Bilanz der Chile Konferenz in Frankfurt und die Perspektiven der Chile-Solidarität";
- "Chile-Solidaritätsveranstaltungen der GIM" zur Rundreise mit Pierre Rieben vom 17. bis 24.5.1974.
Q: Was tun Nr. 51, Frankfurt 16.5.1974

30.05.1974:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 52 (vgl. 16.5.1974, 3.6.1974) heraus mit dem Leitartikel "Frankreich nach der Wahl. Niederlage der Arbeiterklasse?".

Weitere Artikel sind:
- "Chile Interview mit P. Rieben";
- "DINA - neue Superpolizei";
- "Der friedliche Weg ist eine blutige Sackgasse";
- "Chile Tournee mit Pierre Rieben" vom 17. bis 24.5.1974.
Q: Was tun Nr. 52, Frankfurt 30.5.1974

03.06.1974:
Die GIM gibt vermutlich in dieser Woche ein 'Was tun' Extra "Solidarität mit dem chilenischen Volk" (vgl. 30.5.1974, 13.6.1974) heraus mit dem Aufruf zur Demonstration in Berlin am 15.6.1974.
Q: Was tun Extra Solidarität mit dem chilenischen Volk, Frankfurt o. J. (1974)

13.06.1974:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 53 (vgl. 3.6.1974, 24.6.1974) heraus mit einem Titelbild zu Chile.

Enthalten sind die Artikel:
- "hipp-hipp-hurra und Pinochet" zur Teilnahme Chiles an der Fußball-WM;
- "WM-Spiel DDR-Chile: Offener Brief";
- "Chile: Junta-Gewerkschaft raus aus dem IAA!".
Q: Was tun Nr. 53, Frankfurt 13.6.1974

24.06.1974:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 54 (vgl. 13.6.1974, 7.8.1974) heraus mit dem Leitartikel "Konzertierte Aktion gegen die Gewerkschaften. Kein Zugeständnisse - Kein Stabilitätspakt!".

Weitere Artikel sind:
- ein Bild vom Spiel Chile-Australien;
- "West-Berlin Chile-Solidaritätsaktionen";
- "Chile-Solidarität und bürgerliche Berichterstattung".
Q: Was tun Nr. 54, Frankfurt 24.6.1974

07.08.1974:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 57/58 (vgl. 24.6.1974, 11.9.1974) heraus mit dem Leitartikel "Griechenland: Bankrott des Regimes. Auftakt zu neuen Kämpfen".

Weitere Artikel sind:
- "Nationale Chile Demo 14.9." mit dem "Aufruf der IV. Internationale" zu Aktionen am 11.9.1974.
Q: Was tun Nr. 57/58, Frankfurt 7.8.1974

11.09.1974:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 59 (vgl. 7.8.1974, 25.9.1974) heraus mit einem Titelbild zur Arbeitszeitverkürung, dem Aufruf zur Chile-Demonstration in Frankfurt und den Artikeln:
- "Chile-Solidarität und Sektierertum";
- "1 Jahr Militärputsch Widerstand Solidarität"
Q: Was tun Nr. 59, Frankfurt 11.9.1974

25.09.1974:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 60 (vgl. 11.9.1974, 9.10.1974) heraus mit dem Leitartikel "Kein Kompromiß bei Stahl" zur Stahltarifrunde (STR).

Weitere Artikel sind:
- "Dossier Chile-Solidarität. 14. Sept. Höhepunkt - nicht Schlußpunkt!";
- "'Solidarität' der Reformisten".
Q: Was tun Nr. 60, Frankfurt 25.9.1974

09.10.1974:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 61 (vgl. 25.9.1974, 23.10.1974) heraus mit dem Leitartikel "Wahl in Hessen und Bayern - es gibt keine sozialdemokratische Lösung der Krise" zu den Landtagswahlen (LTW).

Weitere Artikel sind:
- "Enriquez ermordet" zu Chile;
- "Chile-Solidarität" zum KBW bzw. der Göttinger Plattform;
- "Weltweite Chile-Solidarität" in Belgien, Portugal und Ceylon.
Q: Was tun Nr. 61, Frankfurt 9.10.1974

23.10.1974:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 62 (vgl. 9.10.1974, 6.11.1974) heraus mit dem Leitartikel "Speyer. DGB-Demonstration gegen Arbeitslosigkeit: nur ein Anfang".

Weitere Artikel sind:
- "Chile Situation und Perspektiven";
- "Europäische Koordinierung";
- "Sofortige Freilassung von Carmen Castillo";
- "Kommunique zum Tod von Miguel Enriquez" von der Liga Comunista de Chile.
Q: Was tun Nr. 62, Frankfurt 23.10.1974

06.11.1974:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 63 (vgl. 23.10.1974, 20.11.1974) heraus mit dem Leitartikel "Keine Entlassung von Pierburg-Betriebsräten!".

Weitere Artikel sind:
- "Treff der Chile-Komitees" zur Plattformdiskussion.
Q: Was tun Nr. 63, Frankfurt 6.11.1974

20.11.1974:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 64 (vgl. 6.11.1974, 4.12.1974) heraus.
Q: Was tun Nr. 64, Frankfurt 20.11.1974

04.12.1974:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 65 (vgl. 20.11.1974, 16.12.1974) heraus.
Q: Was tun Nr. 65, Frankfurt 4.12.1974

16.12.1974:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 66 (vgl. 4.12.1974, 8.1.1975) heraus mit dem Leitartikel "Krise und Arbeitslosigkeit. Deutsche und ausländische Arbeiter - ein Gegner, ein Kampf!".

Weitere Artikel sind:
- "Luis Vitale nimmt Stellung" zu Chile;
- "Chile-Zeitung", deren erste Nummer in einer Auflage von 20 000 Stück erschienen sei.
Q: Was tun Nr. 66, Frankfurt 16.12.1974

08.01.1975:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 67 (vgl. 16.12.1974, 22.1.1975) heraus mit dem Leitartikel "Franco-Diktatur am Ende. Verschärfte Repression gegen die Linke Spaniens".

Weitere Artikel sind:
- "AStA contra Chile-Solidarität. Aus der Presseerklärung des Chile-Komitees-Hamburg".
Q: Was tun Nr. 67, Frankfurt 8.1.1975

22.01.1975:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 68 (vgl. 8.1.1975, 7.2.1975) heraus.
Q: Was tun Nr. 68, Frankfurt 22.1.1975

07.02.1975:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 69 (vgl. 22.1.1975, 21.2.1975) heraus.
Q: Was tun Nr. 69, Frankfurt 7.2.1975

22.02.1975:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 70 (vgl. 7.2.1975, 5.3.1975) heraus mit dem Leitartikel "6,8 % in NRW. Eine verlorene Tarifrunde".

Weitere Artikel sind:
- "Chile. Freiheit für alle politischen Gefangenen".

Berichtet wird:"
Als Auftakt für die nationale Kampagne für die Freilassung der politischen Gefangenen in Chile, initiiert durch die westdeutschen Chile-Komitees (…) sprach Luis Vitale in einer Reihe von Städten der BRD auf Veranstaltungen örtlicher Chile-Komitees. Wie groß noch immer das Interesse an der Situation in Chile ist, zeigte das große Echo, das diese Veranstaltungen gefunden haben: Knapp 1 000 in Berlin, rund 400 in Hamburg, etwa 500 in Heidelberg, fast 200 in Konstanz und 300 in Tübingen."
Q: Was tun Nr. 70, Frankfurt 22.2.1975

05.03.1975:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 71 (vgl. 22.2.1975, 19.3.1975) heraus.
Q: Was tun Nr. 71, Frankfurt 5.3.1975

19.03.1975:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 72 (vgl. 5.3.1975, 2.4.1975) heraus mit dem Leitartikel "Innere Sicherheit, 'Solidarität der Demokraten'. Arm in Arm zum Starken Staat".

Weitere Artikel sind:
- "Chile. Keinen Pfennig für die Junta";
- "Sammlung verboten. Brief des Chile-Komitees Speyer".
Q: Was tun Nr. 72, Frankfurt 19.3.1975

02.04.1975:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 73 (vgl. 19.3.1975, 16.4.1975) heraus. Berichtet wird:"
Chile Woche

Als Höhepunkt der nationalen Kampagne zur Befreiung der politischen Gefangenen in Chile führen die westdeutschen Chilekomitees zwischen dem 5. und 12.4. eine nationale Aktionswoche durch, mit Veranstaltungen, Kundgebungen, Demos in allen größeren Städten der BRD.
Luis Vitale, der seit einigen Wochen im Rahmen der Kampagne zur Befreiung der politischen Gefangenen zusammen mit den Chile-Komitees eine Veranstaltungstournee durch Westdeutschland unternimmt, fand auch bei seinen letzten Veranstaltungen trotz Semesterferien ein ähnlich großes Echo wie auf vielen vorhergehenden Veranstaltungen.
Insgesamt nahmen in fünf Städten ca. 900 Personen an diesen Veranstaltungen teil!"
Q: Was tun Nr. 73, Frankfurt 2.4.1975

16.04.1975:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 74 (vgl. 2.4.1975, 30.4.1975) heraus.
Q: Was tun Nr. 74, Frankfurt 16.4.1975

30.04.1975:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 75 (vgl. 16.4.1975, 16.5.1975) heraus.
Q: Was tun Nr. 75, Frankfurt 30.4.1975

16.05.1975:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 76 (vgl. 30.4.1975, 30.5.1975) heraus.
Q: Was tun Nr. 76, Frankfurt 16.5.1975

30.05.1975:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 77 (vgl. 16.5.1975, 26.6.1975) heraus.
Q: Was tun Nr. 77, Frankfurt 30.5.1975

26.06.1975:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 79 (vgl. 30.5.1975, 10.7.1975) heraus.
Q: Was tun Nr. 79, Frankfurt 26.6.1975

10.07.1975:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 80/81 (vgl. 26.6.1975, 7.8.1975) heraus.
Q: Was tun Nr. 80/81, Frankfurt 10.7.1975

07.08.1975:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 82/83 (vgl. 10.7.1975, 18.9.1975) heraus.
Q: Was tun Nr. 82/83, Frankfurt 7.8.1975

18.09.1975:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 85 (vgl. 7.8.1975, 2.10.1975) heraus.
Q: Was tun Nr. 85, Frankfurt 18.9.1975

02.10.1975:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 86 (vgl. 18.9.1975, 16.10.1975) heraus.
Q: Was tun Nr. 86, Frankfurt 2.10.1975

16.10.1975:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 87 (vgl. 2.10.1975, 30.10.1975) heraus.
Q: Was tun Nr. 87, Frankfurt 16.10.1975

30.10.1975:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 88 (vgl. 16.10.1975, 13.11.1975) heraus.
Q: Was tun Nr. 88, Frankfurt 30.10.1975

13.11.1975:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 89 (vgl. 30.10.1975, 27.11.1975) heraus.
Q: Was tun Nr. 89, Frankfurt 13.11.1975

27.11.1975:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 90 (vgl. 13.11.1975, 11.12.1975) heraus.
Q: Was tun Nr. 90, Frankfurt 27.11.1975

11.12.1975:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 91 (vgl. 27.11.1975, 22.12.1975) heraus.
Q: Was tun Nr. 91, Frankfurt 11.12.1975

22.12.1975:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 92 (vgl. 11.12.1975, 6.1.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 92, Frankfurt 22.12.1975

06.01.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 93 (vgl. 22.12.1975, 20.1.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 93, Frankfurt 6.1.1976

20.01.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 94 (vgl. 6.1.1976, 4.2.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 94, Frankfurt 20.1.1976

04.02.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 95 (vgl. 20.1.1976, 18.2.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 95, Frankfurt 4.2.1976

18.02.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 96 (vgl. 4.2.1976, 5.3.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 96, Frankfurt 18.2.1976

05.03.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 97 (vgl. 18.2.1976, 19.3.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 97, Frankfurt 5.3.1976

19.03.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 98 (vgl. 20.1.1976, 25.3.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 98, Frankfurt 19.3.1976

25.03.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 99 (vgl. 19.3.1976, 1.4.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 99, Frankfurt 25.3.1976

01.04.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 100 (vgl. 25.3.1976, 8.4.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 100, Frankfurt 1.4.1976

08.04.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 101 (vgl. 1.4.1976, 15.4.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 101, Frankfurt 8.4.1976

14.04.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 102 (vgl. 8.4.1976, 29.4.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 102, Frankfurt 14.4.1976

29.04.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 104 (vgl. 14.4.1976, 6.5.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 104, Frankfurt 29.4.1976

06.05.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 105 (vgl. 29.4.1976, 13.5.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 105, Frankfurt 6.5.1976

13.05.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 106 (vgl. 6.5.1976, 20.5.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 106, Frankfurt 13.5.1976

20.05.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 107 (vgl. 13.5.1976, 27.5.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 107, Frankfurt 20.5.1976

27.05.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 108 (vgl. 20.5.1976, 27.5.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 108, Frankfurt 27.5.1976

03.06.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 108 (vgl. 20.5.1976, 10.6.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 109, Frankfurt 3.6.1976

17.06.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 111 (vgl. 10.6.1976, 24.6.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 111, Frankfurt 17.6.1976

24.06.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 112 (vgl. 17.6.1976, 1.7.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 112, Frankfurt 24.6.1976

01.07.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 113 (vgl. 24.6.1976, 8.7.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 113, Frankfurt 1.7.1976

08.07.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 114 (vgl. 1.7.1976, 15.7.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 114, Frankfurt 8.7.1976

15.07.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 115-117 (vgl. 6.7.1976, 26.8.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 115-117, Frankfurt 15.7.1976

26.08.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 121 (vgl. 15.7.1976, 2.9.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 121, Frankfurt 26.8.1976

02.09.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 122 (vgl. 26.8.1976, 9.9.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 122, Frankfurt 2.9.1976

09.09.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 123 (vgl. 2.9.1976, 30.9.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 123, Frankfurt 9.9.1976

30.09.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 126 (vgl. 9.9.1976, 6.10.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 126, Frankfurt 30.9.1976

06.10.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 127 (vgl. 30.9.1976, 14.10.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 127, Frankfurt 6.10.1976

14.10.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 128 (vgl. 6.10.1976, 21.10.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 128, Frankfurt 14.10.1976

21.10.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 129 (vgl. 14.10.1976, 28.10.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 129, Frankfurt 21.10.1976

28.10.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 130 (vgl. 21.10.1976, 11.11.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 130, Frankfurt 28.10.1976

11.11.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 132 (vgl. 28.10.1976, 18.11.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 132, Frankfurt 11.11.1976

18.11.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 133 (vgl. 11.11.1976, 25.11.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 133, Frankfurt 18.11.1976

25.11.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 134 (vgl. 18.11.1976, 2.12.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 134, Frankfurt 25.11.1976

02.12.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 135 (vgl. 25.11.1976, 9.12.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 135, Frankfurt 2.12.1976

09.12.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 136 (vgl. 2.12.1976, 16.12.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 136, Frankfurt 9.12.1976

16.12.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 137 (vgl. 9.12.1976, 22.12.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 137, Frankfurt 16.12.1976

22.12.1976:
Die GIM gibt ihre 'Was tun' Nr. 138/139 (vgl. 22.12.1976) heraus.
Q: Was tun Nr. 138/139, Frankfurt 22.12.1976

Letzte Änderung: 15.10.2016