Mainz: Universität und Fachhochschulen

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 24.6.2013

Von der Universität Mainz und den Fachhochschulen in Mainz konnten von uns bisher nur wenige Quellen erschlossen werden. Wir bitten um Ergänzungen.

Während bereits 1967 der AStA der Universität kritisch engagiert ist (vgl. Okt. 1967) und sich aus der Betriebsprojektgruppe des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) Mainz die Sozialistische Arbeiterbasisgruppe (SABG) Mainz entwickelt, die sich mit ihrer 'Roten Arbeiterpresse' an die örtliche Arbeiterschaft wendet, und zeitweise die wichtigste Organisation der linken Mainzer Studenten gewesen zu sein scheint (vgl. 30.6.1970), bleiben die Marxisten-Leninisten auch an der Universität aktiv (vgl. 11.5.1970, 19.7.1970) und gründen eine Marxistisch-leninistische Studentengruppe Mainz, die der KPD/ML-ZB nahesteht und sich in ihrem Organ 'Roter Student' (vgl. Nov. 1970, Nov. 1971, Jan. 1972) zu internationalen und theoretischen Fragen, aber offenbar kaum zur Hochschulpolitik und schon gar nicht zur Universität Mainz äußert. Daneben ist auch eine antiautoritäre bzw. anarchistische Strömung an der Universität Mainz vertreten, bei der es sich vermutlich um Bündnispartner der Berliner PL/PI handelt (vgl. März 1971, 26.6.1971).

Die DKP ist frühzeitig an der Universität Mainz aktiv (vgl. 10.4.1969, 19.6.1969, 6.11.1969) und kann sich dabei sowohl auf den Spartakus (vgl. 12.2.1970) als auch auf den Studentenpfarrer Stuckmann von der DFU (vgl. 13.9.1970, 1.12.1972) stützen und probiert sich offenbar im Prügeln als probatem Propagandainstrument gegen die KPD/ML-ZB (vgl. 16.1.1971), trägt aber nur wenig später zumindest an der Universität Mainz, bei einer Veranstaltung ihres MSB Spartakus auch einige Argumente gegen die KPD/ML-ZB vor (vgl. 18.1.1971). An der Uni ist der MSB Spartakus weiterhin kritisch aktiv (vgl. 26.1.1971).

Aus der Hochschulgruppe der KPD/ML-ZB, die vermutlich zuvor die Basisgruppe Psychologie dominierte (vgl. 13.11.1970), spaltet sich ein Teil ab und wird nun auf der Linie der KSG/ML des KAB/ML aktiv, u.a. in der Psychologie (vgl. Juni 1971).

Die Marxistisch-leninistische Studentengruppe Mainz der KPD/ML-ZB aber bleibt weiterhin tätig (vgl. Nov. 1971, Jan. 1972), daneben sind offenbar auch die KPD/ML-ZK vertreten sowie die aus dieser hervorgegangene Gruppe October (vgl. Feb. 1972).

Die KPD verfügt spätestens ab dem Frühjahr 1972 über Sympathisanten an der Uni Mainz in Gestalt der Basisgruppe Germanistik und dann der Kommunistischen Hochschulgruppe (KHG - vgl. Apr. 1972, 24.4.1972), die vermutlich zumindest teilweise zuvor den KJVD der KPD/ML-ZB bzw. dessen Unikollektiv getragen haben.

Das Vietnamkomitee der Freunde der KPD ist zunächst an der Uni Mainz tätig (vgl. 13.5.1972, 22.5.1972, 20.6.1973), wo der AStA nicht mehr linksradikal zu sein scheint (vgl. Juni 1972, 6.11.1972) und sich die Spartacisten, nunmehr als /BL, die RKJ der GIM, die KHG, die Sozialistische Fraktion des Sozialdemokratischen Hochschulbundes und der Buchladen Roter Stern für den freien Vertrieb ihrer Veröffentlichungen in der Mensa zusammenschließen (vgl. Nov. 1972).

Die KHG des KSV der KPD beteiligt sich am Kampf gegen die Ausländergesetze (vgl. 6.11.1972) und vermutlich auch am Palästinakomitee Mainz (vgl. 11.12.1973). Der MSB Spartakus scheint sich erneut in Handgreiflichkeiten zu ergehen (vgl. 15.11.1972).

Während vermutlich die KPD/ML an der Universität aktiv wird, wo der KSV der KPD mittlerweile über Zellen in der Germanistik und Pädagogik verfügt (vgl. 30.1.1974), berichtet der KBW von den Fachhochschulen (vgl. 27.11.1974, 8.3.1975, 20.3.1975).

Aktiv sind auch die iranischen Studenten (vgl. 30.11.1974). Ende 1976 (vgl. 8.12.1976) aber ist zumindest die moskautreue Tudeh-Fraktion aus der örtlichen CISNU Iran ausgetreten.

Spätestens ab dem Frühjahr 1976 ist auch der KHB/ML des Arbeiterbundes (AB) in Mainz vertreten (vgl. 4.4.1976, 17.10.1976, 28.11.1976, 12.12.1976, 9.1.1977), während der KSV der KPD immer noch in der Germanistik besonders verankert scheint (vgl. 22.6.1976) und dort auch eine Fachbereichszeitung herausgibt (vgl. Juli 1976).

Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

Oktober 1967:
Der AStA der Universität Hamburg gibt sein 'Auditorium – Hamburger Studentenzeitung' Nr. 49 (vgl. Juli 1967, Nov. 1967) für Oktober heraus. Peter Schütt äußert sich über "Kritische Universität und Universitätskritik", wobei u.a. von den Vorlesungsreihen der Asten in Mainz, Hamburg und Heidelberg berichtet wird.
Quelle: Auditorium Nr. 49, Hamburg Okt. 1967,S.6f

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10.04.1969:
Die DKP bringt die Nr.2 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 3.4.1969, 17.4.1969). Berichtet wird u.a. von der Uni Mainz.
Q: Unsere Zeit Nr.2,Essen 10.4.1969

19.06.1969:
Die DKP bringt die Nr.12 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 10.4.1969, 24.4.1969) und berichtet u.a. aus Mainz von Uni und DFU.
Q: Unsere Zeit Nr.12,Essen 19.6.1969

26.07.1969:
Der SC Frankfurt gibt vermutlich heute sein 'Info' Nr.9 (vgl. 12.7.1969, 9.8.1969) heraus. Hannes Weinrich aus der Projektgruppe Technologie (PGT) befaßt sich mit der "Kriegsforschung an westdeutschen Universitäten" wozu eine Liste veröffentlicht wird, die als Einträge enthält u.a. die Uni Mainz.
Q: SC-Info Nr.9,Frankfurt o.J. (1969)

Oktober 1969:
In Mainz wird, laut AB, die Sozialistische Arbeiterbasisgruppe (SABG) Mainz gegründet (vgl. 28.12.1969).
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr.47,München Mai 1974

06.11.1969:
Die DKP bringt die Nr.32 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 30.10.1969, 13.11.1969) und berichtet u.a. von Studenten und Beschäftigten der Uni Mainz.
Q: Unsere Zeit Nr.32,Essen 6.11.1969

Januar 1970:
Die Sozialistische Arbeiterbasisgruppe (SABG) Mainz und das Sozialistische Arbeiter- und Lehrlingszentrum (SALZ) Mainz erstellen auf der Grundlage eines Seminars vom 28.12.1969 bis 5.1.1970 einen "Zwischenbericht über unsere Arbeit", der sich sowohl an die eigenen Sympathisanten als auch den SDS Mainz und an Gruppen an anderen Orten wendet.

Der Punkt "I. Analysen" gliedert sich in die Abschnitte:
- "Zur Entwicklung der westdeutschen Klassengesellschaft nach 1945 - Thesen";
- "Kurzer Überblick über die Entwicklung der Arbeiterbewegung nach 1945"; sowie
- "Perspektiven für Klassenkampf in der BRD".

Es erscheint auch ein Arbeitsbericht, aus dem hervorgeht, dass die SABG acht Mitglieder hat und drei Betriebsgruppen aufbaut.
Q: SABG/SALZ: Zwischenbericht über unsere Arbeit, Mainz Jan. 1970

Februar 1970:
Vermutlich im Februar gibt die Sozialistische Arbeiterbasisgruppe (SABG) Mainz die Nr. 3 ihrer 'Roten Arbeiterpresse' (vgl. Dez. 1969, März 1970) heraus mit einer Meldung über den "Sieg der sozialistischen Studenten!" bei den AStA-Wahlen an der Uni Mainz.
Q: Rote Arbeiterpresse Nr. 3, Mainz o. J. (1970), S. 4

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12.02.1970:
Die DKP bringt die Nr.7 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 5.2.1970, 19.2.1970). Von der eigenen Assoziation Marxistischer Studenten (AMS) Spartakus wird berichtet, daß diese über 400 Mitglieder in 17 Gruppen organisiert. Sie hält u.a. 2 Sitze im StuPa Uni Mainz.
Q: Unsere Zeit Nr.7,Essen 12.2.1970

26.02.1970:
Die DKP bringt die Nr.9 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 19.2.1970, 5.3.1970). Berichtet wird u.a. vom Studiengang Evangelische Theologie an der Uni Mainz.
Q: Unsere Zeit Nr.9,Essen 26.2.1970

11.05.1970:
In Mainz veranstalten die Sozialistische Arbeiterbasisgruppe (SABG) Mainz, die Marxisten-Leninisten der Uni Mainz und der AStA der Uni eine Vietnam- bzw. Kambodschademonstration, zu der sie mit einem gemeinsamen Flugblatt "Die US-Imperialisten werden immer brutaler" aufrufen.
Q: SABG Mainz, ML Uni Mainz, AStA Uni Mainz: Die US-Imperialisten werden immer brutaler, Mainz 1970

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02.06.1970:
In Mainz erscheint erstmals die 'Arbeitskreis Unikliniken Zeitung', für die Bernd Mannheim die Verantwortung trägt. Der Arbeitskreis, welcher wegen der Entlassung von 2 Schwesternschülerinnen von 2 Medizinstudenten und diversen ÖTV-Mitgliedern gegründet wurde, verfügt vermutlich über Beziehungen zu SALZ und Sozialistischer Arbeiterbasisgruppe (SABG) Mainz.
Q: Arbeitskreis Unikliniken Mainz: Zeitung Nr. 1, Mainz 2.6.1970

30.06.1970:
Heute erscheint die "Erklärung der Sozialistischen Arbeiter-Basisgruppe Mainz (SABG) und des Aktionskreises Lehrlinge Mainz (AKL) zum Verbot des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) Heidelberg" (vgl. 24.6.1970), die zur Demonstration am selben Tag um 17 Uhr 30 ab Hauptbahnhof aufruft.
Q: Erklärung der Sozialistischen Arbeiter-Basisgruppe Mainz (SABG) und des Aktionskreises Lehrlinge Mainz (AKL) zum Verbot des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) Heidelberg, Mainz 30.6.1970

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19.07.1970:
In Mainz erscheint die erste Nummer des 'Info des Zentralen Aktivistenkollektivs' (ZAK), in ihr wird das am selbe Tage auf einer Aktivistenversammlung der Marxisten-Leninisten (ML) Mainz angenommene Statut dargestellt, nach dem sich die Organisation in die 4 Sektionen Hochschule, Betriebe, Stadtteile und Jugend gliedert. Grundeinheiten sind die Aktivistenkollektive. Enthalten ist auch die Ideologische Plattform der ML Mainz. Die Sozialistische Arbeiterbasisgruppe (SABG) Mainz habe im ersten Halbjahr Einfluß auf das Montagsplenum der Mainzer ML genommen.
Q: ML Mainz-ZAK: Info Nr. 1, Mainz 19.7.1970

13.09.1970:
Die DFU will, laut DKP, um 9 Uhr 30 in der Duisburger Mercatorhalle ihre sechste ordentliche Landeskonferenz durchführen. Für die DKP berichtet G. R.:"
DFU-PROFIL
'FRIEDEN IST KEIN ZUSTAND, SONDERN EINE TÄGLICHE AUFGABE'

Horst Stuckmann, der übrigens mit diesem Tag aus dem Landesvorstand ausschied und demnächst als Studentenpfarrer nach Mainz geht, ging auch auf die West-Berlin-Frage und die Versuche der Bundesregierung, daraus politisches Kapital zu schlagen, ein."
Q: Unsere Zeit - Ausgabe NRW Nr.37 und 39,Essen 12.9.1970 bzw. 26.9.1970,S.18 bzw. S.15

November 1970:
Vermutlich im November erscheint die Nr. 1 von 'Der Rote Student' - Organ der Marxistisch-leninistischen Studentengruppe Mainz (vgl. Nov. 1971) mit dem Leitartikel "SPD und Gewerkschaftsbonzen - Verräter der Arbeiterklasse", der sich gliedert in die Abschnitte:
- "Lohnraubpolitik der SPD";
- "Steuervorauszahlung - Lohnraubsteuer";
- "Die Preistreiberei schröpft Arbeiter und Angestellte";
- "Die Gewerkschaftsbonzen hintertreiben den gerechten Lohnkampf der Arbeiterklasse"; sowie
- "Die KPD/ML - Die Partei der Arbeiterklasse".

Weitere Artikel sind:
- "Was haben die Parteien mit der Hochschule vor?" zum HRG;
- "Bildungsanleihe - unbrauchbares Instrument zur Behebung der Bildungskrise", aus dem 'KND' Nr. 42;
- "Die Studenten wehren sich";
- "Das Programm der Marxisten-Leninisten";
- "Klassenkämpfe in den USA", aus dem 'KND' Nr. 46; sowie
- "Soziale Demagogie", aus dem 'KND' Nr. 49.
Q: Der Rote Student Nr. 1, Mainz o. J. (1970)

13.11.1970:
Laut der 'Bochumer Studenten Zeitung' beginnt an der Ruhr-Universität Bochum ein zweitägiges Treffen der psychologischen Basisgruppen aus der 'BRD' und Berlin. Gruppen kommen aus: Berlin (SEW, PL/PI, KPD/AO), Braunschweig (Spartakus), Bochum (KPD/ML), Bonn (Spartakus), Giessen (KPD/AO und Spartakus), Mainz (KPD/ML), Marburg (Spartakus), Heidelberg (SDS).
Q: Bochumer Studenten Zeitung Nr. 69, Bochum 1970, S. 5

18.01.1971:
Die KPD/ML-ZB berichtet vermutlich aus dieser Woche:"
REIMANN-VERANSTALTUNG IN MAINZ

Im Rahmen der DKP-Woche in Mainz hatte der Spartakus (!) (MSB Spartakus, d.Vf.) zu einer Veranstaltung mit Max Reimann in die Uni Mainz eingeladen. Gekommen waren vor allem Spartakisten, DKPler, KPD-Mitglieder, Spartacus-Trotzkisten (KJO,d.Vf.), Gewerkschafter und Genossen der KPD/ML und des KJVD.

Reimann bewies in seiner Rede, daß die alte KPD-Führung völlig mit dem revisionistischen Kurs der DKP-Führung übereinstimmt und sie als Agentur des Sozialimperialismus und der Sozialdemokratie in der BRD unterstützt:

Reimann ging zuerst auf die Verträge ein; sie seien das entscheidende Problem, sie seien ein Weg zum Frieden. Deshalb müßten alle Kräfte, Kommunisten, Sozialdemokraten, Demokraten, die Jugend dafür mobilisiert werden. Je länger die Ratifizierung hinausgeschoben würde, umso stärker würde die Reaktion werden. Die Verträge seien eine Anerkennung der Realitäten. Umso unverständlicher sei es, wenn die SPD-Regierung an dem KPD-Verbot festhalte. Es sei nicht zu vereinbaren, daß sie hier jeden Kontakt mit Kommunisten ihren Mitgliedern verbietet, während sie im Ausland ihnen die Hände schüttelt. Es sei schockierend für die demokratische Öffentlichkeit, wenn der Herr Franke von Brandt beauftragt wird, am Grab von Bismarck einen Kranz niederzulegen. Wieso sagt sich die SPD-Führung (!) nicht los von der Politik, die schon zweimal in die Katastrophe geführt hat.

Aber man kann sagen, die Kräfte des Friedens haben einen Erfolg errungen, das Rad der Geschichte ist vorwärts gerollt. Aber immer noch besteht das KPD-Verbot. Umso unverständlicher ist es, wenn Brandt von 'mehr Demokratie wagen' redet und das Verbot beibehält. Das KPD-Verbot ist keine juristische Frage, sondern eine politische, daraus folgt, der Bundestag muß entscheiden. Im Geist der Verträge müsse das KPD-Verbot aufgehoben werden.

Er ging dann wieder auf die Rechtskräfte ein. Die SPD könne ja handeln, wenn sie sich auf alle demokratischen Kräfte stützen würde. Stattdessen würde sie aber unverständlicherweise mit der Reaktion zusammenarbeiten. Stattdessen würden im SPD-Vorstand antikommunistische Beschlüße gefaßt - was für ein Unterfangen das von der SPD-Führung jetzt sei.

Die Kommunisten hätten aus der Geschichte gelernt. Der Feind würde immer rechts stehen. Die SPD-Führung müsse auch diese Lehre ziehen. Schließlich forderte Reimann Schluß mit allem Trennendem zu machen und richtete ein Angebot an die SPD samt Willy Brandt, gemeinsam gegen den Faschismus zu handeln.

Zum Schluß forderte er noch die KPD-Mitglieder auf, in die DKP einzutreten: daß er nicht drin sei, sei kein Grund, nicht einzutreten.

In der anschließenden Diskussion trat zuerst ein Redner der KPD/ML auf. Er sagte, die KPD-Genossen, die noch nicht in der DKP sind, sind es deshalb nicht, weil die DKP eine falsche Politik macht. Er erläuterte dann, warum der Hauptstoß gegen die Sozialdemokratie zu führen ist. Er ging auf die Abwälzung der Krisen auf die Arbeiterklasse ein und auf die faschistische Verwaltung (Lohnleitlinien, BVG), auf die Vorbereitung des Faschismus (Bundesgrenzschutz (BGS,d.Vf.), Bundeswehr) und die Unterstützung der aufkommenden faschistischen Bewegung; und darauf, daß die Sozialdemokratie die soziale Hauptstütze der Monopolbourgeoisie ist. Reimann erklärte, der Hauptstoß sei nicht gegen die SPD-Führung zu richten, sondern gegen das Monopolkapital und damit (!) gegen die CDU bis zur Aktion Widerstand (AW,d.Vf.).
Büscher vom Landesvorstand der DKP meinte dann, die KPD/ML würde die SPD-Arbeiter der Führung in die Arme treiben. Wie würde es sich die KPD/ML erklären, daß die Monopolbourgeoisie in der Hauptsache die CDU/CSU und Strauß unterstützt?"
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.8,Bochum 30.1.1971,S.1f

26.01.1971:
Die KPD/ML-ZB berichtet von der DKP und ihrem MSB Spartakus:"
D'K'P-SPARTAKUS: 'ES GIBT KEINE KRISEN MEHR'

Am 26.1. fand in der Uni Mainz eine Veranstaltung des Spartakus statt mit dem Thema: 'Die gemeinsamen Interessen von Arbeiterjugend und Studenten'. Die Thesen, die die Spartakisten dort verbreiteten, zeigen klar, daß die kleinbürgerlichen Spartakus-D'K'Pisten kein anderes Interesse haben, als der Arbeiterjugend ihre kleinbürgerlichen Ziele von 'besserer Ausbildung für höhere soziale Sicherheit' im Kapitalismus einzureden und sie vom gemeinsamen Kampf mit den älteren Arbeitern für die Verbesserung ihrer Lage abzuhalten:

Nach Ansicht der Spartakisten haben Arbeiterjugend und Studenten gemeinsame Interessen, weil ihre Lage die gleichen Ursachen hat: Ihr Gemeinsamer Gegner ist z.B. das Rechtskartell bei den Landtagswahlen (LTW - vgl. **.*.1971,d.Vf.).

Hauptpunkt des 'gemeinsamen Interesses' ist die 'bessere Ausbildung'. - Bessere Ausbildung, ein umfassenderes Wissen, soll nach Meinung des Spartakus 'mehr soziale Sicherheit gewährleisten'.

Genossen vom KJVD wandten dagegen ein, die These vom 'Hauptinteresse bessere Ausbildung' lasse die jugendlichen Hilfsarbeiter außer acht, die gar nicht die Möglichkeit haben, eine Lehre zu machen, weil der Vater kein Geld hat und weil vor allem die Kapitalisten gar nicht so viele Facharbeiter ausbilden wollen; daraufhin erklärten die Spartakisten, 'man dürfe die Interessen der gesamten Arbeiterklasse nicht auf Hilfsarbeiterinteressen reduzieren'. Außerdem sei der Kampf um bessere Ausbildung dasselbe wie Kampf um mehr Lohn, 'weil qualifizierte Arbeitskraft besser bezahlt werden muß'. Als die KJVD-Genossen dieser These entgegensetzten, daß auch eine bessere Ausbildung im Kapitalismus keine soziale Sicherheit bietet, da in der Krise gerade auch die Facharbeiter von den Kapitalisten auf die Straße gesetzt werden, um Lohnkosten zu sparen, entlarvten sich die Spartakisten völlig: Sie erklärten, Krisen in dem Sinne gebe es überhaupt nicht mehr: Die Funktion der Krise ist Vernichtung von Kapital und das ist permanent. Es gibt also nur noch die allgemeine Krise, keine Überproduktionskrisen mehr, die große Weltwirtschaftskrise ist vorbei. Der Krisenmechanismus ist verlagert - stattdessen gibt es Strukturkrisen (eine solche ist die Ursache für die Ausbildungsmisere in Frankreich und die daraus folgende Arbeitslosigkeit der französischen Arbeiterjugend). Kampf um die Neuaufteilung der Märkte findet zwar statt, hat aber nichts mit Krisenentwicklung zu tun, sondern mit dem Charakter der Monopole. Es gibt zwar noch zyklische Bewegungen, in der allgemeinen Krise, aber keine Massenarbeitslosigkeit mehr."
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.10,Bochum 6.2.1971,S.6 und 5

März 1971:
Vermutlich im März erscheint die Nr. 2 / 1971 der 'Direkte Aktion' - Zeitschrift für Theorie und Praxis des Anarchismus, Anarcho-Syndikalismus und Rätekommunismus im deutschsprachigen Raum, unter Verantwortung von Karl Fink, Mainz, mit dem Beitrag "Zu den Diffamierungen des SHB" an der Universität Mainz.
Q: Direkte Aktion Nr. 2, Mainz 1971, S. 14ff

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Juni 1971:
Es erscheint der 'Rote Pfeil' Nr. 16 (vgl. Mai 1971, Juni 1971) der KSG des KAB/ML mit dem Artikel "Betrug geplatzt! Mainzer Hochschulgruppe der KPD/ML-ZB führt Studenten hinters Licht." zu deren Abbruch der Hochschularbeit, wobei vom Austritt einiger Mitglieder aus der ZB-Gruppe und deren Anschluss an den Roten Pfeil und ihrer Intervention in der Fachschaft Psychologie berichtet wird.
Q: Roter Pfeil Nr. 16, Tübingen Juni 1971, S. 6f

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26.06.1971:
Plenum der Berliner Gruppe Proletarische Linke / Parteiinitiative (PL/PI) zur Bündnis- bzw. Hochschulpolitik.
Ebenfalls eventuell auf dem heutigen Plenum wurde ein Papier einer Person mit dem Titel "Das Sekretariat III. (Westdeutschland) existiert nicht" vorgelegt, welches eine Papiersammlung des Sek. 3 von 9 Seiten (vgl. Mai 1970) vorlegt. In "17x Kritik am LG" wird u.a. berichtet von einem Mainzer Seminar westdeutscher Gruppen zur Ausländerfrage. Dort "habe ich den Mythos der PL zerstört!"
Q: PL/PI-X.X.:Das Sekretariat III. (Westdeutschland) existiert nicht,Berlin o.J (1971)

November 1971:
Vermutlich im November erscheint eine Sondernummer "VR China - Bollwerk des Friedens" von 'Der Rote Student' - Organ der Marxistisch-leninistischen Studentengruppe Mainz, Sympathisantenorganisation des KJVD (vgl. Nov. 1970, Jan. 1972) mit den Artikeln:
- "Chinas Friedenspolitik";
- "Sozialismus in Worten. Imperialismus in der Tat. Zur Außenpolitik der Sowjetunion", wobei auch ein Kasten "'Wir werden unsere Beziehungen zur Sowjetunion einfrieren'. Sihanuk enthüllt den Verrat der SU-Führer am kambodschanischen Befreiungskampf" erscheint; sowie
- "Chinas Kampf gegen den Imperialismus. Zur Haltung der VR China im Pakistankonflikt" zu Bangla Desh.
Q: Der Rote Student Sdr. Nr. VR China - Bollwerk des Friedens, Mainz o. J. (1971)

Januar 1972:
Vermutlich im Januar erscheint die Nr. 1 von 'Der Rote Student' - Organ der Marxistisch-leninistischen Studentengruppe Mainz, Sympathisantenorganisation des KJVD (vgl. Nov. 1971) unter der Schlagzeile "Kampf dem Revisionismus!" mit dem Leitartikel "Der Kampf der Metaller gegen das Lohndiktat" zur Metalltarifrunde (MTR).

Veröffentlicht werden Berichte von der Zeche Holland Wattenscheid und Hoesch Dortmund.

Weitere Artikel sind:
- "Die DKP in der Tarifrunde";
- "Dichtung und Wahrheit" zur Gewerkschaftslinie der DKP;
- "Die Theorie der DKP: Reformismus durch und durch"; sowie
- "Marxismus oder Opportunismus?" zu Äußerungen und Texten der DKP.
Q: Der Rote Student Nr. 1, Mainz 1972

Februar 1972:
Vermutlich im Februar erscheint von der Gruppe 'October' Mainz das Flugblatt "Die 'ML' - weder M noch L!", in dem anläßlich der Bildung eines rechten AStAs an der Universität sowohl die KPD/ML-ZK als auch die KPD/ML-ZB sowie die KPD bzw. deren Basisgruppe Germanistik angegriffen werden.

Eingeladen wird zu einem eigenen Vortrag "Marxismus und Leninisches Parteikonzept" in der Uni, wo man auch einen Büchertisch macht.
Q: October Mainz: Die 'ML' - weder M noch L!, Mainz o. J. (1972)

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April 1972:
Die Kommunistische Hochschulgruppe (KHG) Mainz des KSV der KPD veröffentlicht vermutlich im April ihre "Gründungserklärung", in der sie die Auflösung der Basisgruppe Germanistik bekanntgibt und die Konstituierung der Zelle Germanistik als erster arbeitender Zelle der KHG.

Kritik wird geübt an den ML, dem MSB Spartakus, den Jusos und dem SHB. Angekündigt werden die Herausgabe einer Zeitung auf Uni-Ebene sowie die Propaganda für den 1. Mai.
Q: KHG: Gründungserklärung, O. O. (Mainz) o. J. (1972)

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19.04.1972:
Die KPD berichtet heute:"
KOMMUNISTISCHER STUDENTENVERBAND (KSV) - KOMMUNISTISCHE STUDENTEN IM KAMPF FÜR DEN 1.MAI

Dem Maiaufruf der Partei folgend hat der Kommunistische Studentenverband an den Westberliner Unversitäten und Hochschulen, an der Uni Hamburg, an der Ruhruniversität Bochum, der Uni Bonn und der PH Dortmund seine ganzen Aktivitäten auf die Mobilisierung der fortschrittlichen Studenten zu den Maidemonstrationen der KPD in Westberlin, Hamburg und Dortmund ausgerichtet.

In einer Reihe weiterer Universitäten, an denen der KSV seine Arbeit noch nicht aufgenommen hat, werden mit dem KSV sympathisierende Organisationen die Losungen der Partei unter der Masse der Studenten propagieren und zu den zentralen Demonstrationen der Partei aufrufen. … An der Marburger und Mainzer Universität (vgl. 24.4.1972,d.Vf.) werden die Kommunistische Hochschulorganisation (KHO,d.Vf.) Marburg und Sympathisanten an der Uni Mainz auf Veranstaltungen und Meetings den Revisionisten des MSB-Spartakus (der DKP,d.Vf.) und den rechtsopportunistischen Zirkelgruppierungen das revolutionäre Programm der KPD zum 1.Mai entgegensetzen.

GEGEN REFORMISMUS UND REVISIONISMUS - FÜR DIE REVOLUTIONÄRE EINHEIT DER ARBEITERKLASSE - KPD!
FÜR DAS FESTE BÜNDNIS DER ARBEITERKLASSE MIT ALLEN UNTERDRÜCKTEN SCHICHTEN DES VOLKES IM KAMPF FÜR DIE SOZIALISTISCHE REVOLUTION!
VORWÄRTS BEIM NATIONALEN AUFBAU DES KSV!
VORWÄRTS ZUM 1.MAI!"
Q: Rote Fahne Nr. 41, Dortmund 19.4.1972, S. 5

01.05.1972:
Die Kommunistische Hochschulgruppe (KHG) Mainz des KSV der KPD gibt vermutlich heute ihr "Flugblatt zur SPD-Politik" heraus, das zum Politplenum über den 1. Mai am 2.5.1972 einlädt.
Q: KHG: Flugblatt zur SPD-Politik, Mainz o. J. (1972)

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13.05.1972:
Eine Vietnamveranstaltung der KPD und ihrer Freunde findet heute statt in Mainz.

Für die LgdI der KPD (vgl. 19.6.1972) berichtet das Vietnam-Komitee Mainz vermutlich von dieser Veranstaltung:"
DIE TROTZKISTEN VERRATEN DEN BEFREIUNGSKAMPF DER UNTERDRÜCKTEN VÖLKER

Das Teach-In des Vietnam-Komitee Mainz, das unter der Parole 'Alles für den Sieg des kämpfenden Vietnam' stand, stellte den vorläufigen Höhepunkt unserer Vietnam-Aktivitäten an der Uni Mainz dar.

In den Filmen und Referaten und der anschließenden Diskussion konnte noch einmal aufgezeigt werden, daß der bewaffnete Kampf der Vietnamesen gegen die US-Aggressoren ein gerechter Kampf ist, der vom ganzen Volk unter der Führung der Arbeiterklasse und ihrer revolutionären Partei geführt wird und daß eben deshalb der US-Imperialismus - so heftig er sich auch wehrt - eine sichere Niederlage erleiden wird. Weiterhin konnte gezeigt werden, daß trotz der scharfen Angriffe der US-Bomber auf die DRV, die Bevölkerung, vom Willen durchdrungen, den Norden zu verteidigen und die kämpfenden Brüder im Süden zu unterstützen, den Aufbau des Sozialismus im Vertrauen auf die eigene Kraft tatkräftig vorantreibt.

Dis den anwesenden Kommilitonen zu vermitteln und ihnen die Perspektive in der bedingungslosen Unterstützung des Befreiungskampfes der unterdrückten Völker zu weisen, das war das Ziel des Teach-Ins. Daß dies erreicht wurde, bewies die einstimmige Verabschiedung einer Solidaritätsadresse an das ZK der FNL und der PRR, die das VKM den Teilnehmern des Teach-Ins vorgetragen hatte.

Die korrekte antiimperialistische Linie muß im Kampf zweier Linien durchgesetzt werden, - das zeigte sich auch auf dem teach-In!

Während es die Revisionisten (MSB Spartakus der DKP,d.Vf.) vorzogen, gar nicht erst in Erscheinung zu treten, versuchten die Trotzkisten, ihre bekannten Argumente vorzubringen.

Es ist notwendig sich deren Argumente genauer anzusehen, weil die Gefahr auch darin liegt, daß sie sich optisch zwar von denen der Revisionisten unterscheiden, inhaltlich aber in derselben Richtung liegen.

1. Die Trotzkisten behaupten, das Bündnis aller antiimperialistischen Schichten des Volkes (auch eines Teils der nationalen Bourgeoisie) unter Führung der Arbeiterklasse bedeute einen Verrat an der vietnamesischen Revolution, führe auf eine Koalition mit dem Großgrundbesitz und der Kompradorenbourgeoisie hinaus u.ä.

Ein derartiger Unsinn beweist, daß die Vertreter der Spartacus-B-L (SBL,d.Vf.) und der RKJ (der GIM,d.Vf.) sich überhaupt nicht die Mühe machen, die konkrete Situation in den unterdrückten Ländern zu untersuchen, nicht auf die führende Kraft der Arbeiterklasse innerhalb der antiimperialistischen Einheitsfront vertrauen und stattdessen der Arbeiterklasse raten, die anderen vom Imperialismus unterdrückten Schichten des Volkes sich selbst zu überlassen, was heißt: sie in die Arme der Imperialisten zu treiben. Unter diesen Schichten sind natürlich niemals die Feudalisten und die Kompradorenbourgeoisie zu rechnen, die nämlich auf Leben und Verderben mit dem Imperialismus verbunden sind, aber durchaus fortschrittliche Teile der nationalen Bourgeoisie.

2. Aus dem Mißtrauen gegenüber der führenden Kraft der Arbeiterklasse innerhalb der antiimperialistischen Einheitsfront ergibt sich auch ein Mißtrauen gegenüber der revolutionären Kraft eines unterdrückten Volkes, das gegen die Aggressoren unter einer einheitlichen Führung den Volkskrieg aufgenommen hat. So machen die Trotzkisten den Sieg des vietnamesischen Volkes in erster Linie davon abhängig, wie die Großmächte (gemeint sind die USA, SU und die VR China) untereinander verhandeln.

Sie fordern daher - und das ist ihr Beitrag zum antiimperialistischen Kampf - die SU und die VR China (die sie abwechselnd unterschiedslos als 'Arbeiterstaaten' oder als 'Bürokratien' bezeichnen) auf, die indochinesische Revolution herbeizuführen und zu sichern.

Was aber heißt, die vietnamesische Revolution stützen? Das kann doch nur heißen, den Kampf des vietnamesischen Volkes um seine nationalen Interessen bedingungslos zu unterstützen; daran mißt sich die Außenpolitik eines sozialistischen Staates.

Und hier hat die VR China ganz klar bewiesen, daß sie nie mit der US-Führung über die Angelegenheiten dritter Länder verhandeln wird, sondern hat stets betont, daß die friedliche Koexistenz dem proletarischen Internationalismus untergeordnet sein muß.

Wir haben auf dem Teach-In deutlich die Gefährlichkeit der Argumentation der Trotzkisten erfahren: sie säen Mißtrauen gegenüber der Führungsrolle des Proletariats im Kampf gegen den Imperialismus; Mißtrauen gegenüber der Macht des Volkskriegs; Mißtrauen gegenüber den sozialistischen Staaten (der VR China, der VR Albanien, der KVDR (Korea,d.Vf.), der DRV), die den proletarischen Internationalismus als höchstes Prinzip einer revolutionären Außenpolitik verwirklichen. Sie erklären nie, was dies heißt, sondern werfen diese sozialistischen Staaten bedenkenlos in einen Topf mit den Sozialimperialisten neuen Typs und vertreten damit offen die Sache der Revisionisten.

Sie verhindern damit die Einsicht bei allen Antiimperialisten, daß der Kampf gegen den Imperialismus und für den Sozialismus nur erfolgreich sein kann, wenn er unter der Führung der Arbeiterklasse und ihrer revolutionären Partei, der KP, steht.

Ziehen wir und alle Freunde und Genossen, die den antiimperialistischen Kampf aufgenommen haben, die Lehren aus diesem Teach-In:

Wer den Imperialismus bekämpft, der muß auch den Revisionismus und den Trotzkismus bekämpfen!

HOCH DIE INTERNATIONALE SOLIDARITÄT!

ES LEBE DER SIEG IM VOLKSKRIEG!

Vietnam-Komitee Mainz"
Q: Internationale Solidarität Nr. 5, Berlin 1972, S. 19f; Rote Presse Korrespondenz Nr. 168, Berlin **.*.1972, S.*

22.05.1972:
Die Kommunistische Jugend Nahe / Mosel, die Antiimperialistischen Komitees in Zell, Birkenfeld, Bad Kreuznach, Trier und Idar-Oberstein, der KOV Nahe / Mosel, die Kommunistische Hochschulgruppe (KHG) Mainz des KSV der KPD und das Vietnam-Komitee Mainz geben vermutlich in dieser Woche das Flugblatt "Nieder mit dem US-Imperialismus - dem Hauptfeind der Menschheit!" heraus, das auch einlädt:"
An alle fortschrittlichen Studenten!
Informationen und Vorbesprechung unserer weiteren Kampagne in der Stadt und an der Uni im Meeting des Vietnam-Komitees Mainz am Dienstag, den 30.5.72, 18.00 Uhr, ESG, Gruppenraum 1".
Q: KJ Nahe / Mosel, Antiimperialistische Komitees Zell, Birkenfeld, Bad Kreuznach, Trier und Idar-Oberstein, KOV Nahe / Mosel, KHG Mainz, Vietnam-Komitee Mainz: Nieder mit dem US-Imperialismus - dem Hauptfeind der Menschheit!, O. O. o. J. (1972)

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Juni 1972:
Das Aktionskomitee gegen den Abbau demokratischer Rechte und die Kommunistische Hochschulgruppe (KHG) Mainz des KSV der KPD geben vermutlich im Juni ein Flugblatt "Teach-in Kampf dem Abbau demokratischer Rechte" heraus, das zum Teach-in am selben Tag um 19 Uhr im HS 15 einlädt und von der vom AStA auf der Vollversammlung am Montag vorgelegten Resolution gegen den "'Bombenterror'" der RAF berichtet.
Q: Aktionskomitee gegen den Abbau demokratischer Rechte, KHG: Teach-in Kampf dem Abbau demokratischer Rechte, Mainz o. J. (1972)

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14.07.1972:
Frühestens heute erscheint im Raum Heidelberg die auf Juli datierte Nr.3 des 'Schulkampf' (vgl. 12.5.1972, Sept. 1972), die herausgegeben wird von der Oberschülerkommission (OSK) der KHG (NRF) in Zusammenarbeit mit dem AUSS Heidelberg und der Unabhängigen Sozialistischen Schülergruppe (USSG) Wiesloch. Berichte behandeln u.a. den AStA der Uni Mainz, der eine Broschüre über wehrpflichtige Bundeswehrsoldaten als Verfassungsschutzspitzel herausgab.
Q: Schulkampf Nr. 3, Heidelberg Juli 1972, S. 2

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14.10.1972:
Es beginnt eine zweitägige Tagung des SB in Frankfurt. Es geht um Fragen sozialistischer Organisation. U.a. hält Oskar Negt das Hauptreferat ("Nicht nach Köpfen, sondern nach Interessen organisieren!"). Teilnehmende Gruppen: u.a. SHB/Sozialistische Fraktion Mainz.
Q: Komitee für Grundrechte und Demokratie (Hg.): Tradition heißt nicht,Asche aufheben, sondern die Flamme am Brennen halten. Für und über Klaus Vack, Sensbachtal 1985, S. 56f. und 208

November 1972:
Die RKJ der GIM berichtet von der Uni Mainz über vermutlich im November stattfindende Vorgänge:"
ANGRIFF DER UNI-BÜROKRATIE AUF DIE PROPAGANDA-FREIHEIT DER LINKEN

Der Staatsapparat weiß die Relativität bestehender Kräfteverhältnisse stets realistisch einzuschätzen. Während in den 'Hochburgen' der Studentenbewegung der ungehinderte Verkauf politischer Literatur in der Universität und der Mensa nach wie vor eine Selbstverständlichkeit ist, probt die Uni- und Kultusbürokratie dort, wo die politische Bewegung schwach ist, von Zeit zu Zeit dieses wesentliche Element politischer Arbeit an den Hochschulen zu liquidieren. In MAINZ versuchte die Unibürokratie schon in den letzten Semestern, in administrativer Weise verschiedenen linken Gruppen, so auch der RKJ, die Propagierung ihrer Ideen und Analysen und den Verkauf ihrer Schriften zu verbieten.

In mehreren Fällen wurden betroffene Gruppen schriftlich aufgefordert, den Verkauf von Literatur in der Mensa zu unterlassen. Bei einem Gespräch darüber zwischen den Hochschulgruppen und der Verwaltung wurde den Genossen gedroht: 'Sie vergessen, daß wir hier das Hausrecht haben.'
Gegen diesen Pressionsversuch bildete sich eine Aktionseinheit aus GIM - RKJ, Spartacus/BL, SHB/SF, Roter Stern (örtlicher Buchladen,d.Vf.) und der KHG-Mainz. Mit der Ankündigung der Unibürokratie, daß eine 'Duldung' der Büchertische ausgesprochen werden soll, werden sich diese Organisationen nicht zufrieden geben. Die Forderung lautet:

Uneingeschränkte Zulassung nicht nur für Büchertische linker Gruppen, sondern auch das Recht für linke Buchhandlungen wie dem 'Roten Stern', sein Sortiment an der Uni anbieten zu können."
Q: Was Tun Nr. 12, Mannheim o.J. (Dez. 1972), S. 2

06.11.1972:
Der Sozialistische Schülerbund Hamburg gibt die Nr. 10/11 seines 'Sozialistischen Schülerforums' (vgl. 9.10.1972, 22.11.1972) heraus. Zum RCDS heisst es auch:"
- In Mainz hat der RCDS 40 von 65 möglichen Sitzen inne."
Q: Sozialistisches Schülerforum Nr. 10/11, Hamburg 6.11.1972, S. 13

15.11.1972:
Die KPD gibt die Nr. 69 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 8.11.1972, 21.11.1972) heraus. Die Kommunistische Hochschulgruppe Mainz (Sympathisantengruppe des KSV) berichtet über Prügelaktionen des MSB Spartakus.
Q: Rote Fahne Nr. 69, Dortmund 15.11.1972

01.12.1972:
Der KOV der KPD berichtet vom heute beginnenden Düsseldorfer Schülerkongreß der Freunde der DKP (vgl. 3.12.1972):"
ADS-SCHÜLERKONGRESS: PROPAGANDASCHAU DES MSB VEREITELT!

Der ADS, SMV-Bezirksvertretung Düsseldorfs, veranstaltete vom 1. bis 3. Dezember einen Schülerkongreß unter dem Motto 'Für demokratische Lehrinhalte - Gegen politische Disziplinierung'. Der ADS-Vorstand, der aus Mitgliedern des MSB (Marxistischer Schülerbund), einer DKP-nahen Organisation und der Jusos (der SPD,d.Vf.) besteht, verteilte Einladungen an Delegierte der Düsseldorfer Ober- und Realschulen. …
Studentenpfarrer Stuckmann aus Mainz (DFU - Deutsche Friedensunion) und Karl Schabrod, Mitglied der Schulbuchkommission NRW's und der DKP, legten im Folgenden ein anschauliches Konzept reformistischer Illusionsmacherei und 'radikal-demokratischer Systemkritik' dar. Durch die Kritik an den Schulbüchern solle die Schaffung eines 'Problemsbewußtseins durch demokratische selbsttätigkeit' erreicht werden, die 'Veränderung der Lehrinhalte durch das Bündnis aller Demokraten' (beides Stuckmann).

Es durften jedoch 'keine abstrakten Kriterien zur Kritik' angewandt werden, wie etwa 'Revolution' (Stuckmann), der 'antifaschistische Charakter des Grundgesetzes' müsse wieder hergestellt werden (Schabrod). Schabrod betonte, daß in der Landesverfassung NRW's die 'Völkergemeinschaft' propagiert würde, die es nun auch auf die 'sozialistischen' Staaten Osteuropas anzuwenden gelte, auf die DDR etwa und 'Volkspolen' (wo die neue Herrscherclique inzwischen wieder mit Panzern gegen die Arbeiter vorgeht). Eine Gemeinschaft der Ausbeuter von hüben und drüben, Herr Schabrod, ist allerdings bereits in prächtigem Gedeihen!

Als Lösungsmöglichkeit, dies alles nun auch in unsere Schulbücher zu bekommen, boten die Herren an: 'Demokratische Zulassungsausschüsse für Schulbücher' (Stuckmann), 'Verstaatlichung der Schulbchverlage' und die Bildung einer 'örtlichen Initiativgruppe zur Überprüfung der Schulbücher in Düsseldorf' (Schabrod). In dankenswerter Offenheit wurden dann auch die Chancen solcher Bemühungen gezeigt: 'Wir wissen nicht, wie lange die Überprüfung braucht, welche Ergebnisse sie erzielt' (Schabrod) und, sinngemäß, man wisse nicht, wie lange etwa ein neu angefertigtes Schulbuch durch die Instanzen der Schulbürokratie gehe."
Q: Schulkampf-NRW Einlage Nr.3,o.O. o.J. (Dez. 1972),S.3ff

20.06.1973:
In der Nr. 25 der 'Roten Fahne' der KPD (vgl. 13.6.1973, 27.6.1973) wird berichtet über Spenden für die Vietnamhilfe alles für den Sieg. Diese gingen u.a. ein von den VAs Mainz und Uni Mainz.
Q: Rote Fahne Nr. 25, Dortmund 20.6.1973

08.09.1973:
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr. 35 (vgl. 1.9.1973, 15.9.1973) heraus. Solidaritätsspenden kommen u.a. von Mainzer Medizinstudenten.
Q: Roter Morgen Nr. 35, Dortmund 8.9.1973

30.01.1974:
An der Universität Mainz wollen die Zellen Germanistik und Pädagogik des KSV der KPD Foren zur Vorbereitung des Kongresses 'Die Wissenschaft gehört dem Volk' (vgl. 31.1.1974) durchführen, zu denen mit einem Flugblatt "Die Wissenschaft gehört dem Volk. Thesen des KSV" aufgerufen wurde.
Q: N. N. <KSV>: Die Wissenschaft gehört dem Volk. Thesen des KSV, O. O. (Mainz) o. J. (1974)

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27.11.1974:
Der KBW (vgl. 5.12.1974) berichtet, dass heute in Mainz 500 Schüler und Studenten gegen den Ausbildungsentwurf für Sozialarbeit und Sozialpädagogik demonstrieren.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 27, Mannheim 5.12.1974, S. 11

30.11.1974:
In Köln soll heute, laut und mit KPD, eine Anti-Schah bzw. Iran-Demonstration stattfinden, zu der die Ortsgruppen der Föderation Iranischer Studenten (FIS) u.a. in Mainz aufrufen.
Q: Rote Fahne Nr. 48, Dortmund 27.11.1974

08.03.1975:
Der KBW (vgl. 26.3.1975) berichtet, daß für eine heutige Gründungsversammlung des Verbandes Deutscher Studentenschaften (VDS) die folgenden, nicht von MSB und SHB der DKP getragenen ASten eingetreten seien, die sich aber vermutlich nicht durchsetzen konnten (vgl. 20.3.1975), u.a. FHS I und II Mainz.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 12, Mannheim 26.3.1975,S.11

20.03.1975:
Es beginnt die Gründungsversammlung der Vereinigten Deutschen Studentenschaften (vgl. 8.3.1975), deren Vorläufer der Verband Deutscher Studentenschaften (VDS) und der Studentenverband der Ingenieurschulen (SVI) sind.
In einem Artikel in der 'KVZ' des KBW (vgl. 26.3.1975) berichten die Asten u.a. der FHS Mainz 1, daß "von Anfang DKP-Studenten ihr Verhalten allein bestimmten von dem Ziel der Sicherung ihrer Politik im neuen Verband." Damit aber seien sie gescheitert. Eine "satzungsmäßige Festlegung auf Unterstützung ihrer … sozialreformerischen Politik" wurde abgelehnt. Die "DKP-Studenten traten für einen linearen Stimmenschlüssel ein, … davon versprachen sie sich einen größeren Stimmenanteil", der Vorstand sollte mit zwei Drittel Mehrheit gewählt werden. Es wurde aber ein depressiver Stimmenschlüssel beschlossen. Die DKP stellte dann einen Antrag auf Vertagung der Sitzung auf Sonntag, den 23.3.1975, um 15 Uhr, was recht geschickt war, da viele Vertreter von Jusos und Sozialistischen Basisgruppen (SBG) zu dieser Zeit bereits abreisen mußten. Jusos und SBG reagierten darauf mit Auszug (vgl. 23.3.1975).
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 12, Mannheim 26.3.1975, S. 11

28.11.1975:
In Mainz beteiligen sich, laut DKP, 1 000 an einer Demonstration im Rahmen der VDS-Aktionstage.
Q: Arbeiter und Student Nr. 1, Paderborn Jan. 1976, S. 3

01.12.1975:
An der Uni Mainz kommt es, laut KPD, im Zusammenhang mit den heute beginnenden VDS-Aktionstagen, zum Streik. Die Aktionseinheitsliste des KBW sei dabei für eine Aktionseinheit mit dem MSB Spartakus der DKP eingetreten.
Q: Rote Fahne Nr.8,Köln 25.2.1976

06.03.1976:
An der Uniklinik Mainz (UK) wird, laut KPD, ihr Anhänger der Kältemonteur Franz Grünen durch ein Berufsverbot (BV) entlassen. Dagegen seien innerhalb von vier Tagen 150 Unterschriften vor der Mensa der UK gesammelt worden. Gegen die Entlassung habe sich auch der ÖTV KV ausgesprochen, in der ÖTV Betriebsgruppe (BG) aber hätten sich die DKP und ihr MSB Spartakus gegen eine Solidarisierung gewandt, mit dem Argument, daß dann die Gefahr des Ausschlusses der gesamten BG bestehe.
Q: Rote Fahne Nr. 11, Köln 17.3.1976

04.04.1976:
Der AB gibt die Nr.84 seiner 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' (KAZ) (vgl. 21.3.1976, 18.4.1976) heraus. Aus Rheinland-Pfalz wird der eigene KHB/ML Mainz erwähnt.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 84, München 4.4.1976

14.04.1976:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr.15 (vgl. 7.4.1976, 21.4.1976) heraus. Spenden gingen im März ein u.a. aus Mainz, u.a. vom KSV.
Q: Rote Fahne Nr. 15, Köln 14.4.1976

22.06.1976:
Zur VDS-Demonstration in Bonn, die vor allem unter der Parole "Gegen den Abbau der demokratischen Grundrechte" steht, kommen, laut KB, ca. 20 000. Der KSV der KPD beteiligt sich an einem Block der Aktionseinheit (AE) demokratischer und kommunistischer Studenten, die u.a. unterstützt wird von der Fachschaft Germanistik an der Uni Mainz.
Q: Arbeiterkampf Nr. 83, Hamburg 28.6.1976, S. 22; Rote Fahne Nr. 24 und 26,Köln 16.6.1976 bzw. 30.6.1976

Juli 1976:
Die KSV-Zelle Germanistik Universität Mainz gibt vermutlich im Juli eine Ausgabe ihrer 'Kommunistischen Studentenpresse' (KSP) unter dem Titel "Beiträge zur materialistischen Wissenschaft: B. Brecht" heraus mit den Beiträgen:
- "Editorial", in dem vom Gastvortrag von Prof. Gerhard Bauer während des Streiks vom 16.-20.5.1976 berichtet wird, den über 300 Studenten besuchten, während am Freitag zu Gerhard Haag nur noch ca. 30 kamen, es aber zu einer guten Diskussion kam. Den Vortrag von Hag werden man in einer späteren KSP veröffentlichen;
- "Brechts Beitrag zur antifaschistischen Einheitsfront" von Prof. Gerhard Bauer;
- "Die andere Seite - Bertolt Brecht und Mao Tse tung" von Dr. Jürgen Link;
- "Zum 20. Todestag Bertolt Brechts: Bertolt Brecht - ein Dichter der Arbeiterklasse und des Volkes"; sowie
- "Der Brecht, den niemand haben will - zum Chorwerk Bertolt Brechts und Paul Dessaus 'Herrnburger Bericht'" von Gerhard Preusser.
Q: Kommunistische Studentenpresse Germanistik Beiträge zur materialistischen Wissenschaft: B. Brecht, Mainz o. J. (1976)

17.10.1976:
Der AB gibt seine 'Kommunistische Arbeiterzeitung' Nr.98 (vgl. 3.10.1976, 31.10.1976) heraus. Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet vom eigenen Kommunistischen Hochschulbund (KHB) Mainz.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 98, München 17.10.1976

28.11.1976:
Der AB gibt seine 'Kommunistische Arbeiterzeitung' (KAZ) Nr.101 (vgl. 14.11.1976, 12.12.1976) heraus. Spenden kamen u.a. vom KHB Mainz.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 101, München 28.11.1976

08.12.1976:
In Mainz führen, laut KPD, der MSB Spartakus der DKP und die Organisation of Democratic Youth and Students of Iran (ODYSI) der Tudeh-Partei anläßlich des Wahlkampfes zum Studentenparlament (StuPa) der Universität ein "Solidaritätsfest mit dem Kampf des iranischen Volkes" durch. Die CISNU Iran darf weder den Saal betreten noch Flugblätter verteilen. Insgesamt werden 30 Unorganisierte sowie Mitglieder von CISNU und KSV der KPD aus dem Raum verwiesen.
Q: Rote Fahne Nr. 50, Köln 15.12.1976

12.12.1976:
Der AB gibt seine 'Kommunistische Arbeiterzeitung' (KAZ) Nr.102 (vgl. 28.11.1976, 9.1.1977) heraus. Berichtet wird auch vom KHB Mainz über das Berufsverbot gegen Wolfgang Lefevre von der FU Berlin.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 102, München 12.12.1976

09.01.1977:
Der AB gibt seine 'Kommunistische Arbeiterzeitung' Nr.103 (vgl. 12.12.1976, 23.1.1977) heraus. Spenden gingen u.a. ein vom KHB Mainz.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 103, München 9.1.1977

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