Speyer:
IG Druck und Papier und Klambt-Druck

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 20.11.2013

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Die Revolutionär Kommunistische Jugend (RKJ) meldet bereits früh Interesse an Klambt-Druck an (vgl. 20.12.1970). Die Forderung des DruPa OV Speyer für die Drucktarifrunde 1972 erhält Aufmerksamkeit auch in Bayern (vgl. Jan. 1972), von der Anrechnung der Tariflohnerhöhung auf die übertariflichen Zulagen bei Klambt (vgl. März 1972) ebenso wie von der bargeldlosen Lohnzahlung (vgl. 27.7.1972) berichtet dann die Kommunistische Gruppe (Neues Rotes Forum) - KG(NRF), eine der Vorläufergruppen des Kommunistischen Bundes Westdeutschland (KBW), die schließlich auch in der Druckindustrie offiziell mit ihren überörtlichen Publikationen für Speyer beginnt (vgl. 3.7.1972, 22.9.1972), diese auch betriebsspezifisch für Klambt herausgibt (vgl. 13.9.1972).

Auch für die bundesweite Vietnamdemonstration am 14.1.1973, die wesentlich von der KG(NRF) initiiert aber auch zumindest an einigen Orten von der Gruppe Internationaler Marxisten (GIM) unterstützt wurde, findet sich Unterstützung aus der DruPa in Speyer (vgl. 9.1.1973).

In der Drucktarifrunde 1973 werden nicht nur lineare Forderungen aufgestellt (vgl. 26.1.1973, 19.2.1973), sondern es wird auch gestreikt (vgl. 3.4.1973).

Auch für die Drucktarifrunde 1974 werden vom DruPa Ortsverein Speyer wieder lineare Forderungen erhoben (vgl. 20.2.1974), die aber nicht übernommen werden, wie der KBW meldet (vgl. 28.2.1974).

Später ruft der KBW auch bei Klambt-Druck zur Solidarität mit den Kollegen der Vereinigten Flugtechnischen Werke (VFW)-Fokker auf (vgl. 9.2.1976, 10.5.1976) und interveniert in die Drucktarifrunden 1976 (vgl. 11.3.1976, 2.4.1976, 22.4.1976) und 1977 (vgl. 13.4.1977).

Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

20.12.1970:
Die RKJ Speyer der GIM verfaßt einen "Gruppenbericht der RKJ-Gruppe Speyer" für die Nationale Konferenz (NK) der RKJ am 1.1.1971:"
Die RKJ-Gruppe Speyer hat zur Zeit 9 Mitglieder und 2 Kandidaten. …
Entsprechend der Aufgabenstellung in Speyer sind wir in vier Subgruppen (besser: Kadergruppen) aufgeteilt.
Es sind:
1. Die Subgruppe Betrieb ('Sozialistische Betriebsgruppe Speyer')
2. Die Subgruppe Lehrlinge
3. Die Subgruppe Kolleg
4. Die Subgruppe Schüler.

Zu 1:

Die Subgruppe Betrieb besteht aus 5 Mitgliedern und einem Sympathisanten. Sie interveniert direkt in die betrieblichen Konflikte. Ihr Agitationsorgan ist der 'Betriebsreport', von dem innerhalb eines Jahres 8 Ausgaben erschienen und seine Verkaufsauflage liegt bei 500 - 600 Exemplaren. Nachdem wir 1970 in mehr als 10 Betrieben interveniert haben, können wir jetzt feststellen, daß wir außer einer starken Vertrauensposition auch wichtige Verbindungen in die Betriebe hinein haben. … Am interessantesten für uns ist ein im Augenblick stattfindender Konflikt beim Klambt-Verlag (500). Der Konflikt hat seine Ursache in der Stagnation der Sozialleistungen. Vor kurzem ist der Betriebsrat geschlossen zurückgetreten. Vom Betriebsratsvorsitzenden und einigen aktiven Arbeitern sind wir detailliert über die Vorgänge informiert worden. Mit dem letzten Betriebsreport haben wir in den Konflikt eingegriffen. Ein junger, aktiver Arbeiter hat sich inzwischen der Betriebsgruppe angeschlossen. Er wird bei der Neuwahl des Betriebsrates kandidieren."
Quelle: RKJ-Info Nr. 9, Mannheim Mitte Januar 1971, S. 10

Oktober 1971:
Die Nr. 10 der 'Roten Fahne' des KAB/ML (vgl. Sept. 1971, Nov. 1971) berichtet u.a. aus dem DruPa OV Speyer.
Q: Rote Fahne Nr. 10, Tübingen Okt. 1971

Januar 1972:
Die südbayrische 'Kommunistische Arbeiter Zeitung' Nr. 19 (vgl. Dez. 1971, 1.2.1972) berichtet u.a. von der DruPa in Speyer.
Q: Kommunistische Arbeiter Zeitung Nr. 19, München Jan. 1972

Januar 1972:
Im Ortsverein Speyer der IG Druck und Papier (DruPa) wird, laut KG (NRF) Mannheim/Heidelberg (vgl. 24.1.1972), spätestens im Januar eine Forderung von einer DM mehr pro Stunde plus Vorweganhebung von einer DM sowie 550 DM für die Lehrlinge in der Drucktarifrunde (vgl. 25.1.1972) aufgestellt.
Q: Arbeiter-Zeitung Nr. 1, Mannheim/Heidelberg Jan. 1972, S. 2

Januar 1972:
Die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg (vgl. 24.1.1972) berichtet vermutlich aus dem Januar von der Drucktarifrunde (DTR) der DruPa (vgl. 25.1.1972):"
Nach Bekanntwerden des Beschlusses der Großen Tarifkommission hat der Vertrauensleutekörper der IG IG DruPa Speyer einen Brief an die GTK geschickt (der Ortsverein Speyer hatte außer den oben genannten Forderungen 550 DM für die Lehrlinge gefordert).

Abschrift:
Hauptvorstand der IG Druck und Papier
zur Weiterleitung an die Große Tarifkommission
7 Stuttgart 1, Friedrichstraße 15

Kollegen,
wir halten die von Euch beschlossen Forderungen für völlig unzureichend. Sie liegen unter den durch die Basis aufgestellten Forderungen. Obwohl immer mehr Kollegen gleiche Forderungen in Mark und Pfennig für richtig und nötig halten, habt ihr wieder Prozentforderungen aufgestellt. Prozentforderungen vergrößern aber die bestehenden Unterschiede zwischen den Lohngruppen und tragen damit zur Spaltung der Arbeiter bei.

Ihr habt auch die wichtige Forderung nach Vorweganhebung verzichtet, obwohl der Druck auf die übertariflichen Zulagen weiter zunehmen wird und nur durch eine Vorweganhebung die Differenz zwischen Tarif- und Effektivlohn beseitigt werden kann.

Die 10% Forderung ist außerdem zu niedrig. Allein die Preise sind um rund 7% gestiegen und werden weiter steigen. Wenn man die verschärfte Arbeitshetze und die Steuererhöhungen berücksichtigt, dann sichern die 10% nicht einmal den Reallohn. Seid ihr bei der Aufstellung der 10% Forderung nicht zu sehr von den 'Sorgen' der Unternehmer, von der vielbeschworenen 'konjunkturellen Situation' und zu wenig von den Interessen der Mitglieder ausgegangen? Gewerkschaftliche Gremien und die Gewerkschaften überhaupt müssen aber einzig und allein von den Interessen ihrer Mitglieder ausgehen. Im übrigen rechnen die Unternehmer selbst mit einer Umsatzsteigerung von 29% für die nächsten drei Jahre! Das geht aus einem Gutachten des Verbandes der Druckindustrie hervor (Stuttgarter Zeitung (SZ,d.Vf.) vom 24.11.1971).

Viele Kollegen befürchten jetzt, daß die 10% Forderung noch nicht einmal ernst gemeint ist und daß mit ihr nur ein Abschluß im Rahmen der Lohnleitlinien angepeilt wird.

Wir fordern Euch daher auf, in den Verhandlungen und eventuellen Schlichtungen auf keinen Fall unter der bereits unzureichenden 10% Forderung abzuschließen. Unter den gegebenen Umständen müssen wir die 10% Forderung als Minimalforderung ansehen.

Nur eine Gewerkschaft, die mit ihren Forderungen ernst macht, kann die Mitglieder zusammenhalten und neue Mitglieder hinzugewinnen. Jede Lohnleitlinienpolitik schwächt die Gewerkschaften.

Auch die Forderung für die Lehrlinge ist völlig unzureichend, ganz abgesehen davon, daß auch hier einheitliche Forderungen in Mark und Pfennig notwendig sind."

Aus der Resolution zitiert auch der BKA Freiburg (vgl. 19.2.1972).
Q: Arbeiter-Zeitung Nr. 1, Mannheim/Heidelberg Jan. 1972, S. 2; Klassenkampf Nr. 18, Freiburg 23.2.1972, S. 7

März 1972:
Die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg gibt die Nr.2 ihrer 'Arbeiter-Zeitung' (vgl. Jan. 1972, April 1972) heraus. Man beschäftigt sich u.a. mit dem DruPa OV Speyer.
Q: Arbeiter-Zeitung Nr. 2, Mannheim/Heidelberg März 1972

März 1972:
Die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg (vgl. 27.3.1972) berichtet vermutlich aus dem März aus dem DP-Bereich bzw. von der DTR (vgl. 19.2.1972):"
KLAMBT SPEYER: LOHNERHÖHUNG AUF ZULAGEN ANGERECHNET

Wie die Kapitalisten im Metallbereich haben die Kapitalisten in der Druckindustrie damit begonnen, die Lohnerhöhungen mit den Zulagen zu verrechnen. Der Abschluß war schlecht genug. Aber den schlechten Abschluß nehmen die Kapitalisten bloß noch zum Anlaß, an den Löhnen der einzelnen Kollegen zu drehen: Bei Belzer in Stuttgart (vgl. 29.2.1972,d.Vf.) wurde vom Kapitalisten einem Viertel der Kollegen die Lohnerhöhung auf die Zulagen angerechnet, das heißt sie sollten um die Lohnerhöhungen geprellt werden. Das machten die Kollegen nicht mit. Sie streikten sofort, als sie die Lohnzettel sahen. Durch den Streik wurde sichergestellt, daß alle Kollegen die Lohnerhöhungen bekommen. Allerdings will der Betrieb jetzt durch Änderungskündigungen noch einige Kollegen um die Lohnerhöhung bringen. Bei Klambt in Speyer ging die Geschäftsleitung raffinierter vor. Sie rechnete die Lohnerhöhung bloß zwölf Kollegen auf die Zulagen an und verhinderte damit eine breite Solidarität der Kollegen. Aber auch bei Klambt regte sich Gegenwehr. Die Vertrauensleute verteilten folgendes Flugblatt:

'Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Erstmals seit Bestehen der Klambt-Druck GmbH in Speyer wurde einigen Kolleginnen und Kollegen die Tariflohnerhöhung auf die übertariflichen Zulagen angerechnet, d.h. sie wurden um die Lohnerhöhung betrogen. Glaubt nicht, daß Euer übertariflichen Lohn gesichert ist.

Heute sind es einige, morgen sind es alle.

Jeder übertarifliche Lohn unterliegt dem Gutdünken der Geschäftsleitung. Wenn die Geschäftsleitung jetzt einigen Kollegen die Zulagen kürzt, bzw. die Lohnerhöhung auf die Zulagen anrechnet, dann geht es ihr nicht um die paar Mark.

DIES IST EIN TESTFALL!

ALLE Kollegen sollen eingeschüchtert und zu noch mehr Leistung angetrieben werden.

Es soll getestet werden, ob nach und nach ALLEN Kollegen die Zulagen gekürzt werden können.

Nicht umsonst ist Gerold Mack Mitglied der Verhandlungskommission des Unternehmerverbandes, also einer der Strategen der Unternehmer in ihrem Feldzug gegen unsere Löhne.

Wenn er testet, testet er für den Verband der Druckindustrie.

Oder ist es ein Zufall, daß Gerold Mack ein entscheidender Mann im Unternehmerverband ist?

Ist es ein Zufall, daß nur bei Klambt-Druck GmbH Lohnerhöhungen auf die Zulagen angerechnet werden?

und ist es ein Zufall, daß sich die Maßnahme gegen eine Belegschaft richtet, die sich mehrheitlich gegen den 7,5% Abschluß wandte?

Wir meinen, daß die Geschäftsleitung jetzt erprobt, wieviel sie uns zumuten kann.

Auf der nächsten Betriebsversammlung müssen wir zeigen, daß wir ihre Absichten durchschaut haen.

WIR MÜSSEN GANZ KLAR SAGEN: Wir sind keine Versuchstiere für den Unternehmerverband!

WIR MÜSSEN GANZ KLAR SAGEN: Herr Mack, wir wissen worauf sie hinauswollen. man schlägt einige und meint uns alle.

Wir wehren uns dagegen.

Vertrauensleute bei Klambt-Druck GmbH
im Vertrauensleutekörper der IG Druck und Papier, Ortsverein Speyer.'

Es wird jetzt darauf ankommen, dem Unternehmer klar zu machen, daß er mit der Kampfbereitschaft der Kollegen zu rechnen hat, wenn er seinen Test in Zukunft mit allen Kollegen machen will. Inzwischen hat er seine Betrugsmanöver auf vier Kollegen beschränkt. Aber immer noch meint er alle Kollegen. Am 20.April ist Betriebsversammlung."
Q: Arbeiter-Zeitung Nr. 3, Mannheim/Heidelberg Apr. 1972, S. 6

20.04.1972:
Bei Klambt-Druck Speyer (vgl. März 1972) soll, laut KG (NRF) Mannheim/Heidelberg (vgl. 27.3.1972), eine Betriebsversammlung stattfinden.
Q: Arbeiter-Zeitung Nr. 3, Mannheim/Heidelberg Apr. 1972, S. 6

03.07.1972:
In dieser Woche gibt die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg die Nr. 6 ihrer 'Arbeiter-Zeitung' (vgl. Juni 1972, 4.9.1972) heraus. Man selbst gebe nun neben einem 'Kommentar' für die Metallindustrie in Mannheim und Heidelberg auch einen 'Kommentar' für die Druckindustrie in Mannheim, Heidelberg und Speyer heraus.
Q: Arbeiter-Zeitung Nr. 6, Mannheim/Heidelberg Juli 1972

27.07.1972:
Die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg gibt einen vierseitigen 'Kommentar für die Kollegen der Metallindustrie' (vgl. 13.7.1972, 17.8.1972) heraus, der sich in "Zahlung der Kontogebühren durch die Kapitalisten" mit der Einführung der bargeldlosen Lohnzahlung u.a. bei Klambt in Speyer befasst.
Q: Kommentar für die Kollegen der Metallindustrie, Heidelberg/Mannheim 27.7.1972

13.09.1972:
Die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg gibt ein Extrablatt für die Kollegen von Klambt (vgl. 28.2.1974) ihres für die Kollegen der Druckindustrie' zur heutigen Betriebsversammlung heraus. Angekündigt wird die Vertrauensleutesitzung der DruPa, festgestellt wird:"
Wir brauchen so viel Lohn, daß wir keine Überstunden mehr schaffen müssen!"
Q: Kommentar für die Kollegen der Druckindustrie Extrablatt für die Kollegen von Klambt, Heidelberg/Mannheim 13.9.1972

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22.09.1972:
Das Druckkollektiv der KG (NRF) Mannheim/Heidelberg gibt einen 'Kommentar für die Kollegen der Druckindustrie' (vgl. 6.7.1972) heraus, der auf seinen 6 Seiten u.a. folgende Artikel enthält:
- "Gewerkschaftlicher Kampf gegen die Auswirkungen der kapitalistischen Rationalisierung" wo es u.a. um Setzer- und Buchdruckerlehrlinge sowie den Herderverlag in Freiburg geht,
- "Verbotsantrag gegen den Kommunistischen Bund Bremen!!",
- "Der Anschlag von München",
- "Betriebsversammlung bei Klambt" in Speyer mit Hetze gegen den 'Kommentar', und
- einen Aufruf an Dieter Reichert zu schreiben, wenn Kontakt zur KG (NRF) gesucht wird.
Q: Kommentar für die Kollegen der Druckindustrie, Heidelberg/Mannheim 22.9.1972

09.01.1973:
Vermutlich in dieser Woche gibt die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg die Nr. 11 ihrer 'Arbeiter-Zeitung' (vgl. 4.12.1972, 31.1.1972) heraus, die sich vor allem mit der Vorbereitung der Vietnamdemonstration in Bonn am 14.1.1973 befaßt. Der Aufruf wird, nach dem derzeitigen Kenntnisstand der KG (NRF), im gewerkschaftlichen Bereich unterstützt u.a. von dem ersten Bezirksvorsitzenden der DruPa Pfalz (aus Speyer) und dem DruPa-VK Speyer.
Q: Arbeiter-Zeitung Nr. 11, Mannheim/Heidelberg Jan. 1973

26.01.1973:
Der Bund Kommunistischer Arbeiter (BKA) Freiburg gibt seinen 'Klassenkampf für die Kollegen der Druckindustrie' Nr.4 (vgl. 31.10.1972, 4.7.1973) heraus. Zur Drucktarifrunde (DTR) wird u.a. berichtet von den Forderungen bei Klambt Speyer.
Q: Klassenkampf für die Kollegen der Druckindustrie Nr.4,Freiburg 26.1.1973

19.02.1973:
Vermutlich in dieser Woche gibt der Kommunistische Bund Bremen (KBB) die Nr. 2 seiner Wahrheit (vgl. 25.1.1973, 10.3.1973) heraus. Berichtet wird von der Drucktarifrunde (DTR) aus Speyer:"
Die Vertrauensleutevollversammlung der IG Druck + Papier des Ortsvereins Speyer hat eine lineare Forderung für Arbeiter und Angestellte von DM 175,- mehr beschlossen.

Besonders hervorgehoben wurde von den Kollegen, daß das Geld der Arbeiter in den untersten beiden Lohngruppen keineswegs ausreichend sei; deshalb wurde die Abschaffung der Lohngruppen 1 und 2, also der beiden unteren Lohngruppen, mit in die Forderungen aufgenommen.

Um nicht mehr den ständigen Preissteigerungen nachhinken zu müssen, um dem Abbau der Reallöhne durch eine Laufzeit von 12 Monaten entgegenzutreten, wurde die Einführung einer Preisgleitklausel von 3 % gefordert."
Q: Wahrheit Nr. 2, Bremen Feb. 1973, S. 10

März 1973:
In München gibt die Druck-Betriebsgruppe der ABG ihren 'Roten Widerdruck' Nr. 20 (vgl. 19.2.1973, 16.4.1973) heraus. Der Vertrauensleutekörper (VLK) vom MM habe einen Brief an fast alle Ortsvereine der DruPa geschickt. Antworten seien gekommen u.a. vom Ortsverein Speyer.
Q: Roter Widerdruck Nr. 20, München März 1973, S. 3f

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März 1973:
Die KG Frankfurt/Offenbach gibt eine dritte Ausgabe ihrer 'Arbeiter-Zeitung' heraus. Eingegangen wird auch auf die Drucktarifrunde (DPTR), u.a. in Speyer.
Q: Arbeiter-Zeitung Nr.1,Frankfurt/Offenbach März 1973

03.04.1973:
Bei Klambt Speyer (580 Besch.) findet, laut ABG, vermutlich heute anläßlich der Drucktarifrunde morgens ein Warnstreik von 500 Beschäftigten (alle bis auf die Setzer) und von 20 Uhr bis 20 Uhr 30 ein Warnstreik der Offsetdrucker statt.
Q: Roter Widerdruck Nr. 21, München Apr. 1973, S. 3

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09.04.1973:
Die Nr. 4 der 'Arbeiter-Zeitung' der KG(NRF) Mannheim/Heidelberg (vgl. 5.3.1973, 25.4.1973) erscheint vermutlich in dieser Woche. Eingegangen wird auch auf die Warnstreiks der Drucker in den letzten Tagen u.a. bei Klambt Speyer.
Q: Arbeiter-Zeitung Nr. 4, Mannheim Apr. 1973

05.12.1973:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr.8 (vgl. 22.11.1973, 19.12.1973) heraus. Die Ortsaufbaugruppe (OAG) Speyer berichtet aus der papierverarbeitenden Industrie im IG DruPa (DP) Bezirk Speyer.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 8, Mannheim 5.12.1973, S. 6

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20.02.1974:
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 6.2.1974, 6.3.1974) Nr. 4 heraus und berichtet u.a. aus dem DruPa OV Speyer.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 4, Mannheim 20.2.1974, S. 7

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28.02.1974:
Die Ortsaufbaugruppe Speyer des KBW gibt ihren 'Kommentar für die Kollegen von Klambt' (vgl. 13.9.1972, 9.2.1976) heraus mit dem Leitartikel "Keinerlei Abbau der Sozialleistungen" zur letzten Betriebsversammlung bzw. der bisher bezahlten halbstündigen Pause ab zwei Überstunden.

Weitere Artikel sind:
- "Volle Erstattung des Fahrgeldes für alle!";
- "Statt Treuegeld: Erhöhung der Stundenlöhne für alle gleich!";
- "Zum Flugblatt der DKP von letzter Woche" bzw. deren Betriebszeitung 'Kontra', in der für die Drucktarifrunde (DTR) eine Prozentforderung propagiert wurde;
- "Die Krise des Kapitalismus in England und der Bergarbeiterstreik";
- "Tarifkommission stellt 15 % Forderung auf!" zur Drucktarifrunde (DTR - vgl. 19.2.1974); sowie
- "Polizeiterror in Frankfurt" zum Häuserkampf.
Q: Kommentar für die Kollegen von Klambt, Speyer 28.2.1974

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13.02.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 6 (vgl. 6.2.1975, 20.2.1975) heraus. Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet aus dem DP-Bereich aus dem DruPa Bezirksverband und dem OV Speyer/Germersheim.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 6, Mannheim 13.2.1975

20.03.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 11 (vgl. 13.3.1975, 26.3.1975) heraus und berichtet u.a. aus Speyer aus dem DruPa-OV.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 11, Mannheim 20.3.1975, S. 6

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09.02.1976:
Die Ortsgruppe Speyer des KBW gibt einen 'Kommentar für die Kollegen von Siemens und Klambt' (vgl. Klambt: 28.2.1974, 2.4.1976; Siemens: 10.5.1976) heraus unter der Überschrift "Solidarität mit den VFW'lern!".
Q: Kommentar für die Kollegen von Siemens und Klambt Solidarität mit den VFW'lern!, Speyer 9.2.1976

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06.03.1976:
Die Ortsgruppe Speyer des KBW gibt ihre 'Speyerer Arbeiter-Zeitung' (vgl. 4.3.1976, 11.3.1976) heraus zur Veranstaltung des KBW am 9.3.1976 zum Thema "Faulender Kapitalismus (am Beispiel VFW Fokker und Region Speyer) - Aufblühender Sozialismus".

In "Bürgerinitiative???" wird berichtet vom Ausschluss des KBW und anderer fortschrittlicher Gruppen von den Sitzungen seitens der evangelischen und katholischen Pfarrer.

Laut einer handschriftlichen Notiz wird diese Ausgabe in der Stadt, bei Klambt-Druck und bei Siemens verbreitet.
Q: Speyerer Arbeiter-Zeitung Veranstaltung des KBW, Speyer 6.3.1976

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07.03.1976:
Der AB gibt die Nr. 82 seiner 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' (KAZ) (vgl. 22.2.1976, 21.3.1976) heraus. Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet vom DruPa OV Speyer.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 82, München 7.3.1976

11.03.1976:
Die Ortsgruppe Speyer des KBW gibt ihre 'Speyerer Arbeiter-Zeitung' (vgl. 6.3.1976, 18.3.1976) als Ortsbeilage zur 'KVZ' Nr. 10 heraus. Berichtet wird über die "Lebhafte Diskussion auf KBW-Veranstaltung" zu VFW am 9.3.1976, zu der rund 40 Menschen kamen: "Es waren interessierte Kollegen von VFW, Siemens und Klambt-Druck, sowie arbeitslose Salamander-Kollegen und Studierende vom Speyer-Kolleg (2. Bildungsweg) gekommen."

Berichtet wird auch von der Drucktarifrunde (DTR):"
Klambt-Druck: Geschäftsführer Mack und Vertreter der Druckkapitalisten in der tarifrunde war auf der Betriebsversammlung nicht in der Lage, die Frage zu beantworten, wie er zur 9 %-Forderung der IG-Druck steht."
Q: Speyerer Arbeiter-Zeitung Ortsbeilage zur Kommunistischen Volkszeitung Nr. 10, Speyer 11.3.1976, S. 1f

18.03.1976:
Die Ortsgruppe Speyer des KBW gibt ihre 'Speyerer Arbeiter-Zeitung' (vgl. 11.3.1976, 1.4.1976), vermutlich als Ortsbeilage der 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ), heraus mit einem Bericht von der Betriebsversammlung bei Klambt-Druck.
Q: Speyerer Arbeiter-Zeitung VFW-Fokker: das Fass ist am Überlaufen, Speyer 18.3.1976

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02.04.1976:
Die Ortsgruppe Speyer des KBW gibt einen 'Kommentar für die Kollegen von Klambt-Druck' (vgl. 9.2.1976, 22.4.1976) heraus unter der Überschrift "Warnstreiks in der Druckindustrie" zur Drucktarifrunde (DTR).
Q: Kommentar für die Kollegen von Klambt-Druck Warnstreiks in der Druckindustrie, Speyer 2.4.1976

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22.04.1976:
Die Ortsgruppe Speyer des KBW gibt einen 'Kommentar für die Kollegen von Klambt-Druck' (vgl. 2.4.1976, 10.5.1976) heraus unter der Überschrift "Wir bekommen nichts geschenkt!" zur Drucktarifrunde (DTR).
Q: Kommentar für die Kollegen von Klambt-Druck Wir bekommen nichts geschenkt!, Speyer 22.4.1976

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03.05.1976:
Die Ortsgruppe Speyer des KBW gibt ihren 'Kommentar für die Kollegen von VFW-Fokker' unter der Schlagzeile "'Totengräber raus - MRCA bleibt im Haus!'" (vgl. 1.4.1976, 17.3.1977) heraus. Von der Drucktarifrunde (DTR) wird berichtet in "Erster Erfolg der Drucker".
Q: Kommentar für die Kollegen von VFW-Fokker 'Totengräber raus - MRCA bleibt im Haus!', Speyer 3.5.1976, S. 2

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06.05.1976:
Die Ortsgruppe Speyer des KBW gibt ihre 'Speyerer Arbeiter-Zeitung' (vgl. 8.4.1976, 13.5.1976), vermutlich als Ortsbeilage der 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ), heraus mit den Artikeln "Drucker wieder im Streik" zur Drucktarifrunde (DTR), wobei berichtet wird von der MMGD Mannheim und dem Druckzentrum Stuttgart, und "Maifeier des DGB" mit Hensche vom Vorstand der IG DruPa.
Q: Speyerer Arbeiter-Zeitung VFW-Fokker: Alarm bei VFW!, Speyer 6.5.1976, S. 1f

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10.05.1976:
Die Ortsgruppe Speyer des KBW gibt einen 'Kommentar für die Kollegen von VFW, Klambt und Siemens' (vgl. Klambt: 22.4.1976, 13.4.1977; Siemens: 9.2.1976; VFW: 3.5.1976, 17.3.1977) heraus unter der Überschrift "Die MRCA-Vorrichtungen müssen als Faustpfand in Speyer bleiben!", wobei berichtet wird von der Veranstaltung der Bürgerinitiative.

Zur Drucktarifrunde (DTR) erscheint der Artikel "Zum Druckerstreik: Gemeinsam gegen die Hetze!".

Aufgerufen wird zur zentralen Veranstaltung des KBW in Ludwigshafen "Der Widerspruch zwischen Lohnarbeit und Kapital" (vgl. 12.5.1976). Eingeladen wird zum KVZ-Lesekreis.
Q: Kommentar für die Kollegen von VFW, Klambt und Siemens Die MRCA-Vorrichtungen müssen als Faustpfand in Speyer bleiben!, Speyer 10.5.1976

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13.04.1977:
Die Zelle Druck Speyer des KBW Bezirk Rheinhessen-Pfalz gibt ihre 'Arbeiter-Zeitung für Klambt-Druck' (vgl. 10.5.1976) heraus unter der Überschrift "Dieser Abschluß ist ein Angriff auf die Löhne und auf den Normalarbeitstag. Er kann nicht lange halten".
Q: Arbeiter-Zeitung für Klambt-Druck Dieser Abschluß ist ein Angriff auf die Löhne und auf den Normalarbeitstag. Er kann nicht lange halten, Speyer 13.4.1977

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