Speyer: Salamander AG

Materialien zur Analyse von Opposition

Von Jürgen Schröder, Berlin, 20.11.2013

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Besonders ging einer ganzen Generation, die die Comics mit dem Salamander Lurchi beim Schuhkauf genoss, die Stilllegung von Salamander Speyer ans Herz, die die erste einer ganzen Reihe von Betriebsstillegungen am Ort war. Dies ist einer der wenigen in der Datenbank überhaupt vorgestellten Betriebe aus dem Bereich der Gewerkschaft Leder, bei dem es zu linksradikaler Agitation kam und der auch als bundesweites Beispiel in der Presse verwandt wurde. Zunächst erfolgt ein Produktionsstop (vgl. 5.9.1970), der bereits auch in Bayern Aufmerksamkeit erregt (vgl. 7.9.1970). Es folgt eine Betriebsversammlung im Werk Lingenfeld (vgl. 19.2.1971) sowie die Stillegung dieses (vgl. 6.10.1971, 15.12.1971, 21.12.1971) und auch des Werkes Hatzenbühl(vgl. 31.3.1971, Mai 1971), von der jeweils auch die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg berichtet, die dann auch in Speyer publizistisch tätig wird (vgl. 13.10.1971, 26.4.1972, 16.6.1972).

Für die bundesweite Vietnamdemonstration am 14.1.1973 setzt sich dann auch die Jugendgruppe der Gewerkschaft Leder in Speyer ein (vgl. 9.1.1973), in der vermutlich der regionale Kommunistische Arbeiterjugendbund (KAJB - vgl. Okt. 1973) des Kommunistischen Bundes Westdeutschland (KBW). Auch Spartacus B/L berichtet von Salamander (vgl. 14.4.1973), wo der KBW weiterhin seine betrieblichen Kommentare herausgibt (vgl. 26.9.1973, 23.10.1973, 28.2.1974).

Gegen die Stillegung von Salamander Speyer (vgl. 31.3.1975) wird protestiert (vgl. 21.10.1974), wobei sich dies zeitgleich mit den Verlegung von VFW zu einem Protest vereinigt.

Auszug aus der Datenbank „Materialien zur Analyse von Opposition“ (MAO)

05.09.1970:
Die Nr. 30 des 'KND' (vgl. 1.9.1970, 9.9.1970) der KPD/ML-ZB berichtet u.a., es zeigen sich die Anzeichen der flauen Konjunktur auch in der Schuhindustrie, wo Salamander einen zweiwöchigen Produktionsstop angekündigt habe, während auch andere Schuhfirmen wohl bald zur Kurzarbeit übergehen werden.
Quelle: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr. 30, Bochum 5.9.1970

07.09.1970:
Die OG München der KPD/ML-ZK gibt vermutlich in dieser Woche das folgende Flugblatt zur MTR der IGM heraus:"…
2 000 ARBEITER BEI SALAMANDER IN ZWANGSURLAUB GESCHICKT …
Q: KPD/ML-ZK-OG München: Die Wirtschaftskrise droht, München o.J. (1970)

20.12.1970:
Die RKJ Speyer der GIM verfaßt einen "Gruppenbericht der RKJ-Gruppe Speyer" für die Nationale Konferenz (NK) der RKJ am 1.1.1971:"
Die RKJ-Gruppe Speyer hat zur Zeit 9 Mitglieder und 2 Kandidaten. … Entsprechend der Aufgabenstellung in Speyer sind wir in vier Subgruppen (besser: Kadergruppen) aufgeteilt.
Es sind:
1. Die Subgruppe Betrieb ('Sozialistische Betriebsgruppe Speyer')
2. Die Subgruppe Lehrlinge
3. Die Subgruppe Kolleg
4. Die Subgruppe Schüler.

Zu 1:

Die Subgruppe Betrieb besteht aus 5 Mitgliedern und einem Sympathisanten. Sie interveniert direkt in die betrieblichen Konflikte. Ihr Agitationsorgan ist der 'Betriebsreport', von dem innerhalb eines Jahres 8 Ausgaben erschienen und seine Verkaufsauflage liegt bei 500 - 600 Exemplaren. Nachdem wir 1970 in mehr als 10 Betrieben interveniert haben, können wir jetzt feststellen, daß wir außer einer starken Vertrauensposition auch wichtige Verbindungen in die Betriebe hinein haben. Im Vertrauensleutekörper der VFW Fokker (1 500) können wir offen auftreten, seine Schulungen besuchen wir ständig. Zum Betriebsrat der VFW haben wir engen Kontakt. Bei Rovo-Salamander (500) arbeitet ein Betriebsratsmitglied gut mit uns zusammen.
Q: RKJ-Info Nr. 9 ,Mannheim Mitte Januar 1971, S.10

19.02.1971:
Die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg (vgl. 24.1.1972) berichtet von Salamander Lingenfeld u.a. von der heutigen BV (vgl. 6.10.1971):"
SPEYER: BETRIEBSRAT BETREIBT DAS GESCHÄFT DER SALAMANDER-KAPITALISTEN

Die Kapitalisten der Salamander-AG, dem größten Schuhkonzern in Europa, versuchen schon seit längerem mit zum Teil brutalen Mitteln, noch höhere Profite aus den Arbeitskräften herauszuschinden. Neben ständiger Verschärfung der Arbeitshetze und Steigerung der Ausbeutungsrate (immer weniger Arbeiter müssen immer mehr Schuhe produzieren), neben der Senkung der Lohnkosten dadurch, daß die Arbeiter an andere Arbeitsplätze versetzt werden, sind die Salamanderbosse dazu übergegangen, Teile der Schuhproduktion in solche Länder zu verlegen, in denen die Arbeitslöhne noch erheblich niedriger sind als bei uns und dafür hier Betriebe stillzulegen und die Arbeiterinnen und Arbeiter auf die Straße zu werfen. So wurden in letzter Zeit Salamander-Schuhfabriken in Worms (vgl. 8.2.1971,d.Vf.), Hatzenbühl (vgl. 31.3.1971,d.Vf.) und Lingenfeld geschlossen.

Dabei versuchten die Salamanderkapitalisten, die wenigen rechtlichen Bestimmungen zu umgehen, nach denen für die entlassenen Arbeiter wenigstens ein Sozialplan erstellt oder Abfindungen gezahlt werden müssen, die die Kapitalisten - im Vergleich zu ihren Profiten - ohnehin nicht viel kosten.

DIE STILLEGUNGEN VON HATZENBÜHL UND LINGENFELD

Bei der Stillegung des Betriebs in LINGENFELD wollten die Salamanderbosse selbst noch die Kosten für solche stark beschränkten Abfindungen einsparen:
1. Sie scherten sich einen Dreck um die Bestimmungen des damaligen Betriebsverfassungsgesetzes (BVG,d.Vf.), das in Paragraph 72 dem Betriebsrat ausdrücklich ein Mitbestimmungsrecht bei Betriebsstillegungen einräumt: Der Lingenfelder BR wurde auf der Betriebsversammlung am 19.2.1971 von der Nachricht der beschlossenen Stillegung genauso überrascht wie die gesamte Belegschaft.
2. Im Betriebsratsvorsitzenden des Speyerer Salamanderwerks, WEINMANN, fanden die Salamander-Kapitalisten ein williges Werkzeug, um bei der Lingenfelder Stillegung die 39 Arbeiterinnen zu verschaukeln, die entlassen werden sollten, und sie auch noch um die lumpige Abfindung zu prellen.

WEINMANN ALS WERKZEUG DER SALAMANDER-KAPITALISTEN

Auf der Betriebsversammlung in Lingenfeld am 19.2.1971 ließ Weinmann eine Liste herumgehen, in die sich alle Arbeiterinnen eintragen sollten, die künftig in Speyer arbeiten wollten. Diejenigen Frauen, die dazu nicht in der Lage waren (z.B., weil sie Kinder hatten), pöbelte er mit dem unverschämten Spruch an: 'Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.'

12 der 39 Arbeiterinnen konnten nicht nach Speyer gehen. Betriebsratsvorsitzender Weinmann wußte aber auch hier ein Mittel, selbst diese zwölf um eine Abfindung zu bringen, die ja ohnehin nie eine echte Entschädigung für den Verlust des Arbeitsplatzes darstellt. Er veranlaßte die Kolleginnen, Austrittserklärungen zu unterschreiben - 'nur pro forma', damit der 'Betrieb' eine Unterlage habe, wie er ihnen vorgaukelte. Auf diese Weise sollten die Arbeiterinnen auch noch unterschreiben, daß sie von sich aus gekündigt hätten, obwohl sie doch auf die Straße gesetzt worden waren!

SIEBEN LINGENEFELDER ARBEITERINNEN SETZEN SICH ZU WEHR

Gegen diese Räubermethoden der Salamander-Kapitalisten setzten sich sieben der 39 entlassenen Arbeiterinnen zur Wehr. Sie verklagten die Salamander-AG vor dem Ludwigshafener Arbeitsgericht auf Zahlung der Abfindungen."

Diesen Bericht druckt auch der Kommunistische Bund Bremen (KBB - vgl. 3.4.1972).
Q: Arbeiter-Zeitung Nr. 1, Mannheim/Heidelberg Jan. 1972, S. 3f; Wahrheit Nr. 3, Bremen Apr. 1972, S. 16

31.03.1971:
Die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg (vgl. 24.1.1972) berichtet von Salamander:"
Um die etwa 160 Beschäftigten des Werks HATZENBÜHL noch um einen großen Teil ihrer Abfindungen zu prellen, griffen die Salamanderkapitalisten noch zu folgendem Trick:

Vier Monate vor seiner Schließung wurde das Werk, das bis dahin ein Zweigbetrieb von Salamander-Speyer gewesen war, zu einem 'selbständigen' Betrieb gemacht. Bei der Stillegung (Ende März 1971) konnten die Kapitalisten diesen Betrieb dann als völlig pleitegegangen hinstellen, und entsprechend beschissen fielen dann auch die 'Abfindungen' für die Entlassenen aus - und das, obwohl die Salamander-Kapitalisten angesichts ihrer Profite alles andere als 'pleite' waren!"
Q: Arbeiter-Zeitung Nr. 1, Mannheim/Heidelberg Jan. 1972, S. 3

Mai 1971:
Die Nr. 31 des 'Rebell' (vgl. Apr. 1971, Juni 1971) erscheint mit dem Artikel "Verschärfte Angriffe auf die Werktätigen durch Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit". Darin heisst es u.a.:"
Um im Ausland noch mehr Profite machen zu können schloß der Schuhkonzern Salamander einfach zwei Werke in Worms und Hatzenbühl und entließ 1 000 Kollegen."
Q: Rebell Nr. 31, Tübingen Mai 1971, S. 8

06.10.1971:
Die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg (vgl. 24.1.1972) berichtet von der Stillegung von Salamander Lingenfeld (vgl. 19.2.1971, 15.12.1971):"
Die Salamanderbosse, die sich um die rechtlichen Bestimmungen und Verpflichtungen gegenüber den Entlassenen einen Dreck gekümmert hatten, hatten nicht nur im Speyerer BR-Vorsitzenden Weinmann, sondern offensichtlich auch im Ludwigshafener Arbeitsrichter Dr. Kelpin einen willigen Helfer gefunden.

Er gab gleich zu Beginn der Verhandlung am 6.10.1971 zu erkennen, daß er die Klage der Arbeiterinnen abweisen wollte. So ließ er die Vertreter der Salamander-Kapitalisten die von den Arbeiterinnen unterschriebenen 'Austritts'-Meldungen als 'Beweismaterial' hervorziehen, wollte sich aber auf der anderen Seite nicht mit Beweisen befassen, mit welchen üblen Tricks die Unterschriften der Lingenfelder Arbeiterinnen zustandegekommen waren."

Diesen Bericht druckt gekürzt auch der Kommunistische Bund Bremen (KBB - vgl. 3.4.1972).
Q: Arbeiter-Zeitung Nr. 1, Mannheim/Heidelberg Jan. 1972, S. 4; Wahrheit Nr. 3, Bremen Apr. 1972, S. 16

13.10.1971:
Die Kommunistischen Gruppen (NRF) Mannheim und Heidelberg ihren 'Kommentar' in einer Extraausgabe für die Belegschaft von Salamander / Speyer (vgl. 26.4.1972) unter der Schlagzeile "Schliessung von Lingenfeld vor dem Arbeitsgericht" heraus. Berichtet wird auch von der Gerichtsverhandlung am 6.10.1971.
Q: Kommentar Extraausgabe für die Belegschaft von Salamander / Speyer Schliessung von Lingenfeld vor dem Arbeitsgericht, Heidelberg 13.10.1971; Arbeiter-Zeitung Nr. 1, Mannheim/Heidelberg Jan. 1972, S. 4;Wahrheit Nr. 3, Bremen Apr. 1972, S. 16

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15.12.1971:
Die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg (vgl. 24.1.1972) berichtet von der Stillegung von Salamander Lingenfeld (vgl. 6.10.1971, 21.12.1971):"
DAS GERICHT MUSS SEINE VERHANDLUNGSFÜHRUNG ÄNDERN

In der 2.Verhandlung am 15.12.1971 sah sich der Richter Kelpin aber gezwungen, seine Beweisaufnahmen etwas gründlicher zu machen, als es SONST - nach seinen eigenen Worten - bei ihm üblich ist! Dazu hatte unter anderem ein Extra-KOMMENTAR der Kommunistischen Gruppe (NRF) Mannheim/Heidelberg für die Speyerer Salamander-Belegschaft (vgl. 13.10.1971, d. Vf.) beigetragen, in dem die Interessen der Arbeiterinnen unterstützt und die Machenschaften der Salamander-Kapitalisten und ihrer Helfer Weinmann und Kelpin aufgezeigt wurden. Das Gericht sah sich gezwungen, nun Zeugen zu vernehmen und die Vertreter der Arbeiterinnen anzuhören."

Diesen Bericht druckt gekürzt auch der Kommunistische Bund Bremen (KBB - vgl. 3.4.1972).
Q: Arbeiter-Zeitung Nr. 1, Mannheim/Heidelberg Jan. 1972, S. 4; Wahrheit Nr. 3, Bremen Apr. 1972, S. 16

21.12.1971:
Die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg (vgl. 24.1.1972) berichtet von der Stillegung von Salamander Lingenfeld (vgl. 19.2.1971) über das Arbeitsgericht Ludwigshafen (vgl. 15.12.1971):"
Es mußte am 21.12. schließlich entscheiden, daß die Salamander-Kapitalisten den sieben Lingenfelder Arbeiterinnen Abfindungen zwischen 600 DM und ca. 3 000 DM (je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit) zahlen müssen.

STATT UNTERORDNUNG UNTER DIE KAPITALINTERESSEN - KONSEQUENTER KAMPF UM DIE ARBEITERINTERESSEN IM BETRIEB

Weinmann, der von der Speyerer Belegschaft als Vertreter der Arbeiter gewählt worden war, führte eindeutig die Geschäfte der Salamander-Kapitalisten aus. In seiner Aussage vor dem Arbeitsgericht wurde deutlich, als was sich dieser Geschäftsführer der Unternehmer und Helfer bei der Durchsetzung ihrer Interessen gegen die Arbeiterinteressen versteht: Er nehme seine Arbeit als BR-Vorsitzender, so sagte er, 'hundertprozentig' wahr, 'nicht immer zur Freude der Gruppen'. Er wollte damit sagen, daß er über den Gruppen, über dem Gegensatz von Kapitalisten und Arbeitern stehe. Sein Verhalten bei der Lingenfelder Stillegung zeigt deutlich, was dies für die Arbeiterinnen und Arbeiter der Salamanderwerke bedeutet: nämlich daß Weinmann die rücksichtslose Durchsetzung der Profitinteressen auf Kosten der Arbeiter betreibt.

Ein Betriebsrat, der im Betrieb eine angeblich 'über den den Gruppen stehende' Politik der Klassenversöhnung und der 'vertrauensvollen Zusammenarbeit' mit den Kapitalisten betreiben will, kann damit nicht den Interessen der Arbeiter und Angestellten, sondern immer nur der Durchsetzung der Kapitalinteressen GEGEN die Arbeiterinteressen dienen. Ein solcher Betriebsrat kann sogar, so wie Weinmann, zum direkten Agenten der Unternehmer werden, sogar unter dem Bruch bestehender rechtlicher Bestimmungen!

Ein solcher Betriebsrat darf bei der nächsten BR-Wahl nicht gewählt werden!"

Diesen Bericht druckt auch der Kommunistische Bund Bremen (KBB - vgl. 3.4.1972).
Q: Arbeiter-Zeitung Nr. 1, Mannheim/Heidelberg Jan. 1972, S.4; Wahrheit Nr. 3, Bremen Apr. 1972, S.16

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26.04.1972:
Die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg gibt einen Extra-'Kommentar' für Salamander Speyer zur Wahl des Betriebsratsvorsitzenden am 20.4.1972 heraus (vgl. 13.10.1971, 16.6.1972).
Q: Arbeiter-Zeitung Nr. 5, Mannheim/Heidelberg Juni 1972

16.06.1972:
Die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg gibt einen 'Kommentar für die Belegschaft von Salamander Speyer' (vgl. 26.4.1972, 26.9.1973) mit dem Leitartikel "Bezirksleiter der IG-Leder unterstützt die Machenshaften der Klassenversöhnler" heraus zu einem Brief der Gewerkschaft Leder zum 'Kommentar' vom 26.4.1972.

Im Artikel "Profitschinderei in der Schuhindustrie" wird berichtet über die Schuh-Union (Gebrüder Servas), in Brütisellen in der Schweiz, bei der 430 von 600 Beschäftigten im Nov. 19171 entlassen wurden und 1972 in Merckwiller/Elsaß in Frankreich 126 beschäftigte ihren Arbeitsplatz verloren bei der Stillegung. Stillgelegt wurden auch die Fabriken in Frankfurt-Bonames, Bad Hersfeld und Pirmasens, in der Dorndorf-Schuhfabrik Zweibrücken steig die Produktivität.

Aufgerufen wird: "Kollegen, macht mit bei der Aufstellung eines gewerkschaftlichen Aktionsprogramms!".
Q: Kommentar für die Belegschaft von Salamander Speyer Bezirksleiter der IG-Leder unterstützt die Machenshaften der Klassenversöhnler, Mannheim 16.6.1972

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14.04.1973:
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt seinen 'Spartacus' Nr. 4 (vgl. 5.3.1973, Mai 1973) heraus. Es wird berichtet von Salamander Speyer.
Q: Spartacus Nr. 4, Mainz 14.4.1973

04.06.1973:
Vermutlich in dieser Woche bringt die KG (NRF) Mannheim/Heidelberg ihre 'Arbeiter-Zeitung' (vgl. 7.5.1973) heraus und berichtet u.a. aus der G Leder Speyer.
Q: Arbeiter-Zeitung Nr. 6, Mannheim/Heidelberg Juni 1973

26.09.1973:
Der KBW gibt einen 'Kommentar für die Kollegen von Salamander/Speyer' (vgl. 16.6.1972, 23.10.1973) heraus mit dem Leitartikel "Unser Kampf ist noch nicht beendet: Der Teuerungszuschlag muss durchgesetzt werden" zur Teuerungszulage (TZL).

Ein Artikel erläutert: "Wie muss der Kampf weitergeführt werden?".

Berichtet wird in die "Solidarität mit dem chilenischen Volk!" über den Informationsabend am 20.9.1973.
Q: Kommentar für die Kollegen von Salamander/Speyer Unser Kampf ist noch nicht beendet: Der Teuerungszuschlag muss durchgesetzt werden, Mannheim 26.9.1973

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Oktober 1973:
Der KAJB Mannheim/Heidelberg/Wiesloch gibt die Nr. 9 seiner 'Kommunistischen Jugendzeitung' (vgl. 15.9.1973, 13.11.1973) spätestens heute heraus, die u.a. über die Schuhindustrie in Speyer berichtet.
Q: Kommunistische Jugendzeitung Nr. 9, Mannheim Okt. 1973, S. 8f

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23.10.1973:
Die KBW-Ortsaufbaugruppe Speyer gibt einen 'Kommentar für die Kollegen von Salamander/Speyer' (vgl. 26.9.1973, 28.2.1974) heraus mit dem Leitartikel "Jetzt eine Gewerkschaftsmitgliederversammlung fordern" zur Teuerungszulage (TZL).

Weitere Artikel sind:
- "Aus den Abteilungsversammlungen: Wie kriegen wir den Lohn bezahlt?" zur bargeldlosen Lohnzahlung;
- "Wenn der Aufpasser brüllt…" zur Stepperei; sowie
- ein Bericht über das Extra der 'Arbeiterstimme', das die KBW Ortsgruppe Waiblingen bei Salamander Kornwestheim zur Teuerungszulage (TZL) für alle Salamander-Kollegen herausgab (vgl. 3.10.1973).

Angekündigt wird: "Ab 2. November: Politischer Buchladen Speyer, Herdstr. 7 Verkaufszeiten: nachmittags".
Q: Kommentar für die Kollegen von Salamander/Speyer Jetzt eine Gewerkschaftsmitgliederversammlung fordern, Mannheim 23.10.1973

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28.02.1974:
Die KBW-Ortsaufbaugruppe Speyer gibt einen 'Kommentar für die Kollegen von Salamander/Speyer' (vgl. 23.10.1973) heraus unter der Überschrift "Zur heutigen Betriebsversammlung: Wir lassen uns nicht einschüchtern!". Die Auflage beträgt 300 Stück.
Q: Kommentar für die Kollegen von Salamander/Speyer Zur heutigen Betriebsversammlung: Wir lassen uns nicht einschüchtern!, Mannheim 28.2.1974

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21.10.1974:
Laut KPD demonstrieren in Speyer über 1 000 (eine Woche später wird gar von über 2 000 berichtet) gegen die Stillegung von Salamander Werk 14 (Bereich der GLeder, 460 Besch., meist Frauen) und VFW Fokker (IGM-Bereich), nachdem zuvor hier schon eine Baumwollspinnerei, eine Zelluloidfabrik, die Pfälzische Möbelfabrik, eine Brauerei und Salamander Außenwerke auf den Dörfern geschlossen wurden. Laut ML Duisburg (vgl. März 1973) sind es 2 000.
Q: Rote Fahne Nr. 43 und 44,Dortmund 23.10.1974 bzw. 30.10.1974; Klassenkampf Nr. 1,Duisburg März 1975, S. 1

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27.01.1975:
Die Nr. 35 der 'Sozialistischen Arbeiterpolitik' (SAP – vgl. 16.12.1974, 24.2.1975) – Organ für Arbeiterpolitik in der SPD. Für SPD-Alleinregierung für Jan./Feb. erscheint vermutlich in dieser Woche.

Aus Rheinland-Pfalz wird berichtet aus Speyer von VFW und Salamander.
Q: Sozialistische Arbeiterpolitik Nr.35,Bochum Jan./Feb. 1975

29.01.1975:
In der Nr.4 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 22.1.1975, 5.2.1975) berichtet die KPD u.a. über VFW (IGM-Bereich) und Salamander (Bereich der G Leder) Speyer.
Q: Rote Fahne Nr. 4, Dortmund 29.1.1975

Februar 1975:
Der AB gibt die Nr.56 seiner 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' (KAZ) (vgl. Jan. 1975, März 1975) heraus.
Die 'Kämpfende Jugend' berichtet aus Rheinland-Pfalz von VFW und Salamander Speyer.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr. 56, München Feb. 1975

05.03.1975:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr.9 (vgl. 26.2.1975, 12.3.1975)
heraus und berichtet u.a. von Salamander (Bereich der GLeder) Speyer.
Q: Rote Fahne Nr. 9, Köln 5.3.1975

31.03.1975:
Ende März wird, laut KBW (vgl. 15.5.1975), in Speyer das Salamanderwerk (460 Beschäftigte, GLeder-Bereich) stillgelegt.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 19, Mannheim 15.5.1975

01.05.1975:
Die SAG gibt ein Mai-Extra ihres 'Klassenkampf' (vgl. Mai 1975, 8.5.1975)
heraus und berichtet von Salamander Speyer.
Q: Klassenkampf Mai-Extra, Frankfurt 1.5.1975

15.05.1975:
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr. 19 (vgl. 7.5.1975, 22.5.1975) heraus und berichtet u.a. aus Speyer aus dem GLeder-Bereich von Salamander (vgl. 31.3.1975).
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr. 19, Mannheim 15.5.1975

18.02.1976:
Die SAG gibt ihren 'Klassenkampf' mit der Nr.53 (vgl. 15.12.1975, März
1976) nun im sechsten Jahrgang heraus und berichtet aus Speyer von VFW und den bereits stillgelegten Firmen Ashland, Rovo und Salamander.
Q: Klassenkampf Nr.53,Frankfurt 18.2.1976

25.02.1976:
Die KPD gibt ihre 'Rote Fahne' (RF) Nr.8 (vgl. 18.2.1976, 3.3.1976) heraus und berichtet u.a. von VFW Speyer (IGM-Bereich - vgl. 12.12.1975) über die drohende Stillegung eines Teilwerkes, die F 104 Produktion, die Militärtransporterproduktion, die VAK 191 Produktion, die MRCA Produktion, über die Arbeitslosen am Ort, u.a. durch das stillgelegte Salamander Werk 14 (GLeder-Bereich) und die DKP.
Q: Rote Fahne Nr.8,Köln 25.2.1976.

20.10.1976:
Die SAG gibt die Nr.11 ihrer 'Sozialistischen Arbeiter Zeitung' (vgl.
6.10.1976, 5.11.1976) heraus und berichtet u.a. aus Speyer von VFW und einer bereits stillgelegten Brauerei und dem ebenfalls schon geschlossenen Salamanderwerk.
Q: Sozialistische Arbeiter Zeitung Nr.11,Frankfurt 20.10.1976

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